Kinder sind auch Menschen· Staffel 1· Folge 23

Zähne putzen

Mittwoch, 29. April 2026 · 30 min

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Shownotes

„Zähne putzen“ ist deutlich mehr als Zähne putzen
Was sind die aktuellen Empfehlungen?
Konkrete Tipps, Tricks und Ideen

Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Okay sie redet jetzt eine halbe Stunde darüber, dass man dem Kind vielleicht auch einfach eine eigene Zahnbürste in die Hand geben soll und dass das Kind dann zuerst dem Vater oder der Mutter die Zähne putzt und dann andersrum, dann klappt das, nee, nee, natürlich nicht, also, wobei Tobi fair im letzten Kapitel im letzten Kapitel sammele ich so ein paar Ideen, was man machen könnte, aber davor, davor geht es, um das darunter. Oder darüber, das daneben und dazwischen irgendwie so. Also warum das ganze Thema Zähneputzen doch deutlich emotional deeper ist als einfach nur schrupp, Schrupp, fertig ha guck mal Leute, irgendwie ganz ehrlich, es wäre ein Top Titel für die Folge heute schrupp

Schrupp fertig, aber erstmal herzlich willkommen zu Kindern sind auch Menschen ich bin Almut starke Pädagogin und ich liebe Süßigkeiten, ich trinke keinen Kaffee. Ich habe nie geraucht. Ich mag auch keinen Alkohol und so weiter aber Zucker, Zucker hört ihr ja hier, meine Herzchen in den Augen, Zucker, das ist mein Ding und Zack, da sind wir schon mittendrin beim Thema Zähne.

Also ich putze mir zweimal im Taxi Zähne, ich benutze zahnseide ungefähr alle 2 Monate würde ich sagen, immer wenn ich mal wieder einfällt, ich denke, ah scheiße, muss man ja machen. Ich esse jeden Tag Süßigkeiten und ich habe sehr gesunde Zähne. Sehr, sehr gesunde Zähne, auch schon als Kind, obwohl ich da auch schon sehr viel Süßigkeiten gegessen habe und so weiter und ich bin sehr dankbar für meine Zähne.

Ja dankbar, weil ein Teil der Wahrheit ist. Es ist schlichtweg Glück, dass ich so wenig Thema mit meinen Zähnen habe. Glück also was meine ich mit Glück gene. Weil Gene beeinflussen, wie widerstandsfähig der Zahnschmelz ist, zum Beispiel oder wie tief fissuren sind, ja wieviel Speichel gebildet wird und wie gut dieser Speichel säurepuffert und so weiter Gene ja Veranlagung das Ding ist aber, dass in den meisten Köpfen.

Es so ist, dass weiße, gesunde Zähne und so weiter wieso ein Code sind ein Code für gebildete privilegierte, tolle Menschen und so die, die wir alle so sein wollen. Ja, wieso eine Visitenkarte mit einem Gesicht und wenn ihr selbst oder euer Kind mit angegriffenen Sandstruggles, dann kennt ihr diese Scham. Also wirklich ganz doll große fiese Scham. Weil schlechte Zähne haben sofort den Touch von zu wenig Hygiene.

Das ist total peinlich. Schlechtes Ungesundes Essen, auch das Ah keine Disziplin beim Putzen uh das passiert ja nur diesen Familien, ihr wisst schon, die Familien, also diese Kinder mit den Silberzähnen und so. Ja und jetzt hat mein Kita Kind Loch im Zahn. Karies mit 3, das ist so unangenehm, das ist so peinlich.

Hoffentlich erzählt mein Kind das nicht in der Kita, wie stehen wir als Eltern denn dann da? Und ihr glaubt auch gar nicht, wie viele erwachsene Menschen lächeln, ohne ihre Zähne zu zeigen, weil sie sich so schämen, wie ihre Zähne aussehen, weil es so viel Charme hat, schlechte Eltern, schlechte Zähne, boah, und da sind wir, da sind wir schon an dem Punkt. Kinder haben schlichtweg eine unterschiedlich hohe Vulnerabilität für angegriffene Zähne. Ja, und zwar egal wieviel Zucker da gegessen wird und egal wie toll die Putztechnik ist.

Also um es auch hier gleich schon zu sagen, Nein es ist nicht egal was das Kind ist und es ist auch nicht egal wie oft und wie es zähneputzt das meine ich damit gar nicht, ich möchte nur daneben stellen, dass es auch ganz viel Veranlagung ist und Gene. Und dass es so ein bisschen Zufall und Glück ist, sozusagen an diesem Punkt, das ist nicht der einzige Punkt. Aber an diesem, ich will es wenigstens mal gesagt haben, ja, und dass schlechte Zähne nicht automatisch für schlechte Hygiene stehen, so wie auch Läuse ne Kennzeichen dafür sind, dass man sich die nicht die Haare wäscht, ist ja auch ähnlich schambehaftet.

Ja, so. Aber Zähneputzen ist wichtig. Klar, Ihr werdet hier von mir auch nichts anderes hören. Ja, aber zu den aktuellen Empfehlungen bla bla bla komme ich dann in Kapitel 2. Erstmal bleiben wir ja noch dabei, warum das Thema tiefer ist als schrupp, Schrupp fertig, weil der nächste Punkt nämlich ist, dass die meisten Kinder Zähneputzen hassen und es verweigern, das heißt wir wissen, Zähneputzen ist total wichtig.

Und irgendwie liegt es ja auch an unserer elterlichen Aufgabe, dafür zu sorgen. So genau wie gesunde Ernährung und so weiter und sofort. Aber mein Kind verweigert das Halt und jetzt ich kann ja einem eineinhalbjährigen schlecht erklären, wie wichtig das ist, wie die Zusammenhänge sind und so weiter weil dem ist das egal. Und Kinder in dem Alter können auch tatsächlich kognitiv das noch gar nicht verarbeiten, auch diese Zusammenhänge und so weiter also.

Gut, wir können das erzählen, wenn wir uns damit besser fühlen. Aber für unser Kind ist das egal und ich kenn auch Eltern, die haben dann so Verträge aufgesetzt mit ihren dreijährigen Kindern und die mussten das unterschreiben, dass sie ab jetzt versprechen, jeden Tag sich zweimal unkompliziert und ohne Theater, ihr hört hoffentlich meine Anführungsstriche, sich die Zähne putzen zu lassen. Ja, stellt sich raus, die unterschreiben das aber. Also sobald die Zames rauskommt, passt das natürlich, weil die das gar nicht können, dieses Commitbind und diese Zusammenhänge und auch dieses, dieses zeitliche Vorausschauen und so, und dann greifen natürlich ganz viele Eltern auch aus Hilflosigkeit zu den

Horrorgeschichten, dann fallen dir die Zähne aus, dann schimmeln die Weg und so, und ich verstehe auch, dass man dann sagt, ja, aber das ist jetzt ja nicht einfach nur eine Drohgebärde, sondern es ist ja wirklich so. Und ich verstehe natürlich, was gemeint ist, wenn du aufhörst, dir die Zähne zu putzen. Und so kriegst du ja tatsächlich zahnprobleme, aber dass wir trotzdem müssen wir ja mal kurz sagen, dass das mit Absicht angstbach ist und Angst funktioniert wahnsinnig gut, das ist genau wie gut, wenn du jetzt nicht mitkommst vom Spielplatz, dann gehe ich ohne dich ne, also Angst funktioniert natürlich, aber es wäre jetzt nicht meine erste Wahl tubifair ja, was ist denn dann meine erste Wahl?

Natürlich. Jetzt meinen die ganzen Tricks und Kniffe, die ich euch im letzten Kapitel noch sagen werde, aber ich möchte jetzt gerne mit euch rein in dieses Szenario, dass gar nichts davon klappt, dass ihr nicht den einen coolen Trick finden werdet. Ja so, dass euer Kind sagt, Okay, jetzt lasse ich mir gerne die Zähne putzen und dann ist das Fazit zwingen also, und das klingt jetzt natürlich super, fürchterlich, ja, weil wir nicht wissen.

Wie man das Macht, ohne dass es fürchterlich ist, das finde ich ganz wichtig, dass wir da mal kurz reingehen. Ich weiß, dass ganz viele Eltern Angst haben, die Bindung zu zerstören, Angst haben, Gewaltvoll zu sein, weil wir so eine Form von elterlicher Führung, von Zugewandtem zumuten und so nicht gelernt haben. Also entweder Eltern waren freundlich oder sie waren richtig gemein und haben gedroht oder körperlich dominiert und so viele von uns sind ja auch wirklich tatsächlich auch noch mit körperlicher Bestrafung und Beschämung und so weiter aufgewachsen.

Ja, das heißt, wir haben gar nicht so richtig gelernt, wie Klarheit aussieht, elterliche Führung ohne Gewaltvoll zu sein, weil wir können unser Kind. Zum Zähneputzen zwingen im Sinne von Nein, es gibt hier jetzt keinen Ausweg, wir werden die Zähne putzen, das ist an diesem Punkt nicht diskutabel, und das können wir tun und trotzdem klar und freundlich sein, also Zwang im Sinne von hier gibt es keinen Ausweg, zwang muss nicht gewaltvoll sein, und ich weiß, dass es Leute gibt, die sagen, doch, zwang ist immer gewaltvoll und dann verstehe ich das, dann gibt es vielleicht, dann ist zwang vielleicht auch nicht das richtige Wort, vielleicht fällt euch noch was.

Besseres an ein ja, dann gerne teilen. Ich freue mich da sehr drüber. Ich benutze aber jetzt das Wort, weil wir da, glaube ich, am ehesten sozusagen alle verstehen, worüber gesprochen wird, und ich kann total nachvollziehen, dass sich Eltern denken, ich kann doch aber nicht als bedürfnisorientiertes Elternteil, das immer das Nein meines Kindes akzeptiert, doch nicht an diesem Punkt sagen, aber dieses Nein wird ignoriert und ich werde dich jetzt körperlich dominieren und ich werde dich zwingen, die Zähne zu putzen. Das verstehe ich.

Und nein, wir wollen nicht das Nein des Kindes ignorieren, aber das tun wir ja auch gar nicht. Wir begleiten unser Kind, ja, das heißt, wir verbalisieren, dass das Scheiße ist. Wir verbalisieren, dass es sich verständlicherweise scheiße anfühlt, wir verbalisieren, dass es nervt, wir verbalisieren, dass das ein Übergriff ist, sozusagen an dem Körper unseres Kindes, alles, ja wir begleiten, wir sprechen das aus, wir bagatellisieren nicht, wir sprechen das nicht ab, hier wird gar nichts ignoriert und. Und dann übernehmen wir aber die elterliche Führung und sagen, Zähneputzen ist wichtig.

Das ist wie. Natürlich will sich das Kind nicht impfen lassen, aber impfen ist wichtig und du musst das nicht verstehen, gar nicht, weil ich es für dich verstehe und ich helfe dir dabei, dass wir da möglichst gut durchkommen und gerade auch noch mal, weil ich gerade gesagt habe, von wegen bedürfnisorientierter Erziehung, ich will nicht Zähneputzen.

Also dieser Satz des Kindes, das ist kein Bedürfnis. Das ist nun mal ganz wenig zu sagen. Ja, das ist kein Bedürfnis, über das wir hinweggehen, wir dürfen da ruhig differenzieren, was ist Wunsch, was ist Bedürfnis, was ist Komfortzone, was ist wachstumszone und so weiter und sofort, da können wir als Eltern differenzieren, unser Kind muss da nicht differenzieren können, das ist gar nicht notwendig, aber wir können das, ich kann zugewandt und liebevoll sein und trotzdem das Zähneputzen durchsetzen.

Nur weil wir das nie als Vorbild irgendwo gesehen haben und auch jetzt ja nirgendwo sehen, weil Zähneputz passiert zu Hause, das heißt, man kann es auch nicht wahrnehmen, so in der Gesellschaft, und deswegen können wir uns das nicht vorstellen, aber das heißt nicht, dass es nicht geht und ihr wisst, das ist so ein Klassiker, pädagogischer Satz, aber es ist mir trotzdem wichtig, ihnen auch mal zu sagen, Kinder brauchen Klarheit, Kinder brauchen Führung.

Ja, liebevolle, klar, natürlich zugewandte, unbedingt bedarfsgerechte, Bedürfnisorientierte, ja, aber Führung und gleichzeitig dürfen unsere Kinder es Scheiße finden, und zwar ohne dass wir es bagatellisieren und ohne dass wir dann wütend werden, weil unser Kind wütend wird. Also ich habe das Recht und auch die Verantwortung, dir die Zähne zu putzen, und du hast das Recht, es Scheiße zu finden, Fairness. Und, und ja, klingt es nach Kampf irgendwie ja, und nach und das zweimal am Tag.

Ja, also das ist phasenweise wirklich ganz schön doll anstrengend und das Thema begleitet natürlich ja die ganze Zeit später, übrigens sehr interessant, ich arbeite ja teilweise auch mit Teenagern zusammen, da hab ich oft das gegenteilige Problem, also ich muss Teenagern häufig sagen. Bitte hör auf, dir 15 mal am Tag mit einer Hardcore whitening Bleaching Zahncreme deine Zähne zu schrubben.

Das ist nicht gut für deinen Zahnschmelz können wir da die Hygiene ein bisschen runterfahren? Ja, also auch ist, man kann auch von der anderen Seite vom Pferd kippen, also das ist ein Thema und deswegen schauen wir uns das ja auch so genau an, aber jetzt gehen wir rein ins Kapitel 2 und. Da geht es um die ganz aktuelle Empfehlung. Einfach weil, darüber haben wir jetzt ja noch gar nicht gesprochen, und das ist ja schon wichtig, weil das vielleicht auch gar nicht alle wissen, weil sich es auch manchmal verändert und so.

Also die aktuelle Empfehlung ist, zweimal am Tag Zähneputzen 2 Minuten lang mindestens, und das mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Außerdem ist die Empfehlung, dass wir Eltern die Zähne unserer Kinder putzen sollen oder zumindest nachputzen, und zwar bis das Kind Schreibschrift schreiben kann. Das wirkt jetzt erstmal total random, was hat Schreibschrift schreiben mit Zähneputzen zu tun, aber es geht da schlichtweg um die Feinmotorik, die man ja braucht in der Hand zum richtigen Zähneputzen, also wo mache ich Kreise, wo mache ich schrubbende Bewegung achte ich darauf, die Zähne wirklich von allen Seiten zu putzen und auch ans Zahnfleisch ran und so, also das ist hier einfach schlichtweg

Feinmotorik und. Und deswegen gilt sozusagen die Faustregel, dass, wenn Kinder Schreibschrift schreiben können, also ungefähr dritte Klasse, dass sie dann auch in der Lage sind, wirklich richtig die kaitechnik kaufflächen, ausflächen Innenflächen korrekt zu putzen. Und bis dahin soll man nachputzen.

Außerdem soll man mit dem Putzen anfangen, sobald der erste Zahn da ist. So, das ist die Empfehlung. Klar ne, weil auch Milchzähne müssen natürlich geputzt werden, ja die fallen wieder aus und trotzdem ist natürlich die Hygiene im Mund wahnsinnig wichtig und wir wollen keine Bakterien im Mund unseres Kindes haben, auch nicht wenn es nur in Anführungsstrichen Milchzähne sind.

Außerdem sind Milchzähne auch noch anfälliger durch den Zahnschmelz und so jetzt kann ich euch aber als Pädagogin, die ja viele Familien begleitet, sagen, in den meisten Familien mit Babys und Kleinkindern, also wir sprechen nicht von sehr jungen Kindern. Wird nur einmal am Tag Zähne geputzt und das auch nicht für 2 Minuten, sondern so lang wie es ungefähr klappt. Lass es 50 Sekunden sein und da sage ich ja wunderbar so, wenn das halbwegs klappt, machbar ist und ein verlässliches Ritual ist ja dann top.

Und ich hoffe ganz doll, dass jetzt hier in dieser Podcast folge ich nicht die ganze Zeit komplett bagatellisierend wirke. Ich habe ein bisschen Angst, dass sich Zahnärztinnen bei mir melden und sagen, Almut, das geht gar nicht, ja, ich will natürlich jetzt nicht sagen, Leute, Zähne sind einfach nur Genetik, einmal am Tag putzen für 10 Sekunden reicht nein das ne so verkürzt ist das nicht, aber ich hoffe das könnt ihr auch so raushören, ich bin ja nun aber Pädagogin und nicht Zahnärztin. Und ich weiß schlichtweg, dass es unfassbar viel beschämte Eltern gibt, die hilflos vor ihrem sich verweigernden Kind sitzen, die selbst echte Probleme und Ängste und schlimme Erfahrungen haben in Bezug auf

ihre eigenen Zähne. Ja, und die auf keinen Fall wollen, dass sich das wiederholt und so weiter und deswegen hilft es schlichtweg manchmal, die Anforderungen runterzuschrauben und zu sagen, Hey okay, unser Ziel ist jetzt erstmal. Verlässlich einmal am Tag putzen ohne Rieseneskalation und das etablieren und dann halt ausbauen.

Und das finde ich völlig legitim. Es ist besser, als sich total zu schämen oder wirklich zweimal am Tag eine Riesen familiäre Eskalation zu haben und darum geht es mir eben auch. Der wirklich realistische Blick darauf so in unserem Familienzentrum ist. War übrigens vor einiger Zeit mal der zahnärztliche Gesundheitsdienst. Die kommen ganz regelmäßig und ich bin da mal hingegangen um Mitzukriegen, was die so unseren Eltern empfehlen. Ich bin da undercover hingegangen ohne Kind und ich bin so froh, dass ich da war, weil die 2 an wir sind Zahnärztin, Zahnärzte, das waren 2 Männer, deswegen gender ich in dem Fall nicht, die haben eben die jungen Eltern dort aufgeklärt über die Basics und

drüber hinaus und waren für Fragen da und so weiter und wisst ihr was die gesagt haben? Die saßen dort vor dieser Menge Eltern und haben empfohlen, tschuldigung, ich muss ich kurz sammeln, die haben empfohlen, nach jedem Stillen auch nachts die Zähne zu putzen, lasst es, lasst es kurz sacken, diese Zahnärzte haben empfohlen, bei Babys und Kleinkindern nach jedem Stillen die Zähne zu putzen, auch nachts so, und ich saß ja da vor Ort und ich habe schallend gelacht, ich habe wirklich laut gelacht, ich. Das kam jetzt nicht ganz so gut an, ja, aber ich finde das wirklich wichtig.

Ich habe mich dann auch nicht gemeldet und denen da alles, also ich bin da jetzt nicht reingeplatzt und so, habe aber danach mit einigen Eltern gesprochen und das noch mal einsortiert. Also nein, ihr müsst natürlich nicht nach jedem stillen Nachputzen, dann macht ihr wirklich den ganzen Tag nichts mehr anderes, also wirklich Babys und auch teils Kleinkinder stillen ja wahnsinnig viel, auch nachts natürlich nicht und. Ich weiß das auch gerade dieses ne eben dieses Häufige das häufige Stillen an der Brust und so weiter ne da wird häufig gesagt, das sei genauso gefährlich wie das Nuckeln an einer Flasche und so, aber das stimmt nicht, es stimmt einfach nicht, weil die Trinken Techniken anders sind, also beim Stillen.

Werden die Zähne gar nicht mit der Muttermilch umspült? Ja, weil weil sozusagen also alle, die gestillt haben, sie wissen, was ich meine, da entsteht sozusagen, das ist ja so eine Art Unterdruck, und die Brust geht ziemlich weit in den Mund rein des Kindes, es wird eher sozusagen in den hinteren Rachen sofort gespült und dann reflexartig geschluckt und so weiter das ist ehrlich, kein Vergleich, wie wenn ein Kind einen Liter Orangensaft am Tag trinkt und in der Muttermilch sind übrigens auch. Substanzen enthalten, die vor diesem Bakterium ich weiß ja nicht mehr, wie es heißt, also der Karies Bakterium irgendwie streptokokkus irgendwas, also es sind Substanzen der Muttermilch enthalten, die Schützen, die vor

diesem Bakterium schützen, und das ist auch evolutionsbiologisch logisch, also das ergibt ja auch total Sinn, ja so, also da muss ich wirklich sehr seufzen, also bitte lasst euch das nicht einreden, macht das nicht, das ist ja einfach nur fürchterlich für euch und auch für euer Kind. Aber erst einmal zurück zu den Empfehlungen.

Noch eine Empfehlung ist nämlich tatsächlich so früh wie möglich euer Kind mitzunehmen, wenn ihr selber zum Zahnarzt oder zur Zahnärztin geht, einfach schlichtweg immer zur Vorsorge mitnehmen, damit euer Kind diesen Ort, diesen Ort einfach entspannt kennenlernen kann, ohne dass es direkt was mit ihm selber zu tun hat, dass euer Kind bestenfalls er auch sieht, dass das alles entspannter ist, dass das normal ist, dass das dazu gehört, dass da nichts Dramatisches passiert und so weiter also es werden einfach. Ängste abgebaut, falls schon welche da sind oder schlichtweg auch gar nicht erst.

Ängste aufgebaut. Ja, also auch das wäre ja cool und natürlich ist es am Anfang so, dass das Kind einfach nur zuguckt, ja und auch dann so 2 dreijährige Kinder sitzen dann oft auch irgendwie auf unserem Schoß dabei, auch das ist total cool, ist auch einfach n witziges Erlebnis, ohne dass irgendeine Aufforderung an sie selber passiert, kriegen sie es schon mit und sind schon dabei. Und das ist eben eine total kluge Idee. Und dann irgendwann kann ja die Zahnärztin oder Zahnarzt auch mal fragen, darf ich mal bei dir deine Zähne zählen, so, und dann ist wirklich nur Mund auf mit diesem Spiegelchen, rein mit diesem einen Werkzeug rein und dann einmal Zähne zählen, Mund zu, fertig, so kann man ganz

zart damit anfangen, so dass man später wirklich es ausbauen kann zu einer zahnärztlichen Kontrolle und dann ist das was ganz spielerisches und auch im besten Sinne komplett normales und ihr kriegt frühzeitig mit, wenn da doch irgendwas ist, ohne dass es dann direkt was. Dramatisches ist ne, also auch das ist ja ein ganz großer Vorteil und zur normalen, also von der Krankenkassen, also von der krankenkassenabgedeckte Leistung gehört auch alle halbe Jahre glaube ich oder?

Ja, weiß ich jetzt gerade nicht genau. Obwohl ich es aber bei den Kindern immer mache, aber was weiß ich, zahlen sind für mich schade drauf, Leute, ich sag's wie es ist, dass diese Zähne so lila eingemalt werden und dann sieht man wo Belag ist und das ist für die meisten Kinder tatsächlich zum einen sehr wichtig und interessant, weil man ganz klassisch sehen kann. Guck mal in diesem Zahn, da kommst du offensichtlich gar nicht so gut beim Putzen ran oder schau mal da oben am Zahnfleisch, da ist noch relativ viel Farbe, das heißt du putzt den oberen Teil der Zähne nicht mit, also es ist wirklich tatsächlich sehr, sehr hilfreich, dass du zu sehen und viele Kinder finden das super cool mit diesem einfärben. Ich finde das echt gesagt auch

cool, ich habe überlegt, ob ich mir das auch mal für mich hole. Naja okay ich drifte ab, weil jetzt Butter bei die Fische jetzt Kapitel 3 was hilft denn wirklich, was hilft denn, dass mein Kind sich kooperativ die Zähne pusten lässt? Ja also ich teile jetzt ein paar Ideen, ich sag's euch aber gleich, es kann sein, dass davon gar nichts funktioniert, einfach weil. Die Autonomie oder also oder der Schutz der körperlichen Autonomie eures Kindes jetzt gerade einfach wichtiger ist und alles andere ist unwichtiger als das. Das kann sein.

Ja, da könnt ihr auch Konfetti schmeißen, eine kleine Show auf einem Einrad bringt, während ihr einen Song von Blue performt, mit einer Zahnbürste der Hand, jetzt könnt ihr alles machen, wenn ihr wollt und eurem Kind wird es egal sein, wird trotzdem den Kopf schütteln, also auch das ist ja die Realität, egal, komm, wir probieren es was aus, wir probieren es so Tipp Nummer 1 Bücher angucken dazu also wirklich einfach das Thema auch unabhängig von dieser Zahnputzsituation einfach in euren Tag einziehen lassen. Schaut euch Bücher dazu an und glaubt mir, es gibt vieles, es gibt viele Bücher rund um dieses Thema, schon für die ganz kleinen, wo man es einfach sieht, wie man Zähne putzt, warum das wichtig ist.

Dann sind da so kleine Kariesmonsterchen aufgemalt, ohne dass die gruselig sind und Angst machen. Aber mit Angst wollen wir ja nicht arbeiten. Schaut euch das an, damit es einfach damit euer Kind die Möglichkeit hat, sich mit diesem Thema schon ein bisschen auseinanderzusetzen und es ist bestenfalls einfach ein bisschen normal. Wird dann probiert aus was ist für euer Kind angenehmer, ist eine elektrische Zahnbürste angenehmer oder die klassische Schrupp, schrupp, Handzahnbürste, das ist nämlich sehr unterschiedlich, manche finden das eine viel besser als das andere und so weiter also.

Probiert es selber aus, da gibt es keine. Das lieben Kinder mehr, sondern da sind die sehr sehr unterschiedlich und lasst euer Kind am besten auch die Zahnbürste wählen, also geht dann zu irgendeiner Drogerie eurer Wahl und das Kind sucht sich eine hübsche Zahnbürste aus mit einer Disney Prinzessin drauf oder was weiß ich, also irgendwas was vielleicht gerade auch cool und beliebt ist.

Poppetrol was weiß ich und das könnte ein bisschen motivieren. Bei elektrischen Zahnbürsten geht es auch das. Kann sich auch dann die Zahnbürstenfarbe aussuchen oder auch einfach selbst machen. Holt euch ein paar Sticker und euer Kind darf die Zahnbürste bekleben, also dass es einfach cool ist, dass es so das eigene ist.

Ein bisschen individualisiert, ein bisschen Dopamin, Streusel drüber gestreuselt und so so und Apropos wählen lassen, auch das ist ein Tipp. Lasst eurem Kind den Ort wählen. Der putzt halt nicht im Badezimmer, sondern fragt, Wo sollen wir heute Zähne putzen ist direkt lustiger, ist direkt Autonomie ne weil ich darf ja wählen und lenkt ein bisschen ab von dem nervigen Ritual, das wir da jeden Tag haben müssen dann das habe ich ganz schön am Anfang gesagt, das wird euch aber auch allen als Tipp klar sein, Kinder sind Nachahmungskünstler, das heißt lasst euren Kind bitte sehen, wenn ihr selber Zähne putzt, dann.

Lasst euer Kind doch auch euch mal die Zähne putzen, putzt gleichzeitig wegen Spiegelung mein Kind, putzt, ich putze, wir machen zusammen. Es ist nicht einfach nur ein, du musst die Zähne putzen, sondern Erwachsene müssen genauso Zähne putzen, also macht es gleichzeitig auch eine Idee ist Rollenspiele nutzen. Also zum einen natürlich einfach ganz klassisch. Ich spiele, ich bin eine Zahnärztin und du kommst zu mir in die Praxis und ich putze dir die Zähne, also mach ein lustiges Rollenspiel draus.

Wie heißt du denn heute und dann, ja dann bitte, jetzt kommt Herr Schnubidu rein, Herr Schnubidu, bitte setzen Sie sich auf meinen, auf meinen Stuhl und so weiter einmal den Stuhl runter gestellt, obwohl es ja nicht klappt, also einfach ein lustiges Rollenspiel daraus machen oder auch es halfen dann oft auch so kleine Quatschige rollenspieltricks ist so.

Keine Ahnung. Ich denk mir jetzt einfach was aus, dass ich zum Beispiel einen französischen Akzent zurechtlege und dann sag ich, oh lala, willkommen zu Salon Don, mein Name ist Monique, setzen sie sich gerne, nun putzen wir ihre Zähne, also einfach irgendwas lustiges, quatschiges, Albernes, das Kind darf sich einen eigenen Namen aussuchen für das Spiel und so so was hilft halt, also überhaupt Quatsch machen hilft und. Um so gleich zu sagen, ich weiß, wir haben nicht jeden Tag Bock und Kraft und Kapazität für Quatsch, das ist mir völlig klar, darum geht es nicht.

Ihr erinnert euch, es geht nie um Perfektionismus, es geht darum, dass ihr es ab und zu macht, dass es ab und zu vielleicht eine Idee ist, was helfen könnte, nicht immer weil wir haben auch nicht immer Bock für Quatsch ne also Quatsch machen könnte auch so was sein wie ah guck mal, das ist ja der Krümel vom Abendessen vorhin warte warte ich fange ihn, ich fange ihn also es ist einfach ein bisschen lustig und spielerisch machen. Aber lassen wir mal kurz beim Thema Rollenspiel bleiben, was manchmal auch hilft, ist eine Handpuppe oder ein Kuscheltier oder sowas, was dann die was dann das Putzen übernimmt, also dass nicht ihr die Zähne putzt, sondern die eine Handpuppe und die kommt immer nur zum

Zähneputzen und so komisch es klingt, gerade bei kleinen Kindern, Handpuppen funktionieren teilweise wirklich wahnsinnig gut, das ist ganz doll faszinierend und irgendwie auch ganz herzerreichend was hilft noch? Wir nennen eine App und. Oder ein Video oder so, wo es ums Zähneputzen geht. Es gibt ganz viele tolle zahnputz Apps so, das sind natürlich Medien, dadurch ist es gleich irgendwie ein bisschen spannend, ein bisschen lustig, interessant was besonderes und so weiter und das könnt ihr auch schon bei Kleinkindern nutzen, natürlich also wenn ihr euch da unsicher seid, hört gerne meine Medienfolge warum bin ich da so locker, also bitte wenn es dazu führt, dass das Zähneputzen für

euch angenehm ist. Also für euch und für euer Kind Win Win Situation also das ist ja wirklich, das ist ja dann wie gemacht zum guten Einsetzen von Medien. Holt euch einfach eine zahnputz App oder lasst euer Kind ein youtube Video gucken zum Thema Zähneputzen. Wenn das hilft wunderbar. Ihr könnt euch aber auch, wenn ihr keinen Bock auf Medien habt, einen zahnputz Song ausdenken, den ihr dann immer singt, ne, weil das hilft ja bei Ritualen oder ihr sucht einen zahnputz Song den es schon gibt und macht den immer an dabei oder sowas ne und was auch echt helfen kann wenn diese Menschen anwesend sind, lasst andere Menschen die Zähne putzen. Also nicht ihr als Vater oder als Mutter, sondern Oma, Opa, große Geschwister oder manchmal

ja, zum Beispiel hat man ja auch eine Freundin oder einen Freund zu Besuch. Lass dir die Zähne putzen, also also nur, wenn das Kind das möchte, natürlich ne, weil es tatsächlich so ist, dass manche Kinder bei anderen Menschen das richtig cool und witzig finden und da total kooperativ sind, also deswegen, das wäre ja auch eine Idee und noch mal wirklich auch so ganz konkret, ich hatte, habe ich ja in einer anderen Folge schon mal erzählt, im Podcast.

Ich hab auch nach Fortbildung haben wir Erwachsenen uns gegenseitig die Zähne geputzt und das ist wirklich schlimm gewesen. Das ist wirklich schlimm gewesen, das hat sich fürchterlich angefühlt, ich hab das komplett vergessen, wie sich das anfühlt, wenn andere Menschen einem die Zähne putzen und wir haben uns ja wirklich alle Mühe gegeben, das nett und freundlich zu machen und unsere Münder sind auch viel größer als die von Kindern, da kann man auch viel besser ne also und wir waren auf der anderen Seite auch kooperativ und haben den Mund auch wirklich gut aufgemacht und es war trotzdem fürchterlich, deswegen wollte ich hier noch mal ganz kurz sagen. Ich weiß, dass ganz viele Erwachsene sich so vor das Kind stellen und dann Zähneputzen und

es ist aber tatsächlich sowohl angenehmer als auch praktischer, wenn das anders läuft. Und zwar, dass ich zum, also dass man sich zum Beispiel hinsetzt und das Kind, das kleine Kind, sich so hinlegt, dass der Kopf auf dem Oberschenkel von mir liegt. So kann man viel angenehmer Zähne putzen. Es ist auch für das Kind meistens viel angenehmer, weil es liegt, weil es den Kopf ablegen kann. Das ist beim Öffnen des Kiefers auch angenehmer, das ist also wirklich praktischer und ich kann auch viel besser sozusagen die Lippe so n bisschen aufspreizen und so ne da und da im gut leben mit der Zahnbürste auch an den Zahnfleisch ranzukommen und so weiter also weil da liegen ja oft die Beläge, also ich finde das

wirklich viel angenehmer für uns beide, wenn der Kopf auf dem Oberschenkel liegt. Und wenn ihr das aber im Stehen machen wollt, dann stellt euch hinter euer Kind auch das. Also da kann auch das Kind dann den Kopf eben ablegen, an meine Brust oder Bauch, je nachdem wie groß es ist. Es ist viel besser gestützt und so und ich kann auch besser putzen, ohne so in dem Mund rumzustochern, also auch das probiert es gerne mal so aus und trotzdem bleibt es unangenehm fürs Kind, ich kann es nicht anders sagen und auch da möchte ich jetzt noch mal ganz kurz ansprechen das Thema neurodivergente Kinder weil neurodivergente Kinder ja eh sensorische Reize sensibler oder feiner oder anders verarbeiten

und beim Zähneputzen es sind so viele krasse sensorische Reize im Mund, dieses Gefühl an Zähnen unterm Zahnfleisch und dieser Schaum, der immer mehr wird nicht schlucken zu können oder zu dürfen, ja das ist alles so fürchterlich und dann dazu auch diese Kontrolllosigkeit, es ist ja im Kopf, ist ja irgendwie auch ganz fürchterlich, keine Autonomie und Selbstbestimmung über den Körper und so dann einen motzigen Erwachsenen noch dabei. Das ist schon alles nicht so geil. Ich kann es nicht anders sagen.

Ja, also deswegen auch noch mal das Plädoyer, Sie bitte an euch an uns, lasst uns bitteschön empathisch dabei bleiben, zum Beispiel gerade auch bei größeren Kindern kann man also auch bei kleineren kann man schon sowas machen wie ein Stopp sagen einführen, wenn du Stopp sagst mache ich kurz Pause, ich breche dann nicht ab, aber ich mache kurz Pause ne das hilft dann auch und dann kann man kurz mal Schaum ausspucken und dann noch mal weitermachen, auch das ist zum Beispiel eine Idee.

Also ja, es ist, es ist wirklich ehrlich, nicht so cool und wenn mal es wirklich nicht geht, ja, es gibt ja einfach so Tage, so Situationen wo das Nervensystem eh am Arsch ist. Ja dann lasst es völlig okay dann es gibt den Tag einfach so was ihr aber bitte nichts gibt, klickt doch hier gern bei Spotify, bei Apple Podcast, Amazon Music, was auch immer, wo ihr gerade diesen Podcast hört, klickt doch da gerne auf Folgen und hinterlasst mir auch voll gerne eine Bewertung, das ist wichtig, damit mein Podcast überhaupt ausgespielt wird.

Darüber würde ich mich total freuen. Also zumindest solange es eine positive Bewertung ist. Sonst sonst gerne lachen. Also dann könnt ihr mir das gerne schreiben, womit ihr unzufrieden wart, aber sonst gerne einfach die Bewertung lassen, aber wenn ihr eine positive Bewertung hinterlassen würdet, hier Sternchen sind das glaube ich immer dann gerne, darüber freue ich mich ganz doll und wir hören uns dann am kommenden Sonntag wieder, da geht es in die Nachgehört Folge, sagt mir gerne worüber ich da sprechen soll in Bezug auf das Thema Zähneputzen und wir hören uns bis dann.

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