
Devils & Demons - Der Horrorfilm-Podcast
Wovor gruselt sich eigentlich...? #17 David Hain (Behaind, Creator, Moderator)
Mittwoch, 4. Februar 2026 · 1 h 27
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Shownotes
Wovor gruselt sich eigentlich...? #17 David Hain (Behaind, Creator, Moderator)
David Hain ist Medienprofi und blickt auf etliche Jahre Erfahrung in der Medienlandschaft zurück. Bekannt wurde der ehemalige Videospielredakteur vor allem als Moderator bei GIGA, bevor er mit seinem privaten YouTube-Kanal BeHaind durchstartete. Aber was hält der gestandene Filmkritiker vom Horror-Genre? Und fürchtet er sich noch vor irgendwas? Das klären wir in dieser Folge, wenn wir uns fragen: Wovor gruselt sich David eigentlich..?
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Und ich habe heute einen wunderbaren Gast bei mir, über den ich mich sehr freue, dass er Zeit für uns hat. Und ich muss mich wahrscheinlich gar nicht groß vorstellen. Hallo, David Hain. Hallo, guten Tag. Hallo André. Wir haben uns lange nicht gesehen, haben wir gerade festgestellt, beziehungsweise auch lange nicht gehört.
Aber endlich mal wieder. Das freut mich sehr. Ja, absolut. Mich auch. Wir kennen uns ja quasi aus der Games-Branche so hauptsächlich, weil ich bin ja auch schon seit 2012 mittlerweile dabei. Kennen uns doch aus seinen Giga-Zeiten und Gamescom und der ganze Schüssel, aber haben uns jetzt echt auch schon eine ganze Weile nicht gesehen.
Das stimmt, ja. Ja, ich höre ab und zu mal bei Genregeschehen rein, wobei ich jetzt, du bist ja, glaube ich, nicht mehr fest mit dabei. Ab und zu mal, glaube ich, kommst du da mal vor? Ja, doch, wieder. Ich hatte eine Phase, wo ich mich so ein bisschen rausziehen musste, weil ich beruflich extrem viel zu tun hatte, aber bin jetzt wieder fest, also festherr dabei, genau. Ja und dann hier, Devils und Demons. Horrorfilme.
Horrorfilme ist dein Steckenpferd und ich dachte mir, Mensch, ich darf selten über Horrorfilme sprechen, weil ich gerne mal auf Leute treffe, die sagen, nee, Horrorfilm ist gar nicht meins. Und dann wird dieses Thema häufig abgewiegelt. Und ich freue mich immer, wenn ich Leute treffe, die vielleicht sogar mir noch ein paar Tipps geben können.
Ja, Horrorfilme sind natürlich irgendwie immer noch speziell, obwohl sie ja gerade, sehen wir ja, auch im letzten Jahr gerade an der Kinokasse jetzt auch funktionieren wie nichts Gutes, bei den Oscars jetzt sind das irgendwie bedacht ohne Ende, also Horrorfilme sind ja gerade gefühlt im Boom wie noch nie und trotzdem hast du, wie du sagst, genau, immer noch die Leute, die immer noch sagen, ey, das gucke ich mir auf gar keinen Fall an, aber irgendwo müssen Leute ja sein, die das alles auf die Eins schieben, ne, also ...
Ja, letztes Jahr, wo ich total, also regelrecht schockiert war, war Conjuring 4. Ich hätte vorher schwören können, das wird so, ja, wird so lala laufen, aber das ist halt so ein Happening geworden. Also ich glaube, das ist immer noch so dieses, man kennt es noch früher von den Autokinos, in Amerika war das ja so ganz groß und dann packst du so deinen Freude des Kreis ein und dann wird es so zur Mutprobe und dann geht es los.
Also und das verschafft dann so Filme wie Smile, war ja auch so ein großer Erfolg. Oder dann eben Conjuring 4, wobei da hätte ich gedacht so, ja wer geht denn halt in den vierten Teil? Aber das wird dann halt der erfolgreichste Teil der Reihe. Manchmal will man sich... Drüber ärgern, dass solche quatschigen Horrorfilme dann mehr gewürdigt werden als jetzt sowas wie Bring Her Back im letzten Jahr.
Aber das Coole ist ja, dass beides irgendwie sogar funktioniert und dass dann Weapons so einer der großen Erfolge des Jahres ist. Das freut mich immer sehr. Ja, absolut. Also es hat mich auch gefreut, dass so Filme wie Cinder's Weapons auch nicht Franchise-Filme auch funktioniert haben. Weil bei Conjuring 4, dass es der krasse Erfolg wird, habe ich auch nicht erwartet.
Aber dass er natürlich schon erfolgreich wird, war zu erwarten, weil die Reihe eben nochmal funktioniert. Und ich glaub, bei Conjurings ist es trotzdem immer noch auch so ein sehr spezielles Ding, weil das auch durch die Figuren, diese Konstellation eben der Warrens funktioniert auch einfach. Ja, sie können machen, was sie wollen. Die beiden zusammen haben einfach eine Fanbase gebildet.
Deswegen glaub ich auch, dass, ich bin mal gespannt, dass dieses Prequels auch kommen soll, funktionieren soll, wenn es nicht mehr im gleichen Cast ist. Ob das wirklich an den Figuren lag oder eher im Cast, ich glaub nämlich eher letzteres. Aber ja, dass es so einen Boom nochmal kriegt oder so eine Box-Office-Sensation wird, habe ich auch nicht erwartet. Nee, ganz ehrlich.
Ja. Aber ja, mal ganz generell, um mal so landsleicht einzusteigen. Also du magst ja Horrorfilme. Das müssen wir gar nicht hinterm Berg halten. Du sprichst gerne über Horrorfilme, wenn du die Gelegenheit hast. Aber mal so ganz allgemein gesprochen, ohne jetzt schon irgendwie in die Tiefe zu gehen, warum magst du eigentlich Horrorfilme?
Was geben die dir? Ich glaube, das ist eine Mischung. Ich mag da, also was ich häufig hervorhebe, auch auf meinem Kanal ist, dass das Horrorfilm-Genre, wie ich finde, noch so mit das Letzte ist. Wo ich nie so richtig weiß, was ich bekomme. Wo im Rahmen des Genres auch noch so viel probiert wird. Also wenn ich in eine Liebeskomödie gehe, dann bekomme ich meistens das, was man erwartet. Zwei treffen sich, vielleicht manchmal auch drei treffen sich.
Manchmal geht es vielleicht nicht so positiv aus. Manchmal wird in der ersten Hälfte des Films schon geknutscht, manchmal erst ganz am Ende. Aber da sind die Regeln ganz klar abgesteckt. Aber bei Horrorfilmen ist es so, dass ich dann, da bekomme ich dann mal so ein Cube, was dann ein klaustrophobischer Science-Fiction-Horror ist oder ich bekomme Body-Horror in unterschiedlichsten Varianten und Horror vermengt sich ja dann auch mittlerweile.
Viele sagen ja dieses Und-Wort, wie ich finde, Elevated Horror ganz häufig, wo du dann halt eigentlich eine Geschichte über Körperbilder und diesen Jugendlichkeitswahn in Hollywood irgendwie erzählen möchtest, aber dann ist dann plötzlich am Ende noch jemand ein Monster wie in The Substance. Und ich mag total, dass Regisseure sich da häufig noch ausprobieren, dass mit den Inszenierungsarten gespielt wird und da diese unterschiedlichen Formen von Grusel auch passieren, weil es ja auch unterschiedlichste Ängste gibt, die man ansprechen kann.
Der eine hat Angst vor Tiefen, der andere hat Angst vor einer Spinne. Und der nächste wieder davor, dass Mutti am Mittagstisch ausrastet und ihn beschimpft. Und auch das gibt es dann mit so Filmen wie Hereditary. Das ist einmal das eine. Und ich glaube, angefangen hat es bei mir wirklich so dieses klassische Grenzen ausloten. Mal gucken, was ich aushalte.
Mal gucken, was diese Filme auch drauf haben. Und was auch ich drauf habe. Also ich fand das immer faszinierend. Die haben mich gleichzeitig erschreckt, schon als ich ein kleiner Junge war. Aber ich konnte auch den Blick nicht abwenden. Es gab sogar ein paar Schlüsselmomente, die ich, glaube ich, nie vergessen werde.
Ich glaube, eine ganz frühe Erinnerung war, ich stand im Zeitschriftenladen und hatte die Fangoria in der Hand. Damals gab es die noch in Deutschland. Und auf dem Cover war damals Braindead drauf. Also so 92 muss es ungefähr gewesen sein, der dann auch in Deutschland erschienen ist. Und da war ein Bild aus dem Film...
Das ich übelst ekelerregend fand. Also ich wusste ja den Kontext nicht, wusste damals noch nicht, dass es lustig gemeint ist im Film. Und das hat mich fasziniert. Genauso wie an der Schule, wenn dann Kids in die Schule gekommen sind und gesagt haben, habt ihr schon Tanz der Teufel gesehen? Das ist der Film, wo einem Affen der Kopf aufgebohrt wird und dann isst man das Gehirn. Und jeder hatte irgendwelche Geschichten, die alle nicht gestimmt haben, weil niemand diesen Film gesehen hatte.
Klassiker, ja. Aber so trug sich dann so diese Urban Myths, trugen sich so durch und jeder wurde nur heißer auf den Film. Und dann wurde es irgendwie auch so ein bisschen zur Mutprobe. Und darüber hinaus habe ich gemerkt, diese Filme sind ja nicht nur gar nicht so schlimm zum Teil, sondern die sind auch, die haben was Berauschendes zum Teil.
Also es gibt Horrorfilme, die sind für mich Komfortfilme tatsächlich. Die gucke ich gerne, damit es mir gut geht. So skurril das klingt. Ja, das können, glaube ich, Leute, die Horrorfilme so gar nicht abkühlen, so überhaupt nicht nachvollziehen. Ja, aber das verstehe ich komplett. Das geht mir genauso tatsächlich.
Jetzt hast du schon, bist du gleich schon auch zurückgegangen, so ein bisschen so, wie sich das bei dir angefangen hat. Und du hast auch schon so diese Ängste angesprochen. War bei dir denn, gab es bei dir ein Thema, bevor du wirklich viel Angst hattest? Damals vielleicht auch und auch noch heute. Gibt es bei dir ein bestimmtes Angstthema, was bei dir immer kickt? Hast du da was?
Nee, nicht so richtig, muss ich sagen. Also ich glaube, ich bin groß geworden mit so Filmen wie, ich glaube, der Dieb von Bagdad war das. Und da war dann so eine Riesenspinne mit dabei, das fand ich gruselig. Ich weiß noch, das Spukschloss im Spessart, kennst du das noch? Das ist mit Lieselotte Pulver gewesen.
Und auch da gab es so Gruselszenen und wenn du noch so ganz klein bist, dann ist man ja noch von allem irgendwie schockiert, aber je älter ich dann wurde und da reden wir dann jetzt schon so von elf, zwölf, Da wurde das dann auch immer klarer für mich, dass mich das dann schon mehr fasziniert hat, solche Filme zu sehen.
Ich glaube, so im Dunkeln habe ich mich gegruselt, aber das hat ganz schnell irgendwie nachgelassen. Deswegen, es gab nicht irgendwie Haie oder irgendwie so dieses Thema. Ich kann heute ganz klar sagen, dass mich so am meisten Horrorfilme erschrecken oder schockieren, die so mit realistischen Themen spielen. Also ich glaube, der Film in den letzten 10, 20 Jahren, der mich am meisten gekriegt hat, war Hereditary.
Und zwar nicht wegen des Endes oder weil sich da jemand den Kopf absägt, sondern halt die Autosequenz, weil das ein ganz anderer Horror ist. So dieser reale Horror, der mit der Angst vor großem Verlust spielt, auch interfamiliär und das, ich glaube, wenn so Familien zerbrechen, wenn Familiengefüge bedroht werden, dann ist das für mich am erschreckendsten, aber so die klassischen Monster, das ist es bei mir gar nicht, mein Großvater hat mir damals eine.
Eine Videokassette mit den reitenden Leichen in die Hand gedrückt und dann habe ich das geguckt und dann dachte ich so, Mann, oh Mann, das ist ja erstaunlich, so eine Skelette auf so einem Pferd, wie kriegen die das denn hin und so und dann fing es schon an, dass ich mehr so eine Faszination dafür entwickelte und gar nicht so dieses, was ist da nur los. Ja, okay.
Würdest du auch sagen, bevor vielleicht nochmal auch auf die Reit und Leichen und die Jugenderfahrung weiter eingehen, würdest du sagen, dass zum Beispiel ein Film wie Redditary, das ist auch was mit dem Alter zu tun hat, dass er dich bestimmt heute mehr kriegt, oder hat er dich vielleicht als Jugendlicher, sag ich mal, vielleicht eher gelangweilt und kriegt er dich heute eher, weil du mehr diese familiären Themen und so greifen kannst?
Nee, ich würde sagen, das ist einer der ganz Großen, weil Ari Asta da auch, das merke ich, ich habe das selten, dass ich im Kino noch so zum Beispiel die Hand vor das Gesicht mache. Dass ich mich so wirklich gruselte und Angst habe, mich zu erschrecken. Das passiert eigentlich so gut wie gar nicht mehr. Ich weiß nicht, ob dir das noch so geht, aber das kriegen meiner Ansicht nur die Filme hin, die wirklich eine ganz, ganz dichte Atmosphäre erzeugen.
Und dann dieses Spiel mit dem Anspannung und dem Release dann danach wirklich perfektioniert haben. Dafür musst du ein guter Regisseur sein, dafür musst du Ahnung haben, wie das umgesetzt wird. Und jetzt mal ganz unabhängig von dieser Autosequenz, die natürlich nochmal auf einer anderen Seite schockiert wurde.
Wo dann vor allen Dingen auch dieser Schrei von der Mutter, Toni Collette, danach so richtig in Mark und Bein geht. Und dann natürlich auch so Ängste, die man, wenn man als Kind im Bett lag und man hätte seine Mutter so schreien oder weinen hören, man wäre, glaube ich, gestorben vor Angst, aber aus einer anderen Angst.
Aber der Film macht trotzdem auch noch auf atmosphärischer und auf so einer Grusel-Ebene noch ganz schwierig. Also ich glaube, der hätte mich schockiert als Kind. Hätte ich, glaube ich, eine Woche nicht mehr essen können. Ich glaube, es gibt da wenige, die das können und die immer funktionieren werden. Ja, okay.
Ja, aber zurück zum Onkel und der Boxstreiter in Gleichen. Das ist ein guter Punkt, nämlich wie bist du denn da sozialisiert worden? Wie bist du aufgewachsen? Wie war so deine Family, deine Eltern da drauf, was so Medienkonsum, Filmkonsum anging? Deswegen warst du da immer sehr frei, wurde da drauf geguckt. Wie war das bei dir?
Ich habe eigentlich, ich bin in so einem Haushalt aufgewachsen, wo es dann einen Fernseher im Wohnzimmer gab. Wir hatten keine Handys, wir hatten keinen zweiten Fernseher. Das heißt, wenn geguckt wurde, dann immer nur da. Ich habe manchmal, glaube ich, mich versucht, so ein bisschen länger wach zu bleiben und mich so durchzufriemeln.
Ab und zu durfte ich dann auch mal was mitgucken. Aber meine Eltern haben da immer ein großes Auge drauf gehabt. Mein Opa auf der anderen Seite, der hat alles für mich gemacht. Das Schlupfloch. Genau, Schlupfloch-Opa. Und mein Opa ist so dem, da sage ich immer, dem danke ich im Grunde so ein bisschen für das, was ich heute habe.
Weil der hat so die große Filmliebe so mitgeprägt. Weil es gab eine Videothek um die Ecke und wenn ich gesagt habe, Opa, lass mal hingehen. Und mein Opa hat mir geholt, egal was es war. Da haben wir dann wirklich jeden Shit. Jetzt nicht so das ganz krasse Zeug, weil ich natürlich damals auch schon noch so meine Grenzen hatte und immer mal gucken wollte. Und ich habe dann lange auf Cover geguckt, viel auf Text am Rücken.
Ich weiß, es gab damals so einen Film, da konnte ich das Cover kaum angucken. Street Trash, wirst du kennen, dieser Obdachlose schmelzende in der Toilette-Film. Weil ich das Cover einfach so, du siehst das so als kleiner Junge und denkst so, Gott, das muss der allerschlimmste Film aller Zeiten sein. Aber so nach Cover habe ich ganz häufig ausgewählt. Und die, die so für mich noch so erträglich wirkten, da habe ich geguckt, dass ich mir die ausleihe und mich dann so langsam rantaste.
Aber da konntest du dann trotzdem rein, obwohl du noch nicht 18 warst? Das habe ich, ich habe das von, wir konnten von der Ferne, es gab ja eine FSK 18 Abteilung, in die man aber reingucken konnte. Und wenn die Sachen vorne standen, habe ich gesagt, Opa, der Film mit diesem Ei, was so leuchtet, wo Alien vorne drauf steht, den hätte ich gerne.
Dann lass mir den reitenden Leichen, den hätte ich gerne. Der Film, wo Pumpkinhead draufsteht, den hätte ich gerne. Und so ging das los. Also ich habe da quasi meinem Opa zu verdanken, dass er sich gegen jede Jugendschutzrichtlinie hinweggesetzt hat. Okay. Und wo hast du die dann geguckt? Bei meinen Großeltern.
Ach so, bei den Großeltern. Da war es auch so, dass ich, wenn ich, es gab Freitagabend, gab es damals eine Sendung, wie hieß die? Ich glaube, Elviras Horrorstunde oder so. Es war so eine, es war, ich glaube, auf RTL lief das. Und da liefen jeden Freitag auch so hartes Blätterfilme. Also schon auch echt krasses Zeug.
Und ich durfte bei denen halt so lang wach bleiben, dass ich mir da auch dann halt ein paar Sachen angucken konnte. Manchmal geschnitten, manchmal ungeschnitten. Aber selbst die ungeschnittenen Versionen waren ja damals noch gruseliger, weil der Rest sich dann in deinem Kopf ausgefüllt hat. Das war so die Zeit, wo ich dann, ich glaube, mit elf oder zwölf habe ich dann relativ viel von diesen Sachen schon geguckt, weil Oma und Opa halt einfach nicht hingeguckt haben oder alles für ihren Enkelsohn gemacht haben.
Ja, das ist sehr gut. Das heißt, du hast dann da schon dir auf VHS reichlich Kram reingezogen. Die Eltern waren ahnungslos, du hast dich da schön verstört. Aber du sagst es ja vorhin schon, du warst dann doch schneller eher fasziniert als dann auch irgendwie geängstigt und geekelt. Also hast du dann auch schon gemerkt, du erkennst den Film eher an, hast auf die Effekte geachtet oder hast du es schon eher erst mal wirken lassen?
Oder hast du schon gemerkt, da ist mehr dahinter? Nee, am Anfang habe ich das erst wirken lassen. Ich glaube, da war ich noch zu jung. Aber es fing bei mir sehr, sehr schnell an. Ich würde sagen, mit 15 war dann schon dieser Punkt, ich habe dann für die Schülerzeitschrift damals schon erste Filmkritiken geschrieben und habe dann mir die Cinema gekauft und dann halt wirklich über Produktionsumstände informiert.
Also ich wollte dann wissen, was hinter den Kulissen passiert, auch weil ich wissen wollte, wie haben die das und das hinbekommen. Aber so in einem ganz jungen Alter, da war das noch, ich weiß noch…. Freddy Krüger, also Nightmare on Elm Street 4, das war damals mein absoluter Lieblingsfilm für ganz lange Zeit, weil das halt so dieser MTV-Horrorfilm gewesen ist, den Rennie Harlinder inszeniert hatte, der mit der Pizza und der Freundeskreis, wir haben den dann mehrfach hintereinander geguckt und haben uns dann immer abgewechselt mit den Critters-Filmen.
Critters 1 und 2 waren auch, die habe ich genannt. Großer Critters-Fan. Der zweite Teil mit der Kugel, mega geil. Dann hat jemand den dritten Teil angeschleppt und wir so, was ist das denn für ein Scheiß? Mit Theo DiCaprio. Genau, wer ist dieser Junge mit dieser hässlichen Frisur? Geh mir weg damit. Wir wollten dann auch, wir wollten, dass es kracht. Wir wollten, dass jemand gefressen wird.
Und irgendwann fing es dann recht schnell damit an, dass wir mehr sehen wollten, auch von Wie macht man das denn? Wie kriegt man diese Effekte hin? Dazwischen meinen dann halt so Filme, an die habe ich mich nicht herangetraut, muss ich klar sagen, aber so in der Partei. Also Popkultur, Horror-Ecke, habe ich mir wirklich alles angeguckt, was damals ging.
Weißt du noch, was da so Sachen waren, wo du gesagt hast, oh nee, das klingt doch irgendwie zu doll oder was waren da die Abstände, die du genommen hast? Gesichter des Todes, das ging damals auch rum. Ja, sowas halt, ja. Wo ich gesagt habe, also ich bin auch jemand, der später dann nie einen Kick daraus bekommen hat, sich auf Rotten.com oder Ogrisch oder so wie die Seiten alle hießen, diese Sachen anzugucken.
Ich weiß nicht, ob du jetzt mitbekommen hast, dass der Trailer oder Teaser zum. Faces of Death Remake letzte Woche kam. Das soll ja ein bisschen anders diesmal aufgezogen sein, so wie ich das mitbekommen habe, aber ich finde es wild, dass dieses Franchise nochmal ausgegriffen würde. Das ist absolut Wahnsinn.
Und natürlich gab es damals schon so die Leute, die dann gesagt haben, das guckt ihr, das ist doch gar nicht hart genug und dann kommen die dann halt mit später mit Guineapic und solchen Sachen, die dann unbedingt geguckt werden mussten. Und der große Angstgegner war lange Zeit tatsächlich immer noch Braindead, weil dieser Moment, wie ich im Zeitungsladen stand und dieses Bild gesehen habe, an den Film habe ich mich jahrelang nicht herangetraut, bis ich mir dann, ich glaube da war ich dann schon so 17, 16, 17 aus England eine ungeschnittene Fassung importiert habe als Videokassette.
Da wollte ich es dann halt direkt gleich komplett wissen und habe mich gar nicht erst an die ungeschnitten herangetastet, aber weil ich zu dem Zeitpunkt schon, ich glaube, das war 97 oder so, als From Dussel Dawn rauskam. Und es war dann so, wo ich merkte, ach Splatter, das finde ich eigentlich witzig, kann witzig sein.
Und dann, glaube ich, da habe ich zum ersten Mal erst Brainnet geschaut, also viele Jahre später. Und wie war der erste Eindruck, hast du dann gemacht, ach, das war ja alles gar nicht so doll, wie ich dachte. Nein, ich weiß noch bis heute, dass der mich schon schockiert hat. Ich saß umringt von Leuten, die alle gelacht haben.
Aber ich glaube, es war bei allen so ein Verlegenheitslachen. Weil bis heute muss ich sagen, der Film ist einer der gewalttätigsten. Also einer der brutalsten Filme, die ich je gesehen habe. Zumindest aus dieser Richtung. Der will witzig sein, aber die Kills sind echt krass zum Teil. Trotzdem enorm hart alles.
Enorm hart. Auch in der Masse. Also ich meine, das ist so überzogen gewesen. Auch sehr hart für mich war damals Robocop, den ich jetzt nicht jetzt, das ist kein klassischer Horror, aber der auch ja mit wirklich krasser Gewalt spielt. Heute ist es einer meiner Lieblingsfilme und damals hat mich das schockiert, wie die den dann verstümmeln und vor allen Dingen diese Szenen, wie er dann in den Notarzt reinrollt.
Das wird ja alles aus seiner Ich-Perspektive gefilmt und das war für mich völlig neu, dass ich als kleiner Junge quasi in diese Perspektive hereingerückt werde. Ich war schon ein kleiner Schisser, was solche Sachen anging. Und Braindead war, da musste ich mich rantasten. Den habe ich mal dann nochmal geguckt und dann nochmal und dann gemerkt, was man dann auch aus so einem Film ziehen kann.
Aber Splatter war erstmal nicht so, da bin ich erstmal nicht so einfach mit warm geworden, muss ich sagen. Weil die Gewalt schon auch, gerade wenn sie so exzessiv ist, das schockiert natürlich. Sowas hast du noch nie gesehen. Ich habe einen Körper von innen noch nicht gesehen gehabt. Zumindest nicht in dieser, ja also die Effekte waren hart und gut.
Das wurde ja später dann auch noch häufiger gemacht und das ist immer schockierend gewesen, finde ich. Ja, okay, das heißt, ihr habt aber erst mal so mehr oder weniger diese Mutprobenrunden gemacht. Ja, exakt, genau. Alle sitzen zusammen, gucken harte Filme. Aber hast du dann auch dann trotzdem, also ja, sag ich mal, waren das, ist das bei Mutproben auch geblieben?
Oder hast du dann schon auch einen Freundeskreis gehabt, die auch schon echt Bock auf Horror hatten? Also hast du schon einen Austausch und hast Leute, mit denen du dich da irgendwie austauschen kannst? Oder hast du dich eher auch so ein bisschen allein dadurch gewühlt und dich erkundigt und so weiter?
Nee, das war immer so, ich hatte immer Freunde, die dachten, komm, wir probieren mal, wir gucken mal, die selber Vorschläge gemacht hatten, die selber irgendwie von der Tante, die vom Onkel irgendwas bekommen hatte, noch eine DVD durchgereicht oder eine Videokassette durchgereicht bekommen haben. Und irgendwann war ich dann schon in so Film-Fan-Kreisen, die haben dann schon gesammelt und dann hast du selber dann Vorschläge bekommen und selber so Sachen bekommen und ich war in Foren unterwegs und dadurch hat sich mein Horizont dann mehr und mehr erweitert.
Es gab dann weniger diese Abende irgendwann, wo man dann gemeinsam was geguckt hat. Aber ja, nee, also das habe ich tatsächlich heute gar nicht mehr, so dieses Community-Ding. Klar, mit Freunden sitze ich ja häufig zusammen in Presseverführungen. Da guckt man dann die meisten Horrorfilme zusammen. Aber ich bin tatsächlich eher jemand, der guckt die Filme sehr gerne auch allein.
Und ich habe auch kein Problem, alleine im Dunkeln zu sitzen und mir einen Horrorfilm anzugucken. Manche brauchen da ja Licht und zehn Leute neben sich. Das hat sich ein bisschen gewandelt über die Zeit. Jaja, das verstehe ich, das ist bei mir auch. In jeder Fall gefragt hast du auch, also ich kenne das ja auch, ich würde mich gerne auch mal wieder mehr erschrecken.
Aber man ist natürlich dadurch, dass man so viel gesehen hat. Auch ein bisschen abgestumpft, das kennst du wahrscheinlich auch. Ich meine, du kannst ja wahrscheinlich auch heute dann irgendwelche härteren Splatter-Sachen oder wenn mal Gewalt vorkommt, auch wahrscheinlich deutlich besser gucken als noch vor 30 Jahren.
Ja, ich hatte das letztes Jahr erst, da haben wir Bring Her Back geguckt. Ja. Und alle Berliner Film-YouTuber saßen in einer Reihe. Und ich wusste schon, dass es eine Szene in der Küche geben wird. Das hatte ich vorher gelesen, weil ich dann gerne, wenn ich bei Filmen total gespannt bin, dann lese ich schon mal Reviews und gucke, was ist so die Meinung.
Und dann schreiben Leute, wenn die eine Szene kommt, guckt lieber weg. Ich habe lange nicht mehr weggucken müssen. Und dann kam die eine Szene ... Und neben mir merktest du alle so, und das hat mit mir nichts gemacht. Und da dachte ich so, Hilfe, was ist mit mir denn los? Ich glaube, das liegt auch nochmal daran, weil ich glaube, manche können so bei spitzen Gegenständen, das geht für die gar nicht. Und so Selbstverstümmelung ist für sie, ist für manche auch, glaube ich, nochmal.
Also jeder hat ja nochmal so seine eigenen Triggerpunkte. Absolut, ja. Ich habe auch meine Szenen, wo ich weiß, die will ich nie wieder sehen, ehrlich gesagt. Aber die Szene aus Bring Her Back gehörte nicht dazu. Da war ich fast ein bisschen enttäuscht, ehrlich gesagt. Oder dieser eine Kill aus, wie hieß der Film nochmal, was aus der Perspektive des Killers gefilmt ist, der durch den Wald läuft. Ach so, in the violent nature.
In the violent nature, genau. Und da wurde auch vorher von dem einen Kill gesprochen. Und der war dann eher lächerlich, wie ich fand. Der Yoga-Kill. Der ist halt schon wieder so drüber. Ja, genau. Ich merke schon, das werden alle Gorehounds, die hier zuhören, kennen, dass man, glaube ich, dann irgendwann schon abstimmt, ehrlich gesagt.
Und ich glaube, es gibt dann auch nicht wenige, die sagen, jetzt brauche ich die nächst härtere Eskalationsstufe. Das habe ich nicht, das habe ich nie gehabt also ich habe nie diesen Punkt gehabt, wo ich so wie jetzt ein, ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ich weiß es von Daniel Schröckert, zum Beispiel ein Kollege von uns beiden der ja wirklich so dann auch alle sicken Klassiker gucken muss, weil er sagt so, ich will alle kompletten Grenzen ausgelotet haben, das ist bei mir tatsächlich nicht der Fall, Ja, okay. Nee, ich bin, also du gehst dann nicht in den klassischen Eisberg runter, ne? Nein, nein, nein. Wie man sich das Netz halt so findet.
Also ich hab so ein paar Sachen davon geguckt, wo ich, ne, wo ich dachte, ich möchte mal wissen, worum es da geht und hab dann gemerkt, ah, hier befinde ich mich in einer Ecke, wo ich nicht sein möchte. Das ist dann, ne, und die sind dann meistens auch ehrlich gar nicht so gut gemacht, es kommt noch dazu, dementsprechend. Das ist es halt. Ja.
Die sind halt meist, auch dann in Produktionstechnisch und so, eher Schmutz. und dann ist es ja nur noch der Effekt. Und dafür ist es mir dann dieser, wie du gesagt hast, dieser Voyeurismus, den man auch dann eben dann sucht, der ist mir da auch, also der ist mir nicht wichtig. Ich will ja einen guten Film sehen. Wenn der eine Härte hat, ist das okay.
Aber ich will ja nicht einfach nur Gegröße und Ekelhaftigkeiten sehen, obwohl alles aussieht und gespielt ist wie Rotz. Das geht dir wahrscheinlich auch so. Ja, ich lasse mich gerne provozieren, aber es darf keine plumpe Provokation sein. Das muss schon auch noch so, Also ich meine, wenn ich einer meiner Lieblingsfilme überhaupt, Die Fliege von Cronenberg, ist damals provokant gewesen.
Und es gibt ja einige von ihm, die sehr provokant waren für ihre Zeit. Aber hatten immer eine weitere Ebene oder sogar mehrere. Und da kann man sich daran festhalten. Aber wenn es nur darum geht, ich zeige jetzt in August Underground, wie Leute sich ankotzen. Nee, dafür kann ich mir auch Jackass angucken. Und das mache ich auch schon nicht, weil ich da keinen Bock drauf habe. Das ist für mich eher der eigentliche Horror dann.
Ja, das kann ich nachvollziehen, absolut. Und ich meine, ja, auch diese Gewalt generell im Kino, in Serien, die ist ja auch sowieso so... Ja, selbstverständlich geworden heutzutage. Also Sachen, die wir heute teilweise irgendwie auf Amazon-Serien sehen, die wären vor 25, 30 Jahren, wäre das noch ein Indizierungsgrund gewesen.
Und da merkst du ja, wie alle abstumpfen irgendwie. Ja, ja, ich weiß noch, wie ich in Shaun of the Dead saß. Und das war ungefähr dieselbe Zeit, als die Ärzte auch ihr Video herausgebracht haben, wo Farin Urlaub von Zombies zerrissen wird. Ja, ja. Ich weiß dir, ich kann dir den Song nicht mehr sagen, aber Shaun of the Dead ... Ich weiß genau, was du meinst. ich weiß auch gar nicht mehr, welcher Song das war.
Ich glaube, es war Junge, wenn ich mich recht entsinne. In Shaun of the Dead passierte was ähnliches am Ende. Als ich da im Kino sah, der Film war ja ab 16 freigegeben, dachte ich so, what the fuck? Das ist halt eigentlich so Day of the Dead Zeug gewesen. Sowas von Tom Savini, wo der sich da ewig reingekniet hat und was auf jeden Fall beschlagnahmt geworden wäre in den 80ern, 90ern.
Das fand ich schon schockierend, dass das nicht nur durchgewunken wird, sondern dass es ab 16 war und da merkte man so, oh, das passiert auf jeden Fall ein Gezeitenwandel. Ich weiß gar nicht, ob es daran lag, dass bei der FSK Leute ausgetauscht wurden und auch bei den Bundesprüfstellen, ob da eine jüngere Generation nachgewachsen ist, aber es ist ja bei den Videospielen ähnlich gewesen.
Model Compat zum Beispiel, da kannst du heute ja alles zeigen und früher durfst du nicht nicht mal umpusten. Ist halt eine andere Zeit. finde ich aber gut ich finde es gut, dass Filme ungeschnitten auf physischen Medien oder ins Kino auch zum Teil kommen es ist ja noch nicht überall so es gibt ja immer noch zum Teil Schnitte die gemacht werden müssen aber das fand ich immer ein Problem weil das mag ich auch gar nicht dann bringen die Filme lieber gar nicht raus aber in so einer Version, gibt es bis heute ja nur in einer 15 Minuten geschnittenen Version was ist das denn?
Absolut, also einmal, die FSK wird definitiv weicher, also was heutzutage ab 16 ins Kino kommt, ich lasse jetzt mal auch wieder irgendein Beispiel, wo ich auch wieder dachte, der ist ab 16 irgendwie, irgendwas härteres, ich weiß nicht, was es war. Aber Iron Lang ist ab 18. Iron Lang ist ab 18, wo ich es wiederum nicht ganz verstehen kann.
Ja genau, habe ich auch nicht verstehen. Also das, was da drin ist, also come on, das ist ja wirklich, da kann ich mir nur vorstellen, dass es wegen dieser Kurzfristigkeit war, weil es ja keine deutsche Version gibt, dass sie ihn einfach generell ab 18 gemacht haben, ohne richtige Prüfung oder so. Ich hatte das Gefühl, hatte ich auch, ja.
Ja, aber letztens war irgendwas, wo ich wieder dachte, ich glaube, der Until Dawn Film war das auch letztes Jahr, der war auch ab 16 und der splattert auch ganz schön hart für so einen Mainstream-Horrorfilm. Das sind so Sachen halt, wo ich mir denke, sowas wäre halt vor 10, 15 Jahren wäre das ganz sicher 18 und im Heimkino sogar vielleicht fraglich ungeschnitten und heute 16 für alle. Das ist schon ein krasser Wandel.
Primate war jetzt ja auch so ein Film, wo man gemerkt hat, der zielt auf so eine Teenager-Zielgruppe ab und zeigt ja dann auch Teenager, die von einem Affen attackiert werden, aber die attackiert die ja nicht nur. Hast du den schon gesehen? Ich habe den schon gesehen, ja. Und das ist ja das ist Holiday-Wald-Fee-Material.
Also auch das ist sowas, das hätten wir früher auf dem Schulhof umgereicht und das wäre eigentlich nicht erlaubt gewesen. Und heute kommt das so als Random-Spaß im Januar. Mal eben ins Kino und niemand rennt da auch rein. Also ich meine, die Terrifier-Filme sind noch die einzigen, wo man sagen muss, dass die so extrem sind, natürlich auch ein bisschen überhyped, muss ich sagen, aber da sieht man wirklich dieses Mutproben-Ding aus unserer Jugend, glaube ich, wie es sich ins Kino überträgt.
Absolut, geh ich komplett mit. Und bei Primate ist es halt, das kriegt ja erstmal keiner mit. Das muss ja erstmal Mundpropoganda entwickeln, aber dafür ist der Film auch wieder nicht gut genug. Aber ich mein Terrify ist auch nicht gut. Nee, Terrify ist auch nicht gut, aber da hast du, da kriegst du, da wird das eingelöst, wenn du wirklich so Mundproben legen willst, da wird das eingelöst.
Bei Primate halt nur mal drei, vier Mal punktuell halt eben. Aber generell gebe ich dir vollkommen recht, dieser Wandel ist wirklich Wahnsinn. Und ja, du sagst ja auch, du bist jetzt nicht auf der Suche, immer nach dem allerkrassesten, die Steigerung muss nicht immer weiter passieren. Gab's denn auch mal was, wo du wirklich gesagt hast, irgendwas geguckt hast, gesagt hast, ey, das mache ich jetzt aus. Das ist hier und ist vorbei.
Das gucke ich gar nicht erst zu Ende. Das ist mir irgendwie jetzt gerade alles nix. Wie hieß denn der? Hieß der Trauma? Kennst du den? Oh ja. Das war, wo ich dachte, nee, nee, brauche ich nicht. Die Eröffnungssequenz. Genau. Nach der Eröffnungssequenz war ich raus, weil ich dachte, ich will nicht wissen, wie er weitergeht.
Das sind so, es gibt so ein paar, wo ich über die Jahre gemerkt habe, so, das brauche ich ehrlich gesagt in meinem Leben nicht, auch, ich glaube, einer der Guinea-Pick-Filme war dabei. Meistens so Sachen, die ich dann nicht selbst gesucht habe, sondern die mir einer gezeigt hat und wo ich dachte so, oh komm, nee.
Ich bin eh also bei Folterfilmen generell raus, das ist mir oft, weil das oft so eine Ausrede dafür ist, echten Grusel zu erzeugen. Nehme ich jetzt hier jemanden 20 oder 30 oder eine Stunde lang auseinander, das brauche ich ehrlich gesagt nicht. Ja, solche Sachen. Und so ein paar Indie-Sachen zum Beispiel. Manche Filme habe ich auch einfach ausgemacht, weil sie so unglaublich schrecklich aussehen und gemacht sind.
Ich komme mich an die von Andreas Schnaas, Violent Shit zum Beispiel. Das ist einfach auch, ist violent, aber es ist aber hauptsächlich Shit. Also das muss man echt. Und solche Filme gucke ich dann auch nicht weiter, weil ich dann denke, das brauche ich jetzt nicht. Nee, das ist wirklich so, das sind diese Sachen, die hat man dann irgendwann mal angefangen nachzuholen, so ein bisschen, aber auch ganz schnell gemerkt, das ist total Lebenszeitverschwendung. Ja, ja, ja.
Irgendjemand hat mal gesagt, so, die Indie-Filme, da gibt's Andreas Schnass und dann Primutos und so Sachen. Primutos ist ja sogar noch ganz witzig. Genau, ja. Einer der Besseren von Boll, äh, nicht Boll, äh, von Olof Ittenbach. Ja. Das ist ja noch ganz funny, aber da gibt's ja also Andreas Bethmann und wie sie alle heißen, dieser ganze deutsche Amateur-Indie-Schmutz.
Boll ist ein gutes Beispiel. Der hatte ja einen Film Seed. Kennst du den mit diesem Killer, der mit seinem Hammer jemanden da erschlägt? Den fand ich, oder den hätte ich viel besser gefunden, wenn er mir nicht am Anfang da 10, 15 Minuten lang gequälte Tiere zeigen würde. Das war absolut unnötig. Was soll das? Warum ist das notwendig?
Auch Cannibal Holocaust, wenn echte Tiere gequält werden, hört für mich der Spaß komplett auf. Also da ist dann wirklich das hat dann auch nichts mehr mit Horror zu tun und das ist dann diese plumpe Provokation von der ich gesprochen habe und bei Uwe Boll oder Uwe wie ich ihn ja nur noch nenne wir sind ja jetzt Homies.
Da merkst du auch wirklich Uwe will anecken und deswegen macht er dann halt da 10 Minuten Tierquälerei rein und ich denke so wenn ich Tierquälerei sehen wollen würde was fragwürdig wäre aber wenn ich das wollte, dann würde ich das selber suchen und nicht bei einem Film wo mir ein Killer mit einer Maske auf dem Cover verkauft wird.
Und das finde ich immer Käse. Absolut. Dann suche ich mir Peter-Videos, wo sie irgendwo in Hühnerstille einsteigen. Da kann ich mir das angucken, wenn ich gerne mal wieder daran erinnert werden möchte, warum Fleisch essen vielleicht nicht die beste Idee ist. Aber genau wie du sagst, dann gucke ich mir keinen fiktiven Horrorfilm an.
Genau, Uwe, ich hatte in einem Interview mit mir dann auch erklärt, nee, nee, aber das ist doch die Realität. Ich habe das gesehen, ja. Ja, und ich dachte so, nee, Uwe, ich will mich aber, das heißt ja nicht, dass ich gezwungenermaßen mich mit der Realität auseinandersetzen möchte, wenn ich mir eine DVD kaufe oder ins Kino gehe.
Da geht es ja wirklich darum, in andere Welten transportiert zu werden. Das ist mein großes Ziel, ins Kino gehen und Geschichten durch die Augen von jemand anderem zu durchleben. Das ist das, was fasziniert und nicht die Welt nochmal auf dem Butterbrett präsentiert zu bekommen. Ja, ja, ja, das absolut, das verstehe ich. Du hast ja selber schon gesagt, deswegen kommen wir wieder ein bisschen mal weg vom Gore, der gehört ja zu.
Klar, Blut und Ekel sind ein Teil vom Horror oder können ein Teil vom Horror sein. Aber wie du einfach schon gesagt hast, Horror bietet ja einfach so viel mehr und so viel für die Facetten. Was macht denn für dich so konkret wirklich, wenn du mal so einen Baustein dir denkst, was macht für dich Horror aus?
Was ist für dich am effektivsten? Was muss ein Horrorfilm so alles mit sich bringen, damit der bei dir zündet und damit der bei dir funktioniert? So rein nach deinem persönlichen Geschmack. Was funktioniert am besten, damit du weißt, okay, das sind die Zutaten für mich, wo ein Horrorfilm Klick macht?
Also eigentlich mag ich, ich glaube, es sind so unterschiedliche Filme, die ich mag. Ich mag, wenn du schockieren willst, dann schockiere aber richtig. Dann finde ich, dann müssen die Filme auch richtig kompromisslos sein. Das heißt jetzt nicht nur auf die Gewalt bezogen, sondern aber einer meiner allerliebsten Horrorfilme aus den letzten 20 Jahren ist das Evil Dead Remake.
Ja, weil ich mochte auch Evil Dead Rise sehr. Weil der ab einem bestimmten Zeitpunkt hat jemand gesagt, okay, wir haben hier diese Türen, die drehen wir auf und durch die fließt dann Blut und zwar unentwegt bis zum Ende und dieses Finale zum Beispiel, wo es dann in Evil Dead im Remake anfängt, Blut zu regnen und dann wird in Löcher gekrochen und dann kippt ein Auto um.
Das kippt dann auf die Hand von mir, der Hauptfigur. Die reißt sich diese Hand ab. Dann ist eine Kettensäge mit im Spiel. Währenddessen hört man den Soundtrack, der auch so klingt, als hätte man den mit einer Kettensäge eingespielt. Das hat so ein tolles Tempo. Und das ist so wuchtig, sodass ich denke, ja, das finde ich toll, das mag ich. Das ist Terror-Kino.
Das kann ich auch gut gebrauchen ab und zu. Das geht so all in. Genau, wenn du schon so richtig Terror machen willst, dann mach das. Und was ich zum Beispiel grauenerregend finde, sind Slasher und zwar grauenerregend nicht im positiven Sinne. Das ist wirklich gar nicht mein Genre oder Subgenre, weil es häufig so ist, dass irgendjemand steht irgendwo rum und hält ein Messer in der Hand und dann sehe ich Teenagern 45 Minuten dabei zu, wie sie langsam atmen und dann sagen, da hinten, da ist er.
Und dann wird von einem Versteck ins nächste gekrochen und dazwischen darf ich dann vier Szenen sehen, wo jemand in der Regel blutleer gekillt wird, weil die dürfen ja dann auch nicht besonders anecken, diese Filme und das finde ich ist so ein Scheiß-Genre, das tut mir ganz offen leid. Da gibt es nur ganz wenige, die ich gut finde.
Ich wirklich denke so, wenn schockierend, dann doch bitte richtig und dann zieh auch durch und transportier mich gerne auch in so eine fremde Welt. Und das muss jetzt nicht ein anderer Planet sein, sondern gerne auch so eine, nehme ich mit auf so eine Reise, die mich durchschütteln soll. Und dann gibt es die Filme so wie hier. Das tut mir als Slasher-Fan natürlich weh, aber ich finde, es ist ja das Problem, ich kann nicht mal was gegen sagen, weil die meisten laufen wirklich so ab.
Aber irgendwie haben für mich diese Atmosphären meistens, weil ich liebe halt auch so Camp Settings und dann, wenn es auch campy wird, weil ich mag, dass eben die meisten oder viele Slasher sich nicht ernst nehmen. Für mich geht das oft auch auf, aber es gibt natürlich auch massenweise Schund in dem Sub-Genre, das will ich gar nicht sagen.
Aber ich verstehe, warum du dem nicht abgewinnen kannst. Ja, also bei Scream zum Beispiel, ich war beim ersten schon raus. Den fand ich damals im Kino noch ganz okay, aber den zweiten schon unterirdisch und danach wurde es für mich nur noch schlimmer, und heute finde ich das so grauenhaft, dass die mit dem sechsten und fünften und wie sie alle heißen Teil dann sich dann auch noch dann selbst beeiern darüber, dass sie ein Legacy-Sequel sind und das macht mit mir dann tatsächlich nichts.
Es gibt dann noch so die anderen, sowas wie letztes Jahr hatten wir Bring Her Back und Und wir hatten, wie hieß der nochmal. Hereditary hatte ich ja schon genannt, Midsommar ist auch so ein Film, die werden ja gerne so als Elevated Horror bezeichnet, also wenn das dann so eine psychologische weitere Ebene hat, das kann dann total erschrecken, wenn das Themen sind, die was mit dir persönlich machen. Ja, ja.
Ich fand letztes Jahr aber auch Together richtig toll. Body Horror ist sowieso ein ganz großes Steckenpferd von mir, weil immer dann, wenn der eigene Körper mit involviert ist, kickt das auch tatsächlich eigene Ängste, weil ich habe so oft Träume, wo mir die Zähne ausfallen. Das wird jetzt irgendein Traumdeuter sagen können, das hat da und damit zu tun, mag sein.
Aber ich habe dieses Bild von meinem Körper zerfällt, halt so häufig vor dem geistigen Auge, wenn ich nachts ins Bett gehe, schon immer so gewesen. So Angst um das eigene Leben war schon immer ein großes Thema und das ist dann natürlich, dann sind so Filme wie Die Fliege oder The Substance oder so sind dann immer was ganz Besonderes für mich, freue ich mich über jeden einzelnen Body Horror Film aber auch Weapons.
Aber guckst du das dann, wenn du sagst, das ist quasi auch so das ist dann doch so eine Urangst die aber im Unterbewusstsein scheinbar ja irgendwie lauert guckst du das dann und das ist quasi wie eine Selbsttherapie oder guckst du das dann, weil du auch weißt, dass dich das besonders kriegt Ich gucke solche Filme am ehesten.
Ich mag total, dass die Leute, die das machen, und das ist jetzt nicht nur auf Body Horror bezogen, sondern ich finde diesen Horror mit weiterer Ebene deswegen so spannend, weil ich einfach toll finde, dass es Leute gibt, die begriffen haben, dass es diese Ängste gibt und wie man die aktivieren kann.
Ich finde, dass Cronenberg zum Beispiel ein absolutes Genie ist, wie ich finde. Ein großer Philosoph. Viele werden den abstoßend finden und werden sich denken, hat der nicht alle Tassen am Schrank? Aber ich glaube, das sind vielleicht so die gebildetsten Menschen, die es vielleicht sogar gibt. Wann immer ich den in Interviews sehe, denke ich so, ich klebe an seinen Lippen.
Der hat so viel Schlaues und Tolles zu sagen. Und das merkst du in seinen Filmen. Die sind oft weird und die sind auch oft nicht so zugänglich, aber das finde ich total faszinierend, dass da ein kluger Kopf kluge Dinge auf der Leinwand macht. Und immer dann, also ich gucke die Fliege zum Beispiel immer mit einer ganz großen Faszination, eher nicht mit einem Ekel, sondern ich denke so, alter die Effekte, wer hat, also ich glaube Chris Wallace war das ja, so was für ein Genie dieser Typ und was auch vor allen Dingen, wie toll das erzählt ist und wie toll das so mit Beziehungsdynamiken spielt und mit, also ich gucke das dann schon aus einer gewissen Faszination, ich habe jetzt nicht so das Gefühl,
auch bei Together zum Beispiel, Ich habe jetzt nicht Angst, mit meiner Partnerin zu verschmelzen, aber es ist ja auf der Sub-Ebene so dieses Gefühl von Nähe und sich auch mal gehen lassen in Beziehungen. Das spielt ja so mit Beziehungsdynamiken und wie man manchmal das Gefühl hat, wenn man zu viel Zeit miteinander verbringt, dass man regelrecht verschmilzt.
Und das ist ja nur die Verbildlichung von, als würde man das weiterspinnen. Deswegen werden da jetzt nicht unbedingt Urängste angesprochen, sondern ich mag einfach, wie scheiße schlau solche Filme sind. Das mag ich total. Ich wollte gerade noch sagen, Weapons war letztes Jahr auch so ein Film, der wieder aus einer ganz anderen Ecke kam, der so richtig Spaß gemacht hat, wo ich am Ende dachte, was für ein toller Bösewicht ist das.
Und die letzte Szene, wie toll ist die denn, dass ich sowas im Mainstream-Kino mal wieder sehen darf? Deswegen, um auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen, ich kann dir keine Box basteln, weil ich gar nicht diesen, ich habe gar nicht diesen Baukasten, weil unterschiedliche Horrorfilme auf sehr unterschiedliche Art und Weise funktionieren und du diese einzelnen Seiten des Würfels auch noch beliebig verrücken kannst und von hier ein bisschen was wegnehmen kannst und zum Elevated Horror noch ein bisschen Body Horror, aber auch Spaß und Splatter packen kannst und trotzdem kann das funktionieren.
Und genau das ist das, was ich an Horrorfilmen mag. Das ist das, was ich am Anfang sagte, das kann ich bei Liebeskomödien nicht und bei Dramen auch in der Regel nicht. Aber es kann ich bei Horrorfilmen. Und das. Deswegen, es gibt da für mich nicht die perfekte Formel. Ich lasse mich da gerne überraschen, jedes Mal aufs Neue von einem Film, ob er die vielleicht hat.
Ja, das ist eine schöne Antwort. Ich glaube, das ist auch das Ding, das Horror da, also wahrscheinlich das Genre ist, wo das am meisten auch möglich ist, wo du so viele Facetten hinzu addieren kannst und zusammen mixen. Es kann immer noch was bei rauskommen, was funktioniert. Ich glaube, das ist ein Horror wie in keinem anderen Genre, glaube ich, gegeben.
Und wenn du zu Hause auch Horror guckst, interessiert mich noch, deine Partnerin, guckt die auch Horror? Oder bist du zu Hause der einzige Horror-Fan? Ich darf das immer gar nicht laut sagen, aber sogar unsere Kleine. Wir haben ja ein kleines Kind zu Hause und die nervt mich auch die ganze Zeit. Die liebt Horrorfilme.
Die ist so eines der wenigen Kinder, was mir je begegnet ist, die auch schon gerne noch härteres Zeug gucken würde, wo ich immer sage, nein. Wie alt ist die jetzt, wenn du es sagen magst? Die ist elf. Die wird jetzt zwölf dieses Jahr. Und die werden natürlich auch über TikTok und über die werden sozialisiert natürlich auch.
Generell in den Medien. Bilder sind krasser, sind sexualisierter, sind gewalthaltiger. Und die kam letztes Jahr irgendwann mal nach Hause und meinte, Sag mal, hast du schon Terrifier gesehen? Ich so, woher kennst du den Namen denn? Der ging natürlich an der Schule rum und dann wurden sich da so Szenen auf dem Handy gezeigt. Die alle haben ja ein Handy.
Ja, na klar. Und dann ist das wie früher. Aber früher hattest du halt noch diese Schwelle, wenn jemand mit einer Videokassette in die Schule kam, die musstest du auch noch selber reinlegen und dich dann dafür entscheiden, ich bleibe jetzt hier. Aber wenn dir jemand einfach ein Handy hochhält und sagt, guck mal hier, dann hast du ja zum Teil auch schon Sachen gesehen, die du manchmal nicht sehen willst.
Die ist, was die mir schon manchmal in den Ohren lag, was sie jetzt für Horrorfilme gucken, wir gucken häufiger mal Sachen. So ganz, auch ich versuche sie an die alten Filme ranzu. Wir haben mal Shaki zusammen geguckt, den fandst du öde. Weil das nicht so dieses, diese TikTok-Generation will ja in Szene 1 schon angesprochen werden.
Und dann habe ich gesagt, naja gut, dann probieren wir mal das Remake aus. und die liebt sie. Sie liebt das Shaki Remake und auch Stephen King's S. Original schläft die ein, aber beim anderen, da war sie so richtig und ich bin mir immer unsicher, wie weit darf ich da gehen, weil ich möchte schon auch darauf achten, dass sie nicht mit Sachen konfrontiert wird, die zu krass sind.
Dann denke ich aber auch immer so, man, ich war da ja selber in dem Alter so. Das ist es halt. Vielen Dank. Ich war noch allen nicht besser. Meine Partnerin liebt auch Horrorfilme. Die kann nur kein Blut sehen. Das ist jetzt nicht bei allem so, aber die legendäre Geschichte bei ihr ist, dass sie als Kind die Fliege geguckt hat, sich im großen Strahl auf den Mittagstisch übergeben musste.
Und die fängt wirklich im Kino an zu würgen, wenn so Blut spritzt. Und ich war dann vor zwei Jahren als Resident Evil, Evil Dead Rise rauskam, sitzt sie dann im Kino neben mir und so. Und ich so, ich habe immer Angst, dass sie jetzt da irgendwo, ich so, ey. Kannst du dich mal zusammenreißen, das ist doch so und die kommt dann hinterher raus und sagt, ich hatte Spaß und das finde ich auch strange, aber ich freue mich nicht natürlich darüber, also ich habe, finde es voll toll, dass in meinem Haushalt alle irgendwie das mögen und gar nicht so Also dieser Grusel ist gar nicht so wichtig.
Ich glaube, alle finden so diese Faszination daran toll, was Horrorfilmen mit einem machen. Dass es dich erschreckt. Das ist ja ein ganz besonderes Gefühl, was sonst kaum einen Film auslöst. Ja. Ja, absolut. Und auch was, was nachheilen kann. Ja, ja, genau. So schwere Dramen, klar, die irgendwelche Sachen verarbeiten, sehr persönliche Sachen vielleicht, wo am Ende weinen musst, die irgendwie was Nahbares mitgeben.
Vielleicht, wenn es gerade auch in dein Leben irgendwie passt, klar. Aber Horror ansonsten mit auch das Genre, finde ich auch, was am meisten nachhalt, wo du auch noch darüber nachdenkst. Und was vielleicht auch so ein Gefühl dir noch erhält nach dem Film. Ich finde es ein bisschen schade, auch für die Kleine ehrlich gesagt, dass Horror heute so ein Genre ist, was so abgesteckt ist vom Rest.
Wenn du dich erinnerst, an unsere Zeit, wenn wir früher ins Kino gegangen sind, in den Goonies oder, Poltergeist will ich gar nicht nennen, der war schon ein klarer Horrorfilm, aber so die Steven Spielberg Filme, die hatten immer wieder auch Szenen, auch in dem E.T. Zum Beispiel. E.T., ja, ja. Die waren gruselig.
Auch ein Indiana Jones hat gruselige Sequenzen mit Gewalt, mit Skeletten, mit auf einmal sind das Spinnen oder Geister oder einem Nazi schmilztes Gesicht. Dass die Blockbuster heutzutage auch mal, sich trauen, so ein bisschen einen Genre-Mix zu präsentieren und auch die Kids auch mal durchschütteln wollen, das passiert zum Beispiel gar nicht mehr.
Die Marvel-Formel ist so safe, dass man das eigentlich, ja, dass Genres einfach getrennt werden. Und Horror findet so für sich statt. Du hast dann einen Captain Marvel, da darf dann auch mal ein bisschen Science-Fiction mit dabei sein. Aber Horror ist so komplett rausgeschoben worden. Ich erinnere mich an wenige Sachen, die so, ne, Ghostbusters kann man jetzt vielleicht noch nennen, aber die sind ja auch nicht mehr gruselig.
Ich erinnere mich aber damals der erste Ghostbusters, diese Szene in der Bibliothek am Anfang, da war Horror ein Thema. Heute ist es alles nicht mehr so. Das finde ich voll doof. Das vermisse ich sehr, ehrlich gesagt. Ja, ich habe auch das Gefühl, wie du sagst, so getrennt war das Gefühl, man traut sich das nicht mehr, weil Horror halt für was steht, was halt eine gewisse Gruppe an Zuschauern irgendwie dann abschrecken würde.
Aber früher hat man das ja auch gar nicht damit beworben. Es war halt einfach nur Bestandteil. Und es war ja trotzdem jetzt bei D.A. Jones zum Beispiel, es ist halt ein ganz klarer Abenteuerfilm, aber es gibt dann eben ganz zentriert Momente, die eben Anleihen aus dem Horror halt haben. Und das nehmen Leute ja dann trotzdem mit, weil es ja um die ganze Reise geht und den Film und die Geschichte und nicht nur diese Szene.
Und ich hab das Gefühl, dass man sich nicht mehr getraut, weil man damit irgendwie abschrecken könnte oder vergraulen oder sich noch die letzte Millionen Zuschauer, die man noch braucht, dann spricht es sich rum oder sind gute Szenen drin, dann gehen Leute nicht mehr rein. Das ist natürlich auch so ein Ding, was sich halt heute schneller verbreitet.
Ich hatte ja zum Beispiel gehofft, ich bin auch lang kein MCU-Fan mehr, oder war es nie. Ich fand, die erste Phase war okay. Aber bin auch lange raus, was das Mitfiebern angeht. Aber beim letzten Dr. Strange, wo Sam Rimey inszeniert ihn, und er will so ein bisschen Handschrift reinbringen. So, oh, geil, vielleicht kriegen wir endlich mal einen MCU-Film, einen Blockbuster, der vielleicht so ein bisschen Handschrift hat, vielleicht mal ein bisschen düster wird. Ja, Pustekuchen, war nix.
Ja, das wird sich nicht mehr getraut, hast du recht, ja. Ja, das ist, früher waren Filme noch Achterbahnen, ne, da hat, das war ja so ein geflügeltes Wort auch, ne, das waren Gefühlsachterbahnen, wo du das Publikum durchjagen wolltest. Heute fühlt sich Blockbuster-Kino an, als würdest du an einer Bushaltestelle stehen und warten.
So, es bewegt sich nichts, es tut sich nichts und, äh, vor allen Dingen auch mit deinen, mit deinen Emotionen tut sich nichts. Du gruselst dich nicht, du bist intellektuell nicht mehr animiert und, äh, ich verfeier jetzt schon wieder in dieses, früher war alles besser Ding. Aber das ist halt schon eine Entwicklung, die man klar sehen kann, dass Horror einfach so abgeschoben wurde auf den Platz.
Und auf der anderen Seite ist es natürlich schön, wie wir am Anfang besprochen haben, dass auch zu einem kommerziellen Erfolg daneben werden kann. Aber dann eben nur, wenn man sagt, ich schreibe eine 4 hinter einen Titel von Sachen, die schon mal funktioniert haben, ganz häufig. Ich würde mir da gerne mehr Experimente wünschen.
Man kann nur hoffen, dass so Sachen wie, wenn dann ein Substance zum Beispiel oder jetzt auch ein Sinners Oscar nominiert wird auch, dass das dadurch auch in Hollywood mehr ankommt, dass man sagt, oh, nicht nur Sinners war ein Riesenerfolg, sondern das oder Weapons war jetzt ja auch die Nebendarstellerin, war Golden Globe nominiert zumindest.
Das finde ich, das kann hoffentlich was bewirken. Und ich würde mir wünschen, dass da vielleicht so die richtigen Schlüsse draus gezogen werden. Es ist ein gutes Zeichen, auf jeden Fall, definitiv. Wie gesagt, ich glaube jetzt gerade sind wir auf einem guten Weg jetzt seit letztem Jahr, weil es sich wirklich krass zeigt, Horror funktioniert an den Kinokassen, man kann sich was trauen, egal ob das auch gewalthaltig ist und dass das funktioniert, aber ja, es war auf jeden Fall jetzt, wir kommen aus einer langen Strecke, wo Horror sehr stiefmütterlich behandelt wurde, überall vergessen wurde.
Und sich, wenn dann nur auf so sichere Häfen konzentriert wurde, das stimmt halt leider. Und das war jetzt wirklich bestimmten Jahrzehnts so mindestens, ja. Ja, du merkst so manchmal, ich erinnere mich, als ich vor ein paar Monaten aus Keeper gegangen bin, dem neuen Film von Osgood Perkins. Und ich habe so letztes Jahr so ein bisschen das Gefühl gehabt, dass es so ein paar Neulinge im Horrorgenre gab, die gesagt haben, die haben sich mitreißen lassen von sowas wie Weapons und Bring Her Back.
Und haben dann gesagt, oh, dann gucke ich mir den jetzt auch noch an. Und Keeper war dann halt schon dieser Schritt zu weit. Keeper ist ein Film, der ist dann noch weniger easy. Also der ist nicht so zugänglich und der ist dann eher so ein Film. Der durch Atmosphäre besticht und der dann, ich weiß nicht, du hast ihn bestimmt gesehen, ne?
Ich habe ihn gesehen, ja. Genau, der kann schwierig sein. Und da kamen Leute lautstark schimpfend hinter mir, hat so einer, ist das langweilig, ich gehe jetzt hier raus. Ich war in einer normalen Vorstellung. Und da merktest du, das ist dann schon, also so sehr wollen sich dann, wie sich der Otto-Normalverbraucher dann doch nicht mit Horror auseinandersetzen, um sich wirklich auf jede Atmosphäre, auf jede atmosphärische Reise mitzubegeben.
Aber zumindest dann, wenn es kracht und wenn es auch ein kleiner TikTok-Hit werden kann, weil bei Weapons war es ja zum Beispiel so, dass dieser Weaponslauf ist auf TikTok viral gegangen. Und ganz viele haben diesen Weapons-Run dann gemacht. Und ja, ein viraler Hit auf TikTok kurbelt heutzutage halt echt auch die Verkaufszahlen noch mal an.
Absolut. Es ist leider so. Es ist Fluch und Segen. Ich glaub, das erste Video, was ich gesehen hatte, war irgendwie Weapons von wegen Naruto did it first. So Naruto-Run mit Weapons-Run verglichen natürlich. Ja, aber das hat funktioniert, absolut. Und Keeper, also ich fand Keeper auch nicht so gut, muss ich sagen.
Ich bin eh so ein bisschen auf Kriegsfuß mit Oz Perkins. Ja. Weil mir irgendwie, ja, irgendwie ... Long Legs möchte ich halt total. Black Coats Daughter, finde ich, ist bisher sein bester Film. Den hab ich nicht gesehen. Den fand ich genial, weil der war sowohl atmosphärisch Horror, aber auch storytechnisch echt sehr, sehr gut geschrieben.
Und irgendwie jetzt so alles mit Long Legs, fand ich halt die erste Hälfte stark, die zweite nicht so. Bei Monkey fand ich so die ersten 30 Minuten gut, danach fällt's ab. Also er kriegt mich immer so, bei Keeper fand ich alles nach dem Twist, fand ich richtig stark. alles davor war so, er kriegt mich immer so zur Hälfte.
Er kann mich nie voll überzeugen, weil entweder ist mir die Story gefällt, die Story nicht oder seine Vision gefällt mir nicht. Mit ihm bin ich ein bisschen auf Kriegsfuß. Ja, aber der hat schon ein Gefühl für Stimmung. Das mag ich total, ehrlich gesagt. Stimmung auf jeden Fall. Ich bin eingestiegen bei ihm mit Gretel und Hansel und der war auch so, dass ich dachte, oh, der Ansatz ist cool, aber nicht alles daran gefällt mir.
Long Legs war dann der erste, wo ich dachte, oh, da lasse ich mich jetzt einfach mal drauf ein. Und ich weiß noch, wie meine Frau neben mir saß und meinte, ach komm, den willst du doch jetzt gut finden. Weil sie mochte den auch genauso wie du. Das ist so ein Drei-Sterne-Film auf Letterboxd für sie gewesen.
Ich hatte damals vier gegeben und ich so, ja, manchmal muss ich, möchte ich mich auch fallen lassen und möchte sagen, so komm, dem gebe ich jetzt auch ein bisschen mehr, weil ich da echt Freude mit habe. Und bei Micah Monroe zum Beispiel, es gibt da jetzt dieses Trio aus neuen Scream Queens, Samara Weaving, Catherine Newton und Micah Monroe.
Egal, wo die mitspielen, bin ich mit am Start. so das sind, weil die sind so gut darin, gerade Samara Weaving, wenn die brüllt oder schreit. Ja, ich bin großer Fan. Ich glaube, ihr seid ihr nicht, ich hatte letztes Jahr auf dem Fantasy-Filmfest eure Ansage, seid ihr nicht der offizielle Samara-Rewing-Fanclub? Fanclub, genau.
Wir hatten ja auch den Ezra-El mit ihr präsentiert. Und Ezra-El war auch so ein Film, wo ich dachte, na ja, der funktioniert so semi. Aber am Ende steht sie dann halt doch wieder blutbeschmiert da und brüllt in die Kamera. Und ich dachte so, dafür bin ich gekommen. Nice. Und dafür jetzt gehe ich beglückt nach Hause.
Ähm, das finde ich, äh, genau das ist halt irgendwie grad, äh, das geht auch und deswegen war ich bei Long Legs, ähm, glücklich, dass Micah Monroe einfach dabei ist. Die mag ich auch super gerne, äh, It Follows und, und deswegen großer, großer Fan, ähm, und ich finde auch so, so, so, das auch was, was das Horror-Genre braucht, solche Galleons-Figuren, sag ich mal so ein bisschen, das hat's immer gegeben und das ist auch was, finde ich, was das Horror-Genre ausbracht, du brauchst da so ein paar, äh, Darstellende, die wiederkehrend sind, die, die so ihre Facetten da reinbringen.
Du auch bei einem Horrorfilm dann weißt, wenn die dabei sind, dann kriege ich genau, wie du gerade sagst bei Simmer Reviewing, kriege ich was, die erwarte. Und das braucht Horror auch so ein bisschen, ja. Ja, das gibt es so wenig, ne? Also auch das ist so den Freddy Krüger, den Michael Myers. Solche Figuren werden aufgewärmt heutzutage. Die werden gerne zurückgeholt.
Nächstes Jahr oder übernächstes Jahr sollen ja sogar die Gremlins wiederkommen und so. Ich warte darauf, dass die Critters auch irgendwie wieder ausgebuddelt werden. Aber da gab es ja sogar noch mal einen vor 2018 oder so. Jaja, auch eine Serie, oder? Irgendwas war doch da. Also du hast dann hier mal eine Chucky Remake und da mal irgendwie was, aber so dass diese neuen Ikonen geschaffen würden das ist irgendwie, das fehlt ehrlich gesagt so ein bisschen auch.
Auch da hat man das Gefühl, dass so Franchises mehr dominieren. Ich meine, das ist ja überall gerade im Kino so. Hast du eigentlich einen wollte ich dich mal fragen, du bist ja tiefer im Thema nochmal. Hast du dieses Jahr so ein paar Filme auf der auf der Watchlist, wo du sagst, die muss man auf jeden Fall im Auge behalten.
Auf jeden Fall. Es kommt ja zum Beispiel im Mai, glaube ich, bei uns. 28, sag ich nicht ganz, Vertur. Weil ich hab letztens erst, wir machen ja hier in Hamburg auch so eine Horrorreihe im Savoy-Kino. Da hatten wir letztens schon mal ein bisschen geschaut zur Planung, was über das Jahr so passiert. Und auf jeden Fall im Mai kommt Obsession. Das hatte ich jetzt schon mehrfach gehört.
Der reich letztes Jahr in Sieges von, ich weiß nicht, Baker heißt der Bedachtnamen. Der ist so ein Kurzfilmmacher auf YouTube. und die sind auch alle schon super. Milk and Serial heißt zum Beispiel einer, der ist richtig stark. Den musst du mal gucken. Und der hat jetzt gemacht mit Obsession seinen ersten Langfilm.
Da gibt es nur so einen Teaser, wo jemand im Auto sitzt. Ja, genau. Aber mehr hat sich mir noch nicht erschlossen. Man soll auch am besten gar nichts wissen. Kollege Tino Hahn hat den schon in Cigis letztes Jahr gesehen und es ist mein Lieblingsfilm gewesen. Okay, Tino Tino und ich sind nicht immer einer Meinung, aber dann gucke ich mal hin.
Ich hatte HOKUM noch für das Jahr irgendwie auf der Liste. HOKUM von dem Regisseur von, wie hieß er der letzte Jahr? Audity, genau. Audity fand ich auch so eine richtig schöne Überraschung. Hast du Kaviat gesehen? Welchen? Den er vor Kaviat? Kaviat, ja. Ja, der kann was. Also da bin ich auch sehr gespannt, was der macht.
Der schafft es für mich, und das ist auch ein Ding im Horror, was ich sehr schätze, wenn du durch Räume Schrecken erzeugen kannst. Der kann sehr, sehr gut Räumlichkeiten einsetzen. Dieses Haus in Audit Team, wahnsinnig gut. Aber auch ein Kaviat mit dem Keller und so. Der kann sehr gut so Settings ausnutzen, finde ich.
Okay, ja, den habe ich auch auf der Liste. Die beiden auf jeden Fall. Was kommt noch? Ja gut, von den ganzen Franchises müssen wir jetzt gar nicht sprechen. Eher so Einzelschicksale. Was kommt denn noch? Genau, und zwar heißt der Hope. Hope? Habe ich noch gar nicht von gehört. Ein südkoreanischer Film vom Regisseur von The Whaling. Ah, ja, ja, den habe ich gesehen.
Genau, und der macht einen neuen Film und da geht es um eine, irgendwie eine Stadt, eine kleine Stadt, eine abgeschiedene, spielt glaube ich so im, also spielt nicht in der Jetzt-Zeit, spielt vor 200, 300 Jahren oder so und da, sie werden quasi von etwas Übernatürlichem angegriffen und es wird aus der Beschreibung nicht so ganz klar, es könnte sowas Richtung Aliens gehen, aber es klingt ganz wild, es ist so ein.
Historisch südkoreanischer Film mit Horror-Sci-Fi gemixt. Ah, okay. Okay, der Wailing fand ich super. Deswegen, ja, dann notiere ich mir das. Also den auf jeden Fall, da freue ich mich auch sehr, sehr drauf. Hocomus schon gesagt, genau. Und ja, ich hoffe ja so ein bisschen noch drauf, dass vielleicht dieses Jahr der Backrooms kommt.
Soll der nicht definitiv kommen? Hatte ich irgendwie gehört, dass das dieses Jahr soweit sein soll? Ich habe es auch gehört. Ich habe nur noch nirgendwo jetzt wirklich ein festes Release-Date. Irgendwie gibt es noch nicht. Aber ich gehe davon aus und hoffe es sehr, weil auf den bin ich auch sehr, sehr gespannt.
Ich glaube, ja, ich hab den auch in meiner Jahresvorschau mit drin, weil ich dieses Backrooms-Phänomen, also ich mag generell dieses Liminal Spaces-Ding. Total, ja. Ich weiß nicht, ob du letztes Jahr Exit 8 auf dem Fantasy-Filmfest gesehen hattest. Nee, den hab ich leider verpasst, den muss ich noch nachholen.
Der ist gar nicht schlecht. Generell dieses Liminal Spaces-Ding, da kannst du dann auch, egal wie die Story ist, sobald du das mit drin hast, bin ich schon gehuckt und Backrooms hat mich halt total bekommen ich bin nicht so richtig sicher wie das wird wenn man da eine geschichte erzählt weil, Backrooms halt voll davon lebt, dass man eben gar nichts erzielt, aber ich lasse mich gerne drauf ein und ich mach dir, glaube ich, auch der Macher der Kurzfilme sitzt selber mit dran.
Also es ist halt Wahnsinn, der ist 18 irgendwie. 18? Der Drehstart wurde ja verschoben, weil er seinen Abschluss am Machen war. Und jetzt hat er seinen Abschluss fertig und jetzt hat A24 gesagt, let's go und ich glaube im Herbst sind die Dreharbeiten dann gemacht worden. Cool. Also der einfach crazy, der kommt jetzt gerade frisch von der Schule und dreht erstmal einen A24-Film. Also es ist, ja. Ja, schön.
Ja, hoffentlich hat er auch mal angefangen mit den reitenden Leichen mit seinem Opa irgendwann. In seinem Alter war es wahrscheinlich irgendwas schon moderneres, aber ja, ich glaube, der hat, ich glaube, der ist sehr creepypasta infiziert, der... Du hast von, du wirst wahrscheinlich, das ist ja ein Interviewformat, aber ich würde gerne von dir tatsächlich auch nochmal wissen.
Völlig fein. Was sind die, bei dir so die ersten Sachen gewesen? Also auch sowas wie Wir hatten Leichen in der Videothek gesehen oder womit hast du so die ersten Schreckensmomente gehabt? Ja, erzähl ich dir sofort nur noch einen Film für deine Liste, weil es mir gerade einfällt. Auch ein Film, wo ich nicht weiß, ob er dieses Jahr noch kommt, aber er ist angekündigt und ich hab jetzt schon richtig Bock.
Hast du The Empty Man gesehen? Die Empty, dieser mit der Flasche auf der Brücke und dann wird da so eine Cthulhu oder so eine Cosmic Horror Nummer draus. Die fand ich toll, ja, den mochte ich sehr. Ja, von dem Regisseur, David Pryor heißt der. Der hat ja früher nur Dokus gedreht. Das war eigentlich ein Dokufilmer, das war sein erster Langfilm. Und dass der gleich so ein Brett rausgehauen hat, hat mich auch umgeblasen.
Weil ich bin auch so ein riesen Sucker halt für so Creepypasta, Urban Legend-Kram. Ich mag Cosmic Horror halt. Ja, und Cosmic Horror, ja. Bin ja riesen Lovecraft-Fan und so. Von dem kommt ein neuer, The Boy in the Iron Box. Aha. Ein Horrorfilm. Man weiß auch gar nichts, aber der macht einen neuen und ich, wenn er da ist, ich bin der Erste, der da reingeht. Okay.
Der hat mich krass abgeholt. The Boy in the Iron Box. Zu deiner Frage. Klar, das ist sowas, was wiederholt sich hier im Format auch. Die Leute wissen es mittlerweile. Ist auch überhaupt nicht schlimm. Bei mir war es hauptsächlich A, Fernsehen, weil, was du auch so ein bisschen erzählt hast, nachts noch mal aufbleiben, sich doch noch mal ins Wohnzimmer schleichen oder mal durch den Türspalt gucken.
Das war so das Erste. Ich hatte das Glück, dass ich einen großen Bruder habe, der auch großer Filmesammler war und beziehungsweise natürlich dann die ganze VHS-Kopierzeit in der Videothekenphase. Und ja, wenn der mal nicht da war, dann hab ich mich auch schon mal in sein Zimmer hat ein zweistöckig oben geschlichen und da auch irgendwie schon mal was reingeschoben.
Und ich glaub, das erste war so was wie Geschichten aus der Gruft. Echt so ganz krassisch. So RTL 2 auch, oder ich weiß gar nicht, vorher war noch was anderes vorher, glaub ich. Auf jeden Fall so Geschichten aus der Gruft-Sachen. Ich hab sehr früh auch im Fernsehen schon Pet Sematary mal gesehen, der mich komplett verjagt hat.
Auch der zweite Teil, wo es diese Wolfsverwandlung gibt, die hat mich auch als Kind komplett verjagt. Die Moderat-Sequenz hat mich damals gekriegt. Oh, die auch. Es gab in der Bravo damals, da gab es ja die Foto-Love-Story, aber es gab auch die Film-Love-Story, äh Film-Foto-Story, kennst du das noch?
Ja, kenn ich doch. Wo die den Film so in einzelnen Stills nebeneinander aufgelistet haben. Ganz häufig haben sie da auch einfach Sachen gespoilert. Ja. Und ich weiß noch, dass zurück, äh, nee, was will ich jetzt gerade sagen? Pet Sematary 2. Friedhof der Kuscheltiere 2. Dass der da aufgelistet wurde.
Und dass die so in einzelnen Bilder gezeigt haben. Und dann gab es auch diese zerrissenen Gesichter, das mit dem Motorrad wurde gezeigt. Und ich dachte so, oh Gott, ist das krass. Das hat mich damals auch sehr schockiert. Ich habe mir gerne Bilder angeguckt, um mir so einen Kick zu holen. Und mich dann erst später herangetraut. Ja, das ist schon geil, dass die Bravo dir da eigentlich so auch teilweise den Film gespoilert hat.
Ja, kann ich voll verstehen. Auf jeden Fall, das waren so Dinge, die haben mich echt, das waren eher so die Zeit, da habe ich oft auch nur so Ausschnitte gesehen. Nicht immer die ganzen Filme oder die ganze Show, einfach Ausschnitte, oft dann auch schon wirklich ausgemacht, weil es zu gruselig war. Da war ich schon noch sehr jung. Wahrscheinlich bist du reingelaufen, während dein Bruder was geguckt hat und dann wurde gerade jemand zerfetzt und dann bist du wieder rausgelaufen?
Mein Bruder war da ja natürlich eher nicht so. Also der hat das ja wahrscheinlich noch laufen lassen, aber dann eher auch bei Eltern oder so. Aber ich hab vor allem bei ihm immer sneaken, wenn er nicht da war, weil ich das dann ausgelöst hab. Weil er hatte halt einen Fernsehvideorekorder im Zimmer, ich halt nicht.
Genau, das waren so Sachen, da hab ich immer so erste Eindrücke gesammelt, konnte aber noch nicht Sachen in den Kontext setzen, weil ich nie das Ganze gesehen hab. Und dann erzähl ich dir auch gerne meine legendäre Geschichte, die ich schon oft erzählt habe, aber auch die immer wieder gut ankommt. Ich glaube so einer, der, also ich bin ja noch einen Tick jünger als du und der Film, den ich als allererstes komplett am Stück ganz bewusst, wirklich bewusst.
Eigenhändig eingelegt habe und am Stück geschaut habe, das war ganz frisch die VHS von Predator 1. Ich hatte Sturmfrei quasi, also ich war da so, weiß ich nicht, lass mich da, also es war, ich hatte eine kopierte VHS von meinem Bruder halt und zwar hat er mir einen Film gegeben und da war ich so 10, 11 gerade.
Und er hat mir quasi einen Film gegeben, den kannst du gucken. Und das war Hotshots 2. Und meine Eltern waren nicht da und ich so, ja geil, ich hab mir noch den Film von meinem Bruder, zieh ich mir rein, Okay, Hotshots laufen lassen. Mega gelacht, hab nichts verstanden, weil ich kannte ja die Vorlage nicht, Rambo hatte ich ja noch gar nicht gesehen.
So, aber fand ich lustig, okay. Und dann hat er natürlich gesagt, und das kann ich heute noch, schwiegt mir das doch im Ohr mit, dann guckst du den Film und dann machst du aus. Achso, weil der lief dahinter? Weil dahinter war Predator 1 überspielt. Naja, und dann sitze ich da, okay, Abspann läuft und dann höre ich in meinem Ohr so, und danach machst du aus.
Und guckst auf die Uhr und dachte mir, okay, meine Eltern kommen safe noch nicht vor 0 Uhr wieder, ist noch eine ewig Zeit. Na ja, gucken wir einfach mal, was passiert. Naja, dann hab ich halt da mit 10, 11 hab ich da schön Predator 1 am Stück geguckt, ganz allein zu Hause und danach hab ich zwei Wochen ganz schlecht geschlafen. Das glaub ich.
Also das war der erste, nach so einigen Ausschnitten im Free-TV und so, oder beim Reinlaufen, das war der erste Film, wirklich der erste Horror, oder ist ja auch viel Action, aber trotzdem auch Horror-Elemente viele, der erste Film, den ich bewusst geguckt hab, der mir eine Höllen-Angst-Ei gejagt hat.
Aber eben ich war trotzdem auch fasziniert und konnte auch nicht ausmachen, weil es irgendwie geil war natürlich. Es hatte ja auch dieses, weil der Bruder ja auch gesagt hat, mach mal aus. Es hat dieses Verbotene gehabt. Komplett. Das ist jetzt auf jeden Fall nicht cool. Damals gab es ja auch die große Warnung, auf keinen Fall für Kinder zugänglich machen.
Das hat es ja nur interessanter gemacht. Ich weiß noch, wie ich damals am Bahnhof stand. Es war kurz nach der Wende und da ist Tanz der Teufel vom Index gezogen wurde oder zumindest die Beschlagnahme wurde zurückgezogen und dann gab es bei uns in der U-Bahn am Alexanderplatz so ein Plakat, Tanz der Teufel der verbotene Film ist wieder da und ich dachte so der verbotene Film?
Interessant und das war natürlich so für Kids, das Ding der heilige Gral damals da musstest du dann irgendwie rankommen Absolut. Das war ja immer schon so. Das Verbotene schmeckt am besten. Und die ganzen Indexlisten, Giftschrankfilme waren ja damals eine reine Werbeveranstaltung. Da wussten wir ja, das war ja bei uns dann auch.
Weil dann danach, dann irgendwie so mit 12, 13, 14, klar, dann kam auch genau wie bei dir die Zeit. Da kam von dem großen Bruder mal was. Dann haben wir Sachen bekommen und hier, und hier, Sado stoß das Tor zur Hölle auf hier. Boah, krass, der Titel. Der Titel schon, boah. Ist ja heute noch so. Jedes Jahr mindestens einmal gucke ich mir den krassesten Film aller Zeiten an.
Dieses Jahr kam ja Marco, der brutalste indische Film. Wahrscheinlich ist es sogar der brutalste indische Film, aber es ist jetzt nicht der brutalste Film aller Zeiten. Das ist mittlerweile ja immer noch Marketingmaschinerie. Der Film, wo Leute aus dem Kino gerannt sind, wo sie sich übergeben haben, wo sie ohnmächtig wurden.
Ah ja, da habe ich jetzt schon... Wenn ich noch eine Marketingkampagne höre, wo jemand sagt, im Kino wurde gekotzt, ey, der rast dich aus. Das ist mittlerweile auch so inflationär, weil es bei jedem zweiten Film ist. Ich dachte, nee. Ja, macht sich aber als YouTube-Titel halt hervorragend. Ja, natürlich.
Für uns Film-YouTuber ist es natürlich, ich muss mir den Clickbait nicht mal selber ausdenken. Ich nehme einfach das, was die auf die Packung draufgeschrieben haben. Ja, natürlich, bei TikTok auch und so. Wenn ich da mal irgendwie ein Video mache. Ich mache so auf TikTok viel mit so, ich erzähle ein bisschen was über so Beschlagnahmehistorien.
Warum Filme, wann, wie beschlagnahmt wurden. Ich habe es gesehen, ich bin seit gestern auf TikTok und habe gleich sofort deine Videos angezeigt bekommen. Ja, perfekt. Ja, guter Algorithmus. Und das klickt sich wie blöd. Da muss ich gar nichts machen. Weil du setzt irgendwie Index verboten FSK 18 in die Hashtags.
Das zieht halt einfach wie blöde, ja. Aber jedenfalls, das war dann bei uns natürlich auch ne Sado und Tanz der Teufel und From Dust Till Dawn und irgendwann und dies und jenes. Klar, die Zombie-Filme, Dawn of the Dead. Nee, also da war die Anwendungsweise genauso. Und bei mir war es so, mein Bruder war eh so, na ja, guck mal, aber erzählst dich Mama.
Meine Mutter war auch relativ entspannt. Die kam auch schon mal einfach, da war ich mit Freunden, dachte ich alleine, haben glaube ich Starship Troopers geguckt, auch mit 14, 15. Dann kommt sie reingelaufen, gerade wird irgendjemand in der Mitte durchgerissen. Sie sagt irgendwie nur, ihr guckt ja wieder an Quatsch und geht.
Also, meine Mutter war da total entspannt. Mein Vater fand's gar nicht geil. Der ist auch bis heute gar kein Horrorfan. Wir hatten in den letzten Jahres ja so eine Live-Show in Köln erstmalig, wo wir so eine Weihnachtshorrorshow gemacht haben. Meiner Heimat ist nähe Köln und der war dann sogar da, er ist gekommen, ich habe ihn eingeladen und der hat sich das alles angeguckt und war natürlich trotzdem, also er fand es cool als Show aber danach hat er trotzdem gesagt ich verstehe nicht, warum hier 100 Leute hinkommen und sich was über Horror anhören.
So war mein Vater immer schon, ist auch gar nicht schlimm aber er konnte mit ihm was anfangen und fand er wollte den Jugendschutz da auch schon ernst nehmen hat so semi gut funktioniert aber ich bin da auch eher liberal aufgewachsen, ja, Ich meine, ich habe das heute noch nicht so, ich habe jahrelang jetzt mit einem Manager zusammengearbeitet und der war vorher in einer hohen Position bei einem der größten Filmstudios der Welt, hier beim deutschen Ableger.
Und er ist auch ein riesiger Filmfan, das will man gar nicht sagen, aber der hasst Horrorfilme und immer dann, wenn sie Horrorfilme im Programm hatten, hatte er das große Dilemma, dass er diese Filme nicht gucken wollte, aber sie vertreiben musste. Und vor allem, der hat die Influencer-Marketing-Kampagne gemacht und hat dann echt Schwierigkeiten gehabt, weil er zum Teil mit im Kino stehen musste.
Und das war immer lustig gewesen, ihm dabei zuzugucken, weil es ihn da wirklich ins Schwitzen gebracht hat, wie als erwachsenen Mann tatsächlich. Und das muss man anerkennen. Ich finde das auch immer gar nicht schlimm. Ich will mich da gar nicht über jemanden erheben, weil ich sage so, oh, guck mal, ich kann Horrorfilme gucken und der andere nicht.
Diese Grenzen macht jeder für sich selber aus. Absolut, ja. Genauso wie es immer wieder Leute gibt, die sagen so, was, das ist dein härtester Film, den du je gesehen hast. Und du kannst auf dem Eisberg nach unten gehen, aber da schindelst du, glaube ich, nur deine Seele. Und vor allen Dingen musst du da so viel Rotz gucken, so das finde ich dann gar nicht so bemerkenswert, ehrlich gesagt.
Aber ja, auch das hat man, ja gut, ich habe es bei den anderen Genres auch, wenn du jetzt sagen würdest, Liebeskomödien, würde ich eher sagen, ich weiß gar nicht, warum du da eine Live-Show zumachst, würde ich mir jetzt zum Beispiel keine Live-Show angucken und mich wundern, wie man dann 900 Leute hinbekommen würde. Dann doch eher so Horrorfilmen.
Ja, das stimmt. Aber deswegen, also sowieso, generell, für jedes Genre wird nicht gejudged, ist ja klar. Aber genau, ich würde eher bei jeder schmalzigen Liebeskomödie eher einschlafen als, selbst beim schlechten, ich gucke lieber einen schlechten Horrorfilm als eine halbgare Komödie, sag ich mal, oder halbgare Liebesromcom irgendwas.
Aber ja, wegen dem Fact eben mit dem Manager, ein guter Freund von mir, der arbeitet auch bei einem großen, einem auch der größten Major Labels in Deutschland und der ist für die, der ist Produktmanager für die Kinofilme, für die neuen Theatry-Crew-Releases. Dem geht's genauso. Der hasst Horrorfilme und musste letztes Jahr Final Destination Bloodlines machen und das ist halt die Diskrepanz, wenn du halt, ja, diesen Genre, also ist nicht, dass er es nicht mag, er kann es nicht gucken, er hat einfach Schiss, ist die Diskrepanz, wenn du an diesen Titeln arbeiten musst und kannst dir einfach die nicht angucken, ja.
Ja, ja, ich glaube generell, wenn du so für Studios wie Cape Light oder so arbeitest, die dann halt auf die Filmmärkte fahren ... Und sich da dann halt auch in Rohschnitt-Fassungen so den übelsten, krassen Scheiß angucken müssen. Weiß ich gar nicht, ob ich das könnte. Auch früher habe ich immer bewundert, die Leute vom Fantasy-Filmfest, irgendeiner muss das ja sichten und sagen, ja, den picken wir raus, den picken wir raus.
Und da wirst du wahrscheinlich auch so einiges gesehen haben in der Zeit. Ich meine, ich jetzt auch, aber ich weiß gar nicht, was man in der Auswahl noch alles präsentiert bekommt. Ja, absolut. Also vor allem auch qualitativ sicher hat man auch viel schlechteres Fotos raus schmeißt und kuratieren. Aber ich glaube, ja, ich meine, wenn du, klar, wenn du bei einem Filmfestival, das dediziert auf Genrefilme aus ist und Horror und so, dann, glaube ich, dann machst du den Job aber auch eher, wenn du da eher Fan von bist, natürlich.
Auch wenn du bei einem Label wie Capelight, den Kollegen, arbeitest, die haben ja auch, gut, nicht nur, die haben ja auch andere Sachen, aber tendenziell ja auch viel Genre. Ich glaube, das sind doch so Jobs, glaube ich, die suchen sich dann doch wirklich eher Leute, die damit was anfangen können. Aber gerade wenn du eben bei Major arbeitest, dann hast du ja eben auch das ganze Spektrum an Genre.
Und wenn du dann ausgerechnet als Nicht-Liebhaber genau den Film auf den Tisch bekommst, bist du auch nicht schon wieder, dann kannst du das meistens wahrscheinlich nicht aussuchen. Aber bei Final Destination erschreckt man sich doch gar nicht. Das ist doch eine klassische Achterbahn. Das stimmt, aber auch da wieder, es geht um die Gewalt, es geht um alles, es ist zu viel Anspannung einfach.
Das ist einfach, er kann mit diesem Puls dann nicht umgehen. Das ist alles für ihn zu aufregend. Ja, okay. Aber ja, ich würde es machen. Ich würde sagen, bevor wir langsam zum Ende kommen, ich hatte dir ja noch eine quasi Hausaufgabe aufgegeben, beziehungsweise am Ende unserer Gesprächsfolgen frage ich immer gerne mal ab, dass die Gäste ihre, ich will nicht immer sagen Geheimtipps, aber einfach ihre Favoriten mitbringen.
Was würdest du unseren Hörern und Hörerinnen gerne für Filme nahelegen? Deine Special Picks, die du jedem empfehlen würdest, der sich mal Horrorfilme angucken soll. Hast du was mitgebracht? Ich hab mich da so ein bisschen schwer getan, als du mir diese Hausaufgabe mitgegeben hast, weil ich nicht wusste, nehme ich jetzt was Aktuelles, sage ich wirklich einfach meine Lieblingshorrorfilme.
Deswegen hab ich's dir ein bisschen offen gelassen. Ich will nicht Geheimtipps sagen, weil Geheimtipps klingt immer so, als müsste man jetzt irgendwie wühlen. Und genau wie du gesagt hast, irgendwas Schmutziges ausgraben, das keiner kennt, darum geht's gar nicht. Die Leute sollen eher ein Gefühl dafür bekommen, in drei Filmen, Deinen Geschmack quasi wirklich. Das ist völlig egal, ob das alt ist, neu ist. Darum geht's gar nicht. Sondern wirklich, was dich persönlich, was du empfiehlst.
Und das kann Hereditary sein. Das kann aber eben auch was, wo du denkst, tendenziell ihr Unbekanntes sein. Das ist völlig ... Ich würde jetzt mal einen nennen, den würde ich jetzt nicht zu meinen Lieblingen zählen. Aber weil wir vorhin über Filme gesprochen haben, die kompromisslos sind und wo ich auch mag, wenn die sich ein Ziel gesetzt haben und das dann durchziehen, dann machte ich in den letzten Jahren sehr, sehr When Evil Lurks.
Ich glaube, aus Argentinien ist er, glaube ich. Argentinien müsste es sein, ja. Der Vorgänger, den fand ich noch nicht so gut. Der hat so einen Titel, bei dem ich, glaube ich, hoffe ich ins Stocken komme, weil er sich so einfach verwechseln lässt mit einem anderen Filmnamen. Aber When Evil Lurks ist... Der Vorgänger ist Terrified.
Terrified, genau, genau. Da kommt man nämlich gerne ins Verwechseln mit Terrifier. Den die aber auch sehr mochte. Ja, der hat auf jeden Fall, der hat so einen, der hat einen Jumpscare, den sich, glaube ich, Smile später ganz genau angeguckt hat am Auto, wenn du dich recht entsinnst. Ich fand den auch sehr effektiv.
When Evil Urks ist richtig bitterböse. Und das mag ich bei Horrorfilmen auch ganz gerne. Wenn die sagen, so, ich ist jetzt egal. Hier geht es um eine dämonische, besessene Story. Und da sind dann halt auch Tiere und Kinder nicht vorgefeit. Und wenn jemand getötet wird, dann soll es auch wehtun. Und irgendwann ist der Film dann nur noch unangenehm, fand ich.
Aber auf eine, wie ich finde, ganz gute Weise. Der ist nicht perfekt, aber ich fand, wenn wir so von konsequentem Horror sprechen, das fand ich in letzter Zeit echt, den mochte ich sehr. Ich würde mal noch einen aktuellen nennen, der mir aus den letzten Jahren gefallen hat, der aber ein bisschen in so eine spaßige Richtung geht.
Ich fand Wörmin von Sebastian Warnicek sehr, sehr gut. Der macht ja jetzt den neuen Evil Dead. Ich habe ihn tatsächlich noch nicht gesehen. Ich habe ihn ... Warte ... Zu Hause liegen? Da, die ist Mediabook. Ich habe das Mediabook von einem lieben Hörer zu Weihnachten geschenkt bekommen. Hat ja drei Namen. Wörmin-Infested oder Spiders bis zum Tod hier in Deutschland.
Mich von dem wirklich fiesen Titel abschrecken lassen. Ich bin damals, ich glaube, einer meiner allerersten wirklich Lieblingshorrorfilme und glaube ich war auch einer der ersten, die ich je gesehen habe, war Arachnophobie. Ja, ich liebe den auch. Den finde ich fantastisch und da wurde meine Liebe zu Spinnen im Film gefestigt nach Dieb von Bagdad und ich glaube im Evox-Film war auch noch eine Riesenspinne, Also immer mit Riesenspinnen oder generell Spinnen.
Ich habe echt ein Problem mit Spinnen. Also ich habe keine Arachnophobie, aber ich mag sie wirklich ungerne. Ich auch. Und deswegen Arachnophobie, ich liebe den Film aber trotzdem. Also gerade, weil der mich dann so kriegt, weil der das halt so echt macht alles. Ja, ja, ja, ja. Ich bin da genau wie du. Ich würde jetzt eine Spinne nicht als Haustier mehr halten wollen.
Aber in Horrorfilmen ist die genau das Richtige, was ich brauche, weil sich sie fasziniert. Es sind auch irgendwie hübsche Tiere, aber auch unglaublich eklig. Die sind sehr ambivalent und das mag ich da. Infested ist, Stell dir vor, du hast Banlieue 13 oder so einen dieser französischen. Gangsterfilme, die in den letzten Jahren rausgekommen sind und das kreuzt du mit Arachnophobie.
Aber du hast einen Regisseur, der auch ein echt schönes Gespür dafür hat, so wie er Stimmung und Spannung aufbaut. Es gibt so ganz viele Momente, wo jemand in einem Raum steht und dann krabbelt einfach so was Schwarzes hinten über die Wand und das macht er richtig gut. Und am Ende explodiert er dann in so Rumgeeiere mit Riesenspinnen und das hat Spaß gemacht. Das fand ich wirklich gut.
Den ziehe ich mir jetzt die Woche endlich mal rein. Ja bitte, guck den, der wird dir gefallen. Und dann ehrlich gesagt, ich weiß es jetzt gerade gar nicht, einen dritten, ich würde jetzt gerne eigentlich eher so Elevated Horror nennen, aber ich muss sagen, was ich jedes Jahr gerne mache, immer wieder, ist mir um Halloween herum die VHS-Filme anzugucken.
Also es kommt ja jedes Jahr ein neuer und ich finde von den kurz, es ist eine Anthology-Serie, die. Ich glaube, da sind jetzt mittlerweile sechs oder sieben Teile von erschienen und dann jeweils, kommt drauf an, es gibt immer so eine Storyline, die, das Ganze umfasst und dann sind so drei, vier Filme, die da drin sind und davon würde ich sagen, sind gerne mal ein, zwei Schmutz, aber es gibt immer diesen einen Diamanten da drin, der manchmal so richtig toll ist.
Es stimmt, ja. Ja, also die VHS-Episode aus dem letzten Jahr fand ich nicht ganz so gut, aber aus dem Jahr davor gab es so eine zum Beispiel, die spielte in so einem Raumschiff, da gerät so eine Frau in so ein Raumschiff. Und wird dann ins All geschossen und verwandelt sich dann in eine glibberige Masse, weil der Körper damit einfach nicht umgehen kann. Und das fand ich so gruselig.
Das fand ich so erschreckend. Das war Beyond, glaube ich. VHS Beyond. Genau, das war VHS Beyond. VHS Beyond hat auch so ein, zwei solche Dinger, die richtig gut sind. Also ich finde, da muss man mal durchgehen. Wenn ihr nicht die ganzen Dinger schauen wollt, könnt ihr auch einfach mal informieren. Es gibt mehrere Rankings, was sind so die besten Folgen. Ich glaube, von Timo Tjahanto wird häufig die am meisten erwähnt.
Ich finde einige andere besser. Aber was ich super finde, ist, dass es das auch lange nicht mehr gab. Dass es so diesen Playground gab. Früher war das so Masters of Horror. Jetzt hast du diesen Spielplatz für Horrorregisseure oder auch mal aus anderen Genres, die aber sagen, ich will jetzt hier meine kleine Horrorvision kurz umsetzen.
Und das kommt so jedes Jahr als Anthology raus. Irgendwie hat sich das für mich zu so einem Ritual entwickelt, das ich immer wieder gerne durchziehe. Verstehe ich total. Ich bin auch großer Fan von VHS. Klar, wie du sagst, ist auch immer mehr Murks dabei. Nicht alles sind da Perlen. Aber ich ziehe da auch immer wieder gern was raus. Ich bin generell, muss ich sagen, Fan von Horror-Anthologien.
Das Problem ist immer natürlich halt, dass du sie auch dann mit an den schlechten Episoden messen musst am Stück. Aber ich liebe es halt, dass A, wie du sagst, so ein Spielplatz entsteht. Und ich schreib mir auch immer sofort, wenn ich eine Anthologie sehe oder mir gefällt eine Episode und ich merk, okay, der Regisseur oder die Regisseurin ist irgendwie neu im Game, schreib ich mir sofort den Namen irgendwie raus und weil dann will ich mehr davon sehen.
Okay, da ist jemand, der hat was auf dem Kasten, das will ich beobachten und ich lieb's, weil aus diesen Anthologien sind schon so oft dann eben neue Regisseure entstanden, die da sich erstmal ausgetobt haben, da wurden sie entdeckt und konnten dann irgendwie den ersten Film machen. Dafür lebe ich Anthologien auch total und die VHS-Reihe ist da bei mir auch immer jedes Jahr Pflichtprogramm. Ja, finde ich gut.
Finde ich sehr, sehr cool. So, Aufgabe erfüllt. Aufgabe erfüllt, sehr gut. Ja, da habt ihr drei Picks auf jeden Fall zu Hause für euch. Wer das alles noch nicht gesehen hat, setzt euch auf die Watchlisten. Und ja, ich denke, damit kommen wir auch zum Ende für heute. Ich bedanke mich sehr für den Talk mit dir. Das war sehr schön.
Danke dir, André. Gerne wieder. Und bald sehen wir uns hoffentlich auch mal wieder in Persona. Ja, wird Zeit auf jeden Fall. Und immer, wenn du Bock über Horror-Themen zu sprechen, sag Bescheid. War auf jeden Fall sehr nice, dass du heute viel Zeit für uns hattest. Und ja, klar, wir verlinken all deine Kanäle.
Ich sag ja, ich glaube, ich hab das schon mal gesagt in unserem Format, ich glaube ja, aber bei dir stimmt's glaube ich wirklich, dass ich niemandem mehr dich vorstellen muss. Aber falls doch, guck dir in die Show Notes, folgt bitte David auf YouTube und auf allen Kanälen. Wir verlinken alles. Und dann, ja, hören wir uns in der nächsten Folge wieder regulär.
Geht's weiter mit Texas Chainsaw Massacre bei uns in der Retrospektive nächste Woche. Und ansonsten dann bis zur nächsten Folge Wovor gruselt sich eigentlich? Danke fürs Zuhören. Danke David. Macht's gut. Tschüss. They're coming for you.