
Der SPORT1 DOPPELPASS· Folge 264
Der FIROCKX DOPPELPASS vom 04.10.2026 mit Timothy Chandler & Stefan Effenberg
Sonntag, 4. Oktober 2026 · 1 h 57
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Für alle, die den FIROCKX DOPPELPASS verpasst haben: Hier gibt es jeden Sonntag die neue Folge des Doppelpass zum Nachhören als Podcast.
In der aktuellen Folge sind die Gäste: Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt), Lisa Tellers (Moderatorin & Reporterin), Peter Neururer (Trainerlegende), Jan Christian Müller (Sportredakteur Frankfurter Rundschau) sowie der SPORT1-Experte Stefan Effenberg.
In der neuen Folge des Doppelpass diskutieren sie unter anderem über die Themen:
– Begrüßung und Vorstellung
– Die Kapitänsfrage
– Qualität im Mittelfeld
– Jürgen Klopp: Ein Zwischenfazit
– Timothy Chandler/Eintracht Frankfurt
– Ronaldo nicht mehr unantastbar?
– Ausblick: Sieg gegen Griechenland?
**************************************************
Diese Folge enthält Werbung
Wenn dein Shop vor Black Friday startklar sein soll, geh auf Shopify.com (shopify.com/de) und teste Shopify kostenlos.
***************************************************
📧 Der Doppelpass als Newsletter: Hier anmelden! (go.sport1.de/newsletter-doppelpass)
🎧 Die Bayern-Woche - Der Podcast zum FC Bayern - Hier anhören! (open.spotify.com/show/5OCzxfTjpFlSeS6tJBBzwK)
🎧 Die Dortmund-Woche - Der Podcast zum BVB - Hier anhören! (open.spotify.com/show/6YepfYgaOJISLA0vkuxA6h)
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Dass ein aktiver Bundesligaspieler zu Gast ist in einer zweieinhalbstündigen Talksendung. Heute schon im Doppelpass. Wir sagen Hallo und herzlich willkommen zum ersten Mal bei uns, Vereinslegende und Liebling der Fans von Eintracht Frankfurt, Timothy Chandler. Guten Morgen. Guten Morgen. Ich habe gerade gesagt, Timothy Chandler. Wer nennt dich eigentlich Timothy? Gibt es da jemanden? Nur meine Mama, wenn sie sauer ist.
Sonst gibt es sehr wenige, die mich so nennen. Du bist mit der Eintracht DFB-Pokalsieger geworden. Du bist Europa-League-Sieger geworden. Du hast Champions League gespielt. Jetzt bist du im Doppelpass. Gibt es noch irgendwas, was du dir vorgenommen hast, noch zu toppen oder zu erreichen in deiner Laufbahn, die ja noch ein paar Monate mindestens geht?
Ich muss gerade sagen, gestern bin ich in so einer Legendensendung. Ich habe im Tatort schon mitgespielt, habe mit Eintracht die Sachen gewonnen, die ich gewinnen wollte. Mal gucken, was noch kommt, aber bis jetzt ist schon ganz gut. Ja, wir haben das Foto, wo du mit dem Europa-League-Pokal im Bett liegst.
Das kannst du vielleicht noch ein bisschen toppen. Das ist gut, das ist gut. Gefällt mir. Gefällt mir. Da träumst du wahrscheinlich heute noch davon. Du warst ja auch US-Nationalspieler, unter anderem 2014 mit den USA gegen Deutschland gespielt, als Deutschland Weltmeister wurde. Wenn wir DFB als Thema haben, was hatte die Mannschaft von damals, die deutsche Mannschaft, was der heutigen vielleicht fehlt? Gibt es da was?
Ich denke natürlich noch mal, wenn du selbst die Viererkette nur anschaust, Wir haben uns mit vier Innenverteidigern gespielt. Es war eine wahnsinnige Truppe, gestandene Spieler. Einheit mit vielen jungen Spielern gespielt. Einheit mit vielen jungen Spielern. Es war eine wahnsinnige Truppe, gestandene Spieler.
Das hat sie zum Erfolg gebracht. Also Einheit und Mario Götze, das ist bei uns hängen geblieben. Timothy Chandler bei uns zu Gast. Wir sprechen heute über all unsere Themen mit einer kompetenten Runde. Der Ausgang der Saison entscheidet über die Zukunft der Eintracht, sagt Moderatorin und Reporterin Lisa Tellers. Guten Morgen.
Kapitän Kimmich außen vorzulassen, habe ich nicht verstanden, sagt Trainerlegende Peter Neuruhler. Der erste Sieg unter Klopp war Pflicht, mehr aber nicht, sagt Jan-Christian Müller von der Frankfurter Rundschau. Guten Morgen. Guten Morgen, hallo zusammen. Bei mir, kennen Sie, gibt es ja immer die Frage der Woche.
Jürgen Klopp will ja keine Diskussion um Joshua Kimmich, um die kommt er aber nach dem Serbien-Spiel nicht mehr herum. Denn da war der Kapitän nicht im Einsatz, was uns zur ersten Frage bringt, warum der Kapitän eigentlich nicht mit beiden Teilen dieses XXL-Kaders spielt. Aber viel wichtiger, die Nationalmannschaft hat es sehr gut gemacht gegen Serbien.
Vielleicht sogar besser als mit Kimmich, weil Pavlovic sein Ersatz gemeinsam mit Bischof und auch Wirtz da wunderbar harmoniert haben, sehr spielfreudig waren, ein tolles Trio und vielleicht auch das Mittelfeld der Zukunft. Was bedeutet das für Joshua Kimmich, ist unsere Frage der Woche. Sagen Sie, der Kapitän soll in der Nationalmannschaft gesetzt sein, weil er a. unverzichtbar ist?
Oder sagen Sie b. Nein, das Spiel gegen Serbien hat ja gezeigt, dass es auch ohne ihn geht und dass die nächste Generation das ganz gut hinbekommt ohne ihn. Also, unsere Frage der Woche machen Sie gerne wieder mit. Dankeschön. Und wir steigen natürlich auch mit diesem Thema DFB ein heute Abend gegen Griechenland.
Das Rückspiel in Griechenland und wie es eben so oft bei einem Neustart ist. Es gibt Gewinner, es gibt Verlierer und vieles wird ganz neu sortiert. Frei nach Wilhelm Busch möchte man über Florian Wirz sagen, recht lange war sein Spiel sehr krank. Jetzt trifft er wieder, Gott sei Dank. Nach schwacher WM und durchwachsener Saison in Liverpool meldet sich Wirz zurück.
Das ist außergewöhnlich gut, er ist also topfit und hat ein tolles Spiel gemacht, wie jeder andere auch. Und das hilft natürlich allen. Auch dank der Unterstützung eines weiteren Gewinners, Tom Bischoff, drängt sich im Mittelfeld ziemlich deutlich auf. Toller Junge, top Junge, geiler Kicker, tolle Einstellung.
Und auch Kollege Pavlovic rehabilitiert sich gegen Serbien eindrucksvoll für seine WM-Leistung. Huch, der kann auch Ball spielen, muss man jetzt sagen. Und dementsprechend ist das einfach wichtig für uns. Stellt sich die Frage, ob Bischof und Pavlovich jetzt die perfekten Ergänzungen für Wirtz sind und welche Konsequenzen das für den Kapitän hätte.
Am Ende wird es eine Jo Kimmich-Geschichte. Das kriegt ihr ja hin. Das macht ihr schon. Pavlovich, Bischof, Wirtz hat super funktioniert. Das kann ich leider nicht mit singen bei dem Lied. Und deshalb bin ich sehr happy über die Performance, aber habe nicht das Gefühl, dass es nur in dieser Konstellation geht.
Klopp will sich jedenfalls alle Möglichkeiten offen lassen. Ich freue mich auf die Zukunft mit den Jungs und mit allen sozusagen, die dabei sein werden. Und ich hoffe, wir haben eine Auswahl. Wir fragen trotzdem, wird sich Kimmich gegen seine jungen Konkurrenten am Ende durchsetzen? Das ist natürlich die Frage, die sich viele stellen. Wir suchen jetzt nach Antworten.
Stefan, was ist deine Meinung? Wird er sich gegen die Jungen durchsetzen oder muss er das vielleicht gar nicht? Ich meine, er ist gesetzter Spieler bei Bayern München, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Dementsprechend hat er da natürlich einen Vorteil. Wir beziehen das jetzt ein bisschen auf die Personalie Bischof.
Auch er muss ja erstmal Stammspieler werden im Verein, um eine große und feste Größe zu werden in der Nationalmannschaft. Da ist er auf einem guten Weg, aber ist noch nicht da. Und deswegen verstehe ich so ein bisschen auch die Diskussion nicht, weil man hat gegen Serbien ganz ordentlich gespielt, ohne Kimmich und auf einmal gehen die Diskussionen los, also Diskussionen los.
Ich glaube, ein Kapitän der deutschen Nationalmannschaft sollte immer gesetzt sein und fester Bestandteil der Mannschaft sein. Sagst, du verstehst die Diskussion nicht. Peter, wie ist es bei dir, wenn du einen Kapitän hattest? Wie setzt man den ein? Lässt man den auch mal außen vor, gerade bei so Spielen wie jetzt? Pflichtspielen immerhin?
Das sind Pflichtspiele, aber letztendlich neben der Pflichtspiele gibt es hier nur ein Ding. Das ist eine Sichtung. Es werden 44 Spiele eingeladen zur A-Nationalmannschaft. Daraus haben wir übrigens noch in der U21 mit weiteren 22 Spielern. Also plötzlich werden 46 Spieler, 66 Spieler gesichtet. Aber eins war klar, der Kapitän war Kimmich und wird Kimmich bleiben.
Oder in meiner Meinung nach, er war es, aber Bayern München nimmt da eine bestimmte Rolle ein. Nicht nur leistungsmäßig, sondern auch von den Persönlichkeitsmerkmalen. Er ist der Kapitän. Und wenn ich einen Kapitän hatte, hatte er regelmäßig einen Kapitän über 30, 40 Jahre, dann ist er der wesentliche Bestandteil, einer der wesentlichen Bestandteile in der Entwicklung einer Mannschaft, um eine Mannschaft zu führen.
Dann kann ich dem Kapitän auch mal sagen, du bist morgen aus dem und dem Grunde nicht dabei. Also nicht in der Startelf möglicherweise. Aber wenn er gesund ist, hat er immer im Kader zu sein, mein Kapitän. Denn auch als Kapitän, nicht spielend, würde er eine gewisse Rolle einnehmen und nimmt eine gewisse Rolle ein.
Und die Diskussion jetzt möglicherweise, ohne käme ich besser zu spielen. Moment, wir reden über das Spiel, bei aller Wertschätzung, gegen Serbien. Also da braucht man unseren Kapitän nicht unbedingt. Da sollte man nur auch als Trainer nach außen, das hat Jürgen Klopp ja gemacht, auch so ganz klar kommunizieren.
Da sagst du also, er hätte dabei sein sollen über die gesamten Spiele. Jan, du bist sehr lange bei der Nationalmannschaft immer dabei gewesen. Die Rolle eines Kapitäns war immer mal wieder Thema. Aber war sie jemals so umstritten, wie es gerade ist, diese Position eines Kapitäns, der fit ist und auch äußert dabei sein zu wollen, aber dann nicht dabei sein darf? Ja.
Sie war sehr umstritten und wurde heiß debattiert, nämlich als Michael Ballack, unmittelbar vor der WM 2010 sich verletzt hat. Damals Prinz Boateng hat ihn gefoult im FA Cup Finale, konnte bei der WM 2010 nicht dabei sein. Und wir alle haben so ein bisschen gedacht, oh, jetzt wird das nichts mit der deutschen Mannschaft.
Aber Joachim Löw hat in seinem Hotelzimmer eine kleine Feier sogar abgehalten, weil der nämlich die Mannschaft völlig neu aufbauen wollte, mit einer völlig neuen Hierarchie. Und Ballack war damals ein echter Platzhirsch gewesen. Und es war dann in der Mannschaft, wir haben das ja dann gesehen, 2010, diese Weltmeisterschaft damals in Südafrika. Das war ja dann die Mannschaft, die dann entwickelt wurde zur Mannschaft 2014.
Ballack war eine ganz lange Zeit richtig beleidigt. Der war natürlich auch verletzt, weil er gerne wieder zurückkommen wollte. Aber er wurde nicht mehr gebraucht. Ich sehe aber jetzt bei Kimmich wirklich eine andere Situation, muss ich ganz klar sagen. Erst mal müssen wir sehen, es gab zum ersten Mal jetzt vier Spiele nacheinander, vier Nations League-Pflichtspiele nacheinander in einem Block.
Das hat es ja vorher nicht gegeben. Und Klopp hat natürlich auch Rücksicht auf die Vereine genommen, dass die Spieler halt nicht hier über Wochen belastet werden. Und gerade Bayern München ist hoch belastet und deswegen war es auch ein Argument, die andere Mitspieler auch rauszulassen im zweiten Kader.
Lisa, wie siehst du es? Ist der DFB mit Kimmich besser oder ohne Kimmich besser? Ich fand es interessant, du hast gerade Platzhirsch gesagt. Das Wort hat Jürgen Klopp übrigens auch benutzt und hat gesagt, er will schauen, wie die Mannschaft ohne diese Platzhirsche funktioniert. Und man muss zumindest feststellen, also das war mein Eindruck, sie wirkten ein bisschen befreiter vielleicht, ein Stück weit jugendlicher, unbekümmerter. Vielleicht eben, weil Kimmich dieser Chef immer auf dem Platz ist und immer diese Bälle fordert.
Auch jemand ist, der dann vielleicht anderen nicht so viel Raum gibt, weil er sehr viel Raum einnimmt. Und das konnte man schon sehen, dass sie sich sehr gut abgestimmt haben da zu dritt und irgendwie jeder so seine Rolle gefunden hat, aber so ein bisschen mehr Leichtigkeit hatte. Und das war vielleicht auch das, was Jürgen Klopp sehen wollte.
Kann es ohne einen Chef auf dem Platz, ohne diesen Platzwisch funktionieren? Wäre das dann für dich einfach nur ein positiver Nebenaspekt oder siehst du dann Kimmich als Hemmnis dieser Leichtigkeit? Ich würde es jetzt noch gar nicht entscheiden wollen. Ich würde sagen, man muss das in den nächsten zwei Jahren einfach beobachten.
Wie Stefan gesagt hat, man muss auch schauen, Tom Bischof kommt ja im Moment auch nicht an Jo Kimmich bei den Bayern vorbei. Schafft er diese Entwicklung und wie entwickeln sich Pavlovich und Bischof dann auch in diesen zwei Jahren? Ich würde es mir an Jürgen Klopps Stelle auch offen halten und das macht er, glaube ich, gerade auch sehr gut, weil er kein klares Statement setzt und nicht sagt, es ist mein Kapitän und er ist unverzichtbar. Und das zeigt eigentlich schon, dass er sich das schon noch offen halten will.
Führungsspieler immer ein ganz großes Thema. Wir sprechen gleich noch mit dir auch bei Eintracht Frankfurt über Führungsspieler. Wir nehmen aber unseren Führungsspieler vor Ort mit in unseren Talk auf. Herzlich willkommen. Guten Morgen an Stefan Kumberger, unseren Sport1-Chefreporter vor Ort in Thessaloniki.
Salimera aus der Salamiti. Beneidenswertes Wetter bei dir, das war klar. Die Frage an dich ganz klar formuliert. Was ist der Unterschied bei der deutschen Mannschaft mit Kimmich und ohne Kimmich? Sportlich als auch drumherum. Also wenn Joshua Kimmich auf dem Platz steht, dann konzentriert sich natürlich sehr viel auf ihn, weil er ja auch den Anspruch hat, überall gleichzeitig zu sein. Das ist ja ein Punkt, der ihm immer wieder zum Vorwurf gemacht wird.
Und Lisa hat es ja gerade gesagt, also gegen Serbien hatten wir schon den Eindruck, da ist was Neues, da ist was Frisches, da ist was Junges. Die Menschen wie Bischof und Pavlovich, die haben natürlich den Vorteil, dass sie die Herausforderer sind. Und Herausforderer haben es immer leichter. Die können zeigen, was sie können. Die haben nicht den Druck, die haben nicht den Rucksack auf von der Weltmeisterschaft, während Joshua Kimmich jemand ist, der etwas zu verteidigen hat.
Und das ist derzeit sein Problem. Er hat nicht die Ruhe, die die Jungen haben können. Ist also quasi wie in einer politischen Opposition. Auf der anderen Seite hat man es dann immer irgendwo leichter. Du warst natürlich rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit dabei. Jürgen Klopp, und da will ich anfangen bei dieser Frage auf der Pressekonferenz nach dem Serbienspiel, wurde auf Flo Wirz, wenn ich das richtig gedeutet habe, angesprochen.
Er sagt aber, es wurde eine Kimmich-Thematik draus gemacht. Wie hast du diese Situation und diese Frage und Klopps Reaktion wahrgenommen, um vorne anzufangen? Also du kennst ja den Kollegen, der die Frage gestellt hat, das ist jetzt kein Zündler oder Brandstifter, das ist keiner vom Boulevard. Sondern ich unterstelle dem Kollegen von der Deutschen Presseagentur, dass er einfach nur wissen wollte, wie es zustande kam, dass Florian Wirz so gut gespielt hat gegen die Serben.
Und da hat Jürgen Klopp eben gewittert, das könnte jetzt ein heikles Thema werden für seinen Kapitän, für Joshua Kimmich. Das Thema ist natürlich gefährlich für Joshua Kimmich, aber auch für Jürgen Klopp. Diskussionen sind nicht immer gut für den sportlichen Erfolg. Und da hat man schon gemerkt, da wollte er in München frühzeitig den Deckel draufdrücken und nicht über Joshua Kimmich diskutieren.
Gelungen ist es ihm nicht wirklich, denn er wurde dann auf der Pressekonferenz in Thessaloniki gestern auf dieses Gefühl angesprochen, was er denn da gewittert hat. Sogar von dir. Wir hören mal rein. Ich glaube, Sie haben nach dem Spiel in München so ein bisschen Geschichten rund um Joshua Kimmich gewittert.
Wahrscheinlich Negativgeschichten. Ja, gewittert. Ja, genau, Sie haben die Antennen ausgefahren. Herr Aldefuchs. Inwieweit haben Sie denn derzeit die Befürchtung oder den Eindruck, Sie müssten ihn ein bisschen gegen Diskussionen oder solche Geschichten verteidigen? Er merkt ja schon, dass es extrem schwierig ist. Also irgendwas dazu sagen, aber nicht, weil ich eine Geschichte klein halten will oder groß machen will, sondern weil ihr einfach eine Geschichte machen wollt. Ist ja auch normal.
Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Man stellt sich vor, also Mittelfeld war top. Jetzt stellt euch vor, weil in Deutschland genau drei Mittelfeldspieler, wie kacke wäre das denn? Genau drei. Und da geht es darum, und einer spielt immer, weil warum soll in der Zukunft der einen Spieler immer spielen oder sonst?
Man muss ja auch gut drauf sein, um zu spielen. Und dazu brauchen wir natürlich mehr, wie es in jedem Verein ist. Das spielt mir auch nicht, wenn man nicht in Form ist oder sonst was. Man braucht unterschiedliche Strukturen, man braucht Führungsspieler, man braucht Laufstagespieler, man braucht kreative Spieler, man braucht alles Mögliche.
Und wir im Moment verschaffen uns den Eindruck, wir spielen ein sehr gutes Spiel, und die Frage war darauf abgezielt. Also ich bin jetzt nicht so drauf, dass ich sowas, aber es ist ja normal oder logisch, dass es kommt. Ich fand nur ein bisschen früh. Also Frage zwei oder drei ging schon in die Richtung. Und deswegen habe ich gedacht, dann sage ich, was ich dazu sage.
Aber ich bin mit der Situation sehr zufrieden, muss ich ehrlich sagen, sehr zufrieden. Aber das muss. Keiner, der richtig kicken kann und so weiter, muss ich jetzt irgendwie Sorgen machen oder sonst irgendwas. Sondern wir werden, habe ich ehrlich gesagt, ich freue mich auf die Zukunft mit den Jungs und mit allen sozusagen, die dabei sein werden.
Und ich hoffe, wir haben eine Auswahl, wie man es normalerweise hat. Das hoffe ich, dass wir es haben. Ich habe keine Chance, die Frage so zu beantworten, dass ihr es nicht schafft, daraus trotzdem den Link mitzumachen. Das heißt aber dann auch, also ich gebe auf, offiziell. Macht jetzt schon, zu dem Thema, ich gebe jetzt auf.
Macht, was ihr wollt, ich bin total happy. Ich war happy über das Spiel. Ich freue mich, dass Jokimich Deutschland als Nahrspieler ist und alle anderen auch. Da hat Jürgen Klopp natürlich viel moderiert und viel gesagt. Und es liefert uns natürlich auch Möglichkeiten, da irgendwo den Hebel anzusetzen.
Gleich zu dir, Stefan. Aber Peter, du hast kurz geschmunzelt. Wenn Jürgen Klopp sagt, warum sollte ein Spieler denn immer spielen über seinen Kapitän? Also der Kapitän sollte nach Möglichkeit, wenn er gesund bleibt, immer spielen. Aber es ist durchaus die Möglichkeit gegeben, dass der Spieler auch mal krank oder verletzt ist.
Dann muss ein anderer dafür spielen. Wir können natürlich noch eine Geschichte aufmachen. Wir haben ein überragendes Spiel gegen überragend. Weltklasse-Mannschaft von Serbien gesehen. Wir haben 2 zu 0 gewonnen und hätten noch viel höher gewinnen müssen. Ich glaube nicht, dass Klopo noch verschiedene Systeme ausprobiert.
Bleiben wir mal am 4-2-3-1. Losgelöst, da kann man vielleicht auch mal eine Dreierkette spielen, aber am Mittelfeld wird die Konstellation so bleiben, wie wir sie gesehen haben. Was ist denn mit Musiala? Ein Mann, wenn er gesund ist, absolute Weltklasse, ist er auch uns vor, machen wir auch eine Diskussion um Musiala, denn was Wirtsgespieler endlich mal auf seiner Position, war absolute Weltklasse gegen diesen überragenden Gegner Serbien.
Neue Diskussion aufzumachen, bringt aber nichts. Auch nicht für den Bundestrainer, denn dann machen wir Schauplätze auf, die uns in der Weiterentwicklung nicht helfen. Tatsächlich machen wir die Diskussion um Musiala später auf, wenn es um Florian Wirz geht. Dank dir, du hast die Tür geöffnet, ich gehe nur durch. Stefan, ich möchte dich, da du Kapitän warst, lange Jahre, fragen.
Wenn ein Kapitän wie Joshua Kimmich auch äußert und es bestätigt ist, ich wäre gerne über diese vier Spiele bei der Mannschaft dabei, er darf es aber nicht. Wie wäre das bei dir angekommen und wie hättest du reagiert? Ich glaube schon, dass du einen Kapitän immer dabei haben solltest. Die Mannschaft wird gerade neu formiert, sie wird neu aufgebaut, eine neue Hierarchie wird sich entwickeln.
Dafür brauchst du einen Kapitän. Also bei der Mannschaft, man hätte es so steuern können, gegen Serbien bist du nicht dabei. Aber ich glaube, heute hätten sie ihn schon wieder gebraucht gegen die Griechen in Griechenland. Wie gesagt, ein Kapitän muss immer fester Bestandteil des Teams sein, auch wenn er mal nicht spielt, aus welchen Gründen auch immer.
Ja, würde ich sagen, sehe ich ein bisschen anders, weil die Situation halt so ist, dass Jürgen Klopp jetzt ja auch guckt, und das merkt man ja auch an seinen Antworten, dass er selber noch nicht ganz genau weiß, wie er das Ganze zusammenstellt, auch mit welcher Hierarchie. Er hat ja, du hast das jetzt ja so ironisch richtig gesagt, das war ja im Grunde eine Traditionsmannschaft aus Serbien.
Da hätte ja Timothy locker mitspielen können. Die Preisstruktur ist ganz klar, es sind drei Euro, aber dafür müssen wir fast sechs Euro von dir verlangen. Das kostet sechs Euro. Ich muss doch auch da unseren Gast in Schutz nehmen. Ich lasse dich kurz ausführen, komm dann aber direkt zu Tim. Da muss er reagieren dürfen.
Worum es halt geht, ist, dass Klopp neu ist und diesen Perspektivkader zusammengestellt hat. Ein Perspektivkader. Und selber natürlich noch nicht wirklich weiß, wie sich das entwickelt. Da hat er komplett recht, meiner Meinung nach, dass es heute Abend neue Aufschlüsse geben wird. Und auch nächsten Monat gegen die Niederlande in Berlin am 16. November.
Und danach weiß Klopp auch erst genau, oder etwas genauer, wie er seine Mannschaft entwickeln will und, diese Entscheidung kann er jetzt noch nicht treffen, sondern die kann er dann erst treffen und das ist natürlich für Kimmich auch eine gewisse Unsicherheit. Das ist. Debatte, die Kimmich sicherlich auch ein bisschen nervös macht.
Keine Frage, aber zu Recht. Weil diese Debatte muss natürlich geführt werden. Es ist immer ein Problem, wenn sehr verdiente Spieler vielleicht an diesen Punkt kommen, wo ein Trainer sich darüber Gedanken macht. Ich will nicht sagen, dass es bei Klopp schon so weit ist, aber es ist immer super schwierig. Wir werden hinterher noch über Cristiano Ronaldo reden.
Wir haben diese gleiche Diskussion gehabt mit Boateng, Hummels und Müller, als damals Löw zu den Bayern gekommen ist und denen das gesagt hat. Klopp ist jetzt ein neuer Trainer und hat die Möglichkeit, alles aufzubrechen und darüber denkt er nach. Es ist zumindest, was du sagst, keine Stärkung für Joshua Kimmich.
Wie kommt sowas in einer Mannschaft an, wenn ein Kapitän zwar das Vertrauen ausgesprochen bekommt und dann auch sagt, ich wäre gerne dabei, aber nicht dabei sein darf. Und man kennt ja die ehrgeizige Struktur, die Charakterstruktur von Joshua Kimmich. Denkt eine Mannschaft dann, cool, wir können uns jetzt entfalten, wir haben mehr Raum uns zu entfalten. Oder in einem Pflichtspiel gegen eine Mannschaft, gegen die wir gerade verloren haben, fehlt ein solcher Kopf?
Ich denke natürlich auch bei der Nationalmannschaft ist noch etwas anderes als im Verein. Da kommen immer viele Spieler aus verschiedenen Vereinen zusammen. Aber ich denke, das ist auch, was Stefan gesagt hat, für mich ist es wichtig, dass so ein Kapitän in der Kommunikation mit dem Trainer dann trotzdem dabei ist.
Auch bei der Mannschaft, auch wenn er sagt, er spielt in dem Moment nicht. Aber dass der Kapitän trotzdem da ist, die neuen Spieler empfängt, sich mit denen unterhält, sich kommuniziert. Und deswegen denke ich, dass es in der Mannschaft natürlich immer auch was auslöst. Natürlich sagen die auch, vielleicht sind wir freier, vielleicht können wir uns jetzt mal zeigen. Aber ich glaube, Joshua Kimmich, Stammspieler Bayern München, muss dabei sein bei der Nationalmannschaft, auch wenn Klopp mal kommuniziert ist, er nicht spielen sollte.
Okay, dann haben wir den Komplex mit Joshua Kimmich mal kurz abgehakt. Kommen wir noch mal zu Stefan Kumberger vor Ort. Lass uns über die Euphorie sprechen. Jürgen Klopp als Frontmann, der immer coole Sprüche macht und auch sehr viel Applaus kriegt und ein paar Lacher hier im Publikum. Das hat man ja gemerkt, das macht er natürlich auch bewusst, um den Druck von der Mannschaft zu nehmen.
Trotzdem war es Niederlage, Dauern, Sieg, Hoch. Wie glaubst du, ist die Atmosphäre, die Stimmung in der Mannschaft aktuell wirklich? Also das kann man gar nicht so richtig beurteilen, weil der ganze Kader ja jetzt ausgewechselt wurde. Alles, was wir von den Spielern hören vor den Mikrofonen, ist, dass sie wahnsinnig glücklich sind, dass sie sehr zufrieden sind mit dem Trainer, wie er mit ihnen umgeht.
Und rund um den DFB soll natürlich keinesfalls der Eindruck entstehen, dass der eine Kader gegen den anderen irgendwie ausgespielt wird. Und Jürgen Klopp betont es ja immer wieder, auch wir Medien, wir sollen mithelfen. Da würde ich jetzt sagen, unsere Debatten, die helfen ja quasi mit. Das ist ja quasi ein Dienst am deutschen Fußball. Und Jürgen Klopp ist derzeit noch in der besonderen Phase, dass er alle mitnehmen möchte.
Und interessant wird es dann wahrscheinlich erst im November oder im März, wenn er dann erste Grausamkeiten begehen muss. Wenn er dann den Kader quasi halbieren muss und einigen Spielern mitteilen muss, dass sie nicht mehr Teil seiner Planungen sind. Dann wird es erst richtig interessant, wie er dann auch auftritt. Jetzt ist gerade noch die gute Laune-Phase bei Jürgen Klopp.
Wie ist das bei dir und den Journalisten, Kollegen, wenn es immer wieder diese Lacher gibt, die natürlich auf Social Media funktionieren. Ist das für dich dann auch tatsächlich authentisch oder sagst du manchmal ist er ein bisschen drüber? Ja gut, es ist authentisch, aber insgesamt wirkt es dann manchmal auch ein bisschen drüber.
Also Alexander Pavlovich, der ging gestern auf der Pressekonferenz, saß er daneben und ging so ein bisschen unter, weil natürlich das mal wieder die große Jürgen Klopp-Show war und ganz am Ende wollte ein Kollege von Alexander Pavlovich relativ ernsthaft und sportlich wissen, wie er denn seine Rolle beim DFB sieht.
Aber durch die Gesangseinlage von Jürgen Klopp war irgendwie die Stimmung gar nicht mehr da, um ernsthafte Fragen zu stellen. Das ist dann manchmal schwierig, aber ich gehe davon aus, dass Jürgen Klopp, wie ich gesagt habe, jetzt die gute Laune-Phase hat und irgendwann wird es dann wieder etwas ernster und vielleicht präsidialer.
Also spätestens heute Abend wird es ernster, wenn es dann gegen Griechenland geht oder falls es nach hinten losgehen sollte. Das müssen wir immer im Hinterkopf behalten. Wir schalten gleich nochmal zu dir nach Thessaloniki und werden gleich nochmal ein paar andere Fragen auch zum Gegner Griechenland unter anderem stellen.
Bei uns im Talk in der Runde sprechen wir auch über, wenn es mit Joshua Kimmich so einen kleinen, in Anführungszeichen, vielleicht fragwürdige Rolle geht, gibt es natürlich auch Gewinner mit, zum Beispiel Florian Wirz, der wieder aufgeblüht ist, zumindest in diesem einen Spiel. Oder nicht heimlich, still und leise, sondern laut und mit einem Tor, Tom Bischoff. Das sind unsere Themen nach einer kurzen Untertitel.
Im Hilfstuhl am Airport in München. Begleitet von Hayo, von Hadeln und Dent. Unsere Meinungen über Joshua Kimmich und sein Standing in der Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp haben wir gerade ausführlich besprochen und abgehakt. Es fehlt aber noch die wichtigste Stimme, die der Fans, der Zuschauer. Und die gibt es bei RUT.
Sehr gerne. Also ich habe natürlich schon mal geguckt, was so online bei uns diskutiert wird, was die User sagen auf Instagram. Das ist wirklich so eine 50-50-Frage. Also es ist eine Frage, die unsere User spaltet, weil die einen sagen, Also jetzt mal langsam, es war ein Spiel gegen Serbien, da muss man nicht gleich Kimmich anzählen.
Er ist natürlich eine verdiente Persönlichkeit als Kapitän und generell als Spieler für die Nationalmannschaft. Und die anderen sagen, jetzt ist aber höchste Zeit, weil er lähmt diesen Neuanfang. Und zum Beispiel hier sagt ein Fan, so erfolgreich Kimmich mit den Bayern ist, gibt der in der Nationalmannschaft oft eine unglückliche Figur ab.
Und diese Leute sagen eben, es ist jetzt Zeit für die junge Generation. An der Stelle, Jochen, du hast angekündigt, wir wollen auch die Fans mit reinholen. Ich frage auch hier unsere Gäste, einen Bayern-Fan haben wir hier sitzen. Was sagst du denn? Wie stehst du zu Joshua Kimmich? Sollte er nach wie vor gesetzt sein?
Also ich finde, dass Joshua Kimmich noch die nächsten zwei Jahre sehr, sehr wichtig für die deutsche Nationalmannschaft sein wird. Wir brauchen ihn, auch jetzt mit dem Umbruch. Und auch die Frage mit den Mittelfeldspielern. Wir haben aktuell so gute Mittelfeldspieler. Wir können froh sein mit dem ganzen Spielern, was wir haben.
Und Joshua Kimmich wird auf jeden Fall wichtig sein für den Umbruch und dass er uns als Kapitän bleibt. Ja, aber wenn er so wichtig ist, wenn er der Kapitän bleibt, sollte er dann nicht auch genau so gesetzt sein und dann auch jedes Spiel machen und nicht der jungen Generation schon die Möglichkeiten zu geben, an ihm vorbeizuziehen?
Also bei Turnieren müsste er auf jeden Fall gesetzt sein, dass er bei Turnieren immer spielt. Aber so wie jetzt auch der Trainer das gemacht hat, dass er sehr viel experimentiert hat, ist, glaube ich, das nicht so wichtig, jetzt die Spiele, wo das National League sind. Aber er hat viel experimentiert und deswegen kann ich, denke ich, kann man ihn auch mal draußen lassen. Das, wird noch wichtig sein für den Umbruch in den nächsten Jahren.
Aber natürlich muss man als Bundestrainer immer das Langfristige im Hinterkopf behalten. Und da ist, so scheint es, die Mannschaft von Jürgen Klopp ganz gut aufgestellt. Vor allem im Mittelfeld und so wie es Lisa zuvor gesagt hat, mit Wirz, mit Pavlovic und auch mit Bischof, haben da Spieler eine gewisse Leichtigkeit gezeigt. Wir hören einen dieser drei über das Zusammenspiel dieser drei.
Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit den beiden zu zocken. Ich glaube, man kann sehen, dass hier alle drei mit dem Ball was drauf haben und ich glaube, auch gegen den Ball haben wir uns sehr gut ergänzt und sehr gut geholfen. Mit dem Ball natürlich Flo in der Offensive hat jede Freiheit, die er haben kann.
Wir versuchen ihm die Bälle zu geben und zusammen dann auch zu kombinieren und, es hat sehr viel Spaß gemacht auf jeden Fall. Spaß oder wie du es gesagt hast, dieser Leichtigkeit. Pavlovich scheint bei den Bayern mit Kimmich gesetzt, bei der Nationalmannschaft auch ohnehin immer ein ganz wichtiger Faktor. Welche Rolle siehst du bei ihm und vor allem jetzt bei Tom Bischoff, der sich so mit diesem Tor auch in München in den Fokus gespielt hat?
Ich finde ja interessant auch mit dem Vergleich zur EM. WM mit Netscher hat ja nicht so gut funktioniert. Der ist ein bisschen untergegangen. Mit Kimmich funktioniert er bei den Bayern. Offenbar funktioniert er auch mit Tom Bischoff. Ich glaube, das Entscheidende wird heute sein. Dieses Spiel wird dann schon sehr viel Auskunft darüber geben, wie reif, wie gut das wirklich funktioniert.
Aber was auffällig war, dass Flo Wirtz halt deutlich besser in Szene gesetzt worden ist, aber weil er auch auf der 10 gespielt hat. Und das ist für mich auch der Hauptgrund, dass ich sage, Flo Wirtz muss für mich auf der 10 spielen. Da ist er ein Weltklassespieler, ein Unterschiedsspieler. Er gehört für mich nicht auf den Flügel und man hat auch gesehen, er hatte in den ersten 10 Minuten Probleme, die Räume zu finden.
Das hat er in der Räume gefunden und seine Mitspieler haben ihn perfekt eingesetzt. Das haben Pavlo und Tom Bischof wirklich gut gemacht. Vielleicht hängt es auch mit der Rolle von Flo Wirtz ein Stück weit zusammen, wo er denn in der Nationalmannschaft spielt. Jetzt kommen wir gleich gesondert, da hat Ruth auch Zahlen vorbereitet.
Jan, wie siehst du die Rolle von Tom Bischof als, ich sag mal, Herausforderer von Joshua Kimmich? Es sind nicht nur Tom Bischof, es sind auch noch Metzscher und Pavlovic. Das ist im Grunde da das Zentrum. Aber ich kann nur wiederholen, das Spiel gegen Serbien können wir nicht wirklich als Maßstab nehmen.
Dass wir jetzt irgendwie erzählen, dass Joe Kimmich jetzt in Zweifel gezogen wird, weil Tom Bischof gegen diese Mannschaft, gegen Serbien, so gut gespielt hat. Tom Bischof hat auch für Hoffenheim schon super gut gespielt und auch in einzelnen Spielen für Bayern München. Ich finde, wir dürfen die ganze Diskussion jetzt auch nicht auf ein Niveau heben, auf das wir sie jetzt noch nicht heben sollen.
Da brauchen wir halt erst Spiele in Griechenland und gegen die Niederlande. Das ist jetzt kein wirklicher Maßstab gewesen. Das ist sportlich kein Maßstab gewesen, aber emotional ist es natürlich was gewesen. Das hat man ja gesehen, diese vielen freudigen Gesichter. Man hat gesehen, wie Jürgen Klopp sich gefreut hat. Diese Erleichterung, der ist ja da jubelnd ums Feld gegangen, das war das groß. Aber sportlich, emotional riesig, sportlich sollten wir es glaube ich nicht zu hoch bewerten.
Tom Bischof, was macht ihn aus? Was kann er der deutschen Nationalmannschaft geben, was vielleicht sonst keiner so geben kann? Er muss erst mal Stammspieler werden bei Bayern München. Das ist die Grundvoraussetzung, dass du das dann zeigst auch in der Nationalmannschaft. Also wir fangen ja direkt oben an. Wir sollten mal eine Stufe runtergehen.
Du musst ja Stammspieler sein, um Teil der Nationalmannschaft zu sein. Vielleicht sogar auch Stammspieler. Und das muss er ja erst mal erfüllen. Das ist die Grundvoraussetzung. Deswegen ist das eine Diskussion, die wir hier führen. Seit wie vielen Minuten, keine Ahnung. Ich glaube, das, was der Peter vorhin gesagt hat, ist viel interessanter.
Ich glaube, wir sind uns alle einig, wo Flo Wirtz hingehört, auf welcher Position, wo er sich am wohlsten fühlt. Bei Bayer Leverkusen hat er es gezeigt. Dann bei Liverpool jetzt auch, wird immer besser. Und jetzt in der Nationalmannschaft. Und dann kommen wir zu Musiala und fragen uns vielleicht dann, was passiert mit ihm, wenn er zurückkommt.
Das ist die viel spannendere Diskussion, die wir führen sollten, als Joe Kimmich, der Stammspieler bei Bayern ist, der alles gewonnen hat mit dem Verein, in der Nationalmannschaft nicht, über 100 Länderspiele hat, diese Erfahrung, die schmeißt du doch nicht weg. Ist ja lächerlich. Dann haben wir das Thema, Tom Bischof. Ja, es kommt noch ein Punkt dazu. Mit deiner Aussage beendet gleich.
Ich bin zu 100 Prozent auf deiner Seite. Es kommt noch ein Ding noch dazu, das ist gerade angesprochen worden, auf Wirts bezogen, er spielt endlich auf der 10. Das machen wir gleich. Das machen wir gleich. Lass doch den Peter Maus reden. Ja, es gehört ja auch dazu. Wir wollen ja auch, dass die Zuschauer dabei bleiben.
Und wenn Peter schon mal so einen Halbsatz anfängt, warten alle mit Sicherheit auch auf das Ende nach einem Spot. Ich möchte nur noch Fragen bekommen, die ich mit Ja und Nein beantworte. Wir sind zurück. Und auch wenn ich Peter hier unhöflich durch Informationen von unserem Sportwettpartner unterbrochen habe, die bitte deine Ausführung vielleicht noch mal von Beginn an.
Jetzt hast du die Zeit. Jetzt habe ich die Zeit. Ja, natürlich. Wunderbar. Wir reden über Stammspieler, wir reden über Leistungsträger und wir reden von Position. Endlich kann ein Florian Wirz auf der Position spielen, der groß geworden ist, stark geworden ist, teilweise Weltklasseleistung abgerufen hat.
Auf links außen kann ich nicht gebrauchen, da ist er außerhalb des Spiels und ist von anderen Leuten abhängig. Das Gleiche gilt auch irgendwo bei den Leuten, die dann irgendwann mal angefangen haben, nach der einen sehr, sehr guten Leistung unseres defensiven Mittelfelds, Kimmich in Frage zu stellen.
Die haben vielleicht noch Kimmich in Erinnerung bei der Weltmannschaft, als er notgedrungen auf der rechten Seite gespielt hat und das zweifelsfrei nicht auf internationaler höchsten Ebene machen kann. Kimmich ist ein Sechser, wenn er diese Position hält, ist er bei Bayern der absolute Leistungsträger und der Führungsspieler. Und solange das der Fall ist, hat er auch noch als Kapitän den Anspruch, immer zu spielen, wenn er nicht spielt, um andere auszuprobieren, wie Kloppo es jetzt gemacht hat, okay.
Aber Diskussionen diesbezüglich aufkommen zu lassen, dann haben wir nächste Probleme. Dann haben wir die Probleme, dass es nicht mehr um Leistung geht. Da fragt sich jeder, warum ist der Spieler nicht dabei? Warum spielt Voltemade, der im Augenblick auch kein Stammspieler ist? und so weiter und so weiter.
Das ist nicht nützlich für den deutschen Fußball. Wir müssen sachlich bleiben und die Dinge wirklich mal auf die Position und auf die Person bezogen versuchen zu reduzieren. Das Ganze jetzt eben auf diese Personalie, die du angesprochen hast. Florian Wirz, ich habe gesagt, Ruth hat etwas vorbereitet. Bitte in einer sauberen Analyse.
Ja, ihr habt das auch schon vorbereitet und eingeleitet. Denn genau das ist das Thema auch hier in unserem Leistungscheck. Also Florian Wirz, endlich wieder in der Form, wie wir ihn eigentlich kennen. Wir haben auch ein paar Zahlen mit dabei. Also ein Tor hat er ja selbst gemacht, dann der Assist. Der ging erst mal noch ans Aluminium, hat Tom Bischoff dann verwandelt. Über die Kombination haben wir auch schon ausreichend gesprochen. Drei Torschüsse, diese 95 angekommenen Pässe, das ist natürlich auch enorm.
Damit hat er der Mannschaft wahnsinnig geholfen. Und ja, auch in Liverpool wird man zur Kenntnis genommen haben, wie er da eben mit der Nationalmannschaft spielt. Und hoffentlich gibt ihm das auch den Push dann für seinen Verein. Denn da hinkt er ja noch ein bisschen seinen Erwartungen hinterher. Aber wir wollen natürlich auch auf diese Positionierung jetzt eingehen, die ihr schon angesprochen habt. Das, das glaube ich auch, ist der Schlüssel, dass er eben nicht auf den Flügel gesetzt wird, Sondern hier, wir haben die Aufstellung nochmal für euch.
Offensive Halbposition im Mittelfeld, würde ich es jetzt mal beschreiben. Also da sehen wir Wirz und dann eben mit Bischof und Pavlovich zusammen. Das ist die Position, auf der er tatsächlich glänzen kann. Und demnach gebe ich direkt auch wieder weiter für euch in die Runde. Denn ihr seid ja schon fleißig am Diskutieren. Ist das der Schlüssel für ihn, der ihn so erfolgreich macht?
Wir haben es jetzt gesehen in der Aufstellung. Die Position, Peter hat es gesagt, die Position ruht ebenfalls unterstrichen. Stefan, ist es so einfach? Ist es ausschließlich die Position oder gehört da mehr dazu, dass er jetzt wieder zumindest in einem Spiel so performt hat? Nein, das ist schon entscheidend. Und das abzurufen.
Was er kann, die ganzen Qualitäten, die er hatte, eben auch für die Mannschaft zu liefern. Auf der Außenbahn, wie Peter ja auch gesagt hat, du bist nicht so wirklich im Spiel drin. Er will diese zentrale Rolle, er ist im Spiel drin und dann hat er herausragende Qualitäten, wo er Spiele entscheidet. Das hat er gezeigt zu Genüge in der Bundesliga, auch ansatzweise in der Premier League und auch in der Nationalmannschaft.
Aber wenn du einen Spieler irgendwo hinschiebst, wo er nicht das Gefühl hat, das ist meine angestammte Position, so trainiere ich tagtäglich bei der Mannschaft oder bei der Vereinsmannschaft und dann auch in der Nationalmannschaft, dann tut sich jeder Spieler schwer. Viele fragen sich dann, der ist nicht in Form oder wie auch immer, solche Argumente kommen dann.
Aber das hängt schon sehr wohl, zum großen Teil wirklich mit der Position zusammen. Timmy, wie ist es für dich? Es gibt Spieler, die wirklich so eine Glanzposition haben und sagen, da fühle ich mich wohl, so wie es Stefan gesagt hat. Ich habe aber auch ein paar Aussagen von Spielern im Hinterkopf, die sagen, ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Wie ist es für dich?
Für mich ist es, ich spiele am liebsten über außen. Es ist am einfachsten, dann habe ich eine Linie neben mir und ich weiß, wo das Spielfeld zu Ende ist und kann hoch und runter rennen. Aber wie wichtig ist der Wohlfühlfaktor und dass man sich auf so einer angestammten Position dann auch tatsächlich 100% wohlfühlt und auch auskennt und nicht ständig wechselt? Natürlich sehr und ich denke jetzt bei Florian Wirz ist auch ein Spieler, ein Unterschiedspieler für jede Mannschaft, wo er spielt.
Das ist ein Freigeist und der muss auf der Position 10 spielen, wo er sich frei bewegen kann, wo er die Mannschaft einfach den Unterschied ausmachen kann in jedem Spiel. Und das glaube ich ist der auf dieser Position, wo Stefan auch gerade gesagt hat, da gehört er einfach hin. Da muss man so einen Spieler einfach spielen lassen. Es gibt Spieler, die den Unterschied machen, deswegen muss man sie dann einfach frei aufspielen lassen. Genau auf dieser Position.
Und es gibt eine Aussage von Florian Wirth, die können wir vielleicht sogar kurz einspielen, weil er eigentlich gar nicht so viel gesagt hat, aber er hat ein paar Dinge angeschnitten, was Klopp ihm eben mitgegeben hat. Natürlich will er, dass ich wieder den Fußball spiele, den man von mir gewöhnt ist.
Wir haben das ein oder andere Gespräch auf jeden Fall gehabt. Ja, er hat mir auf jeden Fall ein paar Sachen mitgegeben, die ich auf jeden Fall mitnehme und versuche umzusetzen. Und ja, deswegen bin ich froh darüber, dass er mit mir spricht. Leider hat er nicht gesagt, welche Sachen er ihm da mitgegeben hat.
Das sind ja hochsensible Spieler. Musiala ist ja ähnlich. Und die brauchen Kontakte von Anfang an, um in das Spiel reinzukommen. Auf der Außenbahn hast du vielleicht alle drei, vier Minuten, fünf Minuten mal einen Kontakt. Im Zentrum des Spiels hast du permanent, du bist im Spiel drin. Und das brauchen solche Spieler, die so hochsensibel sind.
Das ist natürlich ein veritabler Punkt. Du bist ja im Zentrum groß geworden. Ich wurde auch mal geschoben auf die rechte Bahn in der Nationalmannschaft und habe gespielt auf deiner Position. Und habe gedacht, was mache ich eigentlich hier? Das ist nicht meine Welt. Und du kannst es dann auch nicht so abrufen, weil du schon von Anfang an in dir drin hast, das ist nicht meine Position. Ich will ins Zentrum, ich brauche die Kontakte.
Das hast du dann zu dem Trainer auch gesagt? Das habe ich ihm gesagt, ja. Und ich habe auch gesagt, ich nehme den Kampf an, egal wer gestellt wird, ob es damals ein Guido Buchwald war oder wer auch immer. War das Berti Fuchs? Das war Berti Fuchs, ja. Aber ich war bereit, den Kampf anzunehmen, aber er hatte halt keinen.
Und da habe ich gedacht, ich habe es drei, vier Mal gespielt, aber ich sage dir ganz ehrlich, jeder Spieler, will auf diese Position, wo er eigentlich auch groß wird, es werden Spieler schon mal umgebaut vom Stürmer zum Abwehrspieler rechts oder wie auch immer, aber eigentlich trainierst du das, von der Jugend an, diese Position im Zentrum des Spiels.
Obwohl ich auch wusste, wenn ich mal rechts gespielt habe in der Nationalmannschaft, dass irgendwo das Spielfeld endet. Das wusste ich schon. Applaus, Die Basics waren dabei. Jetzt haben wir ein Thema aufgemacht. Eine Sache noch kurz bei Florian Wirtz. Er hat es ja auch gesagt nach dem Spiel gegen Serbien, dass er auf einmal Räume hatte, die er in der Premier League nicht hat.
In der Premier League, das ist so eine brutal körperliche Liga. Das ist halt noch mal ein ganz anderer Schnack, sagt man bei uns in Bremen. Das hat den großen Unterschied auch in diesem Spiel gemacht. Deswegen würde ich auch das ein bisschen relativieren wollen. Natürlich hängt das an der Position, aber es ist ein Spiel gewesen vom Gegner auf niederem Niveau.
Und dass Florian Wirtz dieses Niveau liefern kann, das wussten wir alle vorher. Es hängt jetzt davon ab, wie er dann auf Top-Niveau agiert. Und da hat er halt im letzten Jahr in Liverpool das bisher noch nicht so hingekriegt. Ja, aber du solltest nicht vergessen, warum das so war. Es gab einen Tod in der Vorbereitung. der neuen Saison für Liverpool, was jeden, jedem Spieler extrem, genau, extrem belastet hat.
Und kein Spieler hat irgendwie auch nur annähernd die 100 Prozent geschafft. Das jetzt auf Florian Wirz zu beziehen, das wäre nicht richtig. Mo Salah hat gespielt, der seine Position natürlich da vorne zentral, wie auch immer, hatte, wo es auch nicht einfach war für Flo Wirz. Also man kann nicht einfach sagen, er hat die Leistung nicht abgerufen bei Liverpool.
Es gibt schon Gründe dafür, warum es so war. Und der wird, finde ich, auch immer kritischer gesehen in England, als ich es so empfinde. Und ich glaube, Jürgen Klopp hat es auch gesagt, wenn die Stürmer die Tore nicht reinmachen, dann zählt es halt nicht als Torschussvorlage. Also hat er seine Statistik nicht wirklich aufhübschen können, aber an sich kreiert er ja schon auch viele Torschussvorlagen zumindest.
Und ich habe irgendwie immer das Gefühl, dass sie ihn in England schon auch nochmal deutlich kritischer sehen, als er vielleicht eigentlich ist und auch spielt. Und das dann auch ein Stück weit natürlich, was mit deinem Selbstbewusstsein macht. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp da genau der Richtige ist, um ihm da auch wieder so ein bisschen diese Vaterrolle einzunehmen, ihn so ein bisschen zu tätscheln und ihm auch so ein Stück weit diese Anerkennung auch dann zu geben.
Das Kritische ist wahrscheinlich auch wegen seiner Transfersumme, wegen der Erwartung, die da geschürt wurden und dessen, was er schon gezeigt hat, was er leisten kann. Jetzt haben wir vorhin ein Thema aufgemacht auf deinem Stuhl, deswegen die Frage an dich. Wenn Wirt dort, wo er jetzt geglänzt hat, in einem Spiel gegen Serbien als Einordnung, so gut funktioniert und er da spielen muss.
Was ist dann mit Musiala? Wo hat er dann neben ihm Platz? Dann haben wir eine Alternative, eine großartige Alternative. Im Falle, das wird es nicht spielt. Entweder oder also? Entweder oder, vielleicht. Wenn ich das System ändere, spiele ich mit beiden. Was natürlich offensiv überragend wäre, aber jetzt reden wir von gegen den Ball.
Das ist nicht ganz so ideal, als wenn einer der gerade genannten Mittelfeldspieler dafür die Rolle einnimmt. Aber wir können natürlich diskutieren, nur das bringt nichts. Ich kann natürlich auf einen Offensivspieler verzichten und dafür eine hängende Neun- oder wie auch immer Aufstellung, das kann dann sowohl als auch spielen.
Nur ich glaube nicht, dass Kloppo das System großartig ändern wird. Wir haben auch in Ermangelung, es gibt leider nicht drei, vier Neuner, klassische Neuner, die wir haben, von der Qualität her nicht. Einer ist aussortiert worden, in anderen Abführungen. Was ist, wenn Undach wieder zurückkommt? Also im Offensivbereich gibt es viele Variationsmöglichkeiten und über Namen wie Wirz Musiala in Verbindung noch zu diskutieren, sagt eigentlich eine ganze Menge über die Qualität aus, die wir haben.
Das ist einigen verdammt neidisch, wenn ich die jetzt richtig unterbringe. Dass ich sie habe, hat Klopo ja auch gesagt, dass ich so viele hervorragende Spiele habe, zumindest im Offensivbereich, ist doch wunderbar. Das ist die Frage. Das wird aber nicht funktionieren. Du hast recht im Offensivbereich super, aber das wird gegen den Ball nicht funktionieren, weil Klopp extrem auf diese Körperlichkeit setzt und auf zwei Außenspieler.
Das heißt, er hätte zwei offensive Außenspieler, einen Mittelstürmer, dahinter Wirtz und Musiala und dann womöglich Kimmich oder Pavlovich. Das ist eine derart offensive Ausrichtung und eine meiner Meinung nach auch zu wenig körperliche für diese Mannschaft, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass so gemeinsam gespielt wird.
Ja, nur Körb, ich habe ja gesagt, da gibt es Diskussionen über Einzelbücher allesamt nicht vergessen. Jürgen Klopp ist Bundestrainer und Jürgen Klopp ist kein Vereinstrainer. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Da liegen zwei Sportarten zwischen. Nicht in der Endqualität der einzelnen Spieler, ganz im Gegenteil.
Er kann sich die besten Spieler, die einen deutschen Pass haben, aussuchen und da eine Mannschaft zusammenzustellen. Aber die Einwirkung auf die Mannschaft ist nicht so wie in der Bundesliga. Er hat jetzt, glaube ich, zwei Trainings-Einhand gehabt vor dem ersten Spiel gegen Holland. Ja, und vier dann vor dem anderen Spiel. Aha, wunderbar.
Was will ich da großartig an spielerischen Automatismen reinbringen? Die Zeit habe ich überhaupt nicht. Von daher ist der Job eines Bundestrainer ein komplett anderer als der eines Bundesliga-Trainers. Ich hoffe, und da gehe ich von aus, das ist meine Hoffnung, dass Jürgen Klopp das geregelt bekommt.
Aber wenn wir jetzt bei Musiala bleiben und wird es, also entweder oder oder an der Seite, Timmy, es sind natürlich zwei Spieler, über deren Qualität wir nicht diskutieren müssen. Die ist unbestritten da. Wie reagiert dann eine Mannschaft? Müssen die beiden dann auch tatsächlich spielen? Ist es Sache der beiden, sich anzupassen? Ist es Sache des Trainers, sie einzubauen? Oder vielleicht Sache aller Mitspieler, die dann gegen den Ball anders und mehr leisten müssen?
Natürlich, wenn beide auf dem Platz stehen, wie ich gesagt habe. Dann müssen die anderen defensiv noch mehr leisten, weil es sehr offensiv ist. Aber ich denke, für Deutschland ist das überragend. Dann zählt am Ende, muss Jürgen, der Trainer, dann auch entscheiden, das Leistungsprinzip. Wer in dem Moment besser ist, da ist ein Konkurrenzkampf, da ist ein Leistungsprinzip.
Und so bringst du die Leute, denke ich, die ganze Mannschaft dann auch auf Topniveau. Vor einer Woche haben wir noch darüber diskutiert, ob wir keine Unterschiedsspieler in Deutschland haben. Und jetzt reden wir darüber, dass wir entweder Musial oder Würz haben. Ich finde es mal schon ein bisschen kurios, sagen wir es mal so.
Deswegen, wir haben diese Unterschiedsspieler und die Qualität ist da. Und ich glaube, darauf sollte man sich dann auch mal beruhen und besonnen. Und die deutsche Nationalmannschaft auch mal wieder etwas positiver sehen und nicht sagen, wir haben keine Unterschiedsspieler. Wir haben sie und wir müssen uns jetzt vielleicht sogar entscheiden, wer von beiden spielt. Also was will man mehr?
Wir wollen natürlich aus deutscher Fußball-Sicht den größtmöglichen Erfolg. Jürgen Klopp ist gekommen, um den zu gewährleisten. Wir ziehen gleich ein Zwischenfazit über Jürgen Klopp. Tim Klopp ist Bundestrainer, hat es drei Spiele auf dem Buckel. Man kann sagen, drei Spiele, drei Gesichter. Aber viel entscheidender für die Seele, die Fußballseele, für das Volk, ist doch das Gefühl.
Der Zusammenhalt ist tatsächlich sichtbar. Der Team-Spirit stimmt und die Stimmung wirkt geradezu ausgelassen. Was so ein Erfolgserlebnis nicht alles bewirkt. Ich fühle mich heute überragend, weil ich total happy und stolz bin auf das, was die Jungs da hingehauen haben. Und dazu beigetragen haben Fortschritte, die Klopp im Serbien-Spiel absolut verzückt haben. Die Pressing ist durch die Decke gegangen, war außergewöhnlich gut und dadurch war es dieses tolle Spiel.
Heute waren. Die Jungs auf Krawall eingestellt, muss man echt sagen. Es war nochmal im Gegenpressing und das wird für uns super wichtig bleiben, war das eine Top-Leistung. Und die Nationalmannschaft stößt auch wieder auf mehr gegen Liebe. Nach Pfiffen in Augsburg war die Atmosphäre in München geradezu herzlich.
Es war ein Traumbild. Es war ein Traumbild, vor dem Spiel reinzukommen und schwarz-rot-gold zu sehen, das Herz aufgegangen. Womöglich hat Klopp die Fahne tatsächlich schon zurückgebracht. Das ging schnell. Und wie fällt sein eigenes Zwischenfazit aus? Glücklich für heute. Ich möchte noch keine Konstanz ausrufen oder versprechen, aber wir werden es auf jeden Fall im Sonntag wieder versuchen.
Und da wir noch nicht wissen, wie der Sonntag ausgehen wird, fragen wir die Runde. Was hat sich getan im deutschen Team in der kurzen Ära Klopp? Außer, dass das Pressing durch die Decke gegangen ist, wie der Bundes-Trainer es gesagt hatte. Stefan, was hat sich geändert in der kurzen Ära bisher? Drei Spiele, vier Punkte. Gegen die Niederlande finde ich eher glücklich, den Punkt mitgenommen.
Gegen Griechenland wissen wir, wie sie ausgegangen ist. Und dieses Serbienspiel, was wichtig war, vor allen Dingen vom Ergebnis, enorm wichtig. Mit der Begründung, dass alles super war, finde ich jetzt nicht so wirklich realistisch, muss ich sagen. Aber es war jetzt mal ein Anfang. Aber ich glaube, heute Abend ist ein Spiel, was wir uns alle angucken sollten und wie wir da performen. In dieser Hölle in Griechenland, in diesem Stadion. Die Griechen führen die Tabelle an, haben schon in Deutschland gezeigt, was sie können.
Ich glaube, dann wissen wir wirklich, was die ersten Wochen unter Klopp wirklich bewirkt wurde. Gehen wir mal davon aus, wir gewinnen, nehmen wir das mit und sind glücklich, noch glücklicher als nach dem Serbien-Spiel. Sollte das aber nicht passieren. Dann hat vielleicht Kimmich gefehlt. Wer weiß. Du sagst Hölle. Nein, ich glaube, man kann es jetzt noch nicht wirklich einordnen, weil zu viele verschiedene Gesichter einfach gezeigt wurden.
Wir haben die drei Spiele eben gerade genannt. Das war keine Konstanz, das hat Jürgen Klopp ja auch gesagt. Das will er jetzt noch nicht ausrufen, das muss aber kommen. Und zwar konstant in der Leistung und dann auch in den Ergebnissen. Und da sind sie noch ein bisschen weit von entfernt. Erstmal, wenn du sagst, die Hölle da in Griechenland, du hast in dem Stadion gespielt, gegen Pauk habt ihr gespielt.
Zwar, der Verein ist wahrscheinlich noch heißblütiger als die Nationalmannschaft dort, aber du hast diese Atmosphäre, die Stimmung dort erlebt. Wie würdest du sie beschreiben und was macht das dann, gleich direkt nachgeschoben, mit so einer jungen Mannschaft, wie sie der DFB momentan hat? Das ist natürlich ein Hexenkessel, da musst du auch erstmal rausgehen, da dein Mann stehen. Und deswegen denke ich, ist es schon eine Prüfung heute Abend, deswegen sollten wir da natürlich alle zuschauen und gucken, wie die Jungs sich da verkaufen.
Aber ich denke, das ist ein Spiel, der auf jeden Fall schon mal eine Richtung vorgeben kann, wo es hingeht. Stefan hat gesagt, Kloppo macht da jetzt hier auf gute Laune und auch das Positive nach außen gekehrt. Ist das für dich der richtige Weg? Oder siehst du es auch, Stefan, so ein bisschen too much?
Too much oder nicht too much, es hat auf jeden Fall einen wahnsinnigen Wandel gegeben, den ich persönlich in den letzten 50, 60 Jahren, in denen ich Fußball mal so ein bisschen betrachtet habe, als Fan oder eben auch als Trainer, noch nie festgestellt habe. Es gab mal das Motto, Star ist die Mannschaft.
Ich fand das im Mannschaftsvorsorge, die Mannschaft. Im Augenblick ist die Mannschaft nicht der Star, im Augenblick ist der Star der Trainer. Und jeder Trainer, jetzt zahle ich gerne einen für, jeder Trainer ist nur so stark wie seine Mannschaft. Und eine Mannschaft sehen wir noch nicht, sondern erst nach einer gewissen Entwicklung.
Und da war wir ab. Wir haben im Augenblick eine Sichtung mit einem Highlight nach schlechten Ergebnissen, nach einem ordentlichen Ergebnis gegen die Griechen, die plötzlich Favoriten in dieser Gruppe sind. Und da müssen wir heute Abend überstehen. Dann haben wir eine ordentliche Sichtung gemacht. Und die Außenwirkung des Trainers kann mitgenommen werden.
Was dann kommt, werden wir sehen. Hoffnung ist groß. Aber das kann ja auch ein entscheidender Faktor sein, weil ich sehe dieses Glänzende in den Augen bei den ganzen Spielern, weil die einfach Bock haben, unter Jürgen Klopp zu trainieren. Ich hätte so vollkommen, wenn ich aber als Nürnbergand eingewessen werde, Entschuldigung, da ist doch klar, dass ich lächle.
Da habe ich auch Glanz in den Augen. Und wenn der Trainer endlich mit mir spricht, weil er hat der alte Trainer den gemacht, hat er nie mit mir gesprochen. Ja, aber wenn ich Timmy frage, er würde auch gerne unter Klopp, glaube ich, mal trainieren. Jeder trainiert gerne unter einem erfolgreichen Trainer. Naja, ich glaube schon, dass die Persönlichkeit noch hat, ist doch auch vollkommen klar.
Ich glaube schon, dass die Persönlichkeit einen Teil dazu beiträgt, dass man unter Klopp auch trainieren will, weil er so ist, wie er ist. Das soll ich für die Stimmung. Aber wir müssen dahin kommen, losgelöst vom Trainer. Dass wir alle stolz sein müssen und dürfen, für die Nationalmannschaft zu spielen, das muss was Besonderes sein.
Egal, wie der Trainer heißt. Im Augenblick ist Kloppo derjenige, der die Außergeschichte hat. Alles klar. Wir haben nicht vergessen, dass du zahlen musst. Ja, ich bezahle. Aber wenn ich da noch eine Gruppe dabei, ich zahle zweimal, weil ich habe einen gut. Ja, ist gerne. Du kennst ja auch mit Münzen nicht so aus, dass du normalerweise nur Scheine hinsackt.
SG Eifelhöhe zahlt noch 100 Euro für mich hinterher, mit der Ruth gleich. Aber ich kann nicht geben, eine sehr, sehr gute Amateurmannschaft, die ich in der vorletzten Woche trainieren durfte und jetzt plötzlich durch die Decke geht. Das, was natürlich dort auch am Trainer liegt. Lisa hat gesagt, du würdest gerne unter Jürgen Klopp trainieren.
Wie war das, als der bei der Eintracht da vorbeigeschaut hat im Training? Ja, haben sich natürlich alle Leute gefreut. Ich glaube, es stand am Trainingsrand dabei. Natürlich ist es was Tolles. Wie gesagt, er kann ein gutes Spielchen machen, er kann sich gut verkaufen, er kann gut reden. Unterhaltungen mit ihm sind auch immer lustig und amüsant. Und wie gesagt, die Spieler, die für die Nationalmannschaft in Frage kommen, haben sich natürlich auch riesig gefreut, dass da mal ein Trainer jetzt am Rand steht und direkt im Training zuschaut.
Das war auf jeden Fall sehr gut und ich denke, das macht auch richtig gut. Überall mal vorbeischauen bei den Mannschaften. Es gibt natürlich nochmal einen ganz anderen Input für die Spieler selbst. Vielleicht hat es ihm seinen Vorgänger ein bisschen leicht gemacht, dann mit solchen Kleinigkeiten zu glänzen.
Das könnte man ja auch theoretisch infrage stellen. Yunus Ebnu Talib wurde jetzt eingeladen von Jürgen Klopp, relativ früh, hat drei Tore gemacht im ersten Saisonspiel, wurde eingeladen und war im ersten Kader. Kam also zurück zu Eintracht, hat jetzt mit dir trainiert, ihr habt auch ein Testspiel gehabt.
Was hat er denn so erzählt über Jürgen Klopp und die Zeit beim DFB? Ja natürlich überragend, alles gut, alles super, ja natürlich, der Kloppo ist Wahnsinn, der macht das top, aber ich denke natürlich auch aus seiner Euphorie hat sich natürlich riesig gefreut, der hat sich das auch verdient natürlich, aber wie gesagt, war es das erste Mal.
Ich war überglücklich, ich komme zurück, aber ich denke jetzt für ihn einfach erstmal wichtig, die Leistung zu bestätigen in der Bundesliga, um dann auch wieder für das Nachmannschaft überhaupt nominiert zu werden. Erlebst du da irgendwas anderes bei Ebno Talib nach dieser Nominierung? Macht das was mit einem Spiel? Also wir haben gesagt, vielleicht ist es auch ein bisschen zu schnell, dass manche Spieler nominiert wurden.
Peter hat den aufgeblähten Kader schon kritisiert. Jeder darf mal dabei sein. Sichtung hast du gesagt. Aber vielleicht hat das ja einen positiven Effekt oder hat es gar keinen Effekt gehabt, dass er dabei war? Er kam auf jeden Fall mit sehr, sehr viel Selbstvertrauen zurück. Das hat man schon gemerkt in den ersten Trainingstagen. Aber wie gesagt, es war jetzt ein ziemlich großer Kader. Es gibt ihm hoffentlich Vertrauen für uns. Wäre natürlich super für Eintracht Frankfurt, wenn er das Vertrauen jetzt auch wieder in die Spiele ummünzt.
Aber wie gesagt, ich denke auch, dass er das jetzt nicht so hoch hängen darf. Natürlich waren viele Spieler dabei. Aber er muss jetzt einfach wieder seine Leistung im Verein erst mal bestätigen, wieder Gas geben. Und dann kann er sich vielleicht über die nächste Einladung freuen. Klopp ist natürlich ein sehr charismatischer Typ.
Betritten im Raum. Jeder merkt, dass er da ist. heutzutage die jungen Leute würden von Aura sprechen. Du hast so einen Nationaltrainer in den USA gehabt, der was Ähnliches verkörpert, hat auch in den USA viel bewegt. Jürgen Klinsmann war ja auch deutscher Bundestrainer. Hier sieht man ein Bild von euch beiden.
Was hat ihn ausgezeichnet und was für einen Einfluss hat ein Typ wie er, vielleicht auch wie Klopp mit viel Charisma, auf eine Mannschaft und den Erfolg einer Mannschaft? Ja, ich denke, Jürgen hatte bei uns in Amerika natürlich auch noch, er hat viele deutsche Amerikaner natürlich eingeladen und er war natürlich auch ein Fußballer, ein Fußballgesicht und sage ich mal eine Legende im Fußball.
Und das war halt nochmal was, wo ich ihn natürlich sehr, sehr respektiert habe. Für mich hat immer der Mensch gezählt. Und ich muss sagen, ich bin mit Jürgen immer perfekt klargekommen. War wirklich ein überragender Mensch. Und er hat natürlich sehr, sehr viel gegeben. War immer sehr, sehr akribisch, auch bei seiner Arbeit natürlich.
Und hat sich gegen viele Widerstände auch in den USA durchgesetzt. Und deswegen hat es einfach Spaß gemacht. Und er ist ein Riesencharakter auf dem Feld gewesen. Und da muss ich aber auch sagen, ein Nebenfeld, glaube ich, wurde auch immer als Trainer oder bei Hertha war immer viel über ihn gesprochen, weil er einfach Sachen hat und die auch gerne durchsetzt.
Wir haben diese Thesen zu Beginn dieser Sendung gehört. Du hast unter anderem gesagt, dieser erste Sieg für Jürgen Klopp war Pflicht. Mehr aber auch nicht. Meinst du da ausschließlich den Gegner Serbien? Oder dass es nach drei Spielen noch nicht so aussagekräftig war? Genau, das, was wir hier in der Runde sind, sind wir uns relativ einig, dass das noch nicht so aussagekräftig war. Aber es ist halt emotional wichtig.
Und wenn ich so Klopp die ersten Wochen beobachtet habe, ist die Emotionalisierung, die ist ihm sehr wichtig. Man sieht das, dass er diese Mütze zum Beispiel trägt. Das ist ja mit seinem Berater Marc Kosicke, oder der jetzt auch für den DFB-Berater ist. Das ist ja nicht einfach mal eben so am Tag vorher entschieden worden, sondern es ist ja eine Strategie.
Wir haben vorhin die Bilder gesehen vom Training, diese erste Viertelstunde. Die Medien dürfen immer nur eine Viertelstunde beim Training dabei sein. Dann sind auch Kameras dabei. Und da fällt jetzt zum Beispiel auf, dass die Spiele, die am Anfang so gemacht werden, Die sind viel lustiger, als die früher war. Da kommen also ganz andere Bilder rüber, viel positivere Bilder.
Früher nur verglichen mit der Nagelsmann-Ära oder auch schon davor? Die ganze Zeit davor. Da wurde halt so ein dröges Aufwärmtraining gemacht. Die Athletiktrainer haben da ihr Aufwärmtraining gemacht mit den Spielern. Und jetzt sehen wir solche Bilder. Und wir sehen natürlich auch Jürgen Klopp nach dem Spiel immer ganz nah bei der Mannschaft.
Also das ist eine Emotionalisierung, die ihm unglaublich wichtig ist. Das war wahrscheinlich bei Klinsmann zumindest 2006 ja so ähnlich, dass er sozusagen das ganze Land mitnehmen will und das Sportliche, das beobachtet er natürlich auch, diese Sichtung, aber das geht Hand in Hand. Es ist natürlich schwierig, jetzt eine hypothetische Frage zu beantworten, aber Emotionen und alle so mitzunehmen ist schön und gut. Die Frage, die ich aber jetzt stellen möchte, was, wenn es schief geht?
Was, wenn es schief geht? Können wir dann erst mal antworten, wenn es dann soweit ist. Also ich glaube, es ist erst mal wichtig, diesen Grundstein näher zu legen, dass man wieder die Leute emotionalisiert und dass man irgendwie wieder auch gerne die Nationalmannschaft sich anschaut. Weil da ist sehr, sehr viel verloren gegangen in den letzten Jahren.
Ich glaube, es ist, er muss das so machen, Jürgen Klopp, dass er jetzt alle mitnimmt und die emotionalisiert. Wenn es schief geht, dann können wir dann drüber reden. Aber ich glaube, man sollte sich nie mit so hätte, wäre, wenn beschäftigen, sondern erst mal voll überzeugt sein von dem, was man vorhat.
Und da sehe ich gerade überhaupt nichts Schlimmes dran, dass Jürgen Klopp diesen Weg so geht. Weil mich, ehrlicherweise, nimmt es schon mit. Und ich habe auch Bock, wieder Nationalmannschaft zu schauen. Ich werde es mir heute Abend auch. Ich werde nach Hause fliegen und dann ganz schnell gucken, dass ich dieses Spiel schauen kann. Das hätte ich vielleicht vor zwei, drei Jahren nicht gemacht.
Damit hat er immerhin... Ein wenig erreicht. Die reelle Frage ist natürlich die eine Frage, Emotionen und Erfolg kommt vielleicht auch damit. Die andere Frage ist natürlich eine gewisse Frage bezüglich des Kaders. Und da stellt Ruth diese Frage in die Richtung zumindest. Die Frage bezüglich des Kaders hatte ich jetzt erst mal gar nicht vor, lieber Jochen, sondern ich wollte natürlich auch gerne einmal noch abdecken, was unsere Fans und Zuschauer zu Jürgen Klopp sagen.
Und das geht tatsächlich auch in die emotionale Richtung, weil sie sich im Moment immer noch sehr abgeholt fühlen. Wir hatten ja zwischenzeitlich mal die Sorge, dass der Hype schon wieder abklingt nach den ersten zwei Nations League-Spielen. Das ist nicht der Fall. Wenn ich da so im Netz mich ein bisschen umgucke, da gibt es ganz viele positive Bemerkungen rund um Jürgen Klopp.
Emotionalität wird da angesprochen. Ein respektvoller und humorvoller Trainer. Einer, der die jungen Spieler eben mitnimmt. Der auf Vereinsebene so viel gewonnen hat. Und jetzt holt er sich die internationalen Sahnetoppings. Und vor allem ist es so angenehm, einen zu haben, der hinter seinen Spielern steht.
Also ganz, ganz viel Lob und Wohlwollen. Viele Leute werden dann eben heute Abend wieder gucken, weil sie sagen, das will ich mir nicht nehmen lassen. Und vor allem so ein positives Gefühl rund um die Nationalmannschaft. Geht es dir auch so, dass Jürgen Klopp ein anderes Gefühl bei dir auslöst, wenn es in Richtung Nationalmannschaft geht?
Er gibt wieder ein ganz anderes Bild ab. Er nimmt die Fans wieder ganz anders mit. Allein eben, dass wir sich vor die Mannschaft stellt, finde ich schon richtig stark. Muss aber natürlich auch sagen, er und sein PR-Team haben, glaube ich, da sehr viel richtig gemacht und natürlich gut aufgepasst, wie es bei deinem Vorgänger zum Beispiel lief.
Sehr schön. Also findest du nicht, das ist zu viel, dass er quasi so auf die emotionale, auf den Knopf da jetzt drückt und sagt, da müssen wir jetzt alle um uns herum scharen, sondern du sagst, genau das ist eigentlich gerade der richtige Weg und sollte man auch nicht schlecht reden? Zum einen das, ja. Er sollte schon jetzt die Truppe mitnehmen, sowohl die Spieler als auch die Fans. Das macht er sehr, sehr gut.
Wenn man dann Pressekonferenzen sieht, wo er dann schon selber das Singen anfängt, wird es vielleicht langsam ein bisschen zu viel Klamauk. Das hatten wir auch als Experte bei der WM ein bisschen so. Aber dennoch, den Weg, den er geht, ist bis jetzt ein sehr, sehr guter. Sehr schön. Also danke auch für deine Meinung.
Wir wollen nicht nur in Lobhudelei ausbrechen, denn natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Eine kommt zum Beispiel vom ehemaligen DFB-Direktor Oliver Bierhoff, in immer noch glänzenden italienischen Serie A Torschützenkönig. Er hat auch eine klare Meinung und die ist nicht ganz ausschließlich positiv gegenüber Jürgen Klopp und der Nationalmannschaft.
Vielen, Dank. Das ist das, was ich schon gesagt habe, im Mundial. Für mich gibt es andere Teams, wie die Franche, Spanien, die Inghilterraie haben auch die großen Klasse, die auch die Unterschiede in ihren Club machen. Ich denke, die Deutschland fehlt in diesem Moment. Wir haben eine gute Qualität, die in der Bundesliga spielen, aber nicht diese Qualität individuelle, eccezionale, die wir im Jahrhundert hatten, mit großem Charakter und personalität.
Vor allem das Ende war sehr interessant, auch wenn er es auf Italienisch gesagt hat. Wir konnten ja mitlesen, also diese Kritik, die Oliver Bierhoff, der jahrelang mit dafür verantwortlich war, geübt hat am Kader. Hat er da recht für dich? Ja, er hat schon recht, finde ich. Also wir haben nicht die Qualität, ich beziehe das jetzt auf die Nationen wie Frankreich, Spanien oder auch England.
Nur du musst es dann immer irgendwie zusammenbauen, dass ein Team funktioniert. In den letzten Turnieren habe ich immer gesagt, die höchste Qualität von allen hat eigentlich England, auch mit dem größten Marktwert, über eine Milliarde. Also da baust du irgendetwas zusammen. Aber wenn die Mannschaft nicht funktioniert, dann kannst du die größte Qualität haben, dann wird es nicht erfolgreich sein.
Und ich glaube, hier ist auch die Herausforderung für Jürgen Klopp. Er weiß, dass er nicht die höchste Qualität hat, aber er hat schon herausragende Spieler. Und daraus musst du jetzt etwas bauen, dass die Mannschaft dann funktioniert. Ich glaube, das hat Deutschland auch immer stark gemacht und auch ausgemacht.
Wir hatten natürlich herausragende Spieler, aber wir haben immer als Team funktioniert. Und wenn wir das hinkriegen, dann gehen wir so langsam wieder in Richtung der Weltspitze. Aber da sind wir noch nicht. Es geht also um das Team, auch um diese Einheit, wie du es zu Beginn der Sendung gesagt hast, wenn die Qualität nicht ganz, ganz oben ist. Steckt das in der Mannschaft, was man jetzt bei der Weltmeisterschaft gesehen hat, Thema Mentalität?
Ja, auch Verteidigungshaltung und Körperlichkeit, also da sehe ich schon ein Problem in der Mannschaft. Ob man da wirklich auf das Top-Niveau kommt, da ist Deutschland im Moment noch nicht mit den Spielern, weil das wird immer wichtiger im Fußball, dass man halt richtig gegenhalten kann und was noch dazu kommt.
Ist, dass halt in der Offensive, auf der ganz wichtigen Position des Mittelstürmers, haben wir wirklich noch keinen wirklich gefunden, wo wir sagen können, der agiert auf absolutem Top-Niveau. Und das ist eine ganz wichtige Position. Da haben wir bei der WM 2014 Miroslav Klose noch gehabt. Da haben wir immer sehr gute Spieler gehabt. Und da haben wir im Moment halt wirklich keinen, der auf absolutem internationalen Top-Niveau spielt.
Ich glaube, mit Körperlichkeit meinst du die Spielweise, wie die Argentinier eigentlich Fußball spielen. Ja, sie haben Messi und sie haben einen überragenden Torwart. Aber alles drumherum ist ja jetzt nicht absolute Weltklasse. Aber sie stehen als Team unfassbar zusammen und sind unfassbar schwer zu bespielen.
Jetzt können wir über die Art und Weise vom Fußball, Art des Fußballs reden. Mag man das? Nicht wirklich, aber es war erfolgreich. Und genau so musst du als Team zusammenstehen. Dann kannst du auch relativ weit kommen. Ich halte aber dagegen, weil die Spanier jetzt nicht so sehr von der Körperlichkeit leben. Also die spielen ja einen ganz anderen Fußball als die Argentinier.
Aber die sind halt dann so gut in der Qualität im Fußballspielen, dass du sie nicht schwer schlagen kannst, sage ich es mal so. Also was wollen wir? Ich glaube, irgendwie so eine Mischung aus beiden, dieses Dreckige, aus Argentinien ein bisschen mitnehmen und uns irgendwie so ein bisschen auch an den Spanien orientieren. Wenn wir das zusammen irgendwie hinkriegen, dann glaube ich, sind wir auf einem ganz guten Weg.
Woran sollte man sich in deinen Augen orientieren? An welche anderen Nationalmannschaften oder an welchen Tugenden? Das war ja früher immer so ein Stichwort. Genau zu dem Punkt, den Stefan gerade angesprochen hat. Argentinien ist das beste Beispiel. Wir hatten übrigens immer Messi, aber sind einmal erst dann Weltmeister geworden, erfolgreich gewesen, weil die Mannschaft begriffen hat, was das heißt, einen Mann wie Messi zu haben.
Dann spielen von mir aus zehn, lassen wir einen Torwart außen vor, der auch Weltklasse war, für den einen Moment bzw. für den einen Spieler gegen den Ball. Und wissen, eine Sicherheit habe ich, indem ich Messi suche, Messi finde, dass wir erfolgreich sind. Das muss die Mannschaft begreifen. Und wir haben ein Problem, sehe ich zumindest von außen, innerhalb unserer Nationalmannschaft.
Wir sind nicht so schwach wie eine Jungen Schwachreden. Wir sind natürlich nur bis zum gewissen Punkt. Ein gewisses Mittelmaß, aber mit anderen Ansprüchen, das ist das Problem. Mit ganz anderen Ansprüchen. Wir sind immer noch imstande, jede einzelne Nationalmannschaft dieser Welt noch zu schlagen. Mal zu schlagen.
Aber wir sind im Augenblick nicht imstande, als Favorit irgendwo hinzufahren. Und das hat für mich einen Grund. Die U17, die U19, die U20, die U21 sind auf höchstem europäischen und auf Weltniveau. U17 ist Weltmeister geworden. Dann passiert aber irgendwo was. Und dann kommen wir in eine Situation, wir wollen was kupfern, abmachen, nachmachen.
Modelle aus Frankreich mitnehmen. Modelle der Art und Weise, wie man Fußball spielt, aus Spanien mitzunehmen. Das kann man vielleicht mal mit einfließen lassen. Keine Frage. Je größer das Spektrum, umso besser. Aber wir vergessen unsere eigene Mentalität, nennen wir das mal so, unsere eigene Qualität, die uns stark gemacht haben.
Nämlich als Mannschaft aufzutreten und jeder für sich seine Rolle im Sinne der Mannschaft auszufüllen. Bei uns werden irgendwelche Beobachtungsmögen ausgefüllt. Ja, dann kann ich sagen oder sage ich, ein Mann wie Messi würde in der Oberliga Westfalen spielen, weil der gegen Ball gar nicht stattfindet.
Das ist aber der falsche Ansatz. Wir müssen Spielbacher haben, die haben die Rückennummer 4 oder 5, also Innenverteidiger. Nee, die müssen Zweikämpfe gewinnen, die müssen dann begreifen, wie Rüdiger zum Beispiel, ein gutes Beispiel, der es in der Nationalmannschaft nicht begriffen hat, aber dann zu guten Zeiten, lassen wir die ganzen Sachen mal außen vor, die er bei Real Madrid gemacht hat, die haben ihn zum Weltklasseverteidiger gemacht.
Weil er sich auf seine Fähigkeiten beschränkt hat und dann groß angespielt hat oder wie auch immer, mit einfachem Fußball und nicht Spielmacher auf der Position des Innenverteidigers und vergesst dabei meine Aufgaben. Das ist, wenn man da wieder hinkommt. Die Qualität im Nachwuchsbereich haben wir mit Sicherheit, um daraus wieder eine erfolgreiche Mannschaft zu machen.
Und das ist eine Sache, wie baue ich das Ganze zusammen. Wir haben kein Modell, was du sagst. Da ist genau Jürgen Klopp der richtige Mann für. Ja, weil er genau hat. Genau, wir haben kein Modell. Die Engländer haben 2010, als sie gegen Deutschland in Blomfontein 4-1 verloren haben, haben die Engländer gesagt, das geht so alles nicht weiter, wir brauchen ein neues Modell, haben unglaublich in die Trainerausbildung investiert, haben St.
James Park ein Riesentrainingszentrum gebaut, haben sich super entwickelt. Die Spanier haben seit 20 Jahren das Modell, was Stefan eben beschrieben hat, dass wir nicht eins zu eins kopieren können. Aber wir haben in Deutschland in den letzten 20 Jahren kein neues Modell entwickelt, wie wir wirklich den deutschen Fußball entwickeln wollen.
Das haben wir zuletzt 2000 gemacht, als die Rumpelfüßler damals unterwegs waren und wir haben die Nachwuchsleistungszentren gebaut. Und jetzt fangen wir gerade wieder an mit einer U21-Liga, mit der Trainingsphilosophie Deutschland und mit einer neuen Nachwuchsstrategie, dass es keine Bundesliga mehr gibt.
Das ist aber alles erst vor zwei Jahren angefangen worden. Und das wird noch ein paar Jahre dauern. Das ist natürlich dann der Grund, dass wir irgendwann wieder erfolgreich sind. Das bestreite ich, weil ich nicht glaube, dass dieses System das Richtige ist. Wenn es ein System wäre, ich weiß es nicht, denn was da im Jugendsport, im Schulsport abläuft und sich weiter bis in die Nachwuchsleistungszentren zieht, hat mit Leistungsgesellschaft, also mit Leistungsfußball nichts zu tun.
Wenn ich eine Bundesjugendspiele mache und ihr habt eine Teilnahmebescheidigung, aber kriegt keine Ehrenurkunde mehr, dann weiß ich nicht, wofür ich was machen soll. Wenn ich so ein Modell entwickle, natürlich muss das 1 gegen 1, 2 gegen 2, 3 gegen 3 in kleinen Spielformen eine ganz, ganz wichtige Sache, um sich durchzusetzen. Das ist jetzt schön populistisch argumentiert.
Aber wenn ich in Jahrzehnten schon kein Neuner mehr schule, weil ich es verpöne, möglicherweise Abschlüsse nach Flanken, nach Hinterlaufen am Flügel oder Ähnliches zu bringen. Schüsse aus der zweiten Reihe zum Beispiel nicht mehr mit ins Programm nehme, und habe da eine Vakanz, aber spiele dann mit Möglichkeiten, die ich gar nicht habe, dann habe ich keinen Erfolg, das ist vollkommen klar.
Wir sind nicht die Spanier, wir haben andere Veranlagungen, aber wir haben seit 2014 keinen einzigen Neuner. Nehmen wir mal Füllkruch raus und nehmen wir Kleindienst raus, die auf dieser Position ausgebildet wurden, die leider kurzfristig nur auf internationalem Niveau war. Die Leute werden nicht mehr ausgebildet, die Spieler. Deswegen wird es ja jetzt neu gemacht. Ja, weil wir irgendwas kopieren wollen. Ja, aber dann müssen wir auch die Tore dabei nicht vergessen.
Wenn wir Leistungsprinzipien vergessen, dann nützen wir das nicht. Wenn ich irgendwelche Modelle runterbreche und runterspiele. Aber letztendlich muss ich auch wissen, was es heißt zu verlieren. Denn auch aus Niederlage haben wir jetzt genug gehabt. Kann man eine ganze Menge lernen. Aber wenn wir die Ergebnisse abschaffen und die Tore abschaffen, dann verlieren wir den Sinn. Aber das ist doch populistisch.
Ich bin voll bei dir. Aber wir müssen ja, wenn wir das letzte Turnier nehmen, und das ist noch gar nicht so lange her, und wir gehen zu dem Wort kopieren, ich glaube, wir müssen mal wieder verstehen, in der deutschen Nationalmannschaft, dass du etwas an den Tag legst, wie Cap Verde. Ein Land, was mich begeistert hat, weil sie alles investiert haben, nicht von der höchsten Qualität, ganz weit weg, aber sie haben alles gegeben, für das Land, für das Trikot, was sie tragen für die Farben.
Und das haben wir ja nicht gemacht. Wir haben ja gedacht, mit der Qualität, die wir haben, können wir sie entzaubern. Nein, das ist ja der erste Schritt, dass du das an den Tag legst. Und wenn du das nicht an den Tag legst, dann sind wir logischerweise Punkt 1 enttäuscht. Wir sind sauer und wir diskutieren. Wenn sie das aber schaffen, wieder an den Tag zu legen, darüber hinaus aufbauen, die Qualität, die sie haben, dann sind wir schon auf dem richtigen Weg.
Jetzt guckst du, oder? Ja. Stimmt, ich guck immer. Ich guck immer. Werbe tritt doch an bei der WM und alle haben gesagt, die gehen mit 0 zu 14 Toren nach Hause und schön, dass wir mal dabei waren. Nee, haben sie nicht. Wir haben übrigens Serbien 3-0 geschlagen. Ja, und im K.o.-Spiel übrigens gegen Argentinien. Es war so knapp.
Und haben sie in die Verlängerung gezwungen, weil sie es wollten, weil der Wille da war, dieses Spiel irgendwie zu gewinnen oder zumindest gut auszusehen. Das ist Fußball-ABC. Das musst du an den Tag legen und das hat gar nichts mit Training zu tun, zu verstehen, was muss ich investieren und wenn du läufst und kämpfst und die Zweikämpfe annimmst und wirklich richtig kaputt vom Platz gehst.
Dann wird dein Trainer dir auch sagen, ihr habt zumindest alles gekriegt. Das ist die Grundvoraussetzung im Fußball. Mich musst du nicht überzeugen, aber du hast mich überzeugt. Ja, ich kann auch weiterreden, aber wir müssen ja jetzt in die Pause. Ja, wir müssten theoretisch in die Pause, aber Lisa hat zweimal angesetzt und sich dann vornehm zurückgehalten.
Bist du noch was hinzufügen? Ja, ich wollte eigentlich sagen, braucht der moderne Fußball eigentlich noch diesen klaren Neuner? Man sieht es bei sehr vielen Mannschaften, dass sie ihn eben nicht mehr haben. Deswegen finde ich das irgendwie ein bisschen überspitzt in dem Fall. Spanien hat auch ohne klaren Neuner die WM gewonnen. Also es gibt diese Tendenzen, dass der moderne Fußball ihn nicht mehr unbedingt braucht.
Und es gibt die Tendenz bei Jürgen Klopp, dass er genau das auch spielen lässt mit diesem Pressing, aber auch mit einem guten Gegenpressing, dass man Ballgewinne hat, dass man wieder eine Grätsche sieht wie bei Gnabry. Also er verkörpert ja auch und hat diese DNA ja auch in seiner Spielidee, die genau das ja auch ein Stück weit die Nationalmannschaft dann wiederkriegen könnte. Aber Ujester Ball ist schon Neuner.
Bitte? Ujester Ball ist schon Neuner bei Spanien. Ja, aber ich finde nicht diesen Miroslav Klose-Typ, von dem wir gerade gesprochen haben. Ein anderer Typ aber auch ähnliches Anzahl von Toren. Da kann man ja vom Neuner sprechen. Aber ich kann auch den Neuner möglicherweise auch ein bisschen nach hinten fallen lassen, wenn ich zwei Außenstürmer habe, die diese Qualität haben. Das ist ja egal.
Aber braucht es den Typ Miroslav Klose denn unbedingt? Das ist halt die Frage. Je nachdem, was ich auf den Flügeln habe. Wenn ich auf dem Flügel nichts habe, brauche ich ja kein Klose. Brauche ich ja einen klassischen Neuner. Und die zweite Frage ist, welcher Gegner kommt? Ganz genau, wegen wen spiele ich? tiefer stehend oder hochstehend. Aber das ist jetzt zu hoch am Rand.
Ich verstehe dich ja heute. Wir verstehen das nicht. Wir machen alleine unter uns. Macht ihr beiden eine eigene Runde. Das ist entscheidend. Aber wenn wir von Neunern reden und von Flügel reden, wir sprechen gleich über zwei ehemalige Weltklasse-Flügelspieler. Der eine mit der Nummer 7, CR7, Cristiano Ronaldo. Ob der gerade sein Denkmal besudelt oder nicht.
Und der andere trägt die Nummer 22 aktuell noch bei Eintracht Frankfurt. Timmy Chandler. Also Chandler und Ronaldo und Eintracht Frankfurt gleich unsere Themen im Doppelpass. Zurück beim Fire Rocks Doppelpass im Hildner Münchner Flughafen. Hajo von Hadeln und Band sorgen wie immer für die Musik und wir sorgen für die Themen. Besprechen CR7 Cristiano Ronaldo, der über Jahre hin ein Denkmal aufgebaut hat in Portugal.
Und jetzt möglicherweise dabei ist, es zu besudeln. Das gleich Thema bei uns. Vorher sprechen wir über einen Mann, der ebenfalls über Jahre in Frankfurt ein Denkmal für sich aufgebaut hat, der aber nicht dabei ist, es zu besudeln. Nein, er untermauert momentan mit Worten gleich bei uns und mit Leistung auf dem Platz sowieso. Das ist Timothy Chandler.
Was für ein Typ, was für eine Karriere. Timothy Chandler hat in Frankfurt alles erlebt. Sowohl den DFB-Pokalsieg, als auch den Triumph in der Europa League. Vor allem aber erobert der geborene Entertainer die Herzen der Fans. Sie rufen ihn J-Lo, Ente oder einfach Timmy. Chandler ist Mr. Eintracht. Gebürtiger Frankfurter und seit dem 12. Lebensjahr Adlerträger, von einem zwischenzeitlichen Abstecher nach Nürnberg, mal abgesehen.
Momentan absolviert der ehemalige US-Nationalspieler seine 17. Bundesliga-Saison. Gleichauf mit einer anderen SGE-Legende, nämlich Makoto Haseben. Ist es wichtig für dich? Danke schön. Makoto, vielen Dank, dass wir bei dir kommen. Und er will es noch mal wissen. In der laufenden Spielzeit wurde Chandler schon zweimal eingewechselt.
Sein Förderer Adi Hütter, unter dem er einst sein stärkstes Bundesliga-Jahr spielte, gibt ihm mit 36 die Chance, wieder anzugreifen. Klingt nicht nach Karriereende. Deshalb fragen wir uns, bleibt der ewige Timmy etwa eine weitere Saison? Ich bin jetzt hier noch ein paar Jährchen älter als du, du verlängerst immer um ein Jahr. Wie weit geht's noch? Wie lang geht's noch?
Also, wenn's nach ihm gehen würde, müsste ich jetzt ja schon fast aufhören. Oder? Ist richtig? Ich muss mich da auch nochmal entschuldigen. Stefan hat mich zu Recht darauf hingewiesen, dass das respektlos war, deswegen würde ich mich jetzt hier gerne vor versammelter Mannschaft entschuldigen. Dankeschön. Danke.
Also es rechnen ja manche mit dem Karriereende kommenden Sommer. Kann man damit rechnen? Das werden wir sehen. Man weiß nicht, was noch passiert. Es ist noch ein bisschen zu spielen, es wird noch viel passieren. Aber wie gesagt, ich sage niemals nie. Oh, ich sage niemals nie. Was kostet es? 3 Euro. Achso, okay, gut.
Alles klar, dann wüsste ich das. Danke. Nein, aber wie gesagt, wir werden sehen, was passiert. Wir setzen uns im Januar, Februar wieder mit den Verantwortlichen zusammen, auch mit Ali zusammen und dann werden wir sprechen, wie die Zukunft aussieht. Was ist denn dein Sohn im Fall ausschlaggebend? Du hast es ja jetzt die vergangenen Jahre immer im Sommer um ein Jahr gemacht, immer nochmal verlängert.
Ist das das ausschlaggebende Gefühl, dass du sagst, in mir steckt noch was? Sagt der Verein, wir brauchen dich noch als Spieler, als Führungsspieler, als Typ? Oder sagt deine Frau, verbring doch noch mehr Zeit im Proficamp. Das auf jeden Fall auch, das ist der erste Punkt. Meine Frau sagt, bitte nicht zu viel zu Hause sein, du hast zu viel Energie.
Aber nein, es geht im ersten Fall darum, wie ich mich körperlich fühle. Das ist auch eine Absprache, wenn ich jedes Training machen kann, jedes Spiel da sein könnte, dann mache ich so lange natürlich weiter. Aber ich möchte natürlich die Mannschaft weitgehend unterstützen, möchte die Führungsspieler mit aufbauen, die jetzt dort als Führungsspieler gerade stehen.
Das ist für mich auch sehr, sehr wichtig und da muss ich natürlich auch die Beziehung von den Führungsspielern, die gerade da sind, auch zu den Fans, zum Verein, muss dem beibringen, was es natürlich auch bedeutet für Eintracht Frankfurt, da in die Führung zu gehen und auch Gespräche zu führen. Und das ist mir was Wichtiges und wie gesagt auch durch Adi natürlich jetzt nochmal mehr. Ich kenne ihn schon, deswegen arbeiten wir da auch ganz sehr gut und eng zusammen.
Und auch wenn ich aufhören sollte, versuche ich eine Position zu finden, dass ich trotzdem noch nah an der Mannschaft dran bin, dass ich da immer wieder mit den Jungs in Kontakt sein kann, mit Adi in Kontakt sein kann. Und ja, deswegen, ob mit Trikot oder ohne Trikot, ich bleibe Eintracht erhalten. Wir sprechen gleich noch über Hütter und auch über die Führungsspieler, da gibt es ja auch Diskussionen bei der Eintracht.
Im Amerikanischen oder Englischen sagt man gerne so Gluguy, der alles so zusammenhält. Wie wichtig ist so ein Typ, wie wichtig bist du in dieser Funktion für die Mannschaft? Und wenn ich es richtig gehört habe, ich möchte die Führungsspieler noch mehr entwickeln und noch mehr zu Führungsspielern machen. Wie wichtig ist das?
Die Wichtigkeit bestimme ich nicht. Ich mache das, was ich für richtig halte, denke ich, was es der Mannschaft geben kann. In allen Situationen, ob es auf dem Platz oder neben dem Platz ist, versuche ich einfach dort das bestmögliche Gefühl immer rauszuholen für die neuen Spieler, für die Mannschaft.
Aber natürlich auch jetzt einen Robbenkoch, der bei uns jetzt Kapitän ist, seit zwei Jahren auch natürlich weiterzugeben und zu sagen, wie die Kapitäne sich früher auch verhalten haben, was es da geht, auch Kapitän für Eintracht Frankfurt zu sein. Weil es ist eine große Aufgabe in so einem Traditionsverein, den dann auch als Führungsspieler und als Kapitän immer auf dem Platz zu begleiten.
Und das sind so meine Arbeiten, an denen ich jeden Tag teilnehme. Wie wichtig die sind, das kann ich leider nicht bestimmen, aber ich werde es weiterhin tun. Ich frage Stefan, wie wichtig sind solche Spieler, so Verbindungsspieler? Spieler, die integrieren, die mitwachsen, die Führungsspieler ausbilden?
Enorm wichtig. Ich meine, er hat ja die große Erfahrung auch. Er hat ja viele schöne Zeiten erlebt, er hat aber auch andere Zeiten erlebt. Das spricht für einen unglaublichen Erfahrungsschatz, den er dann weitergeben kann. Und du bist ja Frankfurter Jung, also durch und durch, das hat er ja eben gerade auch besagt. Und wenn du sowas hast im Verein, dann spricht dir überhaupt nichts dagegen, wenn die Karriere mal beendet ist, ihn dann auch einzubinden in dem Verein für weitere Aufgaben. Das ist enorm wichtig für eine Kabine auch.
Ich glaube, du bist auch so ein bisschen unterhaltsam unterwegs. Könnte man so sagen. Ja, aber auch das braucht man als Team. Der Job selber ist sowieso hart und Druck drauf und so weiter. Und wenn er diese Schiene mit reinbringt, dann ist das schon sehr, sehr wertvoll auf jeden Fall. Sehr sympathisch auch, muss ich mal dazu sagen.
Total sympathisch, empathisch. Ich mag dich. Danke schön. Danke schön. Danke schön. Ja, wirklich. So große Bruder-Vibes finde ich immer. Also ich finde, Timmy gibt so große Bruder-Vibes. Das sieht man auch über den Videos. Die ganzen jungen Spieler fragen auch immer, Timmy, was sagst du? Und wollen auch immer deine Meinung hören. Und ich würde dich auch als Integrationshelfer bezeichnen, weil du eben auch Neuzugänge in diese Mannschaft integrieren kannst, für die da bist und die dich auch cool finden. Also du sprichst auch noch deren Sprache, auch mit 36.
Du kannst auch die Sprache der 16-Jährigen. Und du bist auch noch, nochmal wichtig. Ihr seid jetzt gelobt ohne Ende. Du bist halt auch als Nachwuchsspieler wichtig, weil du bist ein Local Player und jeder Verein muss mindestens vier Spieler haben, die zwischen dem 13. Und 19. Lebensjahr im Verein waren, um sozusagen Nachwuchsspieler zu fördern.
Und deswegen ist Timothy Chandler noch immer ein Local Player bei Eintracht Frankfurt und sorgt dafür, dass Eintracht Frankfurt überhaupt die Lizenz für die Bundesliga erhält, weil man muss diese vier Leute aus dem eigenen Nachwuchs dabei haben. Das ist eine Förderung für die Zukunft und deswegen ein Spieler der Zukunft.
Also gut gemacht. Also nächsten Sommer zwei Jahresvertrag. Aber ich glaube, bei der Eintracht wird jetzt auch eine neue Strategie gefahren. Vielleicht kannst du das auch mal erklären. Ihr habt, glaube ich, jetzt einen 15-Jährigen dabei, der am 1. November mit 16 gegen den HSV, gegen den Verein seines Onkels, dann sogar zum 1.
Mal in der Bundesliga zum Einsatz kommen kann. Vielleicht kannst du über den auch mal was sagen. Das ist ja eine Riesensache, dass einer mit 15 schon so weit ist, Bundesliga zu spielen. Ja, Niko Licevic ist der Name und er muss sagen, ist ein herausragendes Talent, muss man wirklich sagen. Er hat auch nochmal einen Schritt gemacht, letztes Jahr schon ein paar Mal bei uns mittrainiert, damals noch ein bisschen angemerkt, aber jetzt ist er durchgehend bei uns gewesen vom Trainingslager. Und wie gesagt, der Junge macht es wirklich überragend, auch körperlich jetzt.
Und wird dann 16, ist dann spielberechtigt, muss man sehen, ob Aldi ihn dann einsetzt. Aber wie gesagt, verdient er lässt er auf jeden Fall, weil der Junge arbeitet in seinen 15 Jahren wirklich wahnsinnig, wahnsinnig viel. Ihn einsetzt oder was das Spezielle, du hast ja ein spezielles Verhältnis zu Adi Hütter, was ihn ausmacht, wie er Spieler einsetzt und wie er intern kommuniziert, ist natürlich eine ganz wichtige Frage und die erörtern wir nach Informationen von unserem Sportwettpartner.
Da sind wir zurück, sprechen über Eintracht Frankfurt, über Timmy Chandler, Adi Hütter. Wir haben es gerade gehört zu uns ein bisschen. Timmy ist der große Bruder für viele. Stefan hat ihm ein Kompliment gemacht. Du hast auch ein spezielles Verhältnis zu Adi Hütter. Was war dein erster Gedanke, als im Sommer klar war, oder wusstest es wahrscheinlich vor allen anderen, dass Adi Hütter wieder zurückkommt zu Eintracht Frankfurt? Dein erster Gedanke und was hast du dann gemacht?
Nach dem Jahr, was wir hinter uns hatten, dachte ich mir, überragend, Das ist genau der perfekte Mann jetzt für Eintracht Frankfurt, muss ich wirklich sagen. Und dann natürlich von seiner Art her, er weiß, was es bedeutet für Eintracht Frankfurt an der Seitenlinie zu stehen. Und er weiß, was die Stadt, die Fans und vor allem der Verein wieder braucht, um wieder in Spur zu kommen. Und da war ich mir ziemlich, ziemlich sicher.
Das habe ich auch zu den Jungs gesagt, dass die Gerüchte schon da waren. Da habe ich gesagt, Jungs, glaub mir, wenn er kommt, ist er ein guter Mann. Es bedeutet natürlich einerseits, dass vor ihm, also Riera und Topmöller, wir haben lange drüber geredet, vor allem über Albert Riera, der sehr kurz da war und sehr viele Schlagzeilen beherrscht hat.
Was hat unter diesen beiden Trainern, unter diesen Vorgängen gefehlt, was Adi Hütter bringt? Ich denke, eine klare Linie, denke ich. Ich sage, Dino war auch noch ein sehr junger Trainer. Ich glaube, es war seine erste richtige Station, sage ich so, in der Profimannschaft in der Bundesliga. Und deswegen hat ihm da ein bisschen noch was gefehlt. Die klare Linie, die klare Kante. Es sind eine Generation mit vielen jungen Spielern bei uns gewesen, aus vielen verschiedenen Ländern, die verschiedene Charaktere sind und da braucht man schon eine klare Linie und eine klare Struktur.
Und was uns ein bisschen gefehlt hat, natürlich, Albert war dann auch, natürlich, es ging ausschließlich meistens um ihn. Ich glaube, jeder hier hat immer freitags gewartet, bis eine Pressekonferenz kam und am Ende stand alles bei TikTok und Instagram voll und da ging es sehr, sehr wenig um die Mannschaft und das, was da gerade läuft.
Und Adi ist jemand, der wirklich wieder zurückgekommen ist, der einfachen Fußball wieder zurückbringt, der eine Hierarchie zurückbringt, der eine Linie zurückbringt, muss man sagen, aber auch die Führungsspieler und die erfahrenen Spieler vor allem dann trotzdem mitnimmt, aber dann auch in die Pflicht nimmt und das ist mal wieder wichtig. Das ist...
Also ganz kurz, weil das können wir uns nicht entgehen lassen, wenn Albert Riera, natürlich jede Pressekonferenz, du wärst wahrscheinlich nicht vom Balkon gesprungen für ihn. Was denken denn Spieler, wenn diese Pressekonferenzen so hohe Wellen schlagen und ein Trainer so auftritt? Das hat ja die Leistungen nicht positiv beeinflusst. Natürlich, für die Spieler ist es sehr, sehr lustig.
So oft wie die Spieler heutzutage am Handy swipen, sehen die die ganze Zeit ihren Trainer, denen sie dann natürlich zwei Tage später, drei Tage später wieder richtig ernst nehmen müssen. Es ist natürlich auch nicht immer so alles einfach. Und die Sprüche, die natürlich dann immer übersetzt wurden, wir springen vom Balkon, wir machen dies für den, wir machen das für das.
Es ist natürlich nicht einfach, sage ich mal so. Und deswegen glaube ich, hat es am Ende dann auch nicht so funktioniert, weil der komplette Fokus war quasi wirklich einfach nur auf ihn gerichtet und ging nicht sehr viel um den Fußball. Jan, du bist mit der Frankfurter Rundschau sehr nah dran, berichtest sehr viel über die Eintracht. Was ist Adi Hütter, wenn du ihn kennzeichnen würdest oder beschreiben würdest, für ein Typ?
Was für ein Faktor kann er für Eintracht Frankfurt sein? Ich muss jetzt sagen, dass bei uns der Ingo Durste wird, Jörn Paul Zinn, Christoph von Michel sind die Eintracht Reporter. Aber was die halt sagen, ist im Grunde das, was Timothy auch ungefähr beschreibt, dass er halt sehr straight ist. Früher ist er auch noch schneller mal emotional geworden, auch vielleicht ein bisschen cholerisch.
Das hat abgenommen. Der ist sehr klar in seinen Aussagen, auch übrigens gegenüber Markus Krösche dann mal, dass er sagt, pass auf, so möchte ich das jetzt. Zum Beispiel, ich möchte unbedingt einen neuen Torwart haben. Und natürlich auch zu den Spielern sehr deutlich, jeder Spieler weiß genau, woran er ist.
Es kann eine gewisse Lockerheit auch mal stattfinden, aber wenn dann Adi Hütter was sagt, dann stehen die Jungs doch stramm. Und das war in den Jahren oder in dem Jahr davor halt nicht mehr der Fall, das muss man klar sagen. Inwieweit, Lisa, du lachst, du bist ja auch öfter dort im Stadion und machst deine Interviews.
Inwieweit haben diese Jungs Autorität vermisst? Ich glaube schon sehr. Also bei Albert war es ein bisschen too much, ein bisschen zu viel. Aber wenn Timmy der große Bruder ist, dann ist Adi der Vater. So würde ich es jetzt einfach mal runterbrechen. Weil man merkt einfach diese Ruhe, die er auch dazu gewonnen hat, durch seine Station, auch die Erfahrung.
Und auch er bricht gar nicht erst in Panik aus. Da gab es dann ja in den ersten zwei Spielen, hat es geruckelt. Und er ist komplett ruhig geblieben und hat so ein bisschen auch ausgestrahlt, vertraut mir. Ich weiß schon, was ich da mache. Und er ist auch flexibel geworden. Er hat dann auch umgestellt von Viererkette auf Dreierkette.
Auch das zeichnet ihn auch ein Stück weit aus, dass er da nicht mehr so stur ist, sondern flexibel geworden ist und einfach so ein Stück weit diese Erfahrung an diese ganzen jungen Spieler, ihr habt mit den jüngsten Kader in dieser Saison, halt weitergibt. Dino Topmüller war halt Unerfahrener und war dann, du reißt es raus in deinen 36.
Aber ja, Dino war halt auch Unerfahrener und manchmal braucht eine Mannschaft auch einfach dieses Gefühl, da ist ein Trainer, der weiß, was er macht und dem vertrauen wir. Und ich glaube, das hat Eintracht Frankfurt nach diesem wirklich sehr turbulenten Jahr wirklich gebraucht. Ich erinnere mich. Ich erinnere mich an eine Aussage von Adi Hütter nach dem zweiten Saisonspiel Augsburg. Man hatte drei Tore gegen Union Berlin kassiert, man hat gegen Augsburg vier kassiert und er stand da und sagte sieben Gegentore, das geht nicht.
Das ist schon mal ein klares Signal, klare Kante, straight. Wie arbeitet er das kommunikativ in der Mannschaft auf? Genau so, das geht nicht. Und das wird auch in Videoanalyse ganz knallhart dort aufgezeigt und angesprochen. Und das Verteidigen von vorne anfängt bis nach hinten und das ist das, was wir wieder brauchen.
Aber klare Ansprachen, klare Sachen und das sind Sachen, an denen er jetzt arbeiten wird und auch das, dass wir jedes Mal aus der Halbzeit kommen und nach zehn Sekunden gefilmt und das Ei hinten bei uns drin liegt. Das sind Sachen, an denen wir jetzt arbeiten müssen, an denen er arbeiten möchte und er findet die richtigen Ansätze. Er packt die Mannschaft, er packt wieder das ganze Umfeld und ich glaube, das ist einfach wichtig, das, was wir jetzt brauchen.
Wir brauchen natürlich auch ein bisschen Zeit, muss man sagen. Wir hatten ein hartes Jahr. Wir brauchen jetzt ein bisschen Zeit, das alles wieder natürlich auch aufzusaugen und alles wieder mitzunehmen. Aber ich sage, wir sind da auf einem sehr, sehr guten Weg. Was triggert ihn denn am meisten? Was macht ihn fuchsig? Was macht ihn wild? Was ihn wild macht?
Ich glaube, das ist so, was Stefan vorhin gesagt hat. Laufen, kämpfen, grätschen, alles geben. Wenn das jemand nicht macht, das macht ihn fuchs Teufelswild. Was danach kommt für Qualität. Aber wenn jemand das nicht macht, dann wird er richtig stinkig. Und dann kommt doch mal der andere Akzent raus, der Österreichische, und dann geht's auch mal rund.
Wie viele Spieler sind denn aus der Zeit von Adi Hüther, Adi zum ersten Mal, weil der Eintracht war, wie viele sind da jetzt noch im Kader? Deine Person natürlich außen vor. Aha, da hat sich einiges geändert. Ich bin ja nur Außenstehender, ich weiß ja nicht, was intern bei der Eintracht so alles passiert.
Aber als Außenstehender auf die Eintracht zu blicken, heißt für mich auch, einen Verein nach außen hin zu beurteilen mit einer Fluktuation, die außergewöhnlich ist. Grundsätzlich, ob es bei Topmöller angefangen hat oder schon bei Adolf Hütter, weiß ich nicht. Aber grundsätzlich werden immer die erfolgreichsten, besten, teuersten Spieler verkauft, günstig eingekauft, dann verkauft.
Und ob da adäquate Ersatz zukommt, ist die große Frage. Ich habe das Gefühl, noch mal, aus Außen steht da kein Ohr dazu, aber dass in erster Linie nicht der zu unerfahrene Trainer Dino Topmüller oder der spanische Zauberer derjenige war, welcher, sondern in der jeweiligen Situation ein Trainer da war.
Immer neue Bedingungen vorgefunden hat. Gleiche Ansprüche, erfolgreich zu sein, aber neue Bedingungen. Für mich persönlich ging es los mit der Abgabe, Verkauf oder was auch immer von Trapp. Damit hat die Eintracht ein wesentliches Gesicht verloren und ist ersetzt worden durch Diskussionspunkte. Der Torwart wird die Nummer eins, der wird jetzt schon Nummer eins, da holen wir den nächsten von Werder Bremen und so weiter. Da habe ich keine Linie gesehen.
Nochmal, als Außenstehender. Das muss ja Wirkung haben auf die gesamte Mannschaft, die auch immer wieder neu erwächst, aber dann plötzlich wieder ausgetauscht wird. Ich sehe das Problem bei der Eintracht nicht unbedingt an den einzelnen Trainern. Losgelöst davon, dass eine Wertschätzung von mir und Adi Hüther da ist.
Sondern aufgrund der Tatsache, dass Eintracht Frankfurt sehr, sehr viel Wert legte und immer noch legt, das weiß ich nicht, auf Transferüberschüsse. Ein Ausbildungsverein ist, die finanziell jetzt sehr, sehr gut klarkommen, aber in Ansprüchen dann nicht mehr genügen. Egal, wie der Trainer heißt. Ja, aber ehrlich gesagt, Transferüberschüsse muss bis auf Bayern München jeder Verein generieren inzwischen, sonst funktionieren die Klubs alle nicht mehr.
Und bei Eintracht Frankfurt, die haben halt so ein echtes Wachstumsmonster erschaffen. Die sind inzwischen bei 400 Millionen Euro Umsatz. Die sind auch in der Champions League dabei gewesen. Ich finde jetzt sozusagen dein Ansatz jetzt ein bisschen zu kritisch, weil man ja auch bedenken muss, wie sich der Verein von 2016 Relegation bis 2026 regelmäßig Europa League, Champions League entwickelt hat.
Okay, und was ist denn besser geworden durch den steten Wechsel bei den Trainern? Was ist nach Dino Topmüller besser geworden? Wie bitte? Was ist durch Dino Topmüller oder nach Dino Topmüller bei den nächsten Trainern? Dino Topmüller hat die Mannschaft zum Beispiel in die Champions League geführt. Was ist da besser geworden? Der hat die zum Beispiel in die Champions League geführt. Ja, Bravo, und was ist dann da besser geworden?
Wenn man einen neuen Trainer verpflichtet hat man entlassen oder beurlaubt, dann hat man einen neuen Trainer geholt. Das kennst du ja selber, wie sowas passiert. Ich durfte leider nicht. Bei mir hat es nur für den UEFA-Pokal gereicht mit Bochum. Ja, war super damals mit Bochum. Aber nicht Champions League.
Ja, bloß bei der Eintracht ist es auf viel breiterer Basis. Die haben ja nicht ein Jahr UEFA-Cup erreicht. Die spielen ja jetzt seit zehn Jahren regelmäßig europäisch. Ihr wisst schon, dass das live ist. Aber das ist ja los, ich habe die Fragen von mir. Ja, aber meine Frage, man darf sich auch mal streiten. Das ist das Hauptthema. Meine Frage war nur nur die, was ist nach dem Weggang von Popmüller, der Beurlaubung, besser geworden bei der Eintracht? Das war meine Frage.
Hat nichts damit zu tun, was wer wo erreicht oder nicht erreicht hat. Was ist besser geworden? Ja, erstmal die Triff ins Klo, das stimmt, mit dem Trainer. Also sollte man da diejenigen, die diese Entscheidung getroffen haben, ein bisschen überdenken und überprüfen. Ich glaube, die Wahrheit liegt auch irgendwo in der Mitte. Also ich gebe dir recht, ich glaube, Kröche hat irgendwie... Dafür zahlst du.
Ja, das ist doch. Ich will schon recht. Ich gehe auf. Ich gehe nur recht. Drei. Du hast schon recht, also ich glaube, seit Kröche da ist, gibt es über 200 Transferbewegungen. Das ist extrem viel und das ist auch seine DNA, sein Stil. Er ändert den ja auch ein bisschen. Du hast es eben schon angerissen, gehen wir vielleicht gleich nochmal kurz drauf ein.
Und dann ist es natürlich schwer, so eine Achse auch zu bilden. Und das ist, glaube ich, auch mit das Hauptproblem bei Eintracht Frankfurt. Dass sich halt nie eine richtige Achse bilden kann. Und deswegen ist Timmy natürlich auch wichtig, dass er da irgendwie diese Achse auch ein Stück weit führen kann und bilden kann.
Weil, da gebe ich dir recht, das fehlt bei Eintracht Frankfurt. Und das ist auch, Stand jetzt, immer noch ein Problem. Da müssen jetzt die Neuzugänge auch ein Stück weit reinwachsen. Aber da kann sich natürlich kein Gerüst wie zum Beispiel bei Freiburg bilden, die über Jahre zusammenspielen oder auch bei Stuttgart, die die Mannschaft zusammenhalten.
Und mit diesem Problem handelt natürlich jetzt auch Adi Hütter und muss damit umgehen. Ich möchte nicht recht haben. Ich freue mich über jede Bestätigung. Danke. Aber natürlich sind es alles Elemente, mit denen die verschiedenen Trainer dann zu arbeiten haben, mit eben neuem Personal. Das ist dann auch eine Strategie, die vorgegeben wurde, die vielleicht vorgegeben werden musste, um das Schiff finanziell am Schwimmen zu halten.
Aber die Auswirkung ist unter anderem sportlich auf dem Platz zu sehen, unterstrichen von Ruth. Ja, lasst uns doch mal aufs Sportliche schauen, würde ich sagen. Wie ist denn der Saisonstart so gelungen? Und da muss man konstatieren, durch Wachsen eher ein bisschen enttäuschend. Fünf Punkte aus vier Spielen.
Es sind vor allem wieder die Gegentore, also offensiv läuft das alles eigentlich sehr, sehr gut. Aber die Gegentore und das hier mit den verspielten Führungen, da müssen wir natürlich drauf blicken. Also sieben Punkte schon verschenkt gegen Union, schon 3 zu 1 geführt, dann noch unentschieden gespielt, Augsburg geführt und dann 4 zu 1 verloren.
Also das ist natürlich schon bitter. Und wenn man vor allem auch auf diese zwei unterschiedlichen Halbzeiten blickt. Also sehen wir mal, nur die erste Halbzeit wäre man auf Tabellenplatz 1, die zweite Halbzeit auf Tabellenplatz 17. Timi, da müssen wir gleich ansprechen, woran das liegen kann, warum ihr da nicht irgendwie mit Rückschlägen auch besser umgehen könnt, das aufzufangen.
Also es gibt schon tatsächlich so diese paar Punkte, wo man irgendwie sieht, da muss noch eine Balance gefunden werden. Die ist am Anfang der Saison noch nicht ganz so zu erkennen. Wollen wir mal über die Halbzeiten sprechen? Warum ist die zweite Halbzeit dann oftmals so ein Griff ins Klo? Das ist eine gute Frage.
Wenn ich das Problem so einfach lösen könnte, dann würde ich es natürlich sofort machen. Aber das ist echt leider sehr, sehr schwer zu erklären von den Jungs. Normalerweise gehen die Auswegsspiele mal in der Halbzeit raus und ich muss einfach mal drinnen bleiben, weil ich mal sehen musste, was passiert oder was los ist.
Aber es ist wirklich, wir sind trotzdem top motiviert, die Jungs gehen raus, die wollen dann Gas geben. Und dann klingelt es zweimal gegen Augsburg unter 46 und 47. Das ist momentan unerklärlich, habe ich es gesagt, aber das sind Dinge, an denen wir natürlich arbeiten müssen, an denen die Mannschaft auch wachsen muss und vor allem auch jüngere Spieler. Und bitte?
Ich wollte dich aussehen lassen, aber du wurdest eingewechselt, richtig? Bitte? Wurdest du eingewechselt zweimal? In der zweiten Halbzeit? Du hast genau gesprochen. Das ist ja nicht Wahnsinn. Wir haben es versucht zu konstruieren, aber wir sind der Meinung, an dir lag es nicht. Aber ich mag dich. Aber wenn du sagst, es ist schwierig, das zu fassen und zu erklären, wenn man nicht weiß, woran es liegt, kann man es ja auch nicht abstellen.
Wie macht man das? Wie geht ihr das an? Das ist richtig, das ist einfach immer wieder, natürlich immer wieder versuchen zu motivieren, anders in die zweite Halbzeit zu gehen und natürlich jetzt einfach vielleicht mal zu sagen, in der zweiten Halbzeit stehen wir halt die ersten zehn Minuten mal ein bisschen tiefer und klopfen auch mal die Bälle einfach mal kurz hinten raus, damit wir diese Phase einfach mal überstehen oder was ist.
Aber das sind Sachen, an denen wir jetzt arbeiten müssen und wie gesagt, ich denke, dass Adidas auch in der Länderspielpause und jetzt auch danach auf jeden Fall was finden wird und Ideen entwickeln wird, dass wir das anders da handeln. Ist es was Körperliches? Du gehst in die 17. Saison, du weißt, wie fit eine Mannschaft sein muss.
Der erste und der logischste Gedanke wäre ja, die brechen ein, die können nicht mehr. Ist der Fußball zu intensiv? Kostet er zu viel Kraft? Seid ihr nicht so fit? Oder ist das überhaupt gar kein Thema? Also das dürfte, für mich ist es überhaupt gar kein Thema, weil wir spielen nicht international. Wir haben ein Spiel in der Woche, auf das wir uns vorbereiten müssen, das ist am Wochenende Vollgas und 90 Minuten zu geben. Und dazu ist jeder Spieler bei uns in der Lage und sollte auch in der Lage sein. Und deswegen das darauf zu schieben, ist für mich zu einfach.
Wie gesagt, das sind andere Themen, die wir da ansprechen müssen. Das ist natürlich auch vielleicht im Kopf noch. Von letzter Saison haben wir auch viele Gegentore kassiert. Und wenn wir dann eins kriegen, dann kriegen wir das zweite, das dritte, das vierte. Das kam ein bisschen so natürlich auch wieder rüber oder kam viel darüber gesprochen.
Aber das sind Dinge, die wir einfach natürlich aufarbeiten müssen, wo die Jungs sich zu wehr setzen müssen und dass wir da Lösungen finden. Aber Peter, da sind wir ja dann fast schon bei einer Parallele zum DFB. Junge Mannschaft, willige Mannschaft, viel Ballbesitz, aber bei einem Dämpfer, bei einem Rückschlag, bei einem Gegentor.
Bricht man ein und steht nicht mehr auf. Wie kann man das als Trainer abstellen? Indem man mehr Qualität hat, war gut. Das kostet wieder viel Geld, das bestimmt der Kaderplaner oder der Sportdirektor. Ich habe Ähnliches erlebt beim 1. FC Köln, ganz kurz. Wir kriegten also zehnmal hintereinander, direkt nach der Halbzeitpause, kriegten wir direkt danach einen Treffer. Da überlegt man sich das.
Es geht alle Werte durch. Mit dem müde Werten ist totaler Blödsinn. Ich komme gerade wieder aus der Halbzeit raus. Kann höchstens sein, dass ich noch nicht ganz wach bin. Da ist in der Kabine zu viel los gewesen. Dann dachte ich als allgemeine Lösung, einfache Idee zu haben. Ich bin, glaube ich, der Einzige in der Bundesliga, der das gemacht hat.
Ich habe die Mannschaft in einem Spiel gegen Borussia Dortmund nicht in die Halbzeit rausgelassen. Also sie sind auf dem Platz geblieben. Die Dortmunder sind reingegangen, waren 35 Grad im Schatten, wunderbar. Ich sehe einige Dortmunder, das können sich mit Sicherheit noch mal erinnern, wir führten, was auch noch mal war, 1 zu 0.
Und es hat Wirkung gehabt, war großartig. Die Mannschaft ist draußen geblieben, hat Getränke bekommen, hat sich ein bisschen bewegt, dann kamen die Dortmunder, haben natürlich sich erschrocken, dass die Kölner nicht mal eine Halbzeit brauchten. Wir haben das Gegentor dann letztendlich zum 1-1 an der 78. gekriegt.
Also ganz klar, dann waren wir da. Man kann da machen, was man will. Déjà-vu habe ich schon mal erlebt und so weiter. und die alles vor irgendeinem Versagen gerade nach Wiederanfang. Die passiert dann, wenn es vorher schon mal geschehen ist. Ich meine, es ist bei Eintracht Frankfurt ja auch jetzt zweimal passiert oder zweieinhalb Mal.
Das ist ja noch keine Sache. Also zehnmal ist dann schon was anderes. Es war unter Dino Topmöller ja nicht anders. Also in der Saison mit Dino seid ihr ja auch ständig eingebrochen. Und das war ja auch mit ein Grund, warum er am Ende gehen musste, weil eben am Ende diese Konzentration, diese individuellen Fehler vor allen Dingen dann immer passiert sind. Also das ist ja auch ein Stück weit, das ist, was jetzt auch zu sehen war. Individuelle Fehler, Konzentration war nicht da.
Und das hat Dino ein Stück weit ja auch den Job gekostet. Also die Probleme, die gibt es schon länger. Über einbrechen heißt ja nichts, direkt nach der Hauptstadt die Tore kassieren. Da bin ich ja nicht wach. Ja, aber diese Gegenwehr, also die Resilienz. Einbrechen heißt irgendwo, nicht vom Psychischen her, sondern möglicherweise durch eine Überlastung, hört man ja heute viel von, dass ich dann am Ende einen Spielfehler mache und dann eben einbreche. Das sind unterschiedliche Komponenten, die man nur berücksichtigen muss.
Wir haben ein Element noch, das wir vorhin kurz angerissen haben, das vielleicht da mit rein spielt, Führungsspieler. Wer schreit, wenn es brennt bei euch? Wer ist der Führungsspieler oder wer sind die Führungsspieler, die dann das Heft in die Hand nehmen und sagen, Freunde, so nicht? Natürlich gehöre ich dann dazu, der das nimmt. Natürlich müssen wir dann Robin natürlich in die Pflicht nehmen, Mario mit in die Pflicht nehmen und natürlich jetzt auch Johnny mit in die Pflicht nehmen. Das sind auch alles Nationalspieler.
Genau, Johnny Burkhardt mit in die Pflicht nehmen. Und natürlich jetzt auch Arthur, der Torwart, das sind auch alles erfahrene Spieler. Und die werden dann natürlich jetzt auch in die Pflicht genommen. Natürlich auch von Ali, der viel mit uns spricht, viel mit uns arbeitet. Wir müssen jetzt auch was zurückgeben und sagen, wir gehen jetzt auch als Führungsspieler voran. Der Trainer vertraut uns auch in gewissen Situationen.
Das ist dann so. In deiner Aufzählung fehlte ein Spieler, Kapitän Robin Koch. Wie nimmst du seine Rolle wahr? Die wird ja sehr kritisch gesehen. Also für mich ist er nicht dieser klassische Kapitän, also dieser Lautsprecher, den man sich sozusagen als Kapitän vorstellt. Ich glaube, dass Adi Hütter auch ganz klar nochmal vor der Saison gesagt hat, ich erwarte da jetzt auch von Robin mehr und er muss lauter sein.
Er muss vor allen Dingen sozusagen hörbar auf dem Platz sein, weil er schon jemand ist, der vielleicht nicht dieser Lautsprecher ist, der ein Führungsspieler ist, weil er auch vorangeht mit Leistung, aber eben nicht dieser Lautsprecher. Und ich glaube, das hat sich auch ein Stück weit schon geändert.
Man merkt schon auch in den Kreisen, dass er da immer wieder die Ansprache ja auch hält als Kapitän. Aber er muss da, glaube ich, auch noch reinwachsen. Also für mich ist er eben nicht dieser Eintracht Frankfurt Kapitän, den man vielleicht aus den letzten Jahren Rode Hasebe so kennt. Aber was meinst du mit Lautsprecher?
Er ist nicht jemand, der dirigiert sozusagen, also von dem die Ansagen vielleicht auch kommen oder der diese Mannschaft zusammen mit Auf dem Platz. Vor dem Spiel, in der Halbzeit. Aber das kann Timmy vielleicht auch widerlegen. Zumindest war es das, was Adi vor der Saison gesagt hat, dass er da ein bisschen mehr erwartet.
Waren die Kapitäne, die Lisa angesprochen hat, hier Rode und Hasebe, waren die so laut oder so viel lauter, als Robin Koch es aktuell ist? Ich glaube, Makoto kennt jeder, war nicht sehr laut. Seppel natürlich war auch ein Typ, der ist im Spiel da auch noch mal vorangegangen. Das war ein Spieler dafür, der auch so Fußball gespielt hat, wie, sag ich mal, ein richtiger Führungsspieler, wie einer da vorgeht.
Aber Seppler hat auch viel geredet. Und ich sage, Robin ist auch noch ein junger Spieler. Der kam natürlich auch von Freiburg, Leeds, ist dann nach Frankfurt gekommen, ist nach einem Jahr Kapitän geworden, muss da reinwachsen. Aber ich sage, er hat jetzt einen Trainer, der ihn dabei auch unterstützt.
Das war jetzt im letzten Jahr auch nicht so der Fall, dass ihm viel dabei geholfen wurde, dass ihm auch dieser Zuspruch ist. Und Adi gibt ihm diesen Zuspruch, sagt aber auch nach außen hin, was er von ihm verlangt und was er von ihm möchte. Und das versucht Robin jetzt natürlich viel, viel besser umzusetzen.
Macht auch viel, viel besser, muss ich sagen, als auf dem Feld im Training. Ich versuche es in der Kabine auch jetzt alles in die Hand zu nehmen. Und er wird daran wachsen natürlich und sich der Aufgabe stellen, so wie ich ihn kenne. Und dann wird er auch Erfolg mit haben. Ein Spieler, den du ebenfalls genannt hast, der zu den Führungsspielern, Zählt, obwohl er erst sehr, sehr kurz da ist, ist Atubolu, eure neue Nummer 1.
Ganz genau. Und da sind wir doch bei unserem Torhüter-Ranking, weiße Weste. Da konnte er sich noch nicht eintragen, weil die Eintracht hat noch kein zu Null-Spiel in dieser Saison. Aber wir sehen einmal das Ranking, wer da vorne liegt, Gregor Kobel, Manuel Neuer, Mio Backhaus. Aber so viele Spiele hatten wir ja aktuell noch nicht. Im September gab es 11 zu Null-Spiele, also 550 Euro von schöner Wohnen, Polarweiß ins Frasenschwein.
Noah Atubolo hat zwar noch kein zu Null-Spiel, aber er hat schon einen Rekord aufgestellt, gegen Mainz nämlich den 6. Elfer in Folge gehalten, also bockstark auf der Linie und einer, das hat Timmy gerade schon gesagt, der definitiv Führungsspieler werden kann oder schon wird. Also eine Konstante im Tor, nachdem ja gerade Peter schon gesagt hat, nach dem Weggang von Trapp ist es eigentlich im Tor so ein bisschen unsicherer geworden.
Was glaubst du Timmy, wie seid ihr jetzt aufgestellt im Tor? Jetzt sind wir im Tor sehr gut aufgestellt, muss man sagen. Mit Noah haben wir einen erfahrenen Bundesliga-Spieler, einen erfahrenen Bundesliga-Torwart jetzt geholt, der da hinten natürlich auch was darstellt, sag ich, da hinten drin steht.
Und ich denke, jetzt kann auch Kauer sich dahinter ganz in Ruhe aufbauen, auch als zweiter Torwart. Und muss man sagen, war die richtige Entscheidung. Adi wollte es von Anfang an so haben, wollte eine klare neue Nummer eins haben, die hat er bekommen. Und ich glaube, es war auch ganz, ganz wichtig für uns und die Mannschaft.
Und damit schauen wir gleich auf CR7. Er war einst mit Messi der beste Fußballer der Welt. Die Frage ist, wo steht er jetzt? Was macht er jetzt und wie sieht es mit seinem Vermächtnis aus? Denn da wird gerade diskutiert. Unser Talk hier am Sonntag ganz besonders, sondern auch das, was am Nachmittag kommt. Unter anderem Frauenfußball. Christina Rann ist schon vor Ort und das nicht alleine. Nein, sie ist es mit einem besonderen Gast.
Hier scheint die Sonne im AOK-Stadion und Rudolfo Esteban Cardoso strahlt ja sowieso immer. Vor allen Dingen als HSV-Trainer nach einem 5-1-Sieg gegen Nürnberg und heute gegen die Vizemeisterin aus Wolfsburg. Ich weiß, du hast eine ganz gute Offensive. Worauf kommt es heute an für euer Team? Ja, wir haben heute eine ganz schwere Aufgabe hier. Bolz wurde schon bekannt, das ist so eine Tradition, manche in der ersten Liga und spiele schon international.
Aber durch die Ergebnisse von den letzten zwei Spielen im Pokal und davor gegen Jumper sind wir hier mutiger und wie gesagt, unsere Sturm im Moment trifft, Niki trifft und das ist schon ganz wichtig für uns. Also es ist nicht nur Niki, wir haben auch Schnelligkeit und guten Fußball, so wie Camilla Wir sind heute ganz gut drauf und das Wetter, die Rasse, das macht nur Lust im Fußballspiel.
Absolut, unbedingt dranbleiben nach dem Doppelpass. Wir freuen uns auf das Spiel hier heute. Wolfsburg gegen den HSV. Genau so geht es weiter. Dazu darf ich noch den Hinweis machen auf Grand Prix of Darts ab 19.30 Uhr. Besonderer Sonntag heute bei uns auf Sport 1. Wir schauen jetzt auf den Mann, der vielleicht eins der beste Fußballer der Welt war und für sich selbst vielleicht noch ist.
War es das für CR7 im Nationalteam? Cristiano Ronaldo flüchtet wutentbrannt per Privatchat, weil sich Trainer Jesus eine Majestätsbeleidigung erlaubt hat. Wenn man sich 20 oder 30 Minuten aufwärmt und dann nicht eingewechselt wird, wäre wohl jeder Spieler unglücklich. Jesus fordert Portugals Fußballgott zum Machtkampf. Der fünfmalige Weltfußballer ist nur noch einer unter vielen.
Selbst wenn es Pelé oder Maradona gewesen wären, jeder ist gleich und ich als Trainer habe entschieden, dass er nicht eingewechselt wird. CR7 kommt mit seiner Ego-Show nicht mehr durch. Der Berti Vogts-Slogan, der Star ist die Mannschaft, ist nur noch ein Wink aus grauer Vorzeit. Denn bei Ronaldo heißt es seit jeher, der Star steht über der Mannschaft.
Jahrelang unantastbar im Fußball-Olymp, einzig flankiert von Lionel Messi. Bei so viel Höhenluft verliert man leicht mal die Bodenhaftung und das Gespür für die eigene Fehlbarkeit. Ronaldo hat den Absprung verpasst. Mit 41 nur noch Kickerkönig von Saudi-Arabien und bei sechs WM-Teilnahmen in der K.O.-Phase kein Faktor.
Eine Realität, die der Superstar nicht anerkennen will. Stattdessen flüchtet er wie ein beleidigtes Kind. Die Welt soll wissen, CR7 ist gekränkt. Vorbildfunktion, egal, die Ich-AG steht über allem, wie bei so vielen mächtigen Männern des Planeten. Kommende Woche soll auf Anordnung des Parlaments ein klärendes Gespräch zwischen Ronaldo und Jesus stattfinden.
Einstweilen verkündet der Gekränkte auf Instagram, dass er zu gegebener Zeit die Gründe für seinen Abschied darlegen wird. Stand jetzt ist das Denkmal besudelt. Ein Rücktritt wäre konsequent, aber... Eine Entschuldigung würde menschliche Größe zeigen. Stefan, wie siehst du es? Sollte er sich entschuldigen? Bitte noch mal.
Sollte er sich entschuldigen? Ja, er hat ja das Sportliche zu verantworten. Und das ist seine Entscheidung. Natürlich, weil er es Ronaldo ist, wird darüber jetzt ganz viel diskutiert. Aber die Wahrheit ist ja auch, wenn wir die WM gesehen haben und auch die Spiele von Portugal, er ist ja nicht mehr der Cristiano Ronaldo, der er immer war.
Er war absolute Weltklasse auf der Position, wo er groß geworden ist, Er ist auf dem Flügel, mit dem Tempo, mit seiner Physis und bei der WM hat er im Zentrum gespielt, weil er eben dieses Tempo eben nicht mehr hat und, daran kann man das dann auch festmachen, das Ausscheiden von Portugal. Für einen Spieler ist es immer schwer zu verstehen und auch damit umzugehen.
Ich glaube sehr wohl, dass er ein ganz großes Ego hat, aber wenn ein Trainer sowas entscheidet, auch in dieser Personalie muss man und hat man das zu akzeptieren. Peter, wie siehst du es? Schadet Ronaldo sich selbst oder schadet der Trainer Ronaldo sich? Ich sehe, das ist klein wenig auf gleicher Ebene wie Stefan, aber ein bisschen differenzierter. Ich habe den Vorteil, als Zweiter zu sprechen.
Ronaldo war für mich einer der besten Offensivspieler aller Zeiten. Offensivspieler, nicht einer der besten Fußballer. Es gibt andere Positionen, aber lassen wir es mal außen vor. Er hat seine Leistung gebracht, zweifelsfrei, über jeden Zweifel erhaben. Er hat dann, das ist richtig, sehe ich genauso, bei der WM gezeigt, dass er auf diesem Niveau nicht mehr spielen kann. ist ja nicht umsonst, irgendwann für ein gewisses Entgeltjahr, von daher nicht vergeblich, nach Saudi-Arabien gegangen.
Wenn ich allerdings einen Spieler mit dieser Vergangenheit, mit dieser Wertigkeit auch für meine eigene Nationalmannschaft habe und ihn einlade, zur Nationalmannschaft zu kommen, dann spreche ich mit ihm vorher ab, dass das und das Prozedere eintreten kann, ja oder nein. Aber lasse ihn nicht nach einer Einladung 30 Minuten warmlaufen und bringe ihn dann nicht. Das ist für mich persönlich respektlos der Person gegenüber.
Ich weiß, dass er nicht gut rüberkommt, war gegen die vielverdienenden, überragenden Superstars. Von daher jeden Bericht von Sport1 liebe ich, finde ich großartig. Das finde ich schon ein bisschen sehr subjektiv, was daraus gekommen ist. Das war mit einem gewissen Tenor, den man klatschenderweise immer wieder aufnimmt, klar. Aber das hat ein Mann wie Ronaldo nicht verdient.
Er soll zurücktreten, richtig, weil er die Leistung nicht mehr bringt. Die Erkenntnis müsste er haben. Wenn er sie nicht hat, darf der Trainer ihn aber nicht so vorführen, indem er sie warmlaufen lässt und dann nachher doch nicht bringt. Ich finde auch die Zuspitzung auf Ich AG, finde ich jetzt insgesamt, wenn man seine Karriere anguckt, eigentlich nicht angemessen.
Er hat sich wirklich für Portugal alles gegeben. Wenn ich jetzt zum Beispiel mich erinnere an das EM-Finale 2016, da war er nach 20 Minuten verletzt und hat dann das ganze Spiel mit dem Cheftrainer gemeinsam gecoacht, obwohl er ja wusste, dass er nicht mehr die zentrale Figur dieses Spiels sein wird.
Da war er überhaupt nicht, ich AG. Also ich finde jetzt so diese Zuspitzung dann auch noch auf Infantino und Trump finde ich jetzt einen interessanten Meinungsbeitrag, aber zu sehr zugespitzt. Punkt. Genau. Wir schalten gleich noch nach Griechenland. Unser Chefreporter Stefan Kumberger steht da schon in den Staatlichen.
Und wir sprechen mit ihm nach einem einzigen Spot. Und damit sind wir zurück bei uns und spielen den Ball direkt runter in den Süden Europas nach Griechenland. So Stefan Kumberger, passend griechisch. Mach das Orakel. Was sollte heute Abend passieren? Was wird passieren in deinen Augen gegen Griechenland?
Also in erster Linie muss es eine gute Leistung der deutschen Mannschaft werden und in zweiter Linie sollte es dann doch ein Sieg werden, denn wenn man dann alle vier Spiele zusammenzählt und man würde hier tatsächlich verlieren, dann wären es dann aus vier Spielen eben nur vier Punkte und das ist meines Erachtens ein bisschen zu wenig um die Euphorie, die wir ja alle wollen, die vor allem der Bundestrainer will, am Laufen zu halten.
Also gute Leistung und gutes Ergebnis, wie immer im Fußball, wäre das heute das richtige Mittel für den deutschen Fußball. Letzte Frage mit kurzer Antwort. Was, wenn nicht? Dann ist der momentane Leistungsstand eben doch schlechter, als wir viele erhofft hatten. Das ist ja dann oft so, wenn man dann aus einer Länderspielpause mit einer Niederlage rausgeht, dann haben wir alle wochenlang zu diskutieren und dann kann erst im November wieder die Scharte ausgewetzt werden.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Fußballabend, genießt das da, das Tumba-Stadion, das hat eine richtige Wucht. Danke, Stefan Kumberger. Und wie immer am Ende der Sendung ruht bei uns im Kreise mit wichtigen Infos und einem Dank. So ist es. Also wir weisen einmal darauf hin, dass der Doppelpass wieder on Tour geht. Ab 17. November gibt es neue Termine, gerne online mal gucken.
Wir sind bestimmt auch in Ihrer Nähe. Und Spenden an der Stelle. Du hast ja schon eingezahlt fleißig für die SG Eifelhöhe. Die hast du vor zwei Wochen trainiert. Also danke an der Stelle. Und wir haben Spenden von der High-Heal-Prinzessin aus Oberstaufen, Manocito67, Hamburg-Mietz-Neustift Daniel und Sven, FC Sandersdorf, Josef Wagner GmbH München, Doppelpassfreunde Gütersloh und Martin Rebhahn. Vielen Dank.
Und jetzt machen wir wie immer den Abschluss auch noch mit unserem Dopa Fohn. Also die Frage der Woche war, sollte Kapitän Kimmich nach wie vor gesetzt sein? Das sind Ihre Antworten. Die haben mit Sicherheit gut gespielt, die Jungen. Und die sollen auch eingeführt werden, definitiv, und auch spielen. Aber ein erfahrener Mann im Mittelfeld ist ganz, ganz wichtig. Und ich denke, Kimmich hat die Qualitäten, um das Team auch bis zur nächsten Europameisterschaft mindestens zu führen.
Meiner Meinung nach ist Joshua Kimmich nicht mehr zeitgemäß. Er verlangsamt das Spiel und dadurch ist das für die Außenspieler natürlich äußerst schwierig und ich denke, es wird Zeit, dass man da umstellt. Joshua Kimmich sollte in der Nationalmannschaft gesetzt sein. Auf die Erfahrung, vor allen Dingen im Mittelfeld, der kann auf der 6 oder auf der 8 spielen, sollte man nicht verzichten.
Kimmich ist laut, präsent und fordert viel. Aber Führung ist mehr als Körpersprache und Ansagen. Ein echter Leader muss vor allem in den entscheidenden Momenten den Unterschied machen. Und das macht er meistens nicht. Da war viel Hartes auch dabei. Viel Negatives, viel Gritisches. Aber es ist wahrscheinlich die Zeit. Wir haben vorhin gesagt, 50-50-Pro und Kontra-Kimmich. Ein Thema, das uns natürlich die kommenden Wochen noch begleiten wird. Wir sagen Dankeschön fürs Einschalten, fürs Nachrichten.