BESTZEIT· Folge 329

#329 Langdistanz-Debüt & Triathlon-Magie beim Challenge Roth - zu Gast: Philipp Vogel

Freitag, 10. Juli 2026 · 1 h 59

MP3

Shownotes

Vor acht Monaten war er schon mal bei uns im Podcast und berichtete von seinem Traum einmal im Leben eine Triathlon Langdistanz zu bewältigen und das im Triathlon-Mekka beim Challenge Roth: Spitzenkoch Philipp Vogel.
Wir nehmen es vorweg - das Ziel „ankommen“ hat er nicht nur geschafft, sondern seinen selbstgesteckten Zeitplan dabei auch um knapp 2h unterboten und das trotz einiger Schwierigkeiten direkt zu Beginn beim Schwimmen. Gerade der Marathon, der ihm ganz zu Beginn seiner Planungen für Roth am meisten Sorgen bereitet hatte, sollte am Ende für ihn im wahrsten Sinne des Wortes sehr gut laufen und er konnte den magischen Zieleinlauf so richtig genießen.
Ralf und die beiden Philipps sprechen über die Abenteuerreise Langdistanz-Triathlon-Vorbereitung, über effektives Zeitmanagement und die Erkenntnis, dass häufig so viel mehr möglich ist, als man sich anfangs in den wildesten Träumen überhaupt ausmalen kann. Es geht um Disziplin, die Kunst an den richtigen Stellen auch mal weniger zu machen, um übergriffige Ratschläge, Last-Minute-Race-Expo-Käufe und unvergessliche Sportmomente.

Unser Partner der Folge:

Dagsmejan bietet Lösungen für einen besseren Schlaf, damit du voller Energie in den nächsten Tag starten kannst. Wir arbeiten ständig an der Entwicklung der weltweit bequemsten Nachtwäsche, die wissenschaftlich erwiesenermaßen deinen Schlafkomfort auf natürliche und nachhaltige Weise steigert.
Mit unserem Community-Code BEST15 spart ihr 15% auf eure Bestellung.
Link: dagsmejan.de/collections/stay-cool-men?utm_sou… (dagsmejan.de/collections/stay-cool-men)

Philipp Vogel auf Instagram: instagram.com/philipp.bird.vogel

Philipps Buch: amazon.de/Voll-Vogel-inspiriert-kulinarischen-…

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Es gibt diese Wochen, da denke ich, okay, könnte man eigentlich auch mal machen. Und dann denke ich mir nach wenigen Millisekunden, so ein Quatsch. The Langdistanz ist doch viel zu lang. Darüber reden wir heute mit einem Attentäter der Langdistanz im Best-Site-Podcast von Philipp Flieger und Ralf Scholt.

Ja, normalerweise sage ich ja, willkommen Philipp. In diesem Fall sage ich wieder und sehr gerne, willkommen ihr Philippse. Das wird heute eine verwirrende Folge werden, auf jeden Fall für euch, die hier zuhören vermutlich. Aber ich schließe mich da an, Ralf. Herzlich willkommen Philipp, und zwar Philipp Vogel.

Treue Zuhörerinnen und Zuhörer werden ihn schon kennen, denn er war bei uns schon mal im Podcast. Und da haben wir damals schon gesagt, wir müssen auf jeden Fall widersprechen, wenn du spätestens sozusagen deine Triathlon-Reise, wenn die weiter vorangeschritten ist und du deinen Start in Rot hattest.

Und zumindest mein kompletter Insta-Feed war natürlich, wie kann man es nicht anders erwarten, am vergangenen Sonntag, die Tage davor war auch schon alles sehr rotlastig in meinem Insta-Feed und hat natürlich auch rein aus spitzensportlichen Gesichtspunkten in keinster Weise enttäuscht. Deswegen erstmal, heute ist Mittwoch, wenn wir aufnehmen. Philipp, wie geht es dir heute so?

Also erstaunlich gut. Also es ist wirklich, ich muss, und das ist jetzt keine, kein Märchen oder was. Ich war, ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass der Hammer kommt und dass ich mich nicht mehr bewegen kann. Ich kann sowohl Treppen hoch als auch runtergehen ohne Schmerzen. Also ich muss sagen, ich glaube, ich habe gut trainiert.

Ganz offensichtlich, also wenn das so ist. Er hat also offensichtlich nicht nur Minuten, sondern Stunden auf der Strecke liegen lassen. Das wäre noch viel, viel schneller gegangen. Ja, okay, da gebe ich dir vielleicht auch recht. Also bevor wir uns mal diesen Sonntag detailliert anschauen, haben wir gesagt, okay, als wir das letzte Mal gesprochen haben, das ist ja schon ein gutes halbes Jahr her, Da hat ja deine Reise im Prinzip angefangen gerade.

Und das ist ja noch viel spannender, vielleicht sogar als dann tatsächlich der Sonntag, der ja, wir können es schon mal vorwegnehmen, erstaunlich smooth gelaufen ist. Zumindest, was die Zahlen sagen, alle Details dazu dann später. Aber es war ja eine Reise. Ja nochmal, du bist Gastronom, du bist Hotelbetreiber, du bist Koch, du bist viel unterwegs.

Es ist, wie vielleicht der ein oder andere schon mal gehört hat, ein Job, der sehr viel Zeit erfordert. Wie hast du die letzten Monate geschafft, dich in so eine Verfassung zu bringen? Also ich muss ganz ehrlich sagen, vorab mal die Reise, das hat mega Spaß gemacht. Also ich war total begeistert. Als wir das letzte Mal gesprochen haben, war ich ja, ich wollte das machen. Und ich habe gesagt, ich hatte so ein bisschen die Lust am Triathlon verloren wegen der Community von vor 25 Jahren, weil das so sehr High-Performance ging nur um Performance, Performance, Performance.

Als wir das letzte Mal gesprochen haben, habe ich meinen Trainer gerade kennengelernt, Christian Hoffmann, der improvisierter Fahrradmechaniker und Triathlon- und Fahrradtrainer ist. Typischer Berliner in meinen Augen. Wir haben uns richtig gut angefreundet, hatten sehr viel Spaß und ich glaube, das war auch das Entscheidende daran, dass ich mich sehr, sehr wohl gefühlt habe mit ihm, obwohl er, selten des Lobes war, sagen wir es mal so ganz vorsichtig.

Ich habe gesagt, als Trainer darfst du auch mal loben und da hat er zu mir gesagt, ja, dann musst du auch Leistungen bringen, die ich loben kann. Du hast ja gesagt, typischer Berliner, ne? Ja, das war genau so diese typische Berliner Art. Nein, was aber auch unheimlich Spaß gemacht hat. Ja, der Weg dahin, ich glaube, das ist das Schwierigste. Also, der Triathlon an sich, der Sonntag an sich, das ist dann eigentlich nur noch in Anführungsstrichen genießen oder quälen, je nachdem, aber der Weg dahin, der ist eigentlich der wirklich harte Weg und ich bin selber erstaunt.

Ich habe festgestellt, dass man einige Dinge anbietet, Dass ich in meiner Vergangenheit einige Dinge gemacht habe, die ich sehr vor mir hängeschoben habe und nicht konsequent gemacht habe. Also auch auf der Arbeit. Man merkt, dass man mit einer Stunde weniger Arbeit, aber dafür effizienter arbeiten, schneller zurechtkommt, weil man es dann muss.

Ja, weil du dann morgens irgendwie im Schwimmbad warst eine Stunde und dann mittags noch laufen musst und am Abend dann irgendwie gucken musst, dass du nicht ganz so spät nach Hause kommst. Und dann quatscht man ein bisschen weniger, dann ist man vielleicht ein bisschen weniger gemütlich, sage ich mal ganz vorsichtig.

Und da habe ich schon echt schnell festgestellt, boah krass, du bist in so einem Arbeitstrott gewesen. Jetzt bin ich natürlich irgendwie mein eigener Chef und bin einfach den ganzen Tag auf Arbeit, habe aber auch festgestellt, ich muss nicht jeden Tag 15 Stunden da sein, es reichen auch 13 oder 12. Das hört sich jetzt lustig an, aber so war es dann wirklich.

Man ist irgendwie viel konsequenter in seinem Lebensablauf. Social Media, so dieses Rumdatteln, dieses dumme Rumsitzen und ins Handy starren wird viel weniger. Also das war eigentlich das Spannendste direkt so am Anfang vom Training, weil ich gesagt habe, okay, du musst jetzt irgendwie, heute hast du schwimmen, heute hast du dein Schwimmprogramm.

Ich habe ja am Anfang Listen bekommen und auf meiner App, auf meiner Trainings-App dann Schwimmprogramm. Ich hatte ja gar keine Ahnung. Also das muss man ja wirklich mal sagen. Ich habe dann gelesen, okay, einschwimmen, 200 Meter, das habe ich alles verstanden. Und Technikübungen habe ich auch alles verstanden.

Aber ich konnte mir das ja nicht merken. Dann habe ich gesagt, jetzt gehst du ins Schwimmbad. Wie willst du dir das denn merken? Irgendwie drei verschiedene Dinge ist ja schon schwierig, sich zu merken. Dann musst du auch noch die Bahnen zählen, die du schwimmst. Also so Kleinigkeiten, wo ich auch selber echt lachen musste, weil ich gedacht habe, Wahnsinn.

Wie dumm du dich jetzt schon am Anfang anstellst. Dann vergisst du das Handtuch, musst dich irgendwie mit dem T-Shirt abtrocknen. Das sind alles Dinge. Das ist so der Prozess in diesem Trainingsablauf, der natürlich am Ende super war. Am Ende wusste ich genau, wie ich schwimmen soll. Ich habe mir dann so kleine Zettel geschrieben und auf meine Trinkflasche geklebt.

Sah unheimlich professionell aus am Beckenrand. Kleine Anekdote. Irgendwann bin ich geschwommen, bin zurückgeschwommen und sehe, dass jemand Pause gemacht hat am Beckenrand und meine Flasche in der Hand hat und so auf diese Flasche guckt, denke ich, hat der die Flasche, hat der sich vergriffen? Und dann bin ich angekommen, kurze Pause und er sagt, bist du das hier?

Und zeigt mir, ja, das Programm, also da musst du aber so. Und so habe ich, das gibt es gar nicht. Einfach übergriffig. War aber ein Triathlet, oder? Natürlich auch. Natürlich war es Triathlet. Er hat ja noch seine Ironman Badekappe auf. Oh, okay. Das ist so ein brutaler Vollklassiker. Und da musste ich aber auch selber echt lachen, weil ich gedacht habe, das ist diese Welt.

Irgendwie ja auch schön. Man ist ja auch stolz, wenn man das irgendwie gemacht hat. Es sind ja wenig Leute, die das dann durchziehen und das kann ich alles nachempfinden. Aber es war dann schon wirklich übergriffig. Aber so war dann die Anfangszeit. Ich habe mich am Anfang auch noch sehr verunsichern lassen, weil dir natürlich jeder Mensch, der mal Ausdauersport gemacht hat, der mal einen Marathon gelaufen ist, der mal für einen Marathon nur trainiert hat.

Der kommt ja schon und sagt, wie schnell läufst du? Oh, das ist viel zu schnell. Du musst viel langsamer. Und G1, das musst du aber so machen und das musst du aber so machen. Und du wirst natürlich, und da bin ich auch empfänglich für, auch durch Social Media geleitet. Also du, oh scheiße, musst du vielleicht die Technik noch ein bisschen ändern beim Schwimmen und bist du vielleicht ein bisschen zu schnell gelaufen oder zu langsam gelaufen.

Und da auch da großen Lob an meinen Coach. Er hat immer gesagt, lass dich da nicht verunsichern. Du machst das, was ich sage. Ich bin der Einzige, der dich verunsichert. Und zwar mit jedem neuen Trainingsplan. Und ich dachte, what the hell. Ja, ich habe vor allem immer gedacht, wie soll ich das schaffen?

Am Anfang sind es irgendwie sechs Stunden die Woche oder vier Stunden, fünf Stunden, sechs Stunden. Da hast du schon gesagt, okay, jetzt bist du aber am Ende. Also mehr schaffst du nicht, aber das schaffst du ganz gut. Und dann hat er gelacht, hat gesagt, du, das Doppelte wird es noch. Ach, wie soll ich denn zwölf Stunden die Woche trainieren? Wann soll ich das denn machen?

Und wie soll ich Tempoläufe? Und wie soll ich denn schaffen, unter vier Minuten für eine Minute zu laufen? Das schaffe ich doch in meinem Leben nicht. Vier Wochen oder vier Monate später bist du gelaufen und hast gedacht, Wahnsinn. Also du schaffst das und hast noch irgendwie Energie, hast noch Power.

Und das hat mir so viel Spaß gemacht, weil man muss dazu sagen, ich kam ja vom sehr untrainiert sein. Und ich hatte, als wir den Podcast hatten, hatte ich schon ein bisschen die Ernährung umgestellt und habe so ein bisschen abgenommen. Da war ich so bei. Knapp über 100 Kilo, 101 Kilo. Und dann hat es auch nicht mehr ganz so wehgetan in den Knien, wenn ich laufen war.

Ich bin jetzt am Ende dann bei 88 Kilo gelandet, ohne irgendwie auf ein Eis oder auf Haribo oder irgendwas zu verzichten. Ganz im Gegenteil, also es war oft so, dass ich mir abends dann nochmal eine, Tafel Rittersport reingedrückt habe. Also Wahnsinn, das war natürlich auch für mich irgendwie nochmal schön, weil ich konnte.

Du kannst dann so einen Becher Eis abends und denkst, oh scheißegal, was hat der 1000 Kalorien, egal. Das war schon irgendwie auch total geil. Ja, und... Also für mich die größte Herausforderung war das Zeitmanagement am Anfang und wenn man das dann so ein bisschen drin hat und wo ich wusste, was auf mich zukommt, wo ich wusste, wie die Abläufe sind, was ich auch imstande bin, zu tun, dann war es wirklich auch Vorfreude.

Dann gibt es so Trainings, wo du sagst, da hast du keinen Bock drauf, aber dann auch Dinge, wo du sagst, geil, heute mal Fahrrad fahren oder heute mal laufen und also total spannend und ja, sehr, sehr positiv. Hast du das mit deinem Team, sorry, wenn ich noch mal eben zu dem Team zurückgekommen, mit deinem Team das so besprochen oder hast du einfach gesagt, der Chef ist jetzt mal nicht da oder der Chef kommt später oder hast du gesagt, pass auf Freunde, das da ist mein Ziel, ich bin ein bisschen weniger da und die alle so, die Mäuse tanzen auf dem Tisch.

Ja, eher das Zweite. War schon so, also ich war jetzt nicht sehr viel weniger da, das muss man wirklich sagen, weil ich dann auch irgendwie so die Zeiten abgepasst habe. Ich hoffe dann mittags bin ich dann halt mal zwei Stunden draußen gewesen und laufen und früh bin ich halt früher aufgestanden und schwimmen gegangen und Radfahren habe ich dann irgendwie an den freien Tagen gemacht.

Es war aber schon so, dass, und auch da großes Chapeau, dass man irgendwie die Leute auch mit angezündet hat. Also alle waren so ein bisschen in diesem Sportmodus. Das Witzigste, was mir eigentlich passiert ist, war mein Frühstückskoch, der Farid, der kam irgendwann und wir haben immer, früher habe ich immer gesagt, Mensch Farid, du musst ein bisschen abnehmen.

Und dann hat er immer gesagt, ah Chef, du musst abnehmen. Das ist aus dem Iran. Und dann haben wir immer so gegenseitig uns so ein bisschen blöd angemacht, haben Spaß gehabt und war dann alles super. Dann hat er vor zwei Jahren geheiratet, hat ein bisschen abgenommen, hat er immer gesagt, na Chef, jetzt bist du derjenige.

Aber alles immer so ganz nett und lieb. Und jetzt durch den Sport, irgendwann stand er vor mir, der war auch länger nicht da, war im Urlaub und kam zurück und guckte mich so an und sagte, Chef, nimmst du Spritze? Warum bist du so dünn? Und ich sage, Farid, ich trainiere jeden Tag zwei, drei Stunden Ausdauer, nix Spritze.

Das war dann auch total witzig und das wurde dann natürlich auch irgendwie so, zum täglichen Satz von allen, die dann gesagt haben, ach komm, Der Chef, der macht gar nichts, der hat nur abgenommen und sieht gut aus, weil er auf die Sonnenbank geht und sich die Spritze besorgt hat. Also es war ganz lustig.

Nein, haben alle mitgefiebert, waren auch alle total, standen dahinter. Ich glaube, jeder, der viel Ausdauersport macht, der weiß, da brauchen wir auch eine Familie. Meine Frau, die hat mich total gut unterstützt und hat auch gesagt, solange es bei einer langen Distanz bleibt und das jetzt nicht dein jährliches Hobby wird, habe ich da gar kein Problem mit.

Und sie, so viel sei gesagt, war auch in Rot und sagte danach, ja, also wenn du nächstes Jahr nochmal starten möchtest, das kann ich schon nachvollziehen, sagt er. Aber sie kommt ja auch aus einem Ausdauersport, also ist ja nicht sportlich unbeleckt. Sie ist witzigerweise, sie sagt ja selber immer, sie sieht aus wie eine Profisportlerin, macht aber ganz wenig, die geht zweimal die Woche laufen, aber ist jetzt nicht so, dass sie da, die mag das eigentlich überhaupt nicht, ganz witzig.

Also die hat früher Leichtathletik gemacht und Fußball gespielt und das recht gut, hat dann aber irgendwann durch die Arbeit auch aufgehört und sagt immer, boah, Laufen ist so langweilig, ich hasse es. Und trotzdem macht es es. Also es ist irgendwie so mehr der Wille und macht halt viel mit dem Hund.

Aber ja, ich glaube, wenn man mal in Rot ist, wenn man das miterlebt, egal ob als Triathlet oder als Zuschauer oder als Beteiligter irgendwie, das ist ein Virus, der steckt dich an. Also da kannst du dich gar nicht vor schützen. Das ist irre. Also ich bin, ich kriege immer noch alle 20 Minuten Gänsehaut, wenn ich dran denke und gar nicht an meine Leistung und gar nicht irgendwie, dass ich jetzt sage, boah, ich bin der Allergrößte und so.

Die Menschen in Rot, dieser Landkreis, diese Helfer, die aus der ganzen Welt da anreisen und kommen, das macht dieses Event so einzigartig und das ist, ähm. Ich bin im Ziel gewesen, mir sind die Tränen geflossen, weil ich gedacht habe, das ist so irre, was da passiert. Und das hat dann anscheinend meine Frau auch angesteckt, mein Schwiegervater war auch dabei, der war auch ganz gehypt.

Also ich muss sagen, jetzt habe ich die Freikarte nächstes Jahr nochmal eine lange Distanz zu machen im Rot. Schauen wir mal. Ja, ein kleiner Funfact. Ich habe heute Morgen irgendwas gelesen von wegen, ja, du musst mir mal die Schwimmtechnik besser beibringen. Also wofür solltest du an der Schwimmtechnik arbeiten wollen, wenn du nicht noch wieder irgendwas vorhättest?

Nein, also das Schwimmen hat mich tatsächlich, also wo wir gesprochen haben, habe ich ja gesagt, den größten Respekt habe ich vor dem Marathon. Also alleine das Wort Marathon ist ja schon was, was so ein bisschen für Ehrfurcht sorgt. Jetzt habe ich euch ja auch erzählt, ich bin noch nie einen Marathon gelaufen, schon einige halbe und war eigentlich...

Bis so drei Monate vor dem Event habe ich immer noch gedacht, boah, wie willst du das schaffen? Also dieses Koppeltraining hat dann irgendwann angefangen, wo ich dann Fahrrad gefahren bin, fünf Stunden und danach noch irgendwie vier Kilometer laufen. Das ist ja nichts in diesem Zusammenhang. Und da habe ich schon nach Kilometer eins gedacht, wie willst du 40 Kilometer laufen?

Wie willst du eigentlich, das geht ja gar nicht. Also zum Schluss hin wurde es immer besser mit dem Laufen und ich habe mich richtig gefreut drauf. Und dann wurde tatsächlich das, wo ich immer gesagt habe, ach, das Schwimmen ist easy, easy, easy, wurde dann. Zur großen Angst, weil es war ja so warm, die Tage oder die Wochen vor Rot, dass die Wahrscheinlichkeit auf ein Neoprenverbot sehr groß war.

Und für mich war das Gesetz. Ich habe gesagt, okay, der Neoprenanzug hält deine Beine oben. Das heißt, du hast keine zwei Anker, die hinten im Wasser ziehen musst. Arme, das geht. Du musst dann dich einfach nur fortbewegen. Die Technik vorne, Oberkörper habe ich ganz gut. Ich sage mal so, ab dem Bauch habe ich keine Technik mehr beim Schwimmen.

Und habe dann gedacht, naja, Neoprenanzug, der trägt dich. Ja, Ende vom Lied war es. Gab dann tatsächlich 0,5 Grad haben gefehlt zum Neoprenschwimmen. Es war dann Neoprenverbot. Und das habe ich auch. Mit vielen Körnern bezahlt. Also das muss man wirklich sagen. Ich habe ja vor dem Triathlon in Rot war ich ja noch mit Jonas Deichmann und einer total coolen Crew, haben wir einen Swimrun gemacht durch Sardinien.

Und ich meine, jeder, der Jonas kennt oder dem folgt, der weiß, bei dem ist das alles immer Läufchen und easy und das machen wir dann. Mensch Philipp, wir machen so ein Swimrun-Event, ganz cool, nur tolle Leute. Wir sind zu sechst und ganz easy. und du bist ja eh im Training, ein bisschen schwimmen, ein bisschen laufen, Abenteuer, gehen schön essen abends.

Ja doch, das hört sich doch super an, so ein kleines Trainingscamp, ein bisschen entspannter. Am Ende waren es zwei Tage, 100 Kilometer, also am ersten Tag haben wir 50 Kilometer gelaufen und 10 Kilometer geschwommen. Und ich war abends, ich lag im Bett im Hotel und ich habe mir gedacht, ja hast du das geschafft?

Wirklich irre. Der zweite Tag war nicht viel weniger, aber irgendwie zwei Kilometer weniger schwimmen und zwei Kilometer weniger laufen. Aber da wusste ich dann auch, dass ich auf jeden Fall die langen Distanz schaffe, weil dann hast du gesagt, okay, wenn du irgendwie 18 Stunden Sport am Tag machen kannst und da über Stock und Stein läufst und dann zwischendurch da Passagenkilometer schwimmst im Meer, dann schaffst du das.

Und da halt auch, Neoprenanzug, dann hast du ja beim Swimrun die Laufschuhe quasi permanent an, auch im Wasser. Da hast du so einen Pullboy zwischen den Beinen, der dich so nach oben treibt. Da macht das Schwimmen unheimlich viel Spaß, weil du auch sehr schnell unterwegs bist. Du hast auch so Paddles an den Händen.

Also das war irre cool, war aber auch, muss man ganz klar sagen. Also war eine super Vorbereitung, war dann am Ende war ich aber auch wirklich am Arsch. Also das war dann schon, waren dann Distanzen, da hatte ich dann quasi meine erste Marathon-Distanz hinter mir. Aber das war toll. Toller Sport. Tobi und Sidi waren mit dabei, der Bruder von Jonas und der Tobi, auch ein guter Freund, der bei der Challenge Road auch oft dabei war beim Jonas.

Und die beiden sind dieses Jahr Vize-Weltmeister geworden im Swimrun in Wien vor zwei Wochen. Also so Leute waren dabei. Also das war dann schon, aber coole Community. So viel zum Thema Easy, ne? Ja, genau. Aber das Schöne ist ja, man sieht dann selber auch irgendwie, wie man seine eigenen Grenzen verschiebt.

Also das ist ja wirklich faszinierend. Beruflich und mental habe ich das mit Sicherheit in den letzten Jahren schon, erleben dürfen, aber sportlich ja noch nie. Und sportlich oder körperlich finde ich das fast noch spannender, weil du irgendwie ja, man glaubt, wenn du 10 Kilometer läufst, dann sagst du, okay, also 20 schaffe ich vielleicht, aber 40 nicht.

Und dann läufst du 40 und denkst dir so, krass, Du kannst eigentlich noch weiterlaufen. Das ist ein irre Gefühl. Ich glaube, was du sagst, ist total wichtig, warum auch immer man sich oft so denkt, außerhalb von der Komfortzone, man weiß ja nicht, was einen erwartet. Soll man sich das überhaupt antun? Beruflich muss man es vielleicht manchmal machen oder muss man auch nicht, aber es gibt vielleicht dann doch irgendwo einen Anreiz. vielleicht ist es eine Beförderung oder was soll man sagen, dass man sagt, komm, ich gehe dieses Risiko.

Ich habe schon manchmal das Gefühl, dass wenn man vielleicht jetzt nicht als Leistungssportler aufwächst, sondern vielleicht als Kind mal Sport gemacht hat, dann irgendwie passiert halt Leben, keine Ahnung, Ausbildung, Job etc., dass man ja vielleicht manchmal so ein bisschen diesen Zugang zu Sport oder sich sportlich was zutrauen, oder auch sportlich was riskieren, wenn man so will.

Das ist halt bei dir gar nicht so unähnlich. Also ich meine, natürlich hast du schon einen sportlichen Background, aber jetzt eine Langdistanz ist halt nochmal eine ganz andere Hausnummer. Aber dass man da ja gerne mal ein bisschen zurückschreckt, weil man ja dann vielleicht auch denkt, das hast du, finde ich, eigentlich schon ganz gut geschildert, so, naja, ich habe ja ein Leben, was jetzt schon nicht gerade mich nicht ausfüllt, sozusagen, beruflich, man hat ja ein Privatleben vielleicht auch noch.

Soll ich mir das dann noch on top zumuten? Wie baue ich das irgendwie überhaupt in meinen Alltag ein? Nimmt mir das vielleicht ja dann sogar Energie, sozusagen, raubt mir das Energie, die ich anderweitig aber eigentlich dringend benötigen würde? Und das Spannende ist ja, dass es ja offensichtlich genau das Gegenteil ist.

Also sprich, es hat dich ja in vielerlei Hinsicht bereichert. Erstmal klar, es war ein krasses Abenteuer. Du hast es schon gesagt, zwar diese Reise an sich war ja schon mal cool bis zum Tag X, der dann sicherlich on top nochmal ein ganz besonderes Erlebnis war. Aber diese Reise an sich hat ja schon dazu geführt, dass du dir ständig irgendwie durch den Trainingsplan und deinen Coach mit neuen Dingen konfrontiert hast, wo du gesagt hast, okay, klick.

Geht das überhaupt, kann ich das machen? Da habe ich gewisse Parallelen auch zu, damals Ralf mit Renato gesehen, wo du dachtest, okay, ich habe jetzt schon so lange Leistungssport gemacht, jetzt gehst du zum neuen Coach, nochmal zum, im Herbst deiner Karriere und der kommt mit Dingen an, wo du denkst so, das ist doch nicht möglich, also zumindest für mich ist das nicht möglich, ich bin jetzt nicht irgendwie ein Kenianer oder sowas, für seine Jungs, die er sonst da coacht, mag ja sein, dass das normal ist, wie soll das gehen?

Und wenn man sich aber dann drauf einlässt und vielleicht auch zwei, dreimal ein bisschen, naja, was heißt auf die Schnauze fällt, aber Sachen nicht halt sofort schafft, aber dran bleibt, dann auf einmal stellst du fest, ah, das geht ja doch Und dann beginnt aber auch so ein Prozess, fand ich jetzt so, wo du denkst.

Wo ist das Limit eigentlich? Also wie du gesagt hast, wenn auf einmal läufst du einen Marathon, dann denkst du, ja, aber eigentlich 40 würde wahrscheinlich auch noch weitergehen. Und wenn du dann manchmal, das vergesst man vielleicht so, sich besinnt, wo hast du denn angefangen? Nämlich mit, wie soll ich überhaupt, du hast es vorher gesagt, 4 Stunden, 6 Stunden in der Woche noch unterbringen.

Am Ende trainierst du das dort bitte und denkst dir dann mit der Fitness, die du dir arbeitest, mit vielleicht auch dann zwei, drei Kilo abnehmen. Es geht ja nicht darum hier zu Hause, dass man jetzt per se immer irgendwie abnehmen muss, aber der Punkt ist ja die Art und Weise, wie es passiert. Es passiert ja durch Bewegung, durch Aktivität, dass du dann deinen Lifestyle ja nochmal ein bisschen veränderst, aktiver wirst, dadurch auch vielleicht ein anderes Körpergefühl dann bekommst, bist vielleicht ja trotzdem auch energized und einfach ja generell gut drauf, weil du irgendwo dieses andere große Ziel so hast.

Das ist, glaube ich, relativ spannend. Und sich da eben drauf einlassen ist halt oft so ein bisschen dieser erste Schritt, aber der fällt halt auch manchmal wahrscheinlich einigermaßen schwer. Bei dir wissen wir ja schon, du hast jetzt ja nicht einen Alltag, der dich jetzt, also Berufsalltag, der dich jetzt, wie soll ich sagen, es ist jetzt kein 9-to-5-Job.

Deswegen, du hast, glaube ich, vorhin im Nebensatz schon so ein bisschen erklärt, aber das wäre die Frage gewesen, die ich mir vorher noch überlegt hatte. So laufen und schwimmen kann ich mir jetzt noch relativ okay vorstellen, dass man das irgendwie mal auch in eine Mittagspause packt. Also da ist ja Laufen sowieso, glaube ich, der dankbarste Sport, brauchst ein paar Schuhe, Sportoutfit, ziehst dich an, gehst raus, kommst zurück, duschst, fertig, kannst du direkt irgendwie weiterarbeiten.

Schwimmen, klar, brauchst einen Pool, musst erstmal irgendwo hin, in ein Schwimmbad oder wie auch immer, dann hast du schon ein bisschen Weg hin, ein bisschen Weg zurück oder keine Ahnung, das kostet schon vielleicht ein bisschen mehr Zeit. Aber Radfahren ist natürlich, glaube ich, der größte Zeitfresser.

Das hast du aber, glaube ich, vorhin schon ein bisschen so beantwortet, dass du gesagt hast, das hast du auf deine freien Tage gelegt, oder? Weil für 180 Kilometer Radfahren im Rahmen von der Langdistanz, da reicht es halt auch nicht. Natürlich kann auch mal eine Stunde Radfahren schön sein, aber mit einer Stunde Radfahren, das hilft jetzt nicht so viel, glaube ich, für die 180 Kilometer, die man da vor sich hat.

Voll, also Radfahren war die größte Herausforderung von der Zeit her und ich muss sagen, ich habe zu Weihnachten so eine Rolle geschenkt bekommen, habe ich mir gewünscht, so eine Indoor und habe das. Dann angefangen und zwei Stunden Indoor-Radfahren können auch ganz unterhaltsam sein, bei vier Stunden wird es dann wirklich sehr, sehr, sehr öde.

Und mein Trainer hat auch gesagt, mach das bloß nicht. Ich habe wie manchmal leider nicht auf ihn gehört, weil ich dann irgendwie auch der Hund dann da war und die Zeit dann auch knapp war. Und dann habe ich gesagt, komm, dann fährst du jetzt vier Stunden auf der Rolle, dann kannst du nebenbei noch irgendwie am Laptop ein bisschen was arbeiten.

Das ist schon sehr zäh. Geht aber, also und das fasziniert ja so, du sagst ja am Anfang um Gottes Willen und dann hast du vier Stunden auf der Rolle oder dreieinhalb Stunden auf der Rolle und sagst, naja vier kannst du auch noch oder viereinhalb wirst du auch noch schaffen also und das ist so, das ist ja das tolle, Bei sowas für mich, ich bin relativ gesettelt, was das Berufliche angeht.

Ich werde jetzt 45, also ich habe in meinem Leben schon einiges gesehen. Da kommt noch eine tolle Zeit, keine Frage, aber man ist irgendwie so gesettelt. Und dann kommt so ein Abenteuer auf einen zu und man ist eigentlich wieder wie so ein Grundschüler. Man hat wieder Leute, auf die man hört, die einem sagen, wo es lang geht. Man hat irgendwie seinen Trainingsplan, wo man abhakt.

Man macht wieder Erfahrungen von Dingen, die man neu dazulernt, die man nicht kann. Man macht positive Erfahrungen, dass man, weiß nicht, dass die Schwimmtechnik besser wird oder beim Laufen, dass man schneller wird. Man macht negative Erfahrungen, dass man doch nicht so schnell irgendwie schneller wird, wie man sich wünscht, dass man doch mal Tage dabei hat, wo man irgendwie gar nichts auf die Kette bekommt oder sagt, boah, heute war irgendwie alles anstrengend, heute war alles bescheiden.

Und das macht, also das hat mir so einen Spaß gemacht, weil ich gesagt habe, boah geil, geil, das ist so, das ist so ein bisschen zurück in die Kindheit, in die Jugend versetzt, wo du mal wieder nicht die Verantwortung hast für andere, sondern nur für dich selber und, mit dieser Verantwortung irgendwie, ja dann auch wächst, also das hat unheimlich Spaß gemacht und ich hätte auch nicht gedacht, ich war ja gelangweilt von diesem High-Performance, von diesem Gequatsche, von diesem VO2-Max und bla bla bla.

Ja, was glaubt ihr? Nach drei Monaten war ich natürlich genau in dieser Welt angekommen. Also es ist ja mein besten Freund. Ich dachte, mein VO2-Max, mein Ruhepuls geht nach unten. Man kann sich ja gar nicht davor irgendwie befreien. Ich musste dann auch oft über mich selber lachen, hab's mit Humor genommen und, bin auch sehr dankbar, dass ich auch Björn, sehr, sehr guter Freund, sehr alter Freund von mir, mit dem ich früher tatsächlich Triathlon trainiert habe, der.

Neidlos, anerkennend und so als Freund und Kumpel da war und der dann auch ich bin jetzt auch wieder gelaufen, ich habe jetzt auch wieder angefangen, wir haben schon gesagt ich sagte, jetzt müssen wir dieses Jahr noch einen Marathon zusammenlaufen. Und das ist einfach schön, dass man so irgendwie auch noch mal, so motiviert sich selbst motiviert Also das ist ja erschreckend, dass du so jetzt über Marathon sprichst, weil vor 10 Minuten hast du noch gesagt, ja da hat man ja Respekt vor und Ehrfurcht und so jetzt so, ja, jetzt laufen wir nochmal einen Marathon zusammen.

Weil das natürlich jetzt im Kontext ja nur noch wie ein kleiner Teil vorkommt. Also wir kommen da ja gleich zu, dass dir dieser Teil ja auch sehr, sehr gut gelungen ist am Sonntag in Rot. Ich wollte aber noch auf zwei Punkte nochmal kurz zurück. Du hast das eben so in einem Nebensatz gesagt. Wo waren denn die Low-Points?

Wo war es denn dann so, dass du gedacht hast, boah, jetzt ist es echt schwierig. Ja, das waren so eigentlich so dumme Situationen, wenn du motiviert zum Schwimmbad fährst und zu blöd bist, zu wissen, dass mittwochs Schulschwimmen ist und du vor verschlossenen Türen stehst. Das sind eigentlich so diese, und dann kommt die, also das hört sich jetzt dramatisch an, aber dann kam so die Panik in mir auf, um Gottes Willen.

Heute schwimmen, wie willst du das jetzt noch schaffen? Du musst in einer Stunde musst du im Laden sein, du hast einen Termin dann, dann hast du das. Das Laufen ist heute Nachmittag, heute Abend kannst du nicht mehr schwimmen. Also eigentlich hört sich das lächerlich an. Das ist ja kein Problem. Wir sprechen jetzt von einer Freizeitaktivität. Aber in diesem Moment ist das ganz oben auf der Liste ein Riesenproblem.

Du schaffst das nicht mehr und kacke, was passiert. Und ich musste lachen. Irgendwann sagte mein Trainer auch mal zu mir, da bin ich irgendwie eine halbe Stunde kürzer Rad gefahren, als ich sollte und dann sag ich, ja, irgendwie so und dann war die Zeit knapp und dann sagte er so, sagte er, naja, ich werde dich dann in Rot dran erinnern, wenn du es nicht schaffst und lachte dabei.

Also der hat mir dann auch gesagt, Junge, ob du jetzt eine halbe Stunde länger oder kürzer, das macht nachher jetzt nicht unbedingt. Du sollst jetzt nicht anfangen, irgendwie deine Einheiten zu skippen und nur noch zu sagen, das läuft jetzt alles. Aber auch so dieses, ich bin halt sehr verbissen, wenn ich sowas schriftlich, wenn ich so einen Plan habe.

Für mich war ganz, ganz wichtig, dass dieser Wochenplan bei Trainingspeaks grün ist. Dass jede Einheit grün ist. Und nicht orange und nicht rot. Das war mir ganz, ganz wichtig. Total bescheuert. Aber genauso funktioniere ich irgendwie auch auf der Arbeit im Kochen. Die To-Do-Liste muss abgehakt sein.

Abends muss das Mise-A-Place stehen. Die Lappen müssen mit Desinfektion getränkt sein, es muss alles sauber sein und dann starte ich in den Service. Und das war so in meinem Kopf auch, du musst diesen Plan abarbeiten, das muss alles grün sein und dann startest du in den Wettkampf oder in dieses Abenteuer rot, in dieses Wochenende, bis dahin musst du das alles erledigen.

Ich habe aber auch gelernt und bin auch sehr dankbar dafür, einfach auch zu, also erstmal auf meinen Körper zu hören. Das ist, glaube ich, das Aller, Aller, Allerwichtigste, was man ganz schnell vergisst, gerade in unserer Gesellschaft. Allerwichtigste, gleichzeitig auch manchmal das Schwerste, wenn man zum Beispiel so ein sportliches Abenteuer vor der Brust hat, weil man gern alles grün hat immer im Trainingsplan.

Absolut, absolut. Und das ist immer noch ein Prozess, also immer noch auch zu sagen, okay. Ich hätte nicht gedacht, dass ich jetzt Dienstag, Mittwoch, heute schon wieder richtig Lust habe, Sport zu machen, fast schon ein bisschen eine Sucht habe, aber mich selber bremst und sage, jetzt mach mal ruhig.

Am Tag selber in Rot oder am Tag vorher, du hast dann irgendwie auch 35.000 Schritte auf der Uhr, was natürlich fatal ist, also das musst du irgendwie auch, da zum Bike-Check-In und da noch, ach, da willst du aber nochmal auf die Messe, guck nochmal, was Ryzen für neue Radklamotten hat, oder bei Powerbar willst du aber, ne, so diese ganzen sind ja alle da, ja, ist ja auch ein Süßigkeiten-Laden in der Form.

Und sich da selbst zu disziplinieren und dann wirklich auf sich zu hören und zu sagen, okay, jetzt gehst du nach Hause, jetzt ist Feierabend, Alkohol feiern, also das ist ja auch sowas, was irgendwie weniger wird. Am Anfang war es noch so, ach Mensch, da ist der Geburtstag, da würde ich ja schon gerne irgendwie und dann am Schluss war es so, ich brauche das gar nicht mehr. Was auch schön ist, Ich bin jetzt kein Asket und will jetzt nicht asketisch leben mein Leben lang, aber für diese Phase war das eine coole Zeit. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Flasche Wein und auch mal wieder ein alkoholfolles Bier trinken und nicht mal ein alkoholfreies Bier.

Aber in dieser Zeit war das schon irgendwie dieser Verzicht am Anfang schwierig und dann wurde es immer lockerer und immer spaßiger. Und so richtige Downs, so richtig, dass ich gedacht habe, jetzt bist du an einem Punkt, wo du keinen Bock mehr hast, die hatte ich nicht. Ich hatte sehr, sehr, sehr viel Glück, dass ich nicht krank geworden bin. Davor hatte ich wirklich Angst.

Ob das jetzt wirklich Glück ist, ist noch eine andere Frage. Ja, das stimmt, weil ich glaube, ich habe so viel Ingbersaft, wie ich in den letzten halben Jahren getrunken habe, werde ich in meinem Leben nicht mehr trinken. Also habe da schon auch wirklich aufgepasst. Man fängt dann auch an Kontakt zu meiden ganz krass, ich bin ein sehr körperlicher Mensch also ich bin auch körperliche Nähe, schätze ich, Leuten die Hand geben und sowas da fängt man dann auch an und so, oh okay, und der ist krank von dem hält sich fern, da setze ich mal weg die soll bloß nicht kommen, wenn die sich nicht gut fühlt, weil man halt Angst hat also, meine Frau sagt ja immer ich glaube ich werde krank, da habe ich schon gesagt,

oh Gott was machst du jetzt Wo ziehst du jetzt hin? Weil ich Panik hatte. Schatz, ich wollte sowieso die nächsten Wochen mal Testbohnen bei uns im Hotel. Ja, so ein bisschen. Aber ich glaube, das hätte mit dem Kopf nochmal was anderes gemacht. Also ich glaube, so eine harte Erkältung oder so, oder dann tatsächlich eine Verletzung.

Ich hatte so in den Bändern, ich vergesse immer, wie das heißt, wenn man sich nie dehnt, dann hat man so hinten im Gesäß so richtig Schmerzen. Das ist so der lange Piriformis? Ja, Piriformis ist es, glaube ich. Und dann habe ich gesagt, da war ich bei meinem Chiropraktiker, der hat goldene Hände, der Markus, und dann habe ich gesagt, du musst mir das weg.

Da sagt er, da kann ich nichts machen, du musst dich dehnen. Da dachte ich, ja, dehnen, jetzt komm, erzähl mir nichts, du musst das doch weg, du machst da sonst alle Schmerzen weg. Da habe ich gesagt, nein, da kann ich dir auch nicht helfen. Und dann musste ich halt so dehnen und Stabitraining, also, und alle haben immer gesagt, das ist so ätzend. Und ich habe es das erste Mal gemacht und gesagt, super, das machst du jetzt regelmäßig.

Ich glaube, ich habe es zweimal gemacht in der ganzen Zeit. Weißt du was, da sind die Schmerzen noch nicht stark genug gewesen ja wahrscheinlich weil dann hört es auf aber gut, das ist sicher da erkennt man glaube ich den Wert von Gesundsein noch viel stärker, also im Alltag klar ist das im Alltag blöd, wenn man eine Erkältung hat aber denkt man, okay, geht vorbei, eine Woche okay, dann ist wieder okay nur, das hat ja einen ganz anderen Impact auf so eine Vorbereitung Und dann erkennt man den Wert von Gesundheit noch mal besser.

Ja, wahrscheinlich auch viel für den Kopf, weil irgendwie habe ich gedacht, ich meine klar, wenn du in einer ganz. Schwierigen Phase krank wirst, wenn du in der letzten Phase vom Rennen krank wirst, dann hast du wirklich ein Problem oder in der Aufbaufase oder so, wenn dir dann wirklich was fehlt, aber eigentlich, also das war ganz witzig, Christian sagte zu mir auch, ich habe eigentlich eingeplant, dass du mal zwei Wochen krank bist.

Ich hatte eine Zahn-OP, da war ich dann auch sechs tage durfte keinen sport machen da sagt er das ist gar nicht schlimm also das habe ich, mit eingeplant dass das mal kommt das war auch noch in der phase wo es ziemlich am anfang das war alles noch noch erträglich aber jetzt so zum schluss hin. Ja, man achtet dann schon auf. Und dann, klar, dann kurz vorher bis natürlich auch, also ich weiß, zwei Tage vor, also am Freitag vor dem Event, da habe ich auf einmal überall Schmerzen gehabt. Da habe ich gedacht, oh mein Stimme.

Das ist auch ganz der Klassiker. Das geht in allen Ländern so. Es ist wirklich egal, ob Triathlet, Läufer. Es ist immer so kurz vor irgendeinem wichtigen Highlight. Ich weiß nicht, was ist der körperliche Mechanismus? Das war der Gefühl, scannt er sich nochmal von oben bis unten. Entweder ist es so, oh Gott, ist das etwa ein leichtes Halskratzen, was ich hier gerade irgendwie verspüre?

Kommt das von der Klimaanlage oder von was? Oder ah, warum fühlt sich mein Knie heute so komisch an? Absolut, absolut, absolut. Und das Witzige, wir waren ja zu dritt dann auch vor Ort oder zu viert vor Ort. Und dann habe ich die anderen gefragt, die auch mitmachen. Und ich sage, sag mal, geht es euch auch? Und da habe ich, ja, ja, bei mir mein Knie auch. Da hatte ich ja mal Meniskus und ich weiß gar nicht.

Also es war total witzig, weil du dann auch, ja, wahrscheinlich, vielleicht ist das so wirklich so der letzte Scan vom Gehirn, jetzt geh nochmal kurz durch den Körper, sag ihm nochmal, wo er aufpassen muss, ich weiß es nicht. Aber es war auf jeden Fall spannend und am Freitag definitiv auch verunsichert.

Da habe ich gedacht, mein Knie, ich hatte noch nie was mit dem Knie, also von dem her. Das ist noch besser. Aber bist du Freitag quasi angereist oder Donnerstag? Freitag. Ich bin Freitag angereist. Ich hatte noch, Gott, das weiß ich gar nicht, ob ich das jetzt erzählen soll, auf jeden Fall nicht verharmlosen.

Ich bin in einer Sache sehr unnachsichtig. Ich fahre immer gerne ein bisschen flotter mit dem Auto, als ich darf. Und jetzt bezahle ich den Preis dafür und werde jetzt erstmal meinen Führerschein los. Nein. Ja, bin ich aber, also wie gesagt, ich bin selbst für verantwortlich. Und wenn man Fehler macht, dann, muss man sich das auch eingestehen. Die große Sorge war natürlich, oh Gott, wenn du jetzt den Führerschein nicht hast, wenn du in Rot bist, dann hast du ein richtiges Problem.

Und dementsprechend war ich dann beim Anwalt und habe gesagt, hier Führerscheinentzug und, und, und. Und dann hat er gesagt, ja, wir können das so ein bisschen. Ich kann nichts versprechen, aber vielleicht haben wir Glück. Und dann hatte ich Glück und habe den Führerschein dann noch gehabt. Dann war das auch nochmal alles entspannt. Das war nochmal eine kurze Aufregung vor Rot.

Ja, und dann habe ich Donnerstag gepackt. Ich glaube, ich habe permanent das Gefühl gehabt, dass ich bestimmt irgendwas Wichtiges vergessen habe. Ein Entscheidendes vergessen habe. Wahrscheinlich eine Tube Gel zu wenig dabei oder eine Elektrolytentablette nicht genug eingesteckt oder was. Also das war dann schon nochmal aufregend.

War aber so eine schöne Vorfreude. Auch so das Equipment. Ich meine, sind wir mal ganz ehrlich, hatten wir ja natürlich auch noch Laufschuhe geholt, die ich für einen Wettkampf, die habe ich nur in so ein paar Tempoläufen getragen. Die sahen noch aus wie neu. Und ich habe mich gefreut auf die Lau, habe die schön eingepackt. Und mein Neoprenanzug noch.

Mit der Hoffnung, dass ich ihn brauche. Und dann ist das natürlich irgendwie cool. Dann packst du alles ein, lässt das Fahrrad nochmal checken. Mein Trainer ist ja gleichzeitig auch der Fahrradmechaniker. Der hat dann das Fahrrad noch umgestellt auf Tubeless. Da war ich dann noch skeptisch. soll mir das jetzt noch machen?

Ist das noch eine große Änderung? Hat er sich schon kaputt gelacht, sagt der Junge, beruhig dich mal, das passt schon. Ja und dann habe ich das Auto gepackt und bin am Freitag recht früh dann nach Rot gefahren. Und ja, dann war es, also ich meine, da hat es mich dann schon erwischt. Ich bin dann, habe das Auto abgestellt und habe ja einen sehr guten Freund, der Tom, der schon einige langen Distanzen in Rot gemacht hat, der auch mit Jonas Deichmann einige langen Distanzen mitgemacht hat.

Und der auch aus der Branche ist, also der auch Hotellerie und auch gelernter Koch ist, jetzt Großküchen macht, der hat auch einen Podcast, also Shoutout an Tom Küchenschnack Podcast, wirklich ein cooler Typ. Und der hat mich so ein bisschen an die Hand genommen und war ein bisschen Hilfestellung, wo parkt man am besten, wo geht man am besten hin, was machst du am besten, wann.

Und dann war ja Christian Schegler auch dabei. Liebe Grüße, Christian, du warst ja auch hier öfters rein, deswegen liebe Grüße hier nach Elmau. Total, der war ja dann auch da, den haben wir uns getroffen und das war dann einfach schön. Also ich bin eh der Mensch, der irgendwie, Freude gerne teilt und geteilte Freude ist für mich doppelte Freude und wenn man dann mit vielen Menschen das erlebt, dann ist das noch schöner, weil man irgendwie selbst begeistert ist, aber dann auch die Begeisterung in den anderen Augen sieht.

Und dann haben wir Startnummern geholt am Freitag, dann kriegst du die Beutel, dann bist du eh schon mal so gehypt, es war ja geiles Wetter. Und ja, und dann, was ich eben gesagt habe, nebenbei läufst du und läufst und läufst. Und also ich habe natürlich dann noch irgendwie gedacht, ich brauche noch das Kühlstirnband für 500 Euro oder für 300 Euro.

Ich habe es mir nicht gekauft, aber wir waren alle kurz davor, weil du natürlich so gehypt hast. oh, jetzt ist es so heiß und das braucht man wahrscheinlich mit den Steinen da und das brauchst du noch. Also so typisch, wie aber alle auf diesen Messen oder wie alle Sportler da. Dann hast du deine Idole gesehen. Das ist ja in Rot auch wirklich irre.

Das ist ja, also kenne ich auch aus keiner anderen Sportart, dass man ja nicht nur zusammen mit den Superstars auf der gleichen Strecke ist, und nicht beim Marathon läufst du denen permanent hinterher. In Rot begegnest du denen ein, zwei Mal, weil irgendwie dann fahren die auf der zweiten Radrunde vielleicht noch, wenn du schnell genug bist oder kommen aus dem Wasser, wenn du reingehst.

Also es ist schon stark. Das war schon eine tolle Stimmung. Ja, und dann haben wir. Anna Held noch getroffen. Anna Held macht jetzt in Rot den, ja, im Endeffekt den Frauen-Weltrekord in Triathlon-Langdistanzen am Stück. Er hat mit Rot angefangen, will 50 Langdistanzen am Stück schaffen, will damit auch den Rekord brechen der Frauen.

Die hat mir noch mal so viel positive Energie gegeben. Wir waren abends mit denen essen, weil das war so lustig und so locker und so. Die ist total gut drauf. Die hatte gestern einen Autounfall oder ist gestern vom Auto angefahren worden. Läuft trotzdem weiter, ist nichts gebrochen. Ich wünsche ihr und drücke ihr die Daumen.

Also auch da noch mal Grüße gehen raus. Ich hoffe, dass sie es schafft, weil die total positiv war, total gut drauf und hat mir auch noch mal so das Gefühl gegeben, boah geil, geile Community, coole Leute, nicht dieses Performance, ich bin hier, sondern wir, das war ein totales Wir-Gefühl. Also da auch schaut mal bei ihr vorbei und lasst ihr mal liebe Grüße da und ein bisschen Kraft, dass sie das hoffentlich gut überstanden hat gestern.

Also ich habe heute Morgen gesehen, dass sie ins Wasser gegangen ist und, Jetzt dann auch wieder auf dem Rad sitzt. Toi, toi, toi. Ja, und das war dann so der Freitag. Und da bin ich natürlich, könnt ihr euch vorstellen, abends ins Bett gegangen, früh schlafen. Aber das hat natürlich nicht so gut funktioniert, weil man ja dann irgendwie schon mit den Gedanken überall ist.

Und dann kam die große Frage, Neopren-Verbot, ja oder nein? Und dann war ja, das haben die ja so dramatisch auch über Instagram dann immer jeden Morgen gab es ein Update, ein Wasser-Update vom Felix. Und das war irre. Also das war wirklich, ich war dann richtig nervös. Und ja, und es ist wieder ein Grad runtergekühlt. Und oh, geil, jetzt sind es nur noch irgendwie 0,5 Grad, das schaffen wir bis morgen.

Oder 0,7 Grad oder was weiß ich. Am Ende haben wir den Samstag dann Bike-Check-In, bin rechtzeitig oder früh ins Bett, habe noch Tour de France geguckt, ein großer Tour de France-Fan, habe mir da noch ein paar, aerodynamische Sachen abgeguckt beim Zeitfahren. Beim Mannschaftszeitfahren. Man staune immer wieder, wenn ich diese Wattwerte und was, wenn man es dann selber macht.

Du hast auch gesehen, wie die sich auf die Fresse gelegt haben. Da, ne, bei den Sieben. Oh, das war schön. Aber trotz alledem auch wieder spektakuläre Bilder gesehen und irgendwie auch motiviert gewesen. Geil, morgen bist du auch auf dem Rad, morgen fährst du an. Mindestens so. Genau, morgen fährst du mindestens so wie Remco und Poggi.

Nein, und dann habe ich es noch geschafft, mittags Nudeln zu essen und abends noch anderthalb Pizzen mir reinzuziehen und das war Das ist ja auch manchmal eine Herausforderung, am Abend vorm großen Tag, das ist ja manchmal so eine gewisse... Kluft zwischen Appetit haben und wissen, man braucht eine Menge Carbs für den nächsten Tag.

Und das war, ich würde sagen, so wahrscheinlich das cleverste, dass ich diese halbe Pizza oder fast zwei Drittel der Pizza noch gegessen habe, der zweiten Pizza, da war ich zwar voll und die Nacht war jetzt klar, ich meine, du stehst dann morgens um 4 Uhr gegen der Wecker, ich war um 3 Uhr hell wach, hab dann irgendwie 5 Stunden geschlafen.

Mein Whoop-Armband hat natürlich schon Erholungsdefizit und Schlafmangel und was weiß ich, das darfst du gar nicht angucken. Das darf man nicht mehr angucken, nee. Sowieso verunsichert. Aber ich war morgens, ich war richtig gut drauf am Sonntag. Also ich hatte so ein gutes Gefühl, Und dann habe ich gedacht, okay, jetzt fährst du da zum Start, zum Schwimmstart. Habe dann den Christian auch getroffen und den Markus.

Markus war auch noch dabei, ein Freund von Christian. Und wir drei sind dann gestartet. Der Tom hat uns dann auch noch da in Empfang genommen. Also war irgendwie alles angerichtet für einen spektakulären Tag. Und dann kam die Nachricht Neo-Verbot. Und dann war ich wirklich kurz geknickt, weil ich gedacht habe, oh Gott, oh Gott.

Jetzt bist du mal gespannt, wie du das schaffst. Ja und dann ist man irgendwie zwei Stunden vor Rennbeginn dann vor Ort. Die Profis gehen ins Wasser, das sind ja Adonisse vom Herrn, also das ist ja. Schon wieder demotivierend, wenn du die da reinschießen und dann irgendwie gehst du nochmal zu deinem Fahrrad, die Wasserflaschen auffüllen, kommst zurück und hörst, die haben schon die ersten anderthalb Kilometer und denkst dir, Moment mal, wie haben die das denn gemacht?

Also das ist irre. Und dann haben wir noch gesehen, wie die Profis aus dem Wasser kamen, bevor wir am Start waren. Das war dann auch nochmal motivierend und auch nochmal aufregend. Dann war der Puls irgendwie auch schon bei 180 bei mir, ohne mich zu bewegen. Wenn man so gespannt war und so aufgeregt war.

Und dann war ja die Lucy Charles Barkley, die ist ja dann als erste Frau aus dem Wasser und vor vielen Profis noch, Männerprofis. Und das fand ich... Obwohl sie später gestartet ist. Ja, ja, später gestartet und also eine Wahnsinnsschwimmerin und das hat mich dann, also da habe ich dann auch, das fand ich so amüsant irgendwie, weil das so in meine Triathlon-Welt auch so reingepasst hat in diese, ich gucke mal auf der Flasche, was der trainiert im Wasser und muss dem nochmal erzählen, was weiß ich.

Und dann kommt die Frau und rasiert die ganzen Männer da, das war schon irre, haben dann mit angefeuert und dann kam die Nervosität, dann waren die letzten 20 Minuten vor Start, ist dann schon, und dann kommt auch die Frage, bist du eigentlich bescheuert, was machst du eigentlich, was hast du eigentlich vor jetzt, schaffst du das überhaupt, also diese Zweifel.

Boah, denkst du, bist du überhaupt fit genug? Wie sind denn die Knieschmerzen von vorgestern? Sind die noch da? Ist das noch? Und dann ging es schnell und dann waren wir im Wasser. Und dann bin ich relativ gut losgekommen im Wasser. Habe dann aber tatsächlich einen ziemlich derben Tritt abbekommen, wo ich mal kurz gedacht habe, jetzt ist es vorbei. Also, weil ich dann so viel Wasser geschluckt habe. Am Kopf dann quasi, oder? Panik.

Ja, so an der Schläfer, an der Seite. Und war dann, das ist ja wirklich gut in Rot, weil ich bin eh schon an der Seite geschwommen und da ist ja der Kanal, da kann man auch so ein bisschen stehen. Also da hast du dann irgendwie so die Böschung und dann habe ich kurz gebraucht. Gefühlt waren das zwei Stunden, waren natürlich wahrscheinlich 20 Sekunden, aber in meinem Kopf.

Und da war ich kurz, habe ich gedacht, okay, das war es jetzt, du kannst nicht mehr weiterschwimmen, weil ich so ein bisschen richtig benebelt war. Und das ist natürlich was, was du auch nicht lernst oder was du nicht trainieren kannst. Das ist eng und in Rot ist es gar nicht so eng, weil die ja das echt gut organisiert haben, aber das waren halt einfach schnellere Schwimmer, die dann von hinten kamen und mich so ein bisschen überschwommen haben und dann passiert das, da kann man auch keinen Vorwurf machen.

Und danach bin ich dann wirklich so mit der angezogener Handbremse losgeschwommen und hatte auch so ein bisschen nicht Panik, aber so ein unwohles Gefühl und dann hat es wirklich gedauert, bis ich dann wieder einen Rhythmus gefunden habe und dann gesagt habe, jetzt komm, reiß dich zusammen. Das passt. Jeder Schwimmer, der dann an mir vorbeigeschwommen ist, war dann natürlich gleich, oh Gott, hoffentlich tritt er mich nicht oder passiert nichts.

Deswegen also Schwimmtechnik ohne Neoprenanzug, da werde ich auf jeden Fall nochmal dran arbeiten. Aber das war dann Schwimmen. Ich war heilfroh, als ich aus dem Wasser gekommen bin. Einfach nur glücklich, dass das hinter mir war. Lass mich nochmal zwei Gedanken zu dem Schwimmen. Also auf der einen Seite, na klar ist das übergriffig von dem Typ, der dich da im Hallenbad fragt, was du denn überhaupt machst.

Ich habe das Gefühl, dass viele Triathleten und viele Triathlon-Trainer halt auch etwas falsche Schwerpunkte setzen bei dem, was man macht. Ohne dass ich ja jetzt überhaupt weiß, was du trainiert hast. Es geht auch gar nicht jetzt darum, was du trainiert hast, sondern grundsätzlich. Das ist halt oft, und du hast es ja so beschrieben, ich weiß gar nicht, was die mir darauf geschrieben haben, das ist oft angelehnt an Schwimmtraining.

Das Problem gibt es an der einen oder anderen Stelle auch noch. Schwimmtraining hat ja einen vollkommen anderen Hintergrund. Und Schwimmtraining zielt ja auch auf etwas ganz anderes ab. Nämlich, dass du eine maximale Leistung über eine bestimmte Strecke erzielst. Klammer auf, die allermeisten Strecken sind ja weit entfernt von dem, nämlich viel kürzer, weit entfernt von dem, was man im Triathlon tatsächlich machen will.

Was will man denn im Triathlon machen? Im Triathlon möchte man eine für den Schwimmsport lange Distanz, ökonomisch sinnvoll zügig hinter sich bringen. Du willst ja weder maximal da schwimmen, und du willst halt auch nicht die optimale Zeit da haben, sondern du willst eine Zeit haben, die dich befähigt, danach noch ein bisschen Radfahren zu gehen und völlig überraschend noch ein, kleines Läufchen hinten drauf zu machen.

Das ist also ein vollkommen anderer Ansatz für deine Inhalte des Trainings, die du da machst. Und das ist oft, ich erlebe das oft, dass Triathleten ja sehr viel Spielzeug zum Beispiel dabei haben, also Pull Voice und Paddles und hast du nicht gesehen, Leute geht doch mal schwimmen, schwimmt doch einfach mal und ich hatte tatsächlich auch gehofft, dass du durch den Swim Run, weil das ja schon sehr ursprünglich ist und das ist ja wirklich auch so ein bisschen back to basics ja, dass du ein bisschen gefeilt bist vor den Pfalz im Wasser.

Weil das ist leider auch so, auch wenn es, so wie ja jetzt die neuen Regelungen, sowohl in Rot als auch in Frankfurt, als auch bei vielen anderen, also Wellen, Starts, nicht so viele Leute gleichzeitig im Wasser und und und, ist es schon entspannter. Aber diese Klopperei, die geht mir echt auf den Sack.

Ja, weil du hast es ja selber wahrscheinlich auch erlebt, alle um dich rum, Mensch, viel Glück und so, weil die alle dieselben Zweifel haben, das ist ja klar, und denselben Schiss vorm Schwimmen, es sei denn die 10% vielleicht, die sagen, okay, Schwimmen das ist mein Ding, egal. Und du bist im Wasser und denkst, sag mal, hat der mir nicht eben noch gesagt, alles Gute, warum haut der mir jetzt hier bei jedem Arm zu Hause im Kopf? Ja.

Und der muss nur 30 Zentimeter rechts schwimmen. Und das liegt halt daran, dass das gar nicht geübt ist, mit vielen Menschen im Wasser zu schwimmen. Ja, also man fährt Rad und übt alles Mögliche, man läuft und übt alles Mögliche, aber ein paar Basics von dem, was sich da beim Schwimmen erwartet, nämlich mit vielen Leuten gleichzeitig zu schwimmen und auch mal an Leuten vorbeischwimmen, zu müssen, ja, und überholt werden zu müssen von anderen, das übt man nicht.

Plus, hast du einmal den Übergang Schwimmen, Radfahren geübt? Natürlich nicht. Verstehst du, das ist ein absoluter Klassiker, dass dieser Übergang nicht trainiert wird. Ja. Wir haben das jetzt tatsächlich bei meinem letzten Camp angefangen. Ja, kannst gerne Ende Januar, Anfang Februar mitkommen nach Blachita.

Wir üben das da. Weil es macht was. Gerade dann, wenn man nicht ein basierter Schwimmer ist, man spannt ja viel zu viele Muskeln an. Rücken, Nacken und sowas, das macht ja alles was mit einem. Schönen Gruß, Tom. Er weiß, wovon ich rede. Weil Nacken kann halt ja dann auf dem Rad ganz schnell ein Problem werden.

Du atmest möglicherweise nur zu einer Seite. Dann atmest du Stunde, Stunde, 15, 1,5 Stunden, fast 2 Stunden nur zu einer Seite. Was macht das denn wohl mit deiner anderen Seite? Die sieht natürlich anders aus, als wenn du sonntagsmorgens vom Frühstückstisch aufstehst und sagst, so, jetzt gehen wir mal vier Stunden Rad fahren.

Das ist eine vollkommen andere Geschichte. Das ist physiologisch vielleicht noch nicht so hart, aber da passieren halt Sachen in deinem Körper. Und der Übergang, der gehört zum normalen Training, gerade für die nicht so versierten Schwimmer, einfach nicht dazu. Und da sind meiner Ansicht nach große Potenziale, aber also auch an alle, die Triathlon machen, bitte Leute, ey, ihr seid doch selber diejenigen, wenn einer einen Wasserballhintergrund hat, der schwimmt einfach über dich drüber und fertig. Und ich, Ich bin jetzt auch vergleichsweise robust beim Schwimmen. Ja, aber ich habe keinen Bock, dass ich Leute permanent schlage.

Und ich werde sehr ungern geschlagen übrigens. Das muss halt auch eigentlich nicht sein, weil es ist genug Platz in diesem Wasser. Man kann da jederzeit rechts oder links wegschwimmen. Das geht. Absolut. Ich hatte eher den Eindruck, dass die Unsicherung, weil Neo-Verbot war, war so groß. Also es war ja das Hauptthema dann auch im Feld, dass alle so unsicher waren und wenn die Leute unsicher sind, und das geht uns ja in der Gesellschaft immer so, dann sind ja die wenigsten, die sagen, oh scheiße, ich bin unsicher, ich fühle mich nicht gut, sondern dann kommt ja gerade dieses Macho-Gehabe und, ich zeige euch jetzt mal, wie es geht.

Und das hatte ich so, es war eine Unruhe auch am Start und es war eine Unruhe im Wasser. Vielleicht habe ich mir das eingebildet, weil ich selber so ängstlich war oder so unversichert. Nein, ganz sicher nicht. Ich hatte so das Gefühl von diesem, Und du hast vollkommen recht mit dem, da muss ich wirklich sagen, da hat mein Trainer sehr gute Arbeit geleistet, weil der hat gesagt, Philipp, du willst keine Bestzeit schwimmen.

Du musst gucken, dass du eine Stunde 15, eine Stunde 30 konstant schwimmen kannst. Du musst draußen schwimmen, was ich auch zu wenig gemacht habe. Ich bin ein bisschen Schisser hier am See. Das war dann die ersten zwei Male Schwimmen. Kleine Anekdote. Dann sagte mein Trainer, das ist mir schon komisch, wenn da so dunkel unter einem ist und überall.

Das Grünzeug, was sich dann so streicht. Die greifen einen auch an. Ja, weißt du, was der zu mir sagt? Davon ist meine Frau komplett überzeugt, die greifen dich an. Ja, das ist auch so. Da hat deine Frau vollkommen recht. Vollkommen. Und er sagte zu mir, ja, du musst dir eh mal googeln, was da am Schlachtensee alles schwimmt. Da willst du da eh nicht mehr rein. Oh Gott.

Christian, das darfst du mir doch nicht sagen. Da gibt es ja was. Ja, ihr fatal. Also das ist ja, da bin ich versucht immer am Rand. Ein wunderbarer See kann mir ganz toll schwimmen. Das muss ich dir aber sagen, das war ein bisschen das Problem. Nämlich hätte ich mehr Freiwasser schwimmen müssen, weil ich ja auch dann, was bekommst du nach einem Kilometer, Krämpfe.

Und der hat mir das hundertmal gesagt, mein Coach. Und ich habe immer gesagt, ja, ja, der hat Krämpfe bekommen, der hat nicht genug Magnesium zu sich genommen. Was weiß ich, was du denn alles denkst. Ja klar, in Rot habe ich nach einem Kilometer, nach 1,2 Kilometer hatte ich dann schon den ersten, oh, scheiße, jetzt hast du aber einen Krampf.

Mensch, was machst du jetzt? Und dann nochmal da, weil du ja im Becken, klar, 50 Meter Bahn, supergeil, hier in Berlin, tolle Schwimmbäder, wirklich großes Lob an die Berliner Bäder. Ja, aber du hast halt immer nach 50 Metern stößt du dich ab, machst eine Kniebeuge, bewegst deine Muskeln und das hast du im Wasser nicht.

Oder du hältst an und richtest deine Brille oder whatever. Machst mal einmal den Nacken beweglich und schwimmst dann weiter. Und das ist da halt alles nicht. Und das ist schon nochmal eine ganz andere Sache. Kümmer euch nochmal anders um euer Schwimmen, wenn ihr sowas macht. Was ist halt eigentlich das Ziel danach? Das Ziel ist, mit vielen Leuten gleichzeitig in so einem Kanal zu schwimmen.

Und das mit dem Neo, das höre ich halt verstärkt. Und deshalb bricht da halt auch die Panik aus. Und das ist tatsächlich eine Massenpanik. Und ich nehme das auch genauso wahr, wie du das geschildert hast. Die Leute denken, ach du Scheiße, kein Neo. Und dann würde ich immer sagen, so, jetzt überleg mal ganz kurz, wie viel von deinem Schwimmtraining hast du denn im Neo gemacht?

Ein Bruchteil, einen minimalen Bruchteil. Das waren die besonders guten Einheiten. Das waren die besonders guten, schnellen Einheiten. Ja, natürlich, weil der Neo natürlich den eher schlechteren Schwimmer noch mehr hilft als den guten Schwimmer. Das ist ja gar keine Frage. Aber im Sommer, spätestens nach dem letzten Jahr rot oder nach welchem Sommer auch immer, müssen wir uns damit auseinandersetzen, dass es vielleicht bei Sommer-Triathlons nicht mehr so viele Neo-Schwimmen geben kann.

Auf jeden Fall ist ja die Option immer da. Da muss man ja einfach nur noch mal sich selbst im Training halt auch runterfahren und sagen, okay, ich bin ja eigentlich 95% ohne Neo geschwommen. Also warum soll ich jetzt nicht 3,8? Ich schwimme vielleicht ein bisschen langsamer. What the fuck? Ich schwimme halt ein bisschen langsamer, okay.

Und selbst wenn du 10 Minuten langsamer schwimmst. Vielleicht bewegt sich das so in dem Rahmen vielleicht eine Viertelstunde. Das ist doch jetzt im Vergleich zu der Gesamtdistanz vernachlässigbar. Ja, total. Aber durch dieses wir machen da ein großes Ding draus und jeden Tag Social Media und natürlich ist das ein Service für euch alle, aber das schürt die Panik.

Ja, hat es auch. Das macht ja jeden Tag die Befassung, oh mein Gott, wir können nicht mit Neo schwimmen. Ja und? Der Hund? Schwimmen doch einfach, ist doch wurscht. Ja, ich schwimme ein bisschen langsamer. Ja, klar. Selbst meine Frau, die fantastisch schwimmt, schwimmt mit dem Neo schneller. Ja. Aber natürlich nicht prozentual so viel, wie wir nicht schwimmen, mit dem Neo schneller schwimmen.

Ist so. Das ist genauso, wenn es ganz stark windig ist, da kommen wir ja gleich noch zu, da fährst du übrigens auch langsamer Rad. Und du sagst ja nicht, oh mein Gott, es regnet, oh mein Gott, es windet. Dann sagst du, scheiße, wird ein bisschen härter am Rad. Verstehst du, das ist der Unterschied einfach nur in der Betrachtungsweise.

Aus meiner Sicht ist das ein psychologischer Ansatz, wie man da drauf zugeht. Absolut. Aber das kann ich nur allem zustimmen. Ich habe viel gelernt, und das nehme ich vorweg. Deswegen ist der Reiz auch groß, nochmal eine Langdistanz zu machen. Nicht, weil ich sage, ich will besser werden, sondern ich will diese Erfahrung, die ich gemacht habe, einfach mitnehmen.

Und jetzt würde ich sogar sagen, ich würde liebend gerne auch noch mal ohne Neoprenanzug schwimmen. Also, weil jetzt sage ich, Mensch, das geht, das ist machbar. Absolut. Total. Und wenn ich mich ein bisschen mehr im Wasser orientieren kann und ein bisschen, vielleicht auch das Umfeld mir fernhalte, dann wäre ich auch eine Zeit geschwommen, wo ich weitaus zufrieden gewesen wäre.

Ich war sowieso zufrieden. Mein Ziel war ja immer noch ankommen. Also ich habe ja gesagt, alles, was unser 14 Stunden am Ende ist, ist super. Okay, da warst du sehr weit von entfernt. Also nach unten. Ja, zum Glück. Deutlich schneller. Aber das war schon trotzdem immer so, mein Ziel war immer, ich habe gesagt, okay, du willst jetzt irgendwie Daylight Finish wäre super. Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, Alles, was unter 14 Stunden ist, super. Ich bin noch nie in Marathon gelaufen.

Ich weiß ja gar nicht. Was passiert mit dem Körper da irgendwann dann? Ja, so, was kommt da noch? Und ja, also aus dem Wasser raus. Ich war wirklich einer der glücklichsten Menschen. Hab mich gefreut. Es sind Bilder entstanden, wo ich jetzt schon so lachen muss, weil ich dann tanzend aus dem Wasser gegangen bin.

Und dann habe ich festgestellt, dass doch wenig Beutel noch in der Wechselzone waren. Und ich glaube, du warst sehr langsam. Das war dann so mein erster Eindruck. Da habe ich gedacht, hier sind aber schon, ganz schön viele Beutel weg. Also irgendwie komisch. Wo sind die alle? Und dann habe ich das erste Mal gespürt und erlebt, warum alle so begeistert sind in Rot, alle Triathleten.

Die Helfer, die da sind, haben alle ein Lächeln auf den Lippen. Die helfen dir, die machen den Beutel auf, helfen dir. Was brauchst du, Sonnencreme? Ich sage, ich weiß gar nicht. Ich hatte noch eine Radjacke dabei, weil ich nicht wusste, die Jacke brauchst du nicht, ist warm genug und Sonnencreme hast du dich heute schon. Also es war wie, als wäre meine Mutter da, die mich da umsorgt. Das war irre, das war wirklich irre.

Und dann bin ich aufs Rad und Rad ist meine Disziplin. Ich fahre unheimlich viel Fahrrad, unheimlich gerne Fahrrad. Und das hat dann auch sehr schnell sehr viel Spaß gemacht. Und dann habe ich mir gedacht, Mensch, wenn du schon mal so eine Langdistanz machst und vielleicht auch, dass das deine einzigste Langdistanz ist, dann willst du natürlich auch mal so eine blaue Karte bekommen, also eine Strafe vom Referee.

Muss man ja auch noch mitnehmen, muss man erleben, damit man dann noch eine Geschichte erzählen kann. Für Draften oder für was war das? Das war eine dumme Situation, weil neben mir einer gefahren ist. Klammer auf für alle, die noch nie Triathlon gemacht haben und für dich, Philipp P. Das sagen sie alle, die eine Karte gekriegt haben. Ja, das stimmt.

Das war eine ganz dumme Sache, ganz unglücklich ist das gelaufen. Also ich muss, wirklich bei allem Respekt und mit ein bisschen Humor gesehen. Mich wollte jemand überholen. Der hatte aber nicht die Kraft, mich wirklich zu überholen und der hing schon lange so auf halber Höhe. Und dann hat er sich irgendwann so ein Herz gemacht und hat gesagt, jetzt gebe ich noch mal richtig Gas, dass ich ihn packe. Weil der wollte natürlich nicht in meinem Windschatten fahren. Das habe ich ja verstanden.

Und dann ist der so gleich aufgefahren und ist relativ lange neben mir gefahren. Also es waren schon Minuten, nicht Sekunden, sondern wirklich und dann ist natürlich der Fahrer, der vor uns war, den haben wir dann irgendwann eingeholt. Also war ich eingekesselt. Ich hatte einen neben mir und einen vor mir.

Konntest du ja nicht rausfahren. Ich muss bremsen, ganz klar, das sagen die Regeln, muss bremsen und dann überholen, habe natürlich auflaufen lassen und war ja klar, bin dann, weiß ich nicht, 10 Zentimeter vor dem Vordermann her gefahren und habe gewartet, bis der andere dann endlich an mir vorbei ist, um auszuscheren.

Mit dem Gegenwind, den wir hatten, habe ich natürlich das Motorrad nicht gehört, was die ganze Zeit hinter uns gefahren ist. Und dann habe ich gleich die blaue Karte bekommen. Und das ist irgendwie im Nachhinein witzig. Ich war natürlich dann total irgendwie nicht verunsichert, aber war dann auch so ein bisschen sauer auf mich selber. Am meisten ist man ja dann auf sich selber sauer und sagt sich, meine Güte, so einen dummen Fehler.

Und dann hatte ich so Panik, weil ich gedacht habe, weil der gesagt hat, Sie müssen bei der nächsten Penaltybox rausfahren. Und ich habe gesagt, wo ist hier die Penalty-Box? Also soll ich mir das merken? Hätte ich mir das gestern angucken müssen? Und das hat lange gedauert, bis sie kamen. Ja, richtig. Ja, hätte ich.

Und bin dann auch rausgefahren, habe dann da meine... Also die kann man ja sehr gut erkennen, zum Glück. Zum Glück, zum Glück. Und die waren auch selbst die Leute, die da waren, waren total... Die sind nice da, oder? Das ist echt immer so. Das ist eigentlich ein Happening da bei den Dingern. Und dann habe ich mir auch gedacht, Mensch, irgendwie cool, hast du noch mitgenommen.

Das ist natürlich ärgerlich, fehlen dir am Ende wahrscheinlich 10 Minuten mit ranfahren und Pause und wieder reinfädeln und so. Aber das war dann auch okay. Wie lange muss man denn da in so eine Strafe? Ja. Nee, sechs Minuten waren es, oder? Fünf? Ja. Ich habe tatsächlich gar nicht... Da hat es ein paar Regeländerungen gegeben.

Ich hatte immer fünf. Also ich hatte bei meiner letzten Strafe fünf. Das war eine ganz dumme Situation. Ganz dumme Situation, das glaubt ihr gar nicht, wie das passiert ist. Also an der Stelle möchte ich ja mal noch zwei Dinge. Ich hasse Windschattenlutscher. Ja, weil grundsätzlich ist das ja ein nicht-draftiges Rennen.

Also man darf eigentlich nicht mit dem Schatten fahren. Aber es ist halt einfach die Realität, dass in vielen Teilen des Rennens, also bei den Age-Hoopern, es einfach so eng ist. Und Leute, alle, die das schon mal gesehen oder mitgemacht haben, ihr wisst genau, wovon ich rede. Ja, da sind natürlich große Gruppen beisammen.

Wenn du da jetzt hingehst mit dem gleichen Maßstab, Mist, wie du das erlebt hast, dann muss er da 20 Mann oder 30 Mann anhalten. Weil die fahren nicht ein paar hundert Meter so, sondern die fahren dann 50, 80, 100 Kilometer so, weil die halt dann in einem Bereich sind, wo es halt sich klumpt. Ja, was sollen die Leute machen? Sollen die alle anhalten?

Das ist halt einfach mal, wenn man sehr viele Menschen auf der Strecke hat, sind das Problemlagen, die entstehen. Ich will auch jetzt nicht sagen, dass da jeder ein armes Schaf ist, sondern da sind natürlich auch genug Kolleginnen und Kollegen dabei, die sagen, ja, grovi, dann fahren wir halt jetzt hier Peloton.

Das ist natürlich was anderes. Das macht halt auch Spaß. Das ist ja wunderbar. Andere Sportart, ja. Aber es ist eine andere Sportart. Aber das ist halt normal in dem Bereich, wo man da halt unterwegs ist. Ich habe erfahren, dass die zweite Radrunde zum späteren Zeitpunkt des Rennens tatsächlich so ist, dass die.

Marshalls die meisten dann schon im VIP-Zelt sind, weil das Essen hervorragend sein muss. Also das war dann auch Thema im Vorgesellschaft, wo ich dann wirklich im Peloton, wo ich dann wirklich auch lachen musste. Wo alle gesagt haben, die erste Runde musst du wirklich aufpassen. Die zweite Runde, da sind dann kaum noch Leute unterwegs. Kaum noch Marshalls unterwegs.

Nein, aber die Erfahrung hat man gemacht, irgendwie witzig und wie gesagt, auch da total nette Menschen und, ja, und dann erst mal Solarer Berg, ich meine da sind mir dann auch die Tränen gelaufen dass, ich weiß nicht, wo man das, in Europa bei einem Amateurrennen so erlebt wie da, dass man wirklich auf den Berg zufährt und eine Wand an Menschen vor einem steht, die wie bei der Tour de France kurz vor dir da vom Rad weg springt das ist irre also das ist, ich habe zum glück die sonnenbrille angehabt, weil also die ich hatte tränen in den augen ich war so emotional gerührt und ich kann euch noch nicht mal sagen warum also es ist, du wirst ja die ganze zeit angefeuert aber dieser moment an dem berg das war

noch mal wir schreien deinen namen und feuern die leute an laufen paar mit und das ist, das ist wirklich wirklich irre mein trainer hat zu mir gesagt philipp, Die Leute, die Zuschauer, die da sind, die sehen nicht, ob du 5 kmh schneller fährst oder nicht. Also halt deine Geschwindigkeit. Was habe ich gemacht?

Bin aus dem Sattel gegangen und habe alles gegeben. Ich konnte nicht anders. War wirklich... Natürlich war ich oben. Das Schöne ist ja, Berg würde ich ja immer sagen, nee, das ist ein Hügelchen im Prinzip. Nur das ist halt ja nun mal der Spot, wo halt alle stehen. Und das Freundliche ist ja, wenn man rauskommt, also aus diesem Defilé der ganzen Menschen rauskommt, oben geht es ja weiter mit Steigung.

Es ist ja nur nicht vorbei da oben. Bis zu der Verpflegung oben geht es ja weiter mit Steigung. Ja, und du hast ja vorher den Kalvarien, der ist ja eigentlich viel länger und viel starr. Das sind ja keine, also gebe ich dir vollkommen recht, das sind ja keine Riesenberge. Das sind halt in dieser, also nach dem Schwimmen und dann in dieser ganzen Triathlon-Geschichte ist das schon anstrengend, keine Frage und ist schon ein Anstieg.

Die Strecke generell ist ja sehr schön, weil die sehr hügelig ist. Also schöne Abfahrten oder schöne konstante, Abfahrten, die so leicht abläufig sind, wo du wirklich dann auch Gas geben kannst und dann nimmst du das wieder für den nächsten Anstieg mit. Das hat schon echt irrsinnig viel Spaß gemacht. Wir hatten viel Wind, wir hatten Regen.

Das hat mir alles nichts gemacht. Das hat mir Spaß gemacht. Das hat am Ende natürlich dann irgendwie Durchschnittsgeschwindigkeit gekostet und ein bisschen mehr Körner gekostet. Aber, ich muss sagen, das Fahrradfahren habe ich total genossen. Ich war erstaunlich oft und lange in der Aeroposition. Das habe ich auch mit so einem Augenzwinkern immer gesagt. Ja, du, ich kann auch Oberlenker fahren oder mal Unterlenker oder so. Bist ja Rennradfahren gewohnt.

Und habe das aber echt gut weggesteckt. Der Nacken tut dann einem weh und so diese ganzen Sachen. Das trainiert man auch nicht genug, um dann festzustellen, 180 Kilometer da so auf dem Fahrrad zu liegen. Und wie du es eben schon gesagt hast, einseitig atmen beim Schwimmen und da schon, weiß nicht, eine Stunde 45, eine Stunde 50 im Wasser liegen, das macht was.

Also ich war dann echt froh. Und ich musste auch lachen, wenn du dann so diese High-End-Fahrräder siehst und diese High-End-Performer, die da auf den Fahrrädern mit ihren Anzügen liegen und dann fahren. Und dann guckst du, die letzten 30 Kilometer hält jeder sich fest an seinen, Armpads und ist so aufrecht auf dem Fahrrad, weil er nicht mehr kann.

Also das ist dann irgendwie auch amüsant, also irgendwie auch lustig. Gut, du konntest dem ja widerstehen, in die ultimative Materialschlacht einzusteigen. Du hast ja dein Rennrad gepimpt sozusagen. Ja, ja, ja. Mit einer Aero-Extension. Da muss ich sagen, Chapeau. Du hast ja um dich herum gesehen, wie viele Menschen in dem Bereich, wo du unterwegs warst, mit den, wie soll ich sagen, mit den Edelpfeilen unterwegs waren. Ja, irre. Also wir haben mal ausgerechnet, was in der Wechselzone an Fahrrädern steht.

Wenn der Durchschnitt 8000 Euro wäre, was ich glaube ich gar nicht so unrealistisch ist, was ich da gesehen habe, dann sind es glaube ich 26 Millionen. Wahnsinn, ne? Also das ist doch irre, oder? Wow. Und ich habe gedacht, ich bin der Einzige, der nicht im Carbonrad unterwegs ist. Es gab den einen oder anderen Pionier, der gleich wie ich unterwegs war, im Stahlrahmen oder im Alu-Rahmen.

Natürlich. Und am Ende denkt man sich, jetzt würdest du gerne mal wissen, wie der Unterschied ist. Wärst du da wirklich nochmal zwei Minuten schneller? Deutlich mehr als zwei Minuten schneller. Also, das muss ich sagen. Wenn du die gleiche Zeit wie jetzt auf dem Aerolenker verbringst, 20 Minuten. Boah, krass. Wow.

Würde ich mal grob tippen. Dann sind 10.000 Euro ja gut eingesetzt. Absolut. Daraus spekulieren die ganzen Radhersteller auch. Wahnsinn, Wahnsinn. Ja, aber auch, also das hört ja nicht, das Fahrrad ist ja jetzt schon, also Fahrrad ist ja schon selbstsprechend, dass da jeder ein Triathlon-Fahrrad fährt.

Was ja jetzt, jetzt hat ja auch jeder schon einen Aero-Helm. Also das ist ja der nächste Clou. die fahren ja alle da mit Raumschiffen auf dem Kopf rum, wo ich denke, das gibt's gar nicht, das ist Wahnsinn. Also das ist wirklich unvorstellbar. Das sind die Freaks, die sich den Tag vorher noch die Tour de France angucken und denken, so geht's.

So, den brauche ich noch. Ja, aber das hast du ja auch auf der Messe. Also ich glaube, dass die ganzen Hersteller, die noch diese Swimskins dabei hatten, die hatten ja, die erlaubt sind, diese Anzüge, die ja nichts anderes sind, wie mein Rennanzug auch, die haben noch ein Eidengeld gemacht. Was kostet sowas? Ich habe keine Vorstellung. Das ist ganz preiswert.

Die sind schon auch sau teuer. 250, 250. Ja, ich hätte jetzt gesagt sogar noch mehr. Also das, was ich in der Hand hatte, waren so alles über 300 Euro. Aber ich glaube, du kannst irgendwie bei 150 oder so einsteigen. Aber die waren dann schon ausverkauft. Ja, das mag sein. Da haben sie dann schon alle schon weggeräumert. Die haben sie schon weggeräumert, ja. Da ist der Benefit kleiner.

Ja. Ja, aber mental vielleicht auch groß. Weil man sich denkt, okay, kein Neo, aber es ist bestimmt, wenn andere Leute das auch kaufen und es heißt Swimskin, ist es bestimmt viel besser noch als mein eigentlicher Rennanzug. Weißen Sie nicht sogar Speed Suit? Oh, noch besser, Speed Suit. Speed Suit, okay. Ja, ich habe mich gewehrt gegen so einen Ganzkörperanzug, habe ich gedacht, das brauchst du nicht. Und dann hat er aber mein Trainer gesagt, auch Philippe, überleg das mal, wenn du dich da umziehen willst und so, nicht wegen der Zeit.

Er hat immer gesagt, wir sprechen bei dir nicht von Wechselzeit, die Minute oder zwei oder fünf sind scheißegal, sondern einfach der Komfort, du kommst da rein, du hast das Ding an und dann habe ich gesagt, ja ich hatte mal einen bei meinem Triathlon-Debüt, als ich 20 war, also vor 25 Jahren und da habe ich mir so, der war nicht gut und dann sagte er, naja, die Entwicklung ist da schon hingehend weiter, die Dinger kann man wirklich jetzt auch fragen. Ein Mühefortschritt.

Ja, und dann konnte ich auch nicht anders und habe über Connections dann bei Ryzen mir da so einen Anzug gegönnt. Und Chapeau, ich verstehe, warum so viele den anhaben. Das ist schon, das Ding liegt schon sehr gut am Körper und das hat schon Spaß gemacht. Also das war wirklich gut. Ganz spannende Entwicklung, die da gerade passiert.

Also für die Profis jetzt, geht halt die Entwicklung dahin, dass die Race-Anzüge für den Radbereich optimiert werden. Weil da spielen die natürlich eine extrem große Rolle. Also dann tatsächlich auch, wo sind die elastischen Zonen, wo sind die festen Zonen? Die gehen halt dahin, dass du dann auf dem Rad eine bestimmte Position leichter einnehmen kannst.

Ja, Klammer auf, das ist jetzt nicht die ideale Position fürs Laufen nachher. Also wo sind dann steife Elemente oder steifere Elemente oder festere Elemente in dem Anzug? Ja, dann natürlich halt auch, was an Beinen halt dann ab Luft vorbei fliegt und an den Armen. Du hast ja lange Arme, ist ja der, also mindestens bis zum Ellbogen ist ja der Trend und so weiter und so weiter.

Alles nicht ideal zum Laufen nachher. Was hat Lucy Charles-Barkley gemacht, weil du das vorhin schon gesagt hast? Hat den Anzug komplett ausgezogen und ist mit einem Läufer-Outfit dann nachher. Also ein typisches Läufer-Outfit. Die hatte eine Sprinterhose und einen Top an. So wie jede Marathonläuferin, die wir irgendwo als Top-Marathon-Läuferin sehen.

Ist natürlich luftiger dann auch beim Laufen. Also zirkuliert natürlich mehr Luft. Andererseits stelle ich mir dann die Frage, wo passen dann da die ganzen Sponsoren-Aufdrücke drauf, weil das ist ja der Vorteil oder was heißt nicht der Vorteil, aber es ist ja mindestens genauso wichtig, wenn du dann so ein Ding, gewinnst, dass du dann zwar die ganze Rennen das Ding offen hast, aber dann wieder zumachen kannst, damit die 37, Sponsoren-Logos da sind. Das ist natürlich dann von Lucy Charles-Barkley.

Also weiß ich nicht, wie das Outfit war, ich habe es bei ihr nicht gesehen, aber wo sie das noch unterbringt. Also sie ist jetzt sie ist jetzt nicht in dem Bereich, wo sie ganz dringend dieses eine Foto bräuchte, um ihren Sponsoren zu überzeugen. Ja, aber ist der totärisch eine Kandidatin, bei der das schon mal vorkommen kann, logischerweise? Ja, absolut.

Das habe ich tatsächlich jetzt gar nicht so genau auf dem Schirm, weil ich weiß nur, dass sie sich komplett umgezogen hat. Also vom Ding her sehr sinnvoll irgendwie so, wenn man sich denkt, ist viel luftiger bei den Temperaturen. Ich habe das tatsächlich die letzten beiden Rennen auch gemacht, weil ich die Anzüge auf dem Rad super angenehm finde, aber beim Laufen echt unangenehm finde, weil ich fühle mich im Oberkörper da total eingezwängt beim Laufen.

Und fand das wahnsinnig angenehm auch so von, Schweiß, Salz und so. Einfach einmal alles aus, Short an, ein Labbershirt an und los. Das nimmt gar keine Zeit. Das wollte ich gerade sagen, mit der Zeit wahrscheinlich. Ich wollte sagen, ich habe keine Vorstellung, wie eng ist das. Kriegt man das auch recht zackig ausgezogen?

Oder klebt das dann total an dir mit Schweiß und allem möglichen Zeugen? Das kriegst du viel besser ausgezogen als Neo. Das dauert halt eine Weile. die engen Beine runter hast, über die Füße. Das ist halt ein Punkt. Aber das hast du ja bei dem Anzug nicht. Den Anzug kannst du in einem Rutsch runter und das geht ganz schnell.

Aber ich fand es halt super, super angenehm. Einfach wirklich auch subjektiv angenehm. Aber das hat ja jetzt erstmal keinen großen Impact, was die Lauftechnik oder was angeht. Aber wenn du das Gefühl hast, okay, ich kann frei atmen oder ich kann nicht frei atmen, das finde ich schon einen großen Unterschied.

Absolut. Also das ist eine spannende Gegenbewegung, die da gerade stattfindet. Und du weißt ja, wie es ist. Wenn das ganz vorne angefangen wird, dann setzt sich das ja sehr, sehr schnell in andere Bereiche fort. Dann laufe ich nächstes Jahr in der Speedo. So sieht es nämlich aus. Das wäre Back to the Roots. Fares Alsultat mit der Speedo und dem Bustier.

Ich bin ganz sicher, dass wir in den nächsten zwei Jahren deutlich mehr Leute noch sehen werden im Profibereich, die diesen Move machen. Die dann sagen, okay, runter das Ding und Splitshots an und dann entsprechend auch... Wir haben ja mit unserem Partner Daxmejan über kühlende Materialien gesprochen.

Es gibt da ja inzwischen so geile Laufklamotten, auch mit kühlenden Materialien, die sich einfach durch die Bewegung, durch die Luftbewegung am Körper einen Kühleffekt haben. Das ist schon relativ geil beim Laufen. Dass du nicht den schon vollgeklebten Anzug, den du schon seit acht Stunden lang hast, den einfach mal loswerden, das ist nicht so schlecht.

Und dann ist übrigens auch was anderes, dass wenn du dir dann ein Wasser nochmal überschüttest oder so, das ist ja dann halt auch logischerweise in dem Shirt als Kühlungseffekt. Ja. Aber Philipp, du hast ja, also Philipp V., du hast ja das gemacht, was jeder ja machen muss, Auf der Messe halt nochmal nachgeladen, ne? Ja, natürlich.

Oh, und da war ich, ich habe eben mich lustig gemacht über die Steinchen im Stirnband. Ich habe eine günstigere Variante, ich habe so eine Mütze gekauft. Ich weiß den Hersteller gar nicht, ich will jetzt auch gar keine Werbung machen, aber die Mütze ist sensationell. Die hat auch so wie so Lappen drin, die sich dann immer wieder vollsaugen mit Wasser.

Und ich hatte ja tatsächlich die Community gefragt, weil ich so einen richtig schönen, bescheuerten Hut mir angezogen habe und gefragt, ob ich mir den nicht holen soll. Und dann haben natürlich alle gesagt, ja unbedingt. Den hatten sehr, sehr viele übrigens tatsächlich an. Das war so ein Krempenhut, so ein Anglerhut. Ah, ja, ja.

Aber läuft es sich mit dem geil irgendwie? Ja, aber es ist halt eine Frage der Kühlung, Philipp. Ja, gut, okay, ja, klar, klar. Aber Sam Leidlo mit Kinnreden, oder? Ja, genau, der hat den doch berühmt gemacht. Stimmt, stimmt, stimmt. Ich habe mir dann tatsächlich eine Mütze geholt, weil meine Frau auch gesagt hat, komm, bitte kauf dir diesen albernen Hut nicht.

Und dann habe ich gesagt, okay, du hast So ein bisschen Rest-Ehre hat man ja noch. In der Hinsicht. Und bin dann im gleichen Anzug, und ich gebe dir vollkommen recht, ich, bin super in diesem Anzug laufen, ich kann da super laufen, ich habe den aufgemacht, dann habe ich auch genug Luft bekommen, aber dieses klebrige, das ist ja nicht nur Schweiß, sondern da sind ja dann auch beim Trinken irgendwie schon gefühlt irgendwie 0,5 Liter, Dextrum. Kohlenhydrat-Getränk wahrscheinlich eingesickert. und das ist ja, klebt ja alles und ist schon so, aber auch da, Fahrrad abgegeben, Laufzone, du guck.

In den Lauf rein, in die Wechselzone beim Laufen, nur freundliche Gesichter, alle helfen dir sofort, alle bauen dich auf. Ich habe noch nie in meinem Leben so oft gehört, wie gut ich aussehe, also egal wie ich aussage, jeder sagt, Mensch, super siehst du aus, toll, das schaffst du jetzt auch noch, das baut dich total auf und dann war so der einzigste Punkt, Wovor ich Angst hatte, war tatsächlich vom Fahrrad aufs Laufen, weil ich Laufen in dem Training, was ich gemacht habe, war ich wirklich fit und ich habe gesagt, boah, Laufen, das macht Spaß, das ist cool.

Nach 180 Kilometer Radfahren und dann nochmal alleine das Wort Marathon ist schon, oh Gott, oh Gott, oh Gott, da hatte ich Angst. Und dann bin ich aber vom Fahrrad gestiegen und dann tut dir ja alles weh. So für 30 Sekunden denkst du dir, okay, das war's jetzt. Du legst dich jetzt da auf die Bierbank und die können alle schön mal laufen, aber du machst das nicht.

Und wenn du im Zelt angekommen bist, denkst du schon wieder, naja, eigentlich funktioniert das. Und taktisch sehr klug. Ich habe mir noch Laufschuhe gekauft, habe ich eben erzählt, die dann auch kaum genutzt waren. Da habe ich dann auch viel Geld ausgegeben für und das war natürlich dann... Also da musst du natürlich jetzt einfach mal allein schon wegen Philipp aber auch für uns alle sagen, was es für Schuhe waren weil ich bin ja bei diesem GTI RS Form, hast du nicht gesehen, immer hinten, aber Philipp kennt alle Modelle in- und auswendig mit den Jahreszahlen des Erscheinungstermins Das ist sehr gut also, zum Laufschuh muss ich sagen.

Mein Trainer hat zu mir gesagt, wie viele Paar Laufschuhe hast du? Da habe ich gesagt, eins. Er sagt, das ist schon mal gut. Schon mal besser als keins. Genau. Kauf dir ein zweites, kauf dir kein teures und kauf dir keinen Laufschuh, der Unterstützung hat. Ja. Und dann habe ich gesagt, ja, aber das verkaufen die mir immer, weil ich so, und dann sagt er, hör nicht auf die, hör auf mich.

Du musst deinen Fuß trainieren jetzt, dass der Kraft bekommt, dass der Muskel kommt. Und das war für mich irgendwie logisch. Er sagte, tut ein bisschen weh am Anfang, war für mich auch logisch. Hat's auch. Aber ich bin relativ schnell dann einfach auch dadurch, dass ich am Anfang ja nicht viel gelaufen bin, also dann so fünf Kilometer und so ein bisschen reinkommen.

Habe ich das ganz gut geschafft, dass mein Fuß stabil geworden ist. Und da bin ich so, ich habe einen ziemlich breiten Fuß, bin ich von Joey Nimble. Diese deutsche Firma, die haben so Schuhe für besonders große Vorderfüße, wenn man das so mal sagen kann, bin die gelaufen, war auch sehr zufrieden damit und wollte dann aber irgendwie mit der Zeit, habe ich gesagt, ach, ich will so was Dynamischeres.

Und dann habe ich hier so eine Laufbandanalyse gemacht im Laufladen hier in Berlin, und wirklich jedes Mal, wenn ich da war, in den letzten 15 Jahren, egal in welchem Laufladen, haben die mir immer irgendeinen Klotz von Brooks angedreht. Immer. Klassiker. Und der war dann, die Sohle war größer als beide Füße.

Also riesengroße Dinger und dann immer, ja, du bist da, also irgendwie so von wegen, du brauchst sehr viel Unterstützung. Und ich bin rein, hab gesagt, hier, pass auf, ich bin gut im Training. Das war zwei Monate vor Rot. Ne, zwei Monate vor Rot. Hab gesagt, ich will für einen Wettkampf einen Schuh, für einen Marathon. Und dann sagt der, willst du Carbon-Sole oder Carbon-Platte drin haben? Ich so, uh, ich würd's mal gern probieren.

Dann hat er mir den Adidas, ich komm jetzt nicht auf die genauen Bezeichnungen. Pro 4? Pro 4, der... Oder Evo. Nicht der ganz teure, sondern die Nummer drunter. Ja, dann ist der Pro 4 wahrscheinlich. Dann hatte ich von New Balance den Elite Schlag mich tot. Und von, was hatte ich noch, einen dritten Schuh, ein Essex, irgendein.

Und die bin ich gelaufen und das erste Mal in meinem Leben, dass der Verkäufer gesagt hat, ja, die kannst du alle drei laufen. Da war ich so stolz, wo ich gesagt habe, boah, guck mal, kriegst kein Brooks mehr angeboten. Kriegst kein Skischuhe mehr angeboten. Da habe ich mich gefreut. Da haben wir sehr schöne Schneeschuhe für Sie.

Ja, wirklich so. Moonboots. Haben wir mal mit Moonboots versucht. Und dann habe ich mir den New Balance geholt und bin super happy damit. Habe mir dann auch gleich noch ein zweites Paar geholt, aber nicht den gleichen, sondern das Modell da drunter, so als Trainingsschuh, und habe diesen Schuh natürlich dann auch so total gepflegt und habe mir dann, natürlich noch für 10 Euro so Schnellschneursystem reingemacht, das muss ja bei der Wechselzone die wertvollen Sekunden Absolut, absolut, Nach zwei Stunden schwimmen ist wichtig, dass ich dann zwei bis drei Sekunden 30 Sekunden schnell die.

Schuhe anlasse Das ist wirklich an den richtigen Stellen zu investieren, auf jeden Fall. Richtig, richtig. Ein kleines Investment. Genau, das stimmt. Optimieren heißt, das Optimieren aller Einzelteile. Absolut, absolut. Und habe den Schuh wirklich gepflegt, bei den schnellen Tempoläufen gelaufen, keine langen Läufe mitgemacht. Also das war mein Wettkampffschuh.

Und den habe ich dann in der Wechselzone angezogen. Ich sage euch eins, nach dem Kanal und nach dem Marathon, der Schuh sieht aus. Ich hätte fast Tränen in den Augen, weil der ist so dreckig und so versifft. Aber ist auch eine tödliche Mischung an dem Kanal. Schotter, dann kommen diese ganzen Verpflegungspunkte, was ja geil ist, dass es so viele gibt.

Aber da ist natürlich auch alles liegt da rum. Dann ist das voll gesifft mit den ganzen Becherresten, Zeug, Kleberflüssigkeiten, die du dann auch über, also deswegen, I feel you, also da sehen natürlich neue Schuhe, verhältnismäßig neue Schuhe danach aus wie durchgekaut irgendwie. Das war tragisch, also aber ich werde sie jetzt, ich habe sie noch nicht sauber gemacht, noch ein bisschen so dieses Rotfeeling will ich ja noch im Regal stehen haben, ein bisschen braucht man es noch, aber ich werde sie dann mal sauber.

Vielleicht kannst du mir sagen, wie man Laufschuhe am besten sauber macht. Da bin ich leider ein ganz schlechter Ansprechpartner. Philipp nimmt die nächste Kiste aus. Ich wollte es jetzt so nicht sagen, aber dann gehe ich im Keller rüber ins Regal, nehme die nächste an die Schuhe aus. Das ist ja so wie Günther Jauch, als der gefragt worden ist, was er mit der Million machen würde, wenn er bei Wer wird Millionär gewinnt, wo er gesagt hat, die lege ich zu den anderen. Zu den anderen legen.

Also es gibt natürlich logischerweise da 83 fantastische. Läufer Hinweise, so ähnlich wie beim Schwimmen. Tendenziell kann man natürlich, Sportschuhe in die Waschmaschine packen. Bei Carbonschuhe muss man ein bisschen vorsichtig sein, logischerweise sowohl mit dem Programm, aber auch mit der Temperatur.

Ich nehme immer so ein Anti-Plastik-Beutel, Das ist so ein Waschbeutel, wo das Mikroplastik rausgefiltert wird. Weil da sollte man sowieso Kunststoffsachen, die man in die Waschmaschine macht, immer in so einen Sack rein, weil das geht alles ins Grundwasser. Aber dann natürlich mit Schuhen sowieso, weil da ist natürlich der Anteil.

Du hast ja Abrieb an den Sohlen und so weiter. Das würde eins zu eins da reingehen. Und dann nicht alleine, sondern was dazu. Weißt du, damit das nicht beim Schleudern... Irgendwo hinhaut. Ja, irgendwo hinhaut. Und dann packst du halt ein paar, du wirst ja noch ein bisschen mehr Wäsche haben von Wochen in, nehme ich an.

Das schmeißt du da rein in den Beutel und machst drumherum noch zwei Handtücher und dann wäscht du das, mit wenig Waschmittel bei einer 30 oder 40 Grad Wäsche irgendwas da so ein pflegeleicht, teilen und dann möglicherweise nicht mit 1300 Umdrehungen schleudern, sondern vielleicht, mit 700 oder mit 900 und dann stellst du die draußen hin und dann sind die eigentlich ganz schick.

Wieder wie neu. Ja, das werde ich machen, weil die waren, die sind mit, also die. Haben noch den Geruch und den Geschmack nach Rot, sagen wir es so. Aber da muss ich ja mal sagen, also jetzt so von außen betrachtet, du bist ja fantastisch gleichmäßig gelaufen und du warst ja auch am Ende immer in der Lage, noch dein Tempo, also nicht nur zu halten, sondern du hattest ja auch dann wieder, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6,06, wenn ich das richtig hochgerechnet habe.

Und du hast ja hinten auch nochmal Passagen mit 5,40 dringend gehabt und so. Also daran erkenne ich ja jetzt erstmal nur von außen betrachtet, okay, dir muss es halt insgesamt die ganze Zeit im Prinzip gut gegangen sein. Dann ging es. Das Schlimmste, also nochmal zurück zu den Leuten, die um dich rum sind, die haben ja alle gesagt, war beim Laufen.

Also am laufend Kanal, das ist ganz schlimm, da bist du alleine, das ist die härteste Zeit. Du bist 20 Kilometer am Kanal, das ist das allerhärteste. Wenn du Kilometer 30 erreicht hast, da ist ein Stimmungsnest, da bist du wieder gut drauf. Und dann kommt noch Büchenbach. Büchenbach ist der Horror. So, das hast du im Kopf, versuch das mal auszuschalten, das kannst du ja nicht.

Ich habe mir gesagt, Philipp, du läufst und bleibst nicht stehen bis Kilometer 30. Du gehst keine Verpflegungsstation langsamer, sondern du läufst durch, greifst dir das Wasser, ich hatte mein Gel hinten drin, ich habe gesagt, dass du nicht aus dem Rhythmus kommst. Und ab Kilometer 30 ist alles egal, weil im Notfall 10 Kilometer kannst du auch zu Fuß gehen.

Also das war so, in meinem Kopf war das so meine Renntaktik. Und ich bin losgelaufen und war, also ich habe so viele Leute getroffen, die ich kenne, die mich angefeuert haben, die extra gekommen sind, von denen ich nicht wusste, dass sie gekommen sind. Der Bruder meiner Frau war dann auf einmal mit dabei, Familie, also es war so motivierend, dass ich diesen Kanal, ich habe den richtig genossen, weil ich einfach mal für eine halbe Stunde Ruhe hatte.

Und das wirklich und für mich selber einfach mal Revue passieren lassen, Junge, du bist aus diesem Kanal gestiegen, du bist auf dem Fahrrad gewesen und jetzt läufst du nur noch, jetzt schaffst du es. Also das war klar, dass ich da ankomme und das hat mich schon so überwältigt und dann war ich happy, dass ich mal die Zeit am Kanal hatte, Kilometer 30 erreicht, ein Stimmungsnest vom Allerfeinsten. Dann waren natürlich viele Leute, die ich jetzt auch kannte über die Jonas-Deichmann-Geschichte.

Das hat natürlich dann immer wieder einen extra Auftrieb bekommen. Und dann bin ich hoch nach Büchenbach. Dann war noch auch jemand aus dem Nichts, stand da vor mir, hat mich angefeuert, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe. Das hat mir dann auch nochmal so einen totalen Push gegeben. Dann bin ich natürlich dann auch nochmal schneller gelaufen.

Und dann kam tatsächlich Kilometer 35, das ist glaube ich, oder 34, 35. Wo man dann diese lange, gerade, dieser Aufstieg nach Büchenbach hoch. Ja, das zieht sich ganz schön, ne? Och, also das war, und da musste ich tatsächlich, da hatte ich dann mal den ersten Hänger, wo ich gehen musste. Und ich musste auch nur gehen, weil ich, ich habe irgendwie ab Kilometer 20 nichts mehr reinbekommen, kein Gel mehr, kein Müsli-Riegel mehr.

Ich habe dann versucht, an den Verpflegungsstationen eine Banane. Die kam fast direkt wieder hoch, dann Wasser getrunken viel, habe mich gut runtergekühlt, aber habe dann noch nicht mal einen Schluck Cola, also wirklich, ich meine, das kennt jeder, glaube ich, wenn man einfach gar nichts mehr in den Körper reinbekommt, wenn du so selbst bei Wasser schon denkst, das wird jetzt schwierig und das war im Endeffekt, hätte ich es geschafft, noch ein Gel mir rein zu pfeifen, dann wäre ich da wahrscheinlich auch noch konstant hochgelaufen, langsamer, aber konstant, da muss ich dann aber mal gehen und dann oben angekommen war dann noch, der Tobi da, der Vize-Weltmeister im Swimrun, mit dem ich auf Sardinien auch war.

Der hatte eine Kuhglocke und ist hinter mir hergelaufen. Also ich habe mir... Wahnsinn. Ich habe gedacht, der hat einen Gehörsturz, wenn der heute Abend nach Hause geht. Also wenn der die ganze Zeit diese Kuhglocke da... Aber das hat dann natürlich noch mal Energie freigesetzt und dann der Weg zurück...

Irre, weil bergab irgendwie erscheint er einem kürzer als der Hinweg. Und das war dann, also da muss ich sagen, da bin ich überwältigt gewesen. Ich hatte die ganze Zeit, kamen immer so fast schon Heulkrämpfe. Ich habe da immer so die Tränen zurückhalten müssen. Und irgendwie. Der ganze Körper war so Gänsehaut, warm, kalt, Klos im Hals.

Das war also überall, wo ich die Leute gesehen habe, das ist Wahnsinn. Ich habe mir im Nachhinein gedacht, was der Körper und der Geist dann auch so durchmacht nach so einer Anstrengung. Man denkt ja dann irgendwie an die Leute, die einen verlassen haben im letzten Jahr, die gegangen sind, wo du dir denkst, also warum musst du jetzt gerade an deinen Vater denken oder an deinen Stiefvater?

Also so Sachen, wo du ganz krass, was das mit dem Körper, mit dem Kopf macht, mit dem Geist macht. Und dann in dieses Stadion einzulaufen in Rot. Also ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Und ich witzigerweise, ich musste eben lachen, wo du gesagt hast, den Anzug hochgemacht. Da hatte ich dann auch noch kurz gedacht, die machen ja immer den Anzug hoch und musste dann selber über mich lachen.

Es liegt aber nicht daran, weil die den Anzug zumachen müssen, wenn die einlaufen, sondern weil die ihre Sponsoren zeigen wollen. Also total. Damit es auf den Finishline-Fotos alles gut zu sehen und zu lesen ist. Einmal zugemacht und gesagt, nee, du bist ja keiner, du brauchst sie nicht. Aufgemacht. Und dann eingelaufen. Dann steht dann Christian Blumfeld und verteilt die Medaillen.

Wo, in welcher Sportart gibt es das? Es ist irre. Wirklich keiner gezwungen, keiner irgendwie, wo du sagst, der war jetzt nicht alle total nett, alle total glücklich, meine Familie stand im Ziel. Ich habe mal ein paar Sekunden gebraucht, um zu sagen, okay, jetzt reiß dich mal zusammen, schluck mal. Und ja, also überwältigt, wirklich überwältigt.

Und dann ist ja das Spannende halt auch, die Klopperei im Wasser setzt sich ja noch so ein bisschen in so eine Grundaggressivität auf dem Rad fort, wo man da ja schon mal Leute rumbrüllen hört und so. Weil du gesagt hast, das Ego, das dann da spielen muss mit dem 10.000 Euro teuren Rad, das will ja dann auch ausgefahren werden und du störst ja dann logischerweise, weil du 0,3 kmh langsamer bist.

Aber beim Laufen löst sich das auf da ist man ja plötzlich in dieser gemeinsamen Notlage. Da wird es spätestens kollegialer es dreht sich wirklich komplett um weil man ist da gemeinsam unterwegs und da wird natürlich dann halt auch, gequasselt oder kann nicht mehr oder komm weiter Wenn einer anfängt zu gehen, sagst du, komm, lass uns zusammen bis zur nächsten Verpflegung.

Das dreht sich wirklich um und das finde ich auch sehr spannend. Das ist auch ein bisschen Kerga logischerweise, weil man hört die Scheiße am Anfang. Aber das macht ja mit den Leuten um dich herum auch was. Und da, wo du ja ins Ziel gelaufen bist, da war ja richtig Traffic. Ja, ja, Wahnsinn. Da kam ja ein Großteil des Feldes, das kommt ja in diesen eineinhalb Stunden so um dich herum ins Ziel. Ja.

Weil du hattest zwar relativ viele Beutel schon weg, aber das hast du ja wieder aufgeholt, indem du ein sehr, sehr, sehr konstantes und cooles Rennen gemacht hast. Ja, und du hast dann, was hast du gehabt, zwölf Stunden wie viel? 15. Zwölf Stunden 15, Leute, überlegt euch das mal. Der Kerl ist mit 14 Stunden Idee da reingegangen und macht zwölf Stunden 15. Crazy.

Ja, absolut. Das Witzige an dem Gesamten ist, ich habe immer gesagt, ich mache das für mich, immer. Ich habe gesagt, ich will irgendwann ankommen, am liebsten, wenn es noch hell ist und das waren meine Vorgaben. Ich wollte eigentlich entgegen diesen Performance und ich muss das noch verkaufen und ich muss das noch und das brauche ich noch und dem auf der Radstrecke muss ich es noch zeigen und beim Schwimmen muss ich da noch vorbei und beim Laufen muss ich die noch überholen.

Und muss aber auch ganz ehrlich zu mir selber gestehen, am Ende wirst du schon ein bisschen eingefangen von dieser ganzen Stimmung. Und am Ende, ich habe gestern ein Bild gepostet und das hat sehr schnell dann auch 200 Kommentare gehabt mit überwiegend Glückwünschen oder nur Glückwünschen glücklicherweise.

Also irgendwo ist man dann so, klar machst du es für dich, aber hey, es ist auch sehr schön, das zu teilen. Und es ist natürlich auch sehr schön, die Anerkennung dafür zu bekommen. Und im Ziel habe ich dann auch gedacht, boah, scheiße, 15 Minuten, hättest du die Strafe auf dem Fahrrad nicht gehabt und hättest du das Gel noch gegessen am Ende, dann wärst du unter 15 Stunden gewesen.

Also man denkt dann so, es ist verrückt, es ist verrückt. Aber der Gedanke, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das war bei mir nicht so, der kommt natürlich. Und der kommt unmittelbar danach und dann denkt man sich auch, Ja, krass. Du fühlst dich, ich bin fertig gewesen, keine Frage. Du bist da zwölf Stunden, dreizehn Stunden ununterbrochen beim Sport.

Das macht was mit dem Körper. Du hast dann die Endorphine und das spielt alles verrückt. Du gehst dann natürlich raus, dann war man noch duschen vor Ort und dann irgendwie hast du die Klamotten an, dann merkst du auf einmal, okay, das Fußgelenk, das tut doch ein bisschen weh und die Hüfte, die hat dann doch so ein bisschen was mit und auch mein Nacken, da werde ich wahrscheinlich auch Schmerzen haben.

Aber trotzdem ist alles positiv, weil alle fünf Minuten irgendwie jemand kommt und sagt, hey, Gratulation, war super. Und dann machst du das Handy an, siehst schon, die ersten Leute haben dir geschrieben und so. Ich habe ein Michelin-Stern gekocht und habe in Wien damals. Kriegst du natürlich, wirst du beglückwünscht, ist in meinem Beruf so mit das Größte, was man erreichen kann.

Da habe ich immer gesagt, das war Wahnsinn, war so ein Achievement, was mir sehr, sehr viel Anerkennung gebracht hat. Eigentlich so das Größte, was ich in meinem Leben hatte. Danach habe ich Tim Melzer besiegt bei Kitchen Impossible, was ja keine Leistung ist. Also es ist Show, es ist Entertainment. Aber in eurem Business offensichtlich ja doch ein Punkt.

Ich liebe diese Sendung. Ich liebe diese Sendung. Da habe ich ja überhaupt erst gemerkt, dass du auch aus der bekloppten Bubble bist. Weil irgendwo tauchte da auf Triathlon immer sich so hmm, klingt spannend. Und da habe ich schon mehr Beglückwünschung für bekommen, als für den Michelin-Stern, wo ich gedacht habe, irgendwie ist das ein bisschen krank, ein bisschen crazy, weil der Stern ist ja eigentlich...

Ich sage euch, getoppt hat das Ganze, das Finishing in Rot. Also weil da schreibt ja wirklich jeder. Also da habe ich Nachrichten bekommen von Freunden, die ich seit zehn Jahren oder Bekannten, die ich seit zehn Jahren nicht mehr gehört habe. Ich habe also Leute, Familie und was weiß ich, was alle waren.

Da wird dir erst mal bewusst, was das doch für eine Leistung ist, die absolut nicht an diesem einen Tag stattfindet, sondern in den sechs, sieben, acht, neun Monaten vorher. Also das ist dann, diese ganze Zeit, aber auch irre, ich war gestern auch noch total gehypt, ich hab gestern auch den Tag zu Hause auf der Couch verbracht, haben einen Trainer angerufen und sag ich, ab wann darf ich wieder?

Da sagt er, die Woche machst du mal ganz ruhig, am Wochenende kannst du mal ein bisschen Rad fahren oder schwimmen, laufen würde ich noch nicht. Und ja, also ich kann nur jedem Menschen da draußen, der so ein bisschen den Funken des Gedankens hat, mal einen Triathlon zu machen und der so den Funken des Gedanken hat, ich würde das gerne mal versuchen, dem kann ich nur Mut zusprechen und sagen, macht es, es ist machbar, es ist möglich, es ist ein toller Weg, es macht unheimlich viel Spaß, es ist, und das muss ich jetzt revidieren, ich habe das beim ersten, bei unserem ersten Podcast gesagt, dass ich diese Bubble mit sehr gemischten Gefühlen entgegengeschossen bin.

Rot, und dafür kann ich jetzt sprechen, ist eine absolute Ausnahme. Ich habe selten so viel Gastfreundschaft und nette, freundliche Menschen gesehen, so viel Freude, Begeisterung, die wahnsinnig ansteckt. Es hat unheimlich Spaß gemacht. Also das, was sie da geschaffen haben in diesem Landkreis, ist irre.

Es hat mich total infiziert. Und ja, jetzt wie gesagt, jetzt will ich dann doch nochmal den Marathon unter vier Stunden laufen, also so ganz an dem High-Performance gequatsche, bin ich nicht vorbeigekommen, also bin ich nicht hängen geblieben. Aber das große nächste Abenteuer ist der Club der verrückten Mont Ventoux dreimal hochfahren, das ist jetzt im Sommerurlaub geplant, das darf ich noch, hat meine Frau gesagt, mach.

Das ist das Ding von den unterschiedlichen Seiten, Ja, von allen drei Seiten hoch, ja. Und ich glaube am Ende, dass das für mich wahrscheinlich schwieriger ist und damit möchte ich jetzt gar nichts irgendwie niederreden oder so, aber ich glaube, das ist wahrscheinlich schwieriger als rot. Und das liegt einfach daran, weil du dann alleine da hochfährst und runterfährst und hochfährst und runterfährst und hochfährst, und keine Verpflegungsstation hast, niemanden, der dir gut zuredet, keine Stimmungsnester, die Musik machen und die deinen Namen schreien, sondern du dann wirklich irgendwie gucken musst, dass du da einigermaßen deine gleichmäßigen, Tritte machst, um da den Berg hochzukommen. Also ich sage dir eins.

Das ist ja eine Frage der Geschwindigkeit. Also nach dem, was du jetzt im letzten halben Jahr gemacht hast, ist es gar kein Thema, da hochzufangen. Das ist nur eine Frage der Übersetzung und der Geschwindigkeit. Also das wird dir aber dein Trailer schon die gescheite Übersetzung auf deinem Hand draufbauen, dass du dich dann nicht hochackern musst, ja.

Und dass du meinst, dass du irgendwann im Sommer den Momotou alleine hochfährst, ist süß. Ja, okay. Das ist natürlich jeden Tag mit dem Sommer gefahren von zig Leuten. Aber ich meine jetzt keine Anforderung an der Strecke. Aber vielleicht kann ich die motivieren, die Mitfahrer, dass die mich anfeuern.

Vielleicht frage ich einen Namensschild. Also ich habe das eigentlich bisher, ich war noch nicht am Momotou, aber ich bin Alp du Hesse ein paar Mal so gewesen. Das erste Mal, als ich da hingekommen bin, habe ich gesagt, habe ich jetzt irgendwas verpasst? Hier ist hier irgendwie ein Mannschaftszeitfahren oder was.

Also Wahnsinn. An einem ganz normalen Dollarstag, aber im Sommer, klar, in der Sommerurlaubszeit. Da habe ich gesagt, okay, seid ihr alle crazy hier oder was? Da ist ja der normaler Verkehr logischerweise, nichts abgesperrt. Endlos Menschen und da feuert man sich schon gegenseitig an. Ich kann mich an so einen jüngeren Holländer erinnern, der die ersten drei Kurven da an mir vorbeistochte, wie vollkommen irre.

Er hatte vielleicht schon ein ganz klein bisschen ein rotes Gesicht und kurz vorm Ortseingang, stand er dann und musste sich dann doch mal kurz in die Rabatten übergeben, weil er es ganz leicht übertrieben hatte. Vielleicht war auch 30 Grad, ich weiß nicht mehr so ganz genau. Wahrscheinlich beides. Das ist schon anders geil. Weil das ja eine ganz andere Bubble ist und andere Surrounding und natürlich kein Wettbewerb und keine Zuschauer.

Aber das ist schon auch crazy geil. Also du kannst dich auch freuen. Das ist super. Da freue ich mich auch. Also absolut. Sag mal, du hast vorhin gesagt, du freust dich auf die nächste Flasche sehr guten Rotwein. Ich bin gespannt, was du sagst. Weißwein, Weißwein. Ja, meinetwegen Weißwein. Ich habe nach solchen Phasen gedacht, boah, das schmeckt gar nicht.

Ja, Witz, das ist, wir haben darüber gesprochen nach dem Rennen, ob wir noch was essen gehen sollen. Du kriegst ja Verpflegung, das ist ja auch irre, was die da alles aufbauen und was du da alles kriegst. Und wir hatten gar keinen Hunger. Also, ne, man ist so, man freut sich während des Rennens, denkst dir, boah, heute Abend hier, da war doch McDonald's, da hältst du an, da haust du dir aber.

Was auf jeden Fall nicht süß ist, wahrscheinlich. Nee, ah, da haust du dir 15 Burger rein und noch drei Milchshake und was weiß ich was alles. Am Ende hast du gar, es ist witzig, also Also ich bin ja ein Genussmensch. Ich meine, das ist mein Business und ich würde auch nicht gut tun, wenn ich das schlecht rede. Aber ich muss sagen, dieses Training jetzt, die letzte Zeit, hat schon was mit meinem Genuss auch gemacht.

Nicht für gutes Essen, also den habe ich immer noch. Aber der Alkoholgenuss, wir haben einen sehr, sehr guten Barkeeper bei uns, der sich sehr spezialisiert hat auf alkoholfreie Drinks, der selber skeptisch war und ich dem eigentlich immer Mut zugesprochen habe, Und natürlich jetzt im letzten halben Jahr auch selber irgendwie dann gesagt habe, das kann ich ja probieren oder das will ich probieren, sagen wir mal so, ich kann ja auch Alkohol trinken, ist ja nicht verboten, hatte aber keine Lust dazu und, habe da auch so ein bisschen Freude dran gefunden. Also es ist auch...

Es ist immer noch ein Winzer, der einen tollen Wein macht und den man dann, wo man ein Glas trinkt, das ist Genuss, das ist toll, das brauchen wir nicht. Das ist ja komplett Leben. Genau, da muss ich auch sagen, da kommt keine alkoholfreie Variante ran, bei Wein zumindest, für mich jetzt sage ich jetzt mal.

Ich will jetzt nicht sagen, es gibt auch ganz viele gute alkoholfreie Biere, wo du gut trinken kannst, wo jetzt geschmacklich für mich jetzt keine Einbuße ist sozusagen. Du kannst auch ein alkoholfreies Bier trinken, da gibt es auch genügend Sorten, die echt gut sind, die schmecken gut. Bei Wein, finde ich, gibt es das nicht. Also ich finde, ich habe natürlich auch schon verschiedenste hier und da mal, wenn man irgendwo ist und jemand will keinen Alkohol trinken, dann versuchst du denjenigen irgendwie eine alkoholfreie, damit die trotzdem so ein bisschen Wein, vielleicht alkoholfreien Wein zu besorgen.

Ich habe da auch mal ein paar Sachen probiert oder mitprobiert oder dran genippt. Das schmeckt am Ende immer irgendwie nach so einer Art Traubensaft, der vielleicht ein bisschen weniger süß ist wie ein Traubensaft, aber es hat halt mit Wein, dem Geschmack von Wein, egal ob es weiß, rot oder rosé, hat das gar nichts zu tun, finde ich. Also das geht halt nicht.

Während alkoholfreie Drinks, gibt es schon auch geile, die dann auch gut schmecken. Und deswegen, aber bei Wein, finde ich, gibt es da für mich noch nicht irgendwie ein Äquivalent, was alkoholfrei ansatzweise geschmacklich genauso gut ist. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, Philipp, was du sagst, wenn du sagst, oh jetzt.

Also mein Go-To ist ja im Sommer vor dem Essen, zu irgendeinem kleinen Kram, ein gut gekühlter Lugana, das ist für mich Italien, Das ist sofort Mittelmeer. Aber nach so einer Phase, Training, lange nichts getrunken, Das weiß ich auch nicht. Also meine Geschmackswerfen sind dann darauf noch nicht, geeicht. Muss ich jetzt quasi wieder meinen alten Lebensstil zurück trainieren?

Ja, genau, auch das muss man trainieren. Aber vielleicht da noch eine Bestätigung. Ich war letzte Woche mit meinen Eltern, bei deinem Kochkollegen Björn Freitag in meiner Heimat in Dorski. Und es war ja gerade die nächste Runde der Sternevergabe. Und da habe ich gedacht, ach komm, jetzt gehen wir da mal hin.

Da hatten wir vor ein paar Jahren mal versucht, irgendwie hinzukommen. Dann war aber irgendwie Corona und dann haben wir es danach zeitlich einfach nicht hingekriegt. Und weil ich gefahren bin und meine Eltern auch sehr, sehr wenig Alkohol noch trinken, haben wir dann gesagt, ja, alkoholfrei haben wir wunderbar.

Und dann eben auch so eine kleine Karte, alkoholfreie Cocktails und die waren toll. Weil es war ja auch so heiß draußen, die waren einfach, die schmeckten geil, die hatten alle einen Kick. Mit wem rede ich jetzt darüber? Also mehr zu euch zu Hause. Das hat mich wirklich geflasht. Das macht total Spaß.

Und kann man ja auch zu Hause so ein bisschen nachempfinden. Also man kann sich einfach in eine Cola einschütten. Oder einfach mal überlegen, hey, was könnte denn geil zusammenpassen. Mit Tonic kann man ja tolle Sachen machen. Oder auch mit Gewürzen oder Spritzer, keine Ahnung, Greffruttsaft hier oder Zitrone da.

Das ist schon auch ein cooles Ding, was man so als kleines Hobby sich entwickeln kann und muss nicht mit Alkohol sein. Absolut. Schmeckt auch mit Wodka wahrscheinlich, aber wir haben das sicher. Sag mal, und weil du das eben so im Nebensatz gesagt hast, ich habe einen Stern in Wien gekocht, du hast ja auch im Morania einen Stern.

Nee, nee, nee, nee. Im Morania haben wir einen Schlüssel fürs Hotel. Haben aber keinen mit Schleud. Wollen wir auch nicht. Das ist ja immer der Punkt, will ich das? Ja, und das ist, ich meine, mir hat mal ein Journalist gesagt, das ist so, wie wenn der deutsche Nationalspieler sagt, der will nicht Weltmeister werden.

Ja und nein. Der Stern heißt ja auch irgendwo eine konstante Leistung, die du erbringen musst und das ist ja wie ein Marathon jedes Jahr aufs Neue irgendwie und du musst gucken, dass du die, Geschwindigkeit durchhältst und dass du eben nicht stehen bleibst und nicht aufkippst und wir haben sieben Tage die Woche auf, wir haben ein großes Team, wir haben viele Sitzplätze.

Mir war wichtig, dass wir einen Ort der Begegnungen schaffen, einen Ort, wo Menschen sich wohlfühlen und ob das Essen dann mit einem Stern ausgezeichnet wird oder nicht, das macht dann keinen Unterschied mehr und ich sag mal so, mit Und unsere Ente und mit den vielen Gästen, die immer wieder kommen und immer noch kommen, bestätigt das schon fast mehr als ein Mischler-Stern.

Und jetzt hast du noch eine ganze Bubble an hungrigen, verrückten Triathleten dazugewonnen, die sich alle denken, das ist doch der Typ, der neben mir, ey, der hat schon mal eine Langdistanz gemacht, lass uns mal da hingehen, da gibt es sicher auch kein Essen. Ja, ich hoffe es, ich hoffe es, ey, das wäre doch was. Und wie gesagt, alkoholfreie Drinks, tolle alkoholfreie. Ja, absolut, also totale Empfehlung.

Ja, wobei meine wirklich wichtige und damit auch letzte Alltagsempfehlung sind natürlich deine Instagram-Geschichten. Die schnellen Karten, was ist das? Rot oder Gelb? Genau, Wahrheit oder Pflicht. Leute, Wahrheit oder Pflicht, ganz dringende Empfehlung. Ja, die kleinen, schnellen Geschichten, immer lecker. Ja, und ich sage euch schon mal eins, stellt mal eure Pfeffermühle raus, weil die braucht ihr.

Ja, genau, richtig, sehr gut. Und dann mache ich noch kurz Werbung in eigener Sache, Kochbuch kommt raus am 7.11. Von damals bis Ende, also meine Geschichte, meine bisherige Lebensgeschichte in Rezepten, auch einfach nachzukochen, nichts Kompliziertes, aber auch mit sehr viel Liebe und Spaß. Frage, kann man das vorbestellen?

Antwort mit Sicherheit. Mit Sicherheit. Der Verlag hat gesagt, Philipp, Werbung darf man nicht zu früh machen, sonst verpufft das. Also wir sind eben, August fangen wir dann an, die richtige Werbekeule zu schwingen und dann wird es mit Sicherheit. Aber ich weiß, das kann man jetzt schon bei Amazon vorbestellen.

Also ich sehe schon mal hier bei kurz hier parallel googeln, dass es auf Amazon vorbestellbar ist. Das heißt, wir würden auf jeden Fall mal diesen Link auch in die Shownotes mit deinem Insta-Profil hier schon mal direkt einbauen. Auch unsere Folgen werden ja nachgehört, auch noch bis in den Herbst. Viel nachgehört, ja. Perfekt, perfekt. Und ihr könnt dieses Buch auch jetzt natürlich trotzdem schon bestellen.

Von dem her, dann hauen wir das doch gleich mal mit in die Shownotes mit rein. Perfekt. Fantastisch. So Philipp, ich freue mich schon auf deine nächste Anmeldung. Bin sehr gespannt, wo die dann sein wird. Klar, vom Stimmungsfaktor her und so hat natürlich Rot schon ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt aber auch sehr viele, andere kleinere, coole Triathlon-Veranstaltungen, womit ähnlich viel Liebe mit den Menschen dort umgegangen wird.

Also da kann ich nur Werbung machen für die vielen kleinen Veranstaltungen. Was würdest du mir jetzt empfehlen? Was würdest du sagen, komm, nächstes Jahr Langdistanz? Ich weiß gar nicht, ob ich dir dringend eine nächste Langdistanz empfehlen würde. Oder eine halbe oder ein Olympisch? Ich würde eine halbe. Kopenhagen ist total geil. Ja? Ja.

Das ist natürlich kulinarisch auch. Das ist kulinarisch auch eine glatte 1+, mit vielen Optionen auch, aber da kann man, das ist auch als Stadt ziemlich geil, das ist auch als Trip ziemlich geil, auch gar nicht. Wir haben vorhin noch gesprochen, Berlin, Rot, das ist halt nicht irgendwo hinfliegen müssen, ja, da fährst du mit dem Auto hin, packst deine Sachen, fährst wieder nach Hause und so, weißt du, weil wenn du den Aufwand einmal hast, dass du sagst, okay, jetzt fahren wir da hin oder dorthin oder hier hin, ja, I don't know, aber du kannst auch sehr gerne dich in den Valencia Express einreihen, Ich glaube, wir sind jetzt zu fünft für Valencia 70.3 nächstes Jahr.

Okay, oh, das wäre natürlich nur richtig. Das ist auch ein sehr, sehr, sehr schönes Rennen. Klar, da muss man dann hinfliegen und so. Es ist einfach mehr Aufwand, weil du brauchst einen Tag vorher. Aber das ist ja gut, weil mir werden jetzt auf Instagram auch so viele Fahrradkoffer angezeigt. Da kann ich mir endlich da auch einen kaufen. Ich denke, ich brauche auch einen aus Carbon, oder? Ja, dringend.

Du brauchst einen, der selber fliegt. Okay, dann sehen wir uns spätestens nächstes Jahr in Valencia. Sehr schön, klingt fantastisch. Vielen, vielen Dank Philipp, das hat total Spaß gemacht. Sehr gute Folge. Die Reise, die große Reise. Vielen, vielen Dank, dass ihr mich nochmal eingeladen habt und, Philipp, ich hoffe, dass wir uns mal begegnen, dass du mir noch den einen oder anderen Tipp beim Laufen gibst.

Sehr gerne, ja. Also ich war, glaube ich, dieses Jahr noch gar nicht in Berlin. Aber wir sind beide zum Berlin-Marathon in Berlin. Stimmt. Vielleicht kriegen wir da was hin. Könnte eine Chance sein. Also ich muss jetzt gucken, ob ich das zeitlich schaffe, weil ich ein Event habe um den Marathon drumherum.

Aber ich bin tatsächlich gerade noch mit Vitamin B dran, ob ich nicht noch zwei Startplätze bekomme für Björn und mich, für den Berlin-Marathon. Deswegen vielleicht, das wäre ja was. Lauft ihr beide mit? Um Gottes Willen. Höchstwahrscheinlich in anderer Funktion, vermutlich eher im Rahmen der RTL-Übertragung wieder. Okay.

Dann komme ich einfach mit zur RTL-Übertragung. Genau. Wenn sich das ergibt, ich komme in den Startblock rein und mache noch ein Interview. Ja! Genau. klingt fantastisch. Immer ganz lieben Gruß, vor allem an dein soziales Umfeld, an dein Team, an deine Frau. Sie haben es geschafft. Der Typ ist an einem Stück und beseelt wiedergekommen und mehr kann man nicht haben nach so einer Reise. Vielen Dank dir. Absolut. Vielen, vielen lieben Dank.

Danke dir und euch zu Hause. Schönes Wochenende. Geht raus, macht Sport, nutzt das gute Wetter und dann hören wir uns nächste Woche wieder in alter Frische. Macht's gut, ihr Lieben. Ciao, ciao. Schwimmen, Radfahren, Laufen würde ich empfehlen. Allein im Tag. Ciao.

0:00 / 0:00