eGovernment Podcast· Folge 241

PLAIN

Samstag, 6. Dezember 2025 · 34 min

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Shownotes

PLAIN – Die Community Cloud für Big Data und KI Aufgaben für die Bundesverwaltung. Was da genau dahinter steckt und wie man diese auch nachnutzen kann bespreche ich mit Hans-Christian Mangelsdorf.

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Torsten Frenzel Ja, hallo und herzlich willkommen beim E-Government-Podcast. Ich bin Thorsten Frenzel und ich habe heute wieder einen Gast bei mir im Studio. Hallo Hans-Christian, ich grüße dich.

Hans-Christian Mangelsdorf Hallo Thorsten. Ja, danke, dass ich heute dabei sein darf und ich freue mich. Lass uns loslegen.

Torsten Frenzel Genau und vielleicht fangen wir damit an, dass du dich ganz kurz vorstellst, damit die Zuhörenden wissen, mit wem sie das heute zu tun haben.

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, das mache ich sehr gerne, Thorsten. Mein Name ist Hans-Christian Mangelsdorf. Ich bin der Chief Data Scientist des Auswärtigen Amts. Ich leite unser KI- und Datenlabor, das heißt die Truppe, die dafür verantwortlich ist, immer wieder neue Lösungen im Daten- und KI-Bereich bei uns reinzubekommen. Und ich darf auch unser Programm Plain leiten.

Hans-Christian Mangelsdorf Auch dazu komme bestimmt heute im Laufe des Gesprächs noch. Ich freue mich dabei sein zu dürfen heute.

Torsten Frenzel Genau und wegen Plane habe ich dich eingeladen, weil ich das ein interessantes Thema finde und wir wollen uns heute über das Thema Plane unterhalten und wir fangen gleich mal an und sagen, was ist das Plane?

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, was ist Plane? Jetzt könnte man sagen, das ist was ganz Flaches, so schlimm ist es nicht. Plane ist im Prinzip eine DevOps-Plattform, andere würden sagen, es ist eine Community-Cloud, irgendwie ist es beides. Wo wir dann aber auch ganz schnell gemerkt haben, dass es für viele Behörden interessant ist, um tatsächlich mit Daten und KI möglichst auch ressortübergreifend gut, sauber und sicher arbeiten zu können.

Hans-Christian Mangelsdorf Mit anderen Worten, wenn die Entwickler um die Ecke kommen und sagen, sie brauchen einen Werkzeugkasten, dann ist Plane für ganz viele Aufgaben die richtige Lösung. Und ja, gerne dazu auch weitere Details, aber DevOps-Plattform, Community-Cloud, das sind sozusagen die großen Schlagworte.

Torsten Frenzel Ja, aber das klingt interessant. Also da war ich komplett auf dem falschen Dampfer. Ich hatte gedacht, Plane ist eure KI.

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, das denken ganz viele. Und natürlich macht Plane KI möglich, aber es ist natürlich selbst erstmal völlig agnostisch dahingehend, was ich damit mache. Ich habe bei Plane eine Plattform, eine Cloud, die mir im Prinzip das anbietet, was ich auch bei größeren Hyperscalern bekomme, nur souverän und zugeschnitten auf den Bereich Daten und KI.

Hans-Christian Mangelsdorf Das heißt, wenn ich da ein großes Sprachmodell ausrollen will, dann kann ich das tun. Ich habe die entsprechenden GPUs zur Verfügung, natürlich auch CPU und Storage und habe eben die Möglichkeit und auch die Freiheit, auf dieser Plattform mich so zu bewegen und die Sachen dort für mich so umzusetzen, die ich denn brauche.

Hans-Christian Mangelsdorf Insofern absolut richtig, Plane ist nicht KI, aber bietet alle Werkzeuge, um mit KI nicht nur zu testen, zu pocken, Prototypen zu machen, sondern auch es produktiv rauszubringen für die eigene Organisation.

Torsten Frenzel Das heißt, Plain läuft bei euch im Rechenzentrum und ich als Behörde kann auf euch zukommen und sagen, ich bräuchte mal sowas wie ein AWS, kriege ich das bei euch?

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, jetzt könnte man auch noch ganz viele andere Hyperscaler nennen, die sozusagen als Blueprint dienen können. Genau, aber von der Sache her hast du absolut recht. Wir sind sozusagen als Auslands-IT Cloud-Provider. Cloud-Provider tatsächlich für Behörden, für Bundesbehörden, wenn man sagt oder wenn man zu uns kommt als Behörde und sagt, ich möchte gerne im Bereich KI arbeiten, ich möchte gerne im Bereich Daten arbeiten.

Hans-Christian Mangelsdorf Also zum Beispiel vom einfachen Dashboarding bis zur Simulation, vom Deployment von Applikationen, die man vielleicht für die Behörde interessant findet, bis hin zum Aufbauen von KI-Systemen, Gen-AI-Suiten oder auch bis hin zum Feintuning von Modellen kann man tatsächlich einfach zu uns kommen, sagen, Achtung, ich hätte gerne einen Plain-Mandant.

Hans-Christian Mangelsdorf Macht dann mit uns eine Verwaltungsvereinbarung, das klingt jetzt ganz furchtbar behördlich, ist aber letztendlich nur eine Vereinbarung zwischen zwei Behörden und kriegt dann von uns den entsprechenden Mandanten eingerichtet oder, wenn man sich noch nicht gleich committen möchte, gerne auch einen Zugriff auf unseren Demo-Mandanten.

Hans-Christian Mangelsdorf Und ja, im Grundsatz könnten wir unsere Kunden auch an die Hand nehmen und sagen, komm, wir machen einen Ausflug in unser Rechenzentrum und wir zeigen mal, auf welchem Blech tatsächlich Plane funktioniert.

Torsten Frenzel Okay. Plane ist ja eine Software. Also ich habe früher mal so ein bisschen mit Kubernetes rumgespielt. Und was steckt denn bei euch da da unten drunter?

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, also wir orientieren uns bei Plane sehr, sehr stark an dem, was die Cloud-Native Computing Foundation macht. Und letztendlich rezipieren wir damit auch das, was im Moment im Bereich Deutschland-Stack diskutiert wird. Das heißt, was tickt da drunter? Natürlich auf dem Blech. Das sind erstmal entsprechende Betriebssysteme auf Linux-Basis installiert, dann kommt da eine Virtualisierungsschicht drauf, das machen wir mit Proxmox und dann kommt die ganze Kubernetes-Umgebung, also die Container-Orchestrierung da drauf.

Hans-Christian Mangelsdorf Und da drumherum gibt es natürlich noch eine ganze Menge an Subsystemen beziehungsweise Peripheriesystemen, die zum Beispiel fürs Logging und Monitoring sorgen oder eben auch für die Sicherheit sorgen. Also, dass wir, weil wir eben auf der einen Seite dieses Geschlossene haben wollen, um sicher arbeiten zu können, auf der anderen Seite aber auch dieses Offene benötigen, denn welcher Entwickler macht heute noch alles selbst?

Hans-Christian Mangelsdorf Die meisten Entwicklerinnen und Entwickler brauchen halt einfach Artefakte aus dem Internet, haben wir eben diesen Offenheitsgedanken gleich mitgenommen und das sind die Drumherum-Systeme. Und wenn ich dann draufgehe und mir wirklich sozusagen jenseits der Ebene des oder der Kubernetes-Cluster angucke, was da kommt, da haben wir uns dafür entschieden, bestimmte Software-as-a-Service auszuwählen und den Nutzerinnen und Nutzern bereitzustellen.

Hans-Christian Mangelsdorf Das heißt, ich muss mir da nicht selbst ein Git oder sowas installieren oder nicht selbst eine Artifactory oder nicht selbst ein Apache Superset oder was auch immer. Das ist da. Das bieten wir als Software as a Service an. Gleich mit im Package. Sagen aber auch, wer immer in seinem Mandanten noch etwas Eigenes möchte, bitte gerne machen.

Hans-Christian Mangelsdorf Die Freiheit räumen wir bewusst ein, weil wir natürlich nicht alle Bedarfe haben. Von Anfang an abschließend einschätzen können und das auch nicht wollen.

Torsten Frenzel Das heißt, ihr habt das so offen gebaut, dass ich jetzt als Behörde da auch meine Fachverfahren reinbringen könnte?

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, ich könnte da meine Fachverfahren reinbringen. Gleichwohl ist Plan nicht dezidiert für Fachverfahren gebaut. Wir haben uns bewusst angeguckt, welche Fähigkeitslücken gibt es im Bund. Und da ist uns eben ganz stark aufgefallen, es gab, heutzutage dank Plan nicht mehr, Aber es gab diese Fähigkeitslücke im Bereich DevOps, im Bereich Daten und KI.

Hans-Christian Mangelsdorf Das heißt, dort haben wir auch die Software-as-a-Service hin ausgerichtet. Warum haben wir das gemacht? Naja, nun gut, weil wir von Anfang an den Eindruck hatten, Behörden werden sich sehr, sehr schwer damit tun, große Fachverfahren im Finanzbereich, im Antragsbereich und so weiter, per Lift-and-Shift, was immer Aufwand macht, auf eine Community-Cloud zu ziehen.

Hans-Christian Mangelsdorf Sondern da vermuten wir sehr, sehr stark, das möchten viele Behörden für den Moment zumindest on-premise machen oder auch in einer Private Cloud machen. Und deshalb haben wir bei bestimmten Technologien, zum Beispiel bei der Speichertechnologien, uns eher für etwas entschieden, was sehr schnell hoch skaliert, aber vielleicht nicht der allerschnellste Speicher ist.

Hans-Christian Mangelsdorf Wir haben also uns bewusst auf die Bedürfnisse und Bedarfe im Bereich Daten und KI konzentriert. Darum sage ich, Plane ist prima Fazia erstmal nicht für große Fachverfahren vorgesehen. Ein technologisch ginge es natürlich, aber es wäre aus unserer Sicht nicht der Best Fit für zum Beispiel die Steuerverwaltung der Bundesrepublik Deutschland.

Torsten Frenzel Das heißt, ihr habt Plane, so wie ihr es jetzt nutzt, auf euer Rechenzentrum quasi angepasst, beziehungsweise euer Rechenzentrum auf Plane angepasst, mit den Anforderungen in Richtung Daten und KI.

Hans-Christian Mangelsdorf Richtig, richtig. Wir sind, und das ist vielleicht ganz interessant, wir sind sozusagen einfach davon ausgegangen, dass die technologischen Herausforderungen oder die Bedarfe, die wir in der Vergangenheit hatten, so vor ungefähr vier, fünf Jahren, als wir im Auswärtigen Amt mit dem Thema Daten und KI, mit dem Thema Data Engineering und Data Science begonnen haben, dass sich das auch wiederfindet in anderen Behörden.

Hans-Christian Mangelsdorf Und haben aufgrund dieser Bedarfslage dann entsprechend Plänen in eine bestimmte Richtung gebaut. Jetzt könnte man sagen, oh Moment mal, das geht doch dann gnadenlos am Bedarf der anderen potenziellen Kunden vorbei. Ja, da haben wir Vorsorge getroffen, wir haben bestimmte Feedback-Mechanismen, bestimmte Beiräte, bestimmte Boards oder Workshops, wo wir auch regelmäßig potenzielle Nutzer mit reinholen und einfach fragen, was braucht ihr denn?

Hans-Christian Mangelsdorf Was ist denn eigentlich euer Use Case? Und insofern glauben wir, dass wir einen ganz guten Fit haben zwischen dem, was im Bereich DevOps, Daten, Big Data, KI benötigt wird auf der einen Seite und auf der anderen Seite dem, was wir im Moment bei Plänen realisiert haben. Aber das gilt natürlich, wir sind offen.

Hans-Christian Mangelsdorf Also wenn jemand mit einem neuen Bedarf kommt und der ist nicht nur singulär, dann würden wir sagen, okay, lass uns hinsetzen, vielleicht passt es gut da rein.

Torsten Frenzel Du sagst, ihr seid offen. Seid ihr offen für neuen Input oder seid ihr auch offen in Form von Open Source? Also kann ich euch ganz konkret bei OpenCode finden?

Hans-Christian Mangelsdorf Wir sind offen für neue Bedarfe, die wir... Zum Beispiel in Form eines Datenkataloging-Tools oder eines MLOps-Tools zum Beispiel, wenn sich der Bedarf verfestigt, auch gerne mit einbauen und quasi dann als zusätzlichen Standard-Software-as-a-Service anbieten würden. Da sind wir offen. Wir sind offen und sind auch große Fans von Open Source, weil wir uns sagen, ja, letztendlich Open Source braucht auch.

Hans-Christian Mangelsdorf Die Produktionsreife braucht vielleicht mehr Men- und Womenpower, um es tatsächlich gut über die Bühne zu bekommen, aber es ist ein sehr valider Ansatz, gerade im Hinblick auf technologische Souveränität. Das heißt, wir nutzen aktiv Open-Source-Werkzeuge, wo es möglich ist. Wir sind nicht bei OpenCode und das liegt schlichtweg daran, dass wahrscheinlich die Gesamtsoftware, die sozusagen hinter Plain liegt, beziehungsweise die Plain ausmacht, die meisten Nutzerinnen und Nutzer von OpenCode komplett überfordern wird.

Hans-Christian Mangelsdorf Es ist halt nicht eine Applikation, sondern es ist quasi ein System, was sich natürlich auch als Software-Code ausprägen kann. Wo wir aber offen sind und uns auch über Anfragen freuen, ist eine Situation, in der beispielsweise andere, Behörden sagen, okay, sie würden gern Plain nutzen, aber nicht konsumtiv als Plattform as a Service, sondern vielleicht in ihren eigenen Rechenzentren, in ihrer eigenen Private Cloud. Auch dort könnten wir ins Gespräch kommen.

Torsten Frenzel Ja gut, auf OpenCode muss ich ja nicht unbedingt nur Code ablegen. Ich könnte ja da auch ein komplettes Kochbuch oder ähnliches ablegen, wo mir dann diese Plattform zusammengebaut wird oder wo drinsteht, aus welchen Elementen und wie die Konfiguration gebaut sein muss, damit das miteinander funktioniert.

Hans-Christian Mangelsdorf Also das will ich tatsächlich, das ist ein guter Punkt, Thorsten, den du da machst, das will ich für die Zukunft tatsächlich nicht ausschließen, denn letztendlich, und das merken wir, letztendlich, und das glaube ich auch persönlich, geht es doch auch wirklich darum, dass auch die öffentliche Verwaltung dort, wo sie IT aufsetzt und IT auch wirklich für sich nutzbar machen möchte, auch wirklich diese Fähigkeit braucht, auch komplexere Plattformen oder etwas verallgemeinert gesagt, etwas komplexere Cloud-Produkte auch wirklich einzusetzen.

Hans-Christian Mangelsdorf Eigenständig aufzusetzen, umzusetzen und dann auch zu betreiben. Also insofern, guter Punkt von dir.

Torsten Frenzel Ja, das ist ja ähnlich bei dem Surround Cloud Stack. Der ist ja ähnlich aufgebaut. Da lädt man sich ja auch nicht alles aus dem Repository runter, sondern da hat man so eine Art Kochbuch und baut das dann quasi nach. Aber nochmal zum Thema zurückzukommen. Ich bin eine Behörde und habe ein eigenes Rechenzentrum, vielleicht sogar auf Kommunalebene und finde euer System super, weil das mir einiges an Problemen abnimmt.

Torsten Frenzel Ich eine anständige DevOps-Umgebung habe. Da kann ich zu euch kommen und sagen, lasst uns mal gemeinsam das in unser Rechenzentrum bringen.

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, das könntest du machen. Wie würde der typische Weg aussehen? Ich glaube, der typische Weg würde wie folgt aussehen. Ein Land oder auch eine Kommune würde vermutlich bei uns vorbeikommen und sagen, können wir das mal testen? Dann würden wir relativ schnell sagen, hier ist ein Demomandant. Auf dem Demomandant bewegen sich viele Behörden, aber kommt doch einfach mal für ein paar Wochen mit drauf.

Hans-Christian Mangelsdorf Guckt euch das doch einfach mal an oder noch einfacher, kommt auch gerne bei uns im Datenlabor vorbei. Wir zeigen euch das. Das ist der einfachste Weg. Und danach würden wir gucken, je nachdem, ob es jetzt Landes- oder kommunal ist, gibt es da bestimmte rechtliche, keine technischen, sondern eher rechtliche Einschränkungen, mit denen man umgehen muss.

Hans-Christian Mangelsdorf Das heißt, in dem konkreten Fall würden wir dann wahrscheinlich über Partner, insbesondere zum Beispiel die Bundesdruckerei gehen und sagen, Achtung, unser Umsetzungspartner für Pläne ist die Bundesdruckerei. Die ist bei bestimmten Themen reier zu agieren, insbesondere in Richtung Länder und Kommunen.

Hans-Christian Mangelsdorf Über die können wir diesen Prozess starten. Über diesen Prozess könnten wir sozusagen gehen. Das setzt immer voraus, dass ich mich als Behörde, Bund, Land oder Kommune natürlich irgendwie entscheiden muss, will ich das wirklich on-premise bei mir in einem eigenen Rechenzentrum, sozusagen nehme ich eine Blaupause, pack sie dorthin.

Hans-Christian Mangelsdorf Oder ist es nicht für mich gerade für den Start viel einfacher, einfach das ganze As-a-Service aus einem souveränen, nämlich aus unserem souveränen Rechenzentrum heraus zu konsumieren, was in letzter Konsequenz gerade für den Startweg sehr viel schneller und sehr viel einfacher ist, weil auch das gehört zur Wahrheit dazu.

Hans-Christian Mangelsdorf Nur weil ich ein Rechenzentrum habe und irgendwo das Blech, heißt das noch lange nicht, dass ich sozusagen eine Cloud einfach umdöpsle oder auffflanze. So leicht ist es leider tatsächlich heute doch noch nicht.

Torsten Frenzel Ja, aber ich habe durchaus Datenlaufzeit-Thematiken. Gerade in unserem hervorragenden Netz in Deutschland möchte ich natürlich sehr, sehr nah an meinem Rechenzentrum sitzen, damit die Daten sich schnell zwischen Rechenzentrum und Verbraucher bewegen. Du hast gesagt, ihr würdet einen Partner mit reinnehmen, wenn ich das in meinem Rechenzentrum jetzt zum Beispiel installieren wollen würde.

Torsten Frenzel Seid ihr auch in der DVC verfügbar, also in dieser Verwaltungs-Cloud-Marktplatz?

Hans-Christian Mangelsdorf Im DVC-Marktplatz sind wir tatsächlich noch nicht verfügbar. Wir sind verfügbar im Produktkatalog der VITD, der Vereinigung der IT-Dienstleister der Verwaltung. VITD heißt das gute Stück. Da stehen wir tatsächlich dritte. Da steht aber unser As-a-Service-Angebot drin. Wenn ich wirklich jetzt darüber spreche, das ganze Produkt zu nehmen, auszupflanzen oder eine Kopie zu erstellen und in einem weiteren Rechenzentrum einzupflanzen, dann ist das sowieso immer etwas, worüber man im Einzelfall sprechen muss.

Hans-Christian Mangelsdorf Und was wir machen ist, und das ist mir immer sehr wichtig, wir haben ein sehr, sehr aktives Ökosystem von Industrieunternehmen, von Dienstleistern, die tatsächlich auch bereitstehen würden, die man ansprechen kann, die auch von Plänen schon mehr als nur gehört haben, die bei sowas natürlich auch unterstützen können.

Hans-Christian Mangelsdorf Denn letztendlich, glaube ich, ist es für ganz viele Behörden nicht ohne weiteres möglich, so und so viele Personen abzustellen, die sich dann tatsächlich damit jeden Tag beschäftigen können.

Torsten Frenzel Jetzt seid ihr ja als Auswärtiges Amt sehr, sehr stark, vor allen Dingen auch mit Themen VHS-NFD oder sogar VHS-Geheimen oder Ähnlichen konfrontiert. Ist das mit eurer Lösung möglich? Möglich.

Hans-Christian Mangelsdorf Genau, sage ich was dazu? Also im Moment betreiben wir Plan 2.0 nach BSI Grundschutz auf dem Niveau faustoffen. Warum machen wir das? Wir machen das deshalb, weil wir uns sehr wohl bewusst sind, dass wir mit so einer Community Cloud im Prinzip einen Spagat machen zwischen es muss sicher sein, man möchte darauf produktiv arbeiten können auf der einen Seite, auf der anderen Seite muss es aber auch offen genug sein, denn ich brauche einfach Artefakte, ich brauche Images, Ich brauche Software-Bausteine, aus denen ich möglichst schnell mit so einem DevOps-Ansatz dann auch wieder was Neues bauen kann.

Hans-Christian Mangelsdorf Das heißt, da hat man sozusagen zwei Aspekte, die sich erstmal antagonistisch gegenüberstehen. So, das versuchen wir auszubalancieren. Wir sind aber, weil wir durchaus auch Use Cases sehen, die höher eingestuft sind, im Moment gerade dabei zu eruieren und dann auch umzusetzen, wie wir Plane mit einer NFD-Fähigkeit ausstatten, Wobei man sich dabei wirklich immer im Klaren sein muss, der Gewinn an Einstufung oder die Erhöhung der Einstufung geht zwangsläufig immer zu Lasten der Usability.

Hans-Christian Mangelsdorf Daraus wird man nicht sozusagen rauskommen. Insofern nochmal zusammengefasst, für uns ganz klar war, es ist ein Spagat. Wir machen BSI Grundschutz, das ist sozusagen das sichere Fundament und von dort aus arbeiten wir einfach weiter.

Torsten Frenzel Nochmal zu dem Thema Artefakte. Holt ihr euch die Artefakte aus den Public Repos oder habt ihr ein eigenes Repo aufgebaut, wo zum Beispiel das BSI quasi kontrolliert, was dann quasi auch genutzt werden kann oder wo sie vielleicht nochmal eine kurze Prüfung drüber machen?

Hans-Christian Mangelsdorf Also wir sind da tatsächlich total agnostisch. Also wir kümmern uns um das Thema Sicherheit tatsächlich an der Grenze der Plattform. Das heißt, uns ist es aus einer Plattform-Sicht relativ egal, welches Repo wir ansprechen und aus welchem Repo wir ziehen. Es läuft sowieso alles einmal durch einen sauberen Scan oder durch mehrere Scan-Ebenen durch.

Hans-Christian Mangelsdorf Der Punkt, der aber dahinter steht, ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Wir greifen einfach in Open-Source-Repos rein. Wir greifen auch hin und wieder mal in proprietäre kommerzielle Repos rein, wenn wir eben Software kaufen. Das ist für uns manchmal auch eine valide Alternative. Und, und darüber freue ich mich besonders, wir greifen natürlich auch in Richtung Zendes.

Hans-Christian Mangelsdorf Warum sage ich Zendes? Vielleicht haben einige das mitbekommen, du hast es bestimmt auch gesehen, wir haben auf der letzten Smart Country Convention eine größere Partnerschaft mit der Zendes gestartet und das ist so ein ganz interessanter Punkt gewesen, wie ich finde, denn wir standen immer wieder vor der Herausforderung in den letzten Wochen oder letzten Monaten.

Hans-Christian Mangelsdorf Hey, wir wollen Open Source nutzen, aber die Artefakte, die ich finde, die sind einfach nicht sicher genug. Da sind zu viele Schwachstellen drin. Und das ist sozusagen das, was ich meine. Das ist der Nachteil an der Open Source. Es gibt nicht immer die Community, die sofort hinterher ist und alles aufräumen.

Hans-Christian Mangelsdorf Und deshalb haben wir gesagt, Moment, wir kümmern uns darum, zusammen mit der Zendes, bestimmte Base Images, die wir brauchen und von denen wir erwarten, dass sie auch andere brauchen, so kuratiert über Open Code zur Verfügung zu stellen, dass sie für die gesamte Verwaltung zugänglich sind. Und darum freue ich mich, dass wir dieses Projekt mit der Zendes starten konnten und es ist ein Beispiel dafür, für ein Repo, auf das wir nicht nur einfach zugreifen, sondern dass wir auch tatsächlich aktiv mitlegen und damit hoffen können.

Hans-Christian Mangelsdorf Wir hoffen, dass da auch andere Behörden, vielleicht auch andere weitere Akteure mit draufspringen, im Prinzip dadurch wieder so eine Art Common Good beziehungsweise ein Allgemeingut schaffen, das dann auch durch alle anderen in der Verwaltung nachgenutzt werden kann. Das halte ich für extrem wichtig.

Torsten Frenzel Das Sendis hat ja auch ein paar hervorragende Tools geschaffen, um die Software zu scannen auf natürlich nur bekannte Schwachstellen. Also unbekannte Schwachstellen wird es natürlich nicht finden. Und auch mit ihrem Batch-System, was sie da gebaut haben, kriegt man da echt einen guten Überblick, ob die Lösung, die angeboten wird, ob die sinnvoll ist und ob die so sicher ist, wie man halt sicher sein kann.

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, also du sagst ein wahres Wort, Thorsten. Ich hatte ja schon so ausgeführt, so ein bisschen zu diesem Hintergrund unserer Partnerschaft mit der Zendes an der Stelle. Und letztendlich kann man das ganz stark runterdampfen, indem man sagt, okay, in dem Moment, wo ich eine Cloud, eine Community Cloud oder eine DevOps-Plattform anbiete, erwarten ganz viele Nutzer, dass ich mich auch mit der Frage sichere Images beschäftige.

Hans-Christian Mangelsdorf Dadurch, dass das allerdings nicht unser Kerngeschäft ist, haben wir einfach rumgeguckt und uns gefragt, okay, wer kann das? Und sind deshalb auf die Zendes gekommen und gesagt, bevor wir jetzt nochmal alles neu machen, lasst uns lieber in eine Partnerschaft gehen und aus dieser Partnerschaft heraus dann tatsächlich etwas kreieren, was vielen hilft.

Torsten Frenzel Und das heißt, ihr wollt es jetzt über deren Systeme mitnutzen oder baut ihr es bei euch auf?

Hans-Christian Mangelsdorf Genau, also wir haben uns sozusagen so vereinbart, dass die Zendes mit uns zusammen und hoffentlich in Zukunft auch mit anderen zusammen ein bestimmtes Grundset, eine bestimmte Grundmenge an Images, die immer wieder verwendet werden, da gibt es 30, 40 Images, die man immer wieder vor der Flinte hat, dass die Zendes, die sozusagen in unserem Auftrag mit uns zusammen sind, sozusagen regelmäßig prüft, patcht, bereitstellt.

Hans-Christian Mangelsdorf Also sozusagen wirklich in so eine Bereitstellungslogik reinkommt, sodass wir uns nicht mehr darum kümmern müssen und vor allen Dingen auch alle anderen, die in der öffentlichen Verwaltung dieses Gut quasi benötigen, sich auch nicht mehr aktiv darum kümmern müssen, sondern es einfach nutzen können.

Torsten Frenzel Aber komm noch mal zurück zu Playen direkt. Was läuft jetzt denn aktuell auf Playen oder mit Playen? Eigentlich auf Playen ist ja eine Plattform. Genau.

Hans-Christian Mangelsdorf Also das ist sehr unterschiedlich. Ich kann dir sagen, was bei uns zum Beispiel drauf läuft. Ich kann natürlich auch, habe so einen gewissen Einblick aus den Gesprächen mit anderen Behörden, insbesondere Ministerien, was da drauf läuft. Was läuft da drauf? Also da laufen zum Beispiel KI-Systeme drauf.

Hans-Christian Mangelsdorf Also vom klassischen Chatbot bis zum Recherche-Tool bis hin zum Rack-System läuft da zum Beispiel drauf. Das heißt, das ist was, was gern genommen wird. Es laufen sehr, sehr viele Dashboarding-Aktivitäten da drauf, seien es separate Applikationen, seien es aber auch bei einigen Apache Superset-Dashboards.

Hans-Christian Mangelsdorf Es laufen definitiv da drauf auch analytische Tools. Zum Beispiel ein Tool, was wir darauf betreiben, ist der Portfolio Atlas. Der Portfolio Atlas stellt, also ist im Prinzip wie ein Datenaggregator, der Informationen über das Förderengagement der Bundesregierung im Ausland zusammenträgt, um einfach für die Verwaltung ein analytisches Tool zu bringen.

Hans-Christian Mangelsdorf Bis hin, letztes Beispiel, bis hin zu einer Fragewesen-App, die uns dabei hilft, das parlamentarische Fragewesen effizienter und schneller zu erledigen. Und insofern, je nachdem, welche Behörde oder welchen Plane-Mandanten, welche Plane-Nutzer du fragst, wirst du im Zweifelsfall dann noch ganz viele weitere Beispiele bekommen.

Torsten Frenzel Und wie viel Bundesverwaltung ist jetzt schon drauf auf Plane?

Hans-Christian Mangelsdorf Also wir haben im Moment roundabout 20 Behörden. Davon sind im Moment, ich glaube aktuell sind es 14 oder 15, 14 glaube ich, 14 davon mit eigenen Mandanten unterwegs. Das heißt, die sind sozusagen vollwertig an Bord. Die restlichen sechs bis sieben sind im Moment auf dem Demo-Mandanten unterwegs, um sich einfach warm zu laufen und zu testen, auszuprobieren, ob sie Plänen in Zukunft dann auch komplett nutzen wollen.

Hans-Christian Mangelsdorf Das ist was, was wir empfehlen, sich erstmal ein Bild zu machen und zu schauen, was braucht es denn eigentlich noch, trifft es den Bedarf meiner Behörde.

Torsten Frenzel Du hast vorhin was gesagt, eigener Mandant, Demomandant. Was ist denn da der Unterschied und was bedeutet das überhaupt?

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, mache ich gerne. Der eigene Mandant ist im Prinzip deine eigene abgeschlossene, wohltemperierte Eigentumswohnung in dem großen Mehrfamilienhaus Pläden. Das ist immer so das Bild, was ich ganz gerne so an die Wand male. Und da man sich natürlich vor dem Einzug in ein Mehrfamilienhaus am besten einmal umtut, wer sind denn so die Mieter und wie sieht es denn mit dem Hausmeisterservice aus, haben wir im Prinzip eine, eine Demowohnung, eine Demo-Eigentumswohnung in diesem Mehrfamilienhaus hingestellt und ausgerüstet und das ist der Demomandant, in dem ich mehrere Zimmer habe, in denen jeweils eine Behörde sich ausprobieren kann, auch da durchaus schon auch mal die Zimmertür zumachen kann, aber eben noch nicht diese Art von Privatsphäre hat wie in der eigenen Eigentumswohnung,

Hans-Christian Mangelsdorf Schrägstrich eigenem Mandant. Im eigenen Mandanten bin ich wirklich Herr oder Frau über meine Daten, über meine Toolings, über meine Prozesse. Während im Demo-Mandanten das eben, wie der Name das sagt, nicht ganz so der Fall ist. Da geht es ein bisschen bunter zu. Da läuft sich auch mal über die Wege oder über den Weg, wenn man durch den Flur muss.

Hans-Christian Mangelsdorf Aber es hilft aus meiner Sicht sehr, sehr stark, um sich vertraut zu machen. Vertraut zu machen mit den Gegebenheiten.

Torsten Frenzel Bevor ich dich jetzt noch frage nach deinen Highlights von Plane, frage ich dich erstmal, wenn ich eine interessierte Behörde bin und sage, Plane will ich mir auf jeden Fall mal genauer anschauen. Wo mache ich das am besten und wen kontaktiere ich?

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, der erste Schritt könnte sein www.plane.diplo.de. Das ist unsere öffentlich zugängliche Website, wo wir aktuelles, aber auch mal Anwendergeschichten teilen. Das ist, glaube ich, so der erste Schritt, um sich mal so einen ganz groben Überblick zu vermitteln oder sich so einen Überblick zu verschaffen, besser gesagt. Der zweite Schritt sollte sein, einfach bei uns sich zu melden.

Hans-Christian Mangelsdorf Das wäre plane-bund-at-zentrale.auswärtiges-amt.de. Ich gebe zu, keine besonders kurze E-Mail-Adresse, aber dafür, Kommt die E-Mail auf jeden Fall an.

Torsten Frenzel Genau, die schreiben wir in die Show Notes rein und da brauchen wir sie bloß anklicken.

Hans-Christian Mangelsdorf Wollte ich gerade sagen, die schreiben wir wahrscheinlich am besten irgendwo mit rein. Genau, einfach bei uns melden. Was dann typischerweise passiert ist, wir machen so einen kleinen Überblickstermin, so 45 Minuten. Wenn sich danach das Interesse bestätigt, gibt es ein technisches Onboarding, ein vertragliches Onboarding.

Hans-Christian Mangelsdorf Das läuft in der Regel relativ zügig, so in ein bis zwei Wochen durch. Und dann kann ich auf dem Demo-Mandanten loslegen und wenn ich sage, nee, ich will sofort den eigenen Mandanten, dann gilt das auch. Auch Kontakt aufnehmen, Verwaltungsvereinbarung machen. Das geht mittlerweile sehr, sehr flott. Und dann geht es auch auf den eigenen Mandanten.

Hans-Christian Mangelsdorf Die nächsten Mandanten-Onboarding-Plätze sind jetzt Mitte Januar frei. Bis dahin sind wir gut belegt, aber ab Mitte Januar, ist da wieder Kapazität da.

Torsten Frenzel Sehr gut. Und jetzt zu deinen Highlights. Was sind deine persönlichen Highlights bei Plane?

Hans-Christian Mangelsdorf Meine persönlichen Highlights sind zwei. Das erste, und jetzt bitte nicht lachen, das erste ist tatsächlich unsere Wissensdatenbank, weil wir nämlich in diese Wissensdatenbank, die auf Plane aufgesetzt ist, alles das reinstopfen, was wir selbst jeden Tag über Plane lernen. Wie was bei jeder guten Cloud ist oder bei jedem guten Produkt.

Hans-Christian Mangelsdorf Man entdeckt wieder Neues. Die Wissensdatenbank ist etwas, wo ich immer wieder gerne drinnen surfe. Das ist das Erste. Das Zweite ist die Tatsache, dass man sehr, sehr selten im Leben die Gelegenheit hat, eine Community Cloud aufzubauen, insbesondere in der Verwaltung. Und das, was man dabei lernt, ist allerdings wahnsinnig interessant.

Hans-Christian Mangelsdorf Von organisatorischen bis prozeduralen Themen bis hin zu technologischen Fragen irgendwo an der Grenze zwischen Hardware, Netzwerkinfrastruktur und Kubernetes. Und das ist für mich ganz persönlich eine, ja neudeutsch würde man sagen Journey gewesen, ich weiß gar nicht, wie sagt man auf Deutsch dazu, eine Erfahrung gewesen, die ich auf keinen Fall missen möchte.

Hans-Christian Mangelsdorf Also eine Nutzerreise gewesen, die ich auf keinen Fall missen möchte, denn, wie gesagt, das macht man nicht allzu häufig und das bis zur Produktreife über die letzten anderthalb, zwei Jahre zusammen mit einem wundervollen Team hinbekommen zu haben, das ist etwas, was für mich ganz, ganz wichtig ist, ganz großer Punkt ist.

Torsten Frenzel Ja, das klingt sehr großartig. Haben wir jetzt noch was vergessen oder brennt dir noch was auf in den Nägeln, was du unbedingt zu Playen noch erzählen möchtest?

Hans-Christian Mangelsdorf Ich würde gerne noch mal einen Ausblick so in Richtung Deutschland-Stack machen. Ich finde, das ist wichtig. Wir reden im Moment ganz viel über Souveränität. Wir reden über mehr Effizienz, auch im Bereich der IT. Ich finde das gut und ich freue mich, wenn wir da mit Plänen einen kleinen Beitrag liefern können.

Hans-Christian Mangelsdorf Denn wir sind, wenn man sich zum Beispiel die aktuelle Deutschland-Stack-Diskussion anguckt, doch schon sehr, sehr nah an dem, was dort im Moment als Standard vorgeschlagen wird. Das ist gut, das beruhigt mich. Also dieses ganze Thema Souveränität, Deutschlands Deck, finde ich persönlich sehr wichtig.

Hans-Christian Mangelsdorf Und in direkter Verlängerung dazu auch mein Plädoyer hier nochmal an dieser Stelle, lasst uns auch in Zukunft in Ökosystemen und in Partnerschaften denken. Denn in einer zunehmend komplexeren Welt, durchaus politisch gemeint, aber auch IT-technisch komplexeren Welt, kann nicht einer oder eine alles alleine machen, sondern es geht eher darum zu wissen, wer was kann.

Hans-Christian Mangelsdorf Genauso wie ich keinen guten Podcast machen kann, du aber der Experte da drin bist. So muss man wissen, wo die richtig guten Leute sitzen und mit denen muss man in die Partnerschaft gehen und sie nach Möglichkeit in einem Ökosystem pflegen. Da machen wir das auch bei Plain mit unserem Plain-Ökosystem.

Hans-Christian Mangelsdorf Das ist mir tatsächlich ein großes Anliegen, denn ansonsten wird es immer ganz einsam. Und nichts ist schlimmer, als wenn man ganz einsam bei solchen Projekten unterwegs ist.

Torsten Frenzel Da gebe ich dir recht, wobei ich sagen muss, ich nehme zunehmend wahr, dass die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungsebenen, was früher ein No-Go war, dass die Bundesebene ganz entspannt mit der Landes- oder Kommunalebene arbeitet, dass das durchlässiger wird. Dass sich auch Kommunen und Bundesbehörden abstimmen und Ideen austauschen und vielleicht sogar Lösungen austauschen.

Torsten Frenzel Und ich finde, da sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg hier in Deutschland, um das ganze Thema Digitalisierung vor allen Dingen auch zu vereinheitlichen und auch für alle unterm Strich günstiger und, umsetzbarer zu machen.

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, Thorsten, da gebe ich dir absolut recht. Und es gibt jetzt mal die rechtlichen Erwägungen beiseite, gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, warum wir sozusagen permanent und ständig in irgendwelchen Silos arbeiten sollten. Wir haben typischerweise sehr ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Herausforderungen.

Hans-Christian Mangelsdorf Und wenn einer eine gute Lösung hat, warum soll man die nicht nachnutzen? Also auch wir nutzen beispielsweise sehr, sehr gerne Lösungen aus Bundesländern nach, denn auch für uns gilt Time-to-Market. Jetzt nennen wir das nicht so, sondern wir nennen es vielleicht Zeit bis zur Einführung, aber letztlich ist es genau das.

Hans-Christian Mangelsdorf Und ja, voneinander was zu lernen, ist nie verkehrt. Genau.

Torsten Frenzel Hans-Christian, vielen Dank, dass du mir und vor allen Dingen auch den Hörerinnen und Hörern Plain erklärt hast. Ich bin beeindruckt und vor allen Dingen freue ich mich, dass das mehr als nur so ein bisschen KI ist, weil KI ist inzwischen alles, und ich glaube, ihr habt da was Tolles hingestellt und ihr seid auf einem guten Weg und auch alleine schon die Zusammenarbeit mit dem Zendes zeigt, dass ihr weit in die Zukunft schaut.

Hans-Christian Mangelsdorf Ja, Thorsten, dann danke ich dir für dein Interesse und alle, die jetzt oder in Zukunft zuhören, ich freue mich über Rückmeldung.

Torsten Frenzel Ja, dann vielen Dank auch an euch, liebe Hörerinnen und Hörer, fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Hans-Christian Mangelsdorf Tschüss.

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