Kinder sind auch Menschen· Staffel 1· Folge 26

Eltern sind auch Menschen

Mittwoch, 20. Mai 2026 · 21 min

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Shownotes

Ich bin eine grauenvolle Mutter/ein grausiger Vater

Sanftmut entwickeln als Gegengewicht

Was hilft gegen diese innere Strenge?

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Stellt euch folgendes Szenario vor. Ihr seht mich, ich stehe vor meinem Kind, ihr seht, wie ich so schwer atme, meine Gesichtszüge sind ganz fest und hart und ich schau so von oben auf mein Kind runter und dann hört ihr mich sagen, jetzt reiß ich zusammen, andere kriegen das auch hin, so schwer ist das doch nicht, bist du schon wieder überfordert? Du bist so empfindlich unglaublich. Ja, das ist verkackt, das ist verkackt. Nicht hingekriegt hast du es, obwohl du ja vorhin gesagt hast, du schaffst das ja, hast du nicht so, das ist, das ist hart, also ich finde, das fühlt sich schon in der Vorstellung schon irgendwie fast schmerzhaft an, oder aber wisst ihr was? Heute rede ich gar nicht über

Kinder, heute rede ich über euch, heute rede ich über uns, über Eltern. Und diese Sätze, gerade die ich gesagt hab, ne, die sagt ihr gar nicht zu euren Kindern, weil wir wissen, dass das nicht so cool ist, so was Kindern zu sagen. Ihr wisst, wie schlimm sich das anfühlt, wenn so n Erwachsener von oben runter guckt und so was sagt, aber diese Sätze, die sagen wir zu uns selber, diese Sätze, die sagt ihr zu euch selbst, du bist so empfindlich, andere kriegen es auch hin, reiß dich mal zusammen, keine Ahnung, du hast es verkackt und so weiter. Wir sagen das zu uns selbst.

Das ist so Crazy Leute. Niemand ist so kritisch mit euch wie ihr selber das ist. Da ist so viel Druck, Härte, teils auch Verachtung. Ich glaube, alles kann ich echt nicht sagen und auch so wenig Verständnis, es ist so wenig Verständnis da, so wenig milde, so wenig Sanftmut. Sanftmut, Sanftmut, das ist so ein wundervolles Wort, oder?

Ich finde sanft allein das Wort, das klingt schon sanft, das klingt irgendwie zart, fast so ein bisschen zerbrechlich oder so, und es heißt Sanftmut, weil wir da Mut zu brauchen, wir brauchen Mut, zu milde und zu Sanftheit, herzlich willkommen zu Kinder sind auch Menschen, und heute geht es um uns.

Deswegen heißt die Folge auch Eltern sind auch Menschen. Ich bin Almut, Pädagogin und mein Name endet auch auf Mut, so wie Sanftmut. OK, das heißt, allein das befähigt mich ja schon, über dieses Thema zu sprechen, denke ich, aber OK, jetzt erst mal wieder zurück zur Härte, zu dieser strenge uns selber gegenüber, die kommt nämlich nicht aus dem nichts, also ich würde sagen.

Dass das unter anderem an unseren Werten liegt, also an unseren kulturellen Leitwerten oder wie auch immer man das sagen will, die uns hier in Deutschland einfach Hardcore historisch geprägt haben. Ich denke da an sowas wie Leistung, funktionieren, Disziplin, Belastbarkeit, allein das Wort Selbstkontrolle, Effizienz, Selbstständigkeit, das hatten wir in der letzten Podcast Folge schon Pflichterfüllung und so weiter. Und ich will jetzt gar nicht sagen, dass das schlechte Werte sind, also nicht per se irgendwie kritisch und das sie nicht geben sollte oder sowas.

Ja also ich mein diszipliniert zu sein hat sehr große Vorteile und kann Ultra praktisch sein. Ja Selbstständigkeit kann Empowernd sein und so ist mir völlig klar, aber wenn diese Werte ohne eine Form von Fehlerfreundlichkeit ohne eine Form von Milde ohne. Menschlichkeit gelebt werden, dann entsteht innere Härte. Das finde ich total logisch und viele von uns sind halt in einem Klima groß geworden, in dem funktionieren einen total hohen Stellenwert hatte, und das ist ja nicht nur in unserer Generation so, in den Generationen vor uns war das ja noch stärker so, also unsere Eltern, unsere Großeltern, ja, also da wurde ja Leistung stark gelobt, gelobt und. Belastbarkeit galt als Stärke,

das muss man ja ganz klar so benennen. Ja, Selbstständigkeit wurde total früh erwartet und war auch einfach das, was wir wollten, ja, das war ja ein Ziel und Fehler waren das, was wir vermeiden sollten, immer schon. Und ja, I know ne, also unsere Grundschulkinder jetzt 2026, die haben in ihren Klassenzimmern so Plakate hängen, auf denen steht so was wie Fehler sind Helfer und so und unseren Kindern gegenüber ist uns das auch total klar, da verlassen solche Sätze sogar unsere Münder. Ja, wir sagen so was zu unseren Kindern und wir meinen das auch wirklich so, aber uns selbst gegenüber ist das irgendwie nicht angekommen, das gilt für unsere Kinder, aber für uns irgendwie nicht.

Das ist doch das ist doch nicht logisch, Leute. Na ja, und diese Prägung auf Disziplin, auf Belastbarkeit und so weiter die kam ja auch oft aus einer Liebe heraus, sage ich mal. Ja, weil Eltern wollten, dass ihre Kinder gut klarkommen, dass die stabil durch unser System durchkommen und so. Ja, aber na ja, na ja, also gut und gut gemeint, ne, das sind ja oft 2 paar Schuhe und viele von uns haben dadurch halt gelernt. Ihre Bedürfnisse zurückzustellen oder gar nicht erst wahrzunehmen, Erschöpfung zu ignorieren. Ich sag nur ne, unsere hohen Burnout raten und so weiter sich immer zusammenzureißen sich über Leistung zu definieren und auch Fehler einfach wirklich wie wieso ein persönliches Scheitern zu erleben und das ist das ist

ja auch nicht machbar, Leute, so kommen wir ja nicht durch und. Also doch, wir kommen durch, aber nicht gesund durch ne und wir leben ja auch einfach in einer Gesellschaft, die Bewunderung für Menschen hat, die dauerhaft über ihre Grenzen gehen, also was wirklich auch so als irgendwie als wünschenswert angesehen wird, von dem, Boah krass, der braucht nur 4 Stunden Schlaf. Ja nee ist nicht gut, das ist doch nicht gut, oder? Ja der arbeitet 60 Stunden die Woche, hä wo sind wir angekommen, dass das irgendwie ein Ziel wäre, ja. Wenig schlafen, viel leisten, alles immer schaffen, alles unter einen Hut bekommen, ja immer funktionieren, nie Pause machen.

Also Leute, das ist ja fast so, als wäre Bedürfnislosigkeit eine Kompetenz, Spoiler ist es nicht und dann ja, so sind wir geprägt und dann dann passiert was ganz interessantes, Wir bekommen Kinder und dann stoßen wir mit diesen Werten und Überzeugungen massiv an unsere Grenzen. Weil Elternschaft nämlich n Feld ist, das sich gar nicht mal so gut kontrollieren lässt.

Und Leute ich hab es probiert, ich hab es probiert, ich bin gescheitert, weil Eltern sein konfrontiert uns ja mit all dem was unsere Leistungskultur schlecht aushält, ja unkontrollierbarkeit, Bedürftigkeit, Langsamkeit, was hat mir noch ein Wiederholung Emotionen und Fehler. Also ich meine, das ist ja völlig klar.

Ja, also bei Kinder schlafen nicht effizient, Gefühle verlaufen nicht effektiv, Entwicklung verläuft nicht effizient, Familienleben ist nicht effizient, so ei, das ist ja, das ist schwierig jetzt, und wenn wir Eltern überlastet sind, dann greifen wir halt automatisch auf innere Härte zurück, und zwar warum, weil wir es kennen, weil wir das Internalisiert haben und. Ich habe auch das Gefühl, dass Härte auch kurzfristig Struktur gibt.

Und weil Druck kurzfristig aktivierungen macht und so ihr kennt das, Komm jetzt funktioniert es einfach, hör auf so eine Mutter so ein Vater zu sein, du bist fürchterlich, die anderen Eltern lösen sowas mit Humor und du schreist rum deine armen Kinder reiß dich verdammt noch mal zusammen, wie oft sagen sich das Eltern reiß dich doch zusammen so und dann stellt sich nämlich raus. Langfristig erschöpft das komplett so. Wir kommen damit einfach nicht weit. Ja, das ist jetzt ein Problem, also was machen wir? Erster Schritt ab ins Kapitel Nummer 2. Das Interessante ist ja, wir sind total gut darin, das Verhalten unserer Kinder zu kontextualisieren, also das Verhalten in eine Relation, in

einen Kontext zu setzen. Also zum Beispiel er ist müde oder sie zahnt, oder das ist gerade ein Entwicklungsschub, oder? Ja, Kita ist auch einfach echt anstrengend. Natürlich ist sie jetzt platt und so weiter so, aber bei uns selber wenden wir diese Logik halt nicht an, also unser Kopf sagt dann halt ich habe versorgt, ich habe verkackt oder ja toll, ich kriege es nicht auf die Kette und so. Ohne es im Kontext zu setzen.

Also wir nutzen halt wirklich 2 völlig verschiedene Bewertungssysteme für unsere für unsere Kinder benutzen wir ein System, das Bindungsorientiert ist. Beziehungsorientiert Bedürfnisorientiert, so ein verstehendes, Nachsichtiges bedarfsgerechtes System und für uns selber nutzen wir uns, nutzen wir ein strafendes System, ein beschämendes System, ein leistungsorientiertes System, ja cool. Also das ist doch schwierig so.

Also jetzt, jetzt geht's unseren inneren Stimme an Kragen okay nee, quatsch, Quatsch, nee, das ist ja auch hart an Kragen gehen, nee, ich will doch Sanftmut okay Moment, vergesst das, VERGESST das, was ich gerade gesagt habe, okay so, also wir nehmen jetzt mal unsere kritischen inneren stimmen liebevoll in den Arm okay voller Sanftmut machen wir das mal.

Ich verstehe, warum ich das jetzt denke, aber hey, hier ist jetzt jemand Neues. OK, wir laden die nette, sanfte, innere Stimme doch mal ein, wie wär es, lass doch mal ausprobieren und das Spannende ist ja, dass Menschen mit einem hohen Selbstmitgefühl nenn ich das jetzt mal. Ich weiß gar nicht, ob das Wort überhaupt existiert, aber ich glaub ihr wisst was ich meine, also Menschen mit einem hohen Selbstmitgefühl, die sind gar nicht fauler.

Oder Nachlässiger? Oder ruhen sich darauf so aus oder so. Nee, im Gegenteil, die sind Resilienter, die können schneller aus Fehler lernen, ja, weil sie ja keine Angst haben vor der vernichtenden Abwertung sich selber gegenüber. Ja, das ist eigentlich total logisch, finde ich, also wenn ich. Mal wieder nicht den Haushalt hingekriegt habe.

Wenn ich die Brotbox öffne von meinem Grundschulkind und da ist Schimmel drin oder wenn ich beim Doople Brown mit meinem Kind in Gedanken völlig woanders bin oder wenn mein Kind wieder als letztes Aus der Kita abgeholt wurde, wenn ich die ganze Zeit das Baby stillen muss und nicht für das große Geschwisterkind da sein kann und so weiter, dann fragt euch mal kurz, bevor ihr da in die Bewertung geht, was würdet ihr denn einer richtig guten Freundin jetzt dazu sagen? Wisst ihr so so einer richtig so einer richtig guten Freundin, die ein ganz warmes Herz hat?

Ja, die eine ganz tolle Haltung hat und so große Augenringe, die so viel gibt und die das so gut macht und dann formuliert doch mal diese Sätze aus, die ihr eurer Freundin sagen würdet, so was wie, man schau mal wie gut du das machst. Die Brotbox ist geschimmelt ja, aber weil sie ja voller liebevoller Leckereien war, die du jeden fucking morgen befüllst, oder? Schau mal, was dein Kopf leistet. Natürlich bist du gedanklich beim Duplo spielen, schon beim Wocheneinkauf oder beim Meeting für morgen, das ist einfach auch echt krass, wieviel du da parallel händelst. Sowas würden wir doch unserer Freundin sagen oder einfach diese die Validierung der eigenen Anstrengungen und das beruhigt übrigens unser

Nervensystem sofort, im Gegensatz zu reiß dich verdammt noch mal zusammen. Ich habe hier übrigens bei dem Beispiel gerade. Mit Absicht, nicht gegendert. Vielleicht ist euch das aufgefallen. Ich habe die ganze Zeit von einer Freundin gesprochen, das habe ich ganz bewusst so gemacht, weil Studien doch sehr klar zeigen, dass Mütter sich deutlich häufiger schuldig fühlen und schlecht in ihrem Muttersein versagend fühlen, in ihrer Elternschaft deutlich mehr als Väter.

Und das ist jetzt vielleicht auch ein eigenes Thema für sich. Aber ich möchte es wenigstens kurz streifen. Es ist einfach in unserer Gesellschaft immer noch so, dass Väter oft schon für die bloße Anwesenheit gefeiert werden oder für das Übernehmen von so Basisaufgaben mit Lob überhäuft werden. Ja, also ich sag nur den Satz, wie toll, dass er hilft, hilft ja, das Wort ist schon so entlarvend so und bei Müttern wird halt Perfektion in allen Bereichen als Standard vorausgesetzt.

So, das ist die Baseline. Ja und Mentaload und so weiter ja, das ist halt auch ein Punkt daran, weil wer für alles verantwortlich ist, der fühlt sich halt auch für alles schuldig, was nicht gut läuft ist sehr klar und dann kommt auch noch dazu, dass bei Vätern immer noch, also wir haben da schon eine große Bewegung geschafft, aber wir haben da auch noch ein paar Kilometer zu laufen, bei Vätern ist die Rolle häufig noch stärker funktional definiert.

Ja, und das? Ja, was soll ich sagen, das schützt die witzigerweise vor diesem scheiß nagenden Gefühl als ganze Person ungenügend zu sein. Und das ist halt bei Müttern leider der Fall und ich weiß, ich weiß, ich weiß, auch Väter haben Druck, ja, also die wollen ja diese neuen in Anführungsstrichen Väter sein, also emotional präsente Väter sein, während sie gleichzeitig aber auch eben noch oft noch diese alte Rolle des Versorgers erfüllen sollen, wollen und so weiter.

Sie wollen nicht so sein wie ihr eigener Vater eine ganz neue Rolle wollen sie da entwickeln und so weiter mir ist das alles klar, ja, aber der entscheidende Unterschied bleibt einfach, dass bei Vätern das Scheitern an diesen Idealen oft eher so als menschliche Schwäche oder auch als organisatorisches oder strukturelles Problem gesehen wird.

Und bei Müttern wird es halt automatisch mit ihrer Identität als gute Mutter verknüpft, das ist ein großer Unterschied. Versteht man ungefähr, was ich meine? Okay ich hoffe es tief durchatmen liebe Leute, wir gehen ins Kapitel Nummer 3. Wir haben uns jetzt ganz viel angeguckt, was das Problem ist. Das haben wir uns jetzt sehr genau angeschaut und jetzt ist die Frage, was brauchen wir denn, was hilft denn da sage ich 2 Sachen Selbstfreundlichkeit und Akzeptanz gut ist doch ganz easy danke für Eure Aufmerksamkeit, wir hören uns am Sonntag wieder klar Spaß und.

OK, selbstfreundlichkeit weiß ich übrigens auch nicht, ob es das Wort gibt, aber es sollte es geben. Also falls es das nicht gibt bisher lasst uns das jetzt einführen, bitte, das ist natürlich im Grunde genommen das, was ich eben in Kapitel 2 schon ausgesprochen hab, diesen diese inneren Kritiker, diese diese inneren kritischen Stimmen durch unterstützende Stimmen ersetzen, durch freundliche, durch Liebende, durch sanftmütige Stimmen ersetzen, sei dir doch bitte selber. Diese liebende Freundin oder dieser liebende Freund Schenk dir fehlerfreundlichkeit, weil ohne Fehler geht's auch einfach nicht.

Fehler sind Helfer, ihr wisst schon, also diese diese Nachsicht und Freundlichkeit, die wir unseren Kindern gegenüber haben und unseren Freundinnen gegenüber, lasst uns die selber haben, sei freundlich zu dir selber, weil du begleitest dich dein ganzes Leben lang, man wird also ich muss doch mit mir selber ein Team sein, weil ich ich bin ich, ich ziehe mich doch durch durch alles was da so kommt im Leben und ich will freundlich mit mir sein, ich möchte das wirklich und der zweite Punkt ist Akzeptanz, also erstens das, was ich eben gesagt habe, ohne Fehler geht es nicht, das ist ja auch schon akzeptierend ne aber ich meine Akzeptanz auch in dieser ganz individuellen Ebene Menschen haben unterschiedliche

nervensysteme, Menschen haben unterschiedliche Ressourcen. Menschen haben unterschiedliche Belastungsgrenzen und ich weiß auf Instagram, auf TIK tok und so weiter da sehen diese ganzen Eltern immer ganz schön perfekt aus. Ja und die sind frisch geduscht und geschminkt und die Väter sind präsent und tolle männliche Vorbilder und so weiter also Social Media vermittelt uns ja auch Hardcore die ganze Zeit, es gibt irgendwo diese Menschen und.

Die irgendwie alles richtig machen, die immer ruhig bleiben, die immer bewusst reagieren, die achtsam sind, die genug Kraft haben, die Sport machen, die nach der Schwangerschaft wieder aussehen wie davor und so weiter aber Leute, das ist Quatsch, das ist nicht Realität, OK, weil das ist nämlich das Ding.

Elternschaft wird immer so Moralisiert, wenn du erschöpft bist, dann hast du ein schlechtes Zeitmanagement oder bist nicht belastbar genug und wir wissen ja, Belastbarkeit ist so so ein hoher Wert für uns. Und wenn du reizüberflutet bist, dann musst du irgendwie resilienter werden und weiß ich nicht abgehärteter werden. Und wenn du Dinge vergisst, dann musst du halt disziplinierter sein und so und ich glaube, wir unterschätzen einfach schlichtweg, wie unterschiedlich menschliche Kapazitäten halt sind, weil ja manche können das, manche können ihren Haushalt perfekt führen, aber nicht, weil sie bessere Menschen sind, OK, sondern weil sie vielleicht Privilegien haben, die du nicht hast.

Ne, weil sie andere Ressourcen zur Verfügung haben, die du vielleicht nicht hast. OK, und auch sowas wie Schlafmangel, das wirkt unterschiedlich bei uns Menschen. Ja, Lärm wirkt unterschiedlich, soziale Interaktion wirkt unterschiedlich, Chaos wirkt unterschiedlich, nentaload wirkt unterschiedlich, hormonschwankungen Neurodivergenz das verändert unsere Belastbarkeit massiv. Und deswegen müssen wir uns da auch nicht vergleichen, weil es geht doch um dich, es geht um uns und nicht jedes Nervensystem hat dieselbe tägliche Akkukapazität. Was hilft also statt vergleichen statt reißt sich zusammen, schafft das bitte, was die anderen auch schaffen, es hilft Akzeptanz und das Einüben von diesen neuen inneren Stimmen, weil wenn da jetzt wieder so ein

klassischer Satz aufploppt, ich bin nicht belastbar genug, das wäre so ein typischer Satz. Dann können wir üben, diesem Satz etwas entgegenzustellen. Ich glaube, ich glaube, es ist nicht richtig machbar, dass wir schaffen, dass dieser Satz nicht aufploppt, also vielleicht schaffen das manche dann, herzlichen Glückwunsch, ich glaube, es ist eher so, dass der Satz aufploppt, ich bin nicht belastbar genug und dass wir dann einen Satz dagegen stellen dürfen, zum Beispiel, ja, ich bin so erschöpft, verständlich, es ist auch gerade echt anstrengend, oder wenn der Satz kommt, ich bin einfach nicht gut genug organisiert, ich komme nicht klar.

Dass wir dann so was sagen wie, ja, ich glaube, ich brauche Unterstützung. Ich sollte mal überlegen, was meine Unterstützungssysteme sein könnten und unbedingt über einen Satz muss ich noch sprechen, weil der finde ich in der Elternschaft immer ganz häufig aufploppt und ein ganz, ganz schlimmer harter Satz ist. Und zwar ich muss mein Bestes geben, als Mutter, als Vater, weil das Problem ist, das Beste hat ja kein Ende, ich. Das ist kein klarer Zustand, Leute, das ist ja ein permanentes mehr, ein permanentes, besser eine permanente Steigerung, und ich weiß, wir reden hier über unsere Kinder, also quasi das Wichtigste, dass es gibt ja, wo man sich jetzt denkt, ja, weiß ich nicht, ist da fehlerfreundlichkeit gut, ja,

doch. Ja, weil selbst wenn es so wichtig ist. Und ich sehe doch, wie ihr euch bemüht, ja, ich meine, ihr hört ja zum Beispiel hier, tada gerade im pädagogischen Podcast, daran sieht man ja schon, wie bemüht ihr seid, ja auch Menschen zum Beispiel, die das hören als Lehrkräfte und Erzieherinnen und so, ich sehe das ja, aber dieses Ich muss mein Bestes geben, das ist ja zum Scheitern verurteilt und das Ding ist, wir brauchen es auch gar nicht wirklich hier, ich halte eure Hände, ich schaue euch an und sage euch mit einer ganz großen Sanftmut und Weichheit. Wir brauchen das nicht.

Perfektionismus ist nicht das Ziel okay, sonst ist eher so was wie ich gebe das, was jetzt geht, was jetzt drin ist, gut genug reicht, schreibt es euch bitte auf alle Spiegel in euren Häusern und Wohnungen gut genug reicht und lasst uns das mal auch gegenseitig sagen, also wir zu uns selber in den Spiegel, was weiß ich. Aber lasst es uns auch gegenseitig sagen, okay wir Eltern untereinander.

Lasst uns mal unterstützend sein und uns das gegenseitig sagen und dann, dann kann das auch nach und nach in unseren Herzen ankommen und in unseren Köpfen und in unseren Nervensystemen ihr Macht es so gut, das mache ich ganz im Ernst. Ihr macht es so gut und gut genug reicht, wir hören uns am Sonntag.

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