
EINFACH AUSSTEIGEN – Der Auswanderer Podcast· Folge 298
Auswandern nach Kanada: Sie verlässt Frankreich und startet in Montreal neu
Mittwoch, 6. Mai 2026 · 54 min
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Shownotes
Amelie Eggerstorfer und ihre Auswanderung
🇨🇦 Montreal ist anders als der Rest von Kanada. In der Provinz Québec wird Französisch gesprochen, europäisches Flair trifft auf nordamerikanisches Großstadtleben und viele merken erst vor Ort, wie groß die Unterschiede innerhalb des Landes wirklich sind.
Die Stadt selbst hat rund 2 Millionen Einwohner, liegt nur etwa eine Stunde von der US-Grenze entfernt und verbindet Kopfsteinpflaster in der Altstadt mit modernen Wolkenkratzern im Zentrum. Aber wie fühlt es sich an, hier wirklich zu leben und nicht nur zu Besuch zu sein?
👉 Mein heutiger PodGast ist Amelie Eggerstorfer. Sie hat zunächst in Frankreich gelebt und sich dann für den nächsten Schritt nach Kanada entschieden. Heute lebt sie in Montreal und arbeitet im Marketing einer IT-Firma.
Warum sie Frankreich verlassen hat, wie herausfordernd der Start in Kanada war und warum dein Netzwerk dort eine entscheidende Rolle spielt, hörst du in dieser Folge.
🎧 Im Bonus-Teil für alle CLUB-Mitglieder spreche ich mit Amelie über:
– Tipps für das Work & Travel Visum
– Das Visasystem in Kanada und warum die Provinz entscheidend ist
– Ihre Erfahrungen bei Job-Interviews in Kanada
– Ihr größtes Learning aus der Zeit in Kanada
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Aber wenn ich jetzt nach Deutschland zurückgehe, merke ich oft wie extrem pessimistisch wir in vielen Fällen sind. Und das ist in Kanada überhaupt nicht der Fall! Das ist mir erst zu richtig aufgefallen als ich in Kanadar gewohnt habe... ...dass wenn du in Deutschland einen Raum reinkommst und sagst ja Servus, alles klar?
Wie geht's? Hey! Und dann sind die Leute so Ja mei, da ist alle Scheiße! So wowowowo fangen doch mal mit was positiven an! Einfach aussteigen. Der Auswanderer Podcast. Heute geht es in das flächenmäßig zweitgrößte Land der Erde, nach Kanada. Es gibt hier schon mehrere Folgen zu Kanada im Podcast zum Beispiel aus Saskatchewan, Nova Scotia, aus Manitoba und dem Yukon aber noch keine Episode aus einer kanadischen Stadt.
Und weil wir hier im Auswanderer-Podcast ganz abwechslungsreiche und unterschiedliche Geschichten zeigen wollen, geht es heute nach Montreal. In die französischsprachige Provinz Quebec in Kanada! Wie's dort ist zu leben? Was die großen Unterschiede sind und wie eine dreißigjährige ehemalige französe Studentin dort gelandet ist – das hörst du gleich!
Ich bin Nicolas Kräuter und im Bonesteil spreche ich heute mit meinem Gast Unter anderem auch darüber, warum es wichtig ist in welcher kanadischen Provinz du dich auf ein Visa bewerbst und welche Probleme es gerade in Québec in Sachen Visa gibt. Wenn Du also vor hast nach Kanada auszuwandern dann verpasst nicht den Bonus Teil mehr zur Clubmitgliedschaft bei Einfachaussteigen gibts auch über den Link in den Show Notes.
Und dann noch ein wichtiger Hinweis In dieser Woche gibt es wieder zwei Episoden am Wochenende. Wartet auf dich, eine neue Spezialfolge zu einem sehr wichtigen Thema! Es geht um den Hauskauf im Ausland, denn genau dabei passieren oft die teuersten Fehler. Bei mir zu Gast ist ein Bauingenieur der seit über fünfzehn Jahren internationale Bauprojekte plant und der dir ganz wichtige Tipps gibt worauf du beim Haus kauft dringend achten musst damit du am Ende rechtlich und auch von der Bowsubstanz zum Bauqualität des Hauses keine teuren Fehler machst.
also unbedingt reinhören. ab Samstag hier bei Einfach raussteigen Mein Podcast! Jetzt geht's also zurück nach Kanada, nach Montreal in die kulturreichste Metropole des Landes. Die übrigens nach Paris die weltweit zweitgrößte französischsprachige Stadt ist. Wie die Unterschiede in der Sprache da wirklich sind und ob man mit Französisch oder besser mit Englisch durchkommt darum geht es auch gleich im Gespräch.
Im Montreal leben um die zwei Millionen Einwohner. in der Altstadt, den Vieux Montréal herrscht ein europäisches Flair mit Kopfsteinpflaster und historischen Gebäuden während die Innenstadt von modernen nordamerikanischen Wolkenkratzern geprägt ist. Die Grenze zur USA ist übrigens auch nur knapp eine Stunde von Montreal entfernt!
Die Provinz Gebeck ist aber flächenmäßig die größte Provinzkanadass und erstreckt sich da weit in den Norden hoch. Mein heutiger Gast ist Amelie Eckersdorfer, die erst nach Frankreich und danach Kanada ausgewandert ist. seit Oktober zwanzig dreiundzwanzig liebt Cimontreal und arbeitet dort inzwischen im Marketing einer IT-Firma.
Warum die ehemalige Studentin Dicota Syrer verlassen wird? Wie schwierig der Start in Kanada war und warum es wichtig ist, wen du in Kanadar kennst. Das und viel mehr hörst du jetzt im Gespräch. Herzlich willkommen! Hallo Amelie! Grüß dich Nikolas! AmelIE wenn Du bei Dir ein Montreal aus dem Fenster schaust was siehst Du da gerade?
Ja heute leider eine saugraue trübe Wolkensuppe. Es ist bei mir sehr früh morgens Und am Horizont ziehe ich ein ganz altes verlassenes Silo, auf dem ein mini-pinkes Haus drauf thront. Das ist das Pinkehaus von Montreal und es hat auch seinen eigenen Wikipedia Eintrag. Niemand weiß, wer's gebaut hat oder warum er da ist.
Es ist so'n ganz miniker Bäuschen wirklich kleiner als einen Baucontainer Und niemand weiß, was es soll. Aber weil's so süß ausschaut wirds auch nicht abgerissen und dann Weihnacht bekommt's auch seinen eigenen Christbaum. also ist wirklich ganz lieb und da hab ich die Aussicht drauf. Cool! Da wohnt da so keiner drin ja?
Nein, das ist wirklich ein ganz kleines Karboischen auf einem verlassenen Silo. Also die Person, die das wahrscheinlich gebaut hat hätte da auch gar nicht die Befugnis darauf zu gehen. aber weil es so süß ist und sich niemand beschwert hat wird auch nicht polizeilich nachgeforscht werden. Cool, ja. Also da stehen mir auf jeden Fall ein Foto auf dem Instagram-Kanal von Einfach aussteigen, dass man sich das mal angucken kann.
So generell ich war noch nie Montreal. Was ist das für eine... also wie muss man sich dieses vorstellen? Ist es ein bisschen wie New York oder eher Paris? Oh ja super Frage! Ich finde wer schonmal in New York City war würde Montreal einfach als kleines Dorf von New York bezeichnen. Aber die Analogie mit Paris ist auch super.
Ich würde sagen, es ist viertelabhängig aber eher Richtung New York. also wir haben auch diese ganz klassische Schachbrett Bauweise in downtown. Die Straßen sind alle kerzengrade. Aber der Riesenunterschied ist, dass die Hochhäuser in Montréal dürfen nicht höher sein als der Mo Royal, der royale Berg der Stadt nachdem die Stadt benannt ist und deswegen sind die Boltenkratzer nicht ganz so riesig wie in umlegenden Städten.
Und du wohnst in einem? Ich wohne Wohnhaus. Mein Viertel sieht sehr, sehr residential und normal aus mit der U-Bahn vielleicht zwanzig Minuten von Downtown entfernt also leider kein Wolkenkratzer. Okay, wer weiß vielleicht kommt es noch. Also ich freue mich sehr mehr über diese Stadt, über die Region in Kanada zu erfahren.
Ich mache diesen Podcast mittlerweile seit bald sechs Jahren und bisher gab's noch keine Folge aus einer kanadischen Stadt. deswegen bin ich sehr gespannt. Ich habe auch gelesen zwei Millionen Menschen leben im Montreal. Du gehörst seit Oktober zwanzig, dreiundzwanzig dazu. Allerdings bist du schon viel früher aus Deutschland weg und zwar zwanzigeinundzwanzig nach Frankreich ursprünglich mal weil du Französisch studiert hast.
Fangen wir einmal an bei dem bayerischen Dorf wo du herkommst. Wolltest du da schon immer auch als Jugendliche auswandern? Ich weiß noch. mein Vater hat mir gesagt also ich ein Teenager war und gesagt hat, auf dem Dorf ist kacke hier nichts zu tun. Hat er gesagt du darfst nie sagen ich will hier weg sondern er hat gesagt Du musst sagen Ich will wohin?
Und wohin willst du denn? Das saß ich als Teenager dann da und dachte mir so ja wohin will ich eigentlich? und ich habe beschlossen nach dem Abi Französisch zu studieren weil es mich interessiert hat und irgendwas musste ich studieren und dann ist die Wahl auf Französisch gefallen. Und deswegen, als ich mein Studium abgeschlossen habe während der Pandemie, dachte ich mir so ... Wait a minute!
Ich sitze hier im Dorf. Es ist Pandemie, alles läuft gerade irgendwie beschissen? Und ich finde auch in Deutschland kein Job und deswegen habe ich mich an die Cote d'Azur umorientiert. Genauer gesagt, die Côte Blu nennt man das Meer, dass ein Marseille- und Exemptrevance grenzt. So bin ich nach Frankreich gekommen.
also aufgrund von dort habe ich einen Job gefunden und ich hab eben meinen französischen Abschluss in der Tasche gehabt. und so bin ich damals in Frankreich gelandet und war wahnsinnig glücklich dass ich diesen Schritt gegangen bin und das es auch so reibungslos funktioniert hat nach dem Studium. Ja, also jetzt mal kurz zu dem Französisch.
wenn man aus Bayern kommt, man studiert dann eben französisch. du hast auch einen französischen Vornamen. haben deine Eltern irgendwie eine Faszination für Frankreich gehabt? oder woher kommt dieses generelle? Für Frankreich? Ich würde sagen ja meine Eltern waren schon oft in Frankreich, einfach weil es gibt mehr Zugang.
Es ist ein sehr schönes Land. Die Frage nach meinem Vornamen wird mir komischerweise nur von deutschsprechenden Leuten gestellt Von französisch sprechenen Leuten. die freuen sich eher dass ich einen Namen habe den sie aussprechen können Außer die Nachnamen wahrscheinlich. Der wird auch gar nicht versucht auszusprechen, wenn ich beim Arzt hocke oder irgendwo werde ich immer nach Madame Amélie gefragt.
Finde ich nicht ganz so professionell. also niemand sonst wird mit seinem Vornamen angesprochen außer ich. Ich kann es aber verstehen. Von daher meine Eltern hatten bestimmt eine Faszination zu Frankreich. Mein Vater kann auch französisch, meine Mutter lernt es ein bisschen. Weil jetzt ist natürlich wichtig, weil ich hier wohne und ich hatte aber schon sehr früh diese Faszination für Sprachen nicht.
Ich habe auch Englisch geliebt zu lernen oder alle anderen Sprachen. also grundsätzlich interessieren mich alle Sprachen.". Also du bist an die Côte d'Azur ausgewandert? Du hattest da einen Job. soweit ich weiß hast du im Tourismus gearbeitet oder wie sah da dein Leben aus? an der Côtesur Genau, ich habe in einem Büro gearbeitet.
In der Tourismusindustrie haben wir ganz viele Hotelübersetzungen gemacht. Total Produkte online gestellt etc. Und das ist natürlich ein ganz super Job gewesen am Anfang und die Einlebung und Ex-und-Provence war grandios! Vor allem die Leute sind sehr offenherzig. Ich bin viel mit Kollegen und Kolleginnen fortgegangen Und es war einfach ein super Leben, bis ich mir halt irgendwann die Frage gestellt hab wie's für mich jetzt professionell weitergeht.
Weil eine berufliche Entwicklung habe ich in der Provence eher weniger für mich gesehen und deswegen habe ich mich dann ja langsam oder auch sehr schnell umorientiert und leider die Provencen verlassen obwohl ich die Natur natürlich grandios fand und die Menschen natürlich auch. Ja, also auch gerade eben als junges Mädel nach Frankreich zu kommen.
Viel dir das leichtig da zu integrieren? Also wahrscheinlich weil du gut französisch konntest. oder wie war das? Es fühl mir superleicht und ich war es ja auch schon gewohnt. Ich habe meinen Bachelor in zwei Städten gemacht, meinen Master in einer anderen Stand. Das heißt umziehen war für mich schon...ich war ziemlich geübt!
Und ich hab super schnell Anschluss gefunden, weil meine Kolleginnen einfach Grandios, offenherzig waren mir jedem vorgestellt. Das ging total leicht und was ich in Exxon France gemacht habe und was sich in jeder Stadt fast immer empfehlen kann ist in ein sogenanntes Sprachcafé zu gehen um dort einfach auch Gleichgesinnte zu treffen.
Sprachkafés funktionieren immer so dass du am besten alleine ohne Begleitung hingehst weil du dann am offensten mit anderen Leuten ins Gespräch kommst Und auf jedem Tisch wird dann eine andere Sprache gesprochen. Aber wirklich? Das habe ich in Regensburg gemacht, in Ex- and Provence, in ganz vielen verschiedenen Städten.
Dann steht da ne kleine Deutschlandflagge, ne kleine Italien-Flagge... Du kannst dort Spanisch sprechen, Arabisch ... war es auch immer. Ich habe auch schon mal einen Tisch mit Gebärdensprache gesehen und du darfst dich dann an die jeweiligen Tische dazu setzen, um diese Sprache zuzuhören, zu lernen oder selber zu sprechen.
Und das hab ich auch in der Ex- and Provence gemacht und so habe ich dann ganz viele spanisch sprechende Leute und Friends auch kennengelernt da. Das ist wirklich ein genereller Tipp wenn ich neu in einer Stadt bin würde ich das immer wieder machen weil's hat immer super funktioniert. Also ich hab schon gehört von diesen Sprachcafés, aber dass das so funktioniert, dass die eben verschiedene Sprachen haben ist ja cool.
Dass man sich dann da hinsetzen kann wo man denkt, da versteht man was? Genau und alle dreizig Minuten oder alle fünf Minuten kannst du auch wechseln. also es ist wirklich ganz super! Und so kannst du ungezwungen neue Leute kennenlernen. Also kann ich jedem wirklich empfehlen total super! So wie ich's verstanden habe, wärst Du eigentlich auch gerne da geblieben wenn es eben die Job-Situation zugelassen hätte ne?!
Ja, ganz kurz. Es ist nur das Nachbarland von Deutschland, es ist einfach zu erreichen gewesen und ich habe natürlich Familie in Europa und allein deswegen wäre ich ganz gern in der Provence geblieben. aber ich bin meiner Neugilde erlegen und bin weitergezogen weil ich so ein sehr neugieriger Mensch bin.
Ja, kommen wir jetzt zu dem Punkt. Wie ist die Amelie eigentlich in Kanada gelandet? Ich habe gelesen dass da wohl eine gute Freundin von dir die Finger im Spiel hatte. also wie bist du überhaupt drauf gekommen nach Kanada zu gehen wo du ja eigentlich so die Nähe Frankreich Deutschland doch ganz gut fandest?
Ja genau. Ich wollte Europa gar nie verlassen, nur meine Neugede hat mich dazu getrieben. ich habe eine super gute Freundin. sie ist nach Kanada ausgewandert von Frankreich aus und sie hat mich angerufen und gesagt Mai wie toll es hier ist und ihr geht so gut! Und sie hat auch schon einen Job gefunden und alles ist super und das ist so spannend.
ich soll sie doch unbedingt besuchen kommen. und ich wusste genau dass ich nicht einfach für eine oder zwei Wochen nach Kanada fliegen kann, weil das Land ist viel zu groß. Du würdest es nie in ein bis zwei Wochen erkunden können. Noch dazu hatte ich damals ne ganz starke Flugangst und ich wusste, dass werde ich nie machen wenn nicht die Kofferbacke uns selber hingehe.
Und deswegen habe ich mich entschlossen, mich für ein Work-and-Travel-Visum anzunelden dorthin zu gehen und ein Jahr lang das Land zu erkunden. Jetzt bin ich in meinem dritten Jahr, aber so ist es gestartet. also pure Neugierde und der Wille das Land zur Erkunde und aus dem ist dann mehr geworden.". Und du bist dann direkt zu dir Freundinnen hingeflohen.
oder was war der Plan? Und vor allen Dingen wie schnell kriegt man so einen Work-and-Travel-Visum? Du darfst mich nicht nach Plan fragen! Viele sind in meinem Leben gar nicht so geplant. zum Beispiel Die Zeit zwischen dem Anruf und meiner Kündigung und Kofferpacken war extrem kurz. Zehn Minuten oder was?
Ich sag, es waren unter zehn Wochen. aber in zehn Wochen sein Sachen zu packen, Mietverträge zu kündigen, Arbeit zu kundigen ist ja auch schon eine Leistung und sehr, sehr kurzfristig. also so schnell kann sich das Leben halt auch ändern. Und ich hab an demselben Tag noch mein Work-and-Travel-Visum online beantragt, dann musst du ein bisschen warten.
Du musst einige Schritte durchgehen zum Beispiel polizeiliche Führungszeugnisse musst du einreichen. Du muss biometrische Passangaben machen also Fingerabdrücke und Fotos nehmen in einem kanadischen Visumszentrum. da musste ich extra nach Lyon fahren. diese Zentren sind aber auch in Paris Berlin Wien und paar anderen Städten das gut einplanen.
Und meine Zusage für das Work&Travel-Visum hatte ich im Juni, also ja knapp zwei Monate später. Das ging relativ flott! Das kann mich aber nicht pauschalisieren weil diese Kontingente ändern sich jährlich und es kommt auch darauf an welche Nationalität du hast und mit wie vielen anderen Leuten um diesen Work & Travel wie sie dich bewirbst.
Als deutsche Staatsbürgerin hast du aber ganz gute Chancen, weil Kanada ist so ein bisschen von deutschen Menschen vergessen habe ich das Gefühl. also viele denken gar nicht daran sich in Work and Travel wie es um in Kanada zu holen weil ich glaube alle nach Australien gehen Und französische Staatsbürgerinnen zum Beispiel haben da viel größere Probleme, weil ganz viele Leute aus Frankreich Work and Trouble in Kanada machen wollen.
Also wenn du die deutsche Staatsbürgerschaft hast und nach Kanada gehen möchtest dann sind die Chancen da sehr groß! Das ist auch total super. In den meisten Ländern bis zu fünfunddreißig darf man einreisen für einen Work-and-Trouble, das ist auch je nach Land unterschiedlich. Ich glaube Australien und Neuseeland vielleicht eher dreißig Jahre.
Und in Kanada fünfund dreizig. Und jetzt eben die Frage also du hast dann das Visum? Du hast deine Koffer gepackt. Du steigst in dein Flugzeug. Hast große Flugangst landest dann im Montreal? Ja Und wie war das dann? Also, dann kommst du in das Land. Hat dich da wahrscheinlich deine Freundin in Empfang genommen.
Du kennst ja erst mal niemanden. Du weißt auch gar nicht, wie die Stadt ist und wie der Rest des Landes ist. Wie war das in den Anfangswochen? Ja, das war unglaublich! Ich war noch nie vorher auf dem nordamerikanischen Kontinent. Ich konnte es mir gar nicht so wirklich vorstellen... ...und das erste was ich so gesehen habe im Landeanflug war ein Quitschgelber-Schulbus,... Schulbus, wenn man an den Schulbus denkt.
Da hab ich mich schon gefreut, dass der genauso aussieht wie aus den Filmen. Da habe ich mich total gefreud. Dann natürlich hab' ich einen Bus genommen vom Airport in die Innenstadt und diese ganzen Riesen-Trucks... ...und die fetten SUVs und die Pickup Trucks. Da war es einfach so anders als ich's aus dem europäischen Kontinent kannte!
Das hat mich erst mal beschäftigt, da habe ich viel zum Schauen und zu tun gehabt. Und genau die ersten paar Nächte habe ich dann bei meiner Freundin geschlafen und dann hab' ich mir eine WG gesucht... ...und von dort aus habe ich langsam die Stadt Montréal erkundet.". Weil du vorhin von der Mentalität der Franzosen erzählt hast, die dir das ankommen in Anakota Syria leicht gemacht haben?
Wie war das jetzt im Vergleich dazu in Montreal? Ich weiß auch es wirkt, glaubt hauptsächlich auch französisch gesprochen. ne! Genau! Ich fand es auch super leicht, weil wenn Kanadians eins können dann ist es plappern und mit Leuten leicht ins Gespräch kommen. Das fällt den Leuten hier sehr, sehr leicht und ich hatte natürlich dann auch eine Freundin die mir dann andere Leute vorgestellt hat das viel mehr total leicht.
Ich war natürlich dann auch in einer WG. Auch mit kanadischen Leuten, was gar nicht so üblich ist weil viele Einwanderer vor allem Leute aus Frankreich gehen in ein und dasselbe Viertel indem da nur Franzosen wohnen und du dann gar nicht zu viel Kontakt zur Canadians hast. Das war bei mir anders Und ich habe wirklich von Anfang an viel mit Kanadisch Leuten zu tun gehabt.
das war total super! Für mich auch wichtig um das kanadische französisch zu lernen. das ist nämlich eine ganz schöne ... Herausforderung am Anfang gewesen. Ich hab mich auch gar nicht drauf vorbereitet, ich habe einen Celine Dion Interview auf YouTube mal geschaut und dachte mir so, passt schon? Und es hat nicht gefasst!
Ja, sagen wir mal was sind da die Urte, weil ich hab das Gefühl also... Ich kann so ein bisschen französisch aber ich hab's Gefühl, ich versteh da gar nichts. Ja, du bist nicht allein. Also für mich ist es manchmal immer noch schwierig mit zum Beispiel älteren Leuten zu reden. Die haben teilweise schon einen sehr starken Akzent.
Ich finde's aber sehr cool für mich als Person, die sehr neugierig ist Sprachen zu lernen. Für mich ist einfach die perfekte Herausforderung. Ich kann auch mittlerweile ganz gut kippecore französisch. Ganz einmal ein Beispiel damit man den Unterschied hört? Naja, zum Beispiel heute Morgen eine Person aus europäisch und französisch würde dir sagen bonjour.
Und ich als kanatisch-französische sprechen der Person würde sagen bon matin. Also guten Morgen anstatt Guten Tag! Zum Beispiel ja... Ach krass okay. aber also wer Französisch kann kann sich da dann relativ schnell dran gewöhnen. oder was würdest du sagen bis man das versteht? Ja ich denke schon Ich denke schon, dass du dich da ganz gut gewöhnen kannst.
Auch ein anderes Beispiel zum Beispiel also das ja sehr klassisch kanadisch wenn du sagen möchtest es ist kalt wie würdest du das auf französisch sagen Nikolas? Ifefroir Genau das ist so klassisches europäisches französe und auf kanadische könntest du sagen Also wirklich das verstehst du dann, ja? Okay.
Das hört sich so ein bisschen an wie so... also sich bei das irische Englisch ist teilweise auch schon schwer zu verstehen wenn du gerade mit Alten redest. aber da finde ich jetzt irgendwie..das ist ja noch schwieriger! Nein man gewohnt sich an alles. Ich habe auch gute Lehrer. Ich hab eine Person in meinem Umfeld der...ich liebe es wie er redet und ich versuch immer mir ihn vorzustellen wie er spricht und dann versuche ich's so nachzusprechen Und so versuche ich, Kibiko zu lernen.
Es gibt viele Leute die finden es ganz schwäglich aber ich denke mir halt ... Ich bin ja in dieses Land gekommen und in diese Stadt und sie hat mich aufgenommen und hat mir so viel gegeben. da möchte ich doch jetzt nicht da sitzen und über deren Sprache schimpfen. das finde ich extrem unfreundlich und deswegen versuch' ich da mich schon auch anzupassen.
Vielleicht noch kurz wieviel ist Englisch? Also wer jetzt kein Französisch also gar keinen Französischen kann kommt aber doch mit Englische auch überall durch oder nicht? Genau! Also ganz grob zum Verständnis In Kanada zwei Drittel der Menschen sind englischsprachig und ungefähr ein Drittel den Menschen sind französisch sprachig, also schon in großer Haufen.
In Quebec wird vor allem oder nur französe gesprochen. In Montreal ist es so die einzige Stadt, in der die Sprachen wirklich vermischen. Sobald du ein bisschen außerhalb der Stadt bist, wird nur Französisch geredet. Und in Montreal würde ich sagen Die allermeisten Leute können beide Sprachen Und du kannst aber, wenn du nur Englisch oder nur Französisch kannst, kannst du auch dein Leben perfekt in nur einer Sprache bestreiten.
Also das ist möglich sehr isoliert von der anderen Sprache zu leben. Aber die meisten Leute können beide ... Es wird permanent hin- und hergeswitched. Ich hab zum Beispiel also ich gehe meiner Freizeit gern tanzen oder ins Gym und die Tanzlehrer, Lehrerinnen fragen dann gerne mal nach hey spricht wer englisch, sprich der französisch?
Und Sie machen meistens den Kurs dann simultan auf beiden Sprachen. Also sehr, das finde ich super spannend. eben gerade diese Sprachthematik und diese Vielfalt auf der anderen Seite weil ich jetzt immer noch so bei dem Vergleich ein bisschen... Französische Mentalität und kanadische Mentalitäten. Weil man hat ja oft so das Gefühl, dass die Franzosen, die sind eher ein bisschen arrogant so kurz angebunden auch wenn man nicht perfekt französisch redet.
korrigieren sie eigentlich oder reden gar nicht mit dir. ist das so? also das wahrscheinlich der Pariser Franzose. aber so im Montreal? ist das eine ganz andere Begegnung mit Einheimischen als in Frankreich? Ich würde sagen Ja auf jeden Fall Aber ich hab das auch schon ein paar Mal gehört. Das tut mir total leid, dass Leute aus Europa, die nach Kanada kommen wollen, aus touristischen Gründen, dass sie dann sagen, nein, ich geh nicht nach Quebec oder Montreal weil da reden sie nur französisch und ich finde es arrogant und ich will nur Englisch reden.
aber du kannst auch super in Montreal dich mit Englische zurechtfinden und bitte macht Tourismus. in Québec ist es total super und die Leute sind angenehm. also in Montreal in der großen Stadt hast du überhaupt kein Problem mit Englisch zurechtzukommen und auf dem Land kann es schwieriger werden. Aber das ist auch nicht so, dass touristische Zentrum da an.
Jetzt eben du bist mit Work and Travel, wieso um nach Kanada gekommen? Das eine ist jetzt so Travel, ebenso Experiences, das Land kennenlernen so... das andere ist ja die Arbeit! Wie hat das funktioniert? also wie leicht hast du da einen Job gefunden? was hast du gemacht? Der kanadische Arbeitsmarkt ist wirklich sehr, sehr volatil und flüchtig.
Also du findest Schnellarbeit aber du verlierst sie auch schnell. also fast jede Person die ich hier kennengelernt habe ist schon mal gefeuert worden. es gehört fast zum guten Ton Und genau so schnell kannst du aber auch Jobs finden. als ich angekommen bin hab ich eine Annonce gesehen online für einen großen Eventveranstalter auf dem Ich mich dann beworben habe.
Ja, sieben Tage später hatte ich meinen ersten Arbeitseinsatz und dieser große Event-Veranstalter war das Sontrewell heißt es. Das ist eine riesige Arena im Zentrum der Stadt und dort werden die Hockeyspiele ausgetragen – der Kanadian de Montréal, das ist einer der ältesten und wichtigsten NHL Teams überhaupt!
Und ich habe dann immer bei den Hockey spielen gearbeitet und wenn kein Hockeyspiel war, dann gab es irgendein Konzert. Travis Scott Mariah Carey Madonna Burnaboy also Alle Stars kommen dann in dieses Saison-Rebell. Alles für free und du kriegst noch Geld? Ja, ich hab den Konzenärten nicht beigewohnt!
Ich musste tatsächlich arbeiten aber ich habe sie hören können und das war schon auch ziemlich geil. Das heißt, ich habe da im Eventbereich gejobbt... ...das war ein total super Einstieg weil es gibt einfach keinen krasseren Job als wenn du frisch nach Kanada kommst. auf einmal stehst du da unten am Eis Und bist bei den Hockeyabenden live dabei.
Das war für mich schon die ultimative Work-and-Travel Experience, also Klischee beladen da geht's auch gar nicht. das hat mich total gefreut und das war mein Job So lange, bis ich dann einen Beruf gefunden habe in meinem qualifizierten Feld. Also ich hab ja einen Masterabschluss in professioneller Kommunikation und hab dann später bei einer kanadischen Menschenrechtsorganisation angefangen im Team zu arbeiten im Bereich Kommunikations- und Social Media.
Und heute bist du glaube ich im Marketing von IT Firmen. also das heißt man muss da auch schon flexibel sein weil eben dass jetzt nicht so auf Dauer ist mit den Jobs. Ja, also Jobhopping ist schon sehr hoch. Es gibt viele Leute die oft ihren Job wechseln einfach um besseres Gehalt zu bekommen. Ich bin ja meiner Linie treu geblieben.
in meinem neuen Job mache ich ja auch Kommunikation Social Media Marketing das was ich gelernt habe. aber ich muss auch ganz ehrlich sagen dass es oftmals nicht leicht ist einen qualifizierten Job heranzukommen weil vieles über Connections läuft wie so oft im Leben. Das heißt? Naja, wenn du eine Annonce online siehst und dich bewirbst bedeutet es nicht automatisch dass das dann sofort klappt oder dass dieser Job überhaupt existiert.
Es gibt auch viele Annoncen die einfach nur online sind um ein paar CVs abzugraben und zu schauen was der Markt so hergibt. also... dann sehr ernüchternd, wenn du auf Arbeitssuche bist. Und in meinem Fall habe ich ungefähr vierzig Bewerbungen geschrieben und bei der Hälfte gab es nicht mal eine Rückmeldung und das ist dann schon sehr ermünnt.
Ich denke aber dass das vielleicht in Deutschland oder Europa ähnlich ist. also man braucht dann auch schon Durchhaltevermögen und es ist ja so wichtig Leute zu kennen. und über Connections Und wie ist das Arbeiten in der kanadischen Unternehmenswelt? Ist es so in Deutschland auch so Effizienz, natürlich Erfolgsgetrieben oder ist es deutlich entspannter.
Ja also schon Effizient getrieben. Also wir chillen jetzt nicht im Büro und essen den ganzen Tag Pancakes leider. Das ist wirklich schade! Ich denke, der größte Unterschied ist dass wir extrem wenige Ferientage haben und auch das uns vorgegeben ist wie oft wir in Jahr fehlen oder krank sein dürfen. In Deutschland und in Schranklich war es bei mir so wenn ich krank war konnte ich zum Arzt gehen und wenn da mal Test war dann freigestellt und das kannst du hier genauso machen.
aber wenn du länger als so viele Tage krank bist wirst du nicht mehr bezahlt. In meinen damaligen Jobs, die ich jetzt hatte, hatte ich einmal zehn Tage pro Jahr in denen ich fehlen konnte. Und im jetzigen sind es sechs Tage. Es gibt auch Leute, die haben nur zwei Krankheitstage pro Jahr. Die werden einem dann bezahlt und wenn du den so einen Tag länger krank bist, wirst du nicht mehr bezahlt.
Das kann natürlich große Konsequenzen haben. Das ist ein Riesenunterschied zu Deutschland.". Und Urlaubstage sind, glaube ich gesetzlich. Zehn Tage verpflichtend muss der Arbeitgeber geben. In meinem Fall sind es zwischen fünfzehnt und zwanzig. Das heißt das ist schon mal besser aber natürlich weit entfernt von dem französischen oder deutschen Standard.
Ja gut, ich meine die Franzosen gehen ja auch mit der Anfangfünfzig in Rente. Also ich weiß nicht ob das so das beste Beispiel ist aber also es hört sich schon eher amerikanisch an. dann ne? Genau! Kannada ist ein nordamerikanisches Land und an den Arbeitsrechten sieht man das auch. Der Unterschied zu den USA ist natürlich ganz klar, es gibt hier eine funktionierende Krankenkasse.
Aber die Arbeitnehmerinnenrechte sind natürlich bei weitem nicht so krass wie wir sie jetzt in Frankreich, Deutschland oder aus Europa kennen. das muss uns schon bewusst sein. ja Was mich jetzt noch interessiert und wo sich vielleicht auch einige fragen, Amelie ist mit einem Work and Travel Visum nach Kanada gekommen.
Das ist ja eigentlich zeitlich befristet! Und du bist jetzt aber trotzdem ja eben seit Oktober, zwanzig dreiundzwanzig also sei bald drei Jahren im Land. wie hast Du das jetzt gemacht? Also auf welchem Visum bist Du gerade?! Ich habe mit einem Work-and-Travel-Visum gestartet. Danach hatte ich ja einen festen Job und konnte mich dann für ein Anschlussvisum bewerben, das sich nennt Young Professionals.
Das ist auch für Leute unter fünfunddreißig Jahren die einen festem Arbeitsplatz Zusage haben auch super leicht zu bekommen. Das Gleiche gilt auch für Leute, die Praktika übrigens machen wollen. also falls man einen Praktikerplatz hat in Kanada kann man super leicht an diese einjährigen Visa rankommen.
so konnte ich dann eine neue Runde in die zweite Runde gegangen bin ich da nur diesen Visor und jetzt gerade ist bei mir der persönliche Fall eingetreten dass ich mich für eine permanent residence beworben habe. Das ist mir persönlich gerade jetzt möglich, weil ich seit über einem Jahr mit meinem kanadischen Freund zusammenwohne.
Ich betone das deswegen, weil nach einem Jahr Zusammenleben gehst du in Kanada als Common Law Partner und als Conjoin de Faye Und das bedeutet, du bist legal gleichgestellt wie in einer Ehe. Das heißt wir werden ab jetzt unsere Steuern zusammen machen und wir haben dann... Wir gelten quasi vor kanadischem Recht als Familie, als Ehe und als Verwandte.
Das ist extrem wichtig weil Mit meinem Freund zusammen kann ich diesen permanent residence Antrag stellen, da ich einen kanadischen Staatsbürger jetzt als verwandten habe. Ohne Verlob zu sein oder ohne Geheirate zu haben? Genau das ist wirklich ganz wichtig zu betonen weil zum Beispiel wenn du einfach nur eine kanadische Staatsbürgerin heiratest bedeutet es nicht dass du automatisch ins Land gelassen wirst.
Das heißt mit oder ohne Heirat alle die diesen Weg gehen wollen, müssen den gleichgehen. Als Feieratete hast du keine Abkürzung, um in dieses Land zu kommen. Du musst auch diesen Antrag stellen für die Permanent Residence. Das nennt sich dann Parinage oder Sponsorship und der kanadische Partner, Ehepartner oder eben nicht, bürgt dann für seinen Partner-Partnerinnen.
Und deswegen ... Kann ich jetzt diesen Permanent Residence Antrag stellen? Ja, also wir sprechen auch über das Thema. noch kurz. Im Bohnesteil werden ja viele immer Fragen zu dem Thema Visum. mit welchem Visum kann ich überhaupt nach Kanada gehen? Also auch welche Tipps hast du da noch? Weil es ist ja nicht so leicht eben dahin einzuwandern wie wir gerade an den Beispiel sehen.
Ich wollte es aber nochmal kurz zu dem Punkt zurück. gearbeitet oder arbeitet es da in der Anstellung? Ich weiß nicht, ob du jetzt noch in der WG lebst. Oder schon mit deinem... Offenbar ja mit einem Freund dann zusammen. Wie verhält sich das denn so generell mit dem was man verdient da und mit dem, was das Leben kostet?
also auch kann man da gut leben oder überlebt man erst mal? Als ich angefangen habe im Son Trebel im Hockeystadion zu Jobben war ich auf Mindestlohnbasis angestellt und das war wirklich sehr, sehr schwer. Also ich konnte mir gerade so den Supermarkt-und die WG-Miete damals noch leisten. Das war wirklich kompliziert und nicht leicht vor allem weil Essen extrem teuer ist, weil vieles natürlich importiert werden muss in Kanada.
Hast du kulturell nur begrenzte Möglichkeiten? Und deswegen sind die Supermärkte extrem teuer und das war wirklich schwer. Jetzt, da ich in meinem qualifizierten Beruf arbeite muss ich sagen, die Gehälter sind schon sehr hoch. aber als Europäerin ist es schon auch wirklich wichtig selber zu schauen vorzu sorgen habe ich einen guten Buffer?
was passiert wenn ich zum Beispiel Krankheitsbedingtausfalle? Kann ich mir die Therapien leisten, kann ich mir den Arzt leisten. Das heißt ja du verdienst gut aber du musst auch wirklich für dich selber schauen dass du dein Cache irgendwo zusammenhältst weil der Staat wird es nicht für dich tun. Das ist wirklich ganz, ganz wichtig da zu schauen dass du nicht in Teufels Küche kommst.
Ich hatte auch jetzt einen längeren krankheitsbedingenden Ausfall und musste Krankengeld beantragen. das war aber nur noch die Hälfte meines Gehalts und dann kann es natürlich schon auch knapp werden. Aber grundsätzlich wenn Du eine Ausbildung hast und in diesem Beruf arbeitest kannst Du hier sehr gut verdienen Also weil eben, ich weiß auf dem Land.
in Kanada kann man ja sehr günstig leben. Da sind auch Häuser günstige. aber jetzt eben in der Stadt wie Montreal ist es so in Richtung München auch was dann da eine Miete kostet. oder wie muss ich mir das vorstellen? Montreal ist noch die Großstadt die am erschwinglichsten ist also in... Ich würde sagen kanatisches München is Vancouver!
Es ist total schön von Bergen umgeben ganz weit weg und extrem teuer. Toronto ist ja auch dann die größte Stadt des Landes. Auch wirklich, wirklich wirklich teuer. und in Montreal ist es wirklich noch so dass die Mieten natürlich auch jährlich steigend sind und auch die Kaufpreise der Wohnungen. aber ich finde das wir hier noch wirklich ein sehr gutes Lebensniveau haben und dass es deutlich günstiger ist als Städte wie München und es wirklich okay ist hier zu leben.
Montreal, finde ich ist die erschwinglichste Großstadt des Landes. Auch wenn es jetzt ums Thema Kauf ging... Du kannst dir schon noch Wohnungen oder Häuser hier kaufen? Ich glaube das sind Toronto und Vancouver deutlich schwieriger! Und über welche Preise reden wir da? also weißt du das?! Also wenn ich sagen möchte in Montreal, möchte ich mir ein Kondo kaufen.
Also eine Wohnung vielleicht ne Einzimmerwohnung könntest du ab vielleicht vierhunderttausend finden. Ne weiß nicht zwei Zimmer. Achtzig Quadratmeter vielleicht eher ab fünfhundert tausend kanadischen Dollar. Genau, ich wollte gerade sagen gegen die kanadische Dollar oder Euro. Das geht ja noch! Wie steht der Kanadische-Dollar?
Also was war das nochmal in Euro? Der Euro steht extrem gut zum kanadischen Dollar. also super Neuigkeiten für Leute aus Europa. schlechte Neuigkeit für mich Ich denke, die Racial liegt bei InstaSex also... ...ich zahle hier. Miete ist ungefähr dausend neunhundert Dollar für eine Zweizimmerwohnung. supergelegen, ganz neu.
Ich habe es jetzt nicht ausgerechnet aber es wären vielleicht tausend zweihundert Euro? Auch ich gerade sehr aktuell ist ja das Thema Spritpreise! Ich hab' jetzt in Kanada zum ersten Mal gesehen dass bei uns auch die Sprittpreise über zwei Dollar gestiegen sind. Das ist ungefähr ein Euro zwanzig Für der Galone aber oder was?
Nein, für den Liter. In Kanada wird mit dem metrischen System gearbeitet das heißt wir haben... Wir kaufen Benzin in Litern und das metrische System. also auf der Autobahn wirst du alles in Kilometerangaben finden. Canadians können aber grundsätzlich das medische und imperiale System, weil viele Sachen noch in Imperial auch angegeben sind.
Aber grundsätzlich wird das metrische System benutzt also ähnlich wie in Europa. Gott sei Dank! Nicht diese Inches und Gallons... Also ich nimm das immer als Gehirn-Jogging her. Ich versuch dir nicht mehr umzulechnen. Zum Beispiel so ein ganz klassisches Beispiel ist Körpertemperatur wird in Grazelsius angegeben Wenn du den Pool hast, wird der in Fahnhalt angegeben.
Mein Ofen ist in FAHNHEIT, das heißt jedes Mal wenn ich backe muss ich umrechnen. Unsere Klimaanlage ist auch in Fahrnheit, das heisst. ich weiß ganz genau wie ich sie stellen muss aber habe jetzt auf Grazelsius keine Ahnung und so ist es halt oft. also du musst schon auch manchmal hin- und herechnen.
Lustig wäre noch, wenn ihr teilweise Linksverkehr und dann wieder Nicht-Links-Verkehr hättet. Ja doch das schlage ich mal vor! Das klingt... doch das klingt mir ganz gut. Um die Leute komplett zu überwärmen. Wenn wir auf deine mehr zweieinhalb Jahre in Kanada zurückschauen was sind so die Dinge wo du sagst dass liebe Ich am kanadischen Leben?
Also ich liebe dass ich in einer Stadt wohne die komplett zweisprachig ist und dass sich den Leuten alle möglichen Wortfetzen entgegenwerfen kann und es passt schon. Das finde ich super! Ich liebe auch an meiner Stadt das riesige kulturelle Angebot, dass oft auch kostenfrei ist. im Sommer Geht's hier richtig ab mit Konzerten.
Und wir haben ja auch die Formel eins in Montreal, bei der ich auch schon gearbeitet hab vor zwei Jahren. Das war eine sehr coole Experience und es ist einfach extrem viel geboten. also das ist eine sehr lebenswerte Stadt. Ich finde auch in Kanada natürlich die Natur unfassbar! Ich bin eine Wintersportmaus, bin ja auch zwischen den Alpen und dem Bayerischen Wald aufgewachsen.
Die kanatische Wetterlage und die Natur ist einfach unfassbar für mich, weil nämlich die Sommer extrem heiß und schön lang sind. Und die Winter extrem kalt und schön und lang. Es ist so richtig the best of both worlds! Das liebe ich sehr daran. Also die Möglichkeiten in der Natursport zu machen sind grenzenlos.
Ich habe gesehen du gehst auch Reisbaden, ne? Ja das habe ich mir natürlich ganz lustig in Marseille angefangen. Im Januar hatte das Mittelmeer sechzehn Grad natürlich mega geil und ich fand es lustig! Und dann dachte ich mir, weißt du was? Das kannst du in Montréal einfach fortführen. Ich habe da eine kleine Community gefunden.
Wöchentlich treffen wir uns hier am Strand. also ich wohne im Stadtviertel Werder das direkt an einem kleinen Sandstrand liegt und einmal die Woche treffen wir mit einem riesengroßen Messer! So ein riesen, so ein zwei Meter langes Klappmesser musst du dir vorstellen. Mit dem du dann einen Loch in die Eisdecke schneiden kannst und dann setzen wir uns rein wie so kleine Dumplings in die Suppe und bleiben da ungefähr drei Minuten drinnen.
und dann gehen wir raus ziehen uns um und kichern ganz viel. das ist so der Ablauf also dass einfach ohne Sauna oder was? Also man kühlt sich nur ab. ja leider ohne Saula. Das ist das Schwierige. Von der Sauna ins kalte Wasser kann ja jeder, aber bei unserem Stand ist keine Sauna, d.h., es ist schon ganz schön hardcore und teilweise ... das Wasser ist gar nicht mal so das Gefährliche sondern das Problem ist wenn du aus Wasser raussteigst und es hat Wind und minus zwanzig Grad, dass es dann, wenn's wirklich gefährlich wird und wo du aufpassen musst... Don't try this at home!
Auf der anderen Seite Was nervt dich an Kanada? Also was sind die Punkte, die jeder Auswanderer kennen sollte bevor er sie nach Kanada kommt. Ja wie wir schon vorher gesagt haben das Thema Arbeitnehmerrechte. du hast weniger Urlaub Du hast nur ein bestimmtes Kontingent an Krankheitstagen. Das ist einfach wo wir uns in Europa glaube ich stark drüber freuen dürfen dass es eben besser geregelt ist.
und dann Komm, ich manchmal nicht so gut klar mit ... Ich sag's mal mit kanatischem Geplappere. Also, ich liebe Schnattern und gar kein Problem mit Smalltalk aber manchmal fützt mich schon zu viel. Wo ich mir denk, ah, können wir jetzt nicht über irgendwas Substanziales reden? Das find' ich manchmal ein bisschen schwierig.
Also oberflächlich viel oder wie? So könntest du sagen, ja es ist wahnsinnig freundlich. Das finde ich auch total lieb. nur ich muss schon stark lernen als deutsche Person zu verstehen was muss sich in welchem Kontext und wie sagen. weil vor allem als Deutsche musst du da ein bisschen lernen was du sagen kannst und wie um an dein Ziel zu kommen und nicht als komplett unfreundlich zu gelten.
Hast du da einen Beispiel? Ich glaube mittlerweile, ich bin es halt gewohnt, Immigranten zu sein und erst mal auf Eierschalen angekrochen zu kommen um ja nichts falsch zu machen. Im Arbeitskontext zum Beispiel was mir mal schlecht aufgepasst wurde ist wenn ich sage nein das ist mir zu viel das kann ich innerhalb einer Deadline nicht schaffen und das wurde mir dann angekreidet als ich sei nicht motiviert genug.
Ja, okay. Alles klar! Was ist denn dann die Priorität? Was machen wir den Prioritär? Weil das klingt dann sehr viel positiver und gleichzeitig sagst du ich schaffte es nicht alles. Das sind so kleine Sachen, die man lernen muss. Also quasi so die Ehrlichkeit, das geht ja vielen so. In Irland, ich habe auch hier schon ein paar Mal gesagt in Irland existiert das Wort Nein eigentlich gar nicht.
also weil auch auf eine Frage mit Nein zu antworten oder allein Nein Danke zu sagen ist dass das passiert hier gar nicht sondern man findet immer irgendein anderen Weg wie es halt freundlicher klingt oder man verspricht was und hält's dann nicht. Das ist dann oft einfacher Aber ebenso dieses komplett klare und jemandem auch sagen, was man denkt.
Don't do it! Außerhalb von Deutschland würde ich es nicht machen. Ich glaube das ist kein kanadisches oder irisches Problem sondern ein Problem für den deutschsprächenden Leuten, dass wir da erstmal lernen müssen mit anderen Kulturen umzugehen. Andersherum, aber wenn ich nach Deutschland zurückgehe, merke ich oft wie extrem pessimistisch wir in vielen Fällen sind.
Das ist in Kanada überhaupt nicht der Fall und das ist mir erst so richtig aufgefallen, dass ich in Kanadar gewohnt habe ... Wenn du in Deutschland einen Raum reinkommst und sagst ja Servus alles klar? Wie geht's? Hey! Und dann sind die Leute so Ja, nein, da ist alle Scheiße. So wow, fangen doch mal mit was Positiv an.
Na, wie soll es mir schon gehen?! Genau so. Ja, das nennt man den sogenannten Reverse Culture Shock. Wer die vier Phasen des Kulturshocks noch nicht kennt unbedingt mal googeln Wikipedia. auch ist es auch einmal beschrieben. zum Ende hin für den Teil welche Tipps gibst du anderen Auswanderer mit? Die auch nach Kanada wollen?
weil Du hast jetzt zwar zwischendurch mal gesagt so Work and Travel gucken viele mehr nach Australien aber trotzdem gibt's in Sachen Auswanderung nach Kanadar doch sehr großes Interesse. Was würdest du Leuten mitgeben, die auch in das Land wollen? Übersetzten Abschlusszertifikat kannst du einfach auch eine gute Jobschance haben.
Ein internationaler Führerschein ist total super, ich habe mittlerweile einen Quebec-Führersschein mir beantragt. Ich glaube du darfst aber auch als... Personen mit deutschem Führerschein, auch sechs Monate lang glaube ich in Kanada Auto fahren. Du kannst aber auch dein Auto einschiffen! Ich habe Freunde die haben ihren Van ausgebaut und sind mit diesem deutschen Van dann übergesiedelt und haben den benutzt.
das geht auch wenn man sowas vor hat Und ansonsten genug Zeit mitbringen. Das ist das A und O. dieses Land ist so riesig und ich wohne hier seit über zweieinhalb Jahren und ich kenne mittlerweile Quebec ganz gut. Aber That's it. Und ich glaube, ein Jahr als Work and Travel ist wirklich perfekt um das Land gut zu erkunden.
Wenn du mit einem Auto vom Atlantik bis an den Pazifik fahren willst, brauchst du eine Woche lang wenn du durchfährst? Das heißt es ist extrem. Na wirklich! Ich glaub Kanada hat die längste nationale Autobahn der Welt. Es sind sieben tausend irgendwas Kilometer Und eine Tankstelle wahrscheinlich. Nein, drei!
Also es ist ungefähr gefühlt wie wenn du von Portugal bis nach Kazakhstan fährst. das ist unfassbar weit. Das heißt genug Zeit mitbringen und auch Inlandsflüge sind sehr teuer und natürlich auch sehr weit. also wenn ich jetzt nach Vancouver fliegen würde wäre ich auch fünf Stunden unterwegs. Das ist die gleiche Strecke wie von Montreal nach Lisbonn.
Also die Weitläufigkeit dieses Landes darf nicht unterschätzt werden. Deswegen ist es auch immer ganz gut, sehr handy zu sein also sein eigenes Auto selber reparieren zu können falls irgendwas ist und du bist halt nicht gerade in der Stadt wo du dir Hilfe suchen kannst. Es ist extrem wichtig Handy zu sein und selber am Auto rumzuschrauben zu können Falls irgendwas ist.
Mit Englisch kommt man wie gesagt ganz gut durch offen sein Zu den Leuten Hockey sagen anstatt Eishockey, das mögen sie gar nicht. Gibt es das Wort überhaupt? Es gibt das Wort Eishockey nicht weil's ist ja klar dass es auf dem Eis stattfindet. und natürlich ganz wichtig auch ans YouTube zu essen hier Pancakes mit Maple Syrup ganz ganz wichtig Poutine Ja.
Okay, gut! Also für Diabetika mit Vorsicht zu genießen. wahrscheinlich ist die Ernährung da eigentlich ein bisschen besser als in den USA? Also es liegt an dir, du kannst... Auch dich? Ja ja aber ich denke so supermarkttechnisch. viele Produkte sind schon ähnlich. Es gibt auch, ich esse kein Fleisch aber es gibt Speck mit Ahorngeschmack.
Also es gibt sehr viele Sachen mit Ahorngeschmack! Das finde ich auch sehr, sehr quirky und ja... Ja, sehr gut. letzte Frage noch wie sieht dein Leben in den nächsten zwei drei Jahren aus? Was hast du noch für Pläne? also natürlich permanent Residency wird wahrscheinlich ganz oben auf der Liste stehen.
Also du hast zwar mal gesagt, du machst keine Pläne. Aber hast du trotzdem irgendwie den Kopf? Wie lang du bleiben willst? Genau die permanent residence ist beantragt. Die müsste bei mir auch ich sage mal fünf und neunzig Prozent sicher sein. allerdings die Bearbeitungszeiten sind gerade und vor allem in Quebec extrem lange.
Das heißt Ich werde da mindestens noch zwei Jahre auf sie warten dürfen müssen. In der Zwischenzeit habe ich natürlich einen festen Work permit Aber das ist mein Hauptziel. Bevor ich die nicht habe, werde ich auch nicht an Sachen denken wie zum Beispiel Wohnungskauf oder irgendwas anderes weil ich einfach da gern die Sicherheit hab.
mit dieser Permanent Residence kann ich mir dann schon vorstellen zu bleiben aber wie so oft es im Leben kommt's dann wieder anders. Aber ich kann mir vorstellen hier zu bleiben gern auch in der Region, in und um Montreal herum. Und ich möchte natürlich noch dieses Land viel besser erkunden! Ich war noch nie den Rocky Mountains.
das ist was auf meiner Liste steht aber leider nicht ganz oben weil ich halt wenn ich frei habe ganz gerne auch meine Familie sehe oder in den Süden fliege. Ich war seitdem ich jetzt hier wohne, einmal in Brasilien. Einmal in Mexiko und ich schieb die Rocky Mountains immer so ein bisschen auf und denke mir so ja das mache schon irgendwann sollte es aber schon die nächsten zwei Jahre mal angehen.
Das ist schon wichtig! Und sie sind auch. wenn du in Google Kanada eingibst kommen sofort Bilder der Rocky Mountains hoch mit den Beeren und mit den Elchen und diesen wunderschönen Seen und das möchte ich natürlich alles sehen. Cool, das warten ja noch einige Ausflüge und Reisen auf dich. Erst mal vielen herzlichen Dank bis hierhin.
wir wechseln jetzt in den Einfachaussteigen Club für den Bonus-Zeil zu dieser Folge. da sprechen wir noch über weitere Tipps zum Thema gerade Work and Travel in Canada. also was würdest du heute anders machen? Wir sprechen dann generell über das Thema Visum in Kanada. also welche Möglichkeiten gibt es eben noch um dein auswandern zu können?
Möglichkeiten für Deutsche. Also wo siehst du da Potenzial, wenn man eben deinen Auswandern möchte? und vor allen Dingen interessiert mich dann noch ob du noch ein paar Tipps fürs Bewerbungsgespräch hast weil das ist bestimmt auch ein bisschen anders als wir es aus Deutschland kennen. also wer das nicht verpassen will dann jetzt Clubmitglied werden.
Das geht über den link in der Show Notes hier in der Podcast App oder über meine Webseite derauswanderpodcast.com. Amelie die. erst mal herzlichen Dank. bis je hin Ja, danke schön. Und schaut vorbei! Es ist wunderschön vor allem im September und Oktober. Das war die Auswanderungsgeschichte von Amelie Eckersdorfer, die seit Oktober zwanzig dreiundzwanzig in Montreal lebt und dabei schon einiges erlebt hat.
Wenn du mal Amelies beim Eisbaden in Kanada sehen willst dann komm unbedingt auf den Instagram-Kanal von Einvorausteigen. da gibt es natürlich die Bilder zu der Folge, die du gerade gehört hast. Und wenn du auch nach Kanada auswandern willst, aber ihr in ländliche Region dann geh auf meine Webseite derauswanderpodcast.com.
Da gibt es viele weitere Kanada-Episoden mit vielen persönlichen und einzigartigen Einblicken ins Auswandererleben! Vielen Dank jetzt fürs Hören, ich freue mich auf dich am Samstag dann mit einer neuen Spezialfolge rund ums Thema Hauskauf im Ausland. Freut mich also wenn du auch dabei bist! Bis dahin alles Gute, ciao.