
HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk
HSV-Frauen vor Start gegen den VfL Wolfsburg: Das ist das Saisonziel
Donnerstag, 4. September 2025 · 31 min
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Shownotes
Die HSV-Frauen starten nach 13 Jahren Abstinenz am Sonntag (16 Uhr) wieder in die Bundesliga. Erster Gegner im Volksparkstadion ist direkt der Vizemeister VfL Wolfsburg. Bislang sind schon etwas mehr als 9000 Tickets verkauft worden – auch Freunde und Familie von Kapitänin Pauline Machtens haben sich mit Karten eingedeckt.
Die 23-Jährige spricht vor dem Saisonstart im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“ über die Vorberitung unter Neu-Trainerin Liése Brancão, ihr Spagat zwischen Studium und Profifußball und über Rituale nach der Ernennung zur Kapitänin. „Wir freuen uns extrem auf das Spiel gegen den VfL Wolfsburg“, sagt Machtens.
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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Endlich, am Wochenende geht die neue Bundesliga-Saison los. Der HSV startet mit einem Heimspiel. Nicht die HSV Männer, die haben nämlich frei, sondern die HSV Frauen. Die starten direkt mit dem richtigen Kracherspiel im Volksparkstadion gegen den VfL Wolfsburg.
HSV, wir müssen reden, heißt unser Podcast. Das passt ganz gut, weil wir müssen auf jeden Fall über dieses Spiel, über die neue Saison, über den Aufstieg und über das Spiel sprechen. über so viel mehr reden. Und deswegen freue ich mich zu einen, dass wir hier unseren HSV-Fraunexperten Frederik Kasper haben. Moin Freddy. Moin Kai.
Und noch mehr freuen wir uns zusammen, dass wir einen Gast haben, nämlich die Kapitänin des HSV, die Kapitänin der Bundesliga-Mannschaft des HSV. Ganz herzlich willkommen, Pauline Machtens. Moin. Ja, Pauline, erzähl mal, du studierst ja noch nebenbei an der Uni Hamburg. Wie oft wurdest du in den letzten Wochen von deinen Kommilitonen gefragt, ob du denen Tickets besorgen kannst?
Ich habe tatsächlich gerade Semesterferien, aber ich glaube, so zum Ende der Saison, wo dann klar war, dass wir aufsteigen, haben schon ein paar gefragt. Ich glaube, die meisten Anfragen waren Bayern München oder Werder Bremen. Da habe ich dann gesagt, ja, schreibt mir nochmal, wenn es dann soweit ist.
Aber ich glaube, da werden noch ein paar auf mich zukommen. Aber in der internen Ranking hätte ich jetzt auch gedacht, VfL Wolfsburg muss doch dann mindestens an Platz drei kommen, so bei den Karten wünschen, oder? Ja, da haben wir bisher noch nicht drüber geredet, aber ein paar kommen jetzt auch zum Wolfsburg-Spiel, ja. Und aus deiner Familie?
Wie viele Karten, ich weiß gar nicht, wie das bei den Frauen ist, bei den Männern darf man glaube ich fünf Karten sich sichern. Wie ist das bei euch? Wie viele Freikarten hast du bekommen fürs Spiel? Zwei Freikarten bekommen wir. Oh, sehr strict. Ja, aber der Rest der Familie kommt auch, denen habe ich dann auch noch Karten besorgt.
Aber es gab ja ein sehr gutes Angebot, was ihr den Fans gemacht habt, für 18,87 Euro eine Dauerkarte zu holen. Da haben hoffentlich viele auch von deinen Freunden und Freundinnen zugeschlagen und sich für den sehr günstigen Preis. Ja, also mein Bruder meinte, der hier auch in Hamburg wohnt, meinte, das muss er sich ja nicht holen, weil er dann eine Freikarte immer sich hat und dann meinte ich, ja okay, passt so und ich glaube, der Rest, meine Familie, die kommen dann immer spontan, welche Spiele passen.
Der Bundesliga-Aufstieg, der ja viel umjubelt worden ist und dann auch noch mit dem Rathausmarkt und das Ganze gedöhnt, das ist jetzt ein paar Wochen, zwei Monate her. Wie fühlt sich das jetzt an? Bundesliga startet am Sonntag für euch. Bundesliga-Feeling, bist du schon voll in diesem Gefühl drin? Ja, ehrlicherweise, also klar, wir sind schon voll im Modus drin.
Das Training oder jetzt die ersten Wochen oder die Vorbereitungswochen waren sehr intensiv. Wir haben uns sehr gut vorbereitet. Ich glaube, der Modus kommt dann so Samstag, Sonntag erst. Jetzt gerade fühlt sich das noch nicht ganz so real an, muss ich sagen. Aber ich glaube, wenn man dann so richtig auf die Spielvorbereitung zugeht, dann wird es nochmal richtig ernst.
Du sagst, ihr habt euch intensiv vorbereitet. Ich war zum Teil auch dabei beim Kurztrainenslager in Valente. Eure neue Trainerin, auf die wir nachher nochmal zu sprechen kommen, Liyege, oder Li, wie ihr sagt, Brancao, hat mir, ich glaube, zum Beginn der Vorbereitung mal gesagt, da waren ein paar Wochen gerade gespielt, dass ihr vom athletischen Niveau noch nicht ganz da seid, wo sie euch gerne hätte, weil es ja eben auch ein großer Unterschied ist zwischen 2. und 1. Liga.
Wie fit seid ihr denn jetzt, so ein paar Tage vorm Start? Ich würde schon sagen, dass wir fit sind, natürlich. Ja, ich glaube dann auch während der Saison von Spiel zu Spiel kommt dann auch noch immer mehr Fitness dazu. Aber ich würde sagen, dass wir schon auf einem guten Level sind und dass wir für Sonntag gut vorbereitet sind.
Jetzt habe ich eben gesagt, bei den Karten würde ich vermuten, dass Wolfsburg möglicherweise an dritter Stelle ist. Was das Sportliche betrifft, sind sie ja mal mindestens an zweiter Stelle, würde ich sagen, hinter Bayern München. Ist ja auch der Vizemeister letzter Saison gewesen. gleich so ein richtiger Kracher zum Start.
Vielleicht eine doofe Frage, aber ist das eigentlich gut? Weil man dann gleich weiß, wo man ist in der Saison und wir kommen in der Bundesliga. Oder hättet ihr euch vielleicht auch eher einen Gegner gewünscht, wo man so langsam in die Bundesliga reingrätschen kann? Ja, ich glaube, am Ende gibt es keinen langsamen Start in der Bundesliga.
Also wir kommen jetzt als Aufsteiger hoch. Und ich glaube, da gibt es kein Spiel, wo man sagt, da hätten wir uns als Start gewünscht, weil das wäre ein einfaches Spiel geworden. Also ich glaube, am Ende ist es egal, weil wir spielen ja eh dann gegen alle. Und ich glaube einfach so fürs Gefühl ist Wolfsburg schon ein guter Gegner zum Start, weil es ist einfach ein Name, der da auf uns zukommt, Spielerin, die man irgendwie als kleines Kind schon verfolgt hat, die da kommen.
Und ich glaube, am Ende ist es egal, wer kommt, aber wir freuen uns jetzt auf Wolfsburg. Hast du als kleines Kind, eigentlich auch mal, muss ich nachhaken, Vorbilder gehabt aus dem Frauenfußball oder aus dem Fußball generell? Ja, nicht so richtig Vorbilder. Ich habe einfach Spielerinnen oder Spieler, die ich mir gerne angeguckt habe.
Und klar, jetzt so eine Alexander Popp, Svenja Huth, die da kommen, die waren als Kind dann schon so die ersten Frauenspielerinnen, die man gesehen hat, über die gesprochen worden sind, die Familie kannte, also so im Fernsehen. Deswegen, das ist schon cool, wenn man jetzt gegen die spielen kann. Meine Nichte, schöne Grüße an Lotta, spielt bei Altona 93 und hat, weil es in Hamburg nichts gab, die ist immer zum VfL Wolfsburg gefahren die letzten Jahre, hat Champions League dort geguckt, ist ein Riesenfan jetzt vom VfL Wolfsburg geworden.
Gucken wir mal, ob wir sie jetzt auf die Hamburger Seite bekommen. Wie war das bei dir? Also hast du dir auch richtig dann, bist du nach Wolfsburg mit deiner Familie gefahren, weil im Norden gab es ja nichts anderes oder wo hast du zugeguckt früher? Nee, ich hatte nicht so einen Verein im Frauenfußball, den ich mir angeschaut habe. Ich glaube dann aber so die Nationalmannschaftsspiele safe.
Also wenn das mal in der Umgebung ein Spiel war, ist man schon auch hingegangen. Und ja, irgendwie auch cool, dass man jetzt gegen Spielerinnen spielt, die man als Kind sich angesehen hat und auch irgendwie lieben gelernt hat. Sorry, eine doofe Frage vielleicht, aber wie ist das mit dem Trikotausch? Dürft ihr, müsst ihr das dann zahlen, wenn ihr danach irgendwie mit irgendeinem Idol dann nochmal tauscht oder ist das, drückt der Verein an ein Auge zu und ihr dürft das behalten und euch an die Wand nageln?
Ne, ich glaube also jetzt für die Saison sind schon für jede Spielerin eine Anzahl von Trikots vorgegeben. Ich glaube, wenn ich die jetzt weggeben würde, dann würde unsere Zeugwärterin schon ein bisschen meckern. Das kann man sich dann vielleicht fürs Ende nochmal aufheben, weil dann da die Trikots quasi die eigenen sind, die man dann auch verschenken dürfte.
Aber ich glaube, vielleicht vom VfL Wolfsburg oder Bayern München, die Spielerinnen, die kriegen mal öfter welche. Vielleicht kann man da trotzdem nach einem einseitigen Trikotausch machen. Vielleicht wollen die auch einen zum Haarsom mal haben. Ja, vielleicht sollen sie nochmal Bescheid sagen und vielleicht kann man dann später nochmal das Trikot nachreichen.
Ihr spielt am Sonntag im Volksparkstadion. Da seid ihr jetzt schon ein bisschen erprobt von den DFB-Pokalspielen in der vergangenen Saison. Da waren sehr viele Zuschauer da, gegen Werder Bremen war es ausverkauft. Jetzt kommen am Sonntag wahrscheinlich, aktuell sind 8500 Tickets verkauft. Also es ist natürlich eine schöne Kulisse für das erste Spiel. Hättest du dir, Mehr erhofft? Ne, was heißt erhofft? Also ich glaube, wir sind sehr dankbar für jeden einzelnen Zuschauer, der kommt.
Und wenn man das vergleicht zur letzten Saison mit 600 Leuten am Platz 6, das ist schon nochmal eine Hausnummer, die da auf uns zukommt. Und ja, an dem Stadion 10.000 oder was am Ende dann dabei rumkommt, das wird, glaube ich, Eindruck machen. Das wird auch auf den VfL Wolfsburg Eindruck machen, weil die in ihrem AOK-Stadion, da passen, ich weiß gar nicht, 2.000, 3.000 rein ungefähr.
Deswegen, ich glaube, die freuen sich ja auch auf das Stadion. Und ich glaube, das können wir schon irgendwie zu unserem Vorteil machen, dass wir halt mit 10.000 vielleicht im Rücken spielen können. Die beiden Spiele, die Freddy eben angesprochen hat, die beiden DFB-Pokalspiele, das waren ja richtige Highlight-Spiele, ganz besondere Spiele.
Ihr habt aber eure Heimspiele immer auf den Nebenplatz ausgetragen. Fühlt ihr euch denn jetzt schon im Stadion eigentlich zu Hause? Oder muss man sich vielleicht auch an diese Kulisse erstmal langsam gewöhnen? Weil ich stelle mir das so vor, auf so einem kleinen Platz, wo dann 600 Zuschauer sind, dann versteht man auch, wenn hinten die Torhüterin irgendwas ruft und die Störberin hört sie, das wird im Stadion ganz anders sein.
Also da werdet ihr wahrscheinlich nicht so euch Kommandos von vorne nach hinten und zurück wieder geben können. Ja, total. Also wir haben ein paar Spieler ja jetzt schon gemacht in Stadien, zum Beispiel auch in Union Berlin. Da hat man schon gemerkt, dass es was anderes ist. oder in unserem Stadion natürlich, wenn man sich nicht so gut verstehen kann, sondern eher mit Gestik dann sich verständigen muss.
Und nee, also ich glaube, Routine ist es noch nicht. Das wird auf jeden Fall auch kommen, dann in den Spielen im Laufe der Zeit. Aber jetzt am Anfang muss man sich, glaube ich, schon nochmal dran gewöhnen, weil die Spieler, die wir jetzt im Pokal auch gespielt haben, Ich glaube, wenn man sich so dran zurückdrängt, dann fühlt sich das immer noch nicht so richtig real an, was wir da erlebt haben.
Und es wird auf jeden Fall nochmal was Besonderes sein, jetzt am Sonntag dann wieder da zu spielen. Aber es wird auch was anderes sein. Liegt ihr eigentlich auch mal auf andere Stadien? Also ich glaube, Nürnberg spielt auch im Max-Mordock-Stadion, Union. Ihr spielt im Weserstadion im Oktober. Köln bin ich mir gerade gar nicht sicher. Nee, die haben auch ein kleineres daneben. Aber wir hatten ja schon deutlich größere Stadien als jetzt in der vergangenen Saison.
Also guckt man da auch schon mal auf die Auswärtsspiele, als der Spielplatz rauskam, und man denkt so, ja, da ist mal ein großes Stadion, was auf uns wartet. Ja, das auf jeden Fall. Also letzte Saison die Spiele, ich weiß nicht, gegen SC Sand oder Andernach, das waren eher so Dorfplätze. Ich glaube, da kommen dann schon andere Highlights auf uns zu.
Viele Stadien, viele coole Städte, die dazukommen, viele coole Mannschaften. Also da wird eigentlich jedes Spiel ein Highlight sein. Ich glaube, München hat jetzt den Anspruch, die wollen den Bundesliga-Rekord brechen, was die Kulisse betrifft, mit dann 50.000. Dann muss ja eigentlich der HSV direkt als Ziel ausgeben, 57.000 vielleicht dann beim Heimspiel gegen die Bayern. Also ihr kennt ja 57.000.
Ich vermute mal, dass es so viel Bock gebracht hat, dass das nicht so schlimm wäre, wenn es doch ein zweites Mal passieren würde. Nee, also das nochmal zu erleben, wäre natürlich ein Traum. Ich glaube, wir haben jetzt schon so ein bisschen nach München geblickt auf die Ticketverkaufszahlen. Ich glaube, wir haben jetzt 50.000 verkauft, da werden wahrscheinlich noch ein paar dazukommen.
Vielleicht brechen sie den Rekord, den wir aufgestellt haben. Ja, ich gönne sie natürlich. Es ist cool, vor so vielen Menschen zu spielen. Aber dass wir das nochmal erleben wollen, ist glaube ich auch klar. Jetzt sprechen wir über die großen Gegner Bayern, Frankfurt, Wolfsburg, wie sie alle heißen. Es sind in der Liga natürlich auch Spiele gegen SGS Essen, gegen Jena, gegen Nürnberg, Heimspiele.
Wo sie vielleicht dann auch nicht so attraktive Termine haben wie jetzt am kommenden Sonntag. Habt ihr euch manchmal überlegt, solche Spiele vielleicht dann lieber an einem kleinen, engen Platz, wo wirklich die Leute ja quasi auch zum Spielfeld schon rennen können, dort auszutragen oder im Zweifel, oder was ist denn die bei Zweifel sowas, oder dann so 2000 Leute im Volksbankstadion, was dann halt sich ein bisschen verliert in so einer riesen Schüssel?
Ja, also klar, vor 57.000 zu spielen ist eindrucksvoller als vielleicht vor 2.000, 3.000. Aber ich glaube, selbst das wird toll sein, Volksparkstadion, die Spiele da zu spielen. Das ist ein Erlebnis für jede von uns, wird jede Woche oder jedes Heimspiel auch wieder erneut sein. Und ich glaube, ja, klar, wird man sich vielleicht immer ein ausverkauftes Stadion wünschen.
Aber ich glaube, jedes Spiel hat so seinen eigenen Charakter und da werden die kleinen Spiele auch cool sein. und wie gesagt, wir freuen uns um jeden Zuschauer. Und das sind ja wahrscheinlich die Spiele, wenn man so die Saison mal ein bisschen. Vorausschauend planen würde, wo es um die richtig wichtigen Punkte geht, im vermutlich Abstiegskampf, den es ja wahrscheinlich geben wird.
Ja, klar, also bei den Spielen heißt es, Punkte zu holen, aber wir wollen auch gegen die großen Gegner uns nicht verstecken und nicht ins Spiel gehen, quasi irgendwie versuchen, das Spiel rüberzubringen oder über die Bühne zu bringen. Also ich glaube, wir können in jedem Spiel mutig aufspielen und dann sehen wir, was daraus resultiert.
Habt ihr euch mannschaftsintern zusammengeschlossen und ein Ziel ausgegeben, das du auch kommunizieren magst und möchtest oder so gut wie möglich? Ja, also ich glaube, es versteht sich von selbst, dass wir jetzt als Aufsteiger erstmal natürlich den Klassenerhalt festmachen möchten, aber wie gesagt, wir wollen uns auch nicht verstecken.
Jedes Spiel bringt eine neue Chance, was eigentlich auch cool ist, weil letzte Saison wurde so, ja, wir mussten das Große und Ganze betrachten, weil jedes Spiel eigentlich am besten gewonnen werden musste. Und jetzt haben wir jedes Spiel eine neue Chance, Punkte zu holen. Und das ist eigentlich auch ganz cool, weil man dann irgendwie einen ganz anderen Charakter in der Saison hat. Und darauf freuen wir uns auch sehr.
Jetzt geht dir die Saison an und du hast eine neue Rolle in der Mannschaft übernommen. Du bist jetzt Kapitänin der Bundesliga-Mannschaft. Wie hat sich so deine Rolle im Sommer verändert oder hast du eine Veränderung wahrgenommen vielleicht auch? Ja, ich würde gar nicht sagen, so eine große Veränderung. Also klar, man steht irgendwie schon nochmal anders, glaube ich, in der Kritik mit sich selber vor allem.
Ich glaube, die anderen haben gar nicht so eine große Erwartung an einem, aber man selber möchte schon irgendwie auch was erfüllen, was irgendwie eine Kapitänin ausmacht. Aber ja, ich habe ein tolles Team um mich herum, ein tolles Trainerteam, die es mir einfach machen. Es gibt viele, die auch Verantwortung übernehmen, also ich stehe da auf jeden Fall auch nicht alleine auf dem Platz oder auch neben dem Platz.
Deswegen könnte ich mir keine bessere Mannschaft wünschen, wo ich Kapitänin bin. Kannst du uns einmal ganz kurz in die Kabine mitnehmen? Wie war das, als die Trainerin auf dich zugekommen ist? Hat sie dann gefragt? Ich habe mir das so und so überlegt. Kannst du dir das vorstellen? Möchtest du unsere Kapitänin sein? Hat sie das angeordnet?
Wurde das gewählt? Also wie bist du Kapitänin geworden? Ja, es war eigentlich relativ unspektakulär. Ich glaube, das war vor dem ersten Testspiel, Abschlusstraining, wo mich die Trainerin zu sich gerufen hat und meinte, ja, sie würde mich gerne als Kapitänin in der nächsten Saison haben, was ich dann davon halten würde.
Und dann habe ich gesagt, ja, also klar, wieso nicht, wenn du das so entscheiden möchtest und das Gefühl hast, dass es so das Richtige ist, dann auf jeden Fall. Also das nimmt man dann gerne an, ist ja auch irgendwie ein schöner Vertrauensbeweis von der Trainerin oder vom Trainerteam und ich habe mich dann schon sehr gefreut.
Und musst du einen ausgeben dann? Ja, ich musste erst mal durch den Tunnel laufen, erst mal ein paar Schläge auf den Rücken bekommen und dann musste ich auch noch einen Kasten ausgeben, ja. Jetzt habt ihr euch in der Sommerpause auch deutlich verstärkt und der Kader hat sich deutlich verändert. War dann deine Rolle auch als Kapitänin so ein bisschen, das hast du, glaube ich, mal im Trainingslager erzählt, so ein bisschen das Bindeglied zu spielen zwischen Mannschaft, Trainerteam, neuen Spielerinnen, auch gucken, dass sich jetzt nicht so Grüppchen bilden vielleicht, sondern dass alle irgendwie gemeinsam beim Floßbau das, was ihr ja gemacht habt, mithelfen?
Ja, also klar, man ist irgendwie dann schon das, oder versucht, das Bindeglied zwischen Trainerteam und Mannschaft zu sein, aber so Grüppchen, Bildung und so, muss ich sagen, gibt es gar nicht so richtig bei uns. Also mit den neuen Spielerinnen, klar, es war großer Umbruch, den wir hatten, aber das ist irgendwie gar kein Problem gewesen, die neuen Spielerinnen zu integrieren.
Deswegen habe ich das, ist eigentlich nicht so eine richtige Aufgabe von mir, sondern ich glaube einfach, ja versuchen überall reinzuhören, wo gibt es vielleicht kleine Problemchen, die man lösen kann, die man mit dem Trainerteam lösen kann, um einfach... Nichts aufkommen zu lassen, was stören könnte dann am Ende auf dem Platz.
Die Trainerinnen kamen ja von St. Pölten aus Österreich und einige Spielerinnen kamen auch aus St. Pölten. Da gibt es jetzt keine kleinere Gruppe, eine Österreich-Gruppe sozusagen, eine Österreich-Connection. Nee, gar nicht. Also die einzige Gruppe, die da noch in Verbindung gebracht wird, ist die Akzent-Gruppe.
Also der österreichische Akzent ist auf jeden Fall auch noch dabei. Weil da habe ich manchmal auch schon noch Probleme. Ich weiß nicht, ob es an meinen Ohren liegt oder an der Aussprache von den Leuten. Aber nee, also so menschlich gesehen ist das gar kein Problem. Ich glaube, Li hat mir auch mal im Gespräch gesagt, dass sie zum Beispiel sagt, Richtung zweite Stange orientieren.
Womit sie den zweiten Pfosten meint, weil in Österreich hat sie zum Pfosten Stange gesagt. Also gab es so kleinere Verständnisprobleme mal, aber die habt ihr wahrscheinlich relativ schnell aus dem Weg geräumt. Also da wird dann einmal kurz nachgefragt. Ich glaube, die größten Verständnisprobleme gibt es mit Bruni.
Die hat die meisten Begriffe oder Wörter, die irgendwie gar nicht bekannt sind. Aber ja, das ist dann auch eher lustig und dann sprechen wir kurz drüber und ein paar Sachen, ich glaube, ein Wort wollte ich mir merken, habe ich jetzt schon wieder vergessen. Aber es gibt Wörter auf jeden Fall, die cool sind, die ich mir dann auch eigentlich aneignen möchte.
Du hast schon gesagt, als Kapitän hat sich jetzt für dich nicht so viel geändert. Ihr seid jetzt in der Bundesliga. Vorher wurde gesagt, also in der Bundesliga, das sind dann auch bei uns alles Profis und Fußball ist an erster Stelle. Du studierst auch noch. Kannst du uns mal so ein bisschen erzählen, wie eigentlich dein Alltag mit Fußball und Studium aussieht, wie du das beides parallel hinbekommst, das unter einen Hut zu bekommen?
Ja, wie eben schon gesagt, ich hatte zum Glück jetzt die erste Zeit Semesterferien. Das war ganz gut so zum Reinkommen, aber ja, vor zwei Tagen musste ich schon meinen Stundenplan für das nächste Semester wählen oder zusammenstellen. Da hatte ich schon so ein bisschen Angst, dass es vielleicht nicht passen könnte mit den morgendlichen Trainingsstunden.
Aber ja, es hat eigentlich jetzt ganz gut funktioniert. Ich konnte mir halt den Stundenplan so ein bisschen legen. Die Uni ist eigentlich auch relativ gesprächsbereit, dass man da Kompromisse eingehen kann. Und ja, ich werde halt jetzt dann hoffentlich, wenn der Sturmplan so dann auskommt, wie ich mir das vorstelle, halt morgens trainieren und dann meistens am Nachmittag dann nochmal zur Uni gehen. Ein Kurs, den ich habe, ist Touren.
Da bin ich leider nicht drum rumgekommen. Mal sehen, was das so bringt. Aber ja, ich glaube, ich kriege das eigentlich ganz gut in deinen Hut. Du studierst Sportwissenschaften in Hamburg, ne? Ja, genau. Habe ich auch studiert, aber links 20 Jahren, das ist lange her. Also bei uns war es so, man musste insgesamt acht praktische Sportarten über das Studium haben und von diesen acht vier im Schwerpunktfach. Ist das immer noch so?
Ja, genau, ungefähr. Also zwei Vertiefungen dann von diesen Fachausbildungen, die man hat. Ich habe jetzt Ton noch nicht in der Vertiefung gewählt. Mal sehen, ob mir das gefällt oder nicht. Ich glaube eher nicht. Ich vermute mal, du wirst Fußball nehmen als eine Vertiefung. Ja, es gibt Zielschussspiele als Kurs. Da ist Fußball auch mit dabei.
Das sollte hoffentlich dann auch eine Vertiefung sein. Und du hast dann aber schon jetzt mit der Unileitung einmal gesprochen. Du hast gesagt, ich bin jetzt Pauline und ich bin ja beim HSV und wäre schön, wenn wir das irgendwie gemeinsam hinbekommen. Ich meine, welches Studienrichtung sollte da ein größeres Verständnis aufbauen, als wenn man Sport studiert?
Das war so und dann habt ihr zusammen ein bisschen entschieden, wie ihr das macht und das kommt dir die Studienleitung entgegen. Ja, total. Also jetzt die ersten vier Semester war es gar nicht nötig, weil wir ja nachmittags trainiert haben und da hat das eigentlich ganz gut gepasst. Jetzt quasi für die neue Saison, wo wir morgens trainieren und ein bisschen mehr eingespannt sind, haben wir einen Spitzensportlerantrag genehmigt bekommen.
Also das heißt, dass wir so ein bisschen mehr Kompromisse quasi haben. Wir haben ein bisschen mehr Fehlzeiten, die wir eingehen können. Und ja, das wird am Ende, glaube ich, auch nötig sein, weil wir halt dann auch Freitagsspiele haben, Montagsspiele. Aber genau, die Uni kommt da eigentlich sehr gut.
Ihr seid die Experten. Hat man bei Sportwissenschaften auch richtige Prüfungen, also Klausuren, die man schreibt und nicht nur praktische Prüfungen, sondern wahrscheinlich auch, wofür man mal ein bisschen büffeln muss, gegen Ende des Semesters? Ja, also ich muss sagen, es gibt andere Studiengänge, wo man mehr büffeln müsste, deswegen studiert man natürlich Sport. Kann ich bestätigen.
Aber doch, klar, so ein paar Sachen jetzt gerade muss ich auch noch zu Hausarbeiten schreiben. Die hätte ich wahrscheinlich auch schon vor einiger Zeit schreiben können am Anfang der Semesterferien. Aber man schiebt das dann immer so ein bisschen auf. Deswegen habe ich vielleicht jetzt so einen leichten Zeitdruck noch.
Aber den braucht man ja irgendwie auch, um dann seine Arbeiten zu erledigen. Gibt es bei dir im Studiengang auch noch andere Profisportler oder Sportler, Sportlerinnen, die sehr eingebunden sind in ihrem Sport? Oder bist du da ein Einzelfall? Nee, es gibt auch andere Sportler. Das ist eigentlich ganz cool.
Ich bin zum Beispiel auch relativ eng mit einer, die Feldhockey spielt, die auch so im Olympiakader mit drin ist. Handball gibt es auch, Bundesligaspielerinnen. Ja, es ist schon cool, wie man sich dann austauscht. Und die haben dann meistens mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie ich. Du hast ja vor vier Semestern begonnen. Da war noch nicht zu 100 Prozent klar, dass du Bundesliga-Fußballerin sein wirst.
Du warst bei uns auch im Podcast vor zwei Jahren und hast da schon als mittelfristiges Ziel ausgeben. Wäre schon schön, wenn es mit der Bundesliga klappt. Was hättest du denn gemacht mit deinem Studium? Also was war die Idee hinter dem Studium? In welche Richtung wolltest du gehen? Oder willst du ja vielleicht auch noch gehen nach der Fußballkarriere?
Ja, also mir war eigentlich von vornherein klar, dass ich halt noch ein Studium machen möchte. Ich bin nicht so der selbstständige Lerner. Deswegen war ein Online-Studium eher nicht so mein Fall, weil man sich da sehr selbst motivieren muss, um das zu machen. Deswegen war Präsenz schon irgendwie die Idee, die ich hatte, das zu machen.
Ich glaube, nach dem Studium könnte ich mir schon vorstellen, so Reha-Training oder so zu machen. Aber ich glaube, am Ende kommt es dann auch nochmal spontan, dass man irgendwie ein Angebot vielleicht irgendwo hat, wo man reingehen kann. Aber jetzt möchte ich mich schon auch gerne auf die Bundesliga-Saison konzentrieren.
Und es klappt eigentlich dann ganz gut mit dem Studium nebenbei. Du bist ja auch 23 Jahre alt, also hast hoffentlich noch viele erfolgreiche Jahre in deiner persönlichen Fußballkarriere zu bestreiten. Aber das Studium hilft sicherlich auch jetzt schon für die Zeit danach, weil ich habe auch mit vielen Spielerinnen auch schon gesprochen, dass natürlich ihr jetzt Profispielerin seid, ihr bekommt ein Gehalt.
Aber es ist nicht so wie bei den Männern, die 5 Millionen im Jahr verdienen, sondern nach der Karriere ist ja der freie Arbeitsmarkt da. Und da hilft sicherlich so ein Studium. Es können vielleicht auch nicht alle so nebenbei studieren. Ich weiß nicht, habt ihr noch so eine Erfahrung aus der Mannschaft?
Ja, also es hilft auf jeden Fall auch. ich finde für den Kopf ist es schon auch gut, wenn man noch was hat, was man nebenbei macht, weil man, klar, es gibt auch Zeiten, wo man sehr verkopft ist im Fußball und wenn man dann irgendwie so eine, Sachen nebenbei noch hat im Studium, dann hilft es. Also ich persönlich, mir hilft das dann auch nochmal.
Ja, es gibt kaum jemanden aus der Mannschaft, der nur Fußball spielt. Es sind eigentlich alle dabei, irgendwie auch ein Online-Studium zu machen oder halt, ja, so wie ich und eine andere Mannschaftskollegin Präsenz zu studieren. Und ich glaube, das ist ja auch, breit oder weit verbreitet im Frauenfußball, dass es viele machen, ja, weil es hilft oder weil es halt auch nötig ist.
Was ja gar nicht alle wissen ist, du hast ja auch schon in den USA studiert und hast da ein Stipendium gehabt, Syracuse. Das stelle ich mir mega cool vor, nach der Schule an so eine Uni zu gehen. In den USA ist ja Frauenfußball auch eine sehr große, sehr beliebt. Wie war das da an der Uni? Vor wie viel zu schon zum Beispiel habt ihr da gespielt?
Ja, also man muss sagen, Frauenfußball vor allem im College ist schon weit verbreitet oder sehr beliebt. Bei uns an der Uni waren, Ja, es waren schon relativ viele immer da, aber da wir eine sehr große Football- und Basketballmannschaft hatten von den Männern, war dann der Sport so ein bisschen mehr im Fokus.
Aber ich kenne viele Freundinnen von mir auch, wo deutlich mehr Leute noch zuschauen kommen zu den Fußballspielen, weil es halt eben eher ein Frauensport ist in den USA. Weil halt genau, wie ich gesagt habe, Football und Basketball so eher der Hauptfokus ist. Ja, und es war cool, einfach so eine andere Erfahrung mitzunehmen, dass halt viele Sportarten in einem Land verbreitet sind und nicht nur der Fußball.
Und habt ihr da auf dem Campus gewohnt oder wie war das in den USA? Ja, genau. Wir hatten eine kleine Wohnung. Also die waren halt so, ja nicht Container, aber die waren halt alle so gleich aufgestellt. Aber es war eigentlich ganz cool, weil man dann halt mit seiner Mannschaft direkt Tür an Tür gewohnt hat und so eine eigene kleine Familie weg von zu Hause hatte. Ja.
Hättest du dir vorstellen können, da auch das ganze Studium durchzuziehen, College, USA, Syracuse, also das klingt auch so nach einem kleinen Traum, würde ich sagen. Ja, eigentlich mein erster Gedanke war, nur ein Jahr da zu bleiben, aber dann hat es mir doch ganz gut gefallen, dass ich noch ein zweites Jahr dran gehängt habe.
Vier Jahre hätte ich mir, glaube ich, nicht vorstellen können, weil ich jetzt schon nach den zwei Jahren das Gefühl hatte, man ist dann schon so ein bisschen raus aus dem ganzen Deutschland, Fußball und allem, was da zugehört. Und deswegen waren, glaube ich, zwei Jahre perfekt, weil man sich dann auch wieder gut einleben konnte in Deutschland.
Und ich glaube, nach vier oder fünf Jahren, wenn man da noch einen Master dran hängt, dann ist es schwierig, wieder zurückzukommen und Fuß zu fassen in Deutschland wieder. Du hast ja vor deiner Zeit in den USA bei Leverkusen gespielt und da auch schon zehn Bundesligaspiele gemacht. Warum ging es da damals nicht weiter und warum hast du dann den Schritt in die USA nochmal gewagt?
Ja, einfach, ich bin halt als Jugendspielerin zu den Frauen hochgekommen und es ist natürlich immer schwierig, so als 17-Jährige, 18-Jährige in einer Mannschaft sich zu etablieren, die halt schon auch irgendwie höhere Ansprüche hat, als jetzt um den Abstieg zu spielen. Und ja, ich konnte mich halt, ja, ich hatte Einsätze, aber konnte mich halt nie so richtig durchsetzen und dachte, ja, vielleicht muss da nochmal was Neues her.
Und es ist halt schon cool, das nutzen zu können, dass man durch den Frauenfußball so ein Stipendium in den USA bekommen kann. Und dann dachte ich, ja, wieso nicht? Wenn man noch eine Auslandserfahrung mitnehmen kann für umsonst, dann war das eigentlich der perfekte Schritt für mich. Aber es ist ja auch nicht so, dass man das hinterhergeworfen bekommt zum Stipendium.
Also da muss man ja auch richtig... Einen großen Bewerbungsprozess durchlaufen, ja, viele verschiedene. Ja, ich habe mich noch nie geworben, aber Unterlagen einreichen, denke ich mal. Also das war jetzt ja auch etwas, was du dir erarbeitet hast und was sicherlich auch dann... Ja, hätte ich vorher gewusst, wie viel Arbeit das ist, dann hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht.
Es war schon viel Arbeit, allein der Prozess mit den ganzen Coaches zu sprechen. Da musste man sich dann auch erstmal überwinden, das erste Mal auf Englisch so Interviews oder so Gespräche zu führen, aber Aber ja, ich glaube, im Nachhinein hat mich das alles, was dazugehörte, weitergebracht als Person.
Und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Du hast, Fredi, jetzt eben schon gesagt, bei Leverkusen schon mal ein paar Mal in die Bundesliga reinschnuppern dürfen. Immer noch ein kleines Bayerherz, das bei dir schlägt? Oder ist die Zeit einfach zu lang her? Nee, ich glaube, das wird immer auch so ein bisschen da sein.
Vor allem, wenn meine Familie auch noch in Leverkusen wohnt. Und ich auch noch Leute in Leverkusen kenne, die in der Mannschaft spielen. Das wird immer so ein bisschen sein. Ich glaube, auch wenn wir dann gegen Leverkusen spielen, das wird schon auch ein besonderes Spiel sein, wo ich mich darauf freue.
Aber jetzt mehr als das ist es auch nicht mehr. Du kannst uns nicht verraten, wer neuer Trainer bei den Männern in Leverkusen wird. Nee, da habe ich leider auch keinen Infos. Aber nach zwei Spieltagen den Trainer zu entlassen, das ist schon etwas Besonderes. Besonders ist es aber auch, aufzusteigen und den Trainer zu tauschen.
Wie hast du das aufgenommen, dass es dann für euren Trainer nicht weitergeht und ihr dann eine Brasilianerin als neue Trainerin bekommt? Ja, es war, glaube ich, ein guter Schritt, nochmal einen neuen Impuls zu setzen. Lee hat sich toll eingebracht, passt menschlich super zu unserem Team und deswegen bin ich guter Dinge, dass das auch eine gute Entscheidung war.
Lee hat ja auch relativ viele Spielerinnen mitgebracht aus St. Pölten. Hat man da auf dem Trainingsplatz was gemerkt, dass sie die vielleicht schon besser kennt als jetzt euch, die ihr schon da wart? Oder gab es da keinen Unterschied in der bevorzugten Behandlung der Spielerinnen, die sie schon kennt?
Nee, eine bevorzugte Behandlung auf jeden Fall nicht. Ich glaube, das Einzige, was vielleicht so ein bisschen aufgefallen ist, dass sie die Spielerinnen, die sie kannte, etwas weniger gecoacht hat, weil die quasi schon wussten, was ihre Spielidee ist. Aber am Ende... Alle sind in ein neues Umfeld gekommen, die dann aus Österreich gekommen sind, aber eine bevorzugte Behandlung hatten sie, glaube ich, nicht.
Sie war sehr lange in Österreich, ist Brasilianerin. Welche Einflüsse bringt sie mit? Gibt es auch irgendwas Brasilianisches, was ihr jetzt im Spiel plötzlich merkt? Können wir uns auf Kurzpass-Staffetten am Wochenende freuen? Boah, ich weiß nicht, ob da irgendwas Brasilianisches noch mit drin ist, aber es ist immer was Neues, wenn man einen neuen Trainer und eine neue Trainerin hat, die eine neue Spielidee mit reinbringt in ein Team.
Deswegen, wir werden auf jeden Fall anders spielen als letzte Saison und ich glaube, die Zuschauer können sich freuen. Du hast eine Kiste ausgegeben, als du Kapitän wurdest. Was war von Lee der Einstand bei euch? Ich muss noch dazu sagen, es war eine Spezikiste. Es war keine Bierkiste. Bei ihr gab es, glaube ich, noch gar nichts. Vielleicht müssen wir das nochmal anmerken, dass da nochmal was kommt.
Nach dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag würde es sich anbieten, glaube ich. Genau, das müssen wir, glaube ich, nochmal ansprechen. Das werden wir nachreichen, ja. Ja, also wir freuen uns sehr auf den Sonntag, auf das Spiel. Wir freuen uns auf die Bundesliga-Saison des HSV mit euch und können nur allen Hörern dazu raten, da vielleicht mal vorbeizuschauen im Volksparkstadion.
Es gibt noch letzte Restkarten am Sonntag, also schnell zusichern und Kinder dürfen sogar umsonst mit. Vielen Dank, dass du zum zweiten Mal dir die Zeit genommen hast für uns. Wir freuen uns auch gerne auf einen dritten Besuch. Alle guten Dinge sind drei, auch in Hamburg. Und ansonsten melden wir uns dann nächste Woche wieder an der gleichen Stelle nach der Länderspielpause, nach dem Spiel der HSV Frauen gegen Wolfsburg und vor dem Spiel der HSV Männer gegen Bayern München. Auch nicht ganz unwichtig.
In Hamburg sagt man Tschüss. Das heißt bei uns auf Wiederhören. Ein Podcast von Funke. Music.