Die Boss - Macht ist weiblich· Folge 138

H&M-Zentraleuropa-Chefin: „Bei uns sind sieben von zehn Führungspositionen mit Frauen besetzt“

Mittwoch, 8. April 2026 · 1 h 04

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Shownotes

Vom Schülerjob in der rheinischen Lokalfiliale bis zur Zentraleuropa-Chefin von Hennes & Mauritz mit 23.000 Mitarbeitenden: Oldouz Mirzaie-Boadi kann die Worthülse „steile Karriere“ mit Leben füllen. Im Gespräch mit Simone Menne blickt sie auf ihren ersten Arbeitstag vor mehr als 20 Jahren zurück und wie sie von Fernweh getrieben nach London kam, dem Sprungbrett für ihre internationale Laufbahn.

Eine Karriere, so sagt sie, die stark von der Unternehmenskultur abhängt. Denn Frauen und Karriere seien in dem schwedischen Konzern, in dem sieben von zehn Führungspositionen weltweit mit Frauen besetzt sind, eher die Regel als die Ausnahme.

Oldouz Mirzaie-Boadi erzählt, wie sie Nachwuchskräfte selber fördert, welche Rolle Nachhaltigkeit im Konzern spielt und wie sie die erste H&M-Designer-Kollektion mit Karl Lagerfeld erlebte, die zu einem Ansturm auf die Filialen führte. Außerdem verrät sie, wie ihre iranische Herkunft sie geprägt hat, was bei ihr daheim im Kleiderschrank hängt und welches modische Must-Have sie jeder Frau ans Herz legt.

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 +++"Die Boss" ist ein Podcast von RTL+.
Gastgeberin: Simone Menne.
Redaktion: Alexandra Frank, Kirsten Frintrop, Isa von Heyl, Sarah Klößer und Sarah Stendel.
Mitarbeit: Jane Reimers.
Projektmanagement RTL+ & Schnitt: Kirsten Frintrop und Alexandra Frank.
Postproduktion & Sounddesign: Aleksandra Zebisch.+++
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Einen kurzen Hinweis zu Beginn dieser Diboss-Folge, liebe Hörerinnen und Hörer. Im Vorfeld der Veröffentlichung dieses Interviews haben wir mit Oldous Mirzaibuadi vereinbart, dass wir mit ihr nicht über die aktuelle politische Situation im Iran sprechen. Mir sind zwei Dinge wichtig. Das war es mir vor 23 Jahren und ich würde sagen, das ist genauso heute noch, vielleicht noch mehr.

Und ich muss schon das Gefühl haben, auf der einen Seite, dass ich beitragen kann, einen Impact da lasse, aber auf der anderen Seite, dass ich auch lerne. Guten Tag, mein Name ist Simone Menne und ich bin die Gastgeberin vom Stern-Podcast Die Boss. Und heute spreche ich mit Oldous Mirzai Boadi, ich habe geübt, eine ganz faszinierende Frau, weil sie es geschafft hat, von der Teilzeitkraft neben der Schule bei H&M bis jetzt Regional Managerin bei H&M zu werden.

Sie ist insgesamt seit 23 Jahren bei Hennes und Mauritz. Und ich finde es einfach ganz spannend, wie sie das geschafft hat, diesen Aufstieg. Es kommt nämlich auch von zu, sie ist geboren eigentlich im Iran. Schön, dass Sie da sind. Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen. Das ist ganz toll zu hören. Und ja, zunächst mal, wie ging das mit Ihrer Karriere? Also wie schafft man das, in Anführungsstrichen, von der Tellerwäscherin jetzt zur tollen Topmanagerin?

Ja, zunächst mal, ich freue mich auch sehr, hier zu sein. Vielen Dank für die Einladung. Und ja, ich bin Perserin im Iran geboren und mit der Revolution dann meine Eltern mussten aus dem Iran raus und wir sind nach Deutschland gezogen. Ich war eineinhalb Jahre alt, also ich bin in Deutschland aufgewachsen, war in einer kleinen Stadt bei Köln in NRW. und.

Habe meinen Schulgang dort gemacht und schon, ich würde mal sagen, seitdem ich zehn bin, H&M-Kundin. Das war in unserem lokalen Einkaufszentrum in Hürth die Filiale, wo wir zumindest der Meinung waren, da kriegen wir die beste Mode zu einem erschwinglichen Preis. Und also habe schon Jahre zuvor als Kundin bei H&M, ja, war da ein und aus.

Und meine große Leidenschaft war Tanzen. Habe sehr viel getanzt. Auch eigentlich Geld verdient mit dem Tanzen neben der Schule. Und dachte aber, dass als ich dann in die Oberstufe kam, war es dann so, okay, irgendwann kommt ja dann noch das Studium. Und man hat ja dann so Gedanken, irgendwas muss man auf den Lebenslauf schreiben.

Und dann dachte ich, vielleicht ist Tanzen nicht so. Nur Tanzen machen wir mal was, was die Leute so kennen. Was Ordentliches, was die Eltern so sagen. Und dann tatsächlich noch sehr, fast heute, würde man sagen, altmodig hin ein Schreiben in einem Schaufenster bei der H&M-Filialin hört, dass sie halt Mitarbeiter im Verkauf suchen, in Teilzeit.

Und für Mode hatte ich immer schon eine Affinität und für H&M sowieso. Und dann habe ich mich zusammen mit ein paar anderen Freundinnen haben uns beworben. Aber wir dachten, wäre ja super, wenn wir nicht nur Freizeit zusammen verbringen, zur Schule zusammen gehen. Vielleicht haben wir ja Glück und arbeiten zusammen.

Und ehrlicherweise, man wusste auch, man kriegt auch Mitarbeiterrabatt. Das war auch mit einem Incentive und haben uns beworben und tatsächlich haben wir alle den Job bekommen. Und vielleicht Fun Fact, alle drei sind noch im Unternehmen. Ja, das ist wirklich cool. Also 23 Jahre heutzutage ist ja schon eine lange Zeit. Absolut, genau.

Also sie haben sich einfach beworben mit ihren zwei Freundinnen und dann haben sie die Stelle gekriegt und dann war ihr erster Arbeitstag. Wie ist das abgelaufen? Ja, ich kann mich tatsächlich noch gut erinnern, weil ich wusste gar nicht, was ich da zu erwarten habe. Ich wurde aber nett empfangen. Dann wurde mir das Back-of-House gezeigt, konnte ich meine Sachen wegschließen und dann gab es einen Sicherheitsrundgang.

Und danach wurde mir gesagt, ich werde in der Kinderabteilung arbeiten. Kiko, wie wir sie nennen. Und dann, das war oben, und dann wurde mir gezeigt, wie man durchräumt. Und so, ich glaube, nach zehn Minuten sagte sie, okay, dann viel Spaß, ich komme später nochmal vorbei. Was heißt durchräumen? Ja, aufräumen.

Also aufräumen, Warenpflege, Bügelordnung und natürlich macht man das dann. Und dann sprechen dann natürlich aber auch Kunden an. Und dann geht es los, die Sucherei. Aber warum mir das so gut in Erinnerung ist, weil es ist schon, also es war supported, aber es war von Anfang an ein, ja, wir vertrauen dir, mach mal.

Und das ist auch das, was geblieben ist. Ja, ja. Ich denke, es ist auch sicher super hilfreich, dass Sie genau solche Erfahrungen auch gemacht haben, weil Sie ziemlich genau einschätzen können jetzt, was ist für andere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die am ersten Arbeitstag da sind und dann dieses Vertrauen zu geben, das ist eine tolle Sache.

Ja und man, also das ist, man darf nicht vergessen, ich habe zwölf Jahre im Geschäft gearbeitet, also im Ganzen über mehrere Länder hinweg, mehrere Positionen hinweg und natürlich gab es auch sehr anstrengende Tage, also es ist harte Arbeit, ich sage es ist auch physisch harte Arbeit und dann natürlich mental, weil man einfach nie weiß, was ist heute, man lebt natürlich viele Kunden um sich herum. Oder hysterische Kinder oder?

Alles dabei, genau. Damals hatten wir noch diese in der Kinderabteilung, das war auch immer am ersten Tag, wir hatten so Kinderfernsehen, wir hatten so eine Kinderecke, das haben wir heute nicht mehr in den Stores. Und da lief dann immer so ein Zeichentrick, den konnte ich dann natürlich fast auswendig, weil der lief dann auf Loop.

Und ich habe irgendwann mal vor ein paar Jahren einen dieser Zeichentricks gehört und das war dann, ja, ich weiß nicht, ob es ein traumatisches Erlebnis war, aber es war auf jeden Fall so ein nostalgischer Moment. Ach Gott, und es hatten wir ein ganz eigenartiges Gefühl gegeben, weil man dann doch, damals war ich halt 18, aber doch auch irgendwie ein sehr erwärmendes Gefühl.

Und dann ging es wie weiter? Also von Hürth? Von Hürth, genau. Also das war super praktisch, weil man ein bisschen flexible Stunden gewesen hat, natürlich viele Wochenenden, weil man ist ja Schüler und hat auch noch andere irgendwie Freizeittätigkeiten. Das hat aber mal super gepasst. Hab dann, also wirklich, das fing an mit so pauschal noch, also sechs Stunden irgendwie die Woche ein bisschen mehr und dann nach dem Abi ein bisschen mehr Freizeit gehabt ein paar Monate.

Und dann fing das BWL-Studium in Köln an. Aber ich hatte immer schon eine Art von Fernweh. Ich glaube auch einfach kulturell. Wir sind viel gereist. Mein Vater ist Künstler. Wir haben jede Ferien irgendwie in der Sonne verbracht. Und wusste irgendwie immer schon, dass ich gerne ins Ausland gehen würde.

Und dann eine Freundin und ich hatten dann einen Tag irgendwie die Idee, wir ziehen nach London. Ja, Fashion-Stadt, coole Stadt. Warum nicht? Können dabei unser Englisch noch ein bisschen aufbessern, weil das auch mit Leistungskurs Englisch ist es dann so. Ja, ich weiß noch den Tag, wo ich nach Hause kam, gesagt habe zu meiner Mama, wir ziehen nach London.

Die dachte auch, ja, ja. Sechs Wochen später saßen wir im Flugzeug. Und da waren Sie noch Studentin? Da, genau. Ich hatte hier bei Welle angefangen, dachte aber, ich kann ja auch dort studieren. Gehen wir mal, gucken uns das mal an. Richtig. Mit ein bisschen Gesparten haben uns dann da für vier Wochen ein Zimmer bei einer Gastfamilie gemietet und haben gesagt, Und hatte auch meine Bewerbung geschickt an H&M, weil ich hatte ja hier noch den Vertrag und dachte, schauen wir mal.

Habe ein Zeugnis bekommen von H&M und dachte, ist doch super, ein internationales Unternehmen, irgendwas werden wir schon finden. Und dann haben die sich tatsächlich bei mir gemeldet. Ich war dann bei einem Bewerbungsgespräch bei H&M in London und dann haben sie mich direkt eingestellt. Und ich hatte halt noch ein bisschen Zeit zum Studium. Also haben wir gesagt, kannst du auch Vollzeit arbeiten? Und ich habe gesagt, ja klar, je mehr, desto besser. London ist teuer.

Und dann wurden sechs Jahre London draus. Und da fing es dann wirklich so an. Also dann durch die Vollzeitarbeit, man hatte dann einfach ein bisschen mehr Einblicke in die verschiedenen Jobs. Es waren relativ große Filiane, auch im Vergleich zu dem, was ich damals in der Kleinstadt hier kannte. Und dann wurde ich schon relativ früh gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch mehr zu machen.

Und dann bin ich so in, was wir nennen, die Papenmanager-Assistentin geworden und das hat super viel Spaß gemacht. Man muss dazu auch sagen, kulturell, London ist ja wirklich so ein Melting Pot von Menschen. Und dann hatte ich Kollegen aus aller Welt. Dann war eine Kollegin von mir, Mexikanerin, in ihrem Heimatland Anwältin und ist aber aus anderen Wegen nach London gezogen und konnte die Sprache nicht so gut, also hat sie im Verkauf angefangen.

Ein anderer Kollege, der in Bangladesch Zahnarzt war und ähnliche Storys hatte, Also es war eine ganz andere Welt, muss ich sagen. Und dann kamen dann so langsamen Gedanken, das macht wirklich Spaß. Und so fing es an und dann ging es einfach immer weiter. Was hat Spaß gemacht? Das Management oder die größere Verantwortung?

Ich glaube, es waren viele Dinge. Also zunächst mal, es ist wirklich ein Werteunternehmen. Und natürlich, je mehr Zeit man auch an einem Ort verbringt, je mehr versteht man das, je mehr ist man auch Teil dieser wirklich Community. Wir sagen oft intern, ja, willkommen zur H&M Familie. Es ist ein Werteunternehmen und es ist ja auch ein Familienunternehmen mit mehreren Generationen.

Und die Werte sind halt nicht einfach irgendwo an der Wand geschrieben, sondern sie werden wirklich gelebt und da gehört auch, dass man einfach Dinge ausprobieren nicht nur darf, sondern auch soll und auch Fehler sind erwünscht und das hat einfach Spaß gemacht. Irgendwie jung, keine Ahnung eigentlich und dass man einfach Dinge tun durfte, obwohl man irgendwie ja in einem Multimillionengeschäft arbeitet und trotzdem ist es völlig okay, dass ich jetzt einfach mal das so präsentieren kann oder darf.

Also man durfte kreativ sein, man hat viel gelernt und dann hat mir die paar Menschen dann gesagt, wie man irgendwie Personaleinsatzpläne schreibt und einfach, ja, das hat einfach, ich glaube, die Vielfalt hat Spaß gemacht, aber auch das Klima und die Menschen drumherum. Okay. Aber genauso auch, ich habe in London 2004...

Die erste globale Designer-Kollaboration mitgemacht. Das war die Karl Lagerfeld-Kollektion. Und seitdem, wir machen es ja jedes Jahr, das ist ja auch so ein wirklich ikonischer Moment in der Modewelt. Die berühmten Designer-Kollaborationen von H&M, wo wirklich Menschen aus aller Welt übernachten vor den Stores. Das, wenn wir die Läden morgens aufmachen.

Und bin sehr stolz, weil ich jede mitgemacht habe, auch von jeder Kollektion zumindest einen Teil habe. Und damals natürlich auch da mit 19 Jahren, Karl Lagerfeld, vor allem mit dem deutschen Hintergrund, aber dann Modeaffinität und sich das selber dabei sein zu dürfen. Und später, als ich Global Flagship Store Managerin war, hatten wir viele der Events dann auch in meinen Filialen.

Also ob es dann die Matthew Williamson Kollektion war oder Stella McCartney. Also das war so natürlich auch als modeaffiner Mensch toll für die Mode. Aber auch so diese Einblicke in diese Celebrity-Welt, die dann doch sehr spannend ist. Haben Sie die auch getroffen? Ja, also je nachdem. Also da hat man mehr Glück, wenn man in London arbeitet, dadurch, dass es natürlich eine Modemetropole ist.

Aber ja, sowohl nationale als auch manchmal internationale Stars, die sind dann auf diesen Events. Oft ist es dann das Pair-Team, das natürlich da ist, aber ab und an können wir auch. Wir hatten zum Beispiel letztes Jahr in Los Angeles ein großes Event, weil wir auch der Meinung sind, dass Musik und Mode zusammenpassen und wir machen viele Kollaborationen da und hatten ein H&M Festival in Los Angeles, wo wir eingeladen wurden und da durften wir natürlich mitfeiern und viele dieser Künstler und Sänger auf der Bühne bewundern und ja, einfach diese Fusion von Mode und Musik genießen. Speziell, ja.

Und was ist dann Ihre Aufgabe? Ich nehme an, die Produkte, die kriegt man ja geliefert. Die werden wahrscheinlich global entwickelt und dann wird gesagt, okay, das ist jetzt die neue Kollektion. Und was kann man da selber dann bestimmen? Was ist unterschiedlich von vielleicht Filiale zu Filiale oder von Land zu Land?

Ja, das ist richtig. Also wir haben ja Gott sei Dank 500 Inhouse-Designer und Designerinnen. Oh ja, so viele, ja. Genau, das wird aus Schweden, aus Stockholm hergemacht. Und trotz alledem gibt es da Unterschiede. Und deswegen haben wir natürlich auch in allen Ländern, man hat da echt viele Ebenen, wenn man so Lokalität runterbrechen würde.

Weil letztendlich geht es darum, wirklich auch den lokalen Kunden, die Kundin zu kennen und zu wissen, das beste Angebot am richtigen Ort, am richtigen Zeitpunkt zu haben. Und der Großteil des Sortiments, des Produkts, des Angebots ist gleich, aber da gibt es Variationen je nach Standort. Aber es ist halt nicht nur Produkt, sondern es kann auch im Kundenerlebnis anders sein.

Ja, verschiedene vielleicht technische Ausführungen und so weiter. Und ich meine, über die Jahre hat sich die Verantwortung natürlich ein bisschen verändert in der aktuellen Verantwortung. Ich leite Zentraleuropa, das sind fünf Länder inklusive Deutschland und das ist sowohl strategische Richtung als auch operative Ausrichtung.

Also ich habe ein volles Team in der Region und dann aber auch in jedem Land. Länderspezifische Teams, Area-Teams, Store-Teams. Wie viele sind das dann insgesamt? Mitarbeiter. Also in Zentraleuropa, wenn wir Logistik mit ein, 23.000. Deutschland 15. Das variiert so ein bisschen. Und können Sie dann sagen, okay, das läuft in Deutschland nicht, das läuft in England vielleicht super, das liefert mal bitte nicht oder dieses Produkt, ehrlich, ist immer ein Ladenhüter? Haben Sie da Einfluss?

Ja, also wir haben viel Austausch mit unseren globalen Teams. Die kommen auch, wir besuchen Stores. Wir haben natürlich Data, also Data und Analysen. Gott sei Dank, und das ist ja das Schöne an Mode. Mode ändert sich auch ständig. Es ist ja nicht nur was auf dem Laufsteg, sondern der Laufsteg ist ja auch eine Repräsentation der Welt und was passiert.

Und dementsprechend gibt es immer wieder neue Produkte, die man dann ausprobieren muss. Deutschland ist unser größter Markt. Das heißt grundsätzlich, weltweit. Deutschland ist der größte Markt weltweit. Wir sind ja physisch hier schon seit 1980, digital online seit 2007, also auch bald 20 Jahre und es ist weltweit der größte Markt und dementsprechend haben wir eigentlich somit das größte Sortiment und natürlich online hat man die Möglichkeit noch mehr anzubieten.

Und natürlich gibt es immer Dinge, die besser laufen, weniger. Manchmal ist es saisonal bedingt. Manchmal ist es, dass man einen Trend früh erkannt hat und manchmal aber auch vielleicht ein bisschen hinterher hinkt. Ja, ja. Sie haben vorhin schon gesagt, Sie machen natürlich nicht die Kreation oder die neue Kollektion, aber wie läuft es grundsätzlich in der Industrie mit Trendsetting?

Also wie kreiert man einen neuen Trend? Gibt es da Ideen, wie man das machen kann oder wissen Sie, wie das bei Ihnen die Designer machen? Ich habe ja vorhin gesagt, wir haben 500 In-House-Designer. Das sind natürlich qualifizierte Fashion-Designer, Mode-Designer, Pattern-Designer, Cuts und die große Inspiration und der Trend wird schon von den großen Modehäusern und den Runways gesetzt und da kommen die Inspirationen her. Farben das gleiche.

Es gibt immer so die Farben des Jahres und wir haben auch eine Color Library zum Beispiel in Stockholm, sehr beeindruckend. Aber die Inspiration kommt von den Mode-Runways, aber auch von Zeitgeist, vom Leben, von Kultur. Das läuft natürlich alles ein. Und dann haben wir natürlich Collection Assortment Teams, die dann von diesen Trends, den globalen Trends, sich die wählen, die sie glauben, das würde zu einem globalen Publikum, zu unserem H&M-Kundin passen und dann werden die gesetzt für das Jahr, für die Saison, es wird ja eher in Saisons gearbeitet und dann wird danach.

Designt und gemacht. Aber gleichzeitig reisen sie auch zu Suppliern und da gibt es dann dieselbe Diskussion, weil dann ist das Materialauswahl, Qualität, Preis, Nachhaltigkeit auch da. Was kann man und kann man nicht? Was will man und will man auch nicht? Und ja. Also wenn ich so Pariser Fashion Shows sehe, dann kann ich nur immer sagen, das ist alles untragbar und einfach, weiß ich nicht, Gimmicks oder so und sicher nichts, was ich jemals kaufen würde.

Aber es ist ja auch nicht das, was Sie verkaufen. Nein, und das wird dann interpretiert und das wird dann ein bisschen natürlich kommerzieller, tragbar gemacht. Deswegen nennt man ja auch eins ist dann Haute Couture und das andere ist Ready-to-Wear-Cression. Und wir haben beides. Wir haben auch sehr innovative, sehr hochkreative Drops und die werden dann von einer eher kleineren Nische, sehr modeaffinen Kundenkreis sehr wertschätzt.

Das sind dann diese Drops, die dann auch in Minuten ausverkauft sind, weil die Leute darauf warten. Aber so die Everyday Collection muss auch zum Alltag passen. Aber es ist inspiriert trotzdem von diesen Mode-Runways. Okay. Und gucken sich auch die einzelnen Brands was voneinander ab? Also jetzt muss ich mich ja outen. Ich kaufe bei Koss.

Es wurde ja auch tatsächlich, jetzt fällt es mir erst ein, dass eine Bekannte mal gesagt hat, H&M für Ältere. Was ich ja eindeutig bin. Und da fand ich das immer sehr klassisch und sehr schicke Sachen. Kopieren die voneinander auch? Lernen die voneinander? Oder sind die ziemlich eigenständig? Die sind eigenständig, was vor allem das Design und den Kunden anbelangt.

Wir haben natürlich auch Cross-Kunden oder Shopper, ich selber kaufe auch, aber es ist schon klar definiert, wer ist so die Zielkundschaft und dann auch im Design ist es schon anders. Die sind hier auch vom Sortiment schon nicht so breit wie die Kernmarke H&M. Vielleicht in der Qualität, in einem Preisverhältnis. Was natürlich viel, und das ist ja auch gut so kopiert werden kann, wenn man es so nennt, sind es Prozesse.

Und da ist es natürlich ein riesen Vorteil auch für diese Brands, alle in der Gruppe gekoppelt zu sein, weil wir natürlich voneinander, vor allem intern, ob es in der Lieferkette ist, ob es in HR-Prozessen ist, Expansionsprozessen ist, da können wir natürlich voneinander lernen. Verlierung, da können sie Effizienz lernen.

Ganz genau. Aber trotz alledem sind sie eigenständige Brands und werden auch operativ als solches gesteuert und geführt. Okay. Und ist Online heutzutage schon wichtiger als die Shops oder hält sich das die Waage oder ist das nur eine Ergänzung? Wir sehen wirklich die Magie in dem Omni. Dass man da ist, dass man es sieht.

Ja, aber auch wirklich in dem Omni-Business. Ah ja, okay. in dem Omni. Ach so, okay. Die beste Kundin unserer Omni-Kunden. Ganz genau. Und die haben beide, man muss dann irgendwann rausfinden, welchen, Welchen Purpose? Also hat dann der physische Store im Vergleich zum Online? Online ist natürlich ein einfacher.

Es ist 24 Stunden dort. Man hat aber auch ein größeres Sortiment. Aber es ist sehr viel Convenience. Es ist einfach. Aber der physische Laden ist immer noch sehr wichtig für uns. Ich rede viel darüber, weil man natürlich sieht, es gibt viele Schließungen über die Jahre. Corona hat das Ganze natürlich nochmal beschleunigt. Aber für uns ist wirklich so dieser Sweet Spot, das beides richtig zu machen, aber zu verstehen, was muss ich in einem stationären Handel machen, anders als vielleicht in Online.

Und da geht es einfach mehr und mehr auch um Kundenerlebnisse, um Inspiration, das Look und Feel, aber auch um den menschlichen Kontakt. Sie haben es gerade erzählt und es hat sich ja auch so viel getan. Also zum einen in den Innenstädten. Also ich komme aus Kiel. Wir haben ganz viel Leerstand, aber H&M gibt es noch.

Und das gibt es eben auch schon seit ganz langer Zeit. Und mir haben auch viele Redakteurinnen hier gesagt und sie ja auch, eigentlich ist man damit auch groß geworden. Aber man muss sich jetzt behaupten gegen ganz neue Konkurrenten. Also ob es nun online ist, aus China oder ob es vielleicht auch einfach coole neue Marken sind.

Dieses immer up to date zu bleiben. Wie arbeitet man daran? Ich glaube, guter oder starker Mitbewerb macht einen stärker. Man muss halt mitziehen und bestenfalls in manchen Teilen des Unternehmens oder des Businesses sagt man, okay, hier ist es vielleicht gut genug. Auf der gleichen Ebene zu sein, aber hier müssen wir vielleicht einfach besser sein oder schneller sein.

Und Sie haben es schon benannt, Speed, also wirklich Geschwindigkeit ist ein Thema und das wird immer mehr ein Thema, weil natürlich einfach alles zugänglicher ist, heutzutage einfach das Leben schneller läuft und auch die Erwartungshaltung vom Konsumer einfach höher ist. Aber auch Kreativität, Innovation und wir sind halt im Core, also das ist ganz wichtig, dass man bei sich bleibt und dass man versteht, wer man ist und eine ganz klare Identität hat, eine ganz klare DNA hat und sich auf sich selbst fokussiert.

Aber natürlich trotzdem Mitbewerber sieht, auch ihre Stärken erkennt. Aber irgendwie, ich glaube, unser Fokus liegt bei uns. Dass wir uns am meisten, auch wenn wir Mitbewerb begrüßen, auf uns selber fokussieren wollen und anstreben, dass wir uns verbessern und dass wir einfach unseren eigenen Werten und auch in unseren eigenen Zielen treu bleiben.

Sie haben zwölf bis sechzehn Kollektionen im Jahr, richtig? Na, weitaus mehr. Mehr inzwischen schon. Okay, das hatte ich irgendwo gelesen, ja. Ja, es kommt so ein bisschen darauf an, was man jetzt als Kollektion definiert. Grundsätzlich gibt es jeden Tag bei uns ein neues Angebot. Tatsächlich, jeden Tag. Ja, ja.

Jeden Tag sind neue Artikel da. Okay. Genau, weil wir brechen das nicht in, okay, nur einmal im Jahr oder einmal in der Woche oder so. Es gibt immer was Neues, aber wir haben halt die großen Kollektionen. Einmal haben wir natürlich die saisonalen Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Und dann haben wir nochmal so Special Drops. Und das sind dann vielleicht diese 12 bis 16, ob es dann Gastdesigner-Kollaborationen sind oder unsere Studio Drops oder so spezielle Kollektionen.

Okay. Sie haben ja nicht Mode studiert, Sie haben BWL studiert. Sind Sie modeaffin? Einfach, weil Sie es mögen, weil Sie sich selber gerne schick anziehen? Ja, ich sehe tatsächlich, also Mode hat sich natürlich auch, auch die eigene Mode hat sich verändert über die Zeit, aber es kann so ein bisschen buzzword-mäßig klingen, aber ich glaube wirklich, es ist eine Art der Self-Expression, es ist irgendwo auch Kunst.

Ich muss sagen, mein Vater war schon immer sehr modig, also auch Ästhetik war ein Thema und ob es dann Komfort ist, weil man einfach nur gemütlich zu Hause sitzen möchte oder sei es, ob es meine Flugoutfits sind, wenn ich reise oder halt wie gesagt einfach Mode und das muss man für sich selbst definieren.

Und bei uns sagen wir auch ganz klar, wir möchten es den Menschen erlauben, sie zu befähigen, sich selbst zu definieren in ihrer Mode. Und deswegen sind wir auch so breit aufgestellt. Und ja, Style ist sehr subjektiv und wir helfen nur dabei. Gibt es ein Kleidungsstück, wo Sie sagen, das ist ein absolutes Must-Have?

Das liebe ich, das würde ich vielleicht gerne jeden Tag anziehen. Das würde ich auch meiner besten Freundin unbedingt ans Herz legen. Grundsätzlich finde ich ein Kleidungsstück, was... Die meisten auch haben, aber wo man fast nie genug von bekommen kann, ist wirklich eine gute Denim. Also eine gute Jeans.

Ich persönlich mag sie dann manchmal mit ein bisschen Twist, ob es dann jetzt der Barrel-Style ist oder oben mit versetzten Hüftbund. Aber ich glaube einfach, nichts toppt eine wirklich gut sitzende Jeans, weil sie bequem ist, weil sie hält. Die muss man nicht direkt waschen. Und vor allem kann man sie runterstylen, auch abstylen. Ja, mit allem kombinieren. Mit allem kombinieren.

Mit einem tollen Sneaker, einem guten T-Shirt, einfach leger. Aber auch aufgeputzt mit Fashion-Accessoires oder ja, also das ist so mein Favorite, würde ich sagen und davon kann man auch nicht genug haben. Und dann habe ich noch immer super gerne, weil eigentlich bin ich nicht so der, man sieht mich selten in so, sage ich mal, Hosenanzügen oder so diesem typischen Business-Look.

Aber ich habe einen schwarzen Blazer, den habe ich mir sogar schon dreimal gekauft bei uns, weil ich ihn zweimal leider verlegt hatte. Also einmal im Hotel und einmal im Flughafen und habe den Gottsland wiederbekommen und den dritten habe ich auch noch. Und das ist ein schwarzer, schön taillierter Blazer und der hat halt so goldene Knöpfe und die geben dem dann nochmal so das gewisse Extra.

Und da kommt auch vielleicht die iranische Herkunft. Ich mag halt einfach Goldschmuck. Ja, aber mit so einem Blazer kann man eben auch sehr viel machen. Absolut. Kann man mit allen Farben kombinieren und ja, ja. Ja, so Klassiker, wo man sagen kann, gut kombinierbar. Genau. Und sowas hält dann auch 20 Jahre und da sind wir beim Thema.

Ich sage auch, die beste Nachhaltigkeit ist tolles Design. Weil wenn ich wirklich liebe das, was ich gekauft habe, dann liebe ich es auch zu tragen und behalte ich es auch. Ja, ich hatte neulich tatsächlich eine Jeans, die ich auseinandergelebt habe, weil sie dann tatsächlich Löcher hatte. Das ist mir lange nicht passiert, aber die habe ich auch geliebt.

Sie haben ja schon gesagt, also ursprünglich fanden Sie Tanzen gut, Ihr Vater ist Künstler. Was sagt Ihre Familie zu Ihrer Entwicklung? Sind die überrascht? Also ich meine, alleine schon zu sagen, so jung, ich gehe jetzt nach London und mach mal. Fanden die das alles völlig normal und haben die Sie ermutigt? Liegt das nicht?

In den Familien gähnen? Ich würde sagen, ja. Grundsätzlich, ich glaube auch einfach aus ihrer eigenen Geschichte heraus, dass sie selber ihr Heimatland verlassen haben. Es ist immer schwierig, wenn Leute mich fragen, woher kommst du? Dann muss ich immer fragen, okay, das Aussehen oder der Akzent oder der Name, weil ich sehe mich tatsächlich, auch wenn ich, Deutsch-Iranerin, Iranerin-Deutsch bin, sehe ich mich wirklich mittlerweile als ein Weltenbummler, ein internationaler Mensch.

Ich habe in sehr vielen Ländern leben und arbeiten dürfen. Mein Mann ist ursprünglich aus Ghana, aber in London geboren und aufgewachsen. Also wir sprechen auch eher Englisch zu Hause. Also das ist auch trotzdem so ein bisschen mit in die Wiege gelegt, glaube ich, dieses Offensein für Kulturen. Wie gesagt, wir sind viel gereist und das war, meine Eltern hatten immer einen sehr internationalen Freundeskreis.

Also das war, und auch bei mir selber, ich habe Freunde aus jungen Alter aus so vielen verschiedenen Nationalitäten. Das heißt, diese Berührungsängste irgendwie wegziehen, das gab es nicht. Natürlich gab es trotzdem als Eltern immer irgendwie ein bisschen Sorge. Aber es gibt so ein schönes Sprichwort von Goethe. Und das hat immer so schön resoniert mit mir.

Das sagt irgendwie, Eltern müssen ihren Kindern zwei Dinge mitgeben. Wurzeln und Flügel. Okay, ja, schön. Und ich glaube, genau das haben meine Eltern uns mitgegeben. Also ich habe schon sehr starke Wurzeln zur Familie. Und das ist so dieser Rückgrat. Man weiß, es gibt, Mama ist immer da. Und das wusste ich auch mit 19, was ist das? Im schlimmsten Fall komme ich halt zurück.

Aber halt diese Flügel, irgendwo die Neugier zur Welt, was da noch ist. Aber auch Mut, einfach mal zu machen. Und so fing es an. Sie haben nicht wirklich gedacht, dass ich bei H&M bleibe. Habe ich zu Anfang auch nicht, ehrlicherweise. Das hat sich dann so entwickelt. Aber für meine Eltern war immer wichtig, dass ich glücklich bin.

Dass ich Spaß habe bei dem, was ich mache. dass es mir gut geht, dass ich gesund bin. Und solange das der Fall war, haben sie sich sehr gefreut. Natürlich später kamen sehr weite internationale Umzüge. Das war dann einfach natürlich manchmal ein bisschen trauriger, schwieriger, immer wieder so die Distanz oder Tschüss sagen zu müssen, weil wir doch sehr eng sind als Familie.

Aber wiederum hat das auch für sie tolle Begriffe. Urlaubsorte eröffnet und sie haben sich einfach immer gefreut und sind natürlich auch stolz einfach, dass ich das mache, was ich tue, aber vor allem, dass ich glücklich dabei bin. Ah ja, interessant. Also ich war ja auch lange bei einer Firma, bei der Lufthansa, war aber auch an sehr vielen verschiedenen Orten.

Und was war das weiteste, wo Sie jetzt sagen, manchmal hat es mich auch ganz weit weggeführt? Ja, ich habe in Europa ja UK gemacht, Schweiz gemacht, aber dann ging es, die erste weite Destination war Südafrika. Ah ja, okay. Ja, tolle Zeit. Sehr schwierig auch, aber auch eine tolle Zeit. Und danach ging es noch nach Asien während Covid. Das kam dann noch dazu, genau.

Dann war ich in Singapur stationiert, hatte aber das Privileg, muss ich wirklich sagen, South Asia Pacific, da gehörte erst noch Australien, Neuseeland, dann haben wir das ein bisschen umstrukturiert. Dann kamen auch Indien dazu. Das war eine sehr spannende Zeit, bin natürlich in Asien dann viel gereist, aber basierend aus Singapur und sowohl natürlich Kapstadt als auch Singapur ist dann doch einmal quer runter.

Und die stelle ich mir alle so unterschiedlich vor, also gerade auch was die Mode betrifft, oder? Also ich würde jetzt mal wirklich sagen, Menschen, insbesondere Frauen in Südafrika, tragen doch völlig andere Sachen als die in Asien oder täusche ich mich da? Zum Teil. Also ich glaube, ob es Mode ist oder alles andere, ich habe einfach in meiner bescheidenen Rumreiserei-Zeit gemerkt, So unterschiedlich sind wir alle doch nicht. Alle Menschen.

Alle Menschen und auch im Kern geht es um das Gleiche. Leute möchten sich wohlfühlen und Mode kann ein großer Bestandteil davon sein. Es kann aber auch Escapism sein, also auch irgendwo Flucht sein aus irgendwas heraus. Also auch ein bisschen Verkleidung. Genau, kann auch Verkleidung sein oder eine Rüstung. Ja, ja, das weiß ich.

Wenn ich schwierige Termine hatte, habe ich mir wirklich sehr viel Gedanken gemacht, was ich anziehe. Ja, genau. Genau. Und wie gesagt, wir haben dadurch, dass wir ein sehr breites Sortiment haben und auch wirklich alle willkommen heißen. Also wir sind schon sehr klar in unserer Mode-DNA, dass wir sagen, wir sind ein Modeunternehmen und wir designen für die modeaffine junge Frau.

Das heißt aber nicht, dass alle willkommen sind und ihren Style bei uns finden können und dass wir dabei helfen. Und was aber unterschiedlich ist, es kann Passform sein und das war zum Beispiel in Südafrika sehr interessant ähm. Weil wir dann zum Beispiel gemerkt haben, ja, Body Shape ist nicht der gleiche, ist ja auch in Europa nicht, aber natürlich, wenn man zum Beispiel jetzt Lateinamerika anguckt oder auch den afrikanischen Raum, Frauen sind curviger und da haben wir gemerkt, dass wir mit zum Beispiel Denim ein bisschen Probleme haben, also mit unseren Jeans, weil die einfach die Größe, die sie brauchen, damit die schönen Hüften passen, dann hatten sie diesen typischen Gap, diesen Waist Gap, Hüftlücke, wie wir es nennen.

Und dann weiß ich, habe ich einen Koffer gepackt mit ganz vielen Denim aus verschiedenen Brands und auch Feedback von Kundinnen und Kolleginnen im Office. Und dann beim nächsten Schwedenbesuch in Stockholm haben wir uns dann mit dem Design-Team zusammengesetzt und haben mal gezeigt. Und das war der Anfang der Geburt von Curvy Denim bei H&M.

Und das verkaufen wir aber jetzt überall. Ja, weil ich hatte auch immer irgendwie da so einen Hüftspalt oder so, weil ich da wahrscheinlich auch untenrum zu kurvig, kurvenreich bin. Das ist doch schön. Aber ja, also das, nee, prima. Sie leben jetzt in Deutschland? In Hamburg. Weil ich es ganz spannend fand, ich habe ja auch eine Zeit lang in London gelebt.

Was ich wirklich auch in London toll fand, war dieses Multikulturelle. Und ich habe auch in Paris gelebt. Viele Leute haben mich dann immer mal gefragt, was findest du denn schöner? Und ich habe gesagt, ich habe lieber in London gelebt, weil da wurde man aufgenommen. Das war völlig egal, welche Nationalität oder wie auch immer.

Und man konnte in den Pub gehen und Leute treffen. Das ist in Deutschland ja auch nicht immer der Fall. Vermissen Sie das oder sehen Sie das oder sagen Sie nö? Also eigentlich ist Hamburg auch ganz cool. Ich sage immer, wenn Leute mich fragen, was ist deine Lieblingsstadt? Das kommt immer drauf an. Natürlich Klima, solche Geschichten.

Aber ich habe immer gesagt, London ist so ein bisschen die Wahlheimat. Ich habe halt sehr ausschlaggebende Jahre dort verbracht. Bin ja auch noch ein zweites Mal zurückgegangen. Also ich bin dann nach den ersten sechs Jahren für ein paar Jahre zurück nach Deutschland gekommen. Habe aber gemerkt, damals, das reicht dann nach ein paar Jahren.

Mir hat das wirklich dieses Multikulturelle und mehr Schnellere, Offenere gefehlt, aber es hat dann auch karrieremäßig gepasst und auch mein heutzutage Mann, damaliger Freund, war auch schon wieder zurück in London, weil er sich dann selbstständig gemacht hat und ich bin dann zurückgezogen und bin danach auf diese internationale Tour gegangen.

Aber immer wieder muss ich sagen, wenn ich auch in London Touchdown habe, ist irgendwie ein Gefühl von Heimat. Und es ist richtig, das, was sie so beschreiben. Irgendwie man fühlt sich wohl. Es ist sehr Multikulti und ich sage auch, das, was sie sehr schätzt an London ist, aber auch das, was schwierig ist. Es hat so eine gewisse...

Man ist willkommen, aber es hat auch eine gewisse Anonymität. Also ich sage immer, du kannst dich in eine London-Underground-U-Bahn um zwölf Uhr mittags setzen, aufgeputzt, als ob man irgendwie gerade auf einen roten Teppich muss. Das juckt niemanden. Da wirst du vielleicht mal kurz angeschaut und jeder ist dann mit sich selbst weiter beschäftigt. Und das ist, finde ich, schön, dass das nicht so ein Aufsehen erregt.

Auf der anderen Seite hat es so ein bisschen diese Anonymität, dass man auch, es ist halt Riesenstadt. Es ist halt sehr, sehr groß und sehr hektisch. auch nicht. Also was hier auch viele über Berlin sagen, natürlich auch sehr international, aber auch sehr schnelllebig und Hamburg dann ja eher zurückhaltend hanseatisch, aber das geht trotzdem.

Ja und das hat auch seinen Charme und ich glaube man, für mich persönlich, man wird älter, man weiß dann auch irgendwie Ruhe zu schätzen und dadurch, dass der Job doch mich sehr auf Trab hält, ich bin auch viel unterwegs, ich reise viel sowieso, sowohl in Deutschland als auch in halt Zentraleuropa, aber auch privat immer noch und, Und das ist schön, diese Ruhe.

Also auch nach Hause zu kommen einfach. Ich kann, wo ich wohne. Da ist ein Wäldchen. Ich höre Sonntagmorgens wirklich die Vögel. Und das ist eine Balance und ein Ausgleich, den man auch braucht, den ich auch brauche. Und ich muss auch sagen, mein Mann ist ganz anders. Also mein Mann ist, obwohl er in London ein Aufgewachsenes geboren ist, ist er überhaupt kein London-Fan. Er mag genau...

Hamburg-Nord, die Ruhe. Dann ist das ja eine schöne Kombi. Und durch Reisen kann man das dann kompensieren, wenn es mal zu öde wird oder so. Kommen wir noch mal wieder zur Mode zurück. Erst mal vielleicht zu dem schönen Part. Tragen Sie selber hauptsächlich H&M-Mode oder gehen Sie auch mal fremd und sagen, ey, ich will auch mal so ganz coole Designersachen.

Ja, also beides. Also hauptsächlich ist es tatsächlich H&M, zum größten Teil auch wirklich die Kernmarke H&M, aber auch H&M Gruppe. Wir haben ja auch andere Portfolio-Brands. Ach so, das wusste ich gar nicht. Okay. Ja, wahrscheinlich kennen sie die sogar, zum Beispiel KOS gehört zur H&M Gruppe, ARKIT gehört zur H&M Gruppe, Weakday, Monkey, also wir haben noch ein paar Portfolio-Brands, genau.

Und also H&M Gruppe, das würde ich schon sagen, ist 95 Prozent des Kleiderschrankes, Kleiderzimmers, müsste ich jetzt korrigieren, genau. Und davon natürlich das meiste H&M Brand aber ja, selbstverständlich also wir begrüßen nicht nur Mitbewerb, man muss sich denen auch angucken, die machen auch vieles Gute und gerade bei sag ich mal Accessoires oder Schuhen oder so muss es nicht immer H&M oder H&M Gruppe sein, ja, ich hoffe auch woanders, Na gut, aber es ist schon ziemlich viel des Zimmers dann offensichtlich.

Schon alleine, weil ich es natürlich viel sehe. Ja, klar. Dann kriege ich natürlich immer noch Mitarbeiterrabatt. Das hilft auch, aber auch, weil ich unsere Mode toll finde. Naja, und Sie sind dann ja sozusagen auch ein Vorbild. Natürlich. Wenn Sie es selber tragen und sagen, ey, wie cool sieht das aus.

Absolut. Und das Schönste ist immer, wenn mir Leute sagen, das ist aber nicht von euch. Oder auch nicht, na doch, das ist von uns. Genau, ich zeige es dir mal. Genau. Nun ist ein Thema bei Fast Fashion ja durchaus auch immer die kritische Sache. Zum einen, wie nachhaltig ist es? Ist es schlimm, wenn man so viele Kollektionen hat und T-Shirts nur einmal getragen werden?

Ich habe auch gelesen, dass es ganz viel gibt, wo man wirklich sagt, okay, wir geben uns ganz viel Mühe mit dem Thema Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Transparenz bei unseren Lieferanten. Wie gehen Sie damit um? Und eine Sache, das ist jetzt vielleicht viel auf einmal, aber ich habe heute Morgen auch nochmal geguckt im Trustpilot.

Kriegt H&M ein Ungenügend derzeit wegen Kundenservice. Was machen Sie, wenn sowas, solches Feedback kommt und man sagt, okay, dafür bin ich ja auch irgendwie verantwortlich. Wie kann man daran arbeiten? Fangen wir mal bei dem Nachhaltigkeitsthema der Produkte oder auch des ganzen Geschäftsmodells an.

Jetzt ist natürlich Nachhaltigkeit überall. Man hört es, es wird natürlich auch allein von der Gesetzesgebung zum Teil vorgeben. Wir sind Gott sei Dank, das ist das bei uns schon sehr stark verankert. Also wirklich, ich würde sagen, in der DNA schon genauso wie Mode in der DNA ist, ist es Teil unseres Business Ideas.

Also wir sagen Mode, Qualität zum besten Preis auf nachhaltige Weise. Also das ist wirklich unser Business Idea. Und das hat schon in den späten 80ern angefangen. Das heißt, auf dieser Nachhaltigkeitswelle, die jetzt läuft, sind wir schon lange. Und für uns ist es nicht nur wichtig, auf nachhaltige Weise zu agieren, sondern auch die Industrie da anzuführen.

Und da kriegen wir, wir haben ja auch einen Sustainability-Nachhaltigkeitsreport jedes Jahr. Natürlich ist der Weg lang und mühsam und da steht noch einiges bevor. Aber zum Beispiel nur in 2025, jetzt dieses letzte Jahr, gab es von Fission Revolution eine Studie und auch ein Report. What Feels Fashion hieß sie.

Und da belegt H&M von 200 Textilmodeunternehmen den ersten Platz, was auch die Transparenz anbelangt. Wir haben ganz ambitionierte und starke Ziele. Zum Beispiel bis 2040 ist das ganz klare Ziel, dass wir Emissionen. Net Zero sind. Und das passiert ja nicht über Nacht, da arbeiten sehr viele Menschen dran und da geht es nicht nur intern in den eigenen Prozessen, sondern vor allem auch mit den Partnern in der Lieferkette und das muss sich durchziehen.

Genau, das ist ja die Schwierigkeit teilweise nicht. Also sie produzieren ja in vielen Ländern und da sicherzustellen, okay, gibt es da wirklich keine Kinderarbeit oder sowas, das ist natürlich auch sehr aufwendig. Deswegen fand ich dieses Fair Labor Association natürlich auch ganz wichtig. Ich meine, es ist ja auch eine Frage der Reputation. Vor ein paar Jahren gab es eben auch den Vorwurf von Greenwashing und ich glaube, da wurde man nochmal richtig angezogen und das darf uns nicht wieder passieren.

Ja und da sind wir beim Thema Kritik ist gut, weil man muss dann nochmal schauen, ist wirklich alles so, wie man denkt es ist und wenn man natürlich international und so groß agiert, wie Peter Parker oder Spider-Man sagt, mit great power comes great responsibility, also mit Macht kommt auch große Verantwortung und die muss man als großes Unternehmen übernehmen.

Und ich glaube, es ist auch wichtig, dass man sagt, wir müssen auf eine Art produzieren, aber auch Bewusstsein verschaffen, aber dass der Endverbraucher das nicht mehr so sehr tun muss. Also wenn alle nachhaltiger agieren würden, dann muss man ja gar nicht mehr groß schauen. Und da hilft aber auch Gesetzesgebung. Also wir begrüßen zum Beispiel schärfere Gesetze, weil das erlaubt natürlich auch, dass alle mit ähnlichen Rahmenbedingungen arbeiten müssen.

Und das ist aktuell oder auch in den letzten vergangenen Jahren, Sie haben eben schon mal kurz angesprochen, vor allem im Online-Handel, wenn man manche der Mitbewerber anschaut, da sind halt heute oder bislang nicht die gleichen Rahmenbedingungen gewesen, was es natürlich sehr schwierig macht, weil es muss ja auch alles finanziert werden und auch die Partnerschaften.

Leicht ist es nicht, aber nichts Gutes kommt normalerweise aus etwas, was leicht ist. Diese Herausforderung muss man erkennen und dann muss man daran arbeiten, kollektiv. Es ist ja nun häufig so, es ist ja so ähnlich wie bei Nahrungsmitteln, dass viele Menschen sagen, ja, das ist mir ganz wichtig, aber in Wirklichkeit ist es dann am Ende der Preis, der entscheidet.

Und dann ist man unter Preisdruck mit Wettbewerbern, die keine Regeln einhalten und deswegen entsprechend günstiger sind. Diese Abwägung ist ja auch immer zu treffen. Ja, dieser Aspirationsindex, den wir nennen. Also so intern, glaube ich, dass man sagt, und das in manchen Ländern in Deutschland oder in Zentraleuropa ist ja noch geringer.

Man sieht das oft, ich habe ja zum Beispiel in Indien gearbeitet, wenn dann Studien gemacht werden, wie wichtig ist die Entscheidung von, sage ich mal, nachhaltigeren Produkten in ihrer, kommt es fast 100 Prozent. Das sind die Leute ganz wichtig, aber in der Realität des Konsumverhaltens dann umgekehrt.

Und da sind, da absolut, da ist dann einfach die Frage des Einkommens, wie viel kann ich, darf ich, kann ich mir erlauben, jetzt wirklich in die Richtung zu shoppen. Aber da bin ich wieder bei dem Thema. Deswegen ist es, glaube ich, ganz wichtig, dass Unternehmen, vor allem auch Unternehmen in unserer Größe, einfach nur noch, also auf nachhaltige Weise agieren und Produkte anbieten, dass einfach der Endverbraucher, unsere Kundin, diese Entscheidung abgenommen wird.

Und dadurch eindeutig positiv zu allen beitragen. Ganz genau. Und dann vielleicht ja auch erkannt wird, auch von der Endverbraucherin oder dem Endverbraucher, wie wichtig es ist und wie gut es ist am Ende. Jetzt nochmal zu diesem Trustpiloten. Ja, natürlich, Kundenservice, also das werde ich mir dann gleich auch nochmal anschauen. Also es waren alles Januar-Meldungen.

Ich hatte unglücklicherweise heute Morgen viel Zeit, weil ich im Flieger saß und der sich nicht wegbewegt hat. Das freut mich. Es war meistens aber online. Ja. Also Retouren und solche Sachen. Ja, und das ist, ich meine, letztendlich, wenn das Beschwerensinn oder Kritik ist, das ist ja dann legitim. Ich sage mal, es ist immer einfacher, sich zu beschweren, als natürlich umgekehrt. Klar, es stehen ja immer nur die Beschwerden drin.

Absolut, aber das nehmen wir natürlich ernst, das gucken wir uns ernst. Wir haben natürlich auch unser Customer Service Center, da haben wir normalerweise eine sehr gute, nicht nur Bearbeitungszeit, aber auch Konfliktlösungen und so weiter und so fort. In letzter Zeit, ich glaube, wir sind natürlich auch abhängig von allem, was um uns herum passiert, ob es Wetter ist, ob dies ist, das ist, aber das soll gar kein Ausreden sein.

Weil natürlich auch wir haben Potenzial weiterhin im Kundenservice und daran arbeiten wir. Und natürlich fällt das auch in unsere Verantwortung. Ist ja auch super wichtig, weil wenn man das dann liest und denkt, oh nee, also wenn so viele Menschen dann sagen, ich finde das nicht gut, dann bin ich vielleicht auch vorsichtig.

Absolut. Und natürlich auf der anderen Seite sehen wir, dass unser Online-Geschäft weiterhin Gott sei Dank sehr gut läuft und wächst. Genau. Und das gibt uns natürlich auf der anderen Seite, dass auch Dinge sich verbessern oder dass wir schon da kompatibel sind, mitbewerbsfähig sind. Aber natürlich nehmen wir diese...

Ein kritisches Thema ist ja auch häufig das Thema Retouren, wo ja glaube ich auch schon auch Entwicklungen da sind, aber man einfach sagen kann, okay, du kannst alles zurückschicken. Es gibt bestimmte Kundinnen, Kunden, die bestellen ganz viel und wissen von vornherein, ich will maximal ein Stück und dann schicken sie es zurück.

Und zum einen ist es ein riesiger logistischer Aufwand, zum anderen ist es natürlich auch die Frage, was mache ich dann mit der Ware? Und zum Teil natürlich auch, dass bekannt ist, okay, die Ware wird teilweise auch zerstört, weil Sie sie im Zweifelsfall im Geschäft gar nicht mehr verkaufen können. Was ist das für ein Thema für Sie?

Ja, also Retouren ist ein großes Thema natürlich aus vielen Sichten. Nachhaltigkeit ist eine, natürlich aber auch Kostensicht, Sie haben es schon angesprochen. Es ist auch eine große logistische Beanspruchung. Grundsätzlich ist natürlich das Bestreben, dass nichts zerstört wird, auch wenn wir wissen, dass es...

Schon passiert ist, aber das ist großer Teil unserer Nachhaltigkeitsarbeit und der Transparenz der gesamten Lieferkette, auch im Nachhinein. Also nicht nur, wenn sie bei uns ankommt, sondern was passiert. Das nennen wir Close the Loop, also Kreislaufwirtschaft. Und da haben wir sehr viele Initiativen.

Eine große ist, dass wir also zum Beispiel, also Retouren ist eine Sache, da komme ich gleich zurück, aber auch, dass wir sagen, selbst getragene Kleidung, Sachen, die Menschen nicht mehr wollen. Wie können wir als ein großes textile Modeunternehmen, das natürlich viel Textil produziert, auch dazu beitragen, dass dieser Kreislauf passiert.

Wir nehmen in jedem Store weltweit Ware zurück von jeglicher Marke. Das muss nicht Houndermarke sein. Man kann eine Tüte abgeben und dann bekommt man sogar als Incentive einen kleinen Gutschein für den nächsten Einkauf oder so dafür. Und da haben wir Partner, Remondis, mit dem wir da zusammenarbeiten weltweit, die das dann aussortieren und dann passieren, entweder wird das recycelt, daraus werden Putzlappen gemacht oder Ware, die echt noch gut ist, kann zu Secondhand oder Charity gegeben werden.

Also da gibt es ganz viele und zum Teil wird es auch runtergebrochen mit sehr innovativen Maschinen und Partnern, mit denen wir arbeiten, wo praktisch alles wieder recycelt wird. Das ist das eine. Das ist natürlich die große Herausforderung auch dieser Generation, würde ich sagen. Das andere sind einfach die normalen Kaufretouren.

Natürlich mit einem wachsenden Online-Handel, wo die Ware nicht anprobiert wird. Ich glaube zum Ersten ist es in der Verantwortung auch für uns, dass wir das Kundenerlebnis so gut gestalten wie möglich, ob es durch bessere Fotos ist, ob es durch bessere Merkmale, wie ist die Größen, wie ist der Fit, damit einfach die Kundin am Ende die beste Kaufentscheidung treffen kann, so ähnlich wie möglich.

Und da spielen Algorithmus, Data eine große Rolle, weil dann gibt es Personifizierte, wo dann steht, wir in diesem Teil lieber die Größe 36 oder die Größe. Also einfach Service, das bei der Kaufentscheidung helfen kann, das ist ein großer Teil. Aber wir sehen auch, dass natürlich manche Kunden, wenn man es dann so frei lässt, auch 20 Pakete im Monat bestellen, obwohl man es vielleicht auch kopieren könnte.

Und wir haben, und das ist vielleicht ein bisschen polarisierend, aber wir haben jetzt im letzten Sommer Delivery Fees eingeführt, also Lieferungskosten, wenn die Leute sich auch entscheiden, die Sachen zum Beispiel nach Hause zu liefern. Und wir sehen da eine sehr positive Begründung. Also gar nicht mal Kunden beschweren, weil die verstehen, okay, ich kann 1,49 Euro zahlen für ein Paket, was ich mir nach Hause, aber wir sehen eine Änderung im Shoppingverhalten. Das ist auch das, was wir wollen.

Das heißt, die Leute kaufen nicht dadurch weniger, sondern bewusster. Sie sammeln vielleicht ein bisschen und überlegen sich zweimal, muss ich jetzt das Teil in drei Größen kaufen, dann gucke ich mir wirklich an, was so aus Erfahrung ist meine Größe. Und das hat generell, kann ich bestätigen, schon dazu geführt, dass unsere Retourenzahlen runtergehen, was natürlich gut ist aus so vielen Wissen. Absolut.

Und das ist, also finde ich, völlig richtig, weil das ist ja auch das Thema Wertschätzung. Aha, etwas, wofür ich bezahle, häufig genug, ist mir auch mehr wert und dann fange ich an nachzudenken. Also ich halte das im Sinne der Nachhaltigkeit für ganz, ganz tolle Entwicklungen. Ja, und trotzdem sagen wir, wenn du es zum DHL-Pick-Up-Locker schickst, kriegst du es dann doch, weil das ist zumindest auf nachhaltiger Seite besser natürlich, weil dann einfach die Kurierfahrten natürlich nachhaltiger sind. Das ist das eine.

Das andere ist auch, dass wir auch sagen, okay, auch für Retouren gibt es auch Gebühren. Auch da überlegt man zwar mal, wie kauft man, wie gibt man zurück oder aber man kann es im Store immer noch kostenlos retournieren. Aber wir sehen durch diese Maßnahmen, die ein bisschen mehr funktionieren. Prozessorientiert sind, schon wirklich eine Verbesserung. Aber wie gesagt, es liegt auch in unserer Verantwortung zu sein, dass wir vom Design, von Passformen, von der Kommunikation, Navigation noch stärker werden.

Und da ist natürlich Kundenfeedback sehr wichtig, aber auch Digitalisierung wichtig, dass das auch immer mehr personalisiert wird. Was haben Sie denn jetzt noch vor so? Ach, 23 Jahren, vielen Ländern, einer tollen Position, die Sie jetzt haben. Lassen Sie das auf sich zukommen? Haben Sie Pläne? Also bei mir war es häufig so, dass ich gesagt habe, okay, ich gucke jetzt ein, zwei Positionen vielleicht weiter, aber auch nicht zu weit.

Ich habe auch vieles opportunistisch gemacht. Wie gehen Sie jetzt mit Ihrer weiteren Karriere um? Finde ich sehr spannend, weil ich muss sagen, bei mir war es ähnlich. Ich glaube, als ich Store-Managerin war, also Filalleiterin war. Das war vielleicht so das einzige Mal, wo ich dachte, auch so die Rolle des Area-Managers finde ich sehr spannend, weil es doch immer noch sehr nah am Operativen ist, aber dann hat man einfach mehr Stores, die man unterstützen kann und von lernen kann und diese Neugier, die hatte ich da schon.

Alles andere kam dann immer so ein bisschen vielleicht früher, als man selber überhaupt so weit blicken konnte. Ich sage immer, bei Hondem gibt es so viele Türen, aber man muss auch manchmal ein bisschen runden rütteln oder selber auch aufmachen, aber auch durchgehen. Also das muss man auch tun. und ich glaube, mentale, aber auch physische Flexibilität hilft und die hatte ich und ich glaube, das war ein großer Teil von warum ich relativ schnell dann auch, ich mag, wir haben wirklich eine flache Hierarchie bei uns und.

Ich finde es fast bizarr, wenn Leute sagen, ja, deine steile Karriere oder so, weil so sehe ich es gar nicht. Ich habe einfach das gemacht, was Spaß gemacht hat, natürlich, ich glaube, in einer guten Work-Essig, aber habe einfach war immer neugierig, ich habe viel gelernt. Ich habe immer gesagt, mir sind zwei Dinge wichtig.

Das war es mir vor 23 Jahren und ich würde sagen, das ist genauso heute noch, vielleicht noch mehr. Und das ist, ich muss schon das Gefühl haben, auf der einen Seite, dass ich beitragen kann, also dass ich schon contribute, dass ich einen Unterschied mache, einen Impact da lasse. Aber auf der anderen Seite, dass ich auch lerne.

Ich habe eine Neugier, ich mag Dinge ausprobieren und vor allem weiß ich, Dass es so vieles gibt, was ich nicht kann, was ich oder auch nicht so interessant finde. Und dann Menschen um sich herum in Teams zu bilden, die einfach viel besser sind und von denen man täglich lernen kann und zusammenwachsen, aber auch zusammenwachsen kann.

Und das ist das, was mich immer begeistert hat. Und auch solange es weiterhin tut, bin ich offen. Wobei auch der Umzug nach Deutschland eine bewusste Entscheidung war. Jetzt habe ich ja vorhin gesagt, dass ich das Multikulti so mag und vielleicht auch das wärmere Klima bevorzuge. Aber es ist trotzdem die Wurzeln doch. Und wenn man älter wird, merkt man auch, also die Zeit auch mit Familie ist kostbar.

Und nachdem ich über so viele Jahre auch relativ oft und schnell umgezogen bin, wird es auch irgendwann ein bisschen anstrengend, auch privat, weil man immer wieder neu anfängt, aber auch beruflich. Das Netzwerk, das man gerade anfängt zu bauen, ist dann doch irgendwie wieder weg. Und dann war doch Deutschland natürlich die Bitte des Unternehmens, aber auch für mich eine bewusste Entscheidung.

Und was ich weiß, ist, dass ich jetzt gerne ein bisschen länger hierbleiben würde. Für die Zukunft immer noch offen. Aber diese zwei Dinge, die ich benannt habe, ich muss kontributen können, ich muss lernen können. Es wird immer so das A und O der Entscheidung sein und bleiben. Aber jetzt bin ich froh, erst mal wieder ein paar Jahre vielleicht hier zu sein.

Und ja, auch privat ein bisschen mehr. Seit wann sind Sie wieder in Deutschland? Jetzt sind es zwei Jahre. Okay, das ist noch nicht so lange. Also was ich auch denke, was wirklich wichtig ist, ist, dass man immer das Gefühl hat, ich kann noch was lernen, wie Sie eben schon gesagt haben. Und das nicht sagt, okay, jetzt mache ich es fünf Jahre und ich habe das Gefühl, ich habe alles schon erlebt.

Dann wird es nicht mehr schön. Und Gott sei Dank, ich glaube, sowohl in der Branche, in der Modebranche ist so viel Veränderung, in der Welt um uns herum, Digitalisierung, jetzt das ganze KI, also AI-Thema. Also da kommt noch so vieles auf uns zu. Und trotzdem, auch wenn ich, ich reise viel, ich bin viel in den Stores unterwegs und es gibt keinen Tag, wo man nichts was lernt.

Ich war gestern in den Niederlanden und da haben wir sowas, was wir Smart Store nennen und da gibt es neue digitale Tools, wo wir die Mitarbeiter befähigen, einfach den Kunden die Ware, die großen Verfügbarkeit, schneller, besser und das war für mich total neu. Zu den Zeiten, wo ich natürlich im Store gab, gab es das nicht, aber es ist grundsätzlich neu und das war dann so toll, dem Store-Team zuzuhören und die bringen einem dann bei auf dem Device, wie das funktioniert.

Also man kann, wenn man offen ist, glaube ich, jeden Tag was lernen. Ja, wahrscheinlich schon. Gibt es auch schon sowas wie ... Kann eine Kundin beraten im Hinblick, so würde das dann bei Ihnen aussehen? Also ich habe einen Avatar und sage dann, okay, ich schlage Ihnen vor, diese Zusammenstellung und so würden Sie dann aussehen. Gibt es das auch schon?

Digital so noch nicht. Wir haben ein paar, das wird ausprobiert, Tests mit interaktiven Umkleidekabinen, solche Geschichten. Da sind wir auch immer mit dem Thema vieles. Es wird immer nachgefragt, dann ist die Nutzung nicht immer ganz da und das braucht Zeit ein bisschen. Klar, wenn man der Zeit voraus ist, dann hat man zu viel Geld investiert und das bringt nichts.

Das auch, aber es ist auch natürlich sowohl von unserer Seite technische Fortschritte, die notwendig sind und dann aber auch natürlich, dass man den Kunden auf diese Reise mitnimmt. Deswegen, es gibt viele Tests, die wir machen, unterschiedlicher Art und Weise, aber es gibt auch viele Dinge, die gar nicht so futuristisch unbedingt sind, an denen wir auch noch weiter schrauben müssen.

Aber es wird nicht dahin laufen, dass man sagt, okay, ich mache jetzt personifizierte Kleidung. Die Kundin kommt, ich sehe ihre Figur und nächsten Tag habe ich das Outfit für sie extrem passend. Ich wünschte, ich hätte die Kristallkugel, um das vorherzusagen. Jetzt sage ich nein und dann in fünf Jahren ist das da.

Also nach meinem Wissensstand gibt es das heute bei uns noch nicht in der Planung. Natürlich ist das auch in unserer Größenordnung immer und ich glaube dafür oft sind ja viele kleinere Unternehmen, haben da die Möglichkeit besser. Ja, trotz alledem, man sollte nichts ausschließen. Also wenn man überlegt, wie die Modewelt oder generell die digitale Welt sich in den letzten fünf Jahren, sieben Jahren entwickelt hat.

Wer weiß, was da noch auf uns zukommt. Absolut. Spannend. Und in der Hinsicht kann man auch ganz gerne mal längere Zeit an einem Ort bleiben und sich das dadurch dann angucken. Und machen Sie noch was mit Tanzen? Also die Leidenschaft ist es immer noch. Natürlich einfach zeitlich bedingt, weniger, aber ich tanze immer noch sehr gerne und immer mal wieder und das ist jetzt auch so ein Ziel, dass ich jetzt wieder, auch hier in Deutschland, jetzt habe ich mich ein bisschen mehr eingelebt und dass ich hier wieder ein bisschen mehr starten will. Privat immer noch sehr gerne.

In Südafrika habe ich zum Beispiel komplett, sind wir in eine Community eingestiegen, wo wir sehr viel Salsa, Bacata, Gesumba getanzt haben und dadurch dann auch ein Social Circle entwickelt haben. Da hat man eine Konnexion und sitzt nicht in einer Blase oder so. Nee, und auch einfach viel tiefer in einfach Menschen von überall.

Weil man dann doch oft dazu neigt, dass die Kollegen und Kolleginnen zu diesem Social Circle werden. Aber ich habe ja auch noch einen Mann, der dann diesen Circle nicht hat, der aber mit mir... Dieses Jahrzehnt um die Welt gereist ist. Und da haben wir zum Beispiel gemerkt, das war auch für ihn toll.

Weil dann war es egal, ob ich dann, weiß ich nicht, in Johannesburg war und nicht zum Tanzkurs konnte. Er ist gegangen. Und wenn ich dann müde war und vielleicht doch einen Abend auf der Couch sitzen wollte, ist er zum Social gegangen. Also das war ganz toll. Ja, das ist, glaube ich, wirklich wichtig.

Ich habe das auch gesehen bei sogenannten Experts, wo, wenn der Mann die Karriere macht, die Frau dann irgendwie zu Hause sitzt und gar keinen Anschluss hat, das ist dann schrecklich. Und dann ist es natürlich toll, wenn man sowas nutzt, ob das nun Tanzen oder auch was anderes ist, damit beide eine Integration in die Gesellschaft auch haben.

Also er hat sich schon ausprobiert hier in Hamburg, ich noch nicht. Er war schon bei irgendwie ein, zwei Salze Abendinnen und jetzt muss ich noch nachziehen. Aber Gott sei Dank ist das eine Leidenschaft, die wir teilen und ja. Ich freue mich. Eine Sache noch, die habe ich eben vergessen. Wir haben ja drüber gesprochen, was ist für sie wichtig in der Karriere und wie sind sie es auch geworden ich sage jungen Frauen häufig ihr müsst auch sagen was ihr wollt und sie haben eben so ein bisschen gesagt manchmal muss man auch an Türen rütteln also dass man wirklich nicht wartet entdeckt zu werden sondern auch ausspricht dass man das möchte, aber das habe ich auch gelesen ich glaube da ist ihr Unternehmen auch sehr weit

auch beim Thema Diversität sie haben viel mehr weibliche Führungskräfte als männliche Führungskräfte, richtig? Ja, das stimmt. Also weltweit sind sieben von zehn Führungskräften weiblich. Und was ich ja auch aus eigener Erfahrung wirklich sagen kann, ist selbst, und die Statistik ist dann noch beeindruckender, wenn man sich gewisse Länder anschaut, wo es halt komplett umgekehrt ist.

Und ich habe ja in diesen Ländern selber gelebt und agiert. Also wenn man sich anschaut, ob es Indien ist, aber auch Südostasien, wo einfach systemisch Systemisch und auch kulturell. Viele Frauen zwar vielleicht arbeiten, aber nicht in Führungspositionen. Es ist bei uns noch verstärkter. Und das ist natürlich wichtig, aber auch zu dem Thema, man muss an Türen rütteln.

Noch einfacher ist es, wenn man natürlich Systeme, Prozesse oder eine Kultur im Unternehmen hat, wo man das leicht macht. Also ob es das jetzt ist, dass in Gesprächen oft die Frage kommt und was willst du als nächstes machen? Ich glaube, es gibt keinen Storebesuch, wo ich nicht Leute frage. Man unterhält sich, ja, wir haben uns gerade über die Präsentation unterhalten, wie die Ware sich verkauft, weiß ich nicht, wie Kundenservice ist, dies, das.

Und man lernt ja Menschen kennen und man hat ja dann, also Talente, Förderung gehört natürlich zur großen, also wirklich ein großer Teil der Verantwortung und aber dann auch diese Frage zu stellen, weil damit öffnet man dieses Klima, dass Leute auch sich trauen zu sagen, das oder halt auch das nicht.

Es ist genauso okay, dass nicht jeder will, das gibt es auch. Und aber dass die, die können, die, die wollen, dann auch dürfen und auch das aussprechen können und also wirklich die Diversität ist auch, dass es bei uns tief verankert, wir haben. Wir sind Kolleginnen aus über 150 Nationalitäten, 180 Nationalitäten, jede Altersgruppe dabei, aber auch das Thema zum Beispiel gleichgestellte Schwerbehinderung, also auch das nehmen wir sehr ernst, aber das ist so eine DNA verankert, dass wir eigentlich gar nicht uns Statistiken angucken müssen oder treffen wir die Quote oder nicht, weil das für uns zu unserer Normalität gehört.

Und wir würden gerne, dass das noch mehr zur Norm wird. Aber darüber müssen wir vielleicht auch noch mehr reden und mehr auch nach außen hin ermutigen. Aber im Unternehmen absolut. Also wir haben ja schon mehrere Female CEOs gehabt und auch der Vorstand. Aber auch in den Ländern, unsere Führungskräfte sind oft weiblich, aber auch anders divers.

Ja, also das, ich denke, auch wenn man nicht drüber redet, dadurch, und Sie haben es ja beschrieben, dadurch hat man halt eine bestimmte Kultur, die auch dazu führt, dass Mitarbeiter gerne bleiben. Also Sie, aber auch Ihre zwei damaligen Freundinnen, die auch immer noch da sind und eben auch mit Spaß dabei sind. und das hat natürlich auch einen Einfluss auf das Gesamtunternehmen.

Und ich glaube, das ist schon sehr, sehr wichtig. Also das kann ich auch nur immer wieder sagen. Mir wäre auch Diversität in Unternehmen sehr, sehr wichtig. In alle Richtungen, Sie haben völlig recht. Also nicht nur Geschlechter. Ja, und ich weiß, dass es auch, wenn es unsere Normalität ist, man darf es nicht für selbstverständlich nehmen. Es ist immer wieder...

Ja, überraschend, aber auch schockierend, wenn man sich mit anderen Kollegen unterhält, wo dann oft diese Frage kommt und wie ist das für dich, du bist doch bestimmt auch oft die einzige Frau da und für mich ist das ein Bild, das ich nicht kenne, also nicht in diesem Unternehmen und da kann ich mit voller Überzeugung sagen, also nein, umgekehrt.

Ich glaube auch da ein schwedisches Unternehmen, ein sehr soziales Land, was aber auch die Gleichstellung anbelangt, ob es ist, dass Maternity, Parental Leave gleichgestellt wird, sogar ermutigt wird und das fühlt man natürlich im Unternehmen auch. Also ich bin selber keine Mutter, möchte aber doch und das kann ich ganz offen, ganz klar, auch als mit Deutschland angeboten, da sage ich ja und mit ein Grund ist, weil dort ist auch meine Familie und jetzt wird es Zeit und dann mache ich ein, zwei Jahre und dann habe ich, und das ist dann, da freuen wir uns doch, ist doch super. Und Sie haben auch viele Modelle, glaube ich, nicht?

Also da man Familie und Karriere auch durchaus verbinden kann. Absolut, wir ermutigen das und da muss man flexible Modelle anbieten. Aber ich glaube, Modelle gibt es auch viele, man muss es aber in der Kultur leben und das wird vorgelebt. Also wenn unser eigener Group-CEO als Mann, nachdem er CEO wurde, dann ein paar Monate später eine dreimonatige Pause einlegt, weil er das versprochen hat, dass er mehr Zeit mit den Kindern zu Hause verbringt.

Das ist ja dann Vorleben und das ist Leben und Vorleben und dann machen solche Modelle auch dann in der Praxis Sinn. Also es macht natürlich wenig Sinn zu sagen, wir haben das alles, aber vorgelebt wird, dass der männliche CEO und alle männlichen Kollegen ganz lange im Büro bleiben und der, der am wichtigsten ist, macht als Letzter das Licht aus, dann kann sie die ganze Kultur beobachten.

Und können Sie diese ganzen Ansagen vergessen, weil die werden nicht realisiert. Wir müssen leider zum Ende kommen, stelle ich gerade fest. Ich stelle zum Ende immer eine Frage. Da ist aber noch ganz viel Zeit bis dahin. Ich habe gerade gehört, also auch Familienpläne. Und wenn Sie dann ganz weit in die Zukunft gucken und dann mit 90 Ihre Autobiografie schreiben.

Sie dürfen sie ja auch schon vorher schreiben. Sie haben jetzt vielleicht Zeit in Deutschland. und was wäre der Titel? Das ist eine spannende Frage. Vielleicht in die Richtung von Wurzeln zu Flügeln. Ja, schön, stimmt. Das war auch so ein schönes Bild. Ganz, ganz herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

Superspannend. Ich wünsche noch ganz viele spannende Stationen in Ihrem Leben, aber eben auch eine gute Zeit jetzt noch in Hamburg. Vielen Dank. Dankeschön. Danke. Ist weiblich.

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