
HSV, wir müssen reden – der Fussball-Talk
Eintracht-Experte: Was den HSV von Frankfurt unterscheidet
Donnerstag, 29. Oktober 2026 · 40 min
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Shownotes
Zwei Duelle in sechs Tagen: Nach der Entscheidung im DFB-Pokal treffen der HSV und Eintracht Frankfurt am Sonntag in der Bundesliga erneut aufeinander. Doch wie stabil präsentieren sich die beiden Traditionsclubs aktuell wirklich? RND-Reporter Roman Gerth blickt im Abendblatt-Podcast „HSV, wir müssen reden“ aus der Außenperspektive auf den HSV – von der mutigen Vertragsverlängerung mit Merlin Polzin bis hin zur Entwicklung unter Adi Hütter. Außerdem analysiert er die aktuellen Turbulenzen bei der Eintracht, die Rolle des HSV-Wunschspielers im Sommer, Elias Baum, sowie die Gerüchte um eine Krösche-Nachfolge durch Joti Chatzialexiou. Wer am Sonntag gegen den HSV stürmen könnte? Warum Frankfurt einen doppelt so hohen Gesamtmarktwert hat wie der HSV? Darüber sprechen Henrik Jacobs und Roman Gerth in der aktuellen Podcast-Folge.
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HSV, wir müssen reden. Der Abendblatt-Podcast rund um den Hamburger Sportverein. Es ist die Frankfurt-Woche beim HSV und zweimal gegen die Eintracht innerhalb von sechs Tagen. Teil 1 liegt hinter uns, Teil 2 folgt am Sonntag. Darüber sprechen wir heute in einer neuen Folge von HSV, wir müssen reden. Mein Name ist Henrik Jakobs und ich habe mir heute mal wieder einen Gast eingeladen, der sich sowohl mit dem HSV als auch vor allem mit der Eintracht Frankfurt gut auskennt.
Und zwar ist das Roman Gerd vom Redaktionsnetzwerk Deutschland. Hallo Henrik, vielen Dank für die Einladung. Ja, sehr gerne. Nicht jeder kennt das Redaktionsnetzwerk Deutschland, aber vielleicht kannst du einmal unsere Hörer aufklären. Ihr habt ja diverse Zeitungen bei euch. Früher gab es noch einen anderen Namen.
Ja, erklär uns noch einmal den R&D oder das R&D. Wie sagt man eigentlich? Das R&D, ja genau. Ja, also es gibt knapp über 50 Tageszeitungen, gehört zum Mazak Verlag, einige Zeitungen gehören direkt zum Verlag, andere sind halt Partnerkunden, die uns beziehen. Die größten Titel sind sicherlich, weil wir auch in Hannover sitzen, Hannoverische Allgemeine Zeitung und Neue Presse, dann viele im Osten Deutschlands, Ostsee-Zeitung, Leipziger Volkszeitung, viele große regionale Titel und dazu eben einige, die uns eben als Kunden beziehen, die überregionalen Inhalte, also nicht nur im Sport, sondern auch Politik, Wirtschaft und weiteres großes Berliner Büro haben wir und früher gab es noch den Sportbazar, das war noch ein Sportportal, das zum RND gehörte,
ist jetzt mittlerweile im RND aufgegangen. Und ja, ich berichte fürs R&D über die Nationalmannschaft, über die Bundesliga, die Champions League und ja, vordergründig so ein paar Klubs aus dem Südwesten, unter anderem Antracht Frankfurt. Und ganz nebenbei natürlich auch noch ein bisschen den HSV, auch wenn der vielleicht für euch die allergrößte Rolle spielt. Aber ihr habt ja unter anderem auch die Lübecker Nachrichten, da sitzen ja einige HSV-Fans.
Kieler Nachrichten auch, die haben wir jetzt vergessen. Erzähl doch mal so, welche Rolle spielt für euch der HSV insgesamt, du hast es schon gesagt, natürlich habt ihr wahrscheinlich auch einen Reporter beim FC Bayern, über Dortmund berichtet ihr mit Sicherheit dann auch regelmäßig, auch wenn ihr da jetzt nicht immer mit dabei seid, aber so welche Rolle spielt denn der HSV für euch?
Ja, also ich selbst wohne in Lüneburg, komme aus dem Südwesten und bin in den Norden gezogen schon seit einigen Jahren. Und dementsprechend berichte ich viel auch über die Hamburger Clubs oder regelmäßig zumindest St. Pauli und auch den HSV. Spielt eine große Rolle. Wir haben einige Titel eben im Norden, Verbreitungsgebiet, also bis runter auch nach Göttingen. Der HSV zieht ja weite, weite Kreise, weit über Niedersachsen hinaus, aber gerade dort natürlich große Verbreitung, großes Interesse.
Ja, und gerade wir sehen es auch, wir haben eine Rubrik, die wir jeden Sommer machen. Daumen hoch, Daumen runter gehen wir durch alle Klubs der Bundesliga und machen quasi ein Pro Contra in aller Kürze. Warum läuft die Saison für den HSV, für Eintracht Frankfurt gut? Warum nicht so gut? Und wir sehen an der Fanpost, die dann da kommt und die natürlich nicht immer nur freundlich ist, dass der HSV da auch deutlich vorne liegt im bundesweiten Vergleich.
Bundesweiter Vergleich ist ein gutes Stichwort. Du blickst ja auf viele Clubs und hast natürlich den HSV im Auge, aber vielleicht jetzt nicht jeden Tag. Das interessieren natürlich viele HSV-Fans, auch wie man so aus der Halbferne denn aktuell auf den HSV blickt. Also du hast es gesagt, der HSV polarisiert über die Grenzen von Hamburg und Niedersachsen hinaus.
Aber wie wird er so außerhalb von Hamburg aktuell wahrgenommen? Ja, also ich kann es aus meiner Perspektive betrachten, also aus der Reporter-Perspektive. Und einige meiner bekannten Fußball-Interessierten, Bubble-Fußball-Mannschaft etc.. Es sind auch einige HSV-Fans und ich kriege das natürlich immer mit.
Da war schon eine gewisse Resignation nach dem Saisonstart. Und ich habe auch für uns, für das R&D, einen Kommentar verfasst, nachdem dann ja nach der Krise quasi zu einem kuriosen, vielleicht ungewöhnlichen Zeitpunkt die Verlängerung eben mit Merlin Polzin vonstattengegangen ist. Und da war ich schon relativ schnell überzeugt, dass das der womöglich richtige Zeitpunkt sein könnte.
Und es folgten dann ja auch Sieg um Sieg plötzlich, unter anderem eben gegen Köln direkt an dem Wochenende danach, sodass auch alle, die es mit dem HSV halten und auch alle, die es nicht so mit dem HSV halten, weil sie, keine Ahnung, BVB oder Bayern-Fans sind und dann den HSV immer so ein bisschen mit, schämischem Lächeln von der Seite angrinsen, haben dann auch gemerkt, okay, offenbar ist so dieses notorisch Nervöse da rund, um die Hansestadt echt so ein bisschen, der Vergangenheit angehörig offenbar.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen die Perspektive, die sich jetzt in den letzten Wochen und Monaten auch durchzieht. Also der HSV, der eben scheinbar aus Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und das Perfect Match mit Merlin-Polzin auch nach einer kurzen Ergebniskrise nicht komplett in Frage zu stellen.
Interessant, mal so die Perspektive von außen und ja, ich habe deinen Kommentar gelesen bzw. Gesehen, es gibt ihn als Video zu finden nach der Verlängerung mit Melding-Polzin. Also für alle, die vielleicht erst nach dem Sieg gegen Höln gesagt haben, das war die richtige Entscheidung. Du hast es direkt nach der Verlängerung gesagt, im Gegensatz zu vielen anderen Experten.
Aber ja, das war tatsächlich, du hast es als krassen Move bezeichnet, diese Verlängerung mit Melding-Polzin nach drei Niederlagen, unter anderem zweimal 0 zu 5. Du betreust ja oder begleitest vor allem dann auch die Eintracht aus Frankfurt seit einigen Jahren jetzt schon. Seit wann eigentlich genau? Ich glaube 2019, 2020, also rund um diese erfolgreichen Europa-League-Zeiten, wo es dann überregional auch eben für uns, wo wir keinen Titel oder einen kleinen Titel nur in Hessen hatten.
Aber klar ist eben, wenn man den HSV nimmt, wenn man die Bayern Dortmund, Frankfurt, Stuttgart, dann hat man so 5, 6 Gladbach vielleicht noch. Klar, auch die Kölner, aber viele Jahre davon auch mal in der zweiten Liga in der Versenkung verschwunden oder eben nicht ganz so erfolgreich. Gab es eben so fünf, sechs Klubs und die Eintracht war einer davon, den wir dann nochmal größer begleitet haben. Europa League Finale und Europa League Titel habe ich auch verfolgt, die Champions League Saison.
Genau, das ist also der Zeithorizont so rundum, Corona-Start quasi. Das waren so die ersten Erlebnisse auch als Reporter dann bei der Eintracht. Wo ich eigentlich hinaus wollte, da die Eintracht ja schon ein Klub ist, der sehr vergleichbar ist mit dem HSV, was Mitgliederzahlen angeht, was eine große Stadt angeht, was das traditionelle Umfeld angeht, natürlich auch immer mal ein unruhiges Umfeld.
Vielleicht nicht ganz so extrem wie beim HSV in den vergangenen Jahren, aber auch gerade aktuell ist ja bei der Eintracht viel los. Jetzt so eine Vertragsverlängerung wie mit Melvin Polzin, kannst du dir sowas. Vorstellen, dass das bei der Eintracht so passiert wäre oder kann man das natürlich auch nicht ganz vergleichen, weil andere Trainer, andere Lagen, oder gab es sowas Vergleichbares vielleicht auch schon mal?
Ja, ich sag mal so, wenn man auf die letzten Jahre guckt, da muss man jetzt die aktuelle Entwicklung echt so ein bisschen rausnehmen, so die letzten 12, 15 Monate, die passen da nicht so recht rein. Davor würde ich sagen, ja, sowohl in der Konstellation Manager Fredi Bobic, Trainer Adi Hütter, als auch Konstellation Krösche, Glasner, Oliver Glasner, Markus Krösche, können wir gleich nochmal drüber sprechen, gerade die Personale Ex-Sportvorstand Markus Krösche, als auch dann danach Krösche und Dino Topmöller.
Aber in all diesen Situationen hätte ich in den Jahren, über die gerade ich gesprochen habe, 2018, 2019, DFB-Pokalsieg, Niko Kovac dürfen wir nicht vergessen. Der dann eben den Pokal gewonnen hat, spielt eine extrem wichtige Rolle, sodass ich in den Jahren 18 bis 25 gesagt hätte, ja, sowohl die Manager Bobic als auch Krösche und der jetzige Vorstandschef, schon immer Vorstandssprecher, sehr mächtig, Axel Hellmann, seit 25 Jahren im Verein, alles durchlaufen.
Eine der prägenden Figuren auch der Bundesliga mittlerweile auf Führungsebene. Ich glaube schon, dass das ein Umfeld ist, dass diese Diva vom Mai in Anfang der 2000er, als es finanziell drunter und drüber ging, als es sportlich mit Abstiegen, Aufstiegen, Abstiegen, Aufstiegen, drunter und drüber ging, hätte ich mir auch vorstellen können.
Und man kann sogar noch ein bisschen weiter aushalten. Jetzt können wir die HSV, den Kreis sogar schließen. Herbert Bruchhagen als Manager, als Retter der Eintracht Mitte der Nullerjahre oder Ende der Nullerjahre mit Armin Fee als Trainer nochmal eine Brücke zum HSV. Du merkst schon, auch die Personalien sind ähnlich. Da gibt es auch ein paar Verquickungen.
Ich glaube schon, dass der Eintracht diese Ruhe des letzten Jahrzehnts, der letzten anderthalb Jahrzehnte gut zu Gesicht stand und die dann ähnlich gehandelt hätten. Und da gab es auch ähnliche Fälle, dass sich die Eintracht da deutlich beruhigt hat. Und jetzt eben im aktuellen Fall hat man es bei Dino Topmöller gesehen, der dann im Herbst letzten Jahres irgendwann so tief in die Krise ist, dass man nach dem Jahreswechsel dann zum Äußersten greifen muss und Dino Topmüller entlassen hat.
Und dann kam eben wieder so ein Hauch der Diva. Man erinnert sich an den Trainer Albert Riera, der da immer wieder mit seltsamsten Auftritten auf sich aufmerksam gemacht hat. Das war wieder so die alte Diva. Und da würde ich sagen, jetzt in der aktuellen Phase, glaube ich, ist der HSV, was das angeht, stabiler.
Also da passt dieser Move jetzt eher zu einem HSV, der mit dem Merlin aus der Kurve scheinbar das Perfect Match gefunden hat. Das wisst ihr, das weißt du ja besser als ich. Du hast eben Niko Kovac angesprochen. Ich glaube, das war 2016, als er dann Frankfurt in der Relegation noch gerettet hat. Das war dann das letzte Spiel damals von Heribert Bruchhagen.
Damals der HSV mit Bruno Labbadia, eigentlich so die konstanteste Bundesliga-Saison gespielt. Zumindest in der Zeit, nachdem man vorher zweimal fast abgestiegen ist mit der Relegation. Und dann eigentlich wieder so einen Großangriff gewagt hat damals mit einer sehr schwierigen Konstellation. Mit dann Investor Klaus Michael Kühne und ja, diese ganzen Transfers gingen ziemlich nach hinten los, während Eintracht dann eigentlich ab diesem Zeitpunkt an sich Jahr für Jahr richtig gut entwickelt hat, große Erfolge gefeiert hat mit verschiedenen Trainern, du hast sie eben schon angesprochen, Europapokalsieger dann geworden ist und ja, jetzt eigentlich zehn Jahre später einen riesen großen, Vorsprung eigentlich hat, was so das Wirtschaftliche angeht,
also insbesondere natürlich dann auch die vielen Transferlöse, Da können wir auch gleich nochmal drüber sprechen. Aber wenn man jetzt so aktuell auf die beiden Klubs schaut, natürlich sind erst sieben Saisonspiele absolviert, aber Eintracht steht aktuell hinter dem HSV ein Punkt, obwohl gefühlt eigentlich, so mit Adi Hütter, dem Neustart, dem Rückkehrer, man eigentlich das Gefühl hatte, die Eintracht ist jetzt vielleicht wieder auf stabilen Weg.
Was würdest du sagen jetzt? Warum hat Frankfurt aktuell noch Probleme? Ich glaube, man hat sich nie so richtig erholt von dieser, ich sag mal, gefährlichen Konstellation. Du bist, im Erfolg machst du die größten Fehler. Du bist Dritter geworden. Indem wie du rechnest, die beste Saisonplatzierung, eigentlich die beste Saison der Vereinsgeschichte, je nachdem, wie man Punkte etc.
Rechnet. Also das war dann ja 24, 25. Die erstmalige Qualifikation für die Champions League über die Liga. Davor hat man die Euroleague gewonnen, durfte dann einmal Champions League spielen. Du hast eben ein paar Transfers angesprochen. Kolo Murani, Oma Mamouche, dann Hukou Ekiteke. Das heißt, du hast dann ganz viele Stürmer, vor allem Stürmer, die du zwischen 80 und 100 Millionen verkauft hast. Davor in der erfolgreichen Europa-League-Saison mit Ante Rebic, Luka Jovic, Sebastian Allaire.
Die Älteren von uns erinnern sich an einige Namen. Das heißt, das waren Multimillionen-Transfers zwischen 50, 60 und 100 Millionen. Da ist nicht alles bei der Eintracht angekommen. Es gab den ein oder anderen, Berater, der da was abgeschröpft hat. Es gab Clubs, die sich 10, 20 Prozent dieser Summen noch mal einverleibt haben.
Dementsprechend war der wirtschaftliche Vorsprung nach außen sehr groß, aber eben die Kaderkosten sind gestiegen. Es ist nicht alles von diesen Summen angekommen. Dementsprechend hast du dann einen Scheinriesen Eintracht Frankfurt gehabt und dann eben diese Saison, in der du überragend bist, wo du sagst, jetzt bist du am Peak und dann kriegst du in der Champions League, gewinnst das erste Spiel 5-1 gegen Galatasaray, das ist jetzt ein bisschen mehr als ein Jahr her und kriegst dann gegen Liverpool 5 Stück, gegen Atletico 5 Stück, gehst zu Hause, glaube ich, gegen Bergamo oder auswärts, dann 0-3 unter, also du bist plötzlich in so einem richtigen...
Downfall und kriegst irgendwie keine Füße mehr auf den Boden. Und dann hast du das Problem, dass du eben mit Dino Topmüller dann ein scheinbares Problem erkannt hast. Er kriegt die Defensive nicht in den Griff, wirfst den raus, greifst dann nochmal total daneben mit dem nächsten Trainer, über Riera haben wir jetzt eben gesprochen, der dann am ersten Tag seiner Amtszeit irgendwie auf der Pressekonferenz sagt, die Spieler springen für mich vom Balkon.
Er meinte natürlich im positivsten aller Sinne, dass er, wenn er das vorgibt, dass sie dann vom Balkon springen. Am Ende war es so, dass man das Gefühl hatte, Hauptsache die kommen von dem weg, selbst wenn sie vom Balkon springen müssen. Also das drehte sich relativ schnell der Wind. Es drehte sich eben auch der Wind gegen Krösche, der diesen Mann geholt hat.
Am Ende merkte man ja wegen einer gewissen Nähe zu dem Berater und bekannten Spielerberater Barra. Wo ja dann am Ende auch ein Immobiliendeal, der wohl sehr sauber war, rechtlich sauber war, alles gut, aber zumindest ein Geschmäckle hatte mit der Frau von diesem Barra. Das heißt, auch Grösche, es kratzte an dieser Aura der Unbekümmertheit und dieser Aura, die Grösche mitgebracht hat, über Jahre eigentlich der Manager der Bundesliga zu sein.
Und da kamen eben ganz viele Sachen zusammen. Im größten Erfolg wurden dann eben ein paar Dinge zu viel falsch gemacht. Und jetzt ist der Kader unrund zusammengestellt. Du hast Problemfälle, also Adi Hütter, du hast gesagt, Europa League Halbfinale 2019, Wirbel bei seinem Wechsel zu Gladbach, dann hat man gedacht, okay, die Geschichte ist noch nicht auserzählt.
Dann gab es Probleme auf der Torhüterposition. Atubolu wurde dann quasi auf den letzten Meter nochmal geholt. Man hat ihn gegen den HSV im Pokal gesehen. Bei diesem Gegentor sah er, sag ich mal, mindestens unglücklich aus. Und auch sonst bei hohen Bällen. Also auch da hat man dann Hoffnung eingesetzt, der gerade dieser Hoffnungsträger gar nicht sein kann.
Robin Koch, der Kapitän, wurde dann angezählt. Einziger Nationalspieler, sollte eine Stabilität reinbringen. Klappt nicht. Hat man junge Leute wie Nandie Collins, wie Can Uso, die gerade nicht on peak sind. Also da kommt einfach viel zusammen, sodass die Eintracht jetzt, und das haben ja auch viele Experten schon gesagt, von Chris Kramer bis Lothar Matthäus.
Also so Gladbach nach den Hochzeiten der Jahre, so auch der 10er Jahre, jetzt sieht man, wo die Borussia steht. Also so ein bisschen werden Erinnerungen wach. Ich halte dagegen, ich sag nein. Ich glaube, die Eintracht hat da eine ganz andere Stabilität sich aufgebaut und dann doch mehr Ruhe als die Diva von vor 20 Jahren und trotzdem, du hast gerade angesprochen, also, das ist trotz allem weit hinter den Erwartungen, also nicht jetzt, weil man hinter dem HSV steht, aber diese ganze Saison bisher ist, ja, steht unter keinem guten Stern bisher.
Negativer Höhepunkt mit Sicherheit dann die 0-6-Niederlage in Leipzig vor ein paar Wochen. Also der HSV weiß, wie sich das anfühlt. Die haben 5-0 verloren da, haben aber zumindest in der eigenen Wahrnehmung da eigentlich ein deutlich besseres Spiel gemacht als dann die Woche vor gegen Mainz 05. Und auch das hat dann, glaube ich, dazu geführt, dass man die Ruhe bewahrt hat und dann ja in der Woche, du hast gesagt, den Vertrag verlängert hatte.
Und dann kam das Heimspiel gegen Köln, wo man wieder so ein bisschen zurückgekehrt ist zu den Basics. Jetzt war das Pokalspiel gegen Frankfurt und eigentlich stand das Spiel unter keinem guten Stern, weil sehr viele Ausfälle vorher hatte eigentlich das Gefühl, wer soll da überhaupt dann noch, auf dem Platz stehen in der Abwehr und hat dann eigentlich ein überraschend gutes Spiel gemacht.
Beziehungsweise die Eintracht war eigentlich vielleicht für viele Beobachter auch überraschend anfällig hinten in der Defensive. Zweite Halbzeit hat sich dann aber schon gezeigt, die Qualität vorne im Sturm mit Jonas Abnoutalib und Jonathan Borkert hat dann dafür zugeführt. Der HSV hat seine Chance nicht genutzt. Frankfurt hat sie eiskalt reingemacht.
Du hast das Spiel ja auch gesehen. Ich glaube, von einem verdienten Erfolg kann man jetzt wahrscheinlich nicht sprechen, weil einfach dafür zu viele Schiedsrichterentscheidungen dann auch strittig waren. Man weiß nicht, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn dann Robin Koch, der Schiedskräder da den Elfmeter gegeben hätte, Tobias Stieler.
Ja, wie hast du es gesehen, das Spiel? Ja, es ist lustig, dass du ihn Jonathan Burkhard nennst, er ist ja deutscher Nationalspieler, also ich nenne ihn einfach mal Johnny oder Jonathan. Ich halte mich da an, gewisse Reporter war der WM, die ja auch Jonathan Tarr aussprechen. Und man weiß ja auch bei manchen Spielern nicht, Stichwort Tresoldi, ob die nicht doch noch irgendwo eine Staatsbürgerschaft haben, aber bei Burkhard kann man sicher sein, der muss auch deutscher Nationalspieler bleiben.
Er hat jetzt ja schon mehr als ein Pflichtländerspiel gemacht. Spaß beiseite, also hast schon vieles ganz gut zusammengefasst. Ich war auch überrascht, als ich bei Kicker im Ticker, ich bin nämlich gerade im Urlaub, deswegen, du hast mich gerade hier aus dem Urlaub zugeschaltet, ich habe das Spiel also dann zwar hier sehen können, aber habe natürlich dann vorher erstmal nochmal im Kicker-Ticker geguckt, naja, es, sind ja nur einer dieser Topspiele dieser Runde im Pokal gewesen und dann habe ich gesehen, ups, da ist aber die Ersatzbank auch schon relativ kurz geraten beim HSV, Weil du da drunter diese Ausfallliste gesehen hast, die fast länger war als die Startelf und, deutlich länger als die Ersatzbank, du hast es schon gesagt,
deswegen war ich auch überrascht, du sagst überraschend anfällig, nee, gar nicht überraschend, ich halte dagegen, defensiv ist die Eintracht seit Monaten, egal unter Topmüller oder Riera oder Hütter, defensiv anfällig, ich habe eben Nandi Collins genannt, der unter Julian Nagelsmann mal ein Länderspiel machen durfte gegen die Slowakei, ein bisschen mehr als ein Jahr her.
Das war die Blamage von Bratislava, 0 zu 2, man erinnert sich, hat ein Katastrophenspiel gemacht, hat sich davon auch nach Verletzungen etc. Nie so wirklich erholt gefühlt. Robin Koch, klar, stark, dann haben sie mit dem jungen Malutze hinten einen sehr, sehr jungen, unerfahrenen Innenverteidiger aufgeboten, der seine Sache eigentlich ordentlich gemacht hat.
Da gibt es ja auch diese eine Grätsche, gegen Moffy, glaube ich, war es. Im Vollsprint. Das heißt, da war mehr Schatten als Licht, aber schon erwartbar, würde ich sagen, bei der Eintracht, bis auf Ausnahmen. Und der HSV hat es einfach gut gemacht und du sagst dann auch, es gibt die Aktion von Robin Koch, es gibt die Aktion von Nandy Collins, der überhard eben einsteigt mit der Schulter voraus gegen den Gegenspieler.
Da kann man mit Gelb vor Verwarnung vielleicht auch vorsichtiger sein. Gelb-Rot war zumindest in der Luft. Also da kann auch vieles anders laufen, bis eben Burkhard auf Koch köpft und das 1-0 fällt. Und Burkhard dann mit einem Sahnetor nachlegt, wo er den Ball so mit der Brust am Gegenspieler vorbeilegt, im 16er und den einschiebt.
Und dann kommt da noch Yunus Abnuttalib. Wenn du den auf der Bank hast, das ist vielleicht auch der Unterschied zum HSV, auch wenn da zwei, drei Leute fehlen. Wenn man das Gefühl hat, die sind nicht alle in Topform, machen Abnud Talib und Buga zusammen trotzdem in der relativ jungen Saison zusammen schon, glaube ich, 15 Tore.
Also du kommst relativ schnell dahin, zu sagen, da ist noch Qualität da, aber halt nicht durch die Bank. Und in dem Spiel hat man es jetzt gesehen. Wer war das, der da geköpft hat vom leeren Tor? Es hätte glaube ich 1-1 sein können, also nach der Ecke. Der Hamburger... Herr Mofi meinst du, glaube ich gerade?
Mofi, glaube ich, war es. Genau. Der war es, der da vom leeren Tor einköpft. Also es gab selbst nachdem die Frankfurter geführt haben und selbst als die Führung klar wurde, immer noch das Gefühl, dass du da im Volkspark auf den Dienstagabend auch ein HSV-Comeback haben kannst. Ja, also eines der, ich sag mal, gerade vom Ergebnis her, unverdienteren Pokalsiege, jetzt von den Mannschaften.
Und wie gesagt, es war ein Bundesliga-Duell auf Augenhöhe, wo der HSV gezeigt hat, was er kann. Und wo die Eintracht trotz eben der Probleme dann gezeigt hat, zu was sie imstande ist, wenn die Momente, das Momentum auf ihrer Seite. Die Doppelspitze, Jonny Burkhardt, Jonny und Younes Abnoutalib, du hast sie schon angesprochen, aktuell auch zwei Nationalspieler, also im Prinzip schon sagt das ja viel aus über den Kader der Eintracht, auch wenn vielleicht jetzt, vor der ersten Nominierung von Jürgen Klopp nicht unbedingt jeder damit gerechnet hatte, dass die beiden jetzt so eine wichtige Rolle spielen, aber Jürgen Klopp mag beide Spielertypen.
Jetzt am Sonntag zu Hause gegen den HSV, vielleicht können wir da schon mal, raufblicken, Also Edmund Talib hat jetzt im Pokal dann als Joker nur gespielt, hat dann aber das Tor noch gemacht. Glaubst du, die beiden werden am Wochenende dann zusammenspielen? Und ja, ist da dann auch der klare Fokus der Eintracht auf dieser starken Offensive?
Ich glaube, dass Adi Hütter in dieser Saison echt darauf achtet, also erstmal auf die Spielstärke des Gegners logischerweise, aber auch auf die Konstellation Heim- oder Auswärtsspiel. Ich habe es jetzt nicht genau im Kopf, muss ich gestehen. Aber in Mainz erinnere ich mich, dass dann Johnny Burkhardt gegen seinen Ex-Klub, glaube ich, gestartet ist und Abnur Talib auch als Joker kam, auch nur mit einer Spitze gespielt wurde.
Kann auch genau, ähnlich dann wie jetzt gegen den HSV, kann sein, dass ich mich täusche, aber ich bin der Meinung, so wahr ist, das heißt, Hütter achtet schon darauf, wie er die Gegner einschätzt wie er da auftreten will er spielt eben auch gern mal mit dieser Doppelspitze und dann ist eben die Frage, wenn man jetzt mal auf diese Metaebene geht, was ist eigentlich wichtiger gewesen an diesem doppelten HSV-Eintracht.
In dieser Woche oder genau an dem kommenden Wochenende ist eben die Bundesliga, da hat die Eintracht sicherlich andere Ansprüche als hinterm HSV irgendwie gegen Abstieg zu spielen. Also. Und ich glaube, im Ranking, wenn du Adi Hütter fragen würdest, der hätte lieber jetzt am Wochenende 3-1 gewonnen und wäre im Pokal vielleicht ausgeschieden.
Ich weiß es nicht. Natürlich ist der Pokal auch in gewisser Weise so ein Eintracht-Cup in den letzten Jahren häufiger mal gewesen mit Finale gegen Dortmund, Sieg gegen Bayern, Finale gegen Leipzig. Also die haben in den letzten sieben oder acht Jahren, glaube ich, dreimal im Finale gestanden. Also das heißt, das ist schon ein wichtiger Wettbewerb. Aber wenn man abwägt, deswegen glaube ich und um die Frage dann zu beantworten, dass Adi Hütter sich nochmal genau überlegt, wie gut hat das jetzt funktioniert gegen den HSV, jetzt hat er ja den direkten Vergleich ein paar Tage später, das ist ja eben das Abziehbild, wie viel bleibt dann noch übrig, wenn beide sich irgendwie jetzt perfekt aufeinander einstellen können,
ob er sagt, ich mach's genau so, ich biete einen auf, vielleicht wieder Burkhard oder vielleicht auch umgekehrt, ich biete mal den Yunus Abt und Talib auf und setze Johnny Burkhard auf die Bank Oder ob er eben sagt, aufgrund der ja möglichen Überraschungsmomente, ich biete beide wieder auf. Wenn du mich heute fragst, würde ich sagen, er bleibt seinen Plan treu, mit einem klassischen Neuner zu spielen, auch wenn es ein Heimspiel ist.
Und dass er dann eben mit den Flügelspielern, also Can Usun habe ich eben angesprochen, ein sehr talentierter Spieler, aber eben auch angezählt, weil er nicht Mannschaftssien nicht genug gespielt hat, nicht genug im Gegenpressing, nicht genug im. Fall gegen den Ball, nicht das gespielt hat, was Hütter erwartet, aber Ritz Dohan aus Freiburg gekommen, ordentliche Saison gespielt, letztes Mal, letztes Jahr jetzt auch eher in einem kleinen Loch, das heißt, da wird er schon abwägen, aber wenn du mich heute fragst, glaube ich, dass er eher wieder, weil es ja erfolgreich war, auch mit ein bisschen Fortunen, dass er weiterhin jetzt in diesem Duell mit dem ASV auf eine Sturmspitze setzt und dann eben sagen kann, ich schiebe nochmal nach und das hat ja auch geklappt. mit dem Joker.
Viele Möglichkeiten auf jeden Fall für Adi Hütter und beim HSV ist die Lage etwas anders. Es gibt zwar auch einige Stürmer, die zur Verfügung stehen, aber noch keiner, der sich so wirklich richtig durchgesetzt hat. Jetzt als man dachte, Josef Paul ist jetzt endlich so weit, dass er dann auch wirklich diese Rolle hat, für die er mal angedacht war, aber jetzt hat er sich wieder verletzt. Es ist noch unklar, ob er dann am Wochenende zur Verfügung steht.
Ich glaube, da wird man auch dann sowieso kein Risiko eingehen. Deswegen Tere Mofi oder Paz und Daka, vielleicht sogar beide zusammen. Also natürlich dann auch die Frage, wie möglich Berlin-Polzin dann spielen will. Von daher, ja, spannende Lage auf jeden Fall. Vielleicht können wir über einen Spieler noch mal kurz sprechen, den der HSV im Sommer auch intensiv nachgedacht hat, den man auch sehr gerne verpflichtet hätte.
Und zwar Elias Baum hat jetzt im Pokal auch gespielt als Linksverteidiger. Rechtsverteidiger. Der HSV hätte ihn gerne als Rechtsverteidiger geholt, als quasi rechten Schienenspieler, der aber auch auf der linken Seite spielen kann. Dann war aber klar, schon so in der Vorbereitung, Adi Hütter, dem gefällt der auch sehr gut. Und dann war irgendwann klar, nee, Eintracht wird ihn nicht verkaufen, will ihn behalten.
Denn du hast Collins schon angesprochen. Der hat jetzt auch mal wieder nicht so ganz die glücklichste Figur abgegeben. Wäre auch möglicherweise mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Ja, auch eine sehr strittige Entscheidung. Da ist unterschiedliche Meinung. Aber selbst Adi Hütter hat hinterher gesagt, ja, das hätte man schon geben können.
Die Gelb-Rote Karte hat ihn dann ja auch direkt ausgewechselt. Er nimmt ihn dann ja auch runter. Genau, er nimmt ihn runter. Zeigt sich auch, dass er da nicht zufrieden mit war. Genau. Elias Baum, was denkst du, wird er jetzt am Wochenende vielleicht dann wieder auf der rechten Seite spielen und ist das vielleicht auch einer perspektivisch für die Nationalmannschaft?
Also Berlin ist Baum, verfolgt auch schon bei der SV Elversberg in der 2. Liga. Ist ja eben dieser klassische Move gewesen der Elversberger Spieler aus der Bundesliga, die noch nicht so ganz dran sind auszuleihen und das hat ja von Voltemade bis Aslani bis Baum, können ja noch 10 andere aufzählen, ja immer sehr gut geklappt.
Da hat er es auch schon sehr gut gemacht, eben in der zweiten Liga. In der U21 ist er auch gefragt. Das heißt, die Perspektive ist da und man hatte bei der Eintracht, und deswegen hat das mit dem Hassan letztlich auch nicht geklappt, der hat wirklich Aderlast gehabt. Man hat Arthur Theat, den Belgier, abgegeben, der sowohl innen als auch links spielen konnte, war jetzt nicht so ganz der einfachste Charakter, aber ein sehr, sehr guter Spieler, ja auch WM-Teilnehmer, der dann weggebrochen ist und auf der rechten Seite Rasmus Christensen in Dänen, auch ein richtiger, ein typischer Eintracht- oder HSV-Spieler, könnte man auch sagen, geht viel über Emotionen gerade bei Heimspielen, auch weggebrochen.
Das sind natürlich zwei Außenverteidiger, potenzielle Außenverteidiger und dann hat man sich bei der Eintracht überlegt, naja, wir haben ja hier diesen jungen, 20-, 21-jährigen Elias Baum, der hat doch das Potenzial, da hat man sich überlegt, ja, man kann ihn natürlich verkaufen, aber Hütter hat sich dann einfach, durchgesetzt und gesagt, nee, der kommt aus der eigenen Jugend.
Alles andere wäre Quatsch, den nicht zu behalten. Also, den jetzt auch auf links einsetzen zu können, ist natürlich ein absoluter Gewinn. Hat auch wieder ein sehr stabiles Spiel gemacht, aber man sieht noch, dass da noch Potenzial ist. Also, ich sehe ihn jetzt aktuell vor Collins. Es gibt noch Kozugi, den jungen Japaner, den ich auch auf der linken Außenverteigerposition noch nicht ganz auf Bundesliga-Niveau sehe.
Auch noch ein sehr junger Kerl, der sich dann über die Regionalliga-Mannschaft, hochgearbeitet hat zu den Profis. Also würde ich sagen, eigentlich hat Baum da ganz gute Chancen, auf der Außenverteidigerposition, sei es rechts oder links, sich durchzusetzen. Ich glaube, Collins wird eine Pause bekommen und Baum wird dann rechts starten, wenn du mich heute fragst und nichts mehr dazwischen kommt, Verletzungen oder ähnliches, weil die Denkpause, du hast es eben gesagt, die hat Hütter Collins schon gegeben, also, da ist der Kopf nicht ganz frei und dann, glaube ich, ist es die Chance für Baum und ich glaube, der hätte dem HSV gerade, wenn man jetzt sieht, wer da in der Abwehr eben aus Gründen von Verletzungen ist, Letztens hätte er
sehr gut zum Gesicht gestanden. Aber jetzt bei der Eintracht ist er ja auf dem Weg, sich durchzusetzen. Also ich kann mir gut vorstellen, dass Adi Hüther weiter auf ihn setzt, weiter vertraut. Weil der hat in den ersten Spielen, in den ersten Wochen dieser Saison auch echt gestruggelt, wie ein ehemaliger Bundestrainer gesagt hätte.
Da bist du ja gleich beim Thema. Beim aktuellen Bundestrainer, glaubst du, dass Baum da irgendwann beim DFB aufschlagen wird? Also ich kann mir vorstellen, dass Jürgen Klopp den genau angeguckt hat der hatte ja erst eine Liste von 57 Spielern da waren da glaube ich 97, jetzt sind wahrscheinlich 114 drauf, dass auf irgendeiner dieser Listen sicherlich draufsteht, aber ich glaube, dass Toni die Salve, der U21-Trainer, gut daran tut IS Baum regelmäßig einzuladen, mit ihm die U21-M zu spielen.
Ihm da noch Erfahrung zu geben und auf Sicht, Im 2-3-Jahres-Horizont sehe ich schon eine Chance, dass Elias Baum auf dem Niveau auch ankommen kann. Da muss aber auch einiges zusammenpassen. Aber die Rechtsverteidiger oder, insgesamt die Außenverteidigerposition A beim DFB nicht sonderlich gut bestückt und mit Nene Brown, ein Ex-Frankfurter, der jetzt bei den Bayern durchgestartet ist, mehr als durchgestartet ist, eine absolute WM-Entdeckung gewesen ist, auch ein Außenverteidiger, der über Nürnberg zur Eintracht gekommen ist, auch ein bisschen Anlauf gebraucht hat.
Ich erinnere mich an sein allererstes Spiel im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. Das muss ja vor zwei Jahren etwa gewesen sein. Ich glaube, da hat er von drei Pässen vier zum Gegner gespielt und hat dann, auch den Durchbruch geschafft. Also ich kann mir das schon durchaus vorstellen, aber wäre da bei der Person ein bisschen vorsichtig.
Aber ich glaube, der ist sehr klar im Kopf, wer weiß wohin es geht. Ich kenne ihn jetzt nicht persönlich, aber von dem, was man so hört, das im Frankfurter Umfeld und eben auch der Schritt nach Elversberg und alles, was man da über ihn hört, ist schon ein chlorer Kerl, wie der Hesse sagt. Und ich kann mich schon vorstellen, dass das Richtung Jürgen Klopps langer Kaderliste schon irgendwann mal klappt.
Gerade schon angesprochen auch das Thema Nürnberg, wo Brown dann herkam. Im Prinzip hat ja eigentlich Nürnberg so in den letzten Jahren das gemacht, was Frankfurt auf dem ganz hohen Niveau unter Markus Grosche gemacht hat, nämlich interessante Spieler zu entwickeln und dann teuer zu verkaufen. Also gerade Nürnberg ist da sehr, sehr viel gelungen in den letzten Jahren, wenn man dann guckt, so Finn Jeltsch oder natürlich dann auch Brown.
Jetzt sucht Frankfurt aktuell einen Nachfolger für Markus Kröschel und da wird jetzt aktuell auch über den Namen Juti Shatzi Alieksu spekuliert. Du hast da mit Sicherheit ein paar mehr Einblicke. Was ist dran an diesem Namen? Das war einer der Namen, die ganz am Anfang schon gespielt worden sind. Und interessanterweise, wir beide sind ja gemeinsam häufiger unterwegs, wenn wir bei der Nationalmannschaft sind, ist der Name, glaube ich, im September bei der ersten, Länderspielphase mit den vier Spielen und mit dem Start von Jürgen Klopp als Bundestrainer ja auch schon immer wieder sehr, sehr positiv genannt worden im Umfeld der Nationalmannschaft.
Miro Klose als Trainer und Juti Schatzi-Alexio immer mal wieder. Interessanterweise auch jemand, der als Leiter der Delegation mit der U21 unterwegs war, unter anderem 2023, da war ich auch mit dabei, als die Deutschen ja kläglich gescheitert sind, passenderweise ins Bild damals mit der U21 in der Vorrunde raus, halbes Jahr vorher mit der Männernationalmannschaft, in der Vorrunde raus, die Frauen bei der WM dann auch in der Vorrunde raus, also der DFB lag so ein bisschen brach und Joti, Schatzi Alexio hat in den Hintergrund gesprochen mit uns Reportern, die dann in Georgien damals bei der U21 die EM waren vor drei Jahren, auch immer wieder, einen fachlich, einen sehr, sehr kompetenten, nicht alarmistischen, aber doch einen ehrlichen, klaren,
ja, kritischen, selbstkritischen. Ja, Analysen hingelegt und hat immer wieder gesagt ... Woran es hapert. Und dann ist er ja beim DFB auch relativ bald dann ausgeschieden und hat sich dann eben auf neue Wege gemacht. Immer ein hohes Ansehen genossen. Bei Nürnberg, du hast ein paar Namen genannt. Zuma wäre ja der Nächste, dass da plötzlich ein Zweitligastürmer bei Italien dabei ist.
Schwer verletzt, aber trotzdem, es sind eben so ein paar Dinge, die relativ schnell auffallen, die man relativ schnell auch in Verbindung bringen kann mit nicht nur Miro Klose, sondern auch mit Joti Schatzi Alexio, dem Unaussprechlichen, wie viele sagen. Sprechst du dir sehr, sehr gut aus, ne? Ja, ich hoffe.
Nein, und dementsprechend, es gab Christoph Spücher, ehemaliger Frankfurt-Profi, der jetzt in der Schweiz, in seiner Heimat unterwegs ist, scheint, so hörte ich, jetzt nicht zustande zu kommen. Und dann gibt's Marcel Schäfer von RB Leipzig noch auf der Liste. Aber der Top-Kandidat und eben, weil er schon seit Wochen im Frankfurter Umfeld genannt wurde, ist eben der Ex-DFB-Funktionär Charles Alexio.
Und die Nürnberger sind auch so, wenn man bei Social Media guckt, echt erzürnt. Erst holt ihr uns den Chandler weg. Gut, das ist jetzt schon alles ein bisschen länger her, aber Timothy Chandler, gebürtiger Frankfurter, ja eh mal US-Nationalspieler, aber war lange bei Nürnberg. Dann ist er eben zurück zu Eintracht, hat da, ist ja immer noch mit dabei, wird dahin und wieder eingewechselt.
Damit sei ist losgegangen, dann eben Brown und Uso und jetzt holen sie auch noch den Manager weg, wo es gerade ganz gut läuft, mit dem FCN unter Klose und eben auch unter ihm als Manager. Aber ich sage mal, die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, ist relativ hoch. Wenn es denn eine Einigung, eine Exit-Option gibt, wenn man jetzt mal anderen Medien dann Glauben schenkt, die da noch mal ein Tick näher dran sind und waren, Sky etc..
Die sagen schon, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Schatz Selexio auch in Bälde dann unterschreibt. Und auch ein spannender Manager für die Bundesliga, würde ich behaupten. Dann wahrscheinlich nicht ganz günstig für die Eintracht, denn er steht ja auch noch unter Vertrag. Aber ja, die Eintracht hat ja vorgemacht, wie man Transfererlöse erzielt und wie man das Geld dann wieder sinnvoll einsetzt.
Insofern, ich glaube, wenn Markus Kröschel geht, dann kriegt man da ja wahrscheinlich auch sogar noch Geld. Der steht ja sogar noch, meine ich, unter Vertrag. Absolut, der ist nur freigestellt und die AC Milan, die ihn ja schon haben wollte, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen und dieses ganze Thema Immobilien-Deals und der, Riera-Foppa, der ihm da unterlaufen ist, diese Fehleinschätzung, ihn als Trainer zu holen, da gab es ein paar Dinge, die eben nicht so gut gelaufen sind und deswegen ist er jetzt freigestellt und die Verhandlungen mit AC Milan im Sommer haben ja nichts in der Einigung geführt.
Wie auch immer, es kursieren dann verschiedene Gerüchte, wie jetzt am Ende auch die Trennung zustande kam. Ist ja Axel Hellmann, dem neuen großen Boss da, dem lange schon starken Mann, aber jetzt auch auf dem Papier Vorstandschef, irgendwie zu mächtig, zu stark geworden, zu unangenehm geworden. Man weiß es nicht, aber Fakt ist, der Neue wird sich da einsortieren müssen als Sportvorstand.
Und wie gesagt, Geld wird dann am Ende eine Rolle spielen. Aber du hast recht, Grösche, sollte es zum Beispiel zu AC Milan gehen, wäre bei ihm natürlich auch nochmal ein bisschen Geld dann in die Kassen gespült durch ihn und kann mir gut vorstellen, dass das dann reinvestiert würde in diese Richtung.
Auf jeden Fall. Das Ergebnis von Kröschel sieht man aktuell im Vergleich mit dem HSV dann auch, was den Gesamtmarktwert angeht. Also 288 Millionen ist der aktuelle Kader von Eintracht Frankfurt wert. Kurioserweise der HSV genau die Hälfte mit 144. Also da sieht man schon, wie aktuell so ein bisschen die Kräfteverhältnisse aussehen.
Aber nichtsdestotrotz auf dem Platz kann das natürlich nicht unbedingt immer was bedeuten. Das hat man schon beim letzten Ligaspiel dann gesehen im Mai, als dann der HSV in Frankfurt den Klassenerhalt klargemacht hat durch den Auswärtssieg. Aber auch das war natürlich die Phase, wo Frankfurt gerade unter Riera so richtig am Boden war.
Deswegen wird es natürlich jetzt am Sonntag ein ganz anderes Spiel. Vielleicht abschließend nochmal so auch deine Prognose. Wie heimstark ist Frankfurt? Wie wird Frankfurt da agieren? Das ist schon ein bisschen angerissen. Und ja, was tippst du am Sonntag? Wenn ich nicht ganz falsch informiert bin, gab es, glaube ich, seit März keinen Heimsieg bis zum 1-0 gegen Köln. für die Eintracht.
Also ich glaube, es waren einige Monate ohne Heimsieg und dann auch mal zu null eben 1-0 gegen den FC zu spielen. Also es war quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zwei Dinge, die lange nicht passiert sind, Heimsieg und dann mal ein Spiel zu null gewonnen. Und daran merkt man es schon. Heidenheim, Köln, also die Mannschaften, die Eintracht Frankfurt vom Selbstverständnis her schlagen muss, die musst du dann nicht zu Hause schlagen.
Da gehört der HSV nun mal dazu. Es ist das zweite Jahr Bundesliga nach ewiger Zeit, Hamburger Zweitklassigkeit. Das heißt, du musst eigentlich als Antwerp Frankfurt gerade nach dieser glücklichen, aber dann doch am Ende irgendwie erkämpften 3 zu 1, dem Sieg, den du im Pokal errungen hast, da musst du einfach auch mit dem Selbstverständnis antreten, natürlich auch zu Hause gegen HSV zu gewinnen.
Heimstärke habe ich ja gerade angesprochen, geht so. Ich glaube, habe ich eben schon gesagt, das ist das Wichtigere der beiden Spiele, auch für Adi Hütte, auch für Antracht Frankfurt. Dementsprechend werden die Feuer mitbringen und werden a. selbstbewusst sein, weil sie gewonnen haben, werden. Den Rückenwind mitbringen, werden das aber auch genau wissen, welche Gefahren der HSV mitbringt, mal heim oder auswärts, sei mal dahingestellt, weil sich jetzt eben die Konstellation dreht.
Ich kann mir vorstellen, dass die Eintracht ein richtig unangenehmes Heimspiel, bestreitet, wo es viel um Zweikämpfe, um Intensität geht, ob jetzt mit einem oder zwei Stürmern und mit welchem Rechtsverteidiger, sei mal dahingestellt, weil die Abwehr aber so wackelt, kann ich mir vorstellen, dass der HSV auch auswärts mit Kontern und Nadelstichen da auch echt eine Rolle spielen kann, also ich kann mir vorstellen, dass es ein Unentschieden wird.
Dann schauen wir doch mal am Sonntag, was dann am Ende bei rumkommt und wer vor allem dann auf dem Platz steht, ich glaube gerade beim HSV gibt es da noch viele Fragezeichen. Also klar, Fabio Weray fällt einige Wochen aus, Bilel Nadir fällt wahrscheinlich bis zur Winterpause aus und es gibt noch ein paar angeschlagene, gerade mit Toru Nariga, mit Capaldo, mit Bono, der es wahrscheinlich dann aber schaffen wird. Pausen schauen wir mal.
Ja, deswegen interessante Lage auf jeden Fall und dann schauen wir mal, was der HSV dann in Frankfurt zustande bringt. Dir auf jeden Fall, Roman, vielen Dank für deine Zeit, für deine Expertise, für deine Einblicke, die Lage in Frankfurt und schöne Grüße in den Urlaub. Wann geht es zurück? Bist du Sonntag im Stadion dabei?
Nee, bin ich tatsächlich nicht. Bin da tatsächlich bis zum Wochenende noch im Urlaub. Aber ich freue mich auch aus der Ferne dann zuzugucken, was aus dem zweiten Teil dieses Main-Elbe-Duells dann da rauskommt. Das ist das Stichwort. Vielen Dank dafür nochmal. Und genau, wir melden uns dann in der kommenden Woche wieder nach dem Spiel in Frankfurt.
Dann ist das Heimspiel gegen Mönchengladbach vor der Tür. Und auch darüber werden wir natürlich wieder sprechen. nächste Woche mit einer ganz besonderen Folge. Aber ich will noch nicht zu viel verraten. Lasst euch überraschen. Für heute war es das. Und ihr wisst es, in Hamburg sagt man Tschüss. Roman weiß es auch noch.
Bei uns heißt das. Auf Wiederhören. Vielen Dank. Ciao. Ein Podcast von Funke. Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie auf abendblatt.de slash podcast.