
HUBER Business AI Podcast· Staffel 1· Folge 40
#40 KI im Einkauf, Agenten und Voice AI: Oliver Engelbrecht im Gespräch
Sonntag, 18. Oktober 2026 · 45 min
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Shownotes
Viele Unternehmen setzen KI heute ein, um bestehende Prozesse schneller zu machen. Oliver Engelbrecht sieht darin einen ersten Schritt. Das volle Potenzial liegt für ihn dort, wo Unternehmen ihre Abläufe und ihr Betriebsmodell neu denken. Wer das nicht tut, ist in ein bis zwei Jahren nicht mehr Follower, sondern im Nachteil.
Im Gespräch geht es darum, was dafür vorausgesetzt ist. Oliver spricht über Infrastruktur, Daten und Schnittstellen, über die Rolle der Geschäftsleitung und über den Druck, den Procurement-Outsourcer mit Spar-Garantien auf Einkaufsorganisationen ausüben. Er erklärt, warum er KI als Top-down-Entscheid sieht und weshalb die Investitionsbereitschaft gerade steigt.
Dazu kommt ein konkreter Use Case. Ein Voice-Agent beantwortet Anfragen von Bedarfsträgern und Lieferanten an den Einkauf, angebunden an ERP und Ticket-System. Oliver rechnet vor, was das bei einem Team von 15 Mitarbeitenden ausmacht. Zum Schluss geht es um die Frage, wann Einkaufs- und Verkaufsagenten miteinander verhandeln und wo der Mensch weiterhin entscheidet.
Zum Gast: Oliver Engelbrecht linkedin.com/in/oliengelbrecht
Gastgeber: Andy Huber linkedin.com/in/andy-huber-ai-consulting/?isSe…
Takeaways• Das Grundwissen zu KI ist bei vielen angekommen. Der Unterschied entsteht in der Umsetzung im Unternehmen.
• Prozessoptimierung bringt erste Effekte. Den grösseren Hebel hat, wer Abläufe und Betriebsmodell neu denkt.
• Ohne Infrastruktur bleibt KI ein Werkzeug für Einzelne. Cloud, Schnittstellen und saubere Daten sind die Voraussetzung.
• KI ist ein Entscheid der Führung. Es braucht Kapazität, Budget und die Bereitschaft, die eigene Organisation zu hinterfragen.
• Der Druck kommt auch von aussen. Procurement-Outsourcer garantieren Einsparungen und zahlen zurück, wenn sie diese nicht erreichen.
• Voice AI ist im Einkauf einsetzbar. Anfragen zu Ausschreibungen oder zum Lieferantenprozess lassen sich mit Anbindung an ERP und Ticket-System beantworten.
• Agenten verhandeln heute vor allem bei einfachen Kategorien. Bei komplexen Beschaffungen unterstützen sie, ersetzen aber nicht.
• Bei Neueinstellungen zählt das Mindset. Gefragt sind Leute, die ihre Kategorie weiterentwickeln wollen und nicht nur abwickeln.
Kapitel• Intro
• KI in Olivers Alltag
• Von der IT über UBS und SIX zur Big Four
• Der Lehrgang Procurement AI Expert
• Was sich in Schulungen verändert hat
• Optimieren oder neu denken
• Skills, Mindset und junge Talente
• Ist die Infrastruktur bereit?
• KI als Entscheid der Führung
• KI auf Ebene Geschäftsleitung
• Prozesse neu denken statt digitalisieren
• Prozess-Engines und Voice AI im Einkauf
• Schnelle Antworten als Mehrwert
• Mit einem Bot reden?
• Verhandelt bald Agent mit Agent?
• C-Teile und Katalogbestellungen
• Was neue Mitarbeitende im Einkauf mitbringen
• Verabschiedung
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Andy: Willkommen zur 40. Folge des Huber Business AI Podcasts. Mein Gast heute ist Oliver Engelbrecht. Er begann in der IT, danach wechselte er in den Einkauf. In der Schweiz arbeitete er u.a. den UBS und auch bei den SIX. Dort leitete er den Einkauf. Heute beratet er mit seiner eigenen Firma Unternehmen zum Thema Einkauf und natürlich AI. Er Dozent an der Fachschule Graubünden und baut beim Fachverband Poglius Wies einen neuen AI-Expert-Lehrgang auf. Ein Gast mit viel Erfahrung und ein Leader im Thema AI und Einkauf. Wir reden darüber, wieso viele Firmen mit KI zwar ihre Prozesse optimieren, aber nur wenige ihr Geschäft neu denken. Dann geht es konkrete Use-Case, wie z.B. Voice AI im Einkauf. rechnet dort vor, was das bei einem Team von 15 Leuten bedeutet. Und zum Schluss frage ich ihn, wie lange es noch geht, bis der Einkaufsagent mit dem Verkaufsagent verhandelt. Kurz zu mir, falls du zum ersten Mal dabei bist. Ich bin Andi Huber, über 25 Jahren B2B. und bevorzugt im Handel daheim. Ich begleite die Geschäftsleitung und verteile das Team dabei, ein Nutz bringen und einzusetzen. Viel Spass und los geht's! Oliver, schön, du heute einem Podcast dabei
Oliver: Hi Andy, grüß dich. Ich freue mich auch hier zu sein. Ich freue mich auf eine spannende nächsten 40 Minuten.
Andy: Ich mich auch. Sag mal, hast du heute schon AI im Einsatz gehabt?
Oliver: Also heute Morgen wirklich noch nicht, aber gestern Abend auf jeden Fall. ja, ich habe ganz spannende Themen, mit denen ich einnutze. Einmal das Thema im privaten Umfeld als Body Coach, Personal Coach, dann natürlich beruflich. ja, das ist das Thema Assistent. Und darüber hinaus gibt es sehr viele Agents, die ich sonst darüber hinaus nutze im beruflichen Umfeld, also über das Thema Assistant hinaus. Also, ja, AI is everywhere.
Andy: Hast du im Moment ein Lieblingstool, das du einsetzt oder testest du immer raus bisschen durch?
Oliver: Gut, es kommt ja darauf an, für was ich es letztendlich benutze. Also im beruflichen Umfeld begegnet mir selber das Thema Copilot natürlich sehr viel, wenn es gewisse Textthemen geht, Fragestellungen, die dort zu beantworten sind. Wenn ich im privaten Umfeld unterwegs bin, nutze ich meistens Claude oder eben Chatchipity, das ist natürlich auch ein Klassiker. aber ich bin hauptsächlich mit Claude unterwegs. Und dann auf der anderen Seite gibt es natürlich diese beruflichen Themen mit den Agents und so, die natürlich voll integriert sind und da kommt das natürlich auch auf die Plattformen drauf an, die man in dem Moment gerade nutzt. Also von dem her relativ offen, aber so der Geheimfavorit, sag ich mal, den ich persönlich sehr gerne nutze, ist Claude.
Andy: Das geht mir absolut genau gleich. allem wenn man dann auf ein Tool mal eingeschossen hat und alles hinterlegt hat, soll man auch mit dem gleichen arbeiten. Ich bin schon auch der, der testet, so wie du auch, aber am Schluss hat man so seinen Favoriten, wo man am besten kennt und das macht sicher auch absolut Sinn. Sag mal, wer bist du eigentlich genau und was hast du bis an ihn gemacht und wo arbeitest du heute?
Oliver: Ja, also ich Oliver, bin seit jetzt unglaublich über 25 Jahre im Business. Meine ganze Karriere hat mal gestartet. Ursprünglich in der IT. Bin dort gute acht Jahre als Projektleiter, Plattformverantwortlicher unterwegs gewesen in ganz spannenden Themen. Dann ging es aber dann ungefähr so 2006, 2007 mit dem Thema einkauflos. Hab das natürlich aus meiner IT-Rolle, hat sich das entwickelt. Bin dann aber in die Schweiz gekommen. Also jetzt gut seit 18 Jahren in der Schweiz, bin dazu bei der UBS gestartet und ganz tolle Funktionen und Aufgaben wahrnehmen können. Natürlich am Anfang sehr auch IT-lastig im Sourcing und ging dann nach weiteren sieben Jahren in meiner Karriere, also die Drittel der Zeit war ich wie gesagt bei der UBS, bin dann zu SIX, zur Schweizer Börse, habe dann da auch die Einkaufsleitung übernehmen können. Und ja, und da war es dann ganz spannend, bis eigentlich so zwei Drittel meiner Sixth Zeit oder dann über die Hälfte meiner Karriere war ich immer voll corporate. Ich war immer der hinter der Firma, hinter dem Thema. Und irgendwann hat es sich dann ergeben, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, Corporate Venture zu übernehmen. Und ja, dann ging es halt vom costcenter Mitarbeiter Profit Center und habe dann eine digitalen Procurement Utility für den Schweizer Markt aufbauen können. Letztendlich hatte das damit zu tun, dass die SIX damals einen Businessbereich hatte, der in die Richtung Digitalisierung und Innovation sich ausgerichtet hat, aber letztendlich hat sie den Businessbereich dann auch wieder nach einigen eingestampft. letztendlich kam es dann dazu, dass sich daraus auch meine eigene Firma entwickelt hat. Und ja, und da hat das dann so unternehmerisch eigentlich angefangen. Hab dann da eine Plattform gebaut, eben diese digitale Procurement Plattform weiterentwickelt zu einem Data Marketplace, also mir dann wirklich auch die Sporen verdient und diese ganze Lernkurve, was sind Daten, was ist das Thema, dann 2000 2019 begonnen mich da so intensiv damit zu beschäftigen und würde mich heute eigentlich wirklich also bis zum JSon Feeds runter, was Daten, Datenfeeds, Datakonnektoren etc. angeht und natürlich immer auf einen Supply Chain Kontext bezogen beschäftigt und hat viel Freude bereitet, Spaß gemacht, aber so hat das eigentlich dann mit dem Thema Selbständigkeit begonnen. Wobei ich parallel immer noch für Firmen tätig war. Dann hat sich das so bei der SIX, als es dann so 2022 daraus ging, eigentlich in die Richtung entwickelt. Das war ein bisschen Bootstrapping am Anfang und ich hatte auch die tolle Möglichkeit, dann auch, und da bin ich der SIX auch sehr dankbar, dann noch weiter in Projekten zu unterstützen. hat es dann ungeschlagen in die Freiberuflichkeit an der Stelle. Ganz interessant, da war das Thema, dass ich so viele Anfragen auch von der Vertriebseite aus dem Sales heraus bekommen habe. Und das war dann wirklich interessant, weil da ist so ein großes Wissensdefizit bei vielen Firmen, also wenn es Markteintritt geht, wie deale ich oder gehe ich auch mit Procurement an der Stelle wie ist ein Pricing, eine Verhandlungsstrategie und und und und und für die gewerben Themenstellungen. Und ich war selber ein bisschen überrascht, dass sich da dann solche Anfragen dann auch als ehemaliger CPO insbesondere dann auch gekriegt habe. Das war ja das, was noch bei der Sixth dann meine letzte wirkliche Corporate-Rolle dann war. Gut, war dann ganz toll, hat dann letztendlich auch in die erste wirklich große Projekt für mich damals, also auch von der Größe her geführt, das dann tatsächlich sich weiterentwickelt hat und dann letztendlich dazu geführt hat, dass ich sogar gefragt wurde von der Big Four, ob ich denn dann in das Thema Marktentwicklung und weiterhin Procurement-Beratungsteile dann einsteigen... wollte und so habe ich mich dann dazu entschieden, 2024 dann bei der Big Four anzufangen. Das war dann da letztendlich so zweieinhalb Jahre. die erste Hälfte der Zeit mich das Thema Marktentwicklung gekümmert, also gerade im Banken- und Finanzenbereich. Wir haben tolle Mandate aufgegleist, haben tolle Pitches und Themen abgegeben. Ja, aber parallel habe ich auch der Big Four geholfen, das Thema Procurement Advisory weiterzuentwickeln. Daraus hat sich bei dieser Big Four dann die Möglichkeit ergeben, weil es da eine &A-Aktivität und dann einen Zusammenschluss mit einer anderen Memberfirmen. und dann eigentlich in der zweiten Hälfte meiner Zeit dort das Thema Procurement in-house, also im Leadership Team, diese zwei Organisationen aus zwei Ländern zusammenzubringen. Und dort haben wir dann mit uns beschäftigt mit Procurement Transformation, also ganz spannende Sachen gemacht. Das ist so mein berufliches und letztendlich daraus wurde ich dann auch gefragt, was ich ob ich Firmen auch darüber hinaus helfen kann. Und so habe ich dann die Big Four im Mai verlassen und bin jetzt bei dem Finanzunternehmen jetzt wieder über meine Firma. Also man sieht so ein bisschen den Hybrid einmal. Angestellter, doch Selbstständiger jetzt wieder durch ein Finanzunternehmen, ein Payment Provider in deren Nearshore Strategie im Businessbereich, also BPO unterstützen. sowie halt auch das Thema hier AI Und da ging es bei mir irgendwo los. Ja, ich möchte mal sagen, eigentlich mit dieser Procurement Utility, da schon in 2018 mit meiner Firma, dieser Data Marketplace letztendlich und das, wir dort entwickelt haben, hat sich das dann fortgezogen und ja und in 2023 dann entwickelt, dass ich einmal beim Schwesterverband von ProcureCH, dem Dachverband für Einkauf und Materialwirtschaft in der Schweiz das Thema ERFA, also Erfahrungsaustauschgruppe für Digitalisierung und AI. Also im Procurement dort gründen durfte zusammen auch noch mit einem Kollegen, der damals bei der Migros war und auch Station hatte und dort und das mache ich das sind eigentlich so drei vier Events im Jahr ganz spannend also wir haben da die wirklichen AI Provider aus Deutschland aus der Schweiz international die dann sich vorstellen und wir das im Kontext Procurement AI spannend diskutieren. Das ist für die eine Geschichte. Und daraus und durch die Speeches, die sich natürlich dann auch für mich, für meine Person dann auch bei Procure ergeben haben oder Swiss ICT, haben wir dann bei ProcureCH diesen Lehrgang Procurement AI Expert. ins Leben gerufen
Andy: beim Thema das erste Mal den Lehrgang gemacht hast und es geht zum Frühling, wie viel musst du wieder anpassen, weil sich die Technologie so schnell entwickelt hat?
Oliver: Also was man dort gemerkt hat, oder wenn man jetzt diese Grundlagen auch aufbaut und dieses Thema macht, würde ich mal sagen, du musst so rund 15 bis 20 Prozent schon anpassen, was den inhaltlichen, theoretischen auch Teil angeht und darüber hinaus. Was sich aber viel mehr machen muss, sind die Use Cases. Also der Reifegrad dieser Use Cases, die ... wo KI genutzt wird. Das hat sich den letzten neun bis zwölf Monaten wieder, oder ja wieder, laufend
Andy: Laufend verendet.
Oliver: weiterentwickelt. Und das ist genau das Thema. Mein Ziel ist ja, oder nicht nur mein, sondern eben auch von Procure, ist an der Stelle, das zu unterfüttern. Ja, wirklich mit Praxisbeispielen. Also nicht nur die Theorie mitzugeben, sondern auch wirklich mal in eine AI Corporate, AI Plattform einzusteigen. Auch wirklich mal zu zeigen, wie macht man es konkret. Also da bin ich dann konkret hingegangen, jetzt zum Beispiel im letzten Jahr und das werde ich dann noch, habe ich noch weiterentwickelt, auch für dieses Jahr zum Beispiel in so eine Lösung wie Snowflake mal reinzugehen oder und dann den auch zu zeigen, wie kann ich. Okay, jetzt habe ich da ein bisschen vorbereitet, so eine halbe Stunde. diese Cases zu haben, dass der Prompt dann auch sauber gefüttert wird. Aber da kann man wirklich zeigen, wie innerhalb von einer bis eineinhalb Stunden eine richtige Lösung, jetzt vielleicht nicht super fancy von der Oberfläche her, aber wie man so etwas dann bauen kann, wo man vielleicht vorher viel Beratung eingekauft hat, in eine Firma gehabt hat, die das gemacht hat und so weiter und wie man sowas dann erstellt und vielleicht mit einer halben Stunde länger dann auch deploit. in eine Umgebung, wo das dann wirklich nutzbar ist. Ja, also solche Themen, ganz spannend. Und das muss ich natürlich jetzt zum letzten Kurs wieder anpassen, weil natürlich die Plattformen an sich das Thema umfassender geworden ist und so weiter. Und das... ist dann der Anpassungsaufwand. Also Summa Summarum wahrscheinlich so ein Viertel muss man da noch mal reingehen und feintunen und besser machen. Aber ansonsten hoffe ich, dass ich es ganz gut gemacht habe.
Andy: Ich sehe selber auch, wenn ich Schulungen oder Vorträge mache, einem Jahr vor, wie man noch erklären wie ein Promt funktioniert, wie die Grundlagen sind, warum das System halluciniert. Das ist heute aus meiner Sicht alles ein bisschen vorbei. Die Leute sind schon viel weiter, das ist heute schon viel besser bei den Leuten angekommen, wie sie mit den unterschiedlichen Tools umgehen sollten oder müssen. Was ein Promt ist, irgendwie alles klar. Das heisst auch, dass der Inhalt der jeweiligen Vorträge und Präsentationen verändert hat. Das ist das, was ich gegenüber einem Jahr Wie siehst du das auf deiner Seite?
Oliver: Also ich teile absolut deine Meinung. Das Level, das Grundniveau, AI zu verstehen, hat sich sehr weiterentwickelt. Man kann jetzt eigentlich von einer deutlich höheren Grund... Grundverständnis in dem Kontext eigentlich ausgehen. Wenn du aber bei AI in die Firmen reingehst, ich glaube da tut sich dann der Spreu vom Weizen trennen, oder? Du hast eben halt einfach Prozessoptimierungen, wo du AI als Unterstützungstool nutzt, oder? Dort haben viele ihre Erfahrungen schon gemacht mit Use Cases im Corporate Umfeld und so weiter, sind aber Optimierungslastig unterwegs. Aber AI und das volle Potenzial, das ich auch nutzen kann mit der Plattform und dann auch wirklich noch weiterführend oder was ich eigentlich machen muss, ist Native AI denken und auch letztendlich in das Thema ein AI-Empowert Target Operating Model bauen. Also ich gehe neben dem Prozessoptimierungsteil in das Thema wirkliches echtes Business Reengineering rein. wirklich im Business hier gleichgestellt in meinem Kontext, Procurement. Und solange ich das nicht mache, und da gehört natürlich jetzt neben diesen zwei Punkten, die ich gerade genannt habe, halt sicherlich auch das Thema IT-Infrastruktur da dazu. Und wenn ich das nicht mache, dann kriege ich meine Erfolge, da werde ich das Prozess optimieren. Da gibt es auch diese unterschiedlichsten Use Cases, die mehr oder besser fliegen. Da gibt es Learnings, wo man sich dazu austauscht. Aber du musst den Kern eigentlich auch anpacken. da, wenn man jetzt auch meine bisherigen Vorträge anschaut, ich möchte da gar nicht zu sehr ins Detail heute beim Interview gehen, aber wenn du da reinschaust. dann zeigt das eigentlich wirklich auf, wo der Grund dafür liegt, dass das so ist, dass wir halt nicht mehr jetzt von Early Adaptern sprechen, sondern von Followern in dem Thema. ja, auch so provokative Aussagen spielen da sicherlich eine Rolle. Also so in ein, zwei Jahren ist man halt dann kein Follower mehr, sondern hat sogar einen Disadvantage.
Andy: Absolut. Absolut.
Oliver: Ich glaube, ist das Thema und das spielt natürlich dann viel mit rein. Also ich habe jetzt von Infrastruktur gesprochen, von Re-Engineering, Optimierung. Aber es geht natürlich auch weiter in dem Thema Skillentwicklung. Also was ich an dieser Fachhochschule oder mit jungen Leuten, mit denen ich zu tun habe, immer wieder merke, ist, was da junge Leute nachkommen, wie gut die eigentlich schon sind in dem Thema. Da muss man sich dann wirklich warm anziehen, was danach kommt, wie gut die mit dem Thema eigentlich umgehen können und schon mitbringen. Und das sind die Themenstellungen. Skillentwicklung, digital mindset weiterzubringen, auf die Reise die Leute mitzunehmen und nicht abzuhängen. Und es geht dann auch viel intrinsische Motivation. Also ich sage mal, man muss auch Spaß mit dem Thema haben. auch entwickeln, sonst wird man da von den nächsten Generationen oder von seinen Peers sicherlich dann auch abgehängt. Also ganz spannend.
Andy: Das ist spannender Punkt. Was ich sicher auch bestätigen kann, das Thema Infrastruktur. Viele Unternehmen möchten AI einsetzen. haben das Gefühl, ich mache ein paar Prozessoptimierungen. Einerseits stelle ich den Leuten einen Co-Pilot zur Verfügung, wo sie dann im Daily-Use eine Erleichterung ihrer Arbeit erhalten. Aber am Anfang steht immer das Thema, wie stehe ich auf der Infrastrukturseite? Bin ich überhaupt bereit? das wirklich vollumfänglich einzusetzen, Sinne von, bin ich denn eigentlich in der Cloud? Haben meine Systeme eine Schnittstelle, wo ich anzapfen kann? Liegen meine Daten in einem Data Warehouse oder in einem Data Lake, wo ich dann dementsprechend alles reinschmeissen kann und dann wieder ausziehen kann? Da sind ja meiner Erfahrung nach viele Unternehmen noch gar nicht so weit. Da gibt es aus meiner Sicht viele, die noch ganz stark aufholen müssen, damit sie überhaupt dann ready sind. Also Thema Stammdaten, genau das ist gleiche Thema. Da ist alles noch sehr weit weg. dorthin zu kommen, du dann schon ein, zwei Jahre, damit du effektiv ready bist, wenn du noch nicht migriert bist. Wie siehst du das ganze Thema? Wie ist deine Erfahrung damit in Unternehmen, die du beraten hast oder gesehen hast?
Oliver: Also an dir 100 Prozent. Also an der Stelle ist es wirklich so, dass du hier noch große Unterschiede hast von Unternehmen zu Unternehmen an der Stelle. Aber für mich ist es auch sehr, sehr ein Top-Down-Thema. Also eine Firma muss grundsätzlich sagen, ich ... möchte oder ich investiere auch in dieses Thema. Das muss mal gesetzt sein, weil letztendlich, klar kannst du dir selber bauen, aber es geht jetzt, lass mal anfangen. Es geht das Thema Procurement Excellence, Rolle schaffen. Ich muss überhaupt einmal bestimmen, also es muss ja nicht Fulltime sein, aber es kann sich auch verteilen. Aber letztendlich, ich muss Kapazität bereitstellen, die sich wirklich mit dem Thema auseinander Das zweite, ich muss mir die Frage stellen an dem Punkt, möchte ich diese Learnings evolutionär entwickeln, vielleicht auch Fehler, die andere gemacht haben, auch weiter mitmachen oder hole ich mir auch neue? setze ich externes Budget ein, das wirklich dann auch zu machen. Bin ich Nummer drei bereit, wirklich mal mich neu zu denken? Also wenn man auf den Markt schaut, ich hatte das in einem Vortrag, es gibt zwei Seiten der Medaille im Einkauf, auf CPO-Ebene, also Einkaufsleiterebene und darüber. Es gibt Druck von den Procurement Outsourcing Firmen, die ganz klar sagen, ich garantiere dir mehr Einsparungen. durch Einsatz KI, durch meine Expertise etc. zu geringeren Running-Kosten, die deine Organisation heute hat. Und wenn ich die nicht schaffe in dieser Garantie, dann musst du auch weniger bis gar nichts bezahlen. Das ist ein Druck. Also mehr P &L, echte Einsparungen und auf der anderen Seite die Effizienz der Organisation. Also das gleiche operativ-taktisch, wo viele Einkaufsunternehmen Organisationen unterwegs sind, weniger von der Kostenbasis zu machen, diese Effizienzsteigerungen dahinter zu heben und added value services vielleicht auch zu haben. Ich habe den Druck diese Effizienzgeschichte besser auf die Beine zu stellen. das ist dieser externe Druck. Jetzt kann natürlich eine Einkaufsorganisation, wenn das auch nicht die Priorität des Chefs des Einkaufs hat, kann man das nicht sagen. Ich mache jedes Jahr meine 3 bis 5 Prozent Einsparungen mehr, was ja so bisschen gang und gäbe ist. bediene, supporte, spare mit meinen internen Businesspartnern weiterhin gut. Das sind nicht die Hebel. Das ist auch ein Entscheidungsbereich,
Andy: Absolut.
Oliver: wo man erst mal treffen muss. Auch die Infrastrukturinvestition, was wir jetzt schon diskutiert hatten. Und so geht es weiter. waren jetzt drei, vier Punkte. Das muss ich als Unternehmen erst mal für mich entscheiden. Ich sage heute aus meiner Erfahrung, viele Unternehmen haben sich historisch da noch zurückgehalten. Aber wenn man sich jetzt aktuelle Studien anguckt und Themen, die Investitionsbereitschaft in das Thema steigt. geht absolut in die Richtung, dass jetzt auch insbesondere im Einkauf, dass man jetzt wirklich die nächste Stufe erreichen möchte. Langsam darüber anfängt auch über dieses Thema Re-Engineering nachzudenken. Und das sollte man halt tun. Das sollte man sich sauber entscheiden und dann Und dann idealerweise betreut umsetzen.
Andy: Wie siehst du das? Grundsätzlich ist es ja extrem wichtig und relevant, dass die Geschäftsleitungen oder auch die Verwaltungsräte sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, damit sie auch verstehen, was grundsätzlich möglich ist mit dieser neuen Technologie, wo man eigentlich hin könnte. Und meine Erfahrung ist, die meisten wissen es nicht ganz genau, was es eigentlich für ihr Unternehmen bedeutet. Wie begegnest du dem Thema?
Oliver: Also ich finde das ganz spannend. Ich habe gute, bekannte Freunde, die Leitungspositionen bei KI-Firmen haben. Jetzt auch von großen Plattformen anbieten. Und was da eigentlich über den Sommer hinweg stattgefunden hat, also mit Frühjahr, Sommer meine ich so diese, das erste oder die ersten zwei, ein, zwei, Semester des Jahres. Da fanden sehr viele Pitches von denen und Diskussionen nicht mehr nur auf IT-Leitungsebene oder Business Abteilungsleiter-Ebene statt, wirklich auf CEO-Ebene, die das Thema sehen. Und wenn man sich so überlegt, was hat das denn für eine Umsetzungszeit, bis es dann unten ankommt in den Organisationen, das ist so ungefähr ein halbes Jahr, würde ich sagen. gefühlt von denen, die involviert sind, wahrscheinlich viel viel schneller, aber bis es dann wirklich da greift. Und wenn man sich das jetzt überlegt, dass alles im Frühsommer stattgefunden hat, über den Sommer etc. merke ich halt aus meinen, aus beispielhaft diesen Gesprächen, dass das Thema wirklich langsam auch da oben angekommen ist. Und ich sage mal, da gibt es halt Firmen, die diese CEOs, die hatten viele Challenges, wenn man sich jetzt ja gerade auch das erste, den Frühsommer anschaut, damit unsere Iran-Krise und dem ganzen Thema, die da viele, viele Challenges hatten auf CEO-Ebene, die vielleicht ganz anders gelangt waren, die haben sich die Zeit genommen, diese AI-Thematik wirklich zu thematisieren, zu diskutieren, anzuschauen und es gab viele Eye-Opener. Also, ich kann jetzt nicht für alle Firmen sprechen, aber das Thema ist da definitiv angekommen. Kollegen auf unterschiedlichen AI-Firmen, ich gesprochen habe, die haben zu mir gesagt, das ist ein bemerkenswertes Effekt, der sich da entwickelt hat und parallel sagen sie jetzt mittlerweile jetzt aus den letzten Wochen, weiß ich mal wieder mit... dem einen oder anderen gesprochen habe, man sieht das auch mit den Token oder der Nutzung. Also man sieht bei den Firmen wirklich, dass greift und sieht das nicht nur auf der Diskussionsebene, jetzt auch in den Produkten, in der Umsetzung.
Andy: und auf der Abrechnungseite auch.
Oliver: Ja, das ist interessant, also wirklich sehr interessant. Und von dem her bin ich da der Meinung auf deine Frage nochmal bezogen. Ja, es ist dann mittlerweile angekommen und hat die Awareness bekommen und wird sich, oder muss sich auch aus meiner Sicht da und entwickelt sich sehr positiv.
Andy: Ich grundsätzlich auch, dass das Thema breiter steht, auch in den Unternehmen. Natürlich ist das wie der Einstieg oder der Start, wo mal unter die Haube schaust und siehst, ich muss vielleicht in die Cloud rauf ich muss migrieren, ich muss meine Prozesse beschreiben oder neu denken, reingenieren, wie du gesagt hast. Ich muss das Alte ins Digitale überführen, sondern ich muss es auch neu denken, weil ich kann es neu denken, weil es die Technologie zulässt. Es eine grosse Aufgabe, intern so weiter zu bewegen, dass man das neu denkt. braucht man ein gewisses Know-how und ein Verständnis, was die Technologie kann, es voranzutreiben.
Oliver: Und da wieder auf deine Use Cases zurückzukommen. Da kommen dann halt auch noch neue Use Cases auf. Und das ist dann, wir hatten ja in unserem Vorgespräch auch mal darüber gesprochen, das Thema Voice AI beispielsweise
Andy: Absolut.
Oliver: oder das Thema Prozess Engines. Also jetzt mal die zwei Themen kurz anzupacken, fangen wir mal mit dem Prozess Engine an. Wenn ich optimiere, optimiere ich ihn bestehen. den AI-Tools oder AI-unterstützten Tools, es am Markt gibt. Also ich gehe zum Beispiel in mein ERP-System rein, habe da einen großen ERP-Anbieter und der hat seine AI-Engine da drin und einen Prozess-Engine und ich nutze die. Also ich muss erstmal überlegen, ist das der richtige Ansatz für mich oder extrahiere ich aus einer AI-empowered Infrastruktur, die Prozess-Engine nicht da raus und steuere natürlich mein ERP-System aber aus einer AI-build-your-own-solution, also aus meinem Thema heraus, was ich dann auch weiterentwickeln kann, diesen Log-in-Effekt in diese Tools, wo ja sehr prozesslastig ist und was
Andy: Mmh.
Oliver: ja genau jetzt auch nachbauen selbst zur Verfügung stellen kann etc. Das ist immer ein Thema. Und wenn ich dann die Prozesse habe, also ob die dann in dem Produkt drin sind oder nicht, mit meiner Engine, ob ich das schon gemacht habe, gibt es dann halt eben zum Beispiel Voice-EI-Schnittstellen, die wirklich mittlerweile schon richtig gut funktionieren. Das heißt, die Spracherkennung, Umstellung. Es gibt ja zum Beispiel so einen Use Case, wo man sagt, was bekommt eine Einkaufsorganisation von 15 Mitarbeitern? Jetzt in dem Beispiel mal zu bleiben. Anfragen über wo stehe ich in der Ausschreibung, wie funktioniert das mit dem Prozess, wie kann ich bei euch Lieferant werden und und und und und diese Cases, wenn ich die alle zusammen zähle von Bedarfsträgern, Lieferanten oder Cross Functions oder vielleicht sogar von Kollegen intern. Dann bin ich in meinem Jahresuse-Case auf Kosten, Personalkosten dieser Mitarbeiter, also nicht irgendwie extra und fiktive Zahlen oder so, komme ich eigentlich auf ein Case, wo ich eine Viertelmillion dafür im Jahr ausgebe. Gut, bei 15 Mitarbeitern gehe ich bisschen runter, je nach Größe oder nach oben. Und jetzt mal angenommen, ich kann davon nur von diesen Anfragen, die ja schon reduziert sind, weil man ist ja schon mit einberechnet, dass man nicht alles ersetzen kann.
Andy: Danke.
Oliver: Und wenn du da reingehst, kannst du dir heute eigentlich dieses gleiche mit AI, also mit Schnittstelle zum ERP, mit Schnittstelle zum Ticket-System wie ServiceNow, kannst du dir das Thema mit richtig guten Antworten Also Qualität ist wirklich ein Key-Punkt und funktioniert, da kriegst du 150.000, da kriegst du rausgeschwitzt.
Andy: Die Ersparnis ist, dass du die Ressourcen nicht mehr brauchst, das zu beantworten. Viele unterschätzen dann auch, dass das, was instantly antworten kannst, auch schnell wieder der Weiterverarbeitung deiner effektiven Anfrage Wenn du z.B. im Sales zu Hause bist oder in anderen Abteilungen, weil du nicht warten musst und du kannst alles sofort machen. ein Vorteil gegenüber anderen Stakeholdern innerhalb der Unternehmung, weil es einfach schneller und zügiger Das sind ja meistens die neuen Werte, du kriegst, die du nicht einfach mal schnell rechnen kannst, weil sie einfach nicht so gut messbar sind. Aber das ist ein Effekt, der ist natürlich unheimlich relevant.
Oliver: Absolut und das ist genau der Punkt, ich sage, du hast natürlich da noch neben dass das Thema technisch und umsetzungsfähig gut funktioniert und sicherlich diese Effekte auch hat in die Organisationen, Referenzen, Effizienzen, schnelle Rückmeldungen, Kundenzufriedenheit, er bekommt sein Feedback instantly, ist immer erreichbar und und und und. Neben all diesen Faktoren hast du natürlich sicherlich noch ein Umdenken von dem Mindset bei deinen Mitarbeitern zu sagen, hey, möchte ich denn da mit so einem Bot reden? diese Soft Fact, die dazwischen hängen. Aber ich glaube, wenn man heute, und ich glaube das nicht nur, also ich sehe das auch, dass das halt immer mehr an Wichtigkeit abnimmt und die Information, also man hat sich so ein bisschen auch an das Thema schon gewöhnt. Wir sind da noch nicht am Ende, das braucht noch ein bisschen. es wird immer besser. Ich würde mal prognostizieren, von heute angesehen in zwei Jahren sind wir an einem Punkt, das dann auch kein Hindernis mehr ist.
Andy: Ich glaube auch nicht, Also meine These ist, ich eine Antwort bekomme, eine hohe Qualität erzielt, dann es mir am Ende des Tages egal, ob es Bot, oder der Mensch gegeben hat. Ich habe eine Anfrage, die gelöst werden damit ich sofort weitermachen kann. Dementsprechend ist es mir egal, ob es der Mensch oder die Maschine ist. Das glaube ich über die über die Zeit sich lösen, weil die Maschinen ja immer besser werden. Und die Menschen, die das bedienen, sind sicher auch wie gewohnt. Das sehen wir heute auch schon. Du fragst ganz viel deinen Claude deinen Co-Pilot, und du kriegst das Instant oder meist instant zurück und du bist dir das wie gewohnt. Das zieht sich dann auch in anderen Bereichen durch. Da bin ich ziemlich überzeugt, dass das über die Tage sich verändern wird.
Oliver: Ja absolut und da sind wir voll drin in dem Prozess. Aber nochmal auf das zurückzukommen. Wir sprechen von Prozessoptimierung, Reengineering. Das ist jetzt so ein Thema, aber dazwischen drin und deswegen das Beispiel. Ich muss mal die Prozessengine übernehmen. Ich kann dann ideal solche Features auch mit einbauen, die auch kostseitig gut sind, die mittlerweile wirklich gut funktionieren. Findet mal auf meiner Webseite von meiner Firma hier. Titan, Minus Solutions, Punkt CH, auch paar Themen oder bei mir bei LinkedIn. Aber
Andy: Absolut.
Oliver: letztendlich, wenn du da reingehst, dann bekommst du diese added values und das muss du halt oder das eröffnet sich dir, wenn du halt dem Thema noch weiter Raum gibst. Und das kommt jetzt und genau an dem Punkt sind wir.
Andy: Ein anderes spannendes Thema. Du kennst beide Seiten. Du kennst die Vertriebsseite, die Einkaufsseite. Du kennst viele Themen und viele Bereiche. Wie lange geht es, bis der Einkaufsagent mit dem Verkaufsagent verhandelt und wir nur noch die Rahmenbedingungen vorgeben und die Unterschriften unter den Vertrag geben? Was glaubst du, übernehmen die Agenten unsere Aufgaben? Oder zumindest einen grossen Teil in dem ... täglichen Arbeiten, wo die Agenten in Guardrails genau wissen, was sie dürfen und nicht dürfen. Wie weit davon sind wir weg?
Oliver: Ja, also ich sag mal mal, Thema, also jetzt erstmal auf deine Frage zu antworten. Ich glaube, das wird es nie ganz so setzen, weil man da schon an die entsprechenden Grenzen von dem Thema Autonomous Negotiation auch mittlerweile schon kommt. Also das mal einleitend. Im Grundsatz ist es so, wenn du dir diese Lösungen wie Pactum oder andere anschaust, bist du halt von deinen Spend-Kategories viel in Kategories, die Low-Complex sind.
Andy: Mhm.
Oliver: Sobald komplexer wird, gibt es so viele Cases, auch wenn es die KI ist und ich sage immer nein, nein, nein, nein, nein, dann komme ich auch wieder zu meinem Punkt. Es wird dann von den Menschen übernommen oder so dokumentiert. ich meine, ist das das Nutzen, eine, was gebe ich da zurück. Aber es funktioniert natürlich in die Richtung und das ist ja bei diesen More Commodities dann auch wirklich der Fall. Es ist halt auch die richtigen Fragen stellen. Wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Also ich sag mal, ob das jetzt eine preisliche Optimierung ist, ob das Varianten sind. Da ist natürlich, gerade wenn du dann auch in den Tales-Band kommst, weil du kannst ja mit deiner Einkaufsnobel, das ist halt das Thema, du kannst nicht on top of the case von jeder einzelnen, wenn es immer größer wird von Themen sein und da hilft das. Also das heißt, unterstützen sehe ich es absolut. die Fragen zu stellen, auch Closings zu machen, sicher, aber komplett ersetzen, glaube ich, nur bei Kategorien, die für mich jetzt eigentlich auch nicht die Bedeutung haben, die vielleicht im Tailbereich und weniger komplex sind. Sobald es in die Komplexität reingeht, eher, also nicht eher, definitiv unterstützend.
Andy: Siehst du die Möglichkeit von transaktionalen Produkten, die vordefiniert sind, was es sein soll? Wenn ich sage, brauche Knobbüchse, Papier, C-Teile, die klar vordefiniert sind, sage ich schicke meinen Einkaufsagent los. Der fragt 20 unterschiedliche Händler an und spricht mit dem Bot. Der den besten Preis und Verfügbarkeit und liefert dann Next Day On. Ist das ein News-Case, du sagst, es durchaus denkbar ist, da wie ausgelagert wird, der ist ja grundsätzlich nicht komplex, der ist klar vordefiniert, das Produkt ist klar, was es ist. Ist das eine Möglichkeit, wo du sagst, ja, das ist durchaus oder eher denkbar.
Oliver: Ja, genau das ist es, ich gemeint habe. Da bin ich absolut bei dir, oder sobald in das Thema Katalogbestellungen reingeht oder zumindest auch diese Rahmen. Abwägungen und so weiter, wo ich die Boundaries sauber vorgehen kann, da auf jeden Fall. Was das Thema Spotbuying angeht, sicherlich auch, wo ich dann diese Buyers bei mir habe, vielleicht auch für ein bisschen Seniore, aber sobald es dann zu den Source ankommt, zu den komplexeren Themen, so
Andy: Absolut.
Oliver: weiter ich nach oben komme, ist es eigentlich immer mehr unterstützend, aber unterstützend kaum mehr wegzudecken. Vielen Das ist definitiv der Case und das mit meinem Beispiel von vorher, mit diesen Procurement Outsourcern, die diese Saving-Garantien bringen, wo ich dann als CPU von meinem Chef vielleicht gechallengt werde, mit diesen zwei Seiten von der Medaille, die wir diskutiert haben. Da sieht es dann schon wieder ganz anders aus. Da findet natürlich ein großer Push statt und die können natürlich auch schon KI immer besser, sicherlich in manchen Themen, sondern sehr, sehr gut. Und das ist das, was halt auch zunimmt. Diese Außendruck auf meine Procurement Organisation, ob es jetzt vom Markt ist oder aus der Technologie, diese zwei Push-Seiten, da kommt es wirklich drauf an, wie das der Chef sieht. Der CEO ist froh vom Einkaufen.
Andy: Was heisst das, wenn man in nächsten zwei, drei Jahren nach vorne schaut? Ich weiss, wir haben keine Glaskugeln und in zwei bis drei Jahren entwickelt sich natürlich noch vieles mega schnell, wenn man nur schon sieht, was in den letzten drei bis vier Jahren schon passiert ist seit dem JGPD-Moment. Wenn ich dann Mitarbeitende einstellen würde im Einkauf, was müssen die dann morgen mitbringen? Würdest du noch jemanden einstellen, der keine Ahnung hat, wie man zum Beispiel mit AI umgeht?
Oliver: Ja, es kommt halt auch da wieder darauf an. Also wenn ich natürlich Categories habe, und die gibt es ja weiterhin, wo Komplexe sind, wo Erfahrung noch eine sehr, sehr große Rolle spielt. Ja, dort kommt es vielleicht auch auf eine andere Profilaustregung entsprechend an. Aber natürlich, wenn ich die Wahl habe, vom Markt her und von den Kandidaten. Nämlich natürlich nur jemand, der dieses Mindset hat, der das Thema auch voranbringen möchte, der weniger transaktional unterwegs ist, sondern mehr auf Transformation denkt. Auch klare Visionen hat, wie er seine Kategorie, für die er zuständig ist, oder seine Supplier Relationships oder, oder, da wo er halt tätig ist, ich muss ja nicht nur vom Source reden, das weiterzuentwickeln. Es ist auch so, man will ja auch Leute in seiner Organisation haben, die idealerweise mindestens gleich oder besser sind. Man möchte ja richtig gute haben. Klar ist der Arbeitsmarkt da richtig limitierend, je nach Größe von Unternehmen. muss ja auch realistisch sein, aber KI ist definitiv ein Thema, das da nicht wegzudenken ist.
Andy: Oliver, das sind die perfekten Schlussworte von deiner Seite. Das mega spannende Einblicke und ich glaube, sind uns einig, AIs gekommen, zu bleiben und man muss sich unbedingt damit auseinandersetzen. Oliver, herzlichen Dank für deine Zeit und bis bald. Danke,
Oliver: Danke, tschüss.
Andy: tschüss.