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Dirty Deeds Done Well

Episode 207: Das Ranking der kultigsten Zombie-Marken

Donnerstag, 5. November 2026 · 18 min

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Shownotes

Dirty Deeds Done Well hat sich einer Mission verschrieben, nämlich Heldentaten und Untaten des Marketings zu würdigen.

Das DDDW-Ranking schafft ultimativ Klarheit.

In dieser Episode nominiert Torsten die kultigsten Zombie-Marken. Es treten gegeneinander an: RAIDER, TRITOP, NOKIA, COMMODORE, AIR BERLIN, BLUNA, AFRI COLA, PRAKTIKER, SWISSAIR und viele mehr.

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Dirty Deeds Done Well hat sich einer Mission verschrieben, nämlich Heldentaten und Taten des Marketings zu würdigen. Das Dirty-Deeds-Done-Well Ranking schafft ultimativ Klarheit. hochsubjektiv, kontrovers und in der Regel akademisch korrekt werden jeweils die Top drei einer Marketingdisziplin benannte.

Was ist die Gemeinsamkeit von Marken wie Aqua? Blaupunkt Air Berlin, SwissAir, PickPay, Altavista, Trabant, Commodore, Praktiker, Herty, Horton, Quelle, Schlecker, Raider, Sunkist, Toys R Us und jüngst dazugekommen MacRib. Eigentlich gibt es sie nicht mehr aber irgendwie leben sie trotzdem immer noch zumindest in der Erinnerung von Tausenden manchmal auch von Millionen Menschen.

Einige von ihnen führen sogar weiterhin ein mehr oder weniger erfolgreiches Geschäftsleben. In der Regel allerdings sehr viel weniger glamourös als zu ihren Hochzeiten. Entweder führen sie ihr Leben viel reduzierter, wie zum Beispiel Praktiker – in Deutschland erinnert sich jeder an den Slogan «zwanzig Prozent auf alles aus einer Tiernahrung».

Und Praktiker gibt es jetzt noch als mehr oder weniger erfolgreichen Online-Shop. Oder die Marke wurde schlichtweg durch andere Marken ersetzt, wie zum Beispiel die Swissair. Es handelt sich um sogenannte Zombiemarken Irgendwie noch lebendig aber vor allem doch tot. Was zeichnet eine Zombiemarke aus?

Eine Zombiemarcke ist ohne ihren ursprünglichen Kern, die aber trotzdem über Bekanntheit und damit auch über einen Vertrauensvorschuss verfügt der genutzt werden kann um andere Produkte häufig sehr austauschbare Produkte zu vermarkten. Und ich möchte jetzt ein Ranking der kultigsten Zombie-Marken vorstellen.

Das sind Marken, die neben Bekantheit das Potenzial für mehr bieten nämlich teilweise erhebliches Identifikationspotenzial, das bei geschickter Wiederbelebung wirtschaftlich erfolgreich genutzt werden kann. Auf dem dritten Platz habe ich Air Berlin in Deutschland bis zum Jahr die man sich überhaupt vorstellen kann, so etwas wie Virgin Airlines auf teutonisch beziehungsweise germanisch.

Zwei Tausend Siebzehn musste man Konkurs anmelden und den Flugbetrieb einstellen. Air Berlin war –so wird ich es formulieren– die erste billig airline Deutschlands mit einem gewissen Service-und Premiumanspruch. Und vor allem zeichnete sich Air Berlin durch Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter aus, die offenbar Spaß an ihrem Job hatten.

Erberlin war für viele auch der Mallorca-Shuttle zuverlässig günstig – die Airline, die für Ferienfeeling, für Spaß stand. Erbelin hatte auch verstanden dass man ikonisches seinen Kunden mitgeben muss. Die berühmten Erbellinschokoladenherzen von Lindt Waren für sich gesehen. kult die rechte an der marke.

er berlin hat sich zwei tausend dreiundzwanzig marcus rosello Für sagenhafte hundert zwanzigtausend euro gesichert. marcus rosello ist der gründer der ferienfluggesellschaft sand er. leider Hat er bisher die markenrechte weder im airline betrieb noch im schokoladen business genutzt. meine überzeugung ist aber in dieser marke steckt Eigentlich sehr, sehr viel Leben drin.

Heimatstadt erster Flieger der wirklich irgendwie aus der Stadt selber kommt mit ein paar alten Maschinen gestartet quasi auf dem Rücken der Panem die eigentlich so unsere Airline in Berlin war kann ich dem nur beiflichten. Der Zombie fehlt mir so ein bisschen in der Grauslichkeit des Ganzen, weil Zeit schon Verlust ist und er stolz das Berliners über seine eigene Airline.

Und ich würde gern zwei Sachen dazu noch sagen. Das eine ist dass ikonische Produkt war für mich. man kriegte einen Currywurst von San Sibar serviert und die war gar nicht mal so schlecht. im Vergleich zu dem was man sonst teilweise da auf den Teller kriegt muss man ganz ehrlich sagen. aber was sich spannend finde und Ich glaube das werden wir bei anderen Beispielen auch noch sehen Dieser Ohnershipwechsel ist immer dabei, bei diesen Zombies.

Irgendwann gehen die eben aus einem Topschiff und umfällt aus und werden versucht irgendwo noch mal einzuflanzen. Ihr habt es bis jetzt noch keiner probiert? Ich bin gespannt wann das kommt ob da wirklich sich nochmal einer ran trott weil da ist schon noch reichlich Nostalgie in Berlin drin. also zumindestens die Stadt würde sich glaube ich sehr darüber freuen wenn wir wieder ein paar Flieger durch die Gegend bedüsen würden.

Ich habe schon lange nicht mehr an Erdbeerlin gedacht, weder in Erdberlin noch. An die Schokoherzen und noch an die Currywurst. aber jetzt wo du es sagst ist mir alles wieder sehr präsent. Aber ich würde sagen sie sind schon tot also dass da nochmal was passiert? ich glaube das nicht. Das was ich jetzt noch gelesen hab die Markenrechte stehen ja angeblich momentan wieder zum Verkauf.

der Markus Rossellor will sich anscheinend veräußern. vielleicht gehen sie dann an jemandem der daran glaubt aber ich glaube er Berlin ist tote. seiner eigenen Airline, Sandair geht es ja momentan auch nicht so gut. Er ist ja inzwischen glaube ich verbandelt mit Schauensland-Reisen und die sind... Das sagt schon viel!

Ja, die sind immer noch am Kämpfen. Ja, Hannah, ich nehme deinen Votum zur Kenntnis und bin da also vollkommen an der Meinung. Hier steckt echtes Potenzial drin Und gerade in einer Welt, wo Fliegen immer mehr zur nervigen Komodität wird, wird es so ein Ferienflieger gar nicht schaden der ein bisschen Spaß verbreitet und vielleicht tatsächlich wieder eine Currywurst im Angebot hat.

Wenn man sich überlegt warum sind sie damals? Bleide gegangen, ja sie waren halt so ambitioniert. Sie sind vom Markenkern weggegangen, sie wollten Linienflieger werden, sie wollte eine Business Class einrichten und ich bin überzeugt, wären sie bei ihren Leisten geblieben hätten wir immer noch Spaß an Air Berlin.

Vielleicht wäre das noch im Projekt Thorsten? Ich meine steht zum Verkauf war ja letztes mal bezahlbar. Wie würdest du sagen ist ein Schnapper wahrscheinlich inzwischen? Ist ein Schnapper! Muss vielleicht ein bisschen was rein investieren nach danach. Genau ich komme zu meiner Nummer zwei. Die Nummer zwei ist Komodore.

Wer in den achtziger Jahren aufgewachsen ist, kam an Komodoren oder besser gesagt am C-VIIV oder wie man so schön damals gesagt hat – am Brotkasten nicht vorbei. Nach meinen Informationen ist der C-IV immer noch der meistverkaufte Einzelcomputertyp der Welt. Was ist so faszinierend am KOMODORE. Er hat diesen Schritt möglich gemacht, Computer aus den Büros in die eigene Wohnung und man muss häufig sagen ins Jugendzimmer zu holen.

Und was passierte auf dem Commodore, und das ist der Markenkern. Er war halt das Einstiegsgerät ins Gaming. Also die ersten Videospiele diese einigermaßen funktionierten liefen auf dem Kommodore und später dann auf dem Amiga Fünfhundert. In dieser Marke steckt enorm viel Identifikationspotenzial drin und Beweis dafür ist der Streit, der im Moment hobt um zwei Investorengruppen.

Auf der einen Seite haben wir, wenn man so will die Fan-Fraktion rund um den britischen Retro YouTuber Christian Simpson die die Marke nutzen wollen, um unter der Marke gute alte Retro-Hardware anszubieten. Also mehr oder weniger acht Bit Heimcomputer und sie besitzen viele Rechte an Brand Assets von Commodore.

und auf der anderen Seite sozusagen die knallharte Business-Fraktion, haben wir die italienische Company Commodore Industries. Die haben Logo und Namensrechte, die wollen und bieten unter dem Markennamen Commodore Notebooks Software und KI Dienstleistungen an. beide Parteien treffen sich inzwischen regelmäßig vor Gericht und streiten drum wer die wunderbare Marke Komodore wieder richtig mit Leben erfüllen darf.

Das ist ein super Beispiel dafür, wo die Marke eben weiterlebt im Kopf der ehemaligen Kunden und der Community und eigentlich daraus wieder geboren wird. Eigentlich so ein bisschen das was wir beim Platz drei nicht haben oder beziehungsweise noch identifizieren müssen Menschen die diese Computer immer noch lieben.

Ich glaube da ist noch etwas anderes dahinter. Wir haben ja diesen Trend so zum Friction-Maxing dass ich also hingehe Und mich mit alten Dingen beschäftige damit ich mich nicht mit der KI beschäftigen muss Mir es also schwer mache bestimmte Dinge zu tun und das ist sicherlich auch noch dahinter. Wenn ich immer dran denke, wer auf dem Ding dann darum programmiert hat... Das war schon eine Nerdculture die damals aufkam, die seitdem eigentlich immer noch lebt.

heute sind es wahrscheinlich die Tesla-Fahrer, die das gut finden um das mal so einzuordnen. also ich kann da absolut nur beiflichten. aber Ich hatte einen Zinkler ZX-Einundachtzig mit einem Kassettenrekorder wo ich dann Tennis Spiel mir selbst programmiert habe. Aber du hast natürlich recht in der Zeit wer Technologie affin war Der hat sich mit dem Commodore auseinandergesetzt.

Und das High-Jacking der Marke durch die User finde ich halt auch großartig, weil da gehen dann die Markenrechte an die Richtigen über. Ja, ich würde sagen sehr hohe Emotionalität genau dadurch was du beschrieben hast Thorsten dass diese ersten Erlebnisse und Erfahrungen dazu gehören. aber sie sind halt doch.

jetzt komme ich mit dem Begriff den ihr ja nicht mögt Generation gebunden. also Ich würde genau sagen Das ist ein sehr gutes Beispiel jede Kohorte, seine kulturellen relevanten Marken hat und denen dann in einer gewissen Art und Weise nachtraut. Und dann diese Zombiemark entstehen für mich hat es kaum eine Bedeutung.

also ich kann mit der Marke wenig anfangen habe wenig Verbindung dazu außer dass man so verfolgt was da immer so passiert mit der Community die sie wieder belebt das dieses Streits entstehen usw.. Aber so richtig relevant ist sie für mich nicht. Und ich glaube, das zeigt dann eben schon, dass jede Kohorte oder jeder Altersabschnitt gewisse Marken hat mit dem man aufwächst gleichzeitig eine gewisse Nostalgie hat wenn diese Marken zum großen Teil verschwinden?

Ja natürlich hat es was mit der Generation zu tun. Das ist halt dann doch mit Zeithalter verbunden. Natürlich hast du so ikronische Produkte die dein Leben mit geprägt haben. Das was halt Komodore für euch ist, ist für mich das Nokia. Also ich sehe den Commodore durchaus auch in dieser Vinyl-Schallplattenliga.

Techniksplattenspieler Thorsten, techniksplattendspieler! Ist ein Assessor. was zu so einem Lifestyle passen könnte? Aber du hast natürlich vollkommen recht Hannah, was hier klare Herausforderung ist diese Marke auch jüngeren Generation nahezubringen. Genau Damit komme ich jetzt zu meinem ersten Platz und es geht um ein Karamell-Kegsregel als Produkt, der in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern Rider genannt wurde.

Abstammend der Name vom englischen Raider Plünderer. Warum Englischer Name? Das macht ja alles noch viel merkwürdiger weil das Ursprungsland der Marke ist Großbritannien, aber in Großbritanien hieß Raider schon immer Twix von Twin und Sticks. Und diese Marke gehört Mars! Namenswechsel hat man genial umgesetzt mit einer Werbekampagne.

Das wichtigste Element dieser Werbekampagne war der Slogan, Rider heißt jetzt Twix sonst ändert sich nix. Dieser Slogans ist auch heute noch bei einigen Menschen fester Teil ihres Wortschatzes. das Faszinierende an Rider ist dass Rider kein Zombie ist sondern ein Vampir. Rider ist typischerweise fünf Jahre lang tot und wird dann reanimiert, steigt also aus dem Grab und erscheint als Sonderedition von Tricks.

Und zwar immer wieder hoch erfolgreich. Mars hat die Marke Rider nie verkauft. und weiterhin Interesse an Rider. Vielleicht möchte man in Zukunft wieder mehr mit der Marke machen, vor allem aber will man sicherstellen dass man die Markenrechte von Reider auch weiterhin behält. Der große Vorteil ist halt das man die Nie hat untergehend sehen aufgrund von irgendwie Schwächen oder sinkender Verkaufszahlen sondern man konnte sie so mit einem Schlag wegnehmen und dadurch hat sie natürlich mehr Schlagkraft und man hat nicht diese Assoziation damit verbunden, dass da irgendwie eine Krise vorherrschte.

Deswegen kann ich dir das schon in gewisser Art und Weise zustimmen auch wenn ich emotional bin. Ich habe mich auch nicht an Rider gebunden aber man verfolgt es natürlich. Und selbst mir war irgendwie bewusst, dass es vor Tricks diese Marke gab und sie immer mal wieder auftaucht. Das ist genau der Punkt, dass man so behält und das ownership nicht weggeht und sich um die Marke dann noch weiter kümmert weil die Zombies entstehen ja deswegen, weil man denen den Blut abnimmt Und die Abknips gibt.

so eine Marke, da hat man das getan. Es ist Creme-Ainundzwanzig in Deutschland Die damals zum Hänkelkonzern gehörte und die hat man quasi kaltgestellt weil sie einfach im Portfolio zu schwach war um sich gegen kräftige Nivea damals durchzusetzen. Aber das finde ich es so. ein Beispiel wo man dann sagt kommen die Karten mal weg und kümmern uns um das was übrig bleibt.

Da hat Mars glaube ich ganz gut entschieden und gesagt wir kümmern uns weiter um die Marke und machen die damit lebensfähig. Also ein veritabler erster Platz für den lieben Raider. Also trotzdem würde ich nochmal für Nokia boten. Auch wenn es die noch gibt, für mich ist das irgendwie doch verbunden mit dem Dreiunddreißigzehn und dem ganz klassischen Handy eben auch einer der Zombie-Marken mit einem hohen Kultfaktor.

Nokia ist eigentlich kein Zombie mehr! Du hast natürlich recht – Das Urgeschäft ist weg. logisch. aber dass was heute unter Nokia Geschäfte macht Das ist ja schon inzwischen wieder ein Milliarden-Business. Und das Urgeschäft von Nokia waren mal Gummistiefel und Fernseher? Das meinte ich natürlich nicht!

Die Evolution dieser Markt ist exorbitant lange, oder? Ich hatte eigentlich drei Getränkemarken im Start. Das eine ist die Markenkombination Bluna und Afrikola, die in den Siebziger und Achtziger Jahren eine einzigartige Positionierung in Sachen Krophäien hatten – also gar die Afrikoler. Was ist das erste?

Bluna! Was, was kann das? Bluna ist die Fanta von Afrikola gewesen und die beiden sind heute auch noch im Markenbesitz. Und komischerweise spielen sie in bestimmten Nischen- und Trendmärkten eine große Rolle in den sogenannten Subkulturen & Communities. Und das andere ist Tritop. Ah ja! Da kann ich jetzt sogar wieder... mich für begeistert.

Und das ist ein Treetop. lebt gut, weil sie jetzt mit diesen ganzen Karbonisierungsmaschinen den Flavor mit reinbringen und mit denen verbandelt sind und damit einen neuen Zugang gefunden haben natürlich nicht mehr die Player sind diese. früher waren aber sich das hörte. mit den Zombie-Marken war es erst so was bei mir auf dem Zettel stand Aber an allen Ecken und Enden ist das ähnliche Bild zu beobachten.

gibt's die Marken weg Denn übernimmt sie jemand anders und der lebt mit einem kleineren Markt? ganz gut. Mal gucken, was da noch uns ein lebenden Living-Death in den nächsten Jahren über den Weg läuft? Das war's für heute! Sind die von Torsten nominierten Kandidaten tatsächlich die kultigsten Zombiemarken?

Landet Rider zurecht auf dem ersten Platz oder gebührt dieser Rang nicht eher Air Berlin... ...oder Kommotoche? oder wären nicht Nokia, Bluna, Afrikola...? oder Treetop, vielleicht sogar Praktiker und die SwissAir qualifiziertere aspiranten auf einem Podiumsplatz. Falls ihr andere Top-Trei Kandidaten seht könnt ihr diese auf unserem LinkedIn Channel mit uns und der restlichen Marketing Community teilen.

Den Link findet ihr in den Show Notes. Zudem befinden sich dort auch Links zu verschiedenen Quellen Die Auskunft zu dem heute diskutierten Thema geben. Auf Wiederhören!

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