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Shownotes
Sie ist noch vergleichsweise jung für eine Langstreckenläuferin und doch schon in die europäische Spitze vorgedrungen - ihr 9. Platz bei der EM in Rom 2024 über 10.000m oder ihre 10km Straßen-PB (31:10min) von Januar diesen Jahres zeigen das: Lisa Merkel von der LAV Tübingen.
Ihre Trainingsgruppe ist wahrscheinlich die stärkste Laufgruppe in Deutschland und mit Isabelle Baumann hat sie eine Trainerin an ihrer Seite, die zu den erfahrensten und erfolgreichsten des Landes zählt, viele Ausnahmeathleten:innen gecoacht hat und nach wie vor betreut.
Es wurde ein spannendes Gespräch über ihre Herkunft und den sportlichen Background ihrer Eltern, über vorausschauenden Trainingsaufbau und die Kunst Vereinsübergreifend zusammenzuarbeiten, über das Training in ihrer starken Trainingsgruppe in Tübingen und die besonderen Herausforderungen der dualen Karriere, kurz vor ihrem Bachelor-Abschluss. Ralf und Philipp sprechen mit ihr über sportliche Träume, die Verlockungen des Profisports und warum sich „ballern“ in Spikes einfach gut anfühlt.
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Was ist da eigentlich los? In dieser einen speziellen Trainingsgruppe. Es ist der Wahnsinn. Das schauen wir uns genauer an im Best-Time-Podcast mit Philipp Flieger und Ralf Scheuth. Ja Philipp, wir sind ja heute sofort zu dritt. Deshalb sage ich nicht nur Hallo Philipp, sondern auch Hallo Lisa. Aber wir waren geflasht am Wochenende. Ich glaube, wie die gesamte Lauffamilie.
Obwohl ich gar nicht so genau weiß, die allermeisten von euch werden es ja wahrscheinlich gar nicht gesehen haben. Also ich spreche vom Europa-Rekord von Freddy Ruppert, weil es ja doch ein bisschen später am Sonntagabend war und so weiter und vielleicht hat auch nicht jeder das entsprechende Abo, um das zu gucken oder einen illegalen VPN-Tunnel, ja, keine Ahnung, ja.
Wie hast du von mir davon erfahren oder hast du es tatsächlich noch geguckt, Philipp? Ich habe es leider nicht geguckt, aber ich hatte natürlich, wie es so oft ist bei uns, wenn großartige Sportergebnisse passieren, vor allem aus deutscher Sicht, ist das natürlich in unserer Dreier-Bestzeit-Podcast-Gruppe natürlich sehr schnell enthalten und parallel habe ich es aber auch wahrscheinlich von 27 anderen Leuten auf Instagram direkt geschickt bekommen.
Das war nicht zu übersehen, was natürlich vollkommen logisch ist, das ist natürlich outstanding und wir haben ja schon im letzten Jahr einige. Schwerpunkte ja auch bei uns im Podcast gemacht was den Hindernisbereich der Männer anbelangt weil das da sehr viel Freude macht, auch aus sportlicher Sicht als Fan logischerweise zu verfolgen, insofern, knüpfen die da direkt an wo sie aufgehört haben, in dem Sinne vor allem Freddy und wir freuen uns natürlich sehr damit und, Wir werden den sicherlich auch, wir sind in Kontakt zu einem späteren Zeitpunkt der Saison noch zu uns im Podcast einladen. Um das mal live hacken, also wir reden ja jetzt gleich logischerweise hier im Podcast mit Lisa und so weiter.
Parallel ist der Wettkampf in Turku. Da läuft Freddy gleich schon wieder. Und ich habe erst gedacht, weil ich es natürlich nicht richtig auf dem Schirm hatte, er würde drei Hindernisse laufen. Das ist schon vorbei und da stand er dann nicht in der Ergebnisliste. Und ich so, was war jetzt? Flieger nicht angekommen oder sonst irgendwas? Aber tatsächlich läuft der 5000.
Deshalb, weil es noch ein bisschen dauert, bis das anfängt, das verfolge ich hier live nebendran und erzähle ich dann, wie es ist, sagen wir schon mal, herzlich willkommen Lisa bei uns. Und du bist ja so das Pendant auf der weiblichen Seite, also nicht nur in eurer Trainingsgruppe, sondern ja insgesamt im Laufbereich.
Denn erstmal herzlichen Glückwunsch dazu. Deine Leistungssteigerung und natürlich auch die direkte Qualifikation für die Europameisterschaften ist schon auch atemberaubend. Wie geht es hier? Ja, danke erstmal für die Einladung und für die Glückwünsche. Mir geht es gut soweit. Ja, die direkte Norm, muss ich jetzt kurz mal klarstellen, habe ich ja nur über 10.000 und nicht über 5.
Das war ja nur die Bestätigungsnorm bis jetzt. Ja, was heißt nur? Die habe ich nur über 10.000. Diese bodenständige Attitude gefällt mir schon mal direkt sehr. Du bist aber am Wochenende auch persönliche Bestleistungen gelaufen. Ja, das stimmt. Wie du schon gesagt hast, über 5.000 Meter. In Karlsruhe nämlich.
In der langen Laufnacht. Die muss ich auch sagen, wenn man das über Jahre verfolgt hat, und das gab es ja schon als Wettkampf, als ich noch aktiv war, zwar nicht mehr... Zwar nicht mehr auf der Bahn mit dem Fokus, aber wenn man schaut, wie sich das Meeting auch über die Jahre gemausert hat und entwickelt hat, auch wirklich großartig, dass deutsche Athleten und Athletinnen und vor allem natürlich auch Läuferinnen und Läufer eine coole Adresse in Deutschland haben, wo man einfach wahnsinnig gute Rennen bekommt.
Das ist schon einfach großartig. Insofern auch Props an die ganzen Menschen, die da involviert sind, dass das jedes Jahr stattfindet und sich auch stetig weiterentwickelt. Ja, da bist du Bestzeit gelaufen. Also das haben wir schon zwei Personen aus deiner Trainingsgruppe, die am vergangenen Wochenende sehr erfolgreich waren.
Und ihr wart ja generell, glaube ich, alle irgendwo am Wochenende verstreut im Einsatz. Ralf hat es schon gesagt, bei dir ist es ja... Wenn man jetzt mal generell die letzten Jahre anschaut, aber jetzt auch im Speziellen natürlich nur allein dieses Jahr, könnte man von außen den Eindruck haben, du eilst von Erfolg zu Erfolg und von Bestzeit zu Bestzeit.
10 Kilometer Straße, 10.000 Meter auf der Bahn, jetzt PB 5.000 Meter. Wie geht es weiter? Was hast du mit Isabel noch geplant für den Sommer? Gibt es da überhaupt Limits? Ich hoffe noch nicht so schnell, dass es diese Limits gibt. Für den Sommer ist unsere Planung tatsächlich wirklich von Woche zu Woche, weil wir halt schauen müssen, ja, was machen jetzt die anderen Mädels über 10.000 und wie muss ich dann darauf reagieren?
Weil es kann natürlich schon auch sein, dass dadurch, dass bei mir bei den Deutschen auf der Bahn nicht ganz so gut lief, ich noch aus dieser Rangliste verdrängt werde von den drei Starterinnen. Genau, das heißt, vielleicht muss ich nochmal 10.000 laufen. Und... Helf uns vielleicht mal kurz für die Leute, die nicht genau involviert sind über das Nominierungsprozedere.
Ja, genau. Also Zeit mehr wert oder DM-Platzierung mehr wert? Also wenn jetzt quasi vier Mädels oder fünf Mädels unter der Quali-Zeit wären, spielt dann eine Rolle, wer wie schnell ist oder wer wie bei den Deutschen gelaufen ist? Also es ist so, dass drei von uns mit dürfen und die deutsche Meisterin darf vorrangig mit, sofern sie die Norm hat und deshalb hat Blanka ja geschafft.
Und da zählt dann quasi der deutsche Meistertitel mehr als die Zeit. Und danach wird nach der Zeit quasi nominiert. Also die schnellste kommt dann mit oder die zwei schnellsten kommen dann auch mit. Also Blanka Dörfel hat ein ganz tolles Rennen gemacht bei den deutschen Meisterschaften, das muss man ja sagen.
Auf der anderen Seite, erstens, ich glaube, du warst Top 10 bei der letzten EM. Das ist ja vielleicht auch schon mal unter Beweis gestellt. dass man in so einem Feld bestehen kann. Und zweitens, und darüber musst du uns ja nochmal berichten, das war auch eigentlich mein erster Grund, um dir zu gratulieren.
Die 10.000 Meter in den USA, das war ja nicht irgendein Wettkampf, sondern das ist halt ein großer Wettkampf. Ja, dann seid ihr da rüber. Da war ja auch dann die Schlagzeile nicht, Lisa Merkel läuft fantastische 10.000 Meter Zeit, sondern Mo Abdelai bricht den Uraltrekord von Dieter Baumann, weil der ja nochmal euch überstrahlt hat. Aber Freddy war da ja auch mit.
Ja, nimm uns mal mit, ihr habt euch das ja lange vorgenommen, da hinzugehen. Isabel hat da ja im letzten Jahr auch schon Leute hingeschickt und so. Wie reist du dann dahin? Was passiert da? Wie seid ihr in der Gruppe unterwegs? Bist du dann alleine oder nehmen die Jungs dich freundlicherweise mit? Ja, also wie ist das, wenn man sagt, okay, ich mache jetzt mal einen 10.000 Meter Lauf und reise dafür nach Kalifornien?
Ja, also ich muss ehrlich sagen, das war mein erster Langstreckenflug, den ich jemals gemacht habe. Und es gibt zwei Möglichkeiten, so einen Wettkampf anzugehen. Also entweder man geht halt drei Wochen vorher schon nach Flagstaff und reist dann runter nach Kalifornien und war dann halt vorher im Höhenträgingslager oder man reist ganz knapp an.
Und ich habe die zweite Möglichkeit gewählt, da ich nicht langfristig anreisen konnte, weil ich noch mit meiner Bachelorarbeit beschäftigt war und dafür im Labor stehen musste. Das heißt, ich bin zwei Tage vorm Rennen runtergeflogen. Das war auch ein bisschen wild, weil unser Flug hatte ein bisschen Verspätung.
Da war das Flugzeug defekt, da mussten die das austauschen. Und ich dachte schon, ich komme gar nicht mehr runter. Hat dann aber doch alles noch geklappt. Aber Flugangst hast du nicht zum Glück? Nee, nee. Ich glaube, das wäre echt schlecht gewesen. Das ist echt gut gefasst. Ja, dann wurden, also Isabel ist mit mir geflogen. Das war ganz gut, glaube ich, auch in dem Fall, weil das hat mich schon ein bisschen beruhigt.
Und dann wurden wir von den Jungs aufgenommen, also von Max und Freddy und Nina. Also Freddys Frau war auch noch dabei. Ja, dann war das eigentlich eine ganz schöne Atmosphäre da. Also es war ein cooles Event. Es ging total schnell vorbei. Ich bin dann da samstags hingelaufen und wieder zurück montags nach Hause.
Wahnsinn, okay, ja. Also das heißt, du hast dann da gar nicht viel Zeit gehabt. Also nervös wirst du vielleicht trotzdem gewesen sein, aber dich da jetzt irgendwie groß reinzustressen, weil das so alles natürlich dann so schnell auf einmal ging, weil ich könnte mir schon vorstellen, für dich ja dann, du sagst das erste Langstreckenflug, dann Kalifornien ist ja ein durchaus sehr bekanntes und auch total gut besetztes Meeting, hat dich das so gar nicht, hat dich gar nicht getoucht, also warst du dann einfach direkt schon angekommen und im Race-Mode?
Nee, ich war schon sehr nervös, muss man dazu sagen. Aber das ist bei mir eigentlich auch relativ normal vom Wettkampf. Also ich bin schon eher wirklich, wirklich nervös. Aber sobald ich dann an der Startlinie stehe, ist das eigentlich vorbei. Wenn dann der Startschuss fällt, dann bin ich im Fokus und dann laufe ich halt.
Habt ihr denn dann irgendwie noch Zeit gehabt zu feiern, wenigstens abends? Ja, wir waren da noch. Weil ihr seid ja alle da mit fetten Bestzeiten rausgegangen, ja? Ja, ja, der Veranstalter hat sie in den Out eingeladen und da waren wir dann noch. Und wir haben dann ehrlicherweise auch nachts den Berlin-Halbmarathon noch angeguckt, weil wir alle nicht schlafen konnten. Das war dann perfekt.
Ja, okay, das ist ja schon mal cool, ja. Ja, wolltest du noch weiter sagen, ja? Ja, sonntags hatte ich noch ein bisschen Zeit, Zeitziehen zu machen. Und ich glaube, das war auch wirklich mit das Anstrengendste an dem Trip, weil Max und ich so tot waren, dass es dann echt hart war. Aber es war echt auch nochmal schön. Dann hat man wenigstens noch ein bisschen was gesehen.
Max Torwirt, Grüße. Nur mal als Erklärung, ist ja nicht nur euer Trainingspartner in der Gruppe, sondern hat auch Tempo gemacht da bei dem Rennen. Das muss man ja auch erst mal machen. Also dafür nochmal extra Props, Dass man sagt, okay, dass man bei der langen Lauflacht mal Tempo macht für andere oder so, das ist ja im Preis, ist ja klar.
Aber mal eben da rüber jetten, um sowas zu machen, ist natürlich nochmal eine andere Hausnummer. Ja, ja, voll. Wie sehr, also man muss ja sagen, du bist 10.000 Meter Bestzeit gelaufen, 31, 32, du bist aber, für diejenigen, die das vielleicht jetzt rein von den Abläufen nicht ganz so auf dem Schirm haben, du bist ja auch auf der Straße direkt zum Start ins Jahr sehr, sehr gut 10 Kilometer gelaufen, nämlich in Valencia.
Wie so oft Valencia, also es ist ein anderer Veranstalter, aber in Valencia kann man immer sehr schnell laufen, egal ob 10 Kilometer, Halbmarathon oder Marathon. Das hat sich, glaube ich, in der Welt inzwischen auch echt etabliert und verbreitet. Da bist du ja schon 31 10 gelaufen. Das heißt, offensichtlich warst du ja zu diesem Zeitpunkt auch schon sehr gut in Shape und in Form, gleichzeitig aber auch noch relativ weit weg, jetzt sage ich es mal von dem Beginn der Bahnsaison, aber das hat wahrscheinlich ja dann trotzdem ähm.
Also Selbstvertrauen gegeben, dass er auf der Bahn auch klappen kann oder hat es sogar eher ein bisschen, ja wie soll ich sagen, Druck gemacht, dass du denkst, oh je, ich bin jetzt schon so gut drauf, kann ich die Form halten, bis es überhaupt richtig in die Bahnsaison geht, weil so viele 10.000 Meter Startgelegenheiten, Top-Startgelegenheiten gibt es ja in der Regel nicht.
Ich weiß jetzt gar nicht genau, wie aktuell international die Handhabe ist. Es gab zu meiner Zeit damals auf der Bahn auch ständig gefühlt jedes Jahr andere Regelungen, ob Männer Frauen pacen dürfen oder wieder nicht. Nee, dürfen wir nicht. Wenn es natürlich Rennen sind, die logischerweise getrennt sind, dann ist das natürlich auch mit der Auswahl relativ schwierig, ein Rennen zu bekommen, wo du vielleicht auch die Möglichkeiten hast, so eine Zeit abzuliefern auf der Bahn.
Ja, nee, das ist schon relativ schwierig, da gute Zähne zu bekommen. Deswegen zählt ja meine Zeit von der Straße auch gar nicht als WM-Quali. Also die hätte nicht reingezählt. Ich musste dann sowieso nochmal auf der Bahn laufen. Einfach weil es Männergepaced war dann. Aber ja, zu deiner Frage. Druck hat mir das eigentlich keinen gemacht.
Weil Valencia war einfach leicht. Also das ist einfach gelaufen. Das war so ein Tag, wo man dann einfach läuft und dann ist man im Ziel und man weiß gar nicht, was passiert ist. Das war so dieses Gefühl, für das man es eigentlich macht. Das war richtig schön. Was mir eher Druck gemacht hat oder mich dann unsicher gemacht hat, ist, dass ich dann dazwischen eine relativ stressige Phase hatte und da ist dann gar nichts mehr zusammengelaufen, zeitweise.
Das war dann, glaube ich, eher so der Faktor, warum ich dann auch ein bisschen mit Unsicherheit in die USA gereist bin. Wie würdest du sagen, im Training hauptsächlich oder auch bei deinen Wettkampfergebnissen? Weil es gibt ja zwei Sachen, also manchmal, klar, hast du ein schlechtes Rennen, das kenne ich auch, logisch, dann ist man erstmal so ein bisschen enttäuscht und dann hinterfragt man vielleicht manche Dinge.
Aber es gibt ja auch die Phasen, die finde ich oder fand ich fast immer noch schwieriger ist, dass wenn du eine vielleicht sehr, sehr gute Trainingsphase und auch Wettkampfergebnisse hast und dann aber mal in so ein Plateau irgendwie reinstolperst, wo du auf einmal so feststellst, irgendwie fühlt sich das Training, dafür, dass ich gerade eben noch so gut abgeliefert habe, fühlt sich das Training aber erstaunlich zäh jetzt plötzlich an.
Es geht nicht mehr so leicht von der Hand, es flowt irgendwie nicht mehr so. Das fand ich immer fast stressiger und irgendwie unangenehmer, weil man selber, dafür hat man natürlich am bestenfalls auch eine Trainerin oder einen Trainer, nicht so richtig greifen konnte, warum es gerade auf einmal nicht mehr so ist.
Ja, es war vor allem trainingstechnisch, dass es dann schwierig war. Da muss man vielleicht zum Hintergrund sagen, dass ich in der Zeit wirklich acht Stunden im Labor stand. Und dann ist es natürlich klar, warum es nicht so gut läuft im Training. Wenn man dann einfach weniger regeneriert und weniger schläft, dann kann es eigentlich nicht funktionieren.
Und Wettkämpfer hatte ich in der Zeit gar nicht so viele. Dazwischen waren ja nur die deutschen Straßenmeisterschaften. Aber ja, im Training ist dann da einfach nichts mehr zusammengelaufen. Das hat sich total schwer angefühlt. Das war irgendwie viel anstrengender, als es sein sollte. Und dann habe ich mich schon ab und zu so gefragt, wie kam es eigentlich zustande, dass ich da auf der Straße so schnell gelaufen bin.
Machen wir mal den etwas größeren Bogen. Wenn ich das richtig weiß, kommst du aus einem sportlichen Elternhaus und bist da zu was auch immer für Sportarten gekommen. Kannst du uns gleich noch erzählen. Du kommst ja auch nicht aus Tübingen, auch da nochmal ein gefährliches Halbwissen, aber wenn ich es richtig weiß, kommst du aus Iffesheim, das ist eigentlich ja eher für Galopprennsport bekannt, kannst du es mal sagen, ob du da schon warst und ob du auch ein Pferd hattest oder haben wolltest, wo kommst du her, was hast du gemacht, wie bist du zum Laufen gekommen?
Also das stimmt, ich komme aus Ipfezheim. Ich war als Kind sehr oft auf der Rennbahn, um Rennen anzugucken. Und meine Mutter hatte tatsächlich zwei Pferde. Ach, stein. Und ist geritten. Aber es stimmt auch, dass ich aus dem sportlichen Älterhaus komme. Und das wird dir gefallen, Ralf. Die haben Triathlon gemacht.
Und meine Mutter läuft immer noch. Und warum bist du falsch abgebogen? Oder an welcher Stelle? Nein, ich bin nicht falsch abgebogen. Die mochten das Laufen immer am meisten. Ich wurde dann in den Leichtsathletikvereinen gesteckt, einfach weil ich auch schon ganz früh immer mitgelaufen bin, wenn sie dann irgendwie unterwegs waren.
Also immer so kleine Runden und dann kam eins ins andere, dass ich halt am meisten Spaß und Gefallen am Laufen gefunden habe. Und dann bin ich halt irgendwann Mittelstrecke gelaufen und irgendwann bin ich Langstrecke gelaufen. Das kam dann einfach so. Ja, aber ich wurde eigentlich schon sehr früh so geprägt.
Aber so, Mami schenkt mir ein Pferd, das hattest du ja nicht, weil das Pferd war schon da, ne? Ja, das Pferd war schon da, aber ich glaube, ich war nie so begeistert von Pferden an sich oder vom Pferdesport, sondern es war dann eher immer schön, das dann früher mal anzugucken als Kind, weil es war natürlich cool zu sehen, wie die dann da rumgaloppieren, aber selber machen, das war nicht so meins.
Und dann, klar, natürlich sportliche Eltern und logischerweise zum Triathlon gehört natürlich auch Laufen, hast du dann so den Sport für dich mit deinen Eltern erstmal entdeckt? Wann bist du das erste Mal in den, oder haben deine Eltern dich in den Leichtathletikvereinen angemeldet? War das noch in Ifitzheim? Weil du bist ja als Verein, bevor du dann, aber da warst du natürlich auch schon dementsprechend erfolgreich, aber bevor du zu LRV Tübingen gekommen bist, für die LG-Region Karlsruhe am Start, warst du da schon dann relativ schnell dort, weil die vielleicht auch in der Region gut scouten, Talente ansprechen, fördern wollen oder ging das erstmal ganz klein in Iffitzheim oder Umgebung los?
Nee, mein erster Verein war schon in Iffesheim und dann ging es über mehrere Ecken, über Oetikheim, nach Steinbach und dann nach Karlsruhe. Ich habe auch sehr lange noch als Allrounder trainiert, also eigentlich bis ich so 17, 18 war und habe dann erst mal angefangen in Karlsruhe einmal pro Woche mitzutrainieren, dann zweimal pro Woche und dann habe ich irgendwann auch gewechselt, weil es mir einfach voll Spaß gemacht hat, weil es dann eine relativ große und starke Gruppe war.
Ja, aber das ist natürlich jetzt auch das Schlüsselmoment, große, starke Gruppe. Vielleicht, da kannst du uns aber gleich nochmal in ein paar Details gerne mitnehmen, die größte und stärkste Gruppe derzeit in Deutschland, zumindest im Laufbereich. Ich weiß von Isabel, dass ihr nicht nur die Leistungssportler seid, sondern dass immer wieder halt auch welche aus dem Studentenkreis oder so aus dem Läuferbereich kommen und sagen, können wir nicht mal mittrainieren?
Und dann sagt Isabel aber an, wie schnell ihr lauft und dann ergibt sich das meistens. Ja, das sind die einen oder anderen Männer dann auch relativ baff, wenn sie dann zu uns kommen und sehen, dass die Frauen schneller laufen. Kann ich mir vorstellen. Und dann sind sie ganz schnell weg. Nee, also wir haben relativ viele ambitionierte Hobbyläufe auch dabei und das sind eigentlich dann so die Leute, mit denen ich laufen kann und das macht dann auch die Trainingsgruppe aus, dass wir uns halt einfach gegenseitig unterstützen und miteinander laufen und dann halt auch so viele Partner haben, dass wir eigentlich nie selbst allein irgendwas machen müssen.
Das ist dann halt auch ein großer Motivationsfaktor und auch ein Faktor, der zur Qualität einfach beiträgt von dem Training. Weil selbst wenn man halt mal nicht so einen guten Tag hat, weiß man, dass man es durchziehen kann, weil man halt einfach die Gruppe hat, die einen mitzieht. Jetzt muss man ja sagen, du bist für eine Läuferin im Speziellen, für eine Langstreckenläuferin natürlich noch ganz, ganz, ganz, ganz am Anfang deiner Karriere. Du bist ja noch sehr, sehr jung.
Das heißt, ich vermute, weil du ja schon gesagt hast, du bist gerade an der Bachelorarbeit und hast da jetzt auch intensive Phasen im Frühjahr gehabt, wo du sehr, sehr lange Laborzeiten hast. Du studierst dann vermutlich irgendwas in die Richtung Pharmazie oder sowas. Ja, Biologie, okay. Der Grund, nach Tübingen zu gehen, war das sportlich? Also hast du irgendwie ein Draht zu Isabel gehabt und das war der Grund?
Oder war es Studium? Weil natürlich Biologie, klar, Tübingen in Phila-Lenzen ist immer eine Top-Adresse, aber hätte wahrscheinlich auch andere Optionen für dich gegeben. Wie hat es dich nach Tübingen dann verschlagen in die Trainingsgruppe? Ich glaube, es war die Kombination, also dass es erstens ein guter Studienplatz für Biologie ist und zweitens, dass es hier halt die Trainingsgruppe gab.
Ich kam ja eben aus Karlsruhe, war da schon recht verwöhnt. Und mein Trainer hatte damals eigentlich auch einen relativ guten Draht zu Isabel und hat mich dann weiterempfohlen, hat mir ihren Kontakt gegeben. Und dann kam das eigentlich auch so ins Rollen, dass ich dann da hingehen kann. Und gab es nicht auch erst eine Doppelbetreuung noch?
Ja, das stimmt. Also es gab, glaube ich, für die ersten zwei Jahre sogar eine Doppelbetreuung. Also ich bin jetzt das erste Jahr, wo ich nach Tübingen gekommen bin, noch für die Elgaregion Karlsruhe gestartet. Und dann habe ich erst gewechselt und so lange hat mich mein alter Trainer dann sogar noch betreut und dann im zweiten Jahr haben sie es gemeinsam gemacht.
Erklär uns mal, wie so ein Übergang dann erfolgt, wenn man zu dieser Gruppe, das ist ja ein sehr professionelles Arbeiten da sind halt Weltklasse Athletinnen und Athleten und dann kommst du da plötzlich als junge Athletin rein und sagst, ja ich komme aber noch mit meinem Trainer. Wie funktioniert das dann?
Also ehrlich gesagt war das nie ein Problem. Nee, gar nicht ein Problem, aber das ist ja spannend zu sehen, dass da so ein geschmeidiger Übergang erfolgt. Ja. Das ist eher die Ausnahme, muss man glaube ich sagen. Ja, da hatte ich echt Glück. Ich kenne das selten, dass du ja von deinem vorherigen Trainer mehr oder weniger dazu auch animiert wurdest, das zu machen und dass ihr das so einen guten Übergang gemeinsam geschafft habt.
Ich kenne das oft, dass das sehr, sehr viel problematisch ist, wenn man von einem Trainer oder einer Trainerin zum anderen wechselt und das dann eher nicht so symbiotisch häufig funktioniert. Nee, ja, das hört man auch mehr. Ich hatte da echt Glück. Also ich hatte erstens Glück mit Christoph, meinem alten Trainer, und dann hatte ich auch Glück mit Isabel, weil beide recht offen waren.
Und Christoph hat mir eigentlich schon immer gesagt so, ja, irgendwann wirst du den Trainer wechseln und das ist dann auch voll okay. Und damals wollte ich das noch gar nicht glauben, weil ich eigentlich voll zufrieden war. Und jetzt ist es halt doch passiert. Aber es hat dann eigentlich so angefangen, dass er mir meistens noch oder den größten Teil vom Trainingsplan noch geschrieben hat. Und Isabel hat halt die Tempoläufe gemacht.
Oder sie haben sich halt dafür abgesprochen, dass ich mit der Gruppe mittrainieren kann. Und wo ich dann zu LRV gewechselt bin, ist es schon mehr in die Richtung Isabel geschifftet. Einfach, weil es dann auch mehr Sinn gemacht hat. Bis ich dann halt gesagt habe, ja okay, es macht jetzt Sinn, dass ich einfach komplett bei Isabel trainiere und komplett zu ihr wechsle, weil ich eben auch in der Gruppe bin.
Und da hatte Christoph dann auch vollstes Verständnis dafür. Weil es einfach logisch war. Es war so der logische Werdegang von einer Athletin, die sich dann weiterentwickelt. Ja, aber es ist ja cool zu sehen, dass das eben auch so gehen kann. Dass dann eben solche Übergänge Sinn machen im Sinne einer individuellen Entwicklung.
Dass nicht gesagt wird, ja, meine Athletin in meinem Verein, in meinem Kreis, solche Sachen. Das ist ja eher der Fall. Das hört man ja leider häufiger als so einen Übergang, weil, Ist ja klar, ohne die Basis, die du gelegt hast, mit einer vielseitigen Gleichstätig-Ausbildung, ist halt eine Zuspitzung im Leistungsbereich auch nicht möglich.
Das heißt, das, was in deiner Kinder- und Jugendleichstätig angelegt ist, das ist ja die Basis zu dem, was du jetzt machst. Ja, genau. Ja, ich verstehe auch meistens nicht, warum das so ein Problem ist, wenn ein Athlet wechseln möchte. Einfach, weil es bei mir ja auch mit dem Standortwechsel durchs Studium bedingt kam.
Und ich finde es eigentlich auch echt schade, dass Trainer untereinander oder Trainer und Trainerinnen untereinander weniger zusammenarbeiten und mehr dann sagen, ja, das ist mein Athlet und so besitzergreifend sind, weil jeder Athlet. Ist eine eigene Person und die kann selbst entscheiden, bei welchem Trainer sie sich jetzt gerade am wohlsten fühlt und das finde ich einfach schade, das ist sowas, was den Sport irgendwie erschwert. Ja, ja, absolut.
Sag mal, und Philipp erzählt ja immer aus seiner Zeit in Regensburg, die ja auch eine relativ große, starke Trainingsgruppe hatten, die sind dann halt auf dem Platz, haben eine Vorgabe gekriegt, dann haben sie sich an die Linie gestellt und dann sind sie geballert, bis es keinen Morgen mehr gab. Ja, sagen wir mal so. Das muss ich kurz jetzt sagen.
Das muss ich an. Ich will jetzt hier, wir dürfen das nicht pauschalisieren, vielleicht ist das auch manchmal ein Problem von jungen Männern gewesen mehr, Ja, weil das war natürlich noch eine andere Phase meiner Karriere, vielleicht so mit Anfang, es war ja nicht unähnlich, also ich meine, wann bist du nach Tübingen? Mit Anfang 20 wahrscheinlich.
Ja, genau, also der Klassiker, Abitur wahrscheinlich gemacht und so war es ja bei mir nicht unähnlich, ich habe in Sindelfingen mit 20 Abitur gemacht, ausgemustert worden damals. Was auch sonst. Die haben gesagt, mach mal drei Klimmzüge. Ich habe keinen Sinn. Die haben mich auf die Waage gestellt und gesagt, oh Gott, 30 Kilometer Gepäckmarsch, wir sind uns nicht ganz sicher, ob das funktionieren kann.
Und dann bin ich eben zum Studieren nach Ringburg gekommen und dann, klar, mit Anfang 20 und jung und hungrig und natürlich irgendwie Sport als auch einer der Gründe, warum ich mich damals dieser Trainingsgruppe angeschlossen habe. War das schon so, wie Ralf das hier geframed hat? dass es durchaus häufiger mal auch so vorkam, dass eine Trainingsvorgabe vielleicht hinten raus etwas sich, vielleicht wenn der Trainer nicht so geguckt hat oder jeden Split genommen hat, vielleicht etwas schneller wurde mal.
Das stelle ich mir aber bei euch ja nicht unähnlich vor. Ich weiß nicht, vielleicht sind Frauen da, wie soll ich sagen, reifer schon, dass sie sich dann auch wirklich an diese Vorgaben halten. Vielleicht auch nicht, ich meine, ihr habt ja alles, super starke Frauen in Tübingen, ihr habt ein super krasses Spektrum auch an männlichen Athleten.
Und Frauen haben oft den Vorteil vielleicht auch noch, so war es in Regensburg auch teilweise, da gab es ja auch durchaus starke Athletinnen, Corinna Harra zum Beispiel oder so, die dann Jungs auch als Sparringspartner hatten, so dass man da auf jeden Fall auch das ein bisschen entzerren konnte hier und da vielleicht mal. Ich weiß nicht, wie ist das bei euch in der Trainingspraxis?
Also wie oft trefft ihr euch für ein Vereinstraining? Ich würde jetzt mal tippen, wahrscheinlich trotzdem dreimal probably, wenigstens. Ja, drei, viermal. Und wie läuft das dann ab bei so einem Leistungsspektrum und einer Leistungsdichte bei euch? Das ist schon ein kleines Lächeln auf Lisa's Gesicht, was ihr nicht sehen könnt.
Also da muss man jetzt ein bisschen ausholen. Dafür ist ein Podcast da. Also eigentlich ist es so, dass Isabel wirklich zu uns kommt und uns dann sagt, ja, in der Gruppe seid ihr mit dem und dem läuft ihr und so schnell ist es. Es gibt natürlich immer Leute, die müssen Wettkampf draus machen. Meistens habe ich aber das Glück, dass relativ viele Jungs in meinem Bereich laufen können und ich mir dann meine Partner auch ein bisschen aussuchen kann.
Und ich habe dann natürlich auch schon die Partner, mit denen ich am besten zusammenarbeite. Und da läuft es dann relativ zillisiert ab. Ich glaube, Isabel macht es auch absichtlich manchmal so, dass sie uns Mädels trennt und uns dann verschiedene Männer an die Seite gibt, dass es einfach nicht zu einem Wettkampf kommt und nicht eskalieren kann.
Wenn es dann trotzdem mal zu schnell wird, ist dann ganz schnell die Drogen da. Ja, wenn ihr das jetzt nicht in den Griff bekommt, dann breche ich das Programm ab. Und Isabel macht dann Nägel mit Köpfen, die breche ich das Programm ab. Also mir wurde jetzt letzte Woche auch schon Lauf gestrichen, weil ich dann Spikes angezogen habe und dachte, okay, ich bretter das jetzt los.
Und dann war ganz schnell ein Lauf weniger auf dem Ding und das möchte ich ja natürlich nicht und deswegen reiße ich mich immer im Riemen und eigentlich hat es ja auch Sinn, was sie einem vorgibt und deswegen versuchen wir uns da schon gut dran zu halten. Also streichen wir mal das eigentlich, ich gehe mal davon aus, das hat Sinn. Ja, ja, das hat Sinn.
Ich glaube, es ist auch ganz gut, dass sie meinen Trainingsplan macht. Also das kommt mir so ein bisschen vor, ich erzähle mal eine Geschichte von einem, Das war ein Athletiktrainer von zwei Beachvolleyballern, die vielleicht sehr erfolgreich waren. Vielleicht haben die sogar eine Goldmedaille gewonnen in London.
Der Athletiktrainer kam auch aus der Leichtathletik. Der war so ähnlich drauf mit seinen Geschwistern, glaube ich. Und wenn die zu viel gemacht haben, dann mussten die ein Stück Schokolade essen. Weil sie das normalerweise nicht gemacht haben, um sich asketisch zu verhalten. Und du sagst, ja, dann darf ich nur einen Lauf weniger machen, das ist Weltklasse.
Das ist schlimm. Wenn ein Trainernprogramm abbricht, dann fühlt sich das so an, als ob dir sowas genommen wird von deinem Training einfach so, was du ja auch denkst, was dich ja natürlich besser macht. Das würde man nie wollen. Nee, nee, nee, das war echt immer die Höchststrafe eigentlich. Also gib mir mehr Training oder härter oder intensiver, aber nimm es mir nicht weg.
Also wir hatten einmal, fällt mir gerade ein, in Scherwer. Ich weiß nicht, Tübingen war früher auch oft an Ostern in Scherwer. Das seid ihr wahrscheinlich immer noch. Da hatten wir auch oft, das ist natürlich ganz andere Phase der Saison. Das heißt, das war jetzt noch nicht so. Kurz vor Saisonhöhepunkt, sondern logischerweise gerade so der Übergang nach der Cross-Saison, bei uns zumindest damals.
Das heißt, wir haben davor auch echt in Regensburg Wir haben wenig Tempoläufe gemacht im Winter. Wir haben ganz viel im Gelände gemacht, ganz viele Fahrtspiele und sowas. Und nach dem Cross halt dann natürlich nochmal eine Leistungsdiagnostik, um zu gucken, wo man jetzt so bestenfalls am Ende der Grundlagenausbildung ungefähr irgendwo steht.
Und dann haben wir fast immer so Ostern und in Scherwe angefangen mit den ersten... Nicht so scharfen Tempoläufe, aber natürlich meistens auch relativ umfangreich. Und da hatten wir auch mal, also das ist natürlich dann so, du bist dann vielleicht bestenfalls ist Cervia spät, also das ist schon geiles Wetter da unten, dann hast du eh Bock im Trainingslager mit vielen Leuten, dann auch die externen, die damals eben aus Studiengründen nicht in Regensburg vor Ort waren, aber so Florian Ort, Maren Kock und so, die waren dann auch alle mit dabei.
Das heißt, alle hatten Bock dann natürlich viel zu laufen und vor allem auch schneller zu laufen. Und wenn dann so die ersten Male Stadion wieder anstand, vor allem noch in dieser sehr, sehr großen Gruppe, dann... Und ja, war da auch durchaus mal eine Tendenz da, dass es vielleicht nicht so ablief, wie Kurt sich das vielleicht vorgestellt hat, also Kurt Ring damals.
Und das war aber noch gar nicht so, dass das jetzt ultra krass schnelle Läufe bei uns waren, sondern es waren meistens dann schon echt, also für uns Langstreckler, sehr umfangreiche Programme, also sprich auch 25 mal 400 und solche Geschichten oder 5 mal 5 mal 400, wie auch immer. Aber, und da, genau, Programmabbrechen, Höchststrafe, aber Kurt hat da auch mal was gemacht, da hatten wir noch Flats an, also keine Spikes und so, was uns auch relativ schnell eingebremst hat, weil er irgendwann gesagt hat, das waren, ich weiß gar nicht mehr, 400, die waren jetzt nicht crazy schnell, irgendwie 68, 67, 66, die wurden schon ein bisschen schneller hinten raus, aber wir hatten nicht so viel Pause.
Es waren keine 60 Sekunden, ich glaube, es waren irgendwie 45. Und dann haben wir halt mal so ein Fünfer-Set irgendwie zu schnell gemacht. Und so im Verlauf eines Fünfer-Sets sind wir schon irgendwie mal bei 65 irgendwie so gewesen. Am Ende meinte ich so, ob wir ein Problem mit unseren Uhren haben. Weil irgendwie ist es eigentlich doch recht unmissverständlich gewesen, was wir machen sollten. Und so als erstes Tempoprogramm waren wir so, ja, sorry, sorry.
Dann war es beim zweiten Fünfer-Block versehentlich irgendwie ähnlich oder so, dass das ein bisschen entwickelt hat. Und dann hat er gesagt, so, pass auf, euch geht es ja scheinbar richtig gut. Lass mal 35 Sekunden machen statt 45. Und irgendwann waren es 25 und es war halt, also bei 25 Sekunden, da kannst du ja fast durchtraben, bis zum nächsten 100 Meter, weil da kannst du ja gar nicht mehr stoppen und zurück und wieder loslaufen, das ist ja ultra stressig.
Sagen wir mal so, es wurde nicht mehr viel gesprochen im weiteren Verlauf dieses Trainingsprogramms und es hat für den restlichen Verlauf des Trainingslages doch recht gut dann geklappt, dass man die Zeiten dann eingehalten hat. Ja, das kann ich Isabel tatsächlich auch mal vorschlagen, aber ich weiß nicht, ob das dann zu meinem Wohlbefinden beidrängt.
Das war schon ein bisschen eklig dann hinten. Ja, glaub ich dir. Also, da kriegt man ja gar keine Luft mehr. Ja, ja, das war dann schon, ja, das war, ich nenne das dann mal eher erzieherische Maßnahmen, das war jetzt, wie gesagt, von der Intensität jetzt nicht so, dass man da viel kaputt machen konnte, aber Pause war halt fast nicht mehr existent, das hat dann auf jeden Fall dafür gesorgt, dass, genau, da kannst du ja fast durchlaufen, ja. Ja, so war das damals, ja.
Also das, genau, gibt dann verschiedene Variationen, glaube ich, dass man seine Schützlinge da mal wieder ein bisschen einnordet. Aber genau, vielleicht für die Trainingsinhalte, das ist ja auch mal ganz interessant. Du musst jetzt selber für dich entscheiden, was du natürlich hier teilen darfst und was nicht, wobei wir natürlich auch Isabel schon bei uns im Podcast hatten und so weiter, die war da ja auch nicht verschlossen oder so.
Ist es für euch auch so, dass es in der heutigen Zeit, weil Training hat sich sicherlich auch weiterentwickelt und auch unterschiedliche Trainerinnen und Trainer handhaben Dinge anders, habt ihr feste Blöcke, wo ihr schwerpunktmäßig, wie jetzt bei uns früher zum Beispiel, wenn du sagst, okay, von Januar bis was auch immer, März, waren wir nie, also das stimmt nicht, wir waren schon auf der Bahn, aber meistens dann für irgendwelche Schwellenprogramme, damit halt ein Trainer mehrere parallele Programme so richtig steuern kann so ein bisschen.
Ansonsten hatten wir nicht viel Tempoprogramme bis, ich sag mal, April, würde ich fast sagen, sondern viel draußen irgendwie auf profilierten Runden im Gelände etc. Ist das für euch das ganze Jahr ähnliche Inhalte, die sich dann halt zuspitzen zu einem Saisonhöhepunkt oder habt ihr da auch so Schwerpunkte?
Nee, wir haben da schon auch so Schwerpunkte. Also im Spätjahr und auch dann Anfang des Jahres sind wir echt ganz viel auf der Straße. Und bei uns gibt es ja auch total gutes Gelände, wo es dann recht profilierte Runden gibt. Wir haben auch gar kein Problem, irgendwie Bergläufe zu machen oder so, dann machen wir sowas. Und wir sind dann schon auch immer auf der Bahn, vor allem Mittwochs, weil wir dann abends im Dunkeln trainieren.
Und da ist es halt besser mit Flutlicht und allem, aber dann machen wir halt auch Schwellenprogramme und so. Die schnelleren V2 Max Sachen, die gehen jetzt erst so richtig los, also haben wir jetzt gerade erst angefangen. Da freue ich mich jetzt aber auch schon wieder drauf, das macht viel mehr Spaß manchmal. Ich sehe schon, du bist auch so ein Ballergeist, ne?
Ja, also wenn es dann gut läuft, dann macht das schon Spaß. Dann macht das schon Bock, wenn du gut in Shape bist und solche Sachen machen kannst, das fühlt sich schon extrem, ich nenne es mal, ich versuche jetzt es fühlt sich extrem erhaben an. Also wenn du dir selber sehr wehtun kannst, aber gleichzeitig merkst du, du bist so voll in Control, du hast es so voll im Griff einfach, das fühlt sich schon sehr, sehr, sehr, sehr, man fühlt sich so ein bisschen, als ob man über den Dingen so ein bisschen steht.
Das ist schon ein sehr schönes Gefühl früher. Ich hoffe, ihr zu Hause könnt das auch einigermaßen nachvollziehen, dass diese Menschen anders sind als andere Kinder. Ja, ich meine, dann zieht man irgendwann mal Spikes an, dann fängt man an, fängt man relativ locker an, dann zieht man plötzlich Spikes an und dann geht's los.
Und das ist toll. Also, dafür macht man's. Dafür macht man das ja. Ja, das stimmt, 100%. Also an der Stelle würde ich ja jetzt immer sagen, ja, das ist ja alles ganz schön, was jeder macht, aber im Vergleich zu dem, was wir so als Sprinter gemacht haben, ist das ja immer noch langsam. Ja. Aber wir müssen länger laufen.
Ja, ja, klar. Also die Sprinter bei uns laufen nie eine ganze Runde. Nee. Die sterben dann. Wollte ich gerade sagen, das ist ja auch anders. Also weil du sagst, die laufen nie eine ganze Runde. Also vielleicht könnt ihr das zu Hause mal ausprobieren. Also für alle, die jetzt regelmäßig Tempoläufe machen, ist das vergleichsweise lächerlich.
Aber ich sage immer, wenn Menschen, die jetzt nicht laufen oder keinen Sport machen, Wenn die sagen, was würde ich wohl über 400 laufen? Da sage ich, weißt du was, du kommst gar nicht an. Da sage ich, wie, Quatsch. Da sage ich, nee, du schaffst es nicht, da eine Runde rumzulaufen. Natürlich schafft man es eine Runde, um einen Platz zu joggen.
Ja klar, aber eine Runde so schnell wie möglich zu laufen, das schafft man nicht, wenn man das noch nie gemacht hat. Du weißt halt auch gar nicht, wie du es einteilen sollst. Nee, du weißt ja gar nicht, was du machen sollst. Und dann sehe ich die Leute, die das dann doch mal versuchen. Es gibt manchmal so ganz bescheuerte Tage, Abende, wie auch immer, bei so Großveranstaltungen.
Also entweder nach der letzten Session oder vor der ersten Session, wo dann halt solche Dinge nochmal im Stadion von Mitarbeitern von vielleicht... Der Pressetribüne ausprobiert werden. Und da haben sich schon einige Leute gewundert. Da seid ihr nicht mehr im Stadion, versteht ihr? Man sollte mal bleiben, glaube ich. Ja, da seid ihr nicht mehr im Stadion.
Und da haben sich schon Leute gewundert, wie weit so 400 Meter sind. Ihr redet ja logischerweise in eurer Trainingsroutine, es sind ja 400 Meter, was ist 400 Meter für euch? Das ist ja nichts. Das ist einmal da rum und da überlegst du dann, okay, laufe ich das jetzt in der oder der Zeit und gut ist. Aber wenn man das sprinten möchte, also so schnell laufen möchte, wie man kann, dann ist das eine ziemliche Herausforderung und das funktioniert nicht so einfach.
Deshalb, ich kann ja in Teilen das auch verstehen, dass ihr gerne mal schnell laufen wollt. Aber so Sprint ist schon nochmal schnellerer. Ja, das stimmt schon. Also wenn ich dann noch sehe, was die im Kraftraum machen müssen oder wie schnell die dann wirklich laufen, die Distanzen, die sie dann laufen, das könnte ich mir nie vorstellen. Also so schnell kann ich meine Beine nicht mehr bewegen.
Der Zug ist abgefahren. Wie schnell machst du denn, nicht wie schnell, sondern wie viel machst du denn Krafttraining? Das wäre eine spannende Frage, ja. Ja, einmal die Woche im Kraftraum, also mit Langhandeln etc. Und dann noch zwei bis dreimal vielleicht zur Athletikkräftigung allgemein 20, 30 Minuten.
Ja, aber wir haben natürlich Off-Record schon darüber gesprochen, dass du nicht nur ein, sondern gleich zwei wunderbare Rennräder hinter dir stehen hast oder an der Wand, das qualifiziert dich natürlich als besonders erfahrene, clevere, kluge, weitsichtige und schlaue Athletin. Ich glaube, sagen wir es mal so, ich habe viel dazugelernt und deswegen mir dann das eine oder andere Rad angeschafft.
Einfach, weil es dann auch irgendwann angefangen hat, Spaß zu machen. Das wäre jetzt die Frage, hat es dir immer schon Spaß gemacht oder hat dich, wie soll ich sagen, Verlebtungssysteme dich dazu gebracht, dir das anzuschaffen und irgendwann hast du gesagt, mein Gott. 1.000 Kilometer. 167 Stunden auf dem Rad kann ich dem doch ein bisschen was abgewinnen.
Nee, es ist so, dass ich es durch die Verletzung ausprobiert habe und es hat mir sofort Spaß gemacht. Okay, cool. Aber du hattest jetzt aus der Genese deiner Eltern nicht sowieso schon ein Rennrad von deiner Mutter übernommen oder so und warst schon mal Rennrad gefahren? Nee, das macht mich auch total wütend, weil die haben das verkauft.
Das war voll schöne alte Räder. Und die haben das einfach verkauft. Ich habe da gar nicht dran gedacht, dass ich das benutzen könnte oder so. Jetzt hast du ganz doll Pech gehabt und hast ein wunderbares, mit Scheibenbremsen versehenes Rad an der Wand hängen. Das ist halt ganz schrecklich. Schlimme Strafe. Ja, total schlimm. Das habe ich dann letztes Jahr selbst erstanden.
Aber nutzt du das jetzt? Warum hast du das angefangen? Also als Trainingsinhalt oder schon auch, weil eine Verletzungsgeschichte dazu kam? Und anfangs bin ich einfach ab und zu mal Rad gefahren, um halt eben alternativ was zu machen, ein bisschen Abwechslung zu haben und vielleicht auch die eine oder andere Verletzung vorzubeugen.
Ich muss sagen, ich hatte relativ langen Glück und hatte nicht so starke Verletzungen, war dann mal einen Monat raus, wo ich dann eben Rad gefahren bin oder ins Wasser bin zum Aquajoggen oder Schwimmen. Aber so richtig angefangen hat es eigentlich erst letztes Jahr, wo ich dann halt auch ein Bödem hatte und dann halt nicht laufen konnte.
Und dann konnte ich nur Rad fahren und dann habe ich mich da halt ein bisschen informiert, ein bisschen ausgerüstet und habe halt gesagt, ja gut, dann mache ich jetzt halt das, was ich machen kann. Und das hat mir dann halt auch Spaß gemacht. Und seitdem baue ich das Radfahren auch verstärkt in mein Training ein.
Also ich verzichte ein bisschen auf Laufumfang und ersetze den dann mit ein bisschen Radumfang. Wie würdest du sagen, so grob von der Struktur sieht eine Training, ich weiß, das ist natürlich sehr unterschiedlich saisonal bedingt, aber ganz grob, wir haben schon gehört, du studierst, du hast auch teilweise 8-Stunden-Tage im Labor, da gilt es ja eh erstmal drumherum, einen Trainingsplan irgendwie zu bauen.
Auf wie viele Trainingseinheiten kommst du in der Woche? Und wie ist so grob das Verhältnis Laufeinheiten zu zum Beispiel Radeinheiten? Kraft hast du schon gesagt, zwei-, dreimal Stabby plus einmal Krafttraining mit Langhantel. Wie oft hast du vielleicht intensive Laufeinheiten im Verhältnis auf die Gesamtanzahl?
Also es sind eigentlich immer so um die 10 bis 12 Einheiten pro Woche. Also ich trainiere schon oft doppelt. Einfach, weil ich das ganz gern mag, dass ich in einer Einheit weniger vollgepackt bin, sondern das dann lieber entzehre, weil ich dann auch weiß, ja okay, ich kann da dem Ganzen mehr Qualität verleihen.
Dann sind es halt eben die eine Krafteinheit und ein paar Athletikeinheiten, das mache ich dann freiwillig irgendwo dazu. Und an intensiven Einheiten sind es halt zwei, mittwochs und samstags, wo wir uns dann halt eben auch treffen und ab und zu kommt dann montags noch ein gesteigernder Dauerlauf oder sowas dazu, das ist dann...
So semi-intensiv. Es soll ja immer noch Dauerlauf sein, wenn man es richtig macht. Die Betonung lag auf soll ja noch sein. Das ist die Einheit, die ich nicht hinbekomme, mich zusammenzureißen. Ja, wenn es läuft, dann läuft es. Ja, da kann man nichts machen. Also, nee, da machst du nichts. Ja, und dann ist es eigentlich auch so, dass ich fast nie doppelt laufe am Tag.
Also wenn ich eine zweite Einheit mache, dann gehe ich zum Beispiel eher aufs Rad. Vom Schwimmen drücke ich mich. Okay. Ja gut, über Aquajogging haben wir hier ja schon mal gesprochen. Wir haben nur einen, glaube ich, jemals gehabt, der das gerne macht. Aber das ist ja noch was anderes, wenn man das als Prophylaxe einbauen muss.
Dann gehört es ja nun mal einfach zum Pflichtprogramm dazu. Dann ist es auch ein richtig gutes Trainingsmittel. Also da kriegt man den Puls dann schon ordentlich hoch, wenn man das richtig macht. Ja. Das heißt, du hast eigentlich im Prinzip ja noch die Phase des Dualen befassens, ja, also Studium und, ja, aber Bachelorarbeit klingt ja schon so ein bisschen nach, ist bald vorbei.
Ja, hoffentlich. Ich mache drei Kreuze, wenn es vorbei ist. Das klingt jetzt aber auch nicht so, als ob der Master unbedingt in der Pipeline ist. Das ist ja die Frage aller Fragen. Ich meine, die Frage hat sich bei mir auch gestellt, ein bisschen später, eher so mit 24, 25 war es bei mir, glaube ich, aber ich habe mein Studium schon versucht, aufs Maximum auszudehnen.
Theoretischen Master musst du jetzt nicht sofort machen. Du könntest ja auch sagen, also natürlich bietet es sich vielleicht auch an, wenn man sagt, ich will den jetzt fertig machen, damit ich irgendwie dieses universitäre Kapitel als ein Kapitel irgendwie geschlossen habe. Gleichzeitig könnte man aber auch sagen, jo, bietet sich jetzt aber vielleicht auch an.
Ich habe vielleicht, da können wir auch noch drüber sprechen, entsprechenden Rückhalt oder ich habe Partner, die es ermöglichen, dass ich mich jetzt mehr noch auf Leistungssport konzentrieren kann. L.A. ist around the corner, 2028. Studium läuft ja nicht weg, kann man immer noch machen. Wie sieht die persönliche Vision aus?
Ja, also ich werde von allen Seiten versucht, also jeder versucht mich zu überzeugen, dass ich danach ein bisschen chille und ein bisschen Pause mache und mich mal aufs Sportlerleben konzentriere. Also ich habe ein total tolles Umfeld. Ich bin auch schon nah dran zu sagen mittlerweile, ja, macht Sinn, weil ich habe jetzt echt gemerkt, dass das Doppelpensum, vor allem wenn man es dann halt versucht, auch irgendwie durchzuziehen, echt hart ist.
Also da kannst du dann beide Sachen nicht zu 100 Prozent machen. Und das würde ich schon dann auch gerne. Aber bei mir ist halt das Problem, mir wird relativ schnell auch langweilig und ich weiß nicht, dass ich jetzt hier rumjamme und sage, boah, das war alles so anstrengend und alles so scheiße, aber dann nach zwei Wochen Pause sage ich mir wieder, mir ist langweilig, was mache ich denn zwischen meinen Einheiten?
Da ist so viel Zeit dann am Tag. Aber ich muss sagen, ich verstehe das, ich verstehe, das ist jetzt, wir haben das ein bisschen zuvisant jetzt belächelt, aber ich muss sagen, ich hatte immer schon mit, so unrealistisch wie das mit 16, 17 war, immer so natürlich, geliebäugelt mit dem Kindheitstraum Profi zu werden, Hobby zum Job zu machen, Olympische Spiele und so weiter und so fort.
Ich muss sagen, der Wechsel nach der Uni ins Profitum war zumindest in den ersten ein, zwei Jahren weit weniger glamorous, als ich mir das mit 16 mal ausgemalt habe, weil du hast den ganzen Tag. Und natürlich hast du jetzt noch einen großen Vorteil und in Regensburg hatte ich das zumindest temporär damals auch, aber auch nur bedingt.
Das gab zwei Leute damals, hauptsächlich Koko und ich, die irgendwie Fulltime-Profis dann waren. Und der Rest hat ein normales Leben drumherum. Ja, genau. Es ist eben genau nicht so, dass du dann denkst, wir sind ja 17 Leute, die gefühlt außer Trainieren sonst nichts zu tun haben. So war das halt bei uns auch nicht.
Und wenn du dann nicht anfängst, dir was zu suchen, was dich halt irgendwie erfüllt, bestenfalls auch noch halbwegs sinnvoll ist. Es gibt natürlich auch genügend Leute, die ihre Tage dann irgendwie mit Playstation-Spielen gefüllt haben. Das war jetzt auch nicht so meins. Also dann kann so ein Tag trotzdem lang sein, beziehungsweise kann dazu führen, dass man manchmal ein bisschen, das war bei mir damals schon mal eine Phase auch so, ein Teil deiner Lockerheit abhanden kommt.
Also ich bin total bei dir und mir ging es genauso. Ich habe auch gesagt, also Studium, also ist ja auch ein bisschen vermessen teilweise zu denken, ich mache ein Studium und ich trainiere noch leistungssportlich und bin aber auch, ich gehe davon aus, dass ich international konkurrenzfähig bin zu Leuten, die Vollprofis sind.
Das kann sein, da muss aber auch ein krasses Talent sein, also sehr viel krasser drauf sein als die anderen. Und ansonsten ist es natürlich schon logisch, dass wenn du mehr Zeit für Training hast, vor allem aber mehr Zeit für Sport. Nachbereitung, Regeneration etc., dass man wahrscheinlich ja mehr aus seinem Potenzial rausholen kann.
Gleichzeitig ist aber so, es ist sehr viel Tag und wenn sich deine Gedanken nur darum kreisen, den ganzen Tag über, du zerdenkst jede Trainingseinheit, so unbedeutend sie ist, habe ich mich jetzt heute gut gefühlt. Wie gut habe ich mich gefühlt? Hätte ich mich besser fühlen müssen? Wie gut habe ich heute Nacht geschlafen? Was sagt mein Whoop-Score? Was sagt das?
Du kannst dich dann irgendwann total in diesen Leistungssportmechanismen verlieren und das ist auch nicht gut. Das heißt, wenn man irgendwas hat, was man nebenher machen kann, ein Podcast zum Beispiel, da gibt es jetzt ja genügend, leider nicht, aber wir haben in Deutschland auch Podcasts aktuell, aber als Beispiel, also irgendwas nebenher für sich zu haben, was dich erfüllt und halbwegs sinnvoll auch als Beschäftigung ist, ist nicht so dumm, ehrlich gesagt.
Vor allem, wenn man eine Karriere haben möchte, die nicht nur zwei Jahre dauert, mir ging es zumindest so. Deswegen, ich verstehe die Gedanken schon auch, die du hast? Ne, da bin ich voll bei dir. Das Problem bei meinem Studium ist halt, dass es eine Naturwissenschaft ist und dass das halt eben in einem Zug kommt mit Laborarbeit, zumindest in den Bereichen, in den ich gehen möchte.
Und das ist dann halt immer ein bisschen schwierig zu kombinieren mit Leistungssport, weil die... Uni leider, und das ist halt wirklich was Tolles, was es in den USA gibt, da gehen die aufeinander zu und gehen aufeinander ein, Sport und Uni kann man kombinieren, das ist bei uns leider nicht ganz so, weil bei mir war es halt ganz oft das Problem, ich darf nur einmal fehlen, wenn ich ein praktisches Hat sich das nicht geändert in 15 Jahren oder sowas?
Nein, ich darf einmal fehlen. Selbst wenn du halt zweimal krank bist, ist es voll scheiße. Aber ich bin dann auf Wettkämpfen und dann muss ich da betteln, dass ich das Modul irgendwie abschließen kann. Habe. wo ich dann irgendwann sage, ja Leute, das ist mein Job, also ich habe da irgendwann keinen Bock mehr, das ist mein Job, genauso wie ihr jetzt hier doziert oder was weiß ich mache und es versteht keiner, weil ich bin, Entschuldigung, aber ich bin kein Fußballprofi, das ist nicht so anerkannt und das ist halt so ein bisschen das Problem, was dann halt kommt, dass man das versuchen muss zu kombinieren, deswegen wird es für mich wahrscheinlich schon Sinn machen, wenn ich sage, ich schiebe meinen Master ein bisschen auf, zumindest vielleicht ein Jahr oder
zwei, um mir halt diesen Shot vielleicht auch für L.A. Zu geben, weil es ja schon eigentlich so der Traum von jedem Sportler und jeder Sportlerin ist, dass man mal bei Olympia starten darf und ich möchte dann schon sagen können, hey, dafür habe ich alles getan, selbst wenn es am Ende nicht funktioniert hat.
Weil ich sehe es halt jetzt auch, also es ist noch so viel Potenzial da, was unerschöpft ist. Ich war in keinem Trainingslager bis jetzt dieses Jahr und letztes Jahr. Also ich konnte halt nicht ins Trainingslager gehen. Ich habe kein Höhentrainingsleiter gemacht. Wegen der Uni quasi? Ja, das geht nicht. Du warst nicht in Monte Gordo, du warst nicht in Cerver, du warst immer in Tübingen quasi? Ja.
Ach krass. Und Höhentrainingsleiter habe ich bis jetzt auch nur eins gemacht. Vor zwei Jahren mal. Ja, das heißt, es gibt noch Optionen, die man ausschöpfen kann. Und ich muss auch ehrlich sagen, also die Situation in der Uni, dass ich da halt eine Bachelorarbeit gemacht habe und dann so viel im Labor zu tun hatte, hat natürlich auch dazu geführt, dass es dann bei mir im Winter zeitweise im Training gar nicht lief. Also ich war einfach wirklich tot.
Ich habe dann nicht mehr geschlafen. Ich habe dann danach ganz lange auch Probleme gehabt, dass ich nicht mehr schlafen konnte, weil ich einfach so komplett überreizt war mit allem. Und da einfach meinen kompletten Körper einfach komplett ausgelaugt habe, dass der dann irgendwann gesagt hat, nee, du, jetzt reicht's.
Jetzt reicht's. Und ja, das war natürlich einerseits auch Druck von mir selbst, weil ich sage, ja, wenn ich was mache, dann mache ich es schon ordentlich. Also ich habe da schon einen relativ hohen Anspruch da noch dran, aber genau deswegen möchte ich dann auch sagen, ja, okay, da mache ich jetzt halt eine Sache, mache die ordentlich und suche mir noch was nebenbei, was ich vielleicht machen kann.
Sei das irgendwie nochmal ein anderes Studium anzufangen, was vielleicht ein bisschen entspannter ist, nur um mich weiterzubilden und halt eben was zu haben. Da gibt es ja noch genügend Sachen, die mich auch interessieren. Oder sei es irgendwie ein Minijob oder sonst was, den ich machen kann, wo ich auch sage, ja, da habe ich Spaß dran, da kann man sich irgendwo engagieren oder so.
Nichts machen würde ich jetzt nicht, aber halt auf keinen Fall mehr in dem Pensum, was ich jetzt gemacht habe. Weil ich meine, ich bin jetzt jung, ich kann jetzt den Sport machen, sollte man ausnutzen. Total, also ich meine, das ist, ich will es gar nicht schwarz machen, weil ich seit meines Lebens immer ein krasser Optimist war, aber es ist natürlich schon so, dass du ja nie, du weißt ja nie, wie viele Jahre dir bleiben als Sportler.
Ich meine, natürlich bestenfalls kann man sagen, wenn man später vielleicht auch noch Bock auf Straßenlauf oder was auch immer hat, kannst du das bis 40 heute easy machen mit den Schuhen und allen Recovery-Tools und Möglichkeiten, die wir heute haben. Das ist ein ganz anderer Sport, als es vielleicht vor 30, 40 Jahren oder zu Dieters Zeiten früher war. Aber, Trotzdem weiß man halt nicht, niemand kann natürlich in die Zukunft schauen, irgendein Achillessehnenriss und dann kann schon sein, das verhalten nie mehr so, dass du irgendwie das machen kannst.
Man muss, glaube ich, schon sich einfach nur bewusst sein, dass es sich schon lohnt, Chancen zu versuchen zu ergreifen. Also so ein Moment, um auch mal zu nutzen, ohne dabei jetzt irgendwie halsbrecherische irgendwelche krassen Lebensentscheidungen vielleicht zu treffen. Aber erschreckend finde ich wirklich, ich dachte immer, dass Tübingen mit dem Sportumfeld, was ja da existiert, vielleicht ein bisschen liberaler bei solchen Dingen ist oder dass generell der Zeitgast sich ein bisschen weiterentwickelt hat, weil das ist erschreckend.
2012 muss es ja gewesen sein, das ist schon ewig her, damals mein Bachelor abgeschlossen und wir hatten 2009 schon exakt das gleiche Problem in Regensburg. Ich habe mich für die U23-Europa-Meisterschaften in Kaunas qualifiziert. Schlecht von mir natürlich. Dass das mit meinem Uniplan kollidiert, war schon echt auch dumm. Ja, sowas macht man auch nicht.
Nee, das ist natürlich schon schwach gewesen und dann war halt quasi freitags ein Zusammenkommen in Frankfurt oder in Darmstadt. Wir hatten da so ein Team-Ding und Einkleidung nochmal und keine Ahnung und da waren wir drei Tage da, sind dann gesammelt, dahin geflogen und ich bin aber dann Montagabends die Woche drauf, quasi erst war dann die Rückreise, das heißt, ich habe zwei Montage gefehlt und das waren auch die letzten zwei Montage vor der Klausur und.
Das hatte ich dann frühzeitig, als das mal irgendwie klar war mit der Nominierung, versucht so proaktiv anzusprechen und dann war halt auch so direkt so, naja, sie müssen selber wissen, was sie so in ihrer, Hobbyplanung, was sie dem für einen Raum geben, aber wenn sie zweimal hier nicht bei dem Seminar anwesend sind, dann kann ich ihnen sagen, was passiert, nämlich sie werden diesen Schein nicht kriegen und ich so perfekt, gut, alles klar, optimal und dann ging das nur mit Schreiben vom Verband an den Dekan und hier und da und dass ich dann nicht dadurch gefallen bin sozusagen, obwohl ich das Ganze sonst jedes Mal da war, plus, also das war einfach für mich auch nicht nachvollziehbar so richtig und
ich hatte irgendwie ein bisschen die Hoffnung, dass ich seit 2009 da ein bisschen was getan hat, aber scheinbar ja nicht. Nee, leider nicht so richtig. Also bei mir ging das dann auch wirklich nur, weil ich dann teilweise auch das nicht eingesehen habe und gesagt habe, ja, nee, das geht jetzt gar nicht und dann auch extrem hartnäckig war und gesagt habe, ja, dann machen wir halt ich mache eine, ich habe wirklich alles vorgeschlagen.
Ich habe gesagt, ich mache eine Extraarbeit, ich mache eine Hausarbeit, ich arbeite irgendwas aus, gebe mir einen Ersatztermin, ich mache die Laborarbeit, die wir dann da gemacht haben, einfach nochmal nach. Ich informiere mich, ich schreibe die Klausur mit und dann kann man ja sehen, wie es läuft. Ich war sonst Und immer da.
Und dann wirklich, ich habe da Mails hin und her geschrieben, das war wild. Und irgendwann haben sie dann nachgegeben. Also bis jetzt hat es wirklich immer funktioniert, muss ich dann am Ende auch sagen. Aber ich habe echt gebettelt auf Knien teilweise. Hast du mal so eine Überlegung gehabt zu sagen, okay, vielleicht ist das in dieser Kombination in den USA dann am College besser?
Ja, kurzzeitig. Aber mein Problem war, dass ich halt hier eigentlich so ein gutes Trainingsumfeld hatte. Ich habe mich so wohl gefühlt und ich bin auch recht heimatverbunden, ich wollte eigentlich nicht in die USA. Ich glaube, das ist auch nicht mein Ding, also jetzt wo ich in L.A. War, habe ich auch so gemerkt, ja es ist mal cool hier zu sein und das mal zu sehen und ich weiß, dass nicht alles so ist wie in L.A., klar, aber es ist schon auch echt sehr groß und ich glaube, das wäre mir alles ein bisschen zu groß gewesen.
Ja gut, es ist ja auch nicht das Allheimmittel, es hat viele gute Ansätze, glaube ich, auf jeden Fall. Für mich war es auch nicht eine Option. Natürlich hast du mit 18, 19 zuhauf diese E-Mails bekommen von irgendwelchen Coaches, die gemeinten, komm, lass uns mal gucken, ob das nicht für dich passen kann.
Für mich hat das damals in Regensburg gut gepasst und ich habe da alle Unterstützung erfahren, die ich gebraucht habe oder zu der Zeit, glaube ich, für mich auch gepasst hat und gut war alles. Aber es ist trotzdem natürlich, du bist dann halt oftmals sehr viel mehr auf dich halt alleine gestellt. Also das dann halt auch alleine hinzukriegen mit Studium und dem Leistungssport, weil es halt dann nicht so eine allumfassende, es ist einfach nicht so verzahnt, es juckt halt einfach niemanden, ob du privat irgendwie zu den besten Läuferinnen, in dem Fall jetzt bei dir Europas gehörst, es juckt an der Uni halt einfach keiner.
Also das ist halt schon manchmal ein bisschen schade, weil wir hatten es vorhin schon gesagt, ich glaube, das, was viele, und da können wir ja weit über die Leichterlegung hinausgehen, viele junge Athletinnen und Athleten hier leisten, mit einer Doppelbelastung, ja, von, also es wird ja immer hier ganz groß heiß, wir brauchen eine duale Ausbildung, ja.
In der Praxis ist das nicht so geil für diejenigen, die sich für diesen Weg entscheiden. Das ist sehr schwer und sehr zäh oftmals, das beides parallel hinzubekommen. Und dafür gibt es, glaube ich, echt leider immer noch viel zu wenig Bewusstsein und Verständnis, dass es ja doch noch ein paar Dumme gibt, die sich sowas, sorry, beides zumuten.
Ja, das klingt für mich auch immer so ein bisschen wie so ein Feigenblatt-Zauberwort. Duale Karriere, das ist die Lösung. Das wird politisch oder sportpolitisch gerne vorne angestellt, dass wir das brauchen, aber es wird nichts dafür gemacht. Ja, es ist auch nicht wirklich dual. Das eine und das andere, aber beides muss zu 100% funktionieren. Du brauchst einfach zwei Sachen, lebst zwei Leben parallel.
Und dennoch habt ihr ja, das hast du ja gesagt, nicht nur eine geile Trainingsgruppe, sondern ja im Prinzip auch gute Trainingsbedingungen in Tübingen. Gute bis sehr gute, logischerweise. Das macht ja schon was. Und so ein Teamspirit, wenn du zu Wettkämpfen fährst, ist ja auch ein Unterschied. Also LG Region Karlsruhe war jetzt ja auch kein kleiner Verein.
Ihr wart ja da auch bei Wettkämpfen oft mit vielen Leuten. Ist natürlich jetzt nochmal eine andere Qualität. Wahrscheinlich habt ihr ja irgendwie so eine grobe Idee, wer wann wo international unterwegs ist und ab jetzt, oder sagen wir mal in den letzten Wochen ja schon, und dann hast du ja quasi jede Woche irgendjemanden in der leichtsätzlichen Welt rumjetten und irgendwo starten.
Ja, verfolgst du das dann alles oder wie tauscht ihr euch da im Verein aus, gibt es immer Rudel gucken oder wie macht ihr das, ja also manchmal gibt es Rudel gucken und wir tauschen uns eigentlich immer aus, wenn wir uns dann wieder sehen im Training, und natürlich verfolge ich das auch alles also man kommt ja sowieso eigentlich nicht drum rum weil man hat ja dann auch die ganzen sozialen Medien, wo es sofort, berichtet wird, aber ich verfolge es auch einfach, weil ich den Sport liebe und ich habe da einfach ein großes Interesse wie die deutschen Läufer generell laufen, aber auch was generell passiert, weil es ist einfach crazy, was gerade abgeht einfach.
Also es werden so viele schnellen Zeiten gelaufen und es ist einfach eine riesen Inspiration, dann Leute wie Freddy zu sehen, wie er dann einfach vor zwei Wochen bei uns in Tübingen war, total bodenständig und dann zwei Wochen später läuft er so eine Zeit und du denkst dir, was ist denn jetzt passiert?
Ja, aber das war ja mit einer großen Idee, über den gesamten Wind dahin. Und der Zehner gehörte ja auch zu dieser Idee und so. Ich weiß nicht, ob das so viele mitgekriegt haben, dass er zwischendurch in Frankfurt noch Marathon gelaufen ist. Also mit seiner Frau. Die ist damals ihren ersten Marathon gelaufen in China und er ist da Tempo mitgelaufen.
Ich glaube, er ist nicht ganz durchgelaufen. Er ist, glaube ich, irgendwie nur mitgelaufen. Bis 30 oder so. Nee, ich glaube bis 36. Ja, irgendwie so. Aber das ist ja auch so ein Ding. Wie ging es dir denn, als du das erste Mal auf die Straße bist und da mal so einen richtig ausgewachsenen Straßenlauf mitgemacht hast?
Jetzt ist es Wabberlenz. Das ist schon auch ein bisschen crazy, eine Veranstaltung. Ja, das war schon eine Erfahrung, weil ich bin ja dann auch alleine hin. Und dann bin ich abgeholt worden vom Flughafen und dann in dieses Hotel rein und ich war erstmal komplett überfordert, weil dann stand da der eine Profi, dann stand der nächste daneben und ich war nur so, oh Gott, was mache ich denn hier?
Und das war dann aber alles so gut organisiert, dass da eigentlich gar nichts schieflaufen konnte. Ich hatte dann das erste Mal ein Technical Meeting. Und dann wurden wir auch Veranstaltungstag selber ja zum Start gebracht und so weiter und so fort. Das einzig Spirile, was ich fand, war dann, dass wir uns wirklich, also wir durften uns nur einlaufen auf so einer abgesteckten Strecke und die war so 200 Meter Prennig. Ja, so ist das.
Das war richtig schlimm. Das war so langweilig. Aber ja, ich war dann schon ziemlich nervös davor. Einfach auch, weil ich schon vor früheren Jahren von Hanna und Alina, die damals auch gestartet sind, gehört habe, dass sie halt beim Start echt Probleme hatten und dann auch gestürzt sind. Dann hatte ich wirklich die größte Angst, war, glaube ich, der Start.
Und danach war mir alles egal. Wenn ich diesen Start überlebe, war mir alles egal, weil ich wusste halt, da kommt eine Riesenmenschenmasse hinter mir. Das wäre gar nicht gut, wenn da was schief geht. Aber an sich war das einfach eine total tolle Stimmung also da war jeder, Herzlich, jeder hat einen aufgenommen und die Betreuer haben sich um einen gekümmert.
Also ich war noch nie so versorgt wie bei dem Wettkampf. Und am Wettkampftag selbst, also die Atmosphäre war anders. Das war grandios, da konnte man nicht langsam laufen. Mit dem langsamen Laufen hast du ja sowieso Probleme, das habe ich ja schon mitgekriegt. Das mit dem langsamen Laufen hast du ja eh Probleme. Ja.
Das ist dafür natürlich dann perfekt. Also es ist, für mich war das so ein bisschen Eye-Opening, weil ich fand natürlich, es gibt auch total viele, ich bin jetzt nie in der Diamond League oder so gestartet, aber es gibt trotzdem ganz viele tolle Meetings, die ich total positiv in Erinnerung behalten habe.
Heusten ist so ein Ding, was ich einfach cool fand damals, aber auch sowas wie Ordegev früher, ich weiß gar nicht, gibt es die heute bestimmt auch noch. Das waren coole belgische Meetings. Ich fand das auch speziell früher in Irland oder so, Dublin oder Cork. Wenn dann eben auch viele Amerikaner irgendwann da sind. Das ist alles cool, das sind alles coole Meetings. Aber natürlich, oder natürlich auch ISTAF, ne? ISTAF ist auch groß, so aus deutscher Sicht toll.
Aber ich fand mit dem Wechsel auf die Straße, es fühlt sich näher an. Weil es natürlich oft, die Leute können dich ja fast anfassen. Oft ist du, wenn du in einem sehr großen Stadion bist, hast du ja auch eine große Distanz, weil natürlich dann nochmal irgendwie sieben Bahnen dazwischen sind und dann noch ein Graben und dann kommt die große Tribüne.
Das ist ja dann irgendwie so, dass die dich ja praktisch, die können dich ja fast anfassen, je nachdem, wo das dann ist. Und das fand ich. Weiß nicht, hat mich schon auch gecatcht mit dem Straßenlauf dann irgendwie, dass das so... Ja, ich weiß nicht, es ist so persönlich, obwohl es oft natürlich in großen Städten ist und große, auch Straßen, aber trotzdem gibt es da halt nicht diese strikte Trennung in Bahnen und wie auch immer, großer Abstand zum Publikum.
Ja, und ich glaube, was da halt vor allem auch noch war, ist, dass einfach das Feld viel größer war und dass dann auch viel mehr Leute dann starten konnten, egal was für ein Leistungsniveau die hatten. Und als ich ins Ziel gekommen bin, sind immer noch Startbällen losgegangen. Da sind Leute erst gestartet, weil es so viele waren.
Und im Ziel haben sie uns dann natürlich schon erwartet, weil vorher waren noch fünf Kilometer und dann wurden sofort Fotos gemacht und so. Und das ist einfach alles total nahbar. Also ich glaube, das einzige Mal, dass ich das auf der Bahn so hatte, war in London. Da bin ich meine erste 10 gelaufen. Und da standen... War das so dieses Europa Cup oder diese 9 of 10?
Nein, 9 of 10 K-PBs. Das gibt es jetzt leider nicht mehr. Schade, ja, bin ich auch mal gelaufen. Die standen wirklich bis auf Bahn 2 vor. Und dann standen sie auch im Infield. Und im Infield war noch ganz viel aufgebaut. Das war wirklich wild. Also da waren so viele Leute. Und das war auch so eine Stimmung, dass die uns wirklich angefasst haben fast.
Weil die wirklich so nah an uns dran standen. Also wir konnten fast nur eine Single-File da durchlaufen. Weil es war einfach gar nicht viel mehr Platz auf der Gegend gerade dann für uns. Und das war halt auch so ein Meeting, wo man dann einfach getragen wurde von der Atmosphäre. Und dann ist man einfach gelaufen und hat den Kopf ausschalten können.
Und das ist halt so was, das ist einfach toll. Sowas macht man gern, das macht Spaß. Sag mal, ich kann euch mal ganz kurz mitnehmen, weil du Single-File sagst. Der 5000 Meter Lauf in Turku ist jetzt gerade 3 Minuten 30 lang. Völlig überraschend ist der erste Kilometer schon absolviert, weil da Freddy Ruppert jetzt gerade läuft, unter anderem, weil auch Florian Brem mit diesem Lauf drin ist und das Tempo ist so hoch, dass sie wirklich Single-File laufen.
Also es ist ein relativ großes Feld, ich schätze mal so 20 Leute bestimmt, also eher 20 bis 25 und die laufen wirklich das komplette Feld hintereinander her. Also überlegt euch das mal. Dann ist das Tempo richtig hoch. Das Tempo ist richtig hoch. Ich sage euch auch gleich, wie es weitergeht und wie es ausgeht.
Jetzt ist erst mal Bildausfall, super. Aber es war so, dass es natürlich schon ein paar Läufe gegeben hat. Und es hat auch schon ein paar deutsche Bestleistungen gegeben. Niki Buchholz ist 8.15 Uhr gelaufen, über 3.000 Hindernis. Wow. Drei Sekunden Bestzeit. Und Meitje Kollberg ist PB über 1500 gelaufen.
Die macht ja hin und wieder mal diese komischen Sachen, dass sie auch mal 1500 laufen will. Ist 4052 oder sowas gelaufen, also es war auch PB. Auch stark. Dann eine Teamkollegin, Adia Budde, die ist gerade gelaufen, aber ich habe das Gefühl gehabt, dass irgendwas an einem Hindernisgraben war, weil die ist nicht an ihre Bestzeit rangekommen und die war dann plötzlich so weit hinterm Feld mit einer anderen noch.
Kann gut sein, dass sie irgendwie da ein Problem an einem Hindernis hatte, weil sie zwischendurch immer wieder zum Stabhochsprung sind, konnte ich das nicht komplett verfolgen. Nur mal so ganz kurz mitgenommen, was man so macht, während man einen Podcast aufnimmt. Man muss das ja alles verfolgen. Screen und so. Ja, das ist bei Hindernissen immer gefährlich.
Ja, genau. Deswegen mache ich das, glaube ich, auch nicht. Ich wollte gerade sagen, hast du es mal ausprobiert? Das ist ja so eine Frage, die hat mich auch oft ereilt. Ich habe es aber nie ausprobiert. wollen, weil ich mir schon dachte, das kann nicht, das ist nicht glaube ich mein Ding so. Also ich habe da nie den Reiz verspürt zu denken.
Klar, wenn du irgendwie gut 15 oder eine gute 5 laufen kannst, dann liegt es ja nahe zu überlegen, Mensch, vielleicht auch mal drei Hindernisse ausprobieren, aber mich hat es nie gecatcht. Ja, doch schon. Also ich mag die 3000 einfach als Strecke sehr gern. Ich habe es auch tatsächlich, ich habe mir mal vorgeschlagen, aber sie meinte, auf gar keinen Fall. Und damit war das Thema erledigt.
Ich glaube, ich würde es auch tatsächlich in den Wassergraben legen. Also da müsst ihr noch ein bisschen üben. So Just for Fun würde ich das mal machen, glaube ich. Ja, wir waren ja auch mit dem Straßenlauf, glaube ich, noch nicht ganz zu Ende. Das hatte ich also schon irgendwie gecatcht, dass du sagst, okay, das ist auf jeden Fall was, wo ich hin und wieder mal einen Akzent setze oder die Reise mal hingehen kann.
Ja, ich bin letztes Jahr im Frühjahr auch mal einen halben gelaufen. Und da hatte ich echt Spaß. Also es war dann hinten raus ein bisschen lang. Wo war der Halbmarathon? Das müssen wir jetzt erstmal hier, also das ist, da muss ich ja, da bin ich jetzt sehr, sehr gespannt. Das hat keiner mitbekommen und das ist auch gut so. Vielleicht war das der Halbmarathon in Nairobi, der nicht angemeldet war oder so irgendwie, weil den gibt es hier nicht bei World Athletics.
Also das muss ja dann ein interessanter Halbmarathon gewesen sein. Der ist nicht erfasst auf jeden Fall. Nee, der ist in Kandel gewesen. Das ist in der Nähe von mir zu Hause tatsächlich. Aber das ist eigentlich ein vermessener Halbmarathon, ne? Ja, genau. Da ist Eva dann damals auch gelaufen. Da ist Eva auch sehr schnell gelaufen, oder? Ja, genau. Eva ist nur 69 da gelaufen.
Ja, das meine ich doch. Krass. Und das ist auch nicht so flach oder habe ich das irgendwie falsch in Erinnerung doch, nein, warum denkt das denn jeder, das ist voll flach das ist eigentlich eine gute Strecke also ich jedenfalls, ich bin in dem Fall jeder nee, das freut mich tatsächlich jeder wenn ich von diesem Halbmarathon erzähle nee, und da hatte ich echt Spaß, deswegen ist vielleicht auch das Ziel, dass ich dieses Jahr im Spät ja nochmal einen laufe oder so, Also kann ich mir schon vorstellen. Manche Leute wissen das, manche, also ich muss sagen, die Story habe ich im Podcast wahrscheinlich tausend Mal erzählt, also wenn es eines gab, was ich mit Anfang 20 kategorisch ausgeschlossen habe,
ist, dass ich mal ein Marathonläufer werde, weil das war für mich damals die Ära von Leuten, einfach so, wo du gedacht hast, das sind einfach die, die zu langsam sind, zu den richtig geilen Scheiß auf der Bahn und Ironie des Schicksals ist, dass meine Karriere mich genau dahin geführt hat, dass ich am Ende zu langsam dann war, um Olympische Spiele auf der Bahn zu erreichen.
Und habe dann am Ende den Straßenlauf total geliebt, aber es gibt natürlich auch ganz andere Beispiele, dass Leute von Anfang an sagen, ich bin zwar zur Leichtigkeit gekommen, ich habe alles von der Pike auf gelernt und gemacht, aber für mich war immer klar, ich will Läuferin, Läufer werden und ich will später Marathon laufen.
Ist das bei dir, gibt es diesen Gedanken, gibt es den nicht? Ist es eher so, ich bin neugierig, weil ich grundsätzlich jetzt auf der Straße, hast du ja gerade erzählt, Halbmarathon gemacht habe, jetzt habe ich auch mal so eine Stimmung in Valencia erlebt, wie das da so ist, auf der Straße schnell 10 Kilometer zu laufen.
Jetzt bist du natürlich noch super generell für eine Läuferin, der noch super jung ist, hast hoffentlich noch ganz viel Karriere vor dir. Aber ist es was, wo du sagst, es ist für dich gedanklich schon so ein Step, der im Hinterkopf irgendwie ist ab dem Jahr, das rechne ich mal weiter. 28, was wäre, 2028 LA, wärst du 25, kann man sagen, 32, so nach 2032 wird der Fokus von der Bahn Richtung.
Straßenlauf und Marathon irgendwie gesetzt mehr? Also ich würde es nicht ausschließen. Jetzt gerade kann ich mir das noch nicht ganz vorstellen, weil ich einfach das abartig finde, wie lang das ist. Also ehrlich, der Halbmarathon ist mir eigentlich auch in deinem Alter. Der Halb hat mir gereicht, da hatte ich schon Schmerzen für eine Woche danach, das war dann gut.
Aber nee, ich würde es nicht ausschließen. Ich glaube, ich habe da Spaß dran, weil ich sehr gerne einfach sehr lange mein Tempo laufe und dann einfach auch sehr gerne sehr lange ein hohes Tempo laufe. Und ich meine, wenn man sich dann auch darauf vorbereitet, dann geht es ja auch. Schließlich mache ich das jetzt auch noch gar nicht.
Aber ich glaube, jetzt möchte ich erst mal noch auf der Bahn bleiben und vor allem auch die fünf noch ein bisschen mehr in den Fokus rücken, weil ich die kürzeren, in Anführungszeichen kürzeren Strecken auch noch ganz gerne laufe. Also du bist ja jemand, ich weiß nicht, diese Rechnung, die wurde mir damals schon von klein auf immer beigebracht.
Du bist ja offensichtlich jemand, wenn man mal deine Bestzeiten jetzt anschaut, also 5000 Meter Bestzeit von letztem Wochenende, aber auch deine Zeit aus Kalifornien über die 10, die extremst gut diese Milchmädchenrechnung umsetzt. Also bei mir gab es immer, hieß es früher, zweimal 5000 Meter plus eine Minute.
Das ist ja bei dir spot on. Also wenn wir deine 10 Kilometer Straßenzeit nehmen, dann bist du ja sogar drunter. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der das negativmäßig so machen kann. Lässt aber vielleicht auch den Rückschluss zu, dass ja vielleicht auch eine Sub 15 schon in dir steckt. Boah, das kann ich mir ehrlich noch gar nicht vorstellen. Da müsste ich ja unter drei Minuten durchlaufen. In einer 31.10, wenn ich jetzt sage, zweimal 15 plus eine Minute sind wir bei 31.0.
Das ist ja schon so, also das ist ja schon, wäre jetzt greifbar vielleicht. Ich glaube, ich bin recht gut darin, ein hohes Tempo relativ lang zu laufen. Aber mir fällt dann dieser Schritt manchmal ein bisschen schwer, diese paar Sekunden schneller auf den Kilometer durchzulaufen, weil ich finde, das tut dann weh.
Und ich glaube, da muss ich jetzt noch ein bisschen hinkommen. Aber perspektivisch würde ich diese Schallmauer von den 15 Minuten schon gerne mal brechen. Also es ist auf jeden Fall ein Ziel. Also wo wir gerade bei Schallmauern und bei Schmerzen sind, ich habe das Gefühl, dass der eine oder andere jetzt hier Schmerzen hat bei dem 5000 Meter Lauf. Wir sind bei knapp elf Laufminuten.
Ja, okay. Wir haben ja nicht mehr so viel Vorsicht zumindest. Die Spitzengruppe sind jetzt noch fünf Leute. Mike Foppen hat bis jetzt das Tempo gemacht, ein sehr guter Läufer aus den Niederlanden. Der sieht aber nach Schmerzen aus, ist aber immer noch vorne. An seiner Schulter ein gewisser Ruppert Frederik und an dessen Schulter ein gewisser Brem Florian.
Also ihr seht, die Jungs sind voll dabei. Freddy läuft dafür, dass er ja in Rabatt am Sonntagabend spät gelaufen ist und dann noch gereist ist und so weiter und so weiter. Erstaunlich gut, kann nur an dem fantastischen Streuselkuchen liegen, den seine Frau ihm als Ehren für den deutschen Rekord gebacken hat und der auf ihn gewartet hat.
Flo ist jetzt übrigens an die Spitze gegangen, Freddy dahinter. Also die wollen hier ganz offensichtlich... Nicht nur zeigen, dass sie was drauf haben, sondern die wollen das auch gewinnen und die wollen schnell laufen. Was soll ich sagen? Freddy ist an der Schulter von Flo Brem. Das ist auch schon eine ganz schön harte Nummer, weil das ist ja nicht nur einer der besten deutschen 5000 Meter Läufer, sondern auch ein begnadeter Sprinter.
Jetzt geht Freddy Ruppert nach vorne. Die haben übrigens zwei Äthiopier gerade abgestellt und zwar komplett abgestellt. Einer davon heißt Wale. Also das ist auch noch einer der besseren Kategorie. Auch schon mal schneller gelaufen ist der Kollege. Und wenn ich das richtig sehe, haben sie jetzt gerade die Schlussrunde erreicht, laufen gemeinsam an der Spitze des Feldes, Freddy vorneweg, Flo hinterher und laufen ein krasses Rennen.
Die haben das komplette Feld zerstört, die beiden. Und jetzt geht es eigentlich nur noch zwischen den beiden darum, wer das Ding hier gewinnt in Turku. Also das ist doch mal auch eine schöne Nummer. Oh, das ist toll. Dass wir so live neben unserer Aufzeichnung noch verfolgen können, wie zwei deutsche Läufer ein internationales Meeting einfach mal beherrschen und sich jetzt schön die Kante geben auf der Schlussgraden.
Aber der ein oder andere Experte ahnt es schon, der Flo ist halt ein unglaublich geiler Spurter. Wir haben übrigens jetzt 5, 12, 54, 55, 12, 56, 8. 12,56,8,2 ist der gelaufen. Und Rupi, Freddy direkt dahinter. 12,56,8,2. Krass, ey. Aber also brutale Leistung von beiden. Also brutale Bestleistung. Natürlich jubeln die beide.
Freddy ist 12,57,6,1 gelaufen. Ja, leckofunny. Jetzt mal ganz kurz nachgerechnet. Bisher sind zwei deutsche Läufer jemals unter 13 Minuten gelaufen. Das war Dieter Baumann und Mo Abdillahi natürlich bei seinem deutschen Rekord. Freddy beide Daumen hoch, obwohl in der An- und Abführung er nur Zweiter geworden ist.
Ganz krasses Rennen. Also wie die, so ähnlich wie Freddy das ja auch bei 3000 Hindernis gerne macht, immer so ein Stückchen weiter nach vorne gearbeitet, ein Stückchen weiter nach vorne gearbeitet. Aber wie die dann die letzten drei Runden da komplett Teamwork gemacht haben und da das ganze Feld zerstört haben und dann solche Zeiten laufen.
Ne, nochmal 12, 56, 80 Flo und Freddy, 12, 57, 6, 1. Wow. Crazy. Wow. Das ist krass. Also ich freue mich jetzt schon auf jeden Fall auch auf die Europameisterschaft, muss ich sagen. Wisst ihr, was die M-Norme über 5 ist? Ich weiß, es ist auswendig bei den Männern. Weil dann hat Freddy jetzt drei Normen. Der kann ja dreimal starten, das ist ja super.
Der hat auf jeden Fall eine gute Auswahl. Aber das macht schon was mit einem, oder? Wenn man sieht, okay, hier in meiner Trainingsgruppe läuft es gerade. Ja, schon. Ja, aber bei vielen von euch, ja, das ist ja das Schöne, ich meine, dass man dann ja offensichtlich, also da kein Experte sein muss, um von außen festzustellen, irgendwas wird da ja richtig gemacht.
Es ist immer, ich finde, ich würde nie eine Leistung kleinreden, aber natürlich könnten Kritiker sagen, wenn es jetzt ein außergewöhnliches Talent gibt und dann gut so sinngemäß der Trainer oder die Trainerin, die können nur machen, was sie wollen, der wird auf jeden Fall abliefern. Aber ich finde immer, wenn du eine Gruppe siehst und dann auch individuell von den jeweiligen Leistungslevelen Leute sich verbessern und regelmäßig gute Leistungen bringen, dann wird da ja offensichtlich was sehr richtig gemacht.
Und das scheint ja bei euch nicht erst seit gestern so zu sein. Das ist ja schön auch zu beobachten. Nee, ich glaube, Isabel bringt einfach eine Menge Erfahrung mit. Und es ist genau, wie du gesagt hast, dass man sieht, dass sich die Leute selbst immer weiter verbessern. Also auch wenn die jetzt quasi sagen, ja, ich verfolge das jetzt nur ambitioniert und ich mache meine Wettkämpfe, die werden immer schneller.
Wir haben auch so ein starkes Niveau mittlerweile bei den Mädels. Also wir haben jetzt wirklich mit Hannah und Eva, aber auch zum Beispiel mit Antonia. Ich weiß nicht, ob die euch was sagt. Die hat sich jetzt auch so krass gesteigert, dass wir eigentlich relativ viel auch zusammen trainieren können. Und das pusht dann natürlich weiter und das steigert das Niveau noch mehr.
Und das ist eigentlich so das Schöne, dass man sagen kann, ja, das ist unser Team. Ja. Das hat schon was, ne? Das ist wahr. Wie sieht denn deine weitere Saisonplanung aus, wenn man schon so erfolgreich in die Saison gestartet ist? Obviously, wir gehen jetzt mal davon aus, Europameisterschaften, auch wenn du natürlich gesagt hast, im Vorfeld, da gibt es noch ein paar Sachen, die man abwarten muss, wie sich das so entwickelt.
Wahrscheinlich auch Deutsche Meisterschaften 5000 würde ich mal annehmen, bis dahin was ist noch geplant oder gibt es noch mal einen großen Trainingsblock, also das ist ein bisschen schwierig weil wir müssen jetzt wirklich gucken was nächstes Wochenende passiert und ob ich dann halt nochmal 10 laufen muss oder beziehungsweise darf oder halt nicht weil wenn ich das.
Müsste, beziehungsweise wenn jetzt halt eine Person schneller läuft, als ich das gelaufen bin, dann würde ich auf jeden Fall nochmal eine 10 laufen. Wo gäbe es denn überhaupt noch eine? Weil das ist ja auch nicht ganz so einfach. In Leiden und in Ostrava. Ah ja. Leiden, gutes Pflaster, bin ich auch schon mal in Erinnerung.
Und das wären auch, glaube ich, zwei richtig schöne Wettkämpfe. Da hätte ich auch schon echt Lust drauf. Aber ich hätte halt andererseits auch nochmal Lust, eine 5 zu laufen. Das kollidiert dann allerdings ein bisschen. Also ich kann nur eins oder das andere machen und das hängt jetzt halt eigentlich alles vom Wochenende ab.
Danach natürlich Deutsche nochmal vielleicht ein, zwei kürzere Distanzen, vielleicht eine 3.000 oder eine 1.500 Mal. Also wer was zu lachen haben möchte, kann gerne zu 1.500 Meter angucken, kommen bei mir. Das wäre sehr lustig, ich werde sehr gut leiden, glaube ich. Aber ja, und dann hoffe ich natürlich, dass es irgendwie für die EM reicht.
Das wäre schon schön, aber ich glaube, ich sage, also ich bin mir da auch erst sicher, dass ich da starte, wenn ich dann wirklich an der Startlinie stehe, seit letztem Jahr bin ich da komplett. Mit allem Wasser gewaschen quasi. Ich glaube, da realisiere ich das dann wirklich erst, wenn ich da bin und sage, okay, jetzt bin ich da, jetzt bin ich verletzungsfrei angekommen, jetzt bin ich nominiert, jetzt bin ich sicher dabei.
Also ich nenne nochmal deine 10.000 Meter Zeit. Das ist 31, 32. So viele können das gar nicht laufen, das weißt du schon. Ich wollte gerade sagen, ich weiß, mir fallen jetzt nicht so viele ein, die da jetzt noch irgendwie... Ja, also Coco ist noch nicht gelaufen. Ja, das ist ja klar. Ein Platz ist weg das muss man auch immer bedenken und ich weiß, dass Eva noch läuft und Eva ist halt, also Eva kann das Eva ist eine starke Läuferin ähm.
Und dann, ja, wären es schon zwei, die da dabei wären, wo ich dann raus wäre. Deswegen, ja, müssen wir echt mal gucken, dass das jetzt alles funktioniert. Aber ich habe ja dann auch nochmal eine Chance zu reagieren. Ich hoffe halt, dass es klappt. Ich wäre jetzt auch nicht böse, wenn ich 5000 Meter laufen könnte.
Mir macht das schon Spaß. Aber da habe ich halt leider eben noch nicht die Direktnorm. Das heißt, dann müsste ich echt noch ein paar Punkte sammeln oder halt nochmal eine ganz, ganz schnelle 5 laufen. Obwohl ich es noch nicht weiß. Achso, und 5000 bei den Deutschen ist ja tendenziell eher ein taktisches Rennen, wenn du dich dafür entscheidest.
Ja, hätte ich jetzt schon gedacht. Also würde ich jetzt schon vermuten. Außer man macht es dann selbst schnell. Da haben wir dann natürlich auch wieder die Möglichkeit, weil wir halt zu dritt oder vierter laufen. Dann können wir halt sagen, ja, okay, dann gucken wir halt. Solche Optionen hat man natürlich dann auch in so einem Top-Top-Bereich. Das ist praktisch.
Ja, das ist wirklich sehr praktisch. Nee, aber dann müssen wir einfach mal gucken, was sich jetzt so ergibt. Und dann wird das wirklich von Woche zu Woche entschieden. Also es stehen ganz viele Pläne, aber kein Fest da für mich jetzt. Viele Optionen. Und dann kann sich alle Optionen offen halten. Genau, viele Optionen klingt doch auch irgendwie ganz gut. Also nimm das doch einfach als positives Ding.
Setz dich auf dein wunderbares Fahrrad. Genieß die Geschwindigkeit. Und wir wünschen dir einfach, dass du eine coole Saison hast. Dass wir dich an der einen oder anderen Stelle nochmal laufen sehen. Auch wenn es ein größerer Rahmen ist und vielleicht ein paar mehr Menschen im Stadion sind und noch ein paar mehr Kameras da sind.
Das würde uns sehr viel Spaß machen und hat uns total Spaß gemacht, heute mit dir zu sprechen, danke Lisa Ja, danke für die Einladung, es hat mich echt gefreut. Uns auch und ihr solltet Lisa auf jeden Fall auf Insta folgen das werden wir in den Shownotes verlinken, dann seid ihr nämlich hautnah dabei, wie ihr weiterer Sommer auch, aussehen wird, verlaufen wird wir sagen, schönes Wochenende euch, geht raus, geht laufen schaut Sport, wenn ihr die Zeit habt.
Ralf hat hier zwei, drei Screens parallel. Das muss ich natürlich noch sagen. Sonntag, Stockholm, im Livestream sportschau.de, unbedingt anschauen. Robert Farken und Mo Abdillahi über 1500, jetzt mal so für die Laufgemeinde. Dann haben wir schon direkt einen Programmtitel. Gesa über 3 Hindernis, Lea Meier über 3 Hindernis, Olivia Gürt über 3 Hindernis und jetzt habe ich wahrscheinlich noch was vergessen.
Malaika springt, Jemi ist beim Kugelstoßen dabei. Also ein ziemlich cooles Programm aus deutscher Sicht. Diamond League aus Stockholm. Link schreiben wir einfach auch in die Shownotes mit rein. Wisst ihr, wo ihr gucken könnt und ich versuche möglichst wenig Blödsinn zu erzählen. In diesem Sinne bleibt uns gewogen, passt auf euch auf und dann hören wir uns nächste Woche wieder in Alter Frischel. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao, ciao.