HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk

Alex Schlüter: Das erwarte ich jetzt von HSV-Trainer Merlin Polzin

Mittwoch, 17. September 2025 · 1 h 02

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Shownotes

Seit einem guten Monat ist Alex Schlüter neuer Sportschau-Moderator in der ARD. Der Hamburger hat sich mit seinem neuen Job einen Kindheitstraum erfüllt, wobei er am kommenden Sonnabend nicht im Kölner Studio moderieren wird, wenn der HSV erstmals seit 2018 wieder als Bundesligist Teil der traditionellen Sportschau sein wird. Schlüter hat ein freies Wochenende und wird dieses auf seiner neuen Couch verbringen, um von dort den HSV gegen Heidenheim zu verfolgen. Der Wahl-Hamburger schaut bei Spielen des HSV (aber auch beim FC St. Pauli) genau hin. Vom HSV hat er in dieser Saison deutlich mehr erwartet als manch ein Kritiker vor der Saison - und ist nun vom mageren Saisonstart ein wenig enttäuscht. Was er erwartet, wie seine Verbindung zum HSV ist, warum Stadionsprecher Christian Stübinger ein guter Freund ist und welches Hobby er mit Ex-HSV-Vorstand Jonas Boldt gemeinsam macht, verrät Schlüter in der neuen Podcast-Folge von "HSV - wir müssen reden".

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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Es ist wieder 15.30 Uhr Zeit beim HSV. Sonnenabend, Volksparkstadion. Traditionelle Anstoßzeit, lange ist es her. Darüber wollen wir sprechen in der 256. Folge von HSV, wir müssen reden. Und das tue ich zum einen mit meinem Kollegen Kai Schiller. Moin Kai. Moin Henrik.

Und zu diesem schönen Thema haben wir einen richtig coolen Gast, der den HSV seit dieser Saison am Sonnenabend in der Sportschau anmoderieren darf. Moin und herzlich willkommen, Alex Schlüter. Wenn Sie denn um 15.30 Uhr ran dürfen, das dürfen Sie nächste Woche am Sonnabend. Bevor wir über den Sonnabend, die Sportschau und 15.30 Uhr sprechen, du warst am Montag nochmal ganz kurz bei den Basketballern und durftest den frisch gebackenen Europameister in Empfanglinien in Frankfurt. Wie war das?

Ja, ich bin den Champagnerduschen gekonnt aus dem Weg gegangen und habe alles andere sehr genießen können. Basketball ist ja so meine zweite große Leidenschaft, die zweite Sportart, die ich auch am meisten selbst gespielt habe. Und es ist eine verrückte Zeit. Ich habe mich irgendwann auf der Bühne, ich habe das ja mit der lieben Kollegin Nett Sattler zusammen moderieren dürfen und habe mich irgendwann auf der Bühne dabei erwischt.

Ich so dachte, werde ich eigentlich so in 20 Jahren Leuten erzählen, Ich habe damals diese verrückte Zeit miterlebt, als wir hier Empfänge hatten und die deutsche Nationalmannschaft Welt- und Europameister gewesen ist, weil ich ja logischerweise die 20 Jahre als Basketballfan vorher alles andere als erfolgsverwöhnt gewesen bin, wie eben alle anderen Basketballfans auch.

Und jetzt, weil ich natürlich typisch deutsch bin, Sorge habe, dass das auch bald wieder vorbei ist. Aber ich hoffe natürlich, dass es lang anhaltend ist. Absolut. Und du hast mir eben im Fahrstuhl schon erzählt, dass natürlich war das für dich ein bisschen spontan alles, weil Frankfurt macht jetzt nicht den ganz großen Andang, wenn da der Vize-Europameister kommt.

Dementsprechend musstest du am Sonntag bis spätabends warten, um den Flug nach Frankfurt zu buchen. Ja, ich habe einen Freundeskreis, einen Haufen voll HSV-Fans, die außerdem gerne American Football gucken am Sonntag und das ist ja jetzt auch wieder gestartet. Das heißt also, normalerweise bin ich Sonntagabends dann mit denen unterwegs und habe gesagt, Leute, das ist diesmal was anderes, ich muss das Basketballspiel gucken.

Einmal, weil ich selber zu nervös bin und außerdem, weil sich entscheidet, ob ich sehr früh aufstehen muss. Und am Ende habe ich natürlich die Daumen gedrückt und durfte sehr früh aufstehen und dann nach Frankfurt. Ja, war spontan, aber war auch total cool. Also hat echt wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Vor uns liegt hier noch das Abendblatt mit der Titelseite, die Rückkehr der Champions. Also so häufig kommt das nicht vor, dass die Basketballer es auf die Titelseite schaffen. Sonst ist da eher der HSV oder der FC St. Pauli vertreten. Aber ja, wenn man sich auch die Jungs da nochmal anschaut. Ich habe auch einige Interviews gesehen nach dem Finale. Das sind schon geile Typen, oder?

Total. Und ich gucke mir jetzt gerade das Foto hier an. Es sind natürlich verdächtig viele Sonnenbrillen. Ich habe jetzt noch so ein paar Geschichten gehört von dem, was da in der Nacht noch so abgelaufen ist. Also es soll eine paar... Oh ja, hier sehe ich auch noch jemanden, der... Einer von denen auf dem Titelblatt hat eventuell noch am Flughafen sich übergeben müssen. Ich verrate nicht, wer. Aber er ist hiermit abgedruckt.

Es soll eine noch schönere Party gewesen sein als nach dem Weltmeistertitel. Das habe ich mir sagen lassen. Also das werden wir auf jeden Fall aus der rausquetschen nach dem Podcastgespräch, aber feiern können die Basketballer, tatsächlich feiern können auch und das ist der Übergang, können auch die Hamburger, das haben sie in diesem Sommer extrem unter Beweis gestellt und ganz Hamburg hat mitgefeiert, hat richtig Spaß gemacht, als der HSV aufgestiegen ist und jetzt sind sie in der Bundesliga, schon seit drei Spielen, spielen aber tatsächlich das erste Mal an diesem Sonnabend endlich auch zur ganz klassischen Zeit um 15.30 Uhr, darüber freut sich auch Hamburg. Die Frage ist, wo bist du?

Bist du entweder im Stadion, bist du in Köln und darfst die Sportschau moderieren oder bist du auf der Couch mit deiner Frau? Ich bin wahrscheinlich tatsächlich auf der Couch, wenn nicht spontan bei mir noch die Motivation wächst, irgendwie ins Stadion zu kommen. Aber ich habe Frau und frei und in der Kombination werde ich wahrscheinlich auf der Couch landen. Wir haben seit heute Morgen eine neue Couch.

Wahrscheinlich werde ich die Samstag mit dem HSV, vielleicht mit dem ersten HSV-Sieg einweihen. Jetzt bin ich gerade eben kurz irritiert gewesen, aber ja, die Sportschau läuft in Köln, nicht in Hamburg, wo man sie vielleicht eigentlich als NDR-Standort auch verorten würde. Ja, die lief, glaube ich, eine ganze Zeit in Hamburg, also wurde in Hamburg produziert.

Wäre für mich natürlich noch ein bisschen schöner, weil ich dann die Pendelein nicht hätte, aber ist jetzt seit einigen Jahren beim WDR. Also ARD funktioniert ja immer so, dass man eben schauen muss, welche Landesrundfunkanstalt hat die entsprechende Sendung und der WDR macht aus Köln die Sportschau.

Und wie das Pendeln funktioniert, das könntest du deinem Vorgänger fragen, weil Alex Bommes ja auch Hamburger ist und dementsprechend auch mal fein von Hamburg nach Köln hin und her diesen Durfte. Das ist richtig. Ich habe quasi seinen Sitzplatz im ICE übernommen. Den Sitzplatz übernommen und natürlich dann auch seinen Moderationsplatz.

Das sind natürlich schon große Fußstapfen, die du da jetzt übernehmen musst. Alex Alexander Bommes hat natürlich auch die Sportschau jahrelang geprägt. Wie war das für dich? Hat das irgendeine Rolle gespielt? Oder ist allein Sportschau sowieso schon bedeutend genug, um dann da entsprechend anzutreten?

Das ist gefährliches Halbwissen, aber ich glaube, ich habe eine größere Schuhgröße als Alex Bommes. Aber die Fußstapfen sind natürlich besonders. Gar keine Frage. Da hat der Basketballer gegenüber dem Handballer auch einen kleinen Vorteil. Ich glaube, er war der bessere Sportler, das definitiv. Also Alex ist natürlich einer von denen, die diese Sendung über so viele Jahre geprägt haben aber logischerweise ging es nicht mit ihm los logischerweise hört es nicht mit ihm auf es ist so und ich sage auch ganz ehrlich das hat mir mein Körper auch so bei den ersten ein, zwei Sendungen deutlich gemacht es ist insgesamt halt einfach so für mich weiterhin das Größte und, entsprechend natürlich auch ein tolles Gefühl da jetzt dabei sein zu dürfen,

es wäre jetzt auch gelogen, wenn ich sagen würde Ich habe immer an diesem Ziel gearbeitet und nur daraufhin gearbeitet und immer davon geträumt, irgendwann in diesem Sportschau-Studio stehen zu dürfen. Aber wenn ich dann jetzt doch mal so ein bisschen in mich reingehört habe, als klar war, dass ich in der Sportschau anfange, ist mir schon aufgefallen, dass immer, wenn ich auch als Jugendlicher mal so diesen ganz...

Unscharfen Traum hatte und diese Vorstellung hatte, mal genau sowas beruflich zu machen, Sportkommentator oder Sportmoderator zu sein, dann war das halt Sportschau. Also dann war das schon die ARD, die das für mich immer verkörpert hat, symbolisiert hat und also entsprechend war es doch irgendwie auch immer Teil von einem ganz großen Traum und da jetzt sein zu dürfen, ist natürlich fantastisch.

Ist ja tatsächlich auch ein Stück Fußball und TV-Geschichte. Jetzt vor drei Wochen war dann dein erstes Mal in der Sportschau. Wie war das? Ja, wie gesagt, ich habe das schon gespürt. Also ich hatte Puls. Aber es war auch total toll. Ich bin ja gar nicht so geübt darin, also dafür, dass ich diesen Moderationsjob jetzt dann doch schon so ein Jahrzehnt mache, ungefähr bin ich jetzt gar nicht so geübt darin, alleine im Studio zu stehen und Spiele anzumoderieren. Das ist ja da erstmal der Hauptjob.

Ich habe ganz viel am Spielfeldrand in Fußballstadien oder Basketballhallen oder Tennis-Arennen gestanden, aber sowas in den letzten Jahren gar nicht so viel gemacht. Das heißt also, Fakt ist, ich muss da jetzt auch ein bisschen Handwerk lernen und habe da auch gerade total Lust drauf. Das kommt aber eben dann noch dazu und ich habe so kitschig das klingen mag, das große Glück, dass da ganz viele nette Menschen sind.

Ich war natürlich gespannt, wie diese WDR, ARD insgesamt Welt so tickt. Habe da bislang echt nur gute Erfahrungen gemacht und das so als Konglomerat gibt mir jetzt gerade ein echt gutes Gefühl. Du hast gerade gesagt, die Sportschau ist für dich das Größte immer noch, obwohl ja viele Menschen jetzt auch gar nicht mehr Fernsehen gucken, natürlich die Sportschau auch irgendwie an Bedeutung verloren hat über die Jahre, weil früher gab es dann nur die Sportschau, heute gibt es sehr viele andere Formate und du hast ja auch bei DAZON bei einem sehr modernen, innovativen Sender gearbeitet.

Trotzdem, so dieses Stück Tradition war dann einfach nochmal ein großer Schritt für dich? Ja, es ist, also das ist es definitiv. Ich mag den Job auch total. Ich finde, dass das auch eine ganz besondere Herausforderung ist. Aber ich muss natürlich auch sagen, dass ich mich dazu besonders freue auf das, was in der ARD noch so kommt. WM's, EM's, Olympische Spiele.

Ich habe jetzt Handball gemacht, habe da total Spaß dran gehabt, habe da auch ein total tolles Team gehabt mit Dominik Klein als Experten neben mir und so einer ganz großen Freude, in diese Handballwelt eingetaucht zu sein. Also es ist schon einfach eine riesige Spielwiese und die Sportschau ist da. Ist da so die große Rutsche, auf die ich mich dann besonders freue.

Aber es gibt natürlich noch ganz viel zu entdecken. Die Sportschau hat eine große Tradition, eine große Historie, haben wir schon gesagt. Vielleicht eine schwierige Frage, aber was aus deiner Sicht bedeutet jetzt für die Sportschau, oder bedeutet es überhaupt was für die Sportschau, dass eine andere große Tradition und Historie in der Bundesliga zurück ist, der HSV. Hat das irgendeine Bedeutung für Einschaltquoten etc.?

Definitiv. Also wir gucken natürlich hier in Hamburg sehr auf den HSV insgesamt und gerade beim WDR wird natürlich der 1. FC Köln dann auch mit dazu gezählt. Also dass die Liga wahrscheinlich ein Upgrade bekommen hat, wie nie zuvor in der Bundesliga-Geschichte. Das sehen wir natürlich. Das sieht man an den Zahlen. Das sehen die Kollegen von Sky. Das sehen die Ex-Kollegen von DAZN.

Und das sieht man auch in der Sportschau. Ich finde es fantastisch. Ich finde, dass dieser Standort, also nicht nur der Bundesliga-Standort Hamburg, den es ja jetzt auch schon ein bisschen gegeben hat mit St. Pauli als Vertretung, aber eben der Standort Volkspark, dass dazu eben auch Standort Köln in die Bundesliga gehören.

Da erzähle ich jetzt niemandem was Überraschendes. Ich finde aber, man merkt jetzt schon in den ersten Wochen, obwohl ja nicht alles, das muss ich ja nicht erzählen, perfekt gelaufen ist aus HSV-Sicht. Aber man merkt schon, dass da jetzt Größe ist, dass das eine Mannschaft ist. Wie gesagt, genauso wie der FC, über die man reden will, über die man immer reden kann, über die es unterschiedliche Meinungen gibt.

Und das ist doch am Ende genau das, was es ausmacht. Es ist aber ja auch nicht so, dass der HSV vorher nicht in der Sportschau war. Also auch die Zweitligaspiele werden ja zu Beginn gezeigt. Du bist jetzt noch nicht so lange dabei, Aber haben die Kollegen mal erzählt, wie das dann zu Zweitliga-Zeiten war.

War dann gerade so in dem ersten 30-Minuten-Slot mit den Zweitligaspielen da vielleicht auch eine höhere Einschaltquote als dann teilweise? Das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Kann ich mir vorstellen. Es ist ja tatsächlich in der Regel in den allermeisten Fällen so ein bisschen von unten nach oben, was die Liga angeht, gestaffelt. Also wir fangen mit der dritten Liga an, dann kommt die zweite Liga und dann warten natürlich alle auf die Bundesliga.

Das ist übrigens durchaus auch gar nicht nur so, dass man jetzt sagt, man will den Zuschauer möglichst lange hinhalten, sondern das hat was mit den Übertragungsrechten zu tun. Ab wann darf man welche Spiele zeigen? Und ich kann mir schon vorstellen, dass die zweite Liga da auch nochmal, genauso wie jetzt andersrum, von profitiert hat.

Es haben ja genügend Sender von der besten zweiten Liga aller Zeiten geredet. War dann aber vielleicht im Umkehrschluss auch eine der schwächeren ersten Ligen und das hat sich jetzt schönerweise gedreht. Aus Hamburger Sicht war es vielleicht gar nicht so verkehrt, dass am vergangenen Wochenende der HSV nicht in der Sportshow gezeigt worden ist, weil der Zusammenschnitt, der war jetzt nicht so schön vom Spiel in München.

Hast du es in irgendeiner Form gesehen oder einen Zusammenschnitt, wo auch immer? Der HSV waren meine letzten Worte in der Samstagssportschau, weil das Spiel ja parallel lief und wir logischerweise uns um die 15.30 Spiele gekümmert haben, die einzeln vorgestellt haben, geschaut haben, wie es ausgegangen ist.

Und dann habe ich mich verabschiedet um 20 Uhr mit dem Blick aufs aktuelle Ergebnis. Und übrigens, wahre Geschichte, ich habe gesagt, hier in der Arena in München, da wird der HSV gerade ganz gut verprügelt, es steht 4 zu 0. Wenn Sie Lust haben, können Sie das, das hat die ARD ja im Angebot, im Audio-Stream verfolgen, dieses Spiel, viel Spaß dabei und bis morgen machen Sie noch einen schönen Abend.

Und wir sind durch mit der Sendung und sofort ruft der Kameramann, habe gerade eine Push-Nachricht bekommen, steht 5 zu 0. Und da habe ich dann tatsächlich auch gedacht, hey, das könnte negativ historisch werden für den HSV, weil es eben so früh schon so deutlich wurde. Aber es ist ja immerhin dabei geblieben.

Ich würde sagen, die Bayern waren dann auch etwas genetig mit dem HSV und haben da etwas den Fuß vom Gaspedal genommen. Auch wahrscheinlich Richtung Champions League, sich da etwas zu schonen. Trotzdem auch war schon zu erwarten, dass es natürlich nicht einfach wird. Aber du verfolgst den HSV jetzt ja auch schon ein paar Jahre.

Hättest du so eine Klatsche dann schon wieder so erwartet? Also bei einem 0 zu 5 muss ich ehrlich sagen, auch wenn man die Historie vom HSV gerade in München kennt. Overperformed. Ja genau, hat man eigentlich ein bisschen was gut gemacht. Ich fange mal so an, der FC Bayern München ist, und das zeigt sich jetzt in den ersten Spielen der Saison, eine Mannschaft, die Dinge macht, die keine andere Fußballmannschaft in Deutschland macht.

Das hatten wir über so eineinhalb Jahre, würde ich mal grob sagen, mit Bayern 04 Leverkusen. Das war deswegen auch eine besonders tolle Zeit und auch der VfB Stuttgart hat ja eine fantastische Phase gehabt. Aber man merkt jetzt schon deutlich, natürlich vor allen Dingen auch jetzt, wo Leverkusen sich verändert hat, Was Bayern da spielt, das ist mit keiner anderen Mannschaft zu vergleichen.

Und natürlich erst recht nicht mit einem Aufsteiger. Also da muss man dann auch aus HSV-Sicht ehrlich sagen, das ist nicht die Mannschaft, bei der man im Moment irgendwie von Augenhöhe sprechen kann. Das sind natürlich die anderen Spiele, so wie jetzt am kommenden Samstag. Wir werden sicher noch darüber reden, so wie wir das aber eben auch schon hier beim Stadtderby und am ersten Spieltag erlebt haben.

Also ich finde ja insgesamt ist das Auftaktprogramm schon relativ leicht. Mit dieser Ausnahme Bayern München. Das Problem ist eben, dass man dann im besten Fall sein Spiel, seine Idee gefunden haben sollte. Weil, also gegen Heidenheim beispielsweise ein, ich sag jetzt mal, 0 zu 1 zu kassieren und danach dann zu sagen, ah, wir sind leider noch nicht ganz da, wo wir hinwollen.

Wir wissen noch nicht genau, wie wir jetzt eigentlich das System leben wollen. Das ist dann irgendwann nicht mehr professionell. Und ich hoffe, dass du mir nicht böse bist, wenn ich jetzt ein klitzekleines bisschen gemein bin, weil wir haben ja schon etwas länger an dir gebaggert, ehrlicherweise vor dem ersten Spieltag, vor deinem ersten Sportschau-Einsatz.

Und da hattest du mir bei deiner Sprachnachricht gesagt, also viele haben jetzt gerade ein sehr, sehr negatives HSV-Gefühl. So negativ bist du gar nicht eingestellt. Du glaubst, das wird vielleicht gar nicht so eine schlechte Saison. Jetzt drei Spieltage später bleibst du bei deinem grundsätzlichen Gefühl oder sagst du, jetzt lässt du dich auch ein bisschen beeinflussen von der negativen Haltung?

Ein bisschen ist es gebröckelt, muss ich schon zugeben. Ich glaube, dass ich jetzt immer noch nicht so negativ bin, wie andere, weil also gerade das Pauli-Spiel war natürlich schon heftig, war im Stadion und muss auch sagen, das war irgendwie in mehrerlei Hinsicht enttäuscht. Man kann gegen St. Pauli verlieren. St. Pauli hat eine fantastische Mannschaft gerade in diesem Jahr zusammen.

Aber die Art und Weise war schon wirklich erschreckend. Und es war halt auch ganz wenig HSV. Also der alte HSV, sage ich jetzt mal, der Zweitliga-HSV, und das mache ich alles andere als negativ, der hätte das Spiel vielleicht 3 zu 4 verloren. Und man wäre nach Hause gegangen und hätte gesagt, so sind sie, die Hamburger.

Aber es war immerhin Spektakel da. Das war ja das Gegenteil von Spektakel. Das war ja ohne Torchance und einfach sich dem hingeben, dass die andere Mannschaft besser ist und man selber keine offensiven Ideen hat. Das hat mir schon Sorgen gemacht, muss ich sagen. Das hätte ich jetzt auch so nicht kommen sehen.

Ist ja ein ganz großes Thema, habt ihr natürlich auch schon drüber geredet. Was Merlin Polzin da jetzt gemacht hat, also in den Zeiten, in denen der HSV da immer wieder am Aufstieg geschnuppert hat und es dann am Ende geschafft hat, haben viele ja gesagt, ja, aber wenn sie den Fußball in der ersten Liga spielen, dann ist ein Polzin oder auch seine Vorgänger, angefangen bei Tim Walter, dann ist der halt nach sieben, acht Spieltagen weg, weil sie komplett abgeschossen werden, wenn sie das mit so viel Risiko spielen.

Jetzt hat Merlin Polzin, der ja schon lange für diese Fußballidee steht, ganz offensichtlich was verändert. Also hat das, worüber sich die Leute eher lustig gemacht haben, dass es ja mit so offenem Visier ganz schlimm wird, hat das also eingesehen, hat was verändert und man merkt jetzt leider, dass es echt braucht.

Und da kommt dann das Problem, dass du in der Bundesliga natürlich nicht ein halbes Jahr sagen kannst, wir testen noch, sondern irgendwann muss sich das halt gefunden haben. Und das hat es definitiv noch nicht. Und da hätte ich schon gedacht, dass das schneller kommt, ich glaube, dass das Spiel am Samstag wahnsinnig wichtig wird und auch nochmal wichtiger, weil da habe ich mich auch vertan, nochmal wichtiger, als ich gedacht habe, weil wenn du das Ding verlierst und dann stehst du, nach vier Spielen, also im dürbsten Fall ohne Tor und mit nur einem Punkt da, dann ist das schon sehr bitter.

Ja, also natürlich wird es jetzt ein komplett anderes Spiel als bei den Bayern, also Heidenheim hat auch noch null Punkte, was heißt auch, also hat null Punkte, der HSV hat ja immerhin schon einen Punkt. Ja, wahrscheinlich wird es so sein, dass Heidenheim hinten drin steht und eher jetzt den Fußballspiel, den der HSV zuletzt in den ersten drei Spielen gespielt hat. Also eher mehr auf Kontern gehen, zweite Bälle etc.

Kannst du Heidenheim einschätzen? Du hast sie ja natürlich dann auch die letzten Jahre in der Bundesliga etwas mehr verfolgt als wir. Dafür kennen wir Heidenheim natürlich aus den Zweiteiligerjahren. So viel hat sich da ja nicht verändert, zumindest nicht auf der Trainerposition. Und sie spielen ja auch immer eigentlich einen ähnlichen Spielstil.

Ja, den spielen sie auch immer noch. Sie haben nicht mehr die Individualisten, das geht ihnen ab. Also was Heidenheim, ich glaube Heidenheim hat sich über grob drei Dinge definiert in den vergangenen Jahren, dass sie immer stark waren bei Standards, dass sie defensiv immer diszipliniert waren und dass sie vorne in der Regel, also für ihre Verhältnisse einen Unterschiedsspieler hatten, so ein Tim Kleindienst lange Zeit, aber eben auch ein, zwei andere, die eine Geschwindigkeit mitgebracht haben, die was Besonderes mitgebracht haben.

Spieler sehe ich im Moment nicht. Dazu, ich habe jetzt die Statistiken nicht da, wie viele Ecken, wie viele Freistöße sie in der gegnerischen Hälfte schon hatten, aber dazu habe ich das Gefühl, dass die Standardstärke jetzt zumindest gerade nicht so präsent ist. Und dann hast du es natürlich, da muss man sich den Kader ja noch anschauen, dann hast du es natürlich sofort schwer.

Aber ja, der HSV kann sich auf exakt den Fußball vorbereiten, den Heidenheim in den letzten Jahren gespielt hat. Bei drei Dingen hätte ich jetzt erwartet, dass du sagst, Nummer 1 Frank Schmidt, Nummer 2 Frank Schmidt und Nummer drei Frank Schmidt. Der ist tatsächlich ziemlich lange in Heidenheim. Ich gehe mal davon aus, du hast auch bestimmt sehr, sehr oft schon am Field interviewt. Wie ist der als Typ, als Interviewpartner?

Ich hatte mit Frank Schmidt, wann hat Heidenheim gegen Werder Bremen, habt ihr es im Kopf, in der Relegation gespielt? Vor fünf, sechs, sieben Jahren? Das war ein Corona-Jahr. Richtig, das war ein Corona-Jahr gewesen. Als der HSV es nicht geschafft hat, das war 2020, genau. Ach, das war das Jahr, als der HSV es nicht geschafft hat. Also, genau.

Merke ich es jetzt gerade. Ich hatte mein schlimmstes Interview in meiner gesamten Reporter-Karriere-Zeit, also bis hierhin zumindest, toi toi toi, mit Frank Schmidt. Und zwar nach diesem Spiel. Das war mein erstes Aufeinandertreffen. Nach dem Hin- oder Rückspiel? Nach dem Rückspiel in Heidenheim. Ich war als Reporter für dieses Relegationsspiel für The Zone da und muss sagen, dass ich Relegation, ein paar HSVer haben da sicherlich mehr Erfahrung als ich, dass ich das so nicht einschätzen konnte, wie viel da auf dem Spiel steht, was da für ein Druck ist, weil man natürlich als Reporter zu so einem Spiel fährt, sich Gedanken macht, Fragen vorbereitet und ich habe dann erst.

Also nach Abpfiff wäre immer noch zu früh, sondern eigentlich erst in den Interviews gemerkt, dass die Gespräche anders sind als alle anderen Interviews. Also Florian Kohfeldt zum Beispiel, damals noch Bremen-Trainer, hat auf die zweite Frage, die ich ihm gestellt habe, ich weiß gar nicht mehr, was genau war, es war auf jeden Fall was Taktisches zum Spiel, das da gerade eben gespielt wurde und wie gesagt, Bremen hat gewonnen und ich habe ihn irgendwie sowas gefragt, wie, ja, sie haben umgestellt, was hat die Umstellung, was war die Idee dahinter, was hat es gebracht und er hat mir wirklich gesagt, keinen Bock über Taktik zu reden und er war so leer, also ist mir scheißegal, ich habe keinen Bock über Taktik zu reden.

Mit Florian Kohfeldt kann man ansonsten fantastisch über Taktik auf einem Fußballfeld reden, aber er hatte keinen Bock. Und das habe ich einfach zu spät kapiert und habe Frank Schmidt eine Frage gestellt, auf die er geantwortet hat. Was für eine beschissene Frage. Das war meine erste Frage. Ich könnte das jetzt lange ausführen und erklären, wie ich zu der Frage kam.

Es war definitiv auch keine geniale Frage, aber das war die erste Antwort, die mir Frank Schmidt jemals in einem Interview gegeben hat. Aber jetzt will ich trotzdem wissen, was die Frage war. Die Frage war komplett, also die klingt jetzt total uninspiriert, die Frage war nämlich. Also ich habe ein bisschen ausgeführt mit Hinspiel, erinnert euch, da haben sie ja schon besser gespielt in Bremen, als es viele erwartet haben.

Heidenheim war absolutes kleine Heidenheim und man hat eigentlich niemals gedacht, dass die eine Chance haben, überhaupt in die erste Liga hochzugehen. So war das damals noch. Spielen ein sehr respektables Hinspiel, unentschieden glaube ich. Und ich sage, die wenigsten haben ihnen überhaupt in diesem Duell Chancen zugeschrieben.

Jetzt spielen sie so ein tolles Hinspiel und gehen dann heute trotzdem raus, wie bitter ist das? Und dann guckt er mich an, was für eine beschissene Frage. Wie bitter soll denn das sein? Und er hat natürlich recht, das ist ja eigentlich so eine Klischee-Frage. Wie bitter ist es denn? Wie enttäuscht sind Sie denn jetzt, wo Sie gerade hier nichts in der Hand haben?

Aber ich wollte natürlich, dass er nochmal die Entwicklung dieser letzten Tage erzählt, dass man gespürt hat, man ist dran, man ist auf Augenhöhe. Und deswegen fühlt sich das vielleicht jetzt besonders schlecht an oder besser, besser, weil man halt zumindest gemerkt hat, dass man mit so einer Erstligamannschaft mithalten kann.

Hat er nicht so gesehen. War eine Scheißfrage. Das erinnert mich tatsächlich an ein Relegationsspiel mit dem HSV gegen Stuttgart. Rückspiel und wir haben dann in der Mixzone mit Sebastian Schonlau gesprochen und der wirklich ja über all die Jahre jede blöde Frage super freundlich und eloquent beantwortet hat und da ist tatsächlich auch er dann mal aus der Haut gefahren und hat gesagt, kannst du mir mal eine vernünftige Frage stellen?

Und es war eine ähnliche Frage nach dem Motto, wie bitter ist das? Frag mal Toni Kroos, man kann selbst nach einem Champions-League-Sieg sauer werden. Wobei der Unterschied bei uns ist, wir stellen dann die Frage und dann können wir es ja irgendwie aufschreiben und dann können wir trotzdem kurz mal uns durchschuddeln.

Du bist in der Live-Situation, bist du aus der Nummer rausgekommen im Laufe des weiteren Interviews? Jetzt willst du die komplette Geschichte hören. Ja, ich will sie hören. Ich fange so an. Man hat in der Regel drei Fragen Zeit. Wenn man diese Live-Interviews nach dem Spiel hat, wenn es mal eine vierte wird, wenn man nochmal nachhakt, okay, aber meistens guckt einen der Pressesprecher, der daneben steht, dann schon böse an. Kennt ihr. Das kennen wir tatsächlich.

Das heißt also, meine erste Frage, habt ihr gehört, das war die und wenn dir ein Trainer sagt, und da war wirklich, also da war so viel Emotion, so viel Druck in der Luft, das war schon echt speziell. Also kleines Heidenheimer Stadion, Corona, die Fans waren draußen, aber irgendwie nur ein paar, so ein Haufen und so, das war schon echt speziell. Und, ähm.

Diese erste Antwort haut mich natürlich um, weil ich auch ehrlich gesagt nicht damit gerechnet habe. Kriege dann mich eigentlich, glaube ich, das ist jetzt sehr tief in der Analyse, aber ihr merkt, ich habe mir natürlich viele Gedanken darüber gemacht, kriege mich ganz gut eingefangen, indem ich ihm sage.

Herr Schmidt, ich verstehe, was Sie meinen, aber um mich zu erklären, weil Sie haben ja nun so ein gutes Hinspiel gespielt und mir ging es jetzt darum, dass, mich hat einfach interessiert, ob Sie entsprechend nochmal enttäuschter sind oder ob Sie sagen, immerhin könnten wir das beweisen. Nur, dass sie das verstehen. Guckt mich an und ich habe so ein bisschen das Gefühl, ah ja, okay, hat er jetzt zumindest ein bisschen Verständnis für.

Stelle dann eine Frage zum Spiel. Ich weiß gar nicht mehr genau was. Also eine dann sachlich aufs Spiel bezogen, wo nicht ganz viel falsch laufen kann. Und in dieser Antwort nimmt er meine dritte Frage, ich glaube, die hatte mit einer Einwechslung zu tun, nimmt die aber schon vorweg. Und man hat sich ja logischerweise vorbereitet und auch das werdet ihr kennen.

Ich denke in dem Moment, ist Quatsch, jetzt diese dritte Frage zu stellen zu irgendeinem Spieler, ich weiß gar nicht mehr, wer es war, der eingewechselt wurde, den er aber schon genannt hat in der zweiten Antwort. Das heißt also, ich muss spontan werden und als er dann mit seiner zweiten Antwort fertig war und klar war, jetzt muss ich die nächste Frage stellen, habe ich so ein bisschen gerungen und habe noch im Kopf gehabt, irgendwie da so oben in meinem Kleinhirn, die Spieler hatten noch einen Kreis gemacht und er hat zur Mannschaft gesprochen, das ist noch auf dem Platz passiert und ich habe erstmal, ohne dass ich schon eine Frage im Kopf hatte, habe ich damit angefangen.

Also man hat eben die Mannschaft gesehen, haben die Kameras auch gezeigt, Sie haben einen Kreis gemacht. Und dann habe ich kurz überlegt, zu fragen, was wurde da besprochen? Habe aber gedacht, er ist ja nicht gut drauf und so unter Druck. Das macht er dich wieder an. Und dann ist das Problem, das ist jetzt wirklich mal so ein bisschen Einblick ins Innenleben eines Reporters, dass man da steht und sich jetzt denkt, okay, du wirst dafür bezahlt, jetzt eine Frage zu stellen.

So, und was macht Alex Schlüter? Nachdem er dachte, er hat dieses Gespräch wieder eingefangen, er beendet den Satz mit Wie bitter ist das für die Spieler? Und er guckt mich an und verdreht die Augen und sagt, nicht dein Ernst, du stellst dir jetzt noch ein zweites Mal so eine Scheißfrage und hat dann... Und sagt das auch.

Nee, er hat irgendwie gesagt, wie bitter soll das sein? Also die Jungs sind dran gewesen und so, da habe ich aber auch gemerkt, oh Gott, jetzt findet er mich richtig doof. Hat das dann noch halbwegs fair beantwortet, aber war eigentlich komplett geladen und ich habe auch gedacht, oh Gott, hättest du einfach nach der zweiten Frage aufgehört und gesagt, sorry, reicht mir jetzt hier, ist ja alles zu emotional.

Ich weiß noch genau, ich habe damals noch in München gewohnt und bin mit dem Auto von Heidenheim nach München zurückgefahren. Und das war eine sehr unruhige Autofahrt, weil ich nur so von links nach rechts überlegt habe, Gott, wie konnte das passieren, was hättest du besser machen können und so. Und dann schläfst du unruhig, aber schläfst irgendwann drüber und dann wird das auch alles besser.

Und dann war es ganz schön, dass ich ihn, als sie dann in der Bundesliga waren, weil der Sohn ja die Bundesliga recht hat, das heißt, ansonsten hätte ich ja mit dem zweitlichsten gar nicht direkt zu tun gehabt. Dann habe ich ihn in der Bundesliga aber zwei, drei, vier Mal interviewt und das war alles super.

Das ist ein ganz eigener Typ, einer, der wahrscheinlich so sehr für einen Verein steht, wie kein, ich will niemanden vergessen, aber wie kein anderer in der Bundesliga und einer, mit dem man total gut über Fußball quatschen kann. Man sollte es nur nicht nach einer verlorenen Relegation mit der falschen Frage machen.

Und liegt dir in der Natur der Sache, dass du dir diese Geschichte sehr gut eingeprägt hast und lange darüber nachgedacht hast, hast du das Gefühl, als du ihn das nächste Mal getroffen hast, der denkt sofort jetzt, ach nee, schon wieder dieser Alex Schlüter? Oder glaubst du, der hat das auch ganz schnell wieder abgehakt?

Ich glaube, der hat es schnell abgehakt. Ich, also wahrscheinlich, also im Zweifel hat er sich da und ich könnte es sehr verstehen nach diesem Interview und zwar nicht wegen des Interviews, sondern wegen dem, was davor passiert ist, fünf, sechs Bier reingestellt und hat sich hier ein weniger erinnert von dem Abend.

Aber ich habe natürlich die Gedanken gehabt, als ich ihn dann, das war so zwei Jahre später oder so würde ich sagen und habe schon die Gedanken gehabt, mal gucken, wie der mir jetzt begegnet. Es war sogar in Heidenheim und es war aber ein total nettes Gespräch und ich glaube ehrlich gesagt, ich glaube, er hat es nicht auf dem Schirm.

Wenn ihm das jetzt jemand zuspielt, dann wird er vielleicht denken, ach, der Schlüter war das. damals mit den beschissenen Fragen. Aber ich glaube, er hat es selber gar nicht mehr so wahrgenommen. Du hast ja eben auch schon mal Merlin Polzin erwähnt. Der ist jetzt noch nicht so lange dabei. Ich glaube, der hätte vielleicht in dem Moment etwas anders geantwortet, weil er einfach noch sehr, sehr freundlich ist.

Meinst du, noch ist er freundlich? Wann wird sich das ändern? Ich bin gespannt, ob sich das irgendwann ändert. Also wenn man jetzt so vergleicht, seine erste Pressekonferenz als damals noch Interimstrainer, da war er auch schon anders als jetzt. Also jetzt kriegen die Reporter dann auch schon mal einen kleinen Spruch von ihm gedrückt. Also hattest du mit ihm dann auch schon mal zu tun?

Ja, ich mag den total gerne. Als Menschen erstmal und finde, dass es einer von den Trainern ist, denen man tatsächlich total gut begegnet, wenn man mit ihnen über Fußball redet. Und das ist ja auch erstmal total normal, wenn es dann in irgendwelche anderen Richtungen, persönlichen oder sogar, keine Ahnung, politischen Richtungen geht, dann merkt man, dass er seine Komfortzone verlässt und das tut er nur ungern.

Aber der Kerl hat natürlich total Spaß daran, über Fußball zu reden. Und das kannst du auch hinter den Kulissen, wenn er zufällig gerade Zeit hat, mit ihm fantastisch machen. Weil Merlin Polzin auch ganz viel, also nicht, dass jemand was anderes denkt, ganz, ganz viel Ahnung von Fußball hat, sich wahnsinnig viel damit auseinandersetzt, beschäftigt und entsprechend ein total toller Gesprächspartner ist.

Und jetzt habe ich ja im Endeffekt auch schon so ein bisschen verraten, was auch bei mir als Reporter, Also wenn ich am Spielfeldrand bin und Interviewfragen stelle, was schon so eine Grundphilosophie ist, im Zweifel reden wir mit denen über Fußball. Weil das ist erstmal das, wofür sie bezahlt werden und als Fußballreporter ist das ja dann doch auch erstmal das, wofür ich bezahlt werde.

Und das heißt also, wenn ich das Gefühl habe, es ist eine schwierige Situation, dann überlege ich schon, ist die Situation jetzt schwierig, weil sie das einfach auch mal sein muss? Weil wir jetzt über, keine Ahnung, einen gedopten Spieler reden müssen oder so. Also eine Sache, die einfach nicht direkt mit Fußball zu tun hat.

Soll es auch beim HSV schon mal gegeben haben. Ja, wahrscheinlich bin ich deswegen auch drauf gekommen. Aber darüber habe ich tatsächlich mit ihm noch nicht geredet. Aber am Ende denke ich mir, wenn es nicht nötig ist, dann weißt du, dass du mit solchen Leuten über diesen Fußball an sich, über das, was da auf dem Platz passiert, immer am besten reden kannst.

Und auch am Ende, und das ist ja mein Ziel, da auch den größten Mehrwert rauslauen kannst. Gleichzeitig wollen natürlich die Zuschauer auch Emotionen dann erleben und gerade nach so einem aufregenden Spiel, Relegation, da fragt man natürlich nicht direkt nach dem Matchplan, sondern dann ist vielleicht dieser Klassiker, wie fühlen sie sich, auch wenn er verpönt ist.

Irgendwie noch eine gute Frage, weil man immer was kriegt. Dachte ich. Was wäre, ich habe es euch jetzt in eine Gruppe geschrieben, ist natürlich jetzt echt schwierig, weil es eine Weile her ist. Aber Aufstiegskandidat, der Zweitligist, kämpft wacker und verliert dann am Ende doch knapp gegen den ganz großen Favoriten.

Wüsstet ihr, was eure erste Frage ist? Ihr habt natürlich stundenlang darüber nachgedacht in den letzten Jahren. Also ich hätte ihn auf jeden Fall gefragt, nachdem das Hinspiel schon so knapp war und man sich richtig gut geschlagen hat, ob das noch bitterer ist, das verloren zu haben. Das wäre meine Frage. Dann könnte er die Anrechnung geben und sagen, wie stolz sind sie trotzdem auf die Leistung ihrer Mannschaft.

Dann kriegt man so eine Mischung aus. Hätte er zumindest, glaube ich, also wahrscheinlich wäre das der beste Ansatz gewesen, hätte er zumindest nicht gesagt, was für eine scheiß Frage. Vielleicht wäre es auch eine sehr kurze Antwort gewesen und man hätte schnell die zweite Frage auf dem Schirm haben müssen, aber es wäre besser gewesen, als das, was ich getan habe.

Aber ich finde das Beispiel ist jetzt ganz schön, wie schwierig das eigentlich manchmal ist, weil man denkt so, meine Güte, drei Fragen, der hat auch jetzt 90 Minuten Zeit oder sie und stellt dann so eine Frage. Und tatsächlich, manchmal passiert ja noch irgendwas in der 90. Minute und dann merkt man auch, der Trainer ist so und so drauf.

Da muss man ja alles tatsächlich in einer Sekunde irgendwie überlegen und es ist gar nicht so einfach. Es ist viel schwieriger, als das Leute denken. Das ist dann vielleicht auch so ein bisschen das Schicksal unseres Jobs, aber gleichzeitig auch das, was es besonders spannend macht. Also nehmen wir dieses, es gibt ja noch ganz viele andere Aufgabenbereiche, Aber nehmen wir dieses klassische Post-Match-Interview, heißt es ja in der Fachsprache, also nach dem Spielinterview mit so drei, ungefähr drei Fragen.

Wenn du das, das ist zumindest klar meine Meinung, wenn du das wirklich gut machen willst, dann hast du die drei Fragen auf dem Zettel und weichst aber, wenn es sein muss... Definitiv davon ab. Heißt, du musst natürlich zuhören und es darf dir nicht egal sein, was Antwort Nummer zwei ist. Ich habe ja ein Beispiel gegeben und stellst dann einfach die dritte Frage, weil kann zum Beispiel sein, dass er eigentlich einen großen Teil der Antwort schon zufällig gegeben hat im Laufe des Gesprächs und es kann natürlich andersrum auch sein, dass er in der zweiten oder ersten Antwort was sagt, wo du spontan nochmal nachsetzen willst, weil das jetzt gerade besonders interessant ist, weil er von sich aus darüber

spricht, dass er heute mit dem Linksverteidiger besonders mitgelitten hat, weil, also keine Ahnung, er mir erzählt, der hat gestern noch einen schweren Schicksalsschlag erlitten oder ich weiß nicht was. Dann darf ich natürlich nicht die vorbereiteten Fragen nehmen, sondern muss darauf eingehen, muss aber gleichzeitig im Kopf behalten.

Oder ist von den letzten beiden Fragen, die ich da noch auf dem Zettel stehen habe, eine Sache so wichtig, dass die Frage auf jeden Fall noch kommen muss. Und das muss halt schnell gehen. Und entsprechend ist das Gehirn dann schon gefordert. Drei Fragen sind auf jeden Fall ein gutes Stichwort, Denn du kriegst jetzt auch nochmal drei Fragen von einem sehr großen HSV-Fan, der auch einen sehr besonderen Job beim HSV hat.

Du kennst ihn gut, er ist Stadionsprecher. Hier kommt Christian Stübinger. Hey Alex, liebe Grüße aus dem Radio Hamburg Studio. Hier ist Stübi und ich habe mehrere Fragen. Erstmal würde mich interessieren, wie du es siehst. Seit du beim UHC in unsere Tennismannschaft eingetreten bist, geht es beruflich steil bergauf.

Erst zu Prime, jetzt zur Sportschau. Ist das Zufall? Frage Nummer eins. Frage Nummer zwei, wann hättest du es für realistisch, mal wieder an meiner Seite im Punktspiel Doppel aufzulaufen? Wir haben da noch was gut zu machen. Und Frage Nummer drei, würdest du einmal bitte den Jungs vom Abendblatt-Podcast-Team und allen Hörerinnen und Hörern erklären, was mit unserem Lieblings, ja ich will nicht sagen Trinkspiel, aber Lieblingsspiel vielleicht einfach im Poster auf sich hat.

Und wie das funktioniert. Ich glaube, es könnte dann auch nochmal einen schönen Drive hier reinbringen bei euch. Ich freue mich aufs Hören auf der Fahrt nach Hause und viel Spaß weiterhin. Vielen Dank an Stübi. Und ich finde vor allem die dritte Frage, die klingt sehr interessant, aber wir werden das jetzt mal chronologisch abarbeiten.

UAC, Tennis und deine berufliche Karriere, gibt es da eine eigene Verbindung? Also unter anderem Stübi würde natürlich sagen definitiv. Ich weiß, dass er genau darauf hinaus will. Und ich kann sagen, dass wir regelmäßig nach dem Training zusammensitzen und natürlich über Gott, die Welt und vor allen Dingen Fußball reden.

Das heißt also, Stübi und Co. werden sich, wenn ihr sie fragt, auf jeden Fall auf die Fahnen schreiben, dass sie mein Wissen, meine Qualität als Moderator nochmal ganz weit nach vorne gebracht haben. Man könnte jetzt auch sagen, Tennis-Training, dieses Tennis-Training, nachdem wir dann zusammensitzen, ist immer mittwochs.

Bei DAZN war die Champions League ja immer, in der Regel immer mit dem großen Spiel mittwochs, das ich moderieren musste. Und bei Amazon war es dienstags. Das heißt also, im Endeffekt bin ich auch nur, um mich in den Dienst meiner Mannschaft stellen zu können, zu Amazon gegangen, weil ich dienstags arbeiten musste. Selbstverständlich.

Und dann irgendwann wolltest du noch mehr in der Woche dann und du bist jetzt bei der AD. Ja, ganz genau. Dann habe ich eingesehen, dass ich definitiv mehr als einmal die Woche Tennis trainieren sollte und deswegen arbeite ich jetzt am Wochenende. Macht alles Sinn. Wer ist an was gesetzt bei euch beim UFC? Bist du vor oder nach hinter ihm?

Stübi ist vor mir gesetzt, ist auch der bessere Tennisspieler. Hat somit die beste Vorhandtipp bei uns und ich habe leider, das ist dann der bittere Teil meiner UHC-Karriere. Ich habe seit einem guten Jahr kein Punktspiel gemacht, weil ich leider das Knie komplett hinüber hatte und jetzt gerade nach Knorpel und Meniskus-OP an meinem Comeback feile.

Ich war vorhin noch bei der Physiotherapie und musste mal wieder leiden, aber es wird so langsam. Das war auch seine zweite Frage, wann du wieder mal mit ihm zusammen... Ich wollte gerade sagen, wir kennen ja Stübi von Dienstagabend in der Soccerhalle, also er ist ja auch ein guter Fußballer und Golf spielt da auch noch sehr gut, auch mit dir ja auch mal zu. Er ist fast schon zu talentiert.

Irgendwann, wenn du alle Sportarten kannst, dann ist es sympathisch. Also das Doppel, wann steht das dann wieder an? Geschichte dazu ist, dass wir, das war wahrscheinlich eins meiner letzten Punktspiele, dass wir zusammen Doppel gespielt haben. Ich habe vergessen, wo genau. Auswärtsspiel hier irgendwo im Raum Hamburg und den ersten Satz gegen echt gutes gegnerisches Doppel 6 zu 0 gewonnen haben und, nur so durchgerauscht sind, um dann den zweiten Satz knapp zu verlieren und dann Dann geht es ja auf unserer Ebene im dritten Satz dann in den Match-Tie-Break, also er ist ein bisschen abgekürzt und den haben wir dann auch noch verloren.

Das meinte er mit, wir haben was gut zu machen. Ich weiß noch, dass wir nach dem 6 zu 0 und dann stand es glaube ich 1 zu 0 sogar für uns im zweiten Satz, dass wir irgendwann im Seitenwechsel gesagt haben, lass uns nur gucken, dass wir hier durchrauschen, dass die möglichst spät aufwachen, weil die eigentlich wahrscheinlich besser sind als wir.

Sie sind dummerweise rechtzeitig aufgewacht, jetzt müssen wir das irgendwann nachholen. Ich hoffe so zur Wintersaison wieder fit zu sein, also wieder spielen zu können. Das Doofe ist natürlich, dass wenn du so kniegeschädigt bist wie ich, dass dann der Winter mit so harten Hallenbilden nicht der optimale Comeback-Belag ist.

Also vielleicht bin ich vernünftig und warte noch bis zum Sommer. Durchrauschen könnte ein mögliches Stichwort für Frage Nummer drei auch sein. Sagt euch das was, Imposta? Es ist gerade das Trendspiel, zumindest in meinem Freundeskreis beim UHC. Dafür sind wir zu alt. Imposta, ich versuche das jetzt möglichst knapp zu erklären.

Bei Trinkspielen kann es auch ausführlich sein. Wir drei, also ich glaube, drei ist so die geringstmögliche Zahl, aber das würde theoretisch schon funktionieren. Deutlich besser funktioniert es aber, wenn du so fünf, sechs, sieben, acht, neun Leute hast und in der Vereinskneipe sind zum Glück immer genügend Leute beim UHC.

Und das Ganze funktioniert so, dass wir alle einen, also einen und denselben Begriff sehen. Das ist ein Oberbegriff. Ich versuche es mal mit einem Beispiel. Sport. Wir wissen, es ist Sport und der Hauptbegriff, das sehen wir alle, der Hauptbegriff ist Tennis. Das sieht jeder für sich auf seiner eigenen Karte, die aber niemand anders sehen darf.

Einer von uns dreien hätte da aber nicht Tennis stehen, sondern Imposter. Und seine Aufgabe ist es, herauszufinden, was das denn da für ein Begriff ist, um den es hier eigentlich gerade geht. Während die anderen beiden versuchen, diesen Begriff zu beschreiben mit Wörtern, die möglichst nah dran sind.

Das heißt also, wenn es jetzt Tennis wäre, würde ich halt überlegen, ob ich sowas wie Schläger sage. Das Problem ist aber, wenn jetzt Kai der Impostor wäre, das wissen wir ja alle nicht, wer hier der Verräter ist, sag ich mal, dann würde Schläger, wenn er schon weiß, es geht um Sport, natürlich sehr, sehr verräterisch sein.

Schafft er es nämlich zu lösen und zu sagen, der Begriff, ich bin Impostor, der Begriff ist Tennis, hat er gewonnen. Schaffen wir es herauszufinden, dass Kai gar keine Ahnung davon hat, worüber wir hier gerade reden, denn er muss ja Reihe um auch ein Wort sagen und sagt dann vielleicht Stollen, dann können wir lösen und ihn als Imposter entlarven. So ungefähr verständlich.

Und entsprechend muss man dann schauen, dass man mit seinem Begriff, den man dann, wenn man dran ist, sagen muss, dass man den Mitstreitern klar macht, ich weiß, worum es hier geht, aber ich formuliere es so, dass der Imposter trotzdem nicht genau weiß, worüber wir hier reden. Also vielleicht wäre beim Tennis gelb nicht so schlecht, wobei auch gefährlich, weil wie viele Sportarten gibt es, wo man dann gelb sagen würde.

Vielleicht, ich weiß nicht, für den Tennis ist es gar nicht so leicht, merke ich jetzt gerade. Okay, und es wird auf jeden Fall viel getrunken nebenbei. Es wird natürlich viel getrunken, ja. Wenn der Imposter löst, dann müssen alle was trinken. Wenn der Imposter erraten wird, dann muss der ganz viel trinken. Also es ist feuchtfröhlich und natürlich nimmt das Spielniveau über die Runden auch nicht gerade zu.

Stübi ist großer HSV-Fan, der Stadionsprecher. Wie gesagt, wir hatten ihn auch schon mal hier im Podcast. Zu seinem Freundeskreis und ich glaube zu deinem auch gehört zum Beispiel auch Mo Fürste, auch riesen HSV-Fan. Also was auffällt ist, du hast viele HSV-Fans in deinem Freundeskreis, in deinem Bekanntenkreis in Hamburg.

Wie steht es denn jetzt mit dir? Also HSV, Sympathisant oder wie würde man das beschreiben? Ja, also definitiv, man wird natürlich sehr mit reingezogen an diesen vor allen Dingen Mittwochabenden oder den Sonntagabenden, also der HSV ist schon immer Thema, wobei viele von denen natürlich klassisch HSV-Fan auch, auch sehr kritisch sein können und sich sehr gut, gerade auch wenn das Bier geflossen ist, auch sehr gut über den HSV auslassen können.

Du wirst jetzt gar nicht, wo es in den letzten Jahren Ansatz für Kritik beim HSV gab. Die sind da sehr kreativ im Excel, was wir für Spiele spielen. Da kriegen die selbst das hin. Ich mag den HSV, ich finde es fantastisch, dass er zurück in der Liga ist, das habe ich schon gesagt. Ich habe natürlich eine gewisse Nähe zu dieser Mannschaft.

Es ist aber schon noch so, dass ich, ich war jetzt gerade gegen Augsburg bei St. Pauli, Da hatte ich natürlich jetzt auf Gegnerseite auch noch ein paar alte Bekannte, aber ich bin auch total gerne am Midland-Tor. Also es ist tatsächlich, ich traue mich das hier mittlerweile zu sagen, habe noch keine ganz schlechten Erfahrungen damit gemacht.

Ich genieße es im Moment in der Stadt zu sein, ausgerechnet in der Stadt zu sein, die zwei Bundesliga-Vereine hat. Hoffe, dass das auch so bleibt und mag es bei beiden, bei den Fußballspielen zu sein. Schön, dass du das von dir aus sagst, weil wir haben einen Imposter auch, der uns verraten hat, ihm gefällt das nicht, dass da so viele braun-weiße Konfettis durch deine Instagram-Stories fliegen.

Ich glaube, es war sogar Stübi, aber ich verrate es nicht. Wenn man jetzt so im Internet nach dir sucht, da kommt auch dann gerne mal so der VfL Wolfsburg irgendwie mit dir in Verbindung. Das liegt wahrscheinlich daran, dass du in der Nähe aufgewachsen bist und als Kind dann auch mal häufiger da warst.

Und ich glaube auch 1997, das hast du irgendwo im Interview gesagt, auch bei der Aufstiegsfeier dabei warst und dir ein Stück Rasen mitgenommen hast. Ja, sogar den vom Elfmeterpunkt. Aufstiegsspiel gegen Mainz, der wichtigste Mann auf Wolfsburger Seite, Roy Präger. immer noch eine Vereinslegende. Gab ja gerade 80.

Geburtstag vom VfL in Wolfsburg. Hier in Hamburg kippen wir ihn auch ganz gut. Ja, im HSV hat er dann auch noch gespielt, mehr oder weniger. Freitagabend übrigens auch hier im Volksparkstadion anlässlich 25 Jahre Juve, also auch hier als Legende dann wieder zu besuchen. Ja, also der VfL hat mich geprägt.

Im Grunde seit genau dem Tag, diesem Aufstiegsspiel gegen Mainz damals. Da hat Jürgen Klopp noch mitgespielt. Das ist jetzt nicht der Grund, weshalb mir das besonders in Erinnerung geblieben ist, aber es gab halt andere Emotionen. Und dann war das die Mannschaft, als ich Fußballfan geworden bin, bei der ich halt einfach die Bundesliga vor der Haustür hatte, und deswegen ist da auch ganz klar immer noch eine Sympathie vorhanden aber ich habe jetzt nie eine Dauerkarte gehabt für ein Vorfeld ich habe auch nie ein Trikot gehabt aber den Elfmeterpunkt, hat mir gereicht den habe ich mir dann, wenn es mal ins Stadion ging natürlich über die Schulter geworfen und gesagt ich bin richtiger Fan Ist der irgendwo noch eingepflanzt?

Der muss irgendwo im Garten meines Elternhauses sein. Aber er hat natürlich seine weiße Farbe über die Jahre verloren. Ich habe mir in dem Moment natürlich romantisch vorgestellt, dass da immer so ein weißer Punkt bei uns im Garten ist. Nee, er ist nicht mehr weiß, aber dieses Aufstiegsspiel lebt im Schlüterschen Garten fort.

Das kann ich schon so romantisch ausdrücken. Du warst ja auch beim Aufstiegsspiel des HSV im Stadion. Hast du dir auch den Elfmeterpunkt geklaut? Nee, da waren andere, glaube ich, auch schneller. Ich bin oben auf der Tribüne geblieben und habe geschaut, dass das alles nicht zu sehr ausartet. Trotzdem war das ja schon ein sehr besonderes Stadionerlebnis, wenn du so zurückerinnerst. Du hast ja auch schon viel erlebt.

Ich habe auch geguckt, die berühmte Champions-League-Spieler, wo du dabei warst, in Liverpool gegen Barcelona, glaube ich. So im Vergleich dieses Stadionerlebnis, Volksparkstadion, dann so ein Aufstiegsspiel ist wahrscheinlich auch schon weit oben. Ja. Ich weiß nicht, ob ich ein Ranking hinbekommen würde, aber irgendwie ist es natürlich dann einfach nochmal was anderes, wenn man da unten stehen darf und die Leute interviewen darf und im besten Fall gute Fragen stellt, aber ja, also das Spiel mit ja auch der Geschichte, die da stattgefunden hat.

Und es war irgendwie klar, dass der HSV nicht einfach glatt aufsteigt, sondern dass da auch nochmal irgendwas passieren muss. Und so war es dann ja auch zu Spielbeginn. Das war schon eins der Highlights. Vielleicht jetzt ein bisschen separierter erzählt, was so meine Zuschauererlebnisse angeht, nicht meine Berufserfahrung.

Berufserfahrung, du hast jetzt eine schöne Geschichte mit Frank Schmidt erzählt. Gab es ein Lieblings-HSV-Unterview, das du dich ganz besonders erinnerst? Da muss ich ja sagen, dass wirklich mein Problem ist, dass ich wenig im Volkspark war, weil ihr halt in meiner DAZN-Zeit, in der 2. Liga waren. In der Champions League waren sie auch nicht bei Prime?

In der Champions League waren sie bei Prime dann auch nicht. Das kommt natürlich jetzt dann, wenn man die HSV-Fans fragt, in den nächsten Monaten erst wieder. Nee, ich habe wenig Berührung beruflich bislang mit dem HSV gehabt. Eigentlich schade, aber ist so. Und irgendwie war es auch klar, dass wenn, ich bin jetzt seit vier Jahren hier und habe natürlich jedes Jahr aus Eigeninteresse gehofft, dass der HSV hochgeht, weil ich dann hier im Volkspark kurzer Dienstweg moderieren kann.

Und irgendwie war klar, wenn ich zur Sportschau gehe und keine Bundesliga mehr live aus dem Stadion mache, dann werden sie irgendwann hochgehen. Aber wenn das die Bedingung war, dann freue ich mich für sie. Ich erinnere mich an einen Podcast, den du vor ein paar Jahren mal bei Kicker Meets der Sohn mit Jonas Bolt aufgenommen hast.

Das müsste so auch ein Interview auf Augenhöhe gewesen sein, wenn ihr es im Stehen geführt habt. Mit Jonas haben wir es sogar zweimal gemacht, glaube ich. Und wir haben, ja doch stimmt, da war eigentlich relativ viel Berührung mit dem HSV, mit Tim Walter, mit Horst Drubesch. Also wir waren viel im Volkspark, wenn dann gerade nicht gespielt wurde, sondern wenn die Möglichkeit da war, für einen Podcast ein längeres Interview zu machen.

Oder wenn da die Verantwortlichen alle über 1,90 sind, dann gehst du auch mal zum HSV. War damals, also war Jonas Bolt mal hier, ansonsten schicke ich ihn vorbei. Der hat ja durchaus auch in seiner Zeit vorm HSV einiges erlebt. Beim HSV dann gerüchteweise auch, aber war spannend mit ihm auch so über diese Zeit, als er noch als Scout in Südamerika gewesen ist, zu reden.

Ich weiß noch, das war so unser erstes Gespräch mit ihm. Er war auch einer unserer ersten Gäste 2019, das weiß ich auch noch, aber ja, sind jetzt auch schon ein paar Jahre dazwischen. Ich schicke ihn mal wieder vorbei. Aber du hast offenbar noch einen guten Draht zu ihm. Ja, das ist einer der Menschen, die sogar auch, wenn gerade Zeit ist, den Tennisschläger mitschwingen.

Aber wenn ich mir meinen Doppelpartner aussuchen kann für Punktspiele, dann würde ich eher Stübi als Jonas Bolt nehmen. Es gibt auf jeden Fall noch eine andere Verbindung zwischen euch und die hören wir jetzt. Hallo Alex, ich hoffe, du hast den Empfang der Basketball-Europameister gut überstanden und bist wohlbehalten in Hamburg zurück.

Die meisten Menschen da draußen kennen dich als Experten für Fußball, Tennis und auch Basketball, wissen aber nicht, dass du als amtierender Fantasy-Football-Champion augenscheinlich auch eine Expertise für diese Sportart hast. Meine erste Frage daher, ist dem wirklich so oder gibt es zu Hause jemand, der dir die Aufstellung souffliert und dementsprechend mehr Recht hat als du?

Und wenn nicht, wie viele von uns wirst du diese Saison als Gejagter-Champion hinter dir lassen? Meine zweite Frage lautet, du bist nicht nur Mr. Sportschau vor der Kamera, sondern gerne auch aktiv. Für welche Sportart auf dem Platz kannst du dich denn am meisten begeistern? Viel Spaß beim Podcast. Ja, alle unsere Einspieler haben immer gerne mehrere Fragen heute für dich. Wunderbar.

Die Frage Nummer eins, wer soviel dir die Football-Aufstellung hast, glaube ich. Also erstmal muss ich sagen, Jonas, es zeigt Größe, dass du freiwillig hier erwähnst, dass ich vergangenes Jahr gewonnen habe. Die Regel ist übrigens bei unserer Fantasy-Football-Liga, das ist ja ein Begriff, dass wir da so wie Fußballfans so Communio oder Kicker-Manager-Spiel kennen, so gibt es das ja im Football auch.

Mag ich da sogar fast noch ein bisschen lieber, weil es nicht notenabhängig ist, sondern eher so ein bisschen wie bei Kickbase, vergleichbar mit Kickbase als sehr klar, wenn der so und so viele. Meter läuft mit dem Ball und einen Touchdown macht, kriegt der so und so viele Punkte also das ist ja direkt umrechenbar und offensichtlich habe ich im letzten Jahr die richtigen Leute geholt und die richtigen Leute aufgestellt oder auf den richtigen Menschen gehört gedraftet.

Jonas will auf meine Frau hinaus, auf die liebe Gesa, die da tatsächlich ein gewisses Händchen für hat. Und die ganze Geschichte ist, dass ich mit Jonas und Co. In einer Liga spiele, aber sogar schon zwei Jahre länger in einer Fantasy-Liga mit unter anderem meiner Frau. Weil ich von ihrer besten Freundin gehört hatte, dass die mit ihrem Mann abends immer Football geguckt hat Und so haben die super Sonntagabende zusammen.

Ich habe am Wochenende, so sehr ich meine Frau liebe, aber natürlich immer noch das Problem, dass ich gerne Sport gucke, selbst wenn ich dann selber mal nicht arbeite, aber Sport gucke, und sie dann mit den Augen rollt und sagt, boah, wieder können wir nicht was anderes machen. Und ich habe die Idee gehabt, wenn die jetzt Football-Fan wird, dann sind zumindest meine Sonntagabende gesichert, weil wir dann einfach zusammen auf der Couch sitzen und Football schauen.

Was könnte die Idee sein? Wir machen eine Fantasy-Liga auf mit ihrer besten Freundin und ihrem Mann. und eben auch ihr selbst. Und dann muss sie ja da immer hingucken, wie das dann so ist, weil sie will ja wissen, ob ihre Spieler punkten oder eben nicht. Resultat, sie hat in der ersten Saison vor mittlerweile, glaube ich, drei oder vier Jahren die Liga gewonnen, hat aber trotzdem keinen Football geguckt.

Und wir haben das Thema immer noch. Aber sie hat einfach ein Händchen dafür, die richtigen Leute aufzustellen. Und am ehesten höre ich auf sie, das stimmt. Aber ich möchte, wenn Jonas das schon so erwähnt hat, sagen, dass dieser Sieg in der Liga, die sehr umkämpft ist, Weil das alles, könnt ihr euch vorstellen, Jonas Bolt, Mo Fürst und Co.

Alles verdammt ehrgeizige Typen sind, die mit 36 Seiten Excel-Listen ausgedruckt zur Draft kommen. Weil es gar nicht so leicht ist, mich gegen die durchzusetzen. Das war ein hart erarbeiteter Sieg. Wer Jonas Bolt kennt, der weiß, er liebt ja auch Wortspiele. Und wer gerade genau hingehört hat, da kam einmal das Wort Recht.

Und wir haben ja auch erfahren, deine Frau ist Richterin. Vielleicht ganz gezielt dieses Wort benutzt. Wer hat denn bei euch zu Hause häufiger Recht? Ich habe zumindest keinen Hammer dabei, der recht sprechen kann. Es hält sich die Waage, würde ich mal diplomatisch ausdrücken. Ja, sehr gut. Auf jeden Fall ein sehr verwegener Plan, muss ich sagen, wie man zu mehr Football-Fernsehervergnügen kommt.

Ich habe jetzt während du das ausgeführt hast, darüber überlegt, was meine Frau sagen würde, wenn ich mit so einer Idee um die Ecke kommen würde. Ich vermute mal, sie würde mehr als mit den Augen rollen. Sie hat mich natürlich auch schnell durchschaut. Und es gibt diese Liga immer noch. Letztes Jahr hat sie dann auch wirklich versagt, muss man ehrlich sagen.

Dieses Jahr ist sie wieder besser dabei. aber das große Problem ist, sie guckt diese Spiele trotzdem immer. Deswegen bin ich dann meistens mit den Jungs zusammen irgendwo, wo auch immer gerade ausgerichtet wird und bin in meiner Herrenrunde. Du hast ja auch diesen Stammtisch schon angesprochen, wahrscheinlich geht es dann um den. Ist da Jonas Bolt dann auch häufiger dabei?

Ja, tatsächlich. Henning hat schon gesagt, du hast ihn bei Kicker meets The Zone kennengelernt. Wer war denn so der Podcast-Gast, der dich am meisten beeindruckt hat oder wo du die netteste, schönste Erinnerung dran hast? Es gab schönerweise ein paar, denn das wisst ihr, Podcast ist ja so ein Medium, bei dem man schon sehr tief reintauchen kann.

Das ist ja im Grunde das Gegenteil vom Drei-Fragen-Interview nach dem Spiel. Auch auf eine andere Art und Weise total schön. Christian Streich war prägend. Da bin ich damals mit dem lieben Kollegen Benni Zander extra nach Freiburg gereist, als er noch in Amt und Würden war und war unsicher, weil die gerade im Pokal, das war auch zum Saisonstart und die hatten in der ersten Pokalrunde total Mühe, so klassisch gegen irgendwie so einen Dritt-, Viertligisten und sind gerade so weitergekommen.

Und ich weiß noch, wir sind dann ins Stadion gefahren, hatten da einen eigenen Raum, in dem wir, so wie ihr jetzt, unsere Podcast-Technik vorbereitet haben und der sehr nette Pressesprecher vom SC Freiburg, der da auch immer noch arbeitet, der kam zu uns und hat gesagt, nur für euch so ein bisschen, um ein Gefühl zu bekommen, der Christian ist total sauer.

Der hat jetzt gerade die Mannschaft zusammengeholt, die sind hier direkt nebenan und macht jetzt eine Sitzung, Videoanalyse und ich hoffe, er zieht das jetzt schon durch mit euch, aber ich hoffe, es wird okay. Wir hatten ein wahnsinns Gefühl, als wir dann von nebenan laute Schreigeräusche gehört haben und mit unserer Podcast-Technik darauf gewartet haben, dass er dann gleich rüberkommt und haben uns nur gefragt, was bekommen wir von all dem jetzt noch ab oder hat er sich zumindest leer geschimpft, wenn er dann bei uns landet, und das Krasse war, nach so zwei, drei Fragen, die es definitiv gebraucht hat, ich glaube, man kann das immer noch nachhören, war der Schalter umgelegt und er hat irgendwie vielleicht auch für sich selber entschieden, ey, dann

lasse ich das jetzt noch einen guten Tag werden und wir haben total nett geplaudert, haben über diesen besonderen Menschen total viele besondere Dinge Er hat sich sogar danach dann noch eine Stunde mit uns über Gott und die Welt unterhalten und wir haben gedacht, boah, hätten wir einfach mal den Aufnahmeknopf nicht ausgedrückt, dann wäre es sogar noch ein bisschen schöner gewesen.

Aber das war sehr prägend, weil halt auch mit einem schwierigen Start. Christian Streich auf jeden Fall dann im Ranking ganz weit oben und ja, im Journalismus und in den Medien will man ja oft irgendwie ein Ranking sehen und hören und ja, zu diesem Thema kommt jetzt auch noch eine Frage, du hast ihn gerade schon erwähnt.

Achso, ich habe übrigens die zweite Frage von Jonas noch nicht erwähnt, aber das kann ich noch nicht beantwortet, also welcher Sport ist mir, wenn ich nicht am liebsten schaue, ne? Stimmt, die haben wir jetzt komplett ignoriert. Dafür bin ich doch Journalist. Nein, kann ich aber knapp machen, jetzt wo ich gerade beim Empfang der Europameister gewesen bin.

Also Basketball ist schon immer noch besonders für mich, muss ich sagen. Also ganz vieles ist ganz toll, auch Golf gucke ich total gerne, wenn jetzt Ryder Cup kommt, weiß ich, dass ich das gerne gucke und selber gerne spiele. Aber irgendwie hat Basketball schon einen speziellen Platz in meinem Fan- und Spielerherzen.

Okay, dann könnte es natürlich passieren, dass das Thema Basketball auch gleich in einer nächsten Antwort vorkommt. Denn die Frage von Benni Zander, du hast ihn eben schon angesprochen, deinem langjährigen Podcast-Partner, der eigentlich alles über dich weiß, aber eine Frage hat er dann doch noch. Hallo liebe Freunde, Benni Zander mein Name. Ich habe mir tatsächlich jetzt fast den halben Tag lang Gedanken darüber gemacht, ob es irgendeine Sache gibt, die ich über Kollege Schlüter noch nicht weiß oder die wir in den letzten.

Ich weiß nicht, wie viele Jahre sind es denn jetzt, 15, 16, 17, irgendwie sowas, nicht schon miteinander besprochen haben. Und ich bin auf folgende Frage gestoßen. Da habe ich zwar so eine leise Vorahnung, aber da weiß ich tatsächlich nicht genau, was die Antwort ist. Deswegen von all den vielen tollen Interviews, die du in deiner Karriere bislang so führen durftest.

Bei vielen durfte ich ja zumindest, wenn es um längere Geschichten im Podcast ging, hauptnah mit dabei sein. Welches ist dein Top 1 Interview was du bislang machen durftest als Interviewer, als Moderator in all den Jahren, die du jetzt diesen Job machst das würde mich tatsächlich mal sehr interessieren ansonsten wünsche ich euch jetzt noch viel Spaß beim Podcast und Schüdenmann melde dich nochmal wieder bei mir Tschüss Die Antwort ist ja klar, also wahrscheinlich Frank Schmidt Frank Schmidt auf der 1, weit vorne dann lange nichts, Das Erste, was mir jetzt in den Kopf gekommen ist, ist ein Interview, bei dem Benni ausnahmsweise nicht dabei gewesen ist, weil es nichts mit dem Podcast zu tun hatte.

Und zwar mit Dirk Nowitzki am anderen, also fast anderen Ende der Welt in Südafrika. Da sind wir wieder beim Basketball. Ja, ich hatte schon einen richtigen Riecher. Ich hatte das große Glück, als ich noch für The Zone gearbeitet habe, so 2017 muss es gewesen sein, in 2017 mit ein, zwei Kollegen beim NBA-Africa-Game sein zu dürfen. Das wurde damals in Südafrika gespielt.

Da war Dennis Schröder schon mit dabei und Dirk Nowitzki war eben auch mit da. Und es ist immer so, afrikanische Auswahl gegen, ich weiß gar nicht genau, was es ist, amerikanische Auswahl. Ich weiß auf jeden Fall noch, dass es eine ganz prägende Woche gewesen ist, weil nicht nur dieses Spiel stattgefunden hat, sondern drumherum auch ganz viele Dinge passiert sind, die ganz speziell waren und die Spieler, die da in dieser NBA-Welt normalerweise schon sehr abgeschirmt werden, einen sehr nah herangelassen haben, weil es auf einem anderen Kontinent dann doch irgendwie ein bisschen anders gewesen ist.

Mit Dirk Nowitzki, das war halt immer mein Held. Also Fußballer gibt es ganz viele Tolle, die ich interviewen durfte, aber so einen richtigen Helden habe ich eigentlich nur einen, das war immer Dirk Nowitzki. Und mit dem durfte ich dann zum Glück auch ganz viel Zeit verbringen. Und der hat sowieso so eine Art, die nochmal anders ist als von ganz vielen anderen netten Menschen.

Das ist schon krass. Und mit dem habe ich fast gar nicht über Basketball, sondern über vieles, was da vor Ort auch sehr, sehr prägend war, geredet. Wenn du da in den Slums bist und wenn du dir dann auch Gedanken machst, so wie A, du helfen kannst, aber B, auch privilegiert du bist und was es für ein verdammtes Glück ist, dass du das machen kannst, was du machen darfst und wie dein Leben eigentlich auch aussehen könnte, wenn du einfach nur das große Pech hättest, an einem anderen Ort dieser Welt geboren worden zu sein.

Und ich weiß, dass ich mit ihm, das Bild habe ich noch vor Augen, dass ich mit ihm ganz weit weg in Südafrika gesessen habe und eine ganze Weile über diese Themen gesprochen habe. Und das war schon sehr speziell. Und da ist es dann ja auch mal total schön, wenn ich vorhin gesagt habe, so über Fußball oder über Sport grundsätzlich mit den Sportlern reden, ist erstmal immer Plan A.

Da war Plan B, mal was ganz anderes zu machen, total toll. Lustigerweise, tatsächlich zu meinen Top 3 gehört auch Dirk Nowitzki, das ist schon über 20 Jahre her, aber kann ich nur alles bestätigen, wahnsinnig toller Interview. Partner. Jetzt ist das Leben kein Wunschkonzert, aber du wurdest eben gefragt nach deinem Lieblingsinterview bisher, wen würdest du denn gerne mal interviewen, den du noch nicht vor der Kamera hat ist?

Oder vor dem Podcast, Mikrofon oder wo immer? Also ausführlicher würde ich, also ich hätte gerne mal viel Zeit mit Pep Guardiola. Mit dem hat es bislang nur so zu maximal zehn Minuten gereicht und da redet man natürlich dann in erster Linie über Fußball. Davon hat er ja gerüchteweise auch ein bisschen Ahnung, aber mit dem mal so eine Stunde zu haben, das wäre schon toll.

Sowas macht er auch nicht ich kann mich nicht erinnern in deiner Bayernzeit dass er auch nur ein einziges größeres Interview irgendeinem Medium dieser Welt gegeben hat nee, ist auch nicht der Typ ich glaube spanischen Medien hat das ein, zwei Mal gegeben aber, wirklich auch selten ich habe jetzt gerade zufälligerweise in München mit jemandem gesprochen der ihn so ein bisschen besser kennt und ihn eben entsprechend auch viel erlebt hat und hat auch bestätigt dass das auch einfach nicht sein Ding ist obwohl der natürlich, theoretisch komplett sprudeln könnte, wenn es um Fußball geht.

Also natürlich könnte der jetzt hier sitzen, wenn er weiß, dass keine Mikros laufen und keine Kameras da sind und könnte, würde wahrscheinlich gar nicht aufhören, mit hier. Wasserflaschen und Gläsern die Aufstellung sämtlicher Topmannschaften Europas durchzuexessieren. Also das könnte er schon machen, aber dafür ist er, glaube ich, einfach nicht so der Typ.

Roger Federer, ich glaube ich zwei Sätze gewechselt, also das wäre auch ein besonderer Typ. Also ich glaube, ihr merkt ja, es ist dann wahrscheinlich die Kombination aus fantastischem Sportler, Schrägschicht Trainer und dann aber eben auch noch einem besonderen Menschen und das dann mal so ans Mikro zu kriegen, ist dann auch das größte Privileg.

Jetzt bist du ja Mikro in der ARD, in der Sportschau in einer etwas anderen Rolle, führst da jetzt nicht so viele Interviews dann, aber bist ja in der ARD dann wahrscheinlich auch trotzdem bei anderen Formaten unterwegs, hast du auch schon angedeutet, Weißt du schon, ob du hier und da jetzt woanders zu sehen bist, wo du dann auch die Chance hast, längere Interviews zu führen?

Ja, also ich mache, ja was heißt längere Interviews? Also ich weiß natürlich, was ich so an Live-Berichterstattung mache aus dem Stadion, das würde mir sonst auch zu sehr fehlen, aber das wird definitiv passieren. Es gibt so ein paar Ideen gerade, A im Podcast-Bereich, aber B auch, was vielleicht nochmal andere Formate angeht, bei denen ich, weil ich da selber auch viel zu viel Lust drauf habe, ausführlicher mit Leuten spreche. Es ist tatsächlich noch nicht spruchreif, aber es gibt tatsächlich ein paar Ansätze.

Ich habe das ja vorhin gesagt, es ist halt einfach eine riesige Spielwiese und ich muss jetzt selber gerade so ein bisschen sortieren, wie auf so einem ganz tollen Spielplatz. Wo gehe ich jetzt überall hin und wo muss ich vielleicht auch ein bisschen aufpassen. Dass ich mir da nicht die Finger klemme, aber es gibt schon eine Menge Ideen und auch total viel Spannendes.

Da freuen wir uns drauf. Auf jeden Fall freuen wir uns auch auf viele, schöne Sportschau-Abende mit dir, ab und an noch mit dem HSV vielleicht, nicht in diesem Sonnabend, aber du bist sicherlich auch beim HSV im Stadion immer herzlich willkommen und schön, dass du bei uns warst, auf jeden Fall. Hat großen Spaß gemacht.

Vor allen Dingen, Frank Schmidt werden wir mal einen kleinen Tipp geben, dass er hier mal reinhören sollte. Vielen Dank. Vielleicht als Stimmungsaufheller am Samstag. Frank Schmidt, hören Sie doch nochmal das Interview von damals, dann haben Sie richtig Bock auf Fußball. Genau, dann hören wir Frank Schmidt am Sonnabend in der Sportschau.

Du dann auf dem Sofa vorher mit dem HSV auf dem neuen Sofa. Und genau, wir hören uns dann in der kommenden Woche wieder hier nach dem Spiel gegen Heidenheim und dann vor dem nächsten Schlüsselspiel bei Union Berlin. Bis dahin in Hamburg sagt man Tschüss und bei uns heißt das. Auf Wiederhören. Danke, dass ich hier sein durfte.

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