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Shownotes
Auch nach 326 Folgen BESTZEIT fällt Ralf und Philipp zum Glück immer wieder noch etwas Neues ein und wir nehmen den Girls' Day zum Anlass, um das Heft hier diese Woche an unsere Podcast-Praktikantinnen Anni & Lene zu übergeben.
Die beiden sind gleichermaßen begeisterte wie hoffnungsvolle junge Leichtathletinnen und dürfen diese Woche mit Ralf einen Tag hinter die Kulissen der Medienbranche blicken und Sportjournalismus-Luft schnuppern. Klar, dass Ralf & Philipp sich da dachten: Warum die beiden dann nicht auch den Podcast übernehmen lassen?! Gesagt, getan - Anni & Lene haben die Folge vorbereitet, die thematischen Schwerpunkte gesetzt und die beiden Hosts all das gefragt, was ihnen auf der Zunge brennt.
Und wir sagen mal so: Es gab auf jeden Fall Topics mit denen Philipp und Ralf nicht unbedingt gerechnet haben und es wurde genau deshalb eine extrem unterhaltsame Folge. Von Hobby Horsing, über Leichtathletik im Alter und von Philipps Rennen gegen Mo Farah bis zu einem potentiell anstehenden Hürden-Comeback von Ralf.
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110m Hürden WR von Ja'Kobe Tharp: reddit.com/r/trackandfield/comments/1u2l0jl/ja… (reddit.com/r/trackandfield/comments/1u2l0jl/ja…)
Sportschau-Livestream Mehrkampf-Meeting Ratingen: sportschau.de/leichtathletik/1-tag-des-mehrkam…
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Endlich mal wieder was ganz Neues. Nicht in der Welt draußen, sondern hier bei uns im Bestzeit-Podcast. Nach x Folgen und über sechs Jahren drehen wir heute mal den Spieß rum. Oder wir lassen uns rumdrehen im Bestzeit-Podcast von Philipp Pfleger und Ralf Schold. Ja, hätten wir auch nicht gedacht, dass das nochmal möglich ist.
Aber wir haben ja immer wieder so eine Idee. Ja, Ralf, also ich bin ein guter Freund von, wenn man versucht, ab und an was Neues zu machen, sich neu zu erfinden. Das ist aber jetzt einfach in der Natur der Dinge bei uns gar nicht mal so einfach. Insofern war ich direkt sehr angetan von deiner Idee, muss man ja am Ende sagen.
Denn es gibt die Woche ja einen, wie sagt man da, Aktionstag, der ja jetzt schon länger besteht, der ursprünglich von der Idee her jetzt gar nicht mit unserer Branche, in der wir tätig sind, zu tun hatten, sondern ich glaube, es ging damals ja mehr darum, dass, junge Mädchen beim Girls' Day in Berufe reinschnuppern können, die eher Männer dominiert sind. Da würde ich jetzt unbedingt die Medienbranche nicht unbedingt dazu zählen, auch doch schon noch.
Also der Grundansatz ist genau so, wie du gesagt hast, also eher in männerorientierte Berufe. Grundsätzlich Medienbranche nicht, Sport, krass, immer noch. Ja, ja, ja. Also immer noch. Also natürlich gibt es viele Ausnahmen, aber das Gros in den Sportredaktionen, also ich würde sagen, sich hat immer noch deutlich über 80%.
Ja, okay. Also deshalb war ich total happy und sofort dabei, als sich zwei junge Leichter-Diteln an mich gemeldet haben, Zwillinge, und gesagt haben, hey, können wir zum Girls' Day zu dir? Und dann habe ich natürlich erst gedacht. Dann würdet ihr ja sehen, was ich so mache am Tag. Aber ich glaube, wir haben ein schönes Tagesprogramm gefunden, also mal davon abgesehen, dass wir natürlich erstmal so mit Basics angefangen haben.
Wie geht recherchieren und was macht man da und wie bereite ich eigentlich was vor? Was mache ich überhaupt so den ganzen Tag? Also da musste ich dann schon sagen, was ich den ganzen Tag mache oder nicht mache. Die Mutter fragte mich ja, die kommen dann so morgens um acht und ich so, könnte auch um neununddreißig sein.
Ach, das ist nicht der übliche Arbeitsbeginn bei mir. Das hatte jetzt mit Schule so für mich, das war natürlich schon der erste Schocker. Ich so, ja, da gehen die ja zur Schule normalerweise. Richtig. Aber dann habe ich gedacht, ach, weißt du was? So Podcast ist ja dann doch auch unser Wocheninhalt und unsere permanente Befassung logischerweise.
Und dann drehen wir doch einfach mal das Ganze rum. Und die beiden haben sich halt jetzt den ganzen Vormittag über auf unseren Podcast hier, auf die Folge, die ihr hört, vorbereitet und haben sich Themenfelder rausgesucht und werden gleich mit uns darüber talken. Ich kann euch jetzt schon sagen, wir hatten mal eine defensive Länge angegangen und es ist erstens cool geworden und zweitens, wenn wir mal so drin sind im Erzählen unter Sportlerinnen und Sportlern, dann geht das schon.
Es sind auch generationenübergreifende Themen und so, also super spannend. Absolut, ich fand es super cool. Aber gut, das war mir jetzt ja klar, dass du da mitmachst, weil erstens auch eine Tochter. Zweitens, du bist ja sowieso halt auch bei den Empowerment-Themen relativ weit vorne, so mit Play und so weiter, bist du ja auch immer dabei.
Deshalb für uns eine Herzensangelegenheit, dass wir sagen, okay, wenn wir da Einblicke geben können, auch wenn es vielleicht nicht so viel ist, was man so macht in unserer Branche so am Tag. Wir telefonieren halt viel und labern viel und gucken viel an und lesen viel und so weiter. Und jetzt in der Zeit, wo wir jetzt noch unseren Vorlauf machen, Wir haben das Gespräch mit den beiden ja schon gehabt.
Schauen Sie jetzt noch mal in die Recherche für. Will ja auch vielleicht eine Kleidigkeit davon haben. Für mein Wochenende. Und mein Wochenende sind die beiden Mehrkampftage beim Mehrkampf in Ratingen mit Zehnkampf und Siebenkampf. Mit Leo Neugebauer, der nochmal einen Zehnkampf macht. Wird auch eine geile Herausforderung bei dem Wetter.
Also klar ist das natürlich alles eher sprintorientiert. Also das ist schon irgendwie auch ein cooles Wetter. Also jetzt mal Leo ist gewohnt in Houston zu trainieren. das ist schon relativ nah an dem, was hier gerade passiert aber alles, was nur mit Laufen zusammenhängt und so weiter, am Wochenende ist Ironman in Frankfurt, Leute, Leute, Leute das ist ein Brett, ey.
Das wird also, ich meine, wir haben ja auch hier im Format natürlich schon öfters mal drüber gesprochen, wie unterschiedlich Hitze, glaube ich, wahrgenommen und empfunden wird, wenn wir es mal nur vergleichen, Marathon-Welt zu Iron-Man-Welt und da gab es ja dann auch immer mal wieder die ein oder andere kleine Spitze von einem Top, oder nicht nur von einem, aber von mehreren Top-Athleten aus der, Iron-Man-Riege, die natürlich sagen, ja Freunde, komm, also ob wir jetzt 20 Grad beim Marathon sind oder nicht, wir starten in Kona teilweise bei auch deutlich über 30, natürlich müssen wir unsere Rennen bewältigen und sind sehr viel länger unterwegs, natürlich haben wir da auch immer ein bisschen eingeordnet, ja ist eine krasse
Ausdauerleistung, keine Frage, größter Respekt vor allem die irgendwie Ironman machen, natürlich aber auch von der Intensität sehr viel niederschwelliger als wenn du einen Marathon auf Profilevel all out rennst und da macht natürlich die Temperatur Unterschiede, ob das jetzt 10 Grad sind oder 20 Grad auch einfach, mehr Damage das ist ja auch eine klare Sache, nichtsdestotrotz das was jetzt am Wochenende in Deutschland in weiten Teilen zu erwarten ist und natürlich auch in Frankfurt.
Ist schon heftig. Ich habe jetzt ein, zwei Sachen gesehen, auch bei mir in meinem Insta-Feed, man kriegt dann viele immer auch aus der Bubble vorgeschlagen, wo es schon ein bisschen drüber, also schon eher ernst drüber gesprochen wurde, sinngemäß jetzt nicht so, jo, wird wieder warm, ist ganz überraschend, das ist ja schließlich Ende Juni, kommen wir schon klar so, sondern es war schon jetzt eher ein bisschen mahnend und auch appellierend, dass das für all diejenigen, die da am Wochenende starten wollen, wirklich, dass es kein Joke wird jetzt so mit ich glaube, Freitag, Samstag ist ja 37 Grad glaube ich angesagt. Nee, über 40.
Bei uns auf jeden Fall über 40 und in Frankfurt auch. Ja, Wahnsinn. Also das ist dann halt schon das darf man nicht ganz, also ich glaube niemand nimmt hoffentlich einen Ironman auf die leichte Schulter, aber vor dem Hintergrund wird das schon heftig sein und ich glaube, dass da natürlich auch alle. Rettungskräfte und wie soll ich sagen, Helfer, die werden da in entsprechender Alarmbereitschaft sein fürs Wochenende.
Also sowieso ist ja leider auch schon am letzten Wochenende viel zu viel passiert, weil das ist auch natürlich das mit Schwimmfähigkeit und mal eben irgendwo reinspringen, möglicherweise noch mit Alkohol oder so weiter. Ich habe gesehen, dass im Guggenberger Weiher ist auch ein 29-Jähriger irgendwie, also man weiß glaube ich noch nicht genau, wie es zustande kam, irgendwie Stand-Up-Puddle-Board und dann irgendwas und ja, haben sie heute geborgen.
Also das ist alles schon gar nicht lustig. Aber die Kreislaufbelastung ist natürlich auch einfach ein Brett. Es ist jetzt inzwischen halt auch bei mir so, es wird ja nachts nicht mehr kalt. Du kriegst ja auch diese drückende Wärme aus der Bude gar nicht mehr raus. Weil es ist draußen nicht viel kälter.
Es geht kein Lüftchen nachts hier bei uns, aber null. Das ist halt schon Wahnsinn. Ich war vergangenes Wochenende zum Geburtstag oder zur Geburtstagsfeier eines guten Freundes in Bayern am Starnberger See. Das ist halt schon nochmal einen Hauch anders. Einen Abend hat es dann geregnet, das Gewitter war ein bisschen weiter.
Ist dann schon super anders, aber da kommt so ein Hauch Klarheit nochmal rüber. Relativ nahe zu den Alpen und so weiter und so weiter. Das hast du hier nicht. In Frankfurt, das ist eine Glocke. Da hängst du da unten drin am Main da rauf und runter auf diesem asphaltierten Weg, sonst geil zu laufen. Bei den Temperaturen, da ist kaum Schatten, ist das schon echt ein Brett.
Und noch mal als Einordnung, weil ja alle immer sagen, ja, Hawaii. In Hawaii wird es nie so heiß. Also von den Temperaturen her. Weil da ist ja eine relativ gleichmäßige Temperatur das ganze Jahr über. Das macht es halt natürlich auch anstrengend. Aber es ist so grob immer irgendwas zwischen 28 und 31 vielleicht.
Da ist nicht 36, 37. Ist einfach nicht. Das, was es da so schwer macht, ist die Luftfeuchtigkeit. Luftfeuchtigkeit, ja. Du hast das ja sicher, oder ihr zu Hause vielleicht schon mal aus Asien oder so, wenn man da halt im Sommer ist, das ist halt die Hitze ist das eine, aber die Luftfeuchtigkeit killt einen ja, weil die gefühlte Temperatur ist es dann ja.
Oder, also nennen wir es noch mal wissenschaftlich, der Taupunkt ist es nachher. Das ist das halt, was den Organismus so antatscht. Aber Temperaturen von 37, 38, 39, 40 oder da drüber, das ist halt richtig hart, weil der Körperkern überhaupt nicht mehr runterkommt. Und wenn du dann halt noch eine Belastung draufsetzt, das ist schon speziell.
Ja, ich bin heute Morgen auch eine Runde laufen gegangen. Bin die Woche jetzt gerade in Münster unterwegs und es war gestern relativ okay, also warm, aber so Nachmittag 30 Grad. Ich glaube, heute Morgen hat es schon 30 Grad gehabt um halb 10, als ich laufen war. Ich bin jetzt nicht ultra früh aufgestanden, aber dachte mir, komm eine kleine Runde, das machen wir jetzt noch so 10 Kilometer und.
Ich fand heute Uhrzeit, wie gesagt zu gestern, nochmal ganz andere Welt, also wirklich komplett andere Welt, so dass du nach zwei Kilometern schon, und ich bin jetzt nicht schnell gelaufen, nach zwei Kilometern schon gemerkt hast, wie es einfach schon anfängt, einfach nur runter zu laufen, so, und da dachte ich mir auch, für all diejenigen zu Hause, ja, klar, wenn ihr jetzt sagt, ihr seid Triathlon-mäßig unterwegs, dann ist das jetzt halt eure Saison, dann kann ich jetzt schlecht sagen, ihr könnt jetzt nicht trainieren, aber ich habe mir da heute wieder gedacht, klar, eine Option ist, entweder ultra früh halt trainieren gehen, Aber ich weiß auch, wir alle haben ja irgendein Leben, also ein Berufsleben,
ein Familienleben, vielleicht nicht für alle praktikabel, machbar, wie auch immer. Abends kann ich es fast nicht empfehlen, weil es ist halt, der ganze Tag heizt sich auf und es dauert ja bis spät in die Nacht, dass es ein bisschen abklingt und die direkte Sonnenschein logischerweise dann weg ist. Aber das ist ja dann vielleicht auch nicht kompatibel mit, wie auch immer euer Berufs- und Familienleben am nächsten Tag dann wieder aussieht, dass ihr dann ultra spät trainieren geht.
Das heißt, entweder ultra früh oder, klar, Radfahren ist ein anderes Ding, Schwimmen ist ein anderes Ding, aber wenn wir jetzt mal beim Laufen bleiben, vielleicht tatsächlich in dieser Phase, weil keiner von uns muss, glaube ich, jetzt schon in einer Marathon-Vorbereitung sein für den Herbst. Wir wissen, Berlin ist in der Regel der früheste.
Marathon, der dann irgendwie anstehen wird oder so. Das heißt, zumindest für die meisten von uns hier in Deutschland, wo das vielleicht relevant wird, da fängst du dann halt schon natürlich zwölf Wochen vorher spätestens an. Das ist dann schon Juli, jetzt sind wir aber noch im Juni. Also ich glaube, ich würde jetzt eher in der Phase und es wird jetzt auch nicht vier Wochen wahrscheinlich, so richtige Hitzewelle sein, aber jetzt ist es halt akut.
Ich glaube, da ist es manchmal smarter, tatsächlich ein bisschen weniger zu machen und nicht auf Teufel komm raus, dann irgendwie zu sagen, ich muss jetzt aber meine anderthalb Stunden laufen oder meine was auch immer. Also ich muss sagen, ich bin heute nach einer Dreiviertelstunde. Ich war zufrieden. Also mir hat es gereicht. Klar geht es nicht darum, kann man nicht mehr machen.
Man hätte mehr machen können. Ich hätte auch eine Stunde machen können. Aber ich fand es jetzt so vom, man merkt halt jeder Kilometer mehr, vor allem wenn es dann irgendwann noch weniger Schatten gibt, je höher die Sonne dann irgendwie auch steht, ist dann schon heavy. Ist schon heftig jetzt bei den Temperaturen. Und das ist, glaube ich, was, was man gerne so ein bisschen vielleicht auch unterschätzt.
Und ich sage mal, jetzt ist ja nun mal keine Notwendigkeit, aktuell für die meisten von uns, da jetzt im Training irgendwie Bäume ausreißen zu müssen. Also du verlierst ja auch wahnsinnig viel Flüssigkeit, Elektrolyte, Energie. Dauert viel länger zu regenerieren. Muskuläre Probleme vielleicht auch, wahrscheinlicherweise eben so viel Flüssigkeit und Elektrolyte dann verlierst, dass da dir irgendwas unnötig reinläuft, was du dann später nicht brauchen kannst, wenn du eigentlich wieder in der Marathonvorbereitung sein willst.
Und ja, wir sind alle immer bestrebt, natürlich irgendwie das Maximum in unserem Leben und auch im Sport irgendwie rauszuholen. Und das ist ja auch erstmal nichts Schlechtes so. Aber ich glaube jetzt gerade bei den Temperaturen, ich habe mir heute Morgen nur gedacht, ja, es war jetzt schön. Und bei der Wende, ich bin dann im Kanal langgelaufen, fünf Kilometer und dann wieder umgedreht und dachte mir so.
Stunde plus müsste jetzt nicht sein gerade. Also es ist jetzt mit zehn Kilometer auch in Ordnung und dann ist gut. Hast du denn an dem Kanal noch Überreste gesehen? Von Gels oder Ähnlichem. Da war ich am Wochenende der Münster-Marathon. Münster-Triathlon. Hab ich gehört, dass hier in der Nachbarschaft auch jemand teilgenommen hat.
Aber ich weiß gar nicht, was ist das denn? Das ist bis Olympische Distanz. Okay, bis Olympische Distanz. Habe ich nichts mehr gesehen, leider. Jetzt bin ich schon wieder, weil ich habe tatsächlich ja letztes Jahr daran teilgenommen. Und ich habe Olympisch gemacht. Aber vielleicht gibt es auch eine Halbdistance.
Bin ich jetzt nicht mehr ganz sicher. Auf jeden Fall hat es an diesem Wochenende, also am letzten Wochenende stattgefunden. Und wieder so heiß wie im vergangenen Jahr ja auch schon. Also da war es auch, irgendwie 33, 34 Grad. Ja. Sie haben es wohl wieder, wie im vergangenen Jahr, irgendwie sehr super hingekriegt, weil sie zusätzliche Kühlstationen hatten, die Leute halt auch entsprechend darauf aufmerksam gemacht haben und gesagt haben, hey, macht halt einfach ein bisschen langsamer.
Du musst dein Tempo anpassen, vor allem mit dem Laufen. Du musst halt langsamer laufen. Guckt auf euren Puls und so weiter. Das sind ja die Dinge, die dann helfen. Das ist das Wichtige mit dem Puls, was du gerade sagst. Das ist mir auch aufgefallen, natürlich. Das ist ja auch keine Rocket Science. Also ihr könnt ja mal den Vergleich machen, wenn ihr unbedingt laufen wollt, jetzt bei den ganz hohen Temperaturen oder müsst oder wie auch immer.
Wenn ihr da mal guckt und ihr lauft in ein Tempo, was für euch sonst normal Wohlfühltempo ist, 5 Minuten, 5.30, was auch immer, guckt mal auf den Puls, wenn es jetzt so heiß ist. Also mir ist das heute Morgen drastisch aufgefallen, ich bin jetzt nur, in Anführungszeichen, also wie gesagt, war ganz normaler, entspannter Lauf, 4.20 oder was bin ich gelaufen, aber meine Pulswerte dazu.
Also zumindest meine Uhr hat mir ja schon gesagt, beim Loslaufen 30 Grad um, weiß nicht was das war, halb 10 oder sowas, habe ich mir schon gedacht, okay, ja, das ist natürlich schon heavy, merkst du ja dann erstmal gleich subjektiv schon, dass es irgendwie so richtig dich einfach so erdrückt, diese Hitze fast schon, aber die Pulsschläge, ich würde auch fast sagen, 10 Schläge höher als sonst.
Ja, das ist nämlich, ja, auch tatsächlich ein gutes Korrektiv, ja, und das ist halt so, das kumuliert ja, also je länger du in der Hitze unterwegs bist, Körperkern will halt ruhig und, in einem vertretbaren Bereich gehalten werden, also geht der Puls immer weiter hoch, ne, das hatte ich tatsächlich auch in meiner Auswertung letztes Jahr bei dem Lauf.
Ich bin sehr gleichmäßig durchgelaufen, aber der Puls ging immer weiter hoch. Und ja. Das ist ja noch okay, solange man sich dabei nicht unwohl fühlt. Aber wer das schon mal hatte in extremer Hitze, wenn einem dann kalt wird, dann ist spätestens ein echtes Alarmsignal. Bitte nehmt das nicht auf die leichte Schulter, das ist ein Alarmsignal.
Oder wenn man so leichten Schwindel hat oder so kalten Stirnschweiß oder so. Leute, haltet an, kühlt euch runter oder lauft deutlich langsamer. Das ist es einfach nicht wert. Ich war tatsächlich gestern Morgen halt auch, auch relativ früh, irgendwie so um acht oder so oder halb neun, keine Ahnung, bin dann in den Wald gegangen, wo es ja tendenziell dann auch immer nochmal ein Touch kühler ist, und ich habe einfach Intervalle gemacht dann.
Weißt du, weil das ist eine viel kürzere Belastung und nutzt es doch, um vielleicht einmal Intervalle mehr zu machen in der Woche. Und dann entspannt Radfahren in einem Fitnessstudio. I don't know. Radfahren, finde ich, sogar noch geht immer noch bei hohen Temperaturen. Weil du einfach diesen Wind hast. Ja, weil du den Wind hast.
Du schwitzt allerdings trotzdem sehr viel mehr. Das ist einfach so. Aber geht noch. Aber falls ihr sagt, okay, wie soll ich jetzt 15 oder 20 Kilometer laufen? Dann läuft halt, keine Ahnung, 10 mal eine Minute. Das bringt euch auch weiter. Ja, also auf jeden Fall. Also gerade in so einer Phase jetzt, wo wir sind. Wir sind ja noch sehr weit von der Herbstsaison entfernt.
Also für die Triathleten, aber auch da. Was bringt es dir jetzt, wenn du dich ein, zwei, drei, wir haben ja jetzt am Wochenende Frankfurt, dann haben wir zwei Wochen später, nee, zwei Wochen, eine Woche später haben wir Rot. Was bringt es dir, wenn du dich jetzt aus dem Leben schießt mit so einem Lauf in der Superhitze? Das bringt dir gar nichts.
Also als Vorbereitung bringt das nichts. Das ist kein Effekt, der dich wirklich weiterbringt. Ja. Nee, deswegen, ich glaube auch, dass das smart ist in so einer Ausnahmesituation, wettertechnisch, sage ich jetzt mal, und in einer Phase, die für uns Läufer, jetzt nicht unbedingt kriegsentscheidend ist.
Einfach ein bisschen smart zu sein, so ein bisschen dann vielleicht auch mal den Fuß vom Gas nehmen, lieber dann ein bisschen die Frische mitnehmen oder was Kürzeres machen, wie du gesagt hast, Ralf, ein paar Sachen, wo man ein bisschen mehr Speed macht oder sowas, ohne sich dabei jetzt komplett aus dem Leben zu schießen, das tut einem auch nochmal ganz gut, vielleicht ein bisschen mehr diese Frische dann mitzunehmen.
Ich bin allerdings, und ich gucke gerade mal parallel nochmal im Internet, Ralf, ich habe die Befürchtung, und das ist ja auch häufig so, das ist jetzt nicht neu, dass für unsere Läufer, ja, ich habe es befürchtet, es gibt einen Halbmarathon in Deutschland, der immer in der größten Sommerhitze stattfindet und warum auch immer ist, das ist Hamburg, das ist Hamburg.
Ja, und weißt du was, ich habe das auch schon gemerkt, weil ich muss da am Wochenende hin, weil wir von da aus den Mehrkampf kommentieren. Es ist am 28. Ja. Oh Mann, ey. Und die Stadt war so voll. Also ein Pech, sage ich jetzt mal fast. Also die haben sich ja bewusst diesen Termin ausgesucht und der wird auch relativ gut angenommen, weil wir natürlich im Sommer vergleichsweise wenig Halbmarathons haben.
Aber Juni ist ja mal so und mal so. Aber die haben es wirklich gepacht. Du meinst, ich sollte am Sonntagmorgen vor dem zweiten Tag Mehrkampf noch rasch einen Halbmarathon laufen gehen? Ja, die haben die Hitze echt gepachtet. dass es jedes Jahr absolute Ausnahmehitze. Für diejenigen, die sich da angemeldet haben und laufen, zum Beispiel auch hier, liebe Grüße an Tom Böttcher.
Tom, wir hatten ja erst die Woche noch telefoniert, oder was? Letzte Woche, glaube ich. Anyway, Tom, kühlen und viel trinken und nichts übertreiben. Wenn am Wochenende ihr Halbmarathon lauft, dort aufpassen. Das wird vermutlich nicht ganz so angenehm werden. Also gar nicht relativieren. ist, glaube ich, nicht ganz so heiß vielleicht im Norden, aber dass Hamburg dann ausgerechnet an den Wochenenden stattfindet, wo in Hamburg dann mal so ein Ultrawetter ist, ist auch hart.
Das muss man auch schon sagen, ja. Ja, auf der anderen Seite, wir sind halt im Sommersport, ist schon so. Aber klar, diese Auswüchse sind jetzt echt schon krass. Weil wir sind ja in absoluten Rekordsphären unterwegs, wie im Juni, weil wir sind halt eben noch im Juni, normalerweise nicht ist. Es ist ja eher so, dann Richtung Ende Juli, Anfang August, da kann man mal so Phasen haben.
Aber das heißt ja nicht, dass wir nicht nochmal so Phasen kriegen. Ich habe jetzt noch nicht gesehen, wann es deutlich kühler werden soll, ehrlich gesagt. Sondern jetzt geht es erst noch mal ein paar Tage lang rauf. Also Startschuss habe ich gerade noch mal recherchiert. Hier für den Sonntag ist 8.30 Uhr. Das ist immerhin halbwegs früh.
Könnte ich schaffen vorher. Aber wir wissen auch, es laufen jetzt nicht alle, anderthalb Stunden oder weniger. Also es gibt ja durchaus Leute, die auch zweieinhalb Stunden laufen. Das heißt, da wird es dann hinten raus, es wird warm werden auf jeden Fall. Okay, macht so einen Quatsch nicht. Kauft euch ein kühles Getränk oder ein Eis. setzt euch an den Straßenrand und feuert alle an. Das ist auch ein gutes Sonntagsprogramm. Die können das alle gebrauchen.
Ja, cool. Dann lass uns doch mal einsteigen. In unser Interview. Ich freue mich. Das war wirklich großer Spaß. Lene übernehmen gleich. Die sind beide Leichtathletien. Kommen wir gleich noch zu etwas unterschiedlicher Bereiche. Zwillinge, aber unterschiedliche Schwerpunkte. Mentalitätsbereiche in den unterschiedlichen Dingen spielen gleich eine Rolle.
Die Unterschiede zwischen Philipp und mir, spielen gleich eine Rolle. Hat uns jedenfalls total Spaß gemacht und gerne wieder und dann geben wir jetzt unser Zepter sehr gerne mal ab für die nächste Stunde. Ja, dann sagen wir doch erstmal jetzt herzlich willkommen bei uns, Anni und Lene. Ist total cool, dass wir diesen Tag hier den Girls Day mit euch zusammen nutzen können.
Und da ihr ja aus der Branche seid, vielleicht jetzt noch nicht ganz Richtung Marathon, ich habe ein tiefes Verständnis dafür logischerweise, haben wir gedacht, dass wir euch mal das Ruder überlassen. Keine Sorge, wenn wir nicht weiterkommen, Philipp fällt immer irgendeinen Quatsch ein. Aber die beiden haben den Vormittag ja auch genutzt, um sich vorzubereiten.
Und vielleicht nehmt ihr mich und vor allen Dingen auch Philipp erstmal mit, auf welche Themen müssen wir uns jetzt blitzartig einstellen und dann legen wir auch direkt los. Also zuallererst mal was Allgemeines, weil hier gibt es ja einen kleinen Interessenkonflikt zwischen Marathon und Triathlon. Da haben wir gedacht, machen wir mal was ganz anderes, Hobbyhorsen.
Wir sind natürlich auch zwei unterschiedliche Disziplinen im Leichtathletik, deswegen haben wir auch erstmal so die Mentality und generell Unterschiede zwischen Läufern und Sprintern und Springern und sowas. Da müsst ihr uns nochmal eben helfen, wer steht für was bei euch. Ja genau, eine unterschiedliche Mentalität.
Lena ist in der Sprintgruppe und ich in der Läufergruppe. Da können wir mal ein paar Vergleiche ziehen. Und dann haben wir noch, wir sehen natürlich ziemlich oft alte Leute auf unserer Anlage und da wollen wir nochmal drüber reden. Da habt ihr direkt an uns gedacht. Nein, nein, was? Wir haben uns gedacht, dann können wir ja mal gucken, wie ihr das findet, wenn W60 Leute, WÜ60 Leute Spikes anziehen.
Flott unterwegs sind. Voll cool. Bin ich schon sehr gespannt. Also sehr unterschiedliche und sehr interessante Themenblöcke. Da freue ich mich schon sehr drauf. Auch auf den Vergleich Marathon und Triathlon. Da haben wir vielleicht ein paar unterschiedliche Standpunkte, Ralf und ich. Ja, aber du hast schon verstanden, dass wir uns erstmal philosophisch über Hobbyhorsing auseinandersetzen wollen.
Oh ja. Du weißt, was das ist. Ich weiß, was das ist und ob du es glaubst oder nicht. Ich habe das noch nie im Podcast hier erzählt. Ich bin da zumindest in Ansätzen sehr viel tiefer drin, als man vielleicht denken mag aktuell. Und jetzt denkt sich Ralf, oh mein Gott, was für ein Cliffhanger. Aber wir kommen da jetzt erst später dazu, weil das ist nicht der erste Themenblock jetzt.
Okay, doch. Hobbyhorsen ist jetzt unser erstes Thema, habe ich mich jetzt übergeben. Ah, ist doch das erste Thema. Dann fangen wir gleich mit Hobbyhorsen an. Perfekt. Ihr seid die Interviewer, das heißt, ihr dürft die Reihenfolge bestimmen, wie es euch beliebt. Super. Hobbyhorsen ist es. Ihr kennt euch anscheinend schon mehr aus als wir dachten.
Aber jetzt mal für die Zuhörer, Hobbyhorsen sind die Leute, die noch ein bisschen was von der Kindheit mitgenommen haben. Steckenpferde einfach mal ein bisschen benutzen. Da werden nur Hindernisse aufgebaut, andere sind so ungefähr so groß wie die selber, andere ein bisschen kleiner. Es gibt Unterdisziplinen wie Dressur.
Man kann sich Pferde bis zu 1.000 Euro oder 1.800. Auf jeden Fall gibt es richtig teure Holzpferde. Ich wollte gerade nochmal zum Verständnis, wir reden von Steckenpferden und die können bis zu 1000 Euro kosten. Auch mehr. Und auch Zubehör, Material, Kosten, Sachen. Also das ist schon teuer. Ja, es gibt so zwei Seiten natürlich. Einmal die Seite, oh mein Gott, verrückte Leute, warum machen die das?
Und es gibt die Seite, okay, ist krass, ist ein bisschen krasser als, also die springen selber bei Hindernisse, ist schon ein bisschen mehr Sport als ein Pferd springt über ein Hindernis. Deswegen wollten wir mal fragen, was haltet ihr davon, auf welcher Seite seid ihr eher? Das ist fair. Ich habe noch nie so einen Wettkampf regulär mir reingezogen.
Das heißt, ich könnte jetzt nicht sagen, wie lange üblicherweise so ein Parcours dauert, wenn man da durchzieht. Ich könnte mir aber vorstellen, weil ich mit meiner Tochter, so nähern wir uns gleich dem Thema an, also ich persönlich habe mit kompetitivem Hobbyhorsing noch nicht viel zu tun, aber meine Tochter, die ist dreieinhalb und wir sind gerade voll in der Bibi und Tina Era so angekommen auch schon.
Das heißt wir sind super tief drin im ich muss jeden Tag ausreiten mit ihr, wir galoppieren und Amadeus und Sabrina, ich war gar. Offensichtlich ja erstmal Junge Jungs haben sich nicht so in ihrer Kindheit für Vivientina interessiert, das heißt ich komme jetzt mit fast 39 sehr in dieser Era an, weil ich ständig irgendwelche Geschichten davon vorlese, irgendwelche Hörspiele passiv mit, konsumiere und natürlich ist ja klar, dass wenn man mit dreieinhalb Jahren dann so voll da rein startet ist bei uns jetzt auch, bei uns sind zwei Steckenpferde eingezogen.
Eins selber gebastelt und eins als Geschenk von einer Oma, quasi von Mila. Das heißt, dieses Konstrukt wird mir jetzt tagtäglich sozusagen immer sehr vorgeführt. Wie gesagt, der Wettkampfsport, man neigt dazu, das glaube ich so immer so ein bisschen zu ins Lächerliche ziehen zu wollen, weil natürlich wirkt das ja erstmal komisch, wenn dann doch eher...
Teenager und Ältere, vielleicht auch sehr, ich weiß gar nicht, wie da die Altersverteilung so ist, sowas dann machen, denkt man sich vielleicht, oh mein Gott. Aber, weil ihr schon gesagt habt, mit so Hindernissen und so, wenn das auf einem richtigen Reitplatz gemacht wird, und ich bin früher auch schon Cross-DMs gelaufen auf Pferderennbahn und sowas.
Unter anderem in Bremen war das mal, aber auch in Neuss gab es früher einen krassen Crosslauf noch, Ralf, du kennst den ja glaube ich noch, auch auf so einer Pferde- oder auf Trabrennbahn. Das ist no joke, da helfen dir auch deine Crossbikes nicht so viel, wenn du durch diesen Sand da durch warten darfst.
Und wenn das auf so einem richtigen Reitplatz ist und du müsstest da zwei Minuten all in gehen und über irgendwelches Zeug drüber springen, dann müsste ich sagen, aus einer rein athletischen Perspektive ist das, glaube ich, bestimmt anstrengend. Das glaube ich schon. Und von dem her, ich bin ja immer so, ich verurteile jetzt nicht so viele Leute per se proaktiv.
Ich sage mal, wenn es den Leuten Spaß macht, ich weiß nicht, wie groß die Szene ist, ich weiß nicht, wie wahrscheinlich gibt es auch schon sowas wie deutsche Meisterschaften, keine Ahnung. Ja, gibt es. Ja, gibt es wirklich. Was mich ein bisschen entsetzt hat, waren die Preise für Steckenpferde, weil ich weiß jetzt nicht, was das Geschenk für meine Tochter gekostet hat.
Das ist, weil du Angst hast. Ja, genau. Das muss ich irgendwie unter Verschluss halten, dass es da so einen Wettkampfsport davon gibt. Wir bleiben lieber im, wie soll ich sagen, im Geschichtsbereich von Bibel und Tina, das wäre mir, glaube ich, dann lieber. Also ich möchte einmal einen Vergleich machen mit leichterledischen Disziplinen. Ja, ja.
Hobbyhousing haben wir irgendwann vor ein paar Wochen, gar nicht so lange her, im HR-Fernsehen bei der Sendung, die ich moderiere, als Beitrag gehabt und auch in Social Media reingestellt und das ist wahnsinnig gedisst worden und bis zu übelsten Beleidigungen. So, jetzt stellt euch mal vor, jemand, der überhaupt nichts mit Leichtathletik zu tun hat, kommt das erste Mal auf einen Platz und sieht Menschen 3000 Meter Hindernis machen.
Jetzt mal ganz ernsthaft. Also aus einer völlig unvoreingenommenen Perspektive. Könnte sich auch jemand denken, die haben einen kompletten Schuss. Die rennen da auf ein massives Hindernis zu, das jetzt auch nicht so niedrig ist, das dich komplett abwirft, wenn du da in irgendeiner Form dran hängen bleibst, anders als beim Hürdenlaufen.
Da wisst ihr besser als wir aktuell, wovon ihr redet. Dann steht da auch noch so ein Wassergraben, was der da plötzlich soll, mit so einem Ding davor und dann entweder drüber springen, reinfallen, I don't know. Also das ist schon auch relativ schräg. Nur weil das vielleicht in der allgemeinen Wahrnehmung als normaler angesehen wird, hat das ja jetzt nicht mehr Sinnhaftigkeit dadurch.
Weil ich meine, was ist jetzt der tiefere Sinn an 3000 Meter Hindernis? Wo kommt es her und so weiter? Das ist ja letztlich geboren aus einer militärischen Übung, so ähnlich wie Biathlon oder was auch immer. Insofern. Hobby-Horcing ist ja schon im Wort angelegt, dass es eher in Richtung Hobby geht. Ja.
Gibt es das nicht auch mit Hunden? Habt ihr das nicht vorhin kurz erwähnt? Das gibt es. Hobby-Dogging und da laufen die, meine ich, nur mit der Leine rum. Und dann quasi ein durchsichtiger oder ein vorgestellter Hund an der Leine. Und dann reden die mit der Leine oder. Laufen auch über Hindernisse, aber halt mit einer Leine und dann rufen sie ja, ja, Bello, lauf!
Und dann so, sowas halt. Aber bei Hobbyhousing ist ja auch... Ja, aber bei Hobbyhousing ist ja auch... Die machen das ja nicht auf einem Reitplatz, sondern in einer Halle. Und da finde ich schon am ehesten, was dann so an... Was man auch Leistungssport nennen könnte, finde ich, weil da gibt es ja jetzt auch so Weltrekorde, Deutsche Meisterschaft und was auch immer, wo die dann über so mit einem Stock und einem Kopf dran von einem Pferd springen über 1,70, finde ich schon krass.
Das ist ja fast so groß wie wir. Das ist richtig krass. Das ist ja so hoch, wie die bei uns Hochsprungen gerade machen. Das sind ja so Normsachen, die springen da ja auch so hoch. Darf ich jetzt nicht so laut sagen, ich bin niemals über 1,70 Meter hochgesprungen. Wir auch nicht. Aber dann so Sachen wie Dressur, wo die dann so rumhüpfen. Das gibt es ja beim Pferd auch. Das ist ja dann in so Hallen, so Mehrfachhallen.
Und dann gibt es glaube ich noch, also ich glaube es gibt so drei Themenfelder beim Hobbyhorstück mit noch Zeit, wo die dann so vier Hindernisse haben und dann müssen die so drei Runden oder so laufen und dann so schnell wie möglich darüber, meistens 30 Sekunden oder so und das sind ja so die drei Themenfelder, die es da gibt.
Also ich finde manche Sachen davon schon krass, wie man das dann so machen kann. Also so Hochsprung das, finde ich schon krass zu machen. Ja, weil ich meine, ich habe auch schon sehr viele Stabhochspringerinnen und Stabhochspringer gesehen, die bevor sie loslaufen den Eindruck vermitteln, als würden sie mit ihrem Stab sprechen. Also so ist es nicht.
Die Verbindungen sind schon öfter. Das gibt es schon öfter, ja. Also das sind ja dann irgendwelche Vorbereitungs-Mantra, die sich halt vorsprechen, um sich technisch selbst zu fokussieren auf bestimmte Dinge. Wenn jetzt irgendwo in einem Park jemand mit einer Hundeleine an mir vorbeikommt, und mit der Leine spricht, da hätte ich jetzt spontan erstmal ein paar Fragen, weil mich die Regeln jetzt nicht direkt so packen würden.
Aber bei Hobbyhousing, da bin ich komplett anderer Meinung. Ich habe eher tatsächlich ein Problem mit dem originären Dressurreiten. Weil was da mit den Pferden passiert, ich weiß, da kommt, haben wir nicht schon mal Verde-Hate verbreitet? Ja, ich glaube ja. Es gibt halt zwei Lager, ja. Ich erinnere mich auch an die Olympischen Spiele damals, Tokio war das ja, glaube ich, wo das dann richtig groß in den Medien war.
In dem Fall war es aber dann moderner Fünfkampf, aber same Story, also es ist natürlich um den Reitanteil und da wirst du, egal welche Äußerungen wir jetzt hier tätigen, werden wir uns nicht nur Freunde machen, weil es gibt einfach zwei fast schon, religiöse Lager, Die einen sagen, es ist alles, was mit Tieren gearbeitet wird, ist kein Sport, es ist so Tierquälerei und die anderen sagen, nee, es ist halt irgendwie Tradition und man kann natürlich mit Tieren arbeiten und denen irgendwie Sachen beibringen und so, das ist halt.
Ja, wie überall gibt es wahrscheinlich, ich bin jetzt nicht so tief drin im professionellen Reitsport, wahrscheinlich unterschiedliche Herangehensweisen, wie man Tieren oder im echten Sport dann auch Menschen versucht, was beizubringen, ähm. Bei den Tieren ist es halt so, die können sich jetzt nicht so gut äußern.
Beim Sportler gibt es ja schon immer mal wieder, dass irgendjemand sagt, das oder das ist passiert und keine Ahnung. Also bei den Reitern finden jedenfalls sehr starke Vermenschlichungen der Pferde statt. Also die sagen ja, das hat dem super gefallen und der war total stolz und so. Also das bleibt ja erstmal eine Kommunikation, gibt es natürlich schon zwischen Lebewesen in irgendeiner Form.
Also die ja logischerweise nonverbal ist, aber was ist es jetzt halt wirklich, ja? Und, bei Galopprennen, also möglichst schnell rennen, das machen Pferde in der freien Wildbahn schon und in Teilen auch springen. Bei Dressurreiten habe ich da ganz, ganz, ganz krasse Bedenken und vor allen Dingen halt auch die Herangehensweise.
Also wie werden Pferde dazu gebracht, sich so zu bewegen in diesem Quadrat oder in dem Rechteck, ist es glaube ich kein Quadrat, ein Rechteck, da habe ich noch mehr Fragen. Und deshalb finde ich eigentlich die Idee zu sagen, lass uns das doch jetzt mal als Mensch performen, ist doch irgendwie ein cooler Ansatz.
Wir müssen ja nicht darüber diskutieren, wenn ich über 1,70 Meter mit einem Stecken in der Hand nicht drüber bewege, plus auf Geschwindigkeit und so, da sind wir schon sehr nah an einer Mischung aus Stabhochsprung und 3000 Meter Hindernis, jetzt mal ernsthaft. Und das ist olympisch. Könnte man fast schon ersetzen. Dann kommt aber natürlich noch die Verbindung dazu. Also wir haben schon über Materialien gesprochen. Es gibt zusätzlich noch Ställe, die man sich kaufen kann.
Pferdeäpfel und sowas. Pferdeäpfel, wo halt auch investiert wird. Die kosten so bis, also man bekommt, ich habe mal nachgeguckt, man kann sich so Pferdeäpfel und so auch Sachen für die Pferde kosten so, die Pferdeäpfel kosten so 35 Euro, da fängt es an. Und dann so alles hochgepusht mit so Stellen, die kosten halt schon bis zu 200 Euro.
Also ich bin jetzt der Letzte, der Menschen disst, weil sie sich sinnfreie Gadgets kaufen. Weil das ist in der Triathlon-Welt so verbreitet. Ja. Und ich weiß, ich bin jetzt gerade nicht ganz aktuell, weil Ella, meine Tochter, ja nicht mehr im Leichterded-Game drin ist, sondern im Schwimm-Game drin ist.
Ich weiß jedenfalls, was sie halt alles an ihrem Rucksack so mit sich schleppt. Ja. Die Anhänger. Die Anhänger, also bei euch auch, lese ich daraus. Die Anhänger, die natürlich dabei sein müssen als Feelgood-Glücksbringer, I don't know, die Akkreditierung von sämtlichen Wettkämpfen, wo sie schon gewesen ist.
Dann mein Lieblingsding natürlich die Formrolle. Also egal, wo die sind, die Formrolle muss unbedingt an diesem Rucksack dranhängen. Und jetzt ist gerade so ein Ding, das ist ja eigentlich in der Lauf- und Triathlon-Welt, so ein bisschen wieder aus der Mode geraten, aber im Schwimmen nimmt das gerade komplett Einzug. Das sind, Kompressions-Gadgets für Oberschenkel, für Wadenmuskulatur und für die Arme.
Das ist ja so im Laufen eigentlich ein bisschen nicht mehr so ein Thema. Man sieht immer noch Leute, die damit laufen. So Sleeves quasi, oder was meinst du? Ja, genau. Also entweder Sleeves oder dann halt wirklich nur so Oberschenkel-Bandagen. Also die sehen aus wie stylische medizinische Oberschenkel-Bandagen.
Die sind halt jetzt nicht in Hornhaut-Umbra, sondern die sind halt in rosa oder in blau oder was auch immer. Und das ist bei Schwimmern offensichtlich gerade wieder so ein Ding. Hatte ich jetzt tatsächlich bei den Deutschen Meisterschaften der Jugendlichen in Berlin das erste Mal wieder gesehen. Was müsst ihr noch dabei haben, damit ihr glücklich seid?
Was wenig Sinn hat, was den Pferdeäpfeln vergleichbar wäre. Ich würde sagen, immer Materialien, falls mit den Spikes irgendwas passiert, man muss immer nochmal Spikes Nägel dabei haben und immer nochmal die dran machen können. Und ich sage sogar. Wenn wir jetzt mal sagen, wenn man Läufer und Springer und Sprinter vergleicht, würde ich sogar sagen, dass bei Läufern, denken alle anderen Disziplinen, oh mein Gott, die sind verrückt.
Wieso laufen die so lange? Das ist übrigens korrekt, ja. Und ich glaube, dass bei den Sprintern trotzdem viel mehr drumherum passiert. Also es gibt ja irgendeine Sprinterin, die richtig, richtig lange Nägel hatte. Ich weiß gar nicht mehr, wie sie heißt. Floris Griffith Joyner, die immer noch den Weltrekord über 100 Meter hält.
Ja, lange Nägel, Markenzeichen und auch diese Sleeves, die du erwähnt hast. Man sieht nicht so viele Läufer damit rumlaufen, sondern viel mehr Sprinter, die sich dann davor auch schon mal so warm machen und dann jetzt auch bei uns im Training ist so, okay, wo hast du das her, ich brauch das auch, sieht cool aus und dann so, ja, okay.
Und wofür war das eigentlich gedacht? Deswegen, also, wenn man das vergleicht, könnte man auch da was sehen. Ja, also ich finde, da bin ich auf jeden Fall dabei, bei, ich bin absolut... Bei verrückten Läufern bist du dabei, verstehe ich. Bei verrückten Läufern sowieso und dass man da so ein bisschen in der Leichtathletik, zumindest in den jungen Jahren, das ist ja bei mir schon ein bisschen länger her, dass man da eher so der Outcast war, sag ich jetzt mal, so ein bisschen die Verrückten.
Warum macht man sowas freiwillig, wenn es so viele andere Optionen gäbe, die vermeintlich mehr Spaß machen? Das mit den Armlingen zum Beispiel, muss ich aber sagen, bin ich echt ein krasser, immer schon Fan gewesen, die zu nutzen. Ich war nicht so der Kompressionssockentyp, das gab es auch mal die Phase so irgendwie mit 2000, das ist ja auch schon wieder ewig hier, da hatten vermeintlich auch alle mal irgendwie Kompressionssocken in den Rennen auch an, also nicht nur zum Reisen oder für Recovery.
Ich habe das ein paar Mal gemacht, vor allem bei Crossrennen, klar, das war dann irgendwie kalt, aber ich fand es nicht so geil. Aber Armlinge, ultra geil. Ob Sprinter die brauchen, ich meine jeder, you do you, jeder kann das ansehen, was er will, womit er sich wohlfühlt und irgendwie stark fühlt für seine 100 Meter.
Aber ich sage mal so, wenn du dann im Hochsommer, In einem, was auch immer, jetzt nehmen wir mal, gut Männer vielleicht einen Einteil, Frauen vielleicht sogar Top und was auch immer, Hotpan, keine Ahnung. Und dann aber Armlänge anziehen, wenn es aber draußen 35 Grad hat. Da kann mir jetzt keiner erzählen, dass du die Armlänge brauchst.
Weil du bist eigentlich eh schon, hast du nicht viel an, weil es heiß ist, aber Armlänge dann schon wieder. Also das ist dann eher so ein Fashion-Statement. Oder um einem Partner ein bisschen mehr Logofläche zu geben, so würde ich das jetzt mal sagen. Für Cross übelst sinnvoll. Also wenn du Cross läufst, finde ich Armlänge übelst geil. Genauso wie Handschuhe.
Anziehen kannst du es am Anfang schon. Und wenn es dir dann doch zu warm ist, ist das halt schnell ausgezogen. Logischerweise ein Longsleeve, wenn du drunter hast. Und Trikot drüber mit Startnummer dran, ist eher jetzt im Rennen schlecht, das dann irgendwie auszuziehen. Aber Armlänge einmal runterziehen im Rennen ist ja easygoing. Und dann schmeißt du es deinem Coach zu oder so.
Und für den Marathon sowieso. Also Marathon ist halt so, dass du da dann in aller Regel ja doch relativ früh startest und es ist dann eher Frühjahr oder Herbst. Da kannst, weißt du ja Ralf, natürlich Berlin die letzten Jahre war eher ein bisschen zu warm, aber da kannst du auch mal morgens noch 8 Grad haben.
Und wenn du dann da irgendwie 10 Minuten vorm Start noch rumstehst, dann denkst du dir auch, joa, ich will schon gerne nur mit, keine Ahnung, Halbzeit und Trikot rennen, aber jetzt gerade am Anfang finde ich schon auch irgendwie fresh. Und dann läufst du halt erstmal 5, 6 Kilometer oder 10 Kilometer mit Armlingen und dann kannst du dann immer noch unterwegs irgendjemandem, zuwerfen sozusagen aber bei 100 denke ich mir halt immer so bei 100, naja du kommst von deinem Callroom je nachdem wie groß das Event auch ist.
Durch die Katakomben für whatever, 20 Minuten, es hat, wir sind jetzt, in Doha, keine Ahnung, nee es ist irgendwo, egal, Hochsommer ist immer, Leichtathletik ist immer im Sommer, es ist saumäßig warm Du wirst nicht frieren für diese paar Meter da, zumal du ja dann noch die Leute hast, wo du noch dein letztes Shirt in den Korb legen kannst, was dann von den Jungs und Mädchen meistens weggetragen wird.
Also Armlinge für mich, vielleicht, weiß ich nicht, kann man drüber diskutieren, aber für mich ist das ein Fashion-Ding dann im Sprintbereich. Also erst mal unterschätzt nicht, wie viel besser man sich gerade beim Sprint fühlen kann, wenn man sich. Gut und stark fühlt. Da bin ich, mental bin ich total bei dir.
Das ist vielleicht mental, noch ein bisschen zugespitster, weil du hast halt nur deine paar Sekunden. Klar, du musst beim Startschuss explodieren. Das glaube ich auch, du musst mental natürlich, wenn dir das hilft, du fühlst dich dadurch irgendwie fresher, keine Ahnung, wie auch immer, oder es ist einfach dein Ding so.
Das hat für mich aber dann halt keine Funktion als Piece, als Bekleidungsstück. Aber das ist jetzt erstmal ja ein sehr funktionalistischer Ansatz, dass du sagst, okay, was bringt mir das jetzt gerade physiologisch? Nur wenn ich mich ja mental gut fühle und ich glaube, dass das halt... Bei vielen Disziplinen, aber natürlich auch beim Sprint eine entscheidende Rolle spielt. Also wenn ich mich super fühle an der Startlinie, dann ist das schon mal sehr, sehr, sehr, sehr viel mehr. Ein Ego-Push.
Und nochmal eins, weil wir ja gerade in einer sehr, sehr heißen Woche sind, die Armlinge werden natürlich jetzt gerade auch bei Triathlon noch anders genutzt als Kühlung. Du hältst eben einmal die Hände in kaltes Wasser rein oder machst dir zwei Eiswürfel drunter, dann bist du halt ja an der Fläche am Unterarm, wo die Adern relativ nah verlaufen, jetzt sind wir wieder bei Physiologie, wo die Adern nah verlaufen, aber das kühlt halt wirklich richtig gut.
Und es reicht ja, wenn du die 53 Meter vom Callroom, vom letzten bis zu deinem Startblock gehst und hast das Gefühl, okay, meine Arme sind kühl. Ja. Und ich bin selber ein Stückchen runtergekühlt. Also das ist schon ein Unterschied. Wobei, da drehe ich jetzt kurz mal dieses Format um. Genau, ich frage.
Jetzt Lene, weil du bist die Sprinterin, ist es für dich wichtig vor einem Start, was sprintest du? Macht ihr schon 100 Meter? Ja, ja, 100 Meter machen wir als Hauptdisziplin, habe ich aber eigentlich 400 Hürde. Ah, okay, okay, gut, da ist natürlich 400, da bist du verhältnismäßig lang unterwegs. Bei 100 ist ja was anderes, weil bei 100 hätte ich mir gesagt.
Ist es dir vor so einem Start wichtig, dass du dich kühl fühlst? Ich hätte jetzt gedacht, weißt du, für die 10, 11, 12 Sekunden, wo du da dann all in bist, ich würde mich gar nicht, glaube ich, jetzt, klar, du willst dich nicht matschig fühlen, aber du hältst dich ja dann auch vor deinem Wettkampf nicht irgendwie drei Stunden in der knallen Sonne irgendwie auf so.
Aber ich könnte mir jetzt vorstellen, dass du dich da eher insgesamt alles warm fühlen willst. Die ganze Muskulatur, alles soll sich eigentlich richtig warm fühlen? Ja, schon. Würdest du das eher gern kühl haben dann nochmal? Also kühl ist halt schon irgendwie immer nice, aber so warm fühlen ist bei Sprintern ja eigentlich schon oft der Fall, dass die auch in der Hitze eigentlich lieber laufen.
Genau. Aber wenn man dann jetzt so auf die Armsleaf wiederkommt, würde ich sagen, dass es hauptsächlich bei den Sprintern ist wegen diesem... Auch bei Springern, diesem technischen Ding, dass die sagen wollen, ja, ich will jetzt besonders auf die Arme konzentrieren, dass es komplett nach vorne geht. Und dann, keine Ahnung, eine Disbalance und man hat dann, links macht man mehr als rechts.
Dann hat man den Armsleeve rechts, dass man sich mehr darauf konzentriert. Also nicht als Wärme-Hitze-Ding, sondern als Druckding, dass du weißt, ich muss daran denken, dass das irgendwie so. Also das ist jetzt bei den Sprintern, mit denen ich halt in der Gruppe bin, bei den meisten der Fall. oder halt Fashion, was auch immer.
Aber bei den meisten halt, dass die sich auf irgendwas Technisches konzentrieren müssen. Vor allem auch bei den Springern, würde ich sagen, bei Weitsprungsachen haben die viel was an Beinen oder halt an dem Arm, womit die dann abspringen, gegen Druck, irgendwie sowas machen. Aber sonst kalt fühlen ist eigentlich irgendwie immer nice, würde ich sagen.
Also jetzt, wenn es so im Sommer super heiß ist, ist es ja. Annit, was ist bei dir Haupt... Hast du eine Hauptdisziplin? oder Favorite? Ja, bei mir ist es 800-400. Also ich finde so eine Mischung aus Lauf und Sprint. Okay, okay, okay. Und ich bin im Sommer wäre ich auch deiner Meinung, ich möchte so wenig wie möglich anhaben und dann brauche ich auch keinen Armsleeve.
Wenn es ein bisschen kälter ist, also bis 20 Grad habe ich auch meistens noch so Kompressionen an den Waden. Weil ich dann, weil meine Waden machen relativ schnell zu und dann zückert das. Dann ist es sehr gut, glaube ich. Ja, aber im Sommer habe ich jetzt auch eher darauf verzichtet, weil mir das dann auch wieder zu warm ist.
Und ich glaube, in meiner Trainingsgruppe bei den Läufern sind wenige auch mit Kompressionen irgendwie unterwegs. Und da ist halt auch wieder der Unterschied zwischen Läufern und Sprintern. Bei Sprintern ist so, wie sich auch aus, wie Leni auch meinte, dass ein bisschen Fashion dabei ist. Und bei den Läufern ist so, okay, was bringt mir das jetzt?
Genau, Läufer denken einfach, die denken funktional. Die denken sich, macht mich das besser, habe ich danach weniger Probleme muskulär, wie auch immer, einen Tag weniger harte Waden oder so. Und dann, wenn das nicht gegeben ist, dann denkt man sich, dann brauche ich sie nicht. Das war das bei mir auch oft so. Man kann ja sagen, Fashion-Statement, aber nochmal, das ist ja auch eine Gesamt-Performance, die man abgibt.
Ja, ja, klar. Man wirkt ja erstens für sich, dass man sagt, okay, so möchte ich da auf der Bahn stehen. So fühle ich mich gut auf der Bahn, so fühle ich mich stark, so fühle ich mich bereit, wie auch immer. Plus, du gibst ja auch ein Statement, Gegenüber deinen Konkurrenten und Konkurrentinnen. Das ist natürlich so ein Ding. Also ich meine, das werdet ihr ja auch kennen.
Ralf hat schon gesagt, ohne dass ich jetzt von euch konkret weiß, aber ihr seid ja schon recht gut auch unterwegs so sportlich. Das heißt, ich gehe mal da fast davon aus, ihr seid auch schon mal, ihr wart selber schon in Callrooms wahrscheinlich, oder? Ja. Bei wahrscheinlich, weiß ich nicht, Landesmeisterschaften gab es das bei uns früher nicht. Das ist natürlich über mich ein bisschen länger her, aber bei Deutschen und sowas war das ja dann schon Spätestens.
Bei mir damals so, als ich da in den U-Bereichen mit solchen Dingen in Kontakt kam. Jetzt bin ich ganz gespannt, was du erzählst. Da bin ich sehr gespannt, wie du dich verhalten hast im Callroom. Man denkt ja schon, dass dann die Läufer vielleicht eher so die früher so die schmalen, schüchternen und keine Ahnung und so.
Und ich kam ja relativ spät einfach aufgrund der Wachstumsprobleme, die ich hatte, überhaupt in diese, also mir fehlt ja meine komplette Jugend fehlt ja eigentlich. Da konnte ich ab und zu mal einen Crosslauf machen für die Mannschaft, fürs Team irgendwie da als dritter Mann irgendwie so. Das heißt, deutsche Cross kennst du schon so ein bisschen, aber ich bin das erste Mal deutsche Meisterschaften im Stadion gelaufen, nicht Staffel, also dreimal 1000 haben wir auch schon mal gemacht, aber so als Einzelathlet mit letztes Jahr U20. Also super, ich bin super, meine Karriere hat ja super spät erst begonnen eigentlich.
Und das heißt, da waren ja ganz viele, die das schon dann drei, vier Mal, vielleicht auch mit Halle dann das Doppelte irgendwie gemacht haben. Da hast du schon relativ schnell gemerkt, dass auch im Laufbereich auf jeden Fall immer so Psychospielchen gemacht werden in Callrooms. Also die Art und Weise, wie Wie du sagst, Ralf, das Rennen beginnt erst mit dem Startschuss, aber da passiert schon so viel vorher.
Und versuchst du auch schon auf einem Aufwärmplatz irgendwas auszustrahlen, dass du dich gut fühlst oder mit dir immer rein bist und dich darauf freust, dass du dir jetzt ja gleich irgendwie zwei Runden oder drei, drei Viertelrunden oder was auch immer dir auch richtig Bock hast, dir selber wehzutun.
Und das setzt sich ja dann auch fort so in den Gesprächen untereinander, teilweise noch in einem Callroom oder die Art und Weise, wie du sagst, was du dann vielleicht ansiehst oder so. Ja, Sonnenbrillen waren so ein Thema früher, ich habe jetzt den Sinn nicht gesehen, in der Halle eine Sonnenbrille zu tragen, außer dass vielleicht ein Sponsor wie Oakley dann nochmal Geld bezahlt, so das ist natürlich sinnfrei, aber auch das ist natürlich so ein bisschen so eine Spielerei, du möchtest natürlich, glaube ich, am Ende, klar, ist eine Physis irgendwo eine Grundvoraussetzung, um eine gute Leistung zu bringen, aber also ganz viel in Rennsituationen entscheidet sich am Ende des Tages oft in so, Bruchteilen von Sekunden, wo dann halt vielleicht jemand antritt oder nicht
antritt und die Art und Weise, wie du davor, was du da schon ausstrahlst, spielt schon eine Rolle, wie gut du dich fühlst oder was du dir auch zutraust oder wie sehr die anderen vielleicht auch eingeschüchtert sind von deiner Präsenz, sag ich jetzt mal. Ja, es gibt schon oft Geschichten, die man hört, auch von Läufern, dass jemand im Callroom zu einem gekommen ist, so, ja, du wurdest jetzt in den besseren Lauf gebracht, ne?
Hätte ich jetzt auch eigentlich nicht gedacht und dann, auch bei uns einer war dann so bei so einem 800 und dann meinte der so, ja, gucken wir mal und am Ende wurde er erster, alle sind ihm entgegengekommen und dann meinte er so, ja, bin ich nochmal am Ende zu ihm gegangen und meinte er so, ja. Ich war jetzt halt in einem besseren Lauf.
Wir waren auch beim Wettkampf dabei. Wir haben ihn dann auch eher angefeuert, wo ich auch so das Gefühl habe, dass bei den Läufern auch gegenseitig mehr Support ist. Da geht man zusammen mit gerade dem Rücken an denen vorbei und wirft nochmal ein Auge dahin, wie die jetzt da nochmal stehen. Das, finde ich, kommt auch vom Training ganz oft, wenn man so zusammen irgendwie leidet, bei so Tempo-Sessions. das schweißt irgendwie richtig krass zusammen.
Bei Sprintern, wenn ich mir so Lenes-Training oder so angucke, ist immer so, ja, ich habe meine Läufe da alleine gemacht, ich hatte sieben Minuten Pause und dann konnte ich leider nicht mit den anderen zusammenlaufen, weil ich hatte noch fünf Sekunden Pause. Achso. Ja, also ich hatte jetzt nur 30 Sekunden Pause, also da fand ich meine fünf Sekunden schon wichtiger.
Ja, also. Aber ich glaube, das auch, also ich kenne natürlich, ich habe nie als Sprinter trainiert, deswegen, ich kenne, wenn überhaupt Geschichten, die man halt so hört, ob das jetzt, wie soll ich sagen, allumfassend so verbreitet ist, weiß ich nicht, aber ich bin da auch bei dir, also ich glaube, im Laufen, jetzt bei aller Konkurrenz, die man natürlich in einem Wettkampf auch hat, und das gehört ja dazu, zu Leistungssport, finde ich schon, dass der Zusammenhalt insgesamt vergleichsweise gut ist oder groß ist.
Natürlich gibt es immer Leute, deine Nase passt irgendjemand nicht, du magst irgendjemand anders nicht, Das ist ja normal, wie im echten Leben so. Aber grundsätzlich würde ich mal sagen, ist es schon... Finde ich relativ kollegial, auch wenn ich überlege, Stichpunkt Trainingslager, Stichpunkt auch je weiter ich teilweise weg war von Deutschland in Trainingslagern, also gerade so Kenia, da trainierst du ja dann irgendwann mit allen Leuten, auch mit Leuten, die du vorher gar nicht kanntest.
Also dann finden sich natürlich mit den chineanischen Athleten, aber auch mit Franzosen, was ich mit Dänen trainiert habe, die ich teilweise vorher gar nicht kannte, bevor ich da war, mit Norwegern und natürlich irgendwo, der eine ist vielleicht besser, der andere vielleicht ein bisschen schlechter, aber ich finde, man findet sich da relativ schnell zusammen und ich glaube, der Respekt für, der gegenseitige Respekt ist deshalb so groß, weil zum Laufen halt sehr viel Leiden gehört.
Also im Training, du hast im Verhältnis, damit will ich Sprinttraining in keinster Weise abwerten, aber du hast halt nun mal, je nachdem wo du dich streckentechnisch irgendwann hinbewegst, Ein Wochenumfang, der halt so und so aussieht. Du hast irgendwann Intervalle, die sind halt dann nicht, ich mach dreimal 150 oder sowas, sondern du hast halt dann irgendwann auch sowas wie 25 mal 400.
Da weißt du schon vorher, das wird ein langer Tag hier auf der Bahn jetzt. Das wird auch so mittelmäßig Spaß machen ab einem gewissen Punkt. Und weil das ja jeder schon mal irgendwie so gemacht hat im Laufbereich oder ähnlich gemacht hat, und weiß, wie man sich in so einer Situation fühlt, weiß man natürlich auch, dass es viel angenehmer ist, also, oder was heißt angenehmer, vielleicht auch mental angenehmer ist, sowas nicht alleine machen zu müssen, sondern wenn man sich dann mal jeden Viernotter abwechseln kann oder so.
Und was für krasse Typen man vielleicht auch ist, wenn man es halt doch öfter schon alleine gemacht hat und ich glaube, das ist schon so ein, unausgesprochener Respekt, den viele füreinander haben, glaube ich, weil ja jeder weiß, du wärst nicht da, wo du jetzt bist, wenn du nicht irgendwie, ein krasser Mädel, ein krasser Junge bist.
Wenn du nicht schon 50 Mal leiden würdest. Ja, genau. Ihr zeichnet natürlich jetzt hier ein sehr heeres und sehr gutes Bild von der Läuferin und dem Läufer an sich. Jetzt mal ernsthaft, Nele. Wie empfindest du das jetzt erstmal? Als Sprinterin. Weil ihr trefft euch ja dann irgendwie bei 400 eben auch.
Mit Leiden und gemeinsam und so weiter, da können wir gleich noch mal drüber reden, aber erstmal so, siehst du da echt so einen Unterschied? Schon. Also ich mache ja 400 Hürde. Ich muss ja auch schon viel leiden, muss ich sagen. Für meine Verhältnisse, ich muss schon viel leiden. Vor allem ich muss alleine leiden.
Die anderen, ich trainiere ja nur, ich habe zwei Jungs, die auch 400 Hürde machen, aber die machen dann schnellere Tempoläufe, NI-Sachen. Muss ich dann halt alleine machen. Und dann die anderen habe ich halt nur noch so 100 und Hürden Sprinter in meiner Gruppe. Die sind halt schon, ich würde sagen, im Training ist das schon so mehr so ein Ego-Ding, dass die dann nicht so im Team mehr sind.
Also ich finde schon, dass es bei den Läufern viel mehr ist, dass sie dann zusammen irgendwo hinrennen, dann nochmal ins Eisbad, da nochmal zusammen noch ein 200er mitmachen. Bei den Sprinter ist das gar nicht so. Also es ist ja schon anstrengend, wenn die dreimal 50 Meter rennen müssen. Und dann kommt ja direkt wieder irgendeine Ansage, ja, ich war bei dem 300 Stel schneller und da war ich schneller.
Das ist komplett auch im Training schon ein Ego-Ding. Das ist schon finde ich schon ein krasser Unterschied, auch als Sprinter jetzt so. Also das merkt man ja schon, das ist ein ganz großer Unterschied, finde ich jetzt. Also, sagen wir mal so, Läufer und Läuferinnen so im Callroom oder im Vorstartbereich, da haben wir immer gedacht, können die sich mal fünf Minuten hinsetzen?
Dieses Rumgezappel da, das kann doch nicht ernst sein. Nochmal drei Steigerungen machen, oder zwei Abläufe. Und nochmal eine, und nochmal eine, und nochmal eine. Gucken, ob es noch geht. Ich habe es jetzt am Sonntag wieder gedacht. Ich habe hier Hengeloge geschaut. Werden die vorgestellt? Die Sprinter gehen selbstbewusst mit aufgeblasener Brust und angespannten Oberschenkelmuskeln, gehen sie zu ihrem Startblock.
Die Mittelstreckler werden aufgerufen oder rennen direkt rein und machen direkt eine Steigerung. Wenn ich nicht direkt vorm Lauf eine 50, 60, 80 Meter Steigerung mache, hallo, das ist doch nicht sinnvoll. Chillt doch mal. Konzentriert euch doch mal. Ihr müsst dann performen, wenn der Schuss fällt. Aber die Sprinter sind viel zu im Stand.
Im Callroom, die sitzen da und fangen dann an, gestern irgendwelche Kaffee-Talks zu machen. Dann habe ich da gestern noch einen Matcha getrunken. Und ja, wie war denn bei dir? Und dann reden die da über den Großvater. Also nein, nein, nein, das ist ein bisschen zu viel. Also da chillen die zu viel. im Korn.
Da machen die so richtig so Kopfspiele. Ich bin schon eher so zappelig. Und dann fangen die da mit mir an, drüber zu reden. Ja, lass mal alle schnell laufen. Lass uns alle ziehen. Meine Spiegel ist gerade ein bisschen eng. Hörst du das auch gerade? Willst du noch mal locker machen? Das wollen wir ruhig machen heute.
Was babbelst du denn da? Lass doch mal schnell laufen, hä? Also das kann ja nicht sein. Die chillen wirklich ein bisschen zu viel. Man kann aber schon hingehen zu seinen Nachbarn und fragen, sag mal, das da mit dem Bein, hast du das schon länger? Ja, das schon, aber wir reden doch nicht über gestern Matcha getrunken.
Ich habe auch schon sehr oft von meiner Mutter gehört, dass sie im Callroom war und dann so, ja, und dann sind Leute zu mir gegangen und haben gefragt, ob es mir gut geht, weil ich so blass war. Oh, okay, also das habe ich jetzt auch noch nicht gehört. Also wenn jemand so zu mir kommen würde, wäre ich auch so, okay, ich laufe heute lieber doch nicht oder so.
Also das ist auch schon sehr krass. Das hast du, Philipp, nicht gemacht. Du bist nicht zu Leuten hingegangen und hast die mit irgendwas random vollgetextet. Glaube ich dir im Leben nicht. So ähnlich. Ich hab das gerade aufgehört, es gab Leute, die, wie du sagtest, so ... Ja, oh, heute ist so heiß, komm, wir können ja auch ein bisschen chillen und dann machen wir taktisch und so.
Und ich dachte mir immer, ich habe da einfach nichts drauf gesagt, aber mir war halt immer klar, ich bin jetzt nicht der krasse, grundschnelle Typ gewesen. Ich konnte so 850 laufen so, aber jetzt für einen Langstreckler ist es okay, aber ist auch nicht crazy. Das heißt, ich habe mich jetzt selten drauf verlassen, irgendwie so auf das letzte 150, 200 oder sowas. Ich wusste immer, weil ich auch vom Cross komme, weil ich auch ein früher Jugendtrainer hatte, die halt viel Wert auf Ausdauer, auf Schwelle, auf Cross macht euch hart im Winter und so gelegt haben.
Ich konnte mir sehr, sehr gut selber wehtun. Und ich wusste, wenn es mir wehtut, dann wird es den anderen auch sehr wehtun. Und wenn die dann kamen so, ja, heute ist voll heiß und wir können ja auch, komm, wir können ja auch ein bisschen erstmal so locker reinrollen und dann schauen wir mal, wie das so ist.
Ich dachte mir einfach immer, so, früher war das eine kürzere Strecken, so bei 3000 oder so, war mir schon klar. Also ab 1500 spätestens. Wenn die da bis dahin nur chillen und keiner irgendwie flott läuft, dann werde ich anfangen, so jede Runde ein bisschen schneller. Und du kannst das ja voll gut machen, du kannst ja immer, du hast ja dann natürlich irgendwelche Leute außen, denen du Feedback gibst, du hörst natürlich auch die Splits und so, da kannst du immer so ein bisschen nachdrücken, dann guckst du, wie lange brauchen die, wer zieht mit, wer zieht nicht mehr, dann drückst die nächste Runde wieder so ein bisschen ein, zwei Sekunden.
Immer so langsam ein bisschen mehr wehtun und die Leute, das weißt ja auch, weil wir es dir dann irgendwann, wenn du es merkst und denkst dir auch so, das wird für die halt voll der Mindfuck, weil die wissen ja nicht, wie lange ich das jetzt noch weitermachen kann sozusagen. Es wird immer schneller, es wird immer unangenehmer und die denken immer so, ja, das geht jetzt aber nicht.
Und das ist richtig gut. Da kannst du schon so richtig die Leute vorbereiten und zurechtlegen für die letzten 600 oder so. Und das habe ich gemacht und dafür haben mich, glaube ich, nicht alle geliebt, muss ich sagen. Ja, im Korn dachten sie sich so, komm, ich mache, dass er es heute nicht macht. Ich mache, dass er es heute nicht macht.
Okay, er hat nicht geantwortet, er macht es. Und dann wird es immer schneller und man denkt sich so, scheiße. Ja. Ich erinnere mich daran, dass du das sogar mal bei der EM gemacht hast, ne? In Helsinki, da bist du bei 10 glaube ich nach vorne gegangen, oder? In Helsinki bei 5 bin ich nach vorne gegangen, weil es da so langsam war, dass wir auch...
Wer ist Mo Farah? Aber das Problem war halt wirklich, wir hatten, das ist dann manchmal das Problem, es war ein relativ großes Feld für 5000 und wir sind uns ja gegenseitig auf den Füßen gestanden. Also ich glaube, wir sind da irgendwie, 250 oder langsamer angelaufen und dann hast du natürlich irgendwie 15, 20 Leute, die dann, wenn das halt so bis auf Bahn 3 rausgeht, dann merkst du, es ist einfach zu langsam und jeder weiß gar nicht, wo er hin soll, dann wird geschoben, dann tritt einer einmal in die Hacken, dann gab es schon den ersten Sturz, dann dachte ich mir so, ich habe jetzt auch keinen Bock, hier jetzt irgendwie auf der Schnauze zu liegen, aber ich habe auch damals gewusst, in der Verfassung, in der ich damals war,
ich war ja irgendwie so 25 oder so, und Mo war ja so in seiner Prime, das war kurz vor den Olympischen Spielen 2012, wo er dann 5 und 10 in London gewonnen hat, also ich meine, das war Juni und ich glaube im August oder Ende Juli waren ja dann die Spiele, also, da wusste ich schon auch, das wird jetzt nicht gut für mich ausgehen, ne, also ich meine, das wird schon später ein Problem und der war dann, sind wir halt, ich glaube mit einem Holländer, mit Jesper von der Wielen, bin ich halt vorne gelaufen, dann zwei Kilometer, das war jetzt auch nicht super schnell, ich glaube so 2,45, 2,48, irgendwie so 14 Minuten.
Aber zwei Kilometer einfach mal schön nach vorne gegangen, ne? Aber vorne gelaufen und dann kam halt der dritte Kilometer und da war dann bei mir halt so, ich habe dann auch so 600 versucht, da dran zu bleiben, weil das ganze Feld, dann geht so ein Ruck durch das Feld, ne, leider war der dritte Kilometer halt dann 2,35, aber mein Rennen dann vorbei.
Und ich dachte mir so, wie geht das denn? Aber ja, wenn du MoFarab ist und halt 12, was weiß ich, was er laufen konnte, 12.50, 12.55, dann kann man das halt machen, ja. Also ich fand es immer geiler, sich auf die Hürden zu konzentrieren und da hast du sowieso ja, also ich meine, erstmal ist das ja nicht angesagt, du machst ja kein taktisches Rennen, auch nicht über 400 Hürden, also gar nicht.
Ja, weil dann bist du ja spätestens bei der 8. und 9. Hürde irgendwo mit deinem Rhythmus. Bei 110 Hürden ist ja gar keine Frage, da gibt es nur knallen, sonst gar nichts. Das ist doch geiler. Nichts rumgespiele, sondern hü und fertig. Hü. Ja. Ich bin wieder beim Hobby-Hürdling. Hobby-Hürdling? Hobby-Hürdling, oh.
Hobby-Hürdling, das ist der nächste Trend, den kreieren wir jetzt. Über imaginäre Hürden aber nur, Ralf, dann. Hobby-Dogging-Hürdling, aha. Ja, genau, genau, genau. Wir können ja demnächst an die Anlage fahren und dann machen wir das da. Da können wir die alten Leute an unserer Anlage mal ein bisschen auf was Neues bringen. Das war doch noch das Thema, was du gesagt hattest.
Und tatsächlich, bevor ihr einleitet, nee, erleitet ihr erstmal ein. Ich habe dazu einen Gedanken gehabt zuletzt. Einen total bescheuerten Gedanken, aber geil. Also, wir haben alte Leute auf unserer Anlage. Wir sind 15, wir fragen uns, wieso macht ihr das? Habt ihr das nicht genug gemacht in eurer Kindheit?
Und dann gibt es, aber dann gibt es natürlich die Möglichkeit, Wir waren auf einem Wettkampf letztes Jahr. Da war eine W60, die ist mit mir 300 Hürde gelaufen. Ist direkt Weltrekord gelaufen in dem Alter. Für das Alter. Und auch Hochsprung hält sie, glaube ich, gerade den Weltrekord in dem Alter. Also es gibt da schon was zu holen.
Also ich finde das schon ziemlich beeindruckend, noch mit so über 60 da nochmal Spikes anziehen und nochmal über Hürden zu rennen. Würdet ihr das auch machen? Würdet ihr auch machen? So mit so 60 drüber, dann noch so Spikes anziehen und so, boah, mach ich durchziehen jetzt? Heute Weltrekord. Also pass auf.
Erstens kenne ich natürlich die junge Dame, die ihr meint. Die ist tatsächlich aus meinem Jahrgang und hat mit mir zusammen studiert. Die heißt Barbara Gähling und die hält diverse Weltrekorde in der Masters-Kategorie. Also ich glaube auch Mehrkampf und Hochstrung und auf jeden Fall diese Laufdisziplin.
400 Hürden war tatsächlich ihre Disziplin in der Hochzeit und sie war bei den Deutschen auch relativ weit vorne, also finale 400 Meter Hürden. Also grundsätzlich kann man natürlich die Frage stellen, warum geben sie sich das noch? Und Sprinten ist natürlich jetzt auch sicher kein Alterssport, weil das Bindegewebe wird, man fängt an zu stottern, das Bindegewebe wird schlechter und so weiter.
Das ist schon ziemlich harter Stress, den man seinem Körper gibt. Das ist so. Auf der anderen Seite, die Forschung hat ja gezeigt, dass Erhöhung von VO2max, also über harte, schnelle Belastungen, der entscheidende Faktor für Langlebigkeit und Gesundheit im Alter ist. Also jetzt nicht für 15 oder für 32-Jährige, sondern im Alter.
Und das wird halt sehr wenig gemacht. Dafür brauche ich natürlich keine Spikes und muss nicht auf eine Tatanbahn gehen und muss mir schon gar nicht Hürden dahin stellen. Aber da sage ich auch wieder, wenn ich es noch kann, warum soll ich es nicht machen? Es gibt doofe Hobbys und es gibt andere Formen, sich selbst zu schädigen.
Wenn mein Bewegungsapparat das aushält, warum soll ich das nicht machen? Ich würde mich in ein paar Jahren, in 60 Jahren würde ich mich auch eher auf der Laufbahn sehen als zu sticken auf der Couch tatsächlich. Also ist schon ein bisschen cooler. Ich habe glaube ich keine Spikes mehr angehabt seit...
Also seit Karriereende auf jeden Fall nicht mehr. Ich glaube sogar, dass ich mit dem Ende so der Bahnzeit, also, boah, das war ja dann so, da bin ich zwar schon Marathon natürlich schon lange gelaufen, aber ich hatte so die letzten Bahnrennen, ich weiß ja noch, 2018, dann am Ende auch vor Gericht mit dem DLV, da hatte ich mich dann mal qualifiziert, auch über, also über Marathon habe ich mich qualifiziert, aber auch über 10.000 für die EM in Berlin damals.
Und das war glaube ich mit das letzte Mal, dass ich Spikes anhatte, weil danach gab es für mich jetzt nicht so viele Gründe, Spikes zu tragen im Training, weil ich war ja, wie gesagt, ich war schon Marathonläufer, ich habe dann für den Sommer, ich bin in Hamburg EM-Quali gelaufen, habe dann gesagt, jetzt habe ich noch Zeit, bis meine Marathonvorbereitung auf den EM-Marathon beginnt, lass uns noch ein, zwei Bahnrennen machen, das tut auch mal ganz gut, bisschen Speed und so, bevor du dann wieder viele Kilometer machst und Long Runs.
Das heißt, das war bestimmt so 2018 ich glaube nicht, dass ich 2019 nochmal Spikes anhatte, was aber auch war, muss man ja sagen es war so diese Zeit der Carbon-Schuh-Entwicklung, davor, hatten wir noch aus der Welt, aus der ich komme, da gab's das alles nicht und das hat dann da so begonnen, das heißt, du hast halt irgendwann auch bei Track-Workouts.
Nicht so richtig den Need gehabt, Spikes unbedingt zu tragen, die jetzt im Zweifelsfall vielleicht dann auch, zu aggressiv sind für das, was du machst, weil dann am Ende ist ja so, ja klar, hast du auch mal ein, zwei Bahneinheiten als Marathonläufer vielleicht, aber du hast halt auch 200 Kilometer zu laufen, also ich meine, du willst dir dann irgendwie natürlich einen guten Reiz setzen und ein gutes Training machen, aber du willst natürlich so wenig muskulären Schaden wie möglich irgendwie, hinterlassen, weil du hast am nächsten Tag hier wieder was zu tun.
Und ich glaube, dass dann so langsam eigentlich bei uns das fast angefangen hat beziehungsweise bei vielen ja, dass du dann nur noch also Spikes fast nur noch für so Key-Workouts und für die Rennen angezogen hast und ansonsten versucht hast, viel mit Carbon schon zu machen, weil es dann einfach, finde ich, zumindest bei mir, Muskulatur extremst geschont hat, einfach.
Ja, so bei Spikes geht Carbon. Im Sprintbereich sicherlich anders, das ist ja ganz klar. Ihr zähmet fast alles mit Spikes, oder? Ja, und ich wollte gerade sagen, 800 Meter ist ja auch was ganz anderes. Ich glaube, für 800 Einheiten kannst du nicht mit Carbon schon machen. Das ist ja dann auch zu... Also es gibt jetzt ja ein Ziel, also in eigentlich fast allen Spikes ist irgendwo Carbon.
Und ich finde Carbon-Spikes gehen, also sind eher, die verhärten die Muskeln viel krasser. Also da versuchen jetzt auch manche, also ich zum Beispiel im Training jetzt Spikes ohne Carbon, ohne Luftkisten, weil das einfach viel entspannter für die Muskeln ist. Und dann denkt man sich nochmal im Wettkampf so, boah geil, heute habe ich Carbon-Schuh an, heute wird richtig gut.
Ja aber also für wenn ich alt bin, würde ich auch lieber ohne Kappe und Schuhe machen. Vielleicht nochmal meine Idee, die ich dummerweise vor zwei Wochen hatte, ihr kennt ja alle, ne ihr kennt ja natürlich nicht, ihr kennt ja alle inzwischen Jacoby Farb, der ist noch nicht so bekannt in der großen Welt des Laufens und der Leichtathletik auch noch nicht der ist aber gerade Weltrekord gelaufen über 110 Meter Höhen, bei den NCAA, also den College-Meisterschaften in Eugene.
Das sah so geil aus. Und wenn du eine Idee davon hast, wie elegant und wie cool sich das anfühlt und wie elegant es aussehen kann, wenn man Hürden laufen kann. Also wenn man das technisch einigermaßen beherrscht, dann ist das halt einfach großartig. Also quasi ohne Geschwindigkeitsverlust über so Dinger drüber zu, gleiten, fliegen, wie auch immer.
Die Teile sind bei Männern 1,06 Meter hoch. Also stellt euch mal an die Wand, dann messt ihr mal 1,06 Meter aus und da müsst ihr 10 Mal drüber. Ja, also da passt auch irgendwann kein Blatt mehr zwischen, wenn die da drüber laufen. Nee, genau. Und der ist halt so unfassbar elegant da drüber gelaufen, dass ich gedacht habe, boah, eigentlich müsste ich das jetzt nochmal machen.
Also wahrscheinlich würde ich mir, also ziemlich sicher würde ich mir irgendwas, abreißen. Dann müssen die Haaröden halt halb so hoch sein. Ja, da kommt ja gleich der Benefit des Alters dazu. Aber einfach dieses Gefühl, also nicht, dass das jemals so ausgesehen hätte bei mir wie bei dem, aber zumindest habe ich ja eine Idee, wie das funktioniert.
Und mein Körper hat die, also mein Kopf hat die ja auch noch. Das ist aber auch genau die Falle, weil der versucht sich dann so zu bewegen, wie ich das gemacht habe, als ich noch fit war. Und jetzt ist man ja nicht mehr so sprintfit und so beweglich und so weiter, das könnte halt schief gehen. Ich habe trotzdem total Bock, das zu machen.
Der Vorteil ist, wenn man ein bisschen älter ist, dann werden die Hürden wieder runtergestellt. Ich glaube, ich muss jetzt inzwischen, also wenn ich 110 Meter Hürden im Wettkampf laufen würde, müsste ich über 91er Hürden drüber laufen. Also das ist die Hürdenhöhe, die normalerweise bei Männern für 400 Meter Hürden benutzt wird.
Aber Spikes müsstest du trotzdem anziehen, oder? Weil ich glaube, das ist ja schon ein bisschen, geht bestimmt auch mit Turnschuhen, aber macht wahrscheinlich auch aus Sicherheitsaspekten nicht so viel Sinn. Du brauchst ja schon einen guten Grip beim Abdrücken, oder? Du kannst dich natürlich, auch mit Spikes auf die Fresse legen. Das geht wunderbar bei Hürden laufen.
Das geht ganz easy. Gegen Hürden laufen. Das ist jederzeit möglich. Das ist nicht der Punkt. Ich würde es wollen mit Spikes. Das ist das Schlimme. Ich würde es tatsächlich wollen. Das ist ein geiles Gefühl. Das ist nämlich einfach schon es ist halt anders. Du hast da nicht so ein klobiges Ding. Selbst die leichtesten Evos der Welt machen das nicht.
Das Gefühl Spikes einfach so als zweite Schicht um den Fuß rum, eigentlich ja auch immer so ein bisschen gepresst. Also immer so eine halbe, im Prinzip so eine halbe Nummer kleiner als die Joggingschuhe. Damit es richtig fest ist, ich bin noch nie, weil es das zu der Zeit ja noch nicht gab, Carbon Spikes gelaufen. Da hätte ich total Bock drauf.
Ich habe sogar von Adidas welche geschickt gekriegt, aber ich habe die dann niemals mehr benutzt. Ja, also dann mal einmal so mit vernünftiger Aufwärmen und ein bisschen vorbereiten und so, fünf Hürden, also fangen wir erstmal mit der Hälfte an, fünf Hürden mit Spikes, hätte ich Monster Bock drauf. Ich würde mir zehnmal den Lauf von dem Jacobi Tharp angucken und dann würde ich das versuchen, möglichst genauso elegant zu machen, wie ihr, das sieht wahrscheinlich ganz anders aus.
Seit Tagen habe ich diese Idee schon in meinem Kopf tatsächlich, weil ich das gesehen habe und gedacht habe, wow, das ist Hürdenlaufen. Da können wir dich ja bei der Rentnergruppe bei uns anmelden. Wenn du das machst, will ich das sehen, bitte. Kannst du das bitte bei uns machen? Ja, aber wirklich. Und dann hat mir der Weltrekord 60, 50 Meter übercool.
Ich weiß nicht, ob es Weltrekorde gibt, Aber tatsächlich werden ja jetzt am Ende des Jahres, sämtliche krummen Strecken, die es gibt, also zum Beispiel 300 Hürden für Männer und Frauen, das wird ja auch gelaufen in der Vorbereitung hin und wieder, oder 2000 Meter Hindernis und so weiter, das sind bis jetzt alles Weltbestzeiten.
Am Ende des Jahres werden da Weltrekorde geführt vom Weltverband. Also vielleicht können wir die 50 Hürden dann noch anmelden oder die 55 Hürden oder was auch immer das ist. Ich weiß ganz genau, falls du hier zuhören solltest, Frank Busemann, ich weiß ganz genau, wen ich damit triggern könnte mit so einem Ding, nämlich Frank.
Ich erinnere mich gut, dass wir bei den, wann war denn das überhaupt? Ich weiß es gar nicht mehr. Ich glaube, es waren. Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele, ich nenne es mal Olympische Spiele, Olympische Spiele in Tokio und da war halt das erste Mal, dass die Carbonspeiks so flächendeckend auf den Markt kamen und dann sind ja Weltrekorde gelaufen da über 400 Hürden wie verrückt, Warhol und so weiter, mit den komplett knallharten Carbonspeiks und dann, fragte direkt, die muss ich ausprobieren und dann hatten wir verschiedene Modelle, als Beispiel bei Frank und Klaus Luven.
Und dann konnte er die Schuhe da mitnehmen und die waren zufällig in seiner Größe. Und danach ist er dann in Dortmund auf die Bahn gegangen und hat sich von tief warm gemacht. Ich glaube, sogar 400 Meter gelaufen. 400 Meter Dreck, okay. Wow. Ja, ja, weil die Wirkung ist ja so ähnlich wie bei den Parasprintern.
Die Wirkung nimmt ja mit der zunehmenden Ermüdung, also der gedachten Laktatbildung, ist die Wirkung größer von Carbonspikes oder dann eben auch von den Blades bei den Parasprintern. Weil man das dann besser hinkriegt und man hat dann weniger Ermüdung, wie auch immer. Also die Wirkung nimmt dann zu. Ja, man merkt das dann krasser, dass man immer noch irgendwie am Fliegen muss.
Du guckst so ungläubig, dass irgendeine Wirkung ab 300 Meter zunimmt. Also, wenn ich laufe, ich habe ja 300 Töte auch gemacht. In der Kurve, davon weiß ich gar nichts mehr. Da weiß ich gar nicht mehr, ob ich überhaupt noch fliege, ob ich noch laufe. Das ist nur so, also da denke ich ja gar nichts mehr.
Ob ich da noch fliege oder nicht. Ja, ne, denken wahrscheinlich auch nicht. Deshalb habe ich auch gesagt, also 400 Hürden möchte ich jetzt nicht laufen. Da habe ich gar keinen Bock drauf. Da merkt man das gar nicht mehr. Ja, nee, das ist so ähnlich wie Marathonlaufen. Das ist einfach Quatsch. Das ist kein Quatsch. Also, ich wollte gerade sagen, vielleicht nochmal ganz kurz zu diesem Thema ältere Menschen und so.
Ich bin jetzt ja auch schon in Kategorie älter und älterer Mensch inzwischen. Und man sieht ja manche Dinge ein bisschen anders als mit 20 vielleicht, mit jetzt fast 39. weiß ich. Also ich sag mal, ich fand's früher, ich hab's mich teilweise auch so ein bisschen gewundert, Warum man sich das noch so antut, wenn du dann halt, klar, in der Zeit mit 20 bist du, jeden Tag im Stadion trainieren und alles mögliche, und hin und wieder, je nachdem wo man dann ist, trifft man ja eben auch mal oder man ist ja auch zu Uhrzeiten, wo du studierst oder dann irgendwann Profi bist, kannst du auch vormittags ins Stadion gehen, da triffst du ja dann auch einfach, verschiedenste Menschen und öfters ja dann auch mal ältere Menschen,
die aber, wie ihr gesagt habt, auch mit Spikes irgendwas noch machen, teilweise Weitsprung oder alles mögliche so. Und da denkst du ja dann manchmal schon auch so, muss ich gestehen, hab auch ich mich nicht ganz frei gemacht von dem Gedanken, denkst du why, warum macht's doch, wenn ihr jung seid, so wie ich jetzt und dann ist irgendwann auch mal gut, oder?
Da muss man auch mal einen Schlussstrich drunter ziehen können, so ungefähr aber, ich seh das natürlich inzwischen ähm weil die Einschläge näher kommen, ja ja, ja, es ist halt so ich. Geht's euch indirekt ähnlich das ist auch gar nicht, also gar kein Vorwurf ich bin ja auch groß geworden, ich bin irgendwie habe ich halt, probierst Sportarten aus, dann machst du immer Leichtathletik, irgendwann stellst du fest, das und das ist mein Lieblingsding, eher so in dem Fall laufen, Leichtathletik, total messbar, Höhen, Weiten, Zeiten, das ist ja irgendwie, das packt ein Jahr, du trainierst mehr, du wirst größer, stärker, du wirst schneller und so weiter und so fort, irgendwie bist du ja ein Hooked und dann denkst du
dir halt, dann bist du ja schon relativ schnell in dieser ich sag mal performanten Schiene drin, sprich Leistungssport, also du trainierst und willst besser werden und dann wirst du besser und dann probierst andere Strecken und bist da besser und so weiter, dann gehst du Wettkämpfen, das macht ja schon ein bisschen süchtig, Das heißt, ich habe ja, wir haben ja schon öfter im Podcast hier drüber gesprochen, Ralf, dass ich mich nach meinem Karriereende ja schon schwer getan habe oder auch manchmal noch schwer tue, normalen Zugang zu Sport zu haben. Weil so wie du Sport als Kind und Jugendlicher dann kennengelernt hast, ging es immer um Leistung, um deine Leistung, um die bestmögliche Leistung, die du aus dir und aus deinem Körper rausholen konntest.
Und natürlich mit diesem Mindset, 20, bin dann umgezogen, hab Abi gemacht, bin umgezogen zum Studieren, eben nach Regensburg dann gekommen. Und dann denkst du dir manchmal schon, dann stehst du dann da und denkst so, ja gut, ich weiß, warum ich jetzt hier bin, warum ich zweimal am Tag aufstehe, trainieren gehe und was weiß ich was mache, weil ich will das erreichen, ich will Deutscher Meister werden, ich will zu Olympischen spielen, keine Ahnung, whatever.
Aber das ist ja so in dieser Jugendlichkeit auch von damals total nachvollziehbar. Du hast es ja nie anders kennengelernt. Und dann stellst du natürlich schon die Frage, warum macht denn das jemand, der dann vielleicht 60 oder 70 ist, warum zieht er da noch Spikes an und macht da jetzt Weitsprung oder so?
Punkt eins, mit ein bisschen Abstand zu der eigenen Sportkarriere ist, vielleicht einfach, weil es ihm Spaß macht. Das ist ja der beste Grund, Sport zu machen. Sag ich doch, einmal über die Hürden noch drüber. Vielleicht macht ihm ja einfach die Bewegung Spaß und Freude und das Draußensein. Und vielleicht erinnert ihn das ja auch ein bisschen an die eigene Jugend, wo man das eben halt irgendwie so gemacht hat. Das ist doch der beste Grund überhaupt plus.
Und das merkt man ja auch heutzutage, auch durch Social Media. Social Media ganz viel Scheiß, aber es gibt ja manche Sachen, die dann dadurch auch eine größere Bekanntheit erlangen. Ist ja, und das haben wir auch schon öfters besprochen, Ralf. Sport und Bewegung und je vielseitiger eigentlich, desto besser, also Ausdauer ganz klar ist natürlich sowieso irgendwie gut und wichtig und gesund, kardiovaskulär für Herz und Kreislauf und so, aber auch andere Dinge, wo es auch in so eine Richtung mit Kraft geht, ob das dann jetzt so moderne Blüten treiben muss wie High Rocks, wie wirklich Krafttraining im Gym oder ob du dann halt so sagst, wenn du früher halt wirklich vielseitig in deiner Jugend Sport gemacht hast
und früher auch mal einen Diskus oder einen Sperren da hattest, warum soll das nicht jemand noch machen, wenn er körperlich dazu in der Lage ist und ihm das Spaß macht. In einem höheren Alter so. Weißt du, also ich bin heute da viel, ich nenne es jetzt mal vorurteilsfreier, einfach ein bisschen open-mindeder, wie Menschen Sport und Bewegung in ihr Leben integrieren. Ich finde erstmal, wenn jemand was für sich macht, ist das besser als sie machen nix.
Und du hast es selber gesagt, Ralf, für die Lebensqualität von Menschen ist es entscheidend, glaube ich, wie aktiv man versucht noch zu bleiben. Weil einfach das, wie gesagt, körperliche Fitness, Muskelkorsett etc. Ist einfach anders. Und das wird ab einem gewissen Punkt einfach abbauen. Und es wird ab einem gewissen Punkt auch sehr schnell abbauen, wenn du da nicht gegensteuerst. Und wenn du Freude hast und Spaß an Bewegung und auch verschiedenen Sachen, Leichtathletik ist natürlich an sich top, weil du so viele unterschiedliche Dinge zur Auswahl auch hast. Das ist doch großartig.
Das war das Schlussprinzip von Dr. Philosoph Philipp P. Ja, fantastisch. Wir wollten eigentlich so eine halbe Stunde anpeilen. Jetzt sind wir gleich bei einer Stunde. So schnell geht das. Ich fand es großartig. Mir hat es total Spaß gemacht. Ich bin gerne wieder beim nächsten Girls Day dabei. Ich hoffe, es hat euch auch Spaß gemacht.
Obwohl ihr heute Morgen als erstes gesagt habt, oh mein Gott, Oh mein Gott, kann nicht sein. Ja, aber super. Schlimmart hoffentlich nicht. Vielen Dank und viel Spaß und natürlich auch viel Erfolg bei euren nächsten Dingen. Ja, unbedingt. Die Meisterschaften habt ihr ja beide erreicht, werden wir natürlich verfolgen.
Wir stellen Hobbyhorsing mal in die Show Notes und den Weltrekord von Jacobi Thorpe auch, damit ihr mal seht, wie geil Hürden laufen ist. Und vielleicht fehlen sich ja noch jemand, der mit mir 50 Meter Hürden um die Wette laufen will. Ansonsten Ich melde mich freiwillig. Wir wollen. Ich würde sagen, können wir alle vier machen. Das ist dann das beste Wettrennen.
Ich bin jetzt ein bisschen vorsichtig, weil so eine Challenge, Philipp, da sehen wir glaube ich ganz alt aus. Da sehen wir auf jeden Fall im wahrsten Sinne des Wortes alt aus. Wir können ein Steckenpferd mitnehmen. Ja, wir nehmen ein Steckenpferd mit. Es scheint mir eine Live-Übertragung im Stream zu werden.
Oh yes. Vielen Dank Anni, vielen Dank Nele. Philipp, wir hören uns alle nächste Woche. Seid vorsichtig bei der Hitze, ein bisschen weniger laufen oder morgens ganz früh. Denkt nochmal dran, die Folge mit Professor Carsten Hollander, da könnt ihr noch ein paar Tipps euch abholen. Bis nächste Woche. Ciao, ciao. Bis nächste Woche, ihr Lieben.
Macht's gut. Ciao, ciao.