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Shownotes
Ihr Weg zum Laufen führte über einen sportlich vielseitigen Werdegang: Vom Tanzen, über Handball und Gym-Training kam sie zum Laufen und schließlich auch zum Triathlon: Leona Rieck. Einen nicht unwesentlichen Anteil daran sollte ein erster Lauftreff - ja, so hieß das damals wirklich noch - haben, bei dem sie sich Lust auf mehr holte.
Sie fand schließlich ihren Weg zu den KRAFT Runners, die inzwischen nicht nur in Berlin eine feste Größe sind und dieses Jahr ihr 10jähriges Bestehen feiern werden. Vor allem ihre Cheering Zone bei den großen Berliner Rennen sind legendär und haben vielen von euch bestimmt schon mal einen extra Kick für die letzten Kilometer gegeben. Leona macht schließlich ihre Leidenschaft zum Beruf und wurde Mitarbeiterin Nr. 1 bei den KRAFT Runners und zeichnet sich heute hauptsächlich verantwortlich für Partnerschaften, Events & Aktivierungen.
Ralf & Philipp sprechen mit ihr über das Phänomen Running Communities, den Hype, der viele vor allem jüngere Menschen wieder zu Laufen bringt, die Frage was Running Crews so anziehend macht und ob der Höhepunkt schon überschritten ist. Parallel trainiert sie derzeit nach ihrem AG Platz 1 beim Ironman South Africa für ihr Hawaii-Debüt im Oktober und erzählt, wie sie überhaupt dazu kam mit Triathlon zu beginnen und wie sie es schafft Job, Sport und Sozialleben unter einen Hut zu bringen.
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Leona auf Instagram: instagram.com/leonarieck
KRAFT Runners auf Instagram: instagram.com/kraftrunners
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Allerdings morgens um halb acht, nicht irgendwie gegen Mittagszeit. Ich hatte eine Splitshout an, ein Singlet. Wir sind so halb hingejoggt, ziehme Fahrrad. Ich dann da abgegeben, bin danach eine Runde laufen gegangen. War auch schon warm, aber war noch erträglich. Das ist alles klar, alles cool. Wenn es dann im Jahr ein, zwei Peak-Wochen gibt, wo halt für unsere Breiten gerade hier das irgendwie outstanding ist von der Hitze. Und da gab es ja nun mal auch historische Temperaturrekorde.
Dann kann man da vielleicht auch mal ein bisschen, Fuß vom Gas nehmen, vielleicht, keine Ahnung, auch mal mit dem kühlen Getränk im Schatten irgendwo sitzen, auf der Terrasse oder wo auch immer, oder im Park, muss man vielleicht da nicht so ausreizen. Also ich muss mich da tatsächlich an der einen oder anderen Stelle echt beherrschen.
Leute, macht was ihr wollt, aber denkt auch mal hin und wieder an andere. Weil in den Kliniken ist halt nicht lustig. In zwei Tagen sind alleine in Köln zehn Leute bewusstlos aus ihren Dachgeschosswohnungen rausgeholt worden. Die landen übrigens alle in Kliniken. Mal ganz zu schweigen von den älteren Leuten, die in nicht klimatisierten Altersheimen sind und so weiter. Auch die landen alle in den Krankenhäusern.
Und die Leute in den Krankenhäusern, die finden das gar nicht lustig, dass ihr sagt, leck mich am Arsch, ich habe jetzt Sommer, ich habe jetzt frei, ich gehe jetzt rennen. Oder ich muss jetzt ganz dringend einen Ironman machen. Da haben sie lange gehungen hin oder her und dann haben sie es doch gemacht.
Aber das ist halt trotzdem eine Belastung für alle Menschen, die da dran hängen. Das ist ja nicht nur Knut und Horst, die ihre Startgebühr bezahlt haben, sondern es sind eben auch Helfer und, natürlich auch das gesamte Personal von THW und von der DLRG und von Rotkreuz und Polizei und so weiter und so weiter.
Die müssen übrigens in ihrem Job Uniform tragen. Das ist auch nicht lustig, wenn man da mit einer schwarzen Uniform steht oder, Feuerwehr oder was auch immer. Vielleicht mal eine Sekunde darüber nachdenken. Und ich kann ja joggen gehen morgens um sechs oder um acht oder was. Aber ich habe so viele Leute eben auch mittags bei 35 Grad joggen sehen.
Das ist nur halb cool, wenn die dann halt tatsächlich, also vielleicht bist du selber nicht, aber der Übernächste. Am Wochenende sind 28 Menschen ertrunken. 28 Menschen ertrunken. Nur Männer und Jugendliche. Männer, keine Frau 28 in Deutschland. So, das sagt doch was aus. Ja, wir kommen etwas moralisch daher, aber Leute, es wird nämlich wieder warm am Wochenende.
Es wird wieder deutlich über 30. Wir müssen uns ein paar Strategien überlegen, wie wir das machen. Wir klären das ja gleich nochmal, wie das die Runclubs anlegen, weil die haben ja auch die Problematik. Laufen oft am Nachmittag bei hohen Temperaturen und trifft sich nach dem Job oder, oder, oder. Sind wir gespannt, wie das da diskutiert wird, weil das ja logischerweise ein heißer Trend ist.
Ich empfehle nur so ein Aufgangstreffen wie in Bondi Beach. Ja, gut, nicht jede Stadt in Deutschland hat ein Beach wie Bondi Beach, aber das ist schon cool. Das kann man ja am Wochenende geil machen. Ja, fünf Uhr morgens oder vier Uhr, wenn im Sommer die Sonne hochfühlt. Das ist ja eher vier Uhr. Habe ich mir sagen lassen von Menschen.
Also ich ja eher nicht. Genau, es hat natürlich den kleinen, aber feinen Vorteil, dass wenn man irgendwo an einem netten Fleckchen Erde unterwegs ist und da auch noch ein Strand ist, dass man da natürlich das eine mit dem anderen direkt verbinden kann. Schön morgens aufstehen, so die aufgehende Sonne und trotzdem die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut genießen, aber dann auch gleich mal kurz noch reinspringen zum Abkühlen. Das ist, glaube ich, für mich schon auch so ein bisschen Traumszenario eines perfekten Starts in den Tag, würde ich sagen.
Ja, vielleicht hat er da einen oder anderen Ruhm ab jetzt. So wie die Leute in Italien und Spanien das auch machen. Warum machen die das? Weil das da tendenziell zu warm ist. Plus... Man muss auch nicht jede Trainingshighlight im Sommer machen, weil man ist dann halt einfach auch hin. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, weiß jeder von sich selber.
Ich hatte am Wochenende in Hamburg eine Nacht, wo im gesamten Hotel die Klimaanlage ausgefallen war. Kommst du dann nach einem sehr, sehr, sehr langen Tag, weil ich habe erst den ganzen Tag Beratungen kommentiert und dann abends noch die Diamond League. Dann kommst du da rein und denkst, du hast ja die ganze Zeit schon so im Kopf, weil jetzt schönes kühle Zimmer. und da kommst du rein, da sind ja 30 Grad.
Ja, und ich hatte schon gedacht, warum sind im ganzen Hotel hier die Fenster auf? Ja, und dann wusste ich, warum. Keine Chance, so, dann hast du da ein Zimmer an 30 Grad. Es war zum Glück ein ganz klein bisschen weniger heiß in der Nacht, aber dann gab es halt irgendwie auch noch ein Gewitter, aber es hat nicht so richtig abgekühlt. Tatsächlich war es dann so, dass es eher schwüler war.
Ja, dann kommt die ganze Luftfeuchtigkeit natürlich noch dazu, das ist ja dann wirklich drückend. Also solche Scherze werden ja in Zukunft leider häufiger passieren. Das ist so. Damit müssen wir uns, glaube ich, auseinandersetzen, dass solche. Wetterphänomene auch, was größtmöglich Hitze anbelangt, hier häufiger werden wird.
Und wenn du letzte Woche auch mal ein bisschen die europäische Wetterkarte angeschaut hast, ist ja interessant, dass wir in Deutschland, vor allem auch diese krasse geballte Hitze hatten, teilweise aber in südlicher gelegenen Ländern, wo man jetzt erwarten würde, dass das so heiß ist, dass das nicht der Fall war.
Ja, das Höhepunkt war ja in Frankreich tatsächlich, weil sich das da halt so als diesen Hitzedom da so gestaut hat. Aber gut, da fallen halt dann sämtliche Atomkraftwerke aus, weil die Zuflüsse, die das Zeug kühlen müssen, halt zu warm sind. Das ist halt die Wahrheit. Und die hatten halt weit über tausend akute Todesfälle.
Das ist halt schon richtig hart. Ja, es wurde ja lange diskutiert, ob zum Beispiel die Diamond League in Paris überhaupt stattfinden kann. Sie haben es dann tatsächlich nachher ohne die Rahmenprogramme, also ohne die Kinderläufe und so weiter durchgezogen. Am Sonntag war aber tatsächlich die Hitze aus Frankreich weg.
Das war dann halt abends 28 Grad. Also ziemlich perfekte Bedingungen ja vielleicht tatsächlich, also für die allermeisten Disziplinen. Ratingen wurde ja auch der Zehnkampf sehr, sehr lange diskutiert stattfinden lassen, nicht stattfinden lassen tatsächlich, wenn man das mal kurz Revue passieren lässt, ist es ja so du hast ja im Mehrkampf mehrheitlich explosive Disziplinen.
Das ist also in den Disziplinen tatsächlich sogar eine leicht förderliche Geschichte die haben halt alles mögliche gemacht, inklusive eines Eiswagens, so ein großer LKW, wo die Eisvorräte drin gespeichert waren, Kühlwagen wo die Athletinnen und Athleten aber zwischendurch reingehen konnten, um sich mal wirklich runterzufahren.
Die Athletinnen und Athleten, die haben das alle super hinbekommen, weil die natürlich auch dann Kühlwesten hatten und und und und und. Nur zwischendurch war halt einfach am Nachmittag, am Samstag vor allen Dingen, weil es da super, super heiß war, niemand mehr auf der Tribüne. Ja, und das war ja die größte Sorge, dass die Leute da halt drei, vier, fünf Stunden sitzen und in der Hitze und dann in der Sonne sitzen.
Und die Leute sind halt auch nicht noch irgendwo im Stadion woanders hingegangen, sondern die sind dann tatsächlich nach Hause gegangen. Ja. Weil es einfach zu heiß war. Ja, weil das ist ja die Problematik. Eher als tatsächlich die Sportlerinnen und Sportler. Ja, also auf einem Profilevel. Das wollte ich gerade anmerken. Da bin ich 100% bei dir. Es ist, als Veranstalter Hast du natürlich eine Verantwortung für Teilnehmende, das ist klar.
Komme ich gleich nochmal zum Unterschied, dass vielleicht Diamond League zu einer anderen Sportgroßveranstaltung wie beispielsweise auch der Heller Halbmarathon in Hamburg. Aber du hast natürlich auch eine Verantwortung für alle Zuschauerinnen und Zuschauer. Und wenn du in einem Stadion, da kannst du die Leute zahlen, du weißt ja mit was für einer Menschengröße du da ungefähr zu rechnen hast.
Und du weißt ja auch Sonnenstand etc., wo die Sonne ist und ob das überhaupt erträglich ist, da irgendwo zu hocken. Jetzt sind natürlich viele dann einfach aus Vernunft, Gott sei Dank, ja auch gar nicht gekommen. Aber ich glaube, das gehört ja zur Rechnung dazu, zu überlegen, wie wirst du deiner Verantwortung gerecht?
Es geht natürlich um die Profisportlerinnen und Sportler, klar. Das ist ja im Beruf, denen kann trotzdem was passieren. Das ist grundlegend ja auch klar. Und die sind vielleicht sogar noch ein bisschen mehr gewillt, an irgendwelche Grenzen zu gehen oder auch darüber. Drüber, also trotzdem hast du auch da eine gewisse Verantwortung, aber gleichzeitig ist es auch deren Job, das muss man vielleicht ein bisschen, separat sehen, kennen ihren Körper ganz gut, haben vielleicht auch andere Möglichkeiten, sich auf sowas vorzubereiten, das ist das Thema mit Kühlwesten angesprochen.
Ich finde, es sieht nochmal anders aus, wenn es sowas ist wie, Der Hamburg, also heller Halbmarathon in Hamburg, wo natürlich auch die Diskussionen im Netz hoch und runter gingen, war das jetzt richtig, war das falsch, es waren glaube ich 24.000, Starterinnen und Starter gemeldet, natürlich ist das dann irgendwie enttäuschend für die, wenn die da nicht starten können, aber ich fand die Entscheidung komplett richtig, muss ich sagen.
Die hatten in der Vergangenheit immer wieder mit einem super heißen Wochenende zu kämpfen. Warum es auch immer dieses Wochenende ist, ich weiß es nicht. Und ich fand es jetzt richtig, dass man dann konsequenterweise gesagt hat, das ist zu riskant. Das können wir nicht oder wollen wir uns nicht aufbürden.
Und man schützt ja dann auch manche Leute, die dann vielleicht, ja wir wissen es ja nicht, irgendwie nicht so fit sind, sich überfordern, sich in dieser Hitze, in diesen Extremhitze nicht auskennen, weil sie vielleicht noch nie bei sowas gelaufen sind, ernsthaft jetzt in einer Wettkampfsituation. Und ich fand das komplett richtig bei allem nachvollziehbaren Frust, den das mit sich bringt noch mehr muss man dann immer wieder an die Leute zu Hause appellieren, nochmal kurz der Schwenk zu dem Thema Notaufnahme und sowas.
Wenn es halt keine Instanz gibt, die sowas für euch entscheiden kann, also sprich, es wäre jetzt ein Sportevent und ein Veranstaltter sagt aus Sicherheitsgründen das irgendwann ab, dann müsst ihr euch dann mal schon ein bisschen auch hier und da selber an die eigene Nase fassen, und nicht nur für euch selber Verantwortung übernehmen, sondern auch ein bisschen das Gesamte betrachten, weil, genau, Ralf, du hast schon gesagt, es gibt genügend Notfälle, leider, auch in diesen extrem heißen Sommerphasen.
Dachgeschosswohnungen, vor allem dann auch ältere Menschen, auch Altenheime, Pflegeheime, wo die dann reihenweise auch ältere Menschen dann dehydrieren, die dann vielleicht zu einem Notfall werden und so weiter und so fort. Also es gibt wirklich Situationen oder Menschen, die unverschuldet da Hilfe bedürfen in so einer Notaufnahme und ich würde jetzt mal sagen, privat Ausdauersport betreiben, ich rede jetzt nicht von einem Sportevent, weil da, wie gesagt, gehören Veranstalter mit dazu, aber dass man dann vielleicht sagt, okay, man könnte, wenn man es unbedingt machen möchte, vielleicht die frühen Morgenstunden nutzen, und nicht irgendwie später Vormittag, Nachmittag oder Abend.
Ich gucke gerade hier nochmal parallel bei mir hier auf die Wettervorhersage für heute. Es war heute relativ angenehm heute Morgen noch auf dem Weg in die Krippe. Höchststand heute, es ist alles noch human heute, ganz normaler Sommertag in Regensburg, aber es ist trotzdem ein interessanter Blick, wenn du mal guckst.
Höchsttemperatur haben wir heute um 18 Uhr in Regensburg. Knapp unter 30 Grad, ist alles nichts Extremes, aber also was man da sieht, ist natürlich, dass das genau dann in die Abendstunden geht. Das heißt, nach der Arbeit noch Sport machen, heute wahrscheinlich noch alles vertretbar, aber grundsätzlich, ich will damit sagen, es bietet sich der Morgen noch eher an in Phasen wie letzter Woche.
Es ist ja noch so ein anderer Punkt, das ist halt der Dauerstress. Also wenn du einen Tag so heiß hast, vielleicht zwei, dann ist das noch was anderes. So, jetzt hatten wir aber über eine Woche Dauerstress auf dem Körper, weil die Temperaturausgleiche immer wieder herzustellen, ist halt eine Befassung.
Achtet mal auf euren Ruhepuls, der ist höher als sonst. Und nicht, weil ihr vielleicht eine Einheit weggelassen habt, sondern weil die Gesamtbefassung des Körpers halt höher ist. So, jetzt geht das wieder los. Du hast jetzt wieder vier, fünf Tage, also zumindest hier so rein mein Ruhrgebiet-Vorhersage mit solchen Temperaturen.
Das ist halt schon eine fette Belastung. Und klar, ich verstehe jeden, der sagt, ja, aber irgendwann der Termin für meinen Marathon kommt oder für meinen Triathlon oder was auch immer. Und es ist ja tatsächlich so, oft sagt man ja, okay, dann wartet man bis abends zehn. Also letzte Woche war bei uns abends um zehn null Abkühlung. Also einfach keine.
Aber ich bin jetzt auch, wir haben gestern noch diskutiert, ja, okay, dann gehen wir mal um sechs laufen. Boah, mir fällt das wahnsinnig schwer. Also das muss ich halt einfach sagen. Das ist halt nicht mein Rhythmus, schon gar nicht mit den WM-Spielen dazwischen. Ja, was soll ich sagen? Die WM-Challenge um ein Tor der deutschen Nationalmannschaft hat je ein Ende gefunden.
Aber die Spiele sind halt leider immer noch bis abends spät. Also selbst wenn man jetzt nicht das Nachtspiel guckt, aber... Schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen. Aber das schauen wir uns gleich zusammen mit Leon Arn. Denn die hat ja dann immer noch eine Verantwortlichkeit für die Treffs, für die Runclubs, für die Leute.
Wie händeln die das? Wie gehen die mit solchen Dingen um? Mit Belastung, mit Trainingsteuerung. Nebenbei ist sie selber für Hawaii qualifiziert. Das heißt, sie ist jetzt auch in der intensiven Vorbereitung. Für den großen Tanz. Übrigens auch da, das können wir mit ihr nochmal besprechen, da sind andere Bedingungen.
Die sind ganz anders als die Hitze, die wir jetzt hatten. Das ist überhaupt nicht vergleichbar. Also nicht immer Temperaturen miteinander vergleichen. Das ist nämlich nicht der Punkt. Und deshalb ist es so spannend, dass wir mit ihr heute sprechen können. Aber vor allen Dingen, weil wir da ja schon ein längeres Auge drauf geworfen hatten.
Was ist das eigentlich mit den Running Crews, Runclubs, mit der ja, Renaissance des Laufens in Gruppe, Lauftreff, das klang jahrzehntelang so total bieder und eingestaubt. Aber letztlich die Generation deines Vaters oder der hatte so die Unzeit irgendwie ja auch zum Sport gebracht. Natürlich. Klar, ich bin als Kind auch gerade am Wochenende häufig mit zu seinem Lauftreff und dann für mich damals eine größere Runde war dann vielleicht so eine Stunde laufen, eben mit denen am Sonntag.
So lange schon? Also nicht mit sechs, sieben, aber wo ich so im Teenageralter war, dann hat man schon gesagt, am Wochenende machen wir mal ein bisschen längeren Lauf und dann bin ich einfach mit meinem Vater sonntags nach Hildrezhausen gefahren und wir waren im Schönbuch laufen und das war total cool, für mich auch.
Und gleichzeitig, wie du sagst, Lauftreffs gibt es schon vergleichsweise lange, waren dann irgendwann jetzt so von der Wahrnehmung jetzt nicht so hip und cool mehr. Ich weiß nicht, ob das vielleicht auch vieles ein bisschen eingeschlafen ist. Dafür, genau, gab es, ich nenne es mal ein Rebranding. Es waren dann plötzlich Running Communities, Run-Crews, Run-Clubs, wie auch immer man das nennen möchte, die plötzlich jüngere Menschen auch häufig angezogen haben.
In urbanen Gegenden, wo man vielleicht auch, finde ich, jetzt zunächst mal irgendwie gedacht hat, wenn wir mal zehn Jahre oder so zurückgehen in Berlin, weiß ich nicht, ob Laufen da so cool ist, aber das hat schon auch teilweise diesem Trend beigetragen. Ich glaube, es hat vielen Leuten den Einstieg zu Sport zu Laufen erleichtert und auch eine Hinführung zu, ich laufe vielleicht mal bei einem Event mit, weil viele haben ja vielleicht gar nicht diesen Drive, ich möchte mich bei irgendeinem Marathon anmelden oder einem Halbmarathon.
Das hat sich dann eher aus dieser Gemengelage so ein bisschen wieder entwickelt und ist für mich aber, glaube ich, auch ein Grund, warum Marathon laufen, Halbmarathon laufen, die Starterfelder auch wieder deutlich jünger werden. Laufen ist wieder... Cooler geworden, angesagter geworden. Erstmal per se ja alles total top.
Und ich glaube schon, dass das einen großen Teil dazu beiträgt. Berlin ist nur ein Beispiel. Ich glaube, du kannst in jede große deutsche Stadt gehen. Du hast in Regensburg den Runclub Regensburg auch inzwischen. Das ist ja nicht mal eine Stadt jetzt wie Hamburg, München und Co. Aber hier, David Schöner, weil ich letzte Woche in Münster war, hat natürlich schon vor Ewigkeiten hier sein Running Crew in Münster auch am Start. Und er freut sich da, glaube ich, sehr, sehr großer Beliebtheit.
Und deswegen finde ich es spannend, heute mal da ein bisschen einen Schwerpunkt draufzulegen und freue mich jetzt schon gleich, Leona hier bei uns begrüßen zu dürfen. Ja, dann sage ich mir herzlich willkommen im Best-Side-Podcast, liebe Leo. Leona, das ist ja sehr wichtig, weil Menschen, die bestimmte Namen haben, haben es besonders gerne, wenn ihre Namen habituell falsch ausgesprochen werden.
Wie geht es dir alles gut? Ja, mir geht es super. Sonne scheint in Berlin. Und es ist witzig, dass du es direkt ansprichst, Ralf. Um mich zu ärgern, sagt mein Team manchmal Leonie. Dann werde ich immer ganz trauer. Das ist ja so ein Punkt dann, klar. Ja, und meistens stelle ich mich deshalb schon aufgrund von meinem Namen als Leo vor, damit einfach alle sich Leo einprägen, weil aus Leona wird schnell Leonie.
Und deswegen sage ich meistens Leo. Das ist natürlich auch eine interessante Strategie. Das hat sich wahrscheinlich über Jahre schon eingeprägt, weil dir kann ich mich gut vorstellen. Wir haben ja heute eine spannende Folge, wo wir gesagt haben, Wir wollen unbedingt mal das Thema Running Crews, Running Communities, Laufcruise besprechen.
Und Ralf hat ja witzigerweise dich schon mal dafür bei uns intern sozusagen, platziert oder positioniert, weil ihr euch, glaube ich, in Fuerte getroffen oder schon mal kennengelernt habt. Oder schon öfter, weiß ich gar nicht genau. Im Camp wahrscheinlich? Also ich glaube, wir waren zweimal parallel, jedenfalls dort und einmal im selben Camp, das ist aber schon eineinhalb Jahre oder zwei Jahre her, weiß nicht mehr ganz genau.
Letztes Jahr April war mein allererstes Tier und Abendslager, genau. Sehr gut, da kann man es leichter eingrenzen. Weil du ja zum Glück sehr viele Facetten, die wir hier so besprechen, in einer Person verbindest, nämlich Ich bin auf der einen Seite sehr aktiv in, einer Running Crew, bei den Craftrunners, kommen wir gleich zu, dann aber ja auch als unfassbare Läuferin.
Das ist aber nur als Anhängsel quasi, weil du bist eine noch viel bessere Triathletin. Und hier nochmal Applaus, qualifiziert für dabei, Ladies and Gentlemen. Ja, überragend. Ich frage mich manchmal, wenn man nicht falsch abgewogen bin vom Laufen zum Triathlon plötzlich. Ja, da kommen wir gleich noch zu.
Die Frage stellt Philipp permanent. Deshalb haben wir natürlich wie immer sehr langfristig angefragt, also gestern. Und du hast es möglich gemacht zwischen Frühtraining, Aufgaben, weil du inzwischen, glaube ich, festangestellt bist bei den Kraftfahrtlern und dem Mittagessen, das deine Trainerin dir reingeschrieben hat.
An der Stelle würde man sagen, wird überbewertet, aber nein. Da bin ich aber gleich sehr gespannt, wo das dann hingeht, können wir nachher besprechen. Wo bringst du da eine Vorbereitung für einen MNL Hawaii unter? Ja, das ist eine gute Frage, weil das frage ich mich tatsächlich selbst auch immer ein Stück weit.
Mir fällt es immer auf, weil ich auch manchmal mich erinnern muss, dass ich mal rauszoome, weil in diesem ganzen Wahnsinn an Arbeit und Sport und irgendwie noch Leben integrieren, Freunde treffen, Sozialleben oder Sozialkontakte pflegen, was bei mir tatsächlich eher gerade runterfällt. Sieht man ja meistens gar nicht, wie man es noch schafft, irgendwie das Training zu integrieren, weil ich auch eher so ein Typ bin, der dann stupide, sage ich mal, oder ja schon abarbeitet.
Also das, was im Plan steht, wird abgearbeitet. Ja, und aktuell... Ist tatsächlich mein Tagesablauf so, dass ich meistens zwei Einheiten am Tag habe. Die werden dann entweder vor der Arbeit durchgeführt oder dann danach. Gestern Abend, wann war ich durch mit der Arbeit? Ich glaube, ich habe mich dann kurz vor sechs verabschiedet und meinte, ich muss jetzt mal los. Und sechs Uhr dreißig habe ich mich getroffen mit zwei Freunden, sind wir zusammen noch Radfahren gewesen.
Dann war ich, glaube ich, um halb zehn zu Hause, habe dann irgendwie noch Abendessen rein. Gefahren, ab ins Bett und heute Morgen hat der Wecker geklingelt und dann stand ein kleines Läufchen auf dem Programm. Also ich frage mich dann teilweise selber, wie ich das mache, aber ja, noch funktioniert alles ganz gut.
Das ist ja der normale Wahnsinn, Philipp, das ist dir nicht so vertraut, weil du hättest das ja mit dem Morgenlauf abgeschlossen. Inzwischen ja. Den sich ja sehr viele Triathletinnen und Triathleten über den Sommer hinweg geben, denn wenn du dein Hauptrennen irgendwann im Spätsommer hast oder im Herbst hast, dann ist das ja der Normalfall.
Ich hatte da einen kleinen Denkfehler tatsächlich. Und zwar? Und zwar, jetzt bin ich gespannt. Ja, es war ja, es war mein großer Traum, dass ich einmal nach Hawaii komme und dass ich diese Quali schaffe und hatte mir dann das Rennen ausgesucht in Südafrika. Auch mit dem Hintergrund, dass ich dann vorrangig im Winter trainiere, wo eh nicht so viel passiert.
Die Leute sind eh früh zu Hause, sind, weiß ich nicht, gucken Filme, Serien, es ist Winter, es ist kalt und habe mir dann halt gesagt, ich trainiere im Winter für die Quali im April. Aber ich habe mir zu keinem Zeitpunkt Gedanken gemacht, was passiert, wenn ich denn die Quali hole. Das würde ja wiederum bedeuten, dass ich doch im Sommer trainieren muss und keinen freien Sommer habe. Ja, und jetzt sitze ich hier und schiebe meine Trainingseinheiten hin und her und.
Stelle das Training jetzt doch oder schon ein bisschen mehr in den Vordergrund, und sage dann doch die ein oder andere Party ab oder den ein oder anderen Brunch. Und ja, trainiere jetzt doch im Sommer. Das klingt jetzt so, als ob du schon überrascht warst, dass du dich qualifiziert hast, weil du warst ja, wenn ich hier das richtig rausgeschrieben habe, beim Ironman South Africa Platz 1 in deiner Page 2.
Ja, so sieht es in mir aus. Also das ist jetzt ja für mich nicht so, oh, versehentlich habe ich da irgendwie überperformt. Also deswegen, um die Leute mal mitzunehmen, wann hast du denn für dich mit Triathlon begonnen? Weil Ralf hat das vorab ja auch schon angemerkt, dass du ja auch sehr gut laufen kannst. Du bist auch im Marathon schon unter drei Stunden gelaufen.
Und nimm uns vielleicht kurz mal mit, generell die Sporthistory. Weil bist du so jemand, der schon immer irgendwie laufenmäßig sich durchs Leben gezogen hat, hast du Laufen erst spät für dich entdeckt, weil dann ist ja wiederum drei Stunden, also sub-drei Stunden Marathon schon auch wieder crazy. Ich vermute, dass sich daraus das mit dem Triathlon entwickelt hat oder war der Marathon immer schon so ein Abfallprodukt deines Triathlonschaffens?
Nee, ich bin, also ganz klassisch habe ich irgendwann mit dem Laufen begonnen, also vielleicht kurz zum Hintergrund meiner sportlichen Laufbahn. Sport hat schon immer so eine Rolle gespielt, glaube ich, auch bei mir in der Familie. Meine Schwester ist auch super sportlich, auch sehr erfolgreich. Früher haben wir beide Tanzen und Turnen gemacht als Kinder.
Ich habe mich dann eher dem Tanzen gewidmet. Meine Schwester war dann eher im Turnen unterwegs, da ist Berliner Meisterin geworden. Und die hat es jetzt dann später auch ins Cheerleading verschlagen, hat auch dann zweimal jetzt schon an der Weltmeisterschaft teilgenommen in der deutschen Nationalmannschaft.
Und ich bin dann vom Tanzen, was ich acht Jahre lang gemacht habe, auch relativ leistungsorientiert. Also ich war auch mal so weit, dass ich bei der staatlichen Ballettschule Berlin mich vorgestellt habe. Wurde damals nicht genommen. Bin ich auch ehrlicherweise ein bisschen dankbar darüber, dass das nicht so gekommen ist.
Ballett immer noch super schöner Sport und tanzen generell. Nach dem Tanzen habe ich mich so ein bisschen ausprobiert, war mal Boxen, habe ein bisschen Badminton gespielt und bin dann in den Mannschaftssport und habe acht Jahre lang Handball gespielt. Und, ja, wie es dann so ist mit Studium und Vereinssport und das alles so unter einen Hut bekommen.
Und ich hatte dann auch nicht die Erfolge, die ich vielleicht gerne gehabt hätte persönlich und habe dann irgendwann gesagt, ich hänge so das Handballspiel an den Nagel. Dann war ich eine Zeit lang im Fitnessstudio aktiv, drei, viermal die Woche ins Fitnessstudio gegangen. Ich habe jetzt mal so kurz überschlagen, wir sind jetzt bei 23 Jahren Sporttreibung.
So klingt das, man versucht das gedanklich so ein bisschen mitzurechnen. Ja, also ich habe jetzt selber gar nicht mehr mitgerechnet, aber ja, ich habe sehr früh, also Tanzen habe ich schon in der Grundschule angefangen, Handball dann, bis ich glaube ich, oh Gott, 18, 19 war gespielt, 20, dann ins Fitnessstudio, auch aufgrund von meinem Studiengang, ich habe parallel auch zum Studium in einem Fitnessstudio gearbeitet, dann hat man natürlich da auch trainiert und dann bin durch meinen Mitbewohner damals, mit dem ich auch zur Schule gegangen bin, der war Fußballtrainer und hatte für seine Mannschaft in der Sommerpause einen Laufplan geschrieben und dann ist er quasi als gutes Vorbild, als guter Coach, hat er auch diesen Laufplan gemacht und ich meinte dann zu
ihm, ja komm, ich mach den auch mit. Dann waren wir quasi regelmäßig laufen und dann hatte ich ihm gesagt, komm, lass mal hier zu einem Event anmelden, jetzt können wir bestimmt auch mal 10 Kilometer laufen. Und unser erster Lauf war dann Wartenfall City Night, was jetzt die Adidas City Night ist. Das war mein allererster Lauf, also offizieller Lauf.
Und dann weiß ich noch, mit Zieleinlauf dachte ich, ja gut, dann melde ich mich jetzt mal für einen Halbmarathon an und bin dann 2017, meine ich, meinen allerersten Halbmarathon gelaufen. Das war noch so ganz klassisch mit, ach, ich gucke mir beim Internet einen Plan aus oder irgendein Buch, ich weiß nicht mehr. Ja, und es waren so vier Laufeinheiten die Woche. Nur laufen gewesen natürlich, nicht im Fitnessstudio oder Ähnliches.
Und bin dann meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Und genau, auch da dann, ja, nach dem Halbmarathon noch einen Halbmarathon und dann irgendwann gesagt, ich probiere es mal beim Berlin-Marathon reinzukommen, ins Losverfahren. Dann gab es den ersten Startplatz für den Berlin-Marathon. Und ich bin aber glaube ich 2018.
Habe ich mich dann entschieden, auch mal ein Triathlon zu machen, aber das war nicht wie heute, dass man dann so voll equipped ist und so mit Einteiler und, Fahrrad und weiß ich nicht, alles schon parat, sondern, ich bin dann mit so einem Badeanzug, mit so einem Adidas-Badeanzug und mit so einer Nike-Pro-Hose am Start gegangen, Ich hatte einen Tag vorher das Rennrad von meinem Papa bekommen und seine Schuhe.
Ich habe mich auch erst mal hingepackt, weil ich keine Ahnung hatte, wie Klickschuhe funktionieren. Ich dachte, ja, das wird schon gut gehen. Und ich habe so meine erste Triathlon-Erfahrung gemacht und bin da ganz ins kalte Wasser quasi mehr oder weniger rein und fand das ganz gut. Aber es war jetzt nicht so, dass ich dann direkt diese ganze Triathlon-Laufbahn durchgemacht habe. Also das war eine olympische Distanz, die ich am Anfang da gemacht habe. Das ist aber schon eine Herausforderung.
Ja, aber ich bin so ein bisschen mit dem Gedanken reingegangen. Also Schwimmen hatte ich dann auch im Abitur und ich wusste, ich kann schon irgendwie schwimmen. Wenn ich jetzt meine Freundin fragen würde, die mir quasi die Pläne schreibt, also die hätte wahrscheinlich auch gesagt, nee, du konntest nicht gut schwimmen.
Also mittlerweile sieht das schon vielleicht ein bisschen anders aus, aber die hat es mir so ein bisschen noch beigebracht, wie man richtig krault. Aber ja, Schwimmen hat mir jetzt irgendwie da nicht so Sorgen gemacht. Beim Radfahren dachte ich mir, naja, ich werde schon irgendwie treten. Also jeder kann schon Fahrrad fahren, wird schon da von A nach B kommen und Laufen war ja dann eh nicht die Frage, das war ja eh so meine Disziplin, die ich ganz cool dann fand und wo ich dann meine Erfahrungen schon gesammelt habe, deswegen bin, ich da einfach mal mitgemacht.
Und dann war danach aber auch erst mal gut, also ich habe dann, wie gesagt, nicht gesagt, jetzt hier direkt 73 oder Halbdistanz, das hat dann schon sich nochmal so ein bisschen gezogen, glaube ich, nochmal um ein Jahr. Ich meine, dann war ja auch Corona. Genau, und irgendwann ist dann dieses, ähnlich wie beim Laufen, wenn du sagst, du bist dann 10 gelaufen, dann willst du mal einen Halbmarathon laufen, dann willst du einen Marathon laufen und dann hast du einen Marathon genug und dann machst du mal einen Triathlon.
So war das dann auch beim Triathlon, dass ich gesagt habe, gut, nach der Olympischen, jetzt kommt mal eine halbe. Und dann habe ich da für eine halbe trainiert. Aber alles noch ohne diesen krassen Gedanken, mich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Also das kam wesentlich später. Aber verhalbt das dann schon mit einer Trainerin oder auch alles noch in Eigenregie?
Weil das ist ja beim Triathlon vielleicht dann noch ein bisschen, würde ich jetzt mal als Nicht-Triathlet, vermuten ja ein bisschen komplexer, das dann auch irgendwie aufeinander abzustimmen und so weiter und so fort. Ja, also ich weiß noch, dass ich damals also Nathalie, die ich tatsächlich vom Tanzen kenne früher, also wir waren zusammen in einer Tanzgruppe.
Haben uns dann ein bisschen aus den Augen verloren und uns dann auch im Fitnessstudio wieder getroffen und uns hat dann nochmal beruflich der Weg zusammengeführt, weil sie mich, oder weil wir zusammen beim SCC Events gearbeitet haben, beim Berlin Marathon und Halbmarathon Veranstalter. So sind wir dann wieder zusammengekommen und ich wusste, dass sie Schwimmtrainerin ist und hatte sie gefragt, ob sie mir so ein bisschen helfen kann bei Trainingsgestaltung für meine erste Halbdistanz und sie hat mir dann so ein paar Radeinheiten reingeschrieben.
Laufen meinte sie immer, kann ich, da macht sie mir jetzt nicht so viele Vorschriften, aber hat mir so ein paar Schwimmpläne zur Verfügung gestellt und auch ein paar Radeinheiten. Aber das war alles noch auf so einem, würde ich sagen, entspannteren Level als das, was ich jetzt gerade betreibe. Okay, dann einmal, du hast schon gesagt, an welcher Stelle bist du falsch abgebogen?
Also wann kam denn dieser Spline, dass du gesagt hast, jo, jetzt muss aber mal Hawaii sein? Ich glaube, das ging eher von so meiner einen Freundesgruppe aus, mit denen ich auch häufig zusammen schwimmen gegangen bin oder auch mal Radfahren oder Laufen. Die waren nämlich schon viel mehr so in der Triathlon-Szene drin.
Und die hatten mich 2024. Wann habe ich denn die Quali gemacht? Ja, 2024, nee, 2025. Letztes Jahr habe ich WM Marbella gemacht, genau. Und habe im gleichen Jahr, hatten mich meine Freunde meinten, Leona melde dich mal auch an für 70.3, hol dir mal die Quali. Und ich so, Leute, was ist mit euch? Wo denkt ihr hin?
Also die sind immer so, ich weiß nicht, wo die das hernehmen, aber die sagen dann sich, ja, wir machen das jetzt hier, wir holen uns die Quali für eine Weltmeisterschaft und ich denke dann immer so, wer bin ich denn, dass ich, mich da an die Startlinie stelle und mit dem Gedanken, ich hole mir eine Quali für eine Weltmeisterschaft.
Naja, dann haben sie mich die ganze Zeit belabert und irgendwann hatten sie mich so weit, dass ich mich dann auch für das gleiche Rennen angemeldet habe. In Westfriesland für 73. Und mit dem Training habe ich dann schon gemerkt, dass ich, ja, dass das gut funktioniert, dass ich das alles ganz gut hinbekomme.
Ich hatte bis dato auch schon die Erfahrung einer Langdistanz. Also ich hatte davor das Jahr eine Langdistanz in Klagenfurt gemacht. Und genau, dann hatten mich die Jungs überzeugt, dass ich dann nochmal auf 70.3 gehe und versuche, mich zu qualifizieren. Und mit dem Hintergrund hat sich das Ganze dann so ein bisschen auch bei mir im Kopf gefestigt, dass ich sage im Training, gut, ich gehe da jetzt nicht nur an den Start, um es zu finishen, sondern ich gehe dann dort bei der 70-3-Distanz schon an den Start und gucke mal, was in mir steckt.
Und das hatte da dann auch geklappt und, letztendlich war ich dann 2025, stand ich da an der Startlinie auch mit meinen zwei Freunden, die auch die Quali quasi geschafft haben für die WM, und das war dann irgendwie cool, weil wir es alle zusammen machen konnten und, so mal WM-Luft schnuppern konnten bei 70.3 und.
Dann dieser Gedanke, dass ich schon nach Hawaii will, ist tatsächlich relativ, zeitgleich mit Zieleinlauf gekommen. Also wir haben noch ein paar Tage länger in Marbella verbracht und ich saß am Tisch auch mit Freunden von mir, die mitgeflogen sind und habe dann in engeren Kreise ausgesprochen, dass meine Reise eigentlich noch nicht vorbei ist, und dass mein großes Ziel schon ist, dass ich einmal nach Hawaii möchte und habe es dann laut ausgesprochen und habe dann mal eine Trainerin auch informiert, beziehungsweise schon vorab mit ihr gesprochen, dass es eigentlich relativ schnell, dann weitergeht mit dem Training.
Und das Problem war so ein bisschen, dass ich natürlich dann ein Rennen wollte, was früh in der Saison ist, damit ich aufbauen kann auf meinen Leistungszustand. Und zeitgleich ist Triathlon ja aktuell so im Hype, dass alle Langdistanzen schon ausgebucht waren in Europa. Das heißt, ich hatte so Ende des Jahres, November, Dezember, eher ein Problem, noch ein Rennen zu finden.
Und deshalb ist es dann Südafrika geworden. Also es war nie auf meiner Agenda, dass ich so weit fliege oder so weit reise für eine Quali. Aber ja, letztendlich habe ich mich dann für Südafrika entschieden, aufgrund auch der, Zeitverschiebung, die es halt nicht gibt. Und genau, dann bin ich mit einer Freundin von mir dorthin geflogen und ja.
Hast du die Quali geholt? Ja, aber auch hier, also das war ein großer Wunsch in meinem Kopf oder das war das Ziel. Also ich bin da hingeflogen, weil ich die holen wollte und habe mir auch natürlich die Zeiten angeguckt vom letzten Jahr. Also was muss vielleicht so drin sein bei mir, damit ich auch einen Slot lösen kann und bin im Rennen aber auch ins Ziel gelaufen und wusste bis zum Ende nicht, wo meine Platzierung aktuell ist.
Ich bin ins Ziel gelaufen, wusste, ich habe alles gegeben. Da ging nichts mehr an dem Tag. Also ich hatte schon zu kämpfen mit der Hitze. Ich komme aus dem Wintertraining aus Berlin. Ich glaube, wir hatten hier zwei, drei Tage, die auch mal so ein bisschen von der Temperatur aus höher waren. Aber ich dachte dann schon so, ui, das ist hier eine andere Nummer. Und war auch schon ein Hitzerennen für mich.
Und ich treffe sie im Ziel und dann steht meine Freundin Marie vor mir und sagt, du hast es geschafft. Und ich dachte, sie spricht davon, dass ich das Rennen beendet habe und, war so völlig erschöpft und war so, ja, ich habe es geschafft und dann sagt sie es nochmal und sagt, nein, du hast es geschafft und ich so, ja, es war wirklich anstrengend und dann hat sie beim dritten Mal gesagt, du bist erst in der Altersklasse geworden, und da in dem Moment war dann bei mir auch, also das habe ich nicht geglaubt, weil ich ins Ziel bin und dachte, von der Zeit her, ich hätte schneller sein müssen weil letztes Jahr waren die Frauen auch schneller in meiner Altersklasse.
Aber ja, so ist das immer im Triathlon man kann die Rennen immer nicht zu 100% vergleichen, weil die Gegebenheiten vielleicht dann doch ein bisschen anders sind an dem Tag, Vielleicht noch einmal, um euch zu Hause mitzunehmen. Südafrika ist nicht irgendein Rennen, sondern das ist African Championship, also so wie Europameisterschaften in Frankfurt.
Das ist ein sehr, sehr großes Rennen. Das Schwimmen in Südafrika ist jetzt auch nicht einfach Badewanne oder See, sondern im Meer, wo es halt tatsächlich auch häufiger schon große Probleme gegeben hat oder reduziertes Schwimmen oder gar kein Schwimmen, weil das eben auch schon rough ist da. Es war bestimmt auch wieder kalt, weil es ist immer kalt in Südafrika im Meer.
Das warme Meer im Mittelmeer gibt es nicht in Südafrika. Das ist halt, wenn ihr nochmal auf den Globus guckt, ganz unten. Und es ist gar nicht so weit, bis die Pinguine, die es in Südafrika natürlich auch gibt, in Eis und Schnee rumrennen. Also das ist echt kalt da oft. Die Radstrecke ist mindestens herausfordernd, auch nicht so richtig kalt.
Schön, würde ich sagen. Und das Laufen, hast du schon gesagt, ist erstens natürlich auch offen mit Hitze und zweitens auch nicht flach. Das ist schon ein richtig herausfordernder Kurs, der schweren Kurse im Zirkus. Ja, wie gesagt, ich weiß noch, am Morgen, wo ich dann runtergelaufen bin von unserer Unterkunft zum Schwimmstart, habe ich schon die Wellen gehört, wie sie gegen die Brandung da.
Geklatscht sind. Und ich weiß noch, dass ich mich so darauf verlassen habe, dass am Tag vorher die Einheimischen meinten, nein, nein, morgen sind perfekte Bedingungen. Das ist nicht so wellig wie heute. Und ich dachte so, ja, die werden schon recht haben. Komm da runter und sehe nur, wie diese Wasserspritzer überall hingehen.
Und dachte so, oh Gott. Also mir ist wirklich da das Herz in die Hose gerutscht, weil es schon, also die Wellen habe ich gesehen. Und das war schon nicht das, was ich mir natürlich gewünscht habe. Und ich wurde auch richtig gut durchgeschüttelt. Also da war schon Bewegung im Wasser. Das war schon gut anstrengend. Ich hatte auch das erste Mal so ein...
Die Australian Exit, also wo man nochmal rausrennt, das war auch neu für mich. Da habe ich dann auch kurz mal gespürt, wie es ist, wenn man so schnell durchs Wasser rennt und dann auch wieder rein. Ja, Radstrecke An sich war das schon schön Mit Blick aufs Meer Und durch so ein bisschen Natur Aber die, Straßenverhältnisse Waren auch Also es war kein perfekter Asphalt Und da hatte ich auch echt Also wurde ich echt gut durchgerüttelt Und hatte auch echt so Kopfschmerzen davon, Natürlich auch mit Höhenmetern Das ist immer super zum Trainieren In Berlin auf der Rolle Also nehme ich gar nicht.
Ja, und beim Laufen gab es auch den einen oder anderen Moment, wo ich dachte, boah, ich möchte hier gerade kurz spazieren am liebsten, weil es dann schon mal so ein Stück weit berghoch ging. Viele der Profiathleten sind dann auch gegangen. Also man hat schon gesehen, die Hitze. Diese Lappen. Diese Lappen, nein.
Aber da fragt man sich schon so als Athletin auch, wenn man andere Leute auf der Strecke gehen sieht, die einfach nur noch gucken, wie sie sich runtergekühlt bekommen. Dahinter fragt man sich kurz schon, oh Gott, bin ich vielleicht gerade zu schnell oder sollte ich ein bisschen rausnehmen? Passiert mir das auch auf der nächsten Runde? Also das macht schon was mit einem, wenn man links und rechts sieht, dass dann doch viele auch gehen oder Probleme bekommen.
Ja, über Kühlung und Hitzeprävention und so weiter reden wir gleich nochmal, wenn wir über dein Training in Richtung Hawaii reden. Ja, ich habe jetzt verstanden, warum du bei einer Run-Crew bist. Tanzen, Cheerleading, Laufen, also Runcrew. Also das ist doch total logisch. Für mich ist das total logisch. Der Weg war vorgezeichnet.
Nee, also ich glaube, das vielleicht jetzt auch nochmal für euch zu Hause als Hintergrund, beziehungsweise Leona kann das noch wesentlich besser bestimmt gleich wiedergeben, aber, Wir haben natürlich, wie vorhin schon gesagt, aus verschiedenen Gründen dich eingeladen, weil du natürlich auch diesen spannenden Trittland-Background noch mitbringst, aber inzwischen ja auch.
Vollberuflich sozusagen für die Craftrunners tätig bist. Für die zu Hause, die mit dem Begriff Craftrunners nichts anfangen können, muss man sagen, entstanden in Berlin, ich glaube vor bestimmt zehn Jahren schon, also seit ich in Berlin früher die großen Rennen immer mitgelaufen bin, Und das war so in den Dreh 15 rum bin ich, glaube ich, die erste oder 14, 15, die erste Mal die Halbmarathons und sowas gelaufen.
Ja, wir feiern im Oktober diesen Jahres Zehnjähriges. Ah ja, geil. Also da habe ich gar nicht mehr schlecht geschätzt. Also hast du recht. Ja, genau. Ja, krass. Und die habe ich natürlich immer wahrgenommen, auch wenn ich natürlich aufgrund von Adidas früher sehr viel mehr in der Adidas Runners Bubble involviert war.
Aber die Cheering Zones waren halt immer schon überragend, muss man sagen. Und da hat man auf jeden Fall nochmal einen guten Push mitnehmen können, wenn man da auf der Strecke war. Genau, Craftrun schon seit zehn Jahren und inzwischen eben auch nicht nur in Berlin, sondern ihr seid ja deutschlandweit vertreten, da kannst du gleich selber gerne mal erzählen, wie das so vonstatten gegangen ist und inzwischen auch im angrenzenden deutschsprachigen Ausland, also zumindest noch in Österreich, glaube ich, in Schweiz weiß ich gar nicht genau, aber das ist so mein Stand und wir haben vorhin schon im Intro, das hast du natürlich nicht gehört, aber auch so ein bisschen drüber gesprochen.
Dass es natürlich ganz früher einfach Ich sag jetzt mal vereinfacht ausgedrückt, es gab ja immer schon irgendwie Lauftreffs. So bin ich ja auch irgendwie zum Laufen gekommen. Mein Vater war in einem Lauftreff. Irgendwann hat man selber mit seinem Vater so ein bisschen das Laufen angefangen. Dann ist man sonntags da halt mal mit, wenn man ein bisschen älter war und ist dann eine Stunde irgendwo anders halt mit dem Lauftreff gelaufen.
War natürlich dann nicht so... Es war so ein bisschen altbackener, es waren auch schon ältere Menschen, wir müssen jetzt bei mir ja dann auch schon mal locker 20 Jahre zurückgehen, als das der Fall war und dann ist es so, finde ich, in meiner Wahrnehmung, das, würde ich jetzt so sagen, ich bin dann von so, ich mache so ein bisschen Sport und gehe noch freizeitmäßig mit meinem Dad oder mit dem Lauftreff laufen, schon sehr bei mir in Richtung Leichtathletik und, Leistungssport, Leichtathletik gegangen, deswegen habe ich dann da auch nicht mehr so die Connection gehabt, aber man hat so ein bisschen in der Wahrnehmung das Gefühl gehabt, es ist dann so abgeebbt, es ist so ein bisschen verschwunden.
Wahrscheinlich gibt es heute noch Lauftreffs, aber es ist auf jeden Fall in meiner Wahrnehmung nicht mehr groß da gewesen und dann eben erst, als ich von der Leichtalität Richtung Straßenlauf kam, was halt eben auch so 15, 16 rum war, ist das wieder, hat das vor allem in Berlin, finde ich, so eine neue Entwicklung, so eine Renaissance irgendwie erlebt und inzwischen, muss man ja sagen, ich komme gar nicht mehr mit, wenn ich jetzt nach München fahre, wahrscheinlich hat es in der letzten Woche schon wieder drei neue Runcruise gegeben, ich bin schon gar nicht mehr auf dem Laufen, das ist ja, finde ich aber auch alles gar nicht schlecht, ich finde das nämlich total spannend, weil du ich finde für Menschen, die in eine neue Stadt kommen,
total leicht ist dadurch Anschluss zu finden und es ist halt nicht so ein starres, Vereinskonstrukt und meistens ja auch kostenfrei und es holt viel mehr jüngere Menschen wieder ab. Also ich finde so gerade so vielleicht Wechsel von Abitur zu Studium, ich gehe in eine neue Stadt so 20 bis wahrscheinlich 35, 40 würde ich sagen, ist schon der Kern, darfst du aber auch gleich korrigieren.
Die Kernzielgruppe wahrscheinlich heutzutage und für mich auch einer der Gründe, warum auch bei Events, man muss jetzt nicht laufen, um bei Events zu laufen, aber ich würde sagen, andersrum aufgezogen, ich glaube, viele Leute, die irgendwie dadurch zum Laufen gekommen sind, haben auch Lust auf Events dadurch entwickelt und deswegen wird Marathon und Halbmarathon auch wieder deutlich jünger bei Großveranstaltungen.
Das war jetzt viel Input und ein bisschen auch ein Monolog, aber ich will, wie bist du zu den Craftrunners gekommen? Genau, wie bist du zu den Craftrunners gekommen? Wahrscheinlich ja erstmal selber auch einfach so privat, können wir vielleicht sogar vorstellen, um da mitzulaufen, bevor es dann irgendwie in so eine berufliche Richtung gegangen ist?
Ja, tatsächlich. Also bevor ich bei den Craftrunners war oder da einmal hingegangen bin, bin ich ja wie gesagt mit meinem Mitbewohner und Kumpel gelaufen und dann waren wir häufig bei uns auf einem Track in Berlin. Also in der Nähe da, wo ich gewohnt habe. Und da war auch immer ein Lauftreff. Und dann habe ich mich erst mal diesem Lauftreff angeschlossen hier in Berlin.
Und also ich muss schon dazu sagen, da war der Altersdurchschnitt auch eher höher, also da war ich die Jüngste quasi, aber dachte mir, ja cool, die treffen sich da einmal die Woche auf dem Track und machen da auch so Intervalltrainings mit ein bisschen Lauf-ABC und bin dann erstmal dort mitgelaufen und ich weiß dann gar nicht mehr, wie genau ich oder warum ich den Kraftrunners dann auf Instagram gefolgt bin, aber wahrscheinlich, weil sie da präsent waren und weil man das dann schon so ein bisschen mitbekommen hat.
Und ich weiß auch noch, ich bin auch, als ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen bin, gab es auch ein paar Leute mit Kraftrunners-Shirt oder mit so Aufdruck. Und ich glaube, also mit dem Kraftkasten. Und ich glaube, daraufhin bin ich denen dann auf Instagram gefolgt. Und dann fand ich es irgendwie cool. Also es waren jüngere Leute halt, als mit denen, mit denen ich gelaufen bin. Die haben irgendwie witzige Sachen gemacht, sind da von L.A. nach Las Vegas gelaufen.
Und ja, dann habe ich so ein bisschen mitbekommen, was die so machen. Und dann dachte ich nämlich erst mal, das weiß ich noch und das finde ich immer so witzig, weil ich mich dann wiedererkenne in Leuten, mit denen ich mich unterhalte, die jetzt auch Teil der Community sind. Ich bin dann erst mal trainieren gegangen, weil ich dachte, ja, ich muss erst mal fit genug sein.
Das ist aber ganz normal, das habe ich schon so oft gehört. Ja, dass man denkt, ich muss erst mal trainieren, dass ich da überhaupt mitmachen kann. Weil die 6er-Pace ist ja eine 5er-Pace. Ja, also ich weiß auch nicht. Das findet jedenfalls im Kopf statt bei ganz vielen Leuten, das höre ich ja jetzt immer noch.
Sie sagen, okay, ihr könnt alle kommen, jedes Tempo und jedes Tempo fängt dann bei 6 an und der erste Kilometer in der 6er-Gruppe ist dann 5,20. Ja, genau und, Dann habe ich mich dann irgendwann mal getraut und bin dann hingegangen. Ich war ja auch schon in einem Lauftreff. Also ich war jetzt auch nicht langsam, aber irgendwie war trotzdem dieser Gedanke, ich bin nicht schnell genug.
Bin dann hin, Jahresende, weiß ich noch, es war auf jeden Fall Winter und wurde dann direkt auch dort angesprochen beim Training, ob ich denn nicht Halbmarathon laufen will. Und dann war ich quasi direkt Teil von einer Vorbereitungsgruppe von Kraftrunners, die auf den Halbmarathon auf Berlin trainieren.
Team Highscore haben die das damals genannt. Das war noch in Kooperation mit Nike. Also vielleicht zum Hintergrund. Früher gab es halt den Nike Run Club, glaube ich. Ähnlich auch wie Adidas Runners und Co. Und der wurde aber irgendwann eingestemmt. Also den gab es dann nicht mehr. Der wurde aufgelöst. Und die Nike Pacer, die dort unterwegs waren, Das sind quasi schon auch der Kern gewesen, der dann gesagt hat, ja, dann treffen wir uns trotzdem weiterhin einmal die Woche und.
Aufgrund des Café Krafts im Prenzlauer Berg, wo auch der Treffpunkt war von Craft Runners, ist auch der Name Craft Runners entstanden, also aufgrund von Café Kraft, genau. Und die haben sich dann einfach weitergetroffen und haben sich einmal die Woche da zusammengetan und haben gesagt, das ist offen für alle, jeder kann kommen.
Und daraus hin ist dann das Training immer größer geworden oder die Leute, die mitgemacht haben und die Communities gewachsen haben. Und, genau, ich war dann da irgendwann am Start, habe auch da Freunde dann ja kennengelernt, also ich glaube, das ist ja auch, wie du schon gesagt hast, Philipp, so ein bisschen der Grund, warum man vielleicht auch zu einer Community geht, man will so ein bisschen Anschluss finden, vielleicht neue Leute kennenlernen.
Das teilen, was man irgendwie lieb gewonnen hat, also das Laufen und vielleicht auch das schnelle Laufen und sich auch vielleicht verbessern. Das Konzept bei Kraftrunners war schon immer das Gleiche, dass man Intervalle gemeinsam läuft. Also jeden Dienstag hier in Berlin um 19 Uhr treffen wir uns und laufen gemeinsam Intervalle.
Und das Ganze hat sich dann expandiert, auch im Corona rum, weil Freunde aus Hamburg gesagt haben, wir würden auch gerne Kraftrunners hier haben. Und demnach hatte sich dann Kraftrunners auch in Hamburg gegründet. Und zu Corona-Zeiten hat Eugen dann entschieden, mehr oder weniger, gut, dann können wir vielleicht auch noch in weitere Städte expandieren oder schauen, wo Interesse oder Bedarf ist.
Und Stand jetzt sind wir in 16 Städten, 13 in Deutschland, zweimal in Österreich und einmal in den USA. Und das Kernprinzip ist immer noch gleich wie vor zehn Jahren, einmal die Woche treffen, gemeinsam Intervalle laufen. Du hast so einen Nebensatz gesagt, sorry, dass ich ganz kurz unterbreche, die haben coole Sachen gemacht, die sind von Los Angeles nach Las Vegas gelaufen.
Ich glaube, wir haben da schon mal drüber gesprochen hier, über diesen Lauf, das ist über Stock und Stein, also direkte Verbindung. Genau, also durch fremde Gärten, nicht durch die Häuser vielleicht, aber more or less, also man versucht die direkte Verbindung zu finden zwischen den beiden Städten, die übrigens doch ein Stückchen auseinander sind, wenn man sich das nochmal auf der Karte anschaut.
Ja, gute 500 Kilometer. Exakt. Man muss dazu sagen, als ich dann bei Kraftloners so Anschluss gefunden habe und nachdem ich dann diese eine Vorbereitung mitgemacht habe für den Berlin-Hut-Marathon mit einer Gruppe. Zeitgleich ist dann so eine Doku online gegangen, die sind begleitet worden, die Personen, die quasi von L.A.
Nach Las Vegas gelaufen sind von Kraft und ist ein Doku online gegangen und dann gab es einen. Tag im Kino, wo wir alle den Film angeschaut haben und dann weiß ich noch, dann wurde mir gesagt, ja, ja, warte ab, du machst das auch bald oder du bist die Nächste, die das macht. Und ich so, ja, genau. Dann haben wir uns tatsächlich aber mit dem besagten Team, was auch quasi die Halbmarathon-Vorbereitung gemeinsam absolviert hat, Tim Highscore, haben wir uns angemeldet gehabt für diesen, also für das Speed-Projekt, Und dann, weiß ich noch, haben wir eine Aktivierung gemacht zum Testen.
Da sind wir von Berlin nach Rostock gelaufen in dem gleichen Team. Und dann ging durch das Radio, ja, da gibt es so ein Virus und erste Infizierte. Und wir alle noch so, ach ja, witzig. Und ich glaube, zwei Tage vor Abflug, bevor unsere Flüge gegangen wären nach L.A., ja, gab es dann Einreiseverbot und demnach bin ich nie von L.A.
Nach Las Vegas gelaufen, aber ein paar Jahre später dann durch die Atacama-Wüste, als das Speed Project Chile dann oder Atacama quasi auch, stattgefunden hat. Genau. Aber ja. Dagegen ist ja ein Ironman eine Kleinigkeit. Ja, manchmal vergesse ich dann, dass ich sowas auch schon gemacht habe. Ich wurde nämlich auch mal in einem Interview gefragt, auch in der Sportsbase in Berlin, das war von Adidas ein Event, wann ich dann mal ein Ultralaufe.
Und dann war ich so, Moment, ich bin ja schon durch die Wüste gelaufen mit einem Team. Also klar, ich bin nicht am Stück gelaufen, aber ich glaube, auf der Uhr hatte ich am Ende auch 80 Kilometer in den 36 Stunden, die wir da gelaufen sind. Also so ein bisschen Erfahrung habe ich dahingehend vielleicht auch schon gesammelt.
Aber ja, es passiert immer so viel. Und dann. Fällt es mir immer schwer, das so ein bisschen aufzuarbeiten. Ähnlich wie so eine Quali, die man jetzt so nebenbei schafft. Und dann hast du quasi für dich, genau, du hast gesagt, du hast Anschluss gefunden, bei den Craftrunners und Freunde kennengelernt und so weiter.
Und dann hat sich das irgendwie auch in eine berufliche Tätigkeit, ist das gemündet? weil das auch vielleicht je nachdem, was du davon erzählen und teilen darfst. Also, nimm uns mal mit so ein bisschen die Dimensionen vielleicht, also wie viele Leute, ich weiß, nicht, ob ihr das so präsent habt, gut, wahrscheinlich habt ihr schon irgendwie sowas wie Newsletter oder Chatgruppen oder sowas, weil es ist ja nicht so, das soll nochmal gesagt sein, es ist ja nicht, dass man sich hier wie so bei einem Verein anmeldet und dir dann irgendeinen Jahresbeitrag zahlt, sondern im Prinzip, kann ja jeder kommen oder auch nicht kommen, wie es ihnen beliebt sozusagen, oder?
Ja, also genau, vielleicht um kurz einzusteigen bei so meiner beruflichen Geschichte, wie ich dann bei Kraftrunners letztendlich auch gelandet bin. Also ich hatte zu Corona-Zeiten dann bei SCC-Events gearbeitet und wir waren alle in Kurzarbeit. Und dann bin ich von SCC Events, auch weil ich gemerkt habe, also mir fehlt doch so ein bisschen noch Kreative und vielleicht doch so ein bisschen die Marketingbrille, hatte ich ein Jobangebot bekommen von Act3, die sind immer noch die Hauptagentur von Adidas und ich war dann quasi verantwortlich für Running, also Running Activations in Berlin für Adidas und habe zwei jahre lang genau auch im running bereich dann dort für adidas gearbeitet und.
Und weiß noch, wie ich dann mit Eugen auch mal einen Podcast aufgenommen habe, also einen Kraftrunners-Podcast, und habe ihm danach gesagt, ja, nach zwei Jahren jetzt Agentur und Adidas habe ich irgendwie alles so ein bisschen durchgespielt gehabt. Die Events haben sich wiederholt und habe so ein bisschen gesagt, dass ich nicht so richtig weiß, wohin.
Und ich glaube, einen Tag später hat er mich angerufen und meinte, ich würde dir gerne einen Job anbieten. Und dann meinte ich, also dann war meine erste Reaktion, ja, wie willst denn du mich bezahlen? Also wie verdient denn Kraftroners Geld? Du willst so mein sechsstelliges Honorar bezahlen. Ja, sehr gute Frage.
Ich habe mich gefragt, wie verdient denn Kraftroners Geld? Und das ist auch immer noch ein großes Fragezeichen, um ehrlich zu sein bei uns allen. Aber für mich war nicht ganz klar, wir sind eine Running Community. Wir gehen einmal die Woche alle zusammen laufen. Es gibt keine Mitgliederbeiträge. Jeder kann kommen und gehen, wann er möchte.
Und genau, habe mich dann mit ihm zusammengesetzt. Und genau, mein Einstieg war eigentlich der, dass Eugen damals Trainingspläne geschrieben hat. Die gibt es auch immer noch bei uns zu kaufen, aber mittlerweile, glaube ich, ist der Bedarf nach Chat, GPT und Co. Jetzt nicht mehr ganz so hoch, Trainingspläne zu kaufen. Deswegen hatte das aber damals quasi meinen Einstieg bei Kraft mitfinanziert, dass diese Trainingspläne verkauft worden sind.
Und ja, Eugen hat gesagt, er kommt alleine nicht so ganz hinterher, weil ja Running zu dem Zeitpunkt doch immer mehr Zugewinn irgendwie gemacht hat auch. Also man hat schon mitbekommen, spielt eine große Rolle seit Corona. Viele Leute haben angefangen zu laufen. Events sind wieder mehr im Vordergrund.
Die Leute haben wieder Lust, sich irgendwo anzumelden. Und ja, nach ein paar Gesprächen habe ich dann meine Kündigung eingereicht in der Agentur. Ich glaube, es waren auch alle sehr verständnisvoll, weil sie wussten, ich bin schon Teil von Kraftrunners. Und das ist das, wo auch so ein bisschen, mein Herz reingeht. Und die wussten, das ist auch für mich so der richtige Weg.
Und ja, ich bin jetzt seit zweieinhalb Jahren erste Vollzeitangestellte bei Kraft quasi gewesen, mit Eugen gemeinsam. Stand jetzt sind wir aber mittlerweile sechs Leute im Team, also vier Vollzeit, eine Werkstudentin und eine Minijobberin. Wir haben hier ein Office in Berlin-Mitte, was auch gleichzeitig unser Community-Space in Berlin ist. Hier treffen wir uns auch und hier haben wir auch die Möglichkeit, Events umzusetzen, also gerade vor unseren eigenen Events oder vor einem Halbmarathon oder vor dem Marathon.
Meine Rolle, ich weiß gar nicht, wie ich die genau beschreiben würde. Ich habe angefangen als Projekt- und Eventmanagerin, also das, was ich auch vorher gemacht habe für Adidas. Aber wenn man es jetzt so ein bisschen von außen betrachtet, betreue ich quasi alle Partnerschaften, die wir abschließen für Craftrunners, mache Projektsteuerung, bin Creative Lead, also treffst du die Entscheidung, was wir wie irgendwie umsetzen.
Und ja, also von Partnergewinnung, Partnerbetreuung mache ich irgendwie alles so ein bisschen. Aber das ist ja total spannend, weil am Ende das ja, so wie du es erzählt hast, genau das ist, was du machen wolltest oder was du vielleicht... Was dir vielleicht beim SEC ein bisschen zu wenig war, bei Act 3 ein bisschen zu redundant. Also einfach, dass sich vieles dann natürlich irgendwie einfach, von den Events wiederholt.
Das heißt, da hast du jetzt natürlich fast maximale Schaffensfreiheit. Und kannst natürlich sogar, du machst Marketing, aber irgendwie dann indirekt auch ein bisschen Vertrieb und Sales, weil am Ende ist es ja so, du kannst natürlich auch eigene Ideen entwickeln und kreieren und Projekte entwickeln und kreieren, die du dann matchst mit einem potenziellen Partner oder für die quasi ja schon, mit kreierst.
Das ist natürlich schon, glaube ich, insgesamt eine sehr spannende Aufgabe, würde ich jetzt mal sagen. Ja, ich würde auch immer noch behaupten, dass das schon so mein Traumjob ist aktuell. Wie gesagt, bei Adidas, da ist ein großer Konzern dahinter. Da kann man jetzt nicht seine eigenen Ideen zu 100 Prozent umsetzen.
Wenn ich da um die Ecke gekommen bin mit, ja, lass mal das und das Event vielleicht machen, ja, dann wird das schnell auch wieder eingestampft, weil das vielleicht eben nicht möglich ist aufgrund der Größe von einer Brand und ähnlich auch beim SCC. Das sind einfach Veranstaltungen, die seit mehreren, seit über 50 Jahren so abgewickelt werden und so stattfinden.
Da kann man dann vielleicht nicht seine kreativen Ideen ganz so gut mit platzieren. Und wie du schon sagst, jetzt... Habe ich schon mal gesagt, dass das vielleicht das Problem ist? Aber weiß ich nicht genau. Ja, würde ich vielleicht auch sagen. Das war so ein bisschen... Ja. Ja, da könnte man wahrscheinlich nochmal eine ganze Folge füllen, aber ja, jetzt bin ich halt in der...
In der guten Position, dass ich hier sitze und sage, gut, ich möchte ganz gern mal eine Festivalaktivierung mitmachen oder ich möchte ein Trainingslager aktivieren. Und ich habe das letzten Jahres gesagt, wir saßen im Team zusammen, hatten einen Offsite, wo wir so ein bisschen das nächste Jahr geplant haben.
Ich habe gesagt, ey Leute, ich würde gern Trainingslager organisieren. Das ist für mich dieses Jahr das Ziel. Plus noch ein paar andere Sachen und dann wird es halt umgesetzt. Und dann kann ich mich dahinter klemmen und kann meine Sachen machen. Und entweder das funktioniert oder eben nicht. Dann wird es nicht nochmal gemacht. Aber genau.
Das war dann bestimmt so, dass du gedacht hast, okay, scheiße, ich muss noch ein Trainingslager machen, weil ich muss da ja echt reinhauen in Richtung Hawaii. Wo gehe ich hin? Wo kann man am geilsten laufen? Also nicht am geilsten laufen, das ist echt ein bisschen schwierig. Fuerteventura, aber gehen wir doch da hin.
Das war aber auch wieder reif. Warte, warte, warte, warte. Also haben sie ein Trainingslager in Fuerteventura gemacht. Haben natürlich, eine Phase erwischt, wo es da richtig heiß war. Kannst du mal sagen, wie ihr da mit der Hitze umgegangen seid und was das halt auch dann für eure Stationen jetzt macht, in der Phase, wo es richtig heiß ist?
Und was machen sie dann? Na klar, Bergaufläufe macht man ja, Klassiker. Aber natürlich auf dem heißen Lavaschotter. Wo denn sonst? Ja, weil es dann noch ein bisschen geiler ist. Und es riecht schon nach Cola, nach Hawaii, nach großer Welt, nach Iron Man. Ja, das war auch wieder so, da ist wieder eins zum anderen gekommen.
Ich war das erste Mal ja in einem Triathlon-Trainingslager mit Hannes Avald-Tours im letzten Jahr und war ja da auch im Las Plaitas auf Huerta Ventura und war ja Feuer und Flamme für einfach nur Schlafen, Essen, Trainieren. Also fand ich super. Wusste ich nicht, dass ich da so abnerden kann, dass es so viel Spaß macht, aber ja, hat mir gut gefallen.
Und dann hatte ich witzigerweise in meinem E-Mail-Postfach, also bei Kraftjourners eine Anfrage vom Las Playitas und das Las Playitas hat uns angefragt, ob wir denn nicht mal Interesse hätten, ein Trainingslager zu machen und dann war ich so, ach perfekt, also ich war schon mal bei euch im Hotel und das war eh mein Wunschprojekt für dieses Jahr, lass uns doch mal telefonieren und.
Demnach, genau, haben wir das dann auch dort umgesetzt im Hotel, dieses Jahr im Mai, also nach meiner Quali, und haben uns aber nur aufs Laufen konzentriert. Wir hatten noch einen Physiotherapeut dabei, der auch viele Kraftsessions und Mobility-Sessions übernommen hat. Ich habe meine Trainerin eingepackt, also die mir die Pläne schreibt.
Selbstlos. Ganz selbstlos. Man muss dazu sagen, ich habe tatsächlich auch die Laufeinheiten mitgemacht, aber ich hatte kein Fahrrad mit dabei. Also ich war natürlich schwimmen und bin auch mitgelaufen, so gut es ging, habe auch versucht, die Krafteinheiten mitzumachen. Ich bin natürlich auch beruflich da gewesen. Also ich habe am Ende des Tages auch geschaut, dass unser Content Creator, den wir mitgenommen haben und der Physiotherapeut und.
Nathalie, unsere Trainerin, dass das auch alles funktioniert, dass die wissen, wie der Ablauf ist, wie der Schedule ist. Wir haben abends immer Vorträge noch gehalten, also ich habe das schon vor Ort auch koordiniert als Projektmanagement oder als Projektmanagerin. Aber natürlich nutze ich auch die Chance, wenn ich schon mal da bin, dass ich dann da auch ein paar Bergsprints mitmache und ja, es hat auf jeden Fall super viel Spaß gemacht und ich konnte so ein bisschen auch mittrainieren, das stimmt. Mit wie vielen wart ihr dort?
Wir waren, es waren zwölf Läuferinnen und Läufer. Okay. Zwölf? Ja, doch, zwölf. Plus Physio, Coach, Content Creator. Wir waren noch zwei Leute von Kraft. Also eine gute Gruppe für den ersten Aufschlag, weil wir uns individuell auch um jeden so ein bisschen kümmern konnten. Im nächsten Jahr wollen wir aber natürlich schauen, dass wir dann doch ein paar mehr Leute mitnehmen.
Das war jetzt nur so ein erster Test mal, um zu gucken, wie kommt es auch an, in unserer Community. Also ich finde, wenn man Sachen zum ersten Mal macht, ist immer so ein bisschen ein Fragezeichen. Okay, ist Bedarf da? Haben die Leute Lust, in ein Trainingslager zu fahren? Möchten die in einer Gruppe trainieren? Das ist ja dann schon alles nochmal ein bisschen ernster, als einmal die Woche sich zu treffen, ganz locker, ohne fest irgendwo zuzusagen, sondern einfach vorbeizukommen.
Also Hitze habt ihr da ja erlebt, aber ja in einem anderen Kontext, weil ist ja klar, das ist halt Afrika, wenn man mal kurz auf den Breitengrad guckt. Wie geht ihr jetzt tatsächlich mit der Hitze um? Also was macht ihr mit euren Leuten? Wie wirkt ihr da überhaupt ein? Oder sagt ihr, okay, wir machen da unser Programm vielleicht ein bisschen reduziert, aber alles andere muss jeder eigenverantwortlich mit sich klar machen?
Weil wir hatten das im Vorlauf auch schon kurz angesprochen, es ist ja typischerweise, dass sich die Runclubs bis aufs Wochenende am späten Nachmittag, am frühen Abend treffen, da ist halt die maximale Hitze im Moment. Ja, tatsächlich muss ich auch dazu sagen, bin ich gerade nicht so sehr am Start jeden Dienstag, weil mein eigenes Training so ein bisschen kollidiert mit dem, was wir bei Kraft trainieren, also kürzere, schnellere Intervalle.
Und ich bin auch selbst gar kein Vorbild und gar keine, also auch noch nicht, da, oder ich beschäftige mich noch nicht ausreichend mit der Hitze, beziehungsweise wie man dem Ganzen entgegenwirkt. Ich habe jetzt nämlich gesehen, unser Team, wir haben letztens ein Posting abgesetzt mit Tipps und Tricks, wie man quasi mit dieser Hitzewelle gut umgeht als Läufer. War für dich auch neu.
War für mich super, habe ich dir dann auch mal. Auch mal durchgelesen. Ja, kurze Funfact oder kurze Story noch dazu. Ich bin in Südafrika, als ich da angekommen bin, ist mir dann aufgefallen, oh, die Sonne knallt hier schon von oben. Und ich bin noch nie, noch nie vorher bei einem Lauf mit einer Kappe gelaufen, also mit einer Cap.
Und dann sagt nur mein Coach, also Nathalie und meine Freundin, die mit dabei waren, du brauchst eine Kappe bei diesem Marathon, das ist der Wahnsinn. Und dann bin ich da auf die Expo noch einen Tag vorher und habe mir noch so eine schöne Ironman-Kappe mit so einem Logo an der Seite für sehr viel Geld gekauft, weil ich dann auch so dachte, ja, so eine Kappe macht vielleicht Sinn, wenn es heiß ist. Absolut.
Also Kopfbedeckung. und genau, so eine Sachen standen dann auch bei uns im Posting, dann war ich so, ja, das wusste ich jetzt mittlerweile schon mal, dass man vielleicht. Mit Kaffel läuft. Ja, also am Ende des Tages ist schon jeder selbst oder eigenverantwortlich bei den Trainings. Das Gute ist bei unserem Konzept, dass jeder am Ende selber entscheidet, wie schnell er läuft. Also wir geben keine Paces vor bei den Intervallen.
Wir sagen, heute machen wir 200, 400 Meter und 400 schnell, 200 langsam. Und dann kann jeder selber schauen, wie schnell dann 400 Meter für ihn oder sie sein sollen. Wir informieren natürlich vorab in der WhatsApp-Community, dass jeder sich vielleicht nochmal trinken mitnimmt. Bei uns im Mauerpark hier in Berlin.
Und eine Kappe. Und eine Kappe. Bei uns in Berlin im Mauerpark gibt es zwei Wasserspender. Das ist dann schon mal hilfreich, aber gerade im Sommer sehen wir auch, dass viele sich dann einfach die Flaschen mitnehmen und da hinstellen. Genau, also so mehr als darauf hinweisen und informieren, dass jeder da ein bisschen auf sich aufpasst.
Genau, machen wir dementsprechend auch nicht. Oder dass wir halt mal so Postings absetzen. Genau. Aber ihr müsst das ja jetzt logischerweise als Konzept auf alle Standorte ausrollen. Also es ist ja nicht nur, okay, wir haben jetzt hier lokal unsere Gruppe, sondern das hast du dann ja mal 16. Genau. Damit werden die...
Die Abstimmung ja nicht kleiner, ne? Ja, genau. Und da haben wir unseren, oder meinen Kollegen Paul, unseren Community Manager, der kümmert sich quasi um die 16 Städte. Und der steht im engen Austausch mit unseren City Hosts. Unsere City Hosts, das sind meistens zwei Leute pro Stadt. Oder fast überall jetzt zwei Leute. Die machen das quasi ehrenamtlich, also die leiten das Training an.
Und die sind dann verantwortlich vor Ort beziehungsweise schauen, dass es der Community am Ende des Tages gut geht und dass das Training umgesetzt wird und die achten da auf jeden Fall auch drauf. Also da wird dann auch informiert, so nehmt euch Getränke mit oder heutiges Training ist ein bisschen entspannter aufgrund von der Hitze.
Also da wird schon drauf geachtet oder achtet die Community auch gegenseitig drauf. Hast du so eine grobe Hausnummer? wie viele Craftrunners grob es gibt sozusagen auf die 16 Standorte. Habt ihr da so eine grobe Richtung? Kann man das irgendwie erfassen? Wir haben es mal erfasst, weil wir im Winter immer so eine Winterlaufserie machen und da zählen wir dann im Winter immer durch, wie viele Leute bei den Trainings sind und nehmen dann da so eine Summe zusammen für unser Punktesystem.
Im Sommer ist die Anzahl natürlich deutlich höher. Also in Berlin sind wir im Sommer so zwischen 80 und 120 Leute, die jeden Dienstag mitlaufen. Leipzig, München ist ähnlich. Das sind so die drei Top-Städte bei uns. Und dann gibt es auch kleinere Communities, die zum Beispiel erst seit ein oder zwei Jahren am Start sind, Beispiel Kiel oder Augsburg, jetzt habe ich gerade Quatsch erzählt, aber kleinere Communities, wo dann eher so 20 Leute mitlaufen oder 30 Leute.
Also ich weiß gar nicht, was ich im Schnitt, müsste ich jetzt meinen Taschenrechner gerade auspacken, aber ich würde sagen, kleinste Community, so 20 Leute und die größte so 120. Also da bist du ja schnell zwischen 500 und 1000 Leute pro Woche. Pro Woche, genau. Und hinzu kommt ja auch, wo fängt Community an, wo hört es auf, wenn man sich natürlich dann Instagram anguckt und dann noch sieht.
Da gibt es dann auch eine gewisse Anzahl an Followern und es gibt bestimmt auch genug Leute, und das wissen wir auch selber, die auch sich als Kraftrunner bezeichnen würden, aber die gar keine Kraftstadt haben, also, keine Trainings, weil es da keine City-Hosts gibt. Die sind aber trotzdem Teil von Kraft und die kommen auch nach Berlin zu unseren Events und sind dann hier mit am Start also das ist immer so ein bisschen schwierig herauszufinden wie viele sind wir am Ende des Tages.
Genau und wie du auch meintest Newsletter-Anmeldungen, da steht auch eine Zahl dahinter aber für uns auch schwer zu sagen wie groß jetzt die Community am Ende des Tages ist, Klar ist ja nur, dass die Gesamtbewegung halt extrem gewachsen ist. Du hast es gesagt, quasi jedes Wochenende eine neue Running Crew dazu.
Oft ja entweder mit Laufen, assoziierten Firmen oder Brands verbunden, natürlich auch die Sportartikelhersteller und so weiter. Aber das ist ja insgesamt eine Motivlage. Nimm uns mal mit, was ist so eine Motivlage, die du siehst? warum kommen die Leute in diese Gruppen? Und warum wird es größer? Ja, das, ja, gute Fragen.
Ich weiß noch, als ich bei Kraftrunners angefangen habe zu arbeiten, da war ich noch im Kopf so, naja, schauen wir mal, wie lange der Hype noch da ist. Vielleicht ist nächstes Jahr auch schon wieder mein Job. Vielleicht suche ich mir wieder einen neuen Job. Wer weiß, ob Running immer noch so einen Hype hat? Und ich weiß auch, also ich weiß, dass Eugen und ich da ganz offen darüber gesprochen haben, dass es auch sein kann, dass er mir dann keinen Job mehr anbieten kann, eben weil vielleicht Running nicht mehr so im Fokus steht.
Und was wir gerade merken, ist ja zum einen auch, dass nicht mehr nur große Running Brands Communities suchen, wo sie quasi ihren neuen, ich sag jetzt mal ganz stupide oder ganz dumpf, wo sie einen neuen Schuh platzieren können, weil sie den gerade auf den Markt bringen. Und wir bieten eine hundertprozentige Zielgruppe.
Also super am Ende des Tages für die Brand, dass die sagen, okay, wenn wir mit euch arbeiten, dann können wir da unser Produkt platzieren. Man muss auch dazu sagen, dass mittlerweile ja Brands auf uns zukommen, die gar nichts per se erstmal mit einer Running Bubble zu tun haben. Also ich spreche jetzt von Kosmetik oder von Nahrungsergänzungsmittel, das kriegt man schon noch hin in den Connect.
Oder auch in der Automobilbranche, Also was wir manchmal für Anfragen bekommen und das zeigt mir oder uns aber auch immer, dass. Die Bubble oder die Communities am Ende des Tages relevant sind für die Brands, weil das ja auch irgendwo Leute sind, die vielleicht nicht nur laufen gehen, sondern auch noch ein Auto fahren oder.
Ein Haarpflegeprodukt brauchen oder eine Gesichtspflege oder also ja, you name it am Ende. Aber das macht natürlich Communities wiederum spannend für Marken. Und gleichzeitig, dadurch, dass Running so einen Hype hat und es halt natürlich super easy ist, am Anfang einfach zu sagen, ich erstelle jetzt auch noch eine Running-Community.
Also der Eintritt ist ja relativ simpel, würde ich sagen. Man hat Lust, eine Running-Community zu gründen, man macht vielleicht einen Instagram-Account auf, man lädt coole Visuals hoch, man macht sich so ein bisschen Gedanken, wie das Ganze aussehen soll, man printet vielleicht mal ein paar T-Shirts und das Ganze, ist noch so relativ entspannt.
Ich glaube, es wird dann eher dahingehend ein Business Case, wenn Running Communities natürlich dann entscheiden oder die Gründer entscheiden, sie wollen jetzt auch Geld damit verdienen, weil dann sind wiederum diese Partnerschaften ja relevant, wenn man keine Mitgliederbeiträge oder so verlangt. Und genau, ich glaube, das ist gerade so ein Konstrukt oder so ein Kreis.
Warum es wiederum viele Running-Communities gibt, weil vielleicht die Gründer sagen, ja, damit lässt sich vielleicht Geld verdienen am Ende des Tages, wenn wir da eine Community haben, und Communities werden wiederum angeschrieben von Marken, weil Running und Communities ein guter Hebel sind, Ja, das ist natürlich auf der einen Seite der Punkt für Partner.
Warum kommen denn die Leute zu euch? Vor allen Dingen ja, warum kommen in Relation zu dem, was normalerweise abgebildet wird, ja auch bei Triathlon-Rennen, du weißt das, was zwischen 15 und 20 Prozent sind ja nur Frauen bei Triathlon-Rennen, mit allen Pros und Cons, die das hat, mehr Cons als Pros. Aber die kommen ja mehrheitlich wieder oder zum ersten Mal, weiß ich gar nicht, weil die Lauftreffs waren schon so heterogen, wenn ich die so nochmal passieren lasse in meinem geistigen Auge.
Aber so dieses leistungsorientiert trainieren, harte Wettkämpfe machen und so, das hat viele Frauen wahnsinnig abgeschreckt. Die Runcruise sammeln aber ja vor allen Dingen jüngere Frauen sehr umfangreich ein. Warum? Ja, vielleicht so zwei Gesichtspunkte. Also ich glaube, gerade nach Corona war wirklich dieser Wunsch, wieder echte Verbindungen zu haben und wieder unter Leuten zu sein.
Deshalb war das da nochmal so ein Peak auf jeden Fall danach. Ich glaube auch aus meiner Brille, dass Social Media eine große Rolle spielt, also das, wie Running dargestellt wird und wie Events dargestellt werden und Trainings, ich glaube, das, hat einen großen Einfluss auch, gerade auf jüngere Läuferinnen, also vielleicht wirklich Läuferinnen auch, dass man sich da nochmal einer Running Community anschließt.
Und wenn ich für mich spreche, also am Ende des Tages für mich sprechen würde, ist es schon einfach der Austausch mit Gleichgesinnten und dass man gemeinsam, sich für ein Event vorbereitet. Also auch nochmal runtergebrochen auf Triathlon, hätten meine Kumpels damals nicht gesagt, melde dich mal mit uns gemeinsam da bei dem Event an.
Weiß ich nicht, ob ich dann da gelandet wäre oder mich dafür angemeldet hätte. Also für mich sind es eher so die gemeinsamen Momente, die man schafft und die Erinnerung durch den Sport, also dass man was hat, was man gemeinsam irgendwie machen kann und was einen verbindet. Also gerade auch dann so große Veranstaltungen, gut muss man mögen, wie Halbmarathon, Marathon, aber dass man da ja auch einen Event im Jahr hat, wo man sich darauf vorbereitet, gemeinsam, wo man, vielleicht dann irgendwie eine neue Bestzeit läuft, sich dann mit seinen, Freunden austauschen kann.
Aber auch kleinere Events oder Aktivierungen das ist ja schon mittlerweile in so einen Lifestyle auch übergegangen und dann triffst du dich, trinkst noch einen Kaffee danach oder machst noch einen kleinen Brunch im Anschluss, also das sind, ich glaube, ja, Running Communities sind dann eher nur so der Einstieg für auch die Verbindungen, die dann daraus entstehen und die Sachen, die man dann vielleicht sogar noch, über dem Laufen hinaus macht, Also wenn man euch ja verfolgt, dann steht ihr ja zumindest nach außen für zwei Dinge, nämlich, diese Intervallorientierung als Treffpunkt, im Gegensatz ja zu Laufgruppen, Running Crews, die sich zum Long Run treffen, was ja auch so eine Motivlage ist.
Und ihr steht für, wie soll ich es nennen, spaßorientierte Eventgestaltung. Sind das bewusste Entscheidungen oder ist das so gewachsen? Also ich glaube, das ist schon auch so gewachsen, weil hier sehr viele kreative Köpfe bei Kraftrunners auch den Weg so ein bisschen geformt haben. Und die wollen ballern.
Genau, also vor zehn Jahren war das halt eine witzige Freundestruppe, die dann so witzige Sachen gemacht haben, wie von hier nach Hamburg laufen, so als Start von Kraftrunners. Oder sich in den Flieger gesetzt haben und in eine andere Stadt geflogen sind, um da irgendwie einen Halbmarathon zu laufen oder bei einer anderen Running Community zu joinen.
Also ich glaube, das geht schon damit einher, dass das schon auch eine kreative Gruppe war, die einfach Spaß an den ganzen Sachen hatte. Und ja, mittlerweile ist das auch immer noch so, also weil wir gemerkt haben, und dann ist es wieder eine Bewusstentscheidung, Weil wir gemerkt haben, es geht auch gar nicht immer nur um das Schnellsein und um neue Bestzeiten am Ende des Tages.
Auch wenn wir schon von außen betrachtet eine schnellere Community sind, würde ich uns jetzt so einordnen, dass wir jetzt natürlich nicht in der Sechser-Pace unbedingt laufen. Aber dass es vor allem Momente oder Emotionen in Erinnerung bleiben, die irgendwie Spaß gemacht haben und die dann noch so ein i-Tüpfelchen drauf hatten, wenn wir zum Beispiel mit...
Formel-1-Anzügen durch eine Turing-Zone laufen und danach noch als Astronauten wahrgenommen habe. Ja, aber da sitzen wir schon hier im Team zusammen und überlegen uns ganz, also schon auf kreativer Ebene, wie können wir nochmal was umgestalten, auch in der Szene, weil eben wir flexibler sind als große Veranstalter.
Also wie können Events aussehen und wie können wir Turing-Zones gestalten, damit die einfach im Kopf bleiben und schöne Erinnerungen schaffen. Wir haben zum Beispiel jetzt Ende August ein eigenes Event. Das haben wir auch letztes Jahr zum ersten Mal umgesetzt. War auch immer ein Traum von mir, mal ein eigenes Event umzusetzen, weil ich es auch beim SCC nicht konnte.
Und haben letztes Jahr hier in Berlin das Kanthianstadion gemietet und haben das ganze Kraft 10.000 getauft. Und es geht darum, am Ende des Tages, dass man in 10.000 Sekunden, Das sind umgerechnet zwei Stunden 46, meine ich. So viele Runden auf dieser Tata-Bahn läuft wie geht. Entweder alleine, zu zweit oder zu viert.
Und das war ein Mega-Event, weil wir natürlich das ein bisschen gebündelt hatten. Also alle waren auf einem Track. Das heißt, man ist immer wieder an der Trilling-Zone vorbeigelaufen. Man hatte so eine dynamische Wechselzone, wo die Läuferinnen Staffelstäbe übergeben haben. Und ja, auch das Feedback war so positiv von den Leuten, die mitgemacht haben und auch von anderen Running Communities, die wir bewusst eingeladen haben zu unserem Event, dass wir es jetzt wieder umsetzen und noch besser machen wollen.
Und genau, das sind dann so Events, wo wir Spaß dran haben und wo wir eine gute Zeit, glaube ich, anbieten können. Nehmt ihr, also es klingt jetzt aufgrund der Schilderung vom Event jetzt nicht so, aber nehmt ihr. Dieses weitere Wachstum von Running Crews, Running Communities als Konkurrenz wahr sozusagen oder ich frage jetzt ja immer, wird der Kuchen größer, in Anführungszeichen natürlich gehören euch nicht eure.
Crewmember oder so wie auch immer oder Leute, die da teilnehmen, die gehören euch ja nicht, aber trotzdem ich verstehe, also wird die Zielgruppe für euch größer oder wird die Konkurrenz größer? Weil da hatten wir ja auch gesprochen, dass ich meine, München ist jetzt für mich näher, hier aus Regensburg betrachtet, da hast du das Gefühl, es gibt jede Woche irgendeine neue Running Crew und manche gibt es auch schon ein bisschen länger, manche sind ganz neu und das betrifft wahrscheinlich jede, größere Stadt irgendwie, Berlin natürlich allen voran.
Da bin ich gefühlt drei, vier, fünf Mal im Jahr, also ich bin jetzt kein Local, aber man kennt natürlich ein paar, wahrscheinlich eine Handvoll würde ich sofort aufzählen können. Das ist aber wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges, da gibt es wahrscheinlich unendliche. Wie ist das für euch, wie nimmst du so die Entwicklung wahr aus, Jetzt natürlich auch aus der Sicht von Craftrunners, die jetzt eben ihr Zehnjähriges feiern, also schon so fast von Anfang an, von dieser Zeit in Deutschland da ja existieren.
Ja, also was wir auf jeden Fall wahrgenommen haben rund um die großen Veranstaltungen wie Halbmarathon Marathon, ist dieses Überangebot am Tag vorher oder zwei Tage vorher an Shakeout Runs. Oh Gott, oh ja. Also wir haben da mal so eine Liste irgendwie, ging mal rum oder hatten wir im Team geteilt. Ich glaube, das war nicht letztes Jahr, sondern davor das Jahr, wahrscheinlich letztes Jahr genau gleich, gab es in Summe an Shakeout-Runs über 50 Stück.
Von Brands, von Communities, von Lauftreffs. Also das war wirklich Wahnsinn. Und deswegen hatten wir uns dann vor zwei Jahren schon zusammengesetzt und gesagt, gut, wir machen keine Shakeout-Runs mehr. Und das haben wir jetzt auch so etabliert. Auch wenn ich mit Partnern spreche, sage ich, nee, Shakeout-Runs.
Das machen wir jetzt hier in Berlin nicht. Also in anderen Städten bieten wir das schon noch mit an, München-Marathon zum Beispiel oder mal in Köln oder Hamburg. Aber für Berlin haben wir gesagt, das machen wir nicht mehr mit, weil du weißt gar nicht mehr, wo du hingehen sollst dann an so einem Wochenende.
Du hast den Marathon schon drin, bevor du ihn überhaupt gelaufen bist wahrscheinlich. Ja, so nämlich. Du gehst erst mal zu drei Shake-Out-Runs, weil vielleicht noch eine Kleinigkeit als Give-Away oder ein Getränk oder so. Aber auf der anderen Seite, es kommen ja auch 40.000 Läufer in die Stadt. Also die Menschen gehen ja auch dahin. Das ist ja nicht so, dass die da nicht hingingen.
Plus es gehen ja viele Leute dahin, die gar nicht den Marathon laufen. Ja, und auch da haben wir einfach unserer Community kommuniziert. Geht doch gerne dahin, wo ihr euren Shakeout machen wollt. Oder macht den alleine. Ich meine, viele, die vielleicht auch eher ambitioniert in so ein Renn reingehen.
Also so ging es mir immer. Ich fand das ganz schrecklich, immer vorm Marathon dann noch mit 100 anderen da irgendwo rumzulaufen. Da wollte ich einfach nur meine Ruhe und meinen Run noch morgens machen, bevor ich dann da zum Start gegangen bin. Genau, und die haben dann gesagt, entweder ihr trefft euch selbst organisiert.
Wir stellen auf jeden Fall hier unsere Location. Wenn ihr euch treffen wollt zum Laufen, dann könnt ihr hier eure Taschen ablegen. Ihr könnt auch überall anders mitlaufen. Und das ist, glaube ich, auch so ein bisschen gerade die Grundstimmung hier in Berlin, dass wir auch wissen, dass viele unserer Leute auch bei anderen Communities mitlaufen und umgekehrt genau gleich.
Die machen dann vielleicht bei uns das Intervalltraining mit und gehen aber am Wochenende noch zu den Adidas Runners zum Beispiel, machen da ihren Long Run mit oder trainieren noch beim Midnight oder wie sie alle heißen. Und das ist dann gar nicht mehr so, dass du nur einer Community dich vielleicht zugehörig fühlst, sondern bist vielleicht auch mal in der und der Woche irgendwo anders mit am Start gekommen.
Und was ich auch merke, so ein bisschen aus beruflicher Sicht, dass viele Brands auch mit mir sprechen und dann sagen, ja, letztes Jahr haben wir mit der und der Running Community was gemacht, aber die gibt es jetzt gar nicht mehr. Das ist ja klar, dass da natürlich auch eine Fluktuation drin ist. Genau, und das merken wir jetzt auch wiederum wieder, dass viele, die auf, den Hype aufgesprungen sind und gesagt haben, wir machen jetzt auch eine Running Community, vielleicht dann auch gemerkt haben, oh, das ist ein bisschen aufwendiger als gedacht und da braucht es ein bisschen mehr, Arbeitszeit, die da reinfließt noch und die dann auch gesagt haben, wird vielleicht ein bisschen zu viel und habe ich gar nicht die Kapazitäten.
Deswegen auch gemerkt, dass es viele Running-Communities vielleicht gar nicht mehr gibt. Konkurrenz. Ja, also ich glaube noch, dass es noch genug für alle vom Kuchen gibt aktuell. Natürlich gab es auch die ein oder andere Situation wo ich weiß, dass dann eine große Brand mit einer anderen Community zusammenarbeitet, aber ich freue mich dann eher oder finde das auch absolut legitim, dass da eine andere Community vielleicht für die Brand in dem Moment besser passt man muss ja auch dazu sagen, wenn wir uns da als Formel 1 Team hinstellen dann sind wir schon sehr bunt und sehr laut und, auch mit Afterparty und hier und da trifft es dann vielleicht in dem Moment nicht die Kampagne oder, die Idee von der Brand und wir haben es uns eher zur,
Aufgabe gemacht, dass wir Brands suchen oder finden möchten, mit denen wir zusammenarbeiten, die auch Lust auf unsere Konzepte haben und nicht uns verkaufen, und auf die Konzepte draufspringen, die vielleicht dann gerade die Brand in dem Monat hat. Hilf mir nochmal, es ist ja durchaus für Triathleten, die ja doch einen etwas komplizierter strukturierten Trainingsplan haben, jetzt nicht unbedingt so, dass die in, Runcruise gehen, es sei denn, man macht vielleicht einen Longrun oder eben so eine einzelne Intervalleinheit.
Aber das ist ja doch komplexer, weil man ja sein gesamtes Zeitmanagement ein bisschen unterstiegler sortieren muss. Hilft und befeuert euch die High Rock Szene, weil das ist ja schon nicht unähnlich von der Orientierung, also intensives Training, ja, sehr intensives Training, sehr stark in ähnlichen Gruppen, also jüngere, relativ viele Frauen, die, also ich nehme eine Änderung in meinen Fitnessstudios extrem wahr, dass er ganz anders trainiert wird als vor 5 Jahren, Ja, viel härter, viel leistungsorientierter, viel, kraftorientierter, also wirklich krafttrainingorientierter als ein bisschen hier an Geräten, ein bisschen da an Geräten.
Ist das etwas, wo du merkst, okay, da kommen mehr Leute, die sagen, okay, ich muss mein Laufen verbessern, weil Klammer auf, Hyrux-Training ist immer noch auch ein Intervall-Training, weil ihr habt einen Tausender zwischendurch. Ja, da habe ich auch witzigerweise eine Story zu. Das passt gut zum Thema.
Ich habe meinen allerersten High Rocks gemacht in dem Jahr, wo High Rocks mit der Eventreihe, glaube ich, an den Start gegangen ist. Und habe damals mit einem Kumpel, mit dem ich das gemacht habe, im Mixed-Team, haben wir den ersten Platz belegt im Laufen. Also das gab so eine Unterscheidung von, wie gut bist du in den Übungen, wie gut bist du beim Laufen. und ich glaube, beim Laufen haben wir da einen zweiten Platz belegt.
In diesem Rennen kam danach jemand zu mir, den ich vor ein paar Jahren zuvor mal bei einem Event getroffen habe und meinte so, ey, erinnerst du dich noch an mich hier und da? Ich habe mal eine Frage, wie wird man so schnell im Laufen? Und die beiden waren tatsächlich, also die haben als Mixed-Double-Partner, sind dort an den Start, äh, nicht Mixed, also Männer-Team an den Start gegangen beim High Rocks und waren halt noch langsamer im Laufen, waren natürlich aber gut in den Kraftübungen, aber sind danach zu mir gekommen und meinten so, wie wird man so schnell?
Und da meinte ich, ja, Kraftrunners, jede Woche Dienstag. Und dann sind die irgendwann auch zu uns gekommen. Zu den Intervallen und sind in ihrer ersten richtigen High Rocks-Saison auch bei uns die Intervalle mitgelaufen. Fast forward, die beiden haben auch an der WM teilgenommen dann im High Rocks und sind jetzt deutlich schneller als ich unterwegs.
Und ich habe aber dieses Jahr mit Freddy, einer von den beiden, der hat mich gefragt, ob ich ein High Rocks mit ihm mache, habe ich natürlich zugesagt, auch mal so nebenbei, und bin gemeinsam mit ihm auch angetreten und wir sind gelaufen und, ich muss sagen, mir als Triathletin, ich weiß nicht, ob es am Triathlentraining lag, fiel das nicht so schwer, ein High Rocks zu machen, also ich habe auch gemerkt, dass, glaube ich, Triathleten da schon auch ganz gut vorne mit dabei sind, also das ging auf jeden Fall für mich persönlich ganz gut und würde sagen, dass, also so wie ich es wahrnehme, dass in unserer Community aber eher die Läufer schon da sind und die dann aber eher sagen, ach, lass uns doch mal für
den High Rocks anmelden. Also eher umgekehrt. Also eher umgekehrt. Ich weiß jetzt ehrlicherweise nicht, wie viele Leute vom High Rocks dann sagen, Kraftrunners macht Intervalle, da gehen wir jetzt mal hin und machen Intervalltrainings, damit wir besser im High Rocks sind. Aber ich würde eher sagen, dass unsere Community auch tendenziell sich mal für den High Rocks angemeldet hat.
Genau, und vielleicht zum Krafttraining, da ist mir aber auch aufgefallen, also auch gerade in meiner eigenen Entwicklung, früher habe ich ein Krafttraining jetzt nicht berücksichtigt. Das kam jetzt eher, weil ich eine Verletzung hatte und weil ich dann durch meinen Job auch bei Adidas die Infrastruktur plötzlich hatte und mal in Kontakt gekommen bin mit einer Physiotherapie, in Berlin. Grüße an Teroga an der Stelle.
Die mich dann auch betreut haben während meiner Verletzung, die mir dann wiederum erklärt haben, wie wichtig Krafttraining für Läufer ist und auch für Triathleten ist. Und seitdem wird zweimal die Woche, wenn nichts dazwischenkommt, aber ja doch zweimal die Woche auch ein Krafttraining bei mir integriert.
Und ich hoffe und sehe auch so ein bisschen in der Bubble, in der ich mich befinde, dass das auf jeden Fall auch größer wird, das Thema Krafttraining auch im Laufbereich. Passt das vor allem im Namen, meine ich ganz geil, auch wenn es ganz weh ist. Ja, tatsächlich. Aber wenn ich zurückblicke auch auf mich, dann ist das schon eine krasse Entwicklung. Ich bin früher Long Runs gelaufen ohne ein Gel in der Hand und ohne Getränk.
Und da war auch Krafttraining ganz weit weg. Da war ich irgendwann in meiner Laufbahn auch mal im Fitnessstudio, aber als ich mit dem Laufen angefangen habe, bin ich nur laufen gegangen und dann hatte ich Knieprobleme. Und ja, also das ist schon Wahnsinn, wenn ich überlege, wie ich damals unterwegs war und wie professionell, sage ich mal, das Ganze jetzt dann doch ist.
Kurzer Blick auf die internationalen Entwicklungen. Ihr seid ja nicht alleine damit in Berlin oder in Deutschland, sondern das geht ja im Prinzip in allen großen Städten ziemlich ab, was Running Cruise angeht, wo dann die Cafés zu einem DJ-Set umgebaut werden anschließend. Wir haben vorhin im Vorlauf schon gesagt, für mich ja das Allergeilste, aber ihr wollt ja keinen mehr haben in Berlin. Bondi Beach.
Sunrise Meeting, da sind inzwischen das hat mit ein paar People angefangen, wie es halt so ist da sind inzwischen Tausende Mons zum Sonnenaufgang am Wochenende, Und das ist früh, weil ich nicht, aber viele sagen mir, es ist morgens um vier schon hell. Und dann rennen die halt da mit tausenden am Bonnet-Beach. Es gibt schlechtere Locations, um laufen zu gehen.
Aber kennt ihr so die Szene national und international, was da passiert? Wer kümmert sich um solche Dinge? Weil das gibt ja auch Inspirationen. Die muss man ja nicht nur aus sich selbst heraus kreieren. Ja, wir gucken auf jeden Fall nach links und rechts. Und ich glaube, gerade durch Social Media sieht man ja auch schnell, was international passiert und was auch andere Running Communities vor allem machen oder Brands.
Ich glaube, auch gerade, weiß ich nicht, wenn Eugen dann mal wieder unterwegs ist, wo auch immer auf der Welt und dann mal einen Run-Club irgendwo in China joint und danach uns erzählt, was da eigentlich abgeht. Auch riesig übrigens, ja. Ja, oder was im Trailrunning-Bereich abgeht oder wie Stores aufgebaut sind.
Und also da schaut man auf jeden Fall nach links und rechts. Und gleichzeitig haben wir aber auch gemerkt, dass wir auch Vorreiter sein können, weil ich glaube, gerade diese Formel-1-Geschichte vor zwei Jahren ist international auch durch die Decke gegangen. Also jeder wusste plötzlich, was wir da gemacht haben. Und das war auch so das Feedback von Marken, die auch gar nicht jetzt unbedingt aus Deutschland kommen, sondern die waren dann so, ah ja, wir haben gesehen, was ihr beim Halbmarathon dort gemacht habt.
Und dann sind so Konzepte dann plötzlich auch oder Formel 1 international bei anderen Running Communities zu sehen gewesen. Jetzt weiß man natürlich nicht, wer die Idee zuerst hatte. Da steckt ja schon auch viel Planung dahinter immer. Ich würde sagen, die Formel 1. Die Formel 1, genau. Ja, manchmal sieht man ja auch gar nicht, wie lange wir jetzt zum Beispiel auch schon wieder an einem Konzept arbeiten für nächstes Jahr.
Und das teilt man ja dann auch noch nicht. Aber da haben wir auch gemerkt, dass wir auch ab und zu mal Vorreiter sind und genauso gucken wir aber auch mal, was irgendwo anders auf der Welt abgeht. Aber um vier Uhr morgens möchte ich nicht laufen gehen. Warte mal ab, warte mal ab, warte mal ab. Heute Morgen dachte ich erst wieder, ich habe auch gesagt, es gab eine Zeit, da bin ich wirklich um kurz vor sechs aufgestanden mit Stirnlampe und habe da mein Training gemacht.
Aber heute Morgen dachte ich mir auch so, nee, also schlafen ist auch was ganz Tolles. Also ich weiß nicht, ob ich jemals noch mal wieder zu so einer Frühaufsteherin werde. Also klar, im Triathlon muss man manchmal früh aufstehen, weil man zwar Einheiten am Tag irgendwie noch unterkriegen muss, Aber im.
Sommer fällt es einem leichter. Aber ich bin komplett bei dir. Auf der anderen Seite sieht man dich in Social Media ja auch sehr oft auf deinem Balkon sitzen mit deinem Fahrrad. Weil aus Berlin rausfahren ist halt auch ein bisschen mühselig mit dem Fahrrad. Und du ja relativ viel auf der Rolle machst, wie sehr viele Triathleten.
So, jetzt war halt Frankfurt bei riesen Hitze mit verkürzten Strecken. Jetzt am Wochenende ist es rot, wird nicht ganz so heiß. Wirst du langsam nervös oder geht es noch? Du meinst jetzt aufgrund von der Hitze? Nö, ich meine jetzt so, dass die anderen jetzt ihr Hauptding so machen und du ja dann noch, das ist dieses Jahr übrigens, nur mal als Erinnerung.
Ja, also mit Blick auf Frankfurt und der Hitze und auch meinem eigenen Training und dass ich weiß, Hawaii wird auch tendenziell in Hitze rennen und dann kriegt man ja schon so ein bisschen mit, was so abgeht. Und also auch auf Frankfurt, dass das Rennen verkürzt worden ist. Ich verstehe das natürlich aus Veranstaltersicht und auch alles, was dahinter steckt.
Also Infrastruktur und dass es genug Sanitäter vor Ort gibt und dass die natürlich auch alle den Tag über stehen müssen und hier und da. Also ich verstehe das absolut aus dieser Perspektive und auch mit dem Hintergrund, was passiert denn, wenn sie es nicht gemacht hätten und dann wäre irgendwas eingetreten.
Aus Sportlersicht hätte ich da jetzt einen Startplatz gehabt, hätte ich wahrscheinlich absolut abgekotzt darüber, weil man trainiert natürlich so lange auf so eine Distanz und am Ende des Tages, Ist es dann nicht das, wofür du dich eigentlich vorbereitet hast? Aber das Problem haben wir ja eben mit Schwimmen in Südafrika oder so auch.
Manchmal kannst du halt nicht schwimmen. In der Schweiz war vor ein paar Jahren ein Erdrutsch, musste halt auch die Radstrecke dann verkürzt werden. Oder, oder, oder. Es ist halt eine Outdoor-Sportart. Deswegen, total, kann man so nicht beeinflussen. Da ist nur Laufen, wobei jetzt Halbmarathon in Hamburg natürlich auch abgesagt worden ist, eben aus den genannten Gründen der Hitzewelle, aber laufen vielleicht nochmal ein bisschen entspannter als nochmal zwei weitere Disziplinen.
Ich bin jetzt gespannt in Rot, ich bin dort vor Ort und werde mir das Ganze mal angucken. Ich habe schon Nachrichten bekommen, dass gewettet wird, dass ich am Montag in der Schlange stehe, um mir auch den Startplatz zu holen. Da meinte ich aber schon so... Ich meinte so, nein, nein. Ich werde gerade...
Also das Ding ist ja auch kein Geheimnis. Dieser Triathlon-Sport ist super teuer und auch Hawaii ist für mich gerade, ich drehe jeden Cent oder lege alles zurück, für dieses Projekt Hawaii, weil das natürlich unfassbar viel Geld kostet und dann habe ich auch gesagt, nee, noch so ein Startplatz, jetzt passt mir nicht gut rein, den ich kaufe.
Deswegen ja und ich habe dann gestern auch in meiner Freundes Gruppe mal gefragt, wie heiß wird es eigentlich auf Hawaii? Ist das dann so heiß wie in Frankfurt oder Wie warm wird es eigentlich? Oder ist das eher die Hitze von oben? Oder ist es die Luftfeuchtigkeit, die mir da zu schaffen macht? Weil ich ja auch am Wochenende trainiert habe und dachte, hui, also wenn das so heiß wird, dann muss ich hier auf jeden Fall noch ein bisschen ranklotzen, was so Hitzetraining angeht.
Obwohl ich mir auch geschworen habe, dass ich nie im Leben in so einem Anzug auf der Rolle sitzen werde. Ich habe gesagt, ich mache das nicht. Du musst dich ja nur nicht dabei filmen oder fotografieren lassen. Ja, also ganz ehrlich, wenn ich auf der Rolle sitze und ich würde meine Fenster zulassen, ich habe auch keinen Ventilator, dann ist das glaube ich das Gleiche.
Wäre das auch schon vergleichbar wahrscheinlich. Also ich glaube, das ist genug. Jetzt habe ich aber schon noch mal ein paar Fragen. Ja. Wir müssen aber die Mittagessenszeit von Leonas im Blick behalten, sonst ist sie anders gut für die zweite Einheit. Ich wollte gerade nach deiner Trainerin fragen. Deine Trainerin gibt dir doch sicher hin und wieder mal Hinweise.
Hörst du da so gar nicht hin, wenn die sagt, so eine Kappe wäre vielleicht mal nicht schlecht oder ein Ventilator beim Indoor-Cycling oder so. Ja doch, ich mache schon immer alles, was die sagt. Also wirklich, wenn die mir einen Plan schreibt, so und so für Gramm Kohlenhydrate beim Race, dann rechne ich das mir dann auch aus.
Aber Nathalie fässt sich regelmäßig an den Kopf und denkt sich auch immer so, was macht die Frau eigentlich richtig? Also ich treffe mich jetzt auch nicht mit ihr zum Mittagessen, wegen des Mittagsessens, sondern weil ich mal wieder eine Sidequest habe, also ein kleines Race, wo ich mitmache, davon weiß sie noch nicht, das werde ich ihr gleich erzählen, dann wird sie mir wieder sagen, sag mal, Geht es dir noch gut? Das passt gar nicht rein in unseren Plan.
Wollte ich ja sagen, was ist es denn? Es hat bestimmt mit Bergen zu tun und es ist irgendwas mit Ultra. Ja, also es geht auf jeden Fall in diese Ultra-Richtung. Also das, ja doch, eigentlich steht das fest, dass ich das mache. Ich werde beim 99 Labs an den Start gehen. Ah, geil. Das ist jetzt im Juli. das passt natürlich da gar nicht rein in so eine Triathlon-Verbreitung, ähnlich wie auch ein Marathon nicht immer unbedingt reinpasst im Marathon bin ich bei dir, das passt überhaupt nie ja.
Weil man darf das kommuniziere ich auch immer an meine Freunde mit denen ich vielleicht mal Radfahren gehe die dann da in die Pedale reindrücken und dann sage ich immer, Leute, können wir ein bisschen langsamer fahren, ich muss noch laufen können heute und ich muss auch am nächsten Tag wieder laufen und nochmal schwimmen Also man muss ja auch fit sein für die nächsten Trainingseinheiten und dann passt natürlich so ein Race-Format, wo man im Zweifel 24 Stunden, läuft und weiß nicht, wie viele Kilometer ein Bein hat, dann nicht so gut.
Das muss ich ihr dann gleich nochmal mitteilen. Dann muss ich nochmal mit ihr sprechen, wie wir Trainingsplanung machen, wenn ich jetzt in Rot vor Ort bin, weil natürlich… Aber da ist das Aufforderungspotenzial maximal. Du kennst die Leute selber, die Guides von Hannes Hawaii, die fahren am Samstag, da kannst du mitfahren.
Schwommen wird da sowieso immer laufen, kannst du eh überall im Zweifel noch während des Rennens am Sonntag von A nach B. Also nirgendwo ist ja der Aufforderungskarakter so groß zu denken, ach, so lange ist das, das könnte ich auch mal machen. Wenn man da steht, weil man denkt, naja, so fit bin ich doch vielleicht auch.
Also das ist ja das Gefährliche daran, dass da am nächsten Morgen das Zelt steht, wo du dich anstellen kannst, um deine Anmeldung abzugeben. Ich habe jetzt hier gesagt, ich stelle mich da nicht hin. Ich mache jetzt erst mal vollen Fokus auf die WM im Oktober. Und beschäftige mich vielleicht danach mit der Saisonplanung für 2027.
Wobei ich eigentlich auch gesagt habe, ich gehe dann in Ruhestand, weil ich nicht weiß, was da noch kommen soll. Also wenn man so seinen Traum auch irgendwo auf so einem Level irgendwie erfüllt, fragt man sich schon, okay, wie soll es danach weitergehen? Und ich sehe mich auch so ein bisschen wieder mal nach dann super viel mit Freunden treffen. Also gerade mache ich das auch und versuche das irgendwie noch unterzukriegen.
Mit vielen von denen kann ich ja auch den Sport ausüben. Aber ich bin schon ein bisschen eingeschränkter in meinem Alltag, weil es ist eigentlich Schlafen, Essen, Arbeiten und Trainieren. Und dann, passt das auch. Und wenn man das jetzt so seit zwei Jahren schon so durchzieht, merkt man auch, das ist schon ein ordentliches Pensum.
Meistens dauert es dann genau zwei Wochen und dann kommt wieder eine Freundeskunde und sagt, Aber wollen wir nicht mal oder hier. Wir haben schon angefangen. Die kommen mir jetzt schon mit Sachen wie, ja wollen wir einen Ultratria schon machen? Ich so, nee, also irgendwann ist es jetzt ja auch mal weiß ich nicht. Ist es auch mal gut?
Weiß ich nicht. Ja, mal schauen. Also noch ein kleines Fragezeichen, wie es nächstes Jahr aussieht. Vielleicht doch rot, weil das habe ich noch nicht gemacht. Und da findest du sicher auch genug Mitstreiter, dass das Community-Event werden kann. Von der Stimmung schon auch als Zuschauer, beziehungsweise nur Staffel-Teilnehmer schon auch echt, muss ich sagen, outstanding da.
Was steht denn bei euch als nächstes an? Mittagessen. Richtig. Mittagessen aus der Kita abholen. Ja, schön. Wir schlagen uns so durch die Tage und Wochen und versuchen eine Grundfitness zu erhalten. Aber große Race-Pläne habe ich dieses Jahr nicht. Philipp weiß ich nicht, aber ich glaube auch nicht. Also, nachdem er trainiert, kann eigentlich nicht.
Nee, ich würde helfen, wenn das spruchreif wäre, dann hätte man noch ein bisschen mehr Drive auf jeden Fall. Also deshalb, wir suchen gerade noch eine Initialzündung. Ja, ich mache euch ein zweier Zündung. Fangen gar nicht erst an. Ich gebe euch einen Startplatz für das Zweierteam beim Kraft 10.000, dann könnt ihr zu zweit auf der Tartanbahn da als Staffel laufen.
Ja, das klingt natürlich gut, leider ist das im Sommer bei mir immer mit den Terminen halt wahnsinnig schwierig. Aber kommen wir nochmal drauf zurück. Schreiben wir mit in die Shownotes, genauso wie natürlich dein Account. Wir werden dich verlinken, wir können die Kraft-Runders verlinken, wir können auch nochmal kurz gucken, wobei das findet man wahrscheinlich über den Insta-Contra in Kraft-Runders, auch die Events-Seite.
Kann man sich denn da noch anmelden, wenn da jemand Bock hätte? Ja, noch kann man sich anmelden. Na, also dann, falls ihr zu Hause... Aus Berlin oder wo auch immer Lust habt, dann schaut euch das auf jeden Fall gerne mal an. Wenn ihr Leona bei ihrer weiteren Hawaii-Vorbereitung auf jeden Fall wollt, dann solltet ihr auch auf Instagram ihr folgen und ich sag mal vielen lieben Dank dir für das super coole Gespräch, für deine Spontanität.
Darauf sind wir in diesem Podcast wirklich extremst angewiesen. Ja, sagt Bescheid. Falls mal wieder irgendjemand sagt oder so, sagen wir einfach, Komm, lass Leona kurz fragen. Wir suchen uns dann noch ein Thema aus bis dahin. Aber so haben wir bisher zumindest mal die 328 wöchentlichen Folgen bislang geschafft. Bisher hat uns das Glück noch nicht ganz verlassen.
Viel Spaß jetzt beim Mittagessen mit deiner Trainerin und dass du sie hoffentlich, schonend rüberbringen kannst. Vielleicht machen wir schon einen kleinen Teaser für nächste Woche. Weil Philipp Vogel, der ja auch aus Berlin kommt, Sein Langdistanz-Debüt und er hat auch gesagt, ist Debüt und Karriereende gleichzeitig in Rot am kommenden Wochenende macht. Ich habe kurz mit ihm geschrieben, er sagt, so fit war er sein ganzes Leben noch nicht.
Das ist ja vielleicht auch die Message, dass man nach so einer Vorbereitung ja auch wirklich wahnsinnig fit ist. Wir wünschen ihm natürlich super viel Glück für das Wochenende und das Rennen in Rot. Ein Spaß wird es auf jeden Fall sein. Und wenn alles gut geht, dann berichtet er nächste Woche über den letzten Teil seiner Reise zu seiner Langdistanz und dann natürlich über das Rennen selber hier bei uns im Podcast. Das wäre total cool.
Ich freue mich schon, Leo, dass deine Trainerin dir wahrscheinlich gleich sagt, dass du mal langsam mit den Anzügen und Hitzetraining anfangen musst. Aber erst mal wünschen wir dir gute Überlebungsgünste und ein noch besseres Mittagessen. Vielen Dank, dass du für uns Zeit hattest. Danke, hat mir sehr viel Spaß gemacht und euch auch guten Hunger.
Dankeschön. Ihr Zuhause passt weiter ein bisschen auf mit den warmen Temperaturen, und ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder in alter Frische. Macht's gut, ihr lieben Passagier.