
EXKLUSIV - Frank Baumann: „Mit einem Aufstieg wären bei Schalke nicht gleich alle Probleme gelöst!“
Montag, 13. April 2026 · 58 min
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Shownotes
EXKLUSIV - 50 FOLGEN Football Finance, unglaublich! Vielen Dank an alle, die jede Woche regelmäßig mit dabei sind - das ist absolut nicht selbstverständlich. Für die Jubiläumsfolge habe ich einen ganz besonderen Gast eingeladen, den aktuellen Sportvorstand von Schalke 04: Frank Baumann. Frank kommt, genau wie ich, gebürtig aus Würzburg und ich durfte die Folge mit ihm im Sportheim seines Heimatklubs (TSV Grombühl) aufnehmen. Wir sprachen zunächst über seine große Verbundenheit zu seinem Jugendverein, bevor wir dann natürlich lange und ausführlich über seine aktuelle Rolle bei Schalke 04 sprachen. Dabei ging es unter anderem um die Rolle des Trainers bei Schalke 04, eine mögliche Optimierung des Trainerscoutings in Deutschland, die finanziellen Herausforderungen in Gelsenkirchen, Frank’s erste Tage bei Schalke 04, die möglichen Veränderungen bei einem Aufstieg in die erste Bundesliga und vieles vieles mehr. Freut euch auf eine vollgepackte, unglaubliche spannende Jubiläumsfolge zusammen mit Frank Baumann - viel Spaß beim Hören!
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🎶 „Knockturnal“ - Pufino, Trapbeats
🎶 "ELITE" - Alex Productions - No Copyright Music
📸 Quelle: picture alliance / SvenSimon
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Intro
Verbundenheit zum Heimatklub TSV Grombühl
Was begeistert dich an Schalke 04?
Die ersten Tage von Frank Baumann bei Schalke 04
Optimiertes Trainerscouting in Deutschland
Was macht einen guten Trainer aus?
Miron Muslic und Schalke 04: Glücklicher Zufall oder konkreter Plan?
Berater-Diskussion: Sehr viel Geld, große Transfers, falsche Anreize
Genossenschaft, negatives Eigenkapital, Knappenschmiede, Sponsoren
Wie plant man als Klub für zwei Ligen?
Was würde ein Aufstieg für Schalke 04 bedeuten?
Aktuelle Stimmung auf Schalke: Kein Aufstieg = Enttäuschung?!
Erst Überraschungs-Mannschaft jetzt Favorit
Outro
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Dann kriegst du erstmal wieder einen Chitstorm, weil du angeblich ja 3 Minuten hinter Fabrizo Romano bist im. Viertelfinale ausgeschieden gegen Spanien in der Verlängerung. Also ich kann mich erinnern, in der Verlängerung hat Deutschland eigentlich immer gewonnen, aber das war mal. Große Gäste, starke Meinungen, unglaubliche Anekdoten und exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines Milliardengeschäfts, das alles nur hier in deinem Podcast für Fußball und Finanzen, das ist Football, Finance und jetzt viel Spaß mit dieser Folge.
Du hast am Anfang ein paar Zahlen genannt, was negatives Eigenkapital betrifft. Zudem haben wir noch Finanzverbindlichkeiten auch auch deutlich über 100000000. Das sind natürlich erstmal Voraussetzungen, wo man sich natürlich beschäftigt, wie kann man das Thema lösen, wie können wir uns da Stück für Stück entwickeln, dass wir das negative Eigenkapital irgendwann vielleicht mal positiv werden lassen, wie können wir die Schulden reduzieren, da bin ich absolut dabei, dass viel zu viel Geld.
Ein Stück weit aus dem Fußball rausfließt, also aus dem Verein, fließt ein Stück weit auch, und ich glaube, die aktuellen Zahlen über eine Milliarde weltweit, die an Beratern gehen, und das ist aus meiner Sicht viel zu viel, und da müssen wir natürlich schauen, gemeinsam mit der FIFA, mit den Clubs, wie lässt sich das Verändern, der Trainer muss einfach auch zu Schalke passen, es gibt Trainer, die passen dann vielleicht besser zu Schalke. Es gibt vielleicht aber auch Trainer, die passen eher in ruhigeres Umfeld wie Freiburg, Bremen und das waren natürlich noch Aspekte und Miron ist letztendlich bei der Sammlung von Trainerkandidaten aus verschiedenen Ecken mit auf den Zettel gekommen,
kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit, wirklich miteinander was erreichen zu wollen. Nicht narzisstisch, egoistisch unterwegs zu sein, ist am Ende des Tages schon der Schlüssel für erfolgreiche Teams. Herzlich Willkommen zur Football Finance. Zur 50 Folge ist wirklich unfassbar. 50 folgen football finance Jubiläums folge heute zu einem zusammen mit einem mehr als standesgemäßen Gast. Er ist gebürtiger Würzburger, genauso wie ich. Also ich hatte heute die kürzeste Anreise, wir sind hier im Sportheim vom TSV Krumbühl vielen Dank auch noch mal an den TSV Krumbühl, dass wir das hier heute machen dürfen. Aber ich komme erst zu zu unserem, zu meinem Gast heute. Der hat in der Saison 0304 das
Double mit Werder Bremen geholt, ist 290 facher Bundesligaspieler, war dann zuletzt 8 Jahre als Funktionär bei Werder Bremen als Geschäftsführer Sport. Und ist jetzt eben seit Sommer 2025 Sportvorstand bei Schalke. 04 herzlich Willkommen Frank Baumann, freue mich. Sehr wunderschönen Guten Morgen. Wunderschönen Guten Morgen.
Genau ist zum einen glaube ich die kürzeste Anreise und auch die früheste Aufnahme, wenn ich mich nicht komplett irre, aber völlig in Ordnung, Frank, für dich würde ich auch um 06:00 Uhr aufstehen, das ist das ist überhaupt überhaupt kein Ding. Wie gesagt absolut absolut standesgemäß hier im Grumbühler Sportheim haben wir auch, ich hab hier die ein oder andere Feier gehabt, ich hab schon zu Frank gesagt, nüchtern kenn ich die Räume bislang noch nicht, nein Quatsch, aber freut mich wirklich wirklich sehr hier zu sein und du hast sie auch bis zu 1516 warst gekickt, also relativ lang, heutzutage wär es vermutlich so gewesen bei einem Talent wie Frank Baumann.
Dass man vorher schon zu den Würzburger Kickers hier im Umkreis gewechselt wäre oder zum Würzburger RV. Du bist dann direkt zum 1. Fc Nürnberg, aber lange hier beim TSV Grumbues gewesen, die ganze Family noch sehr verbunden, sehr verwurzelt, auch immer noch sehr engagiert. Wie verbunden bist du noch zu deiner Heimat TSV?
Grumbues ja noch sehr verbunden. Ich habe hier das Fußballspielen gelernt, bevor ich Fußball spielen hier lernen durfte, war ich aber schon jede Woche hier hier. Als Baby also ganze Familie, also Großvater, Vater, Onkel, Tanten, Cousins und so weiter haben sich hier im Verein engagiert. Jetzt natürlich auch meine Geschwister. Insofern gibt es natürlich noch eine große Verbundenheit, ich verfolgt das Geschehen, soweit das möglich ist, natürlich auch aus der Ferne, ja, und ich habe dem Verein natürlich ganz, ganz viel zu verdanken, ich habe ja.
Klein auf. Ja, ich glaub 45 das erste Mal so mittrainiert, obwohl es damals sowas wie Bambinis, F, Jugend und so weiter gab es alles nicht. Ich glaub hab da uns mit der E Jugend angefangen aber hier ja hab ich das Fußballspielen gelernt und. Ja, hab ne wunderschöne Jugend hier verbracht. Ja, und aufgrund der Verbundenheit, das hab ich ja dann hier auch im Verein mitbekommen, viele, auch jüngere, aber auch ältere sind natürlich auch Werder Bremen Fans geworden durch die Zeit von dir als Spieler, dann auch als Funktionär und jetzt auch Schalke Fans, weil du bist seit Sommer 225 dort und ich hab vor einem dreiviertel Jahr mit Michael Reschke auch über die Thematik gesprochen.
Damals wurde bekannt. Dass du Sportvorstand wirst bei Schalke 04 Miriam Buslic als Trainer eingestellt hast, auch wenn er vor dir, glaube ich verkündet wurde. Ich glaube, das war damals so im Sommer und wir haben diskutiert, okay tut man sich mit dem Trainer tut man sich mit der Personalie einen gefallen, werden wir später zu kommen, aber vor allem war es zwischen mir und meinem Vater und auch mit Michael Reschke so ein bisschen die Diskussion warum, warum tut man sich das an und tut Frank Baumann jetzt diesem Verein gut und was dann noch dazu kommt du warst vor Kurzem bei Sky Sport bei Sebastian Hellmann im Podcast Spielmacher.
Und dort wurde dir dir die Frage gestellt, auf was hast du jetzt in Zukunft noch richtig Bock und du hast kurz und prägnant geantwortet auf Schalke 04 also du bist der Verein hat dich in irgendeiner Form voll gepackt und was ich spannend finde, was hat dich zum einen erstmal diese Aufgabe damals annehmen lassen, also welcher Reiz, welches Gefühl und was hat dich jetzt oder seitdem du dort bist so nachhaltig begeistert, dass du dir vorstellen kannst, erstmal unbefristet dort zu bleiben und dort die Aufgaben zu bewältigen? Ja, wie du schon gesagt hast, ich war 8 Jahre bei Werder Geschäftsführer, habe dann ja meine dritte Auszeit genommen, habe gesagt mindestens ein Jahr kann kommen, wer möchte, ich werde definitiv nichts anfangen,
hatte aber grundsätzlich auch gar nicht so die Idee den Gedanken noch mal bei einem Verein einzusteigen, sondern vielleicht in einer anderen Form, vielleicht auch dem Fußball verbunden zu sein und. Hatte gerade mir dazu ein paar Gedanken gemacht, nachdem ich den Akku aufgeladen hatte und meine Zeit bei Werder ein Stück weit auch reflektiert habe.
Ja, dann kam der Anruf von Schalke, es war damals so, dass sie für Januar einen neuen Vorstand Sport gesucht haben, das war einfach noch zu früh, es wäre nach einem Halbjahr Auszeit gewesen und deswegen habe ich dann zurückgemeldet, dass ja. Ich das grundsätzlich spannend finde, weil Schalke schon auch ein besonderer Verein ist mit 210000 Mitgliedern, mit der Historie. Ja, und dann hat man entschieden zu warten bis zum Sommer und ja, dann sind die Gespräche intensiver geworden und ich hatte schon das Gefühl, und das war letztendlich auch für mich ein ganz, ganz wichtiger Grund, dass der Verein Schalke 04, die kriegen wir in die Verantwortlichen erkannt haben, dass sich ein Stück weit was
verändern muss, das ja die letzten Jahre natürlich nicht einfach waren, dass aber insbesondere natürlich die fehlende Kontinuität ein Stück weit auch ja der klare Plan vielleicht ein Stück weit auch auch gefehlt hat, und das waren Dinge, die die mich gereizt haben. Wirkt der Verein an sich auch und.
Am Ende des Tages wirklich die großen Herausforderungen, weil es ist ja bekannt, dass Schalke wirtschaftlich schwierige Zeiten hinter sich hatte, gerade in der Pandemiezeit mit dem Abstieg wirklich ums Überleben kämpfen musste. Die Nachwehen sind immer noch ein Stück weit zu spüren, aber meine Vorstandskollegen haben dort schon schon gute Arbeit geleistet, wir sind dort auf einem stabilen.
Weg jetzt unterwegs sportlich gab es auch große Herausforderungen. Ich habe mich natürlich sehr, sehr intensiv dann mir ein Bild gemacht von von der Mannschaft, vom Umfeld, vom Trainerteam und und und. Bevor ich unterschrieben hatte, schon auch mit vielen ehemaligen Schalkern gesprochen, die in verantwortlicher Position waren, die den Verein kennen. Das Umfeld wird ja hier und da auch schon als als problematisch und.
Beschrieben. Deswegen war es mir wichtig, dass ich mich da bestmöglich darauf vorbereite. Und ja, die Gespräche waren sehr positiv, sehr vertraulich, was auf Schalke in der Vergangenheit auch nicht immer der Fall war, dass dann doch gewisse Dinge, Gerüchte auch durchgesickert sind und ja, das hat mich dann dazu bewogen, diese diese große Herausforderung auch anzugehen und letztendlich habe ich in der Krise. Die sportlich und wirtschaftlich auch gab schon auch eine große Chance gesehen.
Ja, und bislang genutzt. Also wer weiß, wo es dieses Jahr noch hinführt, vielleicht in die erste Bundesliga zum Zeitpunkt der Ausstrahlung und zum Zeitpunkt der Aufnahme wissen wir es noch nicht und du hast schon gesagt, dieses ganze Paket ist einfach noch mal größer gewesen als bei bei Werder Bremen. Viele Altlasten, negatives Eigenkapital von knapp 100000000 ihr müsst auch 5% jedes Jahr in der zweiten Liga zurückzahlen, in der ersten Liga sind es dann sogar. 10% obwohl man, glaube ich, in den letzten ein 2 Jahren es auch schon geschafft hat, 16000000 an Zinsentilgung und so weiter zu übernehmen. Dieses Jahr steht erst mal ein einstelliger Millionenbetrag im Plus, was die Transfererlöse
angeht, vor allem natürlich durch Thalam Bulut zu Bashik Dash. Du hast gerade schon die Vorbereitung angesprochen, bevor du zum Club dann gekommen bist, viele Gespräche geführt. Ich glaube, das ist, das ist alles klar und verständlich, aber was ich spannend finde, so die ersten Tage auf Schalke, 04, wie geht man als neuer Sportvorstand da rein, weil es muss sich was verändern, es wird eine neue Richtung eingeschlagen, es ist eine neue Person ganz oben, also Sportvorstand ist der Chef des sportlichen Bereichs, wie bist du das konkret angegangen, wie sahen die ersten Tage von Frank Baumann bei Schalke 04 aus?
Ja, ich glaube, man muss noch mal ein paar Wochen vielleicht dann dann zurückspringen, weil also die Gespräche gingen dann so Ende Januar, Anfang Februar wurden die konkreter, wir haben dann 68 Wochen ja in verschiedenen Konstellationen gesprochen, uns inhaltlich natürlich auch ausgetauscht, und wir haben uns dann, glaube ich, Anfang April geeinigt über den Vertrag. Mir war aber klar, dass die Endphase Saison noch mal ein bisschen holprig werden kann, dass es vielleicht Richtung Abstiegskampf gehen kann, was ja dann auch bis zum letzten Spieltag ging, dass es eine Trainerdiskussion geben wird und deswegen war es mir wichtig, weil ich eben aber auch gesagt hatte, ich will ein Jahr eine
Auszeit nehmen, dass ich erst am 16, also nach der Saison, anfange. Aber natürlich habe ich am 14 im Hintergrund natürlich dann noch intensiver. Mich mit den Themen beschäftigt, sehr viele Gespräche geführt und ja, es war dann klar, dass wir Prioritäten setzen müssen. Man kann nicht alles auf einmal angehen und klar ist, dass.
Was waren damals diese Prioritäten konkret? Natürlich die, die die erste Mannschaft, also die Profimannschaft, dass man dort natürlich schaut, welche Hebel kann man ansetzen, um sich relativ schnell dann auch. Den Turnaround zu schaffen. Es war so, dass wir uns erst mal darüber sehr intensiv unterhalten haben, welchen Fußball, wo wir denn auf Schalke spielen, weil für mich ist das die Basis an einem Fußballverein, dass man sich klar bewusst wird und auch letztlich ein einheitliches Verständnis hat, welche Art von Fußball möchte man spielen, und das ist auf Schalke ein anderer Fußball als wir den versucht haben, bei Werder Bremen auf den Platz zu bekommen.
Bei Werder ging es schon noch mehr, aufgrund auch der Historie um offensiven, attraktiven Kombinationsfußball, um bei Schalke mit der Historie mit dem Standort im Bergbau, aber auch mit den Problemen, die es in der Stadt Gelsenkirchen auch gibt, war es klar, dass es dort andere Merkmale gibt, die, die am Vordergrund stehen und gerade wenn man eben.
Ja, 2 Jahre wo es, wo es sportlich alles andere als gut lief, war es eben so, dass wir uns da erstmal auf das Thema wirklich malochen, viel arbeiten, viel laufen, eine hohe Intensität, aggressiven Fußball spielen wollen, was glaube ich die Schalker Fans auch auch zurecht von der Mannschaft auch erwarten und. Darüber sind wir uns dann dann einig geworden. Da hat mein Vorstandskollege, CEO Matthias Tillmann im letzten halben dreiviertel Jahr vor meinem Ansantritt schon gute Vorarbeit geleistet, sodass wir da auf einem guten Fundament aufbauen konnten.
Dann ging es natürlich darum, den richtigen Trainer zu finden, das Trainerteam dementsprechend den Staff zusammenzusetzen und natürlich auch in der Mannschaft im Kader Veränderungen vorzunehmen. Aber das ist, das ist super spannend, weil da drauf will ich jetzt raus. Du hast schon den Ansatz genannt, wie man dann auch so ne ne Mannschaft aufbaut, also du guckst dir erstmal das kulturelle auch an, also kämperfußball.
Malochen, wie man es auf Schalke gerne sieht, das merken die Fans auch sofort und dazu brauchst du den richtigen Konstrukteur, sag ich mal. Oder den richtigen Bauleiter, so nennt es mein Papa immer, wenn wir drüber sprechen, der dann auch die richtigen Handwerker einstellt um dann das Haus fertig zu bauen und gerade bei Miron Muslic ist es spannend, wie gesagt, auch damals mit Michael Reschke drüber gesprochen, im Jahr davor mit Plymouth abgestiegen und du hast wie du, du hast gerade schon gesagt, du hast eigentlich.
Während deiner freien Zeit während dem freien Jahr auch mit ein bisschen unabhängigeren Tätigkeiten geliebäugelt, hast du mir gesagt, im Vorgespräch also ein bisschen vereinsconsulting Investoren Consulting, also Beratung und aber auch so ein bisschen das Scouting von Trainern auf eine neue Ebene zu heben, vielleicht durch den einen oder anderen Kniff in Deutschland, weil du auch am Telefon gesagt hast, da gibt es vielleicht noch einer einen oder anderen Stelle Verbesserungspotenzial, das ebenso Diamanten, die jetzt perfekt zu Schalke 04 im Moment passen wäre und Muslic leichter oder auch mit höherer Wahrscheinlichkeit, also.
Gefunden werden, wie oder was war da, was man da konkret deine Überlegungen, wie man diese dieses Trainer Scouting, dass eben so eine Personalie auch zustande kommt oder öfter zustande kommt, wie man das irgendwie noch verbessern kann, bevor wir dann gleich auch zu Miron Muslic kommen, konkret. Ja, also die Überlegungen, wie man Trainer Scouting angeht, die habe ich nicht erst in meiner Auszeit begonnen, sondern das war natürlich eine. Wichtige, wichtige Arbeit natürlich auch bei Werder, wo wir, als ich Geschäftsführer wurde, eben einen Prozess definiert haben, wie wir Cheftrainer letztendlich suchen, wie wir sie auswählen, welche Kompetenzen, weil letztendlich geht es um Kompetenzen in jedem
Job, in jeder stelle natürlich, wie wir Trainer auswählen, natürlich angepasst an die aktuelle Situation, weil das ist vielleicht ein Unterschied, wenn ich. Auf Platz 14 in der Zweitliga stehe im Vergleich zu einer Champions League Teilnahme also die Parameter müssen natürlich auch berücksichtigt werden, aber am Ende ist es relativ einfach, dass man sich natürlich sehr, sehr intensiv, sehr, sehr professionell mit diesem Suchprozess auseinandersetzen muss, weil es einfach die wichtigste Position in einem Verein ist, weil der Cheftrainer den unmittelbarsten Einfluss auf. Ja, die sportliche Performance hat auf Entwicklung von Spielern hat, so wird auch auf Transfererlöse und da ist es schon so, dass glaube ich nach
wie vor in Deutschland, aber ich glaube im Ausland ist es auch ähnlich, sehr viel Manpower, sehr viel Ressourcen in das Thema Spielerscouting gesteckt werden, was ja auch richtig ist. Was, was genauso wichtig ist, aber. Cheftrainer ist einfach ein ganz, ganz wichtiger Faktor, hat finanziell auch häufig große Auswirkungen.
Wenn ich mich für den falschen Entscheide, dann läuft das häufig dann auf eine Trennung hinaus, auf Abwendung hinaus und insofern war es uns in Bremen auch schon immer wichtig, da natürlich viel Zeit letztendlich auch zu investieren. Wir haben Gott sei dank nicht ganz so viele Trainer gesucht, hatten mit Florian Kohfeldt, Ole Werner auch.
Ja, im heutigen Fußball schon. Trainer, die sehr langfristig dann. Auch noch so eine Komponente, die dazu kommt, dass die Trainerzeiten immer weniger werden, ja. Absolut. Und das das haben wir natürlich dann auch bei Schalke sind wir das angegangen im Team letztendlich, da waren viele Personen involviert, wir haben intern natürlich mit mit Videoanalysten viele, viele Trainer sehr intensiv beobachtet, ich finde das Thema Datenanalyse bei Trainern auch.
Auch ein sehr, sehr hilfreiches Mittel, weil weil dort kann ich sehr, sehr viel erkennen, was ja natürlich eine Spielidee betrifft, was aber auch Entwicklung von Spielern betrifft, was eine über oder Unterperformance betrifft, was was im Gigavergleich betrifft, welche Qualitäten waren denn zur Verfügung, hat man da ja die. Am Ende der Saison überperformt oder eher auch nicht. Also da kann man Daten natürlich nutzen und trotzdem geht es auch natürlich um die Soft Skills Skills. Wir haben Kommunikationsexperten, sagen wir mal bei der Shortlist auch draufschauen lassen, also wie sind rhetorischen Fähigkeiten, wie sind Kommunikationsfähigkeiten nach verlorenen Spielen, wie äußert sich das Trainer in Interviews
bezüglich Kaderqualität, aber wie. Ja, Stress und Druckresistenz ist er. Welche Führungsqualitäten haben wir dort, habe ich in Bremen schon mit einem Sportpsychologen zusammengearbeitet, der ja auch sein Netzwerk aktiviert hat, um dann die Entschuldigung, die entsprechenden Kandidaten, ja auch ein Stück weit zu analysieren auf der Komponente, weil ja Cheftrainer natürlich ab. Absolute wichtige Führungspersönlichkeiten sind und deswegen natürlich das Thema Führungskompetenzen extrem wichtig ist.
Mannschaftsführung, Spielerführung, aber natürlich auch den Stuff letztendlich auch zu führen. Das waren alles Komponenten, die wir in der Vergangenheit in Bremen eben halt auch sehr, sehr intensiv beleuchtet haben und das auch im letzten Sommer auf Schalke so umgesetzt haben. Das wird eben noch nicht. Glaubst du, ich meine, du kennst die anderen Vereine inhaltlich nicht komplett, aber, und das glaubst du wird noch nicht flächendeckend so so umfassend gemacht. Das.
Das sind so die Rückmeldungen, die ich bekomme. Es gibt aber natürlich auch Vereine und, und, ja, Sport verantwortlich, die das machen. Also ich glaube, Markus Krösche ist da, glaube ich auch seit seit sehr, sehr vielen Jahren sehr, sehr aktiv, schon auch wirklich. Sich intensiv mit dem Trainermarkt zu beschäftigen, auch Trainer, Scouts letztendlich auch einzustellen, die sich nur damit beschäftigen. Und ich glaube, das gibt.
Es bei die gibt es bei Schalke 04 oder die gibt es bei. Schalke noch nicht gab es gab es auch noch nicht. Gibt es auch bei relativ wenigen Vereinen nach meinen Erkenntnissen und das wird aber in Zukunft im Fußball immer mehr kommen. Weil es natürlich auch, weil bei dem Trainer Thema, Trainer, Scouts finde ich auch spannend dann intern, weil in dem Moment, wo der Trainer, der gerade in Charge ist, mitbekommt, dass es einen Trainer Scout gibt.
Das widerspricht er so ein bisschen der Arbeit, weil weil der sich ja potenziell nach Nachfolgern umguckt, oder ist man dann so professionell, dass man sagt, irgendwann wird es vielleicht passieren oder auch nicht? Ja, aber das betrifft auch jeden Spieler. Also auch dort ist es ist es natürlich auch so und ein Trainer hat das natürlich auch ein Stück weit auch in der eigenen Hand, ohne das ist ja nicht immer so, dass man.
Man sich von einem Trainer trennt, sondern auch ne, dass Trainer proaktiv vielleicht den nächsten Schritt gehen, auch das kommt ja immer häufiger vor heutzutage und dementsprechend muss man sich als Verein einfach auf diesen Fall auch vorbereiten. Das stimmt ja, und ich finde es generell spannend, weil die, die die Trainerpersonalie habe ich mit so vielen. Mit so vielen Menschen besprochen, also egal, ob es Peter Neurora war, egal ob es Matthias Sammer war, egal ob es auch Horst Heldt war, egal ob es Helmut Schulte jetzt zuletzt war, da hört man verschiedene Dinge und eigentlich kam bei allem durch und da ist dann auch wieder die Frage der Messbarkeit, oder ist es dann doch wieder Glück und Pech, weil ich auch schon viel über
Scouting gesprochen habe, da ging es vor allem um Spieler, Scouting, dass man da eben auch diese Soft Skills der Menschen untersucht, also hebt er die Hütchen mit auf, nach dem Training, trägt das Tor mit raus, wie geht er mit den Mitarbeitenden rum? Um dasselbe könnte auch für den Trainer gelten, weil mir eben viele Rückmeldet haben, dass es erstmal um die Person geht. Es geht erstmal um den Mensch als Trainer, du musst menschenfänger sein, du musst eine gute Mannschaftsführung haben, natürlich die die inhaltliche Kompetenz, die brauchst du aber die, das kann man alles lernen, das sind diese Hard Skills, die kann sich jeder beibringen, aber dann geht es um die Menschenführung, ist das
überhaupt dann wirklich vorab so messbar, gerade wenn man alleine für so eine Truppe verantwortlich ist? Glaubst du, es geht? Also messbar ist es nicht, aber du kannst dich natürlich bestmöglich informieren. Du kannst natürlich Gespräche führen mit mit ehemaligen Spielern, mit ehemaligen Mitarbeitern, mit ehemaligen Sportverantwortlichen, die mit dem jeweiligen Trainer dann auch zusammengearbeitet haben und natürlich auch das persönliche Gespräch ist. Es finde ich immer wichtig, auch dort ein Gefühl zu bekommen und ja, ein Cheftrainer ist eine Führungspersönlichkeit und und diese Qualität ist schon extrem wichtig. Und ich finde trotzdem das Thema Fachkompetenz und vor allem eine Vermittlungskompetenz ist am
Ende doch der Schlüssel, auch weil nur so kann ich Spieler wirklich überzeugen von dem Weg, von der Idee, wenn die Spieler merken, wir werden besser als Mannschaft, ich werde als Spieler besser, ich kann mich weiterentwickeln, dann werden sie dem Trainer auch folgen und deswegen ist es immer eine Mischung und klar, der Fall erfüllt ein Trainer das gesamte Paket und. Aber viel wichtiger ist, glaube ich, auch die Zusammenstellung der der Trainerteams des Duffs.
Die Teams werden immer größer, es werden immer mehr Mitarbeiter und das letztendlich auch richtig zusammenzustellen, und das wurde mir immer wieder widergespiegelt, dass da auf Schalke auch letzte letzten ein 2 Jahre ist, durchaus. Ja, auch Probleme gab gar nicht so sehr, was die Fachkompetenz betrifft, sondern auch allein das Thema Teamfähigkeit.
In so einem Team von 20 bis 25 Personen im Trainerteam ist einfach wichtig und das ist meine Erfahrung, dass es dort gerade bei den Fachexperten inhaltlich natürlich passen muss, aber das Thema Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit, wirklich miteinander was erreichen zu wollen. Nicht narzisstisch, egoistisch unterwegs zu sein, ist am Ende des Tages schon der Schlüssel für erfolgreiche Teams. Bei Miron Muslic hat relativ viel gepasst bei der Akquise. Absolut.
Also da gab es wirklich eigentlich nichts was, was so wirklich gegen ihn gesprochen hat. Klar, die Schalker haben bei der Verkündung, dass er negativ erstmal bewertet, weil es ein Trainer. Wie das im Ausland war. Es wurde angenommen, dass das ein Trainer kommen wird, der die zweite Liga kennt, weil Schalke da zuletzt nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht hat hatte und wir waren überzeugt, dass Miron am besten passt.
Der richtige Trainer ist und deswegen haben wir da sehr klar natürlich nach unserer Überzeugung auch gehandelt. Wenn wir beim Thema Trainer Scouting sind. Im Optimalfall, wenn man es dann irgendwie mal quantifiziert durch wirklich ein professionelleres Trainer Scouting auch bei anderen Bundesligisten.
Wie habt ihr den gefunden, also wie wie bist du auf Miron Muslic gekommen, wie kam es dazu? Also wir kamen über. Also wir haben natürlich ganz viele Namen gesammelt, nachdem wir erst mal das Profil geklärt haben. Also was muss der Trainer mitbringen? Ich finde, darf man auch so Faktoren wie Stress und Druckresistenz nicht nicht unterschlagen, gerade auf Schalke in dem Umfeld ist das schon eine sehr sehr wichtige Komponente und ich nenne es immer kultureller Fit, der Trainer muss einfach auch zu Schalke passen, es gibt Trainer die passen dann vielleicht besser zu Schalke.
Es gibt vielleicht aber auch Trainer, die passen eher in ruhigeres Umfeld wie Freiburg, Bremen und das waren natürlich noch Aspekte und Miron ist letztendlich bei der Sammlung von Trainerkandidaten aus verschiedenen Ecken mit auf den Zettel gekommen. Ich kannte ihn seit ich glaube 3, dreieinhalb, 4 Jahren, als wir für Werder Bremen Oliver de Mahn von von Selke Brücke verpflichtet haben, da habe ich sehr viele Spiele. Damals gesehen, und da ist mir die Spielweise schon sehr schnell auch ins Auge gefallen.
Wir haben uns dann auch mit dem Spieler über den Trainer unterhalten, über die Spielweise, weil es ja in Europa ja die fitteste Mannschaft war, die die Mannschaft, die er am höchsten auch auch gepresst hatte, und es war ein sehr, sehr auffälliger Fußball, und seitdem habe ich den Weg von Miron verfolgt. Der kam aber auch über unsere Datenanalyse auf. Wie schon angesprochen, Matthias Tillmann hatte sich mit unseren Datenjungs auseinandergesetzt, welchen Fußball wollen wir spielen und dann auch mal ja letztendlich gefragt, gebt mir mal eine Liste mit den Trainern in Europa. Die diese Art und Weise des Fußballs am nächsten kommen. Und da war Miron auch ganz oben mit dabei. Zudem kannte unser Chefanalyst
ihn, er hatte mal genau ein Gespräch geführt, sollte noch zur Serke Brücke geholt werden und er hat auch nur positiv von Miron gesprochen und ja dann haben wir uns näher auseinandergesetzt, haben ihn ja 360 Grad. Ja, blickt natürlich auch auch ihn analysiert und dann mehrere Gespräche geführt. Und ja, dann war er ganz oben auf der Liste. Der war ja dann auch an einem der Kurioseren Wintertransfers beteiligt.
Edin Ceko was die Abwicklung zumindest angeht, es war ja so, dass er sich bei euch gemeldet hat beziehungsweise direkt bei direkt bei Miron, also Berater wurde umgangen, du wurdest umgangen und die haben direkt miteinander gequatscht. Danach wurde natürlich alles ganz normal dann vertraglich. Festgehalten und abgewickelt ist ja jetzt kein normaler Transfer und normalerweise kann ich mir vorstellen, dass es da durchaus auch mal mehr zur Sache gehen kann, gerade mit den Beratern in Bremen. Wie gesagt hast du lange, auch warst du lange für Transfers verantwortlich, jetzt auch wieder auf Schalke. Zuletzt gab es eine riesen Debatte um die Berater. Grundsätze also Matthias Hammer hat man gehört, dass er am liebsten abschaffen würde, Uli
Hoeneß hat sich geäußert, gerade im Zusammenhang mit Dayot Opa mekano, wo er sagte, wir lassen uns nicht mehr über den Tisch ziehen, auf der anderen Seite natürlich Roger Wittmann als Star Berater nenne ich ihn mal, der gesagt hat, wenn die Berater weg sind, dann machen die Vereine mit den Spielern was sie wollen, ganz mal ganz offen die Frage, wie blickst du auf die ganze Debatte und was ist deine Meinung dazu?
Ich. Ja, ich glaube, dass uns grundsätzlich polemische Aussagen nicht helfen. Deswegen, glaube ich, lohnt sich immer eher ein differenzierter Blick und also ich glaube, es geht heutzutage nicht mehr ohne Berater, dass ja, es ist für mich sehr, sehr klar, dass man natürlich auch dem jedem Spieler natürlich zugestehen muss, sich beraten zu lassen, gerade wenn es, wenn es eben auch um die vertraglichen Dinge geht, Spieler.
Heutzutage haben schon deutlich mehr Aufgaben deutlich mehr Zeit, die sie investieren müssen, als das vielleicht zu meiner Zeit noch der Fall war. Und insofern macht das absolut Sinn. Ich glaube trotzdem, dass ja die Berater bei. Weiß gar nicht, ob sie zu mächtig sind. Ich glaube das hat jeder Verein selbst in der Hand. Was was man zulässt und was nicht. Und ich glaube, dass es da ganz, ganz viele Vereine gibt, die Sagen, hier ist die Grenze und entweder machen wir das so oder auch nicht das.
Glaube ich auch. Soll in nur kurzzeit würde ich reingehen, was heißt zu mächtig, wie äußert sich das in der Arbeit auch mit Beratern jetzt als Sportvorstand. Ja, nein, also weil, weil sie natürlich schon auch. Kann natürlich auch mit mit anderen Angeboten spielen und und natürlich auch was die finanzielle Komponente betrifft, was natürlich ein großes Reizthema ist.
Und da bin ich absolut dabei, dass viel zu viel Geld ein Stück weit aus dem Fußball rausfließt, also aus aus dem Verein fließt ein Stück weit auch und ich glaube, die die aktuellen Zahlen über eine Milliarde weltweit, die an Beratern gehen, und das ist aus meiner Sicht viel zu viel und da müssen wir natürlich schauen, gemeinsam mit der FIFA, mit den Clubs, wie lässt sich das verändern? Fifa hat Ansatzpunkte gewählt, dass zum einen erstmal wieder eine Registrierung, eine Lizenzierung auch für für Berater eingeführt wurde, was es früher schon mal gab, was ich einen sehr, sehr guten, wichtigen Ansatz bringt, das wird aber das Problem nicht lösen, ich bin ein großer Befürworter davon, dass die
Beraterprovision von Spielern übernommen werden, weil am Ende des Tages beauftragen sie ihrem Berater, die Gespräche zu führen. Das ist bekanntermaßen aktuell nicht so, dass ja die Spieler die Berater zahlen, die Vereine zahlen die Berater, es gibt natürlich eine berechtigte Sorge, dass die Vereine das Geld erstmal an den Spieler trotz.
Draufpacken müssten. Der Spieler muss das versteuern, dass es dadurch vielleicht auch teurer wird. Ich bin aber schon davon überzeugt, dass dadurch noch mal ein ganz anderer Wettbewerb auch unter den Beratern aufkommen würde und es vielleicht sogar auch eine Deckelung von Beraterhonoraren gibt, damit eben Spiele auch nicht ausgenutzt werden, weil das ist glaube ich auch nicht im Sinne des Sports, des Fußballs und deswegen für mich eine ganz klare Deckelung der Beraterprovision und.
Und die Übernahme der Provision der Spieler, das wäre für mich ein Ansatz. Ob das das Problem am Ende des Tages lösen wird. Es wird sicher trotzdem unseriöse Berater geben, aber ich glaube schon, dass dort durch den anderen Wettbewerb, dass man vielleicht auch Spieler bekommen würde als Berater, weil man vielleicht günstiger ist als. Als ein anderer Berater, aktuell ist es einfach so, dass dass dort natürlich der Druck der Vereine da ist, die besten Spieler zu bekommen, die Spieler auch zu halten und dementsprechend man vielleicht auch mal bereit ist, etwas mehr zu geben und insbesondere natürlich auch, was die Beteiligung an Transfers betrifft. Das ist etwas, wo sich viele Berater heute. Fokussieren die handelsübliche
Beraterprovision, die sich ja häufig am jährlichen Grundgehalt ausrichtet, ist gar nicht mehr so sehr im Fokus, sondern die großen Summen wären ja bei Beteiligung von Transfers bedienen und da müssen wir uns als Vereine natürlich immer da selbst an die eigene Nase fassen deswegen. Gibt es von mir auch kein Berater bashing.
Es gibt sehr sehr viele vernünftige seriöse Berater, aber wir müssen es eben schaffen, dass es einfach weniger wird. Die Berater sollen Geld verdienen da, da bin ich absolut dafür, aber es ist einfach viel zu viel. Und vielleicht eben auch, weil du es gerade angesprochen hast, weil sich es dann irgendwann inhaltlich äußert. Die falsche.
Das falsche Ziel was dann? Der ein oder andere Berater hat, das ist ja das, was Matthias Sammert auch bei mir im Podcast gesagt hat, aber auch bei Sky oder egal wo er drüber gesprochen hat, dass es den Beratern halt nicht allen, man kann nicht alle über einen Kamm scheren, aber vielen Halt nicht zwingend um das Beste für einen Spieler geht, sondern es also das hat er ihnen so ein xingi MS vorgeworfen, sondern das Beste für sich selbst. Gerade wenn man dann schnell Jahr für Jahr diesen Spieler dann immer weiter transferiert, sagt man jedes Mal jedes Mal die Kohle ein.
Uli Hoeneß hatte sogar Halsabschneider genannt, jetzt zuletzt die. Einzelnen vereinzelten Mehrheit Minderheit, wer weiß, da hast du mehr Erfahrung. Das würde mich auch mal interessieren. Wie hast du die Bandbreite wahrgenommen, also was hast du erlebt, waren bei dir auch schon Halsabschneider am Tisch gesessen? Also ich muss sagen, ich habe sowohl in Bremen als auch jetzt die kurz auf Schalke eigentlich fast ausschließlich seriöse Berater gesehen und davon der absolut überwiegende Teil, die wirklich ein Interesse.
An der Entwicklung des Spielers hatten zu schauen, wie kann ich den Spieler unterstützen, wie kann ihm Spieler helfen, was ist vielleicht auch wirklich der der beste Schritt, um die Karriere zum Laufen zu bringen oder dann auch dementsprechend weiterzuentwickeln. Natürlich gibt es auch mal das eine, wo man ja auch auch ein Gefühl dafür bekommt, vielleicht auch merkt, dass dass es vielleicht am Ende des Tages.
Gerade wenn es ums Geld geht, den Beratern doch mehr um den Eigengeldbeutel geht als um die Entwicklung des Spielers. Aber das waren wirklich die die Ausnahmefälle, ich glaube noch mal die Begrenzung der Beteiligung an Transfers ist ist ein Hebel, weil das würde einfach auch dazu führen, dass man als Berater vielleicht ein größeres Interesse hat, dass der Spieler auch bei dem Verein bleibt, sich dort auch auch zurechtfinden wird, eine tolle. Karriere vielleicht bei einem Verein, bei 2 Vereinen auch durchläuft und sich da was aufbauen kann. Das Thema Identifikation ist ja für Vereine gerade bei Traditionsvereinen ein großes Thema und das wird einfach dadurch erschwert, dass Berater,
teilweise auch Spieler eben halt auch an Transfers beteiligt sind. Das hat gesagt, vielleicht hat man doch in dem ein oder anderen in den sehr wenigen Gesprächen in Bremen oder auch auf Schalke gemerkt, dass es dem ein oder anderen vielleicht doch eher um den eigenen Geldbeutel ging. Wie schnell merkt man sowas in so einem Gespräch, weil wir haben überhaupt keinen Einblick von außen, auch ich nicht, ich find das spannend, wenn man sich dann gegenübersitzt, wenn man Verhandlungen führt, guckt man sich da zwischendurch zwischenzeitlich mal an und sagt.
Machen wir nicht, weil der, der dreht gerade durch, oder wie? Wie äußert sich das konkret oder sind es dann die Verträge, die man bekommt und liest? Eine Zahl manchmal. Manchmal merkt man das sehr, sehr schnell. Dann kommt aber häufig auch auch, ja vielleicht auch keine weiteren Gespräche zustande, weil ich finde, nicht mehr die roten Linien der Vereine sind einfach wichtig und da bin ich wie viele andere verantwortlich, glaube ich sehr, sehr klar aber auch. Häufig ist es auch ganz am Ende der Verhandlung, dass schon alles durch ist, mit dem Spieler durch ist. Und dann geht es vielleicht dann auch wirklich um die Beraterprovision und dann merkt man plötzlich, dass da vielleicht ganz andere Ideen da
sind und dass das einfach auch nicht ja marktgerecht ist und dann, klar muss man für sich natürlich auch definieren, wie weit geht man mit, wie weit aber auch nicht. Und diese Verlagerung der Provision wäre ja ein einfach. Die Verlagerung des Anreizes, also dass man einfach die Spieler länger bei einem Verein lässt und nicht hauptsächlich an einer Transferierung verdient. Und ihr möchtet jetzt mit der.
Auf Schalke EG genossenschaftsmodell auch wieder Anreize vor allem für die Knappenschmiede schaffen. Ich habe ein 2 Interviews gelesen, ich glaube die u 17 u 19 Kabinen sehen nicht so aus wie sie aussehen sollten. Generell will man in Infrastruktur und und so weiter investieren. Es geht zum Beispiel auch darum, dass man 49% der Anteile an der Arena erwerben will und in dem Moment, also ich versuch es mal laienhaft zu erklären, aber in dem Moment, wo Schalke Mitglieder die 210000 hast du angesprochen können, glaube ich ab einem Betrag von 250€ an an Anteil kaufen an dem Gesamtkonstrukt.
Das fließt dann ins Eigenkapital des Vereins und gleichzeitig kaufst du aber Anteile am Stadion. Jetzt in diesem Beispiel, dasselbe gilt eben auch für die Knappenschmiede, für Scouting, für re. Cruiting vielleicht kannst du, ich habe es jetzt mal kurz angerissen, weil du einfach viel näher dran bist und dich auch viel damit beschäftigt hast. In letzter Zeit kam ja vor kurzem erst die Nachricht raus, dass man da den nächsten Schritt gehen will. Ich glaube es konnten schon mal 8000000 über dieses Modell eingesammelt werden, ist nicht wirklich eine Spende, ist aber auch kein Investment, weil man jetzt nicht mit einer großen Rendite rechnen kann vielleicht kannst du dieses Modell noch mal etwas genauer und detaillierter
erklären und warum es gerade für Schalke 04 in der aktuellen Situation so sinnvoll ist. Du hast am Anfang ein paar Zahlen genannt, was negatives Eigenkapital betrifft. Zudem haben wir noch Finanzverbindlichkeiten auch auch deutlich über 100000000. Das sind natürlich erstmal Voraussetzungen, wo man sich natürlich beschäftigt, wie kann man das Thema lösen, wie können wir uns da Stück für Stück entwickeln, dass wir das negative Eigenkapital irgendwann vielleicht mal positiv werden lassen, wie können wir die Schulden reduzieren und. Ja, das da gibt es natürlich verschiedene Hebel. Thema Liquidität ist für für Fußballvereine immer ein sehr, sehr wichtiges Thema.
Wir haben jetzt eine Umfinanzung vorne genommen durch durch eine Anleihe, die wir im Herbst sehr, sehr erfolgreich platziert hatten, dort dort 90000000 eingesammelt, dadurch konnten wir ein paar alte Darlehen unter dem Corona Darlehen auch vorzeitig ablösen, was uns jeder. Ja, ein Stück weit beinfreien gibt, aber das löst natürlich nicht das Problem und deswegen schauen wir natürlich, wie jeder Verein, wie kann man sich sich mittel reinholen.
Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, um sich gerade Eigenkapital und finanzielle Möglichkeiten reinzuholen, das eine ist, Anteile zu verkaufen, das ist auf Schalke kein Thema. Zweite Möglichkeit ist, dass man Werte wie die Arena zum Beispiel auch an Dritte verkauft. Das ist auch kein Wunschszenario und auf Schalke auch überhaupt kein Thema.
Und eine dritte Möglichkeit ist eben auch, dass man diese Größe von Schalke 04 mit über 210000 Mitgliedern auch nutzt, dass man gemeinsam wenn viele, vielleicht auch nur wenige geben, trotzdem auch Geld zusammenbekommt. Und ich finde, das Genossenschaftsmodell ist erstmal ein sehr sehr charmantes Modell und charmant ist zudem, dass wir Anteile an der Rena zurückkaufen, an uns selbst, praktisch an unsere Mitglieder, an unsere Genossen in der Genossenschaft und das.
Ja, es ist ein sehr, sehr spannendes Modell und wir können es aber auch letztendlich dafür nutzen, dann auch in dem Fall in Steine zu investieren. Du hast angesprochen, die Knappenschmiede dort gibt es seit ich glaube 15 Jahren über 15 Jahren Pläne dort die Gebäude zu erneuern. Wir haben, glaube ich, auf dem Gelände aktuell.
Ich glaube 2025 Container, die da seit 8 bis 10 Jahren stehen, wo sich nicht nur eine u 9 zu 23, sondern viele andere Mannschaften auch umziehen, das ist grundsätzlich auch okay auch für eine längere Übergangszeit, aber wir haben auch keine richtigen Büroräumlichkeiten, wo ein inhaltlicher Austausch stattfinden kann, wir haben andere Themen wie Athletikraum ist ist in der einen Ecke des Geländes, der Physiobereich ist in der anderen Ecke, die Kabine sind wieder in einer anderen Ecke, also da haben wir definitiv bedarf, um dort letztendlich auch mit vielen anderen Clubs in der ersten 2.3.
Liga auch mithalten zu können. Das ist eine Aufgabe, die sich oder der sich die Genossenschaft verschrien hat, dort eben halt auch die Schalker. Zu ermutigen, dort in was Gutes, in was nachhaltiges zu investieren. Meine Aufgabe ist es dann natürlich auch, die inhaltlichen, die konzeptionellen Dinge auch in der Knappenschmiede weiterzuentwickeln, weil.
Jetzt nur ein neues, schönes Gebäude hilft uns nicht, sondern wir haben mit der Knappenschmiede ja wirklich eine Marke. Ich glaube eine Top Marken in der Nachwuchsarbeit, nicht nur in Deutschland, sondern in Europa. Eben ist es ja schon, also. Ist ja, wenn man sich die die Weltmasse von 2014 anschaut.
Da waren 4 Knappenschmiede Jungs dabei. Schalke hat in den ja vergangenen Jahren Jahrzehnten unverfasst viel Geld mit Spielern aus der Knappenschmiede und. An Transfereinnahmen erzielen können. Und ich glaube. 50000000 in letzter. Zeit müssen wir uns weiterentwickeln. Also Norbert Elgert, seit seit über 20 Jahren ja ein absoluter Top Top Ausbilder nur 19 ist aber jetzt auch ein gewissen Alter, wo man ja sich natürlich auch auf die Zeit danach ja vorbereiten muss und da können wir uns weiter optimieren, müssen uns optimieren um auch in der Zukunft so erfolgreich ausbilden zu können.
Würdest du es genauso drastisch wie Andy Luthe beschreiben, der als CEO von VFL Bochum schon bei mir saß, der gesagt hat, die das Überleben vom VFL Bochum hängt davon ab, ob wir in den nächsten Jahren ne positive Transferbilanz haben, auch aus der eigenen Jugend ist es so bei Schalke oder nicht ganz so?
Also wir brauchen positive Transferbilanz, das ist so. Du hast die Eigenkapitalauflage angesprochen, um das negative Eigenkapital zu verbessern um 5% oder um 10% Erstliga braucht man einfach auch Transferüberschüsse, das ist so ich weiß ob das Überleben dran hängt, aber die Knappenschmiede ist für uns auf alle Fälle. Extrem wichtig, um die Zukunft von Schalke 04 du hast von einem Haus gesprochen, ne was was ja wunderschön ist und da ist die Knappenschmiede mit Sicherheit eine ganz ganz wichtige Säule und wir sind aber trotzdem jetzt erst mal dabei das Fundament weiter.
Zu festigen im wirtschaftlichen Bereich, aber auch im sportlichen Bereich. Also jetzt der Aufruf nicht von Frank, sondern von mir steuer gerne was dazu bei jetzt. Genau also erst mal Schalke Mitglied werden, wenn man noch kein genau Mitglied ist. Genau, und dann? Genau, mit einem kleinen Betrag kann das schon ja viel geholfen sein. Ich bin zwar Borussia Dortmund Fan, das ist bekannt, aber auch ich wünsch mir und auch ich glaub insgeheim viele andere Dortmund Fans wünschen sich danke wieder zurück. Jetzt der Podcast auch beendet.
Ja genau, genau. Also wir müssen jetzt gerade abbrechen. Schön schön, dass ihr dabei wart. 50. Folge Tschüss tschau nein, Quatsch. Andy luth hat aber genauso reagiert. Der hat genauso reagiert, der findet die, die finden Dortmund genauso scheiße, aber es ist okay wenn wir noch mal kurz beim beim Thema Finanzen bleiben, weil ich jetzt gerade die sportliche Situation bei euch auch so spannend finde. Es geht gerade um den Aufstieg, wie gesagt auch zum Zeitpunkt der Ausstrahlung ist noch nicht sicher ob es geklappt hat, geklappt hat.
Gerade stelle ich mir vor, wir haben jetzt Ende März, dann dann Anfang Mitte April. Man hat noch nicht wirklich Planungssicherheit, in welcher Liga wird man sein in der ersten Liga wären es dann 10% Eigenkapital oder negatives Eigenkapital, was man zurückzahlen müsste. Man muss einen wettbewerbsfähigen Kader vielleicht sogar jetzt schon installieren, der dann potenziell auch für die erste Liga erreichen könnte, in dem Sinne, dass man nicht wie die letzten 2 Male wo man aufgestiegen ist direkt wieder absteigt.
Generell ist Sponsoren glaube ich ein Thema, ich habe zuletzt auch einen Artikel gelesen über den Trikotsponsor, wo angeblich gerade auch Gespräche laufen, ob man weiter mit Sun Minimiel verlängert oder natürlich. Natürlich melden sich dann auch neue Sponsoren, wenn man in die erste Bundesliga aufsteigt.
Was laufen gerade, nehmen wir uns da gerne mal mit außerhalb des sportlichen Alltags für Überlegungen ab, bei euch in der Führungsregel vielleicht unter anderem auch. Ja, ganz, ganz viele. Und du hast ja schon einige Aspekte genannt und klar, in vielen Bereichen müssen wir zweiklassig planen, was eine Lizenzierung betrifft, aber auch natürlich. Den Kader auch dort zu schauen, welches Budget gibt es vielleicht im erstliga Szenario, welches Budget haben wir in der 2.
Liga zur Verfügung, wie kann man das letztendlich dann auch mit einem sehr sehr wettbewerbsfähigen, spannenden Kader erfüllen, der natürlich diesen Spagat auch hinbekommt, der auf Schalke notwendig ist. Kurzfristig immer sportlich erfolgreich zu sein zu wollen, aber eben auch Werte zu schaffen aufzubauen, auf junge Spieler zu setzen, junge Spieler aus der Knappenschmiede einzubauen und. Und in anderen Bereichen Matthias Thielmann, Christina Rulhamas, die dort sehr, sehr aktiv sind, natürlich, was die finanzielle Ausstattung betrifft. Wir haben das Thema Genossenschaft gerade angesprochen, wir haben ein paar andere Themen, wo wir Gelder letztendlich auch generieren wollen, um möglichst wettbewerbsfähig auch insgesamt
zu sein, das sind Sachen, die das Schalkerlebnis betreffen wir. Wir haben jedes Heimspiel komplett ausverkauft, eine komplett ausverkauft Arena. Wir wollen aber, dass das Gelände an der Arena, wo das Trainingsgelände, die Geschäftsstelle auch beheimatet ist, noch mehr noch attraktiver gestalten, dass dass dort die Schalker, die Defans, sich auch unter der Woche deutlich mehr aufhalten können. Das Thema Merchandising ist natürlich ein wichtiges Thema, wo wir ja jetzt zu uns natürlich auch. Nicht nur mit den Trikots der nächste Saison, sondern auch der übernächsten Saison schon beschäftigen und dort ein paar spannende Trikots glaube ich dann auch auf den Markt bringen können.
Das Thema Sponsoring ist ein wichtiges Thema und da merken. Wir wieder so eine malboro Werbung wie wie früher. Ja, das würde ich jetzt eher ausschließen. Aber. Genau, es wird einen neuen Hauptsponsor sehr, sehr wahrscheinlich geben. Dort merkt man schon, dass sich die Stimmung um Schalke gedreht hat und damit meine ich nicht nur die Ergebnisse, die jetzt besser sind als letzte Saison. Wir haben letzte Saison glaube ich insgesamt 38 Punkte geholt, die hat man dieses Jahr in der Winterpause fast schon erreicht, sondern ist glaube ich auch eine Grundstimmung, was ja? Glaube ich damit zusammenhängt, dass dass die Führung, Aufsichtsrat, Geschäfts oder Vorstand in eine Richtung geht, dass wir als sehr, sehr
professionell wahrgenommen werden, dass wir, glaube ich, gute Entscheidungen insgesamt getroffen haben, dass die Mannschaft, die Schalke auch wieder begeistert, dass die die Fans der Mannschaft erleben, die, die alles gibt. Wir spielen nicht immer gut, aber wir geben von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas und das ist, glaube ich, etwas, was die Fans auf Schalke ganz, ganz besonders honorieren.
Vielleicht andersrum. Welche Fehler sollte man gerade in dieser Phase nicht machen, was vielleicht auch die Budgetierung angeht oder schon die Planung mit Geld, das hatte ich auch schon mit vielen mit Geld, was man noch gar nicht eingenommen hat, solche Fehler, die dann passieren können, was wäre das gerade in der Phase, was sollte nicht passieren?
Ja, einerseits solltest du nicht das Geld ausgeben was was du nicht hast. Ich glaube es war in der Vergangenheit auf Schalke dann doch das andere Mann einfach zu viel und da einfach effizient die Mittel einzusetzen. Ich glaube, dass Schalke immer noch durch die Arena, durch Catering Einnahmen auch mehr Einnahmen hat als andere Vereine, aber wir haben natürlich auch Ausgaben und wir müssen natürlich unsere Mittel die wir zur Verfügung haben, dann auch effizient einsetzen. Was würde ein Aufstieg finanziell wirklich konkret ausmachen?
Man denkt jetzt als Laie, ok, dann sind alle Probleme gelöst, Fernsehgelder kommen noch und nöcher und dann geht es Schalke in 2 Jahren wieder gut, wenn man die Liga hält ist es wirklich so oder ist es gar nicht so einfach? Ist überhaupt nicht so. Nein, also natürlich hat man mehr Einnahmen, weil das TV Geld steigt, aber es gibt ja bekanntermaßen die 5 Jahres TV Tabelle und da fließen natürlich die die schlechten. Ergebnisse insbesondere der letzten vorletzte Saison auch voll mit rein.
Deswegen wird das schon dauern, bis man dort wirklich signifikant höhere TV einnahmen hat. Und ja, die Einnahmen steigen zwar sowohl im TV Geld als auch im Sponsoring als Beispiel, aber natürlich steigen auch die Ausgaben, insbesondere natürlich auch die Spielergehälter. Also blickt man dann als. Sportvorstand natürlich.
Rein inhaltlich will man aufsteigen, man will den maximalen Erfolg, aber es ist jetzt auch nicht so, dass du jetzt auf der Tribüne sitzt und mitbibberst, dass es unbedingt klappt aus den anderen genannten Gründen, also aus den wirtschaftlichen Gründen, aus der aus der Überlebensfähigkeit von Schalke 04 das nicht, also es geht eher dann um sportliche, dass er sagt, klar gehen wir hoch, wenn wir hoch können.
Also Schalke, Schalke hat ja auch auch gezeigt, dass man in der zweiten Liga Schulden abbauen kann. Also grundsätzlich brauchen wir jetzt nicht den Aufstieg mit aller Macht um um Überleben zu können, das sagt das nicht und trotzdem, also als Sportler, als Verantwortlicher sind wir natürlich maximal ambitioniert und und ehrgeizig und wollen natürlich dann auch aufsteigen und müssen dann, und das ist dann unsere Aufgabe, meine Aufgabe.
Natürlich. Trotzdem versuchen, bestmögliche Rahmenbedingungen auch zu schaffen, auch in der Erstliga. Es wird nicht leicht, wir müssen auch im erstliga Szenario Transfer Überschüsse erzielen um die Eigenkapitalauflage letztendlich auch zu erfüllen, das ist etwas was ich aber auch aus der Zeit in Bremen schon kenne und da bin ich trotzdem zuversichtlich, dass wir im Team uns so vorbereiten können, dass wir. Sowohl für die zweite Liga als auch für die erste Liga. Einen einen wettbewerbsfähigen Kader zusammenstellen können. Aber es ist einfach nicht so, dass ja die Gelder, die Schalke vielleicht mal vor 678 Jahren zur Verfügung hatte, dann schon in den ersten 23 Jahren des Aufstiegs wieder zur Verfügung stehen.
Wie nimmst du, wie nimmst du jetzt gerade im Hinblick auf den Aufstieg die Grundstimmung war wäre Platz 6 eine Enttäuschung, weil es ja wirklich. Komplett unter oder nicht? So ist, wie alle gedacht hatten, vor der vor der Saison hätten das alle unterschrieben, Platz 6 ja ganz sicher oberes Mittelfeld einfach eine stabile Saison, nichts mehr im Abstieg zu tun haben, wenn man jetzt nicht Aufstieg wie was hast du für ein Gespür gerade auf Schalke was was ist da los?
Als ich im Sommer wirklich viele Gespräche mit Schalke geführt hatte, da war wirklich, so der Tenor, ruhige Saison sogar Platz 8 bis 10 hätten dort dort fast alle unterschrieben. Wir. Wollten trotzdem ja das Mindset nach oben schieben, dass das wir haben im Sommer gesagt, wir müssen 2 Gänge hochschalten und wollen maximal ambitioniert sein, haben uns aber trotzdem ganz bewusst kein Saisonziel gesetzt und sind bis dahin damit auch sehr sehr gut gefahren.
Also Platz 6 wäre definitiv eine Enttäuschung, ich glaube aber auch nicht, dass wir da landen werden, uns ist aber auch bewusst, dass der Aufstiegskampf in der 2. Liga bis bis zum Ende. Spannend bleiben wird ich glaube trotzdem nicht, dass die Schalker Fans dort extremst enttäuscht wären mit dieser Saison, weil wenn man sich die Bilder Ende der letzten Saison anschaut, wo?
Gerade beim Heimspiel gegen Elversberg eine Abkehr der Fans von der Mannschaft vom Verein stattgefunden hatte. Und das ist etwas, was auf Schalke eigentlich nie passiert. Die Schalker stehen auch in ganz, ganz schlechten Zeiten zu ihrer Mannschaft und deswegen war es uns wichtig, dieses Band zwischen Mannschaft und. Und Fans zwischen Verein und und den Schalker Fans auch wieder zusammenzubekommen.
Und das ist uns gelungen und das wird auch nicht reißen, wenn man am Ende der Saison nicht aufsteigen sollte. Das hat man absolut geschafft. Welchen Einfluss kannst du, wenn wir jetzt wirklich nur über den ehemaligen Profi und Sportler Frank Baumann klar als Sportvorstand von Schalke 04 sprechen, welchen Einfluss kannst du nehmen, weil man ja jetzt. Nach langer Zeit, als die Jäger, als die Überraschungsmannschaft jetzt die Gejagten sind, schon seit vielen Wochen Tabellenführer oder auf jeden Fall immer ganz oben mit dabei unter den Top 123 und du hast es ja auch mitgemacht, du wurdest Meister mit Bremen und so weiter und sofort warst auch irgendwann mal gejagter und konntest auf einmal und darauf will ich raus, psychologisch sehr viel
verlieren. Erstmal hat man sehr viel gewonnen, dass man da steht, wo man jetzt steht, jetzt kann man sehr viel verlieren. Auf welchen Einfluss kannst du nehmen? Weil du sagst, Oh, jetzt müssen wir da da und da aufpassen, dass eben, dass wir das vielleicht doch schaffen, obwohl es mental brutal schwierig ist, auch diese Phase, ja. Ich weiß nicht, ob es schwierig ist. Es ist ja etwas wie ich selbst die Situation sehe und annehme. Also ich glaube, grundsätzlich hilft es ja auch eher, sich positive Gedanken zu machen, gerade wenn ich als Spiel ans Spiel gehe.
Also wenn ich schon Angst habe, Fehler zu machen. Dann wird schwierig sein. Wir haben Vorsaison gesagt, wir wollen intensiv, aggressiv und mutig spielen, und wenn, wenn ich ja diese Angst habe, dann werde ich nicht mal eine Top Performance geben und genauso war es mit dem Einlauf in die Arena die letzten 2 Jahre oder vielleicht auch mehrere Jahre haben die Spieler so empfunden, dass es ein Rucksack ist.
Also die Angst, die Sorge vor negativen Reaktionen, vor Pfiffen, die war so groß, ja, dass man sich nichts getraut hat, dass man nicht den Ball gefordert hat, dass man Angst vor Fehlern hatte, und wir wollten das Mindset im Sommer auch drehen, das ist was cooles, was Geiles in der Arena zu spielen und genau ist es jetzt, es ist was Geiles dort vorne im Aufstiegskampf zu spielen, und es geht nicht darum, irgendwas etwas zu verlieren oder negative Gedanken zu haben, sondern es geht darum, dass ja das nächste Spiel gewinnen zu wollen und was was Positives was geil ist, dann auch im Ende Saison erreichen zu können. Hat sich trotzdem vielleicht die Rolle von Miron Buslic so ein bisschen verändert?
Dadurch, dass im Winter noch 12 Transfers? Also hat sich generell vielleicht das Spiel auch ein bisschen angepasst an Edinjeko oder auch an die anderen beiden Neuzugänge und eben auch noch trotzdem diesen mentalen Aspekt, weil ja ein paar Spieler im Kopf könnte ja genau das passieren, dass man sagt, EY, WOW, Wir haben hier eine Riesenchance.
Und wir haben es in der eigenen Hand. Aber jetzt kommt ja auch der Pressure, weil jetzt sagt man, jetzt seid ihr so lange da oben dabei, jetzt wollen wir aufsteigen, jetzt kommt er dazu. Also Miriam hat da ein sehr, sehr gutes Fingerspitzengefühl und und stellt die Mannschaft immer sehr sehr gut ein und wir haben uns ja ganz bewusst kein Saisonziel gesetzt, sondern haben gesagt, wir wollen jeden Tag besser werden, wir wollen das das Maximum reichen, wir wollen Vollgas geben, weniger reden, mehr machen und damit sind wir ganz gut gefahren und trotzdem haben.
Haben natürlich diese Aspekte auch bei bei den Neuzugängen ein Stück weit zumindest auch berücksichtigt. Kevin Müller, der von Heidenheim als als ja zweiter Torwart gekommen ist, der jetzt aber schon einige Einsätze hatte, der kennt diese Situation mit Heidenheim häufig. Um den Aufstieg gespielt, Drucksituation gehabt, Relegationsspiele auch auch gehabt.
Edin Ceko braucht darüber reden, dass er diese Situation, die du gerade beschrieben hast, oben zu stehen und dann wirklich auch der Gejagte ein Stück weit zu sein, erkennt das und er kann da seine Erfahrungen in der Kabine auf dem Platz auch mit Einflüssen. Adele Auschich hat bei Paris Saint Germain als ganz, ganz junger Spieler auch diese Drucksituation auch erlebt und deswegen sind wir da.
Glaube ich wichtig, weil am Ende müssen es die Spieler auf dem Platz regeln und da sind wir so stabil, so gefestigt, auch durch eine ganz klare Führungsachse mit mit tollen Spielern, die ja die Verantwortung nicht weiter schieben, die, die auf die Jungen vielleicht auch zeigen und und dort nach Fehlern eindreschen, sondern die vorweg gehen und mit breiter Brust durch. Dort auch in die Spiele gehen und deswegen bin ich auch sehr, sehr zuversichtlich für den Saison Endspurt. Naja.
Aber es ist ja spannend, dass sie ja in der Winterpause natürlich, das ist ja professionell, einfach, sich dann auch die Situation anzugucken und demnach dann auch die Spieler einzukaufen. Du hast jetzt gesagt, Kevin Müller Edinceko, die mit diesen Situationen, die auch eine gewisse Erfahrung natürlich mitbringen, diese Situation schon erlebt haben und vielleicht auch menschlich in so einer Mannschaft dann helfen können, dieses Ziel dann zusammen zu erreichen, wenn jüngere Spieler, die vielleicht so eine Drucksituation nach oben noch nicht hatten, denen da so ein bisschen zu helfen und die an die Hand zu nehmen und vielen vielen Dank. Frank hat hat großen großen Spaß gemacht mit dir und ich muss es noch mal allen Zuhörerinnen und
Zuhörern sagen. Vielen Dank, dass ihr so lange dabei wart, weil heute ist wirklich die 50. Folge. Football Finance ist schon Wahnsinn seit Anfang 2025 jetzt haben wir April 2026 wird auch erst mal eine kleine Pause geben, weil jetzt bei mir die große WM Show. Stattfindet, haben wir in der einen oder anderen Folge schon drüber gesprochen.
Mit Oliver Kahn, Pierre Lebarski, den ihr schon hier gehört habt, und auch Dr. Felix Brüch, der auch schon bei mir war. Da geht jetzt die ganze Energie für den Sommer rein, danach soll es aber in der zweiten Jahreshälfte weitergehen. Ich wünsche euch den Aufstieg, Frank, ich will, dass Schalke wieder in der ersten Bundesliga ist. Da gehört der Verein einfach hin. Nochmals vielen vielen Dank für deine Zeit. Louis, vielen Dank an dich natürlich auch alles Gute für die wem Show und für die nächsten 50 Folgen von Football Finance.
Genau auf die. Auf die nächsten 50 du hast schon gesagt, leider bist du nicht da bei der WM Show, da bist du dann hoffentlich im hoffentlich im wohlverdienten Aufstiegsurlaub, aber das gucken wir dann, wenn es soweit ist. Schöne Woche euch oder muss ich fast sagen gute Zeit, weil wir hören uns jetzt erst mal nicht mehr, freu mich dann auf euch in der zweiten Jahreshälfte macht es gut Tschüss ciao, danke fürs Zuhören und zuschauen.