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Shownotes
Ein weiteres To Do auf unserer nie enden wollenden Elternliste
Konflikte, Ressoucen-Kämpfe usw, was passiert bei Playdates tatsächlich
Wie können wir Playdates gut vorbereiten und begleiten
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OK, geht ihr erst mal damit los. Wann finde ich überhaupt nen freien Slot im Kalender und wer schreibt denn dann eigentlich wen an? Wie lange wär so n treffen klug, weil nach der Kita sind die ja voll platt gehen die anderen Eltern eigentlich davon aus, dass dann bei uns noch Abendessen gegessen wird oder lässt man vor dem Abendessen abholen? Ich weiß ja auch gar nicht, was das Kind gerne isst. Ah fuck ey, meine Wohnung ist auch wirklich viel zu unordentlich, gerade das geht eigentlich überhaupt nicht. Okay vielleicht sollte mein Kind auch lieber mit zu den anderen nach Hause gehen, aber das traut sich das noch gar nicht. Wie viele Snacks brauchen wir eigentlich, gibt es Unverträglichkeiten, muss gleich
mal fragen, muss ich dabei sitzen die ganze Zeit, ah, vielleicht sollte ich schnell noch irgendwas einkaufen, was wir zusammen machen können, irgendein interessantes Bastelset oder sowas und was ist, wenn mein Kind sich irgendwie komisch verhält, was wenn das andere Kind sich irgendwie komisch verhält? Darf man ein fremdes Kind dann erziehen? Wie ist denn das eigentlich und warum wird mein Kind eigentlich nie eingeladen?
Ja, herzlich Willkommen zu unserem kleinen digitalen Play Date. Hier würde ich sagen, das Play Date für eure Ohren, Mensch, wenn das nicht der perfekte Untertitel schon beim Podcast ist, dann weiß ich auch nicht, Kinder sind auch Menschen ich bin Almut starke, Ich bin Pädagogin, wir schauen uns heute mal das Thema Spiel Verabredung unserer Kinder an, das klingt ein bisschen holperig, deswegen nenne ich die Folge Play Dates, Ich hoffe das ist relativ selbsterklärend. Unser Date hier geht übrigens ungefähr 30 Minuten lang und da müssen wir Tschüss sagen.
Ja, also nur, dass ihr euch schon mal drauf einstellt. Das Interessante ist das Wort Play Date ist ja relativ neu, nicht nur weil es Englisch ist, sondern ich hab das natürlich auch mal mit meiner Großmutter drüber gesprochen und die sagte ja, nee, ich hab nie für meine Kinder irgendwelche Verabredungen ausgemacht, das gab es gar nicht oder zumindest viel seltener ja und warum? Je nach Kontext ist ja klar ne, aber es gab wenn als in der Zeit als meine als meine Eltern Kinder waren, schlichtweg mehr so freie, selbstbestimmte Nachbarschaftskontakte ja, also viele Kinder einfach ganz direkt in der Umgebung. Es gab viel mehr unbeaufsichtigtes Spiel, mehr spontane Begegnung, auch größere
Geschwistergruppen zum Beispiel. Oder einfach vielmehr so dieses klassische ja lauf halt drüber ne und ich glaube, dass es das in bestimmten Wohnsituationen jetzt auch immer noch gibt, ne und ich will das auch gar nicht schön schreiben. Ja, also weil das unbeaufsichtigt Spiel kann natürlich total fremd, selbstbestimmt und toll sein, hat aber auch Schattenseiten und so ne also es geht mir hier gar nicht um ne moralische Bewertung, sondern einfach n angucken, dass es jetzt oft anders ist.
Ja, weil es heute. Wirklich viel mehr, einfach auch Terminierung, ist ja also viele Kinder haben viele Termine, ehrlich gesagt, vielleicht mache ich auch mal das Thema institutionalisierte Kindheit als eigene Podcast Folge. Das klingt jetzt aber gar nicht attraktiv, was den Titel angeht, das muss ich mir noch mal überlegen, es gibt auch mehr Betreuung, ne, also in Berlin haben wir ganz viele Ganztagsschulen, zum Beispiel das Sicherheitsdenken ist teilweise glaube ich, auch stärker geworden.
Es gibt mehr einzelkinder oder kleinere Familien und auch weniger dieses Draußenspiel. Ne, also ich weiß ja ihr die ihr jetzt mal in Podcast hört, ihr lebt super unterschiedlich, ich lebe hier wirklich mitten in Berlin, ich weiß aber, dass viele von euch natürlich auch ländlicher Wohnen und zum Beispiel auch in einem Haus Wohnen mit Garten und so, das ist ja auch schon ne ganz andere Lebensrealität, logischerweise ja, aber es ist schon so, dass es heutzutage eher organisierte Sozialkontakte sind und nicht so selbstverständlich gegeben wie früher. Und deswegen ist es heute eben auch wieder so n so n riesiges weiteres to do Ding auf unserer nicht enden wollenden Elternliste im Kopf.
Ja und gut, jetzt könnte man sagen, ja, dann lassen wir das Halt, also die Kinder haben sich ja in der Kita, haben sich ja in der Grundschule und so, das reicht doch, warum muss ich da zusätzlich noch irgendwas drumherum organisieren und ja, fair NAV ja. Verstehe ich, wenn man sich diesen Stress sparen will oder das vielleicht auch selber nicht mag oder das Kind das nicht mag, aber dazu kommen wir später noch, aber private Spielen zu Hause oder draußen ist einfach tatsächlich was ganz, ganz anderes als in der Kita oder der Schule. Also es entstehen wirklich privat. Ganz andere Dynamiken, ganz neue oder tiefere Freundschaften und auch natürlich n viel freieres Spiel, ganz anderes Spiel, selbstbestimmtes Miteinander und
so. Und ihr die ihr das selber schon erlebt habt mit den Play Dates, ihr wisst auch für viele Kinder ist das das coolste Gefühl, wenn die schon so in der Kita oder während des Schultags Wissen, heute nehme ich Ayla mit zu mir nach Hause oder heute gehe ich zu Linus mit oder so, also da entsteht schon tagsüber schon so ne Vorfreude und auch so ne.
So eine stolze Verbundenheit, ne so. Wir haben das heute vor und das fühlt sich ganz toll an und da sind wir eben auch wieder bei diesen anderen Ebenen. Ja die bei Play Dates oft unbewusst mit Reinspielen, die da aber mit dabei sind. Ja, es ist nämlich nicht einfach nur orga, auch, ja es ist nicht einfach nur eine Verabredung, das klingt so, plain ist so so einschichtig ja, sondern es geht auch um Zugehörigkeit, um. Soziales absichern ne, es geht um Beliebtheit, es geht um Ausschluss, es geht um Bewertung, das muss man schon auch sagen.
Ja, und das ist nicht nur bei Kindern so, sondern auch bei uns Erwachsenen, also zum Beispiel, wenn unser Kind nicht eingeladen wird, wenn mein Kind gefühlt das einzige ist, das nicht zu dem Geburtstag eingeladen wird, das nie auf dem Playday eingeladen wird, also das irgendwie keine privaten Verabredungen hat, dann berührt das. Nicht nur mein Kind, sondern eben auch mich und manchmal sogar auch die Erwachsenen.
Sogar mehr als das Kind. Nicht immer, aber manchmal. Und dann gibt kommen da so alte Gefühle, hoch von nicht dazugehören, von Ausschluss und so was. Und natürlich haben wir dann auch sofort Angst davor, dass unser Kind ausgeschlossen wird oder dass mit unserem Kind was nicht stimmt oder dass vielleicht mit uns was nicht stimmt, vielleicht werden wir ja auch als Eltern nicht gemocht und alle anderen treffen sich ne und es ist psychologisch auch total plausibel. Moment, nein, ich muss natürlich wieder mein Catphrase sagen, das ist psychologisch logisch.
Soziale Zurückweisung deaktiviert in unserem Gehirn nämlich ganz ähnliche Regionen wie zum Beispiel körperlicher Schmerz, das ist also wirklich doll, Menschen sind einfach extrem soziale Wesen, und Zugehörigkeit war evolutionär halt nie einfach irgendwie so nice to have, sondern Zugehörigkeit war immer Sicherheit n basisbedürfnis ja, und diese Bewertungsebenen gibt es halt auch bei Playday.
Dates und noch eine andere Ebene ist, dass ganz viele Eltern auch Play Dates heimlich, wieso eine Art ja, wie soll ich sagen, vielleicht wieso eine Art soziale Prüfung erleben ja, also wie ich es ja eben schon in der Anmoderation gesagt habe, ist so eine Wohnung eigentlich okay nicht nur schön und aufgeräumt und so, sondern keine Ahnung, die anderen Kinder haben vielleicht eigene, wunderschön liebevoll eingerichtete Kinderzimmer und bei uns spielt das Kind überall oder teilt sich ein Zimmer mit Geschwisterkindern.
Sind wir als Familie zu laut? Sind wir zu chaotisch, sind wir zu streng, sind wir zu locker, sind wir zu neurodivergent, sind wir zu empfindlich, sind wir nicht cool genug. Also das Vergleichen geht halt sofort los und dann kommt auch noch dazu, dass Play Dates sich manchmal gar nicht so anfühlen, als würden einfach nur Kinder miteinander spielen, sondern als würden komplett unterschiedliche Familiensysteme aufeinander treffen. Also.
Muss ich vielleicht jetzt als Mutter oder als Vater besonders so locker und super cool und entspannt sein, wenn die Kinder hier sind und voll so auf lässig tun? Oder wie ist denn das eigentlich? Zum Beispiel? Dürfen die jetzt einfach eine Folge Blue gucken oder muss ich die Eltern davor fragen, ob das okay ist? Ich will ja auch nicht die Strenge oder die blöde Mutter sein oder Vater und das ist so schwierig sich da selber auch zu finden in dieser Rolle und da ey Leute, da fällt mir eine Anekdote ein, ja.
Von früher, als ich in der Grundschulzeit war, da war ich ganz oft bei einer Freundin zu Hause. Also ich war bei denen zu Hause und ich habe mich da total wohl gefühlt. Ich mochte das, wie das so bei denen war und auch, wie das bei denen aussah und so, so ein bisschen wie in einem Wimmelbuch, das war total schön, aber die Mutter, die war irgendwie, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll, die war so ein bisschen beschämend meiner Freundin gegenüber, das war richtig unangenehm also. Die hat meiner Freundin dann oft sowas gesagt wie ja, also nur weil Almut jetzt da ist, musst du nicht so frech sein oder auch in die andere Richtung.
Witzigerweise total paradox eigentlich, weil manchmal hat sie auch sowas gesagt wie ach also wenn Almut da ist, dann kannst du dein Geschön wegräumen. Ja, das könnte so ja sonst auch mal laufen und so also ich fand das wirklich, ich fand das richtig, richtig unangenehm, dass sie so mit meiner Freundin gesprochen hat, während ich dabei war, ich fand das ganz schlimm.
Also deswegen die meisten Kinder, die erinnern sich nicht daran, ob ob ihr die Gurken auf dem Snackteller in Sternform geschnitten habt, ja so, sondern rückblickend ist das eher so n Gefühl von wie hat es sich dort angefühlt, war ich willkommen, war ich sicher, durfte ich ich selbst sein, war der Vibe irgendwie gut ja oh, ganz ehrlich, also ob das Badezimmer sauber war das. Das kann ich rückblickend bei keinem einziger, bei keinem einzigen meiner Freundinnen und Freunde sagen. Sogar nicht OK, aber jetzt gehen wir mal gemeinsam rein in Kapitel 2 und schauen uns an, was genau eigentlich bei Play Dates passiert.
Ich hab ja schon gesagt, das sind komplexe Gedanken, die man sich so macht und OK to be fair, nicht jeder ist so over thinker wie ich, das weiß ich, aber ich ahne, einige von euch sind es auch. OK, ihr müsst jetzt mit mir rein in diese ganzen Gedankengänge. Weil erstmal ist ja überhaupt die Überlegung, wenn mein Kind n Play date möchte, dann muss ich erst mal überlegen, soll mein Kind zu jemand anderen mitgehen oder sollen wir ein Gastkind mit zu uns nehmen, meiner Erfahrung nachgehen die meisten Kinder so mit 4 Jahren ungefähr alleine, also ohne ihre eigenen Eltern irgendwohin mit zu Geburtstagen, zu Play Dates oder so. Es gibt aber auch bindungsstarke Kinder, die wollen in der Grundschule noch nicht ohne ihre
Eltern irgendwo sich alleine privat treffen. Ja, fair, wirklich in Ordnung so, dann muss ich halt überlegen, ob ich als Gastmutter oder Gastvater die Eltern bei mir haben möchte oder nicht, ja also weil wenn man sich gut versteht und extrovertiert ist und so weiter, dann kann das ja ne Win Win Situation sein, die Kinder spielen zusammen und ich hab Erwachsene mit denen ich quatschen kann, das ist vielleicht alles voll nett, ja. Aber das mag ja jetzt auch nicht jeder. Deswegen muss man da so bisschen in sich selber reinhorchen und dann ist vielleicht eher die Antwort, ja, wenn mein Kind zum Beispiel easy schon ohne mich mitgeht, ne, dann vielleicht lieber zu denen nach Hause gehen oder man trifft sich gemeinsam auf dem Eis oder geht zusammen
auf den Spielplatz oder sowas ne, weil draußen ist das ja dann manchmal auch einfach ein bisschen leichter und dann die Absprachen mit den Eltern, weil nur wenn man gleiche Kinder in der Kita hat oder in der Grundschule, heißt das ja nicht, dass man sich gut kennt oder auch gut mag und so gut versteht mein ich. Und man muss man ja bestimmte Sachen abklären. Also wie lang soll das Kind mit zu uns kommen oder mein Kind zu euch, wer bringt und holt gehen, zum Beispiel die Eltern davon aus, dass die Grundschulkinder nach der Schule zu Hause beim Play Date Hausaufgaben machen, oder ist klar Nein, Play Date ist Play Date, da werden keine Hausaufgaben gemacht, also das ist total unterschiedlich, jede
Familie handhabt das sehr anders, oder dürfen die Fünfjährigen schon alleine zum Supermarkt gehen und sich was zum Snacken kaufen? Oder dürfen die alleine um die Ecke auf dem Spielplatz gehen? Es gibt Eltern, für die ist das total normal und total klar und andere Eltern finden das vielleicht gar nicht cool, also auch da muss man gegebenenfalls das abklären und besprechen und so zueinander finden oder wenn mein Kind bei anderen ist, dann kann es zum Beispiel auch sein, dass mein Kind das natürlich ganz toll findet und so, aber ich weiß einfach aus Erfahrung, nach 2 Stunden ist das Kind hinüber. Und dann muss ich natürlich bei den Eltern ansprechen. Ja, voll nett, dass mein Kind bis zum Abendessen bleiben würde und so, aber ich würd es
tatsächlich einfach schon so um 16:00 Uhr abholen und dann muss man n bisschen überlegen, wie man das erklärt und so. Also ihr seht das ist, das ist gar nicht, sogar nicht so wenig komplex und dann nach dem Play Dead hört es ja nicht auf ne, also es kann ja sein, dass mein Kind danach komplett hinüber ist. Ja, gerade auch bei sensiblen Kindern, bei neurodivergenten Kindern.
Und ich kenn dann auch einfach Eltern, die sich danach schon auch einfach die Frage stellen, ob es das Wert war. Aber gut, gehen sie erstmal zu einem Szenario, dass ein Gastkind bei mir zu Hause ist und ich glaube ganz, ganz viele Eltern haben heimlich dieses Bild ein gelungenes Play Date bedeutet 2 oder mehr Kinder ne es ist ja nicht immer, es sind ja immer 2, sondern manchmal sind Geschwisterkinder dabei oder man nimmt gleich 3 Kinder aus der Kita mit oder was weiß ich. Also 2 oder mehr Kinder spielen friedlich, teilen, lachen viel, streiten nicht und essen zwischendurch die Apfelschnitze, die ich geschnitten hab auf meinem schönen Obstmanalatella ist ja klar, und während die Kinder spielen, hab ich Pause oder Zeit fürs Baby oder oder,
oder ja, aber dann schaut man halt den echten Kindern beim Spielen zu und denkt interessant, aha, da wird ja geschrieben. Da wird ja Besitz verteidigt, da wird ja wohl ausgeschlossen, auch da wird ja wohl geweint, da werden wohl regeln geändert und bestimmt und verändert und da wird wohl Dominanz ausprobiert und dann wird sich auch wieder vertragen und so weiter all The Feelings alter Falter ja, also die die volle Bandbreite des sozialen Lernens einfach.
Und das Ding ist halt, dass die meisten Kinder im Kita und auch am Anfang des grundschulalters Konflikte meistens nicht fair alleine lösen können. Also sie kriegen Sie schon alleine gelöst. Aber das ist dann meistens nicht nett, sonst gewinnt der Ältere, der Stärkere, der mit den keine Ahnung, mit mehr Druckmittel und und und was weiß ich ne so und das bedeutet natürlich wieder, sie brauchen unsere Begleitung, unsere Moderation. Unsere Vorschläge, unser beobachten, ja und gegebenenfalls auch schlichtweg unser Mitmachen, das klingt jetzt gar nicht so richtig nach Pause und es stimmt ja, aber es ist halt gerade auch im Alter, also im klassischen Kita Alter. Geht es zu Hause auch wirklich
um Ressourcenverteidigung, also diese eigenen Spielsachen zu teilen, ist viel schwieriger, als sich Spielsachen in der Kita zu teilen, weil das ist ja klar, dass das irgendwie allen gehört, und da klappt das vielleicht mit meinem Freund oder meiner Freundin auch voll gut, aber dasselbe Kind in meinem Spielzimmer mit meinen Sachen in der Hand, na, das ist emotional eine andere Kiste, aber Hey Leute, was ein Lernfeld.
Was ein Lernfeld für Perspektivübernahme, für Frustrationssoleranz, für Selbstbehauptung, für Konfliktfähigkeit und so weiter und ich weiß, dass ja ganz viele von uns, also wir als Eltern, jetzt kinderkonflikte total schnell erleben, als bedrohlich oder beschämend oder problematisch oder auch ein Zeichen von von Scheitern, ja, weil wir eben selber Konflikte oft ganz schwer nur aushalten können. Oder auch, weil ich Angst hab, ne, mein Kind könnte jetzt verletzt werden oder ausgeschlossen werden oder andere Eltern irgendwie verurteilen mich jetzt ne, was mach ich denn, wenn das Gastkind nach Hause kommt wieder und sagt Ah ja, bei Almut war das wirklich schlimm und so Ihr Kind wollte gar nicht teilen und so
ich hab da auch einfach Angst wie wir dann so dastehen und deswegen find ich es noch mal ganz wichtig auch klarzumachen ein Play Date, ein Play Date muss nicht perfekt konfliktfrei laufen um. Wertvoll gewesen zu sein, also das ist, das ist sozusagen gar nicht die Definition davon, sondern das alles gehört doch dazu zu sozialem lernen und um da auch wirklich noch mal ne von wegen das Kind kommt nach Hause und was erzählt es da ne, es ist mir wirklich auch noch mal wichtig zu sagen, dass manche Kinder nach sozialen Treffen disregulierter sind, ja, aber halt nicht unbedingt, weil es schlecht war. Sondern weil solche intensiven sozialen Begegnungen halt krass viel Verarbeitung bedeuten.
Und wir, wir haben halt ne ne Gesellschaft, in der so Geselligkeit und Verabredung und beieinander sein und so weiter irgendwie n hohen Wert hat. Und das merkt man halt dann auch schon bei kleinen Kindern. Diese Zuschreibung, wenn das eben nicht so gemocht wird, ja, sie ist aber schüchtern, oder?
Also er sollte wirklich mehr unter Kinder oder sie muss sich da einfach nur mal dran gewöhnen, oder? Ja, er ist wohl nicht so sozial. Also diese Zuschreibung gibt es ja wirklich schon sehr sehr schnell und es gibt einfach Kinder, die haben nicht so einen Bedarf, so für die ist Kita und Grundschule wirklich und auch da drüber, also auch bei noch älteren Kindern, also auch Oberschule und so das reicht und. Es gibt auch einfach Kinder, die sind durch. So schon nach der Kita und nach einem einzigen Nachmittag mit anderen Kindern noch mal mehr.
Ja, weil soziale Begegnungen neurologisch echte Arbeit sein Können und Nervensystem herausfordernd und so, und da sind wir wieder an einem Punkt, den ich ja auch schon so oft im Podcast gesagt habe, unsere Kinder kommen einfach mit total unterschiedlichen Charaktermelodien auf die Welt und das ist das ist ja auch nicht nur ne Meinung, sondern die Temperamentsforschung zeigt auch sehr klar, es gibt einfach Kinder, die sind Reizoffener als andere oder die gehen offener und schneller auf Menschen zu, die lieben Neues oder sie sind vorsichtiger und beobachten da oder sensibler oder auch langsamer auftauchen und es ist einfach alles gleichermaßen OK.
Das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere und ein Kind muss auch nicht besonders gesellig wirken um. Ja, wie soll ich sagen, um sozial gesund zu sein? Wisst ihr, was ich meine und auch da noch mal ne gerade bei neurodivergenten Kindern, die Erleben Play Dates einfach wie alles andere eben auch oft einfach viel intensiver durch die andere Reizverarbeitung. Manche von denen haben auch einfach mehr Unsicherheit bei sozialen Regeln und Kontakten und auch ne stärkere emotionale Erschöpfung, Schwierigkeiten mit Übergängen kommen dann natürlich auch noch dazu und einfach ne höhere soziale Anstrengung, ich sag nur masking und so weiter.
Und was haben wir dann danach? Wir haben ein Kind, das explodiert oder sich zurückzieht oder total gereizt ist oder total wild wird plötzlich ne und aufdreht oder n Meltdown hat oder so und ich versteh total, dass wir dann als Eltern denken OK, das Play Date war also offensichtlich zu viel oder ich hab es schon gehabt, mein Kind kann das nicht und ja das kann ne Wahrheit sein, ja, dass das gerade nicht geht oder auch insgesamt das meinem Kind nicht gut tut und das ist wie gesagt legitim, wenn dein Kind nicht Play Dates hat.
Aber es könnte auch die Wahrheit sein, dass das Nervensystem deines Kindes gerade einfach nacharbeitet. So, und das ist ja kompetent, und dann wird mein Kind dabei begleitet und schafft das auch und kann daran auch wachsen. Also ich finde, es ist vor allem die Frage, möchte mein Kind das, möchte mein Kind auf Play Dates gehen und auf Kindergeburtstage sein, möchte es das und dann helfe ich natürlich meinem Kind, das auch zu schaffen. Und vielleicht die Bedingungen anzupassen an das Nervensystem meines Kindes.
Und dann bekomme ich zusammen mit meinem Kind heraus, nee, es geht nicht darum, dass Playlates zu viel sind und sondern eher, wie wir es gestalten, so und. Umzugehen noch mal zu sagen, ja, also soziale Gesundheit messen wir nicht an der Anzahl der Freundinnen oder an der Anzahl der Einladung zu Geburtstagen und Play Dates oder an Beliebtheit und so weiter weil das Wissen wir aus der Forschung halt auch sehr klar, die Qualität enger Beziehung ist viel entscheidender als die Menge von sozialen Kontakten, ne, also deswegen auch da wirklich noch mal hinschauen, wie ist es denn bei eurem Kind und was braucht euer Kind und jetzt gehen wir zusammen noch mal ins letzte Kapitel, ins Kapitel Nummer 3.
Was können wir uns jetzt ganz konkret mitnehmen, um Play Dates irgendwie gut zu gestalten? Für uns und für unser Kind und anzupassen an unseren Bedarf, an unsere Bedürfnisse und so. Und ich sammle hier jetzt einfach nur so n paar Beispiele und würde euch einfach einladen da mal drüber nachzudenken, weil es gibt kein One fits all. Ja es hängt ja sehr mit eurem Familien zu System zusammen, wer seid ihr, was braucht ihr und zwar nicht nur ihr als Paket Familie, sondern jede einzeln was brauchst du als Mutter oder Vater damit du das gut hinkriegst, dass hier n Kind zu Besuch ist bei euch?
Was braucht euer Kind damit es gut geht? Was braucht euer Kind wenn es mitgeht und so weiter also zum Beispiel. Ist es sinnvoll, am Anfang mit kleineren Treffen anzufangen? Ja, also nach der Kita einfach noch mal zusammen n Eis essen gehen oder 45 Minuten auf dem Spielplatz und fertig, das hat auch dieses Besondere mit wir gehen zusammen aus der Kita raus oder aus der Grundschule und haben nur uns und nicht diese riesige Kindergruppe, aber es ist eben nicht gleich und nach der Kita noch 5 Stunden bei jemandem zu Hause und auch das ist ne klare Zeitfenster können total helfen auch in der Kommunikation mit den Erwachsenen einfach klar aussprechen was wünsche ich mir, was geht für mich und für mein Kind, wie ist es bei euch ne
also auch trauen, lasst uns doch trauen als Eltern da miteinander zu sein, vielleicht auch lieber erst mal ein Kind ne, also der zu zweit statt gleich zu viert oder zu fünft oder so plant Pausen ein ja also was, das hatte ich ja vorhin schon gesagt, Dynamiken beobachten ne, also wo merke ich ah jetzt jetzt schaukelt sich es komplett hoch jetzt biete ich mal kurz an mit im Snackteller Wir setzen uns mal gemeinsam hin und suchen in einem Wimmelbuch keine Ahnung das Einhorn oder sowas ne also wie können wir auch Pausen bewusst gestalten?
Und dass es was Bestrafendes hat. Wie kann ich Übergänge begleiten, da empfehle ich sehr meine Podcast Folge Übergänge dann ne auch für die das Kind natürlich wie kann ich Ruhe nach dem Treffen ermöglichen, also was braucht mein Kind um danach wieder gut runterzukommen? Und bewertet nicht gleich OK so also bewertet nicht gleich mit.
OK, das ist war jetzt also verkackt oder das war super gut, oder? Zudem geht mein Kind nie wieder mit und so ne, also nicht direkt in die Bewertung gehen sondern erst mal beobachten, hören, sprechen und so weiter und wir können das natürlich auch schlichtweg solche Sätze sparen wie jetzt spielt doch mal schön oder so und auch natürlich verstehen auch, dass parallel spielen total legitim ist.
Die müssen jetzt nicht versunken die ganze Zeit gemeinsam Rollenspiele spielen, sondern sie können auch parallel nebeneinander spielen. Und es ist auch schön und gegebenenfalls mitspielen, ja oder helfen ins ins Spiel reinzufinden und dann wieder sich rausziehen und so. Und der letzte Punkt, den ich auch noch mal wichtig finde, ist das Chaos ertragen, ja und am Ende vielleicht n gemeinsamen Aufräum Song anmachen und n bisschen zusammen aufräumen und so. Und was ich auch noch mal sagen wollte, Ressourcenkämpfe hab ich ja vorhin schon kurz angesprochen. Es kann zum Beispiel helfen, wenn ich mit meinem Kind davor bespreche, welche Spielsachen bei uns zu Hause irgendwie weggeräumt werden sollen, weil
es gibt so Sachen, was die meisten Kinder haben, wo sie sagen, nee, das muss irgendwie weg, das muss in Sicherheit gebracht werden, das darf nicht angefasst werden, das darf nicht chaotisiert werden, das darf nicht aus Versehen kaputt gehen oder so, also bei denen einfach schon klar ist, dass das Gastkind, egal wie gern ich das hab, wirklich damit nicht spielen soll. Und dann räumt sie das davor schon weg, ne und gleichzeitig ist es eben auch so cool mit dem Kind dann direkt darüber zu sprechen.
Ne von wegen du weißt ne nachher ist so und so da oder morgen hier in diesem Raum so und er oder sie wird hier alles interessant finden und anfassen und damit spielen wollen. Wie fühlt sich das an wenn du dir das jetzt vorstellst? Ne und es gibt auch Familien die machen das übrigens andersrum, die Räumen dich Sachen weg die sozusagen besonders wertvoll sind, sondern die packen mit ihrem Kind so ne ne Kiste mit Sachen womit gespielt wird. Auch zum Beispiel.
Also es gibt auch Familien, die lassen sozusagen das Spielen, die Kinder gar nicht im Spielzimmer, sondern es wurde in ne Kiste gepackt und damit sind die dann zum Beispiel im Wohnzimmer und ich weiß, es klingt jetzt für n paar Menschen von euch n bisschen merkwürdig, aber es gibt wie gesagt Kinder, die haben damit n Thema und dann ist das OK ne so viel zum Thema nicht so bewerten und genau Konflikte begleitend kann sein dass das n Thema wird, aber wir müssen auch nicht jetzt als Eltern bei jedem Hauch von aufkommender Langeweile oder jedem aushandeln also was? Aushandeln an Spielideen, an Regeln, an was weiß ich ne sofort rein, weil wir Angst haben, da entsteht gleich n großer Konflikt ne, also das ist
schon OK, es ist eher so beobachtet die Dynamik und seid einfach da ne auch als Sicherheitsbasis signalisiert das auch nicht im Sinne von so ihr seid jetzt hier verabredet und so ich will euch nicht mehr hören und sehen bis zum Abendbrot ne sondern signalisiert auch einfach, dass dass ihr da seid und dass ihr helft und dass ihr begleitet und traut aber auch euren Kindern natürlich zu ne, dass sie auch die Wellen surfen können. Genau.
Und vielleicht noch ein letzter Aspekt. Kinder erleben einfach auch bei anderen Familien andere Lautstärken, andere Essensregeln, andere medienregeln, andere sprachen, andere Grenzen und ich weiß, dass das manche Eltern stresst. Und deswegen ist es mir noch mal wichtig zu sagen, Kinder profitieren total davon zu erleben, die Welt funktioniert unterschiedlich und Menschen sind unterschiedlich, das ist bereichernd.
Kinder brauchen keine perfekten sozialen Erfahrungen, sondern sie brauchen echte soziale Erfahrungen. Und der gehört all das dazu. Und es ist total cool zu erleben, dass Menschen unterschiedlich sind und deswegen, um es noch mal jetzt am Ende auch zusammenzufassen, ja der Wert von Play Dates, der liegt nicht darin, dass alles harmonisch läuft, Gott sei Dank, weil so ist es einfach realistisch gesehen nicht, ja. Sondern eigentlich geht es runtergebrochen darum, dass Kinder einfach erleben.
Menschen sind unterschiedlich, Familien, Systeme sind unterschiedlich, Beziehungen sind manchmal anstrengend, Konflikte sind Reparierbar und ich gehöre dazu, das ist es eigentlich so, und ihr, ihr gehört hier dazu, bei der Kinder sind auch Menschen Community, das ist doch schön, danke, dass ihr ein Teil davon seid, wir hören uns am Sonntag zur nachgehört Folge lasst mich gerne wissen, was ihr da als Thema haben möchtet, ich freue mich auf eure Rückmeldung.
Habt einen schönen Mittwoch.