
Beruhigt euch - der Podcast für Eltern· Staffel 1· Folge 18
#018 Warum Kinder Schimpfwörter benutzen und was dahinter steckt
Dienstag, 25. November 2025 · 20 min
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Shownotes
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Kinder Schimpfwörter benutzen und warum das Eltern oft so trifft. Marie erklärt, welche Ziele hinter dem Verhalten stehen können. Kinder kopieren Worte, testen Reaktionen, suchen Aufmerksamkeit oder brauchen ein Ventil für ihre Gefühle. Thorsten zeigt, warum impulsive und reizoffene Kinder schneller zu starken Ausdrücken greifen und wie ein überlastetes Nervensystem daran beteiligt ist.
Wir besprechen, wie Eltern führen, ohne das Verhalten aufzuwerten. Keine Bühne geben, klare Grenze formulieren, Alternativen anbieten und in ruhigen Momenten klären. Du erfährst auch, wie du reagierst, wenn Geschwister sich beleidigen. Ohne Richter zu sein, ohne Partei zu ergreifen und mit klaren Familienwerten, die Orientierung geben.
Diese Folge hilft dir zu verstehen, was dein Kind zeigt, was es braucht und wie du in angespannten Situationen ruhig und klar bleiben kannst.
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Hallo und herzlich Willkommen zu. Beruhigt euch den Podcast für Eltern von starken Kindern, die euch herausfordern. In dieser Folge schauen wir auf ein Thema, das viele Eltern sofort triggert, wenn ein Kind plötzlich ein Schimpfwort in den Raum wirft oder es dir sogar noch an den Kopf fällt. Fährt der Körper hoch und alles in uns spannt sich an. Wir ordnen ein, warum Kinder solche Wörter benutzen, was dahinter steckt und wie du in diesen Momenten ruhig führen kannst.
Marie erklärt die erzieherische Seite, während ich Thorsten zeige, was bei impulsiven und reizoffenen Kindern passiert und warum diese, nennen wir sie mal starken Worte, oft ein Zeichen von Überforderung sind. Gemeinsam geben wir dir klare Schritte, die im Alltag funktionieren. Halt die Klappe, so Marie, ist gerade zusammengezuckt.
Genau, und warum eigentlich oft denken Eltern, das Kind hat jetzt jeglichen Respekt verloren und ist außer Rand und Band und hat keine Kontrolle mehr über sich selbst. Marie aber erläutere uns doch mal, aus welchen Gründen benutzen denn Kinder Schimpfwörter, da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten. Da fallen mir auf Anhieb mehrere Gründe ein. Einer der häufigsten oder wie Kinder einsteigen ist natürlich, sie kopieren das, was sie um sich herum so hören. Das kann die Schule sein, das kann die Kita sein, das kann aber auch zu Hause bei den eigenen Eltern sein. Also ich glaub so n Klassiker wo sich immer mal gerne wieder erwachsene Menschen aufregen ist das Autofahren und der Straßenverkehr, wenn einem einer
die Vorfahrt nimmt oder den Parkplatz wegschnappt ne da. Flucht der eine oder andere schon mal zu Hause, ohne das selber so bewusst wahrzunehmen. In dem Augenblick und Kinder schnappen das natürlich auf und kopieren dieses Verhalten, was uns direkt zum zweiten Punkt bringt, warum Kinder das machen, wenn sie es einmal aufgeschnappt haben, und sie geben das dann so wieder und werfen auch mal so ein Wort in den Raum, irgendein Schimpfwort oder irgendeinen starken Ausdruck, dann erleben sie aha, andere Menschen reagieren darauf, meine Eltern reagieren darauf und. Und das macht das natürlich unter Umständen auch interessant, da einfach mal die Reaktionen der Erwachsenen zu testen.
Das heißt natürlich, Erwachsene tun dann gut daran, zwar eine Grenze zu ziehen, aber dem auch nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken, denn umso größer die Reaktion, umso interessanter wird es natürlich auch solche Worte zu benutzen, was natürlich nicht heißt, dass man sich beleidigen lassen soll oder keine Grenzen ziehen soll, aber dazu kommen wir auf jeden Fall später. Dann gibt es auch Kinder und das trifft besonders auf sehr reizoffene und auch auf impulsive Kinder zu. Die Nutzen diese Wörter, um ihr Nervensystem zu pushen, das machen sie natürlich nicht bewusst. Sie haben aber auch ähnlich wie vorher beschrieben, in der Vergangenheit gelernt, wenn ich so was mache, dann erfolgt eben ne gewisse Reaktion und wenn sie
diese Reaktion eben ja ich sag mal herausfordern wollen, dann wissen sie eben, dass das über solche. Wörter funktioniert, das heißt umso stärker die Reaktion, desto stärker auch der größere innere Kick. Aber da machen wir gerne mal n Schwenk zu dem Thema ADHS zum Beispiel ja oder generell neurodivergenz dazu kannst du mal n bisschen einsteigen, Thorsten und uns anhand dieses Beispiels erklären, was passiert denn da eigentlich?
Bei neurodivergenten Kindern und warum kommt das gerade da häufiger vor? Ja, allgemein ist ja 1 der Kernsymptome von Kindern mit ADS, dass sie eine niedrige Impulskontrolle haben und auch den berühmten Dopaminmangel im Gehirn. Aber um mal bei dem Beispiel mit dem Verkehr zu bleiben. Reagiert so ein ads Gehirn einfach schneller und bremst nicht so gut?
Also es ist fast wieso ein Lamborghini mit einer Fahrradbremse? Stelle ich mir jetzt interessant vor. Ja, deshalb unterbrechen diese Kinder einfach öfter und platzen mit Dingen heraus. Das können auch mal Schimpfworte, Schimpfworte sein, bevor der innere Verkehrspolizist Stopp sagen kann. Halt hier nicht weiter.
Dazu kommt dann, dass manche Kinder Reize zu stark wahrnehmen, andere zu schwach und beide Varianten können dann zu Überforderungen führen und die müssen irgendwie raus, die äußern sich dann in Wut und Irritationen und impulsiven Reaktionen, wie zum Beispiel auch Schimpfwörter. Also für viele ist es einfach n Ventil wo das mal raus muss.
Um so richtig Dampf abzulassen. Richtig. Und dann kommt noch dazu, dass unter Stress, das betrifft uns alle, so ein bisschen, aber insbesondere Kinder mit ADHS, die verlieren unter Stress so ein bisschen den Zugang zur Sprache, und das ist dann natürlich ganz besonders deutlich, wenn diese Kinder gar keinen Zugang gelernt haben zu ihren Gefühlen und sich ausdrücken können, was sie denn in dem Moment brauchen, also statt dann zu sagen, dass sie überfordert sind, kommt dann so etwas wie blöde?
Kacka Mama, jetzt hab ich es doch gesagt. Marie, Was können denn Eltern in solchen Situationen konkret tun? Die Do's and don's. Die Do's and Don's ja, dafür ist es erst mal spannend zu gucken, was wir eben erörtert haben, diese verschiedenen Gründe. Was ist denn der Grund dahinter, denn es geht ja von, ich brauche ein Ventil für meine Gefühle oder vielleicht auch Hilfe, diese Gefühle auszudrücken, so wie du es gerade. Beschrieben hast gerade spannend, auch im Zusammenhang mit ADHS bis hinzu Ich möchte Aufmerksamkeit, ich möchte den anderen provozieren, vielleicht sogar auch verletzen, weil ich mich verletzt fühle, das kann ja ganz verschiedene Hintergründe haben, aber je nachdem, was
eigentlich der Ursprung ist und wenn das zu Hause häufiger vorkommt und für Eltern ein Problem ist oder sie sich da auch Sorgen machen, mein Kind verwendet so häufig schimpfworte, wie soll ich damit umgehen und. Dann passiert das ja öfter. Also meistens denken wir ja nicht drüber nach, weil das einmal passiert ist, sondern weil es regelmäßig vorkommt und wir uns darüber Sorgen machen.
Und wenn das so ist, dann sollten wir erstmal gucken, in was für Situationen tritt das auf und was passiert da mit dem Kind, also richtet sich dieses Schimpfwort zum Beispiel gegen mich oder Flucht das einfach nur so in den Raum rein, dann kann es natürlich sein, dass es. Wütend ist also tut es das zum Beispiel auch, wenn gar keiner zuhört?
Ja, man hört das dann aus dem Zimmer oder so, dann klingt es eher nach einem Ventil, um Druck und Frust abzulassen. Wenn es aber gegen mich gerichtet ist und ich mich dadurch auch verletzt fühle, dann kann es natürlich auch sein, dass das Kind sich rächen möchte für etwas, wo es selber eine Verletzung erfahren hat und ganz bewusst diese Wörter auch einsetzt. Zusammenfassend kann man aber sagen, gut, wenn es sich nicht gerade um ein Wutventil handelt, dann ist es. Schon mal der erste wichtige Schritt, dem keine Bühne zu geben, also umso mehr Aufmerksamkeit ich dem Schenke, umso mehr hat mein Kind da auch sein Ziel erreicht, dadurch vielleicht auch negative Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Kinder unterscheiden da leider nicht zwischen positiv und negativ, das heißt in dem Fall ist Aufmerksamkeit Beachtung und Beachtung ist erstmal gut, egal ob das jetzt für gute oder schlechte Sachen ist. Also ob ich Zuneigung kriege oder. Angemeckert werde ich stehe im Mittelpunkt, wenn das passiert, und damit belohnen wir indirekt sozusagen das Verhalten, wenn wir dem Nachkommen.
Das heißt, umso weniger Bühne wir geben, umso weniger lohnt sich das für unser Kind, das einzusetzen, da ist es jetzt auch egal, ob es darauf aufzielt abzielt, unsere Aufmerksamkeit zu kriegen oder sich an uns zu rächen, weil es sich selber ungerecht behandelt fühlt, das kann man schon mal ganz allgemein sagen, so, das heißt. Kein Lachen, kein Kommentieren, nicht schockiert reagieren, keine Vorträge halten.
Du entziehst diesen Worten, die dein Kind da einsetzt, einfach die Energie, indem du dem keine Bühne gibst und dann aber ne ganz klare Grenze formulierst. Das ist wichtig, keiner von uns muss sich respektlos behandeln lassen und auch Kinder müssen lernen, dass sie gewisse Worte gegenüber anderen nicht einsetzen können. Das kommunizieren wir aber nicht, indem wir uns drüber aufregen, sondern halt mit ganz ruhigen und klaren Worten, indem wir zum Beispiel sagen, solange du so mit mir sprichst, kann ich leider nicht mit dir sprechen, in unserer Familie benutzen wir solche Worte nicht, ich hör dir gerne zu, wenn du wieder normal mit mir sprichst.
Damit ziehen wir eine Grenze und entziehen uns dann eben auch allem weiteren. Was folgt, also würden dann weitere Provokationen folgen, würde ich darauf gar nicht reagieren. Ich würde nur einmal sagen, solange du so mit mir sprichst, sprechen wir nicht weiter. Wir können gerne weiter sprechen und das ist wichtig, die Tür offen zu halten und eben auch was Positives in Aussicht zu stellen, wenn das Kind das eben bleiben lässt.
Sobald du dich beruhigt hast, können wir in Ruhe darüber sprechen, was dich so geärgert hat. Ja, und dann eben auch das Kind mit dieser letzten Aussage sehen und wahrnehmen, dass du eben nicht siehst. Ich sehe jetzt ein ungezogenes Kind, was sich nicht gerade gerade nicht richtig verhält, sondern ich sehe vielleicht ein.
Wütendes Kind ich sehe ein verärgertes Kind und das eben auch beim Namen zu nennen, weil umso mehr wir das tun, umso mehr fühlen sich Kinder auch verstanden und das nimmt ganz viel Druck aus unseren Kindern raus. Das Beste ist, wenn wir Situationen haben, die sich wiederholen, dann eben auch Alternativen zu zeigen, also wenn ein Kind zum Beispiel einfach Dampf ablassen möchte, wie kann es das denn machen, ohne dass es die Grenzen von jemand anderem überschreitet oder jemand anderen verletzt mit seinen Worten? Oder auch, wenn es Aufmerksamkeit möchte. Wie kann ich meinem Kind dann mehr Aufmerksamkeit schenken, aber auf positive Art und Weise und nicht, indem ich eben mich darüber aufrege, wie es gerade
mit mir spricht und dafür ist es halt wichtig, so ein bisschen auch auf die Ziele des Kindes zu gucken und dahinter die Fassaden zu gucken, aber ganz allgemein kann man das eigentlich zusammenfassen, sicherlich, wenn wir in Bezug auf Kinder mit ADHS sprechen. Ist Selbstregulation noch mal ein eigenes Thema? Aber dazu kannst du ja noch mal ein paar Worte verlieren, Thorsten.
Ja, das also ganz viel von dem, was du gerade gesagt hast, kann ich nur unterstreichen und es ist ganz besonders wichtig, also generell eigentlich immer wichtig, aber bei Kindern mit Ada ist ganz besonders, solche Dinge einfach nicht persönlich zu nehmen und sich bewusst zu werden das das hat, das hat nichts mit mir zu tun, was mein Kind da gerade durchmacht ist was völlig anderes. Und deshalb ist es für das Kind ganz besonders wichtig, in diesen Momenten ruhig zu bleiben, klar und knapp zu sprechen, keine langen Erklärungen zu geben. Denn der ruhige Ton hilft dem Kind in dem Moment mehr als jede Diskussion.
Es könnte. Sachlich klären, kannst du dann in den Momenten sowieso nichts, du kannst vielleicht noch deinem Kind helfen, indem du die Situation benennst, was du beobachtest, ohne es möglichst zu bewerten. Also, dass du zum Beispiel, du kannst ja zum Beispiel sagen, du bist jetzt ganz schön wütend, darfst du auch sein, aber so möchte ich nicht, dass du mit mir redest, Punkt, ja, das nimmt den Druck raus und gibt dem Kind auch sofort Orientierung.
Es braucht dann aber seine Zeit, um sich zu regulieren und da ist es ganz besonders wichtig, Ruhe zu bewahren und das Spiel nicht mit zu spielen. Ja, also klare Grenzen zu setzen ist wichtig, ruhig zu bleiben, nicht zu drohen, unter einem möglichst normalen Tonfall. So normal, wie es dir gelingt, in der Situation, auch wenn du eine blöde kacka Mama bist.
Du weißt ja, du bist es eigentlich nicht, es ist nur ein Ventil, ja, sagt klar, dass du keine Schimpfwörter akzeptierst und warum, das könnt ihr dann später besprechen. Und was auch gut ist, ist, wenn du mit deinem Kind Alternativen besprechen kannst. Also was es stattdessen sagen kann. Du hast ja gerade einen wichtigen Punkt noch gesagt, den habe ich ja ganz vergessen mit einzureihen. Gut, dass du ihn noch mal mit Reinbringst. Wann klären wir was also in der Situation, wo alles mit Wut aufgeladen ist, kann man niemanden für logische Gespräche darüber, was das mit einem Macht oder wie man das empfindet, erreichen.
Also das sind definitiv. Dinge, die müssen besprochen werden, aber eben nicht zu der Zeit, wo gerade die Emotionen hochkochen, sondern dann eben, wenn sich alles beruhigt hat. N paar Stunden später oder am nächsten Tag und dann kann man eben auch in Ruhe darüber sprechen und da reicht das Kind auch ganz anders, als wenn es gerade selber emotional aufgeladen und für deine Worte gar nicht zugänglich ist.
Gut ist auch immer so ne körperliche Entladung mit einzubauen, also dem Kind die Möglichkeit zu geben sich. Hinzusetzen, irgendwas zu kneten, Ball zu werfen, zu stampfen, meinetwegen und hervorragend ist natürlich, wenn du oder wenn ihr als Eltern das auch als Vorbild so macht, ja, wenn ihr wirklich mal wütend seid auf irgendwas, einer hat euch die Vorfahrt genommen, schlecht im Auto kannst du was nicht machen, okay. Die Hupe drücken.
Ich bin jetzt immer noch. Beim Verkehr? Nein, ihr kommt nach Hause, hattet einen blöden Tag und sagt zu euren Kindern. Also ich hatte jetzt echt einen ganz blöden Tag und ich bin total wütend, macht er mit mir 10 Liegestütz ja, um es einfach vorzumachen wie man mit sowas umgeht, diese Schimpfwörter und beleidigt zu werden, das betrifft ja nicht immer nur die Eltern, sondern.
Oft kommt das auch zwischen den Geschwistern vor. Wie gehen Eltern denn damit dann um? Ja. Das ist natürlich noch mal eine besondere Situation, weil es ja nicht einen selber betrifft. Und da kann man schon mal pauschal sagen, ist es ratsam, nicht den Richter zu spielen, weil, wie wir ja gelernt haben, auch gerade wenn es um generelle Beziehungs oder paar Konflikte geht, dann hat ja jeder immer seine Sichtweise und jede Sichtweise hat auch seine Berechtigung.
Also es gibt kein richtig oder falsch, oder? Und jeder ist vor allem verantwortlich für sein eigenes Verhalten und sein eigenes Handeln. Und wenn ich dann als Mutter oder Vater in die Rolle gehe und sage, du hast recht, du hast Unrecht, dann kann das eigentlich nur Konkurrenz und schlechte Gefühle unter den Kindern schüren. Einer wird sich immer ungerecht behandelt und benachteiligt fühlen, deswegen ganz wichtig, nicht den Richter spielen, wir entscheiden nicht, wer recht hat wie. Trotzdem gibt es natürlich klare Grenzen. Also nicht den Richter zu spielen heißt nicht alles laufen zu lassen, sondern heißt, sich nicht auf eine Seite zu schlagen.
Auf der anderen Seite aber zu sehen, jeder ist verantwortlich für sein eigenes Handeln, das heißt, beide Kinder haben ja ein Ziel wie Zugehörigkeit oder Aufmerksamkeit, erlangen oder wollen eben ihren Selbstwert stärken und sagen deswegen. Sowas auch mitunter zu ihren Geschwistern und beide Kinder muss man da auch in ihrem Interesse und ihren in ihrer Situation oder auch ihrer Not sehen.
Trotzdem gibt es ja klare Familienwerte, die wir haben, so wie zum Beispiel in unserer Familie beleidigen wir uns nicht in unserer Familie verletzen wir uns nicht, tun uns nicht weh, unterstützen uns und so weiter und entsprechend dieser Werte müssen Eltern in so einer Situation ohne den Einzelnen jetzt zu beschuldigen, eben auch klare Grenzen ziehen.
Indem wir eben sagen, wir sprechen hier zu Hause respektvoll miteinander, wir akzeptieren keine Beleidigungen zu Hause und dann eben sich nicht in diese Falle. Ja, der hat doch aber auch und letzte Woche hat der, und deswegen habe ich ja nur und so weiter, sondern jeder ist verantwortlich für sein eigenes Verhalten, also wenn einer den einen beleidigt und der andere beleidigt zurück, dann ist es egal, wer da angefangen hat oder provoziert hat, beide haben beleidigt, beide haben in dem Fall.
Also diese Werte, die wir zu Hause haben. Wir beleidigen niemanden ignoriert und dann spielt es auch keine Rolle, was vorher gewesen ist oder wer provoziert hat, was Eltern unbedingt noch mitnehmen sollten ist, dass diese dieses Ärgern, beleidigen, manchmal ja auch Zweck ist, um unsere Aufmerksamkeit zu erlangen.
Das heißt, das Ziel ist, dass wir uns da einmischen, und dann ist es auch egal, was wir dann da sagen. In dem Augenblick, wo wir uns einmischen, ist also das Ziel erreicht, das Verhalten hat sich gelohnt, es wurde bestätigt, und das heißt nächstes Mal wiederholt das Kind das wieder, weil es hat ja funktioniert, ob man nun am Ende recht bekommen hat oder nicht, von Mutter oder Vater spielt da wie gesagt manchmal auch eine untergeordnete Rolle, weil das Ziel eben ist, dass du dich damit beschäftigst.
Das Beste ist, du mischt dich da erst gar nicht ein. Es sei denn natürlich, du siehst, dass ein Kind dauerhaft nicht in der Lage ist, das selber zu klären. Also wenn jetzt zum Beispiel ein deutlich jüngeres Kind von einem deutlich älteren, da ja letzten Endes ständig geärgert wird und dem einigermaßen schutzlos ausgeliefert ist aufgrund des Altersunterschiedes, dann sollte man da natürlich eingreifen, aber ansonsten tut man gut daran.
Und schenkt seinem Kind auch sehr wertvolle Erfahrungen, wenn man es solche Streitigkeiten erst mal selber klären lässt. Und dann tappen wir eben auch nicht in die Falle, dass sich das Ziel Aufmerksamkeit erfüllt, wenn es eigentlich darum geht. Das heißt, solange keiner da ernsthaft Schaden nimmt oder die Kinder sich körperlich angehen oder dauerhaft einer, ich sag mal, unterlegen erst und schutzlos ausgeliefert, dann sollten wir das erst mal laufen lassen und die Kinder?
Selbst klären lassen, denn sie lernen wirklich wertvolle Kompetenzen dadurch. Schimpfwörter sind laut, aber die Botschaft dahinter ist oft leise. Dein Kind zeigt dir damit in der Regel nicht, dass es dich ablehnt, sondern dass ihm etwas gerade zu viel ist. Wenn du in solchen Momenten klar bleiben kannst und den Kontakt offen hältst, kann es Schritt für Schritt lernen, wie es sich ausdrücken kann, ohne andere zu verletzen.
Nimm das mit in euren Alltag und beobachte, was sich verändert, wenn du in diesen Momenten ruhig führst. Statt in den Machtkampf zu gehen, verändert sich etwas spürbar. Dein Kind merkt dann, dass du nicht auf den Trigger anspringst und dann lässt auch die Spannung nach, eventuell nur schrittweise hinter einem Schimpfwort steckt kein böses Kind, oft fühlt es zu viel und braucht Orientierung herzlichen Dank fürs Zuhören, ich hoffe es hat euch gefallen, empfiehlt unseren Podcast gerne auch weiter an andere Eltern von Kindern mit starkem Willen und bis zum nächsten Mal bye bye.
Bye Bye. Fliegst du das ab? Du hörst an, liebst du das Leben, dann Reiß die Arme hoch und Scheiß der ganzen Welt. Ich fühle mich halt so.