
EINFACH AUSSTEIGEN – Der Auswanderer Podcast· Folge 295
Auswandern nach Schweden: In der Krise ausgewandert und als Familie neu angefangen
Mittwoch, 22. April 2026 · 57 min
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Shownotes
Anna Dell'Anna und ihre Auswanderung
🇸🇪 2021 ist mein heutiger PodGast mit ihrer Familie während der Corona-Pandemie nach Schweden ausgewandert – zu einer Zeit, in der viele gesagt haben: Ihr kommt eh wieder zurück. Doch genau das ist nicht passiert!
Schweden steht für viel Natur, Freiheit und Ruhe. Ein Land, fast so groß wie Deutschland – mit nur rund 10 Millionen Einwohnern. Viel Platz, wenig Hektik – aber auch lange, dunkle Winter, die man nicht unterschätzen sollte.
✅ Mein heutiger PodGast: Anna Dell’Anna.
Sie ist mit ihrem Mann und zwei Kindern nach Mittelschweden ausgewandert. In Deutschland war sie Hebamme – in Schweden hat sie sich selbstständig gemacht und sich ein neues Leben aufgebaut.
Warum sie diesen Schritt gegangen sind, welche Probleme es vorher in Deutschland gab und wie ihr Alltag heute aussieht, hörst du in dieser Folge.
🎧 Im Bonus-Teil für alle CLUB-Mitglieder spricht Anna über:
– Ihr größtes Learning seit der Auswanderung
– Die ärztliche Versorgung in Mittelschweden
– Das schwedische Schulsystem – wo die Unterschiede zu Deutschland liegen
– Und die Immobilienpreise: Gibt es noch günstige Häuser?
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Die waren schockiert. Ich glaube, die waren schon ... Es war sehr emotional, muss ich sagen. Es gab auch viele, die gesagt haben, ihr kommt doch eh wieder und was nicht. Also es war so ein bisschen gemischt. Das war teilweise Unverständnis da aber es war auch so dass einige verstanden haben okay dem unserem Sohn ging's wirklich nicht gut mit der Sache und probierts halt aus Schauts halt mal.
Aber viele haben gedacht wir kommen wieder Einfach aussteigen. der Auswanderer Podcast. Willkommen zurück zu einer besonderen Folge, ich bin Nikolas Kräuter und wie du vielleicht weißt mache ich diesen Auswanderer-Podcast hier seit bald sechs Jahren. gestartet bin ich damals mitten in der Corona Pandemie als man gar nicht richtig auswandern konnte und es trotzdem einige getan haben.
mein heutiger Gast ist mit ihrer Familie während genau dieser Zeit, also im Jahr zwanzig-einundzwanzig nach Schweden gegangen wie es einige Deutsche damals gemacht haben. Und auch wenn eben die Angehörigen damals gesagt haben ihr kommt doch eh wieder zurück, wenn alles vorbei ist sind sie bis heute da geblieben und haben sich ein neues Leben in der Natur in Mittelschweden aufgebaut.
eine wirklich spannende Geschichte und deshalb heute auch eine etwas längere Folge. Und wenn du noch mehr hören willst zum Leben in Schweden, es gibt natürlich auch in dieser Folge einen Bonusteil wo ich mir meinem Gast noch intensiv über Immobilienpreise und Häuser in Schwedens spreche. Ob die dort wirklich immer noch so günstig sind?
Und wir unter anderem auch einmal konkret uns das schwedische Schulsystem anschauen. Wenn du das hören möchtest und generell meine Arbeit hier im Auswander-Podcast unterstützen möchtes, dann werde Mitglied im Club von Einfach Aussteigen! Da gibt's viele weitere Vorteile viel mehr Content. Alle Infos dazu gibts über den Link in der Podcast App oder auf meiner Webseite derauswandrapodcast.com.
Schweden ist für viele ein Traumziel, aber die wenigsten wissen was das Land wirklich ausmacht. Sweden ist fast so groß wie Deutschland hat aber nur zehn Millionen Einwohner. Das heißt extrem viel Platz kaum Verkehr kaum hektik. Dazu kommt ein System, das vieles einfacher macht – du kannst Behördenangelegenheiten komplett digital erledigen, bezahlst fast überall Bargeld los und hast mit der Personennummer Zugang zu allem was du brauchst!
Und gleichzeitig bietet Schweden etwas, dass viele suchen eine andere Arbeitskultur mehr Work-Life Balance und oft auch flachere Hierarchien. Aber die Winter sind lang und dunkel, und das Bullerbühleben bringt auch seine Herausforderungen mit sich. dazu aber gleich mehr! Mein Gast heute ist Anna Delana.
Das ist kein Künstlername, sie heißt wirklich so! Sie ist gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Kindern, zwanzig, einundzwanzig nach Mittelschweden ausgewandert. dort haben sie sich später dann ein Haus gekauft. Anna war ursprünglich Hebamme in einem Krankenhaus in Deutschland. In Schweden hat sie sich selbstständig gemacht Warum die Familie ausgerechnet nach Schweden gegangen ist?
Welche Probleme es in Deutschland in der Schule davor gab, wie der Staat in Schweden verlaufen ist und wie sie heute leben. Und was Sie eigentlich machen, das und viel mehr besprechen wir jetzt. Herzlich willkommen mit Podcast. Hallo Anna! Ja hallo! Anna wenn du bei dir aus dem Fenster schaust, was siehst du da gerade?
Ich sehe den Fähresteil und eine Islanderstute von mir zwischen den Bäumen stehen. die Sonne scheint Und meine andere Studie steht ums Eck genau. Also du hast Pferde, das schon mal da gehen wir auch noch drauf ein! Wir haben im Vorgespräch noch kurz darüber gesprochen. bei mir regnet es gerade wie so immer in Irland weil euch kann's aber auch sein dass der Winter nochmal kommt.
aktuell taut ja grad der Schnee weg? Wir haben hier noch Schneelieben und über Nacht jetzt auch nochmal kalt ist alles ein bisschen gefriert Aber wir haben die Erfahrung gemacht dass dann der Schneee auch nochmal wieder kommen kann. Also auch gerne im April nochmal und teilweise bis in den Mai. Oh Gott!
Genau, also wenn wir jetzt hier ein Garten was machen wollen dann müssen wir immer schauen wie der Boden noch so gefroren ist und ob wir überhaupt schon starten können. Und wann? noch kurz? Wann geht es im Herbst wieder los mit dem Winter? Auch unterschiedlich, aber auch da haben wir... also wir sind jetzt knapp fünf Jahre hier und die ich würde sagen drei von fünf Wintern haben wir im Oktober schon Schnee bekommen.
Also Ende Oktober dann taut es oft noch mal weg und dann kommt's aber im November und spätestens, also wir haben immer weiße Weihnacht bisher gehabt und allerspätestens eben um Weihnachten rum gibt's Schnee und Januar, Februar sind die kältesten Monate. Also wer die Winterzeit mag, der ist bei euch auf jeden Fall ihr richtig.
Ihr lebt in Stendalen das ist in Mittelschwenen. ich habe mal geschaut. laut offiziellen Zahlen leben dort sechshundert Menschen? Ja das ist so! Das ist eine ehemalige Bergbauregion heute sehr dünn besiedelt. schier endlose Nadelwälder gibt es da. was muss man sonst noch über die Region wissen? ja Steldalen gehört zu der Bergs Lagenregion Und das hat der Name schon so inne, dass es hier wirklich sehr steinig ist.
Es isst ja Nadelwälder, Birken natürlich... Schweden steht auch für die Birke. Für mich iß für Schweden das Land der Birke! Wir haben wie viele Bereiche hier in Schweden? Sehr viele Seen natürlich rund um. ich werde immer gefragt an welchen See geht ihr denn? Ja das kann nicht mehr aussuchen ein Welch und das spielt keine Rolle Und Stel Dalen ist einfach ja dieses alte kleine Dorflein mit wenig Einwohnern.
Aber wir haben ein Kindergarten, wir haben einen Fitnessstudio und einen schönen Bartplatz wo man sich gerne trifft. also ich fühl mich hier sehr wohl. Also wir sprechen noch später über die Region, noch kurz. Du kennst aber nicht alle der sechshundert Leute wahrscheinlich? Nein! Das ist auch eigentlich nicht so richtig möglich glaube ich weil die Schweden jetzt nicht so sind dass sie mit der Tür ins Haus fallen und dich wild begrüßen wenn du jetzt eins siehst.
Ja, nee. Aber meine Straße hier, die kenne ich so. und ja. Ja du und deine Familie kommt ursprünglich aus der Region Minden in Nordrhein-Westfalen. da leben knapp neunzigtausend Einwohner. bevor wir zum Auslöser eurer Auswanderung kommen vielleicht kannst Du mir erstmal ein bisschen beschreiben wie es für Dich war für Euch in der Region mitten zu leben.
wahrscheinlich bist Du da sogar aufgewachsen Ein bisschen anders. Also ich bin geboren in Gütersloh und dann die ersten zwei, drei Jahre war ich im Räder Wiedenbrück Und dann sind wir nach Portafest-Farlika Minden gezogen und dann habe ich aber auch eine ganze Zeit in Rinteln an der Weser gelebt. also Ich bin wirklich oft hin und hergezogen und zuletzt hab' ich mit meinem Mann und unseren Kindern in Portafes Farlika mitten gelebt und da ist es ja sehr schön!
Wir haben das schöne Weserberg Land, das Wien Gebirge einfach wirklich nett. Wir haben da in einem Neubaugebiet gelebt, in einer neubau Hälfte. In so einem reinen Endhaus. Also wie es irgendwie typisch ist. So habe ich mir das Leben irgendwie auch vorgestellt. Wenn nicht mal groß bin! Bei mir ja auch so.
Ja genau. Und wir haben jetzt zur Miete gelebt. Es war völlig fein und hatten noch sehr angenehme Niemitpreise mit Garten. Ich habe da auch schon Pferde gehabt und die hatte ich aber im Pensionsstall, also da bin ich nur zum Reiten hingefahren. Und ein Hund, den hatten wir eben auch im Garten. Also es war alles sehr nett natürlich ländlich so wie ich das damals dachte dass es ländig ist.
Steldalen ist jetzt deutlich ländlicher. natürlich hier ist mehr oder weniger der Hund verfroren, aber... Outback! Ja, aber ich muss sagen ich hab mich eigentlich sehr wohl gefühlt in der Region Und wir haben viele Freunde und viel Familie dort. Wir haben da gelebt und gearbeitet, so wie es war. Genau!
Was habt ihr beruflich gemacht? Mein Mann war lange beim Bund. Dann ist er zu Edeka gegangen im administrativen Bereich... ...und hat zehn Jahre für sie gearbeitet. Ich bin Hebamme, ich habe gelernt meine Ausbildung habe ich in Hameln an der WESA absolviert und bin dann nach Schaumburg ins Klinikum gegangen.
Und habe da fünfzig Prozent im Kreisel gearbeitet, die anderen fünfzig prozent frei beruflich also Wochenbetten, schwangeren Vorsorge, Kurse alles rund um das Thema Frauengesundheit und bei der Begleitung zum Geburt. Ihr hattet oder habt immer noch einen Sohn, du bist da nochmal Mutter geworden und dann seid ihr im Jahr zwanzig-einundzwanzig ziemlich plötzlich nach Schweden ausgewandert.
Du hattest mir sogar geschrieben in der E-Mail das ihr – es wären jetzt nicht meine Worte gewesen aber dass ihr nach Schwedern geflohen seid Und zwar aufgrund der Corona-Maßnahmen. Kannst du mir mal beschreiben, was bei euch ebenso dieser Punkt war, dass ihr euch dazu offenbar sehr überstürzt entschieden habt?
Also wie ich vorhin schon erwähnt habe wir haben uns ja so ganz wohl gefühlt also in der Region und in unserem Leben, wer es für so hatten. Und im Jahr zwanzig neunzehn haben wir geheiratet und dann bin ich schwanger geworden Corona und es hat sich alles sehr verändert. Also gesellschaftlich hat sich viel verändert, ich war dann auch eben mit der Schwangerschaft so dass ich nicht in mein Beruf so richtig zurückgekehrt bin sondern eben ins Berufsverbot gegangen bin aufgrund der Hygienemaßnahmen also zum Schutz einfach auch.
Ja das heißt wir waren dann viel zu Hause Ich habe noch ein ganz bisschen frei beruflich gearbeitet, aber dann eben unsere Tochter geboren. Die habe ich auch zu Hause geboren bei uns mit zwei Kolleginnen. das sage ich immer gerne dazu weil ich werde oft gefragt oh hast du denn dein Kind selbst entbunden?
Also Eva haben wir klar! Ja genau. es ist also verrückte Frage Aber wie eine Automechaniker repariert er auch seine Auto selbst Genau genau als so. ja diesen Fall gibt es. es gibt Frauen die allein gebären. Da könnte wahrscheinlich noch mal eine andere Folge zu aufnehmen. Aber nein, ich habe meine zwei Kolleginnen dabei gehabt und wollte aber gerne Zuhause gebären.
Das war alles richtig schön! Und ich hab auch aufgrund dieser Corona-Situation da eigentlich sehr von profitiert, denn mein Mann konnte im Homeoffice arbeiten. wir waren viel zusammen zu Hause er hat unsere Tochter mit Aufwachsen sehen. also es war wirklich sehr schön mit Ausnahme der Situation in der Schule, denn unser großer Sohn damals war er sieben als ich geboren wurde.
Genau! Also sieben und als wir ausgewandert sind, wurde er neun also so in dem Dreh. Und er war eben in der Grundschule und da haben auch diese Maßnahmen stattgefunden. das fing ja klein an mit Maskenpflicht und dann Abstandsregelung usw.. Es wurde zunehmend einfach belastend. Wir sind grundsätzlich Menschen, die immer mal wieder hinterfragen und überlegen ist das denn alles so richtig?
Und wir hatten Aufsorge oder ich hatte Sorge und Angst. was kommt da auf uns zu? Was ist es für ein Virus?". Ich hatte aber das Gefühl dass sich die Gesellschaft wirklich stark entzweitert und man fremd im eigenen Land wurde. Mir ist dieser Punkt von... Liebe und Freiheit so wichtig, dass man sich gegenseitig auch wirklich trägt und hält.
Und diesen Halt haben wir so nicht mehr in der Gesellschaft verspürt. Wir haben das Gefühl gehabt die Schulsituation eskaliert also. unser Sohn hat eine Maskenbefreiung gehabt aus medizinischen Gründen. Es war völlig fein für die Schule. er war einer der einzigen Schüler ich glaube ein weiterer noch der keine Maske trug.
Da kann man sich ausmalen, wie das Mobbing stattfindet und so weiter. Aber ja es war auch so dass er das nicht konnte. also es war keine Option eine Maske zu tragen. Also hat er das ein halb bis dreiviertel Jahr ohne gemacht. dann kam ja noch mal Homeschooling mit dazu und dann war sowieso Zuhause. das war ganz gut.
Und dann wurde dieser Wechselunterricht gestartet zwanzig-einundzwanzig und die Schüler mussten Maske tragen, auch wenn sie ein Attest hatten. Also es gab eine Gesetzesänderung – ich kann es dir gar nicht mehr im Detail sagen wie's genau lief aber diese Maske musste getragen werden. wir sind erst noch nach einem anderen Arzt gegangen und so weiter.
aber die konnten uns alle nicht weiterhelfen. Die Landesschulbehörde hat alles abgewiesen also ist er dann mit Maske hatte versucht zur Schule zu gehen hat die auf ja auf dem Schulhof immer versucht mal abzunehmen um ÖW Luft zu schnappen und wurde da sehr Angegangen von den Lehrern. Es war also wirklich sehr dramatisch, die Kinder mussten auf Abstand fangen spielen.
Also für mich war es wie eine fremde Welt, die da entstanden ist. Die Kinder waren alle völlig durcheinander und dann haben wir gedacht das geht so nicht! Wir wollen irgendwie dass unser Kind eine gesunde Physiologisch wäre jetzt mein Fachbegriff dafür, aber irgendwie eine angenehme Kindheit erlebt. Dass er so richtig normal groß werden kann, normal spielen kann und nicht aufpassen muss wie man jetzt anfasst ob er dem zunahe kommt oder nicht.
Und dann auch mit der Testpflicht die kam Du musst dich testen lassen damit du beweist dass du gesund bist. Also das war für mich völlig schräg also aus diesem medizinischen Aspekt völlig schreck Ja, und dann haben wir überlegt was können wir tun? Und wir haben gedacht okay wir machen einfach einen Step ins Ausland.
Wir suchen uns ein Land wo wir eine Auszeit nehmen können. Wir wollten gar nicht auswandern. Wir haben uns ja wohl gefühlt in der Region an sich aber wir wollten aus dieser Stresssituation entfliehen Und da blieben eigentlich nur, ich glaube wir hatten zwei Länder so zur Auswahl gefühlt. Davon war das eine schon wieder raus.
also wir haben einmal an Tanzania gedacht, da war irgendwie ne Zeit lang war das so'ne Idee dahin zu gehen und dann dachte ich mir okay wenn wir dahingehen haben wir ganz andere Probleme. Dann ist es also dass ich von der Kulturell einfach auch soweit weg von dem was ich kenne. Ja und dann haben wir an Schweden gedacht, weil Schweden von Anfang an in der Pandemie einen anderen Fahrplan hatte.
Das war auch stark diskutiert und ist auch umstritten gewesen keine Frage. Dennoch haben sie im Bereich Kinder- und Schule wirklich sehr gut agiert. Und... Gut, Schweden kannte ich so noch nicht! Ich fahre als Kind mal dort im Urlaub und mein Mann hat da eine längere Reise hingemacht und war begeistert von der Natur.
Wir haben gedacht, Schwäden sind nicht soweit weg. Da kann man schnell wieder nach Hause, wenn es schiefläuft. Und man kann auch noch besucht werden, wenn's schieflaufen sollte oder so und Natur passt mir sowieso gut. Es war wirklich ein bisschen aus der Not heraus dass wir dann gesucht haben nach Möglichkeiten.
Dann sind wir in eine Telegram-Gruppe reingekommen die heißt Deutsche in Schweden. Die gibt das heute noch und haben uns ausgetauscht. Und ich hab da einfach reingeschrieben, ich habe gesagt, ich bin Hebamme und hab eigentlich versuchten Job zu bekommen in Schweden. Also irgendwie gedacht, wenn wir nach Schweden gehen müssen wir auch irgendwie arbeiten?
Vielleicht gibt's ja eine Idee! Es hat sich tatsächlich eine Frau gemeldet die in Schwedens schon bereits gelebt hat mit ihrer Familie dass sie schwanger ist und sich total freuen würde wenn ich kommen könnte und Sie würden gerne auch ein Hausgeburt machen. Ich hab bis dato noch keine großen Erfahrungen mit Hausgeburten gehabt.
Also ich habe ja im Kreiswahl gearbeitet und frei beruflich in der Vor- und Nachsorge, aber nicht im Bereich Hausgeburten. Aber konnte mir das schon immer mal vorstellen? Es war schon immer so ein Gedanke von Ja und Neu. Ich hab ja mein Kind selbst zu Hause geboren. also dieses Ganze zurück zum Ursprung, zurück zum Naturlichen – das lag mir immer schon am Herzen!
Und so entstand jedenfalls der Kontakt und andere Kontakte sind auch entstanden und in der Gruppe haben wir dann eine Familie kennengelernt. jetzt wird es ein bisschen verrückt weil diese Familie wollte auch auswandern, auch nach Schweden oder was heißt auch Auswandern. Auch raus auf dieser Situation die in Deutschland herrschte und die sind nur eine dreiviertel Stunde von Minden entfernt gewesen.
und dann haben wir gedacht ey das ist doch total cool! Wir treffen uns einfach mal und schauen wie es so passt und es hat so gut gepasst. Wir haben es so gut verstanden, wir haben uns da noch zwei drei Mal getroffen und haben gesagt wir machen das zusammen Wir gehen einfach zusammen nach Schweden. Zusammen ist man nicht allein, man ist stärker und kann sich unterstützen.
Und dann waren wir erst noch so verrückt und haben gedacht, wir kaufen direkt dort ein Haus die Häuser sind da alle so billig. Haben online schon noch Inseraten geschaut und so. aber Gott sei Dank haben wir sowas Verrücktes nicht getan. also für uns war der richtige Weg. wir haben einen Mietobjekt gefunden Auch richtig spannend, weil es zufällig genau in der Region auch war von der Frau die schwanger war und meine Hilfe gerne gehabt hätte.
Also es hat sich alles gefügt. Kurz mal über welchen Zeitraum sprechen wir da? Also eben von den Problemen angefangen in der Schule bis ihr eben da die Familie kennengelernt habt und dann gesagt habt komm lass uns an Haus mieten in Schweden. Im März zwanzig-zwanzig fing das hier an mit Covid. Dann ging das aber im Jahr über noch, da sind wir noch in Deutschland gewesen und einundzwanzig wurde es extrem mit den Maßnahmen.
Und im Februar einund zwanzig sind wir in diese Telegram-Gruppe dann gegangen haben im März den Entschluss gefasst okay wir werden mit dieser Familie zusammen nach Schweden gehen und haben dann im April unsere Mietzwohnung gekündigt und sind im Juli zwanzigeinundzwantzig gegangen. was hat deine Familie?
Was haben die Freunde in Deutschland gesagt? Ja, die waren schockiert. Also ich glaube sie waren schon... Es war sehr emotional muss ich sagen. Es gab auch viele, die gesagt haben ach ihr kommt doch eh wieder. und ach weiß ich auch nicht. also es war so ein bisschen gemischt. das war teilweise Unverständnis da aber es war auch so dass einige verstanden haben okay dem unserem Sohn ging's wirklich nicht gut mit der Sache Probiert's halt aus, schauts halt mal.
Aber viele haben gedacht wir kommen wieder. Viele haben gedacht nach einem halben Dreivierteljahr sind wir wieder da und wir haben es ja selber auch ein bisschen so gedacht. also wir haben das ja selber nicht so richtig greifen können was wir da gerade machen. aber wir haben sehr unsere Familien haben uns immer unterstützt selbst wenn da Streit war weil sie es nicht verstanden haben.
vielleicht sind sie dennoch uns besuchen gekommen und es ist alles wieder in Ordnung gekommen. Es ist nicht so, dass uns jemanden den Rücken gekehrt hätte aus der Familie. Ja weil wir sind ja viele zerbrochen auch in dieser Zeit ne? Ja also Freundschaften sind zerbrochend das kann ich schon sagen. Das aber nicht aufgrund von unserer Auswanderung sondern eher auf Grund von unserem Denken, dass wir das nicht mehr ausgehalten haben wie das war und dass wir da einfach kein Verständnis für hatten für diese extremen Maßnahmen und diesen extreben Regelungen, dass einem der Mund mehr oder weniger verboten wurde.
Also ich hab Dinge erlebtes... Also wenn ich jetzt noch rede kommt es wieder hoch muss ich sagen! Ich habe einiges verdrängt. also mir fällt ein wie ich schwanger im Wetsch stehe und eine Maske aufhabe und mir die so ein bisschen unter den Nasen ziehe weil ich sehr schlecht Luft bekommen habe macht werde von der älteren Dame, dass ich doch alle gefährden würde und so weiter.
Hochschwanger stehe ich in dem Laden und werde da angefahren.". Und keine Ahnung! Es waren viele komische Sachen die da liefen. Wir wurden ja ausgegrenzt wir haben uns nicht impfen lassen und dementsprechend sind wir auch nicht mehr essen gegangen und solche Sachen dabei diese Zwei G-Regel irgendwie geimpft oder genießen?
Genau, also es waren einfach viele Dinge die uns sehr belastet haben und auch Freundschaften sind zu Bruch gegangen. Aber ich würde auch sagen das hat den Spray vom Weizen getrennt ist in Ordnung so... Und schlussendlich geht's uns jetzt besser! Also muss ich wirklich sagen dass ist sehr viel Klarheit ins Leben gekommen.
Ja, lass es mal noch kurz zu den Punkte. Ihr seid dann nach Schweden ausgewandert. seit mit dieser deutschen Familie in eine WG gezogen? In ein Diensthaus muss man sich auch mal vorstellen. also ich verlasse das die Heimat. Ich wandere raus in einen Land was ich eben vielleicht mal aus dem Urlaub noch ganz früher hermer kannte zusammen mit einer Familie die ich erst einmal vor kurzem kennengelernt habe wo ihr ja nicht so richtig weiß wie ticken die eigentlich?
weil Wenn man denn zusammenlebt, ist natürlich noch mal was anderes. Wie gut man sich dann versteht. und dann zieht ihr zusammen auch noch in ein Haus! Ja ich weiß... wie war da dieser Starter? Das ist wirklich verrückt. aber wir hatten so einen Segen weil wir ein großes Haus bekommen haben zur Miete zu einem guten Preis.
das heißt jeder hatte auch seinen eigenen Bereich sein eigenes Zimmer. Wir haben uns die Küche geteilt jede Familie hat ein eigenes Badezimmer. Jeder hat auch ein Hund mitgebracht. Es hat auch funktioniert und wir haben es einfach in Gemeinschaft gemacht, Wir haben uns einen Küchenplan aufgestellt. wer kocht wann Wer staubsaugt wann?
Haben die Kinder mit einbezogen Und das hat wirklich gut funktioniert. Ich weiß ich kann nicht sagen was das geheim Rezept ist. Ich würde sagen dass wir immer ehrlich zueinander waren und dass wir einfach dafür gesorgt haben Dass wir uns einander helfen. Wir haben ja dann auch noch die Idee gehabt. Das habe ich eingangs schon gesagt, dass wir zusammen ein Haus kaufen und haben dann auch nach Häusern geschaut weil die Idee war okay selbst wenn wir nicht in Schweden bleiben würden hätten wir trotzdem eine gute Geldanlage für einen relativ geringen Einsatz an Geld.
aber es hat sich heraus kristallisiert das die Familie andere Wünsche hat im Bereich Häuser. also wir wollten gerne Mein Ziel war es, an einer Schotterstraße zu wohnen im Wald. Ich wollte so ländlich wie möglich und ich wollte gerne noch den Stall dazu haben. für meine Pferde und der Familie war es wichtig ja vielleicht eher näher in einer Stadt zu leben usw.
Man hat dann gemerkt okay dann kristallisiert sich heraus was wer möchte und dann ist jeder seinen Weg gegangen und jeder hat auch sein Haus gefunden. also die leben auch noch da. heute absolut Zwar ein bisschen nördlicher sind sie gegangen, so zwei Stunden nörddlicher ungefähr. Aber wir haben auch immer noch Kontakt unsere Kinder sind befreundet.
es ist sehr schön. ja was jetzt im fragt bei sich vielleicht auch das wusst du ja auch häufiger gefragt Ja aber wovon haben die denn da gelebt? also eben dein Mann vorher fest angestellt Du als Hebamme wahrscheinlich auch fest Angestellt. Jetzt wandern die aus nach Schweden. eben du hättest ja oder hast ja als als Hebamme gearbeitet.
Wie habt ihr das denn erst mal auch von der finanziellen Seite her gemacht am Anfang in Schweden? Ja, am Anfang hatten wir die luxuriöse Situation dass mein Mann im Home Office gearbeitet hat und er konnte als Attila weiter im Home office sein. aber ich sag jetzt mal es ist ja jetzt schon verjährt. das wusste das Unternehmen nicht.
Da war bestimmt nicht der einzige. Ja, genau also für alle. das ist nämlich so eine Sache. dass kann nicht jedes Unternehmen erlauben. wir haben uns da sehr schlau gemacht. Wir haben überlegt den offiziellen Weg zu gehen. es wäre aber nicht möglich gewesen weil dieses Unternehmen einfach keine stelle für ihn jetzt im Ausland hätte freimachen können oder so.
Also hat er das einfach gemacht. bis zum Zeitpunkt also ungefähr ein Jahr später Bekam er dann den Anruf? Homeoffice wird aufgelöst. Die Maßnahmen lockern sich, wir tücken zurück ins Büro! Ab morgen wieder Büro? Ja genau! Dann blieb ihm nichts anderes übrig als zu sagen es tut mir leid meine lieben Freunde ich wollte nach Schweden gehen.
Genau also. er hat dann gekündigt und ja und dann hatte es sich aber... Also es hat sich alles gefügt und das ist ja das woran ich so glaube wenn man etwas wirklich möchte Ja, auf dem richtigen Weg ist dann wird es sich ... werden sich Türen öffnen und das hat sich die nächste Tür für ihn geöffnet. Dann hat er einen Jobangebot hier in Schweden bekommen und hat erst mal für einen anderen deutschen Auswanderer auch gearbeitet im IT-Bereich.
also solche Sachen haben sie dann gemacht Und wir haben uns über Wasser gehalten. Also wir hatten noch was Erspartes. Wir haben natürlich unsere Lebenshaltungskosten runtergeschraubt muss man schon so sagen. In Deutschland haben wir nicht aufs Geld achten müssen, hatten drei Autos und Urlaube usw. Und hier hat sich das schon so verändert.
Wir sind viel auf dem Hof, kochen viel selber und der Konsum ist runtergegangen. also wir konsumieren nicht mehr so viel. Du kannst ja auch nicht so viel konsumieren wahrscheinlich. Wo nix ist, genau! Also in Stildalen hat's jetzt kein Restaurant? Nein. aber also grundsätzlich sind wir runtergegangen haben geguckt was können wir sparen und haben damit wirklich weniger Geld es trotzdem geschafft uns über Wasser zu halten und ich als Hebamme durfte ja noch gar nicht arbeiten, weil wir natürlich hier im gesundheitlichen Bereich eine Legitimation brauchen.
Also musste ich meinen Beruf erstmal anerkennen lassen und das ist ein harter Weg gewesen, weil ich dafür die schwedische Sprache können musste und die konnte ich vorher gar nicht. also bin ich hier dann zum Sprachkurs gegangen. den kann ich jeder besuchen das ist kostenfrei. der hier Wer eine Personennummer hat, das ist noch was anderes.
Aber wer eine Personnummer hat bekommt ihr ein Sprachkurs kostenfrei und habt die Sprache gelernt und dann nochmal zusätzlichen Sprachkurse gebucht haben bis es gekostet hat weil ich schneller vorankommen wollte und habe dann meine Legitimation beantragt und hab sie auch bekommen. und darf mich jetzt offiziell oder lauf mich schon länger offizieller Barm Muschka nennen so heißt das hier ja.
und hab dann angefangen Geburten zu begleiten und ich habe tatsächlich direkt auf die Hausgeburtsschiene gemacht, denn ich wohne anderthalb Stunden zum Klinikum entfernt. Heißt wenn ich im Kreisdahl arbeiten wollen würde, müsste ich immer mindestens eineinhalb Stunden fahren mit dem Auto, mit dem Zug kommt drauf an ob der überhaupt fährt ne?
Und das möchte ich nicht. also ich möchte ja gar nicht zurück in diesen Lifestyle dass sich an diese Zeiten gebunden bin und möchte auch gar nicht mehr in der Klinik arbeiten. Genau, deswegen habe ich mit Hausgeburten gestartet und ja es ist sehr spannend. Ich bin auch ein bisschen Ansprechpartner für Auswanderer habe ich das Gefühl weil sich natürlich viele auch bei mir melden die deutschsprachig sind hab also da auch Frauen begleitet aber nicht nur dass ich habe auch Schwedinnen begleitet bei Geburt und dadurch haben wir uns immer wieder so ein bisschen finanziell über Wasser gehalten.
Aber das habe ich im Vorgespräch auch schon erwähnt Die Hebammeerei allein hält uns nicht finanziell jetzt so aufrecht, weil das ist privatisiert. Wer eine Hausgeburt wünscht in Schweden, dann muss es voll privat bezahlen und hier in Steldalen unserem Seelendorf sind wenig Frauen die das wollen und können.
also bin ich immer sehr weit gefahren bis zu drei Stunden zu den Geburten ja und dass wiederum ist auch einfach nicht machbar. deswegen Strukturier ich mich da gerade sehr um. Ja also da kommen wir gleich noch dazu. Ich habe jetzt noch am Zettel, wir müssen natürlich noch über den Hof sprechen. ich wollte aber auch noch über die Schule kurz sprechen weil das ja eben euer Sohn der Hauptgrund war weswegen ihr ausgewandert seid.
wie ging es ihm denn in Schweden? Also jetzt mal abgesehen klar natürlich andere Corona-Maßnahmen oder viel mehr gelockerte Aber auch so dieses Ankommen neue Schulen neue Sprache und so weiter. War das nicht auch eine große Belastung am Anfang? Also ich glaube, am Anfang haben wir einfach so mehr oder weniger funktioniert.
Also im Nachhinein glaube ich es war echt krass und wenn ich meinen Sohn frage für den war das okay? Aber wenn man mal überlegt er konnte weder Englisch noch Schwedisch und wurde in diese Schule geschickt. Ja aber sie haben's gemeistert. Wir hatten jetzt eben diesen Vorteil dass er nicht alleine war aufgrund der anderen Familie.
auch Auch noch eine weitere deutsche Familie ist auch zum gleichen Zeitpunkt ausgewandert. Also es waren einige deutsche Kinder an der Schule, dann wurden sie sehr unterstützt. Sie haben ein Computer bekommen um auch übersetzen zu können. also die Kinder wir haben's wirklich als sehr kinderfreundlich aufgenommen.
Also sie unterstützen die Kinder. man merkt so richtig dass das Kind gerecht und familienfreundliche. dieses Schulsystem Und die Sprache hat er, ich glaube nach sieben Monaten gut verstanden und nach einem Jahr konnte es auf jeden Fall fließend sprechen. Und jetzt spricht er wie ein Einheimischer also da hört man nicht mit den deutschen Akzenten aus wie bei mir.
Genau! Also das ging wunderbar. Er wollte nie nach Hause irgendwie zurück. Das war nie ein Thema. Es ist ein bisschen komplizierter bei uns weil sein Leiblicher Papa lebt noch in Deutschland Genau, und die Oma. Also meine Mama an der er auch sehr hängt. Das heißt manchmal hat er schon so den Draht. auch ich möchte noch mal nach Deutschland oder dort leben Aber das ist jetzt inzwischen, er wird jetzt vierzehn.
Er hat hier schon Wurzeln geschlagen und nee, er möchte nicht ins deutsche Schulsystem vor allem. Das ist ganz spannend denn wir waren jetzt kürzlich erst wieder in Deutschland zu Besuch Und ich habe ihn dann bewusst mal mit in die deutsche Schule gehen lassen bei Freunden Da hatten sie auch ein bisschen Spaß und so, das war so ganz lustig.
aber er sagte also ne, er möcht auf keinen Fall an eine deutsche Schule. Es ist einfach weniger Druck, es ist viel weniger Leistungsdruck. Es ist viel freundlicher im Umgang und sie sind viel optimistischer und loben die Schüler. und also kommt mir so sehr herzlich vor! Ich kann ja nur für mich sprechen was wir hier erleben aber das ist so... Ja Ja, also wir sprechen über das Thema Schule noch und die Unterschiede im Bonus Teil.
dann zu dieser Folge. Ich wollte jetzt eben noch zu dem Punkt kommen. ihr habt dann im Frühjahr zwanzig zweiundzwanzig den hattest du schon erwähnt einen Selbstversorgerhof gekauft Und zwar da, wo ihr eben heute lebt in Mittelschweden. Vielleicht kannst du uns dann noch so ein bisschen beschreiben. Eben wie lebt ihr da heute?
Ich erinnere mich nur an eine Familie die habe ich letztes Jahr im Podcast gehabt. Die haben auch einen Hof gekauft machen da auch Selbstversorger und ich weiß noch dass die am Anfang also sie hatten keine richtige Heizung. Da war irgendwie kein fließend Wasser im Haus und so. Wie ist das bei euch? Lebt dir da so richtig ursprünglich so eben mit deinem Pferden, aber der Luxus, den man aus Deutschland kennt.
Mit warmem Wasser aus dem Hahn und so ist dann eher nicht. oder wie sieht das aus? Ja uns war es schon wichtig dass wir auch fließend Wasser haben und ich glaube zum damaligen Zeitpunkt wenn man aus deutschland kommt und danach schweden geht da wären wir so wie wir in Deutschland gelebt haben zumindest noch nicht bereit gewesen so back to the roots zu gehen.
Ich sag jetzt mal Plumps, Klo ja und Wasser nur noch aus dem Brunnen selbst geschöpft oder so ähnlich. Also ich kenne Familien und wir haben auch Freunde die so leben also sehr in diese Richtung. Uns war das damals zu krass. Inzwischen bin ich schon einiges gewöhnt, dass ich sagen könnte ja kann man aushalten muss ich euch dazu sagen, dass sich als Kind auch auf so einer Jagdhütte sozusagen mit groß geworden bin.
also ich war immer viel draußen in der Natur und auch mit Plumsklo und sowas So. aber hier in Schweden wir haben fließend Wasser Wir haben nur im Moment kein Warniswasser, weil wir es abgestellt haben. Das hat einfach logistische Gründe. Weil wir zwei Häuser auf dem Hof haben. das eine ist das Gästehaus, das ganz typisch für Schweden, dass ganz oft bei Häusern eben zwei Häuse ja auf dem Grundstück sind Ja und dann eben unser Haupthaus.
Und bis das warme Wasser im Haupthaus ist, es dauert uns so lange also zu lange und wir haben im Badezimmer nur eine kleine Badewanne in der wir uns duschen können aber das macht einfach keinen Spaß. Es ist kein wirkliches Spa-Erlebnis. Also gehen wir schon seit zwei Jahren! Das ist wirklich lustig, aber wir gehen seit zwei jahren hier ins Fitnessstudio.
Da gibt's ne Sauna da gibts ne Dusche Da gibt es eine kleine Turnhalle, also da haben wir unseren Sparbereich und im Sommer geht sowieso in den See. Also das muss man mal dazusagen! Wir waschen uns dann wirklich auch im See und ja... Es ist langfristig geplant dass wir hier eine vernünftige Dusche haben mit warmem Wasser und so etwas aber es hat keinen Schwerpunkt mehr.
Das ist schon krass, wenn man aus so einem Neubaugebiet rein Hause kommt. Top isoliert und dann kommst du in sowas wo du nicht mal warmes Wasser hast, wo du im Fitnessstudio duschen gehst? Ja ich weiß! Und ich weiß dass das auch ein Punkt ist für unsere Familien die uns ja immer noch tapfer Besuchen kommen.
Das ist eine Überwindung. Wenn dann Mama mit uns zu Fitnessstudios fahren müssen... Und wir haben da ja auch in Deutschland eine Fußbodenheizung und den Luxus schlechthin sozusagen. Aber ich glaube einfach, dass unser Mainz hätt sich auch verändert hat. also Wir leben hier am Wald. Wir haben ein Waldgrundstück, wir haben ne Straße mit paar Nachbarn aber permanent wohnen hier eigentlich nur vier Familien und wir sind eine davon und es sind noch zehn andere Häuser.
ungefähr das meiste sind eben Sommerhäuser. Wir leben an einer Schotterstraße, was mir sehr wichtig war. Das ist ein Zeichen von Abgelegenheit und das bringt einen auch so richtig wieder zu dem, was wir wirklich brauchen. Also wir haben einen Kamin da gibt es ordentlich... Das Haus ist warm also im Notfall ist auf jeden Fall warm.
Wir haben Brunnenwasser. Es ist also sehr frisches Wasser, was aber durch die Leitung kommt. Ich muss nicht mit dem Eimer hingehen Könnte ich aber tun und wir hatten die Situation auch schon, dass uns die Pumpe eingefroren ist. Und dann das Wasser nicht mehr ins Haus kam. also mussten wir dann das wasser aus dem Brunnen schöpfen.
Das kann passieren bei kalten wintern Aber das is wirklich nur temporär. Also ich glaube, dass man in Schweden alles bekommen kann. Man kann die Luxuswohnung in Ödebru oder in Stockholm bekommen und man kann total Back to the Roots in den Wald gehen mit Plumsklo oder eben was dazwischen sowas wir gewählt haben.
Noch kurz zum Thema Selbstversorger. Ich weiß auch immer, das ist auch auf Instagram und wir verlinken auch zu deinem Instagram-Kanal. Man sieht dann natürlich immer so schwedische Hülle, dann werden da Kartoffeln und Karotten angepflanzt und dann irgendwie wächst das alles im Sommer natürlich. aber wie realistisch ist das?
Da wirklich eben selbst Versorger zu sein? also wie viel Prozent is man dass? Also, ich bin davon überzeugt. Wenn man das möchte und das kann, kann man das bestimmt schaffen. aber Ich selber habe keinen grünen Daumen Und auch nicht dies des know how dafür. wir haben uns probiert Wir Haben Kartoffeln und Karotten und sowas angebaut und wir hatten auch etwas Erfolg.
Hühner habt ihr auch? Ja genau also wir haben Uns dann eher auf den Schwerpunkt Tiere. Ja da haben wir unseren Schwerpunkte drauf gelegt die haben überlebt oder was Die haben über lebt im Gegensatz zum Gemüse. Ja, also es ist einfach in unserer Region alles was so ab Mittel Schweden und dann aufwärts.
Ich kann jetzt nur für Mittel Schwede sprechen. Es ist einfach lange kalt der Boden ist gefroren bis Ende Mai Es sind weniger Sonnenstunden. Und ja das Outcome ist ein anderes und ich weiß dass es geht weil ich habe hier Freunde die leben aber auch schon seit über zwanzig Jahren Hier und sie haben richtig Ahnung davon und die kriegen auch ihre Tomaten hier groß.
Aber für mich ist das zu viel und ich war an dem Punkt, der Garten hat bei mir keine Priorität mehr. Ich werde es noch mal irgendwann angehen aber wir haben einfach so viele Projekte dass das keine Prio mehr hat. Dafür haben wir Hühner und die Eier und das Fleisch. also wir kriegen jedes Jahr neue Küken und dann natürlich müssen auch immer wieder die Hähne gehen.
ja das ist auch ein Learning gewesen das habe ich vorher nicht gemacht zu sagen Du musst jetzt sterben und dann schlachten wir selber. Also das war auch ein krasser Prozess, aber da sind wir sehr würdevoll. also die kriegen hier bei uns quasi das Hühnervier-Sterne Hotel Und dann in der Natur würde der Nachzügler auch vom großen Hahn weggetrieben werden, also die fangen ja auch an zu kämpfen.
Und so man kann sie nicht alle behalten. das ist utopisch und das muss man sich auch bewusst machen. wenn man sagt Bullerbüh Schweden und ich habe es auch immer im Buch beschrieben haben wir noch gar nicht drüber gesprochen aber Die Härte meines Buller Büß. Also Das is hier Buller Büh natürlich auf eine gewisse Art und Weise Aber Es Ist Auch hart weil das sind andere Wetterbedingungen und Man ist viel mit dem Leben und dem Tod Im Berührung Mit Beidem beides sehr eng beieinander.
Wir verlinken das Buch in den Schornots. In der folgen Beschreibung wer da mehr über das Leben im Bola Bü lesen will. und eben auch, weil deswegen mache ich ja auch den Podcast Weil wir wollen ja authentische Einblicke geben Und wir wollen auch zeigen was dahinter Der Instagram Kulisse ist und was sie eben auch bedeutet da zu leben?
Und dass natürlich Im Sommer wenn die Sonne scheint und das Gemüse im Garten wächst und so weiter halt Natürlich Was anderes ist als im Winter Wenn es dann halt einfach lange kalt ist nichts wächst und man halt eben auch sehr ursprünglich widerlebt, was das eben auch dann bedeutet im Winter. Dafür vielleicht noch weil wir da ja auch kurz das vorher noch angesprochen haben, vielleicht da noch ein paar Sätze noch zu der finanziellen Situation?
Weil wir da auch authentisch sein wollen, eben du hast gesagt, dass am Anfang angefangen als Hebamme zu arbeiten, weil das aber eben eine Privatleistung ist, auch in Schweden bezahlen wollen oder bezahlen können. Arbeitest du ja auch noch im Vertrieb und zwar arbeitest du online für Runde, Futter, Katzenfutterhersteller.
also das ist auch so das was euch auch so finanziell das zumindest eben auch so überleben sich hat. Ja, genau. Also ich habe halt für mich geschaut was kann ich tun um nicht zurückzumüssen in den Kreißsaal oder vielleicht sogar mein anderen Job wie bei Ika an der Kasse oder so. manchmal bekam ich solche Ängste und nein das Geld reicht nicht!
Ich muss jetzt irgendwo etwas machen. Ja, und es gibt ja in der heutigen Zeit so vieles was wir tun können. Und im Bereich Tierfutter also ich arbeite jetzt mit dem Unternehmen zusammen das eben Hunde-und Katzenfutter herstellt und witzigerweise auch tatsächlich aus Schweden...also das ist schwedische Qualität bin ich in diesem Direktvertrieb als Empfehlung da.
Also ich empfehle und ich berate die Kunden, mache eine Weiterbildung auch gerade zu zertifizierten Ernährungsberaterinnen in dem Bereich Und das ist etwas was mich so begeistert weil ich das von überall aus machen kann. Ich habe selber zwei Hunde und eine Katze. Mir ist es super wichtig was meine Tiere zu fressen bekommen also auch nachhaltig und langanthaltend gesund.
ja Es ist auch so ein Thema, dass ich merke, dass sich hier in Schweden immer mehr zu diesen Back to the Roots was es wirklich wichtig und gesund für uns alle zurückkomme. Und mit diesem Unternehmen ist es mir möglich finanziell unabhängiger zu sein – und ich glaube das da noch viel mehr möglich ist!
Aber mein Fokus, also meinen Traum. Ich glaube es ist wichtig dass man einen Traum und ein Ziel hat ist eben diese Hausgeburten anbieten zu können. Und das kann ich mir durch diesen Direktvertrieb ermöglichen dadurch dass dann Geld reinkommt langfristig passives Einkommen reinkommt. Hunde und Katzen brauchen immer was zu fressen, die werden nachbestellen... Das ist einfach klasse!
Und dann sind wir es uns allen geholfen. das ist ein gutes Gefühl. ich kann da jemandem helfen dem Hund der vielleicht Durchfall hat oder erbrechen oder irgendwelche anderen Stürigkeiten, Allergien helfe da und auf der anderen Seite kann Ich damit unser Leben hier finanzieren. und ja hätte nie gedacht dass das mal mein Weg wird.
aber ich fühle mich total wohl mit Ja, aber ist eben interessant auch zu sehen. Weil es ja nicht nur auf einem Gleis läuft sondern weil man gerade im Ausland oft mehr gleisig fährt und wird einfach gucken wie's für einen funktioniert. Und grade das Online-Arbeiten ist ja für viele Auswanderer im Moment eine große Möglichkeit um sich halt das Leben auch im Auslands zu finanzieren.
Absolut! Deswegen danke dir da für die Einblicke. Wir haben jetzt natürlich viel über eure Geschichte gesprochen, über den Hof und über die Erfahrung. Ich wollte es noch so ein bisschen eben über Schweden sprechen. Es gab im letzten Sommer eine Rückwanderer-Geschichte hier im Podcast, die hat sehr viele Reaktionen ausgelöst und auch heute kommentieren Leute unter dieser Folge weil in erster Linie geht's auch viel um die schwedische Mentalität Zurückhaltung gegenüber Neuen, dass es schwer ist sich ein Umfeld aufzubauen und deswegen glaube ich jetzt spannend das jetzt mal aus deiner Sicht zu sehen.
Wie ging das für euch zum einen wenn wir die deutsche Community mal weglassen sondern eben nur über die Schweden oder der Mentalität reden wie ihr euch da einfinden einleben konntet? Ja finde ich spannend. die Frage! Ich habe das auch mitbekommen. Also ich fand das richtig doof, dass das so gesprochen wurde.
Dass es schwierig ist in Schweden Fuß zu fassen. Natürlich macht jeder seine eigenen Erfahrungen und ich möchte niemanden da irgendwie niemandem zu nahe treten kann aber aus unserer Erfahrung sagen wir haben durch die Bank weg positive Erfahrungen gemacht Wir haben sofort Anschluss bekommen. Ganz klassisches Beispiel!
Wir sind ja am Badplatz gegangen noch in unseren ersten Monaten Ja, zwanzig-einundzwanzig. Und dann haben wir da gesessen und haben da Würstchen gegrillt und dann kam eine andere Familie und die wollten auch grillen. Dann haben wir mit denen kurz gesprochen und ihnen noch unsere Leftovers quasi angeboten und es entstand ne Freundschaft, die bis heute hält so.
Man muss aber auch fairerweise möchte ich dazu sagen dieses Pärchen, die Frau ist Schweden und der Mann is Holländer. also man kann jetzt mutmaßen das liegt daran weil sie auch Multikultis sind Vielleicht. Aber es geht weiter, also wir haben natürlich viel wie du sagst das ich soll's außen vorlassen nicht die deutsche Community.
Es gibt viele Deutsche hier in Schweden keine Frage aber wir haben auch deutsche Deutsche. Wir haben auch schwedische Freunde und auch hier in der Straße. Ich sagte vorhin ja auch dass wir hier Sommerhäuser haben In unserer Straße Die also nur im Sommer von den Schweden besucht werden. Auch da haben wir Freundschaften knüpfen können auch über die Zeit hinweg.
Das heißt, wenn sie jetzt nicht da sind schreiben wir ab und an einen haben Kontakt Und ich habe einfach den Eindruck also erstmal wie man in den Wald hineinruft zur Schalt ist heraus Wenn ich meinen Gegenüber freundlich begegne, dann kommt Freundlichkeit zurück. Ich habe noch einen unfreundlichen Schweden erlebt.
Der ist einfach kriscremig ein alter Mann, der hier im Wald wohnt und von nichts will. Aber er will auch von den Schweden nichts wissen! Das hat also nichts mit mir als Deutsche zu tun. Und grundsätzlich sind die super offen, super nett aber obacht sie mögen es halt nicht wenn man Wie sagt man? Vielleicht zuforscht ist und direkt ins Detail geht, also als Deutsche.
Und mein Mann ist halb Italiener. Ist natürlich immer schnell sehr impulsiv und sehr offen usw. Da darf man sich einfach nicht wundern wenn man nicht zurück eingeladen wird. Das kann passieren dass die total nett sind aber man wird nicht auf den Kaffee eingeladen. das heißt aber nicht dass sie einen nicht mögen.
es ist einfach normal glaube ich Irgendwann laden sie einen ein, aber vielleicht auch nicht und das ist dann in Ordnung. Also wir haben Nachbarn bei denen waren wir noch nie im Haus. In den letzten vierenhalb Jahren war ich da noch nie drin. Wir grüßen uns einfach und der kommt wenn wir Hilfe brauchen und ich sage wir brauche Hilfe bei der und der Aktion.
Dann kommt er und hilft vier stundenlang schwere Holzarbeiten zu machen und dann geht er wieder. Es ist einfach normal für ihn so zu helfen Aber er möchte mich trotzdem nicht zum Kaffee einladen. Der andere Nachbar lädt einständig ein zum Kaffe. Also Fika ist ja das Stichwort, immer mal Pause machen und so.
Und deswegen ich kann nur sagen Ich glaube die Schweden sind etwas zurückhaltender Die sind aber auch selber so groß geworden. Das ist das was uns erzählt wird dass sie innerfamilie sehr eng sind Und keine riesen großen Freundeskreise haben Sondern eher in ihrem Kreis sind Und deswegen ist jemand Neues der dann kommt Vielleicht auch gar nicht Auf deren Karte.
Warum sollten Sie jetzt groß mit uns was machen? Aber sie lehnen uns nicht ab und wir haben Freundschaften gesammelt. Und ich muss auch dazu sagen, man muss sich vielleicht überlegen warum geht man denn nach Schweden? Also warum möchte man nach Schwedern auswandern? wenn ich jetzt ganz viele Freunde treffen möchte oder neue Bekanntschaften kennenlernen möchte dann ist vielleicht wirklich ein südliches Land geeigneter weil die aufgeschlossener sind.
direkt aber in Schweden kann ich meine Ruhe haben und ich kann Freunde haben. Ich kann beides haben. mich würde niemand einfach so besuchen kommen Wenn ich das nicht möchte, also ich kann mich da... Ich profitiere davon muss ich sagen. Dass mir kein Haufen Sack geht! Genau, also das ist so mein... So kann man es auch sagen.
Wie wichtig ist die Sprache? Ja, also die freuen sich so sehr wenn man schwedisch lernt und spricht. Man kommt super gut mit Englisch klar. eigentlich würde ich behaupten man bräuchte kein Schwedisch lernen aber es wäre unfreundlich ist nicht zu tun. Also sobald man anfängt auf schwedische F zu probieren sie freuen sich So sehr dass man jetzt probiert und sie helfen einem auch dabei.
Und nichtsdestotrotz Wenn das nicht klappen sollte wird man auch mit englisch überleben Auch bei euch auch bei uns. Also was dünn Besiedel da ist? Absolut, absolut! Gerade auch die älteren Leute, die sagen, wir können kein Englisch... Die können fast alle gut Englischen weil sie ja auch das englische Fernsehen haben.
Das ist ja anders als in Deutschland ne? Ja, das ist echt interessant. Vielleicht noch kurz so dünnen besiedelten Regionen. Was muss man da noch wissen bevor man dahin zieht? also auf was muss man dann eben verzichten wenn man in so einer Region lebt? Ich würde jetzt wirklich Stichwort sagen Essen gehen, also Restaurantbesuche, Einkaufszentren.
Da muss man einfach länger hinfahren. wenn ich jetzt zu solchen größeren Einkaufszentren möchte sowas wie IKEA H&M und so dann muss ich über eine Stunde fahren. kleinere Einkaufeszentren also Supermarkt zum Beispiel habe ich hier schon in Copperberg das ist zwölf Kilometer entfernt Das ist easy. Also mein Sohn fährt zum Beispiel auch mit dem Fahrrad zum Boxen nach Kofferberg rein, das ist auch gar kein Problem.
Ja ich denke wahrscheinlich sind das einfach die Wege, die man dann in Kauf nehmen muss und dass eben Freundschaften – das kann auch sein, Bekannte die man trifft und Freundschaftend sich entwickeln – es kostet mehr Fahrzeit jemandem zu besuchen oder so. Das könnte sein! Ach so und ein ganz springender, das habe ich natürlich fast vergessen.
Aber sowas wie ärztliche Versorgung also tierärztliche versorgen oder auch für uns Menschen ist es natürlich auch ein bisschen weiterer Weg wenn man so einsam wohnt oder eben in dem dünn besiedelten in der dünnen besiedelten Region ist es dann günstiger da zu leben. Also wenn wir mal noch zu dem Thema Lebenshaltungskosten kommen, wie schätzt du das heute ein jetzt eben nach all den Jahren in Schweden?
Wie viel teurer günstig ist es als vorher in der Region Minden? Das ist schwierig. ich würde fast sagen dass es schon fast ähnlich ist. also was natürlich immer noch günstige ist ist der Immobilienpreis. also wenn man jetzt einen Haus kaufen möchte ist es deutlich günstigen aber so etwas wie Lebensmittel Kosten sind schon fast gleich.
Also Deutschland gleich der Preis, würde ich schon sagen. Strom finde ich ziemlich teuer. hier liegt aber auch mit daran weil jetzt muss man dazu sagen die Häuser natürlich gar nicht so isoliert sind in denen wir jetzt hier wohnen. also deswegen verbrauche ich natürlich dann noch mehr Energie wenn ich erzeizen möchte und keine Kamin hätte.
aber wir haben einen Kamin. also wir haben zum Beispiel den ganzen Winter jetzt nur mit dem Kamin geheizt. Ja, und sonst Spritpreise brauchen wir nicht drüber reden. Die explodieren ja aber aus anderen Gründen und die sind hier in Schweden aber noch ein bisschen günstiger. also da...ja ich würde sagen es ist ungefähr gleich.
Also auch jetzt eben wenn man so einkaufen geht würdest du sagen hast du genau selber für Versicherungen und solche Dinge? Gemüse finde ich hier teilweise ein bisschen teurer Macht ja auch Sinn, weil hier das der Anbausch bescheiden läuft. Aber sonst finde ich es ungefähr ähnlich. wie gesagt und Versicherung... Da müsste ich jetzt meinen Mann fragen aber ... Ich glaube wir sind ein Tuckengünstiger.
also Autoverseicherung ist auf jeden Fall günstiger und auch die Hausrat und so was ist auch ein bisschen günstig. Also und ich muss aber auch sagen dass ich nicht alles immer versichere. Ich bin nochmal ein bisschen anders gestrickt. Ich habe auch nicht jedes Haustier versichert. Das muss jeder für sich selber dann gucken.
Also wenn wir jetzt mal so vergleichen, eben euer altes Leben in Deutschland. Euer neues Leben in Schweden würdest du sagen um ebenso leben zu können musst du heute mehr hasseln. also hast du mehr zu tun. ich weiß dein Mann arbeitet ja inzwischen auch als Handwerker. auch für andere hilft er ihm mit.
beim Bau würde es zu sagen ihr müsst euch dieses Leben auch da leisten können. mehr tun oder ist Alles in allem auch ein entspannteres Leben. Es ist viel entspanner, also ich muss auf gar keinen Fall mehr tun weil aber mein Lifestyle sich verändert hat. Also wenn ich jetzt noch den gleichen Konsum hätte und die gleichen Anforderungen an das neuste Möbelstück und die schönste Küche oder so ja dann müsste ich wahrscheinlich ein paar Stunden mehr machen.
Nein, also ich habe das Gefühl wir sind super entschleunigt. Wir können uns die Zeiten alle selbst einteilen. Das ist etwas was ich sehr schätze. Ich lebe und liebe das Leben hier auf dem Hof mit den Tieren. Was sagte mein Mann so schön, hier weiß man was echte Probleme sind. Also ein echtes Problem ist ja wirklich wenn mal die Wasserpumpe wirklich eingefroren ist und dann wirklich dir das Wasser aus dem Brunnen holen muss oder es so glatt ist weil es so krass gefroren is dass sich die Pferde nicht bewegen können weil sie sonst stürzen und sich verletzen würden und wir dann gucken müssen dass wir die Stelle absperren oder so.
also das sind für mich so richtige Probleme sozusagen. Solche Dinge, die wir in Deutschland oft als Probleme hatten das ist ja alles hinfällig. also denke ich gar nicht mehr drüber nach. Welcher Luxus fehlt dir am aller allermeisten? Das ist eine gute Frage! Ich wollte gerade erst sagen die Sitzheizung im Auto.
aber die habe ich jetzt weil ich hab ein Volvo jetzt gerade so einen gebrauchten. Der hat ne Sitz-Heiz. Ja klar in Schweden muss man natürlich Volvo Also Luxus. Wahrscheinlich ist es die Dusche, dass man immer da hinfahren muss aber das wollen wir ja langfristig ändern und mein Mann baut gerade eine Sauna, dass wir sie auch hier auf dem Hof haben.
also ich glaube nein mir fehlt nicht wirklich an Luxus Wenn wir noch, du wirst ja auch viel kontaktiert von Menschen eben die dir auch bei Instagram folgen und natürlich auch Interesse haben in Schweden zu leben oder vielleicht im Plan deinen Außenwander. Welche Tipps gibst Du Menschen mit, die auch nach Schweden wollen?
Ja schaut unbedingt welche Region ihr zum Leben erwählen möchtet! Das finde ich ist wichtig, weil Schweden ist so facettenreich. Südschweden ist ganz anders als mittelschweden und umgekehrt. Und ich glaube, ganz oben im Norden ist auch nochmal eine ganz andere Nummer. Dann sollte man sich darauf einlassen dass das Leben in den Häusern anders ist also auch dass die Häuser einer anderen Qualität haben und vielleicht nicht alles so perfekt gestrichen oder tapiziert oder so ja?
Dass man einfach Ja sagt zu dem Unperfekten sich auch auf das Wetter einlässt. Also ich habe hier in Schweden auch einfach die Jahreszeiten lieben gelernt, jede Jahreszeit für Sicherheit etwas ganz Besonderes und es nützt halt nichts sich über den langen Winter zu beschweren. entweder man umarmt ihn oder hat ihn einfach gern weil er auch wirklich ja der macht auch was toll ist mit einem Ja da bringt einen richtig runter und so.
Hey weißt du, Tchö, weißt Du was ich gesehen hab? Du gehst dir sogar eisbaden! Ja na klar. Apropos Winter umarmen ja Absolut, ich finde das gehört dazu. Also das ist so genial! Ich hätte es auch niemals gedacht dass ich das mal mache. Ich habe mir schon so viele Sachen gemacht von denen ich niemals gedacht hätte, dass ich die mal mache und jetzt gehören sie einfach dazu.
Und das is so schön wirklich. Okay also Winterumarmen sonst noch was wurde sagst du das unbedingt beachten? Ja also schon auf sich auf die Sprache einlassen finde ich schon, dass man schwedisch ist auch für uns deutsche leicht zu erlernen. Also schwedische ist ja sehr nah am deutschen. Ja, und ich würde sagen seid einfach offen.
Das ist aber grundsätzlich egal ob Schweden oder anderes dann einfach offen für die Kultur zu sein und sich darauf einlassen. Sich nicht die ganze Zeit mit Deutschland zu vergleichen das ist nichts zu vergleichen dann würde man auch nicht glücklich werden. Tolles Schlusswort. Das ist heute eine etwas längere Folge geworden.
und wer jetzt noch mehr hören will, wir wechseln ja in den Einfach-Aussteigenglub für die Bonuszeit. zu dieser Folge da spreche ich mit Anna noch über die ärztliche Versorgung im Mittel Schweden also auch eben was es bedeutet wenn man jetzt da ein bisschen eben einsamer wohnt. gibt's da überhaupt noch Ärzte, Krankenhäuser usw.
Und wie welche Erfahrungen hat sie damit gemacht? Wir sprechen auch über das schwedische Schulsystem vorher mal kurz angesprochen, wo es um den Sohn geht. Also eben was findet Anna besser? Was ist möglicherweise auch schlechter als in Deutschland? und wir sprechen noch über aktuelle Immobilienpreise in Schweden beziehungsweise mittels Schweden.
wie ist das da jetzt gerade? gibt es noch so günstige Höfe oder ist da alles teurer geworden? Wer das nicht verpassen will dann Mitglied werden im Club von Einfach aussteigen Geht ganz simpel über den Link in den Show Notes hier in der Podcast App oder über die Webseite der Auswanderpodcast.com. Anna, die erste Mal herzlichen Dank.
bis hierhin! Ja ich danke dir Nikolas. Vielen vielen Dank. Das war die Auswandungsgeschichte von Ana, die mit ihrer Familie in der Pandemie im Jahr zwanzig einundzwanzig Deutschland verlassen hat und nach Schweden gegangen ist. Ich fand es wichtig heute diese Geschichte zu hören weil ich immer noch merke wie tief die Risse aus dieser Zeit in der Gesellschaft immer noch sind.
Und deshalb Herzlichen Dank an Anna hier, dass sie so ehrlich darüber gesprochen hat und uns ihre Erfahrungen geteilt hat. Ich finde das nicht selbstverständlich. herzlichen Dank dafür! Die Bilder zu der Folge gibt's natürlich auf dem Instagram-Kanal von Einfach raussteigen. wenn du als man sehen willst wie Anna in Mittelschweden lebt dann schau da unbedingt vorbei und wenn du mit dieser Episode heute neu In meinem Podcast gefunden hast, dann ganz wichtig abonniere einfach aussteigen egal über welche App oder wo du das hier gerade hörst damit du alle weiteren Episoden nicht verpasst.
Denn ich bin schon zurück am nächsten Mittwoch mit einer brandneuen Folge. bis dahin alles Gute ciao!