
Carsten Ramelow über seine Karriere, Vizekusen und sein neues Leben ⚽️ | Football Finance | Folge 11
Montag, 14. April 2025 · 1 h 09
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Shownotes
Der ehemalige Nationalspieler erzählte uns von seiner Zeit bei den Hertha-Bubis in Berlin und den Einzug ins DFB-Pokal-Finale als Drittligist. Wir sprachen über seinen Werdegang, seine Zeit als Bundesligaprofi und er übte starke Kritik an den heutigen Entwicklungen in Sachen Vermarktung, Belastung und Gigantismus im Weltfußball. Er beschrieb uns, wie sein Leben seit seinem Karriereende aussieht und verriet uns, warum er die Bundesliga mittlerweile nicht mal mehr im Fernsehen schaut. Wir sprachen mit ihm über verlorene Finals, den schwersten Moment in seiner Karriere, seinen Umgang mit Geld, seine größten Spiele und besten Gegenspieler - viel Spaß beim Hören! 🎙️
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Herzlich Willkommen zur Football Finance heute wieder zusammen mit Michael Bauer und unserem heutigen Gast. Er kommt insgesamt auf 333 Bundesligaspiele für Bayer Leverkusen, 49 Partien in der Champions League ist 46 facher Nationalspieler, stand im Champions League Finale und WM Finale und setzt jetzt hier bei uns im Podcast herzlich willkommen. Carsten Ramelow freut uns sehr.
Hallo, ich freue mich auch. Schön, dass wir da sein dürfen. Hier in Bechen, bei dir in der Heimat beim Griechen waren wir auch schon mal zusammen essen. Du kennst es. Ja, ja genau, ich kenne es auch im Sommer vergangenen Sommer haben wir uns hier getroffen, aus einem anderen Anlass, damals noch, ich habe gerade schon gleich zu Beginn ein paar Daten, Fakten aufgezählt, Bundesligaspiele, Champions League, Partien sind bekannt, auch die Finalteilnahmen ein Fakt, oder ja sagen wir mal 2 Fakten, die nicht dabei waren, du warst auch zweimal im DFB Pokalfinale gestanden und.
Das Interessante ist ja deine erste DFB Pokal Teilnahme. War damals mit Hertha BSC 2 und da kann man ja direkt den Vergleich sag ich mal ziehen zu Arminia Bielefeld damals auch ihr als Drittligist wirklich im DFB Pokalfinale gewesen. Hast du den Weg der Arminia jetzt so ein bisschen verfolgt? Hast du die Spiele gesehen und vor allem auch dieses historische Halbfinale jetzt, da schließt sich der Kreis wieder gegen Bayer Leverkusen. Ich muss sagen, du hast leider meine Tore vergessen, lieber Louis.
Ja, also ich habe 22 Tore gemacht, weil die Zahl ist doch total schön, oder? Also 333 Spiele und 22 Tore und so wollte ich immer aufhören okay aber macht mal was. Nein das war nur nebenbei. Ich finde es sind schöne Zahlen die man sich gut merken kann, ich habe das nicht so verfolgt mit Arminia ich ich glaube das ist wie wie es vielen Fans glaube ich so geht, also die ersten runden, ich glaube da schaut man nicht unbedingt auf die Arminia, das wird interessant wenn der Außenseiter doch auf einmal immer weiter kommt. Ob das jetzt Arminia ist oder oder andere Mannschaften. Aber es ist immer wieder schön, dass es Überraschungen gibt im Pokal und ich selber durfte das ja miterleben damals mit den Hertha Bubis, so wurden wir ja
genannt und ich war 18 Jahre alt. Ja das war echt ne total schöne Zeit mit die schönste Zeit die ich eigentlich hatte, so im Fußball, das habe ich immer wieder in zahlreichen Interviews, glaube auch betont und ja, ist schön, dass die Arminia da mitmischt und jetzt im Pokalfinale steht, also. Wird jetzt noch mal n harter Brock gegen Stuttgart. Ich glaub die sind richtig gut drauf, wird es verdammt schwer so wie bei uns damals, aber die Chancen sind durchaus da, ja. Es war ja damals wirklich ne besondere Zeit. Du hast es glaub ich dann damals damals auch im Halbfinale getroffen gegen Chemnitz, Zweitligist. Generell hast du n Tor gemacht.
Nehmen wir uns da gerne mal mit in die Zeit, weil ich hab es auch in einem Interview von dir gehört. War ganz besonders, da ist man, weil es halt auch in Berlin selbst war, ne, weil ja dann ins Pokalfinale auch ihr habt sowieso schon im Olympiastadion gespielt, wie hast du das damals wahrgenommen, weil ich glaub die erste Mannschaft war jetzt nicht ganz so erfolgreich im Vergleich und ihr genau als Hertha Bubis wirklich ins Pokalfinale. Hast du da so ein paar paar Background Stories? So das Drumherum wie weil Arminia siehst ja auch dieses café Europa jetzt oft zitiert, schon immer treffen sie sich dann, danach gab es bei euch dann auch so Sammelorte, wo ihr euch dann immer wo ihr es gefeiert habt. Ja, also für uns Hertha Bubis
war es natürlich eine total schöne Zeit, das ganze Jahr über die erste Mannschaft, ich ich hatte ja das große Vergnügen damals, die Belastung war für mich wie gesagt auf der einen Seite war es ein Vergnügen, aber die Belastung war schon sehr hoch, ich spielte ja noch in der A Jugend. Hab bei den Hertha Bubis Amateuren dann auch mittrainiert und oft gespielt und dann auch bei den Profis.
Also das war schon ne enorme Belastung, wo mir dann auch mein Körper signalisiert hat durch 2 Mittelfußbrüche ne kurz vor dem ja dieser Pokalrunde. Also ich hab die ersten was war das die ersten beiden Spieler auch verpasst. Das war glaub gegen Leipzig und Hannover und ja hat n Mittelfußbruch links im Training ne dann.
Nach 6 Wochen ist es wieder verheilt und im ersten Training nach meiner Verletzung Mittelfußbruch rechts. Also das war ja wenn man ne, wenn wir auch heute mal gucken, wir reden über die Überlastung der Spieler, die der Terminkalender ist voll und so, also ich kann das total nachvollziehen und ich hab immer wieder gesagt, der Körper irgendwann, der setzt schon Signale und sagt dann bis hier und nicht weiter ne aber. Später noch zu.
Ich war noch jung. Bitte Thema Belastung. Kommen wir später noch. Zu OK und ja. Deswegen also ich. Hab dann zugeschaut, aber die ganze Euphorie hab ich da von außen schon mitbekommen, was in Berlin entstanden ist. Die erste Mannschaft hat im Berliner Olympiastadion vor 357 10000 Zuschauern gespielt, in dem Riesenkessel und da war nichts los und die Hertha Bubis haben alles überrannt. Ne das war ja das und da war ne große Euphorie. Wir haben das natürlich mitgenommen als junge Spieler und unser erste großes Spiel dann im Halbfinale, du hast es erwähnt und da war ich dann wieder fit, Gott sei Dank also die Highlights.
Habe ich generell in meiner Karriere alle miterleben dürfen, hatte dort keine Verletzung gehabt. Bei den großen Spielen und das war eigentlich sehr, sehr schön. Und ja, das war n Highlight, also das gegen Chemnitz, denn in der vierten oder ja ich glaub war die vierte Minute mach ich das 10 das war natürlich überragend und und ja, die Rituale die man so hat vorm Spiel, ich glaub das war in.
In Wedding sind wir mal zum zu so einem Italiener gegangen, also vor jedem Spiel Pokalspiel was wir hatten. Dann gab es dieses Abendessen da und es war alles. Wie kann man das erklären, es war einfach so die Amateurzeit es war alles sehr entspannt weil der Druck einfach noch nicht so ne das kann man vielleicht nicht so nachvollziehen, wenn man diesen Job auch nie gemacht hat, aber ich hab das auch immer wieder gesagt, dass wenn du dann diesen Profivertrag unterschreibst, dann ist es natürlich ne tolle Geschichte, da wolltest du auch immerhin. Aber es ist schon n anderer Druck da und diese Gelassenheit ist weg.
Das ist es ist Job also und du musst funktionieren, du musst Gas geben, ansonsten bist du raus und das war das Schöne, die Hertha Bubis, wir haben jedes Spiel gemacht, noch ne Runde weiter noch ne Runde weiter. Und schon wieder geklappt. Ja, das war und und es war Laster. Ne, ich hab ich weiß nicht in Interviews auch immer wieder in den Kabinen Ghetto Blaster weiß ich viele.
Kennt man das überhaupt noch? Ghetto bleibst da. So habe ich schon mal gehört. Ja, ja, genau. Musik in der Kabine und und Rockymusik und so. Das war einfach, das war. Das war ja auch in deiner Heimatstadt, das muss ich mir auch sagen. Du kommst ja ursprünglich aus Berlin, wahrscheinlich auch noch mal ein anderes Feeling, wenn man durch seine Stadt, die man sowieso kennt, dann irgendwie mit dem Bus, dann fährt und weiß, wann fertig sind, wieviel Pokalfinikke genau.
Genau autocore so, wir haben ja genauso gefeiert wie die Leverkusener, die. Da? Ja genau. Auch Pokalsieger geworden sind. Aber ich glaube, vielleicht haben wir sogar noch mehr gefeiert und länger gefeiert. Und das war völlig wurscht. Das ja, du stehst im Finale und und klar bist du enttäuscht, das Spiel hast du verloren in dem Moment, aber danach war irgendwie der Schalter umgelegt und es war nur noch Feiern angesagt, weil du auch schnell irgendwie das realisiert hast als Amateurspieler. Was haben wir jetzt eigentlich geleistet die letzten Monate ne und und das geht nachher im Profigeschäft irgendwie verloren.
Also Zweiter habe ich ja dann durch Vizekusen erfahren so. Irgendwie. Das wurde immer ins Lächerliche gezogen, da habe ich mich immer gefragt, ist das nichts wert, waren die nicht erfolgreich so und zurückblickend. Dahin, ja. Zurückblickend auf jeden Fall. Also ich bin ja 8 mal zweiter geworden und jedes jedes Endspiel war ein Erfolg und erst mal dahin zu kommen, ist ein großer Erfolg und deswegen war das echt eine schöne Zeit damals in Berlin, ja. Würdest du dich dann als Frühstarter auch bezeichnen? Also kommst du aus Berlin, erste Station, Profi Station Hertha. Mit 18 trifft man dann in so einem bedeutenden Halbfinale auch.
Und dann läuft ja alles. Sagst du Karriere nach dem Bilderbuch. Wir haben uns auch mit Jens Nowotny einen guten Freund von dir unterhalten, der die ganzen Jugendmannschaften auf dem DFB durchlaufen, sehr malerisch, wie war das bei dir? Na, ich glaube, jeder weg ist letztendlich also von den Jungs, die das dann nach oben schaffen, ist sehr unterschiedlich. Das kann man irgendwie auch nicht vergleichen, aber Jens war damals schon, ich sag mal echt ein Star, kann man schon sagen im Jugendbereich also.
Auch schon Kapitän gewesen, früh Jugendnationalmannschaft bei der bei der U 15 angefangen und dann aber Karlsruhe war auch Kapitän gewesen. Also der ist von Anfang an eigentlich seinen weggegangen und Jens war immer schon bärenstark, wirklich im Jugendbereich und ich war so ein Spätstarter, ich kam erst so u 17:18 Uhr habe ich mich dann richtig gut entwickelt, vorher wurde mir gesagt ich bin noch zu ruhig und ich brauche noch ein bisschen, dann zu dem Zeitpunkt ist man enttäuscht hört man nicht gerne, aber auch da sage ich immer wieder auch den Eltern die ob die, ob die Kinder jetzt hier in Bächen spielen oder denn ne wann wechseln, die nach Bergisch Gladbach oder nach Leverkusen und Köln.
Ich sag immer Geduld, lassen sie ihren Jungen da spielen wo er Spaß hat, der entwickelt sich und nicht zu früh weg. Und das habe ich damals auch erlebt in Berlin. Es gibt nämlich eine Sache, ich war mit 16 schon bei bei uerding, ich weiß nicht, ob das so bekannt ist. Haben wir uns aufgeschrieben für 7 Tage.
Genau für 7 Tage und ich werde eingegangen. Für mich war das zu früh, Gott sei Dank bin ich wieder zurück. Kannst du mir die Geschichte mal erzählen? Also was heißt das jetzt mit 7 Tagen, was ist da passiert? Ja, ganz kurz. Also ich bin hab n Angebot gehabt, ich war 16 bei Uerding damals, die waren Erstliga haben die gespielt in der ersten Liga, hatten ne super Jugendarbeit und die wollten 2 Berliner Jungs haben.
Ne, so. Und ja, ich war einer von den zweien und hab das Angebot bekommen. Mit 16 musste dann natürlich auch noch ne Ausbildung machen, was ja auch wichtig ist. Dann hab ich mich dafür entschieden, dass ich Chemielaborant lernen wollte, war nicht so begeistert und ja das sind so Tage gewesen, das ist war jetzt keine schöne Erfahrung, also grundsätzlich, dass man n Angebot hat, das ist natürlich schon toll.
Ich hab das dann auch angenommen, aber wie gesagt nach 7 Tagen. Ich hab meine Schwester angerufen weil ich wollte nicht meine Eltern anrufen und sagen ich will wieder zurück nach 7 Tagen das wär ne Katastrophe gewesen so meine Schwester hat das alles eingeleitet und so dass es dann wieder Gespräche gab nach 7 Tagen und ich frage mich bis bis heute was aber auch gut ist, dass ich mich durchgesetzt habe, weil ihr müsst euch vorstellen, denn es fanden ja viele Gespräche statt ne bei Irding.
Der Präsident kam an, der Jugendleiter, meine Eltern waren da und ich hab aber gesagt, nee, ich, ich will nach Hause, also mein Herz sagt mich, ich will zurück nach Berlin und das war glaub für meine ganze Entwicklung. Für meine Karriere war das echt n wichtiger Schritt und deswegen sage ich also nicht dem Ruf des Geldes immer folgen.
Klar Geld ist ne wichtige Rolle oder spielt ne wichtige Rolle, ne gewisse Basis muss da sein, alle aber das ist nicht alles und. So bin ich eigentlich meine meine ganze Karriere auch so weiter gegangen. Nach dem Gefühl. Und ja, das war damals, also wie gesagt, das war glaube ich schon schon entscheidend gewesen und dass ich wieder zurück bei der Hertha gelandet bin, also erstmal beim SC Siemensstadt, das ist ein Verein in Spandau kennt wahrscheinlich gar keiner, aber da habe ich mich direkt wohlgefühlt, da habe ich ja vorher auch gespielt.
Der Trainer fand mich super, die Kollegen waren natürlich klasse und so, wir haben ein super Jahr gespielt und dann kam das Angebot von Hertha, wie es manchmal so ist. Und das war für mich als Berliner das das Schönste überhaupt, ne. Also ich konnte wieder in Berlin Fußball spielen, dann bei Hertha BSC, ja, und bin dann so nach und nach meinen weggegangen, aber das wie gesagt, das war auch ziemlich steinig gewesen, auch im Jugendbereich, also viele denken immer, ach das man startet so durch, ich hatte auch meine Schwierigkeiten im Jugendbereich, da gab es auch viel, viel Theater, auch mit Trainern, ne wo ich dann auch nicht gespielt habe und so. Aber ich glaube, das gehört auch dazu, damit man aus diesen Situationen auch ne Menge
mitnehmen kann. Jens hat uns damals auch gesagt, die Welt war noch n bisschen offener, ruhiger, dass man sich auch in Ruhe entwickeln konnte, gerade im Alter, so 18 bis 22 glaubst du in der heutigen Zeit wär das bei dir schwieriger, vielleicht, wenn du die Entwicklungszeit nicht mehr so bekommst und du bist quasi froh, dass das früher.
So möglich war auch nach 7 Tagen dann vielleicht auch einen Schritt zurück. Ich glaube tatsächlich, dass es heute schwieriger ist, weil du gar keine Zeit mehr hast, dich zu entwickeln. Also das ist. Auch für dich schwieriger gewesen, glaubst du also, wenn du ist immer schwer? Die hypothetische Frage, wärst du jetzt auch Profi? Ja, aber ich glaube.
Schon am Ende. Qualitäts. Ja, die setzt sich dann schon durch. Aber kriegst du die Chance heute, wenn ich jetzt so wie ich damals mit 1718 oder ich bin noch mit 2022 dann nach Leverkusen gekommen, so. Ja, funktioniert auch. Aber es wird heute alles, alles findet früher statt und das finde ich schon, oder? Oder finde ich keine gute Entwicklung, weil du musst halt gucken, wie sich der einzelne entwickelt und du hast halt n Frühstarter, der weiß ich damals zu meiner Zeit wo ich mit mit 1314 in Berlin noch, da weiß ich nur da hatten wir ne Mannschaft aus Stuttgart.
Und da war ein Spieler Nikolajewitsch, der war der Megastar in Stuttgart, Kapitän mit 14. Das war also von der Muskulatur her, also der war schon so weit gewesen, ja, da habe ich noch 34 Jahre gebraucht und und der Unterschied war damals, der war riesig, aber der hat nie ein Bundesligaspiel gemacht, der wurde damals gehyped und so, ich weiß nicht, er hat eigene Autogrammkarten gehabt mit 14, also den habe ich bewundert, so, aber ja, aber der ist dann nach Italien gegangen, ich glaube, nur ein halbes Jahr oder ein Jahr. Ist dann aber wieder zurück nach Deutschland und hat den Durchbruch nie geschafft.
Also es ist völlig völlig weggebrochen auf einmal total unverständlich und aber auch das hat mir gezeigt, du kannst es irgendwie nicht beeinflussen, weil die Entwicklung ist sehr unterschiedlich von dem Einzelnen und da sollte man nicht eingreifen und deswegen wenn einer mit heute mit 1314 noch nicht so weit ist, dann lass ihn dann lass ihn und und.
Der Druck, der heute gemacht wird, auch im Jugendbereich, und das finde ich schon extrem. Und wir hatten damals auch viel trainiert, aber der Druck, der war nicht so da. Ich glaube das das meint auch der Jens, also es war, wir haben viel Spaß gehabt, wir haben viel trainiert, aber heute ist ein anderer Druck da und das fängt schon im Jugendbereich an.
War diese Zeit, du bist ja danach dann von Hertha zu Leverkusen mit Anfang 20 dürfte es dann gewesen sein, 1995 um die Zeit. Hast dann dort 13 Jahre gespielt zwischen 95 und 2008, hast dann die Karriere beendet. War das für dich, glaubst du also ich hab die Zeit aktiv nicht miterlebt zum gucken, aber glaubst du es war somit die romantischste Zeit des Fußballs, weil ich glaub es.
Ich kann mir vorstellen, das war vielleicht ne coole Kombination aus eben noch dieser Fußball Romantik, aber schon ne gewisse Modernität und Vermarktung, was sich dann auch in den Gehältern widergespiegelt hat. Also bist du froh genau in der Zeit Fußballprofi gewesen zu sein. Ja, man ist ja so. Man kann sich das ja nicht aussuchen, ne klar das das. Kommt wie es kommt und aber.
Gibt vielleicht welche die sagen, Woah, heute wäre ich eigentlich lieber Profi, weil ich verdiene noch mal das Doppelte, was vielleicht damals ne so von von der Denkweise, weil du warst ja Nationalspieler, warst Führungsspieler bei einer Topmannschaft, Champions League gespielt, ja, wäre heute wahrscheinlich noch ein bisschen also. Wäre ich heute Profi, wäre ich wahrscheinlich auch, würde ich das ja mitnehmen, du genauso jeder von uns dann, da brauchen wir drüber reden, ne, aber das hat sich schon anders entwickelt durch Social Media, die Eigenvermarktung der Spieler an sich und so und.
Aber das stimmt, das war ich habe ja damit mit Generation noch zusammen gespielt, ne, die ich noch im Fernsehen bewundert habe, dann habe ich gegen die auf dem Platz gespielt, so und dann, das war schon einmal Schlag gewesen, ne so das das war noch schon andere Charaktere gewesen als vielleicht die wir heute kennen die Spieler und es dreht sich vieles um Geld, war zu meiner Zeit auch schon so, das hast du ja gerade gesagt, aber es war nicht so extrem, wir haben auch gutes Geld verdient, ich habe auch profitiert davon. Aber ja, das ist, das war alles noch, ich sag mal so, in so einem Bereich, wo wir uns mit anfreunden konnten, glaube ich auch als Fan ne ich weiß nicht wie ihr das seht, aber heute ist es schon in allen Bereichen ist
es schon eine extreme Entwicklung und die Halt nicht gut ist. Also und da habe ich jetzt auch schon im Interview auch schon mal gesagt, das ist eigentlich müssen wir das Rad wieder ein bisschen zurückdrehen. In allen Bereichen. Das wird schwierig, das ist mir auch klar, aber ich glaube, mittlerweile weißt du, wenn ich merke, ja auch die, ich spreche ja mit vielen Leuten und so, wenn die einfach auch so genervt sind und wenn das überreizt ist das Ganze, das finde ich schade und wir reden hier von Fußball, Fußball ist total einfach, Fußball war immer so schön, das ist ein toller Sport und und dieses Drumherum ist jetzt wichtiger geworden in der Zeit, und das finde ich schade es, es geht nicht darum, was so auf dem Platz passiert, und das war zu
unserer Zeit noch so. Ne, es gab auch so Internetseiten von den Topspielern. Ich hatte zum Beispiel keine, weil ich habe immer gedacht, interessiert sich eh keiner für mich. Also heute läuft ne alles über die du. Hast ja bis heute, du hast ja glaube ich bis heute weder Social Media noch nicht mal whatsapp ich.
Habe nichts genau. Ja, ich bin eh und mir geht es richtig gut dabei und. Ich glaube auch, das habe ich auch gehört, keine Abos. Was the Zone angeht da ich hab alles abgemeldet. Ja ich bin da auch. Also die Bundesligakonferenz dann im Radio, oder? Genau. Ja ja, ich hab ja wie früher, das war ja ne, wo ich groß geworden bin, also dann über Radio ne, dann die Fußballspiele gehört und.
Dann kommt das Fernsehen irgendwann und dann ist es ja auch alles sehr interessant. Dann hatte ich auch meine Abos ja mit Sky angefangen, dann war es ja easy, ne Freitag, Samstag die Sonntagsspiele. Vorgezeigt, da war ja noch alles in einem. Urlaub, da haben wir uns ein Abo gekauft und dann wusstest du OK so und ich bei mir war es wirklich zu Hause so. Irgendwann fing jetzt an mit diesen Abos und dann war ich hab das gar nicht mehr so richtig verstanden und geh bei mir in mein Räumchen und wollte Fußball gucken und dann wurde Spiel nicht gezeigt so und da war ich konnte ich die Welt nicht mehr verstehen ja und?
Bin hoch zu meiner Frau. Also ich habe im Keller so eine Leinwand, wo ich dann Fußball schaue und musste erstmal meinen Frust rauslassen und sagen, das gibt's doch nicht. Jetzt habe ich das nicht und da läuft das auf The Zone und Amazon das und so und aber das ist mir dreimal passiert und da habe ich. Gesagt, das ist jetzt reicht.
Das ist zu blöd, echt. Entweder Free TV oder Radio in so beiden. Ja, und und weil du dann irgendwann auch natürlich, wir merken alles, es geht nur noch um Gewinnmaximierung, um Vermarktung des Fußballs, ist ja auch gut. Wie gesagt, hatte ich ja zu meiner Zeit wurde es ja auch so gemacht. Aber wir sind ja so weit über den Punkt, jetzt, wo ich sage, also ist nee, also jedes Spiel wird jetzt nur noch vermarktet und mir privat war es zu blöd einfach.
Also ich hab mach ich nicht mehr mit. Also die Bundesliga. Zurück weißt du, sorry zu diesem Radio hab ich gesagt, Samstag, du hast doch mal angefangen früher mit Radio hören fängst es ja mal, wie jetzt mal wieder an, weil du hast ja nichts mehr und die ersten Wochen tut es schon weh weißt du wenn du auch kein Spiel mehr gucken kannst auch Champions League nicht mehr, aber ganz ehrlich, nach 68 Wochen sagst du es geht. Ja, und und Radio Samstagnachmittag im Garten. Ich arbeite auch gerne im Garten bei mir und dann nebenbei hör ich Radio, sag ich ey, das ist das hat was, das ist total schön und that Old School back to the roots ja genau, irgendwie ja ja genau und und somit wie mit anderen Sachen, wenn du die Dinge nicht hast.
Das ist oft so, wenn wir uns was anschaffen, dann nutzt du das auch, das ist ja so, also hab ich whatsapp hab ich Facebook hab ich na klar guck ich dann rein so und ich bin so n Freund davon erst gar nicht anschaffen so ich weil. Wirklich Facebook? Ich weiß gar nicht, wie die Seite aussieht, whatsapp wirklich ist kein ich hab da niemals reingeguckt. So blau, weiß aber.
Ja, manchmal denk ich so, dass ja, bist du vielleicht unnormal mögen. Am Ende geht es ja darum, ob du damit happy bist oder wenn du das bist, genau Zelt hast. Also genau das ist das ganz wichtigste. Ich find man muss ne Linie haben, weißt du, wenn ich von Sachen nicht überzeugt bin und dass manche Sachen die oder manche Sachen nicht einfach machen will, dann mach ich das nicht so und ich muss nicht mitschwimmen mit der Masse und so also und wenn es mir nicht gut tut.
Und ich glaube, Social Media extrem zu viel tut uns Menschen überhaupt nicht gut und viele bekommen das leider gar nicht mit und das finde ich schlimm, da bin ich, so habe ich so einen, so einen Mix gefunden, weiß ich nutze es, es gibt ja auch gute Sachen, auch whatsapp sage ich ja nicht und will ja nicht alles schlecht reden, ja, aber ich brauche es nicht und ich komme auch so klar und mir geht es richtig gut dabei.
Ich denke gerade an ein Interview von. Dfb. Ich weiß nicht mehr, welcher Spieler ist, war vor kurzem da ging es um die Bildschirmzeit am Handy, dann hat der Spieler gesagt ist nicht viel bei ihm, dann waren es 5 Stunden. Ja, das war der neue Spieler beim DFB jetzt. Bis der Jonathan. Da genau, genau. Und dann war so.
Er hat das Empfinden, 5 Stunden sind nicht viel, hat da wahrscheinlich auch recht, weil der Durchschnitt ist nun mal so lange an den Geräten. Und du sagst gerade, es tut gut, das nicht zu haben und was ich vorhin auch sagen wollte, also aktuell, wenn du alles sehen willst, alle Spiele, Champions League international, da zahlst du monatlich mehr wie wenn du einfach deine Bundesliga Dauerkarte hast.
Also wir sind bei über 100€ im Monat und das ist erstmal rauszufinden wo läuft was ich glaube wir kennen es alle, dann hat noch der Kumpel den Code nicht offiziell natürlich ne. Aber weißt du, die Fans machen das trotzdem? Weißt du sie, sie kaufen die Abos, Sie legen sogar zusammen, die sagen, ich sag mal das das Abo könnte 300€ kosten.
Dann würden die Zusammenhängen nur um die Spiele zu zu schauen. Das ist ja OK, ne, aber ich denk immer oder sagt dann auch zu den Fans, also ihr jammert auf der einen Seite rum es ist alles überreizt, es ist zu viel und es ist alles teuer geworden, aber ihr rennt ins Stadion so und ich bin da ich mach es nicht, ich geh nicht ins Stadion, ich hab die Abos nicht so und ne wie gesagt muss jeder für sich selber entscheiden aber.
Ich bin gespannt, in welche Richtung das jetzt noch geht und es wird weitergehen. Ne, das Rad wird sich weiterdrehen, die Vermarktung wird noch extremer werden, also da bin ich mal gespannt. Was WM im Sommer? Ja, das steht ja schon. Dann haben wir Intercontinel Cup oder was im im Winter was alles geplant ist noch.
Wir haben ne nächstes Jahr ne WM mit 48 Mannschaften. 40 Spiele mehr der. Ist schon gar nicht mehr besonders dabei zu sein. Ne irgendwie als Land, weil so viele Länder gibt es auf der Welt. Wir haben in 3 Ländern verteilt ne USA, Mexiko und und Kanada 2. Und 30 dann glaub ich sogar 3. Kontinenten also.
Wovon reden wir ja eigentlich? Viel größer geht halt dann nicht mehr. Ja, also das. Ich mein auf 3 Planeten, dann ist dann die ist ja nur noch die Steigerung, mal gucken. Ich hab immer auch gesagt, weißt du dass irgendwann ich warte, bis der Tag kommt, dass man meinen zweiten Ball ins Spiel schmeißt oder so.
Weißt du, das ist ja ich, also dann haben wir richtig Zirkus, ne, das ist so ich. Ne wir, wir verändern das Spiel, wir verändern die Regeln und regeln, was gar nicht funktioniert, da sind wir schon wieder beim nächsten Thema, da reden wir gleich noch mal drüber, aber das sind all die ganzen Themen, ne, nicht nur jetzt mit den Abos und aber deswegen es wird viel zu viel drumherum geredet über das neben was nebenbei auf dem Fußballplatz läuft, aber aber nicht um das Spiel an sich und und.
Das tut mir irgendwie weh, das zu sehen. Ja, jetzt. Sind wir gerade schon mal ein bisschen abgeschweift? Ich möchte noch mal auf deine Zeit zurückkommen als Spieler, wo die Welt noch in Ordnung war, wie man oft so schön sagt, nee, aber was mich interessiert, wird sich jetzt auch einiges geändert haben nach der Zeit, aber so unmittelbar nach Karriereende, ich habe es jetzt zuletzt bei Christoph Kramer Halt so gehört, als der sein Karriereende zumindest bei Gladbach oder ich glaube nee doch auch insgesamt dann verkündet hat, dass. Er vor allem die Momente in der Kabine vermisst. Einfach mit den Kollegen so ein bisschen Blödsinn babbeln und einfach vor den Spielen nach den Spielen so ein bisschen nachbesprechen Bierchen trinken.
Das war dann für dich so unmittelbar nach Karriereende, die Momente wo du sagst, Boah, das habe ich schon dann vermisst, also diese, weil das war ja dann 20 Jahre lang dein Leben. Ja, das Schönste ist, auch, wenn wir uns jetzt mal ab und zu mal treffen, die alten kann man ja mittlerweile schon sagen und dann so ein bisschen auf dem Fußballplatz herumrennen. Aber ich glaub ihr wisst ja auch ne, dass dieses Kicken einfach zusammen kicken.
Das ist das schönste und am besten auch für mich immer Kleinfeld ne 4 gegen 4 oder 6 gegen 6 oder 8 gegen 8 oder so. Man muss gar nicht mehr das große Feld sein, aber einfach n Ball rein und dann geht es los ne du kickst zusammen und ja diesen in der Kabine Gespräche zu führen und so. Welche Momente waren es speziell nach Karriereende?
Also weil ich stell mir vor, waren es diese Stadioneinläufe, wo du dachtest, ey, das fällt jetzt weg, Scheiße waren es diese Kabinengespräche war es. Wirklich einfach das Spiel auf dem Platz war das, was das Feiern nach dem Spiel alles Luis. Alles das gehört ja alles dazu. Ich für die Nationalmannschaft zu spielen, das war immer.
Also ich habe ja auch 46 Länderspiele gemacht, das. Habe ich aber genannt, ja. Genau und jedes Mal dazu stehen. Ich glaube, das kann man gar nicht so nachempfinden, das ist für mich, du guckst zur Haupttribüne, hörst die Hymne, du spielst für Deutschland, das ist. Das ist also Krieg, ich Gänsehaut auch jetzt schon wieder ne, das heißt ja, du siehst deine Familie da oben sitzen, ja, du denkst, in dem Moment gehen dir vielleicht noch mal so paar Bilder durch den Kopf und so, aber ich echt, manchmal musst du mich kneifen und sagen, ey, das weißt du, du stehst hier einer der besten Spieler in Deutschland und und darfst auch so ne WM spielen deswegen und dann reden wir über n verlorenen oder verlorenes Finale oder so ne jetzt nicht
weil du erster geworden bist. Also und das muss man alles richtig einordnen und dann wenn du dann aufhörst glaub ich und zurückblickst dann. Dann hast du diesen Blick dafür und und wie gesagt, dann kommen natürlich all die schönen Momente, ob es das das Einlaufen ist ins Stadion, das ist immer ne ne schöne Sache, wenn du da in den Katakomben stehst und bist ja natürlich on Feier ne, das ist er hofft, dass es gleich losgeht, wenn der Schiedsrichter anpfeift und so, weil die Aufregung ist ja schon da, die ganze Anspannung und vor so vielen Zuschauern zu spielen, also das sollte man auch nicht unterschätzen, ist natürlich immer wieder schön.
Aber es ist auch eine gewisse Anspannung da, weil du musst halt liefern so. Absolut. Und die Leute sehen sofort, wie du deinen Job da unten machst. Es wird sofort bewertet in den Medien. Nächsten Tag liest du die Noten ja auch, da musst du klarkommen, weil das passt ja nicht immer mit dem, wo du selber denkst.
So okay heute habe ich ein gutes Spiel gemacht und nächsten Tag liest du die die Bildnoten oder im Kicker oder so und die bewerten dich mit 4 oder 5 sage ich mal und und die Spieler lesen das ja, das geht auch in der Kabine rum. Aber dann dings auch so ey, wo saßen die, in welchem Stadion waren die, welche Spiele haben die gesehen?
Und ja ist am einfach nicht so so einfach zu verstehen ne so wie die Medien funktionieren, das hab ich dann auch im Laufe der Jahre mitbekommen und so, aber diese ganzen Themen aber ich sitz nicht so, dass ich sage also es war ne wunderschöne Zeit ich bin total froh, dass ich das erleben durfte. Aber so richtig, dass ich jetzt also heute sage, ich würde das gerne noch mal alles durchmachen, weil es war so toll und so, das war. Trotzdem, jetzt haben wir vor allem über Nostalgie gesprochen. Gab es auch eine gewisse Melancholie, dass man sagt, rein was die Gefühlswelt angeht, weil ich, ich weiß nicht, es gibt auch andere Emotionen im Leben als jetzt, vielleicht vor einem 80000 Tor zu schießen, aber ich
kann mir vorstellen, ich war kein Profi, ich habe nie in vor einem vollen Stadion gespielt. Da hat man irgendwann das Gefühl, gerade auch nach Karriereende. Boah, ich werd dieses Gefühl, diese Emotion nicht mehr spüren, das ist so n bisschen dieses Phänomen. Rockstar geht von der Bühne und kommt erst mal gar nicht klar, weil diese dieses Adrenalin, alles was man jetzt sich spürt fällt so ab und in dem Moment, wo dann auch die Karriere beendet ist, weißt ja diese Emotion werd ich nicht mehr spüren, ich weiß noch, wir waren eben hier schon zusammengesessen beim Griechen hab es von einem Tor im Camp Nou erzählt, gegen Barcelona ist für uns Wahnsinn wenn wir so was hören.
Kann mir nur vorstellen, dass dieser Switch dann auch unmittelbar nach den Spielen oder nach der Karriere unglaublich schwer sein kann. Was so Emotionales angeht. Genau, ist aber immer typsache. Also ich hatte damit überhaupt kein Problem. Für mich war der Übergang jetzt so echt reibungslos kann man schon sagen, ist natürlich schon klar, du merkst auch OK, die Zeit ist jetzt vorbei, irgendwie verging das auch die letzten Jahre wie im im Flug, denn auf einmal das ne man denkt ja so Ende 20 Anfang 3 so OK 34 Jahre hast du noch ne es ging auf einmal ganz schnell vorbei.
Und da musst stehst du da ne ich ich vergleich das immer so mit so einem. Wir kennen es ja alle, weißt du wenn du ins Kino gehst so und Licht geht aus ja der Vorhang geht auf und du guckst echt so n Blockbuster irgendwie und es rattert und ballert die ganze Zeit anderthalb 2 Stunden und du gehst weißt der Vorhang geht zu Licht an Vorhang zu, du gehst raus. Ins helle und du bist so völlig geflasht. Ich glaub, das kennen wir alle.
Wirklich noch so n bisschen nach ja. Genau, und das ist das. Nun, geht der Film eines Fußballers n bisschen länger. Ja, aber du bist genauso geflasht und da kommst du raus und dann ist die Frage wie du. Aber du stehst jetzt in in so einem anderen Leben, auch einmal wieder in dem normalen Leben, ne, es geht wieder zurück wie du mal angefangen hast. So und wie.
Kommt man damit klar? Genau. Kannst du uns das näher erklären? Du hast dich ja 2008 dann auch gegen ne Nachwuchsabteilung entschieden, also da zu arbeiten. Bis stattdessen dann zur Buka GMBH. Was war da dein Hintergrund, was was war dein neuer Beruf dann? Was ist diese buka GMBH überhaupt gewesen?
Ja, die verkaufen halt Tickets. Also für für alle Veranstaltungen die es gibt in Deutschland. Zu den Jungs hatte ich dann Jahre zuvor immer Kontakt weil also ihr müsst wissen, ich komme ja aus Berlin und damals Kudamm ist wahrscheinlich auch viel im Begriff und da war ich ja ziemlich oft, weil ich da ins Kino gegangen bin oder auch ins Theater. Da war ich hier noch sehr jung gewesen mit meiner Frau zusammen, so Harald Juhnke.
Und so was haben wir gerne geguckt. Also wir waren viel auf Veranstaltungen und dadurch der Kontakt zu der Firma Buka, weil die halt viel mit Veranstaltungen zu tun hatten oder jetzt immer noch haben. So mittlerweile bin ich hier raus und ja und hat dann immer so privat Tickets bei der Firma Buka bestellt und so sind wir in Kontakt geblieben, haben uns immer zusammengesetzt und da habe ich gemerkt OK mit denen kannst du was machen und das passt und so und. Ja, das war der so.
Der andere Blick für mich so Weg vom Fußball kann ich da in die Richtung vielleicht was machen und ja, ich hatte noch nach meiner Zeit 4 Jahre so einen Anschlussvertrag, das war ja ganz nett, dass man mir den gegeben hat, aber ja, so richtig irgendwie, ich mein Gefühl sagte mir auch, da wäre vielleicht besser, wenn wenn du gehst, wir machen einen Cut hier, damit war man auch in Leverkusen direkt einverstanden und.
Das war für mich auch n Zeichen. Also es gab dann keine großen Gespräche mehr. Ja, ist ja auch ne Erkennung ne und so war das auch dann kein Ding, dann haben wir es umgesetzt, haben den Vertrag aufgelöst und ich bin den anderen weg so n bisschen eingeschlagen also aber das meine ich ist immer typsache wie gehst du damit um wenn du raus bist? Ne wie ist dein Umfeld, wie ist deine Familie, wie bist du gestrickt und so und ich.
Ja, ich bin da. Ich hab immer so irgendwie, ich bin ja einfach groß geworden, ich hab die Fußballzeit, hab ich mitgenommen, das war n Traum, den ich leben durfte, ich hab damit auch viel Geld verdient, das war alles toll, aber danach geht es weiter und da hab ich relativ schnell wie gesagt den Schalter umgelegt und da bin ich froh drüber.
Ja, dass ich auch so ne Einstellung die ich natürlich was ich auch alles lernen musste auch in der Fußballzeit ne auch dieses positive Denken und. Neue Wege zu gehen und dran zu bleiben, weil es öffnet sich für jeden immer irgendeine Tür, wenn man dran bleibt ne. Und ja das lebe ich und von daher bin ich da in den Übergang, der ist mir sehr gut geglückt. Kam da noch mal die Überlegung auf, vielleicht auch ein Trainerposten in der, Nee, gar Bundesliga? Oder nee, gar nicht.
Nee, der bereit, den nicht mehr, also nie, nee, gar nicht war nie Thema, nee, nee, da habe ich relativ schnell abgehakt, auch einen Berater hätte ich gern gemacht, weil ich glaube. Ich hätte das gut gemacht, seriös vor allen Dingen gemacht, um mit den jungen Spielern so die durch die Fußballzeit zu begleiten. Ja, es ist sehr wichtig, finde ich, muss man auch auch korrekt machen und wie gesagt, vor allem seriös machen, aber ich hatte ein 2 Gespräche mit mit Jugendspielern und auch da ich bin nach Hause und ich sag zu meiner Frau. Echt ist.
Sind alle so verzogen? Heutzutage ja. Ich war ja wieder, Oh, das passt nicht. Also wenn die Jungs schon so sind, wie sind die Eltern und wie ist die das Umfeld und ich wäre wahrscheinlich zu anstrengend. Also die Regel gibt es auch gut, wenn Jungs. Schon so sind sind die Eltern im Normalfall noch schlimmer. Also, das ist die Erfahrung, die man so hat. Ja, nicht immer.
Weißt du, ich hab schon mal welche getroffen, die gibt auch gute Jungs, gar keine Frage, aber dann drehen die Eltern durch das wirklich oder da hast du einen Berater der Durchsteht, also alle die damit zusammen. Oder drin hängen, sag ich mal, wenn der wenn der Spieler das schafft ne das ist ja dann weiterhin sind wir ja wieder bei dem es wird viel Geld verdient und alle wollen profitieren davon, auch in der Familie, das ist ja nun mal so, das ist leider so.
Wie war dein Weitblick noch als aktiver Spieler? Vor allem wenn du jetzt sagst, ich strebe nicht an, da irgendwie Manager zu werden oder oder Trainer, du weißt, das ist in paar Jahren vorbei, hast du dich da frühzeitig auch um dein Geld gekümmert, das irgendwie schlau oder breit anzulegen, oder? Sagst du, ich komme nicht aus reichen Verhältnissen? Eigentlich ist mir das ganz egal. So ungefähr wie wie hast du das frühzeitig für dich? Geregelt.
Ich glaube, ob man jetzt von Anfang an viel Geld hat durch das Elternhaus oder so, aber ich komme ja aus Berlin, also ich bin im sozialen Wohnungsbau groß geworden, Zweizimmerwohnungen, mein Vater war Müllfahrer in Berlin, so hieß es ja früher, und aber er war immer fleißig, und das hat er mir mitgegeben, der war mittags auch immer zu Hause, er war früh raus.
Meine Mutter war immer da für mich. Also wir waren ja auch insgesamt 6 Kinder, ne, also das ja, also meine meine Eltern sind aus der aus dem Zweiten Weltkrieg, also haben das alles miterlebt, ne Kriegskinder und also die haben schon viel durchgemacht und so und die mussten viel ackern, also deswegen und ich glaub die haben mir halt Werte gegeben mitgegeben, die halt was auch die Erziehung betrifft, wo ich merke das ist wichtig, ne fürs fürs Leben und so und so hab ich auch meine Kinder erzogen und. Auch da merke ich, dass das ist gut so. Und ja, also das ja, aber war ne verdammt schwierige Zeit, aber ich glaube jetzt wie gesagt, ob du jetzt mehr hast oder weniger Geld, ich glaube man sollte sich
damit beschäftigen. Also und wie mit anderen Themen auch, ja und das machen die Spieler zu wenig, aber ich hab das schon immer gemacht also. Vor meiner Fußballzeit und in meiner Fußballzeit dann sowieso und habe mich immer um die Dinge selbst gekümmert mit meiner Frau dann zusammen. Ich hatte auch einen Spielerberater, aber der hat ja nur die Verhandlung geführt, alles andere habe ich dann gemacht. Heutzutage wird ja den Spielern auch alles angeboten, kann auch gut sein, meistens ist es nicht so gut, da muss man ja, du musst auch vertrauen zu den Personen aufbauen, das ist dann auch nicht schwierig, nicht so, nicht so einfach. Wie gesagt, wenn du dann viel Geld verdienst, dann kommen auf einmal viele an und wollen was
von dir und da musst du lernen das auch versuchen richtig einzuschätzen. Mit wem kannst du vertrauen und wen nicht und ich glaube das ist mir grundsätzlich gut gelungen in der Karriere und ja mach das aber heute auch noch genauso, also ich kontrolliere jeden Kontoauszug und das gehört sich einfach, ich glaube das und ich denke, dass ich heute, kann ich sagen, ich habe das ganz gut gemacht.
Immer breit gestreut, glaube ich. Das ist wichtig und nicht nur auf eine Karte. Das ist gut. Jetzt kann man das sagen, oder? Ja, das ist eine der Grundregeln. Ja, ich glaube, hier und da liegt man dann schon mal falsch. Aber wenn was nicht so läuft, wie gesagt, dann hast du halt andere Sachen, die vielleicht dann umso besser laufen.
Und ja, aber wir neigen auch immer dazu, das meinte ich ja vorhin, das immer mehr rauszuholen und klar dann steuer ist ja mal wieder ein Thema, dann gibt es. Immer interessante Angebote auch. Und hier kannst du Steuern sparen und so. Man wird dann auch immer gelockt und ist ja das ist alles sehr interessant, aber ich man muss lernen ruhig zu bleiben, ne und das einzuschätzen was geht's mir gut brauche ich mehr bringt es unbedingt jetzt wenn ich da noch mal was anlege und das und.
Wie war dann wie? War aber nicht immer so einfach, klar. Wie war denn in deiner Anfangszeit gerade auch dein Verhältnis zu Geld? Wie wenn du sagst, aus dem sozialen Wohnungsbau, aus Berlin und dann in Leverkusen dann doch früher oder später richtig gutes Geld verdient, oder wie ist es auch immer heute immer noch wie wurdest? Du da.
Ja, du kannst ja gewisse, ist ja schön, wenn du dir dann irgendwann das Konto guckst du drauf, das sieht gut aus, du kannst dir gewisse Dinge leisten, ist ja ne, ist ja auch schön und ist ja auch völlig normal. Soll man ja auch tun, aber ich glaube man darf nie vergessen. Wo man herkommt, ne oder dass das auf einmal jetzt Geld wirklich meinen Charakter verändert, ne, und da kann ich glaube sagen, also so wie ich jetzt hier sitze, so war ich auch vor meiner Zeit. Also der Fußball hat mich überhaupt nicht verändert, genauso wie ja meine meine Frau auch meine Kinder nicht verändert hat, ne, die ja natürlich noch jünger waren als ich, so wirklich so meine meine Hochzeit sag ich mal in Leverkusen hatte aber.
Die können heute mit Geld genauso gut umgehen. Die wissen aber sehen ja auch was wir haben. Ne, ich hab n wunderschönes Haus n großes Haus oder vielleicht kannst du n schickes Auto fahren, aber irgendwann merkst du ja auch das ist nicht alles im Leben also das ist das also mich kannst du glücklich machen mit einer mit einer Tasse Kaffee irgendwo, das ist mit den richtigen Leuten zusammensitzen.
Sind ja schon mal 2 Sachen, die heute erfüllt sind. Kaffee hast du schon getrunken mit den richtigen. Leuten so. Ja, ist wirklich so, so ne, aber jetzt ohne ohne Spaß, das ist ich mein Louis, wir hatten ja ich kenne ja auch deinen deinen Vater und so und das ist ne die Begegnung, die du hast mittlerweile das also ich such mir das auch aus, weil setz mit den Leuten auch zusammen, die mir gut tun, das ist auch wichtig, ne sollten wir auch nicht unterschätzen und darum geht es ne und wenn wir jetzt hier n schönes Interview haben und wir verstehen uns gut weißt du und haben ne tolle Zeit zusammen, das ist viel wertvoller als weiß ich irgendwann jetzt und noch n Auto und noch n Auto ist ist alles schön kann man haben so aber ist
immer die Frage brauchst du das, macht dich das glücklich und ja. Du hast trotzdem mal in dem Interview geäußert, dass du während deiner Karriere jetzt gar nicht mehr so sehr aufs Geld bezogen, sondern auch irgendwie verpasst hast. Dich berufsbegleitend so n bisschen fort und weiterzubilden. Es ist ja auch 1 der Hauptthemen der Vereinigung der Vertragsspieler, wo du Präsident jetzt bist. Seit November letzten Jahres, genau genau seit 2024. Was macht denn also Abkürzung VDV? Was macht ihr genau, was sind Eure Hauptthemen, ist es genau auch das so der Weitblick über die Karriere? Ich dachte ja gerade einfach, also die letzten 4 Jahre. Ich hab auch gedacht, was kannst du machen, vielleicht noch nebenbei n Fernstudium oder
sowas oder ne Fremdsprache lernen wie es halt so ist. Ich hab mir dann auch ich glaub das war Langenscheidt oder was hat dann holst du dir die Spanischbücher und so die die hatten wahrscheinlich irgendwo noch in der Tasche bei mir im Keller du guckst einfach nicht rein weißt du und dann ist die Zeit vorbei und dann denkst du so.
Shitte ne, hättest du mal. Ja, weil du kannst ja nebenbei im Hotel und so kannst du schon schon was machen. Einige Spieler auch in Leverkusen haben das damals schon gemacht und hätte ich selber auch machen können und und die ganzen Erfahrungen die ich sammeln durfte ne in den in den 16 Jahren Liga die ich erlebt hab, Bundesliga und auch international und alles was dazu gehört vom Jugendspieler hin bis zu zum gestandenen Spieler bis zum älteren Spieler.
Die ganzen Themen, die der Fußball, die da dich begleiten, das, das sind die Themen, die wir als Gewerkschaft dann auch wirklich den Spielern anbieten, die wir dann für die auch abwickeln, teilweise und. Wie sieht deine Funktion oder Funktion da als Präsident aus? Also wie oft hast du da was zu tun als Präsident dieser Gewerkschaft?
Das ist unregelmäßig. Also wir haben natürlich jetzt nicht so n Tagesgeschäft, das ist immer themenabhängig bei uns ne und ich bin ja schon seit 96 Mitglied da. Ich bin 2003 vizepräsident geworden. Ich glaube. Das gibt es ja schon seit 1907 und. 80 genau die wurde gegründet. Der von Spielern eigentlich eine total schöne Sache.
Damals Brasilien, glaube ich unter anderem auch. Genau. Guido Buch war Bruder Labbadia, genau, und unser heutiger Ehrenpräsident, der Florian Gote, der jetzt nach letztes Jahr gesagt hat, nach 25 Jahren, also es wird mal Zeit, sagt Herr Kalle, dass du das übernimmst. Mein Spitzname ist ja Kalle, ne, so im Fußball auch und den habe ich früher in Berlin wegbekommen durch den Trainer irgendwie.
Und ja, da hab ich alle angeguckt letztes Jahr und da hab ich gesagt, OK, ich mach das weiter und ja wir, ich weiß ja auch was die Verbände machen, ich weiß was die Vereine machen, ich weiß aber auch was sie nicht machen, Thema Spielerberater und so also und und ich sag mal die wichtigen Themen, die wären halt nicht so, ja. Oder den Spieler vermittelt seitens der Vereine und seitens der Verbände.
Und deswegen machen wir als Gewerkschaft ganz viel schon im Jugendbereich, also wir haben ja auch Teambetreuer, die in Deutschland unterwegs sind, und ja, wir halten Schulungen für die Talente und für die Profis, ne jetzt zu dem Thema, auch Spielmanipulation ist ja nach wie vor n wichtiges Thema, gerade in den unteren Ligen oder Anti Doping ne wie gehe ich mit den ganzen Medikamenten um, was darf ich nehmen, was darf ich nicht nehmen und sowas. Und da weiß ich ja auch damals, wie das abgelaufen ist in der Kabine.
Und ja, heute wird drüber ja du, ja, du kriegst halt, weißt du, da kommt rein, OK, das ist der Katalog, der wird dann auf den Platz gelegt und so, und das wird halt nicht moderiert. Ich hatte diese Schulungen auch im in Jugendabteilung. Beim Würzburger Kickers gab es das auch regelmäßig, finde. Es schöner so also ne und wenn es da Schulungen drüber gibt und die gab es zu meiner Zeit halt nicht und wie gesagt und dann wir hatten natürlich ne gute ärztliche Abteilung bei uns und natürlich gab es dann auch die Gespräche da.
Aber oft sind diese Batzen von von Blättern, die wir da hatten und und Katalogen. Und so ist der Mülleimer gelandet. So, und heute weiß ich, das kann man besser machen und so machen wir das als Gewerkschaft und wie eben schon gesagt, Vorsorgeabsicherung ist ein ganz wichtiges Thema, Wir haben die Karriere nach der Karriere, also da haben wir einen Laufbahn Coach bei uns, bei der VDV, der sich dann mit den Spielern zusammensetzt und Spielerberater, Wir haben Anwalt bei uns, also da kannst du dir dann auch mal deinen Rat holen. Ne zu gewissen Themen und so.
Und ja, wir haben das Profi Camp VDV Profi Camp machen wir schon. Seit über 20 vertragslose Spieler glaub ich, es gibt ja. Genau, viele vertragslose Spieler, was die meisten ja auch nicht so kennen, die gibt es in Deutschland gerade in der unteren Ligen und da sind wir echt froh, dass man den Jungs da so n professionelles Camp anbieten können.
Peter Neurorer schon seit einigen Jahren ist ja n Begriff in Deutschland, der Peter macht. Schon mal gehört, ja. Genau, also die Jungs werden durchgecheckt, die werden wie gesagt Hotels, also alles ist top organisiert, Medizincheck wird durchgeführt und sodass sie dann wieder n Anschluss finden und 80% der Jungs bis jetzt immer so die Quote, die finden auch wieder n Anschluss aber im unteren Bereich aber so ist das normal und deswegen also ich glaub man man hört schon es sind ganz viele viele und vor allem wichtige spannende Themen.
Die wir haben als Gewerkschaft und deswegen bin ich einfach auch dabei, weil ich weiß, wie gesagt nochmal, es machen die wenigsten und wir kümmern uns da drum. Und ja, das ist echt eine gute Sache und die Spieler in die untere Linken sind auch dankbar dafür. Inwieweit kann man da als Gewerkschaft auch wirklich was bewirken, sage ich mal. Bei Vereinen und Verbänden, wenn man sich für die Spieler einsetzen möchte, weil Gewerkschaft, das kennt man irgendwie aus den Nachrichten, wenn dann irgendwo gestreikt wird, kann man ja nicht sagen, du Jungs pass auf, ihr streikt jetzt einfach mal das.
Gab es noch nicht in Deutschland. Das wollen wir ja auch nicht. Es geht ja auch nicht darum, ich. Nicht verstehen, dass wir jetzt gerade die Jungs, die in der ersten Liga spielen, dass wir da noch mehr Geld rausholen wollen. Nein, darum geht es ja nicht, sondern wir reden hier von fairen Arbeitsbedingungen, ne, das ist ja, es gibt noch diesen Musterarbeitsvertrag hier in Deutschland, in anderen Ligen gibt es Tarifverträge, da kann man die ganzen, ja rechtlichen Sachen viel besser drin regeln für beide Seiten, ja, aber da tut man sich n bisschen schwer hier in Deutschland und da arbeiten wir schon seit Jahren darauf hin. Dass wir diesen Tarifvertrag auch endlich mal in Deutschland umsetzen können.
Aber das wird schwer. Und wie gesagt, mit den anderen Themen, Wir arbeiten ja schon gut zusammen mit der DFL und dem DFB, was die Schulung betrifft in Deutschland, wie gesagt, und wir kennen uns ja auch schon jahrelang, machen das schon ja sehr lange zusammen, und aber das ist ja Pandemie, war auch ein spannendes Thema, ne das wie geht man damit um, war natürlich eine Extremsituation, also auch da gab es dann viele.
Konferenz mit den Spielern und mit den Funktionären beim DFB und DFL. Aber wie gesagt, der Austausch ist ja sehr sehr gut und du hast ja immer wieder so wie jetzt Überlastung der Spieler fifa Kalender ne, das haben wir ja auch schon drüber gesprochen, also da sagen wir aus Gewerkschaft also das Gesundheitsschutz der Spieler ist schon schon immer wichtig gewesen, wird auch immer so bleiben und was mit den Spitzensportlern gerade da passiert ist ist nicht schön und.
Wo soll es da noch hinführen? Ne, ist die. Franz, du da deine Meinung auch mal erklären? Wir haben ja letzte Woche mit mit Professor Schlumberger gesprochen, also Rehabilitation, wie beugt man da vor und so weiter jetzt ist der Kalender voll, du hast ganz viele Themen aufgezählt, die neben dem Fußball auch noch zu tun sind, Club WM. Solche Geschichten hatten wir vorhin auch schon, also wie soll sich das denn ändern, was ist da dein Bild von einer sauberen klaren Zukunft, dass das nicht.
In 365 Tagen Fußball mündet. Das Problem ist ja, dass die Vielfalt jetzt ihren Terminkalender für sich zurechtgelegt hat, so die Beteiligten eigentlich nicht mit einbezogen hat. So, und das ist halt das größte Problem, und da sagen wir als Gewerkschaft, also die Beteiligten müssen mit an Tisch, aber wieso oft passiert es halt nicht und die Sache ganz oder ja direkt eigentlich schon, dass dass Leute da am Tisch sitzen, ich glaube, viele haben noch niemals gegen den Ball getreten und dann werden irgendwelche Entscheidungen getroffen, die. Die sind das Hauptproblem glaub ich. Also auch das ist eh bei vielen Dingen glaub ich das Hauptproblem.
Ich sag mal das ist ja auch diese endlose Debatte, will ich jetzt kein neues Thema aufmachen, nur auch bei Thema Schiedsrichtern weißt du, bei gewissen Entscheidungen denkt man wenn man mal gekickt hat, weiß man, dass das nicht reicht für n Elfmeter oder dass das jetzt kein absichtliches. Handspiel du einfach n ganz anderes.
Anderes Gefühl hast. Gefühl hast für die Situation. Auch beim Schiri musst du das vorher schon erkennen. Ne dieses nicht erst dieses Faule an sich, ich glaub du kannst viele Sachen schon vorher erkennen. Das stimmt, da hast du völlig recht, das fehlt mir auch oft, aber bei dem Thema FIFA und Kalender und und Belastung der Spieler und wir sehen es ja, wie viele Verletzungen wir haben, also es ist ja auch nicht normal.
Vielleicht hat es auch noch andere Gründe, das mag sein, aber ich kenne es ja auch selber, also das das schöne Jahr was wir hatten 2002 ich glaub. Du hast es ja vorhin auch erwähnt, glaub ich. Louis ne, ich glaub mit den 49 Champions League spielen hab ich auch mit die meisten Spiele gemacht in Leverkusen auch glaub ich ja ich hab über 60 Spiele waren es insgesamt mit Nationalmannschaft mit allem Hey das kannst du nicht jedes Jahr machen so und ja und wir sind jetzt ne an dem Punkt also oder eigentlich schon weit drüber muss man sagen, dass es für die spitzen Fußballer da zu zu viel geworden ist und jemand der das nie gemacht hat hatte ich ja schon auch gesagt. Der kann es nicht nachempfinden,
weil ich weiß ja auch, wie viele denken, ach Gott, die anderthalb Stunden bisschen spielen und nächsten Tag n bisschen auslaufen und dann wieder spielen, das muss ja machbar sein. Ich glaub die Spieler spielen auch lieber, als dass sie trainieren, das ist auch richtig, das kann ich auch bestätigen, aber trotzdem ist es einfach zu viel geworden und ja, mehr geht nicht mehr und deswegen müssen wir gucken, was wir da noch bewegen können, das wird verdammt schwer und das ist klar, aber.
Gar nichts zu sagen, weil das geht auch nicht, ja. Du kennst es auch jetzt aus beiden sichten als Spieler und jetzt auch in der beratenden Funktion die mentale Belastung. Welche Rolle spielt auch die neben der körperlichen Belastung, also kannst du bestätigen, dass das in manchen Phasen vielleicht sogar das größere Thema ist.
Weil Andreas Schlumberger hat uns eben auch bestätigt, sag ich mal, aus medizinischer Sicht oder was er mitbekommen hat, dass er die mentale Belastung tatsächlich noch als viel höhere, viel größeres Problem sieht als jetzt die rein die physische Belastung. Genau das haben wir auch schon oft gehört. Das sagt.
Macht man ja auch immer wieder, oder betont man auch sehr gerne immer wieder und es ist definitiv so, dass sich vieles halt auch im Kopf abspielt und ich habe ja vorhin erwähnt, das Einlaufen ins Stadion, diese Anspannung, die du hast, das baust du ja auch so 23 Tage geht es richtig los, das steigert sich ja bis kurz vor vor Anpfiff dann und du merkst halt wirklich, also nicht nur körperlich, denn wenn du nächsten Tag am auslaufen bist und aber vom Kopf her bist du echt total. Du brauchst eine Pause.
So, und du musst dich dann nach 23 Tagen wieder aufraffen, ne, dann geht es ja schon wieder weiter und das sollte man halt nicht unterschätzen. Klar, das ist n großes Thema, ja und das wollen viele nicht so sehen, aber es ist definitiv so und da müssen wir uns halt ran machen. Wie gesagt es ist gibt ja schon schon kritische Stimmen, auch berechtigt von Spielern, auch auch von Trainern die n großen Namen haben und da müssen wir jetzt mal abwarten in welche Richtung das das noch geht alles aber wie gesagt die.
Denk mal, dass die FIFA da das Rad noch weiter und noch höher drehen will. Aufbauen will das ganze und ne, dann schauen wir mal. Carsten, Wie bist du mit mentalen Tiefs umgegangen? Also es hat sich vorhin schon sehr positiv angehört, so n Finale erstmal zu erreichen, aber das dann doch irgendwo zu verlieren hat auch positive Seiten wie bist du oder wie hast du das gelernt da so damit umzugehen? Und hast du vielleicht auch den ein oder anderen Mitspieler der ich sag mal daran zerbrochen ist. Gib uns da gerne mal den einen oder anderen irgendwie beispielfall, wie wie man sich mit solchen Niederlagen beschäftigt.
Ja, ich sagte ja. Also auch wenn wenn du drin bist in dem Beruf und dann vor so vielen Leuten dann auch spielen darfst und so, das ist immer mit einem gewissen Druck verbunden, das Ganze, das sollte man echt nicht unterschätzen und das ist was anderes, als wenn du vorher Jugendspieler warst oder Amateurspieler warst so und man lernt aber damit umzugehen.
Und die Leute denken auch immer, also selbst wenn du ne gute Phase hast, hast du ja Druck. Das bringt halt der Beruf Fußballer mit sich und aber man muss sich ja vorstellen, so wie jetzt, ich sag mal dort und in den letzten Wochen, jetzt haben sie ne Phase wo es wieder besser aussieht, aber wenn du ne Phase hast wo es echt in die Anrichtung geht und so, dann ist es schwer Woche für Woche und sich dann da, weil auch da wieder die Typen sind unterschiedlich, jeder geht damit unterschiedlich um. Der eine braucht n bisschen länger, vielleicht um das zu verarbeiten.
Manche sind dann wieder n bisschen schneller und so Arbeit als Mannschaft musst du das ja umsetzen, so ne negativphase ne schnell wieder drehen ins Positive und das ist dann ja je nach Typ immer ne sehr unterschiedliche Belastung, gerade der mentale Bereich und das hatte ich aber auch in meiner Zeit miterlebt, also ich hatte wunderschöne Jahre, hatte diesen positiven Druck, aber ich hatte auch eine Situation da, ich war Kapitän in Leverkusen und das war.
Das Jahr 2002 also wir waren erst sehr erfolgreich, das war auch das krasse, also erst ein super schönes Jahr und danach lief eigentlich nichts mehr zusammen und dann hatten wir eine Phase, wo wir einige Spiele verloren haben und da wurde ich zu Hause dann als Kapitän im eigenen Stadion auch ausgepfiffen und so, das war für mich eigentlich mit die schlimmste Erfahrung, die ich hatte, also auch von den eigenen Fans ausgepfiffen, das ja, und bin dann zur Halbzeit raus, Trainer Topp, Müller damals. Er schaute mich an und irgendwie waren wir beide ratlos und ich habe zu ihm gesagt.
Bist du raus oder hat er dich? Weil das ist ja noch mal. Mit dem Trainer. Das bringt nichts. Mehr also, das wäre dann noch mal die Höchststrafe gewesen vom Trainer, wenn er dich in der Halbzeit. Rausnimmt ja, aber er hat dann auch gut reagiert. Das war auch mein Wunsch. Wahrscheinlich kann man das schon. Erkennen in meinem Gesicht und ich habe dann auch gesagt, also es bringt ja mir nichts, bringt der Mannschaft nichts, bin dann raus und bin direkt raus aus dem Stadion. Also ich habe meiner Frau Bescheid gesagt, komm runter, ab ins Auto und nach Hause und.
Da habe ich echt so ein paar Tage gebraucht. Also ich Trainer Toppmöller musste dann damals auch leider gehen nach diesen schlechten Wochen, er wurde dann entlassen, kam ein neuer Trainer aus dem Jugendbereich in Leverkusen und der hat mich direkt auch rausgezogen und gesagt Du machst ein Spielpause. Wir hatten ein internationales Spiel dazwischen, dann haben wir in Hannover gespielt, das weiß ich noch und da hatte ich ein paar Tage Zeit mich da wirklich wieder aufzurichten und das war eine schwierige Phase, also das ja. Muss man eigentlich nicht haben und habe dann gelernt, auch wirklich ja positiv wieder zu denken. Das musst du auch lernen, habe viele Bücher darüber gelesen, habe das ganze aber in dem
Bereich, auch dem mentalen Bereich viel von Christoph Daum gelernt, das muss ich wirklich sagen, also er hat viel in dem Bereich auch gemacht, er selber konnte auch immer super ansprachen halten und super motivieren und er hat uns Spielern da auch immer in diese Richtung so ein bisschen angeschoben. Uns da so auch im mentalen Bereich weiterzuentwickeln, weil es im Fußball auch sehr, sehr wichtig ist. Und das habe ich angenommen, das war auch gut so und konnte dadurch viele Dinge ja natürlich auf den Fußball beziehen, aber auch im privaten Bereich mitnehmen und. Hast du da irgendeinen Tipp?
Vielleicht für für junge Spieler, die jetzt die Karriere noch vor sich haben wie du, gerade weil du sagst, du hast Bücher gelesen, du hast durch Christoph Daum viel gelernt, was sind deine, was hast du da so mitgenommen? Ja, einfach mal sich mit dem Thema vertraut machen. Ich glaube, dass ich sagte ja vorhin, also ich bin generell offen für viele Dinge und ich weiß aber, dass es Menschen gibt, die direkt sagen, so, nee, brauche ich nicht, bringt mir nichts und ist nicht gut so. Und das verstehe ich dann oft nicht, weil ich glaube, dass egal welcher Bereich, einfach mal anhören, das ist wieso ein riesen Buffet muss man sich das vorstellen, ranmachen, ausprobieren und was einem nicht
schmeckt, ja das muss man ja nicht wieder essen und es gibt aber Sachen mit Sicherheit an so einem großen Buffet die einem gut tun, also die schmecken und genauso ist mit den Büchern und da habe ich mich dann reingelesen und bin dann auch ja immer weiter gekommen, am Ende sind ja auch immer Buchtipps oder habe mich dann mit Menschen unterhalten und habe da wieder Tipps bekommen. Und das fand ich unheimlich interessant und lese das heute noch.
Also das man kann es immer wieder auffrischen und einfach der der Tipp, Ich glaube das positiv denken ist generell wichtig im Leben und sich immer wieder aufzuraffen, weil ich glaube wir haben alle Situationen wo es mal nicht so läuft im privaten und im beruflichen und ich sage mal du hast 2 Möglichkeiten entweder dich so hängen zu lassen und sich dann noch weiter reinzusteigern mit deinen negativen Gedanken, das führt aber dazu, dass du da vielleicht gar nicht mehr rauskommst und dir geht es noch schlechter und.
Oder du richtest den Blick hoch, ja und schaust nach vorne und versuchst jeden Tag das Gute zu sehen, dir immer wieder positive, positive Gedanken auch zu sagen und vorzustellen, schöne Situationen vorzustellen. Und so lernst du dann ist ein gewisser Prozess, den man da durchmacht, aber so lernst du sofort in bestimmten Situationen auch da wieder den Schalter umzulegen, also es passieren ja Dinge im Leben, wo wir nicht damit rechnen, dann ist man erstmal enttäuscht.
Niedergeschlagen, was auch immer, aber das darf nicht zu lange dauern und das habe ich natürlich auch, aber das machen wir in der Familie auch so. Also dann passiert irgendwas, du denkst so, Oh shit und alles doof, aber dann geht es sofort darum, wieder die Weichen zu stellen, Kopf hoch und dann OK für mal eine Lösung da. Haben wir den Karrieretipp praktisch jetzt schon mal vorgezogen, wo wir dich später dann noch mal drum gefragt hätten.
Ein Thema noch zum Ende, kurz aber fand ich ganz interessant, wenn man auf die Liste. Der ja Mitglieder, sag ich mal, im weitesten Sinne des DFB Bundesgerichts guckt, wird dort auch Carsten Ramelow aufgeführt als Beisitzer. Was bedeutet das also, was, wie kam es dazu und wie oft hast du da was zu tun, wird man da angerufen und sagt du Wir brauchen noch einen zum Abstimmen oder wie läuft sowas?
Ich darf den Richter spielen. Genau das fand ich sehr interessant, wollte unbedingt mal Richter spielen und ja, das am Anfang, das lief alles über unsere VDV, also über die Spielergewerkschaft und. Ich sagte ja, dass wir da auch mit der DFL sehr gut zusammenarbeiten und da wurde ich angefragt, ob ich da als Beisitzer für die DFL im Bundesgericht. Seit wann ist.
Es, ich mach das seit. Oh jetzt muss ich überlegen. Seit 3 Jahren bin ich oder 23 Jahren genau und ich muss nicht so oft nach Frankfurt. Ist es denn an DFB-Campus? Ja und da werden dann im mündlichen Verfahren dann auch die Verhandlungen geführt und ja. Aber das sind dann einzelne Prozesse, wo du dann wirklich kontaktiert wirst und sagst. Wir sehen ja auch da, man kann sich das nicht vorstellen, aber an jedem Wochenende hast du ja irgendeine, irgendwas passiert ja auf dem Spielfeld oder außerhalb, ja, und dann gibt es strafen dafür und das muss verhandelt werden, also gibt es Einspruch von den Vereinen, von den Spielern, meistens ja von den Vereinen.
Und dann muss da drüber diskutiert werden und am Ende auch entschieden werden und so, und dann wird man angerufen, dann gibt es ne Liste und dann ja je nachdem. Und du machst. Ja, dann ist man mal zu dritt. Ist man denn da? Und dann gibt es auch einen Vorsitzenden und alles ne und dann 2 Beisitzer einer DFL, der andere DFB und ja und dann wird er entschieden, dann guckt man sich den Fall an, dann muss man sich auch reinlesen teilweise.
Also also das fand ich sehr spannend trifft. Man die Entscheidung. Genau. OK, ja. Also man sitzt zu zu dritt dann da und muss dann sich das anhören und beide Parteien dann anhören und da muss man sich am anderen. Weil wie kann man das verstehen, wenn man zu dritt ist? Heißt, wenn 2 sich für eine Seite entscheiden, ist es entschieden oder genau, du hast ja genau.
Entscheidung ne. Also irgendwie klar das. Ist deswegen sind es auch 3, weil 2 und 2, weil genau. Ja zuletzt ist es ja recht prominent, oder? Ja, war es recht prominent beim Spiel Union gegen Bochum, da gab es ja auch Diskussionen, ne also ich glaub der Großteil und das ist auch das Sinnvollste zu sagen, klar wird das für Bochum gewertet das Spiel. Spiel, weil es ja aus dem Unionblog glaube ich das Feuerzeug auf den Bochum Kiel geworden ist. Das war sehr einfach.
Genau gab es auch sehr viele Diskussionen, weil man sagt, der hat den gar nicht richtig getroffen. Gerade auch das Thema Abstiegskampf in Bochum, deswegen jetzt drinne bleibt. Du hast dich für Bochum ausgesprochen, ist natürlich auch noch mal so ne Geschichte bei manchen gewesen, man hat n paar Stimmen gehört als Exertaner ne gegen Union das das war dir jetzt nichts und da will man dir jetzt nichts oder für die.
Union super. Ich hab ja aber. Aber klar gibt es Leute, die sagen ja, ist ja klar, dass der gegen uns entscheidet, ne. Aber nee, also ich muss sagen, also wir haben das entschieden, das ist ja auch nicht bekannt, wer jetzt von den dreien ne die das die da saßen als als Richter, wer jetzt für was entschieden hat, das darf ich ja auch hier nicht sagen, ne, also das, aber wir haben das insgesamt so entschieden ne so die Entscheidung also, aber man kann es so oder so sehen, ist jetzt auch sehr komplex dieses Thema. Ich saß.
Ja, fast 9 Stunden da. Ich hatte Vorbereitungszeit zu Hause. Ja das ich musste mich da reinlesen und so aber. Das ist sehr interessant, wenn man das mal macht und da auch wieder ich. Was hab ich auch gedacht dann ja was soll ich da Richter spielen und ist ja alles mit den Themen kennt man sich das sich da aus teilweise sehr juristisch auch viele Sachen aber sich einfach da ran machen und und neugierig sein und sich damit auseinandersetzen und es ist schon spannend weil du das ja auch als Spieler kennst. Also auch zum Beispiel Thema Platzsturm. Ne, haben wir auch schon mal und und wie sieht es also wenn du als ex Spieler berichten kannst?
Ich kenn das ja immer wieder bei den Hertha Bubis gerade das Halbfinale in Berlin gegen Chemnitz also so und so haben wir am Wochenende ganz viele Situationen. Pyrotechnik wird gezündet also ne und und Krawalle hier da also. Und da gibt es so viele Themen, die am Ende dann verhandelt werden müssen.
Und jetzt hat man Union und Bochum das Spiel also. Ihr habt ja schon einen großen Einfluss, dann ne, das will ich nur sagen. Also ihr zu dritt entscheidet dann und klar bekommt jetzt Bochum 3 Stunde Punkte. Erste Gerichte Sportgericht hat dann so entschieden ne und dann ging es ja zum Bundesgericht. Genau.
Also ihr fungiert dann wieso einen Aufsichtsrat, der das noch mal kontrolliert, so eine zweite Instanz noch zweite Distanz genau genau, was war dann die, was war der ausschlaggebende Grund für euch einfach, du musst ja nicht sagen wer jetzt für was gestimmt hat, aber was war. Warum habt ihr die Entscheidung getroffen, so wie ihr sie getroffen habt?
Was waren so die Argumente? Ja, am Ende des gab ja auch ne Pressemitteilung, ging es halt diesen diesen Platz, also diesen Feuerzeugwurf so, darum ging es. Halt genau, aber das. Ist das Entscheidende gewesen. Bochum war beeinträchtigt dadurch ne und wie gesagt, es ist sehr komplex, es ist auch nicht so einfach, man muss sich echt viele Sachen dann oder viele Situationen angucken. Und da gehört noch n bisschen mehr dazu. Man muss sich in die Regeln reinlesen, ja, das ist auch sehr interessant, also ja, und ich kann nur sagen, es schwankt immer die ganzen Wochen davor, ja wenn man sich die ganzen Unterlagen denn durchliest, also man schwankt mit seiner eigenen Meinung und dann siehst du es
mal so und dann siehst du es mal wieder so, also. Grundsätzlich muss ich echt sagen, eine spannende Sache und es freut mich immer wieder, wenn ich da Bescheid bekomme und ich muss dann mal nach Frankfurt oder man kann es auch manchmal im schriftlichen Verfahren dann entscheiden, weil das doch sehr, sehr alles sehr unterschiedlich ist.
Aber jetzt wirklich Union Bochum war schon eine große Aufmerksamkeit, haben wir auch mitbekommen und ja, auch klar, ein richtungsweisendes Urteil kann man denn schon sagen ne? Vielen, vielen dank Carsten, schon mal für deine Zeit. An der Stelle. Hat großen Spaß gemacht bis dahin und. Gegen Ende wie immer unsere traditionelle Schnellfragerunde. Carsten erste Frage von mir, was ist denn so deine schönste fußballspezifische Erinnerung, ein Moment, irgendein Gefühl, was dir in den Kopf kommt.
Auf den Fußball bezogen. Ob du den Fußball zusätzlich erlebt hast? Ja. Gut, ich könnte jetzt natürlich eine WM nennen, Finale oder nennen. Also ja eine finale Weltmeisterschaft, oder oder. Champions League Finale ich glaub das ist aber klar, aber es gab so ein 2 Spiele, ich sag mal das letzte Spiel in London war n Freundschaftsspiel aber im alten Wempley Stadion haben wir dann noch gespielt, haben 10 gewonnen gegen die Engländer in London das letzte Spiel im alten Wempley das war n absoluter Knaller, die Atmosphäre auch da die Gänsehaut der Engländer, die Nationalhymne die Gänsehaut hatten die auch die Nationalhymne der Engländer.
Das ganze Stadion hat mitgesungen. Also das war Gänsehaut pur, Wahnsinn, das werde ich nie vergessen und Champions League Spiel weiß ich noch in Manchester 22 gegen Manchester United. Old Traford. Ja, ein tolles Spiel. 22 ist es ausgegangen und beide Mannschaften gehen von Platz und Standing Ovations und absolutes Fairplay.
Also genial. OK, das ist ja wirklich toll, ja. Schöner Moment. Gibt es noch irgendwie so 23 haben wir vorhin gar nicht drüber gesprochen. 23 schöne Anekdoten aus deiner Zeit, die so neben dem Platz passiert sind. Ja, ich hatte jetzt ehrlich gesagt nicht so viel, aber ich ja, es gibt immer so kleinere Sachen, aber ich n Highlight war, ich weiß nicht ob ihr das schon mal gehört habt, ich hab ja heute noch ab und zu Kontakt zu meinen ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Didi Hamann.
Und als wir bei der WM saßen, also man muss sich vorstellen, wir saßen abends, es war ein tolles Turnier für uns und wir saßen da dann oft zusammen und ja, hatten einen schönen Abend, das hat auch so dieses Mannschaftsgefühl auch wiedergegeben und didi saß neben mir an einem Abend und auf einmal war der Didi weg und dann rannte hinten am Pool so n Flitzer lang, da rannte einer nackig lang, den konntest du nur von weitem so erkennen. Und die sagte vorher nur zu mir, pass mal auf jetzt so und das war Didi, also um das jetzt abzukürzen, das war also didi war überragend, nicht nur als Spieler kannte man ihn ja sehr sehr gut, aber auch außerhalb des Platzes und das war ne Situation, das war also wir
haben uns kaputt gelacht, da waren ja auch unsere Frauen, waren ja mit dabei an dem Abend, ja, das wie gesagt ist, man hat gemunkelt ist es der Didi weil 5 Minuten später kam der Didi also als wenn er kurz auf Toilette gegangen ist. Ja, mir war wieder vorgegangen. Dass er das war. Auf einmal saß er wieder da und hat keinen Ton gesagt.
Und alle wussten Sie oder alles. Gesagt, wir haben uns nur noch weggepackt. Das war so. Also das war. Flitzer heißt dann also der Flitzer. In damals WM 2002 ja bei uns im Mannschaftshotel, das war genial und ein anderes Highlight war ich kam 96 jähriger in Leverkusen bei meiner Frau. Und damals Andreas Rettich, die rechte Hand von von Rainer Calmund. Andreas Rettich ist ja heute beim beim DFB tätig und ja, wir haben uns Wohnungen angeschaut und ja, dann sind wir in Opladen, auf einmal standen wir vor einem Puff, da sind wir da, da geklingelt und die Ganze, also die Lage der Wohnung war schon n bisschen so an der Tankstelle gelegen, wir haben uns schon am Anfang direkt gewundert. War Recht günstig für den.
Anfang nach der Auge geguckt ja, wahrscheinlich war die sehr günstig. Aber da wären wir beinahe im Puff gelandet. Wir haben außen geklingelt und das war so ne lustige Situation ich. Man muss sich vorstellen ne, ich als junger Spieler mit meiner Frau dabei und Andreas Rettich der Manager, ich glaub dem war es damals auch n bisschen unangenehm aber ja wir haben Sturm geklingelt, da hat sie nichts getan und dann auf einmal macht eine leicht bekleidete Frau die Tür auf und dann haben wir schon gedacht OK die Lage der Wohnung alles hier und dann die Frau das passt Hier sind wir falsch, das war.
Gerade richtig, aber. Vielleicht wäre es ja eine schöne Wohnung gewesen. Das war ja immer was los. Ja genau, also das war das weiß ja Andreas heute noch ne, das ist echt ne, das war ja, habt ihr schon doch gleich vergessen. Ja, herrlich. Wenn wir an die knappen Ergebnisse denken, was hättest du denn jetzt am liebsten gewonnen? Die Meisterschaft, Champions League, WM, Finale. Ach, ich glaube, da würde ich sofort WM Finale sagen. Ja, das war schon das Ganze, das war das Turnier dort zu spielen, so weit weg, ne, das ist auch.
Der größte Titel einfach ne WM. Ja, und dann gegen Brasilien im Endspiel auch dagegen Ronaldo zu spielen, ne, das war ja der der Brasilianer Ronaldo, der war ich glaube genauso gut das. Dürfte ja dann direkter Gegenspieler gewesen. Sein, genau ein bisschen. Ja, ja, ich habe echt, ich glaube ein gutes Spiel, immer ein richtig gutes Spiel und war immer dran. Ich war ja dann bissig und.
Hab den immer genervt, immer rein gegrätscht und ich glaub der hat auch. Wahrscheinlich hat er dann ein Auge gehabt Boah der geht mir echt tierisch auf die Nüsse ne aber am Ende macht er 2 Kisten ne Oliver Kahn lässt den klatschen ne der bis. Dahin das Turnier. Gespielt hat, und das ist Fußball.
Weißt du, ich sag immer wieder, das kannst du nicht beeinflussen, das gehört dazu und damit musst du auch lernen umzugehen und. Ja, Simeone, der Trainer von Atletico, der hat mal n guten Satz gesagt, Ich glaub der hat es auch miterlebt. Du musst dir bewusst machen, dass du so n Finale auch jederzeit verlieren kannst.
Das ist so n einfacher Satz, aber ich glaube ne auch da hab ich gelernt immer wieder so reinzugehen und ja genieße es einfach, genieße das finale, Du spielst gegen Brasilien, du spielst gegen Ronaldinho, gegen Ronaldo. Was willst du noch haben? Ne, also das und das war n absolutes Highlight also aber wenn wir das gewonnen hätten, das war natürlich. Jetzt hast du gerade schon n paar Namen genannt. Wer war denn dein bester Gegenspieler und vielleicht auch bester Mitspieler?
Kannst du erste Intuition, die dir in den Kopf kommt. Na Gegenspieler international, wieso n. Ronaldo oder natürlich Zidane auch. Ne, aber wenn du dich auf einen festlegen müsstest, vielleicht auch als direkten Gegenspieler, wo du sagst, ey, das war gegnerischer Zehner Stürmer wo du sagst Boah da war es in der.
Bundesliga. Ich hab ungerne gegen Ballakow gespielt, kennt ihr wahrscheinlich noch aus Stuttgarter Zeit das magische Dreieck damals ne Ballakow Elba und Bobic, die waren auch richtig gut also und ja ballakow ich war sein Gegenspieler und der war auch der war ein bisschen kleiner als ich. Von daher war es immer nicht so einfach, weil er auch so wendig war.
Aber der war nur unterwegs. Also das war so und ja, ich war auch gut unterwegs, aber wenn der andere noch mehr rennt als du und so, du musst immer dranbleiben, ne, das war so und der war immer sehr unangenehm, technisch auch noch stark und so, also das war, das weiß ich noch. Was ist dein Tipp? Wer gewinnt in diesem Jahr die Champions League? Heute Abend wissen wir n bisschen mehr, also heute Abend Dienstag nehmen wir gerade die Folge auf. Bayern spielt heute Abend.
Weiß nicht, Madrid ist ja auch noch drin. Ne, die haben es ja irgendwann n bisschen eng. Jetzt glaub ich ne die jetzt weiter gekommen sind, das ist so aber ich Madrid weil die ja die haben eigentlich immer so ne so ne extreme Qualität und so ich weiß es ist jetzt langweilig wenn ich die nenne aber das ist so ich glaube es gibt keine große Überraschung am Ende Madrid weil die doch so viel Erfahrung mittlerweile haben und und natürlich auch so ne Bayern ne das klar die kennen das internationale Geschäft auch und so die sind auch dazu in der Lage obwohl ich Bayern ist schon so. Immer wieder mal schwankend ne so 100% und jetzt mit den vielen Verletzten die sie haben.
Also dein Tipp ist Real. Ich. Glaube Real Madrid wird am Ende das machen, ja. OK, was ist dein Karrieretipp? Wir haben vorhin schon mal kurz drüber gesprochen, aber wirklich auf die Karriere bezogen, egal was es ist, beruflich für junge Menschen. Ja, ich glaube, dass jeder für irgendwas brennt. Also das, egal was für einen Job derjenige macht.
Ich merke auch, dass Jugendliche sich heute ziemlich schwer tun bei dem. Was Sie denn immer beruflich machen. Aber ich glaube, jeder brennt für was und und man muss wie gesagt auf die Suche machen und neugierig sein und dranbleiben und dann öffnet sich immer ne Tür das ich das ist so das Gesetz finde ich des Lebens, das ist so machst du nichts kommt auch nichts logisch so aber bist du fleißig und machst und tust, dann öffnet sich manchmal n Bereich wo du heute gar nicht dran denkst.
So aber dieses dranbleiben und dieses ja mit Leidenschaft und so dieses mit Herz und irgendwas machen und. Ich glaube, das ist das Rezept. Hast du eine Weisheit fürs Leben, die du uns teilen möchtest? Ach ne ne Weisheit ich klar ich heute würde ich sagen, wie heißt das schon da gibt es warte mal ich muss dir überlegen lebe heiter, lebe froh wie der Frosch im H 2 o.
Das habe ich früher glaube ich in so einem Poesiealbum oder sowas. Machen können, nehmen wir, einnehmen wir genauso. Ja, der ist doch schön, oder? Also genieße den Tag ist wirklich, du weißt nicht, was morgen ist, keiner von uns. Und gestern ist vorbei, weißt du, und ja, mach heute, mach heute dann.
Müssen wir uns mal merken. Lebe heiter, lebe froh wie der Frosch im H 2 O den nehmen. Wir weiter, das ist doch toll. Absolut letzte Frage von mir, Carsten, dein Lieblingspodcast. Ich hör keinen Podcast. Aber ab jetzt Football Finance. So, und das war nämlich die Antwort, die ich und wir hören wollten. Vielen, vielen Dank für deine Zeitkasten großen Spaß gemacht sind am Ende der Folge angekommen und auch vielen Dank an alle, die wieder zugeschaut, zugehört haben, zu Hause freuen uns auf nächste Woche und bis dann tschüss.