Food Crimes - Was schmeckt dahinter?

GP7: Ein Wilke-Wurst-Update & das McDonalds-Cola-Dilemma

Samstag, 11. Juli 2026 · 42 min

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Shownotes

Im Fall des Wilke-Wurst-Skandals gibt es Neuigkeiten! In dieser Woche beginnt vor dem Landgericht in Kassel ein großer Prozess. Darin soll geklärt werden, wer Schuld an den mit Listerien belasteten Wurstwaren und Schuld an den Todesfällen hatte. Wir sprechen über den Prozessauftakt.

Anstatt eines, falls, der es nicht geschafft hat, gibt es in dieser Woche ein Blick hinter die Kulisse von McDonalds. Hier bahnt sich nämlich ein großes Drama an. Zwei Mails von euch finden ebenfalls den Weg in die Folge: Wir blicken in einen Garten und sehen einen alten Bekannten – und die Kaltschale spaltet die Gemüter.
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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Flo, was liegt denn heute auf der gemischten Platte? Ein Update im Fall der Wilkwurst, die Frage, warum Ranch-Dressing gerade der absolut heiße Scheiß ist und das große McDonald's-Cola-Dilemma. Das ist die gemischte Platte. Was schmeckt dahinter? Mit Lilly Temme und Florian Reza. Da sind wir wieder. Hallo! Gemischte Platte. Ich rede einfach direkt los, damit du nicht anfangen kannst zu singen.

Die gemischte Platte Nummer 7. Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich lasse mir hier von dir keinen Maulkop anziehen. Na, dann mach. Jetzt aber. Das ist die gemischte Platte. Das ist der perfekte Tag. Lass dich einfach von uns treiben. Denk am besten gar nicht nach. Das ist die gemischte Platte. Okay, da sind wir. Herzlichen Dank. Gerne.

Wir haben wirklich ein buntes Buffet angerichtet. Da ist für jeden und jede was dabei. Und eine Sache ist uns erst am Ende eingefallen, dass wir einen ganz wichtigen Disclaimer haben. Den ziehen wir jetzt vom Ende der Folge nach ganz vorne. Hier kommt der Disclaimer. Wir machen keine Sommerpause. Ihr könnt ganz beruhigt in euren Liegestühlen liegen bleiben oder auf der Terrasse sitzen bleiben oder auch am Bürostuhl sitzen bleiben, was auch immer ihr diesen Sommer macht.

Ihr könnt durchatmen. Wir bleiben da. Wir machen keine Pause. Aber wir machen eine Spezialfolge, und zwar eine Q&A-Folge, in der wir all eure Fragen beantworten werden. Deswegen könnt ihr uns ab jetzt, wo auch immer, bei Spotify über unsere Website, über unsere E-Mail-Adressen oder über Instagram oder wenn ihr andere Wege findet, uns zu kontaktieren, auch gerne über die Fragen stellen.

Die werden wir dann in einer Spezialfolge hier alle klären. Die werden so privat wie noch nie. Ja, oder ach, ihr müsst ja nicht nur private Fragen stellen, ihr könnt ja auch ganz. Professionelle Fragen stellen. Vielleicht schalten wir auch jemanden live dazu. Wer weiß das schon? Wenn eine Person von euch Lust hat, hier einfach mal live eine Frage zu stellen, mit uns kurz zu quatschen. Ihr könnt uns Sprachnachrichten schicken.

Schickt uns Spannachrichten. Wir wollen, genau, wir machen eine Spezialfolge, die Community und wir. Ab jetzt sind unsere Postfächer offen. Schreibt uns und dann landet eure Nachricht oder eure Stimme oder euer Text, was auch immer, in einer Sonderfolge diesen Sommer. Ja, wir beantworten alles. Versuchen wir zumindest. Also alles, was jugendfrei ist. Flo spricht für sich.

Nein, wir geben uns Mühe, alles zu beantworten. Das ist ja klar. Das ist ja klar. Und ich möchte direkt rein starten mit einer Mail, die uns erreicht hat. Ich weiß nicht, ob du die gelesen hast, aber ich gehe mal davon aus, dass du sie geflissentlich überlesen hast. Und zwar hat uns Jana geschrieben, weil sie bei sich etwas im Garten entdeckt hat.

Und ich schicke dir das einmal, Lilly. Und ihr könnt natürlich auch auf unsere Website gehen, wasschmecktdahinter.de und dort alle Bilder sehen. Und vor allem auch diese beiden Bilder, die uns Jana geschickt hat. Also ich sehe ein wunderschönes Foto von einer Blume, einer Pflanze und mein erster Gedanke war, ist das eine Orchidee?

Ja, und ein zweiter Gedanke war leer. Warum steht die draußen in Deutschland? Hier in diesen Gefilden kennt man die ja eher als Fensterbankpflanze und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich hasse Orchideen. Ich finde Orchideen als Pflanze, als Zimmerpflanze völlig blöd. Ja, ich weiß nicht, ist das eine Orchidee?

Nein, ich lese mal vor, was Jana geschrieben hat. Hallo ihr beiden, ich bin gerade durch unseren Garten gelaufen und habe plötzlich diese schöne Pflanze random in der Hecke entdeckt. Wie du? Ich dachte kurz, das wäre eine Orchideenart. Aber nein, eine kurze Google-Recherche ergab Platterbsen. Wie schön blühen die? Musste jedenfalls gleich an euch und die Folge mit der KZ-Suppe denken.

Das ist jetzt schon ein paar Wochen her, aber ich habe mir eine Folge gemacht, wo es um eben diese Blatterbse in einem KZ ging. Eine sehr intensive, bewegende Folge, wie ich finde, wer da nochmal reinhören möchte. Und scheinbar hat Jana die jetzt auch bei sich im Garten gefunden. Also wirklich auch dieser Sonnenuntergang. Ich weiß nicht, ob sie darauf gewartet hat, dass das Licht so schön war, aber es sind wirklich zwei wunderschöne Bilder.

Also vielen, vielen Dank, Jana. Ich habe jetzt nur eins gesehen. Du hast mir eins vorhanden. Oh nee, das zweite, das habe ich gar nicht gesehen. Aha, ich habe nur die Nahaufnahme von der Pflanze gesehen. Jetzt sehe ich auch die Hecke mit den Blüten, die da rausragen. Oh ja, also ja, das Licht ist fantastisch. Und also mit dem Bild, mit der Nahaufnahme, da könntest du Preise gewinnen in irgendwelchen lokalen.

Fotografiewettbewerben zum Thema Pflanze. Der schönste Vorgarten Südberlins. So, ja. Also krass, die Platterbse ist also ein Eindringling oder wie das? So eine Art Unkraut, meinst du? Ja, scheinbar, scheinbar. Also dass das ja eine Pflanze ist, die wirklich auch unter den widrigsten Umweltbedingungen wachsen kann, haben wir ja in der Folge auch festgestellt. Und ich gehe jetzt nicht davon aus, Jana, dass bei dir widrige Umweltbedingungen im Garten herrschen, weil der Garten sieht sehr schön aus.

Aber das sorgt natürlich dafür, dass die Pflanze wahrscheinlich lange überlebt und auch auftaucht an Orten, wo man sie nicht erwartet. Das ist ganz lustig, ich musste gerade lachen, weil mich kürzlich jemand als Unkraut bezeichnet hatte. Also man meinte, so Lilly ist wie Unkraut und ich war erst so, bitte.

Aber dann hat er eigentlich die gleichen Attribute genannt, die du gerade auch gesagt hast. Also in so widrigen Umständen bist du trotzdem noch irgendwie gut drauf und am Thriven. Und die kriegt man irgendwie nicht klein. Also der hat eigentlich die schönen Seiten dann gemeint, hat er mir zumindest gesagt.

Aber ja, ich fühlte mich gerade angesprochen. Okay. Von den Eigenschaften der Sache. Du bist wie Unkraut. Das ist eigentlich ein geiles Kompliment. Ja. Also vielen Dank, Jana. Damit wollte ich rein starten, weil ich mich sehr über die Mail gefreut habe, dass unsere Geschichten. Unseren Weg in euren Alltag finden, auch wenn es eine sehr traurige und bewegende Folge war.

Damit kommen wir zum zweiten Thema. Und zwar, ich habe es ja schon angekündigt, gibt es Neuigkeiten im Fall der Wilkewurst? Ich weiß nicht, wie viel du noch auf dem Zettel hast, was da alles passiert ist. Ich habe da noch ein bisschen was auf dem Zettel. Und vor allen Dingen hatte ich gehofft, dass du diese Neuigkeit heute mit in die Folge bringst, weil ich nur eine Schlagzeile gelesen habe.

Und aber wirklich dann nicht mehr reingegangen bin, weil ich dachte, dass du dich bestimmt darum kümmern wirst. Und ich bin froh, ich bin immer sehr froh, wenn die Folgen irgendwann auch oder unsere Geschichten irgendwie so einen Abschluss finden und dann vielleicht Urteile fallen oder man einfach so ein Ende findet in einer gewissen Sache.

Und das ist ja jetzt der Fall, deswegen schieß los. Ja, und zwar hat mich Viu aus Hessen darauf hingewiesen. Ich hoffe, ich spreche deinen Namen richtig aus. Und eben in Hessen spielte ja auch der Wilke-Wurst-Skandal zu einem großen Teil. Ich fasse noch mal ganz kurz zusammen, was passiert ist. Ansonsten kann ich euch die Folge der Wilke-Wurst-Skandal wirklich sehr warm noch mal ans Herz legen.

Aus dem Dezember 2025, vom 1. Dezember 2025, um genau zu sein. Das war quasi meine Geburtstagsfolge mit Ehrenwort, mit dem wunderbaren Podcast Ehrenwort, die zu Gast waren. Es geht um die Wilke Wurstfabrik im hessischen Twistedal. Ende September 2019 finden Behörden in Hessen und später dann auch in ganz Deutschland Wurstwaren, die mit Listerien verunreinigt waren. Listerien?

Habe ich das damals immer falsch gesagt? Ich habe Listerien gesagt, Listerien. Die mit Listerien verunreinigt waren, da haben wir es jetzt. Und die Spur führt dann relativ bald zur Firma Wilke. Und als die Behörden die Fabrik dann im September, Oktober 2019 untersuchen, entpuppt sich diese Fabrik in Twistedal ganz schnell als Keimzelle für Bakterien.

Es herrscht Missmanagement, Hygienevorschriften werden ignoriert und die Fabrik ähnelt an manchen Stellen eher einem unaufgeräumten Hobbykeller als einer Wurstfabrik. Die Würste bleiben teilweise ohne Kühlung in der Gegend stehen. Also das ist auch, was wir da an Bildern gesehen haben, wirklich, wirklich zum Abgewöhnen. Also das ist ganz schlimm. Und man fragt sich, wie konnte das so lange eigentlich gut gehen?

Am Ende sollen elf Menschen infolge der Listerienvergiftung gestorben sein, im Alter zwischen 47 und 86 Jahren. Da die Wurstwaren, die Wilke hergestellt hat, ja vor allem auch in Krankenhäusern verteilt wurde. Und die Menschen damit auch quasi gar keine Ahnung hatten, was da vor ihnen lag. Die Folge endete damals damit, dass wir erfahren haben, dass der ehemalige Geschäftsführer der Firma eine Bar in Hessen eröffnet haben soll und stand damals nicht verurteilt wurde.

Das könnte sich jetzt aber ändern, denn es steht ein Gerichtsverfahren bevor. Am Landgericht Kassel wird der Prozess geführt und zwar eben jenen Geschäftsführer, seine Stellvertreterin und den Produktionsleiter. Und am ersten Verhandlungstag wurden die Vorwürfe vorgelesen. Die umfassen ganze 200 Seiten.

Also es ist wirklich ein ganzer Katalog, der da vorgelegt wurde. Und die Bilder meinst du? Ja, also bei Schriftgröße 150 kann das auch nur ein einziges Vergehen sein. Stimmt. Ich habe es mir nicht nochmal im Detail durchgelesen. Ich habe mich jetzt auf Zweitquellen verlassen. Deswegen kann ich euch nur berichten, dass es um fahrlässige Tötungen in elf Fällen geht, fahrlässige Körperverletzungen in sieben Fällen, Bedrug und Verstoß gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sowie versuchte gefährliche Körperverletzungen durch Unterlassung.

Der ehemalige Geschäftsführer und seine Stellvertreterin müssen sich zudem wegen vierfacher Versuch der Körperverletzung durch Unterlassen verantworten. Der Hintergrund ist hier, dass sie in drei Fällen trotz eines positiven salmonellen Befunds aus einer Eigenbeprobung keinen wahren Rückruf veranlasst haben sollen.

Ich sehe einen Finger hochgehen. Ja, weil ich in Erinnerung habe, dass bei diesem Skandal ja auch wirklich ein rein weises Versagen seitens der Behörden oder zuständigen Ämter eigentlich stattgefunden hat. Das heißt also, da wird keiner zur Rechenschaft gezogen, sondern es ist nur die Geschäftsführung, die jetzt Teil des Gerichtsverfahrens ist.

Okay, ist auch interessant. Ja, ich habe in einem Artikel auch gelesen, dass Foodwatch eben genau das kritisiert, dass jetzt zwar dieser Prozess geführt wird, aber die behördlichen Verantwortlichkeiten oder auch das, was man möglicherweise ändern könnte im. Untersuchungsprozess oder im Überwachungsprozess, dass das immer noch ein bisschen hinten runterfällt.

Als Motive für die Taten sind die Staatsanwaltschaft vor allem wirtschaftliche Gründe, dass die Angeklagten, die nicht mehr verkaufsfähigen Waren, auf den Markt gebracht haben, um eben zusätzliche Einnahmen zu sichern. Das Motiv ist, glaube ich, jetzt nicht so weit hergeholt. Da würde ich mitgehen. Dass es jetzt fast sieben Jahre gedauert hat, dass dieser Fall endlich verhandelt wird, liegt an unterschiedlichen Punkten.

Zum einen daran, dass es eine gigantische Menge an Beweisen gibt. Also in einem Artikel wird von rund 160 Ordnern gesprochen, die für diesen Prozess vorbereitet wurden. Dazu kommt, dass das Lebensmittelrecht sehr komplex ist, dass teilweise europarechtliche Fragen mit, reinspielen und das Gericht, und da hatten wir in der Folge auch kurz drüber gesprochen, das Gericht hat einige Anklagepunkte in Bezug auf das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch abgelehnt.

Das heißt, es musste erst mal geklärt werden, was kommt überhaupt zur Verhandlung. Und bis Mitte August sind jetzt 14 Verhandlungstage angesetzt und es wird vor allem darum gehen, nachzuweisen, dass die Todesfälle ursächlich auf die Listerien zurückzuführen sind. Also inwieweit kann man sagen, dass die Menschen an den Listerien gestorben sind, an dieser Listerienvergiftung und keine anderen Krankheiten hatten?

Was natürlich vor dem Hintergrund, dass die Wilke-Wurst vor allem in Krankenhäusern verteilt wurde und damit auch Personen gestorben sind, die schon in Krankenhäusern lagen, besonders interessant bzw. auch schwierig wird, das dann so nachzuweisen. Wenn man überhaupt auch die Körper, die noch da sind, untersuchen kann.

Also wenn die Leute eingeäschert wurden, dann kannst du das ja eh total vergessen. Und ich weiß auch nicht, inwiefern Angehörige jetzt wollen, dass wenn Leute im Sarg begraben wurden, dass die nochmal ausgegraben werden. Und dann ist die Frage, ob man dann überhaupt noch was nachweisen kann oder ob man sich jetzt nur auf die Patientenakten beschränkt.

Also das stelle ich mir ziemlich kompliziert vor. Ja, also wir werden mal schauen. Also höchstwahrscheinlich werden wir hier in sechs bis acht Wochen nochmal drüber sprechen, wenn es dann Mitte August zu einem Urteil kommt, hoffentlich. Und das heißt, dieser Fall wird sehr bald irgendeinen Abschluss finden, mal schauen wie.

Okay, guck mal, ich dachte nämlich, dass jetzt ein Urteil gefällt wurde, aber... Nein, nein, nein, nein, okay, muss ich mich auch noch ein bisschen gedulden. Die Ereignisse überschlagen sich. Deswegen hier noch ein kurzer Nachtrag. Nach der Aufnahme gab es den zweiten Prozestag und an diesem hat sich der ehemalige Geschäftsführer zu Wort gemeldet, beziehungsweise eine Erklärung von seinem Verteidiger verlesen lassen.

Und in dieser erklärt der Geschäftsführer, dass er alle Vorwürfe zurückweist. Er sagt in der Erklärung auch, dass das Unternehmen immer mehr war als nur ein wirtschaftliches Interesse. Es war sein Lebenswerk, das er persönlich geprägt habe. Und es hatte für ihn allerhöchste Priorität, die gesetzlichen Vorgaben im Betrieb einzuhalten.

Er betonte in dem Statement auch, dass die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten klar geregelt waren im Betrieb. Zwischen ihm, seiner Stellvertreterin und dem Produktionsleiter. Und er hat als Geschäftsführer natürlich die Gesamtverantwortung getragen. Seine Aufgabe wäre aber die strategische Verantwortung des Unternehmens gewesen.

Die Steuerung der Produktionshygiene und der Kontrollprozesse hatte er delegiert. Und in den regelmäßigen Berichten, die er bekommen hat, lagen ihm zu keinem Zeitpunkt, und ich zitiere hier, Hinweise auf konkrete Gefahrenlagen, erhebliche Pflichtverstöße oder ein strukturelles Versagen der eingerichteten Systeme vor.

Also, es bleibt auf jeden Fall sehr spannend, wie es hier weitergeht. Und ich habe auch noch ein Artikel gefunden, wo es darum ging, wie es eigentlich in Twistedal weitergeht, weil diese Fabrik, du erinnerst dich, die ja wirklich mitten im Dorf stand, die steht immer noch wie so eine Art Mahnmal in der Stadt.

Und auch hier soll es am 24. August eine Entscheidung geben und zwar über zwei Investorenpläne. Der eine sieht vor, dass man das einmal komplett abreißt und was Neues hinbaut und der andere Plan sieht eine Weiternutzung dieser Fabrik vor und auf einem Teil des Geländes soll ein Kindergarten eröffnet werden.

Also auch da gibt es möglicherweise Neuigkeiten. Ich würde sagen, wir vertagen einfach das Thema nochmal auf Ende August und dann schauen wir uns das Ganze nochmal an. Das machen wir so. Damit geht es weiter. Ich habe heute so ein paar kleine Sachen dabei, bevor wir dann noch zu einer längeren Geschichte kommen.

Und zwar das dritte Thema, was ich hier in unserer kleinen Splitterrunde besprechen möchte, ist ein kleiner Ausflug zur WM. Auf die ja viele gar keinen Bock mehr haben, verständlicherweise. Aber ich dachte mir, diese Geschichte, die ich gelesen habe, wollte ich nochmal mitbringen, weil ich sie wirklich ganz lustig finde.

Und zwar gibt es gerade einen Riesen-Hype um Ranch-Dressing. Sagt dir das was? Ja und nein. Das ist ein Dressing, was ich natürlich schon mal gehört habe, was, wenn es irgendwo angeboten wird, aber für mich eigentlich nichts aussagt. Ich war letztens mal wieder an einem Bahnhof und war überfordert, weil ich irgendwas brauchte, was ich essen konnte. Und dann gab es dann natürlich wieder nur Kack-Angebot.

Und ich habe dann so bei Subway geluschert und habe mir nochmal die Soßen angeguckt und da gab es das auch. Und da habe ich mich gefragt, was ist das eigentlich nochmal genau? Also es ist irgendwas Helles, irgendein helles Dressing, wahrscheinlich auf Joghurtbasis. Und wenn es da jetzt einen Hype drum gibt, frage ich mich natürlich warum. Warum?

Vielleicht, weil überhaupt gerade so Joghurtprodukte oder ja Frischkäseprodukte, Quarkprodukte ja eh gerade so ein Ding sind. Ach wirklich? Und den, ja, Proteinquelle, gesund, blablabla. Ja, ja, okay. Aber okay, in die Richtung scheint es nicht zu gehen. Nee, tatsächlich, also vielleicht liegt das da so drunter, aber das ist jetzt nicht direkt der Auslöser.

Wenn du an Ranch Dressing denkst, dann denkst du tatsächlich schon an das amerikanische Ranch Dressing, weil das unterscheidet sich ein bisschen von dem, was in Deutschland meistens serviert wird. Das Deutsche ist oft rot oder so Cocktailfarben. Ah, Cocktailsoße. Ja, genau, so in die Richtung geht das.

Und da ist noch Tomate drin, Paprika, Pfeffer, das Originale oder das amerikanische Ranch Dressing. Das ist eine Erfindung aus den 50ern und ist im Grunde eine Mischung aus Buttermilch oder Joghurt, wie du schon gesagt hast, mit Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern. Also das ist dann so ein bisschen eine bunte Mischung. Mir schmeckt das gar nicht.

Also Katie ist das total gerne, so zur Pizza vor allem, zum Pizzadippen, so weißt du, wenn man dann den Rand hat und dem nochmal in so ein bisschen eine Soße dippen möchte. Ich meins ist es wirklich nicht, aber scheinbar hat es den Geschmack von vielen Menschen getroffen, denn es gab einen Hype oder gibt den wahrscheinlich immer noch und zwar ausgelöst durch WM-Touristen, die, in die USA gekommen sind, Ranchdressing probiert haben und sich gedacht haben, das muss ich unbedingt wieder mit nach Hause nehmen.

Wobei manche das auch ins Handgepäck gepackt haben und dann verwundert waren, dass es dann bei der Kontrolle am Flughafen rausgefischt wurde. Es ging so weit, dass die TSA, also die Transportbehörde, so einen kleinen Scherzhinweis gepostet hat, dass man Ranch Dressing bitte nicht ins Handgepäck, sondern ins Frachtgepäck packen soll.

Ausgelöst wurde der Hype scheinbar von einer schwedischen Influencerin, die das Ganze am 9. Juni schon gepostet hat und Ranch Dressing mit Crack verglichen hat. Das funktioniert natürlich immer gut, wenn man das mit Drogen vergleicht. Und daraufhin ging dann dieser ganze Hype los. Und Leute haben Ranch Dressing gekauft und haben gepostet, wie sie das mit nach Hause nehmen.

Ja. Und das holt dich so gar nicht ab, wie ich merke. Ja, ich bin gerade so ein bisschen im Zwiespalt, weil einerseits denke ich mir, das ist ja, also klar, das ist ein Dressing, was nicht besonders gesund sein wird, nehme ich mal an. Da wird auch viel Zucker drin sein, vermutlich. Aber es ist jetzt auch nicht der größte Scheiß, den die Lebensmittelindustrie so geboren hat.

Deswegen finde ich das jetzt per se eigentlich nicht so dramatisch, dass das jetzt so ein Hype ist. Aber ich finde dann irgendwie so ... Vor allen Dingen, ich glaube, weil ich am eigenen Leib gespürt habe, was es macht, wenn irgendwelche Influencerinnen und Influencer Sachen promoten und die auf einmal im Supermarkt nicht mehr zu bekommen sind.

Weil ich bin ja zum Beispiel so ein K4-Ultra. Ich liebe Kefir. Und ich weiß noch, dass mal irgendjemand von irgendeiner, also irgendeine bekannte deutsche Influencerin hat auf einmal auch Kefir toll gefunden, hat das dann gesagt. Und dann gab es hier in meinen Supermärkten ganz lange Kefir nicht mehr.

Und ich weiß nicht, ob es wirklich dann auf diese Person zurückzuführen ist, aber in meinem Empfinden war das so. Und dann nervt mich das natürlich. Natürlich. Deswegen habe ich diesen Groll, den ich damals in mir hatte, den habe ich jetzt auf das Ranch-Dressing übertragen. Und ich finde, ja, ich finde das so ein bisschen, ich finde sowas immer so ein bisschen ...

Gaga. Gaga. Gugu Gaga. Aber, mein Gott. Wie unterscheidet sich Käfer eigentlich von Buttermilch und hier Eirern? Gut, das ist ja vielleicht ein Thema für deine gemischte Platte in zwei Wochen. Kannst du doch mal eben kurz gucken. Ist doch voll unbefriedigend, sonst werden wir das jetzt so offen lassen.

So, ich habe hier mal eine ganz schnelle Recherche angeworfen. Also, auf eigene Gefahr, die Buttermilch, ein Nebenprodukt der Butterherstellung, ist vor allem sehr fettarm, ja, meist unter einem Prozent. Und Buttermilch ist eher so mildsäuerlich und dünnflüssig. Kefir, wie du gesagt hast, ja, das ist prickelnd durch die Hefe, die da drin ist.

Okay, das wusste ich nicht. Und cremiger und deutlich säuerlicher und komplexer als Buttermilch. Das klingt aber eigentlich ganz spannend. Ja, eigentlich ganz gut. Und der Airan. Vielleicht lösen wir den nächsten Kefir-Hype aus. Also Kefir ist wirklich... Ja, okay. Gut, dann lassen wir das jetzt mal.

Und Airan ist sehr salzig. Also Ayran ist eigentlich gar nicht so gut, weil da super viel Salz drin ist. Ja, ist eigentlich nur Joghurt mit Wasser. Und Salz. Und Salz. Also zumindest in den Supermärkten und so kaufen kannst. Ayran finde ich auch super lecker. Aber... Kauft lieber Ayran, damit ihr Lilly den Käfer nicht wegkauft. So.

Ja. So. Ich würde sagen, schon eine fortgeschrittene Stunde hier. Wir kommen zur eigentlichen Geschichte der heutigen gemischten Platte. Und zwar geht es um das Coca-Cola McDonalds-Dilemma. Und so habe ich einen Artikel gelesen, den ich sehr, sehr spannend fand, weil das war mir nicht bewusst. Also heute gibt es keinen Fall, der es nicht geschafft hat, sondern eher so, einen kleinen Wirtschaftskrimi in dem Sinne, dass sich da was anbahnt bei McDonalds, bei Coca-Cola. Und ich werde euch jetzt auch erzählen, warum.

Zum Hintergrund. McDonalds und Coca-Cola kann man eigentlich nicht ohne einander erzählen. Also die beiden sind vor allem deswegen so groß, weil sie von Anfang an gemeinsame Sache gemacht haben. Und zwar ist die Geburtsstunde da das Jahr 1955. McDonald's war noch eine kleine Kette in Illinois. Ein Mann namens Ray Kroc baut die Kette gerade auf und ist auch selber noch in den Filialen.

Und er ist eigentlich an allem interessiert, was McDonald's noch klarer und einfacher macht. Also die Idee von Ray Kroc war ja wirklich, alle Schritte in den Filialen so zu vereinheitlichen, so gleich zu machen, dass sie, egal wo du bist. Für die Mitarbeiter immer gleich sind. Und in diese Gemengelage trifft jetzt ein Mann namens Weddy Pratt, ein Coca-Cola-Manager, der sich bei der klein aufschriebenden Kette vorstellt.

Und er stellt Ray Kroc eine Idee vor. Und zwar sagt er, er braucht irgendwie so ein Signature-Getränk. Also auch die Getränke müssen im ganzen Land gleich sein. Und wie wäre es denn da mit Coca-Cola? Und tatsächlich besiegeln die beiden Männer vor dieser Filiale per Handschlag den Deal. Also dieser Deal, der quasi seit 70 Jahren läuft. Wahrscheinlich hat man das Ganze irgendwann nochmal niedergeschrieben, aber das war so ein Handstag gesagt, ja, findet Ray Kroc gut, machen wir.

Bei Coca-Cola wird daraufhin tatsächlich eine McDonalds-Division eingerichtet, also eine Abteilung, die sich nur damit beschäftigt, dass die Coca-Cola-Produkte bei McDonalds verfügbar sind und wie sie verfügbar sind. Und man arbeitet da an verschiedenen Sachen, dass die Coca-Cola einmal gleich schmeckt, aber auch geil schmeckt.

Zum einen werden spezielle Filtersysteme installiert, die klares Wasser hervorbringen. Es gibt die Ein-Grad-Regel, also der Sirup und das Wasser werden knapp über dem Gefrierpunkt gelagert, um den maximalen Fiss, also diesen Kohlensäuregehalt zu haben. Der Sirup wird nicht in Plastikbeuteln wie sonst üblich eingeliefert, sondern in großen Edelstahlfässern.

Und auch die Maschinen werden so kalibriert, dass der Sirup so ein Ticken zu viel ist, dass der Geschmack besonders dann gut ist, wenn das Eis im Becher schmilzt. Also man arbeitet wirklich an so verschiedenen Elementen, dass die Cola im ganzen Land immer gleich und immer geil schmeckt. Und das sorgt natürlich dafür, dass mit dem Wachsen von McDonald's auch Coca-Cola immer mehr Umsätze generiert.

So nach und nach werden dann auch Produkte verdrängt, die nichts mit Coca-Cola zu tun haben. Also 7-Up gab es lange bei McDonald's, das wird dann durch Sprite ersetzt. Und Coca-Cola-Manager waren tatsächlich auch dafür verantwortlich, dass es das Extra-Value-Meal bei McDonald's gibt. Also das, was jetzt eigentlich so der absolute Standard ist, Burger, Pommes und ein Getränk als günstiges Paket zusammengefügt, das war eine Idee der Coca-Cola-Manager.

Also du merkst, da hat man ordentlich Zeit, Energie und Hirnschmalz reingesteckt in diese Zusammenarbeit. Und das läuft jetzt wirklich sehr, sehr lange gut, aber so Anfang der 2000er gibt es so erste Risse im Fundament. Also da zum einen führt McDonalds das Dollar-Menü ein, also dass eher jetzt wieder die Burger und die Produkte im Vordergrund stehen und nicht das Getränk.

Zum anderen sieht man so rechts und links, dass andere Ketten andere Ideen haben. So Pepsi führt zum Beispiel mit Taco Bell das Getränk Mountain Dew Baja Blast. Das ist so eine blaue, ich habe es noch nie getrunken, aber das ist so ein blauer Soft-Trick, den führen sie ein. Aber es ist ein absoluter Hit, das bringt jährlich eine Milliarde Dollar ein bei Taco Bell.

Zum anderen gibt es in einigen Filialen auch Tests, ob man möglicherweise Kühlschränke in die Filialen stellt, wo man sich dann andere Getränke rausnehmen kann. Es gibt einen McDonald's-Franchise-Nehmer, der wahrscheinlich auf eigene Gefahr Pepsi-Produkte verkauft. Also hier und da gibt es so verschiedene Entwicklungen, die darauf hindeuten, dass diese McDonald's-Coca-Cola-Partnerschaft so ein bisschen Risse bekommt. Ja.

Coca-Cola versucht darauf hin, dass man ja eigentlich noch cooler und lässiger wird in den McDonalds für Jahren. Und zwar führen sie in den 2010er Jahren diese Freestyle-Maschinen an. Ich weiß nicht, ob du die schon mal gesehen hast. Die gibt es heute eigentlich meist nur in Kinos, wo du so eine Maschine hast und dann ein Touchscreen und dann kannst du ausführen, was du zusammen mixen möchtest.

Dann kannst du eine Cherry, eine Vanilla, eine Sprite, Dr. Pepper, kannst du alles zusammen mischen und kannst dir sozusagen dein eigenes Getränk erstellen. Ich glaube, das habe ich mal bei Five Guys gesehen. Wie kann das sein, dass es das da gibt? Und fand das, als ich das das erste Mal gesehen habe, natürlich auch total cool.

Bis ich gemerkt habe, zu viele Sachen sollte man vielleicht nicht miteinander mixen. Und sowieso vielleicht lieber ein Sprudel Wasser trinken. Aber das ist eine andere Geschichte. Ja, tatsächlich finden die meisten Franchise-Nehmer dieses Ding auch nicht so geil, weil es sau viel Arbeit macht und keinen großen Mehrumsatz bringt.

Aber muss man ja auch sagen, also mit Softdrinks machst du, das ist so günstig, machst du eh immer Geld. Also warum sollst du dann aber anfangen, da auf einmal 200 Siruparten, weiß nicht, so viel werden es nicht sein, aber sehr viele Siruparten irgendwie zu händeln und da reinzukippen, wenn du es auch einfacher haben kannst.

Und dann gibt es 2012 noch eine Entwicklung und zwar fängt Starbucks an, Refresher einzuführen. Also diese haben wir vielleicht auch alle schon mal gesehen. Die wechseln auch immer mal durch, da hast du dann aber auch so Sachen wie so Dragon Fruit, Refresher und sowas, was sausüß die Pampe, wirklich komplett überzuckert, aber auch die sind absoluter Hit bei Starbucks.

Und es deutet so ein bisschen darauf hin, dass Getränkegewohnheiten sich verändern, dass die klassische Cola, der klassische Softdrink so ein bisschen auf dem Ableben ist. Und in den letzten Jahren bricht diese Coca-Cola-McDonalds-Partnerschaft so ein bisschen auseinander. Und erst vor kurzem, jetzt in diesem Jahr, gibt es die ersten Zeichen, dass diese 70-jährige Geschichte sich wirklich groß verändert.

Und zwar fängt McDonald's in den USA jetzt auch an, so Refresher und vor allem Dirty Sodas zu verkaufen. Ist dir das ein Begriff? Habe ich noch nie gehört, aber... Ja, da sieht man, dass du Secret Lives of Mom and Wives nicht gesehen hast. Richtig, richtig. Das ist ja das, womit sich die Mormonen größtenteils beschäftigen, dass sie zu einer Kette namens Swig fahren und dort Dirty Sodas trinken.

Also es ist im Grunde Cola mit Sahne und Sirup gemischt. Ja, es ist, ich weiß. Das klingt ja ekelhaft. Es klingt vor allem wirklich nach Diabetes im Glas, aber ey, obwohl meistens nicht, weil meistens mischt man ja dann Cola Light mit einem zuckerfreien Sirup und gibt da noch Sahne rein. Muss man wollen, ist aber tatsächlich ein Riesentrend. Und das zeigt sich vor allem darin, dass Coca-Cola anfängt, diese Getränke auch zu testen.

Dass sie sich da auch draufsetzen wollen. Weil, hey, klar, wenn du eine Kette bist, die das auch anbietet, dann gibt es nicht mehr nur Swig, wo die Leute dafür hinfahren müssen, sondern ist McDonald's da auf einmal auch auf der Landkarte. Was ist denn Swig für eine Kette, sag mal? Das ist so eine Dirty-Soda-Kette.

Verkaufen nur diese Getränke? Ja, ja. Eine Getränkekette. Ah, okay. Dieses Land. Das ist komplett crazy. Er kommt aus Utah. Ja, also Amerika. Ja, das ist halt so eine Hormonkette. Und jetzt gibt es noch eine große Veränderung bei McDonalds. Und zwar, neben diesen Sodas, führen sie jetzt in diesem Sommer, also erstmal nur in den USA, Red Bull ein.

Und das ist vor allem dahingehend spannend, weil Coca-Cola hat ja auch einen Energy Drink mit Monster Energy. Aber McDonalds hat sich explizit für einen Deal mit Red Bull entschieden. Tatsächlich sieht es aktuell so aus, nach den ersten Tests, dass diese Veränderung, ja, ein großer Umsatztreiber für McDonalds sein könnten.

Und damit diese Exklusivität, die Coca-Cola-Produkte haben bei McDonalds, so ein bisschen am Auslaufen ist. Also zum einen möchte man sich natürlich, und damit kommen wir zu der Frage, warum Dilemma? Weil zum einen ist da diese 70-jährige Geschichte und Coca-Cola-Produkte sind natürlich immer noch relativ beliebt, aber McDonalds muss davon weg, nur Coca-Cola-Produkte anzubieten.

Das heißt, da ist so ein bisschen eine Veränderung da. Ich bin mal gespannt, wie sich das in Deutschland entwickeln in den letzten Jahren. Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Refresher, also ich verstehe diese Refresher nicht. Ich verstehe irgendwie eine gute Schorle, ja, aber da ist viel zu viel los in diesen Dingern.

Naja, aber wenn die so große Fans haben, so eine große Fanbase, dann verstehe ich natürlich aus unternehmerischer Sicht den Drang, das auch mal ausprobieren zu wollen, ne. Ist halt die Frage, ob sich das dann wirklich durchsetzt. Und wenn sie sich wirklich jetzt von Coca-Cola abnabeln wollen und vielleicht im nächsten, übernächsten Schritt auch anfangen, nicht mehr die Coca-Cola-Cola zu verkaufen, sondern vielleicht eine andere Cola, dann ist wahrscheinlich auch bei McDonalds-Kundinnen und Kunden was los.

Weil wenn denen die Cola jetzt weggenommen werden würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass das unbedingt positiv ankommen würde. Die stellen sich einfach nur erstmal breiter auf jetzt, ne? Genau, die stellen sich Bretter auf, aber auch wenn es jetzt darum geht, Innovationen zu entwickeln, dann ist jetzt nicht mehr nur Coca-Cola der erste Ansprechpartner, sondern dann überlegt man einfach, was ist für uns gut, und was können wir hier einführen und möglicherweise ist es ein anderes Unternehmen und nicht Coca-Cola.

Und daraus speist sich eben so dieses Dilemma, dass man auf der einen Seite seit 70 Jahren fast verheiratet ist, auf der anderen Seite in Zukunft ist. Andere Wege gehen muss. Und sag mal, diese Refresher, mixt man sich die auch selber oder sind die auch fertig zusammen gemixt? Also so wie ich das jetzt bei McDonalds verstanden habe, sind die fertig gemixt.

Also es ist wie bei Starbucks, dass es dann da so ein Menü gibt, was, ich hab Sprite Luna Splash hieß ein Getränk. Aber guck, dann hat man ja immer noch das Coca-Cola-Produkt, Sprite. Ja, aber mit Sirup und Red Bull halt. Wow. Das muss man echt wollen. Und vor allem mit Rückblick auf unsere For Loco-Geschichte von vor ein paar Wochen.

Der Energy Drink ist auf keinen Fall tot. Nee, offensichtlich nicht. Ja. Also, wenn ihr in naher Zukunft bei McDonalds, Refresher seht oder andere Getränke oder vor allem größeren Fokus auch auf Getränke, dann wisst ihr jetzt, wo das Ganze herkommt. Und denkt an Flo. wenn ihr süße Klorbe schlurft. Aber nur, weil ich euch davor warne. Warnung, Warnung geht raus. Alarm, Alarm.

Mal schauen, ob unser heutiger Foodcrime aus der Community Foodcrime-mäßig da anschließen kann. Und zwar haben wir heute wieder eine Sprachnachricht dabei. Und zwar von Lisa. Lisa hat Folgendes zu sagen. Hallo ihr beiden. Mein Foodcrime der Woche oder für mich eher Foodcrime des Jahrhunderts ist die Kaltschale.

Die kann man noch immer von diversen Tütensuppenherstellern als Päckchen zum Anrühren kaufen. Sicherlich kann man die auch frisch zubereiten. Diese auszulöffelnde Obstsuppe, vor allem mit Erdbeergeschmack, die lässt mir immer noch einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Denn in meiner Kindheit hat mein Vater das immer sehr gerne als tollen Nachtisch angepriesen.

Und ich kann mir nicht vorstellen, wie auch nur eine Person davon einen Löffel nehmen und genießen kann. Deswegen würde mich mal sehr interessieren, ob ihr die Kaltschale überhaupt kennt und was eure Meinung dazu ist. Viele liebe Grüße und vielen Dank für euren Podcast. Viele liebe Grüße. Erst mal zurück an dich, Lisa. Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß gar nicht so genau, was eine Kaltschale überhaupt ist.

Also ich habe das offensichtlich noch nie gegessen oder getrunken. Es scheint ja eine Suppe zu sein. Das, was sie beschrieben hat, klingt aber grotesk. Ich dachte nämlich, oder das bestätigt das vielleicht, dass die Kaltschale so ein Ostding ist, weil ich kenne die Kaltschale sehr gut und die gab es früher.

So in der Schule oft als Nachtisch und meine Oma hat das auch oft gemacht. Es ist am Ende, es ist so eine, wie vergleicht man das, wie so ein Kompott, aber halt dünner und flüssiger. Also nicht ganz so Gelee-artig, sondern eher wie so irgendwas zwischen Saft, und Gelee, wo man dann noch Früchte reinwirft.

Meistens so Beeren, Kirschen, Brombeeren, Himbeeren. Klingt schmecklich. Und Flo, ganz kurz, ich habe das gerade gegoogelt und ich muss dir das mal kurz weiterleiten. Das Bild, was bei Wikipedia zur Kaltschale hochgeladen wurde, sieht so eklavt aus. Das sind auch schon dreimal gegessen. Die Kaltschale mit Kiwi-Geschmack aus so einer Krankenhausschale. Ja, ja.

Es sieht ja, ich muss eher sagen, ich habe was gegen kalte Suppen. Ich verstehe das Konzept kalte Suppe nicht. Verstehe ich auch nicht, aber so wenn es, also herzhaft bin ich auch raus, aber süß. Also wenn du Kaltschale googelst, so kenne ich das eher. Also, dass es berig ist, dass es rot ist. Also, diese Kaltschale bei Wikipedia ist ja wirklich komplett so vergessen. Die ist zum Abgewöhnen.

Ja, klar, wenn man das googelt, dann ist das ja auch nett angerichtet mit frischem Obst und so. Aber ich denke mal, wenn du das ja anrührst aus so einer Tüte, wie Lisa das auch beschrieben hat, dann hast du da wirklich ja nur so eine Flüssigkeit. Ja, ja, eben. Also, das ist ja wirklich absolut, also, das ist ein Foodcrime, ja. Das ist ein richtiger Foodcrime.

Ich habe mich wirklich gefreut, das Wort Kaltschale mal wieder zu hören, weil das war so ein Wort, was eigentlich nicht mehr im Sprachgebrauch vorhanden war. Und dann kam es wieder hoch, die gute alte Kaltschale. In der Sodexo-Schulspeisung gab es früher, gab es tote Oma und dann gab es danach eine Kaltschale.

Kaltschale, ja. Neben dem Jägerschnitzel und den Gabelspaghetti mit Wurststreifen. Ja. Aber das Beste war, wenn es Buchteln mit Vanillesauce gab. Die kenne ich. Aber das ist doch was Österreichisches, oder? Ja, und so was Osteuropäisches. Also so Buchteln, nicht die runden Flachen, sondern genauso Hefebuchteln.

Ja, aus dem Ofen. Wo ich mir aber gefragt habe, es ist schon krass, dass man auch sagt, nee, das ist exakt das, was Kinder brauchen, um satt zu werden und gestärkt durch den Takt zu gehen. Eine wirklich komplett nahlose Hefebuchtel mit einer Kelle Vanillesauce obendrauf. Das macht unsere Kinder stark gesund und leersam.

Ja, also was das angeht, hat sich ja einiges getan. Ich hoffe mal. Zumindest die Bereitschaft oder das Wissen oder die Awareness. Was ist denn Awareness auf Deutsch? Ich habe das letztens schon mal gesagt. Bewusstsein. Es gibt mittlerweile ein anderes Bewusstsein für Ernährung, würde ich meinen, beziehungsweise hoffen.

Ich bezweifle das. Du bezweifelst das? Ja, es würde mich mal interessieren, alle Mütter und Väter da draußen. Berichtet uns mal von der Schulspeisung eurer Kinder, weil ich habe irgendwie das Gefühl, da hat sich nicht so viel getan, dass es immer noch relativ. Nährarmer Brei ist, der reserviert wird. Ich hoffe, es ist anders, aber mal so ein bisschen frisches Gemüse, mal irgendwie komplexe Nährstoffe. Ich bezweifle es.

Ja, das ist ja auch das Thema bei Krankenhausessen. Ich meine, wir wissen, dass das jetzt nicht einfach gesagt ist oder nicht einfach getan ist mit, ja, das muss gesünder sein. Da hängen ja auch noch ein, zwei Posten und Menschen und Firmen dran und auch Kosten sind ein riesiges Thema. Aber das finde ich immer so absurd, dass ein Krankenhaus, wo du ja eigentlich gesunden solltest, dir wirklich kein Essen serviert, was nahrhaft ist und dich, gut vorbereitet für die Zeit danach.

Also das ist ja meistens auch wirklich schlechtes Essen. Ja, ich habe immer die Hoffnung, dass das in Schulen anders ist, aber vielleicht stimmt das auch nicht. Ich meine, so ein Krankenhausessen und Schulessen, to be discussed, aber es zeigt ja so ein bisschen den Stellenwert von Essen in der Gesellschaft.

Dass natürlich, ja, da hängen auch finanzielle Gründe hintendran, dass es im Krankenhaus nicht besseres Essen gibt. Aber ich finde, es zeigt eben genau das, dass man eben nicht sagt, hey, mit gutem Essen wird man schneller gesünder. Also es ist ja eigentlich auch ein Interesse, dass die Leute dann schneller aus dem Krankenhaus rauskommen.

Dass man nicht sagt, man sorgt sich darum, dass die Leute wirklich, okay, muss ja nichts irgendwie krasses sein, aber einfach mal ein bisschen, es ist wirklich, Krankenhausessen ist der letzte Schmutz. Das muss man wirklich so sagen. Diese toten Wurstscheiben, jetzt schließt sich der Kreis wieder zur Wilke Wurst, diese ekelhaften Wurstscheiben und trockenen Käsescheiben, die man da teilweise auf so alten, knusprigen Brötchen serviert wird, ich erinnere mich an Rage.

Ja, und das ist grundsätzlich beige im Krankenhaus. Ja. Es ist beige in beige in beige. Aber ich muss sagen, wartet mal den nächsten Foodcrime von mir ab, den hört ihr nächsten Dienstag in Flohs Folge. Okay. Da bekleckere ich mich auch nicht mit Ruhm. Was Essen angeht. So viel kann ich mir schon mal verraten. Nee, du weißt es ja noch nicht.

Die haben wir doch schon aufgenommen, dachte ich. Ja, aber doch jetzt ist es doch chronologisch. Oh, ich weiß es noch nicht. Oh, da bin ich aber mal gespannt. Müssen wir ja nicht drum rumreden, dass wir teilweise ein bisschen antizyklisch aufnehmen. Lilly, das war eine schöne gemischte Platte für heute. Ich kann nur noch mal darauf hinweisen, dass es alle Bilder auf unserer Website gibt, dass es da noch weitere Links gibt zu der Folge, dass ihr uns dort auch abonnieren könnt.

Dort findet ihr alle Links zu Steady. Dort könnt ihr die Folgen werbefrei hören und euch extra Folgen freischalten. So schaut da gerne mal vorbei. Es würde uns freuen, wenn ihr uns da unterstützt. Und wir machen am Dienstag weiter mit einer ganz normalen Folge. Das ist absolut korrekt. Na dann, Adele. Tschüss. Tschüss.

Disclaimer. Perfekt, dann haben wir das damit geklärt. Ich hatte das auch schon Disclaimer gesagt, aber sag du das doch auch nochmal. Nee, der kommt dann. Also ich sag sozusagen, und hier kommt der Disclaimer und dann kommst du. Also ich hab dich gesprochen quasi. Ich kann es nicht so übereinander legen, dass es eigentlich...

Das war mir jetzt zu Meta, das hab ich jetzt gar nicht mal so gut verstanden. Aber du wirst es schon machen. Aber Lilly, das ist halt teilweise krass, was in meinem Kopf los ist. Das ist für viele Menschen so auf einer gewissen Ebene gar nicht zu erfassen. Richtig. An deinen Genie muss erstmal jemand rankommen, aber bis man rankommt, muss man erstmal verstanden haben, man sieht dein Genie manchmal gar nicht.

Dass du ein Genie bist, das fällt den meisten gar nicht auf. Deswegen können sie gar nicht zu dir gelangen. Story of my life. Du wirst nicht verstanden, du wirst nicht richtig gesehen, du wirst nicht erkannt als die Person, die du eigentlich bist. Ich sag's immer wieder. Ja, so ist es. Aber du siehst mich. Ich seh dich, mein Lieber. Ich seh dich.

Gut. Ich hatte eine Bildschirmzeit von sieben Stunden, eine durchschnittliche. Warum schreibst du denn nie zurück? Weil ich meine Notifications aus habe. Geil, oder? Ja, ja, ja. Okay. Aber waren jetzt auch so übers Wochenende, oder? Ja, ich glaube jetzt übers Kranksein, ja. Davon ist das gekommen. Wie krank waren wir denn dann da? Ja, frage ich mich auch. Ich frage mich auch, was ich gemacht habe.

Also ich war irgendwie, ich habe YouTube-Sachen geguckt und bin darüber irgendwie so ein bisschen eingepennt. Das weiß ich schon, aber ansonsten. Naja, lass uns klappen, oder? Ja. Drei. Drei, zwei, oh. Mach. Ist ja dein. Drei, zwei, eins.

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