Come Fly With Us· Folge 176

CFWU 176 - Trotz Corona und Kosten: Der Traum vom Fliegen gelingt

Donnerstag, 23. Januar 2025 · 1 h 45

MP3

Shownotes

08NOV24

Begrüßung

Vorstellen des Gastes

Warum Pilot geworden

Zugsimulator (train-sim-world.fandom.com/wiki/Train_Sim_Worl…)

Welche Tests waren für die Flugschule nötig (european-flight-academy.com/anmeldung-dlr-test…)

Erster Bewerbung/Test für die MPL-Schulung

Zweite Bewerbung/Test für die ATPL-Schulung (attc.de/Lufthansa-EFA-ab-initio-via-Interperso…)

Zwischendurch den PPL gemacht

Wann mit der Schulung anfangen (google.com/maps/place/Lufthansa+Aviation+Train…)

Nach 3 Tagen wurde die Schule wieder wegen COVID geschlossen (faz.net/aktuell/wirtschaft/aus-fuer-die-luftha…)

Kosten der Schulung (european-flight-academy.com/de/kosten)

Corona und die Flugschule (weser-kurier.de/bremen/wirtschaft/der-traum-vo…)

Unterschied ATPL vs. MPL (linkedin.com/pulse/mpl-vs-atpl-great-debate-la…)

Auswirkung der Schulungsauflösung für die MPL-Lehrgänge (airliners.de/lh-flugschueler-klagen-ausbildung…)

Wie ging es dann für Max weiter

Dann endlich der Anfang der Schulung (weser-kurier.de/bremen/wirtschaft/lufthansa-ve…)

Erster Theorieblock in Bremen

Zweiter Teil: die praktische Schulung (aviateacademy.com)

Keine Teamflights

Referenz zu CFWU-44: Do you wish to GoAround (comeflywithus.de/2020/12/17/cfwu-44-do-you-wis…)

Cirrus in der Schulung (de.wikipedia.org/wiki/Cirrus_SR22)

Schulung auf eine Bonanza (de.wikipedia.org/wiki/Beechcraft_Bonanza)

Flugstunden in Goodyear

Failure Policy (european-flight-academy.com/en/faq)

Letzte Phase in Goodyear: IFR

Vergleich zwischen klassischer Flugschule (pilotinstitute.com/part-61-vs-part-141)

Zurück nach Deutschland

Flugplanung (en.wikipedia.org/wiki/Flight_planning)

MCC-Schulung (en.wikipedia.org/wiki/Multi-crew_cooperation#:…),crew%20pilot%20license%20(MPL).)

APS MCC (wingsalliance.eu/to-aps-mcc-or-not)

Flugschule beendet: was nun

Frage von CS: Wie läuft eine Unterrichtsstunde ab

Stalltraining in der Cirrus (youtube.com/watch?v=SkH-IVhhtK4)

Unterschied PPL, CPL, ATPL, MPL (aerointernational.de/industrie-technik-nachric…)

Frage von Jörg: Schlafstörung wegen der Schulden

Bildungsfond Brain Capital (braincapital.de/index.html)

Aussicht auf das Airline Training

Die Geschichte zum Ende (plusoneflyers.org/san-diego-bay-transition)

Point Loma (en.wikipedia.org/wiki/Point_Loma,_San_Diego)

Verabschiedung

Kontakt

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Hallo Leute, ich freue mich wieder. Es geht los mit einer neuen Episode. Come fly with us. Wir haben den 8. November. Ihr werdet wahrscheinlich diese Folge irgendwann im Dezember hören. Das ist so grob mein Plan, aber hey, I think it's gonna change. Und dies ist für die Leute, die vielleicht zufällig in diese Folge rein stolpern, das ist der dritte Teil einer kleinen Miniserie, die ich gemacht habe.

Ich glaube, so nennen sie das ja auch mal mittlerweile über Netflix oder irgendwas, immer so eine Miniserie. Das Thema hier ist so Bewerbung bei der DLR und bei der Interpersonal oder der European Flight Academy. Ich habe da drei Schicksale gerade ein bisschen beschrieben gehabt. Das hier ist das dritte Schicksal. Und heute begrüße ich sozusagen meinen Gast, der mir seine Version seiner Geschichte irgendwie erzählen möchte.

Das ist Max. Hallo Max, wie geht es dir? Guten Tag. Hi Steffen, danke für die Einladung. Mir geht es gut. Ich freue mich, hier zu sein und ein bisschen mit dir über die Ausbildung zu quatschen. Und bin gespannt, was du so für Fragen hast. Jaja, die ergeben sich ja meistens immer im Laufe des Betriebs.

Sag mal, nur ganz kurz, ich sage mal wieder, falls man da nicht durchhört, weil die Leute gleich irgendwie rausspringen können. Wo stehst du gerade? Was ist dein Status? Was ist für dich der nächste Schritt? Also ich habe Anfang August meine Schulung zum Verkehrsflugzeugführer ATPL beendet und habe jetzt meine Lizenz, meinen Frozen-ATPL.

Und ich bin jetzt gerade am warten und am bewerben und es entscheidet sich in den nächsten Wochen, Monaten, wo ich dann final hingehe fürs Type-Rating. Ja, okay, cool. Falls nämlich auch jemand hier rein stolpert, dass er sagt, was höre ich da eigentlich und dann ganz zum Schluss erst das aufgelösen wird.

Nein, ich habe dem sozusagen den Cliffhanger gleich vorne gebracht, aber es soll ja auch, es ist zwar eine Miniserie, wie ich das nenne, aber es soll ja lehrreich sein für alle anderen sozusagen, das ist immer ein Konzept hier hinter. Also folgendes, du bist also jetzt Verkehrsflugzeugführer geworden, aber irgendwann hast du ja mal angefangen mit der Fliegerei und jetzt kommt so, ich habe das ja schon mal gesagt, ich war ja auch mal Sprachprüfer bei meiner alten Firma und da musstest du eine freie Frage stellen, sozusagen, das war ein Teil der Aufgabe und die mussten sie dann in ihren Level 4 Englisch, was man nur benötigte damals, die haben alle mehr gehabt, ist klar, aber beantworten.

Und die Lieblingsfrage immer, why did you become a pilot, sozusagen? Kannst du Deutsch machen, bitte? Mach ich. Ja, okay. Das ist eine gute Frage. Also als Kind habe ich mich immer für Züge interessiert und habe zu Hause Zug-Simulator gespielt. Und irgendwann wurde mir bewusst, dass es auch einen Flug-Simulator gibt.

Und das war immer so der große Trauma, Flug-Simulator zu Hause zu haben. Und zu meiner Konfirmation habe ich mir ein Geld gewünscht und einen Computer aufgebaut, der den Flugsimulator beherrschen konnte. Und dann habe ich eigentlich nichts mehr anderes gemacht neben der Schule, als am Flugsimulator zu hängen.

Und dann hat sich der Traum eigentlich gefestigt und es kam für mich nichts mehr anderes in Frage, als Pilot zu werden. Ich kenne auch so einen, der sehr viel in seiner Freizeit deinen Flugsimulator macht. War das so das Ganze, ich meine, du bist ja auch, ich sag mal, jung, Anführungsstrich, war das Ganze so mit dem ganzen ATC-Net, wo man dann geflogen ist, nachher auch diese Langstrecken oder Mini-Langstreckenflüge von Berlin nach Sofia und sowas, solche Dinger mit ATC und alles dran?

So professionell habe ich das gar nicht betrieben. Also ich bin bloß mit dem Flugzeug rumgeflogen und das hat mir schon gereicht. Jetzt habe ich natürlich eine Frage. Zugsimulator, ganz kurz. Wie funktioniert das? Ich habe ja wirklich null Ahnung von Zügen. Ich weiß, die haben auch Zugpläne und Fahrpläne, haben die auch alles und so. Und das wird da auch alles gemacht, ne?

Ja, es gab früher von Microsoft den Train Simulator. Ich weiß nicht, ob es den noch gibt. Aber damals, so in den 2000ern, war das, glaube ich, ein großes Ding. Ah, okay, cool. Ich glaube, muss ich mal, 2000er? Welche meinst du jetzt? Die Anfang 2000er oder? Die Anfang 2000er, ja. Da war ich relativ jung, so, keine Ahnung, so 6, 7, 8, als man so die ersten Berührungspunkte mit dem Computer hatte, habe ich da Zug-Simulator gespielt.

Alles klar, gut, da will ich auch gar nicht weiter eingehen. Genau, aber jetzt, wenn ich hier sehe, dann darf ich dein Alter sagen eigentlich? Verzeihung? Darf ich dein Alter sagen? Ja, darfst du. Okay, gut. Ich mache das mal hier bei der Höhe, dann kannst du mich vielleicht besser verstehen. Also du bist 27 Jahre alt, steht hier in deiner Vita sozusagen und bist Gott sei Dank jetzt endlich fertig.

Es gibt ja auch Also aus meinem Lehrgang zum Beispiel hat sich einer, ist auch erst mit 26 in die Flugschule eingestiegen damals. Also das war so das letzte Alter oder 27 war er glaube ich schon, als er angefangen hat. Also es gibt halt Leute, die fangen halt später an, du bist jetzt immerhin fertig und das heißt, du hast schon, wie ich sehe, aber nicht gleich nach dem Abi damit angefangen, diesen Weg zu gehen, oder?

Korrekt, ja. Also ich habe Abitur 2016 gemacht und zu der Zeit hat Lufthansa gerade einen Einstellungsjob gehabt oder auch einen Ausbildungsjob. Ja, okay. Und da auch von Anraten meines Vaters musste ich da erstmal was anderes machen, gezwungenermaßen. Anraten des Vaters musste ich? Ja. Okay, ja. Kann man so stehen lassen.

Ja, ist ja so, ist ja alles gut. Aber das hat auch was Gutes. dass wer die erste Folge mit Selina gehört hat, zufällig, ging es um den Einstellungstest bei Lufthansa oder bei der DLR, um das Zertifikat. Auch da war das immer ein Highlight, den sie sagte, dass sie schon was in der Hand hatte, bevor sie zu diesem Test gegangen ist. Und das ist eine schöne Sache, die ihr geholfen hat, sozusagen.

Vielleicht weiß ich nicht, wie es bei dir war oder irgendwas. Und diese Einstellungsstops, nur so nebenbei will ich auch mal erzählen, die ziehen sich ja, seitdem ich fliege, ziehen die sich durch. Ich habe mich beworben, da gab es auch einen Einstellungsstopp sozusagen. Also und das war Mitte der 80er. Also von der Seite her ist das normal.

Also okay, dann war es ein Einstellungspost, dann hast du studiert. Genau, ich habe studiert, aber tatsächlich ohne Abschluss, weil 2018 habe ich da mitbekommen, dass die Eva wieder Vollgas gibt und wieder einstellt. Und ich habe mich dann Ende 2018 beworben. Okay. Und was, ja, ganz kurz, wie war denn bei dir, ich glaube, die Begriffe bei den Einstellungstests, also falls ihr diese Folge mit Selina gehört haben solltet, die benutzt ganz andere Begriffe.

Wie hieß bei dir nochmal was? Was hast du da was gemacht? Was musstest du dort machen? Nur mal so als kleine Auffrischung oder irgendwie sowas. Also es gab zwei Möglichkeiten, mich zu bewerben. Einmal für den EVA-MPL-Weg, der dann die Möglichkeit hatte, ins Lufthansa-Cockpit zu führen. Und den ATPL-Weg, der eher für Eurowings und andere Coop Airlines vorgesehen war.

Und natürlich hat man sich zuerst für den MPL-Weg beworben und da lief das Auswahlverfahren wie schon immer übers DLR. Warum natürlich hat man sich erst für den MPL-Weg geworben? Weil man mit dem MPL und dieser Selektion die Möglichkeit hatte, ins Lufthansa-Cockpit zu kommen. Ja, das ist ja das, was am Ende das Ziel von vielen ist, ist es auch, das Lufthansa Cockpit, weil wegen Langstrecke oder bessere Langstrecke oder weitere Langstrecke und egal, wo du am Ende bist, selbst wenn die, also es gibt nur wenige, die woanders angefangen haben, aber dann am Ende nicht sagen, sie wollten nie zu Lufthansa.

Das habe ich irgendwie noch nicht erlebt. Ich will das nicht, manche Leute, die habe ich das Gefühl, die sagen, ich will das gar nicht tiefer reingehen, aber das ist halt das Ziel. Sei es nicht unbedingt aus finanziellen Gründen, da gibt es wirklich manche Arbeitgeber, am Ende kommt da mehr raus, das darf man überhaupt nicht verheimlichen, aber es ist halt der größere Laden mit den größeren Möglichkeiten sozusagen.

Genau. Genau, okay. Das ist auch so. Ja, okay. Und auch bei Flugbegleitern und sowas, genau das Gleiche. Also da gibt es wirklich tatsächlich bessere, verdienende Ecken, aber weiter rum in der Welt kommst du halt mit der Hansa. So ist es nun mal. So, okay, Entschuldigung, ich habe dich wieder abgewirkt. Du hast dich also für die EFA-RPL beworben.

EFA ist die European Flight Academy und die beraten zwei Lehrgänge an. Wir gehen nachher gleich nochmal auf die Arten verschiedener Lizenzen ein. Das kommt in den Fragen noch vor bei in der Sendeplan. Du hast dich also zuerst für die MPL beworben, ne? Genau. Und wie lief das? Das war ein zweistufiges Auswahlverfahren. Zuerst mit der Berufsgrunduntersuchung.

Die habe ich dann Anfang 2019 absolviert und habe da auch eine positive Rückmeldung bekommen und wurde dann zur Firmenqualifikation. Ganz kurz, diese Berufs- und das war das, was jetzt das DLR-Zertifikat ist, kann man sagen. Genau, aber man wurde dafür eingeladen und durfte sie auch bloß einmal machen damals.

Ah, okay, das ist spannend. Ja. Okay. Ich hoffe, ich erzähle keinen Quatsch, aber ich dachte, wenn man einmal in diesem Selektionsprozess ist und man fliegt raus, darf man sich nicht nochmal bewerben für diesen EVA-MPL-Weg. Okay, das ist ja auch, gibt es den Weg überhaupt noch, EVA-MPL? Also eher... Nee, den gibt es nicht mehr.

Genau, richtig. Also braucht man, selbst wenn das jetzt richtig oder nicht richtig ist, völlig wurscht. Spät keine Rolle. Ja, genau, richtig. Okay, gut. Und, ja, erzähl weiter. Schon. Dann wurde ich zur zweiten Selektionsstufe eingeladen. Firmen- oder Gruppenqualifikation. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie es damals hieß, 2019.

Und da habe ich dann tatsächlich nach dem Bewerbungsgespräch eine Absage bekommen. Okay. Und das finde ich interessant. Du hast hier auch FQ reingeschrieben. Ich kannte das Begriff auch unter FQ-Firmenqualifikation. Und da hatte ich im Kopf, dass man sich da nicht nochmal bewerben kann. Aber das ist korrekt. Ja, okay, gut.

Also mit anderen Worten, du hast aber nicht aufgegeben, ne? Anscheinend. Nee, auf keinen Fall. Okay, gut. Und wie ging es dann weiter? Für dich zumindest? Genau, direkt danach ging die Bewerbung für den EVA-ATPL-Weg raus. Damals quasi so das zweitbeste, was man haben konnte. und da wurde ich dann im September eingeladen für die Basic Qualification, das nennt sich dann so, weil das bei Interpersonal gemacht wird, also einem anderen Dienstleister.

Und da gab es da eine positive Rückmeldung und dann im nächsten Monat direkt die GQ und dann gab es da auch eine positive Rückmeldung und schon hatte ich dann die Möglichkeit, an der EVA meine Ausbildung zu machen. Das heißt, jetzt mal so, was man dir damals gesagt hatte, war dann, also diese Berufsqualifikation, wie es hieß früher, oder jetzt das, was du ja heute Zertifikat hast für eine DLR, das hast du bei einem anderen Dienstleister gemacht dann sozusagen.

Und war die Prüfung irgendwie großartig anders oder irgendwas? Ja, also das ganze EFA-ATPL-Auswahlverfahren lief bei Interpersonal. Das ist ein Auswahldienstleister, so wie das DLR in Hamburg auch. Und ja, die Tests, also die waren jetzt bloß im Detail anders, aber die haben im Endeffekt die gleichen Fähigkeiten abgetestet wie beim DLR.

Okay. Und war das ein Rutsch denn? Also die Berufsqualifikation und die Firmenqualifikation, du hast ja andere Begriffe reingeschrieben, das war dann irgendwie, genau, BQ und GQ, war das in einem Rutsch oder musstest du an zwei Terminen auch kommen? Ich musste auch an zwei Terminen kommen, das läuft meistens so, dass du dann erstmal, also heute brauchst du ja das DLR-Zertifikat und kannst dich bewerben.

Damals war es so, du hast die erste Stufe gemacht, dann gab es eine positive Rückmeldung und dann wurdest du zur zweiten Stufe eingeladen. Und für alle diese Tests musstest du bezahlen, oder? Nö, musste ich nicht. Ah, okay. Ich dachte für, also zumindest auch damals schön für diese Berufsqualifikation, dass man dafür bezahlen muss, auch bei der DLR?

Nö, ich musste für nichts zahlen. Ah, okay, cool. Also möglicherweise, wie die Selina auch sagte, manchmal gibt es so Sonderangebote und vielleicht gab es auch manchmal Phasen, wo sie gesagt haben, es gibt, ja genau, das ändert sich wahrscheinlich, je nachdem, wie dringend die Leute, also spekuliere ich jetzt. Ich habe das mal auch im Kopf, dass es mal was gekostet hat.

Das war grundsätzlich kostenlos. Also ich bin mir ziemlich sicher. Also ab 2017, wo sie die Schule wieder aufgemacht haben, musste man nichts dafür zahlen. Okay, genau. Aber davor, irgendwann haben sie dafür auch nochmal... Tatsächlich. Ohne Gewehr. Aber wir sind ja... Ja, genau. Okay, gut. Alles klar.

Was bedeutet das jetzt? Was hat man dir denn jetzt gesagt für diese Bewerbung, jetzt für den ATPL-Lehrgang. Hieß es dann, du kommst, du kommst hier nicht rein, du kommst hier nicht rein? Oder ist der Weg jetzt trotzdem immer noch offen, sozusagen, am Ende? Jetzt in meiner aktuellen Situation, meinst du?

Ja, ja, genau, richtig. Ich habe jetzt tatsächlich aufgrund einer Betriebsvereinbarung das Recht zur Lufthansa bekommen. Siehst du, das ist ja, das Leben ist voller Überraschung. Ist immer wieder, ist sehr schön, sehr schön. So, okay, gut, aber so, Mmh. Oh, ich sehe gerade hier, du hast aber vor, hast du ja schon angefangen zu fliegen, richtig?

Genau, ja. Und jetzt lese ich hier 2015, jetzt habe ich diese kleine Spalte, ich habe nämlich eine kleine Spalte, hast du vorher schon geflogen, sozusagen. Also jetzt muss ich nochmal ganz kurz zurückgehen. Also du hast studiert, wie ich sehe, Maschinenbau, dann Biologie, ich spreche dir auch nahe, also das nächste, was ich nach Maschinenbau studieren würde, wäre Biologie.

Entschuldigung. Und dann hast du dich 2018 beworben bei ja genau, bei der EFA, bei Jürgen Fleiger, bei der NPL. Sehe aber, du hast 2015 den PPL gemacht, sozusagen. Genau. Okay, gut. Und den hast du wo gemacht? Also nochmal so rein irgendwie. Den habe ich in Chemnitz-Jahnsdorf gemacht. Das ist so eine 900 Meter Asphaltpiste bei uns, also in der Nähe von Chemnitz.

Ich komme ja aus der Nähe von Leipzig, aber ein Stück weg gibt es einen kleinen Flughafen und ich bin da reingekommen über einen guten Freund von meinem Vater, der eigentlich Bauingenieur ist, aber auch seine Fluglehrer-Lizenz hat und da durfte ich ab und zu mal mitfliegen und der hat mich dann auch ausgebildet.

Ah ja, okay, gut. Das hat natürlich dein Bestreben da noch mehr diese Karriere reinzuschlagen, natürlich bestätigt. Es war schön mit kleinen Flugzeugen zu fliegen, aber es war immer der Wunsch da, das Ganze auf einem höheren Level professioneller zu machen. Ja, ja, klar, logisch, logisch, logisch. Und das Kleine darfst du aber nicht vergessen, ne? Denk daran.

Logisch, also ich fliege immer noch gerne kleine Flugzeuge, aber die Professionalität, die war mir halt wichtig. Ja, ja, nee, das ist alles gut. Okay, cool. So, und dann, so, dann hattest du, wie ich hier sehe, jetzt, ich tue leid, ich springe wieder, die Leute können mir wahrscheinlich kaum folgen. So, dann hast du also dein, deine Bewerbung bestanden bei der Interpersonal-Berufsqualifizierung, dann die Gruppenqualifizierung und wann fingst du denn an in der Flugschule, sozusagen dich beschulen zu lassen, sozusagen?

Das war im Frühjahr 2020. Okay. Aber wie jeder weiß, war das nicht so eine sinnvolle Zeit, um seine Schulung anzufangen. Ja, okay. Und ich bin mir nicht ganz sicher. Ich war einen Tag zum Welcome Day da. Da wurden wir rumgeführt. Wir sind mit großen Augen durch die Flugschule gelaufen und es wurde alles gezeigt.

Wo dann? In Bremen. In Bremen noch. Okay, gut, alles klar. Dazu kurzer Einschub. Es gab dann aber auch eine räumliche Trennung zwischen den MPLern und den ATPLern. Die MPLer waren quasi im alten Lufthansa-Gebäude in dem Großen. Und irgendwann wurde da so ein kleiner Turm angebaut hinten mit einigen Räumen und dort wurde ATPL geschult und wird heute auch wieder ATPL geschult.

Okay. Das heißt, wart ihr irgendwie markiert? Hattet ihr irgendwie oder irgendwas so? Also ich war ja bloß drei Tage an der Flugschule. Achso, okay, gut. Hat man dir denn, du hast also im Frühjahr 2020 angefangen, da musstest du auch wahrscheinlich schon Schulungsvertrag und etc. alles unterschreiben, ne?

Ja, genau. War denn, als du dich zuerst beworben hast für die MPL-Schulung und ATPL-Schulung, bestand da irgendwie ein Unterschied in den Kosten, die man dir gesagt hat? War der MPL günstiger oder ATPL teurer oder umgekehrt? Das war damals sehr dynamisch. Also ich hätte den ATPL für 60.000 angefangen.

Der MPL war damals 80.000. Aber es war gerade im Umschwung, dass sie beides auf 90.000 erhöhen wollten. Okay. Und weißt du noch, wie die Modalitäten waren? Wie weit musstest du in den Vorkästen gehen? Wie weit konntest du hinterher das abstottern sozusagen? sagen? Das wurde vollständig gestundet von der Lufthansa oder von der Flugschule.

Und danach, wenn man zu einem Arbeitgeber der Lufthansa Group ist, dann haben die quasi die Stundung übernommen und man konnte dann sich die Raten aussuchen, wie man es ab dem ersten Gehalt zurückzahlt. Okay. Und die Zeit, weil es sind ja immer Wartezeiten, also Ende der Schulung und jetzt, wenn du dann irgendwann anfangen solltest, musst du da jetzt irgendeine Minisumme oder irgendeinen Betrag bezahlen in der Zwischenzeit, oder geht das erst los, wenn du dann sozusagen im Cockpit sitzt?

Kleine Korrektur, ich habe diesen Vertrag nicht mehr, weil ich ja zwei Jahre Pause dazwischen hatte und bei mir wurde es jetzt nicht mehr gestundet mit meinem neuen Vertrag. Nochmal ganz langsam, was bedeutet das? Genau, also ich habe ja 2020 angefangen und dann wurde die Schule dicht gemacht für zwei Jahre.

Okay. Und dann lief es darauf hinaus, dass sie uns ATPLer und auch die MPLer an alle möglichen Flugschulen in Deutschland schicken wollten, weil sie gesagt haben, die Lufthansa bildet in den nächsten fünf Jahren nicht mehr aus. Ja. Und ich war damit nicht einverstanden, wollte aber jetzt auch keine rechtlichen Schritte gegen die Flugschule vor einnehmen, wie sagt man, eingehen und habe dann den Aufhebungsvertrag unterschrieben.

Ich weiß jetzt nicht, ob das schlau war im Nachhinein, wahrscheinlich nicht, weil die Konditionen besser waren damals. Aber dadurch wurde ich wieder eingeladen 2022 und bin jetzt quasi im besseren Schulungskonzept drin. Ah, okay. Da möchtest du mal einen kleinen Recap machen. also genau, sonst wird es hier mit dem Leitfaden wieder irgendwie raufkriegen, weil das ist ja, ich fing an, so erzähl mal, wie es gelaufen ist und dann habe ich nach Kosten gefragt und ich weiß, es lief ein Klagen, es ging da richtig hoch und runter in der Zeit, glaube ich, und vielleicht kannst du das einmal für die anderen so zusammenfassen oder irgendwas, wir haben ja vorher die Folge mit dem Lukas gehört, der ist, bei dem Schweizer Teil der Eva irgendwie angefangen und bei dem ist die Situation

ja, wir hören, ein bisschen anders, aber er ist ja auch noch nicht so weit und du bist aber halt weiter, aber du hast halt die deutsche Seite des Corona-Dramas mitbekommen und des Flugschulendramas. Und erzähl doch mal, zumindest aus deiner Sicht, wie das jetzt passiert ist. Du hast angefangen und warst im Frühjahr 2020.

Mich wundert überhaupt nicht. Ich meine, da war fullblon Corona doch schon echt absehbar. Und warst nur drei Tage da? Ja, ich war drei Tage da. Genau, genau. Und was, erzähl mal dann chronologisch so, wenn du das schaffst du im Kopf, was denn so mit diesen ganzen Lehrgängen so passiert ist und genau, dann kannst du deine Geschichte in dem Teil erzählen, vielleicht, wenn du Lust hast, also das ist ja total spannend.

Ja, also ohne Gewehr, ich meine, es war eine hochkomplexe Situation, ich weiß auch nicht genau, wie es bei den MPLern lief, auf jeden Fall wurde die Schule erstmal dicht gemacht, Anfang März war das und dann wurden wir mit einem Newsletter immer hingehalten, also wird gesagt, ja, Ende Mai macht die Schule wieder auf oder ab Juni, glaube ich, oder die Drehe.

Und dann wurde gesagt, ja, ab August macht die Schule wieder auf. Und es wurden dann also ein Newsletter für uns gemacht, der so gezeigt hat, wie schlecht es der Luftfahrt geht und so, dass wir so ein bisschen darauf eingestimmt wurden, was noch kommt. Die kenne ich, diese Newsletter, die sind mir sehr vertraut.

Und dann ging es weiter bis Januar 2021. Also das sollte unsere Fortsetzung der Schulung sein. und dann kam, glaube ich, Ende 2020 die Dreh so, ja, ähm, Ich glaube, dann wurden wir zu Calls eingeladen und da wurde so gesagt, Leute, hier wird nichts mehr und bitte unterschreibt den Aufhebungsvertrag, die nächsten fünf bis zehn Jahre werden wir keinen Bedarf für Piloten haben.

Also ich glaube, es sind wirklich die Zahlen, die genannt wurden. Und es wurde gesagt, Leute, die schon in der Multi-Engine-Phase sind, werden fertig geschult, aber alle vorher, die können die Möglichkeit nutzen, an eine andere Flugschule zu gehen. Das war so ein bisschen interessant, weil das so einen Flugschulwechsel beinhaltete und es war nicht ganz sicher, ob das mit dem Vertrag vereinbar war.

Und dann wurde mir angeboten, 2021 an eine Flugschule in Mitteldeutschland zu gehen. Okay. Und war da schon irgendwie irgendwas, also bis jetzt, bis dahin musstest du nicht irgendwelche, ich sag mal, Kosten oder irgendwie sowas bezahlen, ne? Also ich schätze nicht mal, sondern du warst halt einfach, gingst nicht hin zur Schule und man hat, oder haben sie doch gesagt, aber wir kriegen trotzdem Geld von dir oder irgendwas von der Art? Nein, oder nicht?

Nee, natürlich nicht. Also ich hatte 3.000 Euro Bearbeitungsgebühr für die Stundung überwiesen und da war dann plus die Frage, als ich den Aufhebungsvertrag unterschrieben habe, ob ich die zurückbekomme oder nicht, aber die haben wir natürlich zurückbekommen. Genau, also dir wurde angeboten, an andere Schulen zu gehen, ne?

Genau. Und zu welchen, zu den gleichen Kosten irgendwas? Genau, zu den gleichen Kosten. Okay. Und, oder einen Aufhebungsvertrag? Genau. Ja, und du hast die Option Aufhebungsvertrag gewählt. Genau. Und welche Begründung oder welche Gründe hattest du da für dich da im Kopf? Ich wollte nicht an die Flugschule. Es war jetzt nicht so eine renommierte Flugschule in Deutschland.

Ich wollte halt die beste Ausbildungsqualität haben und habe gesagt, ja, dann erst mal nicht. Und, Das war so mein Gedanke dahinter. Also jeder, der sich mit Recht ein bisschen auskennt, sagt, ich hätte nichts unterschreiben dürfen. Und es gibt auch Leute bei mir im Kurs, die haben das nicht unterschrieben und sind jetzt trotzdem an der Schule. Aber so ist es nun mal gekommen.

Im Nachhinein ist es geschlauer. Ja, okay. Aber damit hattest du auch deine 3.000 Euro wiederbekommen zumindest? Genau. Ich habe alles zurückbekommen, was ich gezahlt hatte. Ja, gut. Ich meine, man muss sich aber mal so reinverlegen, dass die Situation, so die Stimmung, die hier war. Also ich war da in der Stimmung, dass mein Flieger nie wieder fliegen wird, der 380 da abgemustert wird und ich habe die Entscheidung getroffen, sogar mit der Fliegerei aufzuhören in dieser Gedankengang.

Also das ist alles, das ist schon eine schwierige Situation gewesen und ich meine irgendwie musst du ja auch, ich sage mal dein Brotkorb sollte ja auch gefüllt werden in der Zeit und irgendwie muss man ja irgendwie irgendwas tun und das Geld irgendwo herkriegen. Also ich kann das schon verstehen, diesen Gedanken, dass man jemand da hat und 3000 haben, ist dann besser, haben oder nicht haben, sind dann 6000, sag ich mal so.

Ja, ist doch so der Spruch. So, okay, dann kannst du mal, also manche Leute haben den Aufhebungsvertrag von dir nicht unterschrieben und sind dann zu den anderen Flugschulen gegangen, richtig? Genau. Ja, okay. So, und jetzt, das war deine Situation, wie ist das denn so weiterentwickelt in der Zeit? So, vielleicht, was aus der Schule geworden ist oder was die anderen Kollegen gemacht haben, wenn du da so ein paar Geschichten gehört hast, das wäre mehr, also mich würde das interessieren, bestimmt vielleicht die HörerInnen auch.

Ja, also ich meine die MPLer, die haben ja geklagt und die sind dann alle an die TFC gegangen, weil das die einzige Schule in Deutschland war, die MPL ausgebildet hat. Weil die einen speziellen MPL-Vertrag mit Ziel Lufthansa hatten. Und da ist keiner rausgegangen. Die haben wahrscheinlich denselben Auflösungsvertrag bekommen, könnte ich mir vorstellen.

Oder Aufhebungsvertrag. Ja, die haben dieselbe Option gehabt. Die hatten sich dann rechtlichen Beistand geholt. Und die meisten sind hingegangen. Ich weiß aber auch von ein paar, die auch einen Aufhebungsvertrag unterschrieben haben. Okay. Und dann haben Sie, zu welcher Schule, ist das die Mönchengladbach gewesen oder irgendwas?

Nee, nee, TFC Käufer, das ist in Essen. Ah, Essen oder Essen-Mühler. Ja, das meinte ich auch, Essen-Mühler. Man muss ja dazu sagen, dass so ein MPL ja ganz strikt, zumindest damals auch, an eine am Anfang sogar an eine Airline geboten war, dass dort der restliche Teil der Ausbildung konkret für das Multi-Cockpit Multi-Crew-Cockpit ausgelegt war wegen heißt es ja auch MPL, und Multi-Pilot-License genau und, weißt du bei Essen-Mülheim der Käufer, mit welcher Airline er da sozusagen zusammengearbeitet hätte, weißt du das?

Das ist eine gute Frage. Also die werden sicher Lufthansa Procedures genutzt haben in der Ausbildung. Ja, aber trotzdem, du kriegst ja dann deinen Schein beim MPL. Vielleicht müssen wir doch ein bisschen den Unterschied zwischen ATPL und MPL so ein bisschen aufklären. Also ein ATPL, korrigieren wir mal, wenn ich es irgendwie falsch lege, ist halt mittlerweile modular aufgebaut.

Du fängst mit dem PPL an, dann machst du dein CPL, da kannst du in gewissen Bereichen Geld mitverdienen, machst du dein IFA dazu. Und wenn du dann die Theorie dazu gemacht hast, kannst du dann in den Status, zumindest in Europa, des frohsen ATPLs kommen. Dann darfst du noch nicht der Commander sein eines Flugzeuges, also der PIC, P-I-C, Pilot and Command oder Kapitän oder wie man das nennen möchte, der verantwortliche Luftfahrzeugführer.

Aber erst wenn du genügend Stunden gesammelt hast in einem, weißt du es dann, Airline-Coplet oder einen Betrieb, der solche Lizenzen benötigt zum Fliegen von deiner Flugzeuge, genügend Stunden hast, dann kannst du den ATPL bekommen und dann auch linke Seite als verantwortlicher Flugzeugführer fliegen, sozusagen.

So, und der MPL ist halt so aufgebaut, dass du diesen kleinen PPL-Teil und CPL-Teil, dass du den total skippst, dass du eigentlich so konkret auf dem Zwei-Mann-Cockpit schulst, oder Zwei-Frau-Cockpit, ich habe gestern den Film Der alter weißer Mann gesehen, dass du das so konkret schulst, dass, ja, du am Ende ja gar nicht eigentlich in so einem einmotorigen Single-Pilot-Flieger fliegen darfst, weil du dafür gar keine Berechtigung hast. So extrem speziell.

Das heißt, wenn der Käufer dir, wenn die Käufer, also die Flugstuhl der Käufer damals dir diesen MPL angeboten hat, wo wären die denn weiter geflogen? War das bekannt für diejenigen? Weil das gehört ja zwingend dazu. Das geht ja gar nicht anders. Gute Frage. Ich weiß gar nicht, ob die das ohne Airline im Nacken gemacht haben.

Ich glaube, es war nicht möglich und die haben den MPL, soweit ich weiß, für Condor gemacht. Daher kam das und ich denke, das war sich auch die einzige Möglichkeit, wenn du da privat hingegangen bist, den APL zu machen. Also theoretisch wäre das, glaube ich, auch für die Flugschule ein teures Konstrukt gewesen, weil sie sich da auch halt eingetragen haben, weil die wahrscheinlich hätte, ich sag mal so, dann die Condor gesagt, ah, ihr habt hier also Flugschüler und die sollen ihren MPL abschließen und die sollen bei uns fliegen. ja, das kostet euch so und so viel.

Obwohl man ja dann, also das war, es war schon echt eine wilde Zeit. Und die haben geklagt, kann das auch sein? Genau, die haben aber geklagt auf Beendigung des MPLs, das war das doch. Genau, also das Ziel war, den MPL eigentlich an den Lufthansa Standorten durchzuführen, so wie es im Vertrag stand. Aber es stand auch so eine Klausel drin, dass es auch andere ausgewählte Standorte sein dürfen. Das war alles so ein bisschen undurchsichtig und deswegen ging es auch vor das Gericht.

Ja, ich weiß, das war viel mit der Vereinigung Cockpit zusammen, große Klagen und all sowas und ich bin da am Ende wirklich nicht mehr durchgestiegen. Ich hatte meine eigene Probleme und deswegen finde ich also spannend, was aus der Flugschule geworden ist. So, okay, du warst ja nun bei den ATPLern sozusagen, also rein theoretisch warst du eigentlich, sagen wir mal so, die Leute, die da, warst du an einer besseren Position, weil du bekamst eine Lizenz mit der du bei jeder Airline hättest dann am Ende einsteigen können.

Nicht nur bei dem, die auf den MPL zugeschnitten waren, oder? Das ist korrekt. Also ich persönlich finde auch, es ist die bessere Lizenz. Damals hat man bloß den MPL-Lehrgang so begehrt, weil man halt ins Lufthansa-Cockpit durfte. Das war eigentlich der einzige Grund. Ja, genau. Das war der einzige Grund, überhaupt kein Grund, sich besser zu fühlen eigentlich am Ende. Ja, gut, okay, gut. So, okay.

Dann bin ich schon wieder abgeschwiffen, weil wir mussten das irgendwie erklären, Sonst ergibt es irgendwie keinen Sinn. Du bist also, hast den Aufhebungsvertrag unterschrieben und dann... Dann habe ich gearbeitet. Also seit Corona losging, habe ich da in verschiedenen Jobs gearbeitet. Okay. Und wieso bist du am Ende wieder in die Flugschule reingekommen?

Haben die dich angeschrieben dann? Ja, also ich hatte auch Kontakt zu den Leuten, die an der anderen Flugschule waren und die haben gesagt, ja, es geht das Gerücht um, dass nächstes Jahr, also 2022, die Schule wieder aufgemacht wird. und es verdichtete sich dann irgendwann mehr und dann im Frühjahr 2022, habe ich es mitbekommen und ich habe initiativ hingeschrieben, habe gesagt, Leute, wenn ihr wieder aufmacht, ich bin bereit, ich habe Lust und dann wurde ich zu einem Nachinterview eingeladen, das ist rechtlich notwendig, wenn man so eine lange Pause hatte, dass man schaut, ja, passt da noch alles sicherheitstechnisch.

Aber Nachinterview war wegen Zupp und irgendwie sowas in der Art oder irgendwas, Also wegen dieser Zufall. Oder musstest du nochmal eine Berufsqualifikation oder waren die nicht mehr gültig? Ja, also die kognitiven Tests musste ich nicht machen. Dieses Gespräch hat ausgereicht. Ah, okay. Alles klar. Ja, aber ich frage wegen Zupp, ob du vielleicht in der Zwischenzeit irgendwie, sagen wir mal so, einen Abenteuerurlaub im Irak gemacht hast und da hätte man gesagt, ach nee, ich weiß mal, keine Ahnung, irgendwas oder anderes.

Oder das wurde gar nicht so. Nee, okay, gut. Nö, die habe ich natürlich immer verlängert. Also die ist ja auch fünf Jahre gültig, die war da sowieso noch gültig. Naja, okay, alles klar, gut. So und das heißt, du bist denn da wieder neu zur Schule hingegangen. Was haben denn die Kollegen gemacht von dir aus dem ATBL-Ergang, die nicht den Aufhebungsvertrag unterschrieben haben?

Die sind an verschiedene Flugschulen gegangen, zwei Stück. Und die sind dann fertig geworden, letztes Jahr, 2023. Und soweit ich weiß, fliegen die meisten davon jetzt bei einem bekannten Low-Cost-Carrier in Deutschland. Okay, aber nicht dem, wo du praktisch demnächst landen würdest. Das war ja auch mal so ein Low-Cost-Carrier.

Doch, ja. Also es kann sein, dass wir uns da treffen. Aber die sind schon deutlich eher reingekommen. Okay, alles klar. Bereust du den Schritt, dass du da den Aufhebungsvertrag unterschreibst? Das ist eine doofe Frage, weil die Sache ist, hinterher irgendwas zu sagen. Oder haben die sich dadurch besser gestellt oder weniger Kosten, mehr Kosten oder irgendwas in der Art?

Also ich sage mal, finanziell geht es denen besser durch den alten Vertrag. Aber die Schulungsqualität hat natürlich darunter gelitten, dass man eine andere Flugschule geht, die nicht so gute Procedures hat. die beste Option wäre gewesen den Aufhebungsvertrag nicht zu unterschreiben und trotzdem die neue Schulung zu machen, aber das haben bloß ganz wenige geschafft das.

Heißt auch nicht alle, wenn ich das richtig verstehe nicht alle sind dann her bei der Eurowings oder sonst was gelandet, sondern fliegen auch keine Ahnung, bei dem Flieger mit der Harfe hinten am Heck und all sowas, habe ich das richtig verstanden? Die ATPLer nicht, die haben kein Recht zur Harfe zu gehen Ah.

Okay. Wieso kein Recht? Ja, das ist über eine Betriebsvereinbarung geregelt. Die ist vom letzten Jahr. Also die müssen in der Group arbeiten, sozusagen? Die müssen nicht in der Group arbeiten, aber die dürfen jetzt nicht zur Mainline gehen. Was meinst du mit Mainline? Lufthansa Mainline. Ah, also, nee, das sind ja die mit dem Kranich am Heck, die mit der Hafe am Heck, das sind die irischen.

Ah, Verzeihung. Das sind die irischen Dinger, ne? Ich dachte kurz, du hast den Kranich als Hafe. Nee, nee, nee, nee. Nee. Also manche Leute sagen auch Messer und Gabel, ne? Aber die sind ja Kranich, ne? Aber, nee, die Hafe ist ja diese irische Gesellschaft. Ja, nee, da fliegt niemand. Die haben schon einen vernünftigen Job.

Okay, alles gut. Also ich will auch gar nicht lange rüberreiten. Das ist ja auch alles Schnee von gestern. So kann man das sagen. Und so sollen wir das auch sehen. So, dann hast du wieder angefangen. Und erzähl mal, wie ging es denn weiter? Wir haben die Geschichte von Lukas gehört, wie er angefangen hat in der Schweiz.

Wie lief es, bei welchen Locations lief es bei er? In Bremen war er nicht mehr. Bremen war dann schon zu, richtig? Nicht ganz. Also der Standort Bremen wurde verkauft und man hat sich wieder eingemietet. Ja, okay. An die Bundeswehr verkauft oder wo? Nee, ans Land Bremen, an die Hochschule. Ah, okay. Okay. Gut.

Genau. Und man hat sich dann einen kleinen Teil der Flugschule zurückgemietet und da haben wir dann unsere Ausbildung begonnen. Im Sommer 2022. Okay. Und zwei Jahre später als geplant. Okay, gut. Alles klar. So und wie viele Leute wartet da im Lehrwerk und sowas? War die Schule dann ziemlich schnell voll wieder oder der Bereich oder wie viel?

Es hat eine Weile gedauert. Am Anfang waren wir der einzige Kurs und viele Leute waren noch überrascht, dass auf einmal Leute da sind. Die wussten gar nicht, dass wieder Schüler kommen. Und es hat eine Weile gedauert, bis die Schule sich gefüllt hat. Also alle paar Monate haben dann neue Kurse gestartet und mittlerweile ist die Schule wieder auf vollem Niveau.

Und ich weiß gar nicht, wie viele gleichzeitig da sind, aber es sollen pro Jahr mindestens 150 Leute ausgebildet werden. Auf dem Stand bin ich. Okay. Musstest du denn wieder 3.000 Euro bezahlen für Stundungsgebühr oder irgendwie sowas? Nee, diesmal sogar ein bisschen mehr, weil die ganze Ausbildung jetzt privat finanziert werden musste.

Nichts mit Stundung? Nee, Stundung ist vorbei. Okay, das heißt, du hast, und die Zahlung beginnt gleich mit dem ersten Tag oder der Schulung oder erst wenn die Schulung kommt? Genau, man kann das Ganze in Raten aufteilen oder halt einmal komplett zahlen. Und es gibt aber eine Option über einen Bildungsfonds, wo man ein gewisses Eigenkapital mitbringen muss.

Das sind jetzt mittlerweile 10.000 Euro und der Rest wird dann von diesem Fonds halt wie gestundet, aber man muss dann auch quasi Zinsen zahlen. Man zahlt dann einen bestimmten Prozentsatz seines Gehalts zurück für einen gewissen Zeitraum. Ich glaube, das sind zehn Jahre und das wird dann in der Regel teurer, als die Ausbildung kostet hat. Das sind dann die Zinsen. Okay.

Und ich sage mal so, kann man sich, also du musst Geld mitbringen mittlerweile, um die Ausbildung zu machen. Okay, ich sage mal so, selbst in meiner Zeit musstest du in dem Sinne Geld mitbringen, weil du nicht Zeit hast, noch nebenbei zu arbeiten und dir deinen Lebensunterhalt zu verdienen, während man da gleichzeitig schult.

Und das schaffst du, das ist ja Fulltime-Schule, das schafft man ja immer noch nicht, sozusagen. Aber jetzt gleichzeitig bezahlen und Lebensunterhalt und dann die Schulung machen, ist schon tough dann, oder nicht? Also für viele, oder? Auf jeden Fall, ja. Das kann sich nicht jeder leisten und das hat die Hürde, in die Schulung reinzukommen, auf jeden Fall gehoben.

Okay, das ist irgendwie traurig. so und dann ja okay dann ist also, in Bremen nochmal ein kleiner Unterschied, ich glaube der, wenn ich das richtig im Kopf habe, der Lukas von der vorherigen Episode, der hat erzählt, dass zumindest in Gränchen oder Gränchen wie das heißt war, da hatte man, einen sozusagen ein Dorm, wie heißt es ja im Englischen also so ein Schulungsbereich, wo man übernachten konnte, so wie in Arizona dann später auch, das gibt es natürlich in Bremen auch nicht, also du hast, du musst deine Wohnung da irgendwie, WG oder irgendwas da so ein bisschen, ja, okay, gut, okay, also dann fing deine Sommer 2022 fing es an, in welche Blöcke war das aufgeteilt? Erzähl doch mal.

Die Theorie war ein durchgehender Block, mit einem Jahr angesetzt und mit verschiedenen Zwischenprüfungen. Das macht man halt, um sicherzustellen, dass jeder Schüler auf dem Level ist, wo er sein sollte. Es gab dann sechs Zwischenprüfungen, wo man immer einen gewissen Prozentsatz haben musste und der letzte war sogar so wie eine Simulation vom Luftfahrtbundesamt, wo man dann alle Prüfungen in den drei Tagen mal schreiben musste zur Probe.

Okay. Und das heißt, vom Theorie her, hast du inklusive ATPL-Theorie alles dann fertig? Genau, nach dem Jahr habe ich dann, oder nach elf Monaten schon, haben wir die Prüfung beim Luftfahrtbundesamt abgelegt und alle 13 Fächer geschrieben in dreieinhalb Tagen, wie es üblich war. Und dann war die Theorie vorbei. Jeder hat sich gefreut.

Konntest du, gab es Leute, die vorher noch nicht geflogen sind und trotzdem da waren? Also du hattest ja ein PPL schon sozusagen. Genau. Also man muss sagen, es gab viele im Kurs, die Vorerfahrung hatten. Gerade durch die zwei Jahre Pause haben viele schon teilweise in anderen Flugschulen die Ausbildung angefangen und haben dann wieder gewechselt.

Das war alles so ein bisschen gemischt. Das war ein sehr erfahrener Kurs, aber es gab auch ein paar Leute, die keine Vorerfahrung hatten. Also es ist nicht notwendig, sowas zu haben. Es hilft? Nee, natürlich nicht. Das ist eine Abinitio-Schulung, da kann man ohne Vorkenntnisse hingehen, aber es ist natürlich von Vorteil, wenn man schon ein bisschen was weiß.

Ja, klar. Ja, es ist definitiv ein Vorteil. Also alleine, wenn der Kollege da vorne oder Kollegin da steht und da irgendwas erzählt, dass du weißt, dass du dann alleine eine Vorstellung hast, wie sieht das nachher in der Praxis aus? Also, wenn man da sein Headings ausrechnet und sagt mal, ich muss jetzt 231 Headings fliegen und nicht 232.

Und du sagst so, guckst auf deinen Whisky-Kompass und sagst so, na, ist klar, mache ich. Genau. Das geht. Gut, da war es ein Jahr Theorie und dann, wenn ich das richtig zusammenrechte, ging es dann Ende 2023 in die praktische Ausbildung. Genau. Dann ging es nach Gutier. Gutier, okay. Und auch da gibt es ja in dem Sinne die normale, alte Lufthansa-Schule nicht mehr, sondern da ist es jetzt United alles immer, wie auch der Lukas erzählt hat. Okay.

Und da kommt er auch zum ersten Mal theoretisch mit dem Schweizer Teil der European Flag Academy zusammen. Kann das? Genau. Schweizer waren auch da. Okay. Und die Sprachbarriere ging aber zwischen Schweiz und Infraganus. Es war möglich, ja. Okay. Und wie lief das denn? Gab es denn, ganz doofe Frage, gab es denn da auch alte von diesen MPLA-Lehrgangs, die jetzt auch wieder bei euch aufgeschlagen sind? durch...

Ja, tatsächlich. Die waren sogar schon eher da als wir. Also es waren auch viele MPLer da, die dort ausgewählt wurden. Und die immer noch einen MPL machten, weil es bei denen so im Vertrag war. Genau. Ja. Okay. Witzig. Gut. Ja, okay. Und dann war es in Amerika. Erzähl doch mal da. Was bist du da alles geflogen und wie sah das denn da aus?

Also wir sind ja im Sommer hingekommen und der erste Eindruck war ja erstmal brutal heiß. Also es war auch wieder ein Rekordsommer, als wir drüben waren. Wir hatten über, ich glaube, über anderthalb Monate hatten wir jeden Tag über 43 Grad. Es ging teilweise hoch bis 47, 48 Grad. Also das war schon heftig.

Und das hat auch natürlich Herausforderungen ans Fliegen gestellt. Ja, klar. Performance-mäßig und auch, dass einem nicht schlecht wird, wenn man da nachmittags fliegt und die ganze Zeit durchgeschüttelt wird. Oh ja, und das kann ich auch mal, die Hitze und überhaupt und, ich erwähne mal ganz kurz, ein bisschen reden wir ja wahrscheinlich gleich noch über die Zirrus und die Zirrus dort hat eine Klimaanlage gehabt, richtig?

Ja, die hat eine Klimaanlage, wenn sie funktioniert. Genau, okay. Ich erwähne mal, dass wir dieselben Quatsch auch geflogen sind, aber ohne Klimaanlage, nur so nebenbei, also weil unsere Kisten Unglaublich. Ja, unsere Kisten hatten das nicht. Also deswegen ist das. Und das mit dem Schlechtwerden, insbesondere seid ihr ja, fließt man ja immer auch ein Fluglehrer und zwei Schüler, schätze ich mal.

In der Regel, ja. Ja, genau. Und derjenige, der hinten dran sitzt, der muss das Ganze ertragen. Und dem geht es meistens, also gerade dann, wenn es richtig heiß wird und das richtig hackt dort, also wenn er nur für euch da, geht es nicht immer gut, finde ich, da hinten drin. Ja, da gibt es schönere Plätze, wo man sein kann.

Ja, okay. Am cool zum Beispiel. Ja, okay. Genau, also so, da fing der praktische Teil an und ihr seid mit der Cirrus geflogen, wenn ich das richtig sehe, ne? Genau, Cirrus SR20, sechste Generation. Ich weiß nicht, ob das jemand einordnen kann, aber... Ich nicht, aber okay. Schöne, moderne Flugzeuge. Und, musste man da das war ja praktisch eine Ausbildung erstmal VFA, ne?

Genau. Es war aufgeteilt in vier Flugphasen und die ersten drei waren BFA. Okay. Und also für einen PPL, für einen amerikanischen PPL oder deutschen PPL, der dann vor einem Prüfer dort, jedenfalls war das bei uns so, es ist immer noch von einem deutschen Prüfer abgenommen wird, damit du eine deutsche PPL-Lizenz hast.

Nee, tatsächlich gar nicht. Also der einzige Checkflug, den wir gemacht haben, also der offizielle, der war am Ende der Ausbildung, der LBA-Check. Okay. Das heißt, wir haben keine Zwischenlizenzen gemacht. Wir haben direkt den kombinierten Checkflug CPL, Multi-Engine, Instrument Rating gemacht. Okay. Okay. Spannend. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wie es bei uns war.

Ich meine, wir hatten noch einen PPL-Check, einen ganz normalen dazwischen, damit man uns auch Solo, also, na wobei Solo kannst du ja als Student Pilot immer irgendwo, ne, damit wir uns auch nachher, es gab ja Teamflights. Wir sind ja, gab es bei euch auch Teamflights? Nee, das gab es bei uns nicht. Okay, muss mal ganz kurz erklären. Also bei uns gab es früher Teamflights.

Deswegen wahrscheinlich war da der Unterschied in der Lizenz schon da, dass wir hatten einen deutschen PBL gemacht, den man dann sofort auf einen amerikanischen PBL umgeschrieben hat, sodass wir Teamflights machen konnten. Mit anderen Flugschulern zusammen sind wir dann zu zweit oder zu dritt geflogen und wir haben natürlich auch Missions abgeflogen. Es ging auch dann um Stundensammeln und sowas und das hat man dann gemeinsam gemacht damit.

Das war eigentlich eine gute Idee, aber es wurde auch immer sehr viel Spaß dabei gemacht sozusagen. Das erste Mal ohne Fuglehrer los. Es gibt einige Geschichten, die man darüber erzählen könnte und ich glaube in einer alten Folge, die Wish to Go Around hier in meinem Fundus von Episoden, vielleicht kann das jeder in den einen oder anderen googeln, da erzählen wir auch mal so ein bisschen darüber.

So, also ich schweife immer ab. Ich lasse immer meine Struktur da irgendwie zerbröseln. Das heißt, ihr seid da hingekommen, wurde da auch Theorie gemacht? Na, plus die notwendige Theorie, also ein Tag vor jeder Phase, was in der Phase relevant ist, aber jetzt nicht viel Theorie. Okay, gut, okay. So, dann seid ihr Zirrus geflogen. Also für viele Leute auch das erste Mal, dass sie überhaupt im Zugzeug selber geflogen sind.

Lief die Schule, das würde mich nochmal auf diese MPL-Lehrgänge zurückgehen, haben die weniger Stunden oder mehr Stunden gemacht? Sind die anders geschult worden oder war das am Ende genau das Gleiche? Weißt du das? Ja, das ist, also ich habe jetzt nicht den Syllabus vor Augen, aber mir ist aufgefallen, dass sie sehr wenig Stunden fliegen und auch die Stunde ziemlich kurz war.

Also die waren kürzer als wir drüben und die sind vom Radius her nicht weit weg von Phoenix gekommen im Vergleich zu uns. Ja, das sagte man, weil es eben keine Art BL ist. Ich meine, ihr habt, du kannst jetzt alles fliegen und die können nicht alles fliegen, sozusagen. Genau. Ja, genau. cool, so wie fandst du denn die Zeros zum Fliegen generell?

Also als kleine Vorgeschichte, ich hatte ja den PPL schon und das auf Cessna 150 gemacht, 50 Jahre altes Flugzeug und ich finde, da lernt man das Fliegen ziemlich gut. Und die Cirrus war schon mal ein ganz schön anderer Step mit diesem Side-Stick und dieser federgelagerten Steuerung. Die hat ja einen Neutralpunkt gehabt und sowas, kannte ich ja von der Cessna gar nicht, da war alles offen.

Und es war schon ein anderes Fliegen. Du hast eine höhere Flächenlast, das Flugzeug ist deutlich schneller. Und das war für mich auf jeden Fall ein Schritt, den ich gehen musste, ein komplexeres Flugzeug und Leute, die gar nicht geflogen sind, habe ich gestaunt. Das ist schon ein relativ anspruchsvolles Flugzeug als Basic Trainer.

Muss man sagen. Ja, das ist ja der Punkt, den ich immer so ein bisschen habe, dass ich so eine Zirrus für Leute, die segeln auf Wasser, mit so einem Katamaran vergleiche, dass der sehr schnell ist und sehr steife Segel hat und super Performance hat, aber dass du da weniger erkennen kannst, was eigentlich genau jetzt am Segel passiert und wann ich zu viel, die Segelstellung falsch habe oder irgendwann, weil das Segel immer irgendwie gleich aussieht, was immer sehr schnell ist.

So ein Katamaran. Und das nicht lernst du das optimale Feingefühlige. Und dass du mit einer Steuerung, die nicht federbelastet ist, dass du natürlich die Flugzeugkräfte, die wirken, viel deutlicher spüren kannst. Das ist so mein Argument. Ich sage nicht, dass man das nicht kann. Man kann ja darauf anscheinend lernen.

Das beweisen ja hunderte von Menschen monatlich, dass sie da auf so einer Zirrus lernen können. wird ja auch in anderen Flugschulen verwendet. Die Frage ist, ich frage jetzt von wir zwei jetzt hier von ich puste mal so auf meine Finger von Pilot zu Pilot, wie du das empfindest, ob ich da Blödsinn rede oder nicht, sozusagen.

Nee, ist schon ein valider Punkt. Ich würde sagen, die meisten haben es gut hingekriegt, aber gerade in der ersten Phase gab es wahrscheinlich auch mal ein paar Leute, die ein bisschen gestruggelt haben, dadurch, dass das Ding jetzt halt schon ein bisschen anspruchsvoller zu fliegen ist. Also ich meine, dass man auf einem anspruchsvollen Flugzeug fliegen lernen kann, das geht.

Mir geht es mehr so um diese Scheuerung. Darum geht es mir eigentlich. Dass manche Leute, dass das Klicken im Kopf halt vielleicht nicht ganz so schnell geht. Was will das Flugzeug jetzt von mir sozusagen? Ja. Also wir haben damals auf der Bonanza gelernt. Ich meine, viele Militärleute, die fangen ja nicht auf einer 150er an und schicken einen dann als nächsten Step dann auf so einen schnellen Militärjet, sondern die fangen auch gleich auf einen mit Einziehbarwerk, Verstellprop und den ganzen Scheiß, den man in so einem Flugzeug da kompliziert machen kann, fangen die ja auch an. Und das ist möglich, aber die haben halt eine andere Steuerung.

Auch eine Bonanza hat eine konventionelle Steuerung, nicht federbelastet, sondern mit Trimmung. Da spürst du halt alles ziemlich genau auch gleich. Wie viele Stunden bist du denn jetzt da geflogen? Also sozusagen, sozusagen. Also während, gute Frage, ich weiß gar nicht genau, wie viel ich in Gutier geflogen bin, aber also während der ATPL-Schulung 160 Stunden und während Gutier müssten es wahrscheinlich so um die 100 gewesen sein oder etwas weniger.

Und also du bist 100 Stunden in Phoenix geflogen auf einer Cirrus, habe ich das richtig verstanden? Ja, du musst mal zur ATPL-Lizenz gehört halt dieses Hour-Building, diese 150 Stunden, die man halt fliegen muss sozusagen. und das hast du alles in Phönix gemacht, war alles mit Fluglehrer immer zusammen, weil das ja hat es ja keine, nee, du Solo hast ja auch gemacht, ne?

Ja, wir sind auch regelmäßig Solo geflogen, auch Cross Country und alles, ja. Okay, aber immer alleine dann, ne? Genau, immer alleine. Okay, und wie ist denn das so mit Fliegen mit dem Flugzeug, mit Klimaanlage? Das ist ja toll, das muss doch schön gewesen sein, oder? Ja, klar. Und das ist echt gut. Also ich meine, wenn du einmal so auf 8.000, 9.000 Fuß bist, dann ist es eh aushaltbar.

Aber wenn du jetzt Platzrunden fliegst, dann ist die Klimaanlage schon viel wert. Muss die nicht zur Start und Landung aus sein, wenn ich das nochmal fragen darf? Also die nimmt ja auch ordentlich Performance weg vom Flugzeug. Und bei 43 Grad ist der Flieger ja wirklich kein flottes Ding mehr bei der Temperatur.

Absolut nicht, absolut nicht. Nee, wir haben sie angelassen, die Klimaanlage. Das Einzige, was man für den Start ausgeschaltet hat, war die Umluft. Ah, okay. Wo die Circulation, da wurde es nochmal kälter dadurch. Das hatte, glaube ich, was damit zu tun. Ich bin mir gar nicht sicher, dass irgendwie keine Abgase in die Klimaanlage reinkommen oder so.

Okay. Und, ähm... So, ja, erzähl doch mal, generell so dein Eindruck von Phoenix, wie war das denn so mit, ihr habt da ja auch übernachtet auf dem Gelände, dort bekam der auch ein Zimmerchen sozusagen, Gott sei Dank, ne? Nein? Nee, tatsächlich nicht. Also bei uns war das gerade im Aufbau und wir wurden dann in Apartments untergebracht.

Okay. Was aber super war, weil die waren viel schöner und größer. Also uns ging es da wirklich gut. Okay, okay, okay. Aber ja, und den Pool, den gibt es denn da eigentlich noch auf dem Schulgelände? Die beiden Pools gibt es, ja. Beide Pools, oh Gott, okay, cool. Gut, und dann, ja, erzähl doch ein bisschen was davon.

Wie lief das nochmal ab? Welche Blöcke? Ich muss das nochmal in Struktur reinbringen, ja ganz kurz, sonst schwirre ich wieder ab so ein bisschen. Ja, also wie gesagt, es gab vier Flugphasen. Die erste war Basic Flying. Lernen, wie man Steilkurven fliegt, wie man Strömungsabriss recovert, Platzrunden. Die Leute, die noch nie geflogen sind, die mussten erstmal lernen, wie man so eine Kiste landet, was ja auch nicht so einfach ist.

Und dann gab es den ersten Zwischencheck mit quasi mit einem Senior Pilot oder mit einem Checkpilot von der Flugschule, der dann quasi gesagt hat, ja, du bist safe. und der Beginn der zweiten Phase war dann der erste Solo. Okay. Und in der zweiten Phase ist man dann immer abwechselnd Cross-Country geflogen mit dem Lehrer zusammen oder der Lehrerin und zwischendurch hat man dann immer Solos gemacht zu Flughäfen in der Umgebung, die durften nicht so weit weg sein.

Und so ist die zweite Phase rumgegangen, dann gab es wieder einen Check, einen Cross-Country-Check, wo halt geschaut wird, kriegst du es alles gut hin mit deiner Zeit, mit deinem Papierflugplan und sowas, also Oldschool, dass man das auch kann. Und die dritte Phase war eigentlich die schönste, weil da gab es richtig viele Stunden und wir hatten auch richtig lange Flüge und konnten auch mal richtig weit weg fliegen für unsere Verhältnisse.

Ja, Amerika ist schön zu fliegen da in der Ecke, das bringt Spaß. Ja, es ist ein Traum gewesen. Ja, kann ich mir vorstellen. So, und dann, die Fluglehrer war alles Amerikaner? Das waren fast alles Amerikaner, außer einer, der war deutsch. Okay, gut. Und war dann viel Wechsel drin? Also waren das junge Leute, die dann auch nur ihre Stunden gemacht haben und dann wieder weggegangen sind?

Weißt du, vom Gefühl her? Genau, also die waren alle plus da, um ihre Stunden zu machen, bis auf die Leute, die fest angestellt waren, die Jetpiloten, die schon immer da waren. Aber ja, die wollten alle ihre Stunden machen und dann abhauen. Aber bei mir war nicht so viel Wechsel drin, aber bei anderen schon teilweise.

Okay. So, und dann, das war so die erste Phase, ne, gesagt hast, ne? Genau, das war jetzt bis zur dritten und die vierte war dann IFA-Introduction, also Instrumentenflug lernen und dort mit der Hood Anflüge fliegen, Departures und sowas. Und da hat man nicht vorher schon mal so ein bisschen mit angefangen, dass du, wenn du hier irgendwie WFA fliegst, flieg doch mal nach Radials oder irgendwie so, weißt du, dass du da so in der Richtung schon gegangen bist oder nö, gar nicht so sehr?

Ja, wenig. Nee, eigentlich kaum, ja. Also Intercepten und sowas hat man eigentlich alles erst IFA gemacht. In der WFA-Phase hat man natürlich zur Sicherheit auch mal die Hood aufgesetzt, um zu schauen, dass du auch, falls du jetzt irgendwie in Wolken einfliegst, sicher fliegen kannst, dass das auch klar geht, aber das kam eigentlich alles erst in der vierten Phase, so Radials und sowas.

Okay. Wie war denn da die Failure Policy? Also was ist, wenn du diese Crosschecks und sowas nicht bestanden hattest, hast du da, kannst du dich noch daran erinnern? Ich meine, weil das bedeutet ja meistens Wiederholungsstunden und musste man die bezahlen oder war die bis zu einem gewissen Teil schon da drin dabei oder?

Das musste man in der Regel nicht bezahlen. Also man durfte den Scheck bloß, Ich müsste jetzt im Syllabus nachschauen oder in unseren Handbüchern, aber es gab auf jeden Fall eine Policy oder eine Richtlinie, wie oft man den Check machen durfte. Ich glaube, dreimal war es Maximum. Und zwischendurch gab es immer Zusatztraining, Additional Training wurde es genannt und da durfte man auch bloß eine gewisse Menge akkumulieren und sonst könnte es auch sein, dass man zum Gespräch eingeladen wurde.

Und wenn das weiter eskaliert, kann es auch sein, dass man auch ausscheidet. Ja, okay, das ist aber, ich sage nicht normal, aber dass sowas passiert, also Additional Training bekommen sehr viele. Also das ist üblich. Also die meisten bei uns im Kurs, die haben mal entweder einen Check gefehlt oder brauchen mal eine Stunde Additional Training und da sollte man sich auch nichts Schlechtes drauf einbilden.

Nein, nein, überhaupt nicht. Das ist so. Vor allem ist das ganze Ding ja auf Minimum ausgelegt, also das gesetzliche Minimum und das schafft nicht jeder. Also das ist so. Sind denn welche überhaupt mal rausgedroppt aus der Sache? Also, dass sie ganz aufgehört haben, dass sie festgestellt haben, sie, keine Ahnung, dieses Fliegen hitten oder, keine Ahnung, ist aber so, weil sie sich ständig übergeben haben und gesagt haben, ich habe keinen Bock mehr. Weißt du das?

Also freiwillig ist niemand ausgeschieden bei mir. Oh, und unfreiwillig? Ja, aber da möchte ich jetzt nicht weiter drauf eingehen. Nee, okay, aber mich wäre ja nur angetragen, ist das vertraglich geregelt, dass du dann, wenn du in der Phase ausschließt, dass du dann nur die Kosten zu tragen hast? Das wäre ja ganz interessant.

Weißt du auch nicht jetzt gerade? Ja, also man muss sicher nicht alles tragen. Das ist sicher, aber es kann sein, wenn man eine Phase angefangen hat, dass man auch die ganze Phase bezahlen muss. Okay. Okay, gut, alles klar. So, und dann IFR und wie weit seid ihr denn gekommen in Phoenix? Also welche Phase wurde denn abgeschlossen dann in Phoenix?

Ja, genau. Also die erste IFA-Phase in Phoenix wurde dann abgeschlossen. Und da gab es dann noch einen letzten Check und das war dann der letzte Flug auf der Cirrus in den USA. Und wenige Tage später ging es dann schon nach Hause. Okay. Man wurde entweder alleine heimgeschickt oder in Krüppchen. Je nachdem wann man fertig war, ging es dann schnell heim.

Und wie lange warst du genau dann in den USA? Ich war relativ lang drüben. Ich war sechseinhalb Monate dort. Okay. Und war schön. Schöne Zeit. Alles möchte man nicht missen. Einmalig. Ja. Wie war das denn für dich so ein Vorteil, dass du schon PPL hattest? Meintest du, du hattest, also war das ein Vorteil für dich? Warst du da entspannter dadurch wahrscheinlich in manchen Bereichen oder nicht?

Ja, auf jeden Fall. Also es war schon ein großer Vorteil, weil man ist einfach mit viel mehr Selbstbewusstsein in das Flugzeug gegangen. Man weiß, es ist auch bloß ein Flugzeug, auch wenn es jetzt in Cyrus ist. Und da konnte ich auch mehr Zeit nutzen, um Spaß zu haben und vielleicht mal, statt irgendwie das 20.

Mal zu dem Übungsflughafen zu fliegen, auch mal neue Ziele auschecken. Das hat mir die Zeit ein bisschen schöner gemacht, ja. Und so Qualität der Ausbildung, du hast ja gesagt immer, für dich war es auch wirklich eine gute Qualität der Ausbildung zu haben. Wenn du das jetzt so vergleichst mit deiner kleinen Ausbildung, die du da auf deiner 150 gemacht hast, versus der da, wie war das, sag mal so von Anfang an, hast du da einen grundlegenden Unterschied gemerkt?

Also, dass die ganze Herangehensweise anders war oder irgendwas? Ja, es ist eine komplett andere Welt. Also, die Lufthansa Group ist ja auch bestrebt, dass wir wirklich von Anfang an das Ding wie einen Airliner behandeln, dass wir mit Flows arbeiten, Checklisten danach und, Das hat mir schon mal eine ganz neue Welt gezeigt, wie man richtig sicher fliegen kann.

Kannst du dich an ein Beispiel ändern oder sowas? Ja, jetzt die Flows, wie gesagt. Also sowas kannte ich vom kleinen Flugzeug nicht. Also logischerweise hat man es immer gemacht. Also mit der Cessna wusste man, wenn man jetzt einen Sinkflug anfängt, zieht man Vergaservorwärmung. Aber da war kein strukturiertes Pattern. Ich drücke jetzt den Knopf, dann den Knopf, dann den Knopf.

In der Cirrus war das dann alles sehr strukturiert und musste auch genauso gemacht werden. Ja, genau. Das würde ich auch so im Kopf halten. Die kleine Flugschule, wo ich ja jetzt die Schule vom Verein her aus, die ist sehr dicht dran an, liegt ja auch auf dem Grundstück der Technik, sagen wir mal so, und die ist sehr dicht dran an so Checklisten und Verfahren und irgendwie sowas.

Deswegen fühle ich mich da auch so vertraut und wohl in dem Laden. Aber der Unterschied ist deutlich. Ich habe ja auch vorher woanders angefangen zu fliegen. Und als ich da, wie sage ich immer, ich hatte glaube ich auch 150 Stunden, als ich zur Hansa ging, bevor ich da anfing. und ich sage mal, bei der Zeit, wie ich lernte, warum ich die Checklisten halten musste, da in Phoenix, konnten die anderen genauso gut fliegen wie ich auch.

Also der Vorteil, man war entspannter, aber der Vorteil war relativ schnell weg sozusagen. Jaja, das mag schon sein. Also das Entspanntsein, das war, glaube ich, der größte Vorteil, dass man schon mal geflogen ist. So, dann warst du also sechs und ein halb Monate rum, hast ein Tränchen geweint und bist dann wieder zurück. Und das ging dann wohin? Wieder nach Bremen?

Nee, nach Rostock-Lage ging es dann. Ah, okay. Warum? Weil Bremen nicht mehr existierte? Ja, genau. Also MPL wäre nach Bremen gegangen ursprünglich. Da gab es ja die Citations. Aber die wurden ja alle verkauft während Corona und die ganze Schule abgewickelt, also die alte ATO. Und deswegen ging es nicht mehr nach Bremen, Rostock.

Auch für die MPLer. Es war mal geplant, dass die MPLer wieder nach Bremen gehen und dann ihre Multi-Engine auf der Citation fliegen? Oder wie soll ich das verstehen? Nee, die MPLer sind wieder zur TFC zurückgegangen. Die haben ihre Theorie bei der TFC gemacht, bloß die erste Praxisphase in Gutier und sind dann wieder zur Multi-Engine-Phase und zum MCC wieder zur TFC gegangen.

Ah, okay. Ja. Und dort, weißt du, was die da geflogen sind? Weißt du, welche Muster? Ja, Piper PA-44, glaube ich. M-M-I-0. Okay, gut. Aber du bist ja nach Rostock, ne? Genau. Und was habt ihr, da war wieder Theorie und Fliegen? Plus die notwendige Theorie für die Lufträume dort und fürs Flugzeug. Weil alle anderen Theorien für ATPL hattest du ja alles schon abgefrühstellt?

Hatten wir schon. Okay, gut. Was habt ihr denn in Rostock gemacht? Welche Muster? Rostock sind wir auf der Diamond DA42 geflogen. Neueste Generation mit den Dieselmotoren. Und das war auch ein sehr schönes Flugzeug. Was sagst du denn zum Dieselmotor? Ja, super unkompliziert. Das ist wie ein Auto. Du machst einen Hauptschalter an und startest einfach. Macht Spaß.

Ja, ja, genau. Okay. Also die sind sehr wieder dann aufgebaut und haben natürlich auch ihre Fehler, die kaputt gehen können. Das darf man gar nicht sagen. Also ich meine, da ist ja viel Technik drin, die das so einfach macht. Aber es sind schon sehr gut gebaut. Wie lange warst du in Rostock dann? In Rostock waren wir gar nicht so lange. Wir waren, ich glaube, zweieinhalb Monate vom ersten Tag bis zum LBA-Check.

Und das ist auch das erste Mal, dass du praktisch einen offiziellen deutschen Check bekommen hast, ne? In der Ausbildung schon, ne? Ich hatte ja ein PPL vorher, aber für die meisten Schüler war das ihr erster Checkfluglut. Okay, cool. Und das wurde, welche Fluglehrer hattest du denn dort in Rostock? Waren das ehemalige Bremer Fluglehrer auch oder?

Ich kenne ja einige, die da auch schulen. Also ich glaube, das waren keine Bremer Fluglehrer. Das waren hauptsächlich Lehrer, die vorher in Kroatien geschult haben, wenn ihr es was sagt. Pilot Training Network. Ja, genau, das weiß ich. Das gab es ja auch so eine Parallelschiene, die es zur Bremer Flugschule schon 2000er gab. Genau, sowas war das.

Genau. Und das Pilot Training Network, diese ATO, ist jetzt die aktuelle ATO. Okay, also mit derselben Nummer und all das, was dazu gehört. Genau. Okay. Also man muss ja dazu sagen, ich glaube, in Bremen, die Fluglehrer, die auf der Citation geflogen sind, das waren alles Kollegen, die auch auf der Linie fliegen.

Ja. Also diese... Das kann ich nicht beurteilen, aber wie du es sagst. Ja, ja, das war, ich kenne ja einige, die da geflogen sind. Das war so, du konntest, es gibt die Berufsgruppe oder gab sie, die Berufsgruppe der Fluglehrer, auch im Tarifvertrag der ganzen Lufthansa-Geschichte da drin. und die hatten dann auch den Vertrag mit dabei, dass sie so und so viele Stunden halt auf der Linie fliegen und so und so viele Stunden dann oder Zeiten oder Prozent, wie man das nennen würde, dann in Bremen Dissertation geschult haben, sowas.

Das waren auch ehemalige Bundeswehr, also solche gab es und es gab auch reine Fluglehrer, nicht, dass sie das entweder nachkriegt, also ich kenne auch Reine, die nur Dissertation geflogen sind, aber es gab auch diese, Gemisch-Operation hatten, um halt die Erfahrung der Linie mit gleich in die Citation mit reinzubringen.

Aber solche hattet ihr nicht in Rostock? Das gab es nicht, ne? Doch, tatsächlich auch. Also wir hatten auch ein paar Piloten, die auf der Linie geflogen sind bei Lufthansa. Parallel oder mal geflogen sind? Parallel. Ah, okay, gut. Wie viele Stunden bist du denn geflogen auf der Kiste? Ich glaube um die 60.

Ja. Nicht ganz so viel, um die 40 müssen es gewesen sein. Okay. Und war ein Unterschied so jetzt auf einmal nicht mehr mit Amerikanern, sondern mit, ich sag mal, doch viel deutschsprachiger oder waren auch die, die konnten nur Englisch. Ja, also wir haben auf Englisch gefunkt, natürlich. Ja, das muss ja, das ist ja IFA und ihr seid ja, fliegt ja auch nur noch IFA dort, oder VFA macht ihr nicht mehr, ne?

Doch ein klein bisschen, weil wir ja diesen Kombi-Check hatten, wir mussten am Ende auch ein bisschen VFA fliegen, aber halt nur ganz selten. Achso, das ist praktisch so die europäische Szenario-Einweisung, ne? So, wie geht VFA, weil du ja einen ATPL hast, der VFA-Fliegen ja beinhaltet. Ah, okay, cool, witzig. Das finde ich irgendwie witzig.

So, und ja, weil ich bin, ich fliege ja, also Rostock ist ja nicht weit weg von Lübeck und in Lübeck fliegen halt die Kollegen da irgendwie auch rum. Wie weit musstest ihr euer ganze Briefing, Flugplan und etc., musstet ihr das alles selber machen, euch drum kümmern oder gab es da so eine Art Dispatch oder sowas?

Wir hatten Dispatch, aber die waren bloß dafür verantwortlich, dass die Flugzeuge okay sind und wann wir eingeplant wurden. Aber die Flugvorbereitung mussten wir natürlich komplett alleine machen. Okay. Und was, ich frage ja so ganz doof, ich hab das ja auch wieder lernen müssen, Also ich auf einmal nach 30, 35 Jahren Karriere muss ich anfangen, wieder Flugpläne zu schreiben.

Und da ich der EFA auch unterrichte, muss ich halt den Schülern auch noch beibringen und irgendwas. Und ich lerne so ein bisschen diese Knorpeligkeiten dran, wenn du jetzt irgendwo hinfliegen willst. Ich versuche gerade einen Tipp von dir zu kriegen. Merkst du das? Und zwar, für unsere Hörer ist es so, dass du einen Flugplan aufgibst, das habt ihr bestimmt schon mal gehört, und einen Flugplan auch kannst du für VFR-Flüge, du musst es für IFR ausgeben, aber du kannst ja nicht einfach sagen, korrigiere mich, ob das bei euch genauso ist, dass du sagst, ich fliege nach Lübeck, fliege drei Endflüge nach Lübeck und fliege wieder zurück nach Rostock.

Das ist so ein bisschen, da muss man ja den Flugplan so ein bisschen zaubern, dass man das so eingibt. Ich nenne das so zaubern. Du musst halt spezielle Verfahren anhalten, damit du das richtig eingibst. Aber du musst dir ja auch sozusagen einen Slot holen, damit du diese Anflüge dort machen kannst, sozusagen.

dass du dort Trainingsanflüge machen kannst. Wie schwierig fandest du das? Da gibt es so spezielle... Erzähl mal, was hat man euch gesagt? Wie habt ihr euch das gemacht? Naja, man musste dann am jeweiligen Tag morgens früh den sogenannten Flow-Manager anrufen, der da den Hut auf hatte bei der Flugsicherung in Bremen.

Und der hat dann gesagt, ja, nö, das klappt oder nö, da ist auch eine andere Maschine, weil die Richtlinie ist von der Flugsicherung, es darf nur ein Trainingsanflug in einem Sektor gleichzeitig stattfinden. Und wenn dann schon jemand von der Flugschule aus Berlin gesagt hat, ja, ich fliege jetzt auch nach Lübeck oder nach Neubrandenburg, dann konnten wir nicht hin.

Und dann habt ihr dann spontan umgeplant oder wie habt ihr das denn gemacht? Genau, teilweise mussten wir auch schon zwei Sachen bereit haben. Also für meinen LBR-Check habe ich schon in zwei Richtungen geplant und für beide Routen volle Flugplanung gemacht. Okay. Und wie oft war das der Fall, dass du da, ich meine, ich muss mir vorstellen, du meinetwegen, selbst wenn du nachmittags um vier Uhr geflogen bist, hast du ja morgens um sechs angerufen. War das richtig?

Ja, ja, genau. So lief das. First come, first serve ist es ja. Genau. Also ich meine, der normale Airline-Pilot sagt, das geht in meine Duty-Zeit nicht rein. Wie stellt ihr euch das vor? Aber das wird da ja leider nicht gefragt. Ja, also ich meine, Duty-Zeit ist schon ein Thema und da wird auch penibel drauf geachtet.

Es wird auch Protokoll geführt, wann man eincheckt und wann man wieder rausgeht aus der Flugschule. Aber alles, was außerhalb der Flugschule passiert, auch das Telefonat mit dem Flow-Manager, das geht natürlich nicht. Ja, ja, komisch. Das ist sehr komisch. und, ja, genau, weil ich mache das ja auch, ich muss ja auch dann teilweise anrufen und, deswegen kenne ich diese Konflikte, also ich habe vielleicht euch auch mal einen Slot weggenommen, aber vielmehr wird mir der Slot weggenommen, weil die, wie Bremer Leute dann schon ein bisschen schneller sind, um anzurufen oder oftmals rufst du an und dann erreichst du erstmal keinen, also das kenne ich auch.

Das kann auch passieren. Für deinen LBA-Scheck, hast du da am selben Tag angerufen oder? Nee, ich glaube, ich habe schon vorher angerufen, weil für einen LBA-Check hatten wir Priorität. Genau. Also es durfte vorgemerkt werden, wir mussten am selben Tag nochmal anrufen. Ja, genau, richtig. Das möchte ich für unsere Hörer sagen. Also für einen Checkflug kannst du einen Tag vorher anrufen, aber du musst es nochmal bestätigen, einen Tag danach.

Da hast du schon mal deinen Fuß so ein bisschen mehr in die Tür reingekriegt. Das finde ich auch richtig so. Muss man auch machen. Ja. Ah, cool. So, ja. Und dann war die Prüfung sozusagen. sagen? Genau, die war super unkompliziert. Ja, fliegen ist ja auch eigentlich einfach bin ich. Und, das war wann jetzt genau dann sozusagen?

Das war im Mai diesen Jahres. Was passierte danach noch so rein von der Ausbildung her oder irgendwie sowas? Erst mal warten auf unser MCC, Multicrew Corporation Course, wo wir dann quasi im Airline Simulator oder im Airbus da unsere, erstmal lernen, wie man mit zwei Leuten zusammenarbeitet, weil das haben wir nie vorher gemacht, also wir haben wirklich immer alles alleine gemacht.

Das heißt, auch die Diamond, die DA42, die seid ja auch im Single-Pilot-Konzept geflogen? Immer, ja. Und der Fluglehrer, der neben dir saß, der hat auch nie, hat der irgendwas gemacht, gefunkt oder irgendwas in der Art? Gar nichts? Nee, gar nicht. Okay. Ah. Spannend. Da hätte ich jetzt erwartet, dass man da schon früher einsteigt in das Thema, weißt du? dass da schon ein bisschen mehr früher Multicrew sozusagen geschult wird.

Es ist ja klar, es nimmt dir natürlich die Arbeit ab, macht die Sache leichter für dich, aber wahrscheinlich ist es eine Vorgabe auch für die ATPL-Schulung, dass du das halt Single-Pilot machen kannst, damit du dann das kriegen kannst oder so? Weiß ich nicht. Ja, ja, sollte so sein. Ich habe ja dann, ich habe ja einen CPL-Check, mit dem ich jetzt die Caravan zum Beispiel, wie du sie fliegst, auch alleine fliegen dürfte.

Und da muss man auch den Check so machen, ja. Okay. Okay, cool. Danach kam die Multicrew-Schulung. Man muss sagen, das gehört zum ATBL zu. Eine MTC-Schulung nennt sich das. Ist das Theorie, die man da machen muss? Wie viel Theorie? Also wir haben zuerst CBTs für zu Hause bekommen, wo wir uns mit dem Airbus ein bisschen vertraut gemacht haben.

Also haben schon viele Airbus-CBTs geklickt und dann natürlich noch so ein paar notwendige Sachen, CRM, Threat-and-Error-Management. Also einmal generell eine Theorie für das Multi-Threaten-Error-Mensch ist so typische Fehler in der Zusammenarbeit und sowas, ein bisschen Türi dahinter und alles, was dazugehört.

Auch kein Voodoo, also finde ich schon so ein bisschen, aber ich sag mal so, wer lange in einer Ehe ist, der weiß, wie man Sachen gemeinsam macht, damit die Ehe auch hält. Nein, das hört sich jetzt nicht so bereit, aber umgekehrt sage ich immer, man kann diese Verfahren bei der Crew-Coordination kann man sehr schön auch zu Hause anwenden, das funktioniert und funktioniert überall wie im echten Leben.

Aber was ich sagen wollte, das heißt für diesen MCC-Legang gehört auch ganz konkret, dass wir den Flieger auf dem, ist das eine Prüfung, die man da macht, eine richtige praktische Prüfung auch oder nur eine Schulung? Nee, es ist eine Schulung. Am Ende gibt es ein Assessment, aber das ist eigentlich bloß für intern. Eine richtige Prüfung gibt es da nicht.

Aber ich meine, es ist ein vorgeschriebener Lehrgang, der seitens des LBAs belegt werden muss, ne? Das ist richtig. Ja, ja, okay. Innerhalb einer ATO, sagen wir mal so. Und das heißt, aber dafür habt ihr schon konkret, musstet ihr auch ein Flugzeug laden, damit ihr das richtig anwendet, oder? Ja, genau. Wir sind auf dem A320 gegangen und wir haben eigentlich fast alle Type-Rating-CBTs bekommen und sollten auch die meisten Sachen durchklicken.

Okay, cool. Hat schon Spaß gemacht, oder? Ja, ja, voll. Fand ich gut. War das denn auch mit Fliegen verbunden oder nur so ein Fix-Base-Click-Button oder musstet ihr auch richtig fliegen? Also war das ein echter Simulator oder war das nur so ein Fix-Base-Trainer oder war das eine Kombination oder sowas?

Fürs MCC meinst du? Ja, fürs MCC, ja. Wir waren im Full Flight die ganze Zeit. Okay. Ich glaube, das ist nicht zwingend vorgeschrieben, glaube ich, oder? Nee, ist es nicht. Also wir haben ein sehr luxuriöses MCC bekommen. Nennt sich auch APS MCC. Sagt ihr es was? Nein, gar nicht. Nein, nein. Also manche Airlines schreiben das vor. Das ist ein Airline Pilot Standard MCC.

Und das inkludiert das Basic Jet Training. Mhm. Soweit ich das weiß. War der Unterschied. Ja, genau. Ich glaube, das ist eigentlich der größte Unterschied. Okay. Und man hat noch so Line-Oriented Flight Training und sowas. Also wir haben die Kiste richtig geflogen und es war auch anspruchsvoll, wenn du da von der Propellermaschine kommst und dann im Airbus da Single-Engine-2D-Approaches fliegen sollst und sowas.

War das denn sehr viel mit manuellen Fliegen auch verbunden oder war das sehr Autopilot-lastig? Ich meine, wenn ihr gerade so da reingeht in das Ding oder... Es war sehr viel Raw-Data, manuelles Fliegen ohne Flight Director. Also haben wir wirklich die ersten drei Lessons gemacht, ohne dass wir überhaupt irgendwas mit dem Autopilot gemacht haben.

Also wir haben das Ding wirklich gut manuell fliegen können. Okay, ja. Das ist dann so schwer auf die Linie zugeschnitten. Also ich kann mal ganz kurz erzählen, ich war ja nun auf der 3.7 Trainer und das, was du da erzählst, das hört sich alles sehr, sehr vertraut an, weil auch die Kollegen, die, von der Flugschule kamen, die kamen ja von einer Cheyenne oder so was in der Art oder von einem 2Mod-Propeller-Maschine und die mussten auch erstmal Basic Jet-Training machen.

Genau das nannte sich das. Sich zurechtfinden mit dem Jet, dass du da halt, wenn du die Hebel nach vorne schiebst, erst mal ein bisschen dauert, bis da irgendwas kommt, und wie du auch so einen schnellen Flieger dann planst, so mit Descent Profiling, wann gehe ich, dass ich schon eine Meile die Gase rausziehe, damit ich dann überhaupt langsamer werde sozusagen an dem Punkt, wo ich dann ankommen möchte und also dieses, ich rede jetzt ein bisschen für unser, Hörer sozusagen und, das hört sich so an, als wenn die diese ganze Kombination dann alles schon zielgerechnet auf euer Type-Rating dazu gemacht haben.

Und LOFT, Line-Orientated Flight Training ist ja auch so ein Training für CRM, für Crew Resource Management, wie das heißt. Das heißt, du hast da einen Fehler und den behandelst du nicht nur technisch ab, also welchen Hebel lege ich in welcher Reihenfolge um, sondern wie agiere ich als Crew in der Flugplanung da dran, da drauf.

Ja, das hört sich cool an, das hört sich spannend an. Wie viele Stunden war das? Das waren 36 Stunden, die wir da in A23 waren, ja. Cool, weil, also jetzt hier, wenn du in ATBL und so einer, ich sag mal hier, der Flugschule, der ich in Hamburg auch unterrichte, die machen auch diese MCC-Lehrgänge und so, die fliegen das dann in Küritz teilweise, die haben da so, Küritz, sagt dir das was, die Flugschule?

Ja, ja, Küritz sagt mir das. Ja, ja, genau. Auch eine sehr, sehr gute Flugschule. Also, vielleicht alle wieder da. Aber die können halt technisch, haben die ja kein 320 da stehen, sondern die machen das halt in der 2 Mod und dann wird auch so ein bisschen das so trainiert. Und wenn du, das ist wirklich eine, das ist schon ein Deluxe, was du dann bekommst. Sehr, sehr gute dann.

Absolut. Ja, ja. Okay. Cool. Ja, sehr schön. So. Also 36 Stunden dann geflogen. Wo war das? Haben die ein 320er in Rostock stehen? Ein Simulator? Nee, das war ein Schönefeld. Schönefeld. Ja. Okay. Das hätte ich mir fast gedacht. Du wurdest ja Leipzig, konntest das wie von zu Hause aus machen dann, oder?

Ah, nee, es hat ganz gut gepasst, weil von meiner Freundin und Verwandte wohnen in der Nähe und da konnte ich dort schlafen. Ah, okay. Alles cool. So, und damit bist du jetzt wann fertig gewesen, sowas? Am 1. August. Ah, okay. Und also, so die Steine sind runter von der Schulter, man fühlt sich jetzt so ein bisschen leichter, das Ding so hinter sich zu haben. Ja.

Ja, sowohl als auch. Also es ist auch natürlich ein bisschen schade, weil die Ausbildung war von Anfang bis Ende einfach super und hat viel Spaß gemacht. Und wie ist dein Status jetzt sozusagen? Das kommt mal wieder zum Anfang des Podcasts zurück, sozusagen. Ja, genau. Jetzt schließt sich der Kreis. Ja, wie gesagt, ich warte gerade und bin in verschiedenen Bewerbungsverfahren bei verschiedenen Airlines in Deutschland und im Ausland drin.

und bei einer Airline habe ich einen Type-Rating-Platz für August 2025, aber das ist mir halt viel zu lang und wenn jetzt jemand eher kommt, dann überlege ich mir das und gehe da eher hin. Und du hast gesagt, also der Weg in das blau-weiße Cockpit, wollen wir das mal so sagen, also der Kranich-Cockpit, ist jetzt dir wieder offen durch diese Zusammenführung damals von MPL und ATPL.

MPL-Schulung gibt es gar nicht mehr dann, in dem Sinne. Die werden jetzt noch zu Ende ausgebildet, die letzten Kurse, oder sind jetzt wahrscheinlich mittlerweile alle fertig ausgebildet. Aber da kommt nichts mehr nach. Es ist vorbei. Also diese Idee, die sie mal hatten, damit Kosten zu sparen, der Schulungsweg, der ist tot eigentlich. Irgendwie sowas. Man kann das.

Ja, kann man schon sagen. Ich glaube, Condor bildet noch MPL aus, aber bei Lufthansa ist das Kapitel abgeschlossen und sie wollen damit auch flexibler sein. Klar, logisch. Weil wenn du Leute irgendwie zwischen Airlines hin und her schieben möchtest, ist es, glaube ich, entspannter. Du hast ein Frozen-ATPL.

Ja, schieben möchtest. Hört sich sehr schön an. Naja, okay. Also, du wartest praktisch, deine Aussichten sind frühestens in einem Jahr, in einem Jahr nicht, sondern im Dreivierteljahr sozusagen. Genau, ja. Und hoffst du, würdest du jeden Platz annehmen oder hättest du irgendwie Konsequenzen? Du hast dich beworben auf Grub oder hast du auch außerhalb der Lufthansa Grub dich beworben?

Ich habe mich auch außerhalb der Group beworben. Und kommen die nicht auf dich zu und sagen, hey, du bist fertig, wunderbar, wir bieten dir einen Platz an oder irgendwas, sondern wenn du nicht aktiv dich drum kümmerst, dann würde jetzt auch nichts mehr passieren? So sieht es aus, ja. Wir mussten uns selbst innerhalb der Group mit Initiative kümmern und Kontakt aufbauen und uns bewerben.

Gibt es kein Portal, wo man sagt, hier, pass mal auf, da sind die in die Stellen freigeworden, auf dem sozusagen in dem ist ja auch für viele wichtig, wo es denn hingehen soll, also ob Wien, Schweiz, keine Ahnung, sonst was. Und gibt es kein Portal, die das so ein bisschen zusammenfasst für euch oder außer also Privatinitiative vielleicht oder irgendwie sowas?

Doch, es gibt ein Portal. Das damit wird ja in der EV auch geworben, dass es dieses Campus-Tool gibt. Aber dort sind nicht alle Airlines drin, wo ich mich bewerben kann. also das gibt es zwar dieses Tool und das ist auch sinnvoll, um Informationen zu bekommen über, Arbeitsstruktur, Urlaubstage, Gehalt und so weiter, aber ich habe mich auch bei einigen Airlines, die da eigentlich drin sein sollten, auch extern beworben, weil, Das einfach nicht so, wie sagt man, kohärent ist.

Okay. Also mit externen Bewerb meinst du, also du kannst dich über dieses Campus-Tool, wie du gesagt hast, kannst du dich auch bewerben? Genau, das soll so funktionieren. Das soll funktionieren, aber du kannst auch natürlich, klar, direkt bei denen anklopfen, die Tür, ist klar. Genau. Und wie gesagt, manche Airlines sind da gar nicht drin, in diesem Campus-Tool. Da muss man sowieso selbstständig irgendwo hingehen.

Meinst du denn, dass du Erfolg haben wärst, vor August woanders anzukommen, oder? Ja, auf jeden Fall. Ah, okay. Ja. Und wo würdest du gerne hin? Also klar, ich weiß, wo du gerne am Ende hinkommst. Und ich drücke dir alle Daumen, dass es so schnell wie möglich geht. Aber wo wirst du wahrscheinlich, dass du hinkommst? Also wenn du das erzählen magst, ich weiß nicht.

Ja, also wie gesagt, Lufthansa zieht sich jetzt eine ganze Weile, weil die MPLer, von denen wir gesprochen haben jetzt im Podcast, die haben natürlich Vorrecht, dorthin zu kommen. Das ist noch so. Und erst wenn die alle abgefrühstückt sind, dann bin ich dran. Und das kann jetzt noch bestimmt so zwei Jahre dauern, bis die alle untergekommen sind.

Und bei Lufthansa sieht es ja auch gerade gar nicht so gut aus, mit Sparmaßnahmen und so weiter. Das weiß vielleicht nicht jeder, aber die Mainline, die Operiert jetzt nicht so Gewinn bringt. Das sieht aber immer bei denen schlecht aus. Also die machen zwar irgendwie immer irgendwo Gewinn, aber das Gejammerer ist intern immer, kenne ich nicht.

Also es war nie so Jubel. Es wurde nie gejubelt. Okay. Gut, also es wird auf jeden Fall nicht viel eingestellt, das weiß ich und deswegen dauert es ein bisschen dran. Ja, das stimmt allerdings, da gebe ich dir natürlich recht. Aber an mir soll es nicht liegen, also ich habe einen Platz freigeräumt, also von der Seite her.

Das ist ja nett. Ja, ja, genau, genau. Was ich sagen wollte, ja, also okay, dann, das heißt aber, der unangenehme Teil, der läuft natürlich, also Geld musst du überweisen, schon für deine Ausbildung wahrscheinlich, ne? Ich habe mir das Geld geliehen, also jetzt gerade nicht, ich zahle noch nicht zurück, aber ja, das ist natürlich da.

Okay, gut, alles klar, ja, ja, das ist natürlich doof, ich hoffe, da wird man dir sozusagen Stunden geben. So, aus diesen Dings, was wir geben, ah, du hast rausgeschrieben, deine Favoriten, können wir die sagen, wo du gerne hin möchtest? Vielleicht lieber nicht, weil ich bin ja in verschiedenen Bewerbungsverfahren, das habe ich mir jetzt im Nachhinein mal überlegt.

Okay, gut. Also zwei Namen, die ich da sehe, das ist unser Stammhörer, der hier im Podcast mit drin ist. Sonst gebe ich dir nachher gleich mal den persönlichen Kontakt. Vielleicht kann dir der Insights darüber geben. Ich habe tatsächlich schon Kontakt aufgebaut. Ich habe ja schon mal einen Telegram-Kanal gefragt.

Ja, okay, alles klar. Ja, ich glaube, hast du auch. Genau, weiß ich, weiß ich. Gut, okay. Ich habe ja so ein bisschen im Vorweg so leichte Fragen eingesammelt, sozusagen. Und vielleicht können wir die hier mal ganz kurz beantworten. Die eine Frage ist von CS, wie er heißt, oder sie heißt. Und die Frage ist, die habe ich aber gleich mit eingetült, dass man die wahrscheinlich nur ganz, ganz grob so umschneiden kann, weil die sehr, sehr allgemein gehalten ist. und sie fragt, Frage für die nächste Aufnahme.

Wie läuft eine Unterrichtsstunde ab? Was sind die Unterrichtsinhalte der praktischen Flugstunden? Wie trainiert man die einzelnen Manöver? Da habe ich so ganz grob angeordnet. Also man könnte den ganzen Syllabus jetzt erklären, von vorne bis hinten. Aber vielleicht kann man das ja irgendwie zusammenfassen.

Oder kriegst du das hin? Was meinst du? Ja, ich denke schon. Wir haben natürlich einen Syllabus, also quasi einen Lehrplan, wo für jede Unterrichtsstunde, jede Flugstunde vorgeschrieben ist, was wir üben sollen. Am Anfang ist es natürlich relativ streng, aber je später es Richtung Check geht, desto fitter ist man und man kann sich selber auch aussuchen, was wird jetzt trainiert und was nicht.

Man weiß, wo ist man gut, was muss man vielleicht noch ein bisschen üben. Und wir haben da so eine Liste. Ich habe hier gerade mal so eine Lesson Card offen und da steht dann drinnen an der ersten Phase zum Beispiel die ganzen Abschnitte eines Fluges und wie fit man da sein muss. In dem Fall ist es hier Understands and Practices, also er versteht und übt, ist überall ein Kreuz, dann kommt Competent, also ist Fit und Proficient, der ist richtig fit.

Das ist dann die Beurteilung, ne? Ne, das ist erstmal, also was der Standard sein sollte und die Beurteilung kommt dann danach. Oh, ja, okay. Und dann haben wir drei Spalten, einmal Lesson Program, da steht drin, was für Manöver wir fliegen sollen oder Review as required, also wie ich schon gesagt habe, wie es benötigt ist.

Dann haben wir Briefing-Items, Sachen, die wir im Briefing besprechen sollten, es gibt ja auch so paar aerodynamische Sachen, die man wieder auffrischen sollte, wenn man zum Beispiel Stalls übt und so weiter. Und dann ist noch eine Spalte Student Review, also Sachen, die ich mir zu Hause anschauen sollte.

Okay, genau. Eine Sache haben wir noch, Threat and Error Management. Da gibt es dann für jede Stunde nochmal so einen Anreiz, mit welchen Gefahren man sich auseinandersetzen sollte. Vielleicht muss man zuerst auch wirklich sagen, dass natürlich das LBA schreibt vor, was man Unterricht, was gelernt werden muss, was fertig sein muss sozusagen.

und die Flugschule selber ist dann verantwortlich und muss auch einen Lehrplan erstellen. Sei das nun eine PPL-Schule oder eine CPL oder eine ATPL, es muss immer ein Lehrplan vorhanden sein, sodass halt strukturiert sichergestellt wird, was das alles vermittelt wird und wie gut die Flugschule dann ist.

Dementsprechend werden dann solche Lesson-Pläne aufgestellt, wie man halt vernünftig in welcher Reihenfolge den Probanden da sozusagen dann alles beibringt. Und wo du gerade gesagt hast, wie trainiert man die einzelnen Manöver, das geht ja schon in Richtung, wie trainiere ich eine Steilkurve, wie trainiere ich oder warum trainiere ich eine Steilkurve sozusagen oder wie geht ein Stall oder irgendwas, also ein Überziehding.

Ich glaube, das ist dann sehr praktisch, das denke ich mir, da würde den Rahmen hier glaube ich ein bisschen sprengen, wenn man da jede einzelne Manöver irgendwie vorhört. Also ich wollte, es ist halt vorgeschrieben, einen Lehrplan zu haben und ohne Lehrplan kannst du keine Flugschule aufmachen und je professioneller die Flugschule ist, desto mehr, wie du gerade beschrieben hast, auch sind die ganzen Tools da drin, so mit Bewertung, dass man auch sicherstellt, dass wenn man ein Defizite feststellt, dass diese Defizite dann auch trainiert werden.

Dokumentation ist da sehr wichtig sozusagen. Ja, zu dem, was du noch sagst, das LBA ist sogar nach Gutier gekommen und hat gecheckt, wie wir fliegen. Die haben sich teilweise hinten reingesetzt und haben geschaut, wie wird der Lehrplan umgesetzt. Hat das alles Hand und Fuß? Ja, genau. Also die Flugschule muss den Lehrplan einreichen und dann wird natürlich auch immer regelmäßig ein Audit gemacht.

Und es ist auch schön für das RBA, dass sie dann auch mal nach Phoenix kommt. Ja, ja, würde ich auch prüfen. Also würde ich eher überprüfen als die kleine Flugschule in Leipzig zum Beispiel. Ja, genau. Okay. Ja, kann man noch was dazu sagen zu dieser Frage irgendwie? Nee, nicht wirklich. Wie gesagt, es gibt immer einen Plan, was man machen soll.

Und je spät das ist, desto flexibler kann man sich dann raussuchen, was geübt werden muss. Okay. Mir ist gerade eine Frage, die ich vorhin stellen wollte, die ist mir jetzt gerade im Kopf gefunden, weil ich das Wort Stall gesagt habe. Um wieder zurück auf die Cirrus zu gehen, wie habt ihr jetzt ganz praktisch, wie habt ihr den Stall, wie weit habt ihr den Stall in der Cirrus trainiert?

Bis zum Full Stall, richtig? Oder ... Und nur bis die Store Warning ankam und dann recovered. Kannst du das noch erinnern vielleicht? Ja, das kam drauf an, was für einen Stall wir gemacht haben. Ob es jetzt ein Clean Stall ist, ohne Klappen oder halt mit Klappen. Aber wir durften, ich bin mir nicht sicher, ich glaube den Clean Stall durften wir bis zum Full Stall üben mit Lehrer neben uns.

Ja, so habe ich es auch in Erinnerung. Das ist vorgeschrieben, nämlich auch, deswegen frage ich nur, weil die Cirrus ist ja offiziell das Spin-Recovery-Manöver und das kann dir ja dummerweise gerade in der Grundausbildung schon passieren, dass du doof da irgendwie in so einen Ansatz, in so einen Spin kommst und wenn du dann falsch recovers, dass du dann nicht wieder rauskommst, ist ja den Fallschirm hinten zu ziehen bei der Cirrus.

und das ist natürlich relativ teuer dann. Sagen wir mal so. Auf jeden Fall. Ja, genau. Nee, deswegen war das die Frage, poppt ihr mir gerade in den Code? Also ihr habt schon Fullstalls in der Kiste auch gemacht. Sehr gut. Haben wir gemacht. Ja, okay. Musst du auch, wie gesagt, vorgeschrieben. Wir haben eine nächste Frage von Beck bekommen, auch einer aus dem Telegram-Channel und, der hatte gefragt, und ein bisschen haben wir auch ein bisschen erklärt davon, Unterschied der einzelnen Lizenzen.

Ein PPL, also Privatpiloten-Lizenz, CPL, kommerzielle Commercial Pilot Lizenz, ATP Airline oder eher Transport Pilot License oder den Multipilot License. Was meinst du, was können wir ihm dazu erzählen? Ja, also ich würde sagen erstmal eine große Barriere zwischen PPL und den restlichen Lizenzen, weil bis zum PPL darf ich bloß privat fliegen und auch kein Geld für meine Flüge verlangen.

Ich darf zwar schon Leute mitnehmen, aber die dürfen höchstens den Selbstkostenpreis zahlen. Aber ab CPL darf ich dann noch Geld verlangen für meine Flüge. Genau. Dementsprechend ist halt viel mehr Theorie dahinter und ich sag mal so, da wird ja auch langsam vorgeschrieben, wie rum du die Checkliste halten musst beim CPL, da geht das los, dass du da viel professioneller anfängst sozusagen.

Und ich glaube, den Unterschied ATPL und MPL haben wir am Anfang so ein bisschen erklärt, denke ich mir, hoffe ich. Genau, ja, würde ich sagen. Es ist halt, ja, also worauf die Schulung konkret irgendwie ausgerechnet ist. Mit deinem ATPL kannst du nachher alles fliegen, auch, sagen wir mal so, airline-technisch mit deiner Caravan hin und her fliegen.

das dürftest du mit einem MPL, weil das dann wieder nicht Single-Pilot ist, müsstest du da, glaube ich, eine andere, zumindest Komponenten wieder zu buchen, die wahrscheinlich Pille-Palle sind dann, aber schon, rein formal genügt dann nicht nur das Type-Rating, sondern du musst dann noch Komponenten wieder schulen, um dann wieder Single-Pilot rumfliegen zu müssen, sozusagen beim MPL, wenn du die gemacht hast. Das ist schon irgendwie ein witziges Konstrukt.

Das sind, wie gesagt, verschiedene Lizenzen für die Zuhörer. dann gibt es natürlich noch verschiedene Zuberechnungen, die man machen kann, IFA, Instrumentenflugberechtigung und sowas, aber der ATPL beinhaltet auch immer IFA zum Beispiel, also von der Seite her. Obwohl die dann ja separat verlängert werden müssen, also rekurrent gemacht werden, also wieder erneuert werden müssen, die laufen ja dann ab, sowas.

Das ist so ein bisschen ein Koppel. ATPL ist, glaube ich. Solange du selbst wenn du keinen IFA-Teil mal machst, ist der, oder wenn du dann, also ich habe ein ATPL, immer noch klar. Ich fliege aber nur SEP rum, also Single Angle, mit einem Motorisch rum und trotzdem ist meine ATPL-Lizenz immer noch gültig.

Der bleibt gültig. Wenn ich keinen AFA machen würde, dann dürfte ich irgendwann wirklich die Rechte des ATPL-Piloten auch nicht mal ausüben, weil dann müsste ich in eine Schulung wieder reingehen. Und das wäre spätestens nach sieben Jahren. Aber solange ich noch AFA mache, habe ich immer noch meine ganz normale andere Schulung.

Ich glaube, ich ist alles noch gültig. Also hätte ich weniger Probleme zu erneuern sozusagen, weil das gehört halt dazu. Schauen wir mal, wie sich das so entwickelt bei mir. Ja, fehlt da noch was ein zu diesen Lizenzen? Irgendwie vorhin hatte ich noch eine Frage. Ich hoffe, ich habe diese Frage damit beantwortet.

So, die Frage, die ist ganz persönlich an dich, die jetzt kommt. Die kommt von Jörg. Jörg fragt, du kannst ihn ja mal fragen, ob er noch gut schlafen kann mit so viel Schulden. Und ich finde die Frage, nachdem du mir erzählt hast, dass du da ja in Vorkasse treten musst, sozusagen theoretisch, ist die schon nicht berechtigt, aber also du musst nicht beantworten, aber der Unterschied zwischen dem, was auch der Lukas erzählt hat mit dem gestundeten Kredit, den man da aufnehmen muss, also wie es so vor drei Jahren noch war, sozusagen, also dieses die Ausbildung kostet eine Menge Geld, am Ende 120, 130.000 Euro oder irgendwie sowas so eine Art, das war ja teilweise, ging es ja echt hoch.

Mittlerweile. Ja, genau. Aber du konntest das dann, weil du nicht eine Einstellungsgarantie hattest, aber zumindest eine gute Chance, relativ schnell eingestellt zu werden, konntest du es während deiner Berufsjahre abstottern. So, und das ist ja jetzt nicht mehr so, wenn ich das jetzt nochmal so zusammenfasse.

Ja, genau. Also man muss schon ein bisschen Vertrauen haben, dass man irgendwo einen Job findet. Mhm. Aber das ist jetzt gerade als EVA-Absolvent kein Ding der Unmöglichkeit und irgendwo kommt man rein und vielleicht später auch in irgendeine Airline, wo es besser bezahlt wird. Ja, ja, das gebe ich auch zu. Ich meine, die ganzen Flugzeuge, die die Airlines bestellt haben, die wollen geflogen werden.

Und dazu braucht man Leute. Und die Ausbildung hier in Deutschland ist schon, und gut, hier ist schon wirklich gut. Also man hat da extrem gutes Standing. Also das ist ja so, ich sag mal, kann man das so sagen? Stanford der Pilotenschule? Nein, irgendwas in der Art. Nein, nein, ist ja auch so. Kostet auch halt, aber auch dementsprechend. Aber die Frage, aber ist schon, ich sag mal so, wenn du, wenn du so, nehmen wir mal an, du hast so, man ist einfach nur ein plitscher Mensch, ne, so, schwert sich nicht doof an, ist normal gebildet, man muss ja auch zum Fliegen im Cockpit, sag ich immer, man muss keinen Doktor haben, man muss nicht sofort nicht verstehen und irgendwas, man muss halt nur die Zusammenhänge, die da so in der Welt existieren, gut,

begreifen können, sagen wir mal so. So überall so ein bisschen, mittelmäßig schlecht an, aber das, ich meine, das man nicht ausführlich so, man muss halt keine Schwächen in irgendeinem Fach haben, sondern einfach normal alles verstehen. Das ist so meine Definition dazu. Oder wie heißt es immer so schön, man interessiert sich für alles, kann aber nix, sozusagen. Ähm.

Wer arbeitet, so ein Mensch da kommt. So, und der hat irgendwie nichts, seine Eltern haben jetzt nicht irgendwas, was sie ihm noch mitgeben können. Wie groß schätzt du denn da so die Chancen ein, wenn das, dass man das, kriegt man einen Kredit, wenn man sagt, hier, ich hab die, diese DLR-CFD-Card bekommen, ich hab meine, Berufsqualifikationstests, oder wie das jetzt heißt, bestanden und so.

Und wenn man dann zur Bank gehen würde oder zu diesem Finanzierungstool von dieser EFA, die bieten dann auch eine eigene Finanzierung an, sagtest du doch. Kriegt man da so bedenkenlos was irgendwie, weißt du das? Oder man muss ja auch noch leben zwischendurch und all das was. Also diese Bildungsform, ich kann sich auch einen Namen sagen, Brain Capital nennt er sich, das ist nicht von der EFA, die haben bloß eine Kooperation damit.

Da kriegt man schon was, aber man muss natürlich auch 10.000 Euro Eigenkapital mitbringen, wenn ich richtig liege momentan. und damit sind ja dann auch bloß die Ausbildungskosten gedeckt und nicht die Lebenshaltungskosten. Okay. Und das ist natürlich ein Thema und wenn man da keine Unterstützung hat in Form von Eltern oder Familie, dann wird es schon schwierig, weil Arbeiten ist vielleicht möglich, wenn man Vorkenntnisse hat oder es fällt einem sehr leicht, aber wenn man noch nie was von dem Thema gehört hat, dann braucht man auch die Freizeit, um einfach zu lernen.

Okay. Und gab es bei euch hier deine Mitschülerinnen, wie war das bei denen aufgestellt? Ich meine, es gab unterschiedlich, bestimmt Unterschiede drin, wie gut man sozusagen von zu Hause ausgestattet war, aber gab es noch welche, die haben es wirklich ganz ohne alles machen müssen? Ja, mitunter auch. Also es gibt Leute, die waren schon ein bisschen älter, die haben dann gespart.

Natürlich auch viele junge Leute. Also es gab einige, die deutlich jünger waren als ich. Aber natürlich auch oft so, dass von zu Hause so Geld da war, dass zumindest die Lebenshaltungskosten gestundet werden konnten. Aber keiner hat nebenbei gearbeitet oder arbeiten müssen, um denn noch sozusagen seine Brötchen morgens zu verdienen, oder?

Doch, es hat, also ich weiß von mindestens einen, der hat nebenbei gearbeitet, aber dem fiel es auch relativ leicht, weil er Vorerfahrung hatte. Okay, alles klar. Der hat dann als Ramp Agent am Flughafen gearbeitet, wenn er Zeit hatte. Okay. Ja, das muss man echt dazu sagen. Also das ist, jetzt, früher war der Weg einfacher.

Ich sag mal so, die Fluglehrern in Amerika, denen geht es ähnlich. Bei denen ist die Geschichte genauso, wie wir jetzt hier gerade beschrieben haben. Die müssen auch irgendwie alles sozusagen selber finanzieren, um ihren Weg da reinzukriegen. Also der Weg ist schon deutlich tougher geworden, um da im Cockpit zu landen.

Das muss man irgendwie dran denken. Und wie gesagt, wenn Leute Rendite und orientiert eine Ausbildung oder für ihr Lebenseinkommen sozusagen ihre Karriere, ihren Beruf planen, dann ist das vielleicht eventuell nicht mehr der optimalste Weg. Die Gefahr aber, dass einem das am Ende aber gefällt und man glücklich ist im Cockpit, finde ich, immer noch deutlich höher, als wenn du dann irgendwo, naja, zwar eine steile Karriere machst, aber am Ende die Welt nicht von oben beobachten kannst.

Aber auch das im Cockpit, kenne ich Leute, denen wird es irgendwann langweilig. Ja, glaube ich. Dann machen sie darauf, was sie Lust haben. Fliegen kleine Flugzeuge zum Beispiel. So, haben wir noch irgendwas? Fällt dir noch irgendwas ein, was du erzählen möchtest? Ich habe ja viel wieder geredet und dich übertünkt und bin so ein bisschen hin und her gesprungen im Sendeplan oder ob da ist irgendwas.

Was du, Also mir fällt jetzt nichts direkt ein. Ich kann abschließend sagen, es war eine super Ausbildung. Qualität hat auch wirklich gepasst. Das spürt man auch am Feedback. Wenn man jetzt zu irgendwelchen Assessments geht oder wenn man mal mit jemandem fliegt, dann staunen die schon, mit was für einem Standard man da rauskommt und was man alles schon gelernt hat.

Also das ist schon auf einem guten Level und das passt auch. Ja, und einen Job findet man auch. Okay. Ich weiß, ich habe ja diese andere Folge mit dem Lukas ist natürlich, da haben wir gleich für unsere Hörer auch ein bisschen was doppelt besprochen, aber es war halt eine andere Person, andere Beschreibung, andere Schicksal.

Ich finde es spannend, irgendwie sowas. Man kann ja vorspulen, oder wenn es einem nicht gefallen hat, hat man hoffentlich vorgespult. Jetzt natürlich für dich der nächste Schritt. Ich meine, ganz ehrlich gesagt, das ist aber auch nochmal eine Hausnummer, weil Airline-Training also dann die richtige Line-Ops, wo du dann alles, was man so gelernt hat, dann noch umsetzen musst, sag ich nur so, das ist auch nochmal ein kleiner Schmankel, die dann kommt.

Also das erste halbe Jahr wird auch noch für dich spannend sein, also das freut dich drauf, also in dem Sinne von viel zu tun, nochmal viel zu lernen, das OMA begreifen und die ganzen Firmenregeln dazu und alles, was dazugehört und Operation und Passagierbedürfnisse und nebenbei noch Kaffee trinken und fliegen auch noch, dass dieser Scheiß, Das ist ja das, was der eine auch immer sagt, wie sagt das, das Managing des ganzen, Berufs des Cockpit-Personals ist schon tough genug und nebenbei muss man auch noch fliegen. Ja, genau.

Wünsche ich dir viel Spaß dafür und drücke dir die Daumen. Vielleicht kannst du irgendwann nochmal erzählen, wie das abgelaufen ist. Vielleicht kriegen wir ja irgendwie noch eine Nachfolge-Episode dahin. Aber wir sind auch nicht ganz zu Ende. Ich habe ja hinten noch mein kleines Sonderkapitel immer, die Geschichte zum Ende.

Hast du da was, was du, also ich finde es ja immer toll zu hören, ob du mir und vielleicht all den anderen auch noch eine kleine Geschichte erzählen kannst, so aus der Fliegerei oder aus deinem Leben oder was weiß ich, oder irgendwas in der Art. Also ich muss ja sagen, es sind ja während der Ausbildung so viele tolle Flüge und Erlebnisse passiert, das kann man ja nicht alles da reinpacken.

aber grundlegend hat es immer viel Spaß gemacht mit meinen Klassenkameraden zu fliegen mit einem Flugteam, das war eigentlich immer das Beste und ein Flug der mir besonders in Erinnerung geblieben ist war ein Flug nach San Diego mit der Cirrus in den USA, San Diego International. Den großen? Ne, wir sind dort nicht gelandet aber wir sind rüber geflogen und es gibt so eine inoffizielle Tour in San Diego die nennt sich Bay Transition Das ist so eine Sightseeing-Flugtour, die kennen die Locals und da findet man im Internet so eine Beschreibung, wen man da fragen muss und dass man da hinkommt.

Und das hat ein Kumpel von mir rausgesucht und ich habe das Ganze dann umgesetzt, mit einem anderen Kumpel auf dem Backseat. Und das war ein ganz schönes Abenteuer, weil wir sind dann durch den Class Bravo geflogen und die Planung war schon ganz schön viel. Da habe ich mich zwei Tage hingesetzt und alles genau geplant, welchen Tower rufe ich und so weiter.

Und dann sind wir dann nach San Diego geflogen und dann hat das alles geklappt und dann waren wir cleared Adder Below 500. Das ist ein Klaas Bravo, also ein Anflugssektor vom San Diego International Airport und da sind wir da wirklich fast auf Höhe von den Häusern übers Wasser geflogen, weil wir auch wirklich so tief gekliert waren.

Ja, okay, cool. Und der Sinkflug da rein zum Wasser, das war einmalig. Also du hast die Pazifikluft auf einmal im Cockpit gehabt und bist da lang geflogen. Und dann sind wir um Point Loma in den Hafen rein, über die Coronado Bridge, 180-Grad-Kurve. Und dann direkt über den Airport, während unter uns Flugzeuge gelandet sind, in 700 Fuß.

Also das war schon, das war einmalig. Also einer der schönsten Flüge, die ich da drüben hatte. Okay, gut. Schön, also vielleicht hast du ja ein paar Bilder, die du uns davon geben kannst. Oder dann tue ich die da. Ja, sehr gerne. Ja, ja, ja, sehr gerne mit rein. Für unsere Hörer, Klaas Bravo, Charlie, das ist glaube ich der höchste Luftraum, den es da gibt, war das nicht so?

Also es ist halt ein kontrollierter Luftraum, wo du eine Einfluggenehmigung haben musst und ihr seid praktisch unter dem abfliegenden Verkehr unterdurch geflogen, direkt oder was? Also zuerst an der einen Seite sind wir unter dem abfliegenden oder landenden Verkehr durchgeflogen, weil etwa below 500 direkt am Strand lang ist.

Und dann, als wir über den Flughafen geflogen sind, dann sind die Maschinen unter uns gelandet. Da waren wir in 700 Fuß und haben die Maschinen im Anflug rechts von uns gesehen, die unter uns durchgekommen sind. Sehr schön. Okay, cool. Das war mit einem... Moment, war das Solo oder war das... Das war nicht Solo. Wir durften Solo gar nicht in Bravo einfliegen.

Ah, okay. Das war mit Leere und ist auch besser so, weil das ist ja... da muss man wirklich up to his game sein, dass man da auch wirklich alles rum nicht macht. Gerade die Ecke, da gibt es, ich weiß, ich habe das mal auch gesagt, in San Diego gibt es da so ein paar Flughäfen, die dicht denen dran sind, die sind eingekreist von Lufträumen, wo man aufpassen muss, dass man nicht reinfliegt.

Das ist der Luftraum dort in San Diego. Ich glaube, gefühlt ist er fast komplexer als in Los Angeles. Der ist sehr dicht, ja. Es gibt auch viele kleine Flughäfen um San Diego rundherum. Also da bist du über dieses Bravo, unter dir ist Klaas Delta vom Flughafen und du hast dann deine 1000 Fuß. Aber das war mit der Cirrus halt super machbar. Das zeigt sich alles auf dem Display an.

Wir haben VNAV genutzt, um da reinzukommen. Also wirklich auch den Descent perfekt vom Flugzeug planen lassen. Das war natürlich schon sehr komfortabel. Ah ja, okay, geil, geil. Sehr schön. Vielleicht kannst du ja ein paar Fotos da irgendwie oder Track oder irgendwie sowas. Das würde mich jetzt gerade mal so spannend interessieren, wenn du Lust hast. Tun wir das da mit rein.

Ja, äh, machen wir den Sack zu, sozusagen? Gerne. Ja, cool. Max, großartig, dass du da warst. ich verlinke mal deinen Kontakt im Telegram, habe ich gesagt, das könnten wir ruhig machen, ne, irgendwie sowas, falls jemand Fragen an dich hat oder irgendwas, ich drücke dir die Daumen, dass alles so weiter geht und es freut mich, dass du so viel Optimismus hast, dass du das so durchziehst, Respekt, großartig, und ja, dann sage ich mal ansonsten, die übrigen Kontakte von mir, kennt ihr ja, hinten im Sendeplan steht alles dran, wo wir uns erreichen können, will das gar nicht sagen, ob wir ein anderer Slash oder nicht, und ich wünsche uns allen viel Spaß und ja, danke, dass du da warst.

Danke, Steffen, für die Einladung. Bitte, bitte, bitte. Ich mache heute Tschüss. Ciao.

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