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BESTZEIT· Folge 326

#326 Die verrückte Lauf-Challenge zur Fußball-WM - zu Gast: Luise Spangenberg

Freitag, 19. Juni 2026 · 1 h 17

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Shownotes

Die Fußball-WM hat begonnen und ja, auch wir werfen einen Blick über den großen Teich, denn es geht inzwischen eine ganze Reihe von Lauf-Challenges zum großen Turnier und wir sprechen mit einem Gast, die zum Auftakt der deutschen Fußballnationalmannschaft dadurch direkt mal 35km laufen durfte: Luise Spangenberg.
Sie kam schon früh durch ihren Vater mit dem Laufen in Berührung und fand sofort Gefallen daran, nahm an Kinder- und Jugendläufen teil, ohne dass sie sich jemals einem Leichtathletikverein angeschlossen hätte. Für sie ging es immer in erster Linie um den Spaß. An Laufveranstaltungen wie der 10km-Strecke beim S25 in Berlin nahm sie trotzdem regelmäßig teil und im Mai auch bei ihrem ersten offiziellen Halbmarathon im Rahmen des Rennsteiglaufs. Eine andere große Leidenschaft sind Lauf-Challenges, die sie sich selbst als Herausforderung stellt wie bspw. im März, als sie jeden Tag einen Kilometer mehr laufen wollte und dies auch schaffte.
Ihre aktuelle Herausforderung lautet wie folgt: Pro geschossenem Tor der deutschen Fußballnationalmannschaft läuft sie 5km. Nach dem Kantersieg gegen Curaçao bedeutete dies dementsprechend 35km am nächsten Tag. Die Spannung für die nächsten Spieltage ist also gesichert! Ralf und Philipp sprechen mit ihr außerdem darüber wie sie Sport in Frankreich erlebt hat, Datteln als geheime Alternative zu Gels, Tipps für Laufen bei Sommerhitze und wohin sie ihre sportlichen Träume noch führen könnten.

Luise auf Instagram: instagram.com/luise.spb

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Mehr Angst kann man als Läufer vor so einer Woche ja nicht haben. Es ist heiß, es ist WM und ihr macht total bescheuerte Challenges. Das klären wir jetzt im Bestzeit-Podcast von Philipp Flieger und Ralf Scholte. So Philipp, du hast noch mit Fußball gar nichts am Hut. Wieso lässt du dich auf solche Sachen ein, dass du irgendwelche Dinge für Tore machst?

Ja, dann sind sieben Tore und du stehst da mit deinem hoffentlich gewaschenen, nagelneuen Nationalmannschaftstrikot. Guten Morgen. Ralf, guten Morgen. Ich bin wirklich nicht der Die-Hard-Fußball-Fan, der den Bundesliga-Betrieb wahnsinnig intensiv verfolgt. Das muss man fairerweise sagen. Aber es ist bei mir so, alles, wo natürlich irgendwo Nationalmannschaft steht, das verfolgt mich natürlich schon interessiert. Also ob das jetzt am Ende Fußball ist, ob das dann was mit Basketball ist, ob das Handball ist, klar, Leichtathletik sowieso, da komme ich ja irgendwie her.

Dem kann ich mich natürlich nicht entziehen. Also dass man da irgendwie im internationalen Vergleich antritt, das catcht mich immer. Und dementsprechend, ja, Fußball-WM, ich hoffe mal, wir kommen ein bisschen weiter als jetzt bei den letzten Ausgaben. Entschuldigung, da bist du aber im Übertränen so weitergehen.

Aber der Auftakt an sich, der muss ich sagen, war ja schon mal recht erfreulich. Ich war auch nicht, mir war nicht bewusst, dass das Format, zu dem ich da angefragt wurde, so viele Kilometer beinhalten würde und so viele Fragen, weil am Ende ist es ja ein Kursformat und wir hatten dann reichlich Probleme, wie soll ich sagen, acht Fragen in die 90 Sekunden zu pressen.

Also das war jetzt für uns, also ich glaube für die Umsetzung des Formats war es eine Herausforderung, aber für uns als Sportfans war es natürlich sehr erfreulich. Wenn gleich jetzt Curaçao, glaube ich, auch nicht einer der Fußballgiganten ist, aber nichtsdestotrotz erstmal wieder mit einem Erfolg ins WM-Turnier zu starten, ist doch mal erfreulich und da gibt es jetzt ja allerlei Challenges, die sich mit den Fußballergebnissen verbinden, auch im Ausdauerkontext und das führt uns ja heute zu dieser Folge, deswegen sage ich erstmal herzlich willkommen Luise heute hier bei uns im Bestzeit-Podcast, schön, dass du so spontan zugesagt hast, wie geht's dir heute?

Hallo, ja erstmal vielen lieben Dank, dass ich dabei sein darf und mir geht es sehr gut. Ich habe noch minimal Muskelkater. Aber passt. Also warum du Muskelkater hast, das ist natürlich ein bisschen die Kerngeschichte, warum wir auch gesagt haben, Mensch, mit dir würde es sich vielleicht lohnen zu sprechen.

Also du hast ja auf Instagram einen relativ lebhaften Laufaccount. Kannst du uns alles noch erklären, wie das dazu gekommen ist? Aber du hast halt auch so einen Quatsch gemacht, weil du eben nicht an die Qualitäten der deutschen Nationalmannschaft geglaubt hast. Weil das steht ja dahinter, dass ihr einfach völlig ahnungslos seid und denkst, wir schießen so ein, zwei Tore.

Und Philipp hat ja irgendwas, was hast du gemacht, einen Kilometer pro Dings. Genau, ja, das war die Live-Version. Das ist jetzt nicht mal fünf, wie es bei Luise der Fall war, da kommen wir gleich dazu. Genau, aber Luise, Du hast ja gleich gesagt, okay, also wenn schon laufen, dann richtig. Und du hattest dir so einen 10-Kilometer-Lauf, so 10 Kilometer, vielleicht 15 vorgenommen.

Okay, dann ist es 7 mal 5 geworden. Also was hat dich geritten? Wie kam es dazu? Das ist eigentlich eine ganz witzige Geschichte. Ein Kumpel von mir hatte mir ein Reel geschickt, wo eben diese WM-Challenge, ja. Mal dargestellt wurde. Und davon gab es ja viele Videos, einmal mit drei Kilometer pro Tor oder fünf Kilometer.

Und ich konnte mich die ganze Zeit nicht entscheiden, welche ich denn jetzt mache. Und dann saß ich im Auto auf dem Weg zum Public Viewing und habe das Video von Paula gesehen, wo sie gesagt hat, sie rennt die fünf Kilometer. Und dann dachte ich mir so, ja, let's go. Das mache ich dann auch. Dann rennt es die fünf. und.

Es war gleichzeitig Freude, aber auch ein Schmerz, als immer ein Tor nach dem anderen da fiel. Ich könnte mir vorstellen, es waren wirklich gemischte Gefühle. Stell dir mal vor, du hast dich da committed, hast das vielleicht schon hochgeladen, sitzt da beim Public Viewing und dann ist auf einmal schon irgendwie 3-1 zur Halbzeit und das ging ja dann munter so weiter in der zweiten Halbzeit.

Hast du dich da noch richtig mitfreuen können oder war das dann schon so ein bisschen beängstigend? Nee, ich habe mich schon gefreut, aber gleichzeitig wusste ich, ja, ja, es wird ein harter Run am nächsten Tag. Aber ja, da bin ich dann trotzdem ganz positiv rangegangen. Generell ist mein Mindset immer so, dass ich, wenn ich mir eine Challenge gesetzt habe, es ist ja nicht die erste Challenge, die ich gemacht habe, dann denke ich mir immer, Also ich sehe einfach nur das Ziel und weiß, okay, ich ziehe das durch.

Und da bin ich dann auch mit positiven Gedanken an die 35 Kilometer reingegangen und. Dachte mir, wir schauen mal, was kommt. Also dazu muss man ja einmal ganz kurz deine Geschichte ausholen, weil wenn Philipp sagt, okay, ich laufe jetzt 35 Kilometer, da sagen wir natürlich alle als langjährige Beobachter des jungen Mannes aus Regensburg, naja, der wird ja wohl 35 Kilometer laufen können, sorry.

Der ist jahrelang 200 Kilometer in die Woche gelaufen. Dann wird er ja wohl mal kurz 35 laufen können. Also nicht, dass er das jetzt noch dauernd machen würde und er hätte schon auch Schmerzen am nächsten Tag. Aber egal, es ist ja gar kein Ding. Jetzt nimm uns und unsere Gemeinde nochmal mit, Luise, weil du bist ja jetzt noch nicht so in der ganz langen Geschichte so lange unterwegs.

Deshalb 35 ist für dich eine ganz andere Herausforderung. Ja, das stimmt. Also es ist schon eine große Herausforderung. Aber man muss auch sagen, dass es ganz wichtig ist, dass jetzt nicht jeder das einfach so machen sollte, der noch nicht in dem Game drin ist. Das ist mir ganz wichtig, dass nicht jeder Körper das einfach mal so macht.

Machen kann, das ist nicht normal. Auch wenn jetzt so viele Challenges aktuell boomen bei Instagram. Es ist sehr gefährlich zu sagen, wenn man noch nicht mit dem Laufen vertraut ist, dass man jetzt auf einmal sagt, okay, ich habe jetzt ein positives Mindset, ich renne jetzt einfach mal einen Marathon.

Das ist wirklich gefährlich und da sehe ich auch Probleme, aber ich bin tatsächlich schon mein ganzes Leben lang gelaufen, schon von Kind an, habe bei drei Kilometern angefangen, irgendwo in Brandenburg an so einem Kinderlauf. Weil mein Papa tatsächlich immer schon einen Halbmarathon gelaufen ist und auch mal einen Marathon und er hat mich so von klein auf da mitgenommen, und da habe ich mich dann auch eben fürs Laufen begeistert habe seit 2017 immer, an dem S25 in Berlin teilgenommen an dem Sparkassenlauf mit 10 Kilometern und Und bin dementsprechend schon seit Jahren im Laufen drin.

Und ja, jetzt seit einem Jahr würde ich sagen, mache ich es richtig regelmäßig. Also ich mache es zwar schon seit Jahren, aber nie, dass man wirklich so einen festen Plan hat. Oder dass man einfach wirklich regelmäßig am Ball bleibt. Und das war ganz cool im Auslandssemester. Ich war in Montpellier, ich studiere nämlich noch nebenbei und da hatte ich so ein Auslandssemester in Frankreich gemacht und da habe ich mir schon davor gesagt, jetzt hat man endlich mal Zeit und, ich möchte das Land erkunden, die Stadt und da bin ich wirklich immer ganz oft laufen gegangen.

Und ja, dadurch bin ich dann fit geworden. Man hat ganz viel erkundet, man hat hohe Schritte gesammelt. Ich hatte am Tag schon 20.000 Schritte, mein Körper war das gewohnt. Und dadurch habe ich dann, ich hatte auch einen Lauf dort vor Ort gemacht, einen 10-Kilometer-Lauf in Montpellier. Und da habe ich so, ja, bin ich einfach noch öfter gelaufen und war drin.

Und dadurch bin ich dann in die März-Challenge gekommen, die ich auf meinem Account gepostet habe, wo ich jeden Tag ein Kilometer mehr gelaufen bin. Das ist schon auch eine gefährliche Challenge. Hinten raus, ja. Das stimmt, das war wirklich eine große Herausforderung. Aber ich habe es tatsächlich auch nur geschafft.

Erstens, weil ich davor ja schon das Training hatte, auch in Montpellier. Und eine hohe Schrittzahl, das heißt, meine Gelenke waren es gewohnt. Und ich bin in Zone 2 geblieben. Und ich hatte jeden Mittwoch trotzdem noch einen Restday. Und dadurch ging das. Und deswegen war ich dann am Ende auch bei den 31 Kilometern am 31.

März und hatte mich jetzt bei der WM-Challenge wieder so ein bisschen, naja, es hatte mich erinnert an die Zeit. Und ich fand es total schön, weil mir hat die März-Challenge so viel Spaß gemacht, die Leute mitzunehmen und einfach wirklich immer morgens zu sagen, come on, jetzt laufe ich noch ein Kilometer mehr.

Und ja, deswegen fand ich jetzt irgendwie die 35 Kilometer letztendlich gar nicht so schlimm, sondern habe mich auch ein bisschen gefreut, wieder so einen langen Lauf zu machen und letztendlich die 31 Kilometer mein weitestes zu knacken. Das ist nämlich genau der Punkt. Du hattest ja eben diese 35 noch nie tatsächlich auf deinem Plan stehen. Das ist das eine.

Die Warnung hast du ja schon am Anfang gemacht, weil da kommen wir ja vielleicht noch zu, was sonst noch so passiert mit sehr herausfordernden Aufgaben, die sich Menschen auf Social-Media-Plattformen stellen, die vielleicht dann auch eins drüber sind. Was mich aber noch mal interessiert, nehmen wir uns nochmal mit, Montpellier, Frankreich.

Wie ist das da im studentischen Umfeld? Wie ist das mit Runclubs? Ist das auch so ein Ding wie bei uns gerade oder eher, dass man in... So, dass Stadt dann alleine läuft. Weil ich habe eine Idee, wie Montpellier ist, aber ich habe gar keine Idee, wie Laufen in Montpellier ist. Also, ich habe ganz oft Runclubs gesehen. Die gab es auf jeden Fall.

Generell, die Franzosen sind alle sehr sportlich. Ich würde sagen, da sieht man noch deutlich mehr Sportler, als wenn man jetzt in Berlin unterwegs ist. Da laufen ganz viele. Und in Berlin laufen auch schon zwei, drei, habe ich mal gehört. Also das war wirklich, das war richtig interessant zu sehen und ich habe tatsächlich nie an diesen Runclubs teilgenommen, weil ich irgendwie, ja, ich wollte auch mal so für mich sein.

Man ist halt im Auslandssemester sehr, sehr oft auch natürlich mit anderen Leuten zusammen, was super, super schön ist. Man hat sich ganz viel connected, man hat ganz viele neue Freunde kennengelernt. Aber dann braucht man ja auch immer so eine Zeit, wo man für sich ist und mal entspannen kann. Und genau, da bin ich dann meistens alleine gelaufen, quer durch Montpellier.

Und ich habe da im Norden gewohnt. Ich bin da in den Osten gelaufen, zu meiner Uni am Wasser lang. Es war wunderschön. Und das Interessante, man hat endlich mal. Orte gesehen, die man nie gesehen hätte, wenn man diesen Lauf nicht gemacht hätte. Also das war auch schon, das habe ich dann gemerkt, das ist so ein Vorteil am Joggen, wenn du einfach mal losläufst und die Welt erkundest.

Dass man Stellen sieht, die man sonst nicht gesehen hätte mit der Tram. Da kam ich dann in Fußgängerzonen oder so auch kleine Orte da am Wasser, die total niedlich waren, die ich ja sonst nie gesehen hätte. Also das ist schon mal ganz spannend, weil das ist ja was, was wir hier auch schon ab und an mal besprochen haben.

Ein Aspekt, den ich als großen Vorteil beim Laufen erachte, ist ja, dass es vergleichsweise wenig materialaufwendig ist. Also sprich für diejenigen, die vielleicht auch beruflich mal unterwegs sind und sagen, ey, ich bin jetzt für eine Woche, keine Ahnung, nehmen wir Montpellier, irgendwie gerade im Sommer jetzt vielleicht T-Shirt, kurze Hose und ein paar Laufstuhl, kriegt man schon irgendwie auch mal noch ins Gepäck reingepackt und man kann vielleicht noch bevor der eigentliche Arbeitstag oder was auch immer beginnt morgens aktiv in den Tag starten und sieht halt auch wirklich was von der Stadt.

Das ist schon ein riesen Vorteil und gleichzeitig führt es mich auch dazu, dass ich Laufen heute eben auch ganz anders wahrnehme. Ralf wird es wissen, da haben wir natürlich hier im Podcast auch schon häufiger drüber gesprochen, dass ich ja ganz andere, also natürlich nicht nur, natürlich läuft man hier auch in Regensburg bei mir, Strecken, die du von früher her kennst, aber grundsätzlich laufe ich ganz andere Strecken als zu meiner aktiven Leistungssportzeit, einfach weil ich, die Abwechslung heute sehr schätze und nicht nur am Wasser hoch und runter Donau auf der einen Seite und auf der anderen, nur um möglichst schnell irgendwie laufen zu können, weil es sehr flach ist, sondern weil ich für mich aber auch

und das ist glaube ich der entscheidendere Aspekt, laufen heute. Mehr Erlebnis und dann auch irgendwie Abschalten, Entspannung ist, als früher, wo es eigentlich einen ausschließlich performanten Hintergrund hatte. Früher war Laufen, klar, so Laufen hat ja schon Spaß gemacht, sonst hätte man es nicht so lange gemacht, aber irgendwie war der Hintergrund ja ein möglichst schneller Läufer zu werden, auf welcher Strecke auch immer, früher kürzer, dann irgendwann auch Halbmarathon und Marathon.

Und dementsprechend war ein Trainingsplan natürlich so gestaltet, dass du immer das Maximum rausholst. Das hat häufig damit zu tun gehabt, dass du die immer gleichen Runden, also nicht jeden Tag, aber grundsätzlich, wenn du 200 Kilometer die Woche läufst, dann läufst du sehr häufig auch gleiche Streckenabschnitte, machst, um entweder besser zu regenerieren oder schneller zu laufen.

Und heute, Ralf weiß es ja, ganz ohne Uhr laufen geht bei mir auch heute noch nicht. Ich muss danach zumindest trotzdem grob mal wissen, wie lang ich unterwegs war vielleicht so. War nicht auf Strava, ist nicht passiert. Genau, und es ist ansonsten auch nicht auf Strava, dann ist es auch schwierig. Aber ich gucke ja heute nicht mehr so auf die Uhr. Ich gehe heute wirklich in den Wald, ich laufe viele Trails, wo du einfach per se schon nicht schnell laufen kannst, weil es Höhenmeter hat, weil es einfach Wurzeln hat, weil es schmal ist so.

Aber ich genieße viel mehr das Erleben, während ich laufe und auch das Entdecken von neuen Streckenabschnitten und ich genieße, dass du einfach den Wald hörst, ich laufe ohne Musik, den Wind, irgendwelche Geräusche von irgendwelchen Tieren. Das ist für mich heute Abschalten und Entdecken und Laufen. Deswegen fühle ich sehr, dass du auch gesagt hast, es ist für dich auch eine schöne Zeit, mal ganz bewusst allein zu sein mit dir selber, aber auch gleichzeitig für dich so toll ist, dass du dann auch ganz andere Bereiche eben von Montpellier, entdeckt hast, wo du sonst sehr wahrscheinlich, wenn du irgendwie öffentliche Verkehrsmittel genommen hättest oder einfach nur straight den Weg zur Uni genommen

hättest, vermutlich alles gar nie entdeckt hättest. Genau, das finde ich auch richtig toll, was du gesagt hast. Darum geht es auch auf meinem Instagram-Account, dass es weniger darum geht, immer die beste Pace zu erreichen und alles über eine Siebener-Pace spazieren gehen. Das ist so ein Quatsch. Man sollte sich überhaupt keinen Druck machen mit der Pace. Es ist so toll, wenn man überhaupt laufen geht.

Und im Fokus steht wirklich der Spaß. Also wir sind hier im Pestzeit-Podcast. Für mich identifiziere ich Pestzeit als die beste Zeit haben. Für sich selbst, einfach zu laufen, einfach Spaß zu haben und nicht den Druck haben, irgendeinen Pace zu erreichen. Klar, ich bin absolut dafür, dass man Erfolge feiern sollte, Wenn man jetzt, wenn man Fortschritte sieht und wirklich besser wird in einer Pace und so, dafür bin ich absolut, dass man das feiern sollte.

Ohne Druck. Gut, das ist ja eine spannende Diskussion. Weil auf der einen Seite hat ja die Uhr auch eine Funktionalität logischerweise. Du hast es ja selber gesagt. Ich bin meine Challenge die ganze Zeit in Zone 2 gelaufen und so weiter. Weil das ja eben auch der Abgleich ist. Weil ich kenne euch ja alle da draußen.

Wenn ihr loslauft und sagt, ich fühle mich total wohl, lauft ihr alle zu schnell. Das ist ja das klassische Beispiel. Philipp wiegt so weise sein Haupt. du bist der Erste, der zu schnell läuft. Früher auf jeden Fall. Also früher war das schon so, ich sag mal, man ist im Alter ja ein bisschen weiser geworden irgendwann, aber ich glaube langsam war. Und langsamer vielleicht auch heute.

Heute sehr viel langsamer als früher. Aber man ist natürlich früher schon, ich würde mal sagen, bei mir. Mit Anfang 20, Anfang, Mitte 20, dann hattest du schon auf jeden Fall das Mindset, wenn du gar nichts merkst nach dem Training, wenn du dich da gar nicht spürst, wenn du nicht ein bisschen außer Atem bist, dann hat es nichts gebracht, das Training.

Dieses Mindset hatten wir auf jeden Fall früher. Und das ist natürlich trotzdem auch Quatsch. Es ist auf jeden Fall so, dass natürlich in der heutigen Zeit, und auch vielleicht auch durch Social Media einfach viel bewusster ist, dass wenn man irgendwie Ambitionen hat, leistungsorientiert zu trainieren, ich sage jetzt nicht, dass jeder zu Olympischen spielen muss, aber, sich selber zu verbessern, dass es natürlich Quatsch ist, jeden Tag da irgendwie seine Grenzen auszuloten, sondern dass polarisiertes Training der Sinn ist.

Dass du sagst, okay, ich habe ein oder zwei harte Tage in der Woche, wo ich mich sehr fordere, sei es durch eine besonders lange Einheit, sei es durch eine besonders intensive Einheit, ein Intervalltraining oder sowas, aber dass die Tage dazwischen eben wichtig sind, ruhig zu laufen, sprich Zone 2 etc., um auch diese Reize, die man da dann setzt, auch verarbeiten zu können.

Aber dazu musst du dich ja treffen. Du musst ja diese Zone treffen, das ist ja der Punkt. Weil das Gefühl kann halt oft trügerisch sein. Weil wir eben bei den Runclubs waren. Weil das ein Punkt ist, den ich sehr oft höre. Die Runclubs treffen sich, Jedes Tempo ist die Ansage vorher. Aber es gibt dann nur ein Tempo. Exakt.

Es gibt dann nur ein Tempo oder es gibt ja auch genug Runclubs, die schon differenzieren. Aber es wird dann eben nicht die sieben Minuten gelaufen oder die 7.30 gelaufen, was für sehr, sehr viele Leute eben das Grundlagentempo wäre. Das klingt aber total unsexy für die meisten Läufer. Weil die sagen dann, das ist zu langsam. Das ist nicht zu langsam.

Ich habe mich tatsächlich gestern Abend wieder so in Gruppen beobachtet. Ich bin, wir werden es nicht glauben, aufgelaufen bei 29,5 Grad. Also das ist erst mal gar nicht mein Ding. Ich habe dich gesehen, also in Form von anderen Läufern, die oben ohne gelaufen sind logischerweise. Hättest du dir aufgemacht, ist ja klar.

Aber es ist halt schon brutal warm gewesen. Das war halt so schwül warm und dann sind wir ja schon wieder bei etwas ganz anderem. Weil wenn ich jetzt auf die Uhr gucke und sage, ich laufe das und das Tempo, dann bin ich schon mal gleich zehn Schläge höher, weil das einfach eine andere Herausforderung für den Organismus ist.

Und dann kommen mir die Laufgruppen entgegen, ja klar, die ersten tänzeln da ganz entspannt fünf dreißig oder schneller. Und je weiter ich dann in so eine Gruppe reinschaue, sehe ich aber da knallrote Köpfe und schleppenden Schritt und ganz sicher auch sehr hohen Puls. Das heißt, das ist natürlich auch ein Problem, was du, Luisa, ja auch gesagt hast.

Manchmal will man da ja eben auch sein Ding machen und sich selber spüren bei dem Lauf. Das ist halt schon, also ich verstehe diese ganzen Ansätze und auch die Motivation, an dem Socializing, gemeinsam laufen, selbst nicht sich alleine überwinden müssen und so weiter und so weiter. Das ist ja alles das, was die Bankclubs mit sich bringen und natürlich gibt es auch, Runclubs, die stark runterdifferenzieren und da vernünftige Sachen machen.

Aber mehrheitlich wird da halt zu schnell gelaufen für die Leute, die in den Gruppen eben nicht vorne rum tänseln und sich dabei unterhalten können. Das ist in so einer Gruppendynamik halt ganz oft drin. Und dann noch bei Hitze, da können wir gleich noch ein Wort zu verlieren, das ist nämlich schon auch eine andere Herausforderung.

Das stimmt. Also das ist natürlich schwierig. Aber insgesamt finde ich es toll, dass man sich gegenseitig motivieren kann. Also das ist ein großer Pluspunkt bei den Runclubs. Dass man irgendwie denkt, man ist nicht alleine. Und wir ziehen jetzt hier zusammen mal durch. Eigentlich hat keiner Lust auf Laufen heute, aber wir machen es trotzdem.

Und irgendwie entsteht es, also irgendwie wird es dann ja letztendlich trotzdem cool. Zum Beispiel in meiner März-Challenge, das. Hatte einen großen Einfluss auf meine Motivation, dass ich ganz oft mit meinen Freundinnen zusammengelaufen bin. Auch bei den späteren Kilometern waren sie dann aber immer noch mit Fahrrad nebenbei und das war so cool.

Wir haben uns die ganze Zeit unterhalten, gequatscht, weil ich ja zum Glück in Zone 2 war, da ging das. Aber das war so toll, sich einfach zu unterhalten. Und das war irgendwie vom Gefühl, als wenn man im Café sitzt. Wenn man da jetzt drei Stunden sitzt und sich unterhält, dann ist es fast dasselbe gewesen, dass man einfach joggt und da quatscht. Und das hat unglaublich viel Spaß gemacht. Und da vergeht die Zeit viel schneller.

Also so gemeinsame Läufe machen echt viel aus. Da kann man sich immer viel besser motivieren. Und in Montpellier habe ich zwar an keinem Runclub teilgenommen, aber da gab es von der Universität, da gab es ja auch ganz viele Sportkurse und da war ich in so einem. Leichtathletik-Kurs. Da haben wir uns als erstes aufgewärmt, mussten über so einen Hügel, über so einen Bergrennen gleich.

Okay. Und dann nach dem, ich glaube das Aufwärmen waren 20 Minuten und dann haben wir da Übungen gemacht in der Halle, die ich halt noch gar nicht gewohnt war, weil ich noch nie so leicht Athletik gemacht habe. So Richtung Koordinationsübungen, so Lauf-ABCs? Genau, ja, sehr cool. Damit bin ich groß geworden.

Dann haben wir noch, dann waren wir eigentlich schon fix und fertig, haben wir noch so ein Bauch-Workout gemacht, eine Plank erstmal noch, zwei Minuten durchgezogen. Das klingt nach richtig gutem Leichtathletik-Training hier. Ja, also wirklich, die Franzosen waren sehr ambitioniert. Und dass das nicht ausgereicht hat, sind wir dann nochmal danach, da ging das nämlich dann erstmal los, dann waren wir eine ganze Stunde lang danach noch im Dunkeln, es war stockduster.

Ich bin mit meiner Freundin, ich habe das nicht allein gemacht, meine Freundin war noch dabei. Und dann sind wir da draußen lang gelaufen, wieder an dem Hügel. Und wir mussten da immer Runden laufen. Und das Coole war aber, dass jeder quasi sein Tempo gelaufen ist. Da haben sich dann immer kleine Grüppchen gebildet. Und dann sind die ganz schnell mit ihrer Vierer-Pace da den Berg hochgezischt.

Und ich war dann weit hinten, habe nicht so viele Runden geschafft. Aber das war auch nicht schlimm und das war aber wirklich sehr witzig, waren wir da mit Taschenlampen unterwegs, weil es hier dunkel war viele hatten so eine Stirnlampen ja wir wussten gar nicht, dass wir draußen joggen gehen, wir dachten das wäre jetzt in der Halle oder so außen um den Ring, ums Stadion da rum, nee, da gingen wir in die Natur rein.

Wir mit unseren Handy Taschenlampen und so, Es war wirklich teilweise steil und auch dann bergauf, bergab und das war aber wirklich ein sehr, sehr gutes Training, dann auch für meinen Lauf, den ich da hatte in Montpellier, den 10-Kilometer-Lauf und dann, ja, also das war wirklich sehr witzig. Aber das ist ja total interessant, dass du da dann quasi auch aus Neugier quasi dieser, universitären AG oder was auch immer, also Leichtertätig-Training, die ich da ja quasi anschließen konntest und festgestellt hast, ah ja, so ist offensichtlich Leichtertätig-Training, was natürlich...

Wenn man Laufen richtig macht. Ich meine das jetzt gar nicht wertend. Ich meine das überhaupt gar nicht wertend, sondern im Sinne von natürlich für mich und natürlich auch für Ralf, wir haben ja beide natürlich, Leichtertätig-Backgrounds sind als Kinder ja so groß geworden, das ist für uns quasi das Normalste der Welt und man stellt sich erst sehr viel später fest, weil man natürlich auch einen gewissen Freundeskreis über lange Zeit hat, die ja auch aus dieser Welt vielleicht kommen, dass ja ganz viele diesen Zugang ja gar nicht haben, so wie du schon gesagt hast mit diesen, Lauf-ABC-Koordinationsübungen, dass man da schon immer so ein Zirkeltraining macht mit Planks und allem, dass das ja aber oftmals nur ein Teil des Aufwärmprogramms

am Ende ist, sozusagen, bevor es eigentlich erst richtig losgeht. Das ist ja total cool, erstmal so eine Offenheit zu haben. Und würdest du sagen, du hast dich danach oder ich weiß gar nicht, wie viele Wochen du dann da vielleicht mitgemacht hast, irgendwie anders gefühlt, beziehungsweise wenn du zum Beispiel so einen Lauf in Montpellier machst, so einen 10 Kilometer Lauf, wie nimmst du den dann, wie gehst du das an?

Bist du dann doch bei sowas so ambitioniert, weil du ja in deinem Leben schon viele 10 Kilometer Läufe gemacht hast, dass du da dann einen gewissen Anspruch hast oder versuchst so schnell du kannst zu laufen oder sagst du dann auch das geht hauptsächlich darum, dass ich eine gute Zeit habe, wie würdest du das so in der Phase des Auslandsstudiums für dich so einordnen?

Also bei dem Leichtathletikkurs, das hatten wir erst recht spät festgestellt, dass es den gab Deswegen war ich da nicht ganz so oft. Ich war aber jede Woche beim Tanzen und das war auch sehr cool. Ansonsten bin ich einfach sehr oft so im Training für mich gelaufen, hatte mich auch erst recht spontan für den Lauf angemeldet, weil meine Freundin mir über den berichtet hatte.

Das heißt, ich habe davor eigentlich nur so bin davor nur so gelaufen ohne wirklich das Ziel zu haben ja, ich mache jetzt bei dem Lauf mit aber es war dann halt richtig cool und ich bin richtig dankbar dass sie mir davon erzählt hat, weil ansonsten wäre ich denen wahrscheinlich gar nicht mitgelaufen weil ich es nicht mitbekommen hätte oder halt zu spät, wo die Plätze dann alle schon vergeben waren, und beim Lauf gebe ich dann natürlich schon mein Bestes also da freue ich mich dann auch, also ich Und ich freue mich, da einfach alles zu geben und gucke, wie dann so letztendlich die Zeit ist.

Aber ja, ich habe immer Spaß dabei. Und da hatte auch eine mich so süß angefeuert, eine Franzose. Und die hat gebrüllt, die stand am Straßenrand und ich kannte sie ja gar nicht. Und sie war so lieb. Und das fand ich so niedlich, dass sie da einen so... Angefeuert hat. Ja, ne, ich so, ach, es ist einfach schön gewesen, der Lauf.

Also das sind ja zwei Punkte, die eigentlich ja nur ein Pädoyer dafür sind, mal rauszukommen aus seiner Routine, ne? Also, dass man einfach mal sagt, okay, was machen die eigentlich bei so einem Leicht-Allebik-Training? Ja, mir ist das diese Woche wieder aufgefallen, weil ich eine Doku über Heike Drechsler gesehen habe.

Eigentlich ja, ne, zweimal Weitsprung Olympiasiegerin, kommt ja eher so aus dem Sprintbereich, arbeitet aber seit sehr langer Zeit schon für eine Krankenkasse und macht halt so Besuche in Unternehmen. So, dann siehst du halt auch eine Spitzenleichtathletin, ja, aber das ist halt ein ähnliches Muster.

Für die sind so ganz simple Aufwärmübungen natürlich das alltäglichste von der ganzen Welt. Ja, und da reden wir jetzt über, da stehen Leute in ihren Alltagsklamotten, also jetzt in der Turnhalle zwar, aber in ihren Alltagsklamotten und eben nicht in Sportklamotten, aber schon Armkreisen. Das machen wir, während wir noch ein Müsli zubereiten, so ungefähr.

Das ist nicht, für die allermeisten ist das eben nicht ganz normal. Oder einfach mal das Bein schwingen, vor- und rückwärts schwingen. Da müssen die meisten schon aufpassen, dass sie nicht hinfallen. Wir lachen jetzt, aber das ist ja tatsächlich so. Und Leute, jetzt mal ganz ehrlich, stellt euch mal alle hin.

Weil Philipp, erinnere ich, wir haben das halt auch in unseren Seminaren ja durchaus gesehen, Sachen, die für uns selbstverständlich sind, weil es halt aus dieser leicht-technischen Grundausbildung kommt, die sind halt auch für Leute, die sehr viel laufen und vielleicht schon x Marathons gemacht haben, eben nicht selbstverständlich.

Machen wir jetzt mal eben, wir stehen mal eben alle auf und machen Armkreisen, ein Arm vorwärts, ein Arm rückwärts. Aber Achtung, ja, Passt auf, es ist Donnerstag, vielleicht findet ihr morgen keinen mehr, der den Knoten löst. Weil es sind halt so Sachen, wir denken da nicht mehr drüber nach. Und das war sehr schön zu sehen in dieser Doku da, weil Heike Drechsler steht dann da, macht ein paar Übungen vor.

Und die Leute schauen sie an, als kämen sie von einem anderen Planeten, weil sie das gar nicht nachvollziehen können. Für sie ganz normale Dinge. Kleinigkeiten, die natürlich nicht sind, ich ziehe meine Sachen an. Ich gehe raus und laufe los. Weil das eben eigentlich ja eine Heranführung ist an Dinge, die einem trotzdem ja nachher beim Laufen helfen.

Stabilität, Balance und so weiter und so weiter. Das sind so viele Dinge, die da eine Rolle spielen können. Ja, und klar. Das sind ja jetzt keine Krafttrainingsübungen, so stabi-Zeug. Das ist ja letztlich nur die Muskeln daran erinnern, dass sie auch eine Aufgabe haben können. Mehr ist das ja gar nicht. Aber das sind eben Punkte, die man ja entweder gerne weglässt oder vielleicht noch nie gemacht hat. Das ist ja auch gar kein Ding.

Es kommen ja eben nicht alle aus so einem Background. Deshalb ist es immer wieder spannend zu sehen, wie man eben auch rauskommen kann aus seiner Routine und trotzdem ja sich dann weiterentwickeln kann für sein Laufen. Und das Gleiche ist ja, wenn ich anfange, Wettkämpfe zu machen, dann habe ich erst eine andere Herangehensweise im Laufen vorher.

Also irgendwie ja zielgerichteter, weil ich habe ein Datum. Das ist ja mal der eine Punkt. Das andere ist, okay, wenn ich da an den Start gehe, kann ich nur sagen, ich mache jetzt hier Lollipop oder ich kann gucken, was ich kann über die 5 Kilometer, die 10 Kilometer oder später andere Sachen kommen ja noch zu.

Das sind ja nochmal unterschiedliche Herangehensweisen. Weil Philipp vielleicht noch, aber wir beiden, Luise, ich muss dich da wirklich enttäuschen. Wir werden nicht mehr Weltmeister. Du nicht mehr Weltmeisterinnen, nehme ich an. Ich würde auch nicht, wo ich noch Weltmeister werden könnte. Schade. Ja, sorry, sorry, dass ich dich da jetzt so... Ja, aber versteht ihr auch alle zu Hause, was ich meine?

Darum geht es ja nicht, sondern es geht ja darum, sich selber auszutesten. Und achtet dann auch nur auf euch selber. Ja, weil der Vergleich mit den anderen, der ist totaler Quatsch. Weil ihr wisst weder, wer die sind, noch wo die herkommen, was die trainiert haben, was sie für ein Background haben, keine Ahnung.

Ja, und klar, wenn ich jetzt mit einem vielleicht 9,8 Kilometer bei einem 10 Kilometer Laufen nebeneinander herlaufe, dann gucke ich schon mal, ob der noch kann oder ich noch kann, die letzten 200. Das ist ja wieder was anderes. Aber eigentlich geht es ja darum, sich selbst auszutesten. Und das ist ja der spannende Punkt, ja, dann ja auch ganz anders laufen zu erfahren.

Und deshalb sind ja die Leute dann halt auch anders nervös, weil sie plötzlich so ein Ding mit einer Nummer auf dem Bauch haben. Und dann stehen da alle zusammen und haben ja so eine Grundaufgeregtheit. Das ist ja letztlich, Philipp, das, was dich und mich ja auch getrillt hat. Dass wir da an der Startlinie standen und dann wussten, okay, jetzt gleich zählt. Das klingt in der heutigen Zeit zwar fast schon so ein bisschen...

Toxisch, wobei, also wie gesagt, wir ja niemandem anderen was wehgetan haben, aber natürlich, wir kommen noch aus dieser Welt oder so bist du ja da reingewachsen. Ich sag das ganz wertfrei, du bist als Kind in Leichtathletikverein gekommen und natürlich hast du erstmal auf spielerische Art und Weise, die komplette Palette der Leichtathletik-Disziplin vermittelt bekommen, so im Groben und dann hast du irgendwann gemerkt, das und das macht mir am meisten Spaß und wie es bei Kindern halt so ist.

Natürlich willst du ja dann Sachen schneller machen, höher machen, wie auch immer, besser machen. Und da ist die Leichterlektigkeit nun mal einfach eine sehr, sehr messbare Sportart, weiten Höhen, Zeiten. Und ich habe einen Großteil meines Lebens, muss man ja fairerweise so sagen, das ist auch gar nicht hinterfragt. Also du hast ja dann für dich primär, erstmal natürlich, also erstmal für dich war es ja total interessant zu sehen, wie schnell kann ich tausend Meter laufen.

Und dann hast du dreimal in der Woche trainiert oder Leichterlektraining gehabt. Und irgendwie nach einem Jahr, klar, als Kind, du wirst größer, stärker etc., das spielt auch alles mit rein, rennst du 1000 Meter schneller. Das macht natürlich, das hat ja ein gewisses Suchtpotenzial gehabt und natürlich, wenn du dann irgendwann an Startlinien stehst und stellst fest, ich kann 1000 Meter in drei Minuten laufen und 1000 Meter in drei Minuten, im Alter von so und so, ist so gut, dass du potenziell auch auf ein Podium, auf ein Treppchen laufen kannst und du kriegst dann vielleicht noch eine Medaille und eine Extraurkunde, dann ist das natürlich irgendwie appealing für dich als Kind.

Das heißt, du bist so in dieses höher, schneller, weiter Ding einfach reingewachsen. Das hast du ja gar nicht hinterfragt, es ist heute mit Social Media, heute auch mit Strava. Ist es ja auch nicht schlecht, ich finde das gar nicht schlecht, dass es dann verschiedene Betrachtungsweisen darauf gibt, wie man Sport ausüben kann und für mich auch nach dem Karriereende war das ein.

Einen wirklich großen Umbruch, einen normalen Zugang zu Sport zu bekommen, weil man das ja nie anders kannte, diese 20 Jahre, 25 Jahre ja basically wahrscheinlich, wo du halt sehr leistungsorientiert Sport gemacht hast, da war ja immer Bewegung, Sport mit Leistung verknüpft, also du hast Sport gemacht, klar, am Ende hat es uns auch Spaß gemacht, Gewinnen macht sowieso Spaß, das wissen wir alle, aber du hast natürlich das gemacht, weil du eine gewisse Leistung erzielen wolltest, Entweder schneller zu sein, als du jemals schon warst oder irgendwas zu gewinnen.

Und als dieser Aspekt dann weg war, der Aspekt Leistungssport, war es ganz strange, warum ich überhaupt Sport machen sollte. Es gab für mich keinen Grund irgendwie mehr. Das klingt total traurig, aber es war ja am Ende so. Du hast irgendwie nicht mehr gewusst, warum soll ich eigentlich Sport machen. Weil Sport nur aus Freizeitgründen oder wie Luise vorher schon gesagt hat, Just for Fun, was eine total gesunde Einstellung zur Bewegung ist übrigens, das gab es für mich ja erstmal gar nicht.

Ich habe 25 Jahre nicht hinterfragt, warum ich morgens aufstehe und als erstes gefühlt die Laufschuhe anziehen wollte, um zu trainieren. Das war einfach so ein Automatismus. Du hast gewusst, ich habe einen Trainingsplan, ich habe ein Ziel, vielleicht auch ein großes Ziel, wo ich in vielen Jahren mal sein möchte.

Und dafür wusste ich, muss ich trainieren, möchte ich aber auch trainieren. Und das war für mich in langer Zeit eine total... Zumindest gefühlt sinnvolle Symbiose, so würde ich es mal sagen, zwischen Anspruch, mental und physisch. Und als das weg war, gab es irgendwie erst mal so ein Loch, so ein Vakuum, warum soll ich mich überhaupt bewegen, warum soll ich Sport machen, es gibt ja gar keinen Grund mehr dafür.

Und das hat dann eine Zeit lang gedauert, auch vielleicht andere Sachen zu machen, neue Dinge auszuprobieren, laufen, ich habe es vorher erzählt, anders zu erleben, vielleicht nicht die Runden zu laufen, die du sehr viele Jahre gelaufen bist, sondern einfach mal laufen zu nehmen, um abzuschalten, um die Natur zu entdecken.

Das ist total gesund. Ich würde jetzt auch nicht mich in so eine Position begeben wollen, zu sagen, ich verteufle Leistungssport, ich verteufle, wenn jemand Ambitionen hat, eine 10-Kilometer-Strecke, einen Halbmarathon oder wegen einem Marathon in einer bestimmten Zeit zu laufen, wenn der Person, oder den Menschen das was gibt, ist es erstmal auch okay, aber genauso sinnvoll ist es eben, und das ist ein bisschen vielleicht auch Segen und Fluch zugleich bei Social Media, wo halt dann ganz viele Paces dann da rumkursieren und dann denken Menschen, oh, es ist total normal, in Anführungszeichen, wenn man irgendwie in einem Vierer-Bereich unterwegs ist.

Nee, es ist nicht normal. Ich meine, ich komme aus dieser Welt. Für mich war in der Welt, wo ich groß geworden bin, da war es normal, wenn eine Drei vorne steht irgendwo. Eigentlich eine Zwei. Eigentlich für uns, eigentlich eine Zwei. Wenn man die Halbmachtungzeit nimmt, dann war eine Zwei vorne. Und.

Natürlich bewegt man sich dann oft in so einer Bubble-Bubble. Wo manche Sachen als normal erscheinen und man muss eigentlich mal gefühlt drei Schritte zurückgehen und mal ein bisschen die Scheuklappen ablegen, um dann so das große Ganze zu sehen und es ist, jede Pace hat ihre Berechtigung, es gibt kein besser oder schlechter, sondern es ist für denjenigen, der, und auch für die Motivation, die man hat, wenn du sagst, für mich ist es total cool, dass ich Freude an der Bewegung habe, dass ich so eine Challenge mache und die Pace ist mir egal, es ist vollkommen fein, genauso wenn natürlich, ob jemand sagt, ich möchte halt, warum auch immer der große Lebenstraum von mir ist, Ich möchte einmal einen Marathon laufen und der,

soll unter 5 Minuten pro Kilometer sein, also 3 Stunden 30. Sorry, diesen Lebensraum habe ich gar nicht. Ja, wie gesagt. Ich habe da gerade irgendwie in sowas reingequatscht. Und auch das ist ja vollkommen in Ordnung. Also ich glaube, man muss einfach ein bisschen diese Awareness dafür schaffen, dass es total viele Gründe gibt, warum jemand erstmal eine Sportart ausübt oder vielleicht auch mehrere Sportarten ausübt.

Und die Art und Weise, wie man das macht, ist vollkommen in Ordnung. Und Geschwindigkeit, wie schnell man sich da fortbewegt, ist ein Aspekt von vielen, aber nicht der entscheidende, glaube ich. Ja, ist hochgelativ erstmal, das ist ja immer das eine. Habe ich eigentlich hier irgendwann, glaube ich, mal erzählt, wahrscheinlich in Folge 43 oder 27, also ein paar Jahre her, weil du sagst, ja, da hat man festgestellt, dass man vielleicht ein bisschen schneller laufen kann als andere und so weiter und so weiter.

Das war das einzige Mal, dass ich letzter geworden bin in einer Konkurrenz, als jugendlicher Leichtathlet noch. Damals noch beim ersten Verein, also beim VfL Rot-Weiß-Dorsten. Nächstes Jahr übrigens Westfälische Hindernismeisterschaft in Dorsten. Ja. Auf der neuen Bahn. Ich wollte mich nicht anmelden, keine Sorge.

Es gibt doch ein Schnupperrennen über 800 Hindernis. Jedermann lauft über einen, Wassergraben. Der Wassergraben ist dabei, aber ohne verhindern das davor. Ah ja, okay, Gott sei Dank, ja. Das wäre gut für mich. Jedenfalls musste ich da das Team vervollständigen, und zwar bei den Kreiskross-Meisterschaften.

Die kenne ich, die Geschichte, die ist sehr gut. In Herten-Süten, ja, werde ich sicher nie vergessen. Hat sich eingebrannt. Ja klar, weil du hast ja auch gesagt, Schlüsselerlebnisse. Also warum mache ich das dann weiter? oder warum mache ich das? Und du hast ja die Dinge aufgezählt, die einen da treiben können und dann halt auch in Leistungssport bringen können, weil man eben auf einem Podium steht oder, oder, oder. Also jedenfalls so Schlüsselerlebnisse hat. Ja.

Und das war ja ein Andersrum-Schlüsselerlebnis, weil ich bin da halt gelaufen, ja, Und das andere waren halt Mittelstreckler. Und ich war völlig überraschend, kein Mittelstreckler. Musste da aber mitlaufen. Das war irgendwie drei Kilometer irgendwas, keine Ahnung. Ich hatte gar keine Ahnung, was ich da machen soll. Ich war noch nie drei Kilometer schnell gelaufen. Also never ever.

Und da hast du gar keine Vorstellung, was du da machen soll. Und dann rennen die los. Da denkst du, okay Jungs, so kann das doch nicht gehen, hier drei Kilometer lang. Doch, bei denen schon, nur bei mir nicht. Und dann hatte ich auch noch Probleme mit meinen Schuhen und so bla bla, jedenfalls am Ende hatte ich doch relativ viel Applaus weil ihr wisst, wie es ist, der Erste bekommt viel Applaus und der Letzte, und ich kam halt als Letzter da in so ein Stadion reingelaufen und hab auch noch schön fröhlich, die Menschen gegrüßt da und was da so ist bei Kreiskrossmeisterschaften sind natürlich die Eltern irgendwie dabei und Vereinsleute und dann halt andere Läuferinnen und Läufer aus anderen Jahr ging oder anderen Wettbewerben.

Und dann war ich dann halt letzter. Aber gut, wir sind halt am Ende trotzdem Dritter geworden. Also ich war nicht in der Wertung, klar, aber wir sind halt Dritter geworden und das war dann halt jetzt zum Absichern der Staffel. Das hat mich jetzt nicht dazu gebracht zu sagen, jo, das ist aber jetzt irgendwie geil. Da fand ich dann halt eben Hochsprung und Weitsprung und Hürdenlauf trotzdem immer auch sehr viel besser. Viel bisschen besser.

Was war denn dein ein Resümee, Luise, nach deinem 10-Kilometer-Lauf? Welchen? In Montpellier? Ja. Hm... Dass ich gemerkt habe, dass ich jetzt wieder öfter einfach an Läufen teilnehmen möchte, weil es macht einfach unglaublich viel Spaß. Das Gesamterlebnis natürlich, glaube ich, so ein bisschen. Also wahrscheinlich so diese Mischung aus Vorfreude gemischt mit ein bisschen vielleicht auch Anspannung, Nervosität, weil das ist ja dann trotzdem irgendwie eine besondere Atmosphäre so.

Aber klar, natürlich wahrscheinlich auch die Begeisterung und Anforderung, von der du vorhin erzählt hast, die man dann an so einer Strecke erfährt. Hast du für dich damals, hast du mit deiner Freundin teilgenommen oder bist du alleine, hast dich alleine angemeldet? Nee, meine Freundin wollte dann auch teilnehmen, aber dann waren leider schon alle Plätze verkauft, also ausverkauft.

Das war sehr ärgerlich, aber ich bin dann alleine, aber es war super, super süß. Meine Mädels haben mich angefeuert und meine Schwester war tatsächlich zu dem Zeitpunkt auch in Montpellier angereist aus Berlin und hat mich dann auch angefeuert bei dem Lauf. Und das war so schön, dass man dann da auch angefeiert wird und das ist ein Event, was man nie vergisst.

So eine Sportveranstaltung sind einfach ein Highlight und das ist letztendlich das, was zählt, dass man in 20 Jahren, in 30 Jahren, dass ich für immer, wenn ich ganz alt bin später, dass ich daran zurückdenke, das werde ich halt nie vergessen und das ist genau den Spaß, den ich erleben möchte. Ja, genau, deswegen ist das schon echt besonders, Das hat jetzt dazu geführt, dass du dich bei 23 weiteren Läufen angemeldet hast? Ja, nee, 50.

Die Frage wäre ja auch, wie breit ist denn dein läuferischer Erfahrungshorizont? Weil du ja, Ralf, gerade von Crosslaufmeisterschaften gesprochen hast. Es gibt ja heute eine wirklich große, große, große Vielzahl an unterschiedlichsten Optionen, sich bei Laufwettkämpfen zu betätigen. Von klassisch, wir laufen irgendwie 10 Kilometer auf einer Straße zu natürlich Halbmarathon, du hast vorhin schon gesagt, S25, in Berlin ja auch ein sehr bekanntes Event, wo es ja auch eben 25 Kilometer zum Beispiel gibt, Marathon, aber natürlich auch irgendwelche Sachen mit, hatten wir nicht kürzlich in Berlin, Tempelhofer Feld, war doch irgendwie dieses Last, also jede Runde schneller und so quasi eine Ausscheidung.

Aber das war eine Kilometerrunde, ja. Genau, Kilometerrunde, dann würde immer die Pace wird schneller und irgendwann läufst quasi so lange, bis du eingeholt wirst oder ausge... Genau. Was hast du denn alles schon so mitgemacht? Oder was würdest du denn da gerne mal noch machen? Also, ich hatte mich...

Ich hatte mich schon vor Montpellier für den Halbmarathon angemeldet, beim Rennsteiglauf, der jetzt im Mai war. Das war mein allererster Halbmarathon und das war auch so ein bisschen der Grund, warum ich dann eben so durchgezogen habe in Montpellier und wusste, okay, du musst jetzt auch trainieren. Und ja, deswegen hatte ich auch die März-Challenge gemacht. Also das war auch der Hauptgrund, warum ich dann eben gesagt habe, komm, ich mache jetzt mal eine Challenge und ich nehme dann auch noch die Leute mit.

Weil ich muss ja eh trainieren, weil im Mai findet der statt. Und der war jetzt auch, das war ein richtig tolles Erlebnis, war so ein Trailrun, ich glaube 400 Höhenmetern. Ui, okay, das ist auch nicht so wenig, ja, für eine halbe Radon, ja. Ja, und das war aber echt toll. Ich glaube, meine Zeit waren zwei Stunden, sechs Minuten.

Das fühlt für das Profil da wirklich sehr gut. Ja, also es hat auf jeden Fall ultra viel Spaß gemacht. Also das ist ja die kürzeste Strecke beim Rennsteiglauf, wenn wir das nochmal kurz sagen. Da gibt es ja Marathon und dann mit dem Ultra. Also da geht es ja richtig dahin, logischerweise. Plus, ich weiß jetzt nicht, ob es das bei dem Halbmarathon auch schon gibt. Da gibt es doch diese spezielle Verpflegungs...

Ist das nicht so was mit... Ich kann jetzt irgendwie falsch liegen. Ist das nicht irgendwas mit Himbeeren? Also irgendwie so eine... Oh, davon hätte ich gewusst. Ja, oder? Wenn es da Himbeeren gegeben hätte. Also ganz viele von euch zu Hause wissen das ja sicher. Was ist nochmal die spezielle Verpflegung beim Rennsteiglauf? Ich bin nicht ganz sicher, ob es das beim Halbmarathon gibt oder erst beim Ultra.

Deshalb bin ich da jetzt gerade ein bisschen unsicher. Ja, schönen Gruß an die Leute vom Rennsteig. Bitte helft uns nochmal in unserem fantastischen Dreiviertel nicht wissen. Bitte meldet euch. Ich hatte, also es gab drei Getränkestationen oder so. Genau, und da gab es, also da hatte ich Wasser getrunken und diesen süßen Tee.

Also diesen Eistee da. Genau. Vielleicht habe ich es auch verpasst. Ja, nee, das ist ja jetzt noch nicht so wesentlich, logischerweise da. Vielleicht dann halt auch mit entsprechenden... Zusätzlichen Verpflegung nachzuhelfen. Klar, zwei Stunden sollte man schon verpflegen, logischerweise. Aber da muss man ja noch nicht jetzt anhalten und Müsli essen.

Das vielleicht noch nicht. Die andere Frage, die ich vorhin eigentlich noch hatte. Du läufst aber auch jeden Lauf mit Uhr? Oder bist du in der glücklichen Position, mal zu sagen, ich laufe einfach nur los und lasse die Uhr zu Hause? Also manchmal vergesse ich sie. Oder lass sie auch mal bewusst zu Hause, weil ich mir dann wirklich denke, nee, die Zeit ist letztendlich egal, ich weiß, welche Strecke ich laufen möchte und dann laufe ich einfach so los.

Aber meistens trage ich sie, einfach um mir auch den Puls zu checken und so, die Pace mal zu sehen, einfach wie sich das so entwickelt. Und ansonsten beim Wettkampf aber natürlich immer. Ja, okay, das ist ja ein anderer Punkt. Es geht ja nur darum, wie weit bin ich schon Knecht meiner Uhr oder bin ich schon selbstbestimmt?

Das sind ja so Punkte, weil das ja dann nicht nur beim Wettkampf, sondern eben auch zum Beispiel bei so besonderen Situationen wie Hitze eine Rolle spielt. Jetzt ist am Samstag das nächste Spiel. Jetzt bist du einmal drin in der Challenge, ne? Ich werde auch weitermachen, ja. Ich bin gespannt. Vielleicht wird es ja ein Halbmarathon oder auch ein Halbmarathon, ich weiß nicht.

Aber nee, ich denke, also ich vermute oder sagen wir mal so, ich hoffe. Natürlich, dass wir gewinnen, auf jeden Fall. Aber dass es so ein ganz entspannter 10-Kilometer-Lauf wird, vielleicht laufe ich dann zum See, gehe noch baden. Ja, wir haben da auch, ich glaube, es werden 30 Grad am Sonntag, ne? Mehr.

Ich glaube, sogar noch mehr, ja. Ich glaube, das würde ich mir wünschen. So ein vielleicht 2-0, 2-1. Achso, 2-1, jetzt arbeiten wir schon mit Gegentoren. Ja, vielleicht. Wie läuft das bei der Challenge mit Gegentoren? Wird das dann abgezogen oder zählen trotzdem nur die eigenen Treffer? Das machen manche, aber ich bin ganz einfach.

Einfache Rechnung, fünf Kilometer pro Tor, keine Gegenrechnung. Aber vielleicht, weiß ich nicht, vielleicht werde ich irgendwann mal die Challenge noch erweitern. Je höher das geht, dass man noch irgendwie pro Sieg was dazu nimmt, das gibt es ja auch, dass man noch mal was raufrechnet. Aber mal gucken. Normalerweise hätte ich ja gesagt, 7 zu 1 passiert ja nie, passiert ja schon gar nicht gegen bessere Mannschaften.

Aber da erinnern wir uns an die WM in Brasilien das Halbfinale gegen Brasilien 7 zu 1. Also da kann es dann doch schon noch bitter werden im weiteren Verlauf des Tennis. Vor allem ist es ja so, dass die ja dann doch für so Long Runs doch. In einer erstaunlich hohen Taktung spielen. Das wäre nämlich dann schon der nächste Long Run wieder.

Gestern Abend war ja England, das war halt 4 zu 2. Wenn ich mir dann die Tore alle gebe, dann ist auch schon wieder Spaß. Also es bleibt auf jeden Fall interessant, sage ich mal. Ich nenne es mal interessant. Und die andere Frage ist ja, okay, was mache ich jetzt mit der Hitze? Weil das ist jetzt schon ein Brett.

35 Grad, wir laufen ja schon auf die erweiterte Vorbereitung für die Herbstmarathons zu. Die drei oder vier wichtigsten Tipps. Philipp, was hast du gemacht, wenn dein Trainingsplan da war und du hattest 35 Grad? Ich meine, du bist ja ein bekennender, gerne bei Wärmeläufer, aber das ist schon ein anderer Schnack, 35 Grad plus.

Ja, total. Also ich war wirklich jemand, der gerne bei Hitze trainiert hat. Fairerweise muss ich sagen, ein bisschen mehr noch, als mein Fokus auf der Bahn lag, weil da natürlich die Gesamtumfänge nicht so hoch waren, die einzelnen Einheiten nicht so lang waren. Und für, zu der Zeit, als ich dann schon so einen Marathon-Fokus hatte, fand ich es natürlich vollkommen fein, wenn du, weißt du, so eine Stunde, eine Stunde laufen, auch wenn es richtig warm ist, fand ich für mich und wahrscheinlich auch geschuldet dem Fitnesslevel, was ich damals hatte, vollkommen in Ordnung, habe ich sogar sehr genossen, ich habe das gern gemacht, locker laufen, eine Stunde in der Sonne oder so, gern. Und.

Und grundsätzlich, wenn es um Kerneinheiten ging, also Long Runs oder auch wirklich lange, harte, marathonspezifische Workouts, dann bin ich schon immer sehr, sehr früh aufgestanden im Sommer, weil es auf jeden Fall so war, dass die Einheit, mehr Spaß gemacht hat, wenn es nicht so heiß war, sage ich jetzt mal, weil man einfach nicht so tot war.

Und auch einfach, weil die Regeneration viel besser war, wenn du nicht bei 30 Grad plus X unterwegs bist. Das heißt. Ich bin jetzt nicht der geborene Frühaufsteher, aber ich habe es mir dann antrainiert, dass ich dann auch wirklich in den Hochsommerphasen, wenn es zum Beispiel Richtung Berlin-Marathon ging oder so, da bin ich um 5 Uhr auch am Wochenende aufgestanden, um dann irgendwie 40 Kilometer laufen zu gehen.

Also ich habe natürlich dann auch nie nüchtern trainiert, sondern ich habe dann halt auch noch gefrühstückt, das heißt ein bisschen Zeit eingeplant, dann auch das Frühstück zu verdauen, entsprechend in der Früh auch schon mal was zu trinken, an Flüssigkeit einfach, und dann spätestens so um sieben Uhr habe ich geguckt, dass ich an dem Punkt bin, wo ich loslaufen wollte.

Wenn ich das Glück hatte, damals jemanden aus dem Freundeskreis als Begleitung dabei zu haben, klar, dann konnte ich dem auch Getränke mitgeben. Wichtig, nicht nur Wasser trinken, klar, Elektrolyte, wenn man viel schwitzt, sind wichtig, um auch dann irgendwie Muskelkrämpfen vorzubeugen und auch Kohlenhydrate im Getränk hatte ich drin ich war nie der große Freund von Gels und wenn ich den Luxus eben hatte dass mich jemand begleitet hat, kannst du natürlich auch Pulver nehmen die du in das Getränk einrührst, Ansonsten ist natürlich die Option, eine Runde zu suchen. Da brauchst du aber natürlich schon echt mentale Fähigkeiten, eine Runde zu suchen oder eine Pendelstrecke, wo du dann halt irgendwo an deinem Auto oder anderweitig Getränke debonieren

kannst, dass du alle fünf oder zehn Kilometer was trinken kannst. Und wenn es gar nicht anders geht, dann natürlich Gels mitzunehmen und vielleicht so eine Laufweste, wo du zumindest zweimal. So einen Halbliter Softflask irgendwie dabei hast und dann halt mit Gels und den Kohlenhydraten arbeitest. Das waren so die Sachen, die ich da gemacht habe.

Deswegen die Frage wäre jetzt an Luise, bist du eine Frühaufsteherin? Fällt es dir schwer, früh aufzustehen? Sagst du, mir ist das vollkommen egal, 35 Grad ist genau mein Ding, habe ich richtig Bock drauf auf die nächsten 35 Kilometer? Und hast du jemanden, der dich ab und an begleiten kann, um dir zum Beispiel Getränke zu geben unterwegs oder musst du selber vorsorgen?

Also, früh aufstehen ist für mich kein Problem. Also, wenn ich es mir wirklich fest vorgenommen habe, dann geht es. Ich bin zum Beispiel am Ostersonntag, bin ich um 5 Uhr aufgestanden. Wow. Oder 5.30 Uhr, ja. Krass. Ich habe viele Fragen. Da war ich am Tegernsee und da habe ich den Tegernsee dann umrundet.

Das war kurz nach meiner März-Challenge. Und ich hatte natürlich erst mal viele Rest Days dann gemacht, dass sich die Muskeln wieder entspannen können, regenerieren können. Und dann war ich aber beim Sonntag wieder gelaufen und es war sehr, sehr cool. Und da war ich dann auch vormittags, hatte ich dann den Halbmarathon dann voll.

Und man hat sich so produktiv gefühlt, weil man schon so viel erlebt hat. Und natürlich ist die Aussicht da beim Tegernsee, das ist ein Traum. Das motiviert nochmal mehr. Wie rum bist du gelaufen? Links rum oder rechts rum? Links rum. Nee. Im Uhrzeigersinn quasi? Rechts rum. Nee, gegen den Uhrzeigersinn.

Ah, okay. Im Uhrzeigersinn wäre nämlich so, wie der Tegernsee Halbmarathon ist. Den bin ich auch schon mal gelaufen. Dann hättest du dich quasi schon mal ans Streckenprofil gewöhnt hängt doch ein bisschen davon ab, wo bist du gestartet weil Start ist normalerweise im Mund das heißt, wenn du im Uhrzeigersinn läufst, hast du ab Bad Wiessee nochmal einen richtig schönen Anstieg bis du dann im Ziel bist, normalerweise so wie das Rennen ist Ne, ich bin in Bad Wiessee gestartet Okay, cool, Ne, das war aber wirklich ein Traum und zur Verpflegung, Das ist super wichtig. Ich hatte jetzt auch bei dem 35-Kilometer-Lauf, hatte ich eine Laufweste an, hatte meinen Trinken voll gemacht, bin dann.

Um den See rum und dann hatte ich, ich glaube, es waren bei 20 Kilometer, habe ich dann meine Großeltern besucht, spontan. Und da hatte ich dann natürlich das Glück, dass ich die Flasche, die war dann schon längst leer, hatte ich ganz schön aufgefüllt. Sehr smart. Und hatte auch von Opa noch so einen Tee bekommen, so einen süßen Tee.

Sehr gut. Also perfekt. Und auch noch einen, was war das? Ein Pfirsich. Ja, gut. Also ich wurde bestens versorgt. Und dann, ja, und Datteln habe ich auch immer dabei, weil ich vertrage keine Gele. Ich bin da auch kein Freund von. Und Datteln finde ich super, die mache ich dann immer in so eine Alufolie und da kann man die wunderbar einpacken.

Und das ist mein Geheimtipp an alle, die auch eben Probleme haben mit Gels oder so. Sehr gut, sehr gute Alternative. Und dann nochmal, da sind wir jetzt eben noch gar nicht genau drauf eingegangen. Wo hast du denn die 35 Kilometer gemacht? Bist du die in der Runde gelaufen oder am Stück? oder weil das war ja dann eine neue Erfahrung für dich.

Das heißt, wo hast du dir diese neue Erfahrung dann hingelegt? Also die war einfach, das war quasi eine große Runde. Aber dann begleitet, weil das ist ja schon ein bisschen anders von der Verpflegung, her. Ja, nee, leider nicht begleitet. Also ich würde auch jedem empfehlen, Begleitung zu machen. Aber es hatte niemand Zeit, ich hatte es ja tagsüber gemacht und da waren alle Arbeiten und ich bin dann alleine gelaufen.

Ohne Verpflegung? Doch, die hatte ich, nein, ich hatte ja mein Trinken, ich hatte die Laufweste an, die Laufweste. Genau, und da war Trinken drin und die Datteln und dann, genau, hatte ich ja zum Glück den Zwischenstopp gemacht noch bei meinen Großeltern. Deswegen kann ich das. Sag mal, und, Die Challenge ist so, dass man immer am nächsten Tag das dann machen muss?

Ich habe es jetzt am nächsten Tag gemacht, aber ich denke, es wäre ja auch völlig... Also vor dem nächsten Spiel irgendwie. Ja. Sonst kumuliert das ein bisschen stark. Ich glaube, man tut sich fast selber einen Gefallen, wenn man es relativ zeitnah macht, damit man fürs nächste Spiel schon wieder regeneriert ist.

Genau, ich wollte es hinter mir haben und jetzt auch den nächsten... Also den nächsten Lauf werde ich dann auch direkt am Sonntag machen. Da habe ich schon meine Schwester gefragt, ob sie mitkommt. Und sie hat ja gesagt. Aber läuft sie mit oder fährt sie mit dem Rad? Das kommt auf die Kilometer drauf an. Okay, okay.

Sie läuft auch schon auf jeden Fall. 15 Kilometer sind auch kein Problem. Wow. Ja, genau. Und bei null Toren, wir müssen ja auch mal andersrum denken, hast du dann einen Tag frei. Ja, ja. Stimmt, was ist dann denn eigentlich in der Challenge? Wahrscheinlich schon, oder? Da gibt es ja nichts Attentives. Ich habe keine Ahnung.

Ich mache so einen Quatsch nicht. Ansonsten, jetzt ist es spannend. Am Samstag laufe ich den 10-Kilometer-Lauf, bei dem 10-K-Run in Berlin beim Tantelhofer Feld mit. Ah, okay. Genau, deswegen mal gucken. Deswegen hoffe ich auch, dass die Kilometer nicht allzu hoch werden. Es wird ein entspanntes Auslaufen über 25 Kilometer. Ja.

So, was ist denn das große Ziel? Ich sage nicht Marathon im September. Nee, nein. Also so schnell wahrscheinlich. Wahrscheinlich noch nicht. Es ist noch nicht geplant. Aber ich... Nächstes Jahr könnte ich mir schon auf jeden Fall einen Marathon vorstellen. Die 35 hast du jetzt ja easy geschafft. Jetzt hast du ja noch im weiteren Turnierverlauf vier bis fünf weitere Long Runs.

Wenn wir es ja auch richtig denken. Wahrscheinlich muss ich in der Challenge schon den Marathon voll machen. Nee, aber also es ist noch nicht richtig festgelegt. Aber du kannst es dir schon vorstellen, so mal perspektivisch einen Marathon zu laufen. Auf jeden Fall. Über die Fitness brauchen wir nicht reden. Also ich meine, wenn du jetzt im Rahmen dieser Challenge schaffst, einfach so 35 Kilometer zu laufen, beziehungsweise auch in der März-Challenge hinten raus, ja logischerweise, back-to-back 30, 31 laufen konntest.

Ist jetzt die Grundfitness jetzt nicht so, dass man sich das als utopisch irgendwie, ausmalen muss. Also das wäre ja denkbar schon auf jeden Fall. Ja, doch, auf jeden Fall. Also ich kann es mir vorstellen. Aber ist natürlich auch kein Muss, also falls du den Podcast, ich weiß nicht, wie viele von den Podcasts du schon gehört hast, Ralf ist ja seit sechs Jahren beharrlich ein Marathonverweigerer und das ist ja auch vollkommen legitim.

Also nur weil man es kann, muss man es ja auch nicht machen. Das eine ist ja, was ich mache, das ist ja meine Sache. Und das ist ja völlig überraschend, auch die Sache von jedem von euch zu tun, was er für sich für richtig oder, keine Ahnung, erstrebenswert hält. Genau. Mein Ansatz ist schon auch, es ist auch ein bisschen gesünderer, vielleicht nur in An- und Abführungen in Halbmarathon zu laufen oder mal eine 30 zu laufen, weil wir reden ja über zwei unterschiedliche Dinge. Das eine ist ja erstmal das Training.

Das Training per se ist ja erstmal eine sehr gute Form, sich fit zu halten. Absolut. Wenn man dann noch ein bisschen Krafttraining dazu macht, extrem wichtig und so, ja, alles gut. Aber ob jetzt das wirklich so cool ist. Vier, fünf, sechs Stunden zu laufen, um einen Marathon zu erzielen, also diese zufällige Marke da zu erreichen, da wage ich doch den ein oder anderen Zweifel anzumelden, weil das eben eine Belastungslänge ist und auch eine Belastungshärte ist, die schon immens ist.

Die können sich ja zum Beispiel die Profis gar nicht vorstellen, weil die machen sowas nicht. Ja, klar. Wenn jemand jetzt in Richtung Ultra geht oder sowas, das ist eine ganz andere Belastungsintensität, eine völlig andere Belastungsintensität. Und warum können denn die ganzen Menschen, die Marathon laufen, am nächsten Tag nicht aufstehen, nicht zur Toilette gehen, nicht eine Treppe rauf oder runter gehen?

Weil es halt eine krasse Überforderung in der Regel der Muskulatur und des Stützeapparates ist. Und da würde ich schon sagen, hm, 20, 25 Kilometer ist eigentlich geil. Da ist man vielleicht nicht so zerstört. Und wenn man dann noch ein bisschen vorher schwimmen geht und laufen geht, dann hat man einen richtig geilen Tag.

Man ist auch sechs oder sieben oder acht Stunden unterwegs. Ja, also ich glaube auch, dass es. Es macht einen großen Unterschied, glaube ich, wie gut man vorbereitet ist, um einen Marathon zu schaffen. Und da gibt es dann auch natürlich eine Schere. Ich sage mal, diejenigen, die potenziell, es ist schwer, da eine genaue Trennlinie zu ziehen, aber dreieinhalb Stunden und schneller laufen, würde ich jetzt mal der Mehrheit attestieren, dass die sich schon relativ gewissenhaft darauf vorbereiten, sonst würden sie es ja nicht schaffen in so einer Zeit.

Das ist ja niemand, der einmal die Woche joggen geht und dann sagt, oh, jetzt laufe ich aber. Also das ist ja eher dann der Ausnahme. Und ich glaube, dass es in dem Bereich, wie du es gesagt hast, so vier, viereinhalb Stunden bis sechs Stunden oder sowas, da gibt es zwei Gruppen, glaube ich. Eine Gruppe ist, denke ich, die, die vielleicht sogar mehrere Marathons im Jahr läuft und durchaus regelmäßig und regelhaft trainiert.

Und aber wirklich so einen Marathon als Erlebnis nimmt, vielleicht auch in Verbindung mit einem Städtetrip mit Freunden, das zu machen als Erlebnis. Und das eben auf einem sehr kontrollierten Rahmen durchlaufen einfach und da dann auch eine Freude drin haben. Bei denen würde ich sagen, Ich glaube, ich könnte es, wenn das Fitnesslevel entsprechend ist, wahrscheinlich auch mehrere im Jahr laufen, ohne dass das ein Problem ist.

Ich glaube, ein Problem ist es für die, die einen Marathon eben beispielsweise in viereinhalb, fünf Stunden oder auch sechs Stunden laufen, aber für die das halt vollkommen am Limit ist sozusagen, diese Leistung, vor der ich nach wie vor trotzdem größten Respekt habe, aber die für sechs Stunden am Limit sich über eine 42 Kilometer Strecke schleppen.

Und sei es jetzt gar nicht vom Kreislauf her, sondern von der Gesamtkörperbelastung. Genau, weil das für ihre körperliche Konstitution dann offensichtlich ja trotzdem eine grenzwertige Belastung ist. Nicht nur, wie gesagt, Herz-Kreislauf, sondern vor allem für ein Bewegungsapparat. Und da kann ich mir vorstellen, ist es vielleicht nicht nur gesund.

Das kann sein. Ja, das stimmt. Weil du am Anfang diese Warnung halt auch gegeben hast, weil ja genau in Social-Media-Accounts ein Eindruck entsteht. Wenn man jetzt oberflächlich bei dir drüber schaut, könnte man diesen Eindruck ja auch durchaus gewinnen. Das ist alles easy. Weil du ja auch zu Recht da mit sehr viel Freude und Spaß agierst und auch eine Begeisterung für das Laufen transportierst.

Aber diese zweite Seite, die muss man schon im Blick haben. Zu sagen, das ist halt auch dieser Kick bei so einer Chill. Du bist jetzt entsprechend vorbereitet. Du hast halt eine Basis, So, dann kannst du eben auch sagen, okay, ich laufe jetzt 35 Kilometer. Wenn jemand so eine Basis nicht hat, dann ist das halt einfach nicht cool.

Und dann ist es schon gar nicht cool, wenn 35 Grad sind am nächsten Tag. Weil man sich dann halt echt in körperliche Dispositionen bringen kann, die schwierig sind. Klar, die Leute, die in Run-Clubs sind oder in Laufgruppen oder unvorstellbar in Leichter-Ding-Vereinen oder in Laufvereinen, die sind in der Regel ja vorbereitet.

Ja, wie du Philipp gesagt hast, Leute, die schon 10, 15, 20 Marathons gelaufen sind und das sind ja doch durchaus große Gruppen bei 40.000, die zum Beispiel in Berlin laufen oder 10.000 in Frankfurt oder wo auch immer. Das sind ja die Hauptgruppen. Das sind ja die Leute, die schon viel gemacht haben, die wissen, wie eine Heranführung an Marathonen aussehen kann.

Man kann das immer noch optimieren und so bla bla, alles gut. Aber wenn man halt aus einer Wette rauskommt oder weil Deutschland Weltmeister geworden ist, glaube ich, jetzt übermorgen mal Marathon, das ist schon nicht ganz ohne. Da muss man schon ganz kurz nochmal überlegen, ob das auch vernünftig ist, was man da macht. Weil man schwimmt auch nicht einfach mal eben so durch den See.

Also schon gar nicht an diesem Wochenende. Also da bitte echt vorsichtig sein, weil wenn die Körperkerntemperatur entsprechend hoch ist und mir springt in so ein See rein, da sind schon ganz viele sehr dumme Sachen passiert. Also bitte vorsichtig, weil das ist echt an so einem Wochenende eine ziemliche Gefahr.

Das ist wirklich ein sehr wichtiger Punkt. Mit dem einen oder anderen... Erhellenden Grundnahrungsmittel der deutschen Erlebniskultur. Das ist leider auch eine Rolle. Nicht die beste Kombination. Das stimmt. Aber ich glaube auch wirklich, dass aktuell, es ist ja ein Trend, Laufen ist ein Trend jetzt aktuell bei Social Media.

Und da dürfen sich wirklich die Menschen nicht vergessen, dass es nicht normal ist, von heute auf morgen dann auf einmal einen Halbmarathon easy zu laufen oder einen Marathon. Das ist wirklich, man muss immer die Geschichte auch sehen. Ich glaube, viele, wenn die auf mein Profil gehen, sehen halt gar nicht, dass ich ja als Kind schon längst gelaufen bin.

Also das habe ich ja auch gar nicht, also davon habe ich ja noch gar nicht gepostet. Und dann denken die Leute, ach ja, die hat eine März-Challenge gestartet, daher hat sie angefangen mit Laufen. Nee, ich laufe ja mein ganzes Leben schon und deswegen kann ja auch nur mein Körper das so machen. Ich weiß nicht warum.

Ich habe schon als Kind beim Sponsorenlauf konnte ich irgendwie schon ultra viele Runden rennen, habe da gewonnen, habe den Kinogutschein abgesahnt. Aber das ist halt jetzt nun mal so, weil irgendwie mein Körper das kann. Aber es ist nicht bei jedem so. Und es ist auch okay. Also es ist wirklich, man muss nicht immer einen Halbmarathon rennen.

Es ist viel gesünder, 10 Kilometer zu rennen. Es ist gesünder, viel mehr. 80 Prozent der Zone sollten eigentlich in Zone 2 sein, damit erst mal die Grundlagenausdauer geschaffen wird. Und da sollte sich keiner schlecht fühlen, wenn er jetzt eine 8er, 9er, 10er Pace hat. Es ist so egal. Es ist total egal. Einfach entspannt laufen in unterschiedlichen Zonen.

Was ich auch spannend fand, weil ... Intervalltraining mal, einfach mal ein abwechslungsreiches Training zu machen und nicht immer Zone 5, das war ein Fehler in meiner Vergangenheit. Als ich so 17 war, 16, 17, da dachte ich immer, jetzt muss ich Gas geben und ich hatte eigentlich jedes Training nur in der besten Zeit, dann bin ich quasi gelaufen.

Also immer Gas. Ja, aber wenn ich jetzt daran zurückdenke, ist das ja so ein Quatsch gewesen. Also da hätte ich ja viel öfter einfach mal Zone 2 Läufe machen sollen oder Intervalltraining oder... Ja, aber da habe ich mich echt immer ausgepowert und habe es dann danach auch gemerkt, dass es zu viel war. Also auch vom Kreislauf.

Und jetzt, wenn ich jetzt Gas gebe, Zone 5, und ich bin total ausgepowert, habe ich gar kein Problem mehr damit. Und das finde ich sehr interessant und auch wichtig, dass man sich nicht immer auspowern darf. Ja, das ist auch so eine Gefahr, die durch High-Rox-Training nicht ganz zu unterschätzen ist, weil das halt auch einen sehr hohen Reizcharakter hat, dass zu sagen, okay, ich gehe zu einem High-Rox-Training, gerade bei so einem Wetter, und gebe halt Vollgas, weil ich mich danach richtig spüre.

Das kann ich alles nachvollziehen, alles gut, aber es hat auch eine zweite Seite, Weil wenn ich das drei-, viermal die Woche mache und vielleicht am Wochenende mir noch rasch einen kleinen Wettkampf gebe, dann ist das schon nah am Übertraining. Das hatte ich auch immer. Ich hatte auch immer während meiner März-Challenge betont, dass ich auf meinen Körper höre.

Also sobald ich, also das ist halt, das steht ja an oberster Stelle. Also wenn man jetzt irgendwie Schmerzen hat, dass man dann natürlich aufhört. Oder Kreislaufprobleme, was ich zum Glück noch nicht hatte, aber dann würde man natürlich aufhören. Und das ist wichtig, dass die Menschen nicht denken, oh, das ist jetzt schwach von mir. Ich darf nicht aufhören.

Ich muss jetzt weitermachen. Und dann übertreiben sie, weil das ist dann ja das Gefährliche. Also dann wirklich auf den Körper hören und aufhören. Genau, das ist sehr wichtig. In diesen Tagen und bei dem, was wir besprochen haben, muss ich natürlich immer wieder an Joyce denken. Ja, Joyce Südner, also lieben Gruß.

Wenn sie die Zeit findet, bei uns reinzuhören, macht sie das hin und wieder. Sie ist irgendwo jetzt in Norddeutschland unterwegs. Moordeich klingt ganz schwer nach Friesland. Sie hat gestern den 382. Marathon in Folge absolviert. So stark. Ja, aber auch da, das ist halt keine Aufforderung, das irgendwie nachzumachen, weil die ist natürlich letztlich ja auch durch das, was sie vorher schon gemacht hat, aber natürlich auch durch das, was sie da täglich tut, extrem gut trainiert.

Vor allen Dingen natürlich auch in der Grundlagenausdauer, ja, also überragendere Grundlagenausdauer kannst du wahrscheinlich nicht haben. Es läuft halt ein 55er-Schnitt bei so was, das ist roundabout 4 Stunden, 10 Minuten, so was in der Preisklasse. Wir machen ja immer unterwegs Pausen und so weiter.

Aber das ist schon auch eine immer noch herausragende Challenge. Es sind noch ein paar, nämlich genau noch 113 Maritons, die sie vor sich hat. Also alleine diese Zahlen. Wahnsinn. Ist ja natürlich jetzt schon im Weltrekordbereich. Also sie hat ja eine andere Weltrekordmarke, die. Aufeinanderfolgende Marathons, vorgelegt hatte, übertroffen. Also schönen Gruß, weiter dranbleiben.

Sie liebt auch das Laufen in der Hitze. Aber das ist natürlich jetzt auch schon, eine andere Herausforderung. Vor allen Dingen, weil man natürlich auch über den Schweiß wahnsinnig viel Flüssigkeit und Elektrolyte und sowas verliert. Und das musst du ja dann auch alles erstmal wieder reinkriegen. nicht ganz einfach in dem Kontext.

Und ich habe gerade nochmal nachgeguckt, wir haben ja im letzten Jahr Philipp, mit Professor Carsten Hollander eine Hitze-Extra-Folge gemacht, weil wir hatten ja auch schon so eine Hitzeperiode. Hört da gerne nochmal rein. Das ist noch viel besser als das, was wir. Dazu erzählen können, weil er ist der weltweit führende Experte, was Hitzetraining angeht.

Das ist die Folge 244. 74 war es nun bei Hitzeanpassung und Hitzeprävention. Was dabei auch jetzt durch Studien, die in der Zwischenzeit, veröffentlicht wurden, nochmal wirklich spannend war, dass ein Hitzetraining, also ein Ausdauertraining in Hitze, wenn man das halt bewusst macht und entsprechend auch seine Zielsetzung richtig setzt, einen ähnlichen Effekt haben kann wie Höhentraining.

Das ist wirklich sehr spannend, aber natürlich schon auch so ein bisschen an der Grenze. Also das ist sicher nichts für, oh, ich mache jetzt mal Hitzetraining, sondern da muss man sich sicher vorher mal auf jeden Fall durchchecken lassen, und einen fachmännischen Rat holen. Also was traine ich dann genau und wie gehe ich das an?

Ich habe aber jetzt tatsächlich auch schon wieder Triathleten in Hitzeanzügen, also in so weißen Ganzkörperanzügen auf Rädern gesehen. Weil klar, die Triathlon-Saison mit den großen Rennen in Rot und in Frankfurt und so weiter, die kommt ja jetzt auf und zu. Plus die Profis sind natürlich schon in der Langfristvorbereitung in Richtung Hawaii.

Aber da hat es ja bei der letzten Ausgabe eben auch die beiden Führenden bei den Frauen im Marathon dann zerlegt, weil genau dann eben die Hitze zu viel war, obwohl sie sich professionell darauf vorbereitet haben. Also hört nochmal rein, Folge 274 mit Professor Carsten Hollander war sehr spannend und sind sehr kluge Ansätze, vor allem sehr vernünftige Ansätze, wie man sich entsprechend vor- und nachbereitet.

Und dann kann man auch an so einem Wochenende Spaß haben beim Laufen. Das klingt schon komisch für mich, dass ich das sage, aber. Kann sein. Ja. Wir sind schon mal sehr gespannt auf den Samstag, würde ich sagen. Absolut. Dann sagen wir toi, toi, toi. Dass die Jungs richtig Bock auf Du schießen haben.

Dann verfolgen wir das natürlich. Wie immer kommt natürlich auch dein Profil bei uns in die Shownotes, logischerweise. Und dann freuen wir uns darauf, auf eure Hitzeerlebnisse. Ja, also schreibt uns gerne, was ihr so macht, was ihr lasst, was ihr am Wochenende macht, was ihr für Erfahrungen gemacht habt und wo unter Tage man so lange laufen kann.

Und dann freuen wir uns auf nächste Woche. So würde ich das auch unterschreiben. Luise, vielen lieben Dank dir. Das war super cool mit dir heute. Folgt ihr gerne. Ich bin mir sicher, da wird es auch in Zukunft spannende Lauf-Challenges geben. Wir sind alle gespannt auf Samstag und wie es dann natürlich auch weitergehen wird.

Sag mal, da fällt mir gerade noch was ein. Hast du mal eine Challenge gemacht? Ein Lauf für jeden Dating-Fail oder was war das nochmal? Na, das war ein Witz. Das war von meinen 31 Kilometern, die ich gemacht habe, am 31. Tag von der Bärz-Challenge. Und da habe ich dann gesagt, Dating fails, ja, lauf so viel.

Und dann, zack, upsie. Ja, das kam gut an. Da haben viele die Probleme. Das glaube ich auch. Der eine oder andere fragt sich, wie soll ich 76 Kilometer laufen? Ja, also wirklich vielen lieben Dank, dass ich dabei sein durfte. Das war sehr, sehr spannend. Und genau, ich freue mich auf die ganzen Challenges, die noch kommen.

Großartig. Dann euch zu Hause auch viel Spaß bei euren persönlichen Challenges. Viel Spaß beim Fußball gucken und natürlich auch beim Laufen. Genießt den Sommer da, wo ihr es könnt. Und dann hören wir uns in alter Frische wieder in der nächsten Woche. Macht's gut, ihr Lieben. Passt auf euch auf. Ciao, ciao.

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