Beruhigt euch - der Podcast für Eltern· Staffel 1· Folge 17

#017 Medienzeit ohne Machtkampf: Wie Kinder lernen, ohne Streit aufzuhören.

Dienstag, 18. November 2025 · 22 min

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Shownotes

Kinder lieben Tablets und Smartphones und viele Eltern fragen sich, wie viel Medienzeit noch gut ist und wie sie in diesem Thema Führung übernehmen können, ohne ständig zu diskutieren. In dieser Folge klären wir eine grundlegende Frage, die oft übergangen wird: Warum geben wir unseren Kindern überhaupt diese Geräte in die Hand? Du hörst, wie du Klarheit über deine eigenen Gründe bekommst, warum feste Regeln so entlastend sind und wie Kinder lernen, Medien verantwortungsvoll zu nutzen.
Du erfährst:
• warum Selbstkontrolle nicht vom Himmel fällt
• wie klare Zeitfenster Stress aus dem Familienalltag nehmen
• wie Kinder lernen, selbstständig auszuschalten
• welche Rolle dein eigenes Verhalten spielt
• welche Warnsignale zeigen, dass Medien zum Problem werden
Am Ende weißt du, wie du den Medienkonsum so strukturierst, dass dein Kind Orientierung hat und du wieder Ruhe in den Alltag bringst.
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Viele Eltern spüren, dass Medien im Alltag ihrer Kinder eine größere Rolle spielen, als ihnen lieb ist. Und deshalb starten wir heute mit unserer Reihe und steigen ein mit der Frage, warum diese Geräte für viele Familien so selbstverständlich geworden sind. In dieser Folge schauen wir genau hin, bevor wir über Regeln, Zeiten oder Inhalte sprechen.

Denn erst wenn du damit ehrlich bist und weißt, warum du deinem Kind ein Tablet oder Smartphone gibst, kannst du entscheiden, was ich ändern soll und wie du klare, verlässliche Strukturen schaffst, die euch allen gut tun. Wir sind Marie und Thorsten, Gründer von Calmi, Coach, Erziehungsberater und Eltern von 4 Kindern mit und ohne ADHS.

Und unser Ziel ist es, euch auf dem Weg zu einem Familienalltag zu begleitender klarer, ruhiger und verbindender ist. Und jetzt viel Spaß beim Hören. Wir steigen heute mal ein in das Thema Medien. Medien sind sehr umfangreich und kompliziert und komplex und wir fangen aber gerade mal heute mit einer ganz wichtigen Frage an, nämlich eine Frage, die alle Eltern sich einfach mal selber beantworten müssen.

Das mussten wir auch, um darüber Klarheit zu gewinnen, warum geben wir eigentlich unseren Kindern Smartphones und Tablets in die Hand. Viele Eltern, die das tun. Machen sich wahrscheinlich in erster Linie darüber gar nicht so viele Gedanken, andere machen das auch und ich weiß noch, wie es bei meinen Eltern früher war, als ich n Kind war, da gab es jetzt noch nicht Smartphones und so weiter aber natürlich gab es Spielekonsolen, es gab Fernsehgeräte und so weiter und meine Eltern dachten damals einfach, das ist n Spielzeug, woran ich wahnsinnig viel Spaß habe und mich stundenlang damit beschäftige und die waren vielleicht auch n Stück weit froh ihre Ruhe zu haben. Also ich denke, dass viele

Eltern erstmal mit dem Gedanken da rangehen, das macht dem Kind ja Spaß. Wieso soll das was Schlechtes sein, wenn man sich nicht weiter damit auseinandersetzt, dann kommt natürlich dazu, dass heutzutage, wo viele Eltern ja auch die Erfahrung gemacht haben, viel im Home Office zu arbeiten und ihre Kinder dann vielleicht auch nicht ständig in Betreuung hatten, da ist ja Corona auch ein Stichwort, viele Medien natürlich auch einsetzen, um die Kinder zu beschäftigen, um sich selber mal Ruhe zu verschaffen.

Das kann für die Arbeit sein, weil man jetzt für 2 Stunden Videokonferenzen hat. Das kann aber auch sein, weil man einfach persönlich an seine Grenzen kommt und einfach mal eine Pause braucht und wir alle wissen es, wenn die Kinder vor den Medien sitzen, dann ist es meistens sehr ruhig im Haus und sobald die Medien aus sind, wird es wieder sehr laut.

Ja, aber da kann gerne jeder mal für sich selbst drüber nachdenken, was ist denn eigentlich der Grund, warum ich meinem Kind überhaupt länger so ein Gerät in die Hand drücke? Sich über den Grund klar zu werden, ist insofern ja wichtig, weil Klarheit hier wichtig ist. Wenn ich etwas ändern möchte und auch dem Kind Alternativen schaffen möchte.

Wenn ich darüber nachdenke und dann zu dem Schluss komme, zum Beispiel, ich brauche einfach einen Moment Ruhe, wo ich in Ruhe arbeiten kann und nicht gestört werde, dann kann man sich natürlich auch zum einen Gedanken über alternative Beschäftigungen machen. Auch hier geht es aber auch um das Thema Grenzen. Also jedes Kind muss auch lernen zu respektieren, wenn Mama oder Papa beschäftigt ist und arbeiten muss und jetzt eben mal ne halbe Stunde oder eine Stunde nicht verfügbar ist. Aber wie gut Kinder das können, das richtet sich ja zum einen nach dem Alter, also von einem dreijährigen Kind kann man das jetzt nicht erwarten, von einem Zehnjährigen schon. Und natürlich danach, ob die

Kinder das auch gelernt haben. Trainiert haben. Auch sowas kann man ja üben und das muss man auch nicht in Verbindung mit Arbeit oder Videokonferenzen, sondern das kann man ja auch im Kleinen Üben zu sagen, ich nehm mir jetzt mal ne halbe Stunde Zeit zu lesen und ich möchte diese Zeit auch für mich haben, was uns ja auch zu dem Thema bringt, unabhängig von Medien, dass jeder ja auch das Recht darauf hat, mal ungestört etwas zu machen, jetzt muss man halt gucken, jetzt das Kind vom Alter her in der Lage dazu.

Aber wir können das auch mit kleinen Kindern in kleinerem Rahmen üben. Dann fangen wir halt mit 5 Minuten an statt mit der halben Stunde. In Familien, wo die Medienzeiten nicht kontrolliert werden oder wo es keine klaren Regeln gibt und vielleicht auch keine Übersicht, kann es auch mal passieren.

Also ist mir früher auch schon mal passiert, dass ein ungeplanter Termin dazwischen kam. Kind hat das Tablet bekommen und hat dann einfach geguckt und geguckt und nicht aufgehört und. Wer ist denn da eigentlich in der Verantwortung? Weil es passiert dann ja oft, dass Eltern sagen, das wird jetzt aber zu viel, mach jetzt endlich aus, aber kann n Kind überhaupt diese Verantwortung schon übernehmen? Irgendwann müssen die Kinder beginnen, die Verantwortung zu übernehmen.

Natürlich, wir wollen ja irgendwann auch Erwachsene haben, die selbstständig damit umgehen können, aber sie sind natürlich nicht von Anfang an einfach dazu in der Lage, sondern das ist etwas, was gelernt werden muss. Ich erleb das viel bei Eltern, die sagen ja. Das Kind will aber das Tablet so lange oder ich erleb hier riesen Theater und Geschrei, wenn das Tablet ausgemacht werden soll.

Jedes Mal endet das in Streit, dann lass ich mich doch wieder breitschlagen, oder? Na ja, das Kind hat ja heute schnell Hausaufgaben gemacht, gut, dann kann es jetzt eben noch mal Tablet gucken oder so, also da findet man dann auch viele Gründe, die ja oft auch wie gesagt unterbewusst mit dem Gedanken sich selber zu entlasten auch einhergehen.

Viele sehen aber auch den Spaß ihrer Kinder und denken, das interessiert mein Kind eben. Warum soll es dem denn nicht nachgehen, das ist doch toll, wenn es sich damit etwas beschäftigt, aber es wird ja ein immer größeres Thema, wie abhängig Medienkonsum auch machen kann, mal ganz unabhängig davon, welche Inhalte für welche Kinder in welchem Alter geeignet sind und da eben auch wenn das unkontrolliert läuft, Kinder Inhalte sehen können, die sie bei Weitem nicht sehen sollten, aber das ist ein Thema für sich. In der Verantwortung sind am Ende die Eltern, weil Kinder sie in jungem Alter, wir reden ja jetzt über jüngere Kinder und noch nicht über junge Erwachsene, aber selbst da sollte man ein Auge drauf haben,

wenn die Kinder noch minderjährig sind. Ja, die Verantwortung können Kinder in dem Alter einfach noch nicht übernehmen, so, das heißt, wenn Eltern dann sagen, ja, mein Kind will das aber oder sonst gibt es da Streit und so weiter die Eltern bleiben trotzdem in der Verantwortung, denn. Wenn Kinder unkontrolliert Medienkonsum ausgesetzt sind, gewöhnen sie sich ja auch daran ne an das an die schnelle Belohnung, die das Gehirn erhält und das ist ja etwas, wovon sie auch letzten Endes immer mehr wollen und dem ja ausgeliefert sind. Also da beschäftigen sich ja auch zig Leute damit, Algorithmen zu entwickeln, die dir immer mehr ansprechende Inhalte präsentieren.

Dagegen können sich ja Erwachsene kaum wehren, wie soll das n kleines Kind machen? Und da sind Eltern definitiv in der Verantwortung, ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang damit beizubringen. Und das nicht von Anfang an unkontrolliert laufen zu lassen. Diese Erfahrung haben wir ja auch selber gemacht in Zeiten, wo es noch keine klaren Regeln bei uns gab, wo ich von meiner Tochter angeschrien wurde, dass ich ihr jetzt endlich mein Telefon geben soll, wo dann wirklich ja das. Hat das fast zum Überlaufen gebracht, wo wir dann auch gesagt haben, also wir brauchen jetzt klare und verlässliche Regeln, wo wir auch gemerkt haben, es ist ganz wichtig, dass wir auch dahinter stehen, denn

Kinder bringen einen da, also sie so wollen ja dieses Gerät so sehr, dass sie einen da wirklich an die Grenze bringen, und wenn man dann nicht sicher steht, dann brauche ich auch keine Regeln. Wie können denn Kinder diese Selbstkontrolle und einen verantwortungsvollen Umgang mit den Medien lernen? Da haben wir doch ganz sicher auch wieder das Vorbild, Eltern mit im Spiel.

Da haben wir garantiert das Vorbild, Eltern mit im Spiel. Wenn wir den Kindern sagen, zu viel Handy, zu viel Tablet ist nicht gut, aber sie sehen uns selber den ganzen Tag am Handy, dann fragen Sie sich natürlich auch, warum das nicht gut sein soll. Natürlich gibt es Dinge, die Erwachsene tun, die Kinder nicht dürfen und damit können müssen Kinder auch leben. Ja, wenn wir jetzt mal n ganz offensichtliches Beispiel wie Alkohol trinken, da kann man jetzt auch nicht sagen, nur weil Papa das Abends mit seinen Freunden macht, darf ich das auch, klar, auch das müssen Kinder lernen, trotz alledem. Wenn wir Ihnen eben sagen, warum Sie das nicht dürfen und dass es ja auch nicht gut für sie ist.

Und sitzen dann selber den ganzen Tag davor, dann erschließt sich das für Kinder nicht. Natürlich sollen Erwachsene nicht in die Rechtfertigung gehen, wenn sie an ihrem Arbeitscomputer den ganzen Tag sitzen und das Kind sagt dann, du sitzt doch auch den ganzen Tag vorm Laptop. Ja, da sollte sich jetzt ein Erwachsener auch nicht unbedingt erklären müssen, trotz alledem haben wir ja auch eine Vorbildfunktion und wenn wir sagen, das ist etwas, was wir. Eingeschränkt halten sollten zu Hause, dann sollte das auch, sollten auch unsere Kinder unsere ungeteilte Aufmerksamkeit haben und uns nicht ständig vor dem Handy sitzen sehen, wenn wir uns mit ihnen beschäftigen.

Ja, darüber hinaus, wie kann man Kindern das beibringen? Der Schlüssel ist ja am Ende nicht, dass wir es selber kontrollieren, bis sie 50 sind, sondern der Schlüssel ist ja, Ihnen beizubringen, sich selber zu kontrollieren und du hast ja eine schöne Geschichte gerade erzählt. Wie es früher war mit der Tochter, die dann ununterbrochen nach dem Telefon gebrüllt hat und letzten Endes hilft es Kindern schon mal, wenn es da eine ganz klare Struktur und verlässliche Vereinbarung gibt. Also wenn das Thema nicht geregelt ist, dann haben Kinder ja schon mal erst mal einen Grund, immer wieder auf die Eltern zuzugehen, weil sie eben nicht wissen, wann kriege ich das Telefon und die Logik ist ja

dann umso öfter ich frage, desto wahrscheinlicher ist es, dass ich das Telefon kriege. Wenn man also von vornherein ne verlässliche Regelung bespricht und sagt, es gibt diese 30 Minuten am Tag jetzt mal als Beispiel, dann wissen die Kinder eben auch, OK, ich hab diese 30 Minuten und davor und danach passiert nichts. Ich brauch meine Eltern damit auch nicht die ganze Zeit nerven, da spart man sich als Mutter oder Vater schon mal unglaublich viele Diskussionen dadurch, dass man den zeitlichen Rahmen schon mal vorab mit den Kindern bespricht und die Wissen, wann passiert was.

Viele kennen mit Sicherheit auch das Problem, wenn dann die Medienzeit abgelaufen ist, dass die Kinder auch tatsächlich ausmachen, und das hat viel mit Impulskontrolle zu tun und ein Klassiker ist einfach, das Kind spielt gerade, ist mitten in der Runde und sagt, Ich muss noch mal eben schnell ins nächste Level oder abspeichern oder was auch immer und die Frage war für uns ja, wie wieviel Toleranz hängen wir da jetzt dran.

Zum Speichern und ins nächste Level kommen und so weiter weil die Kinder finden dann ja kein Ende, weil ja selbst Erwachsene ja auch das Zeitgefühl völlig verlieren, wenn sie spielen. Und wir haben uns für 0 Toleranz entschieden und uns gefragt, wie können wir diesen Kindern denn das jetzt beibringen?

Und bevor man anfängt zu sagen, so, wenn der Timer piept, machst du aus und wenn ich dich dann immer noch am Handy oder am Tablet sehe, dann bist du halt für ne Woche deine Medienzeit los. Muss man den Kindern natürlich die Chance geben, diese Impulskontrolle zu trainieren, das ist nicht einfach und wir haben uns einen Zeitraum einen begrenzten Zeitraum von. 4 Wochen genommen, wo ich mit insbesondere mit meinem Sohn geübt habe.

Ich hab es ihm vorher erklärt, Hab gesagt das ist ja eine Art Belohnung, also ne incentivierung, das hing auch damit zusammen, dass er zu dem Zeit immer mehr medienzeit haben wollte und fragte, was muss er denn tun um mehr zu bekommen und ich sagte ich hab jetzt ne Idee wie wir das kombinieren können.

Das haben wir so gemacht, indem ich ihm gesagt hab, OK, du hast jetzt also zu der Zeit hatte er noch 20 Minuten medienzeit täglich und ich hab ihm gesagt, wenn du es schaffst 2 Minuten früh auszumachen, also nach 18 Minuten, dann bekommst du morgen 2 Minuten mehr, also 22 Minuten und das ganze jeden Tag weiter gedacht. Wir mussten dann also das ich hab schon natürlich befürchtet, dass er das schafft, er hat das auch wirklich sehr gut hinbekommen.

Und dass wir sonst irgendwann bei n paar Stunden medienzeit landen, das ging natürlich nicht. Deshalb hab ich gesagt, es ist ja zum Üben und deshalb wird die Zeit am Sonntag dann zurückgesetzt und beim Montag fängst du wieder mit 20 Minuten an. Also es ist ganz wichtig, den Kindern zu erklären, was man damit eigentlich trainiert, nämlich genau diesen Impuls selbst kontrollieren zu können. Ich bin gerade.

In einem Spiel in dieser Runde und ich will das unbedingt jetzt noch zu Ende spielen, aber es geht nicht. Ich muss jetzt ausmachen, ja, also bei meinem Sohn war es so, er hat mit sich gekämpft, teilweise auch mit den Tränen gekämpft, aber er hat es gemacht, weil er wollte natürlich unbedingt diese 2 Minuten mehr haben, Belohnungen sind also ich bin kein Fan von Belohnungen, deshalb hab ich es ihm auch intensiv erklärt. Und es hat funktioniert.

Also wir haben das 4 Wochen lang trainiert und er macht heute, also wenn wenn der Timer klingelt, ich muss nicht daneben sitzen, ich muss ihm auch nicht sagen, er macht aus, ob er nun mitten in der Runde ist oder gespeichert hat ist egal. Er weiß aber auch wenn er weiter spielt ist er für eine Woche das Tablet los. Ja, damit erhält das Kind die Verantwortung zurück. Und kann sich eben entscheiden zwischen. Ich habe 2 Minuten mehr und das ist ja was, was mir gefällt oder eben ich bin das Tablet für eine Woche los und die Eltern sind aus der Verantwortung raus, denn bei vielen Familien läuft es ja so, dass die Eltern hinterherlaufen, ermahnen, meckern, schimpfen, aber die Verantwortung liegt immer noch bei den Eltern, weil sie eben in

der Rolle sind, das Kind immer daran zu erinnern, das Tablet auszumachen und das war eben ein Weg. Der für uns ganz wunderbar funktioniert hat, um die Kinder in die Selbstverantwortung zu bringen, dass sie selber kontrollieren, das Tablet auszumachen und zur Seite zu legen. Wer sich an dieser Stelle fragt, Was sind denn überhaupt sinnvolle Medienzeiten für ein Kind, in welchem Alter? Die Empfehlungen sind unterschiedlich, aber im Groben kann man sagen, unter 3 Jahren sollte ein Kind eigentlich gar keine visuellen Medien.

Konsumieren also kein Fernsehen, kein Tablet, kein Smartphone und so weiter keine Handyspiele ab einem Alter von 3 bis 6 Jahren empfiehlt man ungefähr 30 Minuten von 6 bis 9 Jahren in etwa 30 bis 45 Minuten und bei Kindern ab 10 Jahren wird oft empfohlen, nicht eine tägliche Zeit festzulegen, sondern eben eine Zeit, die sich auf die Woche bezieht, damit Kinder auch lernen, sich die Medienzeit einzuteilen.

Da kann man sagen, ungefähr eine Stunde pro Tag. Das sollte aber jeder selbst entscheiden und letzten Endes auch gucken, wie gut ist das Kind in der Lage, sich selbst zu kontrollieren und damit umzugehen. Umso mehr das n Problem ist. Also umso mehr Kinder vielleicht auch heimlich spielen, ne sich hinterm Rücken von Mama und Papa das Handy oder Tablet dann doch eben schnappen oder versuchen beim ausmachen zu tricksen, umso mehr ist es n Thema und umso weniger Freiraum sollte man da auch lassen und n Auge drauf.

Haben beziehungsweise auch die Zeiten auch erst dann sinnvoll verlängern, wenn das Kind eben auch mit dem Rahmen den das hat, gut zurechtkommt. Wichtig, aber sehr individuell sind natürlich auch die Familienregeln. Die sind unbedingt notwendig und da muss jede Familie oder alle Eltern müssen sich da selber im Klaren sein, welche Werte sie so haben, was ihnen wichtig ist und was vor allen Dingen wichtiger ist als Medienzeit. Bei uns also, um mal ein Beispiel zu nennen, ganz klar ist wichtiger, dass die Hausaufgaben erledigt werden. Ob die Kinder jetzt noch das Zimmer vorher aufräumen müssen, bevor sie Medien bekommen oder Gitarre üben, das ist sehr individuell.

Wie wichtig euch das ist. Für mich war aber wichtig, meinem Kind auch zu sagen, dass das. Seine Medienzeit für mich eigentlich nicht. Wichtig ist ja, dass ich weiß, es geht um Spaß, ich will ihm auch den Spaß nicht verderben, aber andere Dinge vorher zu erledigen, die wichtiger sind, ist einfach notwendig und die müssen zuerst erledigt werden, bevor es das Tablet.

Gibt. Einige Eltern fragen sich an der Stelle auch, was kann ich denn so als Indikator nehmen, wann Medien zum Problem werden für die Kinder, also wann sieht man auch, dass es. Zu viel wird gerade bei Älteren, die dann vielleicht auch n größeren Rahmen an Medien Zeit haben als jetzt n ganz junges, was vielleicht nur 30 Minuten täglich kriegt und da sollte man auf jeden Fall hellhörig werden, wenn es die sozialen Kontakte beziehungsweise das Sozialleben beeinflusst. Also zum Beispiel, wenn dauerhaft das Spielen dem Freundetreffen vorgezogen wird, wenn soziale Interaktionen. Deshalb zurückgestellt werden, wenn Hausaufgaben darunter leiden oder andere Pflichten, wenn Hobbys nicht mehr richtig wahrgenommen werden.

Das sind auf jeden Fall Momente, wo Eltern auch von älteren Kindern hellhörig werden sollten. Viele Dinge müssen in den Familien individuell besprochen und geregelt werden. Wir können ja mal ein Beispiel oder beispielhaft unsere Familie nehmen, wie haben wir das gemacht mit unseren Kindern, wir. Zum Beispiel mit den Schlafenszeiten gibt es dann noch direkt im Bett ein Tablet oder beim Essen sitzen wir da mit unseren Handys. Auf gar keinen Fall.

Wir haben ja einen zeitlichen Rahmen festgelegt, der liegt bei uns bei einer halben Stunde pro Tag und. Dafür haben wir auch ganz feste Zeiten vorgesehen. Also es gibt jeden Tag n Zeitfenster, in dem die Kinder das selber wählen können. Es wird jetzt also nicht die genaue Uhrzeit von uns vorgegeben, aber es ist ganz klar, dass zum Beispiel morgens, auch wenn die Kinder super früh wach sind, vor der Schule kein Tablet gibt und auch nicht abends vorm Schlafengehen, sondern im Grunde in der Zeit von irgendwann, wenn sie aus der Schule kommen.

Dann eben bis vor dem Abendessen haben wir ne genaue Uhrzeit mit den Kindern vereinbart, in der sie eben dann nach dem Tablet fragen können. Wir legen es ihnen auch nicht selbstständig dahin, ne, also wenn sie zu uns kommen und dann sagen, jetzt hätte ich gern mein Tablet so und dann bekommen Sie es in diesem Zeitfenster eben auch, aber es ist gibt bei uns auch ne ganz klare Regel und da gibt es auch keine Kompromisse und das ist, dass es beim Essen kein Tablet gibt, Familienzeit ist eben nicht medienzeit, wir wollen nicht.

Miteinander am Tisch sitzen weil gerade das Thema gemeinsame Mahlzeiten für uns als Familie total wichtig ist. Und das gilt vor allen Dingen für alle, also auch für die Erwachsenen. Auch für die Erwachsenen. Die Kinder beobachten ihre Eltern genau, was die machen und weisen einen auch gnadenlos darauf hin.

Das sei jetzt ungerecht und du machst das ja auch. Das ist natürlich dann du sagtest vorhin, Eltern sollten sich nicht rechtfertigen müssen, wenn sie vorm PC sitzen und arbeiten. Also mir war es wichtig, dass meine Kinder auch wissen, ich arbeite jetzt und das ist kein Spaß, also natürlich macht es mir Spaß, aber es ist kein Spaß im Sinne von Spielen und Zeitvertreib und hab mir sogar selber eine Bildschirmzeit auferlegt.

Für die Nutzung sozialer Medien und das haben meine Kinder auch gesehen, immer wenn ich ihnen oder ab und zu, wenn ich ihnen was zeigen wollte und hab Instagram geöffnet oder youtube, dann kam die Sperre, dass meine Zeit abgelaufen ist. Das haben meine Kinder auch gesehen und ich hab es ihnen auch erklärt. Ich hab gesagt ich hab ich, bin zwar erwachsen aber ich find es selber schwierig die Zeiten zu kontrollieren ich wenn man mich abends fragt wie lange ich jetzt auf sozialen Medien war, keine Ahnung.

Habe ich überhaupt kein Gefühl für? Ich glaube, das kennen alle und ich habe mich einfach mit dran beteiligt, meine Zeiten einzuschränken, das fanden meine Kinder ganz cool, nur so als Inspiration, wie ihr das wollt. Das Thema Medien an sich ist ja ein sehr vielschichtiges Thema, was auch weit über das Thema, wie lange lasse ich mein Kind gucken und wann und Selbstkontrolle hinausgeht.

Gerade in Bezug auf Medien lauern viele Gefahren für unsere Kinder, die vielen Eltern gar nicht bewusst sind. Und wir haben auch angefangen, uns mit dem Thema zu befassen und waren ehrlich gesagt auch schockiert, in was für Situationen Kinder im Internet Gefahr ausgesetzt sein können, wo wir selber im Leben nicht drauf gekommen wären.

Deswegen haben wir uns entschieden, daraus noch mal n extra Thema zu machen, weil es einfach viel zu groß und viel zu breit ist, um es in einer kurzen Podcast Folge unterzubringen. Nur dass ihr Bescheid wisst, das ist n Thema was wir noch mal erörtern werden, wo wir drauf eingehen werden und noch mal quasi den Teil 2 zum Thema Medien machen werden.

Medien gehören einfach in unseren Alltag und auch unsere Kinder kommen daran nicht vorbei, egal ob wir wollen oder nicht. Entscheidend ist nicht. Alles. Perfekt zu regeln, sondern bewusst und klar zu führen. Wenn du weißt, warum dein Kind Medien bekommt, welche Strukturen für euch funktionieren und wo deine Grenzen liegen, machst du einen entscheidenden Schritt hinzu. Echter Ruhe dein Kind soll lernen, Schritt für Schritt Verantwortung zu übernehmen und du bekommst Sicherheit zurück, wenn du dieses Thema weiter vertiefen willst. Hör gerne in die nächsten Folgen rein, die. Wir gerade vorbereiten.

Bis dahin bye Bye. Bye Bye. Nicht für das Leben. Dann reiß die Arme. Hoch und. Zeig den ganzen Wind.

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