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Shownotes
Das Jahr ist zu Ende und wir haben “zwischen den Jahren” die Zeit gefunden auch die Ereignisse im Dezember zusammen zu fassen.
Kommentare unter: egovernment-podcast.com/egov247-monatsschau-12…
Monatsrückschau
Malte
Meta: Ein Zehntel des Umsatzes durch dubiose Werbung?
• zdfheute.de/wirtschaft/unternehmen/meta-werbun…
• reuters.com/investigations/meta-is-earning-for…
Extreme Auswirkungen des KI-Booms
• Return of 4GB RAM in smartphones by 2026 amidst DRAM crisis, microSD slots make a comeback – tweaktown.com/news/109338/return-of-4gb-ram-in…
• RAM Preise könnten weiter steigen: Verschieben Hersteller Neuerscheinungen? – computerbase.de/news/arbeitsspeicher/ram-preis…
• Bericht: Apple will RAM-Inflation durch Großeinkauf bei Samsung ausgleichen – heise.de/news/Bericht-Apple-will-RAM-Inflation…
Hardware ist wieder in!?!
• Die 2010er waren die Dekade der Software. Beispiel HP 2011: HP sagt Hardware Adé Hewlett-Packard, weltgrößter Computer-Hersteller, setzt in Zukunft seinen Fokus auf Geschäfte mit Software und Dienstleistungen. Und bietet aktuell Milliarden für die Software-Firma “Autonomy”. - taz.de/Milliardengebot-fuer-Softwarefirma-Auto… AWS S3 & EC2 Start 2006
• Nvidia: Vertragsschluss mit Inferenz-Chip-Startup, Nvidia hat einen Lizenzvertrag mit dem Chip-Startup Groq vereinbart, auch wechseln Groq Mitarbeiter im Rahmen des 20-Milliarden-Deals zu Nvidia. – heise.de/news/Nvidia-Vertragsschluss-mit-Infer…
30% der Android-Telefone mit Version 12 oder weniger unterwegs. Eine Milliarde Geräte ohne Sicherheitsupdates – gs.statcounter.com/android-version-market-shar…
Jana
Impulspapier: “Mehr Transparenz und Kompetenz für mehr Transformation”. In dem Papier wurden Fragen, Szenarien und Handlungsempfehlungen für eine wirkungsvolle Verwaltung besprochen. – negz.org/wp-content/uploads/2025/12/NEGZ_Mehr-…
• Transparenz ist Voraussetzung für Vertrauen und Wirkung.
• Kompetenz ist der blinde Fleck vieler Reformen – und entscheidet über Handlungsfähigkeit.
• Vergabeprozesse modernisieren und innovationsfähig gestalten.
• Beratung und Dienstleistersteuerung neu denken.
• Wandel ist kulturell und organisatorisch – nicht nur technisch.
Föderale Modernisierungsagenda – Die Agenda umfasst insgesamt mehr als 200 Maßnahmen auf 55 Seiten. Ziel ist es, dass der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert wird – dadurch soll die Effizienz gesteigert werden und den Personalbedarf erheblich sinken. – bundeskanzler.de/resource/blob/1832584/2397654…; bundeskanzler.de/bk-de/aktuelles/foederale-mod…; egovernment.de/was-verspricht-die-foederale-mo…
• Weniger Bürokratie, klare Verfahren und schnelle Entscheidungen auf allen staatlichen Ebenen.
• Schnellere Verfahren im Bereich von Planung und Genehmigung, Vereinfachungen im Vergabe- und Datenschutzrecht.
• Effiziente, resiliente und leistungsfähige staatliche Strukturen: für Vertrauen in Staat und Verwaltung.
• Digitale Verfahren: effizient und serviceorientiert – für mehr Komfort und Zeitersparnis im Alltag.
• Bessere Rechtsetzung: verständlich, praxistauglich und verlässlich – damit Regeln Orientierung geben und nicht aufhalten.
Digitalpakt 2.0 – Bund und Länder einigen sich am 18. Dezember 2025 auf der Bildungsministerkonferenz in Berlin, dass sie bis 2030 gemeinsam fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen investieren. - bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/alle-meldung…; digitalpaktschule.de/de/digitalpakt-2-0-1874.h…
Das KGSt-Festival 2025 fand Anfang Dezember 2025 in Karlsruhe statt und war ein neues, großes Format der KGSt, das erstmals vier bisher getrennte Fachkongresse vereinte: Haushalt & Finanzen, Personalmanagement, Stellenbewertung für Beamte sowie IT meets Prozesse. Außerdem gab es das “Innovation:Quartier” und den “Innovation:Award”. – festival.kgst.de
Torsten
Woran die Digitale Souveränität der Verwaltung scheitern wird
• Digitale Souveränität: Die DATEV zementiert mit Windows 11-Zwang Abhängigkeiten – borncity.com/blog/2025/12/14/digitale-souverae…
• Airbus will seit Jahren weg von Microsoft Office – schafft es aber einfach nicht – derstandard.at/story/3000000298735/airbus-will…
EinfachMachen-Portal – Die zentrale Anlaufstelle für Bürokratie-Sorgen
• EinfachMachen-Portal startet, Bitkom macht Verbesserungsvorschläge – egovernment.de/einfachmachen-portal-startet-bi…
• EinfachMachen-Portal – Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung – bmds.bund.de/themen/staatsmodernisierung/einfa…
Digital Independence Day
• di.day
• media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digi…
39c3
• Verlorene Domains, offene Türen – Was alte Behördendomains verraten – media.ccc.de/v/39c3-verlorene-domains-offene-t…
• Digitales Vertrauen in Gefahr: Wenn Behörden ihre alten Domains vergessen – heise.de/news/Digitales-Vertrauen-in-Gefahr-We…
• Handy weg bis zur Ausreise – Wie Cellebrite ins Ausländeramt kam – media.ccc.de/v/39c3-handy-weg-bis-zur-ausreise…
• Endlich maschinenlesbare Urteile! Open access für Juristen – media.ccc.de/v/39c3-endlich-maschinenlesbare-u…
• c’t uplink: Digitale Souveränität – sind Häcker:innen jetzt fürs Staatswohl verantwortlich? – media.ccc.de/v/39c3-c-t-uplink-digitale-souver…
• Digitale Inklusion: Wie wir digitale Barrierefreiheit für alle erreichen können – media.ccc.de/v/39c3-digitale-inklusion-wie-wir…
Links die es nicht in die Sendung geschafft haben aber trotzdem Beachtung verdienen
Digitale Souveränität
• Souveränitätsbarometer der öffentlichen IT – egovernment.de/souveraenitaetsbarometer-der-oe…
• Bewölkte Aussichten für Europas Digitale Souveränität – datacenter-insider.de/bewoelkte-aussichten-fue…
• Digitale Souveränität wird zum Wettbewerbsfaktor – it-business.de/digitale-souveraenitaet-wird-zu…
• Palantir und Deutschland: Digitale Souveränität muss 2026 zur Priorität werden – telepolis.de/article/Palantir-und-Deutschland-…
• Digitale Autonomie ohne Abhängigkeiten – egovernment.de/digitale-autonomie-ohne-abhaeng…
• Deutschland-Stack: Das Potenzial zur digitalen Souveränität – …
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Jana Janze Hallo Thorsten, schön, dass ich wieder mit dabei sein darf.
Malte Schmidt-Tychsen Hallo Thorsten, alle liebe Gäste. Ich freue mich hier zu sein.
Andreas Kruppa Ja, hallo Thorsten, hallo zusammen. Ein herzliches Willkommen in die Runde.
Malte Schmidt-Tychsen Danke, Thorsten. Geht gleich mit mir los. Dann lege ich mal los mit Meta. Und zwar war das zwar schon im November, aber ich glaube, das hatten wir noch nicht in der Sendung. Es ist auch sehr erfolgreich von Meta irgendwie aus der Tagesordnung wieder verschwunden. Ich fand das nämlich ziemlich skandalös, was da berichtet wurde.
Malte Schmidt-Tychsen Und zwar hat Meta selber festgestellt, dass ca. 10% der Umsätze 2024 aus betrügerischen Anzeigen gekommen ist. Wir reden hier von 7 Milliarden Dollar und das haben sie festgestellt, weil sie solche Detektoren haben. Also sie versuchen einzuschätzen, automatisch, ob die Werbung, die sie schalten, betrügerisch ist oder nicht.
Malte Schmidt-Tychsen Und erst ab einem Sicherheitslevel von 95% wird eine Werbung blockiert. Was da drunter ist, wovon sie eben mit mehr als 50% ausgehen, 50 bis 95% wird zugelassen, ja, das wird durchgelassen und was machen sie, um, sie tun ja doch was dagegen, das behaupten sie jedenfalls, sie nehmen nämlich mehr Geld von Anbietern, die bei ihnen Werbung schalten, von denen sie denken, dass sie betrügerisch ist.
Malte Schmidt-Tychsen Das heißt also, was können betrügerische Werbungen sein? Zum Beispiel für betrügerische Produkte werben, für Finanzbetrug werben, Pyramidenspiele, irgendwas mit Kryptowährung. Da gibt es ja sehr, sehr viele Online-Betrugsformen und Meta verdient da kräftig mit, wenn da Leute betrogen werden auf ihrer Plattform.
Malte Schmidt-Tychsen Und sie wissen davon, aber sie lassen es zu bzw. sie verdienen damit sogar noch ein bisschen mehr Geld. Und ja, das ist schon interessant, insbesondere wenn man bedenkt, wie viele Leute heutzutage von Online-Betrug betroffen sind in Europa. Und die Amerikaner verdienen an diesem Online-Betrug, in diesem Fall der Konzern Meta.
Malte Schmidt-Tychsen Im Grunde ist das ja auch schon ein digitaler Souveränitätsthema. Ja, ich muss zugeben, ich verwende privat natürlich auch das ein oder andere Add-on für meinen Firefox-Browser, darunter auch das U-Block-Add-on. Jedoch bin ich da immer so ein bisschen vorsichtig, denn ich surfe auf Webseiten, die von der Werbung, die mir angezeigt wird oder würde, wenn ich den U-Blog anhabe, die werden davon ja finanziert.
Malte Schmidt-Tychsen Also das ist so ganz eindeutig, würde ich da nicht immer gleich eine Empfehlung aussprechen, aber es ist schon so, dass viele dieser Blocker auch stark zur Sicherheit beitragen, hast du vollkommen recht. Insbesondere, wenn dann so ein Unternehmen wie Meta ganz offen feststellt, also natürlich nicht offen, das waren interne Dokumente, die nach außen gedrungen sind, feststellt, ja, mit Betrug und solchen Dingen verdienen wir sehr viel Geld und deswegen lassen wir das zu.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, dann wollte ich über die Auswirkungen des KI-Booms sprechen. In den vergangenen Monaten, so seit September, Oktober, machen die Hardwarepreise seltsame Dinge. Sie steigen extrem an. Bei den RAM-Preisen, je nach Quelle, spricht man von Verdreifachung bis Vervierfachung. Ich habe zum Teil auch schon Vervünffachungen gesehen.
Malte Schmidt-Tychsen Und auch beim Festspeicher, das ist die andere Komponente, SSDs, sind auch die Preise sehr stark angestiegen und das führt zu allen möglichen Verschiebungen im Markt. Denn viele Anbieter merken das und decken sich deshalb verfrüht ein, was dieses Anheizen des Marktes und diese Preisspirale nach oben drückt, weil eben noch mehr Käufer eintreten, die sich versuchen gegen weitere Preiserhöhungen zu wappnen, indem sie weiter Hardware einkaufen, in dem Fall Rammspeicher auf den verschiedenen Ebenen.
Malte Schmidt-Tychsen Also die ganz großen Anbieter eben schon buchen sich fast schon Chip-Fabriken vorab. Du hattest, wir hatten vorhin erwähnt, Apple hat sich bei Samsung eine größere Vereinbarung getroffen. Und kleinere Anbieter kaufen dann diese Fertigprodukte, also diese RAM-Riegel, auch in großen Mengen ein und versuchen sich das vorab irgendwie zu sichern.
Malte Schmidt-Tychsen Und das führt dann zum Beispiel auch dazu, dass erwartet wird, dass die Smartphones, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen, wieder weniger RAM-Speicher haben werden in der gleichen Preiskategorie und zum Beispiel die MicroSD-Karten-Slots wieder ein Comeback feiern werden, weil dann das Smartphone keine 128 GB Festspeicher eingebaut hat, sondern vielleicht nur noch 32, dafür aber so einen MicroSD-Slot hat.
Malte Schmidt-Tychsen Eben um das den vielen Speicher zu sparen. Außerdem könnte es auch zur Verschiebung bei den Markteinführungen kommen und bei uns kann das durchaus auch ankommen, wenn nämlich wir Schwierigkeiten haben werden, in den kommenden Monaten an Clients oder eben auch an Server zu kommen, zu halbwegs annehmbaren Bedingungen. Das wird sich zeigen.
Malte Schmidt-Tychsen Aktuell habe ich da keine gute, ja, denke ich nicht, dass das gut funktionieren wird mit den Einkäufen. Auf jeden Fall in der ersten Jahreshälfte 2026. Was danach kommt, lässt sich schwer sagen, denn es wird ja Land auf Land ab immer von der KI-Blase gesprochen und falls diese dann irgendwann platzt, würde das wahrscheinlich dann wieder Auswirkungen haben und die Preise würden wahrscheinlich wieder sinken.
Malte Schmidt-Tychsen Interessant finde ich an der Entwicklung sowohl jetzt im Extremfall, aber eigentlich auch generell, vor allen Dingen mit dem, was wir bei Nvidia sehen, also der Aktienpreis von Nvidia hat sich in den letzten zwei Jahren verzehnfacht, dass wir wieder über Hardware sprechen. Ich habe vor ein paar Monaten mit einem Kollegen von einer anderen Bundesbehörde gesprochen, der mir erklärt hat, wie er KI-Rechenzentren baut.
Malte Schmidt-Tychsen Und das war super spannend, wie man da die Leistung ranbekommt, was man mit der Abwärme macht und machen muss, sowohl direkt, also Wasserkühlung statt Luftkühlung, als auch dann im nächsten Schritt. Also dass die Abwärme nach aktuellen Bestimmungen eben nicht einfach weg darf, sondern dass die Abwärme verwertet werden muss und wie man schnell sowas ausbaut.
Malte Schmidt-Tychsen Am liebsten hieß es das gute alte Rechenzentrum im Container. Einfach auf die Fläche stellen, anschließen und die Rechenkapazität ist vor der Haustür. Insgesamt, wie gesagt, wahnsinnig spannend, dass wir wieder über Hardware sprechen, in diesem Ausmaß, denn das war vor wenigen Jahren nicht so. Ich gehe da zurück, ein bisschen weiter jetzt, so ins Jahre 2010, 2011.
Malte Schmidt-Tychsen Damals hieß es zum Beispiel bei Hewlett Packard, wir wollen uns komplett von unserer Hardware-Sparte verabschieden. Zumindest den Clients, weil Hardware einfach nicht mehr interessant ist. Das ist Commodity, das wird irgendwo gebaut, das ist nicht sexy, damit kann man nicht mehr wirklich Geld verdienen.
Malte Schmidt-Tychsen Und es wurde so ein bisschen die Dekade der Software ausgerufen. Also man hat nicht mehr stolz ein Rechenzentrum präsentiert, sondern das war einfach, was irgendwo im Keller lief. Oder, und das hat ja auch parallel stattgefunden, die Cloud ging an den Start. Das heißt also, die Amazon oder Google, die haben sich eben um Hardware gekümmert.
Malte Schmidt-Tychsen Man selbst hat sich darum gekümmert, dass man irgendwo auf den Clouds lief. Die Hardware ist einfach weg, abstrahiert worden. Und so lief das lange Zeit. Und das Interessante ist ja bei Software im Gegensatz zur Hardware, dass sich das preislich und auch vom Nutzen und Handwerken. Ich werde es jetzt noch nicht erwähnen, das N-Wort, Thorsten, aber zumindest was die Skaleneffekte angeht, dass das eben diese seltsame Eigenschaft hat, dass komplett kostenlose Software auch einen unheimlich hohen Nutzwert haben kann, Linux und so.
Malte Schmidt-Tychsen Das heißt, es ist bei Software immer sehr schwer, wirklich einen festen Preis draufzusetzen. Das heißt, wir haben uns auch in so einer Dekade befunden, wo wir auch immer darüber gesprochen haben, wie viel Geld muss das kosten? Muss das jetzt ganz, ganz teuer sein oder gibt es das nicht auch kostenlos?
Malte Schmidt-Tychsen Und ist vielleicht das Kostenlose nicht sogar besser, als das, was ganz viel Geld kostet? Und das, was Hardware war, das lief halt irgendwo mit. Und jetzt haben wir 2023, 2024, 2025 und plötzlich reden alle wieder über Chips. Und da habe ich eben zwei Firmenübernahmen rausgesucht. Die eine ist vielleicht aus einem anderen Grund berühmt geworden, da wurde nämlich auch so ein bisschen gemauschelt möglicherweise, das war viel in der Presse mit Autonomy.
Malte Schmidt-Tychsen AP hat nämlich, als sie gesagt haben, Hardware ist nicht mehr hin, wir machen jetzt Software, haben sie Autonomy damals übernommen, so ein Geschäftssoftware-Hersteller, haben da 11 Milliarden für bezahlt, glaube ich, irgendwas in dem Dreh. Also ein niedriger zweistelliger Milliardenbetrag. Und jetzt 2025, vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass Nvidia zwar eine Firma nicht übernommen hat, also jedenfalls nicht auf dem Papier, aber eigentlich praktisch.
Malte Schmidt-Tychsen Sie haben nämlich die Assets, also die Intangible Assets übernommen, die. Deren Wissen, deren Patente und das Personal. Aber die Firma soll unabhängig bleiben. Ich nehme mal an, das hat was mit der Kartellbehörde zu tun. Sonst hätten sie dann eine saubere Übernahme gemacht. Und da haben sie 20 Milliarden im Grunde für so ein bisschen schnelleres KI bezahlt.
Malte Schmidt-Tychsen Also ein paar Features, die sie dann in ihre eigenen Chips mit einbauen werden. Und das ist so, was wir aktuell erleben. Also dieser unglaubliche Boom in Hardware. Und jetzt reden wieder alle über ihre schicken großen KI-Rechenzentren, die sie mit Wasser kühlen und die so und so viel Gigawatt verbrauchen.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, bis so eine Fab tatsächlich am Start ist und da in nennenswerten Stückzahlen Chips hinten rauspurzeln, da dauert es immer so ein bisschen. Ja, es ist, Thorsten, das ist auch so eine Sache. Man braucht zwar auf jeden Fall auch oder primär die ganz, ganz guten Chips, also die neuesten Nvidia, die neuesten Intel, die neuesten AMD Chips.
Malte Schmidt-Tychsen Es gibt allerdings auch nicht wenig Bedarf für die schlechteren Chips. Das mussten die Autohersteller in der Corona-Krise schmerzlich feststellen. Damals war es so, dass die einige Fubs umgestellt haben von den günstigeren auf teurere Chips, hatten Verdrängung stattgefunden und die günstigen Chips, die die Autohersteller vorher gebrauchten und vorher bestellt hatten, die waren dann plötzlich nicht mehr lieferbar, weil die Fubs gesagt haben, es ist aber jetzt aktuell profitabler, wenn ich diese etwas teureren Chips mache.
Malte Schmidt-Tychsen Das heißt also, es gibt neben dem High-End-Markt auch ganz, ganz viele andere Chips Und das ist ja das, was ich so ein bisschen befürchte. Dieser KI-Boom sorgt für unheimlich Disruption im Markt und wir wissen noch gar nicht, welche Industriesektoren da möglicherweise betroffen sind. Die Autoindustrie wird hoffentlich oder wird wahrscheinlich gelernt haben und entsprechend vorgesorgt haben mit Verträgen, mit Fabriken und so weiter, dass sie diesmal nicht so stark betroffen sind.
Malte Schmidt-Tychsen Aber wer weiß, was da noch lauert, wer da noch jetzt, wenn irgendwelche Fabriken umgestellt werden, was dann wieder zu wenig ist und was dann für Produkte nicht die entsprechenden Chips bekommen werden in den nächsten Monaten, also im Jahr 2026. Es kann sein, dass das alles klappt, dass die Lieferketten diesmal etwas geölter funktionieren, aber ich bleibe gespannt.
Malte Schmidt-Tychsen Gerade da in dem Bereich sind auch wieder Neuigkeiten gewesen. Nvidia hat bekannt gegeben, dass sie weniger Grafikkarten für den Spielemarkt herstellen werden oder ausliefern werden im kommenden Jahr, weil sie Kapazität für KI reservieren. Das heißt, auch dort findet eine Verknappung statt. Und das ist dann eine von den direkteren Auswirkungen, die wir sehen werden.
Malte Schmidt-Tychsen Und damit werden natürlich auch die Preise für diese Grafikkarten ansteigen. In diesem Sinne wird uns das zumindest indirekt begleiten. Also wer im kommenden Jahr irgendwelche Projekte plant und dafür Hardware beschaffen muss, sollte sich da frühzeitig jetzt darum kümmern, um zumindest festzustellen, dass gewisse Dinge nicht lieferbar sind.
Malte Schmidt-Tychsen Wenn man nämlich dann auf den Bestellknopf drückt und dann nach zwei Tagen eine Mail bekommt, oh tut uns leid, wird wahrscheinlich nicht dazu kommen. In dem Zusammenhang, genau, was ich vorhin vergessen hatte zu erwähnen, es gibt eine Marke namens Crucial. Und die gehört zu einem größeren Unternehmen, was auch SSDs und RAM-Bausteine herstellt.
Malte Schmidt-Tychsen Und da es profitabler ist, in großen Mengen KI-Chips herzustellen, wird diese Marke Crucial komplett vom Markt verschwinden. Die wird zum Beispiel eingestellt werden. Thorsten, dem muss ich an der Stelle ganz, ganz klar widersprechen. Crucial ist eine sehr profitable Marke gewesen, nur weniger profitabel, als jetzt in den KI-Boom einzusteigen und dort Geld zu verdienen.
Malte Schmidt-Tychsen Und das ist zumindest, ich würde es durchaus als eine Fehlentwicklung bezeichnen an der Stelle. Also wenn hochprofitable Dinge, die viele Leute gerne nutzen und für die viele Leute auch viel Geld bezahlen, verschwinden, weil der Hersteller sagt, ja, ich kann zwar hiermit viel Geld verdienen, aber da hinten gibt es den KI-Boom, die Mondpreise bezahlen und da kann ich noch ein bisschen mehr verdienen.
Malte Schmidt-Tychsen Ach so, ja, jein. Ich hatte noch zum Schluss hier eine Meldung zu Android-Telefonen. Und zwar hat StatCounter eine... Eine Statistik veröffentlicht. Die StatCounter ist ein Unternehmen, die messen, wer auf welche Webseiten geht. Die kann man einbauen, seine eigene Webseite. Viele Leute haben das gemacht und deswegen haben wir so eine Übersicht, was auf den Webseiten los ist und welche Clients darauf zugreifen.
Malte Schmidt-Tychsen Die haben festgestellt, dass ca. 30% der Android-Telefone, die unterwegs sind, Version 12 oder früher haben. Das sind inzwischen ungefähr eine Milliarde Geräte und für Android 12 und früher stellt Google keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung. Selbst wenn, das tun ja nicht alle Hersteller, dass sie Updates von Google dann auch in ihre eigenen Telefone einbauen, also weiterreichen an die eigenen Kunden.
Malte Schmidt-Tychsen Viele Telefone sind nicht unbedingt so lange Support, aber zumindest bei den Herstellern, wo sie noch im Support sind, am längsten ist es mit Android 12 und früher nicht mehr möglich, dort Updates einzuspielen. Es sei denn, ein Hersteller würde selber den Android-Support übernehmen. Das ist natürlich illusorisch, da Android viel zu groß ist für einen kleinen Hersteller, um den Support zu machen.
Malte Schmidt-Tychsen Sprich, wir können gesichert davon ausgehen, dass jetzt eine Milliarde Android-Telefone weltweit ohne Sicherheitsupdates unterwegs sind. Ja, Torsten. Allerdings ist das tatsächlich ein wirkliches Problem, denn das hat negative externe Effekte, sagt man in der Ökonomie. Das ist so ein bisschen wie Umweltverschmutzung. Also wenn du ein Auto hast, was irgendwie stark hustt oder anderwärtig die Umwelt verschmutzt, dann ist das ja nicht nur ein Problem für dich, sondern auch ein Problem für andere.
Malte Schmidt-Tychsen Wenn dein Android-Telefon übernommen wird und damit zum Beispiel per DDoS-Attacke irgendjemand angreift, dann ist das ja nicht nur ein Problem für dich, sondern auch für jemand anderen. Das ist richtig, aber glücklicherweise gibt es ja inzwischen da Regulierung. Also sowohl was die Autos angeht, die nicht mehr alles verbrennen und die Luft damit verpesten dürfen, als auch bei den Handys.
Malte Schmidt-Tychsen Zumindest bei neu verkauften Handys müssen inzwischen die Hersteller, wie war das, ab letzten Verkaufstag noch mindestens drei oder vier Jahre Sicherheitsupdates liefern. Also da ist schon einiges in der Mache. Weiß jemand von euch da die genauere Regelung? Also da hat jetzt die, finde ich, durchaus sinnvoll, gab es jetzt mal ein paar neuere Regulierungen.
Malte Schmidt-Tychsen Ich weiß nicht, ob das nur in Form von einem Zertifikat ist. Also man klebt das BSI-Geprüft-Zertifikat drauf und dann muss man entsprechend handeln. Oder ob es wirklich für alle neu verkauften Geräte gilt, wenn ich die in der Europäischen Union in Verkehr bringen möchte. Ich bin mir sogar relativ sicher, dass es Letzteres ist und das ist eben sehr, sehr sinnvoll und sehr wichtig.
Malte Schmidt-Tychsen Insofern wird da was dran getan. Und wie man sieht, jetzt mit einer Milliarde Geräte weltweit, die ohne Sicherheitsupdates unterwegs sind, ist das auch bitter nötig.
Andreas Kruppa Also ich glaube, du gehst auf die Regelung ein, Sicherheitsupdates müssen laut EU-Richtlinie für Smartphones und Tablets mindestens fünf Jahre nach Marktrücknahme bereitgestellt werden.
Malte Schmidt-Tychsen Sogar, genau, also sogar fünf Jahre. Also nicht, wenn ich ein Telefon einführe in den Markt, sondern tatsächlich, wenn vielleicht nicht im Supermarkt, aber wenn bei mir das letzte Gerät aus dem Lager geht und verkauft wird, dann muss ich noch fünf Jahre lang dort Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen.
Jana Janze Definitiv. Ich habe gerade richtig viel gelernt in der Tat, weil das Dinge sind, wie ihr gemerkt habt. Ich habe nichts dazu gesagt, weil ihr da, glaube ich, mehr Profis seid als ich. Aber was ich mitgebracht habe, ich habe in der Tat ein paar E-Government-Themen mitgebracht. Zum einen, das erste, was ich hier gerne einmal mit euch teilen möchte, ist ein Impulspapier.
Jana Janze Das Impulspapier hat den Namen Mehr Transparenz und Kompetenz für mehr Transformation und beschäftigt sich natürlich mit dem Thema Verwaltungsdigitalisierung und das Ganze ist entstanden aus einem NEGZ-Roundtable. Bei dem NWGZ-Roundtable saßen so 15 Leute zusammen aus unterschiedlichen Bereichen, aus der Verwaltung, aus der Zivilgesellschaft, aus der Wissenschaft, aber eben auch aus der Privatwirtschaft und haben unterschiedliche Fragestellungen diskutiert.
Jana Janze Das Ganze, ganz wichtig, dieses Papier ist eher als eine Art Spiegel gedacht. Wir haben da im Rahmen dieses Papiers, und wenn ich sage wir, ich durfte in der Tat Mitautorin sein, neben dem Andreas Steffen und der Steffi Kühl. Wir haben ganz bewusst eher darauf gesetzt und gesagt, wir wollen Fragen stellen und vielleicht auch eher unbequeme Fragen.
Jana Janze Wir wollen unterschiedliche Szenarien aufbauen und damit aber auch zeigen, dass an vielen Stellen, wenn wir so weitermachen wie bisher, die Digitalisierung oder die Transformation eher ins Leere läuft. Was wir da gemacht haben, der Link zu dem Papier wird ja sicherlich auch noch geteilt. Wir haben im Endeffekt fünf unterschiedliche Handlungsfelder aufgelegt.
Jana Janze Das dreht sich alles, so wie der Name von dem Papier schon sagt, sehr stark um das Thema Transparenz und Kompetenz. Deswegen ist eines der ersten Handlungsfelder, wo wir gesagt haben, Transparenz ist die Voraussetzung für mehr Wirkung. Und bei Transparenz, ganz wichtig, geht es nicht nur darum, dass wir Dinge offenlegen, sondern dass wir die Transparenz auch als eine Art Steuerungsinstrument nutzen können.
Jana Janze Also Transparenz über Ziele, über Zuständigkeiten, über Fortschritte, aber eben auch über das Scheitern und im Papier selbst, im Impulspapier steht auch drin, wer alles mit dabei war, ich nenne jetzt aber keine Namen. Wir haben aber sehr viel auch darüber diskutiert während des Roundtables, als wir, ich glaube es war im Juli, zusammensaßen in Berlin, darüber, wie viele Projekte auch wirklich immer noch weiter betrieben werden.
Jana Janze Und ich glaube, das wissen wir alle, irgendwie alle in der Verwaltungsdigitalisierung, wir wissen, dass es so viele Projekte gibt, die eigentlich eher beendet werden müssten, aber sie werden weitergemacht. Und da war so ein Gedanke, eben wirklich die Transparenz auch über das Scheitern herzustellen und nicht nur dafür zu sorgen, dass man irgendwie, keine Ahnung, Fuck-up-Nights macht, sondern wirklich eine sehr starke Transparenz in alle Gesellschaftsschichten, also in Zivilgesellschaft, aber eben auch in andere Bereiche hineinzusetzen und dadurch eben auch zu zeigen, wo entsteht etwas, warum entsteht etwas und wie können wir das auch entsprechend weiter vorantreiben.
Jana Janze Ein zweiter Punkt, der im Rahmen des Impulspapiers auch noch mit entstanden ist oder ein Thema, was mit entstanden ist, das Thema eben Kompetenz, eher als eine Art blinder Fleck, den wir jetzt aktuell vielleicht alle noch haben, so rund um die Reformationsdebatte. Also wir reden alle viel über Strukturen, über Gesetze, aber eher wenig über Fähigkeiten und das fängt natürlich, oder man weiß gar nicht, ob das irgendwo anfängt oder aufhört, weil im Endeffekt dreht sich das alles immer wieder darum, wie sich auch die Verwaltung weiterentwickelt.
Jana Janze Ich habe bestimmte Eingruppierungsstufe, wenn ich Personen einstelle, die sind darauf ausgerichtet, dass ich eine bestimmte Anzahl von Berufserfahrung habe, dass ich einen bestimmten Abschluss habe. Aber das, was Malte jetzt schon gerade sagte rund um das Thema KI-Boom, brauche ich das dann wirklich alles noch oder muss ich vielleicht nicht andere Fähigkeiten haben?
Jana Janze Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite aber vielleicht auch die Frage nach, muss die Verwaltung oder die Verwaltungsmitarbeitenden sich nicht darauf konzentrieren, was Verwaltungsmitarbeitende machen sollten? Also Sätze umzusetzen und so weiter. Ich glaube, das ist in der Tat eine ganz spannende Debatte, die wir da auch aufgeworfen haben.
Jana Janze Und für alle, die das Papier lesen, das ist alles nicht als wirklich abschließend zu sehen. Also unser Ansinnen war wirklich zu sagen, hier sind Impulse, lasst uns über diese Impulse auch weiter diskutieren, weil wir glauben nicht, dass es die eine einzige Lösung gibt, wie es an vielen anderen Stellen ja auch schon gemacht wurde, mit, das sind die Handlungsempfehlungen und jetzt setzen wir die um, sondern dass die eben auch nochmal diskutiert werden müssten und das Ganze nicht nur aus den Köpfen von wenigen Menschen entstehen kann, sondern dass wir da eben weiter darüber sprechen müssen, um da ans Ziel zu kommen und mehr Digitalisierung oder mehr Transformation auch herzustellen.
Jana Janze Ja, soviel erstmal zu dem Papier, was ich mitgebracht habe als eines der Themen. Das war in der Tat auch der Gedanke dabei.
Andreas Kruppa Also ich finde die Punkte, die du da aufgeführt hast, sehr spannend. Vor allem auch die Punkte Kompetenz, natürlich dann die Vergabeprozesse. Kommst du noch auf Punkt 3, 4, 5 drauf oder wolltest du schon auf den nächsten Punkt gehen? Weil das finde ich schon sehr wichtig, dass wir uns hier verändern müssen, ich sage bewusst verändern und nicht anpassen müssen.
Andreas Kruppa Der Vergabeprozess, was alleine das bei uns an Aufwände, Verhinderungen schafft, bis wir überhaupt mal ins Laufen kommen könnten, dabei ist die Technik schon wieder veraltet, bis wir eigentlich durch sind. Wir befassen uns dann mit veralteter Technik, obwohl wir schon die neue Technik brauchen im schlimmsten Fall.
Andreas Kruppa Beratung, Dienstleistungssteuer, Neudenken. Ich möchte jetzt nicht vorgreifen, aber ich finde das hoch, hoch spannend und ganz wichtig, dass wir hier wirklich darauf eingehen und vorangehen und ganz kontrovers diskutieren, weil diese Veränderung brauchen wir zwingend.
Jana Janze Definitiv. Also gerade zum Thema Vergabeprozesse oder Vergabe insgesamt. Mir ist da noch ein Zitat von einer Person auch aus dem Roundtable hängen geblieben. Der meinte nämlich, dass im Endeffekt muss er sich so tief mit allen Themen beschäftigen, rund um eine Lösung, die eingesetzt wird, dass er eigentlich diese Lösung auch schon direkt umsetzen könnte, weil er so viel Wissen braucht, um eine Leistungsbeschreibung zu erstellen, um überhaupt die ganze Vergabe rein fachlich mit zu begleiten, dass er im Endeffekt dann, wenn er die Ausschreibung durchgeführt hat, nur noch jemanden hat, der das, was er eigentlich alles schon weiß, umsetzen muss.
Jana Janze Und das kann es ja eigentlich nicht sein, dass man sich als Verwaltungsmitarbeiter so viel Wissen anschaffen muss quasi oder mit reinbringen muss, dass es im Endeffekt dann nur noch um die reine Umsetzung geht, weil das hilft uns, glaube ich, nicht weiter. Und da spielt natürlich der Punkt, den du gerade schon mit angesprochen hattest, also das vierte Thema, was wir identifiziert haben, nämlich das Thema Beratung, Neudenken, Dienstleistersteuerung, auch Neudenken, ganz stark mit rein.
Jana Janze Ich glaube, es ist ja bekannt. Ich bin in der Beratung, also auch in der Privatwirtschaft, aber für uns ist es in der Tat auch ein Thema, dass man eben auch die Beratung wirklich ganz radikal anders denken muss. Ich kann nicht mit Mustern, die in der Verwaltung oder die man vielleicht selbst in der Verwaltung kritisiert, selbst so agieren und dann versuchen, irgendwie andere Dinge in die Köpfe hineinzubekommen, wenn ich nicht vielleicht sogar selbst auch die gleichen Muster und die gleichen Hierarchie-Ebenen habe und so weiter und so fort.
Jana Janze Ich glaube, das ist aber nochmal ein anderes Thema für sich. Absolut, ja. Also das war in der Tat genau der Punkt, der damit reingespielt hat. Natürlich brauche ich die Kompetenz und natürlich muss ich wissen, was ich haben möchte, in welche Richtung es gehen soll und so weiter. Aber wenn ich so viel Wissen haben muss, dass ich es am Ende wirklich alleine umsetzen könnte, ja, dann brauche ich die Ausschreibung am Ende nicht mehr, so wie du schon gerade sagtest, Thorsten.
Jana Janze Und wenn ich dann noch weiter darüber nachdenke, was natürlich KI alles macht und in welche Richtung es geht, dann brauche ich die Ausschreibung vielleicht wirklich nicht mehr, weil ich mir dann so viel Wissen gedanklich schon für mich selbst auferlegt habe, dass ich es dann am Ende vielleicht sogar wirklich selbst umsetzen könnte.
Andreas Kruppa Also nur ein Beispiel aus der Praxis bei uns. Wir sind beigetreten bei der Bykit-IT-Einkaufsgenossenschaft für Kommunen und können darüber jetzt Hardware beziehen, weil im Vorfeld schon EU-weite Ausschreibungen darüber gemacht sind. Das heißt, wir können uns wirklich aus einem Warenkorb bedienen. Das bedeutet, ich muss mich nicht mehr damit befassen, wie könnte ich jetzt produktneutral dieses Notebook oder diesen Server oder dieses Smartphone, egal was, was ich benötige, ausschreiben, dass ich das bekomme, weil ich weiß ja, was ich eigentlich will und muss es dann trotzdem erstmal versuchen auszuschreiben, LVs zu erstellen und so weiter.
Andreas Kruppa Das ist das ganze Prozedere. Jeder, der zuhört, glaube ich, kann ein Lied davon singen, welches Leid wir da alle tragen. Und letztendlich ist es so, wenn wir uns einfach die Zeit und vor allem das Geld dafür sparen und wesentlich schneller und effizienter in ein Testen, in ein Umsetzen, in ein Ausrollen kommen, haben wir doch alle davon gewonnen, inklusive Steuerzahler, weil wir ja hier auch viel Geld einsparen.
Andreas Kruppa Das ist ja ganz ein großer Vorteil daran.
Jana Janze Ich glaube, man muss auch in der Tat unterscheiden. Also die Punkte, die du gerade angesprochen hast, Andreas, total. Ich glaube, man muss unterscheiden, was ich genau einkaufen möchte, was ich beschaffen möchte, für was ich eine Ausschreibung brauche. Ist es etwas, was ich vielleicht vorher noch gar nicht gemacht habe, wo es noch gar nicht das Know-how gibt, wo ich aber über eine Ausschreibung, über eine Leistungsbeschreibung mir so viel Wissen quasi selbst erlernen muss, mir selbst anlesen muss, dass ich dann schon vieles weiß.
Jana Janze Ist es da nicht vielleicht eher nochmal ein Gedanke, dass man sagt, hey, ich muss da einen Schritt zurück gehen und wenn ich wirklich eine innovative Lösung haben möchte, die es vielleicht noch gar nicht so am Markt gibt, dann muss ich den Markt auch beteiligen. Und auch da gibt es ja rein vergabemäßig genug Möglichkeiten, über andere Arten von Verträgen nachzudenken, über andere Arten von Ausschreibungen nachzudenken.
Jana Janze Über zum Beispiel Dialogformate, wo man wirklich sehr stark in den Dialog geht, wo ich das Wissen vielleicht nicht schon vorher haben muss, weil ich das Wissen gemeinsam über die ganze Vergabe erarbeite. Und auch diese Momente besser zu nutzen, das auch wirklich viel, viel, viel stärker einzusetzen und den Mut zu haben, sich das zu trauen.
Jana Janze Ich glaube, da müssen wir auch viel stärker hin. Bei allen anderen Punkten, wenn ich Hardware beschaffe, wenn ich irgendwie eine Lösung, eine Software beschaffe, wo ich genau weiß, was ich haben möchte, come on, ja, also da gehen genau die Punkte, die du gerade schon angesprochen hast, ja, genau.
Andreas Kruppa Ja, auch den Punkt, wie du gerade erwähnst, finde ich super spannend, also bitte dranbleiben und vorantreiben.
Jana Janze Okay, du bist auch gerne herzlich eingeladen.
Andreas Kruppa Ja, mit dem Link.
Jana Janze Sehr gut, der kommt natürlich dann. Genau. Und der fünfte Punkt, den wir in der Tat in dem Papier noch mit hatten, war, dass der Wandel kulturell und organisatorisch ist und nicht nur technisch, weil auch das war etwas, was wir sehr häufig auch in den Diskussionen mitbekommen haben, dass sehr schnell über die Technik gesprochen wird, sehr schnell darüber gesprochen wird, was jetzt mit KI ist und wie ich das alles einsetzen kann.
Jana Janze Und wir dann doch wieder, und jetzt kommt es, kommt es natürlich, eigentlich einen No-Brainer haben, nämlich dass der Wandel kulturell und organisatorisch ist, aber trotz allem verlieren wir genau diesen Gedanken relativ schnell, wenn wir in die Diskussion reingehen und super stark wir über die Technik diskutieren.
Andreas Kruppa Ja, aber auch für den kulturellen Wandel, auch wenn wir den schwer beeinflussen können, wir sind schon Mitlenker in der Geschichte, weil wir es halt mit vorlegen und dann natürlich auch die notwendigen Personen mit beteiligen müssen, dass wir hier eine positive Kulturveränderung schaffen können. Wenn es so ist, wie du gerade sagst, Torsten, dass wir die Technik hinstellen und sie wird nicht akzeptiert, kann sie noch so gut sein, es wird die andere Technik verwendet.
Andreas Kruppa Ich finde, die Kultur, die digitale Kultur, die wir hier aufbauen müssen, müssen wir alle Seiten beteiligen und wirklich nicht nur die Technik, so wie es gerade gesagt wurde, sondern wirklich auch die Anwender, die man damit ins Boot holen muss, damit sie auch umgesetzt und gelebt wird. Weil nur dann, wenn die Kultur damit dabei ist, schaffen wir die Veränderung.
Andreas Kruppa Ansonsten schaffen wir es nicht.
Malte Schmidt-Tychsen Ich finde deinen Beitrag super spannend. Ich habe mir parallel auch gleich mal das Papier aufgemacht. Kann ich sehr empfehlen. Ich habe dir aber auch ganz gespannt zugehört. Und musste bei allem, ich weiß nicht, ob du es gesehen hast, auch immer wieder nicken. Denn das sind ja die Sachen, wo der Schuh drückt.
Malte Schmidt-Tychsen Und gerade dein letzter Punkt, um mal darauf einzusteigen, könnte wahrscheinlich zu allem ein bisschen einsteigen. Der kulturelle Wandel und was Andreas und Thorsten auch gesagt haben, ich stelle mal die Technik hin, das muss ich jetzt gar nicht auf einen Server beziehen, ich verweise da auf die E-Akte.
Malte Schmidt-Tychsen Ich glaube, die E-Akte ist so eine Sache, die wird bei ganz vielen Behörden eingeführt und hat zu ganz, ganz unterschiedlichen Ergebnissen geführt. Ich denke, in vielen Behörden wird es nicht nur eine E-Akten-Einführung gegeben haben, sondern vielleicht über die Jahrzehnte, die so ein System inzwischen existieren, auch mal eine, eine oder zwei weitere E-Akten-Einführungen.
Malte Schmidt-Tychsen Und die, ja, da hat man vielleicht so eine Eheakte aufgebaut, hingestellt und dann hat sie keiner genutzt vielleicht. Das war dieses Beispiel, weil eben da ein kultureller Wandel. Aber da steckt ja noch viel, viel mehr drin, finde ich, gerade bei der Eheakte. Denn was ist denn eine Akte als irgendwo doch wieder der Papierprozess, der auf dem Bildschirm geklatscht wird?
Malte Schmidt-Tychsen Thorsten, wir hatten uns immer darüber unterhalten, eigentlich lieber keinen digitalen Schuhkarton, so wurde die elektronische Patientenakte kürzlich von der Bianca Kaste, glaube ich, bezeichnet, sondern also irgendwas, wo ich PDF-Dokumente reinschmeiße, sondern strukturierte Daten. Also elektronische Akte nicht im Sinne von, ich mache da unstrukturierte Daten rein, sondern ich kümmere mich darum, eine Digitalisierung auch wirklich mit strukturierten, geordneten Daten zu machen.
Malte Schmidt-Tychsen Thorsten, kann ich dich ganz nochmal ganz kurz zitieren? Ich weiß nicht, ob du dir selber zugehört hast. Du hast gesagt, ich bin großer Gegner der E-Akte. Ich finde es aber unheimlich wichtig, dass wir sie so schnell wie möglich haben. Habe ich dich da richtig zitiert?
Jana Janze Es ist halt ein Zwischenschritt im Endeffekt. Oder ein notwendiger Zwischenschritt. Ich habe gerade mal auf LinkedIn geschaut, da gibt es in der Tat noch einen Kommentar dazu. Da steht nämlich, ohne klaren Zweck Zielbild und Prioritäten wird Digitalisierung zur Selbstbeschäftigung Da ging es auch nochmal um das Thema Auftraggeberkompetenz.
Jana Janze Ich glaube, das kann man auch für alle anderen Bereiche, über die wir gerade diskutiert haben, sehen, indem man Digitalisierung durch etwas anderes ersetzt. Und was ich total wichtig finde, ist, dass wir uns, egal was wir machen, immer damit beschäftigen, was hat das Tool oder die Systematik, den Prozess oder was auch immer wir machen, was hat das für eine Wertschöpfung innerhalb der Organisation?
Jana Janze Ist es was, was wir machen, um uns selbst zu bespielen oder ist es was, was wirklich einen Nutzen hat? Ich glaube, diese Frage müssen wir uns viel stärker und viel häufiger stellen.
Malte Schmidt-Tychsen Ich hatte mich auch noch mal wieder gewundert, ich hoffe, dass es jetzt nichts, was alle Leute aufstöhnen, über Anforderungen. Und zwar, das scheint immer noch so ein Thema zu sein, dass Anforderungen so gedacht werden, ich brauche diese oder jene Lösung, statt ich mache dieses oder jenes oder ich habe dieses oder jenes Ziel.
Malte Schmidt-Tychsen Das war ja, glaube ich, der LinkedIn-Kommentar. Auch wir müssen uns über Ziele unterhalten. Also ich möchte das und das umsetzen. Und wie kriege ich das umgesetzt? Und dann auch schon, und auch hier wahrscheinlich olle Kamellen, schon im Gesetzgebungsprozess. Nicht, dass ich im Gesetzgebungsprozess bereits reinschreibe oder bereits überlege.
Malte Schmidt-Tychsen Ich möchte mit dem Gesetz das und das umsetzen. Und jetzt frage ich zum Beispiel bei den Spezialisten, BMDS oder Normenkontrollrat oder auch immer mal nach, Kann ich das jetzt so formulieren, das Gesetz, dass das, was ich möchte, also was das Ziel vom Gesetz ist, ich dann auch digital am besten umgesetzt bekomme?
Malte Schmidt-Tychsen Dass schon im Gesetz das beachtet wird, dass dort nicht veraltete Prozesse und Methoden festgeschrieben werden und ich dann aufgrund des Gesetzes doch irgendwelche Formulare in Schriftform mit Präsenz ausfüllen, unterschreiben und so weiter muss, sondern dass bereits im Gesetz beachtet wird, hey, das muss hinterher auch in der digitalen Welt funktionieren.
Malte Schmidt-Tychsen Aber ja, und dann auch in jedem weiteren Schritt.
Jana Janze Es total passt, also das, was du gerade schon erwähnt hast, passt eigentlich ziemlich gut zu dem zweiten Punkt, den ich mitgebracht habe. Aber erst mal nochmal die Aufforderung, lest alle das Papier und gebt uns super gerne Feedback. Fax Samram, okay. Gut. Sehr gut, sehr gut, sehr gut. Ja, voran faxe ich jetzt nicht rüber, aber die Punkte, die Malte gerade gesagt hatte, nämlich grundsätzlich auch Gesetze zu, oder bei Gesetzgebungsverfahren die Dinge mit neu zu denken, auch über Digitalisierung nachzudenken, passt zu dem zweiten Punkt, den ich mitgebracht habe, nämlich die föderale Modernisierungsagenda.
Jana Janze Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das schon alles viel, viel, viel länger her ist, aber das ist erst in diesem Monat quasi jetzt auch wirklich rausgekommen. Es gab natürlich grundsätzlich die Modernisierungsagenda, die schon aufgelegt wurde im September, Oktober oder so. Und jetzt im Dezember gibt es oder seit Dezember gibt es die föderale Modernisierungsagenda.
Jana Janze Ich muss zugeben, ich habe sie noch nicht komplett gelesen. Es sind nämlich 55 Seiten, über 200 Maßnahmen, die wirklich einfach tabellarisch aufgelistet sind. Aus meiner Sicht in der Tat ein ziemlich ambitioniertes Programm, was man sich da auferlegt hat. Sieht zumindest auf dem Papier, was das, was ich gesehen habe bisher, ganz gut aus.
Jana Janze Der Anspruch dabei ist, das, was ich zumindest, wie gesagt, bisher für mich mitgenommen habe, weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, mehr Wirkung und vor allen Dingen, was ich gut finde, wo mir aber noch der letzte Schritt fehlt, nämlich, dass das Ganze föderal abgestimmt wird. Also Bund und Länder verpflichten sich, das Ganze gemeinsam zu machen, also gemeinsam die Verwaltung nicht nur digitaler, sondern einfacher aufzusetzen.
Jana Janze Ich persönlich hätte es natürlich noch schöner gefunden, wenn wir noch viel stärker die Kommunen mit dabei gedacht hätten oder die noch viel stärker mit dabei gewesen wären oder da vielleicht sogar auch direkt mit auftauchen. Genau. Ich weiß nicht, wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr die schon gelesen?
Jana Janze Komplett durch, alle Maßnahmen? Okay, André ist noch nicht. Und Thorsten nix? Okay. Ja, ich weiß. Okay, na gut, dann hast du eine Ausrede. Ich werde sie mir aber auch noch durchlesen. Komplett, genau. Ich gucke mal gerade, was ich mir noch für Notizen dazu gemacht habe. Genau, ein Beispiel, was ich zumindest mir im Detail angeschaut habe, was vor allen Dingen auch Unternehmen betrifft, ist nämlich die Reduzierung der Dokumentationspflichten um die Hälfte steht im Papier selbst drin.
Jana Janze Das heißt, Bund und Länder verpflichten sich, zumindest nach der Modernisierungsagenda bis Ende nächsten Jahres, also Ende 26, die Dokumentationspflichten kritisch zu überprüfen und verfolgen dabei das Ziel, mindestens die Hälfte der Pflichten abzuschaffen. Und wenn wir nächstes Jahr hier wieder zusammenkommen, möchte ich gerne einmal darüber sprechen. Vielleicht können wir das schon mal auf die Agenda für nächstes Jahr sprechen.
Jana Janze Das ist ja die Frage, was wir mit den anderen Dingen machen, die wir vielleicht beeinflussen können. Let's see. Ja, genau. Ich weiß nicht, wer sonst noch zuhört, vielleicht hat jemand von euch das Dokument schon bis in die Gänze durchgearbeitet und kann dann nochmal einen Gedanken dazu teilen. Genau, wenn man sich das ansonsten anschaut, also es gibt da fünf große Bereiche, ähnlich wie bei unserem Impulspapier.
Jana Janze Die kam aber in eine andere Ausrichtung. Der erste sagt nämlich weniger Bürokratie, klare Verfahren, schnelle Entscheidungen auf allen staatlichen Ebenen. Der zweite sagt schnellere Verfahren im Bereich von Planung, Genehmigung, Vereinfachung im Vergabe- und Datenschutzrecht. Über Vergabe hatten wir ja gerade schon kurz gesprochen. Also da werden vielleicht auch ein paar Punkte mit dabei sein.
Jana Janze Dann der dritte Punkt, effiziente, resiliente, leistungsfähige staatliche Strukturen, die aufgebaut werden sollen, eben für mehr Vertrauen in Staat und Verwaltung. Der vierte Punkt sind digitale Verfahren, die effizient und serviceorientiert aufgesetzt sein sollen, mit dem Anspruch, mehr Komfort und Zeitersparnis im Alltag zu haben.
Jana Janze Der fünfte Punkt ist die bessere Rechtsetzung, also Rechtsetzung, die verständlich, praxistauglich und verlässlich ist. Malte, die Punkte, die du gerade auch schon angesprochen hattest. Von daher, ich glaube, wir müssen die alle noch einmal im Detail lesen. Ich bin gespannt, was dann am Ende passiert.
Jana Janze Da hast du ja noch ein bisschen Zeit. Das ist richtig, ja. Es sind ja auch nur 55 Seiten. Genau. Super. Dann mein dritter Punkt, damit wir hier mal durchkommen. Mein dritter Punkt, den ich mitgebracht habe, ist der Digitalpakt 2. Auch ein Punkt, wo ich dachte, dass der eigentlich schon viel länger her ist, ist aber am 18. Dezember beschlossen worden.
Jana Janze Auf der Bildungsministerkonferenz in Berlin. Hier wurde eben gesagt, dass bis Ende 2030 gemeinsam 5 Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen investiert werden sollen. Genau. Andreas, ich hatte mitbekommen, im Vorfeld hatten wir schon mal ganz kurz dazu gesprochen. Du kannst da sicherlich noch zwei, drei Sätze dazu sagen.
Andreas Kruppa Ja, zu dem Thema Digitalpark gab es dann, was war es, im Februar, November, boah, ich bin nicht schon im Februar, also weit bin ich noch nicht, also im November, gab es einen Aufruf, weil es gibt ein Transfercamp, das findet in Essen statt, wird Veranstaltung vom Bundesministerium für Bildung ausgerichtet, wird das Ganze oder organisiert wird das Ganze vom DLR.
Andreas Kruppa Und dort ist in diesem Transfercamp, finden auch Transferhub statt für unterschiedliche Projekte, die die einzelnen Sachaufwandsträger dann gemacht haben. Und einen Teil davon in einem Transferhub werden wir vom Landkreis durch mich sozusagen und meine Kollegin das vorstellen, wie wir unsere Schulen dort digitalisiert haben, wie wir hier eine zentrale IT betreiben für die Schulen.
Andreas Kruppa Und bin vor allem darauf gespannt, was generell bundesweit dann für tolle Ansätze da sind, wie wir Umsetzung und Digitalisierung für Schulen vorantreiben können. Und da freue ich mich schon sehr drauf, dass wir hier einen guten Austausch bekommen, wieder eine starke Vernetzung und hoffentlich natürlich auch zum DigitalPakt 2.0 auch generell dann mehr Infos bekommen, wie der ablaufen wird und wie es da weitergeht.
Jana Janze Ja, ich bin in der Tat da ziemlich gespannt drauf, was ich noch so mitbekommen habe rund um den Digitalpakt 2. Es geht in der Tat da nicht nur um Hardware, das was beim Digitalpakt 1 ja ganz stark im Fokus stand, sondern eben darum auch Kompetenzaufbau und nachhaltige Strukturen zu schaffen. Ich meine, irgendwo so ein Zitat gelesen zu haben, dass es eben nicht nur um WLAN geht, sondern um funktionierende digitale Bildung, was ja auch so mein schöner Anspruch ist.
Jana Janze Genau, und das Ganze soll in der Tat zum 01.01. Frühzeitig auch gestartet werden. Also Start ist natürlich grundsätzlich mit 2026 geplant, aber der Maßnahmenbeginn ist auf den 01.01. Schon frühzeitig auferlegt worden. Genau.
Andreas Kruppa Ich bin wirklich gespannt, auch auf das Thema durch die ganzen Anschaffungen, die Investitionen, die es die letzten Jahre waren, sind ja Folgekosten entstanden, sind natürlich auch, administrative Aufwände vorhanden, die ja auch berücksichtigt werden müssen, sei es finanzieller Art, sei es personeller Art, wie man sich das dann vorstellt, zu fördern, zu unterstützen, weil das wieder auch nur auf Kommunen oder auf die Sachaufwandsträger auszulagern, finde ich dann auch immer spannend, weil ja, ihr habt dann mehr Geld für Investitionen, aber wie der Betrieb dann dann weiterlaufen soll, ist einmal wichtig, dass das mit berücksichtigt wird und mitbedacht wird und hier ist schon dann eine gute Unterstützung hoffentlich gegeben.
Jana Janze Digitale Schule, sehr gut. Super. Cool. Und das letzte Thema, was ich noch mitgebracht habe, ist ein Thema, was mich persönlich, alle die mich kennen wissen, das mich ziemlich umtreibt, nämlich unsere Kommunen. Ich war auf einer Veranstaltung im Dezember auf dem KGST-Festival. Das war dieses Jahr das erste Mal und hat im Endeffekt unterschiedliche Themen kombiniert.
Jana Janze Also bisher gab es von den Veranstaltern vier unterschiedliche Formate, die eben getrennt betrieben wurden. Das war einmal das Thema Haushalt, Finanzen, Personalmanagement, Stellenbewertung und eben auch IT und Prozesse. und jetzt wurde das Ganze zusammengefasst, also vier Einzelveranstaltungen eben zusammengelegt in eins.
Jana Janze Ich fand das total spannend, weil dadurch natürlich die unterschiedlichen Themen rund um die digitale Transformation wirklich von allen Seiten beleuchtet werden konnten und da auch wirklich mal so tief in Haushalts- und Finanzthemen, aber gleichzeitig eben auch wieder Stellenbewertungen, die ja gesagt eigentlich alles miteinander verschränkt werden müssen, das alles zu diskutieren, fand ich total spannend.
Jana Janze Und was ich auch richtig gut fand, war, dass es viele Startups gab, die da mit vertreten waren und dadurch eben auch so ein paar innovativere Lösungen entsprechend gezeigt werden konnten. Was zumindest aus den Gesprächen mit den Kommunen, mit denen ich im Austausch war, als extrem wertvoll empfunden wurde, weil man dann eben nicht nur auf die alteingesessenen Lösungen, die man vielleicht alle schon kennt, setzen muss, sondern sich da auch nochmal so ein paar Inspirationen von anderen Lösungen zeigen lassen konnte und die direkt ausprobieren konnte.
Jana Janze Das war zumindest das, was ich gesehen habe, als extrem wertvoll von allen bedacht. Nächstes Jahr gibt es ja das große KGST Forum, in der Tat Ende des Jahres, glaube ich, geplant. Genau, von daher wäre cool, vielleicht klappt es ja. Ein kleines Zeichen für das KGST-Forum. Cool.
Malte Schmidt-Tychsen Jana, könntest du für ganz aus dem Mus-Top kommende vielleicht nochmal sagen, wofür KGST steht?
Jana Janze Ja, KGST ist die kommunale Vereinigung, kommunale Gemeinschaft. Warte, ich gucke gerade mal ganz kurz für dich einmal nach. Ich google das mal ganz kurz. Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement.
Malte Schmidt-Tychsen Genau. Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement.
Jana Janze Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement.
Malte Schmidt-Tychsen Kümmern sich auch so um Standards. Aber die haben einen Beispiel-Aktenplan, wo wir schon bei der E-Akte waren.
Jana Janze Genau, es ist im Endeffekt eine Vereinigung oder ein Verein, der die Kommunen zusammenschließt und eben auch unterschiedliche Prozesse, die standardmäßig immer wieder genutzt werden müssen oder genutzt werden, erstellt werden, zum Beispiel zusammenfasst oder auch eben Empfehlungen gibt, wie IT aufgebaut sein soll, wie Bestellenbewertung gemacht werden kann und muss und so weiter.
Jana Janze Also die auch wirklich für den Austausch zwischen Kommunen sorgen.
Andreas Kruppa Auch Quervergleiche geben, wie ist es im Durchschnitt bei den ganzen Landkreisen, wie ist es im Durchschnitt, wo steht man, wie ist es dort aufgebaut, was geben sie für Empfehlungen ab, wie man selber organisiert ist und so weiter. Ja.
Malte Schmidt-Tychsen Also... Genau. Darüber kommen die auch rein.
Jana Janze Ich finde auch, die Arbeit des KGST leistet es extrem wertvoll für die Hormonen. Yes, same. Sehr schön. Das waren die Themen, die ich mitgebracht habe.
Andreas Kruppa Also ich teile deine Meinung, denn es ist alles sehr abhängig von einem Windows, auch vom Office an sich. Solange wir es nicht schaffen, wirklich die ganzen Fachanwendungen, Fachverfahren Clientless in einen Browser zu bekommen, um dort einfach, egal mit welchem Endgerät, darauf zuzugreifen, ob es dann ein Smartphone mit seinem Browser ist, ob es so ein Tablet ist, ob es ein Notebook ist, völlig egal was.
Andreas Kruppa Solange wir das nicht Clientless schaffen und einfach in den Browser bekommen und auch die Office-Abhängigkeit wegbekommen, dass auch OpenOffice, LibreOffice, wie sie alle heißen, unterstützt werden, solange wird da nichts passieren. Ja, und Clientless. Das ist A und O, dass Clientless auf jeden Fall funktioniert.
Jana Janze Ja, klar. Ich würde da in der Tat gerne nochmal auf so ein paar Startups eingehen, weil die setzen ja wirklich an vielen Stellen, wahrscheinlich nicht überall, aber an vielen Stellen genau darauf, auch die Dinge anders zu denken und anders zu sehen. Lösungen, die eben im Browser laufen und nicht mehr nur die eine Schnittstelle haben.
Jana Janze Aber das, was Claudia im Chat gerade schreibt, nämlich dass viele Fachverfahren mindestens schon 20 Jahre propräht her unterwegs sind. Ich glaube, das ist genau das Ding, was da hinten dran steht. Und die Frage ist, wer traut sich denn am Ende wirklich zu migrieren, auf eine andere Lösung zu setzen? Und wie viel Abhängigkeit habe ich dann zu so einem Fachverfahren?
Malte Schmidt-Tychsen Vielleicht darf ich da auch nochmal einhaken, denn genau das ist ein Thema, mit dem ich mich intensiv auseinandergesetzt habe. Dazu gab es dann auch eine Sendung, Netzwerkeffekte. Und eine Sache, die da ganz wichtig ist, ist, dass Microsoft, recht eng mit dem Thema verwandt ist, denn das ist die Firma, die sich mit als erstes oder vielleicht wirklich als erstes strategisch mit Netzwerkeffekten auseinandergesetzt hat und das verwendet hat, um eben Marktdominanz zu erreichen.
Malte Schmidt-Tychsen Im gesamten Betriebssystemmarkt und was sie erreicht haben und woran sie auch nach wie vor arbeiten, sehr intensiv und auch mit allen Tricks und Lobbyarbeiten ist, ihre Plattform. Also sie haben eine große, wichtige. Auch vertikal integrierte Plattform, bestehend aus dem Client-Betriebssystem Windows 11, aber auch vertikal integriert, Microsoft Office und darunter dann für Behörden diese Authentifizierungsdienste, früher AD, inzwischen Online-Entra, das sie auch sehr erfolgreich vermarkten und die alle miteinander verknüpft.
Malte Schmidt-Tychsen Und ist das ein Angebot, dem man sehr schwer sich entziehen kann, weil man, und jetzt kommt es, zukünftig davon ausgehen kann, dass es weiterhin bei den meisten Behörden da sein wird. Es gibt kaum einen Technologie-Stack, der so weit verbreitet ist. Und wenn ich das ändern möchte, also wenn ich digital souverän sein möchte, und das ist etwas, was ich sehr kontrovers immer wieder mit anderen Leuten diskutieren muss, weil wir alle da nicht so folgen wollen, ist, wenn ich daran etwas ändern möchte, dann muss ich einen ähnlich attraktiven, aber einheitlichen Technologie-Stack schaffen.
Malte Schmidt-Tychsen Der ebenfalls genau diese Eigenschaft hat, dass er nämlich auch überall vorhanden sein wird. Wie ich das umsetze und da gibt es durchaus, das hört sich vielleicht für einige radikal an, ich verweise da gerne auf den Gesundheitssektor, sowas kann man auch gesetzlich durchsetzen, dass ein gewisser Stack ist.
Malte Schmidt-Tychsen Gut, da kann man natürlich sehr skeptisch auch drauf reagieren, aber bitte hört mir den Moment noch zu. Folgt mir da ein Moment, dass ich einen gewissen Stack voraussetze, dass der in allen Behörden EU-weit, deutschlandweit irgendwo eingesetzt werden muss und vorhanden sein muss, damit Hersteller dann sich auch darauf verlassen können, dass dieser da ist und dass ich dafür produzieren kann.
Malte Schmidt-Tychsen Und ich komme deswegen auf den Gesundheitssektor zu sprechen, weil die dort genau das machen. Es gibt dort Bonus- und Malusregelungen. Das heißt also, wenn eine Arztpraxis nicht dieses oder jenes Stück Technologie bei sich einsetzt, und das ist sehr viel Technologie, also das sind Anwendungen, die sie dort betreiben müssen, diese Kommunikationsanwendungen, Chat-Anwendungen.
Malte Schmidt-Tychsen Es sind digitale Gateways, diese Telematik-Infrastruktur. All das muss eine Arztpraxis oder ein anderer Gesundheitsversorger heutzutage vorhalten. Ansonsten gibt es Malus. Ansonsten kriegen sie weniger Geld oder müssen sogar Strafen zahlen. Das wird regellos durchgesetzt. Im Gesundheitssektor möglich, in anderen Sektoren tun wir uns bisher damit ziemlich schwer.
Malte Schmidt-Tychsen Ja, mein Argument ist, und das ist gar nicht so weit hergeholt, wenn man sich die entsprechenden Dokumente, die es schon seit 20 Jahren gibt, wenn man sich mit den Ökonomen darüber unterhält. Ist, dass eben die Industrie, aber auch die IT, die öffentliche IT folgen, entweder instinktiv oder bewusst dem Muster.
Malte Schmidt-Tychsen Ich investiere in diese Technologien, weil ich dort auch mich mit meinen Investitionen festlege, also ein hohes Lock-in irgendwann existiert. Ich investiere natürlich dorthin, wo ich erwarten kann, dass diese Investition nicht zunichte gemacht wird, weil, wie hat das Thorsten gesagt, ein Hersteller verschwindet.
Malte Schmidt-Tychsen Microsoft ist eben so weit verbreitet und so mächtig, dass ich da die größte Garantie habe, dass er eben nicht verschwindet. Und deswegen. Möchte ich jetzt auch mal was sagen. Ich hoffe, mir wird das nicht übel genommen von den Kolleginnen und Kollegen. Es ergibt sich daraus mehr oder weniger zwingend, dass wenn ich dann in diese Technologie weiter investiere in diese Plattform und weiter zur Verfügung stelle diese Plattform, dass ich damit allen Marktteilnehmern signalisiere, es ist weiterhin eine sichere Plattform.
Malte Schmidt-Tychsen Deswegen ist gerade diese Geschichte Delos Cloud ein großer Schritt weg von der digitalen Souveränität, weil mit der Delos Cloud signalisiere ich allen Marktteilnehmern, ja, es wird weiterhin Microsoft zur Verfügung gestellt in irgendeiner Form. Und damit signalisiere ich nicht nur möglichen Nutzern der Delos Cloud, sondern auch anderen, ja naja, auch die Bundesregierung wird weiter irgendwie Microsoft machen, dann kann ich das ja in meinem Land auch machen, zum Beispiel in Bayern, das haben wir ja kürzlich auch etwas kontrovers diskutiert.
Malte Schmidt-Tychsen Warum sollte ich dann diese zusätzliche Arbeit machen? Und das ist ja auch ein großer Schritt weg zu einem anderen Produkt, wenn es sich alle einfach machen und bei dem Standard bleiben. Und das ist dann letzten Endes das, was sich durchsetzt. Und jetzt habe ich all das gesagt, ohne, wie häufig habe ich Netzwerkeffekte gesagt, Thorsten?
Malte Schmidt-Tychsen Okay, alles klar, dann bleiben noch zwei.
Jana Janze Es gab auch noch eine Frage in LinkedIn. Ja, dann mach du. Die habe ich schon versucht zu beantworten im Chat. Bund und Länder. Ich habe es auch versucht noch rauszufinden. Ich habe keine direkte Instanz gefunden. Vielleicht könnt ihr da was dazu sagen. Du meinst, der Bundeskanzler steuert das direkt selbst, was ich nicht glaube?
Jana Janze Wir werden es mal rausfinden. Ich habe es im Chat zumindest schon mal versucht zu kommentieren, aber ich mache mich mal auf die Suche und würde es nochmal nachreichen. Genau, aber es gab noch eine andere Frage zu den Fachverfahrens. Dann lese ich die vor, nämlich wer ist in der Bundesrepublik Deutschland die oberste steuernde Instanz, die Fachverfahren, insbesondere jenseits proprietärer Plattform wie Microsoft, in eine bundesweit kohärente, rechtssichere und föderal abgestimmte Bahn bringen kann und darf?
Andreas Kruppa Da würde ich gerne jetzt noch mal drauf eingehen, weil das ist genau so ein Punkt, der mir wichtig wäre. Du hast recht, es gibt diese kommunale Selbstverwaltung, jeder kann machen, was er quasi will, ganz gemein gesagt. Aber entscheidend ist doch bei dem ganzen Fachverfahren, wir haben keinen, der es zentral vorgibt. Also wir sind immer auf den Markt angewiesen.
Andreas Kruppa Wäre es nicht einfach sinnvoll, mal den Gedanken durchzudenken, wenn das Ministerium, das das Gesetz vorgibt, auch das Fachverfahren mitgibt? Und somit habe ich ein Fachverfahren bundesweit für alle, das runtergeht bis auf die Kommune. Ich habe einen Support, eine zentrale Anlaufstelle, im besten Fall eine Zentralisierung über die Bereitstellung darüber.
Andreas Kruppa Kann ich es auch dezentral ausfallen, sich über verschiedene Rechenzentren dann strecken und so weiter. Ich meine, die Effekte, die sind jedem klar, die brauchen wir an dem Punkt auch nicht diskutieren. Aber ich finde, wir brauchen hier viel, viel mehr bei unterschiedlichen Meinungen und kontroverse Diskussionen und nicht immer, wir bedienen uns an dem, was am Markt da ist, sondern wir müssen es mal neu denken und dann kommen wir voran.
Andreas Kruppa Das ist das, was mich an der ganzen Sache so stört, dass das niemals passiert.
Malte Schmidt-Tychsen Thorsten, vielen, vielen Dank. Das ist auch was, was ich immer wieder überlege und denke und meine, wir müssen auch viel stärker uns mit der Implementierung beschäftigen und diese standardisieren. Implementierungen standardisieren, Umsetzungen standardisieren, nicht nur ganz abstrakt die Vorgaben. Wir müssen uns über die Implementierung unterhalten.
Malte Schmidt-Tychsen Naja, zumindest kommt ein hoher Marktanteil, also eine hohe Marktdurchtrimmung dabei raus. Genau. Und das bringt auch dann den höchsten Nutzen für die Leute, die das benutzen. Weil dann habe ich das als eine Plattform und kann darauf aufbauend einheitlich die über Schnittstellen ansprechen. Ich brauche jetzt nicht mehr, wenn ich darauf aufbauend Verfahren habe, wenn ich sehr strukturierte Daten austausche, also wenn ich das Fachverfahren, wenn das zum Beispiel mit einem Register kommunizieren möchte, dann muss ich ja irgendwann irgendwie eine Schnittstelle programmieren.
Malte Schmidt-Tychsen Und wenn ich da nicht mehr zwei unterschiedliche Fachverfahren Software habe, dann brauche ich es nicht mehr zweimal machen, sondern ich brauche es nur noch einmal machen.
Jana Janze Ja, ich habe eigentlich gesagt, dass ich dazu nichts sagen möchte, weil ich meine Meinung dir zumindest, Thorsten, schon einmal dazu gesagt habe. Claudia hat aber im Chat geschrieben, guckst du mal in die Doku, was ich gerade auch gemacht habe, damit wir das hier auch einmal quasi mündlich haben. Wer kann eine Meldung abgeben? Alle Privatpersonen, Unternehmen, selbstständige Verbände, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Beschäftigte der Verwaltung.
Jana Janze Es gibt auch noch den Hinweis, auf was kann gemeldet werden. Nämlich sämtliche bürokratische Hürden, beispielsweise schwer verständliche und komplexe Formulare, lange Bearbeitungszeiten und klare widersprüchliche Informationen, doppelte Antragsverfahren und zureichende digitale Angebote. Würde aber eher nochmal zu einem anderen Punkt gehen, der als nächste Frage im FAQ von der Seite auftaucht, nämlich was passiert nach dem Absenden.
Jana Janze Da steht drin, die Eingaben werden thematisch eingeordnet und geprüft. Eine individuelle Rückmeldung erfolgt nicht. Ja klar, weil du hast ja keine Daten zu dir selbst eingetragen. Was ich persönlich aber ziemlich schade finde, weil wie oft werden dann potenziell zu einem bestimmten Vorgang bestimmte Daten oder bestimmte Meldungen erfasst. Was passiert damit?
Jana Janze Geht das ins Nirwana oder nicht? Wenn ich irgendwo an einer Stelle in ein Formular was eingebe, hätte ich persönlich schon ganz gerne eine Rückmeldung und sei es nur, danke, haben wir uns angeguckt, muss aber so sein, weil 1, 2, 3, so kann ja auch eine Rückmeldung sein, aber kommen wir wieder zu einem Papiertransparenz und so.
Malte Schmidt-Tychsen Ich, Gehe aber mal davon aus, da steht ganz oben drüber, das Einfach-Machen-Portal ist ein Projekt im Aufbau. Wir erweitern es regelmäßig um neue Inhalte und Services. Also insofern wird vielleicht deine Kritik auch ernst genommen und ich muss so ein bisschen sagen, also vielleicht ist es weiter hinten etwas, wie soll ich sagen, schwieriger, aber ich finde ein freies Textfeld hat auch was Niederschwelliges.
Malte Schmidt-Tychsen Ich muss mir nichts überlegen, ich kann einfach nur mal reinklicken und auf der Startseite, Thorsten, da ist unter dem hier Starten-Button noch ein Mehr erfahren-Button und ich fand diese Anleitung sehr kurz zumindest. Ein Baustein ist dieses Formular, hier schildern sie praxisnah, wo Abläufe unnötig, komplex, unverständlich, umständlich oder gar doppelt sind.
Malte Schmidt-Tychsen Jede Eingabe wird ausgewertet und kann gezielte Anpassungen anstoßen. Und dann weiter unten zur Orientierung vier Beispiele für Bürgerinnen und Bürger. Bei der Online-Anmeldung zur Kfz-Zulassung müssen dieselben Daten mehrfach eingegeben werden. Das kann man dann an der Stelle melden als Beispiel.
Jana Janze Ja, aber Malte würde ich nicht bei, also wenn dieser Fall mit Online-Anmeldung, Kfz-Zulassung, möchte ich doch genau an dieser Stelle machen. Wenn ich als Bürgerin ein bestimmtes Formular beispielsweise ausfülle, digital ausfülle, möchte ich es genau an dieser Stelle machen. Ich glaube, ich habe das, war auf LinkedIn, habe es auf jeden Fall geschrieben, als wir vor anderthalb Jahren gegründet haben, konnte ich mein Formular für die Gründung, für die Anmeldung quasi in unserer Gemeinde nicht digital einreichen, weil ein bestimmtes Feld nicht digital eingebbar war.
Jana Janze Das möchte ich genau an dieser Stelle eintragen. Da möchte ich genau an dieser Stelle sagen, hey, also A, ihr habt diese ganze Information, weil ich die im Notariat angegeben habe, weil das Amtsgericht diese ganze Information schon hat, aber ich muss es hier an dieser Stelle nochmal eingeben. Okay, fair enough, gebe ich es nochmal ein. Ich kann es nicht eintragen, dann möchte ich aber genau an dieser Stelle die Rückmeldung geben.
Jana Janze Ich persönlich, also das, was ich mache, ist ja, ich möchte das Ergebnis haben. Ich bin dann zu unserer Gemeinde hier gegangen, also zum Bürgerbüro, und habe das Ganze quasi analog gemacht. Alles fair enough, ja, kann ich machen, aber ich persönlich würde da nicht nochmal auf einfachmachen.gov.de gehen, um das da nochmal alles auszufüllen.
Jana Janze Ich will es genau an dieser Stelle machen. Da muss ich aber bis zum Ende des Formulars kommen, was ich nicht machen konnte, weil die Telefonnummer, die ich eintragen musste, ein Pflichtfeld war und ich kam nicht weiter.
Malte Schmidt-Tychsen Thorsten, den Gedanken, den du gerade äußerst, den finde ich wunderschön. Das wäre doch wirklich mal was, wenn der Bund auf der obersten Ebene sagen würde, hier diese Kommune und jene Kommune und diese Kommune, die haben so tolle Lösungen, die nutzen wir auf der obersten Ebene nach. Oder? Wäre das nicht ein großes Signal?
Malte Schmidt-Tychsen Nö, finde ich wunderschön. Also das ist ein etwas verspäterter Weihnachtswunsch, den ich hier äußern würde. Ich bin gerade auf der Seite, Thorsten, und du weißt, da flagen auch wieder zwei Herzen in der Brust, denn ich muss ganz klar sagen, ja, also ich nutze sehr gerne Signal. Also ich habe viele von diesen Rezepten schon umgesetzt.
Malte Schmidt-Tychsen Mein X-Konto habe ich gelöscht, angewidert von dem, was da inzwischen auf dieser Plattform stattfindet. Ich habe ein Mastodon-Konto, ich finde das auch toll. Ich kann auch nochmal was zu unabhängigen E-Mails sagen, was ihr vielleicht auch als ein interessantes Rezept seht. Und die Seite ist wirklich hübsch? Also die Grafiken gefährden auch?
Andreas Kruppa Genau, Entschuldigung. Ich möchte einen Punkt noch einbringen und der geht ganz persönlich an dich, Thorsten. Ein großes Dankeschön an deine Arbeit, was du für die Verwaltungsdigitalisierung, für E-Government tust. Ich finde es einfach super, die letzten Wochen wieder, da kam ja fast gefühlt täglich ein Podcast raus.
Andreas Kruppa Also was du einfach an Energie, Arbeit reinsteckst, finde ich klasse und auch hier einfach mal ein großes Dankeschön für deine Leistung. Gefühlt auf jeden Fall, die letzten Tage zack und wieder einer und wieder einer.
Jana Janze Oh ja.
Malte Schmidt-Tychsen Wie hat es denn geschmeckt?
Jana Janze Sehr gut. Meine Plätze sind alle weg. Ja, dafür hat es ziemlich gut funktioniert.
Malte Schmidt-Tychsen Ich würde übrigens nicht dem Andreas nochmal anschließen und dem noch ein kleines bisschen zufügen, denn ich denke, es hört sich vielleicht mitunter so an, dass wir oder ich einen relativ großen Anteil haben, weil uns hört man ja hier reden, aber der große Arbeitsanteil mit großem, großem Abstand, der ist bei Thorsten.
Malte Schmidt-Tychsen Also ich setze mich immer so ein bisschen in das hinten mit rein und vorne treibt das diesen Podcast jemand ganz stark immer voran und produziert ja auch ganz viele Sendungen, in denen ich zum Beispiel nicht zu hören bin, die ich aber unglaublich gerne anhöre, weil die super interessant sind. Und ja, deswegen auch von meiner Seite vielen Dank, Thorsten.
Malte Schmidt-Tychsen Auch, dass wir ja auch immer wieder dabei sein dürfen. Macht riesengroßen Spaß.
Jana Janze Wir suchen noch ein paar.
Malte Schmidt-Tychsen Tschüss, macht's gut.
Andreas Kruppa Servus.
Jana Janze Tschüss.