Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 263

Der FIROCKX DOPPELPASS vom 27.09.2026 mit Sven Mislintat & Stefan Effenberg

Sonntag, 27. September 2026 · 1 h 48

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Shownotes

Für alle, die den FIROCKX DOPPELPASS verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.
In der aktuellen Folge sind die Gäste: Sven Mislintat (Fußballfunktionär, Spielerscout), Michael Horeni (Sportjournalist, Buchautor), Thomas Wagner (Sportjournalist, Moderator, Nationalmannschaftsreporter Magenta Sport), Matze Knop (Comedian, Moderator, Sänger) sowie der SPORT1-Experte Stefan Effenberg.

In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
– Klopps Debüt: Blick auf die Nationalmannschaft
– Gladbach am Boden?
– Dortmund aktuell: Gefährlich für die Bayern?
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Du warst zuletzt in Düsseldorf, du warst in Amsterdam, du warst in Stuttgart, du warst beim BVB und da so sicherlich die meiste Zeit und den intensivsten Kontakt mit Jürgen Klopp gehabt. Was hast du für ein Gefühl, was er schon jetzt in diesen wenigen Tagen erreicht hat an Aufbruchstimmungen? Ja, das Wort, was man dafür benutzen muss, wenn man über Jürgen spricht, ist überragend.

Also das Gefühl ist ein klarer Motivator, ein Entwickler, klare Kante, also all die Themen, die man braucht im deutschen Fußball und in jedem Fußballklub gebrauchen kann. Wir werden gleich darüber sprechen, ob da alles wirklich schon so gut war, wie es vielleicht jetzt gemacht wurde und was seine Idee vom Fußball ist.

Du wirst uns da sicher ein bisschen helfen können im Rahmen dieser Sendung, aber auch unsere anderen Gäste, die ich jetzt vorstellen mag. Dann begrüße ich Michael Horeny, Buchautor. Er hat gerade ein Buch rausgebracht, Glaube, Liebe, Klopp über Jürgen Klopp. Und er sagt, kein Bundestrainer seit Beckenbauer war so gut vorbereitet.

Seine Mannschaft. Aber es sind nicht mehr nur seine Spieler, weil die Vereinstrainer natürlich auch eine große Rolle spielen. Und ich freue mich auf meinen, auf unseren, auf Ihren Doppelfass-Experten, auf Stefan Effenberg. Ruhig. Die Ergebnisse sind wichtig, sagt er. Aber noch wichtiger die Spielidee und das Ganze mit Leidenschaft. Wir haben eine Menge zu besprechen, haben eine tolle Runde.

Ich freue mich, dass Ruth Hofmann heute dazugehört und uns die Frage der Woche präsentiert. Hallo Ruth. Hallo zusammen, danke schön. Die Frage der Woche befasst sich heute mit dem deutschen Tor. Fünf Torhüter hat Jürgen Klopp ja nominiert. Marc-Andre Terstegen gibt sein Comeback, Stand gegen die Niederlande im Tor mit einer, sagen wir, durchwachsenen Leistung. Sport 1 hat ihm die Note 3 gegeben auf der Linie ganz stark, aber ihm sind auch einige Fehler unterlaufen.

Heute Abend ist er schon wieder raus, denn Alexander Nübel wird da das deutsche Tor hüten. Kommt der Bundestrainer etwa schon ins Grübeln? Ich habe gehört, es hat mich ein bisschen überrascht, dass Marc kritisch gesehen wurde. Das ist sehr außergewöhnlich in dem Spiel, in dem der gegnerische Trainer sagt, dass der Torwart uns den Arsch gerettet hat. Keine Ahnung, was hat er gesagt.

Aber Marc hat überragend gehalten. Und ja, er hat den Gegner zweimal im eigenen Ballbesitz nicht den Ball gespielt, den er spielen wollte oder sollte. Das kommt vor. Aber 0,0 kritisch, bin sehr, sehr froh, sehr happy mit seiner Leistung und dementsprechend, darf Alex Morgen aber trotzdem ran und nicht deswegen.

Und auch er hat sich das verdient, weil alle drei Torhüter hier einen sensationellen Eindruck machen, das muss man tatsächlich sagen. Und ich hoffe, dass Alex das Morgen genießt und immer die Eifel den Laden sauber hält. Alles abgesprochen, keine Kritik an Marc-André Ter Stegen. Aber ergibt dieser frühe Torwartwechsel aus Ihrer Sicht Sinn?

Sagen Sie, ja, Sie meinen sowieso, dass jetzt die Zeit zum Ausprobieren ist. Da kann man auf alle Fälle einen Torwartwechsel vornehmen. Oder sagen Sie eher, eine klare Nummer 1 wäre besser. Also machen Sie mit. 01379 011 011. Unsere Frage der Woche. Dankeschön. Ja, danke schön, Ruth. Stefan, ganz kurz abgefragt, wo wärst du da bei dieser Frage der Woche? Wo bist du da? Klare Nummer 1, Ter Stegen? Oder warum nicht jetzt auch anderen die Chance geben?

Wie würdest du das für dich bewerten? Ich finde es richtig, jetzt den Nübel eben die Chance zu geben in dem Spiel gegen Griechenland. Ich glaube, wichtig ist, dass Jürgen Klopp vor einiger Zeit gesagt hat, Stand jetzt ist Ter Stegen meine Nummer 1. Und dann kannst du auch mal einen Wechsel vornehmen.

Ich würde Ter Stegen auch nicht festmachen an diesen 2 Bällen, die er von hinten herausgespielt hat mit Fehlpässen. Er hat herausragend gehalten. Von daher ist der Stand jetzt auch die richtige Entscheidung. Das ist die Meinung von Stefan Effenberg. Aber uns interessiert ja auch Ihre Zuhause. Also anrufen, mitmachen, auch beim Dopafon.

Ihre Haltung zu dieser Thematik gerne hinterlassen. Jetzt wollen wir, bevor wir hier in der Runde richtig anfangen, unseren Reporter Manfred Sedelbauer begrüßen. Der ist in Augsburg, wo heute Abend das Spiel gegen Griechenland stattfindet. Marni, grüß dich. Schönen guten Morgen an dem Team. Manni, wo bist du da? Ist das in der Nähe des Tageshotels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft?

Man hat ja die Abläufe verändert. Man ist jetzt doch erst am Spieltag angereist. Erzähl uns ein bisschen, was du da in Augsburg gerade so mitkriegst. Ja, ich stehe mitten der Augsburger Innenstadt und hier ist ordentlich was los. Also hier ist gefühlt ganz Augsburg und Umgebung auf den Beinen. Denn sie alle sind gekommen, egal ob jung, alt, groß, klein, alle sind da.

Allerdings nicht wegen der deutschen Nationalmannschaft oder gar Jürgen Klopp, sondern wegen Autos. Denn hier findet gerade parallel die Fuggerstadt Classic, eine Autorallye mit ganz vielen Umtimern statt. Und da kann man deshalb auch sehr, sehr schöne und ganz alte Autos begutachten. Und zwar ist das ganz um die Ecke, das Mannschaftshotel.

Das ist hier in der Seitenstraße die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Zumindest der Kader 1 ist gerade auf dem Weg zum Mannschaftshotel, da wird sich dann heute im Laufe des Tages noch vorbereitet, ein bisschen angeschwitzt, bevor es dann eben zum Stadion geht. Und der Kader 2, das finde ich auch ganz interessant, der ist gerade auf dem Weg nach Herzogenaurach, also auch da Bettenwechsel am Homeground im Stadion in der WWK Arena sind sie dann alle.

Also alle 41 Spieler, die Hälfte spielt, die andere Hälfte sitzt auf der Tribüne und dann gibt es also den Wechsel bei der deutschen Nationalmannschaft. Dann kommen Kader 2 und Kader 1, darf dann noch zurück zu den Vereinen oder vielleicht noch ein, zwei Tage durchschnaufen. Dieser Torhüterwechsel, von dem wir ja gerade auch schon berichtet haben mit unserer Frage der Woche.

Wie überraschend war das für die begleitenden Journalisten? Oder war das so, dass sich das eh abgezeichnet und angedeutet hat? Ja, ein bisschen überraschend war es schon, weil wir schon davon ausgegangen sind, wenn man eine Nummer 1 nominiert, zumindest für den Moment, so hat ihn ja Jürgen Klopp bezeichnet, dass man ihm dann natürlich auch den Rhythmus geben will, den Marc-André Ter Stegner braucht.

Jürgen Klopp hat das natürlich in seiner sehr charmanten Art dann auf der Pässe-Konferenz ganz nachvollziehbar für uns alle erklärt. Von daher, ja, bleibt Marc-André Ter Stegner weiterhin die Nummer 1. Aber trotzdem, ja, muss auch er sich beweisen und das ist ihm auch bewusst. Also eine riesengroße Überraschung ist es nicht, weil es eben schon in den Tagen zuvor kommuniziert wurde.

Trotzdem, Marge-André Ter Stegen muss sich dann auch in den nächsten Lehrgängen auf jeden Fall nochmal beweisen. Manni, bleib für uns bitte da stehen und achte auf die Radfahrer mit Hüten und Sonnenbrillen hinter dir. Hast du nicht gesehen, aber da hat sich einer schön ins Bild platziert, ist aber mittlerweile weitergereist offensichtlich.

Aber wir nehmen dich gleich noch ein bisschen mit rein. Du hast ja auch, wie Manni, die ganze WM mitgemacht, warst im deutschen Lager, hast alles erlebt rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Was hat sich jetzt, ich habe es den Sven auch gefragt. Ist es vor allem die Kommunikation, wie würdest du das sagen?

Also ich finde, es ist für Jürgen Klopp, der ja tatsächlich, wie will man ihn bezeichnen, Motivator, Menschenfänger, ist es im Moment eine ideale Startrampe, weil sein Vorgänger im letzten Jahr sehr viel hat liegen lassen. Ich meine, das war bei Julian Nagelsmann auch nicht immer der Fall. Nach der Europameisterschaft hat er eine Pressekonferenz gegeben, da saßen Pressevertreter in Herzogenaurach, die hatten feuchte Augen, weil sie gesagt haben, das war so ein Aufbruchturnier und er hat das geschafft.

Er hat im letzten Jahr versäumt, die Mannschaft mitzunehmen, die Fans mitzunehmen. Und das macht Klopp ja alles. Er fährt zu den Vereinen, er ist bei den Bundesligaspielen, er versprüht gute Laune, er sagt, 44er Kader, ich habe 57 auf der Liste. Ich will so viele wie möglich sehen. Das gab es ja auch noch nie, 4 Länderspiele. Ich glaube, wenn Julian Nagelsmann 44 nominiert hätte, hätte man ihm Orientierungslosigkeit vielleicht vorgeworfen.

Also ich will damit sagen, Jürgen Klopp ist mit all dem, Das ist ein guter Mann, was ihn auszeichnet, was ihn zu einem überragenden Trainer macht. Genau der ideale Mann im Moment. Aber man hat das Gefühl, wenn er nur Guten Morgen sagt, dann sagen alle schon, der kennt ja sogar die Tageszeit. Also es ist schon Wahnsinn eigentlich.

Ist das vielleicht, Matze, tatsächlich so ein ... So eine mediale Übertreibung, dass jetzt wirklich alles gerade großartig ist, was Jürgen Klopp macht? Naja, man hat schon das Gefühl, wir haben 1-1 gespielt gegen die Niederlande. Und ich hatte das Gefühl, wir haben 8-0 gewonnen. Also so von der Stimmung im Land, es war am Ende dann trotzdem nur ein Unentschieden.

Aber ich glaube, es ist eben diese klare Kante, die ihn auszeichnet. Dieses, dass er gesagt hat, ab sofort Handys nur noch punktuell, beziehungsweise Familienbesuche nur noch punktuell. Dann auch dieses Thema mit der Fahne. Ich möchte, dass wir uns die Fahne zurückholen. Das war ja eine mutige Aussage. Aber wie er das formuliert hat, das war sehr souverän, muss ich sagen. Und ich glaube, das ist das, was sich auch die Fans wünschen, auch die Spieler wünschen, dass du einfach einen Menschen dort hast, der dir eine gewisse Orientierung gibt.

Und das tut er. Und von daher, bis jetzt muss man sagen, erfüllt er die Erwartungen. So würde ich es formulieren. Michael, du hast dieses Buch jetzt vor kurzem rausgebracht. Glaube, Liebe, Klopp. Ja. Er gibt den Spielern Glauben und Liebe auch und uns allen irgendwie auch. Was ist von diesen Schlagworten das Wichtigste momentan? Ich glaube, das gehört alles zusammen.

Der Glaube, das ist ja auch ein Wechselspiel. Wir glauben ja auch oder die Fans glauben, dass Jürgen Klopp das auch richten wird. Das war in der Vergangenheit so. Das war der Glaube, den gab es in Liverpool, den gab es in Dortmund. Und die Liebe zum Spiel ist natürlich ganz stark verhaftet. Wir haben es ja auch bei der Weltmeisterschaft gesehen, wenn dann so ein Turnier nicht so läuft, wie wir uns das alle erhoffen, wenn dieses Gefühl dann nicht da ist, dann spürt man auch sehr stark, was dann eben fehlt.

Und ich glaube, dass das eben jemand ist, ich bin überzeugt davon, der diesen Glauben an eine Mannschaft, an Zusammengehörigkeitsgefühl, auch an den Erfolgen, dass er absolut in der Lage ist, dieses Gefühl zurückzubringen. Und das dann überhöht diese Liebe zum Fußball, die Liebe zur Nationalmannschaft, zu einer Region, zu einem Verein, die er auf seinen vorigen Stationen entfacht hat, dass er gute Voraussetzungen eben mitbringt, um das eben auch auf dem höchsten Level auf der Ebene der Nationalmannschaft zu schaffen.

Stefan, war nicht alles wirklich perfekt in den Niederlanden. Wir hätten auch ein paar Tore mehr kriegen können. Was muss denn heute dann schon sich verändern? Was möchtest du sehen von der Nationalmannschaft von Jürgen Klopp? Also Fakt ist doch, ich glaube, wir haben alle das Spiel gesehen, dass das ein glückliches Unentschieden war.

Man hätte eigentlich verlieren können, vielleicht sogar müssen. Die Niederlande war die spielerisch, finde ich, bis auf die Anfangszeit die bessere Mannschaft. Jetzt wird es aber so transportiert eben nach außen und in den Medien, dass das alles super war. Also ich bleibe immer realistisch und so schätze ich die Spiele auch ein.

Haben wir jetzt mehr Qualität als bei der WM an Spielern? Wir haben mehr Spieler, nämlich 44, die getestet werden oder vielleicht 56. Haben wir mehr Qualität? Nein, die ist ja nicht gewachsen. Haben wir mehr Qualität als bei der WM? Die letzte? Auch nicht wirklich. Jetzt hoffen wir, dass Klopp das hinkriegt, einen Zusammenhalt zu erzielen mit dieser Mannschaft, dass man sagt, wir als Team sind stark.

Das, was eigentlich Deutschland oder die Nationalmannschaft immer ausgezeichnet hat. Wir hatten natürlich immer Weltklasse-Spieler in den Reihen. Aber warum? Als wir erfolgreich waren, waren wir denn erfolgreich, weil wir als Team funktioniert haben. Das haben wir in den letzten Turnieren nicht. Ich glaube, da ist er definitiv der richtige Mann.

Diesen Zusammenhalt und dieses Gefühl und auch die Glaube, Hoffnung, eigentlich gehört Hoffnung da drauf. Zu langes Wort. Ich glaube, dafür ist der absolut richtige Mann. Aber ich bin jetzt auch nicht so, dass ich überziehe. Also ich sehe ein 1-1 gegen die Niederlande, ich überziehe nicht. Ich warte mal heute Abend ab gegen Griechenland und ich überziehe nicht, sondern man muss das schon auch realistisch alles einschätzen.

Es sind ja jetzt einige neue Spieler dabei, junge Spieler dabei. Den er mit Umarmung, mit seiner Art einfach ein gutes Gefühl gibt. Was sind das für Mechanismen, der er sich da bedient? Das reicht ja nicht, wenn du einem irgendwie mal auf die Schulter klopfst und einen lustigen Spruch machst, damit die Spieler, Jonathan hat es in der Pressekonferenz gestern gesagt, schon nach der ersten Ansprache haben wir das Gefühl gehabt, wir wollen für den durchs Feuer gehen, gemeinsam mit dem durchs Feuer gehen.

Was macht er da, was kann er da anders, besser als andere? Erstmal gilt für die Spieler ja das, was für uns alle gilt. Er nimmt einfach unheimlich gut mit. Und wir benutzen zwar immer oft das Wort Menschenfänger, aber da ist ja was dahinter. Also er fängt dich ja nicht nur mit seinem Wesen, mit seiner Art, mit der Art der Motivation, sondern auch mit dem Inhalt, mit der Klarheit in den Themen. Die Verbindung ist es, oder was? Also Inhalt mit?

Ich finde schon. Also eine klare Transparenz zu haben, eine maximale Glaubwürdigkeit zu bekommen durch das, was er eben auch vorlebt und wie herausfordernd er ist. Also mit klaren Regeln, an die man sich auch zu halten hat, aber die auch eine unfassbar gute Orientierung geben. Und dieses ganze Thema Glaube ist auch für uns unheimlich wichtig, weil um aus so einer Krise, die der deutsche Fußball nun einfach hat.

Zum aktuellen Zeitpunkt nach der WM erst recht, ist es auch ganz wichtig, dass wir jemanden haben, der das schon mehrfach bewiesen hat, solche Situationen lösen zu können und bauen zu können. Und das ist auch das, wenn er einem das sagt, dem Spieler, uns als den Zuschauenden, dann glauben wir das halt auch. Und dann ist es aber bewiesen und fundamentiert am Ende des Tages.

Ich glaube, es ist eine ganz wichtige Entscheidung gewesen, dass er am Anfang gesagt hat, ab jetzt wird neu bewertet. Ab jetzt ist theoretisch jeder potenzieller Nationalspieler. Aber er hat das nicht nur gesagt, er hat den Worten auch Taten folgen lassen, indem er einfach mal 44 Leute mitgenommen hat.

Also man hatte ja immer das Gefühl, so unter Nagelsmann oder Jogi Löw gab es in Deutschland so 30 Nationalspieler. Da waren die Bayern, vor allem die Dortmunder. Und für die anderen war es schwer. Und jetzt hat er mit diesen Nominierungen eigentlich jedem Spieler, der potenzieller Nationalspieler ist, das Signal gegeben, beim nächsten Mal könntest du auch dabei sein. Und das ist, könnt ihr mir vorstellen, dass das wirklich auch jeden Spieler nochmal pusht.

So, deswegen fand ich diese Entscheidung, und du hast es richtig gesagt, wenn Julian Nagelsmann das gemacht hätte, wer weiß, wie die Leute das gesehen hätten. Aber bei ihm jetzt natürlich auch mit der schwachen WM, das ist ein bisschen einfacher sicherlich als Staat, aber hat er das, finde ich, hervorragend gelöst und hervorragend dieses Signal in die Welt hinausgelegt? Ich stelle mal eine Gegenfrage, ganz kurz.

Das Spiel, Niederlande gegen Deutschland, 1-1. Und wie die Nationalmannschaft gespielt hat, wäre Nagelsmann Trainer gewesen. Wie hätten wir dann das beurteilt? Völlig anders. Wir haben 8-0 gewonnen, aber es war nur unentschieden. Und du hast gesagt, glücklich. Ich finde, das ist spielerisch. Da hat es noch gehakt. Es ist aber auch kein Wunder.

Wir machen jetzt nicht mit Hand auflegen. Du hast eben von Qualität gesprochen. Alle Spieler besser. Aber ich finde, was wichtig ist, hat Sven eben auch schon kurz angesprochen, er hat natürlich mit seiner Nominierung schon gezeigt, was er will und auch mit seiner Aufstellung. Er hat Adeyemi und Schade, zwei extrem schnelle Spieler, aufgestellt.

Er sagt ja, die modernen Fußballspiele werden auf den Flügeln entschieden. Er hat auch, indem er Dennis Undaff und Stiller zum Beispiel nicht reingenommen hat, auch gezeigt, das sind jetzt nicht unbedingt seine Spieler, aber er macht die Tür auch nicht zu. Er sagt, wenn Undaff fit ist, kann ich so jemanden immer gebrauchen.

Und ich finde, er macht es auch im Moment aus dieser guten Ausgangsposition. Beispiel Ter Stegen. Ich habe mich gewundert, wie kritisch der gesehen wurde, weil auf der Linie war er klasse. Aber eigentlich ist er fußballerisch ja mega. Ja, aber es ist ja besser, wenn Ter Stegen auf der Linie gut hält und das, was er als Kerngeschäft, Messi hat gesagt, das ist unser bester Fußballer, wenn das jetzt mal schief geht, das kannst du ja eher ausgleichen mit Spielpraxis als umgekehrt.

Und dann sagt er einfach, ja, der hat zwei Fehler gemacht, aber ansonsten war ich total zufrieden mit ihm. Ich finde auch, dass die Perspektive aufgezeigt worden ist. Nicht nur durch die Kader, sondern auch durch die Art und Weise, wie er gesagt hat, wie da gearbeitet wird bei der Nationalmannschaft.

Das ist auch fundamentiert durch die Vergangenheit. Nicht nur zu schauen, wie geht es jetzt. Das nächste Spiel ist drei Punkte. Nicht drei Punkte, sondern drei Euro, meine Freunde. Jetzt sofort. Dass es aber auch gleichzeitig auf eine mittlere und langfristige Perspektive ausgelegt ist. Dass eben auch schon der Blick auf in zwei Jahre geht.

Wer passt dann dorthin? Wie entwickeln wir das? Dass auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig gearbeitet wird. Das ist etwas, was wir bei der Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in dieser Weise nicht erlebt haben. Und wir hatten bisher auch keinen Trainer, der diese Expertise aus der Vergangenheit mitgebracht hat.

Und das ist etwas, was, glaube ich, eben auch Zuversicht vermittelt, dass da jemand ist, der weiß, wie man kurzfristig versucht, Verbesserungen herzustellen und langfristig Erfolg zu produzieren, dass das zwei verschiedene Dinge sind, die miteinander kombiniert werden müssen. Und das ist etwas, was ich spüre, dass das auch bei den Leuten jetzt in diesen ersten Tagen schon angekommen ist.

Wir haben natürlich auch schon lange keinen Bundestrainer mehr gehabt, der so einen Raum einnimmt, der sozusagen das ganze Licht auf sich selber hat. Ich will Manni nochmal reinholen. Er hat, glaube ich, seinen Standort gewechselt, irgendwie radfahrerfreundlicher jetzt das Ganze aufgestellt. Aber ganz im Ernst, wie nimmst du das wahr?

Jürgen Klopps Auftreten, seine Präsenz, all diese Dinge, die eine unglaubliche Wirkung entfachen. Wie ist das, wenn man ganz nah dran ist, wenn man mit der Nationalmannschaft unterwegs ist? Ja, das ist wirklich schon ein absoluter Wahnsinn, was der für einen Hype und was für eine Euphorie auch bei den Fans auslöst. Aber das war natürlich dem Deutschen Fußballbund auch klar. Ich meine, wenn du Klopp holst, dann bekommst du eben auch Klopp. Und genau so tritt er auf.

Ich glaube, die Spieler lassen sich davon natürlich schon anstecken und spüren natürlich auch diesen Neuanfang. Natürlich auch die Bevölkerung und auch die Fans, nach denen die alle ja gelächzt haben ein Stück weit. Ich meine, dass die Debutanten Funkel in den Augen haben. Ich glaube, das ist nachvollziehbar.

Ich glaube, man muss ein bisschen aufpassen bei den Fans, dass man die Maßstäbe nicht zu hoch setzt, weil natürlich dann die Fallhöhe auch umso größer ist. Und ich habe das ja auch schon in der Runde ganz gut festgestellt. Also Jürgen Klopp wird auch für selbstverständliche Dinge enorm abgefeiert. Und ich glaube, da muss man auch in den nächsten Wochen ein bisschen aufpassen, dass man das immer wieder einordnet.

Stefan, und da passt ja ein bisschen das, was ich als These von dir vorgetragen habe, dass dir die Spielidee noch wichtiger ist als die Ergebnisse und auch die Leidenschaft. Was willst du sehen? Was für eine, also dieser klassische Klopffußball, hohe Intensität, hohes Anlaufen gegen Pressing? Also erstmal die Spielidee und das alles mit Leidenschaft, das wollen wir ja sehen, dass die Spieler wirklich alles geben auf dem Platz und alles investieren über 90 Minuten.

Dann verzeiht man auch mal ein Unentschieden oder auch eine Niederlage. So, das ist mal der erste Ansatz. Aber, und das hat Veggie ja schon gesagt, mit dem Tempo auf den Außenbahnen. Ich glaube, da hat er ein klares Zeichen gesetzt, dass das so der Spielstil sein wird. Du wirst dich immer ein bisschen anpassen müssen an den Gegner.

Holland hat das Spiel kontrolliert, also lassen wir uns mal fallen. Aber wir haben schnelle Spiele über die Außen und können da dann dir auch mal auskontern, wie auch immer. Ich glaube, das Wichteste für die Nationalmannschaft ist auch, genauso wie für alle Topmannschaften, auch in der Bundesliga, auch für Bayern München, dass du eine Stabilität hast in der Abwehr gegen den Ball.

Und wenn du das hinkriegst, dann hat man genügend Qualität in der Offensive, um eben Spiele zu entscheiden. Das wird der Spielstil sein. Aber viel wichtiger für Klopp ist, glaube ich, und ich glaube auch für alle und Zuschauer, und Fans, dass man das Gefühl hat nach den Spielen, sie haben alles gegeben und haben sich für unser Land wirklich zerrissen und das Herz auf den Platz gelassen. Ich glaube, das ist die Grundvoraussetzung.

Da ist ja auch ein Trainer, der auf der Beziehungsebene offensichtlich richtig gut funktioniert mit seinen Spielern. Und darüber werden wir auch noch ein bisschen sprechen, was das für eine Stärke ist von Jürgen Klopp, Beziehungen aufzubauen. Ich wollte noch mal ganz kurz zu Manni Segelbauer schalten. Und zwar mit einem kurzen Ausschnitt aus der Pressekonferenz, den wir uns noch mal kurz anschauen können.

Da war Jonathan schon dran, Manni. Und dann kam Klopp noch mal zurück. Und so war das. Gerade mit der Erfahrung der Heim-EM vor zwei Jahren. Was ist... Wenn die Jungs morgen nicht performen, dann kommen meine alten Geheimratsecken bitte zurück. So Manni, erklär uns mal, was dahinter steckt. Da gibt es irgendwie eine Aufgabe, die Sie sich gegenseitig gestellt haben.

Auch vielleicht sinnbildlich für die Atmosphäre in dieser Truppe. Erzähl uns bitte die Hintergründe. Ja genau, es ging um Geheimratsecken und um Schweineohren. Das hatte Jonathan Tah ja dann auch noch erwähnt am Ende seiner Rede von dieser Pressekonferenz. Und das war eigentlich eine lustige, vielleicht auch so ein bisschen eine Blödelei beim Mittagessen. Mittagessen, also kurz vor der Pressekonferenz.

Die Idee kam offenbar von Jürgen Klopp selbst, der gesagt hat, jeder hat jetzt auf der Pressekonferenz ein Wort, das er irgendwie unterbringen muss. Jürgen Klopp hat das offenbar vergessen, musste dann nochmal den Raum betreten und hat dann eben seine Geheimratssäcken erwähnt. Und Jonathan Tarr war eigentlich auch schon fertig und hat dann noch eine Frage nach Schweineohren in den Raum gestellt. Also das war offenbar sein Wort.

Und da merkt man, Jürgen Klopp lässt sich anscheinend ordentlich viel einfallen, um einfach die Jungs bei Laune zu halten. Und es gelingt. Ich würde gerne mal mit ihm sagen. Für den Moment vielen Dank. Liebe Grüße nach Augsburg. Vielleicht hören wir uns später in der Sendung noch mal wieder. Wir haben ja von Kader 1 und Kader 2 schon gesprochen. Das ist jetzt ein bisschen durcheinander gekommen.

Es ist Flo Wirz mittlerweile ja auch bei der Nationalmannschaft. Unter Jürgen Klopp und Vorspiel 2, was heute folgt, Norman Soledda hat sich die Situation rund um die neue Lichtgestalt genauer angeschaut. Der Anfang ist gemacht, es hat sich was verändert und das Stimmungstief ist erst mal überwunden.

Doch der Auftakt gegen Holland hat auch gezeigt, selbst Jürgen Klopp kann nicht übers Wasser laufen. Er ist kein Magier und hat trotzdem schon einen Rechtsverteidiger aus dem Hut gezaubert, den alle anderen Medien inklusive mehr oder weniger übersehen haben. Philipp Treu könnte Jürgen Klopp's erster Volltreffer sein.

Dafür haben längst nicht alle Rückkehrer so perfekt eingeschlagen, wie sich Klopp das gewünscht hat. Und das Niveau der deutschen Defensive ist auch etwas wackelig. Ach du Scheiße. Ja, da ist durchaus noch Optimierungsbedarf, genau wie beim Spielaufbau, beim Torabschluss und, und, und. Das deutsche Team wirkt schneller, intensiver und engagierter als bei der WM.

Aber das Spiel zeigte auch, zwei Mannschaften, seien wir ehrlich, ziemlich weit von ihrer Bestform entfernt. Die Einstellung stimmte. Jetzt wünscht sich Klopp, dass besser Fußball gespielt wird. Und daran glaubt er auch. Aber es sind herausragende Talente, die wir da haben. Ich habe ja auch die Aufstellung gemacht. Noch.

Klopp pflegt das Zwischenmenschliche, sucht die körperliche Nähe, um jeden Spieler im tiefsten Innern seiner Psyche zu erreichen. Glaubt mir, die wollen unbedingt. Es bedeutet den Jungs nichts. Glaubt mir, es bedeutet ihnen alles. Jürgen Klopp ist zurzeit omnipräsent und nimmt nicht mehr und nicht weniger als den gesamten Raum ein.

Ungewohnt für Rudi Völler, der ein bisschen in der Versenkung verschwunden ist. Was die Frage aufwirft... Guten Morgen. Was macht eigentlich Rudi im Dunstkreis der neuen Lichtgestalt? Er muss jedenfalls nicht mehr ständig die Fettnäpfchen bereinigen, in die der frühere Bundestrainer getreten ist. Doch zurück zum 1 zu 1 gegen die Holländer.

Unentschieden gegen Holla, das ist wie im Puzzle gegen Sylvie Mais zu verlieren. Zugegeben, komplett rund ist es nicht gelaufen. Oder ist das schon wieder zu viel gemäkelt? Ein Erfolg ist, wenn wir schönen Fußball spielen, wenn wir fairen Fußball spielen, wenn wir leidenschaftlichen Fußball spielen, wenn wir mit Menschen gut umgehen und wenn wir in den Medien und wenn wir in den Medien, wenn schon 12 Millionen Zuschauer zugucken, nicht das reproduzieren, was uns in die Krise gebracht hat.

Ist ja gut, wir müssen also Geduld haben. Können wir uns vielleicht auf Folgendes verständigen? Jürgen Klopps Mission wird wahrscheinlich ein Langzeitprojekt. Das könnte die Schwierigkeit generell sein. Wir erwarten jetzt schon einiges. Wir deuten jetzt schon, was sich verbessert, was sich verändert hat.

Aber eigentlich kann sich die Arbeit, die er leistet, ja erst mittel- und langfristig auszahlen, oder? Absolut. Es ist ja ein Prozess. Also du kannst ja jetzt nicht auf den Knopf drücken und auf einmal sind alle Spieler um 20 oder 30 Prozent besser. Das ist ja Quatsch. Also daran muss er arbeiten. Ich glaube, ganz wichtig ist hier seine soziale Kompetenz, seine Empathie, dass er die Spieler erstmal auch mitnimmt und ihnen auch diese Nähe und dieses Vertrauen auch schenkt.

Und dann sind die Spieler am Zug eben das umzusetzen, was man auch erwartet. Und das sind ja gar nicht so große Dinge. Ich habe es ja eben schon mal gesagt, auch Fußballspiel mit Leidenschaft, wirklich alles zu investieren, das Trikot sich schmutzig zu machen, sodass man dann auch beim Unentschieden mit Applaus verabschiedet wird. Ich glaube, das sind ganz, ganz wichtige Dinge. Aber für mich...

Das ist eine große Herausforderung. Durch Klopp ist die Nationalmannschaft nicht der absolute Top-3 in der Welt. Da musst du ja hinhin arbeiten und das dauert Zeit. Ich glaube, Flo, wenn ich das noch sagen darf. Wir hatten ja früher, egal was passiert ist, wenn wir ein schlechtes Turnier hatten, standen wir im nächsten auf jeden Fall wieder im Halbfinale.

Dieser Mythos deutsche Turniermannschaft. Wir haben jetzt fünf von dem Ergebnis her schwache Turniere am Stück gespielt. Dieser Mythos ist erstmal weg. Also niemand spielt mehr gegen Deutschland und hat Angst. Fragt mal nach in Ecuador, Costa Rica oder Japan. Und das andere ist, dass die drei, vier Unterschiedsspieler nach vorne, die vielleicht auch mal einen stehenden Gegner auseinandernehmen können, Musiala, Wirts und Havertz, alle teilweise ihre Probleme haben.

Musiala gesundheitlich verletzungsmäßig, Wirts schwierige Phase in Liverpool, Havertz sich jetzt auch verletzt. Also wir haben ja vor allen Dingen reagiert auf die Niederlande. Oder wir haben es versucht, über Konter zu spielen. Aber wir müssen wahrscheinlich schon heute Abend gegen eine massierte Abwehr spielen. Und es wird jetzt nicht passieren, dass Klopp da ist und alle spielen auf einmal viel, viel besser.

Aber er muss mit einigermaßen guten Ergebnissen zu Beginn diesen Glauben unterfüttern, dass da was Großes entstehen kann. Und natürlich kannst du mit so einer Mannschaft auch in zwei Jahren vielleicht ein Halbfinale erreichen mit diesen Parametern. Aber von Weltklasse sind wir schon noch ein Stück entfernt.

Aber Sven ja selbst sagt, haben wir ja gerade den Ausschnitt gesehen, wir haben überragende Talente. Also ist die Qualität da und wir haben sie einfach nicht auf die Straße, aufs Feld gebracht bei den letzten Turnieren oder haben wir auch ein qualitatives Thema? Talent bedeutet erstmal Potenzial, was über Entwicklung zur Qualität gemacht werden muss und das in einer Systematik, die glasklar ist.

Klarheit geben und das tut er. Also zum Beispiel, wenn wir Julian Nagelsmann-Formationen sehen, wie oft die gewechselt sind, wie wenig Probleme gelöst wurden sind. Kimmich rechts, zentral, ein permanentes, glaube ich, Thema während der gesamten Zeit, auch in der Kommunikation, die wurde über UNDARF kommuniziert nach der Einwechslung, riesengroßes Thema medial, wie kommuniziert Kloppo heute über Ter Stegen in der Pressekonferenz oder gestern.

Und was glasklar ist, wir werden 4-3-3 sehen, ob das im 4-2-3-1 ist oder im 4-1-4-1, vielleicht auch mit der 6-8-10-Kombination, so ein bisschen asymmetrisch, wie er das häufig gespielt hat. Hat er in Mainz, weiß ich nicht mehr ganz genau, glaube ich, schon auch schon gespielt, in Dortmund gespielt, in Liverpool gespielt.

Das werden wir bekommen. Und wir werden nicht in einem Jahr hier sitzen und überlegen, vielleicht doch Dreierkette, vielleicht doch das Personal. Und auch diese zwei Kader, Kader 1 und Kader 2, ist ja schon wieder wertend. Das erstmal eine Breite angucken, jeden eigentlich zehn Tage wie im Trainingslager zu haben.

Sie inhaltlich kennenzulernen, im Mindset kennenzulernen, im Umgang miteinander kennenzulernen. Breite zu heute verengen und dann kommen zwei Themen. Die Qualität wird immer dichter aufgrund Leistungsprinzips. Und das Nächste ist, die Mechanismen sind klarer, die Automatismen kommen. Und das ist am Reißbrett entworfen, wenn ich das jetzt so sage.

Aber das ist der Weg, den wir gehen müssen, weil wir sind nicht heute Weltspitze. Wir müssen es werden und wir wissen es gar nicht, wie weit es eigentlich gehen kann. Planen können wir es eh nicht, aber was wir planen können, ist die Entwicklung selber, dass wir besser werden. Und das hat Klopo, wie gesagt, mehrfach bewiesen und da ist er der beste Mann für. Wenn du sagst, es sind wenig Probleme gelöst worden in der Vergangenheit.

Du sprichst dann Kimmich an. Also dass man jetzt einen Philipp Treu plötzlich rauszaubert, sage ich mal, in unserem Film hieß das, auch medial haben wir das vielleicht übersehen, was da für ein Potenzial da ist. Das ist der Weg, den Klopp gehen wird. Ich brauche einen rechten Verteidiger. Kimmich sehe ich in der Zentrale.

Deswegen gucke ich, wer ist da. Und ich sehe da Leute mit Qualität und wie der gespielt hat gegen die Niederlande. Da gibt ihm ja recht, oder? Ja, ich glaube, das kann man auf ganz viele inhaltliche Themen runterbrechen. Kimmichs beste Position, das spielt ja jetzt jahrelang, genau bei Bayern München eben dort, ist diejenige, warum das zum Problem machen, wenn ich einen solchen Top-Spieler in einem Klub, der regelmäßig um die Champions League spielt, warum den da wegnehmen?

Havertz als Wingback war auch mal so ein Thema, der Neuner beim Champions League, Halbfinalist und englischen Meister ist. Also ganz, ganz viele Probleme, wo ich denke, die sind entstanden, weil wir so Kompromisse versucht haben, weil wir nicht eine Lösung gefunden haben. Also gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Ich habe Top-Qualität auf unterschiedliche Positionen in meiner Systematik.

Die setzen als Ankerspieler und den Rest muss ich entwickeln. Und das hat er immer gemacht, ob mit Robertson und Trent Arnold Alexander mit Außenverteidigern, Schmelzer, Piszczek in Dortmund und das macht er jetzt dann gerne auch mit dem Treu. Und ihm traut man es halt auch zu, mit den Freiburgern zusammen, den auch in eine Top-Entwicklung zu bringen.

Und er hat es ja auch gut gemacht, im Fundament in dem Spiel für sein erstes Debüt gegen Holländer zu spielen. und 1-1 dort nehme ich gerne mit. By the way, haben wir früher auch mit nicht dem besten Fußball gerne mitgenommen und hatten dann irgendwann ein Spiel. Ich glaube, dass der Glaube, der auf deinem Buch da ganz oben steht, dass der eine ganz entscheidende Rolle spielt. Also du hast jetzt gerade die Wertzeuge angesprochen und da bist du natürlich näher dran, weil du mit Jürgen Klopp sieben Jahre zusammengearbeitet hast.

Aber ich glaube, dieser Glaube, auch ein Kimmich, wenn ich an den Spieler glaube, wenn ich sage, auf dieser Position, da bist du der Beste, da bist du bei Bayern München gesetzt, dann ist das auch für selbst so einen Spieler, gibt das nochmal die drei, vier, fünf Prozent. Und ich glaube, dieser Glaube, das ist das, was er gerade allen vermittelt, was er den Spielern vermittelt, was aber auch den Fans vermittelt, weil er natürlich auch viel mitbringt. Er ist Meister geworden mit Dortmund zweimal, er hat die Champions League gewonnen, er hat die Premier League gewonnen.

Ich glaube Jürgen Klopp und ich glaube, dieser Glaube ist ein ganz entscheidender Punkt, den er jetzt mitbringt in dieses Spiel, in dieses Game. Ich glaube, dass es ein langfristiges Projekt werden soll. Das ist ein langfristiges Projekt. Das ist ein langfristiges Projekt. Das ist ein langfristiges Projekt.

Das sind auch die Dinge, die wir haben. Ich glaube, dass es ein langfristiges Projekt werden soll. Das ist ein wichtiger Punkt. Ich denke nicht nur, dass es die Erfolge sind. Es wurde gerade im Beitrag angesprochen, dass es ein langfristiges Projekt werden soll. Im Idealfall wird es ein langfristiges Projekt. Und das sind ja auch die Dinge, die Klopp eben im Gegensatz zu seinen Vorgängern gezeigt hat, dass er in seinen Clubs über lange Jahre eine Entwicklung aufgebaut hat.

Das konnte kein Jogi Löw vorweisen, das konnte kein Julian Nagelsmann vorweisen, das konnte auch kein Hansi Flick vorweisen, sondern diese Erfahrung, wie man eine Mannschaft systematisch aufbaut und weiterentwickelt, das ist etwas, was der Nationalmannschaft natürlich wahnsinnig gut tun würde. Mit Philipp Toll. Aber in einem ungeduldigen Umfeld. Wollte ich gerade sagen.

Da muss man aber schon fair jetzt auch mal sein. Auf Julian Nagelsmann. Ich finde, er hat vieles am Ende falsch gemacht. Aber es wird ja jetzt auch nur noch auf ihn draufgeschlagen. Entschuldigung, das ist keine Kritik. Nein, aber lass mich das gerade nur... Sondern das ist ein Rückblick auf das, was jemand schon geleistet hat.

Aber jetzt ist es ja so, wir sind so gefühlt mit der Nationalmannschaft am Boden, dass jetzt Jürgen Klopp ein Langzeitprojekt ausrufen kann. Das hätte Julian Nagelsmann, glaube ich, nicht machen können. Und zur Wahrheit gehört auch, wir haben vor zwei Jahren alle über Kimmich diskutiert. Damals war er, oder vor drei Jahren, war er auch nicht in der überragenden Form, die er jetzt hat. Und da hieß es, naja, wir haben hinten rechts ein Problem.

Vielleicht kann er das auch spielen, hat er bei der EM übrigens gar nicht so schlecht gemacht. Und Wagnumann zum Beispiel hat auch Nagelsmann... Da haben wir groß zurückgeholt dann für die, das muss man auch sagen. Ganz genau, der war dann da und deshalb, Wagnumann war auch ein Rechtsverteidiger, der war oft verletzt.

Und Treu hat sich natürlich im letzten Jahr auch gerade in der Rückrunde über die Europa League so in den Fokus gespielt. Ich will damit sagen, Nagelsmann wird schon gewusst haben, dass Treu ein rechter Außenverteidiger ist. Aber vielleicht war er jetzt auch noch nicht so weit. In Dortmund hat er ja sogar Piszczek umfunktioniert vom erfolglosen Stürmer bei Hertha zum Rechtsverteidiger.

Es sind die Außen. Stefan hat es eben auch gesagt, das ist sein Ding, sowohl defensiv als auch offensiv. Ich will nur damit sagen, es hört sich manchmal an, als wenn die, die davor da waren, sich alle gar keine Ideen gehabt haben. Und es spricht jetzt vielleicht für ihn auch die Ausgangslage. Ich habe mal eine Frage. Es ist ja für ihn neu, dass er zwar eine eigene Mannschaft hat, aber eigentlich hat er ja keine eigenen Spieler, sondern es sind die Spieler, von einem. Das ist meine These.

Und da bin ich sehr gespannt, wie er das machen wird. Und das finde ich auch ganz spannend anknüpfend an das, was du gesagt hast, dass er immer Spieler auch entwickelt hat in seiner Systematik für bestimmte Funktionen in dieser Systematik Spieler entwickelt hat. Das kann er aber jetzt ja als Nationaltrainer nicht mehr so machen wie früher als Vereinstrainer. Das heißt, er muss die Bundesliga, die Bundesliga-Trainer, die Vereinstrainer ganz anders mitnehmen, oder?

Die Philosophie ist ja eine ganz andere für ihn als Vereinstrainer. Gib mir 10 Millionen, ich möchte den Spieler haben. Bei Liverpool gibt mir 80 Millionen, ich möchte Van Dijk haben. Also er konnte ja einkaufen, das kann er hier nicht. Das ist eine spannende Frage und da werden wir aber sehen. Ich glaube aber trotzdem, dass er die Erfahrung hat und das natürlich weiß, was er sich ranzieht. Also diese Möglichkeiten fallen ja weg.

Aber er ist ja schon ein sehr, sehr dominanter Typ. Und da bin ich sehr gespannt, wenn er jetzt mit so einem Vincent Kompany, also gut, das ist jetzt ja keine Konkurrenz in dem Sinne, aber du musst ja mit denen klarkommen. Also da bin ich jetzt, schafft er das? Das ist auch Mühe, glaube ich. Ja, auf der anderen Seite denke ich eben auch mit den Spielern kaufen oder nicht kaufen.

Also Manchester City konnte immer ein bisschen mehr Spieler kaufen, als Liverpool-Spieler kaufen konnte. Ja, Manchester City ist die Leipzig-Abstieg. Ja, aber wenn man im obersten Regal sitzt und umgekehrt ist es ja auch so, die anderen Nationaltrainer, ob jetzt ein Xavi in Holland, die können sich natürlich auch nicht die Spieler kaufen, die sie brauchen, sondern die müssen auch genau mit dem Pool zurechtkommen, den sie haben.

Und wir haben in Deutschland eigentlich einen großen Pool an Talenten und an Spielern. Und von daher glaube ich, dass wir gar nicht so eine schlechte Ausgangsposition haben. Mein Gefühl war auch immer die letzten Jahre, dass wir eigentlich mehr Talent haben, das aber nicht entsprechend gefördert und entwickelt worden ist, um in die absolute Spitze reinzukommen.

An dem Punkt wollen wir gleich weitersprechen, weil, glaube ich, das ein guter Punkt ist. Aber wir wollen natürlich auch unsere Gäste hier, unser Publikum, den normalen Fan hier mit reinholen. Und Ruth, mach das jetzt. Du guckst schon, wo ich mich heute befinde. hinter dir mal. Weil ich mir dachte, ich suche mir mal die junge Dame hier aus mit dem Nationaltrikot, um eben über die deutsche Nationalmannschaft mit ihr auch zu sprechen.

Ich gehe mal auf die Seite, dann sieht man dich besser. Wir hatten die Frage der Woche, da geht es um den Torwartwechsel. Also Marc-Andre Ter Stegen jetzt erstmal wieder raus und Alexander Nübel wird heute Abend spielen. Was hältst du denn davon? Ich halte da viel von, da er aufgrund seiner Erfahrung, seines Alters und seiner Verletzungen, finde ich, jetzt mal verdient hat, eingesetzt zu werden.

Wer von beiden hat es verdient Der Herr Stegen sollte eigentlich auch im Tor bleiben, meinst du dem nach? Ja. Das heißt, dieser Wechsel heute macht für dich dann wenig Sinn, weil du sagst, eigentlich sollte man dann ja direkt auf eine klare Nummer einsetzen? Ja, auf die Sicherheit auch. Genau. Und warum hat sich Marc-Andre Stegen deiner Meinung nach bewährt?

Da er aufgrund seiner Erfahrung und seines Alters jetzt auch mal die Chance hat, dass er sich in seinem Verein in Amsterdam auch gut bewährt. Und weil er sich ja auch tatsächlich immer unterordnen musste, während Manuel Neuer so lange im Tor war. Und selbst jetzt, findest du das irgendwie unfair, dass er nie die Möglichkeit bekommt, wirklich die klare Nummer 1 zu sein? Meiner Meinung nach, ja.

Okay, das ist sehr spannend, was du sagst. Vielen Dank. Und ich habe im Internet geguckt, bei unserer Umfrage, da ist es ein bisschen anders gelagert. Das sagen sehr viele, rund 70 Prozent auf sport1.de, 85 Prozent bei unserer Instagram-Umfrage, dass sie eigentlich finden, jetzt ist die Zeit zum Ausprobieren.

Also ist richtig gut, dass da Nübel heute im Tor stehen wird. Also machen Sie gerne noch mit. Wir werden uns dann gleich noch mit dieser Frage befassen. Jetzt eine kurze Pause, ein Spot und dann sind wir natürlich wieder in der Runde mit der Nationalmannschaft. Willkommen zurück in München im Hintergrund, die Oktoberfest-Deko am mittleren Oktoberfest-Wochenende. Natürlich hier im Airport Hilton in München eben.

Stefan, wir haben bei Flick damals erlebt, als erfolgreicher Trainer von den Bayern gekommen zur Nationalmannschaft. Wir wissen, wie das am Ende ausging. Nagelsmann auch da war. Erst große Euphorie, jetzt ist wieder große Euphorie. Also du bist vorsichtig. Ich bin sehr vorsichtig, weil bei Flick war es ja so, er kam mit den sechs Titeln von Bayern München, wurde Nationaltrainer, hat die ersten acht Spiele tatsächlich am Stück gewonnen.

Wer soll uns jetzt noch stoppen? Wir werden jetzt Europameister, wir werden Weltmeister, wir werden alles abräumen in den nächsten Jahren. Die Realität und der Fußball sieht dann ein Stück weit anders aus. Ich glaube, ein ganz großer Vorteil für Jürgen Klopp ist eben diese Sympathie, die ihm erstmal entgegengebracht wird und darauf versucht er aufzubauen.

Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass das Ergebnis so sein wird und ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass auf Knopfdruck auch der Fußball besser wird und erfolgreich. Das ist ein Prozess, das habe ich am Anfang gesagt, aber an solche Dinge sollte man sich auch immer mal ein bisschen zurückerinnern, wie das auch dann umschlagen kann, auch in den Medien. Ich glaube, da hat Klopp von allen dreien dann doch diesen einen Vorteil.

Und ich glaube, er wird das realistisch einschätzen. Er versteht, glaube ich, sehr, sehr gut, wie das Mediengeschäft funktioniert. Weil selbst Teil davon noch bei der Fußball-Weltmeisterschaften hat gemerkt, was auch nur ein einzelnes Wort auslösen kann, das Wort noch, nämlich zum Beispiel. Ja, trotzdem, Matze, du hast dich gemeldet.

Es gab ja schon mal einen Jürgen, den Jürgen Klinsmann, der ja auch Euphorie losgetreten hat. In unserem Land hat er sehr viele Dinge verändert. Dann war es erst kritisch. Dann haben wir eine super HeimwM gespielt. Und sind aber Weltmeister erst geworden 2014. 2014. Kannst du eigentlich Jürgen Klinsmann ...

Du könntest den ganzen Doppelpass mit Nationaltrainer. Du weißt ja, warum Jogi überhaupt aufgehört hat. Entzündete Zahnhälse. Was wolltest du fragen? Ob du Jürgen Klopp und Jürgen Klinsmann miteinander sprechen lassen kannst? Jürgen Klinsmann, natürlich. Jürgen, ich muss sagen, wie du das gemacht hast, war wirklich toll.

Ja, danke. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin natürlich anders als du an die Aufgabe. Ich war danach noch Trainer in den USA, genau, Stefan, brauchst du nicht so zu gucken. Dann war ich noch ... Ich weiß nicht, wie viel du gerade lachtest. Jürgen. Und dann war ich noch ... Zuletzt war ich Trainer in Südkorea, Südkorea, schönste Land in Südamerika.

Also ich hab wirklich viele ... Da geht es. Wir waren ja mal gemeinsam, bei eurer Meisterfeier mit Borussia Dortmund. 2.11. Beim Italiener um die Ecke. Die spontane Meisterfeier war das. Also direkt nach dem, also noch ohne den Pokal. Und dann bin ich durch die Hintertür, durch die Küche bin ich reingekommen. Als Kloppo.

Und ihr müsst aber auch wissen, dass Kloppo direkt Matze Klop gespiegelt hat. Das war relativ überragend. Überragendes Teil. Live vor uns allen war wirklich... Du hast ja so ähnliche Gesichtsformen bei Kloppo, muss man sagen, ist ein bisschen drahtiger geworden über die Jahre. Ja, aber gut. Es ist ja, muss man sagen, hat sich ja verändert. Ich würde mal sagen, in den letzten anderthalb Jahren hat er ein bisschen abgenommen.

Ist ein bisschen schlanker, drahtiger geworden so. Schon länger. Ja? Schon länger. Gut, aber das ist nicht das wichtigste Thema. Wir wollen nicht über Ozentpik reden. Du musst nicht da so deutlich zeigen, von wem deine Jacke ist. Nein, ich habe einfach nur mal hier gefragt. Aber könnt ihr das bitte mal in der Pause dann machen? Du hast recht, Stefan, du hast absolut recht.

Du hattest vorhin diesen Punkt mit den Talenten gebracht. Und da habe ich gesagt, wir lassen uns daran nochmal anknüpfen. Diese Empathie, dieses Starkmachen von jungen Spielern. Ich hatte das Gefühl, dass er allen die Angst genommen hat, vielleicht in einem ersten Länderspiel in Amsterdam, in der Johann-Kreuf-Arena aufs Feld zu müssen, wenn es denn Angst gibt im Fußball.

Aber du bist ja wahrscheinlich möglicherweise ziemlich nervös. Und ich glaube, wenn er dir sagt, Junge, du bist mein Mann und wie auch immer, dich stark macht, das hilft schon. Bin ich überzeugt davon, dass er Vertrauen vermitteln kann, wenn er dir jemandem so ein Vertrauen gibt und auch Anweisungen gibt oder Anleitungen gibt, was zu erwarten ist.

Und das eben auch mit der Erwartungshaltung übereinstimmt. Also dass das die Spieler auch leisten können, dass da keine Überforderung entsteht, sondern dass es einen klaren Spielplan und eine klare Aufgabenstellung gibt. Und sagst du, du kannst das und vertraust das und du hast zwar wenig Trainingseinheiten, aber man hat ja schon gehört, dass selbst diese zwei, drei Trainingseinheiten schon einen gewissen Effekt gehabt haben, zumindest für den Anfang.

Natürlich ist es wirklich nur ein ganz, ganz kleiner Anfang, aber die Art und Weise sicher, wie er mit jemandem umgeht, aber auch umgekehrt, wenn kritisiert wird, da wird er ja auch sehr klar und sehr deutlich. Und trotzdem führt es dann eben nicht dazu, dass die Spieler das Gefühl haben, sie werden fallen gelassen, wenn sie die wichtigen Dinge erfüllen, die zu diesem Thema gehören.

Christian Heidel hat zu diesem Punkt mal eines gesagt, als er noch in Mainz war, wenn er mit dem Spieler Theater gehabt hat auf dem Platz, habe ich das bis oben hingehört. Und wenn das Training vorbei war, sind die Arm in den Arm vom Platz runtergegangen. Wenn der Tuchel das gemacht hat, streit mit einem, da muss man schon gucken, wo ich den hin am besten verkaufe.

Also es ist ein riesiger Unterschied, wie man es auch in Konfliktsituationen mit Spielern umgeht, in Momenten, wo es nicht gut läuft, dass sie dann eben auch Vertrauen haben und Vertrauen spüren und weiter Vertrauen bekommen, wenn sie die Grundsätze, die in diesem Team gelten, beherzigen. Wir haben ja gerade ganz kurz auf der Wand auch diese Fotokollage gesehen, mit diesem auch sehr körperlichen Umgang. Er nimmt die in den Armen nicht nur die eigenen Spieler, sondern auch Van Dijk vom Gegner.

Aber das hat einen Effekt auf diese jungen Spieler. Du machst ja viel auch dritte Liga. Wir sind in der zweiten Liga unterwegs. Spieler, die nach oben streben. Die kriegst du schneller in so ein Gefühl der breiten Brust rein. Das würde ich schon sagen. Also er ist sicher auch ein Typ. Man sieht ihn teilweise auch als Moderator oder Journalist lange nicht.

Dann habe ich ihn irgendwann nach zwei oder drei Jahren Europa League in Liverpool gesehen. Der kommt rein, der sieht dich und nimmt dich in den Armen, als wenn du vorgestern mit ihm noch beim Italiener zusammengesessen bist. Und das macht ja auch was mit dir selbst. Und ich glaube, die wenigsten können sich dieser Kraft von Jürgen Klopp einfach entziehen.

Das ist ein sehr guter Spieler. Er ist auch jemand, der dir das Gefühl gibt, ich interessiere mich für dich. Wenn du das als junger Spieler hast, dann ist er auch jemand wie Klopp. Wir haben die Erfolge aufgezählt. Der nimmt dich in den Arm. Dass wir gehört haben, auch bei der WM, dass Julian Nagelsmann teilweise im Mannschaftshotel per WhatsApp kommuniziert hat mit den Spielern, obwohl die den ganzen Tag ja außer Training nichts zu tun hatten und vielleicht abends eine Besprechung.

Dann ist das natürlich ein Riesenunterschied. Und so nimmt er ja irgendwie alle mit. Und selbst wenn er dann uns Medien tadelt, wie bei den beiden Pressekonferenzen, müssen wir uns erstmal alle schütteln. Und dann sagen wir am nächsten Tag, naja, ob das jetzt ganz so richtig war, weil er das ja selbst auch bei der WM mit beflügelt hat zum Beispiel.

Das ist eine überragende Qualität von ihm. Eine Sache zu den jungen Spielern. Mario Götze erzählt von seiner Zeit in Dortmund, als er mit 17 angefangen hat. Was das für eine Nähe der Trainer hergestellt hat. Wie das alles auch so eine Selbstverständlichkeit angenommen hat. Dann bin ich weggegangen mit dem Gefühl, dass jeder Trainer so ist wie Jürgen Klopp.

Was diese Kommunikation und diese Beziehungsebene angeht. Das ist aber natürlich keiner ist so gewesen wie er in dieser Hinsicht. Das wäre auch für ihn besser gewesen, dort noch ein bisschen länger zu bleiben und sich unter ihm ein bisschen weiterzuentwickeln. Und ich glaube, das ist eben eine Fähigkeit, die er eben mitbringt, auch die jetzigen jungen Spieler. Man hat ja auch gesehen, wir hatten jetzt zwei, drei junge Spieler dabei, mit denen vor einem halben Jahr überhaupt niemand gerechnet hat. Ednou Talib, wir haben Treu, wir hatten Engelhardt noch dabei.

Und es sind alle Spieler, wo auf einmal was wie eine Perspektive entsteht, ob sie es am Ende einlösen werden. Das wird nochmal eine andere Frage sein. Aber dass die mit diesem Selbstbewusstsein in dieses Spiel gehen, um zu zeigen, ich kann das oder ich will das leisten, das war zum Ersten, das war ganz klar zu spüren aus meiner Sicht.

Und ist das ja gerne, ist das... Etwas, das sich Jürgen Klopp in seiner jetzt doch langen Trainerkarriere angeeignet hat? Oder ist das einfach seine Persönlichkeit, die er einfach schon immer so mitgebracht hat und dadurch es ihm leichter fällt? Ich glaube, dass das Stichwort, was für Jürgen passt, Authentizität ist.

In allem, was er tut, ist er komplett authentisch. Da ist nichts gespielt, das ist geradeaus, das ist auch mal frontal. Das ist aber danach auch wieder aufsammeln, wie du sagtest, wenn es in der Hierarchie vielleicht ein anderes Level hat. Aber. Das ist einfach immer geradeaus, er sagt das, was er denkt und er hat auch die Power. Und das hat er auch gemacht als Mainzer Trainer.

Das hat er nicht nur gemacht jetzt nach den erfolgreichen Jahren Liverpool. Ich kann mich noch erinnern, als ich ein Fußballlehrer bei dir geschult wurde, habe ich ihn irgendwann gefragt. Bei ihm wurdest du geschult? Ja, der hat die Medienschulung gemacht. Wirklich? Das sieht so, was aus ihm geworden ist.

Das spricht er hier so gut. Ja, klar, das verstehe. Und dann habe ich Jürgen gefragt, Jürgen, wurdest du geschult? Und da sagt er, Sven, du dir eingefallen, das Allerwichtigste ist, verkauf nichts, was du nicht bist. Und ich glaube, das ist auch immer noch der Schlüssel für ihn. Und auch für viele, die vielleicht im Fußball arbeiten, so natürlich und so authentisch, wie man ist, rüberzukommen.

Und das ist ganz, ganz wichtig, weil das bleibt glaubwürdig. Und man muss aber auch wirklich sagen also ich bin ja nun auch im entertainment zu hause er hat halt auch wirklich ein außergewöhnliches talent, ich glaube das ist ganz entscheidend also wie er da auch die auf den pressekonferenzen wie er reagiert wie er mit den journalisten umgeht dass er sie wahrnimmt dass er sie auch in den mittelpunkt rückt dann vielleicht auch mal frechen spruch oder auch mal ein der ein bisschen rügt aber trotzdem den menschen dann nicht da verhungern lässt und dieses talent das kann man, Das kann man sicherlich entwickeln und das hat er auch, glaube ich, im Laufe der Jahre getan.

Aber lernen kann man das so nicht. Und ich glaube, das ist das Problem. Es gibt den einen oder anderen Trainer, der auch gerne so wäre, aber er hat dann dieses Talent nicht. Der hat dann ein anderes Talent, was genauso gewinnbringend ist, wenn er sich darauf fokussiert. Aber ich glaube, das ist bei ihm wirklich außergewöhnlich, muss man sagen.

Und ja, du hast das super beschrieben. Aber ist es nicht vielleicht auch eine Top-Ausgangsposition für ihn? Also in Mainz hat er damals eine Mannschaft voller Arbeiter gehabt. In Dortmund hat er die Mannschaft zusammengestellt. Er hat den jungen Götze gehabt, er hat einen Schmelzer, Piszczek, du hast es aufgezählt.

Und in Liverpool hat er sich ja auch eine Mannschaft zusammenbauen können. Wenn ich jetzt an Stefan denke, wir haben eben drüber geredet, dein Turnier 92, Vize-Europameister. Er übrigens im All-Star-Team darf man auch nicht vergessen. Aber ihr hattet Sammer, Effenberg, Hessler, Möller, also nur Weltklasse-Spieler eigentlich.

Kannst du mit denen auch so arbeiten oder passt das jetzt eigentlich gerade in dieser Situation, wo die Nationalmannschaft gefühlt am Boden liegt, wo viele junge Leute sind. Das ist der entscheidende Punkt in der Situation, in der sich die Nationalmannschaft jetzt gerade befindet. In einer extrem schwierigen.

Du musst ihnen die Hand geben, dass sie wieder aufstehen und an sich glauben. Und das musst du denen ja erst mal vermitteln. Das war zu unserer Zeit ein Stück weit anders. Dementsprechend musst du mit den Spielern umgehen. Du hast ein paar aufgezählt, wir können ja die Liste weiterführen. Die musst du natürlich dann ein Stück weit anders führen.

Es ist immer ein Unterschied, ob du eine extrem erfahrene Mannschaft hast mit, wirklich vielen Alphatieren. Die musst du anders führen als eine Mannschaft jetzt. Die heutige Nationalmannschaft, da ist er schon der richtige Mann jetzt zu dieser Zeit. Ich glaube auch, dass er sich ein Stück weit verändern muss und wird, weil du wirst den Kader verschrumpfen müssen. Du hast jetzt 44 plus, also über 50 eigentlich, die du im Blick hast.

Irgendwann gehst du in die Spiele rein mit 25, 26, 27. Also da werden ja schon welche runterfallen. Also da werden noch Herausforderungen auf ihn zukommen. Aber vom Typ, von so wie er das transportiert und das, was du gerade gesagt hast, ich mache das mal an Kompaniefest bei Bayern München. Viele haben gesagt, wo, da bin ich aber gespannt. Und so wie er sich verkauft in den Pressekonferenzen, vor dem Spiel, nach dem Spiel, wie er mit den Spielern umgeht, das ist absolute Weltklasse. Und genau so musst du das machen.

Und dann wirst du auch geliebt. Der Start ist Jürgen Klopp auf jeden Fall erst mal gelungen. Baba. Wir werden schauen, wie es dann weitergeht. Es gab ja auch schon mal ein paar Beispiele. Nein, nein, nein. Ja, ich fand das ein super Beispiele. Lass ihn mal bitte. Wenn Stefan mal gelobt wird, dann wollen wir nicht unterbrechen.

Ja, aber ich glaube, dass was Vincent bei Bayern macht, ganz ähnlich dem ist, was Kloppo halt auch immer hinbekommen hat. Genau. Nämlich eine unfassbar coole Vermischung aus Inhalt und einer hohen sozialen Empathie und Intelligenz für seine Mannschaft und auch dieses Beschützergehen. Bei Vincent zum Beispiel, finde ich, ist es so, immer wieder seine Innenverteidiger geht und Fehler im Eins-gegen-eins im offenen Feld, wird er sie nie an die Wand stellen, sondern wird immer sagen, pass mal auf, ich fordere genau das von Ihnen.

Und ich glaube, das sind zwei Top-Beispiele dafür, wie alles miteinander zusammenkommt. Eine außerordentlich gute Kommunikation, trotz dem Status, den man hat, Vincent ja vor allem auch als Spieler, Kloppo als Trainer, trotzdem diese Nähe zu haben und aber auch deswegen dieses Herausfordernde haben zu haben.

Und der entscheidende Punkt hier ist ja auch, Kompany hat auf dem absoluten Weltklassen-Niveau gespielt. Also wird er ein Upamecano, ein Tarn natürlich besser machen. Ist ja logisch. Oder jeden Spieler, weil sie es selber erlebt haben, gespielt haben. Klopp auf einem anderen Niveau, aber er hat es auch gespielt.

Hat Niederlagen, Abstiege und so weiter einstecken müssen. Das ist schon ein großes Plus. Jetzt will ich nicht gegen Nagelsmann gehen, aber das hatte er halt auch nicht, wie sich ein Spieler gerade fühlt in einer Situation, die extrem schwierig ist. Kompany, Klopp können sich da reinversetzen. Und wissen, was hätte ich gemacht damals oder wie war das früher?

Diese Gabe oder dieses Glück hatte eben Nagelsmann nicht. Wir wollen gerade ganz kurz, weil wir den vorhin auch in dem Beitrag drin hatten, Ewald Lienen nochmal hören. Da hat er sich ja so ein bisschen in Rage geredet. Aber er fasst ja auch aus seiner Perspektive als ehemaliger Trainer diese Art, wie Jürgen Klopp mit einer Mannschaft, mit Spielern umgeht, nochmal sehr gut zusammen.

Ich sehe Spieler, die sind so stolz, die sind so motiviert, zur Nationalmannschaft zu kommen. Und die Art und Weise, die sozialverträgliche, zugewandte und empathische Art und Weise, wie er mit ihnen umgeht, wie er mit ihnen redet, welche Nähe er auch zu ihnen hat, das hilft den Spielern auch in diesen Drucksituationen.

Das ist ja ein Druck, die ganze Welt guckt da drauf. Er lächelt das nicht weg, sondern er gibt ihnen die Möglichkeit, in einer Atmosphäre, die zugewandt ist, die angenehm ist, die sympathisch ist, und die klar ist, nicht nur weglächeln, verstehst du, sondern auch klare Rückmeldungen, aber auf respektvolle und vernünftige Art und Weise. Nur so kann ich mich weiterentwickeln.

Fast ungefähr das zusammen, was hier auch gesagt wurde. Es gibt ja immer verschiedene Trainertypen. Ich sage mal, Ottmar Hitzfeld, damals bei Bayern München, ich weiß nicht, ob du ihn nicht erlebt hast, er war komplett anders. Nicht auf Distanz, auch Nähe, aber eine andere Nähe. Und auch in der Kommunikation anders.

Ich weiß nicht, er hat mich ein paar Mal gedrückt, als wir dann final deutscher Meister wurden oder Champions-League-Sieger, da hat er mich mal in den Arm genommen. Und ich dachte, wow, schöne Nähe. Aber das hat er nicht im tagtäglichen Training oder so gemacht. Also es gibt unterschiedliche Trainertypen. Ich glaube, aber für die Nationalmannschaft ist das jetzt auf jeden Fall richtig.

Sven hat es ja gesagt, Authentizität ist das Entscheidende. Und für Ottmar wäre das nicht authentisch gewesen, wenn er plötzlich angefangen hatte, da der große Kuschelbär zu werden. Aber das tut man natürlich auch klar ist, dass eben diese Sicherheit als Spieler, Das heißt, du wirst von ihm immer geschützt werden, wenn du einen Fehler machst.

Die Niederlagen sollen auf eigene Kappe genommen werden und nicht auf die Spiele abgeschoben werden. Das haben wir auch schon anders erlebt. Dieser Klemmer, von dem da gesprochen worden ist, den andere vielleicht gerne hätten. Aber Klemmer kann man nicht lernen. Was hast du gerade gesagt? Klemmer kann man nicht lernen. Klemmer kann man nicht lernen, ist das 3 Euro? Machst du 2.

Wir sprechen gleich über Florian Wirtz, der auch gerade Unterstützung braucht und sie auch vom Bundestrainer bekommt. Wie das funktionieren kann, für ihn besprechen wir nach einer kurzen Pause. Jetzt gibt es erstmal tolle Preise, die unser Partner erbt. Wir haben schon viele Aspekte besprochen. Auch die Tatsache, dass der Bundestrainer mehr Nähe zu den Vereinen sucht, mehr Spiele besucht, mehr Trainings besucht.

Aber Ruth, du hast festgestellt, es gibt einen Verein, eine Mannschaft, da muss er eigentlich gar nicht hin. Warum? Das ist so, sage ich euch gleich. Aber zum Stichwort Jürgen Klopp on Tour. Einmal der Hinweis, der Doppelpass geht auch wieder on Tour. Da gibt es jetzt neue Termine. ab 17. November gerne mal online checken.

Vielleicht ja auch in Ihrer Nähe. Also Dopa on Tour ist ja auch immer ein tolles Programm für Sie, liebe Zuschauer. Ja, zu einem Verein muss er eigentlich nicht gehen. Das ist Bayern 04 Leverkusen. Kein Leverkusener dabei bei diesem XXL-Kader von Jürgen Klopp. Und dabei ist doch dieser Kader gespickt von internationalen Superstars.

Also ganz viele Nationalspieler, nur eben nicht für Deutschland. Hier Patrick schickt Tschechien. Maser hat sich gegen Deutschland für Algerien entschieden. Wir haben die Spanier dabei, auch den Trainer als Spanier. Argentinien, also wir müssen einfach nur feststellen, dass da aktuell keine deutschen Nationalspieler dabei sind. Robert Andrich wäre ja ein Kandidat, ist es nicht. Und Florian Wirz, der ist in seiner Leverkusener Zeit zum Nationalspieler geworden.

Den hat er ja jetzt auch wieder dabei, sogar früher, weil er für Jamal Musiala nachgereist ist. Den muss er wieder auf Leverkusener Niveau irgendwie bringen. Also über den wollen wir jetzt auch gleich noch sprechen. Der hat in Liverpool noch nicht ganz die Erwartungen erfüllt, auch seine eigenen Erwartungen.

Aber jetzt ist er frühzeitig mit der Nationalmannschaft wieder voll dabei, auf sein eigentliches Leistungsniveau zu kommen. Schafft er das? Dürft ihr diskutieren. Machen wir sehr, sehr gerne. Die Art und Weise, wie er gesehen wird oder besprochen wird von einzelnen Experten in den englischen Medien, ehemaliger Fußballer Jamie Carragher zum Beispiel ist relativ kritisch mit ihm.

Du hast bei Arsenal gearbeitet, kennst den Umgang mit Spielern durch die Presse dort. Ist das gerechtfertigt oder wird er zu schlecht gesehen auf der Insel momentan, Flo Wirtz? Für mich klar zu schlecht gesehen. Also Jamie Carragher ist durchaus auch bekannt dafür, mal sehr, sehr schnell zu zerlegen.

Vor allem, wenn man so im Fokus steht wie Flo mit seiner Ablösesumme. Das ist einfach natürlich. Ich finde, dass er auch darunter gelitten hat, die Gesamt-Liverpool unter der Thematik, dass dort ein Spieler in der Vorbereitung verstorben ist. Das dürfen wir einfach nicht vergessen. Diego Jota, ja. Diego Jota, das ist einfach ein unfassbarer Einschnitt erstmal in die Truppe nach einer Meisterschaft.

So, dann kam natürlicher Umbruch und dann wird auf Flo ganz, ganz viel geschultert. Ich glaube, dass gerade so eine Phase, jetzt sich da auch mal rauszukämpfen, sich neu zu beweisen, in der ganz klar, also für mich ist das die NBA des Fußballs, ist die Premier League, das ist mit Abstand der dichteste, härteste, beste Wettbewerb, den wir haben in Europa.

In der Spitze die Champions League, aber in der Dichte und Breite, klar, die Premier League. Da jetzt durchzugehen, ein, zwei Jahre auch mal vielleicht nicht die Statistiken zu spielen, wird den Floh auf ein Niveau heben, der uns im deutschen Fußball brutal guttun wird, bin ich mir sehr sicher. Glaubst du, dass Jürgen Klopp als Nationaltrainer, der ihn ab und zu hat, wahrscheinlich auch Kontakt zu ihm hält, auch ehemaliger Erfolgstrainer von seinem Verein ist, von Liverpool, das eben hilft, aber wir warten kurz, weil gerade kommt offensichtlich der Bus an der deutschen Fußball Nationalmannschaft in Augsburg und diese Sensation wollen wir auf gar keinen Fall verpassen.

Mani Sedlbauer, was ist los? Erzähl uns. Grüß euch, ein paar Fans stehen schon vor dem Mannschaftshotel, wie ihr das hinter mir sehen könnt. Und Vorsicht, jetzt kann es ein bisschen ruckeln, zeige ich euch einmal hier die Busankunft der deutschen Nationalmannschaft. Hier kommen sie, ein paar Fans jubeln auch lautstark.

Und jetzt müsste die Spieler gleich aussteigen. Also es sind rund, ich würde mal sagen, so 30. Na ja, es sind wahrscheinlich mehr, eher 50, 60 Fans, die gekommen sind. Und viele Kinder, viele Familien, die jetzt gleich natürlich auch noch darauf hochten, ein paar Autogramme abzustauben. Vielleicht ist das ein oder andere Selfie auch noch drin.

Kimmich höre ich auf jeden Fall ganz laut. Florian Wirz natürlich, wird ja auch lautstark gerufen. Und hier geht's los. Und der Bundestrainer ist der Erste, der aus dem Bus steigt, Jürgen Klopp. und natürlich nimmt er sich sofort Zeit, vor allem für die jungen Fans Autogramme zu schreiben. Oh, Rudi Völler ist der Nächste offenbar, so wie ich die Fans verstehe. Ja, hier ist er.

Und natürlich, wie man ihn kennt, extrem Fan, da schreibt hier die ersten Autogramme. Und da kommt auch schon der nächste, Josef Kimmich, der erste Spieler, DFB-Kapitän, der endlich wieder auf der 6 spielen darf. Manni, du machst ja da sowieso. Finn Dahmen, der Augsburger, er kommt nach Hause in sein Wohnzimmer, darf natürlich heute noch nicht spielen, denn Alex Nübel steht zwischen dem Vossen, aber für ihn natürlich auch was ganz Besonderes.

Ja, und jetzt kommen sie hier an in Augsburg und werden sich mit Sicherheit alle noch ausreichend Zeit nehmen für Autogamme, für die Fans, die extra hierher gekommen sind. Manni, danke dir auf jeden Fall für den Moment. Ich bin sehr fan da, auf jeden Fall. Ja, Manni, bleib mal drauf bis halb zwei. Erzähl.

So ein bisschen. Vielleicht siehst du den Fahrradfahrer auch noch. So, also jetzt nehme ich den Kollegen hier. Der macht da, der kommentiert und filmt gleichzeitig, das sind die neuen Zeiten und das hat er sehr gut gemacht. Manni, danke für die Eindrücke. Grüße nach Augsburg. Ich finde, dass auch sowas wieder eine Attraktion werden muss.

Ich kann mich erinnern, bei der Euro in Marienfeld, als die portugiesische Nationalmannschaft dort stationiert war, haben da teilweise 2.000 Menschen darauf gewartet, dass dieser Bus einfach aus diesem Hotel rausfährt. Natürlich ist das vor allem auch Cristiano Ronaldo geschuldet gewesen. Aber es ist halt Aufmerksamkeit. Es ist ja Energie, die auch in Richtung Nationalmannschaft geht.

Und ich halte das absolut für richtig, dass man auch eben aussteigt, dass auch Jürgen Klopp hingeht, Autogramme schreibt. Ich habe es mal einmal erlebt, da ist Paris Saint-Germain hier in München angekommen, bei minus 5 Grad, da haben 20 Fans gewartet und dann sind die Spieler ausgestiegen, Kopfhörer, Sonnenbrillen, es war schon dunkel und sind an den 20 Fans, die da sechs Stunden gewartet haben, vorbei ins Hotel und die finden, sowas geht nicht.

Das ist auch ein Stück die Aufgabe und wenn die Nationalmannschaft einfach wieder dahin kommen möchte, wo sie ist, dann gehört das dazu und ich finde das okay, dass wir das einfach mal zeigen. Ich fand das gut. Ich auch. Und du stilst darauf an, weil ich gesagt habe, die Sensation wollen wir nicht verpassen. Ja, ja, du hast recht.

Ich finde das auch in Ordnung. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss auch eine Nationalmannschaft zum Anfassen sein. Das wird vielleicht wieder mehr. Mehr ist aber auch schon generell durch Rudi Völler ein bisschen verändert worden. Stefan, wir waren bei Flo Wirtz. und seiner Situation und der Schwierigkeit, die er hat, in Liverpool richtig Fuß zu fassen.

Und gleichzeitig wissen wir alle, was für ein begnadeter Fußballer das ist. Wie lösen wir das auf, sodass am Ende alle glücklich sind? Das heißt, wie lösen wir das auf? Ich glaube, da ist die ganze Mannschaft, in dem Falle dann Liverpool auch mitverantwortlich. Du hast das ja angesprochen, diesen Todesfall in der Vorbereitung der Saison. Du hast die Premier League gewonnen.

Dass das im Allgemeinen ein unfassbar schwieriges Jahr wird für den ganzen Verein, Das ist ja normal, nachvollziehbar und auch logisch. Das festzumachen an Florian Wirz ist völlig falsch. Wir wissen um seine Qualität. Und wenn er fit ist, ist er ein außergewöhnlicher. Noch nicht Weltklasse, aber auf dem Weg dahin Weltklasse-Spieler, der uns auch weiterhelfen wird.

Dem musst du jetzt auch die Hand geben, ihn aufbauen, ihn zu sprechen, viel mit Reden, viel mit Kommunikation. Und dann kriegst du ihn auch wieder hin, dass er den Unterschied macht für unsere Nationalmannschaft. Dass er die Qualität hat, steht ja außer Frage. Aber auch da braucht er Unterstützung vom ganzen Team. Ein Team muss schon funktionieren.

Wenn das nicht funktioniert, wirst du nicht raus sprechen können mit deinen Qualitäten, die du hast. Also, Das ist die Aufgabe eigentlich und die Pflicht jetzt von Jürgen Klopp, das zu schaffen. Da muss man ja auch noch dazu sagen, ihr beide habt das angesprochen, diese schwierige Situation nach dem Todesfall von Jota.

Dazu ist die Mannschaft vorher Meister geworden. Da waren ja auch Spieler, also McAllister und Dida Allo oder ein Schubuschlei, die sagen ja nicht, oh, da kommt Flo Wirz, dann setze ich mich auf die Bank. Also so ist das ja auch nicht. Das war schon eine intakte Gruppe. Er macht sehr viele, das wird oft gar nicht so gemessen, aber er ist in der Entstehung eines Tores auch häufig daran beteiligt mit dem vorletzten Pass.

Und ich glaube insgesamt, dass deutsche Fußballer in der Premier League, also ich mag den britischen Humor, aber du hast das eben auch gesagt, wenn ich mich erinnere, was teilweise über Michael Ballack damals erzählt wurde, der bei Chelsea, glaube ich, in der Saison 12, 13 Tore gemacht hat, ins Champions-League-Finale gekommen ist, der wurde auch bei einem durchschnittlichen Spiel immer kritisiert.

Also wenn Florian Wirz als Deutscher mit dieser Ablöse dahin kommt, ist der Fokus noch mehr drauf. Es stimmt, es fehlt so dieses letzte Geniale, was wir in Leverkusen oft gesehen haben. Ein paar Tore mehr und solche Sachen. Bin ich aber trotzdem bei dir, wenn er durch dieses Stahlbad durchkommt. Und er wird da durchkommen, der gibt auch nicht auf. Dann wird er für Liverpool ein ganz wichtiger Spieler.

Und für die deutsche Nationalmannschaft, weil er Weltklasseanlagen hat. Und es gibt ja unterschiedliche Spieler vom Charakter auch. Also Florian Wirz ist ja ein sehr sensibler Spieler, den du anders anpacken musst. Den musst du wahrscheinlich viel öfter in den Arm nehmen als Michael Ballack oder meine Wenigkeit.

Das kann natürlich und das beherrscht Jürgen Klopp natürlich in Perfektion. Also er braucht da wirklich die Hand und auch das Vertrauen dann von Jürgen Klopp, um wieder zu seiner alten Stärke zurückzukommen. Eine Info noch zum heutigen Spiel, heute Abend. Nico Schlotterbeck ist nicht im Kader. Das hat Belastungssteuerungsgründe. Jan Bissek wird ihn wahrscheinlich ersetzen.

Also sind wir sehr gespannt. Und für Flo Wirtz, das hat Jürgen Klopp gesagt, ist es noch zu früh. Jetzt wollen wir noch über einen Menschen sprechen, der sehr präsent war in der Nationalmannschaft, rund um die Nationalmannschaft, um Rudi Völler. Der momentan so ein bisschen an den Rand gedrängt wird, könnte man sagen, oder glaubst du, er fühlt sich da wohl in der Rolle, die er momentan hat, oder könnte das auch zwei solche Alphatiere, könnte es Schwierigkeiten geben zwischen Klopp und ihm irgendwann?

Ich glaube, dass es da keine Schwierigkeiten geben wird. Ich glaube auch, dass Rudi Völler sich dann auch in dieser Konstellation, die ja jetzt nur eine andere ist, mit einem Bundestrainer, der so eine Strahlkraft hat. Und wo er eben auch, wie wir es eben auch gesagt haben, wo er auch die Dinge nicht so glätten muss, medial oder kommunikativ. Das wird nicht mehr nötig sein.

Aber er wird seine Erfahrung dort eben noch weiter mit einbringen. Und da wird sich auch ein Stück weit sagen, seine Rolle wird sich ein Stück weit verändern. Aber nicht so sein, dass so zwei starke Persönlichkeiten, die werden sich auch noch Raum füreinander geben. Und Rudi Völler wird sicher, wenn es ein.

Erfolgreiches Spiel gibt, dass man so zwei Figuren hat, die auch noch unterschiedliche Leute ansprechen, unterschiedliche Generationen ansprechen, dass man auch zwei Galionsfiguren hat nach außen hin. Das kann sicher nicht schaden, wobei eben die Rolle von Rudi Völler, das wird sich noch mal vermutlich neu definieren müssen, gerade auch im Verlauf eines Turniers dann in zwei Sommern.

Uli Hoeneß hat ja gesagt, das ist ein friendly Takeover des Klopp-Lagers vom DFB. Das war vielleicht ein bisschen hochgegriffen, aber mit Marc Kosicke jemanden mitgebracht, der sein Berater war. Also die Macht, in Anführungszeichen macht es vielleicht das falsche Wort, aber den Einfluss, den er jetzt gerade hat auf den deutschen Fußball, auf den DFB, das ist schon groß und sucht fast seines gleichen Unterbundestrainern seit Franz Beckenbauer, oder?

Ich glaube, dass das Erste ist. Ich hatte ja das Vergnügen mit Kloppo, bei allen deutschen Spielen für Magenta vor Ort zu sein. Ich glaube, der ist jetzt keiner, der sagt, okay, ich bin mir nicht sicher, wen ich da morgen bringe. Ich frage mal den Rudi mit seiner Erfahrung als Nationaltrainer. Du hast mit ihm zusammengearbeitet, Kloppo mit seinem Co-Trainer und dann wird die Entscheidung getroffen. Aber es kommen ja auch Turniere, wo Rudi mit seiner riesen Erfahrung und er ist ja jemand, mit dem man einfach auch gerne spricht.

Da wird es dann schon auch Aufgaben für Rudi Völler geben. Vielen Dank. Es wird, die beiden haben ja auch untereinander, also das war vor dem Paraguay-Spiel, waren wir unten am Spielfeldrand, haben mit denen ein längeres Gespräch gehabt, die mögen sich auch. Und Rudi hatte ja schon gesagt, ja, wie wird denn das mit dem Neuen?

Und Kloppo hat ihn ja angerufen. Also ich glaube, dass Rudi Völler jemand ist, der hat so viel erlebt, der vermisst das jetzt auch gerade gar nicht in der Öffentlichkeit zu stehen. Es wird Turniere geben, es wird Maßnahmen geben, da wird er wieder mehr gefragt werden. Aber klar ist, Jürgen Klopp hat auch die Situation natürlich, wo die Nationalmannschaft gerade im Moment ist, dazu ausgenutzt zu sagen, ich nehme die Leute mit, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite.

Marco Sicke spielt eine Rolle, ohne dass wir jetzt genau gerade schon wissen, wie ist das jetzt überhaupt eigentlich strukturiert. Und ich würde es nicht als Takeover nehmen, aber ich würde sagen, er hat die maximale Verhandlungsposition ausgenutzt. Es ist auch irgendwie logisch, dass man sein Team mit installiert.

Das ist ja bei Vereinstrainern auch nicht viel anders. Ich glaube, dass das auch wichtig ist, weil wenn ich Jürgen Klopp hole, dann muss er auch eine Power bekommen, die Themen umzusetzen und vielleicht ist das auch die Antwort auf die Frage, warum Hansi Flick oder Julian Nagelsmann nicht unbedingt maximal erfolgreich sein konnten.

Vielleicht mussten die viel, viel zu viele Stakeholder bedienen. Die alle irgendwie jetzt, vielleicht auch Uli Hoeneß dann, wieder eine Meinung dazu haben und da vielleicht auch einen gewissen Einfluss schwinden sehen. Und es braucht kein anderer als den DFB in seiner Konstellation, der jetzt permanent da reinreden muss.

Es ist eh schon schwierig genug in der heutigen Medienlandschaft, seine Strukturen dort festzusetzen. Und ich habe ja auch das Glück gehabt, auch mit Marc Kosicke zu arbeiten. Muss ich einfach mal eine Lanze brechen. Der Marc ist, ich glaube, einer der absolut besten Fachleute, die wir haben. In einer Agentur gewesen, die in der Regel Trainer betreut. Das heißt auch.

Dieses ja immer so ein bisschen so, wenn Berater auch den Trainer und Spieler in der Nationalmannschaft haben, das Thema fällt komplett weg. Und er ist wahrscheinlich auch einer der besten Freunde von Jürgen und ein ganz, ganz wichtiger Berater im Sinne von Reflexion und Spiegelung in einem Raum, wo keiner zuhören kann.

Und das dann nicht zu nutzen, ist ja fast fahrlässig. Also das Problem, was wir haben, ist, dass das in der Kommunikation komisch rüberkam, weil du sagst gerade, keiner weiß genau, was macht der. Sag das doch einfach mal klar. Und dann ist das doch völlig in Ordnung. Und ich kann nur sagen, Marc ist, so wie ich ihn kennengelernt habe, ganz, ganz wichtiges Bindeglied und auch immer in der Mediation vielleicht mal auf ein paar Themen überragend gewesen, auch bei Borussia Dortmund.

Und absoluter Fachmann. Ein absoluter Fachmann. Ich möchte nochmal an die Diskussion während der Weltmeisterschaft erinnern, wo es immer wieder hieß, ja, ein Wechsel an der Stelle des Bundestrainer, das reicht ja nicht. Und jetzt findet ein Wechsel auch noch auf verschiedenen Ebenen statt. Und was du über Mark Hoseke gesagt hast, das kann ich auch nur teilen, auch aufgrund.

Der Gespräche, die ich mit ihm geführt habe und auch die Rolle, die er schon in Liverpool eingenommen hat, da hat er ja auch diese Rolle schon als Unterstützer des Trainerteams und des Trainerteams und Betreuerteams zusammenzustellen, und auch als Sparingspartner, als Reflexionsmöglichkeit. Aber umgekehrt wollte ich nochmal sagen, ich finde, dass Jürgen Klinsmann, der ja auch hier sitzt, damals einen viel größeren Impact hatte, Das war ein sehr viel umfangreicher Veränderung. Der hat Fitnesstrainer mitgebracht aus Amerika.

Der hat Psychologen eingeführt. Der wollte einen Sportdirektor nach seinem Sinne einführen. Das war eine viel umfangreichere Veränderung, die stattgefunden hat. Gut, also ich denke... Wir vergessen auch welche. Per Mertesacker, Hannes Wolf, vergessen wir auch noch in der Thematik. Hannes Wolf ist ja schon da, da ist schon viel passiert. Sven Bender ist jetzt Co-Trainer.

Und Per Mertesacker kommt dann um den Campus, um die Akademie zu leiten. Also da sind Veränderungen im Schwange und sind unterwegs. Und wir werden das verfolgen, was es dann ganz hart an Ergebnissen bringt. Sowohl was Ergebnisse von Fußballspielen angeht, sondern auch Ergebnisse von solchen strukturellen Veränderungen.

Wir wollen gleich weiter sprechen hier im FireRox Doppelpass über einen neuen Trainer, und zwar von Borussia Mönchengladbach. Alex Blessin ist jetzt der Verantwortliche und wird den Tabellenletzter. Jetzt wollen wir zur Bundesliga zurückkehren. Borussia Mönchengladbach, Tabellenletzter, hatte ja den Trainer Eugen Polanski schon vor einer Woche freigestellt. Dann mit einem Interinstrainer auch wieder verloren. Jetzt haben sie den Mann für die Zukunft, Alex Blessin, übernimmt.

Am vergangenen Mittwoch begann bei der Borussia die Zeit von Alexander Blessin. Und während viele die Aufgabe in Gladbach als Himmelfahrtskommando sehen, betont der neue Coach die immer noch vorhandene Strahlkraft des Klubs. Ich brauche euch jetzt nicht hier irgendwas vom Pferd erzählen. Das ist ein großer, traditionsreicher Klub, ist es klar.

Eine brutale Fanbase. Die zuletzt aber ordentlich leiden musste. Vier Spiele, alle verloren. Die Borussia im freien Fall. Eine Entwicklung, die sich aber schon seit ein paar Jahren abzeichnet. War man unter Marco Rose 2020 noch Vierter in der Abschlusstabelle, kam es danach zu einer sukzessiven Verschlechterung.

Viele Leistungsträger haben den Klub über die Jahre verlassen. Zum Vergleich, 2021 hatte die Mannschaft noch einen Marktwert von 291 Millionen Euro. Jetzt nur noch 120. Der Wert hat sich also mehr als halbiert. Sie haben es nicht hingekriegt, den Weg zu unterbrechen nach unten. Mit Alexander Blessin bekommt die Borussia jetzt zumindest einen Trainer, der in seiner Karriere aus den Mitteln, die er hatte, immer viel rausgeholt hat.

Er steht für Intensität, für leidenschaftlichen Fußball und will vor allem eine Sache schaffen. So ein bisschen diese Agli-Mentalität dann reinzubringen. Das Mindset beim Tabellenletzten verändern, eine andere Mentalität reinbekommen. Blessin weiß aber, das wird kein Fahrstuhl, sondern das wird eine Treppe Step by Step zu gehen.

Das Problem, viel Zeit bleibt ihm nicht. Mit St. Pauli ist er im vergangenen Jahr abgestiegen. Doch trotz dieses Makels fragen wir, kann Blessin die Gladbacher vor dem freien Fall bewahren? Der freie Fall wäre der Fall, der Absturz in die zweite Liga. Stefan, wie bewertest du diese Personalentscheidung?

Alexander Blessin, der mit St. Pauli einmal die Klasse gehalten hat, dann im zweiten Jahr Bundesliga abgestiegen ist, jetzt Borussia Mönchengladbach, zu übergeben, zu übernehmen aus seiner Sicht. Ja, toi toi toi. Es wird schwierig, es wird verdammt schwierig, weil die Mannschaft komplett verunsichert ist.

Ich glaube, das haben vor allen Dingen die zwei Heimspiele gezeigt gegen Mainz und auch gegen Elversberg, wo du vielleicht gedacht hast, da springen vier oder vielleicht sogar sechs Punkte raus. Du stehst mit Null da, du hast in den Spielen geführt, du verlierst es, zum Teil mit 3-1, verlierst zweimal 4-3, kriegst acht Gegentore, insgesamt 16.

Das sind alles Alarmzeichen und dass da reagiert werden musste, war klar, war logisch, dass Blessin jetzt derjenige ist. Ich wünsche ihm wirklich alles, alles Gute, nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für das ganze Umfeld von Gladbach mit den Fans und so weiter. Das ist schon echt großartig, das spreche ich aus Erfahrung, aber es wird schwierig, weil alle Vereine, die du eigentlich vor vier Spieltagen, Jeder hat ja im Kopf so Abstiegskandidaten Nummer eins, wer wurde genannt? Paderborn.

Nummer zwei, Elversberg. Schalke wird schwer haben, HSV wird schwer haben. Wo sind sie in der Tabelle? Sie haben Punkte gesammelt und sie haben auch dieses Momentum auf ihrer Seite zurzeit. Und sie kommen aus der Länderspielpause mit einem guten Gefühl, weil sie können in der Bundesliga mitspielen, haben sie ja alle schon gezeigt, weil sie Sieger eingefahren haben. Das hat Gladbach nicht.

Wenn du in so einer Situation steckst wie Borussia Mönchengladbach, brauchst du Führungsspieler. Es müssen nicht viele sein, es müssen zwei sein, vielleicht drei, mehr brauchst du gar nicht, aber die müssen funktionieren. Gladbach hat sie, aber sie funktionieren nicht. Du hast einen Kleindienst, der mit sich selber beschäftigt ist, Probleme hat, auch nach seiner langen Verletzungspause noch nicht richtig zurückgekommen ist und noch nicht angekommen ist. Du hast Nikolas.

Der, glaube ich, im letzten Jahr hauptverantwortlich dafür war, dass Gladbach eine ordentliche Saison gespielt hat. Hat Punkte gerettet oder Punkte auch geholt als Torwart. Auch er ist am Wackeln. Und dieses ganze Gefüge, wenn du das mal siehst, total verunsichert, dann macht es mir sehr wohl Sorgen, wo die Reise-Evente vom Borussia Mönchengladbach hinkommen.

Weil das Momentum, ich komme wieder zurück, ist definitiv nicht auf der Seite, auch mit dem neuen Trainer nicht. Ich hoffe, es kommt und ich wünsche ihn und jetzt schließe ich das ab, so wie ich angefangen habe. Toi, toi, toi, alles Gute. Aber ich würde schon sagen, alles, was du sagst, sehe ich genauso.

Du hast ja, Ole Werner haben die Fans zum Beispiel geträumt. Ich glaube, der ist im Moment in einem anderen Regal unterwegs, obwohl ich Borussia Mönchengladbach nach wie vor als eine der fünf größten Marken im deutschen Fußball sehe. Du hast recht, es ist Abstiegskampf jetzt eigentlich schon gefühlt seit ein paar Jahren.

Ich würde dann mal sogar anfangen. Max Eberl hat acht, neun Jahre hervorragende Arbeit geleistet. Spieler wie Chaka gekauft, Zakaria für viel Geld wiederverkauft. Dann kam immer wieder was Neues dazu. Irgendwann kam Corona. Bei Max Eberl haben sie selber auch vielleicht ein bisschen die Gewichte verschoben.

Dann hast du ein Jahr schlecht eingekauft. Ein zweites, plötzlich war gar kein Geld mehr da. Adi Hütter kam, der wollte Power-Fußball spielen. Da war die Mannschaft gar nicht dafür da. Farkes, Seohane, Polanski, Eigengewächs. Alle gesagt, jetzt kommt was. Letztes Jahr die Klasse auch mit Schwierigkeiten gehalten.

Und ja, jetzt musst du einerseits gucken, dass du nicht absteigst. Im Sommer auch wieder Qualität verloren. Natürlich mit Rocco Reiz, El Vedi. Ja klar, El Vedi. Jahrelang haben wir gesagt, der könnte doch eigentlich noch viel mehr zeigen. Der hat eine Bomben-WM gespielt und jetzt kommt Itakura zurück.

Der ist überhaupt nicht in Form, was für Plessin spricht. Ich finde, er hat in Belgien als Pokalsieger und Vizemeister mit San Celeuan einen richtig guten Job gemacht. Das ist der erste Saison. Das ist der erste Saison. St. Pauli hat das zweitwenigste Gegentore als Aufsteiger. Der kann es vielleicht hinkriegen. Du hast 16 Gegentore angesprochen.

Ein Derby gegen Köln ist das Wichtigste, was es für Gladbach gibt, aber das ist das nächste Spiel. Wenn du da was holst, das kann natürlich direkt was... Aber im Umkehrschluss? Ja, aber die Gefahr ist doch jetzt auch bei Borussia Mönchengladbach. Sie sind ja in diese Vorbereitung der neuen Saison gegangen mit der Philosophie, wir wollen junge Spieler holen, zum größten Teil aus der zweiten Liga.

Das heißt ja, es sind Entwicklungsspieler, Talente, die jetzt aber in einer extremen Drucksituation sind. Und zu sagen, unsere Philosophie wird es sein, junge Spieler gut zu machen, in der Hoffnung, dass wir sie mal für viel Geld verkaufen. Diese Philosophie in so einer sportlichen Situation ist brandgefährlich, weil sie eben diesen Druck, der Gladbach jetzt ist, eben nicht kennen.

Und das musst du liefern und das wird schwierig. Siehst du das auch so? Ja, die ist schon wirklich eine schwierige Situation, das sehe ich so, weil grundsätzlich, also es hat einen Vor- und Nachteil. Der große Nachteil ist, dass du ja im Sommer was Gutes ausgedacht hast, bestimmte Puzzlesteine zusammengesetzt hast, dich klar für Eugen, mit ihm weiterzumachen, entschieden hast, eine gute Vorbereitung spielst und die Realität der ersten vier Spieltage sagt dir was ganz, ganz anderes.

Mit der Konsequenz, dass gewechselt werden musste wahrscheinlich. So, jetzt ist die Saison noch lang genug, aber da ist etwas und viel zerbrochen und vieles nicht aufgegangen und man ist sehr, sehr hart gelandet. Und auch wenn Stefan natürlich sagt, völlig zu Recht, das ist ein ganz schwieriges Konzept umzusetzen in so einer Situation, ist es wahrscheinlich aber auch mittlerweile für die Gladbacher ein alternativloses.

Das heißt, es ist ja nicht Kohle zum Reinvestieren von Reiz da gewesen. Also man nimmt das, was gekommen ist und kann das komplett zurückschmeißen in den Transfermarkt. Und das hat wirtschaftliche Zwänge. Und das heißt, man ist so ein bisschen darin gefangen, dass da vielleicht der ein oder andere Führungsspieler fehlt oder noch nicht komplett da ist.

Es gibt aber auch Themen, finde ich, auf die kann man total gut aufbauen. Weil am Ende des Tages haben trotzdem die Fohlen mit Tim Kleinsienst einen Stürmer. Der kann 16 Tore machen. Und das haben nicht alle Abstiegskandidaten. So, wenn man Tim wieder ins Rennen bekommt. Sie haben mit Honorar einen, der unheimlich Dampf machen kann. Aber es gibt schon die Spieler, die auch echt Spaß machen können.

Und jetzt ist es interessant zu sehen, kriegt er die defensive Stabilität von St. Pauli hin und kriegt die Waffen, die vielleicht die Gladbacher mehr haben als St. Pauli in den letzten Jahren, so auf dem Platz, den Tor war wieder stabil, dass wir es ins Rennen kriegen. Letzter Punkt, Köln ist trotzdem gefühlt wie so ein Endspiel schon.

Also das kann alles anzünden mit dem Sieg. Das kann aber natürlich auch dann in die tiefste Division fallen. Und das sind unangenehme drei Wochen. Absolut. Wir machen jetzt eine kurze Unterbrechung. Nur ein Exklusivspot, nicht mal anderthalb Minuten, dann sind wir wieder da. Und danach wollen wir auch noch mal das, was wir so ein bisschen auch angesprochen haben, was auch in dem Beitrag vorkam, diesen Abwärtstrend, den die Borussia seit einigen Jahren durchmacht, ein bisschen genauer beleuchten.

Also einen Moment Geduld, dann geht es gleich weiter. Und da sind wir schon wieder zurück beim Fyrox Doppelpass am heutigen Sonntag. Wir sind bei der Beschreibung und auch Analyse der Situation von Borussia Mönchengladbach. Und ich habe Ihnen gesagt, dass wir noch ein paar Zahlen nachliefern, die ein bisschen so den Trend beschreiben in folgender Rubrik.

Ja, der Trend geht abwärts. Das können wir hier mit den Zahlen ganz gut belegen. Wir haben uns mal den Kaderwert rausgenommen der vergangenen Jahre. Und da sind wir also 2018, 2019 ging es los und dann Dieter Hecking und dann Marco Rose ging es auch schön nach oben. Platz 4, Champions League erreicht, dann hat man investiert, kam zu einem Peak von 291 Millionen.

2021, 2022, aber wir sehen schon mit Platz 10, da ging es dann schon sportlich nach unten. Man hat also die Erwartungen da nicht erfüllen können mit dem, was man investiert hat, sondern der sportliche Niedergang fand dort seinen Anfang. Und dann ist zu erkennen mit ein bisschen Anstieg zwischenzeitlich mal unter Seohane, dass es eigentlich auch nicht mehr aufzufangen war.

Also der Kaderwert ist dann ganz deutlich in den Keller gerutscht. Wir sind mittlerweile im Sommer 2026 bei 120 Millionen, wenn man sich mal überlegt. Die Bayern mit über einer Milliarde, Dortmund mit über 500 Millionen. Das ist enorm reduziert und zeigt sich ja am Ende auch am Tabellenplatz mit diesem letzten Tabellenplatz Nullpunkten aktuell.

Also Alexander Blessin muss da jetzt, das hat er mit dem FC St. Pauli eigentlich in der Vergangenheit ordentlich hinbekommen, mit einem geringen Kaderwert viel machen. Aber da liegen eben auch die Herausforderungen im Moment bei Gladbach, dass man den Trend der letzten Jahre nicht umkehren konnte. Sauber analysiert. Der Leistungscheck wurde Ihnen präsentiert von Meda.

Berufskleidung im Rundum-Service. Und Sven, du weißt, wie schwierig das ist, wie schwierig die Aufgabe ist, Werte zu schaffen für Vereine. Das ist dir beim VfB Stuttgart, glaube ich, sehr gut gelungen. Amsterdam nicht, da war die Zeit vielleicht auch zu kurz. Also die Aufgabe, du lachst? Sechs Monate reichen nicht mehr. Reichen nicht wirklich, ja.

Aber die Aufgabe sozusagen, die sportliche Entwicklung umzudrehen, Werte zu schaffen, wieder finanzielle Spielräume, zu erreichen, die dir so ein bisschen Luft geben zum Atmen, um auch zu agieren und nicht nur der Entwicklung immer hinterher zu rennen, die ist, glaube ich, bei Borussia Mönchengladbach gerade extrem schwierig.

Ja, klares Ja, also wenn du die Entwicklung siehst des Kaderwertes. Jetzt muss man aber auch sagen, wenn man jetzt eben in Jung investiert und auch Spiele ablösefrei verloren hat, die wichtig waren jetzt über die letzten Jahre ja immer wieder, das kostet dich dann eben auch richtig Geld. Und wenn du mit wenig Geld einkaufst, dann kaufst du auch nicht direkt einen Kaderwert, sondern jetzt ist das Entscheidende, wie groß ist das Potenzial, was wir aus den 120 wieder machen können.

Und da ist das absolut Wichtigste, dass die Führungsspieler parallel funktionieren. Das wird über ganz, ganz vieles entscheiden. Aber Flo, wenn ich das nochmal aufgreifen darf. Irgendwann hat dieses Modell, was Gladbach hatte, sehr erfolgreich, dreimal Europa League, dreimal Champions League, halt nicht mehr funktioniert.

Thüram hast du nicht mehr verkauft, Ginter nicht mehr verkauft. Die sind ablösefrei gegangen. Das heißt, du hast acht Jahre sehr gut gearbeitet und ein, zwei Transferperioden sind nicht gut gelaufen. Corona kam noch dazu. Das hat Gladbach in die Abwärtsspirale reingebracht. Du siehst es ja selbst bei Eintracht Frankfurt. Sechs Jahre super gearbeitet, sieben Jahre.

Pokale geholt letztes Jahr. Schwierige Transferperiode. Wenn es jetzt noch mal ein Jahr ohne Europa gibt, wird es selbst da schon eng. Und zu den Spielern. Ich finde, man hat mit Bolin zum Beispiel einen total interessanten Mann geholt. Du hast eben Kleindienst angesprochen. Es ist die Frage, kommt der nochmal in die Form nach einem Jahr?

Hack, Honorar, beide auch verletzt. Halte ich für eine Offensive eines Abstiegskandidaten, für einen richtig guten Angriff. Nur hinten ist das Problem, Itakura habe ich eben angesprochen. Skelly, der sollte schon, glaube ich, viermal verkauft werden. Der ist immer noch da. Auf den Außenpositionen hast du ein paar Probleme.

Das ist im Moment das Problem. Kaderwert würdest du dann erreichen, wenn jemand wie Bolin halt durchstartet. Und dann ist man auch Verletzungen von Spielern, die Stützen sein sollten. Ich wollte noch mal über Jürgen Klopp sprechen. Wir haben über das Thema Glaube geredet. Die Frage ist natürlich, kann jetzt der neue Trainer diesen Glauben entzünden? Er ist jemand, der Abstiegskampf kennt. Einmal hat es geklappt, einmal hat es nicht geklappt.

Die Frage ist, ist das der Mann, wo dann sowohl die Spieler, aber auch alle, die drumherum sind, die sind genauso wichtig, die Sponsoren, die Fans, wirklich daran glauben, dass es der, der den Switch, der den Turn schaffen kann. Und bei Gladbach ist es so ein bisschen so wie... Wie ist es denn bei dir? Glaubst du dran?

Also ich bin da so, Stefan, da hört man ja die Kritik oder die Skepsis, muss ich sagen, raus. Und das sehe ich genauso. Also das ist schon eine gefährliche Nummer. Und jetzt sind wir nochmal wieder beim Verein wie dem HSV vor sieben, acht Jahren. Anspruch und Wirklichkeit. Er hat ja gerade gesagt, ein Traditionsverein. Und das ist ja auch so.

Aber es ist eben nicht mehr Borussia Mönchengladbach von vor vier, fünf, sechs Jahren. Und Vereine wie Augsburg, auch Köln, muss man sagen, haben mittlerweile für sich so, wissen ungefähr, wo sie hingehören, wo sie stehen. Und bei Gladbach ist es so für mich so, ich habe so das Gefühl, man wäre gerne, natürlich logischerweise, wieder da, dass man international auch irgendwie mal anklopfen kann.

Aber da ist man ja weit von entfernt. Und deswegen bin ich sehr gespannt, ob der neue Trainer mit dem, was drumherum ist, es schafft jetzt diesen Glauben wieder zu entzünden. Auch wenn du einen neuen Spieler bekommen willst, musst du ja daran glauben, dass er eine Chance hat. Aber es ist eine gute Entscheidung.

Ich glaube auch, dass der Wechsel jetzt notwendig war. Ich glaube auch, dass die Trainerverpflichtung die richtige war. Ob das jetzt funktioniert, da bin ich ja komplett dabei. Das ist mehr als zweifelhaft. Eine wahnsinnig schwierige Aufgabe. Aber der Wechsel war notwendig. Und ich glaube auch, vielleicht, wenn es auch bergab gehen sollte, muss man ja auch gucken, wie geht es denn da dort weiter.

Und dass man da einen Trainer hat, der dann vielleicht auch perspektivisch, dass der dabei bleiben kann, ist natürlich die Frage. Wird natürlich schwierig werden, aber ständig zu wechseln, ist natürlich auch kein Konzept. Wenn man sagt, man steigt jetzt vielleicht mit diesem Trainer ab und sucht dann sich im Sommer wieder einen neuen, weil man sagt, man kann den Aktiv-Trainer...

Aber wenn du mit Klackstreikst, wo du jetzt 30 Spieltage noch dabei bist, dann kannst du nicht den Neuaufbau in der 2. Liga machen. Das glaube ich auch. Aber ich bin bei dir, es war ein alternativloser Wechsel und ich sage, sie bleiben drin mit Blessin. Es muss aber auch die Frage sein, welchen Trainer würde man jetzt überhaupt in so einer Situation bekommen. Die Frage, das ist ja auch entscheidend.

Es waren ja dann plötzlich Tedesco oder Topmüller auf dem Markt. Du hast Ole Werber gesagt, die sind auf einem anderen Level und zu einem punktlosen Tabellenletzten zu gehen. Das ist dann schon, wenn du nicht mehr so wahnsinnig viele Alternativen hast vielleicht, die warten vielleicht auf andere Angebote, oder? Ohne Vorbereitung.

Ja, genau. Das ist entscheidend. Wir sind an einem Punkt gerade, wo die Vorbereitung vorbei ist. Wir zwar eine Länderspielpause haben, wo aber eigentlich in jedem Kader wirklich dann auch entscheidende Spieler fehlen. Und das ist gerade für die Trainer, die ein Konzept mitbringen wollen, die eine Handschrift implementieren wollen, schon ein sehr, sehr wichtiger Faktor.

Also, Veggie sagt, sie bleiben drin. Was sagst du? Ich sage, das wird ein Kampf, das gilt aber nicht nur für die Gladbacher. Skeptisch. Ich glaube, sie schaffen es, aber es wird eine ganz enge Nummer. Stefan? Ja, bleiben drin, aber es wird sehr, sehr eng. Dann kommen wir zu einer anderen Borussia, die ganz andere Themen hat. Nämlich die Tabelle.

Von der anderen Seite betrachtet, nämlich als Tabellenführer. Muss man sagen, wirklich toll in die Saison gestartet und viele bringen das in Verbindung. Wir sind nach wie vor hier im Airport Hilton in München und wollen nach Dortmund schauen. Tabellenführer, 20 Mann sind unterwegs. Im Grunde ist der Trainer gerade im Homeoffice. Alles sieht richtig gut aus bei Schwarz-Gelb.

Beim BVB liegt man sich derzeit in den Armen. Tabellenführung und die neuen Spieler wie Caretzas haben voll eingeschlagen. Entscheidend beteiligt am tollen Transfersommer er, Ole Bog, Dortmunds neuer Baumeister. Ich glaube, dass wir einige spannende Neuzugänge geholt haben, die genau die Elemente mitbringen, die wir auf den Positionen haben wollten.

Gekommen aus Elversberg, wo er mit kleinen Mitteln maximalen Erfolg hatte, hat sich Bog auch beim BVB schnell zurechtgefunden und sehr gute Transfers realisiert. Für die Defensive holte man John Gardou. Für das Mittelfeld den starken Ballverteiler Joe Fährmann. Dazu die beiden Griechen Caretzas und Konstantelias.

Als sich Letzgenannter dann an Spieltag einschwer am Knie verletzt, zaubert Bog mit Navehry direkt einen erstklassigen Ersatz aus dem Hut. Dortmunds Sportdirektor scheint perfekt vernetzt zu sein und kann schnell reagieren. Vor der Saison hat Burg auch direkt erkannt, dass der BVB in Sachen offensiver Kreativität bedarf hat.

Ich glaube fest daran, dass wir aber auch darauf aufbauen, im Offensivspiel, die Zusammenstellung vielleicht noch etwas optimieren dürfen. Erkennbar ist das schon. Der BVB spielt ansehnlicher als in der vergangenen Saison. Die Kaderoptimierung zeigt Wirkung. Fertig ist Burg aber noch lange nicht. Am Ende des Tages war es in Erzberg auch ein langer Prozess, um dann alles so zusammenzustellen, dass es bis jedes Rad ins andere greift.

Mehr Zeit, noch mehr Erfolg? Der gute Dortmunder Saisonstart ist womöglich nur der Anfang. Carezzas und Co. stehen im Fokus, aber den eigentlichen Top-Transfer haben Ricken und Co. schon im März gelandet. Denn wir finden… Boke ist Dortmunds bestes Invest der vergangenen Jahre. Sven, wie schaust du auf die Entwicklung, deines ehemaligen Vereines, das BVB und auch auf das, was Nils Oleburg da jetzt, so in seiner ersten Transferphase auf die Beine gestellt hat? Super positiv.

Also erst mal freut mich, dass Borussia Dortmund eine Entscheidung getroffen hat, die ja eine mutige war, aber einen klaren Leistungs-CV belohnt hat. Denn was Nils Ole in Elbersberg gemacht hat, ist einfach... Leistungs- was? CV? CV, Entschuldigung. Also Lebenslauf, ja, also wirklich Curriculum Vitae heißt das ausgesprochen.

Richtig, Verzeihung. Großes Latinum hier. Nee, nee, nee, also wirklich, ich habe das aus dem Asterix-Heftchen, aber ja. Also auf jeden Fall, um darauf zurückzukommen, es war ja grundsätzlich mal mutig, jemanden zu nehmen, der eigentlich in Zweitliga gefilmt und gefischt hat, auch wenn da absolute Topspieler wie ein Volte Mar, der Naslany dabei waren, um nur zwei zu nennen, auch wenn man die nur ausgeliehen hat.

Das heißt, er hat ein Auge bewiesen, er hat einen Mut bewiesen, er hat aber. Wirklich eine krasse Vision auch immer von seinem Kader gehabt in Elbersberg. Und ich finde, er sagt was ganz Wichtiges, gib ihm die Zeit, das halt auch weiter fortführen zu können. Und von daher, ja, kann ich unterstreichen, ist ein Top-Invest, glaube ich, der Borussia.

Und es scheint auch mit dem Trainerteam rund um Niko Kovac irgendwie gut zu funktionieren. Bauen ja auch auf das auf, was Niko gemacht hat. Eine Stabilisierung des BVB in der vergangenen Saison schon. Absolut. Also hier muss ich aber noch mal ganz kurz was dazufügen. Borussia Mönchengladbach wollte ihn eigentlich haben, haben sich auch mit ihm getroffen. Er hat sich aber dagegen entschieden, weil er eben keine Vision oder keine.

Irgendetwas Großes darin gesehen hat. Auch das ist ja manchmal sehr wichtig, dass man die falschen Aufgaben auch abnimmt. Genau, deswegen hat er sich für Dortmund entschieden. Ich glaube, das muss harmonieren, wenn du erfolgreich sein willst. Ich glaube, Niko Kovac war der entscheidende Schlüssel am Anfang, in einer sportlich schwierigen Situation alles zu stabilisieren.

Das ist ja eine hohe Kunst auch. Und sie in die Champions League zu führen. Dann hat er peu à peu etwas aufgebaut. Die Kreativität, finde ich, in der Offensive hat so ein bisschen immer ein Stück weit gefehlt. Und jetzt kommt Ole Bug ins Spiel, der genau das gemacht hat mit den Neuzugängen, die er verpflichtet hat.

Ganz entscheidend auch für das Spiel von Borussia Dortmund. Und eigentlich das Allerwichtigste, weil jetzt sieht das so aus, wie es aussieht, war ja, dass sie irgendwann mal, und da muss ich den Hut vorziehen, bei El Mala gesagt haben, 50 oder 50 plus Millionen Ablöse, wir ziehen die Reißleine, wir orientieren uns anders.

Das muss man erst mal machen. Also da ein großes Lob an den BVB, weil sonst hätten sie die anderen nicht gekriegt oder nicht gewollt. Und dadurch, dass sie die Tür zugemacht haben, stehen sie Stand jetzt da, wo sie stehen. Sehr, sehr gut. Aber Stefan, da muss man ja eh sagen, das finde ich total interessant, weil ich mich gefragt habe, wenn El Mala, deutscher Nationalspieler, wenn du an dem interessiert bist und die Bayern sind es noch nicht und du willst irgendwann wieder aufschließen, kannst ja normal nicht an zwei, drei Millionen scheitern.

Das habe ich irgendwie nicht ganz verstanden. Die haben wohl 48 plus irgendwas und die Kölner wollten 50. Dafür wurde Thomas Kester sehr gefeiert. Dann haben die gesagt, wir machen es nicht. Und dann zaubert der den nächsten Griechen aus der belgischen Liga raus, der ja mindestens genau dasselbe Paket bringt, wenn vielleicht nicht noch mehr.

Obwohl wir jetzt natürlich bei beiden wegen diverser wie Kreuzbandriss und der eine mit seinem Kreislauf noch nicht alles gesehen haben. Aber das ist ja sensationell. Und dann verletzt sich der eine am Kreuzband, dann holt er den nächsten von Arsenal. Der scheint ja so eine Liste zu haben. Und vielleicht war es gar nicht der Plan. Also ich bin jetzt mal ganz frech und sage, vielleicht wollten Sie gar nicht Elmala holen, sondern die anderen einfach ablenken und dann hat er irgendwen zugepackt. Also Sie wollten ihn sicherlich nicht bedingungslos.

Wahrscheinlich das, aber das kann wahrscheinlich Sven noch eher bewerten. Also das weiß ich jetzt nicht ganz genau. Ich glaube schon so, wie es wir in den Medien lesen konnten, dass es halt der Maler vielleicht die erste Wahl war, aber wie du sagtest, nicht zu jedem Preis. Und das zeichnet dann eben einfach einen Top-Kaderplaner, Sportdirektor in dem Fall aus.

Genau seine Pläne B sind ja zwei dann in dem Fall gewesen zu kennen und ist ja auch total smart gewesen, das zu splitten. Und ich möchte noch was erwähnen. Ich glaube, dass, was Nils Ole herausragend gemacht hat mit diesen beiden Transfers ist, dass er ein bisschen wieder das bedient, was Borussia Dortmund stark gemacht hat in den Jahren unter Jürgen Klopp und vor allem unter Michael Zorc, eben junge, entwicklungsfähige Spieler zu holen und nicht gestandene, arrivierte vielleicht sogar, wo ich ein maximaler Kritiker von wäre, wenn man das wieder täte, von Bayern München sogar Spieler zu nehmen und damit einen Konkurrenten mit Kohle stark zu machen.

Sondern jetzt wieder Spieler zu haben, die ich vielleicht aus etwas unscheinbaren Märkten, aber mit einer hohen Qualität ziehe. Und dann siehst du das direkt mit dem ersten Kontakt von Carezzas im Stadion, das ist was Besonderes, der Kurze hat einen Spielwitz, das ist jetzt auch nicht völlig unbekannt, den kennt man schon seitdem er 15, 16 Jahre ist, aber da musst du halt auch das Timing nutzen oder vielmehr das Timing finden, den dann auch zu machen und das ist ja das, was die Jungs im Stadion sehen wollen, was ich sehen will, wenn Borussia Dortmund spielt, dass wir wieder solche Jungs da haben, die richtig auch was anzünden.

Und das hat Karetz das mit seinem ersten Ballkontakt im Supercup gemacht. Und ab da kommt das Ding dann auch genau in das, in der Emotion, in der Power, in den Flow, in eine Geschichte. Und die brauchte Borussia Dortmund. Und das freut mich total als alten Borussen. Ja, und vielleicht wird es ja sogar spielerisch auch noch ein bisschen besser.

Das war ja nicht jetzt immer über 90 Minuten, auch in der Saison. Aber das ist eine Entwicklung, die da angestoßen ist. Und die Fantasie ist zumindest da, dass das richtig gut werden kann. Wir machen eine kurze Unterbrechung, sind dann gleich zurück, wollen natürlich auch noch hören, was Sie uns am Dopafon gesagt haben zu unserer Frage der Woche.

Ist das richtig, dass jetzt Nübel im Tor steht und nicht mehr, Herr Stegen? Also bis gleich. Dann sind wir noch mal beim Fire Rocks Doppelfast am heutigen Sonntag. In bester Stimmung, danke unseres Publikums und unserer Band. Ajo von Hadeln und Band unterhalten uns hier hervorragend. Wir waren bei Borussia Dortmund und wir haben auch über Niko Kovac gesprochen.

Und du hast mir gerade noch so einen Gedanken zu gerufen in der Pause. Auch jetzt gibt es eine Möglichkeit für Niko, sich nochmal als Trainer weiterzuentwickeln. Ich finde sowieso, dass er sich entwickelt hat in den letzten Jahren. Aber jetzt mit mehr jungen Spielern? Das wäre sozusagen der Punkt, der dazukäme. Also, dass er der Mannschaft Stabilität verleihen kann, dass er den ganzen Verein zur Ruhe gebracht hat, dass man weiß, was man von ihm bekommt.

Das hat man in einer herausragenden Art und Weise jetzt gesehen. Aber so junge Spieler weiterzuentwickeln, mit jungen Spielern, die besser zu machen und auf ein neues Niveau zu bringen, dafür steht er bisher noch nicht so. Aber das ist vielleicht in dieser Konstellation auch für Niko Kovac noch mal eine Chance, auch als Trainer einen Schritt noch mal nach vorne zu machen und, eben das Paket für ihn nochmal abzurunden.

Matze, du bist ja momentan auf Tour. Und jetzt wirst du merken, was ich für ein Überleitungstalent bin. Die Tour, das Programm heißt Spitzenreiter. Und der BVB ist ja Spitzenreiter. Glaubst du, sie könnten Spitzenreiter bleiben bis relativ spät in die Saison? Also das wird nicht leicht. Aber ich muss auch wirklich sagen, Niko Kovac ist für mich, einfach wirklich, hat eine extreme Souveränität mittlerweile und hat glaube ich auch relativ früh gesagt, es geht jetzt am Anfang nicht darum, dass wir schön spielen, wir müssen erstmal eine Struktur bekommen, wir müssen erstmal die nötigen Punkte sammeln und jetzt in dieser Saison haben wir im Bericht ja eben gehört, jetzt spielt man auch offensichtlich etwas attraktiver.

Und hier sind wir wieder beim Thema Glauben, es ist das erste Mal, dass man so das Gefühl hat, auch in Dortmund dass nach Jürgen Klopp wirklich auch die Fans jetzt sagen nee, Niko Kovac ist der Richtige. Und deswegen halte ich es zumindest für möglich, dass man den Meisterschaftskampf lange aufrecht erhält, bis Ende November.

Das war auch das Ende von deiner Tour. Kommt. Bei meiner Tour vorbei. Wo wir sind, ist vorne. Wir haben das Dupafon noch. Damit fange ich an. Ein herziges Dankeschön an alle, die wieder gespendet haben. Wilfried und Margret aus Kamp-Lindfort. Wir haben uns noch ein paar Gruppen. Wir haben uns noch ein paar Gruppen. 5-1.

Otto und Rosi. Christi, Tote und Maike. Der Kai hat gespendet. Der Anti-Mobbing-Coach Jürgen Bögelein. Die Wiesn-Gruppe grüßt Janni zum Geburtstag. Und unsere Frage der Woche lösen wir auf. Wir wollten ja wissen, ob Sie diesen Torwartwechsel nachvollziehen können. Also am Donnerstag noch Marc-André Ter Stegen, jetzt ist es Alexander Nübel.

72% online sagen, das ist vollkommen okay, weil jetzt ist die Zeit, um auszuprobieren. Dann wollen wir noch hören, was Sie am Dopafon gesagt haben. Ich finde den Torwartwechsel, der da beabsichtigt ist, für heute Abend richtig. Ter Stegen hat mich nicht ganz überzeugt. Die Zuspiele aus dem Torraum heraus waren teilweise katastrophal. Er scheint also seine Balltechnik ein wenig verloren zu haben.

Den Torwartwechsel finde ich richtig. Die anderen müssen auch ihre Chance bekommen. Also für mich ist zurzeit der Stegens der beste Torwart in Deutschland. Wenn er ein paar kleine Aussätze hatte gegen Holland, aber er ist trotzdem der beste. Gut, der Torwartwechsel ist schon in Ordnung. Aber wenn Nübel heute eine Weltklasseleistung abliefert, dann ist die Diskussion erstmal wieder da.

Ich finde es durchaus richtig, dass heute Alex Nübel zum Einsatz kommt. Jürgen Klopp hat es klar kommuniziert. Es liegt nicht an der Leistung von Ter Stegen. Alex Nübel hat es sich verdient. Jürgen Klopp hat einen klaren Plan. Und dazu gehört eben auch, dass sich alle Spieler mal zeigen können unter ihm.

Vielen Dank wie immer für eure Meinungsäußerungen am Dopa-Fo. Jetzt 15 Sekunden Geduld. Und dann habe ich gehört, gibt es hier Geschenke? Gespannt. Ich bin sehr gut. Ich bin sehr gut. Und da könnte ich mich dran gewöhnen. Gastgeschenke gefällt mir immer. Du hast Bücher mitgebracht. Für die ganze Runde. Wir machen heute Buchmesse. Außer jemand.

Okay. Ich geb mal da rum. Ich geb mal hier rum. Glaube, liebe Klopp. So, gerne. So. Und auch noch eins für dich. Eins für mich? Natürlich. Super. Ich kenn's schon. Vielen Dank, Michael. Lese ich mir durch. Sehr interessant. glaube liebe klopp jürgen klopp und die neu erfindung des fußballs wollen man da auf keinen.

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