Food Crimes - Was schmeckt dahinter?

#81 Die Vanille-Mafia von Madagascar

Dienstag, 2. Juni 2026 · 52 min

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Shownotes

Es ist eine schwüle Nacht im September 2016, Clovis Razafimalala sitzt in seinem Haus in im Nordosten Madagascars und schaut auf seine Notizen. Vor ihm liegen Fotos & Dokumente, die unzählige Geheimnisse auflösen. Clovis weiß, was er da in den Händen hält. Diese Unterlagen zeigen die Schattenseiten einer Industrie, die 80% des weltweiten Vanille-Vorkommens produziert und dafür sorgt, dass auch wir unser geliebtes Vanille-Eis in den Händen halten können.

Nur wenige Tage später wird Clovis verhaftet und die nächsten zehn Monate seines Lebens in einem madagassischen Gefängnis verbringen. Nur, weil er der Wahrheit zu nahe gekommen ist. Einer Wahrheit, die nach Vanille riecht – und nach Geld.
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Es ist eine schwüle Nacht im September 2016. Clovis Razafi Malala sitzt in seinem Haus im Nordosten Madagaskars und schaut auf seine Notizen. Vor ihm liegen Fotos, Notizen, Dokumente, die unzählige Geheimnisse auflösen. Er sieht Lastwagen, beladen mit langen, dunkelroten Stämmen, die so schwer sind, dass er das Knirschen der LKW-Achsen quasi hören kann.

Er blättet durch Papiere, auf denen Schiffsrouten stehen, die niemand offiziell genehmigt hat und Namen nennen, die jeder kennt, aber über die niemand spricht. Clovis weiß, was er da in den Händen hält. Diese Dokumente zeigen die Schattenseiten einer Industrie, die 80% des weltweiten Vanillevorkommens produziert und dafür sorgt, dass auch wir unser geliebtes Vanille-Eis in den Händen halten können.

Nur wenige Tage später klopft es an seiner Tür. Es ist die Polizei. Der Vorwurf, Anstiftung zur öffentlichen Unruhen. Was Clovis in diesem Moment nicht weiß, er wird die nächsten zehn Monate seines Lebens in einem madagassischen Gefängnis verbringen. Nur, weil er der Wahrheit zu nahe gekommen ist. Einer Wahrheit, die nach Vanille riecht. Und nach viel, viel Geld.

Das ist Food Crimes. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temme und Florian Reza. Oh, was ein Intro. Was ein Intro, du Mann. Mann, Mann, Mann, Mann, Achim. Wir haben vor ein paar Wochen, ich weiß nicht mehr ganz genau, in welcher Folge das war, aber über Gewürzbetrug und über die Schattenseiten dieser Industrien gesprochen.

Und ich hatte eine Geschichte schon länger rumliegen, die ich mir jetzt mal vorgenommen habe. Und als ich da eingestiegen bin, Junge, Junge, Junge, da hat sich eine Tür nach der anderen aufgemacht und möglicherweise eine meiner Lieblingsfolgen in langer Zeit. Ich möchte hier noch nicht zu groß einsteigen, aber wirklich, da steckt ganz, ganz viel drin.

Auch weil Vanille, ich finde, das nimmt man manchmal so ein bisschen für selbstverständlich hin, dass es Vanille gibt. Oder Vanille. Kaufst du manchmal Vanille und machst die irgendwo rein? So aktiv? Ja, das wollte ich nämlich gerade sagen. Ich finde, Vanille ist nicht unbedingt so selbstverständlich.

Ich verbinde damit schon immer so was, was rar ist, was auch ein bisschen teuer ist. Wenn ich mal, was Besonderes backe oder einmal in meinem Leben habe ich schon mal eine Vanillesoße selber gemacht, dann kaufe ich schon mal eine richtige Vanille, ja, wenn ich backe. Es schmeckt ja auch hervorragend zu Rhabarber. Jetzt ist ja gerade Rhabarberzeit.

Ich habe letztens nochmal einen sehr leckeren Rhabarberkuchen gemacht. Da habe ich auch Vanille reingemacht. Aber ansonsten ist das eher was Besonderes, würde ich sagen. Weil man das ja auch häufig dann in diesen Gläsern kauft. Fancy, fancy aus. Ein bisschen mehr nach was aus. Aber ich bin total gespannt, vor allen Dingen, weil der Leidtragende dieser Geschichte ja jemand ist, der einfach, also glaube ich zumindest, einen Skandal aufdecken wollte.

Und eigentlich ja gute Absichten hatte. Und ja, das ist dann immer besonders tragisch, wenn so eine Person dafür bestraft wird. Wir kommen später nochmal drauf zurück. Wir haben so verschiedene Spielplätze heute, würde ich es mal nennen, der Vanille-Industrie. Du sagst Vanille, oder? Ich werde jetzt die ganze Zeit Vanille sagen. Vanille. Vanille.

Bei mir kommt es glaube ich darauf an, was ich dann noch sage. Also Vanille ist für mich was anderes als Vanille. In welchen Kreisen du verkehrst. Richtig. Nee, aber ich finde Vanille ist halt so ein bisschen was Schickeres. Für die guten Stunden zu zweit. Und Vanille ist so ein bisschen, ja, Vanille-Eis. Das ist dann Eis mit Vanille-Aroma.

Keine Ahnung, was ich sage. Ich werde heute einfach Vanille sagen, weil das, glaube ich, ein bisschen einfacher zu sagen ist. Die Bilder für heute gibt es wie immer bei Instagram. Und möglicherweise ändert sich das bald. Aber hey, komm, ich möchte noch nicht zu weit vorgreifen. Aber möglicherweise ändert sich das bald.

Und ihr habt ja schon gehört, unsere Hauptperson heute heißt Clovis Razafimalala. Ich werde ihn ab jetzt nur noch Clovis nennen. Warum? Weil der Nachname kompliziert ist. Ich mich dann aber kurz gefragt habe, was hat es eigentlich mit madagassischen Namen auf sich? Weil in der Geschichte werden wir noch einigen Namen begegnen, die für unsere europäischen westlichen Ohren sehr ungewöhnlich klingen.

Ich dachte mir, so ein ganz kurzer Exkurs, bevor es losgeht, zum Thema madagassische Namen, den nehme ich mir hier kurz raus. Und zwar hat das Madagassisch seine Wurzeln im indonesischen Sprachraum. Die madagassische Sprache hat daher viele Verbindungen sowohl in den asiatischen als auch in den afrikanischen Raum.

Heute ist die Amtssprache auch französisch auf Madagaskar aufgrund der kolonialen Vergangenheit. Aber die Namen setzen sich im Grunde aus verschiedenen Wörtern und persönlichen Eigenschaften, Segenswünschen und der Familiengeschichte zusammen. Dadurch sind viele Namen so lang und machen für uns erstmal gar keinen Sinn, aber es ist im Grunde eine Erklärung, wer die Person ist, wo sie herkommt etc.

Daher kommt es auch, dass vor allem bei Herrschern und Königen auf Madagaskar lange Namen besonders beliebt waren. Umso länger, umso mehr Titel, umso mehr Bedeutung, umso besser. Und ich habe mal einen rausgesucht. Und zwar gab es auf Madagaskar den Herrscher Andrea Nampoini Merinandrianzi Mitovami Nandriana.

Ungefähr. So, und jetzt alle nochmal. So, genau. Und tatsächlich, im Alltag nutzen viele Menschen aber einen kurzen, prägnanten Namen. So ein bisschen wie in deiner Folge in der letzten Woche, dass auch in Thailand nicht alle permanent bei ihrem langen Namen genannt werden, sondern irgendwie Spitznamen haben, Abkürzungen.

Aber ja, deswegen werde ich ihn heute Clovis nennen und das wollte ich euch aber noch mitgeben zur madagassischen Sprache, weil ich das ganz interessant fand. Ich würde sagen, steig mal ein, oder? Jawohl. Denn bevor wir Clovis wieder begegnen, wollen wir erstmal schauen, wo wir sind und warum die Vanille so eine besondere Pflanze ist.

Madagaskar, vor der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean gelegen, ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie ist knapp viermal so groß wie Bayern und eine wahre ökologische Wunderkammer voller Lemuren, Chamäleons, Baobabäumen und Vanillepflanzen. Ich muss einfach die ganze Zeit an den Film Madagaskar denken.

Vor allem jetzt bei Limuren, die Limurenkönig. Sie wohnen da tatsächlich wirklich. Ein toller Film, finde ich. Kann man immer wieder schauen. Acht von zehn Vanilleschoten weltweit werden in Madagaskar angebaut. Genauer gesagt im Nordosten der Insel, in der Region Sava. Gut 100.000 Menschen leben hier vom Vanillegeschäft, das harte Arbeit ist.

Denn bis die feinen Schoten bei uns im Regal liegen, im Eis oder der Cola landen, müssen sehr, sehr viele Dinge zusammenkommen. Denn das größte Problem ist, die Vanillepflanze, eine Orchideenart, ist in Madagaskar gar nicht heimisch. Ursprünglich stammt sie aus Mexiko, wo eine Wildbienenart für die Bestäubung sorgt.

Da es diese Wildbienen in Madagaskar aber nicht gibt, müssen jedes Jahr Millionen Blüten von Hand bestäubt werden. Und wäre das nicht schon schwierig genug, kommt noch hinzu, dass sich die Vanilleblüten immer nur einen einzigen Tag pro Jahr öffnen. Zwischen September und November ziehen die Vanillebauern also mit einem kleinen Holzstäbchen unter brütender Hitze durch die Vanillefelder und machen Tupf, Tupf, Tupf.

Danach dauert es neun Monate, bis aus der Blüte eine reife grüne Schote wird. Und ich habe natürlich noch ein Foto für dich, damit du einmal siehst, wie das aussieht, wenn die Vanilleschoten bestäubt werden oder die Blüten. Die Schoten kommen ja erst später, aber die Blüten werden bestäubt. So sieht das Ganze aus.

Oh ja, also das ist kleinteilige Arbeit, will ich meinen. Das ist crazy, oder? Ja, also man sieht eine geöffnete Blüte und zwei Hände, die so einen kleinen Stab in der Hand halten, wirklich ein Mini-Stab, sieht aus wie ein Streichholz so in der Größe. und dann die Blüte bestäuben. Das muss ja irre lange dauern.

Das ist wirklich, glaube ich, der wildeste Funfact zu Vanille. Dass das keine einheimische Pflanze ist und dass jede Vanilleschote weltweit, die existiert, nicht jede, so in Mexiko wird auch noch Vanille angebaut. Also es gibt auch noch Schoten, die nicht von Hand bestäubt werden müssen. Aber 80 Prozent des weltweiten Vanillevorkommens müssen per Hand bestäubt werden. Das ist so crazy. Ja.

Also da werde ich jetzt auch, glaube ich, beim nächsten Mal noch genauer darauf achten, dass ich wirklich alles aus dieser Vanilleschote rauskratze. Ja. Und natürlich, wenn ihr sie ausgekratzt habt, dann packt die einfach bei euch in den Zucker rein. Das ist eh der geilste Hack. Dann hat man immer so leichten Vanillezucker.

Ich habe das hier bei uns auch gemacht und dann war irgendwann eine Freundin zu Gast, die hat den Zucker aufgemacht und war so, fuck ey, da ist irgendwie ein Insekt drin. Und du so, nein, nein, nein, gute Frau Es ist nur, es ist Genuss in dieser Verpackung, sie hatten gerade den Genuss entdeckt. Weiter geht's. Damit aus der grünen Schote dann aber die uns bekannte schwarze Schote wird, die auch wirklich nach etwas schmeckt, vergehen noch einmal mehrere Monate.

Denn erst durch gesteuerte Fermentation, also ein Wechselspiel aus Sonne und Schatten, wird die Schote verkaufsfertig. Vielleicht erklärt es sich jetzt für euch, warum echte Vanille oft so teuer ist. Kommt dann noch ein Zyklon oder eine Trockenphase in Madagaskar dazu, schießen die Preise ins Unermessliche.

So geschehen Mitte 2017. Zu diesem Zeitpunkt kostet ein Kilo Vanille über 600 Dollar und damit mehr als ein Kilo Silber, das es schon für gut 550 Dollar gibt. Wie viele Euro sind das aus gegebenem Anlass? Ja, wenn wir die Bitte bekommen, die Preise mal in Euro umzurechnen. Also 600 Dollar sind Stand heute ungefähr 500 Euro.

Aber damals war der Wechselkurs ein bisschen anders, aber heute sind das ungefähr 500 Euro. Ich habe dir einmal ein Bild von diesem Zyklon mitgebracht und du kannst mal kurz beschreiben, was du da siehst und dann erkläre ich dir, was das Besondere ist an diesem Bild. Ja, kannst du mir vor allen Dingen und vielleicht auch noch ein paar anderen Leuten nochmal sagen, was ein Zyklon genau ist? Ich habe mich ehrlich gesagt jetzt nicht nochmal tiefer damit auseinandergesetzt.

Ich glaube, das ist einfach ein Hurricane, aber im asiatischen Raum. Das sind auch meine Geografiekenntnisse aus Klasse 7 bis 9. Das ist auf jeden Fall heftiger Wind mit ordentlich Regen dran. Macht viel kaputt. Ja, und du zeigst mir jetzt die Route dieses Zyklons. Der ist auf Madagaskar zugesteuert. Dann ist er einmal von oben bis unten durchs Land gefegt und dann hat er sich wieder verpieselt.

Aber das Besondere ist, wenn du da so ein bisschen reinzoomst, dann siehst du oben an der Ecke wie so eine kleine Halbinsel unter diesen zwei orangenen Punkten, die da zusammen liegen. Ah ja. Das ist die Region Sava. Also das ist die Region, wo Vanille angebaut wird. Das heißt, der ist da mit vollem Karacho draufgeknallt und ist dann nicht irgendwie nach oben weggezogen, sondern schön dann einmal nach unten durch, durch diese komplette Region durch.

Das heißt, dieser Zyklon 2017 hat 80 Prozent der weltweiten Vanilleproduktion einfach mal mit voller Breitseite getroffen. Also wirklich, schlimmer hätte es nicht laufen können, könnte man glaube ich sagen an der Stelle. Das sieht so aus wie gezielt, weißt du? Ja, aber wirklich, ja. Dieser absolute Rekordpreis, den ich gerade angesprochen habe, also diese 600 Dollar pro Kilo Vanille, Dolo.

Das ist jetzt einfach der Mittelwert immer zwischen Dollar und Euro, damit wir erfinden eine neue Währung, der Dolo. Umgerechnet sind das ungefähr 542 Dolo. Diesen absoluten Rekordpreis, den ich gerade angesprochen habe, also diese 600 Dollar pro Kilo Vanille, ist das Ergebnis einer Entwicklung, die sich schon seit mehreren Jahren angekündigt hat.

Lange Zeit war der Vanillepreis recht stabil, so mit 50 bis 100 Dollar pro Kilo. Also ungefähr 40 bis 80 Euro. Doch dann kam nicht nur der Zyklon Enavo, den du gerade gesehen hast, sondern auch die weltweite Nachfrage nach echter Vanille stieg gewaltig an. Denn künstliches Vanillin war in westlichen Ländern out.

Was für viele Bauern in Saba ein Geldregen bedeutete, ruft Mitte der 10er Jahre aber auch Menschen aufs Spiel, die mit dem Anbau der Schote nichts zu tun haben, aber trotzdem mitverdienen wollen. Ich habe ja vorhin schon angedeutet, dass wir uns jetzt verschiedene Bereiche des Vanillehandels anschauen wollen, in dem sich Menschen bereichert haben und natürlich durch diese hohen Preise auch angestachelt wurden, daran mitzuverdienen.

Oder es wurde einfach ein Geschäftsfeld, wo jeder rein wollte und jeder mitverdienen wollte. Und das ruft natürlich immer auch Menschen auf den Plan, die nichts Gutes im Sinn haben. Wir müssen uns noch einmal ganz kurz vorher damit auseinandersetzen, wie der Vanillemarkt eigentlich funktioniert. Weil, dass die Vanille am Ende irgendwo in der Langnese-Packung landet oder einfach, wie du gesagt hast, am Anfang in einem schönen Glas bei DM, was weiß ich.

Da liegen ja viele Schritte dazwischen. Und tatsächlich ist es so, dass viele Bauern mit Zwischenhändlern zusammenarbeiten, die das dann wiederum entweder noch roh an Verarbeiter verkaufen oder die verarbeiteten Bohnen dann an große Aromenkonzerne oder Unternehmen, die dann sozusagen die Vanille weiterverarbeiten.

Und das ist auch noch so ein Feld, es gibt so viele Firmen, die einfach sich nur auf Aromen spezialisiert haben und diese produzieren und dann wiederum weiterverkaufen. Also Langnese fährt jetzt nicht nach Madagaskar und kauft dort irgendwie ein Kilo Vanilleschoten ein, sondern da sind viele Menschen dazwischen geschaltet.

Tatsächlich, ohne jetzt schon vorzugreifen, aber nach diesem Rekordpreis, haben sich viele Lebensmittelkonzerne, so wie Maas oder Unilever, schon dazu entschieden, diese Zwischenhändler zu umgehen, um einfach auch die Preise wieder zu senken und mit vielen Bauernkooperativen direkt zusammenzuarbeiten.

Aber später nochmal drauf zurück, bloß dass ihr es schon mal gehört habt. Aber die Arbeit beginnt am Ende bei den Bauern und die Bauern sind auch die, die natürlich von den hohen Preisen ein Stück weit profitieren. Auch Saratombo betreibt eine Vanilleplantage außerhalb der Kleinstadt Belambo. Was hier an seinen Pflanzen hängt, ist mehrere hunderttausend Dollar wert.

Auch sein Leben hat sich verändert, seitdem die Preise so stark angestiegen sind. Er wohnt nicht mehr in einem kleinen Holzverschlag, sondern konnte sich gleich ganze zwei Häuser leisten. Doch Saratombo hat wie alle anderen Bauern ein Problem. Diebe, bewaffnete Diebe. Er selber ist zu alt, um nachts mit der Machete durch den Busch zu ziehen und Fallstricke zu legen. Er greift auf einen anderen Schutz zurück.

Tattoos. Richtig gehört. Er tätowiert seine Vanilleschoten. Noch wenn sie grün sind, werden die Initialen der Bauern mit winzig kleinen Nadeln in die Schote eingestochen. Wenn die Schoten später geklaut, kann man sie zurückverfolgen. Davon habe ich auch ein Bild dabei, weil das ist mega faszinierend.

Das wusste ich vorher auch nicht. Aber wenn man es weiß, dann kann man da in Zukunft mal drauf achten. So sieht das Ganze aus. Wie wird das gemacht? Also wird das eingebrannt? Nee, das wird wirklich nur so kurz eingepiekst. Also die grünen Vanilleschoten sind mindestens doppelt so groß wie das, was wir am Ende sehen.

Und haben eine feste Oberfläche und da kannst du einfach reinpiksen. Und dann verhornt das in einer gewissen Art. Ah ja, okay. Ja, smart. Willst du einmal kurz beschreiben, was wir da sehen? Klar. Achso, man sieht zwei Schoten, die übereinander liegen und auf denen RHS reingestanzt wurde. Einmal in Rot und einmal in Schwarz oder Vanille.

Ich glaube, oben ist nur die Verdeutlichung. Also, dass man das einmal vollziehen kann, was da steht. Aber es ist, glaube ich, die gleiche Schote. Okay. Und das ist eine wahrscheinlich ja gängige Praxis von Vanillebauern, oder? Ja. Das ist eine gängige Praxis und das sorgt natürlich dafür, dass wenn die Schoten geklaut sind, dass man sie wiederfinden kann. Das Problem ist nur, so.

Wenn sie halt weg sind, sind sie erstmal weg. Das heißt, wenn die Diebe erfolgreich waren, dann sind die auch erstmal weg. Und die dann wiederzubekommen, ist jetzt nicht immer garantiert. Deswegen wollen sich nicht viele Bauern darauf einlassen, dass man seine Schoten so wiederbekommt. Denn die Korruption in Madagaskar ist groß.

Und die Wahrscheinlichkeit, seine Schoten wiederzusehen, gering. Als der Vanillemarkt auf seinem Höchststand ist, nimmt die Todeszahl im Zusammenhang mit der Vanillekriminalität daher immer weiter zu. Ein besonders schrecklicher Fall ereignet sich zu dieser Zeit in Anjahana. Nachdem die Diebe ihr Kommen sogar nach angekündigt hatten, hatte eine Gruppe von Bewohnern genug.

In der Nacht umzingelten sie die Diebe, nehmen fünf von ihnen fest und üben auf dem Dorfplatz blutige Selbstjustiz. Ein Beobachter beschreibt später, wie die Dorfbewohner die Diebe mit Macheten und Harpun zu Tode stachen. Die Polizei unternimmt nichts. Weder in diesem Moment noch später. Der Fall bleibt ungelöst.

Auf allen Ebenen herrscht Misstrauen. Auch ihren eigenen Angestellten vertrauen die Bauern nicht. Denn in manchen Lagerhäusern liegt Vanille im Wert von mehreren Millionen Dollar. Sondern es ist ganz normal, dass Mitarbeiterinnen kontrolliert werden, bevor sie in die Mittagspause gehen dürfen. Von diesem Moment habe ich auch noch ein Foto dabei, dass du einmal so ein Gefühl dafür bekommst, wie das Ganze dort aussieht und abläuft.

Ich gender hier auch gerade nicht, weil eigentlich in allen Beiträgen, die ich dazu gelesen habe, ist eigentlich immer klar, es gibt die Bauern, das sind die Männer und in den Lagerhäusern arbeiten die Frauen. Wie wir auch auf dem Bild sehen. Ja, also wir sehen eine Fotografie von vor einem Lager, also so halb draußen, halb im Lager sind wir noch drin.

Man sieht erstmal eine Gruppe von Frauen, die sich aufgereiht aufgestellt haben und die ja dann von den Männern, die auf der linken Seite des Bildes stehen, kontrolliert werden. Mhm. Scheint einfach ein großes Misstrauen aufgrund der wahrscheinlich auch prekären Lebenssituation, in der sich da viele Menschen befinden, zu herrschen. Ja, voll.

Ich hatte es ja schon so ein bisschen angesprochen, dass für viele Bauern auch mit diesen absurden Preisen ein gewisser Reichtum einherging. Also das habe ich immer wieder gelesen, dass viele sich dann nicht nur ein neues Haus mit oft dann fließend Wasser oder Satellitenfernsehen leisten konnten, sondern es gab dann auch so Nebeneffekte, wie das überhaupt Bars eröffnet haben in diesen kleinen Dörfern, dass die Menschen zum ersten Mal so auf Englisch sagt mit disposable income hatten.

Also so Einkommen, was man nicht einfach nur fürs Überleben ausgeben musste, sondern man ein bisschen was übrig hatte, um Spaß zu haben. Das waren dann so Nebeneffekte dieses Booms. Wie viel am Ende wirklich gestohlen wird, also auf den Feldern, in den Lagerhäusern, das ist so ein bisschen schwierig zu sagen.

Bauernvertreter sprechen von Verlusten bis zu 70 Prozent. Andere Beobachter, wie etwa das USP Scorps, schätzen die Verluste eher auf 30 bis 50 Prozent. Aber selbst 30 Prozent ist schon hoch, mit dem du rechnen musst, dass es einfach weg ist am Ende. Und die Unterschiede zwischen den Werten kommen vielleicht auch daher zustande, dass das USP Scorps sagt, man merkt schon, dass das Geld wieder bei den Bauern ankommt. Man sieht in den Dörfern, das hatte ich ja gerade schon angesprochen, einen gewissen Wohlstandsanstieg.

Also man sieht Solarpaneele auf Dächern, wie gesagt Bars oder auch neue Autos in den Straßen. Also es ist jetzt nicht so, dass vor Ort gar nichts ankommt von dem Geld. Für Clovis, unseren Freund aus dem Indrom, ist aber klar, das echte Problem sind nicht die Diebe auf den Plantagen oder in den Lagerhäusern.

Der größte Betrug findet woanders statt. Um zu verstehen, welches Betrugssystem Clovis im Jahr 2016 aufdeckt, müssen wir den Schauplatz wechseln. Wir verlassen die Vanilleplantagen und gehen tief rein in den Regenwald. Genauer gesagt in den Masoala Nationalpark, ein UNESCO-Welterbe, der ebenfalls an der Nordostküste Madagaskars in der Region Sava liegt.

In diesem Wald wächst etwas, das noch wertvoller ist als Vanille. Madagassischer Palisander, auf Englisch Rosewood. Ein dunkelrotes, dichtes Edelholz, aus dem man Möbel, Musikinstrumente und vor allem traditionelle chinesische Hongmu-Möbel baut. In China werden mit solchen Möbeln Wohnungen ausgestattet, die Statussymbole sein sollen.

Ein Stuhl aus madagassischem Palisander kann mehrere tausend Dollar kosten. Ein massiver Tisch, gerne mal fünfstellig. Das Problem ist nur, Palisander aus Madagaskar zu exportieren, ist seit 2010 verboten. Und seit 2013 stehen alle madagassischen Palisanderarten auf der SITES-Liste, einem internationalen Vertrag, der den Handel mit gefährdeten Arten regulieren soll.

Das heißt, der internationale Handel ist strikt reguliert bzw. Faktisch unmöglich. Trotzdem werden in dem Naturschutzgebiet schätzungsweise 200 Bäume gefällt pro Tag. Aus den illegalen Bäumen wird illegales Geld. Sehr viel illegales Geld. Und das muss ja irgendwo hin. Und wohin? Diese Frage stellt sich auch Clovis.

Und ich würde sagen, jetzt ist es mal an der Zeit, dass wir den Kollegen mal kennenlernen und sehen. Ja, sehr gerne. Wen siehst du? Ich sehe einen, wie alt wird der sein? Zwischen 30 und 40 Jahre alten Mann, der sich über irgendeine Art von Geländer lehnt bzw. Stützt. Er trägt ein weißes Leinenhemd, darüber ein grau-weiß gestreiftes Jackett und sieht aus wie jemand, der, also sieht aus wie so ein Foto, was für die Arbeit gemacht wird, finde ich. Also sieht aus wie ein...

Ein LinkedIn-Profilbild auf eine Art. Vertrauenswürdig sieht er aus. Aber ich erzähle dir noch ein bisschen was zu ihm, dass du mal weißt, was eigentlich sein Hintergrund ist. Clovis Rasafi Malala kommt aus Maroan Setra, einer Hafenstadt in der Nähe des Masuala Nationalparks. Er ist Mitbegründer einer Organisation, die sich Coalition Lampogno nennt.

Lampogno ist Malagassi und bedeutet so viel wie Wachhund. Ein passender Name, denn genau das tut die Organisation. Sie wacht. Sie beobachtet, was im Hafen der Stadt passiert. Dass es überhaupt zur Gründung dieser Organisation kommt, hat eine traurige Vorgeschichte. Im Jahr 2009 moderiert er mit Freunden eine wöchentliche Radiosendung, in der er über die akute Zerstörung im Masuala-Nationalpark berichtet.

Erst kurz zuvor wurde der amtierende Präsident Marc Ravalomanana gestürzt. Das Machtvakuum nutzen die sogenannten Holzbarone schamlos aus. Innerhalb weniger Monate werden die größten und ältesten Palisanderbäume im Massuala-Nationalpark gefällt und aus dem Land geschifft. Clovis berichtet darüber. Wenige Wochen später wird sein Haus von Unbekannten in Brand gesetzt und auch der Radiosender wird Ziel eines Anschlags.

Mit der Coalition Lampogno möchte er seine Arbeit nun aber fortsetzen. Ihr Ziel ist es nicht nur den Schmuggel aufzudecken, sondern auch die Zeustelle in Maruan-Setra wieder aufzubauen. Gemeinsam mit einem Team beginnt er eine Datenbank anzulegen. Er hält fest, welches Schiff beladen wird, welche Container in den Frachträumen verschwinden und welche Lastwagen mitten in der Nacht aus dem Wald kommen.

Er notiert Kennzeichen, er führt Listen und er bemerkt etwas Merkwürdiges. Die Männer, die hinter dem Holzhandel stehen, sind oft dieselben, die offiziell mit Vanille handeln. Sie haben Lagerhallen für Vanille, Trockenanlagen für Vanille, Exportlizenzen für Vanille. Noch lange bevor der Vanillepreis seinen Höchststand erreichen wird, beginnt Clovis zu verstehen, die Vanille ist nicht das Geschäft, die Vanille ist die Tarnung.

Im März 2014 bekommt diese Vermutung dann handfeste Beweise. In Singapur, einem der wichtigsten Umschlaghiefen der Welt, läuft ein Schiff ein, die MV Oriental Pride. Als der Zoll die Ladung kontrolliert, findet er 30.000 Stämme madagassischen Palisander. Geschätzter Schwarzmarktwert 50 Millionen US-Dollar, so ungefähr 45 Millionen Euro.

Man könnte jetzt denken, das haben sie hoffentlich gut versteckt auf dem Schiff. Ja, da hat der Zoll schon ordentlich suchen müssen. Naja, ich schicke dir mal das Bild von dem Schiff, wie der Zoll das entdeckt hat. Ja, ich meine, wie will man denn auch so viele Stämme verstecken? Also da handelt es sich ja jetzt nicht um Pulver, um weißes Pulver, was man irgendwie in Bananenkisten stopft, sondern Baumstämme zu verstecken.

Ja, ich hätte gedacht, dass sie wenigstens was oben drauf gelegt hätten. Also, erster Eindruck, dass das jetzt so ein teures Holz sein soll, das kann ich gar nicht glauben. Das sieht aus wie ein Haufen, weiß ich nicht, kratziger Knüppel. Ja, ihr könnt ja mal Palisander oder Rosewood auf Englisch googeln.

Ich habe jetzt kein Bild mitgebracht, weil da gibt es Milliarden Bilder. Es sind auf jeden Fall sehr, sehr schicke, teure Möbel. Ist nicht mein Stil, ja. Es ist schon ein sehr dunkles, rötliches Holz. Aber so wie sie da liegen, kann ich schon verstehen, dass das jetzt nicht so teuer aussieht. Also ich kann nicht so genau erkennen, wo wir uns da gerade befinden.

Also ist das am Deck des Schiffes? Ja, dann haben die da die Luke aufgeschoben. Es ist eine Luke und die ganze Luke ist dann voller Holz. Aber irgendwie, also es erinnert ja so von der ersten Struktur und der Farbe schon auch an eine Vanilleschote. Stimmt, eine sehr, sehr große Vanilleschote. Ja, du hast recht. Aber die Dimensionen werden ja auf dem Bild nicht wirklich erkennbar, deswegen finde ich die Referenz jetzt eigentlich, finde ich, habe ich ganz gut, habe ich das erkannt, würde ich sagen.

Ja, du bist fantastisch. Danke, das brauche ich heute. Ja, ja, ich weiß. In den Frachtpapieren ist Toa Masina als Abfahrtshafen angegeben, ein Hafen an der Ostküste von Madagaskar. Satellitenbilder zeigen aber etwas anderes. Das Schiff hat in der Sava-Region abgelegt, dort, wo die Vanille wächst. Bald stellt sich heraus, die Genehmigungspapiere, die der madagassische Generaldirektor für Forstwirtschaft ausgestellt hat, sind gefälscht.

Ein Beamter des CITES-Sekretariats der Vereinten Nationen gibt an, dass dafür offensichtlich sein Konto gehackt worden sei. Der Fall MV Oriental Pride ist der erste Schlag ins Wespennest. Für Clovis heißt es, seine Recherchen sind kein Einzelfall. Er beginnt, seine Erkenntnisse mit internationalen Organisationen und der Öffentlichkeit zu teilen.

Er nennt Namen, zeigt Verbindungen auf und beschreibt, wie der Hafen von Maruan Setra zur Drehscheibe für Geldwäsche wird. Aber wie funktioniert das eigentlich? Ja, jetzt wird mir natürlich auch klarer, warum der Mann wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses oder wie die genaue Bezeichnung war, erstmal verhaftet wurde.

Weil ja offensichtlich sehr viele Menschen, die auch in höheren Ämtern stecken, daran beteiligt sind und nicht wollen, dass das bekannt wird. Ja. Ja. Und wenn wir jetzt davon sprechen, wie diese Vanillemafia…. Funktioniert, dann muss ich noch einmal dazu sagen, dass die Vanillemafia jetzt keine feste Gruppe ist, sondern das ist ein loses Netzwerk aus hochrangigen Wirtschaftsakteuren, sogenannten Holzbaronen.

Ja, ich habe diesen Begriff übernommen aus Quellen, sowohl von Bauern als auch Aktivisten, die diesen Begriff immer wieder verwenden, aber auch von Personen, Figuren, die im Staatsapparat verschiedene Rollen einnehmen. Wir haben vorhin davon gesprochen, dass der Vanillepreis ja lange bei so 50 bis 100 Dollar pro Kilo lag und dann durch den Zyklon Enavo und die steigende Nachfrage in westlichen Ländern immer weiter anzog.

Aber die Recherchen von Clovis zeigen jetzt auch, dass die Vanillemafia ebenfalls für einen Anstieg des Preises sorgt. Denn das, was die Vanillemafia seit Jahren betreibt, ist ein Lehrbuchbeispiel für Trade-Based Money Laundering, also handelsbasierte Geldwäsche. Jetzt Stifte raus mitschreiben. Ihr könnt euch das Ganze so vorstellen. Ein Holzbaron verdient Millionen mit dem Verkauf von Palisander, meist in China.

Das Geld landet dann auf Offshore-Konten irgendwo zwischen Singapur, Hongkong und den britischen Jungferninseln. Dieses Schwarzgeld zu nutzen ist aber riskant. Es kann nicht einfach so nach Madagaskar zurücküberwiesen werden, ohne dass die Behörden Fragen stellen. Also kauft der Holzbaron eine zweite Firma. Im Idealfereine, die Vanille exportiert. Oder man hat einfach schon eine.

Vanille ist legal, Vanille ist gefragt. Vanille ist auch teuer. Mit dem Geld auf den Offshore-Konten können sie nun also massiv Vanille-Bestände kaufen. Der Preis wird dadurch immer weiter in die Höhe getrieben. Denn da der Vanille-Exporteur und der Vanille-Käufer ein und dieselbe Person sind, können Fantasiepreise festgelegt werden.

Und genau so eine Person ist Jean-Noor Ranjanoro. Der ist nicht nur einer der größten Exporteure von Palisander, nein, er ist darüber hinaus auch der Präsident der nationalen Gruppe der Vanille-Exporteure. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Ich würde euch gerne ein Bild von ihm zeigen, es gibt nur keins.

Der Mann neigt zur Unkenntlichkeit. Das zeigt sich auch daran, dass er seine Geschäfte maximal verschleiert. Ranjanoro soll mutmaßlich über eine Briefkastenfirma im US-Bundesstaat Delaware operieren, die auf den hübschen Namen Flavor Handling LLC hört. Es gibt keine Quellen, in denen Clovis Geno Ranjanoro direkt benennt und als einen der größten Profiteure der Vanillegeldwäsche benennt.

Doch Organisationen wie die amerikanische Naturschutzplattform Monga Bay, mit denen Clovis in engem Kontakt steht, veröffentlichen immer wieder Berichte, die zeigen, wie viel Holz durch Ranjanoro exportiert wird. Clovis scheint gewusst zu haben, wie explosiv das Material ist, das er in den Händen hält.

Aber die Namen nicht öffentlich zu äußern, soll ihn nicht schützen. Im September 2016, kurz nach einer öffentlichen Protestkundgebung gegen den Holzdiebstahl, wird Clovis verhaftet. Der Vorwurf, Anstiftung zu öffentlichen Unruhen. Zu einem ordentlichen Prozess wird es nicht kommen. Aus Wochen werden Monate, ohne dass Clovis weiß, wie es weitergeht.

Aber woanders regt sich Widerstand. Amnesty International nimmt seinen Fall auf. Sie erklären ihn zum politischen Gefangenen. Der internationale Aufschrei ist groß. Nach über zehn Monaten beginnt sich der Fall zu wenden. Im Juli 2017 wird Clovis vor einen Richter geführt. Zwei Monate später, ein Jahr nach seiner Festnahme, fällt das Urteil.

Fünf Jahre auf Bewährung. Er wird freigelassen, aber nicht freigesprochen. Eine Frage habe ich. Ich habe eigentlich verstanden, dass der Handel mit Palisander nicht erlaubt ist. Aber jetzt hast du ja doch ein paar Mal gesagt, dass der Handel mit Palisander und der hat so und so viel mit Palisander verdient und so.

War das dann vor des Verbots oder ... Also zum einen, es ist einfach ein illegaler Handel. Also das Holz wird einfach illegal aus dem Land geschifft. Das ist eigentlich auch so das größte Ding, was Clovis mit seiner Organisation macht, dass sie eben wirklich, die sitzen am Hafen und schauen, was liegt da ab, wo fahren die Schiffe hin, was ist da drauf geladen.

Wenn du eine hohe Position inne hast, dann ist es scheinbar möglich, das Holz irgendwie aus dem Land zu bringen und dann wieder zu verkaufen. Also das ist alles illegale Handel. Hinzu kommt, und da wollte ich später nochmal drüber sprechen, es gibt gewisse Loopholes. Also man kann nämlich noch Holz verkaufen, was vor dem Verbot geschlagen wurde.

Und das heißt, da gibt es auch Fälle, wo dann Holz als altes Holz deklariert wird, was aber gar nicht so alt ist. Also diese Fälle gibt es auch. Als Clovis aus dem Gefängnis kommt, ist Madagaskar mitten im Vanillefieber. Im Frühjahr hatte der Zyklon Enavo große Teile von Saba verwüstet. Der Vanillepreis befindet sich auf einem Höchststand.

Rechts und links kaufen Zwischenhändler und Holzbarone Vanille. Doch schon im nächsten Jahr bricht der Vanillepreis komplett ein. Denn die Ernte läuft gut. Es gibt wieder reichlich frische Vanille. Hinzu kommt, dass die Lager weiterhin gefüllt sind, da viele Menschen auf einen weiteren Anstieg spekuliert haben bzw.

Viele Holzbarone ihr Geld auf dem Höchststand gewaschen haben. Der große Hype ist vorbei und für viele Bauern stellt der rasante Preisabfall ein Problem dar. Die madagassische Regierung weiß, dass sie etwas unternehmen muss, um den rasanten Preisverfall einzudämmen. Doch ihre Lösung spielt den Holzbaronen und Schmugglern noch weiter in die Hände.

Lilly, wir wissen ja immer, du bist besonders gut, wenn du internationale Regierungen beraten musst. Was würdest du machen? Aber vorausgesetzt, ich bin jetzt nicht korrupt, ja? Ja, machen wir mal. Du bist eine gnädige Herrscherin. Also außer halt so Sachen, die so sehr auf der Hand liegen, wie ordentliches Dokumentieren und irgendwie nachverfolgen zu können, wo was herkommt und so fällt mir gerade nichts Außergewöhnliches ein, ehrlich gesagt.

Es ist relativ einfach tatsächlich. Im Februar 2020 trifft die madagassische Regierung eine Entscheidung, die den Vanillemarkt für die kommenden Jahre auf den Kopf stellen soll. Sie legt einen Mindestpreis für den Export fest. Erst 350 Dollar pro Kilogramm, bald darauf 250 Dollar. Die Idee dahinter klingt erstmal gut. Die Bauern sollen geschützt und der Sektor stabilisiert werden. Kein großes Auf und Ab mehr.

Das Problem ist nur, die Welt spielt da nicht mit. Denn Vanille gibt es woanders günstiger. Zum Beispiel in Uganda oder Indonesien. Der tatsächliche Marktwert der Vanille rutscht daher immer weiter ab. 150 Dollar pro Kilo oder weniger sind zu dieser Zeit völlig normal. Wer also Vanille exportieren möchte, steckt plötzlich in einer absurden Situation.

Auf dem Papier muss er 250 Dollar verlangen, auf dem Weltmarkt zahlt aber niemand mehr als 150. Für viele kleinere Exporteure bedeutet das das Aus. Doch den Holzbaronen spielt diese Differenz schön in die Hände und macht die Geldwäsche noch einfacher. Denn auf dem Papier eidigen sich Exporteur und ausländischer Käufer auf den offiziellen Preis von 250 Dollar.

Das ist alles schön, sauber und regelkonform. Real bezahlt der Endverkäufer aber nur 150 Dollar, die er also auch bereit ist zu zahlen. Bleiben also noch 100 Dollar pro Kilo, die irgendwo herkommen müssen. Und genau hier kommt das illegale Geld von den Offshore-Konten wieder ins Spiel. Mit diesem Geld wird die Lücke dann aufgefüllt.

Ein paar Jahre läuft dieses System so. Doch schon 2023 wird der Mindestpreis wieder abgeschafft. Der Markt wird innerhalb kürzester Zeit mit Vanille geflutet, da viele industrielle Abnehmer auf die Abschaffung gewartet hatten. Innerhalb von sieben Monaten werden 4.300 Tonnen Vanille aus Madagaskar exportiert.

Das ist ungefähr das Zehnfache, was Uganda pro Jahr produziert. Zwischenzeitlich fährt der Preis pro Kilo auf 20 Dollar. Im Frühjahr 2025 behauptet die Regierung von Madagaskar, der Markt sei liberalisiert. Nur das stimmt zu halb. Denn Exporteure müssen dem Zoll Unterlagen vorlegen, die einen Exportpreis zwischen 50 und 70 Dollar belegen. Sonst gibt es keine Freigabe.

Also außer man hilft ein bisschen nach. Denn Bestechung und Korruption sind unter Regierungsbeamten in Madagaskar weit verbreitet. Und das weiß auch die Bevölkerung. Unsere Geschichte hat daher nun sehr viele Parallelen zur Geschichte in Nepal vor wenigen Wochen. Im Sommer 2025 kommt es in Madagaskar ebenfalls zu großen Protesten.

Auch dort nennen sich die Protestierenden die Gen Z. Sie protestieren gegen den amtierenden Präsidenten Andriy Rajolina. Und im Oktober läuft dann die Militär-Elite-Einheit Kapsat unter Oberst Michael Randriani-Rina zu den Demonstranten über. Das ist übrigens die gleiche Elite-Einheit, die 2009 den amtierenden Präsidenten Andri Rajulina an die Macht gebracht hat.

Also das war sozusagen dieses erste Chaos, was überhaupt die Holzbarone erst ermöglicht hat. Man könnte ein bisschen zynisch sagen, so schließt sich der Kreis. André Rajolina flieht dann mit einem französischen Militärflugzeug nach Dubai und ist dort bis heute. Im Oktober 2025 übernimmt eine neue Regierung, die Hoffnungszeichen setzt.

Es gibt einen Antikorruptionsplan, der Nationale Vanillerat wird aufgelöst und auch die Vanilleexportsteuer von 4 Dollar pro Kilo wird abgeschafft. Allerdings kommt es im Frühjahr 2026 auch wieder zu bizarren Wendungen, dass Minister Lügentests bestehen müssen. Sie müssen eine 60-prozentige Ehrlichkeitsrate vorweisen.

Dann wiederum wird das Kabinett eines Tages komplett entlassen, ohne dass es eine Erklärung gibt. Wer führt denn diese Tests durch? Weiß ich nicht. Also das wird von dem neuen Ministerpräsidenten Michael Randrean Irina vorgegeben worden sein. Ach so, okay, okay, ja. Ja, also ihr seht, ähnlich wie Nepal, viel Hoffnung, nicht ganz so viel eingelöste Hoffnungen.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie sieht das denn heute aus mit der Vanille in Madagaskar? Und haben die Holzbarone immer noch so viel Macht und Möglichkeiten? Der Markt befindet sich heute in einer anhaltenden Phase des Überflusses. Der Preis für Vanille hat sich auf einem niedrigen Level zwischen 20 und 50 Dollar pro Kilo eingependelt.

Viele internationale Konzerne haben sich gegenüber den großen Schwankungen abgesichert. Habe ich ja vorhin schon mal gesagt, dass man jetzt lieber Zwischenhändler überspringt und direkt mit bäuerlichen Kooperativen zusammenarbeitet, mit denen man dann langfristige Verträge schließt. Für die Bauern ist das oft das geringere Übel. Für einen leicht höheren Preis binden sie sich zwar für eine lange Zeit, doch eine Alternative gibt es quasi für sie nicht.

Denn durch den hohen Preisverfall können sich es viele auch nicht mehr leisten, ihre Plantagen zu bewachen und so vor Dieben zu schützen. Die Zeiten, in denen Vanille teurer als Silber waren, scheinen weit weg. Weit, weit weg. Doch wir wissen, es braucht nur ein Zyklon. Und das ganze Spiel geht wieder von vorne los, denn dann fallen die Bäume und das Geld kann frisch gewaschen werden.

Und zum illegalen Holzexport kann man sagen, dass es nach wie vor so ist, dass Exportdaten und Überwachungsdaten von Schiffen erhebliche Diskrepanzen aufweisen zwischen dem, was gekauft wird an Holz und dem, was exportiert wird. Oft wird das Holz aus Madagaskar über Nachbarstaaten wie Mauritius, die Comoren, diese Schellen umdeklariert und darüber verschifft.

Und das hatte ich ja vorhin auch schon mal angedeutet, dass alte Bestände auch heute noch verkauft werden können. Es dadurch auch so einen gewissen Graubereich des Schmuggels gibt. Das Geld über die Vanille zu waschen, ist natürlich schwieriger geworden, weil die Preise so eingebrochen sind und es im Moment auch nicht so aussieht, dass sie sich wieder stark erholen.

Aber das Holz wird weiter exportiert und man darf davon ausgehen, dass der Vanillehandel da immer noch mit diesem illegalen Holz zusammenhängt. Ja, so ein System wird ja nicht einfach... Es wird halt angepasst. Ja, ja. Man findet dann neue Wege und Ströme. Wenn so viel Geld da liegt, was man verdienen kann damit, dann leider ja.

Ja, das war meine Geschichte heute. Wie unsere Vanille, die wir im Eis haben, die wir in Kuchen haben, die wir in der Cola haben, mit illegalem Holz in Madagaskar zusammenhängt. Vielen Dank, Flo. Also das hat mir eine ganz neue Welt eröffnet. Ich habe, als du eben gesagt hast, dass die Preise für Vanille so stark gesunken sind, habe ich nochmal drüber nachgedacht und dachte dann, aber vielleicht bin ich jetzt auch beeinflusst, habe ich gedacht, ja, das stimmt schon auch.

Also so exorbitant teuer ist so eine Vanilleschote dann auch nicht. Also irgendwie ist das noch ein bisschen was Besonderes, aber ... Und offensichtlich gab es mal Zeiten, wo die mehr gekostet hat. Ich glaube auch, dass wir so als Endverbraucher möglicherweise die Schwankung nicht ganz so extrem mitbekommen haben.

Ich kann mich aber nicht daran erinnern, im Jahr 2017, 2018 eine Vanilleschote gekauft zu haben. Von daher weiß ich nicht mehr, wie die Preise da waren. Ja, stimmt. Kann ich mich natürlich jetzt auch nicht mehr daran erinnern. Aber die Schwankungen sind ja wirklich schon sehr, sehr, sehr krass. Also für Großkunden vor allen Dingen auch.

Auch aus dem Aspekt finde ich das auch mal ganz interessant zu hören. Also man hört ja ganz häufig, Lebensmittelkonzerne müssen halt auch auf andere Produktionsbedingungen und so weiter und so fort irgendwie Rücksicht nehmen oder sich dahingehend anpassen. Deswegen werden Produkte häufig teurer oder verlieren an Inhalt.

Und klar, machen da Lebensmittelkonzerne auch Unfug. Aber in so einem Fall jetzt, ganz konkret mit der Vanille, stelle ich mir das nicht so einfach vor, auf solche Schwankungen eingehen zu können. Wobei, wenn sie diese langfristigen Verträge jetzt mit Bauern haben, das ja versucht wird, irgendwie... Einzudämmen. Dann wiederum hat es aber Konsequenzen für die Bauern.

Und wenn da natürlich dann Umweltbedingungen nicht passen, die vorher gepasst haben, dann bist du natürlich direkt wieder richtig. Das ist das, was ich auch meinte. Wenn da so ein Zyklon wieder anrauscht und so ungünstig die Insel trifft, dann geht es auch schnell, dass der Preis wieder hoch geht, weil auch nach wie vor gut 80% der weltweiten Vanille aus Madagaskar stammen.

Ey, vielen Dank. Ja, gerne. Vielleicht noch zwei, drei Worte zu Clovis, was er heute macht. Er lebt auch nach wie vor in der Region Sava und dokumentiert den illegalen Holzeinschlag sowie die Zerstörung des Nationalparks. Er wurde auch für seine Berichterstattung mit mehreren Preisen ausgezeichnet und er setzt seine Arbeit fort.

Aber wie akut und gefährlich seine Arbeit ist, das zeigt sich tatsächlich an einer Geschichte, die erst kürzlich am 4. Mai diesen Jahres passiert ist. Und zwar steckten an diesem Tag aufgebrachte Anwohner, mutmaßlich angestiftet von den Akteuren des illegalen Holzhandels, das lokale Büro der Wildlife Conservation Society im Markierer Nationalpark in Brand.

Clovis war derjenige, der das Bildmaterial und die Berichte über diese Eskalation als erster über seine Kanäle publik macht. Das heißt, er ist da weiterhin aktiv und all die Probleme und Auseinandersetzungen, die bestehen bis heute. Da muss sehr viel Mut dazu gehören, das zu tun, was er macht und seine Organisation natürlich ebenfalls.

Ich sehe meinen imaginären Hut vor Clovis. Sehr schön. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass es alle Bilder bei Instagram gibt. Dort findet ihr sie. Ich schaue mal gerade, ob ich noch eins vergessen habe. Ich habe immer das Gefühl, ich wollte noch eine andere Sache zeigen. Ja, letztens hast du mir ja auch ein Bild unterschlagen.

Aber nee, das sind alle. Sechs Bilder sind es heute. Ja, nee, nee, das ist alles. Vielleicht finde ich noch eins bis zur Veröffentlichung. Auch ich werde dann bei Instagram vorbeischauen. Und schauen, was ich da noch zusammengebaut habe. Ja, bin ich immer gespannt. Ist ja interessant, was der Florian da mal wieder zusammengetragen hat.

So, wir haben, bevor wir die Folge beenden, noch einen Foodcrime der Woche, auf den ich sehr gespannt bin. Was hast du denn dabei? Ich habe mir mal was Neues überlegt. Oha. Kann ich sagen. Da bin ich noch nicht drauf vorbereitet. Ich war ja kürzlich in Italien gewesen, dem Land des guten Essens. Ja. Und ich habe heute mal einfach einen Foodcrime dabei, der so kriminell gut ist.

Aha. Dass er verhaftet gehört. Verhaftet wegen sexy also. Ja, ich habe zwei Sachen sonst eigentlich, aber sie sind auch irgendwie gleich. Und zwar habe ich nach sehr langer Zeit mal wieder sowohl eine gefüllte Zucchini-Blüte als auch eine gefüllte Kürbis-Blüte gegessen. Gefüllt mit Käse, Anchovies und dann sind die ja in einer Panierung und dann frittiert. Und das, meine lieben Freunde, ist...

Eine Offenbarung. Man kann natürlich die Anchovies weglassen, wenn man sich vegetarisch ernährt, keine Frage. Aber das ist so lecker, Leute. Und das müsst ihr auch mal nachmachen. Jetzt beginnt ja hier bald wieder die Selbstversorgeranbauzeit. Ich habe meinen Balkon, wenn ihr die voll gehört, auf jeden Fall schon bepflanzt.

Ich habe auch dieses Jahr Zucchinis hier. Oh, ja. Ich habe zu Chinese. Ich habe letztes Jahr, wie so eine richtige Streberin, die ganzen Kerne von den Chilis, die ich angebaut habe, getrocknet. Wow. Und die werden eingepflanzt sein. Ich habe Tomate. Ja. Und also Chili, Tomate, Zucchini und dann diverse Kräuter.

Und beim Rest arbeite ich mit Lavendel und irgendwas, was sich noch hübsch anschauen lässt. Dann kann man sich nämlich nicht nur die Zucchini zu Gemüte führen, die, wie treue Hörerinnen und Hörer vielleicht wissen, ich ja gar nicht so toll finde. Richtig. Ich baue es eigentlich Du baust dir viel Flüten an.

Ich werde die Zucchini natürlich auch verwerten, das ist ja ganz klar. Aber auf die Blüte freue ich mich natürlich noch viel mehr. Hammer, weil das ist nämlich das Ding, das kann man ja nicht wirklich irgendwo kaufen. Also vielleicht gibt es das mal im Frischeparadies an einem Freitag mal ausgewählt im Angebot.

Aber ansonsten kriegt man die ja nicht zu kaufen. In unseren Breiten in Italien kriegt man die ja tatsächlich im Supermarkt. Und man kann natürlich jetzt sagen, ja mein Gott, es frittiert alles, was frittiert ist, schmeckt gut. Aber ich finde, diese Blüten, die haben so eine Süße, die die da reinbringen.

Ja, großartig. Und auch die Konsistenz. Also der Mix macht es wirklich. Das ist einfach Schmackofotz. Schmackofotzinger. Bin ich bei dir? Die gefüllte Zucchini-Blüte wird verhaftet und in das Foodcrimes-Gefängnis geworfen, um von dort gegessen zu werden. Richtig. Das hast du wunderschön formuliert. Weil du gefragt hattest, ich baue Paprika an dieses Jahr und Tomate und Basilikum.

Das sind meine drei, ich übertreibe es noch nicht. Aber die Tomaten, die kommen schon gut. Ich werde heute noch die Paprika in ihr neues Gefäß setzen und dann hoffe ich immer, dass das hier ordentlich explodiert die nächsten Wochen. Fingers crossed, sage ich dazu nur. Von Anbauer zu Anbauer. Kommt in den, was schmeckt dahinter, Gärtnerclub.

Und wir bauen gemeinsam an. Das ist geil. Also ich bin kurz vor Sauerteig, wie gesagt. Ja, aber ich finde Garten besser. Das wäre eigentlich, wir haben noch keinen Merch, aber wenn wir unsere eigenen Samen rausbringen, das wäre schon mal geil. Das wäre Hammer. Wenn wir uns damit so auseinandersetzen, wo man so die geilsten Samen herbekommt und irgendwie auch so ein bisschen was Besonderes. Boah, das kann ich dir sagen nur.

Okay. Das wäre ja was für nächstes Jahr. Jetzt ist es eh zu spät, aber da hätte ich schon Bock drauf. Dann machen wir uns mal Gedanken. Okay, alles klar. Das war's für diese Woche. Wir gehen jetzt in Klausur, bereiten die nächsten Folgen vor und dann hören wir uns. Wir hören uns nächste Woche wieder. Tschüss. Ich freue mich.

Liebe Grüße. Tschüss. Tschüss. Klovis Rasafi Malala kommt aus Boah, jetzt geht's los hier, ne? Klovis Rasafi Malala kommt aus Marohan Marohan Cetra. Okay. Moderiert Klovis mit Freunden eine wöchentliche Radiosendung und Oh. Bei mir hat es geklingelt. Das ist auf jeden Fall was von der Post. Ich muss mal ganz kurz hingehen, ja? Ja.

Ja, mal wieder. Keine Aufnahme, ohne dass bei Frau Temme die Tür klingelt. Erst kurz zuvor wurde der amtierende Präsident Marc Ravalomanana... Marc Ravalomanana. Erst kurz zuvor wurde der amtierende Präsident Marc Ravaloman... Läuft die Eliteeinheit Kapsat unter dem Oberst Michael Randre... Randria Nirina Randria Randria Nirina.

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