
EXKLUSIV - Michael Oenning: „Mit dem 1. FC Nürnberg 2009 aufzusteigen, war ganz besonders!“
Montag, 23. März 2026 · 1 h 04
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Shownotes
EXKLUSIV - Bei mir war der Aufstiegstrainer des 1. FC Nürnberg aus dem Jahr 2009 zu Gast: Michael Oenning. Wir sprachen über den besonderen Tag des Aufstiegs in der Relegation zuhause gegen Energie Cottbus, kuriose Feierlichkeiten mit Markus Söder und Horst Seehofer und aber auch darüber, wie unglücklich er wenige Monate später von seiner Entlassung per SMS erfuhr. Außerdem ging es um seine Zeit beim HSV - Michael verriet mir, was damals alles schief gelaufen ist im Verein, wie der ehemalige Bundesliga-Dino gar nicht merkte, dass es immer weiter nach unten geht und welche finanziellen Fehlkalkulationen damals dazu führten, dass der HSV schon lange nicht mehr zu den Top-Mannschaften in der Bundesliga gehört. Michael erzählte mir natürlich auch von seinen aufregenden Auslandsstationen in Ungarn, Österreich, Griechenland und im Iran, erzählte spannende Anekdoten über ein Trainingslager mit 30 cm Schnee, über eine Entlassung des Vereinspräsidenten direkt nach dem Spiel auf dem Mittelpunkt und über einen direkten Tunnelgang von Viktor Orban’s Wohnzimmer in das Stadion seines Lieblingsvereins in Ungarn. Steckt unglaublich viel drin, freut euch auf die 47. Folge „Football Finance“ zusammen mit Michael Oenning - viel Spaß beim Hören!
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🎶 „Knockturnal“ - Pufino, Trapbeats
🎶 "ELITE" - Alex Productions - No Copyright Music
📸 Quelle: Szabó Gábor (vasasfc.hu)
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Intro
Aufstieg mit dem 1. FC Nürnberg 2009 gegen Cottbus
Der Weg zum Bundesligatrainer
Unglückliche Entlassung beim 1. FC Nürnberg
Zeit beim HSV: Teurer Kader, keine Struktur, sportlicher Abstieg
Das Verschwinden von Bundesligatrainern: Wann wird man nicht mehr gefragt?
Erste Auslandsstation als Trainer in Ungarn
Entlassung nach Abpfiff durch Klub-Präsidenten in Griechenland
Michaels Zeit beim 1. FC Magdeburg
Als Co-Trainer im Iran: Politik, Vorurteile, Fußball
Das macht Michael Oenning im Jahr 2026
Outro
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Dann kriegst du erst mal wieder einen Chitstorm, weil du angeblich ja 3 Minuten hinter Fabrizo Romano bist im. Viertelfinale ausgeschieden gegen Spanien in der Verlängerung. Also ich kann mich erinnern, in der Verlängerung hat Deutschland eigentlich immer gewonnen, aber das war mal. Große Gäste, starke Meinungen, unglaubliche Anekdoten und exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines Milliardengeschäfts, das alles nur hier in deinem Podcast für Fußball und Finanzen.
Das ist Football, Finance und jetzt viel Spaß mit dieser Folge. Im Rückspiel in der ersten Minute haben wir einen Schuss von Cottbus bekommen, der ging Unterkante Latte Linie raus. Wenn der einschlägt, bin ich nicht sicher, ob wir aufsteigen, insofern als dann Marek das Tor gemacht hat, dann brachen alle Dämme, da mussten wir 4 nuller wird nichts mehr passieren, genau, aber es war, das war schon eine besondere Geschichte und auch der Tag war wirklich war wirklich ganz besonders, wir haben die Saison in der ersten Bundesliga als Achter abgeschlossen, also wenn ich überlege ich bin noch Achter geworden.
Das wird gar nicht mehr wahrgenommen. Warum wird es nicht wahrgenommen, weil man zu dem Zeitpunkt natürlich ganz andere Vorstellungen. Ganz andere Ziele her. Man war zweimal nacheinander im Halbfinale in Europa. Bekommen genau das. War es das Umfeld? Der Verein war überhaupt nicht darauf vorbereitet, dass irgendwie die Dinge rückwärts gehen, ja, und beim dritten Mal hat es dann geklingelt, da haben wir 21 verloren und dann haben die Journalisten den Präsidenten, waren 45, Journalisten im Stadion und natürlich der Präsident, dann haben die den so heiß gemacht, wie kann das sein, eine Mannschaft, die keiner kennt, wir verlieren das Spiel. Das gibt es doch nicht.
Da ist der Präsident runtergekommen auf den Platz und hat uns auf den Platz anwenden lassen. Herzlich Willkommen zu Football Finance. Zusammen mit meinem heutigen Gast war in Deutschland beim 1. Fc Nürnberg als Trainer unterwegs, bei Magdeburg und auch beim HSV ist damals mit dem Club aufgestiegen. 2009 gegen Cottbus, da habe ich gleich auch noch eine Geschichte.
Zum Start werde ich dir was zeigen, habe ich gerade schon kurz angekündigt, aber besonders spannend sind bei ihm auch seine Auslandsstationen, war zweimal in Ungarn, war in Österreich. War ich in Griechenland und zuletzt im Iran tätig, also wirklich die ganze Bandbreite mal mitgenommen, gibt unfassbar viele spannende Dinge, über die wir jetzt im Folgenden mit ihm mit dir sprechen werden. Herzlich Willkommen Michael Önning freue mich sehr. Ja, ich freue mich auch.
Und ich habe es gerade angekündigt. Wir sehen uns heute nicht das erste Mal, sondern wir haben uns vor 17 Jahren. Bin ich dir schon mal begegnet? Du wirst dich natürlich nicht mehr an mich erinnern, ich konnte mich noch erinnern, weil es für mich als kleiner Junge was ganz Besonderes war. Martin Bader war auch schon bei mir, da habe ich auch schon gesagt, dass ich damals gegen Cottbus im Stadion sein durfte und auch im VIP Bereich als Sechsjähriger, das konnte man natürlich noch nicht so einordnen, aber ich wollte unbedingt mit euch, mit der Mannschaft feiern und ich war 3 Meter nebendran gestanden, aber ich habe dann immer zu Papa gesagt, jetzt lass mich doch mal das Ding in die Hand nehmen, hat er gesagt, wird schwierig und da
ist unter anderem auch dieses Bild entstanden, das Nein Hammer oder wir blenden s jetzt ein, wir blenden s jetzt ein. Oh ja, vor allem ich kann dir nicht sagen, warum ich so aussehe, wie ich aussehe, weil wie Raphael Schäfer mir schön Ghetto Rate, über den Kopf gekippt hat, mitten auf dem Mittelpunkt. Dann gingen die Fluchttore auf und ich hab in meinem Leben noch nie so eine merkwürdige Szene erlebt, weil alle Menschen sind losgerannt, natürlich nicht zu mir, ich stand nur im Mittelpunkt alleine.
Dann bin ich im Vollsprint wieder zurück zur Kabine. Das weiß ich sogar auch noch. Das. Heißt, und weil das war so skurril, weil alles rannte auf mich zu, ne und aber die Haare und die, das war schön geklebt aber herrlich, du hast auch eine schöne Kappe auf. Ja, ja, und ich hatte und das ich habe da noch eine Unterschrift bekommen aufs T Shirt von Javier Pinola hier, genau hier ist es passiert, da gibt es noch gibt es noch ein paar paar Fotos, überragend. Waren wir also.
Das ist doch mal Kundenbindung der der ersten Stunde, oder hat. Der Papa, alles hat der Papa alles aufgenommen hier mit meinem Vater war ich dann im VIP Bereich neben der Mannschaft gefeiert, mittlerweile bin ich kein Club Fan mehr die die es verfolgt haben mittlerweile BVB durch den Oper schlägt mein Herz so ein bisschen mehr für Schwarz Gelb aber der Club ist hat immer irgendeinen Bezug weil es war der erste Verein und das verbinde ich natürlich auch mit dir und mit der Mannschaft von damals ich weiß noch aigler Mintal haben die beiden Tore gemacht und man muss auch sagen ab der 30 war es ja eigentlich entschieden also da wurde schon. Schon gefeiert, aber es war ein verrücktes Spiel, weil wir wir haben in Cottbus 3 zu 0 gewonnen
und wussten gar nicht so genau, wie und weil ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, ich mich aber schon im Rückspiel in der ersten Minute haben wir einen Schuss von Cottbus bekommen, da ging Unterkante Latte Linie raus wenn der einschlägt bin ich nicht sicher ob wir aufsteigen, insofern als dann Marek das Tor gemacht hat, dann brachen alle Dämme, dann wussten wir 40 da wird nichts mehr passieren. Aber es war, das war schon eine besondere Geschichte und auch der Tag war wirklich war wirklich ganz besonders. Erinnerst du dich noch an was Spezielles, an die Feier danach? An viele Sachen.
An viele Sachen. Ja, an ganz viele Sachen erstmal. Es gibt ein wunderschönes Bild von mir und Isaac Boakci, wie wir da oben, genau da, wo du jetzt gerade beschrieben hast, stehen mit riesigen Bierkrügen in der Hand. Ich weiß gar nicht, wo die herkamen und und haben uns einfach nur gefreut, es war ja nur ein Aufstieg in dem Sinne, wir haben ja nicht die deutsche Meisterschaft gewonnen, aber es war einfach so.
Wie eine deutsche Meisterschaft, weil wir sind ja in. Rom. Hast du noch eine ganze Sache? Gehabt. Ja gut, da kann ich mich jetzt nicht mehr so, aber ich weiß, dass wir, dass wir wir waren in der Saison irgendwann mal auf Platz 14. Also wir waren Lichtjahre weit entfernt, wir haben in dem in dem laufenden Prozess der Hinrunde, haben wir wirklich die Mannschaft komplett, also ich habe dann gesagt, so geht es nicht, haben dann und wir hatten die ganzen arrivierten Pokalsieger noch da drin und es passte, es passte.
Von der Mischung nicht, und? Und gar nicht mal so sehr, dass ich sage, ich mochte die nicht. Aber es war klar, dass wir so einfach die haben, diese zweite Liga nicht angenommen, die haben ihr Leben lang erste Liga gespielt, die waren noch Pokalsieger, die haben nicht verstanden, worum es da ging, und dann hab ich aus der aus der zweiten Mannschaft von den Amateuren Jungs hochgezogen, Dominik Maro, Mike Franz, die sind überragend geworden, die kannte überhaupt niemand und hab dann zur Winterpause mit Ilker Gündogan.
Dennis Diekmeier, Marcel Risse, Stefan Reinhardt Buniacco 5 Leute dazu die waren piep, jung, 1819, 20 Jahre alt und dann sind wir in der Rückrunde immer hinter der Welle gesurft und die Presse hat immer geschrieben, ja jetzt können sie nicht mehr direkt aufsteigen, das war gar nicht unser Ziel, wir wollten überhaupt irgendwie überhaupt noch mal mitmachen und als wir dann die Relegation geschafft haben, selbst da haben die Leute noch gesagt, Na ja, Cottbus, die waren während der ganzen Saison nie auf dem Abstiegsplatz, erst im letzten Spieltag und deswegen waren die auch nicht vorbereitet auf das, was da kam.
Na wieder, wie es dann manchmal so kommt. Wir gehen nach Cottbus und haben gesagt, OK, das ist schön, dass wir da sein dürfen und haben wirklich die Chance der Stunde genutzt, da 30 gewonnen und dann ging es los, dann ging der Denkapparat an, wie machen wir das zu Hause, da wo du dann warst? Und deswegen war es so besonders, weil alle bis zum Ende eigentlich nicht dran geglaubt haben. Und wir haben es geschafft und deswegen war es so besonders. Ja, bis zum bis zum Rückspiel.
Und in dem Moment, wo man dann das Hinspiel 30 gewinnt, hat man auch was zu verlieren. Du beschreibst gerade eigentlich bis dahin war alles Bonus, weil ihr wolltet gar nicht hoch mit jungen Spielern, großer Umbruch genauso war ja so nach dem Pokalsieg wie der Club halt so ist abgestiegen und dann der direkte Wiederaufstieg. Der Club ist a Depp, das haben die mir ja schon ins ins Gebetbuch geschrieben.
Also das war ja schon da, hast du ja schon im Hintergrund. Ja warten wir mal. Die haben ja schon von vornherein ja aus Selbstschutz nicht dran geglaubt. Ja, und es? War eigentlich was typisch gewesen, dass der Club daheim 40 verliert? Ja, das ist doch voll versemmelt. Ja, ja, ganz genau das. Und wie gesagt, der erste Schuss, ich hab da gesessen, ich hab den Peter Ja mal angeguckt, der Peter guckt mich an und dann war klar.
Wenn das Ding nicht einschlägt, dann dann haben wir es geschafft und. So hat schon mal die t Shirts geholt. Ja, das wäre auch das kriegst du dann ja hinten raus. Aber noch, weil du mich ja gefragt hast, was Besonderes war und das eigentlich auch eine ganz schräge Geschichte. Ich weiß gar nicht, ob ich dir erzählen darf, aber. Doch das darfst du ganz.
Ehrlich, wir hatten dann im Nachgang natürlich improvisierte Aufstiegsfeier und wir sind dann weiß nicht mehr genau, wie es hieß, B sowieso oben auf einer ruft auf Terrasse, es war ja Mai, es war ja wunderbares Wetter. Und dadurch, dass wir im Stadion schon gefeiert hatten, wir alle schon leichten Streifschuss und zu meiner Zeit, als ich nach Nürnberg kam, war der Beckstein noch Ministerpräsident, und der war natürlich Kloberer durch und durch, und Markus Söder war zu dem Zeitpunkt auch noch noch kein Ministerpräsident, wie auch immer, aber der war natürlich ganz eng, der war im Aufsichtsrat und und Mali, der Bürgermeister, der Oberbürgermeister. Waren alles Kluberer natürlich.
Und was haben Sie gemacht? Sie haben auf diese Aufstiegsfeier Herrn Seehofer dazu gebracht, der jetzt gerade Ministerpräsident geworden war, der aber bekanntermaßen kein Club Fan war, sondern maximal mal Ingolstadt auf der Tribüne saß, aber weil man natürlich schöne Bilder brauchte, ging man natürlich zur Aufstiegsfeier und dann kam er auf mich zu, das ist ja riesengroß und und sagte dann so den so jovialen Satz so, ja sie kenne ich, sie sagen doch immer so kluge Sachen im Radio.
Und der Söder stand dahin und machte schon so und sagte, Um Himmels Willen, sag jetzt nichts falsches ne, weil ich wollte ihn dann fragen, wie heiß ich denn, weil ich mir fast sicher sage, dass er nicht weiß wo er ist, ganz genau, und da war es aber noch lustig und dann haben wir gesagt, OK, und dann haben wir dann da mit Schal schnell n Foto gemacht, dann ist er wieder abgerauscht ne und ich glaube es war seine einzige Begegnung beim ersten FC Nürnberg. Bis heute vielleicht sogar ja, und Söder und so haben da noch mitgefeiert, oder die war noch, die war noch mit dem Club da, die.
Der Markus war ganz jung und auch nein, aber auch mit Herzblut, also ganz klarer Cluberer und auch auch positiv. Also ich hab das, ich hab sowieso meine Zeit in Nürnberg als sehr positiv in Erinnerung, weil wir ja alle so wir waren alle das gleiche Alter zu dem Zeitpunkt ja und und irgendwie war das dieses ständige auf und ab, aber das war eben so ne so ne Geschichte. Die war nicht nicht zu erklären.
Anfang 40 warst du damals. Ja, in so 39 ja ja genau, genau, ja ja muss ich rechnen. 2039 ja ja, also es war auch für mich besonders, weil ich bin ja auch auch für die Jungfrau zu Kind in die Saison rein, also nach dem zweiten Spieltag hat der Thomas mehr oder weniger hingeworfen und dann hat man noch n bisschen 14 Tage geguckt ob sie noch was besseres findet und dann hat man mich mal machen lassen und dann stand man wie ich schon dachte mal irgendwann auf Platz 14. Und dann sind wir los und haben mit diesen jungen Leuten einfach fantastischen Fußball gespielt.
Und. Haben ist es die Station, zu der du dich emotional noch am meisten hingezogen fühlst. Es waren ja nicht nur die Herrenstationen, sondern auch Bochum, Wolfsburg, Gladbach, wo alles begonnen hat. Das kann man eigentlich. Im Nachgang ist immer schwierig, wird man oft gefragt. So ne, Wo warst du denn am schönsten, wie war es denn ne es war alles besonders, ich glaub die erste Stelle vergisst man nicht, also Mönchengladbach war für mich ganz besonders um in den Profifußball zu kommen.
Da war ich auch 2 Jahre ganz schwierige Jahre noch am Bökelberg, dann ins neue Stadion, dann auch in spannende Trainer, unter anderem mit Dick, Advokat und, und, und. Das war ganz prägend auch, aber jede einzelne Station hat natürlich auch Spuren hinterlassen und da auch gerade hinterher im Ausland, also Griechenland war aber großartig, Innsbruck ist natürlich auch so eine Geschichte, auch wenn es nur sehr kurz war, weil wir dann insolvent gegangen sind.
Aber auch ganz besonders. Also jeder jeder steckt so, also von jedem habe ich was mitgenommen und und hat mich auch, glaube ich bereichert in meinem Denken über über Mannschaftsführung, über ganz viele Dinge, jeder hatte so seinen Bereich. Kommen wir gleich noch, kommen wir gleich noch drauf. Dabei war es ja nie so das primäre Ziel jetzt Bundesliga Cheftrainer zu werden.
Von dir hast du mal gesagt in dem Interview, also es war jetzt nicht mit aller macht, wolltest du das erreichen, du hast Lehramt studiert und. Und dann wurde euch gesagt, gut, braucht ihr eigentlich gar nicht anfangen, weil es gibt sowieso keine Stellen zu lernen und dann musste man sich umgucken, dann hast du die Trainerscheine gemacht.
Also es ist genauso wie du gesagt hast. Es ist eigentlich unvorstellbar heute. Ja, heute ist er kehrt. Ich. Habe 1985 angefangen, Ton und lesen zu studieren, also Sport und Deutsch, sportgermanistik richtigerweise und es war genauso. Wir kamen, ich kam dann zum Fachbereich Sport und dann stand der Dekan, der war auch noch Dekan, unser Sportprofessor. Und sagte schön, dass ihr alle da seid, aber arbeiten werdet ihr als Sportlehrer nie.
Macht euch mal Gedanken, am besten ihr macht Bodybuilding Studio oder Squash Center, das waren so die beiden großen Dinge, die Mitte der 80er heute gibt es gar keine Squash hallen mehr und war. Es nicht so zu der Zeit, dass irgendwie die letzten Jahre davor überhaupt keine Lehrer mehr in der Region. Eingestellt in Nordrhein Westfalen sind fast 10 Jahre keine Lehrer eingestellt worden.
Und. Und er hat uns aber auch richtigerweise gesagt, macht alles versucht Scheine zu machen, macht Trainerscheine und wir haben alles gemacht. Also ich bin dann Skifahren, Skilehrer und Surflehrer und alles mögliche Tennis war nicht so mein Ding, aber aber Fußball natürlich hatte schon schon mit 20 die B Lizenz damals, was heute C Lizenz ist mit 24 a Lizenz und hatte dann allerdings das Glück, dass ich mit 29 in den Fußball Lehrer Kurs, wo es auch nur 24 Teilnehmer gab. 20 ex Profis, 2 Intellektuelle, ein Ausländer, eine Frau, das war damals so Standard an der Sportschule. Ich war der Intellektuelle, da war wirklich also hartgesottene ex Profis, die da, also das war noch so, also muss man auch genauso benennen, also ich war
wirklich für die n Alien und ich hab so gedacht Puh ja wunderbar ne der kleine Michael darf hier mitmachen und so deswegen auch dieser Respekt. Was ich gesagt habe, als als dann Jahre später, ich glaube 4, ich habe 98 6 Jahre später rief dann Holger Fachmich an und sagte mit der, mit dem ich natürlich auch meinen Fußballlehrer gemacht hatte, Micha, ich werde Cheftrainer in Gladbach.
Kannst du dir vorstellen, du musst kommen und ich echt überlegt habe, ob ich das dann zu dem Zeitpunkt mache oder nicht und ich war halt jung genug und habe gesagt, OK, die Chance in der ersten Bundesliga zu arbeiten, die kriegst du nie wieder, dann auch nach Borussia Mönchengladbach muss ich dazu sagen, da wo ich geboren bin. Im Münsterland gab es nur 2 Möglichkeiten, als Kind in meinem Alter.
Schalke war natürlich klar die Nummer 1 oder Mönchengladbach wegen der Fohlenelf und ich habe auch immer so eine Affinität zu Mönchengladbach gehabt und dann gesagt, ja, jetzt machst du das mal und dementsprechend muss ich sagen, war das war das dann eigentlich dem geschuldet, dass sehr früh der Sportprof gesagt hat, orientiert euch um. Sonst hätte ich die Möglichkeit nie gehabt. Also es war auch, dass das immer gepasst hat, dass ich selbst in diesen Fußballlehrerlehrgang als als No Name reingekommen bin, ich musste immer die Sichtung machen, musste dann jedes Mal dahin und Klausuren schreiben und machen und tun und am Ende hat es irgendwie gepasst.
Das war schon besonders, aber um auf die Frage zurückzukommen, Ich habe dann wirklich gesagt, du musst diesen Job dann auch lernen und ich war bei vielen unterschiedlichen Trainern dann als Assistent gearbeitet, auch bei Horst Rubischen, Uli Stielecke, beim DFB schon sehr früh. Advokat war natürlich noch mal komplett anders, aber auch später noch mit Armin Veh hab ich noch gearbeitet, Holger Vach, zweimal Thomas van Heesen und es waren viele ne und und dann als dann der Punkt kam Jahre später 56 Jahre später dann nach vorne zu gehen und auch auch Nürnberg mehr oder weniger aus der Not heraus, weil das war ja dann irgendwie über Nacht, da hat der Martin Bader gesagt, kannst dir das vorstellen. Und dann habe ich es gemacht,
aber da war ich gut vorbereitet, da wusste ich zumindest schon mal oder hatte eine Vorstellung davon, was das bedeuten könnte. Du hast ja, wie du es gesagt hast, vor allem in der vor allem in der 2. Reihe. Bis dahin hast du beim BFW gearbeitet, warst, dann hast du gerade schon kurz beschrieben, Gladbach Co Trainer, dann aber auch Co Trainer von Wolfsburg in Bochum, dann u 19 Trainer, aber es ist ja auch Jugend ist. Jetzt nicht.
In Bochum war ich, das hieß damals jugendcheftrainer, Ich war für den gesamten Nachwuchs zuständig. Nachwuchs. Und wollte aber eine Mannschaft haben. Habe dann die die U 19 gemacht. Genommen. Aber es gab noch ne andere Mannschaft, ne sogenannte U 23. Das war so Jungprofis und A Jugendliche und sogar b Jugendliche damals hießen die noch so und und war dann schon für den Nachwuchs zuständig.
Also es gab n Nachwuchsleiter, aber ich war genau, aber das war war auch ganz bewusst noch mal. Also die Erfahrung fand ich auch wichtig so n Nachwuchsleistungszentrum, dann war die erste Zertifizierung damals. Was heute völlig normal ist. Dann kam dann Double Pass aus Belgien und hat dann alles sich genau angeguckt und man musste wer weiß welche Berichte schreiben, was man da vor hat.
Also das war war für mich auch noch mal mal prägend um zu sehen wie das so funktioniert und das war die Bochumer Zeit. Als der Schritt dann nach ganz vorne und auch nach ganz oben ging, eben also Bundesligatrainer oder zweite Bundesligatrainer vom Club, was war das für dich? Für ein Gefühl war das so OK, ich hab es geschafft, ich bin angekommen oder wie? Nee, gar nicht.
Hast du diesen Moment wahrgenommen, weil. Das war ja schon besonders. Das war die erste Cheftrainer Station bei dem Profiverein, ne? Ja, ja, im klaren Bereich ja. Also es war ja gar nicht gar nicht angelegt. Deswegen frage ich mich, was dann? Ich bin zum. Club gekommen. Mitten in der Saison in der ersten Liga, in der Rückrunde und da war auch ganz typisch Club Hans Meyer, der da wirklich überragend gearbeitet hat, wurde dann nach dem ersten oder zweiten Spieltag Rückrunde entlassen.
Und wir waren noch im Europapokal im Viertelfinale. Also ich bin direkt nach Lissabon geflogen. Gegen Benfica ne Benfica. Ganz bitteres Spiel, ne und dann auch dann auf dem Rückweg in Bremen noch mal n stopover da noch mal kurz verlorenartig, dann wieder zurück zu Hause gegen Cottbus. Also es war wirklich verrückt und sind dann auch in einer einer Situation abgestiegen, die nicht nötig war. Als Assistent.
Und dann haben wir die komplett, wir haben mehr oder weniger die Mannschaft noch mal neu sortiert, viele Stars sind dann auch gegangen, aber es kamen auch ganz gute dazu und dann hat der Thomas nach 2 Spieltagen damals gesagt, ich, ich tue es nicht mehr, also auch selten genug, dass man dann von sich aus sagt, Ich mach nicht mehr und dann war einfach die Zeit, ich konnte ja gar nicht drüber nachdenken, klar musste ja Training weitergehen, das macht man ja auch so im Trainerteam, wie auch immer, und ich glaube, der Martin hat schon auch gesucht und ich werde nie vergessen, mein erstes Spiel.
Zu Hause gegen Aachen also. Manja Aachen hatte wirklich ne tolle Mannschaft und ich durfte mein erstes Spiel machen und zur Halbzeit liegen wir 2 zu 0 zurück. Ich glaube wir sind nicht einmal über die Mittellinie gekommen, die haben unter Benjamin Auer hat uns alleine erledigt, also es war wirklich n verrücktes Spiel und dann bin ich in die Kabine und dann hab ich mir meine Jungs angeguckt ich sag Leute wenn ihr irgendwie Interesse habt mit mir in Zukunft noch irgendwas zu machen, dann wär jetzt n guter Zeitpunkt. Dann sind wir raus und haben 45 Minuten in deren Hälfte gespielt und dann machen es 2122 und dann auch wieder so ne Anekdote. Dann dann hatten wir die Chance zum 3. Zu 2 kam ne Flanke und der wäre
wahrscheinlich reingegangen der Ball und Harry Charisteres hat gedacht ich Köpf den mal rein und hat ihn drüber geköpft also wir haben das Spiel unentschieden gespielt 2 zu 2. Kam wieder in die Kabine und keiner wusste, was er davon halten sollte. Also es war toller Fußball, aber nicht das Ergebnis was wir brauchten an der Stelle ne OK, ja dann gab es aber noch keinen neuen Cheftrainer, da sind wir nach W in Wiesbaden gefahren, da wo jeder natürlich sagt als Club Fan, wo ist das, da müssen wir gewinnen, das haben wir schon gewonnen liegen wieder 90 Minuten zurück 1 zu 0 und spielen nur in einer Hälfte und treffen das Tor nicht und dann kam das was natürlich dann gut war.
Und dann kriegten wir ne Ecke, die Ecke kam und dann ist Herr Charisteia ist Hochgestiegen und das Ding eingesetzt 1 zu 1 wieder ein Ergebnis, wieder unentschieden wo man nicht wusste was man davon halten soll oder hat der Martin Bader gesagt Komm jetzt ist Schluss ne das scheint irgendwie zu funktionieren, die Jungs wollen ja unbedingt, dass der irgendwie bleibt, aber wir gewinnen nicht und dann haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht, aber so ist das gelaufen, aber auf der Agenda stand das nicht. Aber sie haben ein positives Signal der Truppe. Wie hast du es geschafft, vielleicht passiert sowas auch unbewusst, weil ich mit vielen schon gesprochen habe, die aus der 2.
Reihe dann in die 1. Reihe gegeben. Vertreten sind. Wie hast du es dann auch geschafft als Cheftrainer die Truppe eben dafür zu begeistern, dass sie für dich laufen, weil es kann ja genau umgekehrt auch sein, dass sie sagen, du wär verweigert mal. Wir wollen jemand anderen. Haben. Ich hatte dann Gott sei dank mit Martin jemanden, der der sehr, sehr offen war, also die 2 Jahre mit Martin Badermann waren, sagen wir vielleicht bis auf die letzten 2 Wochen, also ist ja klar, wenn es dann zu Ende geht, aber haben wir gleich noch drauf, aber wir haben wirklich wirklich großartig zusammengearbeitet, fast gleich alt, die gleichen Ideen noch.
Der hat natürlich relativ schnell gecheckt und sagt Pass auf, Such dir einen guten Co Trainer und dann wusste ich damals, also ich habe ja dann lange als Co Trainer gearbeitet und wie das immer so ist, wenn du Spielbeobachtung machst als Co Trainer bist ja am Wochenende immer bei irgendwelchen Spielen und und schaust dir Gegner an die man vielleicht gegen die man mal spielen könnte und ich habe sehr oft neben Peter Hermann gesessen, weil Peter Hermann war natürlich dann für Leverkusen immer unterwegs, also damals so Mirko Slomka gab es so einige die also klassische Co Trainer waren Armin Reutershahn und man saß öfter mal zusammen. Und Peter hatte ganz kurze Phase in Leverkusen, wo er nicht als gotrainer arbeiten durfte und
war dann in der. Ich glaube er hat dann u 17 gemacht, war aber todunglücklich damit, weil das war natürlich für ihn auch neu und er wollte das auch gar nicht. Und dann, ich glaube das war damals über den Wolfgang Vögel noch, der kannte ihn gut damit ruft er den Peter Mal an und dann habe ich Peter gefragt und der ist dann zum ersten Mal aus Leverkusen nach 25 Jahren zu uns gekommen und.
Und ist noch mal richtig aufgeblüht. Und dann, das war für mich sicherlich ein ein ganz wichtiger Baustein, dass er dazu kam. Und dann hatten wir dieses Wechselspiel, alt und jung, ne oder erfahren und jung wird er auch nicht so viel älter, aber es war schon in einer Wahrnehmung älter und dann hat das einfach super geklappt. Ne ich glaube ich war jung genug an der Stelle, dass die gewusst haben, OK ne, da steht einer der weiß was er will, aber der ist eben noch so jung, dass er es auch anders machte. Ich glaube, dass wir didaktisch einfach anders waren. Zu der Zeit.
Und es hilft dann, weil ja irgendwas passieren musste, oder? Dann musste was passieren und und irgendwie haben wir es dann und wir haben es dann sehr, sehr jung gemacht. Also wenn ich überlege, das war heute, das müsste man mal recherchieren. Ich hab wirklich ne u 23 gehabt, ne, also ist wirklich ist ja heute beim. Club immer noch so die haben ich hab mit Jotti schon gesprochen, ist ja aktuell sportverstand beim Club, die haben ja einen Durchschnitt von 2 und zwanzigeinhalb Jahren, das ist dürfte dem.
Ja, vielleicht. Vielleicht haben Sie mal nachgeguckt und gesehen, dass das damals schon funktioniert hat. Funktionieren kann ne also. Das Schade war es eigentlich nur, dass von dieser Mannschaft, wenn man die, wenn man die Namen mal heute hört, wer da zusammen Fußball gespielt hat mit Schupomoti, mit Günther und eine Falle Truppe ne mit Stefan Reinhardt, Marcel Risse, Dennis Diekmeier, Mike Franz, Dominic, Maro Pinola.
Hatten ja auch noch n paar alte dazwischen, das war ne Sensation, nur nur 3 Jahre später war keiner mehr davon da. Ne also das ist das ist leider im Fußball auch das wo es gut ist, wird gewildert und dann ging es relativ. Schnell, genau das war dann die Saison, hab ich mit der Martin auch drüber gesprochen. 211 212 müsste es gewesen sein mit wolscheid, Gündogan, ekichi Schieber, da kamen dann noch n Paar dazu und chubo Mutinga auch noch da, also wahnsinnig talentierte Truppe wenn man guckt wo die Jungs dann alle später mal. Später mal gelandet sind.
Du hast gerade schon die letzten 2 Wochen angesprochen in der Zusammenarbeit mit Martin, aber ich glaube, das ist ganz normal, dass Trainer und sportverstand Sportdirektor, gerade wenn es dann am Ende zugeht und wenn es einfach nicht mehr so erfolgreich ist, wie es mal war, dass man dann vielleicht auch nicht in bester Art und Weise auseinander geht.
Ich erinnere mich nur an unser erstes Gespräch und da hatte ich dir eben gesagt, dass Martin auch bei mir sein wird, war ja schon bei mir im Gespräch und dass du dann gesagt hast, okay, man hat sich ausgesprochen mittlerweile über die Situation damals. Nimm uns da gerne mal mit zurück, soweit du kannst. Was dann?
Also wie es auch ist, wenn man mal nicht gut auseinander geht, nach wie du sagst 2 wirklich erfolgreichen schönen Jahren, wie kann dann so was passieren, dass man da. Ja, ist ja, ist ja klar, ich ich hab ja die Situation aus meiner Sicht bewertet. Du bist zum ersten Mal geschäftstrainer und und es ging ja dann auch nur nach vorne, man muss das, man muss den Rahmen dann schon groß spannen, man darf 1 nicht vergessen der Club war wie immer klamm.
Zu dem Zeitpunkt, als ich da war, hat es überhaupt kein Geld gegeben. Das heißt, wir steigen auf in die erste Liga und wir konnten niemand neu verpflichten und die Absprache war damals, wenn es bis zur Winterpause halbwegs läuft oder wenn es nicht so richtig läuft, dann können wir in der Winterpause noch was machen, dann können wir nachlegen und dann gucken wir mal.
Aber jetzt ist halt nicht nötig, da ist nur Thomas Broich ablösefrei gekommen, weil Thomas hatte ich schon in Mönchengladbach und der war mir wichtig, weil ich eben so eine junge Mannschaft hatte, dass ich einen brauchte, der war da weniger da, der zumindestens die Jungs mal ein bisschen an die Hand nimmt, das hat er auch super gemacht.
Und dann waren wir auch nicht so schlecht. Wir waren nicht abgeschlagen, wir haben immer, wir haben auch n paar Spiele gewonnen, wir haben auch in Wolfsburg beim deutschen Meister gewonnen, wir haben schon n paar gute Spiele gemacht, aber man muss natürlich dann sehen aus meiner Brille, wir haben dann in Wolfsburg dieses Spiel gewonnen, aber durch Videobeweis, dann hast du dann Raphael Schäfer hat ne rote Karte bekommen über den DFB Videobeweis, ja das war dann so ne 10. 9. Also die haben dann nachgeguckt und dann hat er und dann hat er 4 Spiele Sperre bekommen und dazu das war ein Spiel, da hat Andy Wolf hat dem Jeko fast das Gesicht weggetreten, er hat aber eine gelbe Karte gekriegt, dafür
die Gelbe Karte, aber Tatsache, bei Raphael Schäfer war es so, dass er Misimovic von hinten irgendwo erwischt hat im Unterleib und dann haben sie ihn und dann hat das kam dann die Video, die die Szenen im Fernsehen und ich will heute die bewerten und was willst du bewerten wenn ein Video eindeutig ist kannst du sagen sieht nicht gut aus und.
Und dann ist dann ist der Rafael für 4 Spiele gesperrt worden. Diese 4 Spiele haben wir dann alle 4 verloren, aber da war der Torwart auch raus, so und dann wurde es n bisschen bisschen dünn am Ende und und bis dahin war eigentlich alles noch klar und ich bin auch dann in der und das war eigentlich das Problem, ich bin dann wir hatten dann über Weihnachten den Wechsel dann frei und ich bin eigentlich mit den Worten und lass mal ist alles OK, wir sitzen zusammen und geht noch mal weiter und ich war gerade im Urlaub angekommen, dann kriege ich ne SMS so es ist zu Ende. Und das waren so die Dinge, die dann mit den die Gesamtabsprachen.
Stilfrage dann auch. Ja, und vor allen Dingen sind ja heute ist ja lange her, ich bin deswegen. Kann man ja drüber sprechen. Ich bin genau, ich bin bei Blickpunkt Sport gewesen, zusammen mit Uli Hoeneß in der Sendung und der Uli saß neben mir in der Maske und wir sprachen miteinander und er sagte, Mensch, Ich find das toll, was ihr da macht in Nürnberg mit jungen Leuten, ich war ja auch beim Club. Ja, ja stimmt und so was kann ich. Kann ich Ihnen irgendwie helfen?
Und dann sag ich ja, wenn sie mich so fragen, wir brauchen einen Verteidiger und einen Sechser und dann sagt er, wollen sie den Brenno und den Otto haben, das wäre natürlich ne Sensation. Ja der Martin soll mich mal anrufen, so ist das entstanden, dann bin ich zurück zu Martin und so am November und so Martin, Wir können den Brenno und den Otto bekommen und so und das waren natürlich auch Leute, mit denen ich auch für die Rückrunde gerechnet habe, ich habe es nur leider nicht mehr erlebt am Ende, das ist das Problem an der Stelle gewesen, also machen wir es kurz.
Es war für mich schon ein Einschlag, das erste Mal entlassen wir es an der Stelle und und ich kann den Verein verstehen im Nachhinein, weil die müssen natürlich auch sehen ne du bist wieder die erste Liga, du willst die erste Liga halten, da geht es dann nicht um Befindlichkeiten ne, sondern da geht es dann um den Club und am Ende muss man sagen haben sie es ja richtig gemacht, der Dieter hat dann die Mannschaft übernommen und sie haben die Klapse gehalten und waren die nächsten 2 Jahre mit dieser Mannschaft natürlich sehr erfolgreich leider waren dann hinterher die Spieler alle weg und dann warst du auch wieder. Wie kann ich mir dann den Urlaub in dem Moment vorstellen, wo diese SMS kommt?
Ja ne, wie gesagt, es gab ja ne gewisse Eiszeit gegeben zwischen uns. Ne, das war dann einfach so und und aber noch mal und das muss ich wirklich sagen und ich hab ja nun auch viel gesehen im Fußball, die 2 Jahre die Martin nicht zusammen hatten, die waren schon besonders, weil wir wirklich Tag für Tag wirklich und.
Guten Atmosphäre, wirklich versucht haben das ganze Ding nach vorne zu bringen, aber es war nicht immer einfach in Nürnberg. Nachdem die die Bühne dann beim Club schon vergleichsweise groß war in deiner Karriere bis dato, wurdest du dann noch ein bisschen größer beim HSV, zunächst als Co Trainer unter Armin Veh und.
Mittlerweile ist der HSV wieder in der ersten Bundesliga. Du warst damals auch Cheftrainer saisonübergreifend, also hast auch ein Transfersommer mitgemacht und hast in dem Interview beschrieben, dass ich in der Vorbereitung gehört habe. Dass damals relativ viel kaputt gemacht wurde, auch beim HSV, weil die kamen natürlich von einer Truppe, die auch europäisch gespielt haben. Ich erinnere mich an Namen wie Vernistelroy, holmingsonnen, viele, viele mehr also, die ich jetzt gar nicht oft zählen kann, alle wahrscheinlich, und dann kam so ein Bruch und dann wurde der HSV von eben einem Topverein, also früher natürlich noch mehr topverein, aber dann wirklich unter den ersten 8 immer mehr, das war dann auch
die Zeit, wo ich begonnen habe, Fußball zu schauen, immer mehr zu so einem Sorgenkind, und eigentlich hat man nur darauf gewartet, wann es passiert, wann Adino absteigt. Was hast du damals in der Zeit so mitbekommen und warum? Woher nimmst du das, dass du sagst okay in der Zeit, in der Zeit ist es passiert, was dann auch Grund war für die für die dann folgenden Jahre, was hast du da erlebt in Hamburg?
Ja, würde wahrscheinlich unseren unseren Rahmen hier sprengen, das genau rein zu. Alles aber, aber es. Ist schon sehr interessant. Also es fing schon an, dass ich unter unter ganz anderen Vorzeichen zum HSV gekommen bin. Als es so in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde, ich war ja Cheftrainer an der Stelle und alle haben sich gewundert, wieso geht der wieder zurück als Co Trainer.
Das war eigentlich auch gar nicht so abgesprochen. Also als ich damals zum HSV ging und die Übergangsphase da war und der Anruf aus Hamburg kam, dann haben wir was ganz anderes besprochen, da ging es darum, damals gab es keinen Sportdirektor Dietmar Beiersdorf hatte. Genau da war es beides. Ne ne Zeit lang.
Nicht mal gab es aber, als ich als ich anfing. Hieß es. Wir haben folgendes Problem, Wir haben keinen Sportdirektor, wir wollen aber jemanden holen, der als Trainer kommt, aber dann als Sportdirektor fungiert und sie sind erstmal Co Trainer, werden dann Cheftrainer. Ich sage hat es denn sowas schon mal gegeben?
Nein, aber das ist der Situation geschuldet, damals gab es noch viele Vorstände und dann habe ich gesagt, Puh, das ist aber ein Konstrukt, aber HSV natürlich ne und dann habe ich gefragt ja an wen haben sie denn gedacht und dann hieß es ja wir würden gern gerra Oje holen ich gesagt Gerra oje Liverpool.
Da stelle ich mich auch als Co Trainerin und wenn der es nicht wird, dann Otto Rehhagel, damals Otto noch noch vorher härter und all den Sachen den ich 2006 bei der bei der WM war er bei uns Experte bei Sky damals kennengelernt habe und mich sehr gut mit ihm verstanden habe und dachte das mache ich auch, das sind 2 großartige Trainer, da kann ich noch mal Co Trainer machen, ich war ja wie gesagt noch gar nicht so gefestigt in meinem meinem Denken, das hätte ich sofort gemacht und.
Es ist dann aber nicht dazu gekommen und dann wurde es, wurde es Armin aber auch mit Armin hatte ich kein Problem, aber es war halt auch noch mal ne ganz andere Situation, weil der der die Idee dahinter war, dass der Trainer zum Sportdirektor wird. Das Modell war aber an der Stelle, dass wir, als ich beim HSV war, dann praktisch auch für die Jungfrau zum Kind Basti Rainer plötzlich Sportdirektor wurde, das hieß dann für Armin Er bleibt Cheftrainer und für mich ich bleibe Co Trainer, sodass diese ganze ganze Saison in der Gemengelage mit dieser Millionentruppe.
Mit Sero Berto, Vanistel, Guerrero und wen wir alles hatten natürlich dann auch schwierig wurde und im Laufe der Saison, als wir dann auch Unruhe hatten. Wir haben dann ein Spiel verloren in München 60 dann musste Armin gehen und dann wurde ich Cheftrainer und wir haben die Saison in der ersten Bundesliga als Achter abgeschlossen, also wenn ich überlege, genau, ich bin noch Achter geworden. Wird gar nicht mehr wahrgenommen. Warum wird es nicht wahrgenommen, weil man zu dem Zeitpunkt natürlich ganz andere Vorstellungen, ganz andere Ziele her.
Man war zweimal nacheinander im Halbfinal des Europa bekommen, genau das war es, das heißt die das Umfeld, der Verein war überhaupt nicht drauf vorbereitet, dass irgendwie die Dinge rückwärts gehen und zu dem Zeitpunkt hat natürlich immer noch kein Sportdirektor, dann wurde es kam noch hinzu, dass die Vorstände mit mit Katja Kraus und Bernd Hoffmann immer schwächer wurden an der Stelle. Die ja dann auch gehen mussten nach der Mitgliederversammlung. Und dann war ich ganz alleine da und dann ging es darum, wie geht es denn jetzt weiter und ich wollte es so machen wie in Nürnberg, jung und Deutsch und hatte auch eine große lange Liste und hatte auch wirklich glaube ich ganz pfiffige Namen dabei und sprechen wir dann über
den Sommer, über den Sommer nach der Nee warte 210 211 210 211 genau genau also 2011 der Sommer genau genau und und. Dann kam natürlich noch die Situation hinzu, dass Matthias Sammer sollte Sportdirektor werden. Dann ist das aber kurzfristig auch noch geplatzt. Typisch HSV an der Stelle, der hätte uns sehr sehr gut getan.
Matthias kenn ich ja, Matthias war auch schon hier, ja und? Den hätte ich, mit dem hätte ich sehr gerne. Zusammengearbeitet und kamen die Dinge zusammen. Wir hatten damals noch n 12 köpfigen Aufsichtsrat, was auch nicht ganz einfach war und hab wirklich versucht zu erklären, weil weil natürlich in dem Moment alles auf meinen Schultern war, wie wir es machen könnten.
Jung und Deutsch und eben auch versuchen konsolidieren. Hinzu muss man auch sagen, damals mussten fast 50000000 eingespart werden, also es war kein Geld mehr dafür für diesen mega Kader, deswegen sind die ja auch alle gegangen. Ich musste denen auch sagen, dass sie gehen müssen, also ich hab dann die negativen Sachen gemacht, musste dann spiegeln zum Beispiel GDML, der heute wahrscheinlich noch böse ist mit mir. Sagen, es geht nicht weiter.
Wir haben das Geld nicht mehr wegen der Kohle. Ja, genau, weil. Es einfach nicht mehr dran saß. Und dann eben ist Umgestrickt. Und dann kam genau das, mitten Anfang der Vorbereitung, dass sie dann Frank Arniesen geholt haben von Chelsea als Sportdirektor, der natürlich komplett eigene Vorstellung hatte und der das ganze Konzept in die Tasche gehauen hat und dann gesagt hat, wir machen das ganz anders und ich hab hier noch n paar Jungs aus Chelsea, die spielen zwar alle in einem Ateurverein und Jugendfußball, aber die sind alle bestimmt besser als alles was hier ist.
Und das, glaube ich, war der Knackpunkt im Nachhinein. Wenn man nach hinten guckt, wo so langsam der schleichende Abstieg begonnen hat, weil man diese DNA des HSV nicht mehr hatte, die wurde ersetzt durch was neues und das neue hat halt nicht nicht gepasst. Warum auch immer, da will ich gar nicht Schuld zuweisen, aber ich glaube, das war der.
Der ganz klare Punkt, wo es, wo es in die andere Richtung ging. Aber wie hat man denn dann kalkuliert? Wenn du sagst, ihr hattet so n millionenschweren Kader kam dann auf der sportlichen Seite die Einnahmen nicht rein, hat man wieder mit der Champions League Teilnahme gerechnet oder weil du sagst ihr musstet dann Sachen umstellen, ihr müsst den Spieler entlassen, das ist ja noch weiter, das passt ja es passiert ja in dem Moment wo du Verträge abschließt, die du dann irgendwann nicht mal einhalten kannst.
Ja, aber das war dem geschuldet. Dass wir n viel zu teuren Kader hatten und die natürlich im Laufe der Saison schon gemerkt haben, dass das Geld wird knapp. Das war ja auch nicht so, dass du, dass du also stadioneinnahmen reichen ja nicht aus Fernseheinnahmen. Man hatte natürlich, also das war immer so ne Investition in die Zukunft, man hat natürlich wahrscheinlich auch in, das war nicht, wenn man hat mit Geld kalkuliert, was man. Noch gar nicht eingenommen hat, aber man muss auch dazu sagen, man hat auch.
Irgendwie natürlich wahrscheinlich auch wieder dem geschuldet, dass kein Sportdirektor richtig da war, vielleicht Konzept nicht passte. Wir hatten 11 Stürmer, ich hab dann irgendwann mal gefragt, wie ist denn das zustande gekommen und jetzt kommt es, was hatten wir für Stürmer van Nistelroy dann kam Lan Petric Guero. Holmingson habe ich mit 18 zum Profi gemacht. Der war dann dabei, dann kastelen Markus Berg, Schupo Muting Enis Bernatira, Tunaitorun Petroipa und ich habe noch einen richtig guten, wahrscheinlich vergessen, aber 11 und ich kann spielen, alle spielen. Lassen. 3.
Kriegst du vielleicht mit viel. Glück zusammen auf dem Platz. Potenziell könntest du alles spielen. Lassen genau also und dann und. Dann hast du aber trotz alledem noch Leute wie Seroberto wie Frank Rost, wie Marcel Jansen. Wir hatten unfassbar viele. Tolle Spieler, aber du hast natürlich ne Gemengelage und jetzt kommt sie kosten ja auch alle was, die Spielen ja auch mal für Butterbrot und haben natürlich auch in ihrem Selbstverständnis auch angelegt Geld zu verdienen und da HSV hat ja auch immer suggeriert das es war ja auch so, sie haben ja sind ja alle bezahlt worden, nur dann war das eben nicht mehr möglich.
Jetzt ist die Frage Wer transportiert die die die Nachricht in die Öffentlichkeit wenn aber niemand da ist der sagt Pass auf wir müssen das alles ganz anders machen, das haben wir schon gewusst und ich hab das ja auch versucht zu sagen. Aber es hat ja niemand hören wollen. Am Ende geht es ja darum, was hast du für Ergebnisse und was passiert da.
Ich kann mich noch erinnern, ich war bei meiner in meiner Heimatstadt in Coesfeld und bei der Abiturientia von meiner alten Schule, ob ich mal kommen könnte, so Alumni und mal n bisschen was erzählen und dann war ich da und es war auch ganz ganz niedlich und dann kam ein ein junger Abiturient kam von der Seite, sagt er, eigentlich wissen sie schon, der Spielplan raus ist raus, der neue Spielplan Osa ich und sie spielen das erste Spiel in Dortmund, dann müsst ihr nach München und Bremen und zu Hause gegen Gladbach und und Hertha BSC, da war schon klar in den ersten, da war nichts mit.
Keine Ahnung wer damals da also da war da nicht Freiburg oder wie auch immer, das waren 6 Vollkracher zu beginnen ne und und dementsprechend war dann auch schon klar wie wie schwierig und kompliziert das wird, aber wenn du dann nach vorne gehst und versuchst das zu erklären, das will ja niemand hören, also versuchst es, packst es an.
Und machst das Beste draus. Also das war schon schon, das war kompliziert, ich OK, ich. Verstehe aber wo woher das Ganze kommt. Genau nach 6 Spielen wurdest du dann, ich glaube einen Punkt zum letzten Spiel ja einen Punkt oder? Was geholt? Ich glaube nee. Oder wir haben schon mehr geholt, aber. Oder ja, ich weiß es nicht mehr.
Auf jeden Fall, ist ja wurscht, ist ja wurscht, es war, es war wirklich kompliziert und. Weil wahrscheinlich gerade aus der Öffentlichkeit oder auch nicht von anderen Vereinen jeden jeder diesen Einblick hat, was du dann auch stemmen musstest als Person. Ich weiß nicht, ob das dann der Grund ist, aber zwischen der Station HSV und deiner nächsten Trainerstation Ungarn lagen dann 5 Jahre.
Oder 4, viereinhalb Jahre also schon eine ordentliche Zeit, wenn man bedenkt, dass du auch immer noch damals als junger Trainer eigentlich vom Anfang so einer Karriere stehst und ständest kam mir dann auch noch was, aber dann ist erstmal 4, viereinhalb Jahre ein Break. Wie erklärst du dir diese Pause, wolltest du pausieren oder hat sich hat sich keiner mehr gemeldet? Ja, also.
Wahrscheinlich beides. Nein, so war es natürlich nicht. Man muss dazu sagen, dass ich. Also um ganz klar zu sagen, nach der HSV Entlastung brauchte ich erstmal auch für mich ne Pause nach. Das war mein fünfter Bundesligaverein in einer relativ kurzen Zeit und musste für mich einfach mal klar werden, willst du das eigentlich, willst du das so, weil weil wie gesagt auch gerade nach der HSV Nummer die wirklich viele viele Erklärungen hatte, aber die auch an der Stelle niemand interessiert haben musst du dich erstmal konsolidieren jetzt kam halt bei mir hinzu, dass ich ja meinen. Fast 15 Jahre lang auch als Assistent mit mit Marcel Reif und Ka Dittmann gearbeitet.
Ich war ja immer ganz nah dran, ich hab dann mehr oder weniger die Perspektive gewechselt und bin dann erst mal in die Medien gegangen und hab dann geguckt und mich natürlich auch ausgetauscht und mir OK, heute will man dann zum Bettical erst mal n Jahr lang mal gewartet. Ich hätte sofort auch wieder arbeiten können an der Stelle, aber irgendwie was hat so naja, ich hätte also das war schon das sind bei den Profiligen in.
Deutschland auch. Also das ich. Glaube das geht bei vielen Kollegen so. Ne, dass du dann, dass wenn du dann irgendwie noch da bist und so, es war jetzt ja nicht so, dass sie sagen, das war ja verhängnisvoll, wie gesagt, ich war ja n bisschen länger da, wir haben erste Saison, fand ich durchweg am Ende noch n ganz ordentlichen Job gemacht, aber ich, ich war einfach an einem Punkt, wo ich gesagt hab. Ne, ich komm aus einer ganz anderen Schiene. Ich bin da rein, ich hab mir das jetzt angeguckt und und alleine, dass ich in Gladbach, ich war in Gladbach 2 Jahre 7 Trainer wurden erlassen mit mit Assistenz ein Wir haben einen Präsidenten beerdigt und 2 Sportdirektoren verschlissen, das Macht ja was mit dir und
egal wo ich war, du bist natürlich immer der Hammer läuft immer und zu dem Zeitpunkt, das hat sich ja bis heute auch nicht geändert. Die Halbwertszeit war damals für n für n Cheftrainer 11 Monate, das heißt die Kriegen du kriegst in der Regel die Saison gar nicht zu Ende, ne und dann und wenn du da darüber nachdenkst, dann kommst du schon mal an den Punkt. Du sagst Puh ist es das ist es das wirklich, dieses öffentliche und in Hamburg muss man dazu sagen, was auch sehr öffentlich und sehr unter der Gürtellinie und es war der Anfang der neuen Medien und das hat man völlig unterschätzt, es gab jemanden, weiß nicht wer das war, aber damals gab es nur Twitter und Facebook.
Die aber dann mein Profil angenommen haben. Und dieser praktische My Account ne mit. Meinem Namen mit meinem. Gesicht Losgeschrieben haben und und das konnte ich gar nicht einfangen und ich musste dann in Twitter in Amerika nach nach über 3 Wochen haben die den Account geschlossen, dass ich nachweisen muss, dass ich der echte bin und das nicht bin. Ne und das hat ewig gedauert und das hat auch hat auch nicht geholfen ne und man war auch in der Öffentlichkeit überhaupt kein kein Gefühl dafür was n Shitstorm eigentlich ausmacht, was das überhaupt bedeutet.
Ist doch ganz lustig. Ich sag ja, wenn wenn Matze Knop wie Michael Önning Witze macht, dann lach ich mit, weil er imitiert mich ja, aber wenn jemand für mich in die Bütt geht und Dinge sagt, die ich nie gesagt hab und man das nicht mehr auseinanderklamüsern kann, dann wird es natürlich ja, es ist schon eigentlich schon kriminell und insofern war das kriminell. Ja, und das war.
Dann war damals also da. Muss ich sagen, da hab ich dann irgendwann auch gedacht ne, also ob ich das so brauche warten wir mal ab und kehrte dann trotzdem. Vielleicht irgendwann das. Umgekehrte Gefühl ein, dass du dann nach 3 Jahren beispielhaft gesagt hast, oh, jetzt könnte eigentlich mal wieder was kommen. Oder war es eigentlich immer so, dass du hättest arbeiten können oder wurde das irgendwann weniger, weil das finde ich spannend, weil es gibt ja viele, viele Beispiele an Trainern, die irgendwann verschwinden, man weiß also, es gibt immer unterschiedlichste Gründe und wie du sagst, wahrscheinlich in dem Moment, wo du im Hamsterrad in diesem ganzen Karussell noch drin bist und unmittelbar nach
HSV hättest du direkt wieder arbeiten können, weil dich hat jeder auf dem Zettel, jetzt bist du immer 3 Jahre raus, da denken nicht mehr so viele an andere. Da vorne richtig ist auch so, aber. Ich hatte natürlich dadurch, dass ich so viele Stationen vorher hatte. Ich habe wirklich viele Dinge gemacht, ich war natürlich, ich bin als Verbandssportlehrer gestartet, ich war natürlich in allen Landesverbänden, haben das Nachwuchstalent Förderkonzept damals mit ausgearbeitet, ich war sehr viel in der Fußballlehrerausbildung und ich wurde praktisch ständig immer irgendwohin eingeladen, um zu helfen, mal zu gucken und, und, und. Mir war nie langweilig, ich war schon immer in der in der. Blase Profifußball, aber für
mich war auch klar, dass nach 5 Vereinen in der ersten Bundesliga bleiben auch nicht so viele. Es gibt genügend Vereine, die hätte ich nie bekommen und es gab auch genügend Vereine, wo ich gesagt hätte, puh, wenn du da hingehst, dann bist du wieder nur Feuerwehrmann oder wie auch immer willst du das, kannst du das überhaupt?
Und dann kam tatsächlich der direkte Anruf damals von dem Präsidenten von von Wasas. Aus Ungarn einen Tag vor Silvester. Der rief mich an und und sagte mir natürlich überhaupt nichts, Herr Jambro, der war, der war aus Budapest, Ungarn. Genau, war aus Budapest. Und der war aber irgendwo im Sponsorenbereich beim Club damals gewesen und kannte mich noch und war ganz zaghaft und sagt, könnten sie sich vielleicht vorstellen, nach Ungarn zu kommen und wie ich dann immer so bin und gesagt, ja, muss ich mir angucken, dann bin ich Silvester nach Budapest geflogen und. Und das war so skurril und es war kalt und es war alles gefroren und es war n Stadion für 70000 wo sie, wo sie im UEFA Pokal gegen Gladbach 75 gespielt
haben im Halbfinale. Es war alles Fußball, es war alles irgendwie morbide und alles nicht mehr da und dann hab ich gedacht, Na ja Gott es geht um 4 Monate, es geht darum den Club in der Liga zu halten was vergibst du dir ne und dann Ausland das war genau der Step der wo ich gesagt hab jetzt machst du was neues ich hab mich eigentlich quasi noch mal neu erfunden. Und im Nachhinein muss ich sagen, war das Beste, was mir passieren konnte, du warst ja dann zweieinhalb. Zweieinhalb Jahre da, zweieinhalb Jahre. Da war das auch zu der Zeit.
Oder war das die zweite Station, wo das ominöse Trainingslager stattgefunden hat, wo ihr nicht auf dem Platz trainieren konntet? 30 Zentimeter Schnee, das war direkt zu Beginn, das war zu. Beginn ja direkt zu Beginn. Direkt auf den höchsten. Punkt von Ungarn. Gefahren und dann hast du gemerkt, Oh, hier ist gar nicht so warm, wir haben eine. Eine.
Wir haben wirklich eine Rinne um die Laufbahn, die war ungefähr so breit, so 80 Zentimeter. Dass wir eine Laufbahn hatten und sind wirklich die ersten Tage nur gelaufen und haben Dinge gemacht, nur Runden gedreht? Und und wirklich. Und? Haben dann wirklich mit Akribie 2 Tage lang versucht, den Platz freizulegen, bis es uns gelungen war.
Aber wir haben also Mannschaftsgruppentechnisch, wie wir zusammengewachsen sind, das war unglaublich, es war ja noch viel skurriler, Mal abgesehen davon, dass es Eise eisekalt war in dieser Sportschule damals in Matrahasa, waren noch Ruderer und Kanuten und Boxer das. Das Problem war nur, dass die Küche einmal am Tag warm gekocht hat und die Jungs, die waren vor uns. Da, und das waren.
Maschinen, das kann man sich gar nicht vorstellen. Die haben natürlich keine Rücksicht genommen, sodass wir meistens mehr oder weniger auch nicht mal richtig was zu essen gekriegt haben, uns dann selber organisieren mussten und das war einfach. Die Jungs haben das genommen und danach, da war klar, uns kann keiner aufhalten, ne und das war ja dann noch so verrückt, es waren 3 Mannschaften.
Davon konnten nur eine konnte nur eine Mannschaft in der Liga bleiben und eine davon war Puschka Akademie. Das ist die Heimmannschaft von Viktor Orban OK und der wohnt auch direkt neben dem Stadion und alle haben gesagt, das geht gar nicht, das geht schon bei Dekret nicht, weil das wird nicht funktionieren und wir waren wahrscheinlich abstrakt und wir waren bis zur. 75. Minute stand unser Spiel 0 zu 0 und puschka führte schon 20 als wir mussten auf jeden Fall gewinnen. Wir durften nicht unentschieden spielen und dann, dann werde ich nie vergessen, der der.
Wieder war am rechten Flügel, es war eigentlich n Sechser, der hatte auch überhaupt keinen linken Fuß und dribbelte zurück und ich dachte noch so, Puh was macht er da, was hat er vor und dann hat er mit links versucht zu flanken und hat das Ding so hoch in den straff genommen, der war unhaltbar, der hat sich dann hinten ins Eck gesenkt so n Tor schießt er einmal, die schießt er eigentlich gar nicht weil man schießt von der Position über ne verhinderte Flanke. Und dann führten wir plötzlich 1 zu 175 Minute und damit waren wir in der Liga und dann haben wir aber noch 15 Minuten zu spielen und spielten gegen Tabellenzweiten und die haben natürlich wir waren auch gebrieft und es ging hin und her und in der 94 hat dann Pavlov n
Stürmer von mir auch so wie Günther Netzer 73 springt der Ball auf so einer Grasnarbe auf, er trifft den mit Links wie man den nie trifft, oben links den Winkel 2 zu 0. Wir bleiben in der Liga, das war das war unglaublich also der Verein von Viktor Orban ist dann. Abgestiegen, der ist abgestiegen.
Hat man da Angst auf dem. Weg zurück? Nein, natürlich nicht, ich war ja noch. Viel zu jung. Mir war die Bandseite natürlich nicht, aber hinzu kam natürlich, dass wir dann später in der nächsten Saison haben wir ja wirklich, das war ja das, das 1 zu 1 deckungsgleich, ich hab mit 9 Ungarn die 21 Jahre und jünger waren, haben wir Fußball gespielt, das hat es so in der Form nie gegeben und der zweite Verein war Videoton zu dem Zeitpunkt, die waren mit Ferenz Varosch immer haben sich immer abgewechselt als Meister. Und die spielten in dem Stadion dann von Puschka war Puschka war abgestiegen, also hat Videoton die kriegten neue Stadion dann da gespielt und Viktor war auch öfter im Stadion und wir haben sie immer geschlagen und jedes
Mal jedes Mal. Es war so lustig, es gab es gibt n Gang von seinem Haus in das Stadion, das ist geil und. Dann. Haben wir 2 zu 0 geführt, dann ist er gegangen. Und dann haben die zwischenzeitlich das 2 zu 2 gemacht. Ist er zurückgekommen und dann haben wir die letzte Badewanne wieder zurück und dann haben. Wir, die letzte.
Sekunde auch noch 3 zu 2 gewonnen und da war natürlich wieder der Riesenzirkus. Also es war ne grandiose Zeit. Hinzu kam 2016 waren die Olympischen Spiele und Wasasch ist n gesamtsportverein gewesen und wir hatten tatsächlich 5 Goldmedaillen hat hat mein Verein geholt, eine Schwimmerin, 3 goldene, ein Fechter, ein Boxer und wir sind natürlich dann zu jedem Heimspiel gekommen und haben ihre Medaille präsentiert. Wir haben artig gewonnen und und es war heile Welt und es war einfach großartig.
Aber man sieht, man sieht ja wirklich. So das Strahlen in den Augen an. Und das war ja nicht die Einzelnen. Die einzige Auslandsstation. Es war dann noch mal Ungarn dazwischen lag aber dann noch mal Magdeburg und eben Griechenland, da hast du auch mal beschrieben, dass er auf dem Platz noch entlassen wurde, nachdem er die Europa League Quali nicht geschafft hat.
Ist auch geil, das ist nein, nein, nein oder wir haben die Europa. League Quali schon geschafft. Wir haben, wir haben unser unser. Klar, es war ein Europa League Quali Spiel, wir waren ja schon international qualifiziert, das Problem war. Corona Geisterspiel nur ein Spiel bei uns gegen eine Mannschaft aus der Ukraine ähnlich wie Red Bull Leipzig, eine Retortenmannschaft, die die 56 mal aufgestiegen ist, die niemand kannte, ich auch nicht, es gab kaum Bildmaterial und die hatten eine tolle Mannschaft und wir hatten nur dieses eine Spiel und keine Zuschauer, was für uns natürlich eine Katastrophe war.
Aris ist zu Hause wirklich eine Macht und hat. Halbzeit 0 zu 0 dann dann, wie das oft so ist und blöder langer Freistoß, keiner geht hin, fällt hinten rein. 1 zu 0 für für die Ukrainer, da haben wir nach 75 Minuten ein Bilderbuchtor gemacht, also ein unglaublich tolles Tor wird die Grundlinie zurückgelegt 1 zu 1 und dann war klar es ist nur ein Spiel über offenes Visier, beide haben es versucht, wir hatten Riesenchancen und dann läuft dieser eine Konter und wir gehen das erste Mal runter, versuchen aufzuhalten und der Ball fällt vorne raus zweite mal. Ja, und beim dritten Mal hat es dann geklingelt. Da haben wir 2 zu 1 verloren und dann haben die Journalisten den Präsidenten, waren 45,
Journalisten im Stadion und natürlich der Präsident, dann haben die den so heiß gemacht, wie kann das sein, ne Mannschaft, die keiner kennt, wir verlieren das Spiel, das gibt es doch nicht, ist der Präsident runtergekommen auf dem Platz und hat uns auf dem Platz an entlassen, ja, das ist. Mega. Und dann hat er gesagt, so und dann am. Nächsten Tag hat er wahrscheinlich so da gestanden. Was hab ich bloß gemacht, aber es ist dabei hochemotional. Ja.
Ist darunter. Und konnte ja schlecht am nächsten Tag dann sagen April April ne, da hab ich mir ganz anders überlegt, so hätte er vielleicht wenn er das wär klug gewesen, hat er aber nicht gemacht. Ja und dann hatte und Charis der hat gesagt NÖ, unter diesen Voraussetzungen mach ich auch nicht weiter und dann war die Geschichte leider da an der Stelle zu Ende aber.
War trotzdem großartig, auch in dieser schwierigen Zeit. Wir waren damals voll Lockdown, 54 Tage alleine eine Stunde am Tag raus, also das war ganz anders als in Deutschland, hat Felix Bastian so auch beschrieben, der. War in China während der Corona Pandemie, da hast du auch richtig Spaß gehabt. Dann dann dann wirst du noch mal. Ganz neu geerdet aber aber das war, das war besonders und wir waren auch klasse.
Also wir haben auch, da war auch so n Projekt ne die Mannschaft übernommen an einem Punkt wo du sagst uh jetzt wird es eng und wir sind tatsächlich noch international durchgekommen. Und waren im Pokal Halbfinale. Das will ne Stunde dauernd zu erklären, warum wir da nicht hätten gewinnen dürfen. Wir haben es auch nicht gewonnen, das war auch genau diese Geschichte, weil 2 Mannschaften aus Saloniki hätten niemals in Athen das Finale spielen können und man muss wissen, in Griechenland gibt es Heimspiele nur mit den eigenen Fans, es gibt keine Gästefans und gerade parokon Aris, da sind Menschen gestorben und so, die können nicht mehr zusammen ins Stadion, es geht nicht wenn die jetzt beide Mannschaften nach
Athen hätten fahren müssen. An jeder Busstation und jeder Autobahnraststätte hätte es wahrscheinlich schon geknallt. Also durften wir nicht, weil PAOK hatte sie einen Tag vorher schon qualifiziert, wir durften nicht gewinnen gegen AEK Athen und wir haben es am Ende auch nicht geschafft, das ist aber auch geil, wir durften. Nicht das sind, das ist ja in Kriegland noch mal ein bisschen andere Politik, und das war ja auch, ich weiß nicht, wie lange es jetzt her ist, aber das war ja so, da ist ja auch England Präsident mit der Woman auf dem Platz gelaufen, da wurde die Liga abgebrochen, das ist der Savidis gewesen. Von PAOK, also von unserem Komplementärverein. Ist schon spannend.
Ja, es ist. Anders ne, es ist. Wenn man, ich finde es ja auch wichtig, dass man, weil man lernt, ja immer dazu auch ne, also das wär jetzt auch die Frage, was hast du bei den was? War was hast du bei deinen Stationen so mitgenommen? Weil Iran kam jetzt auch noch zuletzt als Co Trainer. Gut, Österreich wird sich kulturell jetzt nicht so stark unterscheiden von Deutschland, aber gerade Griechenland, Ungarn, was war so der größte Mehrwert den du. Was hat dich so bereichert, den Horizont vielleicht erweitert? Also es gab so diese typischen Geschichten. Erstmal sind es die Menschen, ne also die Spieler auch und in diesen Vereinen hast du natürlich auch noch viel viel mehr, wohl viel mehr will ich
nicht mal sagen, aber dadurch, dass du es in der Regel in Englisch machst und mit allen anderen Sprachen hab ich das Glück gehabt, dass ich dann zumindest mit vielen, also mehr Französisch oder Spanisch, noch ganz gut klarkam. Aber es ist natürlich auch oft so. Dass du, dass du viel näher dran bist, weil du versuchst, natürlich auch zu zeigen, zu machen und nimmst mal in den Arm und irgendwo jeder versucht irgendwie so.
Die Kommunikation ist viel, viel intensiver und dann es zu schaffen, sie sie mitzunehmen, dass sie an den Plan glauben. Ich kann mich noch erinnern, ich hatte hatte einen kleinen brasilianischen Kapitän, war der gar nicht, er war der heimliche Kapitän Sascha, Wir haben Sascha Sascha. War auch nicht ganz klar, wie der Künstlername richtig war.
Der lief auch, nur der lief in Griechenland auch immer in so ne Wassertasche. Und dann kam dann. Relativ schnell. Der merkte so das das passte zwischen uns so. Ich hab den immer mal so n bisschen angezählt, dann gefeuert und dann kam aber auch immer ne Reaktion und dann kam und sagt der Trainer sagt er können wir nicht um 09:00 Uhr trainieren.
Griechenland Na klar hab ich ja noch Verständnis dafür, dass man nicht um 12 trainiert war. Klar, er wollte ein bisschen früher, warum ja ist schon so warm mit unserer Familie, wir wollen nach dem Training, wir gehen an den Strand und überhaupt und so wie ihr geht an den Strand ganz ja natürlich, wir gehen alle. Hab ich gesagt okay, das ist jetzt, kommt nicht so, dann ist aber Punkt 09:00 Uhr Training und nicht mehr 3 Minuten nach 9 und 7 Minuten und alle kommen, sondern dann machen wir das typisch Deutsch.
Das mussten sie natürlich, das haben sie natürlich auch ne 09:00 Uhr alle und gut zu hören wenn das Licht angeht um 15:30 Uhr oder wann auch immer wir dann gespielt haben am Samstag dann seid ihr aber alle da und so dann mach dir keine Sorgen das Krieg ich hin und genau so war's. Also ich hatte nie das Problem, dass wir irgendwie mal n Spiel verschlafen hätten oder nicht gewusst hätten, worum es geht.
Die sind zum Training gekommen, das haben sie gemacht, waren aber auch froh, wenn sie wieder gehen durften, aber wenn das dann losging, ich hab selten ne Mannschaft gehabt die so durchs Feuer gegangen sind, weil sie genau wussten in Griechenland, in Griechenland und auch wir, wir haben da wirklich gegen, da waren noch andere Mächte am Werk, also da geht es wirklich so, dass du dann mit Schiedsrichtern und allen, das war dann wirklich nicht ganz einfach, aber.
Aber sie haben alles gegeben und haben ihr jetzt auf den Platz gelassen. Und das hat dann Spaß gemacht. Ne, dass wir wirklich so gesagt haben, wir zusammen gegen alle anderen hätte hätte dir das gefehlt. Diese Auslandsstationen, wenn du zurückblickst, ja, wenn du nur in Deutschland geblieben wärst und damals vielleicht diese Chance genutzt hättest nach dem HSV und dann von von Augsburg über Mainz nach Stuttgart. Ich weiß es nicht.
Ich wär wahrscheinlich, ich hätte ja den Vergleich nicht gehabt, aber ich hab zum Beispiel auch ganz bewusst Magdeburg. Ich bin nach Magdeburg gegangen. Zum einen, weil Mike Franz, der andere Mike Franz, Iron Mike hatte, ich auch als Spieler in Wolfsburg, der wurde dann auch Sportdirektor in Magdeburg und ich war nie im Osten, also ich hatte ja dann Norden, Süden, Westen, bin ja aus dem Westen, Norden und Süden lange genug bereist und ich wollte diese Osterfahrung machen, also das war auch bewusst.
Ich hatte dann das Glück zu sagen, jetzt an einem Punkt, wenn du mal mehr als 5 Vereine hast, bist du ja heutzutage schon wirklich, das ist ja schon was und. Und ich wollte das das wirklich mal bewusst erleben, weil ich es einfach nicht kannte. Ich hatte natürlich ne Vorstellung, ich bin ja auch noch eine, also dass ich bei der Bundeswehr war, stand die Mauer noch, also noch mal n ganz anderen Bezug dazu und und Magdeburg glaube ich hieß auch exemplarisch und auch die Zeit in Magdeburg und wie wir Fußball gespielt haben, wir haben es am Ende nicht geschafft, aber wir haben natürlich, weil wir am Anfang einfach es waren, nicht genug Punkte da, aber wir haben, wir haben ne gute Bilanz, wir
haben 22 Punkte da gespielt. Aber die Art und Weise, wie wir da gespielt haben in der zweiten Liga, erste Mal zweite Liga. Magdeburg fand ich, war großartig, waren tolle Spieler, auch viele von denen haben ja hinten hinten raus Marius Bülter, da hat er überragende Karriere hingelegt und Lohcamper zum Beispiel, der immer noch beim Club gewesen ist.
Wir hatten wirklich eine tolle Mannschaft und. Das war mir auch wichtig und das hat mir auch noch mal geholfen, noch mal einen ganz anderen Blick, weil es ist wirklich anders, gar nicht mal wertend, sondern es ist einfach eine andere Art der Sozialisation und wie man mit Sport umgeht. Und Magdeburg ist eine absolute Sportstadt und die haben noch mal einen ganz anderen Fokus, der hat mir auch geholfen, Fußball zu verstehen, aber die Auslandserfahrung dieses du Reifst natürlich ganz anders, etwas in der anderen Sprache zu machen, noch mal zu gucken, ob das da auch funktioniert, ob du Leute mitnehmen kannst mit deiner Idee.
Das war großartig und deswegen war ich auch jetzt die letzten Jahre fast immer im Ausland gut Innsbruck, klar deutschsprachig, aber auch Ausland, ja das prägt einen dann. So ein bisschen. Ich glaube, wenn ich Trainer geworden wäre in meinem Leben, dann hätte es mich auch wirklich gereizt, diese Auslandsstation mitzumachen, diese diese kulturellen Unterschiede auch, aber natürlich Sprachbarrieren, die man zunächst hat. Wie geht man mit so einer Truppe um, am Ende ist es immer Fußball, aber auch da unterscheidet sich die Politik. Du hast schon gesagt, in Griechenland ist es einfach anders wie in Ungarn und in Ungarn anders wie im Iran. Und das ist noch mal anders wie in Deutschland, weil du dieses Strahlen in den Augen immer noch
hast, wenn du über die Jungs sprichst. Wenn du über die Arbeit mit den Jungs sprichst, vermisst du das im Moment ja. Nee, also im. Moment, hab ich das, muss man dazu sagen. Also Iran ist auch noch nicht so lang her. Genau im Dezember ne, das sind jetzt. 4 Monate oder dreieinhalb? Nee, aber es ist ist, da ist es n bisschen anders, weil weil ich finde natürlich, die Umstände jetzt sind natürlich, wenn du so nah dran warst, das sind ja Menschen, die Leben ja dort vor Ort und so, da hat man eher so speziell jetzt Iran, ja, ja. Klar, da ist man ja auch mit.
Herzblut erstmal hofft man, dass es allen gut geht, dass sie irgendwie da weiterkommen. Also das war ja auch so, also ich nicht falsch verstehen, ich. Meinte jetzt nicht den Iran. Ob du den vermisst? Ich mein grundsätzlich ja klar nein, aber das würde wenn. Ich jetzt so überlege. Jetzt in dem Fall bin ich eigentlich froh, dass ich rechtzeitig aufgehört habe mit all den Umständen.
Allerdings würde ich die Zeit auch nicht müssen wollen, weil es auch noch mal eine komplett neue Erfahrung war, weil die Osthalbkugel haben wir in Europa nicht so auf dem Schirm und Persepolis ist eine große Mannschaft, die ist vergleichbar mit mit Bayern München oder Manchester United auf der Ostseite, also es ist schon eine große Mannschaft, war auch hochprofessionell und auch tolle Fußballer, auch tolle Menschen, aber. Aber eben in ein eingebunden, in ein System, die natürlich den Fußball auch nutzen, weil Fußball ist halt auch Volkssport im Iran.
Auch wie hat sich das bemerkbar gemacht? Bei euch in der Arbeit, in der Arbeit vielleicht gar. Nicht so sehr, aber aber dadurch, dass das, sagen wir mal, ich will mal sagen, 70% der Bevölkerung ist. Fan von dieser Mannschaft von Persepolis. Und da ist natürlich im Hintergrund auch offiziell sind die sind die Sponsorenbanken, aber letzten Endes glaube ich ist es schon ne Verlängerung der der Regierung.
Ich bin nicht sicher, aber. Spielt auch keine Rolle, weil wir Fußball gespielt haben. Aber es ist einfach so. Du bist halt viel Privilegierter in den Dingen, also wir sind zu den Spielen auch ganz normal geflogen und wir hatten immer Internet und wir hatten immer bestimmte Dinge, die andere, die normale Bevölkerung nicht hatte und das ist eben, ob das jetzt gut oder schlecht ist, weiß ich nicht, aber es waren halt für mich war kein Unterschied, in Ungarn zu arbeiten, in Griechenland oder in Teheran, das Waren die gleichen Voraussetzungen. Spannend?
Ja, und wie? Wie ist es? Weil wir auch Football Football, Finance heißen oder ich wie wie hat es sich von den Stationen so ein bisschen unterschieden, wie kann man sich das vorstellen, hat man jetzt in Ungarn oder gerade im Iran dann deutlich mehr verdient als als Trainer in der zweiten Bundesliga in Deutschland?
Ja ja, ist gut zu sagen, ja, ja, aber das ist hat. Aber gut, das ist natürlich dann auch wieder dem geschuldet. Das Land ist natürlich unterm Totalembargo, also die Kanäle sind ja ganz andere, letztendlich und NÖ, das einzig interessante war eigentlich, dass ich meinen meinen vertragbarer Vierter mit meinem Zeigefinger, mit roter Tinte und das hat uns auch wie Blut, so dass dann wirklich viele gesagt, ich hätte mit Blut unterschrieben, aber das war natürlich nicht der Fall, nein, Facebook, ja, genau, genau und.
Es ist so, das sind FIFA Verträge, die gelten ganz normal und alles was man abschließt, das geht auch über den Verband. Das ist eigentlich 1 zu 1 das gleiche wie überall im internationalen Fußball, die sind auch sehr, sehr erfolgreich. Der Iran ist auch fast immer bei jeder Weltmeisterschaft qualifiziert, die haben eine große fußballerische Geschichte, wir haben in Deutschland tolle Fußballer, deswegen bin ich ja auch dahin mit Waitashemian, aber auch alidai Madavikia, es gab auch relativ viele ferrinand Sandi, und es gab einige richtig gute Gute.
Gute iranische Fußballer in Deutschland. Ich hatte meinen ersten Zugang tatsächlich. Deutschland hat gegen den Iran ein Länderspiel gemacht in Teheran, Ich glaube, das musste 2005 gewesen sein und der Klinsmann vom Sommermärchen, und da war ich in Gladbach und dadurch, dass bei uns Oliver Neville Nationalspieler war, sind wir mit und haben uns natürlich das Spiel angeguckt.
Und vor 120000 in meinem Stadion. Also vom Persepolis. Dieses Spiel werde ich auch nicht vergessen und Deutschland hat 20 mit viel Mühe gewonnen und danach sind relativ viele Perser dann in die Bundesliga gekommen und waren auch sehr erfolgreich. Also da war ich schon mal da und dann war ich 2015 noch mal da, hab mal von einem großen Trainerkongress einen Vortrag gehalten und hatte so eine Vorstellung davon und dann 10 Jahre später und dann noch etwas mehr als 10 Jahre, dann als Trainer noch mal dahin, das war schon.
In sich stimmig also ich hatte ne andere Vorstellung von dem, was wir allgemein denken, wenn wir an den Iran denken und das hat sich auch bestätigt, glaube ich meistens so, wenn man nicht selbst. Dort ist dann ist es einfach so. Wir haben auch auch von den Dingen. Die vor Ort waren überhaupt nichts.
Also ich hab überhaupt mich nicht einmal irgendwie unwohl gefühlt, unsicher oder sonstwie. Aber im Nachhinein war natürlich der Zeitpunkt zu gehen Mitte Dezember genau der richtige, weil danach wurde es dramatisch. Also das war da natürlich Horror schlechthin, das. Bekommt man gerade noch mit und.
Haben wir, haben wir auch mitbekommen hier hier in Deutschland. Wie kann man sich denn jetzt dein Leben aktuell vorstellen, was macht Michael Önning im Jahr seit dem Jahr 2026 ja, wie kann? Man sich das vorstellen. Ich meine, es ist wie immer ne, also ich bin ja bin ja Fußball interessiert, ich will ja auch arbeiten, ich will ja auch was machen, genau Netzwerke ja ich schaue.
Mir viele Sachen an. Jetzt kommt er noch hinzu, dass ich dadurch, dass ich schon so viele Stationen hatte, habe ich natürlich auch viele. Freunde und Bekannte und habe jetzt die Zeit eben die auch zu besuchen und zu gucken und und und immer mal wieder zu schauen. Ich habe übrigens haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, auch eine Saison in der Eicken League gearbeitet, richtig und eicken?
League ist ja nun auch noch ein. Spezielles, genau auch ein spezielles Format, weil ich mir gesagt habe, OK, wenn du das ist jetzt meinem Alter geschuldet, wenn du wirklich mit diesen jungen Menschen arbeiten willst, musst du sie ja irgendwie verstehen. Und du musst ja dran bleiben und die müssen dich auch verstehen. Und du musst ja irgendwie es schaffen, dass die dich auch noch nehmen, dass die sagen, OK, der ist vielleicht n bisschen älter, aber der versteht uns noch und dann wollte ich das gerne sehen und und wie der Zufall es will, kann man auch das Angebot ganz kurzfristig eine Saison dazu machen und es war auch großartig, ganz anders.
Ich war auch schon mal dort vor Ort, ja ja. Komplette Nische und. Und aber begeistert viele junge Menschen, gerade ganz junge Menschen und ist n Format, was seine Berechtigung hat. Und ja, so hatte ich wieder wieder ein Puzzleteil mehr in meiner in einer Agenda und mal sehen, wo es hingeht. Also ich weiß es nicht, aber ich hoffe, dass ich noch n bisschen bisschen im Fußball bleibe.
Wärst also auch nicht. Abgeneigt, wenn noch mal irgendwas im operativen Geschäft in irgendeiner Form auf dich zu kommen. Wie gesagt, ich habe. Ja, jetzt. Ich komme ja gerade aus der Arbeit. Nein, nein, nein, also das, das auf jeden Fall rechnest du damit, dass das noch. Passieren könnte die in den nächsten ein 2 Jahren mal wieder. Wirklich reizt sich diese 2.1.
Bundesliga mal wieder Deutschland ob es Deutschland ist? Da bin ich nicht ganz sicher. Aber das aber, das kann man auch nicht sagen, weil es gibt Phasen, dann sind erfahrene Trainer sehr gefragt und dann gibt es wieder Phasen. Wo alles ganz neu sein muss und der Standard und so, das sind so so klassische Populationswellen hat man ja bei Friedhelm Funkel auch gesehen, er hat auch nicht gedacht, dass er mit 70 noch mal noch mal aufgeigt noch mal Pokalfinale macht und alles Mögliche das das ist es auch nicht. Ich würde auch eher kategorisieren in gut oder schlecht oder kann ich gebrauchen oder nicht gebrauchen, da muss man einfach einfach sehen was sich ergibt, was bei mir mittlerweile aber
wieder so ist, dass ich so sage, das habe ich ja vorhin schon mit Peter Hemmann beschrieben. Mittlerweile auch in so einer Phase, wo ich sage, ich bin auch schon so weit, dass ich sage, ich kann auch ganz gut mein Wissen weitergeben und und anderen Leuten helfen. Also ich kann überhaupt kein Problem damit, als Co Trainer zu arbeiten, wenn das Projekt stimmt, und das ist das, die Freiheit, habe ich zu sagen, wenn etwas spannend ist, dann kann ich mich da wiederfinden.
Ich habe auch in Innsbruck auch als Sportdirektor gearbeitet, auch das sind Dinge, ich war kurz davor bei einem Verein, als als mehr oder weniger so, das nennt sich dann so Vereinsentwickler. Was macht der Verein in 5 oder in 10 Jahren? Ne wo man dann verantwortlich ist zu sagen ich bereite die Sache mal außerhalb des Tagesgeschäftes vor, steh halt nicht immer unten am Platz, aber ich gucke was will der Verein in 5 oder 10 Jahren erreichen und das sind auch so Projekte wo ich sage, ja das ist wichtig, das ist auch klug so was zu machen, damit die Philosophie eines Vereines weiter getragen wird und nicht immer mit jedem Trainer du wieder von vorne anfängst, was ja leider auch in vielen Vereinen oft der Fall ist.
Ja, bleibt bleibt spannend. Bin gucken wir mal, wo wir dich vielleicht wieder sehen, vielleicht auch wieder in der Öffentlichkeit in irgendeiner Form, dass du Zurückkehrst ins operative Geschäft oder auch nicht, aber so oder so wirkst du auf mich sehr dahingehend gelassen und sagst das was kommt, kommt und. Netzwerks und ist ja ist ja einfach auch eine schöne Branche.
Deswegen hast du dich ja auch damals auch für die entschieden. Ich will ja auch irgendwie rein, wahrscheinlich eher aus medialer Sicht von der anderen Richtung kommen, weil Spielprofi werde ich nicht mehr und Trainer wahrscheinlich auch nicht, aber ja hat mir hat mir hat mir wirklich großen Spaß gemacht mit dir Michael vielen vielen Dank, so ist es ja auch, so ist es auch Podcast. Ja, genau, auch ein schönes Format. Vielleicht wäre das auch was für Dich, ein eigener Podcast? Ja, habe ich schon auch schon oft drüber. Nachgedacht würde wahrscheinlich auch funktionieren, ist immer die Frage.
Man kann nicht alles machen, man hätte zumindest viel Zeit. Aber nein, habe ich mich auch sehr wohl gefühlt und das freut mich sehr. Vielen, vielen Dank. Für deine Zeit auch euch wieder vielen Dank fürs Zuhören, fürs Zuschauen. Ich glaube es war viel Spannendes, da war ja noch mal über die HSV Zeit gesprochen, so mögliche Ursachen für den ausbleibenden Erfolg dann in den folgenden Jahren natürlich über den ersten FC Nürnberg gesprochen, mein Anfang des Fußballs mit den Bildern gleich zu Beginn, aber auch über die Auslandsstationen, ich glaube ihr konntet wieder einiges mitnehmen, freue mich auf die nächste Woche, vielen Dank fürs Zuhören fürs Zuschauen, gute Woche, gute Zeit und bis dahin Tschüss Ciao.