
EXKLUSIV - Helmut Schulte: „St. Pauli war der geilste Klub der Bundesliga - es war wie ein Rausch!“
Montag, 16. März 2026 · 1 h 05
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Shownotes
EXKLUSIV - Bei mir war der erfolgreichste Trainer des FC St. Pauli aller Zeiten zu Gast: Helmut Schulte! Ende der 80er-Jahre stieg er mit dem FC St. Pauli in die erste Bundesliga auf, ist bis heute einer der jüngsten Bundesligatrainer und schaffte im Anschluss zwei Mal mit Rekordplatzierungen den Klassenerhalt. Wir sprachen über Helmut’s kuriosen Weg zum Bundesligatrainer, seine schönsten sportlichen Jahre beim FC St. Pauli, große Derbys gegen den HSV und sein Erfolgsgeheimnis dafür, als junger Trainer vor einer gestandenen Profimannschaft zu bestehen. Dem Rausch folgte dann der Kater, Helmut fiel nach seiner Zeit in Hamburg in ein Burnout und sprach mit mir darüber, dass sich schon während seiner zweiten Bundesligasaison die ersten Symptome bemerkbar machten. Außerdem ging es natürlich auf um Leadership, Menschenführung und seine lange, erfolgreiche Zeit in der Nachwuchsabteilung beim FC Schalke 04. Helmut verriet mir, wie er damals dafür sorgte, dass Manuel Neuer in der Jugend von Schalke nicht wie geplant aussortiert wurde, was er von der zuletzt angestoßenen Reform des DFB’s hält und warum für ihn das moderne „FUNino“ eine der besten Spielformen überhaupt ist - viel Spaß beim Hören!
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🎶 „Knockturnal“ - Pufino, Trapbeats
🎶 "ELITE" - Alex Productions - No Copyright Music
📸 Quelle: Stefanie Fiebrig CC BY 4.0
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Intro
Das macht Helmut Schulte heute
So kurios wurde Helmut Schulte zum Bundesligatrainer
St. Pauli Ende der 80er-Jahre: "Wie ein Rausch"
Wie verschafft man sich als junger Trainer Respekt?
Erst Rausch, dann Kater: Die Erschöpfung nach der ersten Trainerstation
Zeit bei Schalke 04: NLZ, Manuel Neuer, Ausbildung in den 2000ern
"FUNino": Die beste Spielform für Kinder überhaupt?!
Ausbleibender Erfolg bei großen Turnieren: Gründe und Ursachen
Outro
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Dann kriegst du erst mal wieder einen Chitstorm, weil du angeblich ja 3 Minuten hinter Fabrizo Romano bist im. Viertelfinale ausgeschieden gegen Spanien in der Verlängerung. Also ich kann mich erinnern, in der Verlängerung hat Deutschland eigentlich immer gewonnen, aber das war mal. Große Gäste, starke Meinungen, unglaubliche Anekdoten und exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines Milliardengeschäfts, das alles nur hier in deinem Podcast für Fußball und Finanzen, das ist Football, Finance und jetzt viel Spaß mit dieser Folge.
Ja, wir haben 10 Spiele in der in der ersten Saison hintereinander nicht verloren. Ja, als FC Sankt Pauli, wir waren absolut erster Absteiger mit mit, mit, mit riesenvorsprung, Ich hab immer gesagt, so wurden wir auch bezahlt, ja damals. Es waren sich wirklich die meisten oder nahezu alle im Verein einig, dass Manuel Neuer von U 14 in die 15. Jahren immer noch.
Alle waren sich nicht einig, also es war aber. Die wichtigen Personen haben eigentlich gesagt. Ja, braucht man nicht. Die Trainer waren eigentlich die, hatten eine andere Idee. Ja so und dann habe ich die ausnahmsweise wirklich ausnahmsweise überstimmt. In der zweiten Saison fing das eigentlich schon an, die hatte ja ein sehr, sehr gutes Ende. Dann noch 1990, aber da hatte ich schon die ersten, sagen wir mal, ausfallserscheinungen, nicht mehr schlafen zu können, Herzrasen, solche Geschichten, wir saßen in der Kneipe, haben uns angeguckt und ich sag zu seppo, i seppo, wir träumen doch hier, ja, in maibach war das, wir träumen doch wir. Wir beiden Weihnachtsmänner, hier von der Sporthochschule. Wir sind gerade die die Chefs
im, im, im, im Sportlichen, beim geilsten Club der Bundesliga gerade. Herzlich Willkommen zu Football Finance in der Bislang muss ich wirklich sagen schönsten Location, die wir bislang hatten. Ich habe es ja jedes Mal schon mal gesagt, aber bei jeder neuen Folge kommt einfach oben was mit drauf hier in Hamburg mit einem ganz besonderen Gast mit dem erfolgreichsten Trainer des FC St. Pauli aller Zeiten zweimal den Klassenerhalt geschafft, mit den besten Platzierungen damals in seinem ersten Jahr aufgestiegen, gibt einiges einiges worüber wir jetzt sprechen werden über Leadership, auch einen Burnout nach der ersten. Entlassung, aber natürlich auch wunderschöne Anekdoten hat darüber hinaus noch in Lübeck
gearbeitet, in Dresden, in Düsseldorf, natürlich auch Schalke, lange dann auch als Nachwuchsleiter des Nachwuchsleistungszentrums und gibt ganz, ganz viel zu besprechen. Freue mich riesig auf das Gespräch mit Helmut Schulte. Ja, Dankeschön. Ich freue mich auch und ich freue mich natürlich auch, dass wir hier an einem besonderen Ort sind.
Im Museum des FC St. Pauli. Also die machen wirklich eine richtig gute Arbeit. Es macht richtig Spaß und wer noch nicht hier gewesen ist, der sollte es auf gar keinen Fall versäumen, wenn er in Hamburg ist, hier aufzuschlagen. Da auch noch mal vielen vielen Dank wirklich an die Verantwortlichen, auch an dich für die Organisation. Also es ist wirklich super schön und wenn ihr gleich Helmut wieder im Bild sehen werdet, werdet ihr im Hintergrund auch die Aufstiegsfeier entdecken, damals aus dem Jahr 88 dürfte das gewesen sein, ist noch ein Schriftzug zu sehen, so ganz scharf ist es nicht, aber passt praktisch thematisch der Hintergrund auch zu dir im Vordergrund das. Also für alle, die es jetzt
heute wieder angucken. Und ich habe eine Station oder einen Ort jetzt nicht vergessen, sondern bewusst ausgelassen, und zwar Stuttgart, da warst du jetzt zuletzt incharge, sage ich mal als Betreuer der Leihspieler, so ist es zumindest auf transfermarkt.de zu lesen, wahrscheinlich umfasst es noch ein bisschen mehr, jetzt seit Sommer 25 aber offiziell Rentner, wenn man so möchte, weil ich habe mit Horst Trubesch auch gesprochen vor vor ein paar Wochen und er konnte mit dem Begriff noch nicht so richtig was anfangen, weil er ja auch bis Sommer 25 beim HSV noch offiziell eine.
Angestellt war. Jetzt ist er Rentner, hat gesagt, ich tue mir noch ein bisschen schwer, weil Ruhe ist noch nicht eingekehrt. Wie geht es dir seit Sommer 25? Ja, mir geht es. Toi, toi, toi, sehr gut, Rentner ist kein schönes Wort, weil das ist der gefährlichste Beruf der Welt, warum hat noch niemand überlebt?
Also deswegen nenne ich mich Privatier, ich kümmere mich. Privatier ist doch nicht besser, ja. Finde ich auch. Kümmere mich um meine privaten Angelegenheit. Das sind so n paar Dinge, die nicht dazu geführt haben, dass ich mich gelangweilt habe, aber ich ich checke ab, ob ich irgendwie im Fußball noch gebraucht werden kann, sehe mich da mehr aber so als Berater, als Coach, als Support, als Unterstützer für was auch immer.
Also wer und meine Expertise? Interessiert ist, der hat Chancen, dass ich noch mal von meinen Erkenntnissen, die ich durch meine Erfahrungen gewonnen habe, irgendwas weitergeben kann. Aber wie gesagt, mir geht es gut, ich bin gesund, meine Familie ist gesund, toi, toi, toi, das kann noch lange so bleiben und.
Das ist das Allerwichtigste. Und bist du dann eher so, als weil du es gerade angesprochen hast. So ein bisschen als Freelancer, wenn man so möchte, unterwegs gerade der, der irgendwie beraten werden möchte oder nach deiner Meinung fragt, dann bist du im Austausch oder gibt es noch irgendwas? Ich hab einige Leute, mit denen ich mich sehr austausche. Das ist aber kein Geschäftsmodell, das ist alles nur weil ich, weil ich kenn, die Jungs oder Mädels, weil ich denen gerne helfe und wie gesagt, sie sie unterstütze so n Faible für dieses ganze Thema hab ich eigentlich schon immer gehabt, ich war nie derjenige der mit Herrschaftswissen sozusagen ihr Herrschaftswissen gebunkert hat, sondern ich hab immer alle an den Erkenntnissen
ob gut oder schlecht oder mittelmäßig teilhaben zu lassen. Ich bin froh, dass du es heute auch mit mir und mit uns teilst. Wie oft bist du im Stadion hier, wir sind ja, wir sitzen ja praktisch drin, wenn man. So will ja ich, ich würde mal sagen, in dieser Saison habe ich wahrscheinlich jedes zweite oder dritte Spiel gesehen und macht mir immer noch sehr, sehr viel Spaß. Trifft man natürlich alte, Altbekannte sozusagen und ja, es ist dann.
Es hört sich bescheuert an, aber es ist schon ein besonderes Stadion, weil die Lage dieses Stadions, und wir sind ja im Stadion auf der Rückseite von der Gegengerade, die Gegengerade ist ja nun das kreative Zentrum, immer gewesen, des FC St. Pauli, des Millerntors, und es ist halt mitten in der Stadt und man kann hier ohne Probleme hinkommen, wenn nicht gerade Dom ist, dann gibt es keine Parkplätze, aber im Dom Dom ist ja die Kirmes ja für Leute, die nicht aus Hamburg kommen, das ist auch die komische. Heißt es bei uns in Würzburg ja.
Genau. Und ja, man kann hier sehr einfach hinkommen und die Atmosphäre ist ja nun oft und vielfach besungen worden, und das hat sich ja auch trotz des Neubaus, der natürlich komplett notwendig war gegenüber unserer Zeit. Es ist einfach Special geblieben, würde ich sagen. Und du wirst wahrscheinlich ähnlich viel bezahlen, weil ich mit Klaus Augenthaler auch kurz drüber gesprochen habe. Ähnlich viel bezahlen wie er beim FC Bayern München, wenn er ins Stadion möchte.
Nämlich vermutlich. Die Tickets sind ja sehr sehr. Sehr, sehr günstig. Oder günstig nicht. Aber die sind für. Dich jetzt speziell die. Sind sehr schwer zu bekommen. OK, also vorsichtig, aber aber meistens finde ich einen Weg. Meistens finde ich einen Weg, das habe ich, habe ich mir gedacht, und dafür war es natürlich Grundvoraussetzung. Deine ersten Jahre als Trainer generell, aber natürlich auch die ersten Jahre als Trainer und dann überhaupt die Jahre als Trainer für den FC St.
Pauli. In der ersten Saison aufgestiegen als Co Trainer übernommen, dann zweimal Klassenerhalt geschafft, dann 91 entlassen worden. Sprechen wir gleich drüber. Es gibt aber einen kuriosen Weg, wie du dorthin gekommen bist, weil du hast ursprünglich auch in Köln studiert, haben wir gerade drüber gesprochen mit Michael Reschke, auch ihr kennt euch schon so so lange, seit 78 hast du jetzt gesagt und dann war es eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme damals, dass du zu St.
Pauli gekommen bist als Jugendtrainer und dann darfst du uns gerne mal mitnehmen, wie dann der Weg vom. Von der Arbeitsbeschaffungsmaßnahme mit Arbeitsamt haben glaub ich 80% des Gehalts übernommen. Zum Bundesligatrainer wurdest darfst gerne mal ausholen. Ja, du bist sehr gut informiert. In der Tat.
Ja, ich hab an der Sporthochschule in Köln studiert, ich wollte alles wissen über Sport, was es gibt, das war meine, meine, meine Motivation. Und Glückesgeschick bekam ich im Schwerpunkt ne 1, also als Endnote Schwerpunkt Fußball ne 1 und konnte deswegen die damals, die damals hieß sie noch fußballlehrerlizenz jetzt ist, so ist es die UEFA pro Lizenz durfte ich machen, hab die gemacht und da war n junger Bursche, der hatte so blonde zottelige Haare und den hab ich dann gefragt ne wo kommst du denn her wir waren 30 Leute 3 Studenten 27 Leute aus dem aus der Welt des Profifußballs. Und der sagte dann, ja, Ich bin beim FC ST. Pauli, ich sage ja, welche Position spielst du denn da. Da sagt er, Ich bin der Trainer.
Michael Orkowski Wir haben uns sehr, sehr gut verstanden an der Sporthochschule, und am Ende fragt er mich, hast nicht Bock mit nach St. Pauli zu kommen, Nachwuchsabteilung ist nicht so, wie wie sie sich das vorstellen, da brauchen sie einen hauptamtlichen Jugendtrainer okay habe ich mir überlegt, habe gesagt, ja, kurze Zeit später rief. Toppmöller an Klaus Toppmöller, Trainer in seinem Rohr und fragt mich war 27 Jahre alt, ob ich da nicht bei seinem Rohr einen Profivertrag unterschreiben wollte, da habe ich noch mal kurz gezuckt und habe gesagt naja ich habe zugesagt in Hamburg und dann mache ich das auch und diese Stelle hauptamtlicher Jugendtrainer wurde finanziert durch das Arbeitsamt, durch eine damals
neu entstandene Maßnahme, die hieß Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, dafür musste man ein halbes Jahr arbeitslos sein. War ich natürlich nicht, also hat er mir, weil der Präsident des FC St. Pauli, Otto Pauli, mich da zum Arbeitsamt geschickt hat. Ich soll da vorstellig werden und dann läuft das, und er sagte, Nee, das geht aber nicht, er sagt, warum das denn nicht, das hat doch der Präsident des FC St.
Pauli gesagt, da sagte der zu mir der Mitarbeiter, da müssen aber andere kommen als der Präsident des FC St. Pauli sagt, Oh Gott, dann wird das nicht laufen, na ja, am Ende hat. Haben sie es dann natürlich hingekriegt, im alter St. Pauli Manier und ich hatte dann einen Zweijahresvertrag und das Finanzamt hat 80% für den arbeitslosen Diplomsportlehrer Helmut Schulte bezahlt?
Ich weiß gar nicht mehr, wieviel das war. 2700 d. Mark war das glaube ich, war viel Geld für mich, so viel hatte ich natürlich noch nie verdient, ja, und dann mussten sie sich verpflichten, 2 Jahre nach diesen ersten 2 Jahren, wo sie die 80% bekommen haben das weiter zu bezahlen. Der FC St. Pauli und das lief dann natürlich auch. Ich hatte quasi einen Vierjahresvertrag und nach dreieinhalb Jahren, ich wurde dann da Co Trainer bei Willi Reimann, Willi Reimann folgte auf Michael Lokowski und ja, der ging dann zum HSV, das war diese Situation, als im Laden im Laden prallia da Torvard war, Felix Magath war Manager und Willi Reimann musste dann vom FC St.
Pauli als erfolgreicher Trainer zurück zum HSV. Dann haben sie versucht, einen Trainer zu finden, haben das aber nicht so richtig hingekriegt. Und dann haben Sie gesagt, ja, gut, okay Helmut, können Sie das machen oder brechen Sie unsere Last der Verantwortung zusammen? Das waren die Worte von Dr. Otto Paulik, damals Präsident, und dann habe ich gesagt, wenn ich hier nicht das machen könnte für einen Zeitraum, dann wäre ich ja eh der falsche Co Trainer gewesen, so, das war meine Antwort, und ja, dann haben wir die ersten 3 Spiele gewonnen, dann haben sie gesagt, mach es bis zum Ende der Saison. Dann haben wir natürlich das nächste Spiel direkt verloren in Osnabrück, aber am Ende sind wir
aufgestiegen. Glück ist geschickt, aber es war ein, naja, letztes Spiel in in Ulm 10 Dirk Zander sein Freund andré Gohlke legt vor zum Drop Raumtor ja absolutes Traumtor Dropkick in Giebel, wir gewinnen 10 und wer war der damalige Trainer des SSV Ulm? So, das ist jetzt die Quizfrage. Da ist die Quizfrage $1000000 Frage.
Oh, die bekomme ich von dir. Ja, monopoly. Ja genau, monopoly ne weiß ich nicht. Klaus Doppmüller war drin. Ach witzig, okay krass. Sind aber die waren schon so gut wie abgestiegen, da hat er die letzten Spiele da gemacht und wir haben Einzel gewonnen und sind aufgestiegen und naja, dann haben wir es geschafft 2 Jahre einen Klassenerhalt zu schaffen. Wir hatten damals eine geile Mannschaft, echt eine super Truppe, fast alles Hamburger.
Norddeutsche ja, und als. Und dann kamen natürlich n Paar dazu und Waldemar Sträubing zum Beispiel von Ulm, den haben wir dann geholt oder Jan Kocian, n großer Spieler aus der Tschechei, der damals den eisernen Vorhang überqueren durfte, das durfte man erst, wenn man 30 Jahre alt war aus Tschechien, na ja, und dann hatten wir ne ne klasse Mannschaft zusammen, die sich auch sehr sehr gut verstanden haben natürlich, und das war die.
Grundlage diese Zeit Ende der 80er Jahre. Die zweite Geburt haben die das vom Museum genannt. Die zweite Geburt des FC St. Pauli, weil bis zu dem Zeitpunkt war der FC St. Pauli eigentlich ein normaler zweiter Club in der Stadt, der HSV oder ganz großer HSV, die waren ja in anderen Sphären, die waren gerade Europapokalsieger der Landesmeister geworden und der FC St.
Pauli hatte einen Lizenzentzug, war dann in die dritte Liga versetzt worden, weil sie mit dem Geld nicht so richtig umgehen konnten. Und da haben wir angefangen und sind in dieser Zeit ja Michael Lorkowski. Ich, ich hole ein bisschen aus, aber das ist interessant. Michael Lorkowski war der Trainer, der hat im Grunde genommen das. Fundament von dem Haus FC St.
Pauli, wie wir es jetzt kennen, gebaut als Trainer natürlich mit seinen Spielern und dem Präsidenten Otto Paulik. Und dann kam Willi Reimann. Er hat im Grunde genommen das Erdgeschoss gebaut, weil er hat alles professionalisiert und da kam n richtiger Grip rein und ich durfte dann ja als junger, unerfahrener Bursche von der von der Sporthochschule aus dem Sauerland aus Kirch veischede. Der durfte dann sozusagen in den 1. Stock mit seiner Mannschaft ein Einziehen. Ja, so hab ich dieses Bild so n bisschen entwickelt, damit man auch weiß, also wieviel Glück ich hatte natürlich, wir waren damals in der Spitze der der zweiten Liga und na ja, dann hab ich möglicherweise nicht so richtig viel falsch gemacht und wir haben es dann geschafft.
Du hast die Zeit auch mal wie n Rausch beschrieben, so n bisschen oder ich hab es auch in einem Interview gelesen in der Vorbereitung. Ich war high und hab einfach gemacht, also auch so n bisschen diese junge Unbekümmertheit, weil man muss dazu sagen, du warst zum damaligen Zeitpunkt der jüngste Bundesligatrainer, ich hab dann mal auch bei Transfermarkt geguckt. Wenn du zu dem Zeitpunkt der Jüngste warst, dann dürfte es eigentlich nur Julian Nagelsmann gewesen sein, der dich abgelöst hat, oder weil es gab noch 23 andere Nagel, die vor dir dran waren.
Klaus Ochs beim HSV, der war auch n paar Monate jünger als er Bundesligatrainer wurde. Definitiv, was jetzt gerade mir zum ersten Mal um die Ohren gehauen worden ist. Vor ein paar Wochen war, dass ich der jüngste Trainer gewesen bin, der mit seiner Mannschaft aus der zweiten Bundesliga in die erste Bundesliga aufgestiegen ist.
Aber es gab ein paar, Julia natürlich. Julian Nagelsmann war jünger also als er, ich glaube 27 oder 28. Dann dann halten wir, dann halten wir den Aufstiegsrekord mal fest. Der steht zumindest Nummer 1 ja genau, Nummer 1 ist noch da. Nehmen wir uns mal gerne mit in in diese Zeit, weil Hamburg ich bin auch an der Reeperbahn vorbeigefahren jetzt, bevor ich hier ins Stadion gekommen bin, war noch nicht hier, aber ich kann mir vorstellen, das ist jetzt auch nicht die allerschlechteste Stadt, um als junger Anfang dreißigjähriger Trainer zum einen in die erste Bundesliga aufzusteigen, dann aber auch 2 durchaus die erfolgreichsten Jahre in der Sankt Pauli Geschichte zu haben. Nehmen wir uns mal bitte mit in
diese Zeit, in diese Gefühle, die du da hattest, diesen Rausch, den du da verspürt hast mit Anfang 30. Ja, das war also. Wir haben uns in der Kneipe getroffen. Mein Co Trainer, der war auch an der Sporthochschule, den hatte ich nachgeholt. Seppo Eichkorn n Kumpel von uns, Uli Grubbe NNNN volleyballspieler Wir saßen in der Kneipe, haben uns angeguckt und ich sag toseppo ey seppo, wir träumen doch hier ja in in Maibach war das, wir träumen doch.
Wir beiden Weihnachtsmänner, hier von der Sporthochschule. Wir sind gerade die die Chefs im im, im Sportlichen, beim geilsten Club der Bundesliga gerade, ja, wir haben 10 Spiele in der in der ersten Saison hintereinander nicht verloren, ja als FC St. Pauli, Wir waren absolut erster Absteiger mit mit mit mit riesenvorsprung, Ich habe immer gesagt, so wurden wir auch bezahlt damals.
Aber es war dann so, dass wir in dieser Zeit sehr, sehr gut auch Fußball gespielt haben. Das darf man nicht vergessen, weil am Ende wird diese Mannschaft immer so ein bisschen darauf reduziert, dass wir sehr, sehr gut das Tor verteidigt haben, das haben die auch mit allem, was sie zur Verfügung hatten, haben die das Tor verteidigt, und das war damals noch etwas einfacher, muss man auch wissen, man konnte den Ball zum Torwart zurückspielen. Das habe ich, das habe ich mir gedacht, da will ich kurz einhaken, wenn ich es jetzt, weil ich spiele ja auch noch Fußball, habe, es auch lange gemacht, und wenn ich mir jetzt denke, okay ich.
Für 1 oder 20 theoretisch also nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, könnte doch der Keeper wirklich bis zur Sechzehner Linie gehen, rollt einen Ball raus, einer passt ihn zurück, den nimmt ihn in die Hand, hat wieder 5 Sekunden, dann rennst du zur anderen Seite, machst genau das gleiche.
Eigentlich kann man doch, wenn man es jetzt wirklich völlig unattraktiv hält, kann man doch eigentlich kein Spiel mehr verlieren, wenn man mal. Gefühlt hat ja kein Spiel mehr verlieren, das haben wir nicht geschafft. Aber wir haben es im Gegner maximal schwer gemacht, weil es diese Möglichkeit gab, muss man einfach sagen, das hat natürlich dem Spiel nicht gut getan, muss man auch sagen, aber es war dann halt für Aufsteiger sportlich etwas einfacher.
Musste es natürlich trotzdem gut sein in der Verteidigung und wir hatten wirklich ne ne klasse Verteidigung, aber wir hatten auch ne gute Offensive. Wir haben auf Umschalten gespielt die ganze Zeit, wir haben tief heute würde man sagen Abwehrpressing gemacht und haben dann nur nach vorne gespielt, wir hatten immer so ne Trainingsübung.
Dass du nur nach vorne spielen durftest bis zu der Linie durchgezogene 16 Meter Linie dahinter konntest du zurückspielen. Also wir wollten. Oder ist es nicht auch die. Möglicherweise ist es ja so ein bisschen praktisch, ja gut, okay das ist auch interessant. Vielleicht kann ich so nur nach vorne spielen.
Ja, ja, die durften nur nach vorne spielen und weil wir gesagt haben, wenn wir anfangen in der gegnerischen Hälfte mit einer anderen Mannschaft Fußball zu spielen, dann. Dann kriegen wir keine Torchance mehr. Ne, ist so ein bisschen so was Sankt Pauli gerade so ein bisschen so als Problem hat. Ne wenn sie vorne zu langsam spielen sie sie können das gut, Sie haben gute Fußballer, aber dann kommen Sie fast nie mehr in die Abschlusssituation ja und ich weiß, dass die erste Möglichkeit zum Abschluss in 99% der Fälle die Beste ist. Zurück zu der Situation in Hamburg, ja. Der HSV war ja deutscher Meister, war Europapokal und was weiß ich alles.
Und dann kommen wir mit dem FC St. Pauli Zweite Liga wurden immer mehr Zuschauer, es kamen eben die Leute aus den Vierteln hier um die Ecke, da gab es damals diese Hafenstraßenbesetzung, da kamen die Leute und hatten Bock, Fußball anders zu erleben, anders zu feiern und fühlten sich hier wohl und es wurden immer mehr und wir spielten gut, das war die Voraussetzung, dass wir erfolgreich waren und dann war es echt so, dass die Leute, die in.
Im Volksback waren die Waren die Loser und die, die sagen konnten, ich war am Millerntor, das waren die Kings in der Stadt. Ne irre also wie sich das innerhalb von einer relativ kurzen Zeit so verändert hat, die Wahrnehmung und vorher 1983 mein erstes Spiel am Millerntor. Ich glaub freitags abends oder samstags gegen Bremerhaven 93 weiß gar nicht, ob es den Verein noch gibt.
Ja hoffentlich, hoffentlich gibt es ihn noch. Bremerhaven 93 pause 10 für bremerhaven, endergebnis 31 für st. Pauli 1700 Zuschauer 1700 Zuschauer Millerntor passten damals schon 20000 rein nein in die alte Kiste, in die Kampfbahn. Aber das war nicht immer so. Ja, die Leute, die jetzt hierher kommen, kriegen keine Karten, die gehen auf die Knie und betteln um Karten, das war damals nicht so und dann wurde dieses Stadion so voll am Ende, dass wir mehr Zuschauer hatten als Fassungsvermögen, warum? Sind auf die Bäume oder wo sind sie hin? Naja, da waren natürlich auch viele auf den Bäumen, das hast du gut recherchiert, auf jeden Fall, aber wir hatten immer ein Auswärtsspiel mehr.
Weil der HSV war damals geboren, der Bundesligist, und spielten dann unser Heimspiel immer im Volkspark, was es nicht ganz nicht einfacher gemacht hat. Aber das lag daran, dass die Polizei gesagt hat, wir können das Millerntor nicht schützen, wenn da mehr als 20000 Leute rein wollen, ja, deswegen müsst ihr im Volkspark spielen, dann haben wir halt immer im Volkspark gespielt. Ja, verrückt.
Dann wurde es so ein bisschen Trend, einfach zum FC St. Pauli zu gehen und nicht mehr, nicht mehr zum HSV. Was mich noch interessiert, gerade in dieser Anfangszeit, wie hast denn du es geschafft als Anfang 30? Sicher reger dann auch, weil wir viel auch über Leadership immer in meinem Podcast sprechen. Habe mit Matthias Hammer drüber gesprochen, mit vielen anderen, mit Guido Buchwald so eine Truppe auch zu führen, dass sie dir gehorcht haben, will man jetzt sagen, ich meine du kanntest sie schon als Co Trainer, aber ist ja noch mal was anderes, wenn man dann wirklich vorne dran steht, also welche Soft Skills hast du dir entweder beigebracht in der Zeit oder hast du schon von Natur aus
mitgebracht, dass es so schnell auch so gut funktioniert hat? Ich glaube, das Wichtigste für mich damals war, dass die Mannschaft mir. Sehr, sehr geholfen hat. Ja, ich war Co Trainer, ich war ja im Grunde genommen mehr Kumpel der Spieler als Kumpel des Trainers. Ich habe ja teilweise, wir haben ja teilweise Sachen zusammen unternommen, weil ich war ja in dem Alter, ich habe ja auch, das meine ich ja immer mitgespielt und alles, wir haben uns natürlich geduzt, ist ja vollkommen klar, nicht Trainer sie oder so und. Und dann habe ich mir überlegt, wie kriegst du das jetzt hin? Ich kann mich jetzt natürlich nicht siezen lassen oder irgendwie solche Späße, weil dieser Gott ist schwer genau, ich habe dann versucht, wirklich
ganz bewusst Schritt für Schritt mich aus dieser kumpelsituation rauszuziehen, indem ich immer weniger mit den Spielern, dann so mit meinen Kumpels, ja auch Volker war ich viel unterwegs, so mit Hansi und Hansi Bargfrede und so, Jens Duwe war ja alles gelebt, ja, da habe ich mich so ein bisschen so.
Rausgezogen also, und das hat funktioniert. Führung ja, wie ich mir natürlich, also was ich jetzt über Führung weiß, weil es mich richtig interessiert, weil ich mich in den letzten Jahren wahnsinnig damit beschäftigt habe. Teilt das gerne mit uns. Ja, das war das war, das war 3% von dem, was ich jetzt weiß.
Ja, aber ich. Musste damals führen. Meine Mannschaft damals hattest du natürlich überhaupt nicht so ein großes Trainerteam. Das ist ja heute mit Sicherheit auch ein sehr, sehr großes Thema, wenn ein Trainer führen muss, hat er, haben wir früher über 25 Menschen geredet, 25 Spieler plus staff und heute redest du über 50 mindestens.
Du hast denn noch mal eine Mannschaft neben der Mannschaft? Oft. Kennen wir ganz genau und. Na ja, ich mir war es wahnsinnig wichtig, dass ich den Spielern nie das Gefühl gegeben habe, dass ich mir irgendwie Sorgen machte oder dass ich Angst hatte. Das hatte ich natürlich ja, logisch, dass wir das nicht schaffen. Ich hab mit mit mit den beiden Spielern, die bei mir im Kader waren, gesprochen, die schon mal in der Bundesliga waren, Erfahrungen, das war Dietmar Demuth, und das war Franz Gerber, und da hab ich so gesagt, so wie schätze ich das ein und so, ich, ich war immer daran interessiert, mich auszutauschen und dazuzulernen, weil ich wusste ja wenig, und dann sagt Franz Gerber zu mir.
Keine Chance, Helmut, Ich sag was Nein mit der Mannschaft in der Bundeswehr haben wir keine Chance, Frau habe ich mit Didi gesprochen, Didi Demut und didi meinte ja wir sind damals abgestiegen, weil wir zu viele Spiele, die haben noch andere Spiele gegen andere Mannschaften am Volkspark gemacht wegen Geld wenn wir immer Millerntor gespielt hätten, dann hätten wir es geschafft, sagte Didi zu mir und das hat mir hat mir Kraft gegeben und ansonsten? Wenn der Gegner irgendwie umgestellt hatte, wie wir es erwartet hatten, wie wir es anders gespielt haben, als wir es erwartet haben.
Wir haben immer das Gefühl gegeben, dass wir da jederzeit drauf reagieren können, also und ich kann heute sagen, ich bin natürlich nicht immer ja, aber ich bin mit den Leuten gut umgegangen, wir hatten Präsidenten Otto Paulik, der hat mir ja das Vertrauen gegeben, weil ist ja Ehre, wenn ich das heute. Mir überlege, ich bin Präsident des FC ST. Pauli und Helmut Schulte ist da Co Trainer und und ich mach den zum Ich kann aufsteigen in die erste Bundesliga mit dem Verein und Mach den zum zum Spieler, zum Trainer. Ich hatte ein paar Fürsprecher, unter anderem Michael Lokowski, der hat dem Präsidenten gesagt der kann das Jens Duwe der kann das, er hatte mit mit einigen Leuten gesprochen und was auch großes Glück war man braucht
auch Glück in so einer Situation. Horst Heese wurde angefragt von Schorsch Volkert, da war unser Manager der sagte Nein. Will ich nicht. Der war Malta Nationaltrainer und Horst Horst Rubesch wurde gefragt, natürlich HSV Ikone, der hat abgesagt Ne so nach dem Motto Die schaffen das auch ohne mich oder irgendwie so ähnlich und da habe ich gesagt Horst seitdem seitdem bist du mal eine. Pauli Legende dann bei St.
Pauli Trainer. Ja, wir hatten ja 2 HSV Legende, nicht so große wie Horst, aber Willi Reimann und Schorsch Volkert waren damals großer HSV Spieler definitiv und die waren hier der eine war Manager, der andere war. Trainer also, das war jetzt nicht so, wie das heute soziale Medien lassen grüßen. So ein schwieriges Unterfangen oder so eine Kasperei, das hätte schon gegangen, aber Horst wollte nicht, seitdem ist er mein Freund, sowieso ein Freund.
Liebe Grüße ja, einfach macht einfach Spaß. Wir sind ja beide Westfalen, sozusagen, ich bin Sauerländer, er ist ja mehr so ein bisschen fast Münsterland, naja. Otto Paulik hatte gesagt, große Leistungen werden nur mit freudigem Herzen erbracht. Das kann, das kann sich jeder vor dem Kopf tätowieren lassen, der mit Menschen zu tun hat.
Große Leistungen werden nur mit freudigem Herzen erbracht, du kannst auch mit Angst, mit Stress, mit Druck, mit Autorität, Autorität, also als autoritärer Trainer kannst du natürlich auch mal eine Zeit lang erfolgreich sein, aber wenn du nicht den Mensch erreichst, dann. Wirst du keine großartigen Erfolge erreichen, als Führer, als Leader Leader ist das bessere Wort in der Führungsposition. Ja, es geht um Menschen, it's the people, stupid, ja sag ich, und da bin ich hundertprozentig von überzeugt, aber genauso wichtig wie große Leistungen werden nur mit freudigem Herzen erbracht, ist natürlich.
Und diese, diesen Satz habe ich von von Mitarbeiter bei Schalke 04, als ich im Nachwuchs war. Axel zähle zum ersten Mal gehört, was für Menschen keine Konsequenzen hat, wird nicht als wichtig erachtet, große Leistungen werden nur mit freudigem Herzen erbracht, wenn du nur dafür sorgst, dass sie alle mit freudigem Herzen unterwegs sind, musst du gucken, dass sie aber sich an die verabredeten Dinge halten und wenn sie das nicht tun, muss es Konsequenzen haben und wenn es keine Konsequenzen hat, dann bist du.
Erledigt definitiv also diese beiden Sätze sind für mich was Führung betrifft so Fundamentalsätze und darauf baut sich für mich alles andere auf und ich glaube, dass ich in dem in dem Bereich damals schon so unbewusst unterwegs gewesen bin. Aber ich habe natürlich auch Fehler gemacht, natürlich ja, ist doch klar, ich habe mich mit Spielern angelegt da auch und ich, ich habe die auch zusammengebrüllt ich habe mich auch zum Opfer gemacht, diese ganzen Dinge, die man nicht machen darf, ja als als Leader, die habe ich natürlich auch gemacht, aber. Die Mannschaft konnte damit umgehen. Wir hatten mit Jens Duwe jemand, der Chef genannt wurde, und auch der Chef war, der war der Chef auf Platz und da war der Chef außerhalb des Platzes, der hatte
die Mannschaft im Griff, aber wir hatten, wir hatten auch gute Typen, ja, Dirk Zander. Der wollte gewinnen. André Gurke, der war mal stand mal zur Diskussion, dass der der Nachfolger von Uwe Seeler wird, also weil er so so n ähnlicher Stürmer war. Wir hatten n Rüdiger Wenzel n ganz erfahrener Bundesligaspieler, der in der Endphase seiner Karriere dann zurück nach Hamburg kam.
Wir hatten 2 gute Torleute, Wir hatten andré Trulsen n absolutes Urgestein war St. Pauli. Jürgen Kronau und n Spieler Mittelfeldspieler n Sechser, da würde man sich heute die Finger nachlecken laufstark, kampfstark, Sankt Pauliana hier geboren und na ja, ich könnte. Ich könnte den ganzen Abend erzählen von früher, aber das ist ja uninteressant, das ist ja alles vorbei, das ist Vergangenheit und auch in meinem hohen Alter sollte man sich ja mit der Zukunft beschäftigen und Ideen haben und neugierig sein.
Das werden wir gleich auch noch machen. Aber ich finde den Rückblick echt schön und auch gerade hast du uns diese diese Themen oder diese 2 Leitsätze als Führungsperson als Leader mitgegeben und das ist universal. Also es galt früher, und das gilt ja wahrscheinlich weiterhin auch heute für. Dich, da bin ich hundertprozentig von überzeugt.
Also. Wir Menschen müssen uns gegenseitig helfen, manchmal, indem man sagt, das ist die Leitplanke, da gehst du nicht drüber, und wenn du drüber gehst, dann gibt es auch eine Sanktion. Und ansonsten, ich habe keinen Spieler erlebt, der nicht auch mit dem Thema Angst, Furcht, sorge, dass er die Anforderungen erfüllt zu tun hat, habe ich nicht erlebt.
Natürlich gibt es auch den einen oder anderen. Der vor lauter Egoismus und Arroganz nicht, nicht nicht laufen kann. Die hat es damals auch schon gegeben, die muss man versuchen einzufangen oder muss sich von ihnen trennen. Ja ne ne Mannschaft ist es ne Mannschaft n Team. Ja da müssen sich alle gegenseitig unterstützen, das hab ich für mich es ist ne Erkenntnis so zusammengebastelt. Wenn wir als Gruppe, kann keiner von uns alleine im Fußball Erfolg haben.
Keiner von uns alleine wird das schaffen, das ist so sicher, wie es arm in der Kirche. Ist witzigerweise das hat Horst, hat Horst bei mir auch gesagt, er hat gesagt, die hätten ohne mich spielen können, aber ich hätte nicht ohne meine Jungs spielen können, weil er wurde beliefert, natürlich auch Manikalls, alles weitere aber witzig, die die Parallele ja.
Ja genau. Und wenn wir als Gruppe. Gegeneinander arbeiten oder wenn hier Menschen sind, die gegeneinander arbeiten, dann haben wir ihren Schuss nicht gehört, dann sind wir total bescheuert. Ja, weil wir sind auf der Welt, um gemeinsam Erfolg zu haben, das Mindeste, was ich erwarte, ist, dass wir miteinander versuchen, erfolgreich zu sein, miteinander als Menschen, als Sportler, als Team. Aber wenn wir was Außergewöhnliches gewinnen wollen, dann müssen wir füreinander da sein. Ja, und wenn wir das schaffen, dann können wir richtig was hinkriegen, das ist erstmal nur ein theoretisches Konzept, aber wenn das jeder so ein bisschen vor seinem geistigen Auge hat und weiß, dass das gewollt ist,
dann kann man vielleicht auch was dafür tun, das bedeutet, kommt ein neuer Spieler, dann ist er kein Konkurrent, sondern es ist ein Mitglied dieser Mannschaft und dann? Holt man den ab? Ich sag den neuen Spielern aber auch immer, hey, du kommst in ne neue Gruppe, da musst du auch offen sein, ja da musst du auch auf die Leute zugehen, du kannst sie nicht auf deinen Platz setzen und hoffen, dass dass alle kommen und fragen, wann können wir mal was hast du ne so das das ist wichtig es ist n geben und n nehmen.
Und wie gesagt, noch mal, es gibt immer mal wieder Spieler, die nehmen aus diesem Topf unseren Gemeinschaftstopf, wo jeder was reingibt. Jeder gibt in den Topf was rein, wo dann hinterher alle sich bedienen können. Aber es gibt eben Leute die geben mehr rein und dann gibt es eben Leute, die nehmen nur raus und da sind, dann habe ich gelernt an der Sporthochschule faul und Appel, so das geflügelte Wort bei unserem Fußballlehrer Lehrgang war als erstes erst mal direkt einen rausschmeißen.
So die die Sprüche, die da gemacht wurden, um sich Respekt zu verschaffen, ja. Ne sind ja, sind ja spannende Einblicke und genau diese Soft Themen nenne ich sie immer, gerade dieses Leadership, das habe ich schon mit mit ganz vielen Menschen besprochen, ich will jetzt mal auf deine das Ende deiner deiner ersten Sankt Pauli Zeit kommen als Trainer, da hast du mal gesagt habe ich auch in dem Interview gelesen, dürfte stimmen, dass du danach wirklich so eine Art Burnout.
Verspürt hast. Als du dann gegangen wurdest im Februar 91 nehmen wir uns mal gerne mit in diese Zeit. Du hast ja dann im Sommer wieder angefangen bei Dresden, aber wie hat sich bei Dir dieses Burnout geäußert, wie hast du dich gefühlt in der Zeit? Ja, muss man vielleicht da anfangen. Ich habe quasi Fußball gelebt, geatmet und außer die Zeit, die ich geschlafen habe, habe ich mich mit Fußball beschäftigt, da sehen Sie auch gar sehr auf Kosten. Meiner damaligen Freundin, und das hat mein Körper natürlich gut mitgemacht in der Anfangsphase, kann ich auch nur sagen, wenn man jung ist, dann verzeiht der Körper und auch der Kopf gehört ja auch zum Körper, der verzeiht sehr, sehr viel, aber wenn das zu doll wird, wenn
der Stress permanent da ist, dann wird der Körper sich irgendwann melden und ne Ruhephase brauchen, das war mit bei mir schon in der zweiten Saison fing das eigentlich schon an. Die hatte ja ein sehr, sehr gutes Ende. Dann noch 1990, aber da hatte ich schon die ersten, sagen wir mal, ausfallserscheinungen, nicht mehr schlafen zu können, Herzrasen, solche Geschichten, ich sag mal auch so, Angstzustände, latente Angstzustände, bestimmte Sachen nicht mehr so zu schaffen, das kannte ich überhaupt nicht, ich konnte alles, ja, ich war ja auch das Feedback, war ja auch so, das sieht wirklich so aus, und dann auf einmal war. Macht der Körper nicht mehr mit und der Kopf nicht mehr so richtig mit, dann nicht mehr
geschlafen. Konzentrationsprobleme natürlich gekriegt. Die Spiele haben das teilweise auch schon ein bisschen mitgekriegt, aber es war jetzt nicht so extrem, also ich habe mich durchgekämpft, ja, kann ich sagen, ich habe gebissen und ich habe angefangen zu joggen, ja, das hatte ich auch ein bisschen eingestellt, so, körperliche Betätigung ist eigentlich so wahnsinnig wichtig, um so Adrenalin und Cortisol abzubauen und dann in den Parasympathikus zu kommen. Ja, und dann war im Grunde genommen nur die Entlassung nach einem halben Jahr natürlich sehr überraschend, weil kurz vorher wurde der Vertrag noch verlängert. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich durch die Entlassung in in so n Burnout reingeflogen bin
oder in so ne Verstimmung, aber weil das hatte sich schon vorher alles so n bisschen angekündigt, ne? Ja, und dann hatte ich natürlich ein bisschen die Zeit, mich um mich selbst zu kümmern. Das hat dann auch geholfen, so ein bisschen da rauszufinden, aber ich habe mir auch helfen lassen, das kann ich sagen, das kann ich auch nur jedem sagen, der so ähnliche Erfahrungen macht, das ist ja mittlerweile heutzutage, es ist ja früher war das ja schon ein bisschen schlimmer, damit umzugehen, öffentlich, das hat auch überhaupt gar keiner mitgekriegt, also vielleicht so unser Vereinsarzt. Aber heutzutage weiß man ja, dass man nicht nur körperlich erkranken kann, sondern auch an Psyche, an Geist, an der Seele Schaden haben kann.
Und es gibt da auch Reparaturmechanismen, genauso wie es die Reparaturmechanismen für einen Muskelfaserriss oder einen Kreuzbandriss oder nach Helles sehen, was gibt. Ja, und die Psyche ist nicht nur genauso wichtig wie die Füße, sondern sogar noch wichtiger, weil das findet Halt zwischen den zwischen den Ohren, sag mal. Stadt und war auch vor ein paar Wochen bei bei Leon Windscheid. Ich weiß nicht ob du den kennst.
So ein Psychologe, der hat auch mit Atze Schröder aus einem ganz anderen Bereich der Macht so Live Psychologie und hat das, dann hat das dann auch beschrieben, weil es ja gerade heute ja wird viel offener damit umgegangen, das ist ja auch gut so, aber stelle ich mir damals schwierig vor, auch in der Kommunikation mit der Mannschaft, also die haben nicht aufgefangen, ihr wart ja eine eingeschworene Truppe, ihr wart erfolgreich zusammen, du warst ja auch noch recht jung, aber.
Gab es trotzdem ein Paar, die vielleicht auch so ein bisschen irritiert darauf reagiert haben, weil die Denken ja, okay, eigentlich bist du unser Leader, eigentlich bist du unsere Führungsperson und die merken ey, der ist nicht mehr so leistungsfähig, können wir dem jetzt noch vertrauen, was er uns da vorne erzählt, oder war es gar nicht so schlimm?
Also es war nicht so richtig offensichtlich, wenn man natürlich genau und sensibel das beobachtet hat. Und das sind die Spieler, ja, ich meine, die man steht ja unter. Pausenloser Beobachtung ja, den Trainer beobachten die Spieler, wir sind die Richtigen, mit denen ich gewinnen kann und die Spieler gucken natürlich, was macht der Trainer richtig oder was macht der Trainer falsch.
Nein, also was ich noch erinnere zu dieser Zeit war Rüdiger Wenzel. Rüdiger Wenzel hat dann auch ab und zu mal nicht mitgespielt, weil er in ein bestimmtes Alter dann auch gekommen ist und ich als junger Trainer war nicht in der Lage, das vernünftig zu managen. Heute wüsste ich genau, was ich machen würde, also einfach ein Rollengespräch ja, mit dem Rüdiger, der war ja total vernünftig, aber damals war ich noch nicht so weit, dass ich das hätte vernünftig hinkriegen können, ein Spieler am Ende seiner Karriere, der auf dem, ich sag mal.
Auf dem absteigenden Ast ist, falsch ausgedrückt im herzdecker Dankeschön ja viel, viel, viel, viel besser ist damit umzugehen und der hat dann mal ein Interview gegeben und dann hat er sich ein bisschen so geäußert in der in die Richtung, der muss erstmal mit sich selber klar kommen, also gehen wir davon aus, dass der schon ein bisschen da Gefühl dafür entwickelt hat und letzten Endes war das ja wahrscheinlich auch nach dem nach der Hinrunde der dritten Saison, als man dann ja.
Vom Verein gesagt hat okay trotzdem, dass wir den Vertrag verlängert hatten. Jetzt trennen wir uns und das war natürlich eine harte Nummer. Ja, wenn man das zum ersten Mal erklärt kriegt, folgt ihrer Sporttasche, die steht draußen auf der Straße, dann habe ich natürlich auch zurückgefeuert und dann gab es so ein Hin und her, war auch interessant, ein guter Freund, er war Vizepräsident Christian Hinspeter leider viel zu früh gestorben, vor ein paar Jahren.
Der den habe ich dann angegriffen und habe gesagt, man hat mich behandelt wie einen nassen. Man hat mich weggeworfen wie einen nassen Waschlappen und der hat dann ein Interview gegeben, hat gesagt, Naja, aber Waschlappen stimmt schon, ja, und ich habe dann dem Präsidenten damals, das war Heinz Weiser, hat auch noch einen mitgegeben und gesagt, er wurde immer von Familie geredet, das stimmt überhaupt nicht und so, ich habe da richtig rotzig agiert und so, und der Höhepunkt war ja, dass ich dann.
Zum Spiel, zum ersten Spiel, wo ich nicht mehr Trainer war, bin ich ja dann in München im Stehplatzbereich im Gästefanbereich gewesen. Ich kannte ja viele Leute von den Fans damals von den Zuschauern damals, die da waren, die haben sich natürlich gefreut, mit mir zusammen das Spiel zu gucken, aber Trainer und Manager des FS St.
Pauli waren überhaupt nicht im Used. Das glaube ich ja. Ich hatte so einen Scheiß im Kopf. Ich hatte gesagt mal den Fans, wenn ich nicht mehr Trainer beim FC St. Pauli bin, dann stehe ich auf, also Verbrüderung und was weiß ich, dann stehe ich hinterm Tor mit euch zusammen, dann gucke ich da die Spiele des FC St. Pauli, wenn ich nicht mehr Trainer bin und das habe ich gedacht, das muss ich jetzt auch umsetzen und bin dann da hingegangen und ist dann natürlich vollkommen naiv, aber es gehört zu mir, ich habe es gemacht, fertig und ich. Ich weiß nicht, ich kann gar nicht sagen, dass ich es mit meinem Wissen, jetzt würde ich es nicht mehr machen, aber wenn ich so wie damals, da war ich
halt so drauf und hab's gemacht, ja Gott. Spannend. Und jung und unerfahren. Ich muss ja sagen, also spannende, spannende Anekdote ist ja heute so auch nicht mehr denkbar, dann sowas öffentlich auszutragen. Ne, das gibt es ja heute auch nicht mehr, alles in Medien geschult und wie. Wie ich es gerade auch gesagt habe, ich habe ja schon die richtige Formulierung fürs Ende der Karriere gefunden.
Herz der Karriere das das wird den den Jungs ja eingetrichtert, da gibt es ja auch viele Debatten, das aber ist ein ist ein anderes Thema, Ich will mal von deiner Zeit vom SC St. Pauli wegkommen, auch wenn sich natürlich die Location anbietet, haben wir jetzt lange drüber gesprochen, mich interessiert aber noch deine Zeit auf Schalke als NLZ Leiter ist es die richtige Bezeichnung, Chef des Nachwuchsleistungszentrums, das stimmt erstmal als Bezeichnung OK ist korrekt, weil in deiner Zeit oder während deiner Zeit ja auch meine Weltmeisterschaft.
Dass wir die Generation meiner Weltmeister, die Weltmeister meiner Generation, so rum bei dir waren oder bei euch waren. Özil, Höwedes, Draxler, Neuer wurden da ausgebildet. Wenn man die Jahre am Stück nimmt, ist es ja auch deine längste Zeit während deiner Karriere gewesen. Es waren 10 Jahre zwischen 98 und 2008, bevor wir gleich inhaltlich reingehen. Was hat dich denn grundsätzlich so lange dort bleiben lassen, was hat dir an dem Job so so Spaß gemacht? Also erstmal war ich von den 10 Jahren, ich glaube siebeneinhalb oder 8 Jahre mit Rudi Assauer zusammen unterwegs. Wir hatten uns ja kennengelernt, als ich Cheftrainer war, 93 ein Schalke und er hat mich dann quasi entlassen und dann ein paar Jahre später zurückgeholt
und hat gesagt, lange, du musst das jetzt machen, Fünfjahresvertrag ja und ich sage was 5 Jahre bist du verrückt, nein wir wollen das so Huub Stevens und muss 5 Jahre machen lang. Ja, und ich sag OK, wenn ich dann irgendwie wieder Trainer werden will oder so, dann müssen wir halt, sagt er. Ja, aber wir machen das. 5 Jahre hatte ich schon mal n Fünfjahresvertrag ne und dann haben wir den auch verlängert und das hat mir sehr sehr viel Spaß gemacht. Man muss allerdings auch wissen, die Nachwuchsabteilung des FC Sankt Pauli will da keinem zu nahe treten, aber das war des FC Sankt Pauli, den FC Schalke 04 ja da kommt man schon mal ganz leicht durcheinander, ich auf jeden Fall. Also die Nachwuchsabteilung des
FC Schalke 04 da war da nicht so richtig viel los, da gab es also wirkliche Optimierungsmöglichkeiten, und dann kam ja 1998 die verpflichtende Geschichte mit den Nachwuchsleistungszentren, das ging ja dann los. 98 2000 ich war auch in dieser Kommission natürlich, und von da an Speedete das ja ab, das war ja unglaublich, was, was da gemacht worden ist, und es hat so einen Spaß gemacht, was aufzubauen da. Und mit mit den Ja, mit meinen Mitarbeitern zusammenzuarbeiten. Ich hab ihm gesagt, Leute, wir sind hier im Paradies unterwegs, ich sag euch das nur, aber ist nicht normal im Fußball, dass wir so ne super Situation haben, so ne sichere Sache, wir hatten Rudi Assauer sportlich verantwortlich, der hatte die Nachwuchsabteilung an mich
delegiert. Zwischen uns passte kein Blatt Papier, der hat mich gebackt bis zum Gehtnichtmehr, wenn der ja gesagt hat, war ja und wenn er nein gesagt hat, war nein Ende aus und das wäre so ein Traditionsverein und gerade für Schalke 04 mit so viel Leidenschaft und so viel Emotion war das wahnsinnig wichtig und Rudi Assauer hat den Satz gesagt, den Kriege ich jetzt von meinem Freund Adel Kachel immer um die Ohren gehauen, den findet er so geil.
Du musst nicht an dich denken, du musst an den Verein denken, wenn es dem Verein gut geht, geht es allen gut. Ja, und das können sich alle Leute in deinen. Kopf schreiben nicht genau so. Ja, da kannst du genau irgendwo hinhängen und diese Selbstoptimierung, diese Ego shooteritis und so. Nein ja, geht es dem Verein gut und wir sind doch alle auf Zeit Mitarbeiter in diesem Verein und haben die Aufgabe den Verein sicher und unfallfrei in die Zukunft zu führen, damit zukünftig jeder.
Generationen da auch partizipieren können, entweder als Mitarbeiter oder Sympathisanten oder als Fans. Und das war, und das hat Rudi nicht nur erzählt, das hat er gesagt, ja, und das war Common sense, und da gab es auch überhaupt nichts, also den konntest du auch nicht überholen, dass da irgendeiner, der jetzt gemeint hat, der müsste dann doch. Irgendwo versucht hat, irgendwo anders klar zu funktionierte nicht und deswegen war das eine paradiesische Situation für alle Mitarbeiter und das war die Grundlage dafür, dass wir eben dann auch.
Natürlich brauchen wir auch ein bisschen Glück, ja, dass wir so Spieler hatten im Nachwuchs wie Manuel, der war ja schon da, als ich kam, weil er als A Jugend, als als F Jugendspieler da schon angefangen hat, dann haben wir Mesut irgendwann dazugeholt, ja, der zweimal abgelehnt worden ist. Probetrainings gemacht hatte vom SSV Buhr.
Dann war aber in der Schule Fußballschule auf Schalke Mesut und dann kommt der Koordinator und sagt Helmut, Da ist einer, der ist richtig gut, spielt bei Rot weiß Essen, Mesut Özil, ich sage ja okay wenn der nicht stört, kann er natürlich mitmachen. Ja morgens bei uns und dann habe ich gesagt warum wenn er in Oberhausen spielt in Bochum Spiel ist mir doch egal oder in Wattenscheid, ja wenn die da in der Schule sind und kicken können, dann machen die morgens mit so und dann kam Norbert Elgert und sagte.
Hey Helmut, den müssen wir verpflichten, der ist richtig gut. Und dann Norbert, dann haben wir das hingekriegt mit Mesut. Benny Höwedes hatte unsere Scouting Abteilung entdeckt, der kam kommt ja aus Mahl und dann haben wir den auch auf diese Schule Fußballschule auf Schalke, dann war der da 4 Wochen und dann kommt der Vater von von Benny und sagt Herr Schulte.
Der Benni fühlt sich nicht wohl, das funktioniert nicht auf der Schule hier in Erle, das war jetzt, war auch ein bisschen wilde Schule, ne Gesamtschule, bergerfeld, und er kannte da so Gymnasium und so, und dann hab ich gesagt, wenn der sich da nicht wohlfühlt, geht er zurück, ja, dann machen wir wieder Fahrdienst. Das ist doch kein Problem, und dann ist er wieder zurückgegangen und Julian Draxler Vater war ja selber u 17 deutscher Meister mit Schalke 04 Vater von Julian, mit dem hab ich auch ganz gut verstanden und. Und ja, der hat ne ganz normale Schalke Karriere gemacht, aber war damals n bisschen eng, da verpflichtete die Lizenzabteilung Nikon El Nestro das war ein Spieler, wurde als Jahrhunderttalent Rumgereicht
und der kam dann zu unserem Spiel darauf. Ja ja der spielte auf der gleichen Position, der konnte auch was, der war sehr sehr sehr gut von seinem Bruder Nestor El Nestro wurde der ausgebildet und. Und den verpflichtete Andreas Müller, den Nestor als Co Trainer von Mirko Slomka. Das sind jetzt alles Namen, die werden die jungen Leute alle nicht mehr so richtig.
Mit Kost und. Kalko den kennt man natürlich als Fachmann und Experte. Und ja, und dann spielte er auf der gleichen Position wie wie Julian Draxler, offensiver Mittelfeldspieler und dann gab es so ein bisschen so ein Gehaddel, und das hätte fast dazu geführt, dass Julian den Verein verlassen hätte und dann hat mich Vater.
Draxler, vor kurzem noch mal erzählt, dass ich dafür gesorgt hätte, dass der nicht weggeschickt worden wäre. Das weiß ich aber gar nicht mehr, aber ich glaube ihm das, dass das so gewesen ist, dass ich das verhindert hätte, aber da kann ich mich nicht mehr so richtig dran erinnern, wo ich mich aber sehr gut dran erinnern kann, ist natürlich die Geschichte mit Manuel, als er von der U 14 zur U 15 versetzt werden sollte, da waren die Trainer nicht so richtig überzeugt, da war Manuel aber nicht ich sag mal, das war nachvollziehbar, ja, aber da war Manuel noch nicht der Spieler der der jetzt ist oder der. Torwart das Outstanding Talent war er nicht. Aber er hat schon im Tor gespielt. Er hat im Tor gespielt und wir
wussten, er kann gut Fußball spielen. Und weil der Opa ab und zu mir einen Kaffee getrunken hatte, wusste ich genau, dass die Eltern ein paar Probleme hatten und so, dass er sich jetzt kümmert und so was wusste ich alles, deswegen kannte ich Manuel und als sie den nicht übernehmen wollten, habe ich mit dem Co Trainer mit dem Torwarttrainer gesprochen und die Waren der Meinung, also den den müssen wir nicht abgeben. Und dann habe ich das gemacht, was ich glaube. Nur dreimal oder viermal gemacht habe, habe quasi die Verantwortlichen in der Mannschaft überstimmt und habe gesagt, er bleibt und ich glaube nur bei Manuel ist es gut gegangen und bei den anderen dreien war es nur ein Verschieben, aber das war ganz
komisch. Also ich, wie gesagt, ich habe jetzt auch bei der Europameisterschaft noch die Mutter von Manuel getroffen. Und die hatten ja noch mal auch die die ganze Geschichte so ein bisschen bestätigt. Das war ja ihr Vater, der Opa von Manuel, der Herr Leitheiser, und der kam irgendwann mal und sagte, Herr Schulte, kann ich mal mit ihnen sprechen, ja, und dann hat er mir die ganze Geschichte erzählt und von da an kannte ich Manuel Neuer ja sonst die anderen, ich sag mal, Jugendspieler, kannte ich natürlich auch nicht so in dem Maße so A Jugend B, Jugend C Jugend, aber da drunter auch nicht und?
Und deswegen hatte ich irgendwie ein Auge da drauf und habe da mehr recherchiert, als ich es normalerweise gemacht hätte. Sonst hätte ich das wahrscheinlich durchgewunken, wenn die Trainer sagen, also wir haben jetzt einen besseren Torwart, ne. Es waren sich wirklich die meisten oder nahezu alle im Verein einig, dass Manuel Neuer von U 14 in die 15 Jahren aber noch.
Alle waren sich nicht einig, also es war aber. Die wichtigen Personen haben eigentlich gesagt. Ja, brauchen wir nicht. Die Trainer waren eigentlich, die hatten eine andere Idee. Ja, so und dann. Habe ich die ausnahmsweise wirklich ausnahmsweise überstimmt, weil ich das ganze Package irgendwie ein bisschen besser kannte? Zufällig, weil der Opa sozusagen nicht auf den hingewiesen hatte? So, und hinterher geht er natürlich, der Manuel Macht eine super Entwicklung, geht durch die Decke, dann waren wir uns einig, Europameisterschaft u. 18 gab es da glaube ich noch. In Nordirland, da kommt unser Scout wieder. Adri van Cryen Holländer, unser Helmut Ich hab den Zugewinn Torwart von Schalke 04 gesehen,
Sie haben das Finale glaub ich verloren und dann sag ich OK alles klar mit Norbert Elgert gesprochen a Jugendtrainer und dann zu zu assau gegangen und dass sie keinen Profivertrag geben. OK, gucke ich mir mal an. Das nächste war dann, dass Rudi Assauer beim Training der Profis Zuschaute, als Manuel Neuer da eingeladen war und da wurde aber nicht großartig trainiert, sondern da wurde nur Kreis gespielt und da da Manuel Neuer quasi zum ersten Mal richtig wahrgenommen, als er im Kreis gespielt hat und das hat ihm so gut gefallen, weil das wissen wir ja, das weiß ja jetzt die ganze Welt, dass Manuel Neuer sehr, sehr gut Fußball spielen kann, damals war das natürlich noch n bisschen exotischer als
jetzt, jetzt werden die ausgebildet. Aber Manuel war ein Naturtalent als Fußballer. Er war auch ein Naturtalent als Sportler, und als er dann diesen Schuss gemacht hatte, also körperliches Wachstum, da war er abzusehen, dass er einer der besten Torleute der Welt wird. Nicht unbedingt, aber dass er ein sehr guter Torwart wird.
War er, war er nicht mehr aufzuhalten und dass er immer noch immer noch spielt, ist wirklich, ist wirklich Wahnsinn für einen Torhüter nicht ganz unüblich, aber jetzt mit 39 noch auf top Niveau. Nicht bei der WM, wie wir jetzt seit einem guten Jahr wissen. 2026 mal gucken wer es dann wird, sieht viel nach Olli Baumann aus, vielleicht wisst ihr zur Ausstrahlung der der Folge schon mehr.
Ich habe von dir ein eindrucksvolles Interview, das ging so ungefähr 5 Minuten von der Sportschau gesehen, das dürfte letztes Jahr gewesen sein. Zum Thema Faninio weil ich das auch spielen durfte, dann in meiner U 18 u 19 Zeit, das war dann so 2019 / 2020 wo es mir tatsächlich das erste Mal begegnet ist.
Du hast aber davon erzählt, dass das Ganze eigentlich schon 2004 oder du das erste mal damit 2004 konfrontiert wurdest. Ihr hattet auch eine Spielform bei Schalke, die dem schon nahe kam. Aber dann gab es eine Person, den Erfinder des von niño, wenn man so möchte, der eine Kleinigkeit geändert hat und dann dieses Spiel aus deiner Sicht, so hast du es formuliert, eigentlich zu dem Non plus ultraspiel gemacht hat, gerade für Kinder um nicht nur.
Ballkontrolle zu lernen, sondern auch wichtiger Spielkontrolle zu erlernen. Du darfst gerne mal ausholen zum Thema Familie und was für dich diese Spielform so wertvoll macht. Horst Wein auch leider viel zu früh gestorben. Ich will immer noch ein bisschen Kontakt zu seinem Sohn, der auch im Fußball arbeitet, Hockeyspieler, der in Spanien gelebt hat und der 2 sehr, sehr gute Ideen entwickelt hat. Zur Vermittlung von Spielintelligenz, so würde ich das Mal nennen, Spielintelligenz bei Kinder, Jugendlichen aber durchaus auch praktikabel für erwachsene Spieler. 43 gegen 3 auf 4 Tore, so 3 gegen 3 auf 4 Tore. Heute heißt es funinho, er ist quasi der Erfinder. Das zweite also er hat dieses
Spiel erfunden, weil in diesem Spiel lernen die Spieler im Grunde genommen von ganz alleine, was richtig und was falsch ist. Mit und ohne Ball. Also ich habe das selber mit meinem Sohn, mit der Mannschaft meines Sohnes, die ich auch immer mal wieder trainiert habe, als der Kind war spielen lassen und der Lerneffekt und der Lernerfolg ist einfach großartig, also ich, ich kann das wirklich, wer sich noch nicht intensiv damit beschäftigt hat, kann ich nur jedem empfehlen sich intensiv damit zu beschäftigen und. Und was Horst Wein zusätzlich ausgezeichnet hat, ist, dass er über Fragen, die Kinder Lösungen selbst hat finden lassen. Das war auch damals nicht, ich sag mal, das war jetzt keine Welterkenntnis, aber er hat das
gelebt, er hat das umgesetzt und hat mit Hilfe von guten, richtigen Fragen die Kinder, die Lösungen selber finden lassen, das waren diese beiden Sachen, dieses Spiel, was natürlich wahnsinnig variierbar ist, ja. Durch Provokationsregeln, durch Änderungen, durch leichte Veränderungen also, das war super, ich bin darauf und ehrlicherweise gestoßen worden, und zwar von Norbert Elger, der damals schon unser A Jugend Trainer war, war sicherlich einer der erfolgreichsten Trainer im Nachwuchs überhaupt und der hatte das von Peter Schreiner und Peter Schreiner war damals auch mal früher beim FC Schalke 04 als Ausbilder gewesen.
Der hatte diesen Kontakt zu Horstwein und dann haben wir den Horstwein eingeladen haben wir noch so ein Beispielvideo mit ihm auf dem Gelände gedreht und dann habe ich den immer wieder promotet, da wo ich anschließend gewesen bin. Auch beim FC St. Paul und habe dafür gesorgt, ich bezahle das oder die Sensabteilung bezahlt das Holt den, der erzählt euch, lasst euch was von dem Erzählen und naja der Rest ist Geschichte sehr sehr schön, dass der Professor Dr. Lochmann sich da sehr sehr stark für gemacht hat und. Und das jetzt so weiterentwickelt worden ist, dass dass das wirklich auch als Spielform im Nachwuchsbereich etabliert worden ist.
Aber es hat 20 Jahre gedauert. Das wollte ich gerade fragen, warum das so lange gebraucht hat. Wie gesagt, ich wurde das erste Mal, würde ich wirklich sagen, so 2020 2021, wenn ich sogar. Damit konfrontiert wahrscheinlich 2019. Aber auch dazwischen liegen ja 16 Jahre. Und jetzt ist es ja seit vergangener Saison fester Bestandteil der G und F Jugend, also die Spielen in dieser Spielform gegeneinander und miteinander, wie auch immer in kleinen Turnieren, da gab es ja die große Reform vom bfb jetzt in der Saison 2425 warum glaubst du hat das so? Ich meine nicht, dass es nicht schon gespielt wurde von Vereinen, aber warum hat das so lange so lange gebraucht? Im Fußball und.
Um Strukturen zu verändern, malen die Mühlen sehr, sehr langsam. Das muss man wissen. Das wurde als Trainingstool erstmal gesehen und die Struktur, also die Organisationsform, wie wir gegeneinander spielen. Ich habe das selbst noch erlebt, dass Bambini oder F Jugendspieler, dass die 11 gegen 11 über den ganzen Platz und dann stand da so ein kleiner Futzi im Tor, aber nicht im 2 * 5, sondern im.
In der großen Kiste ne 3. Jetzt kriege ich sie nicht hintereinander die Zahlen. Ja, aber das ist, das ist zu groß. Ja, ja, es wird immer schwieriger mit den sozialen Medien, mit denen wir jetzt viel zu tun haben, Dinge zu verändern, weil ja jeder seine Befürchtungen und seine Bedenken jederzeit etablieren kann.
Und ich glaube, das macht es noch schwieriger, bestimmte Strukturen zu verändern und die Leute, die da jetzt im Fußball dran arbeiten, die sind nicht zu beneiden, glaube ich. Ja, glaube ich, glaube ich auch, weil einfach unfassbar viel auch drüber diskutiert wird. Ich habe es auch hier in meinem Podcast gehabt mit den verschiedensten Personen, also Jens Nowotny angefangen, der ja beim DFB noch Jugendtrainer ist, Matthias Sammer, der mit Carsten Schumann, die beide bei mir zu Gast waren, damals auch die Ausbildungsreform 2007 rausgebracht hat, wo eben geschrieben wurde, Motivation zur Bewegung und so weiter und sofort, was dort alles geschrieben stand, aber auch mit Tobias Haupt drüber gesprochen,
der ja der Akademieleiter war. Bis 2023 dürfte es gewesen sein, also der erste Akademieleiter der neu gegründeten Akademie in Frankfurt und wird ja viel drüber gesprochen, gerade mit dem ausbleibenden Erfolg bei den großen Turnieren der Männer in den letzten Jahren, was einfach faktisch so ist, ob nicht doch irgendwas in die falsche Richtung läuft, beim DFB generell bei der Ausbildung, wie wir ausbilden, wie wir trainieren lassen. Da würde mich mal deine Meinung Einschätzung zur aktuellen Situation des Deutschen, des deutschen Jugendfußballs interessieren, weil du ja auch eine gewisse Zeit in einem der Top Vereine gearbeitet hast an der Spitze. Ja, ich habe meine Erfahrung gemacht. Vorweg geschickt muss man
wissen, dass wenn jetzt die Deutsche. A Nationalmannschaft schwach auf der Brust ist, dann sind die Fehler nicht. Werden die nicht jetzt gemacht, sondern die sind vor 1515 Jahren gemacht worden und wenn ich jetzt was verändere und was richtiger mache möglicherweise, dann weiß ich erst in 15 oder 15 Jahren ob das angekommen ist.
Wir haben angefangen 2000 die Ausbildung auf ein neues Niveau zu heben, weil einfach bestimmte Voraussetzungen da waren und Geld da war. Und diese Jungs, die da am Anfang von profitiert haben, wir haben eben drüber gesprochen, Manuel Neuer et cetera und Thomas Müller, die von dieser Reform profitiert haben, die sind 14.
Jahre später sind die Weltmeister geworden, ja, ich hab da auch mal mit Uli Oenesow drüber gesprochen, über dieses ganze Thema, die hatten ja 4, die dabei waren, die hatten 4 von Schalke 04 dabei. Das muss man wissen. Und wenn man über dieses Thema spricht, muss man sehr, sehr genau sagen, worüber man redet. Redet man über Trainerausbildung im Nachwuchs oder im Profibereich, redet man über Ausbildung von Spielern im Nachwuchs und im Profibereich, ja, redet man über Einfluss von. Dingen, die außerhalb des Fußballs auf die Ausbildung wirken.
Also man muss sehr, sehr genau definieren, über was man reden will, sonst gibt das n ganz großer Quark, das ist meistens so. Da fängt einer von der Nationalmannschaft an, einer fängt an von der Bundesliga, dass sie nicht mehr mithalten kann, der andere erzählt im Nachwuchs, dass 4 gegen 43 gegen 3 ist totaler Quatsch und so, da geht alles durcheinander, man muss da wirklich sehr, sehr trennscharf sein, um überhaupt was bewirken zu können.
Dann lass uns bei der Spielerausbildung. Bleiben bei der Spielerausbildung. Da kann ich sagen, dass wir damals ein sehr gutes Tool hatten. Das hieß Gentlemen Agreement, da haben wir gesagt, wenn ein Spieler in einem Nachwuchsleistungszentrum ist, greift den kein anderer an, kein anderes Nachwuchsleistungszentrum holt einen Spieler von einem anderen Leistungszentrum, das haben wir uns in die Hand versprochen, wir Leiter der Nachwuchsleistungszentren unter dem Dach des DFB, und das hat funktioniert und. Und das wurde nach 4 Jahren, obwohl es funktioniert hat, wurde das kaputt gemacht, weil Argument der Bayern war damals, wenn wir jetzt den Spieler, es ging hauptsächlich um die beiden Bender Boys, wenn wir jetzt
einen Spieler von 1860 nicht mehr holen können, dann besteht die Gefahr, dass er von 1860 zu Arsenal London oder zu Chelsea wechselt, weil die haben damals angefangen, sagen wir mal europaweit auch in Deutschland zu wildern. Einer der ersten war Moritz Volz von uns von Schalke 04, deswegen kannten wir das Thema bei. Das haben die so nach oben gejeszt, dass sie es geschafft haben noch so n Paar mitzunehmen. Unter anderem HSV Leverkusen muss ich einfach so sagen, ja und dann war diese kritische Masse nicht mehr vorhanden, um dieses Gentlemen Agreement aufrechtzuerhalten von dem Moment an, das muss so ungefähr 2006 gewesen sein, als das gecrasht ist.
Wir haben dann noch versucht. Das selbstständig herzustellen. Wir haben da noch mal ein ein Jahr oder so, das auch hingekriegt, dass das nicht gemacht worden ist. Und seitdem wird ja gnadenlos gewildert, und das ist für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen nicht gut, definitiv nicht, wenn 113 Jähriger, der den Ball gut von A nach B gespielt hat, da passiert heute folgendes, da sitzt die ganze Bundesliga im Wohnzimmer und lädt den ein und kommt und guckt uns das alles an und. Dann sitzen die Berater, die großen Berater mit ihren Leuten da im Wohnzimmer und dann kommen auch noch die Ausrüster, also das heißt, sie werden schon sehr, sehr früh mit den ganzen Einflüssen des Profifußballs,
den eigentlich nur erwachsene Menschen aushalten können werden, die konfrontiert und müssen dann Lösungen finden. Ich glaube, das ist nicht gut, ja. Dieses Jent über Agreement wiederherzustellen. Andreas Rettich hat dann in seiner Funktion damals als Sportdirektor versucht, diese Hürde auch wieder aufzubauen, nicht über das Jent, über ein Agreement, also die freiwillige Selbstbeschränkung, sondern er hat das versucht, über Ablösesummen quasi das gleiche, Wir spiegeln das, was im Profibereich und im Erwachsenenbereich.
Gemacht wird, ziehen wir runter, also über Zahlen. Wenn Borussia Dortmund einen Spieler vom FC St. Pauli holt, dann müssen sie halt dafür bezahlen. Diese Zahlen sind jetzt noch mal nach oben korrigiert worden, sodass das schon relativ weh tut, muss man sagen und trotzdem findet da das statt, dass alle daran interessiert sind, Spieler für sich zu holen. Jetzt muss ich ehrlich sagen, ich kenne mich ein bisschen aus ich.
Ist zwar schon lange her, aber wenn ein Spieler beim FC St. Pauli sehr, sehr talentiert ist und er ist 14 oder 15 Jahre, dann gibt es oder 16 Jahre, dann gibt es für mich keinen Grund zu Borussia Dortmund zu wechseln, weil in Dortmund haben auch gute Leute gute Ausbilder, wird er nicht notwendigerweise ein besserer Fußballspieler als wenn er beim FC St.
Pauli bleibt, da bin ich komplett von überzeugt, meistens ist es sogar besser, er bleibt beim FC St. Pauli, weil da ist die Chance, dass er. Spiele macht in der ersten Mannschaft viel, viel größer als das bei Borussia Dortmund ist. Und das ist eigentlich das Beste, was es gibt, wenn man im eigenen Verein als Supertalent schon von vornherein immer gebraucht wird.
Eine ganz andere Position hat, als wenn man einer von vielen Talenten in so einem großen Club gibt, wird, aber da bin ich auf verlorenem Posten, da rede ich über. Papa oder Opa erzählt vom Krieg so ungefähr. Trotzdem leiste ich mir diese Meinung, dass das möglicherweise auch dazu führt, dass die nicht mehr so residient sind, so widerstandsfähig wird, wenn ich das sehe, was heute im Scouting und im Wechselbereich im Nachwuchsbereich in Deutschland unterwegs ist. Also früher war n Spieler in der A Jugend, der hat vielleicht einmal den Verein gewechselt.
Ja und das war meistens von seinem kleinen Verein wo er groß geworden ist von seinem Dorf zu dem größeren Club. Heute haben die ja schon manchmal 456 mal den Verein gewechselt bevor sie irgendwie ihr erstes Spiel im Profifußball machen. Das ist meines Erachtens nicht gut und nicht gesund und ich würde mir wünschen, dass es in der Ausbildung bestimmte Dinge gibt, von oben herab.
Was weiß ich, möglicherweise muss das ein EU recht oder Gesetz sein, dass man Kinder und Jugendliche in der Ausbildung schützt und die nicht diesem Ganzen, wie soll ich sagen, diesem ganzen Rattenrennen oder diesem ganzen piranhai Haifischbecken aussetzt, also das kann. Kann ich zu diesem Thema sagen, hab ich auch schon öfter mal erzählt. Das ist meine Sicht der Dinge.
Ich weiß, dass das nicht alles heutzutage nicht so einfach ist, wie sich das jetzt vielleicht anhört, aber das wäre meines Erachtens den Schweiß der edlen Wert, so heißt das, so hab ich das gelernt. Erstens, es ist ne. Ja, ich kriege es, ich kriege es auch. Mit Social Media hast du schon angesprochen, selbst bei mir sage ich mal in Würzburg, wenn es dann auch kleinere Ausbildervereine sind, wird es immer früher, weil Social Media das auch finde, ich befeuert, weil es einfach ein Riesengeschäft ist. Es gibt ja auch nur Influencer, nur youtuber, die sich nur mit Talenten beschäftigen, das nochmal befeuern, die auf eine große Bühne heben, wenn ich es jetzt sehe, nur so Beispiele, das ist jetzt ein Extrembeispiel
oder zum Beispiel auch der Bruder von Lennart Kahl, der spielt bei Frankfurt in der U 12 hat jetzt glaube ich schon 6070 Tage. 1000 Follower auf Instagram, da weiß ich jetzt auch nicht, ob das so so hilfreich ist, wenn man dann mit der Aufmerksamkeit schon so ist. Ein Spezialfall, weil sie ein guter Bundesliga Profi ist, gibt es aber auch andere.
Also das Ganze spielt ja mit rein und es ist einfach ein riesen riesen Geschäft, weil viele Berater, du hast es angesprochen oder auch dann eben Vereine spielt auch mit rein, wollen sich gewisse Talente schon frühzeitig sichern um dann auch. Großes Geld vielleicht mit den Jungs zu machen, um nichts anderes geht es ja, wenn man mit 13 schon jemanden unter Vertrag nimmt, als Berater also, der, dem geht es nicht darum, dass er den möglichst gut ausbildet, sondern der hofft natürlich, dass er mit 19 dann wie Lennart Kahl oder mit in dem Fall 17 von Bayern den Profivertrag unterschreibt und dann? Gibt es Kohle?
Also will ich nicht jedem unter unterstellen, aber natürlich führt geht die geht die Entwicklung dahin. Helmut vielen vielen Dank für deine Zeit heute hat echt Spaß gemacht auch diese verschiedenen Welten sind wir durchgegangen, zum einen hier der FC ST. Pauli, im Hintergrund hängt es noch bei dir, war noch eine bisschen bisschen andere Zeit wie heute, aber auch über die haben wir gesprochen mit Schalke jetzt noch den Transfer geschafft in die in die heutige Ausbildung du hast einen der möglichen Gründe aus deiner Sicht genannt warum? Ja, oder einen einen mögliches negatives Symptom dieser Social Media Welt oder auch dieser sehr umworbenen beraterwelt junge Talente und so weiter war sehr
sehr spannend dir zuzuhören hat großen großen Spaß gemacht. Vielen dank dir auch vielen dank euch, dass ihr wieder zugeschaut habt, zugehört habt, freue mich auf die nächste Woche, wenn ihr auch wieder dabei seid und bis dahin gute Woche, schöne Zeit und Tschüss ciao.