HUBER Business AI Podcast· Staffel 1· Folge 42

#42 Victorinox: AI-Transformation mit Benjamin Abbenseth

Sonntag, 1. November 2026 · 44 min

MP3

Shownotes

Bei Victorinox gab es keinen Tag, an dem die Geschäftsleitung KI eingeführt hat. Die Mitarbeitenden haben die Tools zuerst genutzt. Danach brauchte es klare Regeln und eine gemeinsame Plattform.
Benjamin Abbenseth ist einer von 12 bis 14 Transformation Leads, die das Thema aus allen Bereichen ins Unternehmen tragen. Im Gespräch erklärt er, wie dieses cross-funktionale Netzwerk arbeitet und warum sich Victorinox für Copilot als strategische Plattform entschieden hat. Er spricht über AI-Guidelines, über die Ergebnisse einer internen Umfrage und darüber, wie Use Cases zentral gesammelt und nach Machbarkeit, Effizienzgewinn und Skalierbarkeit bewertet werden.
Dazu kommen konkrete Anwendungen. Mit einem Visit Agent spricht der Aussendienst den Besuchsbericht nach dem Kundentermin ein, der Bericht landet danach in Salesforce. Auf den Marktplätzen meldet ein KI-Tool Abweichungen bei den Produktdaten und schlägt Korrekturen vor. Im Marketing übernimmt KI einen Teil der Übersetzungen. Zum Schluss geht es um die Frage, wann ein Agent selbst entscheiden darf und wie Victorinox in zwei Jahren arbeitet.
Zum Gast: Benjamin Abbenseth ist seit acht Jahren bei Victorinox und verantwortet den Third-Party-Online-Bereich mit Marktplätzen wie Galaxus und Amazon sowie reinen Onlinehändlern. linkedin.com/in/benjamin-abbenseth-b9913710b
Gastgeber: Andy Huber. Seit über 25 Jahren im B2B. linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting
Takeaways• KI kam bei Victorinox nicht per Beschluss. Die Mitarbeitenden nutzten die Tools zuerst, die Geschäftsleitung setzte danach den Rahmen.
• Ein Netzwerk aus 12 bis 14 Transformation Leads trägt die Einführung in alle Bereiche. Sie treffen sich alle sechs Wochen.
• Copilot ist die strategische Plattform. Den Ausschlag gaben die bestehende Microsoft-Umgebung und die Sicherheit der Daten.
• Hinter jedem Use Case steht ein Business Case. Ein Tool bewertet die Vorschläge und zeigt Doppelspurigkeiten.
• Die meisten Use Cases optimieren bestehende Prozesse. Das grössere Potenzial sieht Ben darin, Prozesse neu zu denken.
• Ein neuer Prozess muss Zeit sparen und einfach sein. Beim Visit Agent reicht das Smartphone im Auto.
• Agenten schlagen heute vor, der Mensch quittiert. Einfache Korrekturen sollen künftig automatisch laufen.
• Viele Lösungen entstehen intern. Die Herausforderung ist, die eigenen KI-Expertinnen und -Experten sichtbar zu machen.
Kapitel• Intro
• KI in Bens Alltag
• Third-Party-Online bei Victorinox
• Social Commerce in Asien
• Wie KI zu Victorinox kam
• Die Einheit Technology and Transformation
• Transformation Leads in allen Bereichen
• Warum Copilot
• Adoption und Weiterbildung
• Was die interne Umfrage zeigt
• Guidelines, AI-Komitee und Fokus der Geschäftsleitung
• Wettbewerbsdruck und Business Case
• Wie Use Cases bewertet werden
• Optimieren oder neu denken
• Übersetzungen und Bilder im Marketing
• Der Visit Agent für den Aussendienst
• Die nächsten Use Cases im Vertrieb
• Marktplatz-Monitoring auf Amazon
• Wann der Agent selbst entscheidet
• Wer die Agenten baut
• Wie Ben am Ball bleibt
• Victorinox in zwei Jahren
• Verabschiedung

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Andy: Grüezi und herzlich willkommen zur 42. Folge des Huber Business AI Podcasts. Mein Gast heute ist Ben von Victorinox. Er ist seit acht Jahren im Unternehmen und verantwortet Third-Party-Online-Geschäfte. Dazu gehören die Marktplätze wie Galaxus und Amazon und die asiatischen Anbieter. Er erklärt, was in Asien im Social-Commerce anders läuft als in der Schweiz. Wir reden auch darüber, wie Kai in ein Familienunternehmen von der vierten Generation kommt. Ben erklärt, warum sich Victorinox für Co-Pilot als zentrale Plattform entschieden hat. Dann geht es unterschiedliche Use-Cases. Zum Beispiel von einem, der jeder aus der Aussendienst Mitarbeiter träumt. Und zum Schluss frage ich ihn, wenn ein Agent selber entscheiden darf und wie Victorinox in zwei Jahren arbeitet. Kurz zu mir, falls du zum ersten Mal dabei bist. Ich bin der Andi Huber, seit über 25 Jahren im B2B und bevorzugt im Handel zu Ich begleite die Geschäftsleitungen und Vertriebsteam dabei, KI-Nutzbeingende einsetzen. Viel Spass und los geht's! Ben, herzlich willkommen in meinem Podcast.

Ben - Victorinox: Guten Tag, Hi, schön, ich bei dir sein.

Andy: Ben, wie nutzt du KI in deinem privaten Alltag?

Ben - Victorinox: Primär als Sparingpartner würde ich sagen und Inspirationsquelle. Ich glaube, du kennst es wahrscheinlich selber. Man sitzt manchmal im Auto, hat vielleicht eine Idee, lässt diese Idee mal kurz bisschen weiterentwickeln von KI. So nutze ich es. Oder ich habe für meine Tochter zu Hause zum Beispiel einen Mathe-Nachhilfelehrer gebaut, der sie abfragt und unterstützt bei den Mathehausaufgaben und Matheprüfungen. Funktioniert ganz gut. Ja, das ist sicher so die Sachen. Oder vielleicht mit einem Arzttermin, wenn man ein Arztresultat, eine MRI hatte ich neulich gemacht mit meiner Schulter, mal die Resultate hochlegen und fragen, schauen was die KI eigentlich dazu sagt, wie krank oder gesund man ist. Spannend.

Andy: Ja, mega spannend. Noch kurze Nachfrage. Im Auto sprichst du dann mit deinem bevorzugten Modell?

Ben - Victorinox: Auf jeden Fall, ich habe mir angewöhnt, eigentlich alles nur noch per Voice zu machen, weil die Qualität ist auf jeden Fall besser. Ich glaube, man kann mehr Prompen mehr Informationen mitgeben, worum es ja eigentlich auch geht beim Prompen. Und der Outcome ist dementsprechend auch besser.

Andy: Machst das auch im Geschäft oder nur, wenn du für dich bist?

Ben - Victorinox: Zunehmend mehr im Geschäft auch, auch wenn es bisschen ungewohnt ist im Büro und die Leute sitzen eben dran und man spricht einfach mit sich selber, aber ja zunehmend mehr auch im Büro.

Andy: Wenn du im Privaten bist, was ist dein aktuelles Lieblingsmodell?

Ben - Victorinox: Ich mache auch privat viel mit Co-Pilot, auch weil wir es im als unsere zentrale strategische AI-Plattform nutzen. Ich nutze es auch privat stark, oft auch im geschäftlichen Kontext natürlich. Ich habe sonst noch chatgpt was ich nutze, aber immer weniger merke ich ganz ständig fest.

Andy: ist im Kontext von, wenn ich mich an ein Modell gewöhnt habe, dann will ich es richtig verstehen und dann auch richtig ausnutzen.

Ben - Victorinox: Ja, genau, glaube, es ist tatsächlich so. Man hat ja natürlich seine Präferenz und meistens geht Präferenz dahin gehen, welches Modell man als erstes hatte. Ich hatte zuerst JetGPT und als dann die Umstellung kam auf Copilot, denkt man, das ist blöd und kann nichts, oder ist nicht so gut, aber am Ende, glaube ich, gibt es da keinen großen Unterschied mehr meiner Meinung

Andy: Jedes Modell hat seine vor und Nachteile. Jetzt wollen wir wissen, wer du genau bist und was du v.a. auch bei Victorinox machst.

Ben - Victorinox: Ja genau, bin seit acht Jahren bei Victorinox, verantwortet den Third-Party-Online-Bereich. Was heißt das Third-Party? Also alles, was nicht über die eigenen Online-Shops verkauft wird, ist ja Marktplatzgetriebenes Geschäft. Galaxus in der Schweiz kennt man sicher, jeder von uns, aber auch in Amazon. Aber was auch dazu kommt, ist eigentlich diese Pureplay-Online-Accounts, wie vielleicht eine Webseite wie sackmesser.ch oder meintaschenmesser.de oder so, die sind alle in der Betreuung bei mir und bei meinem Team.

Andy: dass du dir asiatischen Marktplätze bedienst oder ist das englisch-sächsisch gewichtet?

Ben - Victorinox: Genau, wir sind global unterwegs in über 110 Ländern und natürlich ist auch der asiatische Markt für uns wichtig, wo wir eben auch hier vom Headquarter aus das Team drüben in Shanghai unterstützen und die ja oft schon eher weiter voraus sind, was das ganze Thema Social Commerce, Social Media angeht und genau da sind wir im engen Austausch mit den Ländergesellschaften.

Andy: Für die, die sich damit befassen, die wissen, was im Moment in den asiatischen Räumen abgeht zu diesem Thema, könntest du uns ein, zwei Beispiele geben, du sagst, das ist schon eine andere Liga, es ist einfach anders als so, wie wir es kennen bei uns.

Ben - Victorinox: Also ich glaube, was uns allen auffällt, ist die Bildschirmzeit. Also die bei uns natürlich auch stark zunimmt, aber die da drüben natürlich nochmal einiges höher ist. Also ich glaube, auch wenn man da drüben mal vor Ort ist und sieht, wie die Leute auf der Straße, läuft eigentlich keiner ohne Handy in der Hand durch die Straßen. also ich glaube, allein das ist ein riesengroßer Unterschied. Und dann glaube ich, die personalisierte Werbung. Ich glaube, in gewissen Gebäuden oder verkaufsstellen vorbei und kriege in dem moment die werbung auf mein handy darauf gespielt also ich glaube das ist schon noch mal eine ja ja next level und und ja auch das ganze thema ja tiktok tiktok 2.0 wie das ganze influencer geschäft da drüben läuft glaube ich ist es noch mal ja noch mal mehr noch mal wilder noch mal schneller als als hier ist bisher bei uns ist live shopping ist ein großes thema in asien was bei uns ja eigentlich noch nicht so verbreitet

Andy: Seit auch im Play dabei wo ihr den Influencer zusendet und auspackt Sackmesse zu und erkläre, wie gut das funktioniert aus deiner Erfahrung.

Ben - Victorinox: Also es ist schwierig, gerade das Tagmesser im asiatischen Bereich ist natürlich per se schon mal schwieriger, weil die natürlich nicht so outdoor-affin sind. Das Camping, eher da drüben heißt dann Glamping. Also ich glaube, der typische Asiate geht jetzt nicht in den Wald und schnitzt sich vielleicht was im Wald oder beim Spazierengehen mit den Kindern. Also die sind natürlich nicht so outdoor-affin. Darum ist das jetzt eine Kategorie, sicher in Asien für uns eher schwierig ist, wo es dann eher als ... Als Statussymbol gilt aber weniger für die Anwendung. meine, hier in der Schweiz finden die Produkte auch einen extrem hohen Anwendungsgrad. Da geht es dann eher in den Bereich Gepäck vor allem und Uhren sind wir sehr stark.

Andy: Wenn man jetzt auf unser Thema KI mein Victorinox wird ja in der vierten Generation von der Familie immer noch geführt und sagen wir mal von aussen könnte es den Anschein machen, dass man doch traditionell unterwegs ist, was ja nicht negativ ist, selbstverständlich, sondern auch positiv ist. Wann habt ihr eigentlich entschieden das Thema KI mal genauer anzuschauen und dann effektiv dann auch versuchen zu implementieren? Wie ist der Entscheid zustande gekommen?

Ben - Victorinox: was man sagen kann und vermutlich spreche ich dafür viele Unternehmen, dass es keinen Top-Down-Entscheid gibt, ab heute nutzen wir KI, ab heute nutzen wir es nicht. Ich glaube, dass da eher eine Dynamik bei den Mitarbeitern entsteht, die mehr und mehr KI nutzen. Also es entsteht, glaube ich, gewisse Eigendynamik. Und irgendwann komme ich als Geschäftsleitung gar nicht mehr drum herum, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Und so war das sicher auch bei uns. Also uns geht es dann eher darum, wie fange ich vielleicht die Mitarbeiter wieder ein, die mit verschiedensten Toolen Tools unterwegs hier natürlich auch eine Sicherheit darzustellen, welche Dokumente werden hochgeladen. Ich glaube, ich muss als Unternehmen mir gewisse zur Verfügung stellen und klare Regeln aufstellen, KI genutzt wird im Es gibt für mich keinen Tag, wo man gesagt hat, jetzt ab heute machen wir KI. Das entsteht eher aus der Dynamik der Mitarbeiter aus.

Andy: Ihr aber im Jahr 2022 die Abteilung Transformation und Technology geschaffen. Wie kam dieser Entscheid zustande? Da war KI mit Tschechi Petibino noch ganz neu. Am Anfang war das eine allgemeine Entscheidung. Technologie treibt uns immer mehr, in verschiedenen Geschäftseinheiten. Bei dir immer präsent, mit all den Marktplätzen und digitalen Plattformen. Wie kam dieser Entscheid zustande?

Ben - Victorinox: glaube damals war es noch durch die digitale Transformation getrieben. Natürlich ist alles digitaler geworden. KI war damals noch kein großes Thema. Und so ist eigentlich das entstanden. Was man dazu sagen muss, da in ganzen Thema Technology and Transformation Team auch noch die ganze IT mit drin, hängt das ganze Data Management. Und auch hier wussten wir, wird digitaler, der Verkauf wird zunehmend digitaler und entsprechend müssen wir auch unsere Daten. beispielsweise ein Tools Infrastruktur entsprechend digital brauchbarer aufstellen. Das hat man damit geschaffen mit dieser neuen Business Unit Technology and Transformation, die direkt an der Geschäftsleitung an den CEO rapportiert.

Andy: Das ist wie eine Matiksoorganisation, so ich es verstanden habe, wo dann Einzelne aus unterschiedlichen Abteilungen im Team sind. Du kannst uns das mal kurz erklären, wie ihr das aufgesetzt habt, organisatorisch.

Ben - Victorinox: Genau, also innerhalb des Technology Transformation Teams wurden die sogenannten Transformation Leads ins Leben gerufen und wie du schon gesagt hast, das ist ein cross-funktionales Team. Aus allen Abteilungen wurden ein bis zwei Personen definiert, die sich regelmäßig treffen und zusammenkommen und diese digitale Transformation oder wie es heute groß auf unserer Fahne steht AI-Transformation vorantreiben im Unternehmen.

Andy: Was musste ich oder was musste die Mitarbeiterin mitbringen, damit sie qualifiziert wurde für diese Funktion? Was musste man damit bringen?

Ben - Victorinox: Das ist eine gute Frage. Ich glaube, dass das gar nicht zwingend mit Qualifikationen zu tun hat. waren, man hat bewusst Personen gewählt, die diesen Change aktiv vorantreiben, die vielleicht auch ein gewisses Netzwerk im Unternehmen mitbringen. Aber es gab jetzt nicht zu sagen, dass eine gewisse Anzahl Jahre Betriebszugehörigkeit dazu gehört oder irgendwelche Sprachkennisse oder ähnliches. Also es war wirklich, man hat bewusst Personen gewählt, die ... wo man überzeugt ist, diesen Change mit vorantreiben, aber auch, dass es harmoniert natürlich auch mit den anderen Transformation Leads. das hat man im Prinzip mit dieser Benennung der Transformation Leads über alle Geschäftsbereiche dann so durchgeführt.

Andy: kam dann das Thema AI, das immer stärker etwas beschleunigt in diesem Transformationsteam. Es wurde effektiv viel präsenter als zum Start, wo man Basisaufgaben erledigt hat. Das hat eine Beschleunigung gegeben im ganzen Team und auch in der Unternehmung.

Ben - Victorinox: jeden Fall. Also für uns ist eigentlich jetzt dieses Jahr dieser Startschuss gefallen, dass wir eigentlich nicht mehr von einer digitalen Transformation reden, sondern von einer AI-Transformation. Und was wir als Transformation Leads eben machen, wir fördern die Nutzung von AI und betreiben diese Anwendungswelle voran und stehen aber auch in den jeweiligen Business Units als Ansprechpartner zur Verfügung. Und eben wie gesagt, aus jedem Funktionsbereich wurde eben eine Person nominiert.

Andy: Kannst du uns kurz sagen, wie viele Leute das insgesamt sind?

Ben - Victorinox: 12 bis 14 Leute sind wir aus allen Bereichen, also aus Sales, aus Marketing, Produktion, aus Legal, HR, also im Prinzip sind wirklich alle Funktionen vertreten und darum ist es ein cross-funktionales Netzwerk und wir treffen uns alle sechs Wochen.

Andy: dann die Themen zu besprechen, was gerade aktuell läuft oder nicht läuft. Du hast ja gesagt, ihr habt euch für Copilot von Microsoft entschieden. Weisst du, wie ihr zu dieser Entscheidung gekommen seid, dass es Microsoft ist und nicht ein anderes mögliches Tool oder Hersteller?

Ben - Victorinox: Ja, genau. Wir haben uns als für Microsoft entschieden, als strategische AI-Plattform und wird sowohl für den Einstieg für alle Mitarbeiter genutzt. Also alle unsere Mitarbeiter, die, sag ich mal, Computerzugriff haben oder eine E-Mail-Adresse haben, haben also den Co-Pilot auf ihrem Rechner drauf. Und die Premium-Version setzen wir dann für weitere Anwendungsfälle ein. Also wenn jemand einen gewissen Use-Case hat oder auch diese Premium-Version. benötigt, gewisse Arbeiten zu erledigen, dann bekommt er die auch freigeschaltet. Und die Idee ist, langfristig so eine Victorinox AI-Plattform auf Microsoft-Basis entstehen. Der Grund hierfür ist, dass wir vorher schon stark mit Microsoft-Applikationen gearbeitet haben, wie OneNote, wie Outlook, Word, Excel, PowerPoint und so, dass die Daten schon auf den Microsoft Serveranlagen und dann war für uns eigentlich der Entscheid relativ klar, hier diesen Weg mit Co-Pilot zu gehen. Und auch künftig werden wir keine neuen Lizenzen mehr vergeben für, ich sage jetzt mal, ChetGPT, Enterprise oder Gemini, Cloud oder ähnliche Tools. Also betroffene Mitarbeiter, die heute auf diesen Tools arbeiten, werden nach und nach auf Co-Pilot migrieren.

Andy: Die Freude von diesen Mitarbeitenden

Ben - Victorinox: Gute Frage. Wir Menschen sind immer Gewohnheitstiere. Ich glaube, am Ende

Andy: Absolut.

Ben - Victorinox: ist es Gewohnheit. Ich glaube, heute kann selber mal den Unterschied eingeben zwischen JetGPT und CoPilot und am Ende ist es gar nicht mehr so wild. glaube, mal ist vielleicht das eine Tool ein paar Wochen voraus mit Anwendung und wohnen die anderen wieder auf und dann begrenzen sich vielleicht in dem Bereich weiter. Also ich glaube, die Begeisterung ist hiesig. Also es ist okay, es jetzt kein großer Widerstand und auch, ich glaube, die Leute haben auch Verständnis. Es geht natürlich auch gewisse Sicherheit, welche Daten lade ich da hoch und ich glaube, wenn wir uns alle an die KI Anfangszeit zurück erinnern, dass wir ja viel, Informationen da hochgeladen haben, vielleicht oft auch ohne nachzudenken, vielleicht sogar sensible Unternehmensdaten, dabei waren. Und das ist natürlich jetzt mit der Co-Pilot-Version gegeben, dass das auch in dem Microsoft-Rahmen gibt und die Daten, die heute auf die Dacopelle zugreift, liegen ja bereits auf Microsoft-Servern, sodass hier die gewisse Sicherheit auch dargestellt und abgebildet wird.

Andy: Das macht absolut Sinn. Wir arbeiten auch im Unternehmenskontext mit Co-Pilot. Du hast Zugriff auf alle deine Dokumente, es ist alles in deinem Tenant drin. Das ist schon so. Ich hatte das mit einem anderen Podcast, Pascal Brunner, dem Co-Pilot-Spezialisten, wenn man so will, der Schweizer gesprochen. Das entwickelt sich so schnell, dass die Unterschiede immer kleiner Dementsprechend der Wechsel gar nicht so weh. Man ist immer noch im Bild, das Copilot weit hinten dran ist, aber das ist ja gar nicht mehr so.

Ben - Victorinox: sehe ich aus. Aber ich glaube auch, wie du hast es kurz erwähnt, dass Co-Pilot natürlich auch in dem Moment auf die vergangenen E-Mails zugreifen kann, auf meine OneNote Notizen zugreift und gerade wenn ich jetzt einen Termin vorbereite oder wissen möchte, was ist eigentlich in der Vergangenheit mit dem Kunden passiert oder zu dem Projekt passiert, dass wenn ich auf Chatgpt bin, heute ich diese Infos ja gar nicht mehr kriege oder mir mühsam individuell oder einzeln einen Outlook zusammensuchen muss, während ich im Co-Pilot im Prinzip Copilot mir das im Prinzip alles aufbereitet. Also ich glaube, die Leute, die wechseln mussten oder müssen, die sehen auch den Vorteil, wenn ich in dieser Microsoft-Umgebung mit Copilot arbeite.

Andy: Wie schafft ihr es, die Adoption hochzubringen? Dass die Leute wissen, wie sie mit diesem neuen Instrument umgehen können, damit sie sich einsparen und sich überlegen, wie sie neue Prozesse kreieren oder optimieren können. Wie schafft ihr Kannst du mal einen kurzen Einblick geben?

Ben - Victorinox: Primär genau über die Transformation Leads. ist eine Lösung oder ein Ansatz, dass wir quasi wie gesagt für Sales, sage mal, bin ich der zentrale Ansprechpartner in Europa, für Marketing. Die haben einen zentralen AI Ansprechpartner für Fragen. Aber wir haben auch verschiedene Learning Programme. Wir haben Lunch and Learn Programme. Wir haben ein internes Lernprogramm, wo wir Schulungen haben. Wir sind jetzt gerade dabei, so einen acht Wochen AI-Onboardingplan zu entwickeln für Mitarbeiter. Wir sind mit Microsoft Academy direkt dran, hier Trainings zur Verfügung zu stellen allen Mitarbeitern. Also hier sind wir, glaube ich, sehr stark oder gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Mitarbeiter, mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber sich auch das Wissen anzueignen.

Andy: sind die Erfolge aktuell? würdest du sagen, wenn du ein Üblich geben würdest, ihr bietet viel an. Ich hatte auch schon andere Gäste bei mir, sagen, wir haben viel angeboten, aber die Adoption war dann trotzdem nicht so gut. Wie würdest du den Erfolg aktuell einschätzen bei euch?

Ben - Victorinox: Gute Frage. Was wir jetzt gemacht haben, ist, wir haben eine unternehmensweite Umfrage gestartet mit verschiedenen Themen und auch verschiedenen Fragen, die wir aufgreifen. wie groß ist die, wie oft arbeiten die Leute, wie oft nutzen die Leute, Co-Pilot oder AI generell in ihrem privaten Umfeld, aber auch in ihrem geschäftlichen Umfeld. Aber auch vielleicht wie groß, wir wollen herausfinden, wie groß der Widerstand ist, solchen Tools oder mit solchen Technologien zu arbeiten. Und da ist der Outcome sehr, sehr unterschiedlich. Also es hängt wirklich stark von den Abteilungen ab. auch stark von Arbeit in die Leute in der Produktion, die heute auch Zugriff haben zu all diesen Tools, aber auch im Office-Bereich, administrativen Bereich oder auch arbeiten sie im Headquarter oder in der Ländergesellschaft. Da sehen wir größere Unterschiede, die wir jetzt im Prinzip analysieren und dann aber auch entsprechend Lösungen bieten den Leuten, den Mitarbeitern, den Abteilungen.

Andy: Das finde sehr positiv, selbstverständlich, wenn man so viel Zeit und Kosten investiert am Ende des Tages. Was war die Sicht der Geschäftsleitung, das auch so zu unterstützen? Es ist ja doch vielfach so, dass wenn man so eine Wette eingeht, dass man nicht ganz genau weiss, was dann der effektive Outcome sein wird. Wie sehe ich das noch in der P &L klar sichtbar? Dass sich diese Investe ausgezahlt hat. Was glaubst du, was war der Entscheid, diese Kosten zu bewilligen?

Ben - Victorinox: Ich frage mich, ob ich als Geschäftsleitung überhaupt drum rumkomme, irgendetwas zu verbieten. Klar, verbieten kann ich es natürlich immer. Aber ab einem gewissen Zeitpunkt wird der Druck, auch seitens der Belegschaft, so groß, diese Tools zu nutzen. vor allem auch die Fragen kommen immer mehr auf, wie nutze ich dieses Tool, was darf ich, was darf ich nicht. Und hier muss ich als Geschäftsleitung auf jeden Fall Antworten geben. Und wir haben zum Beispiel ein eigenes AI-Komitee. Wir haben ganz klare AI-Guidelines. die idealerweise jedem Mitarbeiter bekannt wird, also die wir auch im Intranet natürlich darstellen, dass jeder weiß, was darf ich und was darf ich nicht, welche Dokumente darf ich hochladen, also wie nutze ich AI für mein meinem Geschäftsumfeld. Und das ist wichtig und dafür muss ich als Geschäftsleitung sorgen und zeitgleich eben auch die Mitarbeiter ganz klar enablen. Und das ist was, was wir uns natürlich auch groß auf die Fahne schreiben. Also wir legen den Fokus in den kommenden Monaten auf jeden Fall auf die Befähigung von Mitarbeitern und Führungskräften, aber auch die Adoption und Nutzung zur Unterstützung der täglichen Arbeit ist ein wichtiger Punkt für uns und als dritten Punkt die konkrete Priorisierung von Anwendungsfällen mit einem klaren Mehrwert. Also wir müssen uns wiederholen, wir wollen die Mitarbeiter bewusst, ja, enablen. Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, mit KI zu arbeiten. Aber es muss in einem gewissen Rahmen sein und da arbeiten wir dran. genau, wir wollen im Prinzip natürlich diese manuellen Schritte möglichst reduzieren und die Durchlaufzeiten verkürzen.

Andy: Du hast es richtig gesagt. Man kommt fast nicht drum herum. Da bin ich absolut einig mit dir. Ich mich, wie man sich heute bei vielen Unternehmen bewusst ist, dass man was tun sollte und dass irgendwann nicht mehr darum herumkommt. Aber es dann auch aktiv zu tun und einen klaren Plan zu haben, wohin man mit dem Thema will. Was hat das für einen Einfluss auch zukünftig auf das auf das eigene Unternehmen, was hat das auf die Branche für einen Einfluss? Und das auch in die Organisation einzutragen und so aufzusetzen, damit man es vorantreiben kann, ist noch nicht ganz so selbstverständlich. Darum frage ich auch nach. Und hinanschlussfragen natürlich ... Was ich vielfach konstatiere, Unternehmen, die einem sehr kompetitiven Umfeld unterwegs sind, sich mit dem Thema schneller auseinandersetzen, weil der wirtschaftliche Druck höher ist als in Branchen, wo man eher kleine Nischenmärkte hat, der Druck nicht so hoch ist und man auch mehr Zeit Würdest du sagen, dass es bei euch auch der kompetitive Markt ist, der immer danach fragt, zu optimieren und nach vorne zu gehen mit den möglichen Instrumenten, die man heute zur Verfügung hat?

Ben - Victorinox: Mit Sicherheit auch. Aber klar, man sieht natürlich jetzt auch, dass die Lizenzkosten massiv in die Höhe schnell sind, sag ich mal. wenn man natürlich auch irgendwo einen Return haben und nicht nur einen reinen Kostenblock, den man da hat, ich

Andy: Natürlich, ja.

Ben - Victorinox: glaube, das ist bei jedem Business Case so und so ist es bei uns auch. Also es gibt ganz jede einzelne Case. Prinzip steht ein Business Case dahinter, den wir versuchen, möglichst effizienter und kosteneffizient zu gestalten.

Andy: Das ist gut gesagt, oder? Jeder Use-Case, ihr rechnet. Wenn du startest in einen Use-Case rein, da kommt gleich darauf, was ihr heute schon im Einsatz habt und wie ihr es macht. Aber wenn du in Use-Case hast, da kommt jemand. Ich habe das AI-Committee, wo ihr entscheidet, wo die Ressourcen hingehen, wo wir vielleicht AI-Ressourcen oder andere Ressourcen, die dann auf das Thema einzahlen. nicht immer ganz einfach zu berechnen, was dann effektiv hinten rauskommt. Wie hart seid ihr da unterwegs in dieser Frage?

Ben - Victorinox: Aber das ist die größte Herausforderung für alle Unternehmen aktuell ist. Das weißt du wahrscheinlich von deinen vielen Postkasten mittlerweile auch. Also bei uns läuft es so, dass diese Use Cases zentral und systematisch gesammelt werden und wir versuchen, gewisse Vergleichbarkeit darzustellen. Und dann bewerten wir diese und ein Tool bewertet dann nach Machbarkeit, Effizienzgewinn und Skalierbarkeit. Und im Prinzip ist es ein einfacher Score, der uns dabei hilft, bei der Priorisierung dann auch dieser entsprechenden Use Cases. Und was wir halt sehen, was wir sehen, ist, dass viele Use Cases in die gleiche Richtung gehen, gerade dieses Thema, Datenbereinigung oder Daten anreichern und die vielleicht unterschiedlich formuliert sind. Und dieses Tool hilft uns, eingegebenen Cases zu klustern und eine gewisse Doppelschwurigkeit auch festzustellen oder allenfalls, dass man eben die Cases bündeln kann und dann auch effizient. ... arbeiten kann.

Andy: man startet ja in der Regel immer mit den Use-Cases, wo man eine grosse Pain hat oder wo man was vereinfachen kann, wo man grosse manuelle Prozesse automatisieren kann. Was würdest du die Aufteilung zwischen Optimierung, was einfacher machen gegenüber, wir können mit AI auch komplett was Neues kreieren, neue Ansätze gestalten, Neues probieren? Wie würde das so einschätzen?

Ben - Victorinox: Also primär versucht man oder wir sehen, man primär versucht, bestehende Prozesse zu optimieren, Effizienz zu steigern, schneller zu machen. man meiner Meinung nach viel mehr machen müsste mit KI, ist vielleicht Prozesse neu zu denken. Also ich glaube, ich versuche heute KI auf diese bestehenden Prozesse irgendwie mit einzubauen oder zu integrieren. Aber im Prinzip vielleicht jetzt zu sagen mit KI, ist denn, wie könnte denn der Prozess auf einer grünen Wiese neu gestaltet werden, das glaube ich Das passiert heute noch zu wenig in den Unternehmungen, wo man sicher noch viel Potential hat.

Andy: Das das Re-Engineering des Prozesses zu machen.

Ben - Victorinox: Genau.

Andy: Wenn man in die Use Cases geht, habe ich gesehen und gehört, dass ihr relativ viel Gutes und Cooles macht. Eines ist ja Marketing, wo ihr ja umgestellt habt und mittlerweile einiges an Geld einspart. Kannst du uns erklären, was ihr da macht?

Ben - Victorinox: Ja, wir sind global natürlich unterwegs mit unseren Produkten, verkaufen die Produkte global. Das heißt natürlich auch, dass wir die Informationen für den Kunden beispielsweise im Online-Bereich auch global in vielen, Sprachen zur Verfügung stellen müssen. Das heißt, ich habe heute oder immer noch sehr hohe Kosten für Translation Services, Übersetzungsagenturen, Agenturen generell. Und hier ist sicher ein großer Teil, der durch AI übernommen werden kann oder abgelöst werden kann. Also wir versuchen hier gewisse Tools zu entwickeln, gerade wenn es immer wiederkehrende Prozesse, wiederkehrende Services sind, die wir an die Subsidiaries, an die Ländergesellschaften geben müssen. Dass wir hier natürlich auf jeden Fall Kosten, viel Kosten schon eingespart haben, aber auch weiterhin viel Kosteneinsparpotenzial sehen.

Andy: Ob du noch andere Ansätze im Marketing hast, wo du vieles Neues versuchst, oder auch in der Marktbearbeitung in den unterschiedlichen Ländern auch anders zu koordinieren mit Unterstützung der neuen Möglichkeiten?

Ben - Victorinox: aufs Marketing zurückzukommen, uns ein großes Thema ist Bild-Bild-Kreierung, wo wir heute aber sagen, nehmen noch echte, bei Victorinox noch echte Fotomodels und nicht KI-generierte Bilder. Wir nutzen KI für Bildgenerierung, allerdings nur intern. Aber das ist sicher was, glaube ich, in Zukunft, wenn man heute die Qualität sieht bei der Bildgestaltung oder Bilderstellung durch KI, wo ich heute ja kaum noch unterscheiden kann, was ist echt, was ist nicht echt. wo man in Zukunft sicher, oder ich könnte mir vorstellen, dass man in Zukunft hier die Bildergenerierung sicher über KI machen kann in den nächsten 6 bis 12 Monaten.

Andy: Wir sind im Kundendienst. Ihr arbeitet auf Salesforce, ein abtologisches Salesforce-Einstein-Modul. Du uns kurz auf die Reise mitnehmen, wie ihr das einsetzt und wie gut das aktuell für euch funktioniert.

Ben - Victorinox: Salesforce generell ist natürlich ein riesen komplexes Tool und uns wird von verschiedensten Abteilungen benutzt. Sales zum Beispiel hatten wir eher Mühe zu begehen, weil die Oberfläche vielleicht nicht so war, dass es passend ist für die Außendienstmitarbeiter beim Kunden Salesforce auch direkt zu nutzen. Und wir haben uns überlegt, wie können wir vielleicht schneller. Wie werden wir schneller, dass Salesforce eigentlich so dein Daily-Buddy im Vertrieb wird? Und ein Projekt, das wir jetzt gerade umgesetzt haben, zum Beispiel die, wir haben im Prinzip einen Voice Agent, sorry, einen Visit Agent gebaut, der im Prinzip deine Besuchsberichte sehr schnell und effizient zusammenfasst und dann auch entsprechend anreichert, sodass ich eine gewisse Datengrundlage für die Zukunft schaffen kann. Also wie sieht das aus, das im der Außenhielfsmitarbeiter nach seinem Besuch, nach seinem Kundenbesuch kurz drauf spricht über diesen Agent, den wir in Co-Pilot gebaut haben, kurz diesen Besuch zusammenfasst. Der Agent stellt vielleicht noch zwei, drei Rückfragen und dann allerdings ein gewisses Template vollständig ausgefüllt ist, dass der Ausdienstmitarbeiter dann direkt in seine Inbox kriegt. Er kann es noch mal kurz anschauen, quittiert das im Prinzip und dann geht dieser Bericht. automatisiert in Salesforce. Also was heute der Fall ist, dass im Prinzip die Ausdienstmitarbeiter nicht mehr ihren Bürotag brauchen, gewisse Besuchsberichte zu schreiben. Und das ist ja oft ein großer Painpoint, wo keiner wirklich Lust zu hat. Dass wir das jetzt im Prinzip stark vereinfacht haben, Prozess, dass der Mitarbeiter im Prinzip direkt während er im Auto sitzt, seinen Besuchsbericht drauf sprechen kann und alles andere wird dann der Agent erledigen.

Andy: Das ist ein usecase dem jeder Verkäufer oder Ausendienstmitarbeiter früher geträumt hat. Jetzt ist da eine riesengroße Leitung. sagst es auch, weil der klassische Bürotag oder Halbtag oder am Abend noch 1-2 Std. die Rapporte schreiben, das entfällt grundsätzlich. Wie wird das aber effektiv genutzt? Wie ist das bei den Leuten angekommen? Sie reklamieren immer, haben keine Zeit und viel zu tun. Jetzt gibt man ihnen die Erleichterung. Wie ist das Resultat aus deiner Sicht?

Ben - Victorinox: Genau, wir sind noch in der Rollout-Phase. Wir haben das mit einem kleinen Core-Team getestet und auch hier hat man schon relativ schnell gemerkt, dass die Begeisterung auf jeden Fall da ist, weil ich glaube, dass kein Ausdienstmitglieder weiter gerne Besuchsberichte schreibt oder so, aus meiner

Andy: Keine!

Ben - Victorinox: Erfahrung nach. Das glaube ich, einer der mühsamsten Aufgaben, glaube ich, als Vertriebler und die man vielleicht auch vernachlässigt, vielleicht auch dann am Ende gar nicht macht oder sehr unstrukturiert macht. Und heute, glaube ich, haben die Leute eher Freude daran, diesen Agent zu nutzen und weil es wirklich einfach ein Mehrwert ist und wirklich ein einfacher Mehrwert. Und das ist wichtig bei diesen Cases, wenn ich glaube ich ein neues Tool oder eine neue Funktion, neuen Prozess einführe. Dieser Prozess muss mit Zeit Zeitgewinn schaffen, aber er muss auch einfach einfach sein. Und es ist nicht so, dass die Leute sich erst irgendwo in SalesForce einloggen müssen, sondern heute ist es so, sie nehmen ihr Telefon, drücken auf die Applikation und los geht's. Sie können im Prinzip direkt diesen

Andy: Das würde ich auch so unterschreiben. Jetzt kann ich mir durchaus vorstellen, habe da relativ eine grosse Pipeline wahrscheinlich. Da gibt es wahrscheinlich noch sehr vieles, wo man einfacher gestalten kann. Wie gross ist die Pipeline aktuell bei euch zum Thema, was man alles noch optimieren könnte mit AI oder mit anderen Tools?

Ben - Victorinox: Ich glaube, geht natürlich jetzt primär im nächsten Schritt auch im Vertrieb jetzt vielleicht eine Besuchsvorbereitung, dass wir da noch besser werden drin, dass vielleicht der Außendienstmitarbeiter idealerweise schon auf sein Tablet oder auf sein Endgerät die Information kriegt, was ist vielleicht im letzten Gespräch gelaufen oder worauf muss er achten, was muss umgesetzt werden, was muss er vielleicht noch abklären, haben sich vielleicht gewisse Kontaktpersonen Informationen geändert. Für uns ein großes Thema sind die Möbel, die wir den Kunden bereitstellen, diese Verkaufsmöbel in den Geschäften, wie man sie kennt, wo wir heute ganz klar jetzt sagen können, wie ist die Ware präsentiert bei den einzelnen Kunden. Und das hilft den Außendienstlern, unserem Merchandising-Team, aber hilft am Ende auch dem Kunden, weil die Qualität auf jeden Fall besser wird. Also das sind sicher

Andy: Wir gespannt.

Ben - Victorinox: Projekte, aber auch eine Tourenplanung könnte ich mir vorstellen, hier effizienter darzustellen und abzubilden, dass ich wirklich sage, welche Kunden haben vielleicht größte Potenziale oder wo sehen wir vielleicht aus den vergangenen Berichten immer wieder die gleichen Schwierigkeiten oder dass sage, bei dem Kunden muss ich vielleicht öfters vorbeifahren, der Kunde braucht vielleicht weniger oft eine Betreuung. Also ich glaube, dass ich ja hier in Zukunft relativ viel aus diesen Daten rauslesen kann und so auch effizient meine Turmplanung angehen

Andy: Das Triggerbasierte, wo auch ein Ereignis angezeigt wird, dass Achtungskunde weniger bestellt hat gegenüber den anderen elf, oder er bei einer Warengruppe weniger ein, aber bei dieser weniger, wird gemeldet. Habt ihr schon so Triggerbasierte Events, die ihr auslöst an den Vertriebsmitarbeitenden?

Ben - Victorinox: Also im Offline-Team noch nicht, im Online-Team sind wir dran. Also wir nutzen auch natürlich ein AI-basiertes Tool, unsere Marktplatzaktivitäten, speziell bei Amazon, zu monitoren. Da ist zum Beispiel wichtig, dass natürlich der Content immer richtig dargestellt ist, dass die Produktinformationen in der gleichen Qualität idealerweise global zur Verfügung stehen. Und hier ist es schon so, dass der Agent uns natürlich hilft, wenn es da Abweichungen gibt oder wenn es Veränderungen gibt. passieren auf diesen Plattformen, Änderungen, die gar nicht von uns

Andy: Zwischendurch.

Ben - Victorinox: gesteuert sind zwischen Tooltip, wo wir eben nichts dafür können. Aber durch dieses Monitoring Tool werden wir darauf hingewiesen, auf diese Änderungen. Aber allerdings, was wir heute machen, ist, dass nichts automatisiert passiert. heute ist auch bei uns im Online-Team erledigt dieser Agent keine eigenen Entscheidungen. Also wir sind heute noch so eingestellt, dass wir immer noch sagen, wir wollen nochmal rüberschauen und im Prinzip am quittieren. Also er macht einen konkreten Vorschlag, nachdem er die Daten analysiert hat, aber die Vorschläge müssen weiterhin durch die Mitarbeiter quittiert werden.

Andy: Ist das etwas, was du dir Zukunft durchaus vorstellen kannst, wenn die Genauigkeit genug hoch ist, oder der Confidence Score hoch ist, das automatisiert, dann irgendwann einmal die Agent selbstständig entscheiden und auslösen?

Ben - Victorinox: Also bei gewissen Sachen, ja, und gewisse Sachen, nein. Also ich würde

Andy: Okay.

Ben - Victorinox: ganz krass sagen, ich sag mal, jetzt irgendein Produkttitel oder irgendein Gewicht vielleicht auf der Webseite, Amazon nehmen wir jetzt Amazon als Beispiel, angepasst worden ist oder wir kriegen einen Hinweis, hier gibt es eine Abweichung zum Vortag, dass man sagen kann, das kann er vielleicht in Zukunft auch noch direkt selber. korrigieren oder auslösen dieses Ticket entsprechend bei Amazon eröffnen oder über die API Schnittstelle in gewissen Prozessanstoßen, damit dieser Titel oder diese Produktbeschreibung wieder aktualisiert wird. Das kann ich mir schon vorstellen und das wird mit Sicherheit auch irgendwann.

Andy: Wenn ihr so ein Tool einsetzt, wie beispielsweise bei Amazon oder auch das vorherige Beispiel, ist das etwas, das aus dem Business getrieben wird und sagt, unser Bedarf, den wir haben. Dann kommt es dann bei euch ins Team, da wird entschieden, jawohl, das allokieren wir die Ressourcen. Dann ist immer jemand von dem Umsetzungsteam, der dann hilft, dieses Thema auch sauber zu dokumentieren, aufzuzeigen. Ich nehme nicht anders an, der Vertrieb selber dann sich versucht, den Agenten selber zu basteln. Wie handelt ihr das?

Ben - Victorinox: gibt verschiedene Ansätze. Primär ist für uns das Marktpassgeschäft sehr wichtig und auch umsatzrelevant. Natürlich muss ich auch Kontrollfunktion und Monitoringfunktion hier einführen. Wir tauschen uns immer wieder aus. Man sieht am Markt, was gibt es für Möglichkeiten. Auch diese Tools entwickeln sich immer weiter. Die Toolanbieter entwickeln sich weiter in verschiedenste Richtungen. Wir überlegen im Team, was macht für uns Sinn. oder woran glauben wir auch, was Zukunft hat, eben genau solche Prozesse möglichst effizienter in Zukunft zu gestalten. Wir haben natürlich ein globales Marktplatzgeschäft mit vielen, Produkten über alle vier Produktkategorien, wir bei Victorinox haben. Und dann haben wir noch die Zweitmarktgewänger mit Gepäck und Uhren, die auch von uns mit betreut wird. Also ich kann da gar nichts mehr manuell durchklicken oder jeden Tag sagen, ich klicke jetzt hier manuell die Topseller an und schaue, ob die auch sauber dargestellt sind auf diesen weltweiten Plattformen. Das ist gar nicht mehr möglich. Also ich brauche eine gewisse Unterstützung durch Tools und ich erwarte aber auch von den Tool-Anbietern, dass sie sich natürlich auch entsprechend weiterentwickeln, genau möglichst diese, wir haben es vorhin angesprochen, diese einfachen banalen Tasks idealerweise vollständig übernehmen kann. oder zumindest einen konkreten Vorschlag so aufbereitet, dass ich es nur noch quittieren kann oder direkt anstoßen kann.

Andy: Wenn man Optimierungsprozesse aufsetzt, dann eine Abteilung kommt und sagt, dass man einen Prozess optimieren ich habe eine klare Idee, wer hilft dann auf der anderen Seite? Kommt das von dem Team heraus, wo du jetzt gesagt hast, du einfach gewisse Fähigkeiten mit sich bringst, einen Agenten selber zu bauen? Oder habt ihr dann offenbar dedizierte Teams vielleicht in Business Development oder im IT Department, die abkommen und sagen, okay, ich setze dir das technisch auf, aber du musst mir sagen, was du genau willst. Wie geht das bei euch?

Ben - Victorinox: Ja, genau, oft, wenn so ein Business-Need da ist oder die Anfrage reinkommt, hey, kann ich hier eine gewisse Effizienzsteigerung erzielen durch eine gewisse Optimierung, geht es im Prinzip, schauen wir, welches Wissen ist bereits in der jeweiligen Abteilung. Also wir sehen natürlich, dass wir, und das ist wahrscheinlich in allen Unternehmen gleich, in gewissen Abteilungen einfach diese AI-Cracks sitzen und die wirklich einfach täglich, heute schon privat und geschäftlich damit arbeiten und Und diese Personen zapfen wir dann im Prinzip anders Wissen von diesen Personen an und versuchen dann diesen Case effizient umzusetzen. Aber was wir auch vermehrt machen wollen, ich sage mal, wir haben eine gewisse Abteilung, mit Agenten sehr weit sind, viele, viele Agenten schon selber gebaut haben, dass wir im Prinzip den anderen Abteilungen auch darauf hinweisen, dass es Abteilungen gibt, die bereits in diesem Bereich schon sehr weit sind. Also das ist eine große Herausforderung, dass wir eben dieses funktionale Wissen zusammenbringen müssen und wissen müssen, wenn es eine Frage auf der einen Seite gibt, wer ist eigentlich der ideale, intern der ideale Ansprechpartner, das Problem oder die Herausforderung zu lösen, ohne dass ich jetzt quasi irgendeinen Berater brauche oder irgendein System Engineer oder irgendjemand von IT, sondern vielmals kann ich das eben selber lösen mit diesen Experten, die ich eigentlich mittlerweile im ganzen Unternehmen habe. Die Herausforderung bei uns ist jetzt sicher, diese Experten noch sichtbarer zu machen, dass man sich im Prinzip untereinander anzapfen kann. Das ist die Idee dahinter.

Andy: habe ich noch zwei Fragen. Einerseits, wie hältst du dich fit? Wo holst du dir all die Informationen, am Ball dran zu bleiben und auch nicht abgehängt zu werden? Ich weiss es selber, die Technologie entwickelt sich so schnell, da ist es immer schwierig, mal dran zu bleiben. Wie machst du das persönlich?

Ben - Victorinox: Zum einen haben wir intern viele Möglichkeiten, verschiedensten Levels sich weiterzubilden. Also es gibt zum Beispiel so eine monatliche Copilot Premium Austauschgruppe. Im Prinzip jeder, diese Premium Version hat, kann sich da einwählen und dann stellt jemand die neuesten Updates der letzten vier Wochen vor. Das hilft auf jeden Fall. Das ist ein sehr, gutes Format. Über Podcasts hört man relativ viel, immer wieder was passiert da draußen. Ich glaube, das sind so aber vielleicht auch der Austausch mit anderen Unternehmen oder die vielleicht auch mit peers, die auch vielleicht online Bereich verantworten in anderen großen Unternehmen. Wie lösen sie gewisse Sachen? Was machen sie heute mit der AI? Wo man glaube ich heute sehr, viel mitnehmen kann, aber auch mitnehmen muss. Also man kann ja nur versuchen, ahead, ahead der Technologie ist und der Entwicklung zu bleiben und vorne dran zu bleiben. man. muss glaube ich auch nicht in jedem Bereich oder mit jeder neuen Entwicklung absolute Experte direkt werden. ich glaube, das kann man sich mittlerweile vergessen. Es ist wirklich unmöglich. Ich glaube, man muss einfach schon wissen,

Andy: ist nicht möglich.

Ben - Victorinox: was passiert da draußen oder mit System One, jetzt mit Jeff, glaube ich, was jetzt kommen wird sehr, sehr spannend werden. Aber vielmehr, wie das jetzt genau technologisch da hinten dran der Apparat aussieht, muss ich das wissen. Vielleicht heute noch nicht, aber vielleicht auch erst in vier Wochen.

Andy: noch meine letzte Frage. Was denkst du, wie wird Victorinox in zwei Jahren arbeiten, wenn man so sieht, wie sich die AI-Technologie in dem Tempo entwickelt? Was ist deine Einschätzung?

Ben - Victorinox: Ich glaube, die Entwicklung jetzt bei AI ist extrem schwer voraussehbar. Ich glaube, dass viele alltägliche Aufgaben sicher noch einfacher und bequemer werden. Ich habe es gerade heute Morgen mit meiner Kollegin gehabt. hatten im Co-Pilot, wenn man jetzt diese E-Mails optimiert oder sagt, hey, polish my E-Mail, ganz klassischer, schneller Prompt, den man nur zu heute. Die Co-Pilot-Funktion ist wieder sehr unständig geworden. Vorletzte Woche war es noch direkt integriert in der Mail. sehr handsome. Ich glaube, wird sich alles, das wird noch schneller und bequemer werden. Auch heute, wenn man jetzt sieht, wenn ich mir vielleicht irgend so ein Dokument generieren lasse, vielleicht jetzt die Gesprächsvorbereitung auf dem Podcast und ich versuche, dieses Dokument zu bearbeiten, hier Bullet Points einzufügen. Vielleicht bin ich der Einzige da draußen, aber bei mir klappt das noch nicht so 100 Prozent. Und ich glaube, das sind Sachen, die mittlerweile jetzt in nächsten Wochen, glaube ich, massiv schöner werden, die Formatierungen werden besser. Auch wenn ich hinterlegt habe, meine bevorzugte Ausgabe, Schriftart und Schriftgröße klappt immer noch nicht 100 Prozent. Da fragt man sich schon, warum klappt das nicht? Das total banal sein. Vielleicht ist es nur bei mir so. Ich hoffe nicht. ich

Andy: Ich weiß, was du meinst.

Ben - Victorinox: das wird schon einfacher werden. Voice wird wichtiger werden. Weniger tippen. Mehr direkt mit den Systemen sprechen. Und wenn man jetzt zwei Jahre nimmt, was ja doch relativ lang lange Zeithorizont ist, kann ich mir schon vorstellen, dass gewisse Agenten meine Arbeit weitermachen, wenn ich vielleicht in den Ferien bin. Dieser klassische Handover, wenn ich bevor ich in die Ferien gehe, wird vielleicht, kann ich mir vorstellen, es sieht heute anders aus als es in einem Jahr oder in zwei Jahren aussehen wird. Brauche ich vermutlich nicht mehr. Also glaube ich, es wird weniger manuelle Übergaben geben, es wird einfacher werden. Das wird, mehr die Richtung gehen, dass die Humans, wir Menschen, setzen noch die Ziele, geprüfen vielleicht noch die Ergebnisse, aber auch immer weniger. Wir werden aber nach wie vor bei den wichtigen Themen entscheiden. Und wir sind hier heute noch sehr zurückhaltend mit, wer uns vorhin darf der Agent

Andy: Mh.

Ben - Victorinox: direkt diesen Befehl ausführen. Aber es wird kommen, weil bei einfachen, immer wiederkehrenden Prozessen wird das kommen. Das wird sich, glaube ich, nicht vermeiden lassen und ist auch richtig so.

Andy: Das war der perfekte Schluss. Ich danke dir für deine Zeit, für die Einblicke, du uns gegeben hast, wie ihr bei Victorinox arbeitet. Dafür danke ich nochmals. Ich wünsche dir eine gute Zeit und bis bald. Danke, tschüss.

Ben - Victorinox: Gerne, danke Andi. Ciao.

0:00 / 0:00