Beruhigt euch - der Podcast für Eltern· Staffel 1· Folge 19

#019 Wenn Du nur noch meckerst, wird es Zeit für echte Grenzen

Dienstag, 2. Dezember 2025 · 29 min

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Shownotes

Grenzen und Meckern sind nicht das Gleiche. In dieser Folge lernst du, wie du klar führst, ohne in den Machtkampf zu rutschen. Du setzt Grenzen, die wirken, wenn du in Verbindung bleibst und vorhersehbar handelst. Beziehung statt Kontrolle.
Dein Kind testet Zugehörigkeit und Autonomie. Wenn du nur auf Fehlverhalten reagierst, übernimmt es die Führung. Wenn du es ruhig anleitest und Wahlmöglichkeiten gibst, entsteht Kooperation. Das hilft besonders bei starken Kindern mit hohem Autonomiebedarf.
Das nimmst du mit
• Grenze heißt führen, nicht reagieren. Du bestimmst Zeitpunkt, Ort und Rahmen.
• Sprich von dir. Benenne dein Bedürfnis und die Rechte der anderen.
• Gib eine echte Wahl. Klare Option A oder B und kündige die Folge ruhig an.
• Halte vorhersehbare Konsequenzen ein. Ohne Drohungen. Ohne Vorträge.
• Bleib in Verbindung. Korrigiere Verhalten, nicht den Menschen.
Konkrete Szenen: Zappeln beim Essen. Medienzeiten, die überzogen werden. Geschwister, die handgreiflich werden. Zu spät nach Hause kommen. Du hörst Formulierungen, Alternativen und Folgen, die du sofort nutzen kannst.
Bonus: Grenzen in der Partnerschaft. Wie ihr respektvoll sprecht, Arbeit fair verteilt und Gespräche beendet, wenn der Ton kippt, ohne die Tür zuzumachen.
Am Ende hast du eine klare Haltung. Weniger Meckern. Mehr Führung. Mehr Frieden am Tisch. Hör rein und speichere die Folge, wenn du das nächste Essen entspannter willst.
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Calmi Webseite: calmi.com
Danke an Krawuttke für den fantastischen Titelsong: krawuttke.com

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Setz dich endlich hin und hör auf zu zappeln. So klingt es, wenn du glaubst, eine Grenze zu setzen. In Wahrheit reagierst du nur und gibst die Führung ab, dein Kind hampelt, du Meckerst, die Aufmerksamkeit liegt beim Kind und die Grenze steht nicht das Ziel des Kindes kann unter Umständen bereits erreicht sein. In dieser Folge hörst du, dass.

Wie du wieder führst, ohne laut zu werden oder zu meckern. Du bleibst in Verbindung, gibst eine klare Wahl und Kündigst folgen ruhig an. Der Impuls dafür kam von einer Mutter auf Instagram und hast du auch einen Themenwunsch? Schreib uns gerne einen Kommentar oder eine e Mail an beruhigteuch@callme.com. Ihr seid auf jeden Fall richtig bei, beruhigt euch dem Podcast von callme.com.

Wir sind Marie und Thorsten, die Gründer von Kimi, Coach, Erziehungsberater und selbst Eltern von 4 Kindern mit und ohne Adas und Leben in einer Patchworkfamilie. Und jetzt geht es los, das Zappeln, Meckern und laut werden ist nur ein Beispiel von vielen, wie man keine Grenzen setzt, zumindest nicht so, dass sie funktionieren.

Marie, Was gehört denn noch dazu, was ist kein Setzen von Grenzen? An Grenzen setzen, denken, dann denken viele an laut, werden an Meckern, viele gehen auch häufig in den Machtkampf, dann mit ihrem Kind, weil sie ja gelernt haben, ich darf jetzt nicht nachgeben, sonst denkt mein Kind, es hat gewonnen und wird das dann in Zukunft immer so machen. Sie versuchen das dann, wenn das Kind dann nicht nachgeben will, auch über Druck zu lösen.

Oder fallen verfallen in die Situation, dass sie ihrem Kind ellenlange Vorträge halten. Darüber, wer recht hat oder was man macht oder wie man es eben nicht macht. Das sind alles Situationen, die kennen wahrscheinlich die meisten von uns, haben es selber erlebt in ihrer eigenen Kindheit oder aber auch, wenn sie total gestresst sind, neigen sie vielleicht selber mal dazu, das eine oder andere anzuwenden.

Aber all das hat im Grunde nichts mit Grenzen Sätzen zu tun, sondern wie du es gerade schon beschrieben hast, in dem Beispiel oben. Es ist ja ein Reagieren auf das Verhalten unseres Kindes und immer wenn wir reagieren, sind wir nicht in der Führung so, das heißt, unser Kind tut etwas und wir meckern, das heißt, unser Kind hat ja im Grunde unser Verhalten beeinflusst, weil das Kind etwas tut.

Geraten wir ins Meckern, ins wütend sein, wenn dann vielleicht auch ja, wie gesagt, emotional wütend. Fangen an, Druck auszuüben und so weiter so, das heißt, unser Verhalten ist ganz stark beeinflusst von dem Verhalten unseres Kindes und immer dann, wenn das der Fall ist, sind wir gerade nicht in der Führung und setzen eben keine klare Grenze, sondern manchmal, du hast es ja eben schon erwähnt.

Ist allein, dass wir einsteigen in die Diskussion, schon im Grunde der Selbstzweck des Kindes. Also wenn unser Kind Aufmerksamkeit als Ziel verfolgt und gerne unsere Aufmerksamkeit auf negative Art und Weise ja sucht, auch wenn es das nicht bewusst tut, dann tut es das ja, weil es zwischen positiver und negativer Aufmerksamkeit nicht unterscheiden kann und einfach in das Zentrum unsere Aufmerksamkeit gelangen will, auf welche Art und Weise auch immer. Und in dem Augenblick, wo wir anfangen zu meckern, ist das Ziel schon erreicht.

Das heißt, alles, was wir sagen, ist im Grunde völlig irrelevant. Das Verhalten wurde schon bestätigt im Grunde, wenn man es so sehen will, belohnt, weil wir überhaupt ins Meckern gegangen sind und eingestiegen sind, und das führt natürlich nicht dazu, dass das Kind, das dann das nächste Mal bleiben lässt, sondern im Gegenteil, es hat ja das Ziel, Aufmerksamkeit erreicht, und damit wurde das Verhalten eben ja belohnt und bestätigt und als Funktionierend.

Empfunden ganz wichtig ist zu wissen, das machen Kinder nicht geplant und nicht bewusst, sondern das ist einfach n ausprobieren und sie lernen dann darüber. Aha, ich krieg, ich stehe hier im Mittelpunkt, wenn ich das mache, dann mache ich das beim nächsten Mal wieder, ohne dass das jetzt bewusste Entscheidungen sind.

Wir gehen mit der heutigen Folge ja auf einen Kommentar auf Instagram auch ein, wo eine Mutter fragte, wie kann ich denn Grenzen setzen, ohne laut zu werden und zu meckern. Das Problem haben sicherlich ganz viele, also. Der Schlüssel liegt da drin, erstmal nicht zu reagieren, sondern wie geht es richtig? Ja, was heißt nicht zu reagieren? Irgendwas musst du ja machen, wenn es dich nervt, ne, also ist ja die Frage, kannst du das jetzt aushalten und ist das was was du so weglächeln kannst?

Dann ist kann man natürlich sagen, ich reagiere darauf überhaupt nicht klar, aber wenn es jetzt das ganze Familienessen stört, dann kann man ja nicht sagen, ich mache gar nichts, weil dann ist ja wird ja quasi das Recht der anderen verletzt, da eben auch gemeinsam am Tisch zu sitzen und in Ruhe zu essen, da gibt es ja auch unzählige andere Beispiele und das ist halt immer die Frage, also wenn das jetzt was ist, was keinerlei Rechte verletzt und niemanden in Gefahr bringt und was ist wo das, wo man das Gefühl hat, dadurch, dass man merkt, Boah, das nervt mich die ganze Zeit, dass das Kind darüber Aufmerksamkeit sucht. Ja, dann kann man das natürlich auch einfach ignorieren. Klar, das wäre auch Führung ne,

weil ich reagiere ja nicht auf das, was da gerade passiert, aber dann gibt es natürlich auch Momente, wenn jetzt zum Beispiel das ganze Familienessen drunter leidet und ja die anderen nicht mehr die Möglichkeit haben da in Ruhe zu essen, dann muss man natürlich handeln, aber eben nicht, indem man auf das, was das Kind tut reagiert, sondern in der Führung bleibt so.

Wie bleibe ich in der Führung ist jetzt natürlich die Frage ne und wie setze ich dann eben richtig auch ne Grenze die mein Kind dann eben auch ja beachten muss. Im Grunde wichtig ist, dass wir immer mit unserem Kind in Verbindung bleiben, dass wir also nicht nur weil uns etwas nervt, direkt als Gegner auftreten, sondern erstmal in Ruhe beobachten, statt die Situation gleich zu bewerten, also auch wenn es uns nervt, nicht gleich nur, dass es nervt, mich in den Vordergrund stellen. Sondern auch erst mal gucken, was steckt denn eigentlich dahinter.

Und wenn ein Kind nicht still sitzen kann, dann hat das vielleicht auch einfach gerade einen großen Bewegungsdrang, das muss ja nicht immer die Suche nach Aufmerksamkeit sein, vielleicht fällt es ihm einfach schwer, weil es den ganzen Tag schon in der Schule gesessen hat, und das kann man ja erst mal ansprechen, ohne dass man direkt eine Grenze setzen muss oder gleich eine Konsequenz ankündigt und kann erst mal sagen, für mich sieht so aus, als müsstest du dich gerade bewegen, fällt dir das schwer? Gerade stillzusitzen ne und das eben auch in Respektvollem, in normalem, in ruhigem Ton, ohne das Kind, ohne dem Kind jetzt gleich mit unserem Tonfall schon signalisieren, dass es etwas falsch gemacht hat, dann können

wir im nächsten Schritt ansprechen, was wir eigentlich brauchen und wie wir uns dabei fühlen, also zum Beispiel, wenn du immer wieder aufstehst beim Essen. Und dich immer wieder hinsetzt. Dann fühle ich mich gestresst, weil ich nicht in Ruhe essen kann und die anderen, die hier am Tisch sitzen, vielleicht auch.

Ich brauche das, wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen, dass hier dann Ruhe ist und jeder die Möglichkeit hat, in Ruhe zu essen und dann könnte man dem Kind eben entsprechende Alternativen anbieten und dann eben sagen, OK, wenn du dich bewegen willst, dann ist das jetzt gerade dein Bedürfnis, das ist völlig in Ordnung. Dann geh aber bitte eine Runde in den Garten. Zum Beispiel hat jetzt nicht jeder einen. Ja, aber ist ja nur ein Beispiel, gibt ja auch andere Möglichkeiten, man kann auch im Treppenhaus viermal die Treppen rauf und runter rennen oder so, da muss man sich eben was ausdenken, was für einen selber passt. Ja man kann sagen, wenn du dich bewegen willst, dann geh doch jetzt eine Runde um den Garten

und Lauf fünfmal ums Haus und dann kommst du wieder rein und wir essen in Ruhe weiter wenn es jetzt um das Ziel Aufmerksamkeit geht, dann wird das wahrscheinlich nicht helfen oder das Kind wird das wahrscheinlich auch ablehnen und. Weil es ja gar nicht darum geht, dass es jetzt n inneren Bewegungsdrang hat, den es loswerden muss.

Liegestütze übrigens fällt mir auch noch ein, ne, das ist ja so der Klassiker bei uns zu Hause, dann mach doch mal 10 Liegestütze machen die Kinder manchmal eifrig mit und sind gerne mit dabei, also wenn es um das Ziel Aufmerksamkeit geht, dann wird das nicht helfen, also das ist dann der Moment, wo wir die Grenze setzen, in dem wir dem Kind eben die Wahl lassen und auf der anderen Seite aber auch sagen, was passiert.

Wenn diese Grenze nicht eingehalten wird und das immer noch in ruhigen und freundlichen und respektvollem Ton, das ist wichtig, ja, das zieht sich durch die ganze Kommunikation an der Stelle. Also du könntest zum Beispiel sagen, wenn es dir, wenn du dich bewegen möchtest, dann geh raus in den Garten, andernfalls bleib bitte sitzen.

Wenn du immer wieder aufstehst, dann geh ich davon aus, dass du keinen Hunger hast. Und dann räume ich den Teller ab und dann ist das Essen eben beendet. An der Stelle ne und mal eben noch mal darauf hinweisen, dass man sich sonst gestresst fühlt und dass man eben in Ruhe essen möchte und dann handelt man genau nachdem, was man eben angekündigt hat. Also man bietet die Wahl sich auszutoben. Man bietet die Option, sitzen zu bleiben und mitzuessen, aber eben nur unter der Voraussetzung, dass dann eben alle anderen auch essen können.

Wer jetzt den Teller abräumen hart findet, kann auch sagen, dann musst du in deinem Zimmer eben zu Ende essen, da kannst du dann an deinem Schreibtisch toben und unterm Tisch rumkrabbeln oder aufspringen so viel du willst. Also da gibt es kein richtig oder falsch. Ja, wichtig ist natürlich, dass man die Rechte des Kindes nicht verletzt. Und sich da Sachen einfallen lässt, um da jemanden auszuschließen oder so.

Sondern es geht wirklich darum zu sagen, wir wollen hier in Ruhe essen, wenn dir das schwerfällt, dann musst du eben alleine essen oder kannst eben nicht weiter essen oder was auch immer, da dann für für jemanden passt. Ne das kann man sich dann im Einzelfall überlegen. Wichtig ist, dass wir die ganze Zeit in Verbindung bleiben und nie als Gegner unseres Kindes auftreten, also im Sinne von selbst wenn die Konsequenz eintritt.

Dann wütend zu reagieren, jetzt nimm deinen Teller und geh in dein Zimmer oder was weiß ich, weil in diesem Augenblick werden aus verbundenen werden Gegner ne und das was eigentlich als Konsequenz gemeint ist um ne Grenze zu setzen und zu sagen du musst das jetzt einhalten, denn ich habe auch ein Recht hier in Ruhe zu essen, das wird dann als Strafe empfunden so deswegen wir schließen niemanden aus. So, das Kind hat auch die Möglichkeit es direkt beim nächsten Mal wieder zu versuchen. Ja, das wird darf also auch kein Dauerzustand sein, das Kind muss immer die Chance haben es beim nächsten Mal wieder richtig machen zu können, auch zeitnah wieder richtig machen zu können und dass wir positiv und in

Verbindung bleiben und wenn sich alle abgeregt haben, kann man im Anschluss auch noch mal in Ruhe über die Situation reden. Wichtig ist vielleicht noch als ja schlussgedanken zu dem Thema. Wo ist es wirklich wichtig ne Grenze zu setzen? Also nicht bei jeder Kleinigkeit, die uns n bisschen nervt, sollten wir gleich so ne harte Grenze ziehen, sondern das hat ja auch ne gewisse Wirkung und miteinander leben und auch mit Kindern leben heißt auch, dass die Kinder mal gewisse Freiheiten haben müssen oder zu Hause mal Sachen machen dürfen, die Leben ja da auch so, also muss man sich wirklich überlegen, wo ist es wirklich wichtig, also wo?

Beschneidet es mich wirklich in meinen Rechten? Wo geht das für mich nicht mehr das so laufen zu lassen und da wirklich eine Grenze setzen, die dann auch steht und bei allen anderen kann man vielleicht auch mal ein Auge zudrücken. Ich möchte noch mal einen Schritt davor ansetzen, nämlich die Frage beleuchten, warum überhaupt Grenzen und den Blick da drauf. Also ich glaube, grundsätzlich ist das allen Eltern klar, warum Kinder Grenzen brauchen.

Die wissen es ja nicht besser, die kommen ja auf die Welt und müssen das alles erst entdecken und lernen ja durch die Grenzen auch, was erlaubt ist oder was OK ist für andere und wo es halt aufhört. Und deshalb finde ich den Blick auf das Thema Grenzen und auch Konsequenzen ganz wichtig, dass man sich immer bewusst macht, es ist etwas, was ich für das Kind tue und nicht gegen das Kind. Ja, es gibt ja auch Eltern, die n. Schlechtes Gewissen haben, Grenzen zu setzen. Und dieser Blick da drauf verändert das erheblich. Vielleicht eine Sache noch ergänzend dazu, weil viele sich jetzt vielleicht fragen.

Ja, aber gut, wenn ich meinem Kind jetzt sage, es soll dann in seinem Zimmer essen, dann wird es doch bestimmt lauthals protestieren, ne oder sich drüber aufregen oder weinen und so weiter. Das ist ganz wichtig, noch mitzunehmen, wenn man so ne Grenze setzt, dann muss man natürlich die Reaktion des anderen auch in Kauf nehmen.

Also jeder, der jetzt davon ausgeht, ich setze ne Grenze und dann läuft alles ganz harmonisch ab, das wird so nicht funktionieren, das Kind wird aber über die Zeit lernen, wenn wir das n paar mal so gemacht haben und das muss ja nicht immer in derselben Situation sein, sondern wenn wir n paar mal auf diese Art und Weise Grenzen gesetzt haben, lernt unser Kind irgendwann aha. Wenn Mama oder Papa das sagen und so ankündigen und diese Wahlmöglichkeiten bieten und auch die Konsequenzen benennen, dann wird es genauso kommen und es muss ein paar Mal die Erfahrung machen, sich falsch zu entscheiden, um darüber eben zu lernen.

Diese Grenze steht die Mama und Papa da gesetzt haben, auch wenn dann natürlich es in seiner Reaktion das erst mal ganz blöd finden wird oder vielleicht auch weinen oder sich drüber aufregen wird. Wichtig ist, dass die Eltern dann dabei bleiben, denn nur so kann das Kind ja die Erfahrung machen, dass die Grenze steht. Wenn wir unsere eigenen Grenzen immer wieder über n Haufen werfen, weil uns das dann doch leid tut im Nachhinein, dann lernt das Kind natürlich Mama und Papa kündigen was an und da folgt nichts und dementsprechend wird es auch keine Veränderung bringen.

Wenn das Kind aber erst mal gelernt hat, es passiert genauso, dann wird es in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr so oft sich falsch entscheiden, weil es eben weiß, dass die Konsequenz dann eintritt, das ist aber n Prozess, das funktioniert nicht auf heute und morgen und dafür muss man es auch n paar mal aushalten gemeinsam. Ja, ganz wichtiger Punkt, insbesondere für unsere Kinder, die uns ganz besonders herausfordern. Das sollte so ne Art Grundgesetz sein für Eltern, nie etwas anzukündigen, was man nicht bereit ist, dann auch einzuhalten, also keine absurden Strafankündigungen wie 3 Monate Hausarrest oder n halbes Jahr tabletverbot, wo man schon im Vorwiege weiß, das sage ich jetzt im Affekt und ich halte es nie durch.

Denn dann nehmen einen diese Kinder erst recht nicht ernst. Und das eigentlich ja auch zurecht. Ja, das, was wir gerade besprochen haben, das können wir natürlich auch auf viele andere Beispiele aus dem Alltag anwenden, also zum Beispiel so ein Klassiker ist auch das Kind, das gilt jetzt für ältere Kinder, kommt regelmäßig zu spät nach Hause und man hat sich aber darauf geeinigt, dass man gemeinsam Abendbrot isst. Und jedes Mal kommt das Kind zu spät oder verpasst vielleicht auch das Abendessen und.

In so einem Fall könnte man zum Beispiel auch mehr von sich selber sprechen und sagen, wir haben das abgemacht. Dieses gemeinsame Essen ist mir wichtig. Ja, ich möchte, dass du pünktlich nach Hause kommst. Und wenn das auf diesem Weg nicht klappt, dass du kurz vorher kommst, dann werden wir es erstmal in Zukunft damit üben, dass du eine Stunde früher nach Hause kommst.

Eine Stunde vor dem Abendessen und wenn es dir dann gelingt, pünktlich zu sein, dann kannst du eben auch wieder länger wegbleiben, das wäre auch so ein. Beispiel für ältere Kinder mit zu spät kommen, weil ich weiß das kommt irgendwann kommt immer die Phase wo das mal auftritt und so kann man das eben auch üben.

Ne, da ist eben die Konsequenz wenn du nicht pünktlich bist, musst du früher nach Hause kommen oder auch Medienzeit die regelmäßig überschritten wird. Man hat ne Vereinbarung wann das Tablet ausgemacht wird oder wir regeln das ja zum Beispiel beim Timer zu Hause ne das gleich mit dem Tablet einschalten, der Timer auf dem Tablet. Gestellt wird und sobald er piept, muss eben sofort ausgemacht werden und nicht noch eine Runde länger oder bis zum nächsten Level oder bis man speichern kann oder was weiß ich.

Da kann man zum Beispiel auch könnte man eine Konsequenz anwenden und eben sagen, wenn das nicht regelmäßig, wenn das nicht pünktlich ausgemacht wird, dann gibt es zum Beispiel am nächsten Tag gar kein Tablet, da muss man sich eben überlegen, was passt für einen selbst und in die jeweilige Situation.

Wenn so ne Konsequenz einfach weggelächelt wird, dann war es vielleicht auch noch keine Richtige. Also sprich wenn das nicht auf Anhieb funktioniert, weil dem Kind das auch einfach egal ist, dann muss man vielleicht auch einfach noch mal über ne Alternative nachdenken und noch mal. Es geht dabei nicht darum jemanden zu bestrafen oder abzustrafen, sondern es geht darum, eben klarzumachen, so wie es im Moment läuft, so funktioniert das nicht und ich brauch von dir was anderes und genau das sollte auch immer genauso kommuniziert werden.

Jetzt gibt es ja auch so Situationen, da müssen Eltern eingreifen, also zum Beispiel in dem Augenblick, wo Geschwister sich schlagen oder schubsen oder so ne, da hat man jetzt auch als Mutter oder Vater wenig Spielraum, sondern kann das ja nicht einfach so hinnehmen, wenn da einer Gewalt gegen den anderen ausübt oder ihn derbe beleidigt oder sowas ne und da ist es eben auch ganz wichtig ne klare Grenze zu ziehen und zu sagen, in unserer Familie wird niemand geschlagen.

Wer sich nicht daran hält, muss erstmal ne Pause machen. Gerade in solchen Fällen ist das total wichtig, jemanden nicht persönlich anzugreifen. Also wir verurteilen nie unser Kind an keiner Stelle, egal was es macht, sondern ausschließlich das, was unser Kind tut, das ist auch ganz wichtig, weil wir den Selbstwert unseres Kindes ja nicht mindern wollen, nur weil es mal etwas falsch macht und. Gerade wenn es um Kooperation geht, dann ist Verbindung ganz wichtig.

Also wenn wir gegen jemanden sind, dann wird er wahrscheinlich nicht große Lust haben, mit uns zu kooperieren, wenn wir auf positive Art und Weise die Kooperation unseres Kindes wollen, dann müssen wir ihm zugewandt bleiben, müssen mit ihm verbunden bleiben, müssen ihn als Mensch akzeptieren, aber das heißt natürlich nicht, dass wir jedes Verhalten gut finden müssen, und das müssen wir trennen an der Stelle. Deswegen eben auch, wenn einer den anderen schlägt, nicht sagen, du kannst deine Schwester nicht schlagen, sondern wirklich das so neutral formulieren, indem man sagt, in unserer Familie wird niemand niemand geschlagen ne und nicht du darfst deine Schwester nicht schlagen, sondern in unserer Familie machen wir das nicht.

Wer sich nicht daran hält, muss erst mal ne halbe Stunde Pause machen und darf so lange nicht mehr mitspielen, zum Beispiel ne so wäre jetzt eine Grenze die man setzen könnte, auch da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aber du hörst oder ihr hört, wenn ich das so formuliere, dann greife ich niemanden persönlich an, obwohl ich ganz klar sage, dass dieses Verhalten nicht funktioniert und dass ich ne klare Grenze setze.

Ne genau das Gleiche mit Beleidigung, wenn unser Kind uns beleidigt, haben wir gerade auch ne schöne Folge drüber gemacht. Zum Thema Schimpfwörter mit was, wenn unser Kind auf einmal sagt blöde Mama, wenn das sauer ist, ne dann. Da ist es genau das Gleiche. Nicht persönlich verurteilen, nur das Verhalten verurteilen ne und so kann man auch sagen, solange du so mit mir sprichst möchte ich nicht mit dir sprechen, wenn du wieder ruhig mit mir sprichst können wir uns unterhalten, aber eben nicht solange du mich beschimpfst so, damit setze ich auch ne klare Grenze, stell aber auch den Dialog in Aussicht, also sag auch ganz klar nicht ich bin jetzt sauer und rede nicht mehr mit dir, sondern sobald du

wieder normal mit mir sprichst und damit aufhörst. Mich zu beleidigen, können wir uns unterhalten, aber solange du so mit mir redest, eben nicht so. Das heißt, damit stellst du die Verbindung in Aussicht und bleibst auch in Verbindung und brichst nicht die Beziehung ab, nur weil dein Kind dich blöde Mama sagt und damit hilfst du ihm auch das Ganze zu überwinden, was auch so ein Klassiker ist, ist das Thema Hausaufgaben, da gehen ja viele Eltern in die Verantwortung, die eigentlich bei ihrem Kind liegt, das Hausaufgaben ist ja kindersache.

Aber ich weiß natürlich auch, da sind die Eltern im Dilemma. Wenn das nicht läuft, dann kommt die Rückmeldung aus der Schule und schon landet es wieder auf den Tischen der Eltern. Natürlich sollte man das möglichst von Anfang an beim Kind lassen, aber wenn man eben schon in der Situation ist, daran zu erinnern, damit das nicht untergeht.

Dann kann man eben auch zum Beispiel sagen, wenn du die Hausaufgaben heute nicht erledigst, dann musst du sie eben morgen nachholen, aber dann wirst du keine Zeit haben, dich zu verabreden, ne, dass man eben immer in Aussicht stellt, was passiert wann. OK, das ist deine Aufgabe, sie heute zu machen, machst du nicht gut, dann wirst du aber morgen leider keine Zeit haben, dich mit deiner Freundin, deinem Freund zu treffen, weil du es dann eben machen musst.

Gerade beim Thema Hausaufgaben im Zusammenhang mit Medienzeit. Muss man sich ja auch die Prioritäten klarmachen und auch seinen Kindern klarmachen, was natürlich nicht geht, ist, dass Kinder erst spielen und dann sagen, Hausaufgaben habe ich keine Lust, was ja selbstverständlich ist, insofern es zur Regel zu machen, erst Hausaufgaben zu erledigen, bevor gespielt werden kann, ist grundsätzlich ne gute Idee und genauso ist es mit den Grenzen und den Konsequenzen.

Es geht immer dadrum, dass das Kind auch etwas lernen muss, Dadraus. Jetzt kann man natürlich sagen, wenn ich mein Kind aufs Zimmer schicke, dann lernt es auch was, aber das ist dann eher Unterwerfung, als dass es lernt, das Richtige zu tun oder auch bei der Mediennutzung, da geht es ja auch um Impulskontrolle, das ist ja etwas, was Kinder einfach lernen und trainieren müssen, und das ist nichts gegen das Kind, wenn ich sage, du musst es jetzt üben, sofort auszumachen, und wenn du es nicht schaffst, dann hast du morgen halt keine Spielzeit und. Ja, vor allem ist es für sie auch ne total wichtige Lernerfahrung, ne also zu merken, dass sie das selber kontrollieren können, das aus das auszuschalten, obwohl sie eigentlich gerne gerade

weiterspielen wollen, das sind ja ganz wichtige Fähigkeiten, die sie da auch lernen. Auch wichtig also insbesondere für unsere Kinderchen, die uns sehr herausfordern, ist, dass die Konsequenzen, wenn die Regeln oder die die Grenzen überschritten werden. Vorhersehbar sind. Das ist nämlich eine ganz gute Situation, in der wir Eltern dann sind. Wir müssen dann einmal nur klar formulieren, was wir tun werden oder was die Folgen sind, wenn die Grenzen weiterhin überschritten werden, und dann müssen wir eigentlich nur unser Versprechen einlösen, und so gehe ich auch jedem Streit aus dem Wege, denn ich kann immer dem Kind sagen, du wusstest es vorher und du hast dich dafür entschieden. Genau darum geht es dem Kind

eben die Wahl zu lassen. Ne sich da an der Stelle so oder so zu entscheiden, ne. Es ist aber wichtig, den Kindern das auch bewusst zu machen, dass sie die Wahl haben. Und ja, dass es. Ne Entscheidung. Ist genau richtig, das Thema Grenzen für Kinder haben wir jetzt ausführlich beleuchtet, es gibt aber natürlich auch Grenzen in der Partnerschaft Marie. Ja oder in jeglichen Form von in jeglicher Form des zusammenseins Zusammenlebens.

Ne ist ja auch im beruflichen Kontext. Das ist sowieso was, was ich gerne loswerden möchte an der Stelle. Alles, was wir hier besprechen, kann man auf so viele andere Bereiche anwenden, außer Kindererziehung, wir haben auch schon öfter darüber gesprochen, dass das auch im beruflichen Kontext im Grunde ja das gleiche ist. Wie kommuniziere ich mit jemandem, ist das vorhersehbar, überlasse ich dem anderen die Entscheidung, bleibe ich respektvoll, greife ich jemanden persönlich an oder spreche ich von mir, also all diese Dinge, die wir besprechen, kann man eigentlich auf sämtliche Lebensbereiche. Münzen und Sie sind nicht nur für Kindererziehung gut, aber ich weiß ja, dass das Thema Partnerschaft vielen am Herzen liegt und dass das natürlich

auch ein Feld ist, wo es öfter mal Spannungen gibt, gerade wenn Kinder mit dazu gekommen sind und sich die Lebenssituation ändert und man als paar vielleicht auch weniger Zeit hat oder unterschiedliche Vorstellungen, was das Thema Kindererziehung betrifft. Ein Klassiker ist auch, dass zum Beispiel die Arbeit ungleich verteilt ist.

Das vielleicht. Die Mutter mag auch der Vater sein, das ist ja überall anders, vielleicht wesentlich mehr Arbeit, was die Kinder angeht, übernimmt, und da ist es eben auch häufig wichtig, ne respektvolle Grenze zu setzen, zum Beispiel für die für dieses Beispiel, wenn Arbeit ungleich verteilt ist. Zum Beispiel die Mutter bringt jeden Abend die Kinder. Ins Bett und fühlt sich dadurch eben echt müde und ausgelaugt und gestresst.

Könnte sie eben auch sagen, wenn ich die Kinder jeden Abend alleine ins Bett bringen muss, fühle ich mich auf Dauer gestresst. Ich brauche, dass du wenigstens 2 Tage pro Woche übernimmst, damit ich mich ausruhen kann, statt halt so was zu sagen wie du machst ja sowieso nichts was die Kinder betrifft, ich muss alles alleine machen, man hört schon den Unterschied raus ne diese eine Äußerung die ich gerade zuletzt genannt habe, führt halt schnell dazu, dass der andere sich angegriffen fühlt.

Und das sorgt eben nicht unbedingt für Kooperation. Genauso wie bei Kindern auch ist n schöner Vergleich ne, es ist bei Kindern und bei Erwachsenen das Gleiche. Mit wem kooperiere ich gerne mit jemanden der mir Vorwürfe macht und sagt, dass ich alles falsch mache und mir n schlechtes Gefühl gibt oder jemand der von sich spricht und wichtig ist.

Wir gehen immer davon aus, dass für andere Menschen so klar ist, wie wir uns fühlen oder was uns für Gedanken durch den Kopf gehen. In den meisten Fällen ist es nicht so, also. Ein Partner könnte an der Stelle auch genauso denken, dass die Mutter immer die Kinder, Kinder ins Bett bringt, weil ihr das wichtig ist.

Das selbst zu machen und kommt gar nicht auf die Idee, dass sie sich vielleicht Entlastung wünscht an der Stelle. Und wenn sie es nicht sagt und in sich rein frisst, dann kommt er gar nicht dazu zu unterstützen. Also wie gesagt kann auch umgekehrt sein, ja, ich nehme das jetzt nur an dem Beispiel mit, der Mann und Frau Aufteilung. So, das heißt, solange wir es nicht aussprechen, kann unser Partner das nicht wissen.

Und genau deswegen ist es total wichtig, diese Dinge anzusprechen und auch mitunter darüber vielleicht mal in eine Diskussion oder in einen Konflikt zu gehen. Aber solange wir das eben auf diese respektvolle, konstruktive Weise tun und uns eben nicht nur beschweren, sondern ganz klar sagen, was wir brauchen, dann hat unser Partner das auch wesentlich leichter, das anzunehmen und dem nachzukommen.

Also wie in diesem Fall zu sagen, ich brauche das so, dass 2 Tage in der Woche mehr abnimmst. An welchen Tagen können wir das machen? Und dann bespricht man das da sagt wahrscheinlich selten einer Nein, dann gibt es aber auch natürlich die Beispiele, wo der Partner vielleicht selber gestresst ist und dann vielleicht auch n bisschen respektlos wird oder herabwürdigend, das gibt es natürlich auch immer wieder, gerade in Streitsituationen und gerade da ist es auch wichtig.

Eine klare Grenze zu ziehen, also jeder Mensch kann verlangen, dass so nicht mit ihm gesprochen wird. Ein Beispiel da eine Grenze zu ziehen, wäre zum Beispiel zu sagen, solange du so mit mir sprichst, fühle ich mich verletzt und wir können vor allem überhaupt nichts klären, ich brauche, dass du auf Augenhöhe mit mir sprichst, dann können wir gerne weiter sprechen und bis dahin werde ich an dem Gespräch nicht weiter teilnehmen, also da ist eben die Möglichkeit zu sagen, ich fordere.

Normalen Ton ein. Solange du mir den eben nicht entgegenbringst, werde ich nicht weiter reden und wir werden nichts klären, aber auch da ist wieder wichtig, immer wieder einladend zu sein, zu sagen, wir können sprechen, aber eben nicht so ne und nicht dann selber dicht zu machen. Also man sieht dieses Prinzip kann man im Grunde auf sämtliche Lebensbereiche anwenden und könnte es sogar für ein Gespräch mit dem eigenen Chef verwenden. So fühlt sich dann klare Führung an, nicht nur zu Hause mit den Kindern, sondern auch die.

Im Business du setzt deine Grenze ohne zu kämpfen, dein Kind oder Kollege weiß, woran es ist oder er ist sie ist. Du bleibst ruhig, berechenbar und zugewandt und genauso entsteht dann Kooperation statt Machtkampf. Nimm das mit in euren Alltag und spür, wieviel es leichter werden kann, wenn dir diese Folge geholfen hat.

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Der ganzen Welt. Ich fühle mich heiß aus.

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