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Shownotes
Aufklärung beginnt im Baby-Alter
Wie kann ich verhindern, mein Kind zu überfordern oder zu verunsichern?
Aufklärung von Kleinkindern
„Frühsexualisierung“
19:51Aufklärung von ca. 7–10jährigen
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Ist es mit 3 Jahren zu früh, haben wir vielleicht gerade eine Schwangere bei uns im Umfeld. So als Aufmacher ist 5 Jahre jetzt schon zu spät. Oh Mann ey Mist, ich habe irgendwann angefangen immer mumu zu sagen und jetzt sagen aber alle, ich muss es korrekt vulva nennen, aber wie kriege ich ihn als die Kurve okay Let's Go am Samstag beim Lego spielen so da gibt's das Gespräch. Okay darf ich, darf ich da Sex sagen? Nee, ich hab Eltern sagen, immer lieb haben oder okay ich frag jetzt schnell nach Chat Gpt na kennt ihr so? Ihr könnt natürlich Chat GPT fragen, bitte aber ihr könnt auch einfach jetzt bei mir dran bleiben ja wir können uns dem einfach mal gemeinsam nähern und damit herzlich willkommen zu Kindern sind auch Menschen ich
bin Almut Starke, Ich bin Pädagogin und ich kann euch hier jetzt schon mal sagen, dass Gespräch gibt es gar nicht. Ja, Aufklärung läuft über Jahre hinweg ja immer wieder in Kleinstgesprächen in ganz kleinen alltäglichen Situationen, also Aufklärung ist ehrlich, keine elterliche einmalige Vorlesung, sondern wirklich wieso ein Prozess und kein Witz, das beginnt beim ersten Benennen von Körperteilen, also wirklich beim Wickeln und so, ja, also.
Aufklärung gibt es schon im Babyalter und dann auch im Kleinkindalter. Damit fangen wir hier an, in Kapitel Nummer 1. Wir befinden uns im Alter von 0 bis 3. Ungefähr jetzt müssen wir uns erst mal dem Thema ein bisschen auch sozusagen von der Sprachebene her mal ein bisschen widmen, denn Kinder sind von Geburt an sexuelle Wesen. Ja, nicht im Sinne von Fortpflanzung. OK ja, sondern eher so im Sinne von Körperentdeckung, Sinneswahrnehmung und so weiter ich weiß, dass sich das gerade für einige, wenn ich das so sage, komisch anfühlt. Ja, ich weiß, aber Kinder haben wirklich von Anfang an ein Lustempfinden.
Einfach beim ganz normalen, alltäglichen Sensorischen entdecken ja auch ganz ohne die Geschlechtsteile. Also ja auch auch bei denen so, aber auch ohne ja, und dieses Lustempfinden, das ist im besten Sinne für Kinder neutral. Ja, es ist einfach nur wenn ich da anfasse, fühlt sich das gut an, ganz simpel so. Also wenn mein Baby am am Zeh nuckelt so oder am Daumen oder so, ja dann ist das aus sexualwissenschaftlicher Sicht Sexualität, aber natürlich nicht erwachsenensexualität. Da geht es nicht, also nicht um Fortpflanzung und so, und deswegen geht es aber in diesem Alter eben auch schon los mit Aufklärung.
Also Studien zeigen doch sehr deutlich, dass Kinder, die die korrekten anatomischen Begriffe ja Vulva, Penis, Hoden, Klitoris und so weiter kennen, besser vor Missbrauch geschützt sind, ja, weil sie sprachfähig sind, weil sie keine Geheimsprache mit Tätern teilen und so weiter es ist einfach befähigter so.
Und ja, wir Eltern müssen das teilweise erstmal lernen. Ja, also weil die allermeisten Millennials sind mit den Wörtern, ich würde sagen, Scheide aufgewachsen und vielleicht pullermann oder sowas, das ist regional übrigens auch witzig unterschiedlich, fragt da ruhig mal bei euren Freundinnen rum, was deren Worte aus der Kindheit waren.
Ja, es ist wirklich, es ist wirklich sehr unterhaltsam. Ja, und ihr glaubt auch gar nicht, was ich da alles schon gehört habe von Schneckchen, Muschi, Schatzkiste und so weiter Leute, wirklich. Und ja, ich weiß, das kann erst mal befremdlich sein. Ja, wenn man seinem Baby sagt, irgendwie, ich putz jetzt deinen Penis oder ich mach dir jetzt Creme auf die vulva Lippen und so, und das ist aber befremdlich, nicht weil es falsch ist, sondern weil wir es nicht gewohnt sind so, aber wir können das lernen, ja und?
Weil also auch Charme ist halt eher lernt so, weil für mein Kleinkind ist das Knie genauso spannend wie die Vulva, ja, wenn wir aber als Eltern dabei irgendwie flüstern oder kichern oder stocken und so weiter und dann zeigen wir unserem Kind ja in diesen kleinsten Signalen, hier ist irgendwas komisch, hier ist es, es ist es irgendwie schmutzig, peinlich, unangenehm, was auch immer, ja, also wenn du bei dir selber merkst dass da Scham ist, ja dann ist das klar, weil wir anders aufgewachsen sind, aber dann kannst du das üben, also wirklich so, wenn du irgendwo alleine bist oder so üb mal diese Begriffe laut zu sagen so und ihr dürft da auch eurem Kind gegenüber transparent sein.
Also ich erinnere mich total gut, dass ich mal zu meinem kleinen Kind damals laut gesagt habe, ah, jetzt habe ich scheide gesagt, das Wort mag ich ja gar nicht mehr benutzen. Okay ich übe jetzt gerade Vagina zu sagen, also noch mal. Und dann habe ich es noch mal gesagt mit Vagina. Ja, also so, ihr dürft das auch transparent machen, euren Kindern gegenüber und ja, das ist Lernbar, so die Körperteile einfach beim Baden, beim Eincremen oder was auch immer einfach entspannt, sachlich zu benennen, so wie wir das ja auch machen, mit keine Ahnung der Nasenspitze oder dem Ellenbogen oder so, ja. Und weil das Ziel ist.
Ja, und das finde ich irgendwie auch so, einen schönen bemächtigen Gedanken irgendwie. Ja, mein Kind darf ja seinen ganzen Körper mit stolz und richtigen Worten bewohnen, von Anfang an ja, und wenn ihr schon Kinder in dem Alter habt, kennt ihr das wahrscheinlich auch. Also Kinder beginnen so ganz klassisch so mit 23 Jahren, sich einer Gruppe zuzuordnen.
Ja, also ich bin ein Junge oder ich bin ein Mädchen zum Beispiel und mit circa 4 Jahren verstehen sie auch so die Idee, also in der Regel zumindest. Dass sie auch Junge oder Mädchen bleiben? Ja, auch wenn man zum Beispiel die Haarlinge verändert oder die Klamotte oder sowas ne, dass Jungs ja eben auch ein Kleid tragen dürfen, ohne dass sie dann Mädchen sind und so weiter oder mit Autos spielen und so weiter und sofort, ja und das ist nämlich interessant, weil also das ist nämlich auch das Alter, in dem Kinder mit einer transidenten Entwicklung schon in einer Beständigkeit und auch in einer Intensität. In ihrer Identität zeigen, dass das kein Rollenspiel ist, sondern dass das darüber hinaus
geht. Ja, also die sagen wirklich in diesem Alter schon nicht so was wie ich spiele, ich bin Mädchen oder so, sondern ich bin ein Mädchen, ja, auch wenn sie mit einem Penis geboren wurden zum Beispiel, also wirklich so früh spüren die das schon, ja, und ja, ich weiß, Kinder in dem Alter denken noch wenig differenziert, ja, also die haben dann gelernt oder gehört, eine Frau hat eine Vagina, ein Mann hat einen Penis, Punkt so. Und es stimmt ja auch, allerdings nur meistens so. Ich weiß, dass viele Hörenden von euch gerne da sensibel sein wollen, weil sie wissen, dass es eben mehr gibt als der Mann hat einen Penis und die Frau hat eine Vulva. Ja, und wenn du jetzt als Elternteil du die Realität von Menschen mit Transidentität oder
intergeschlechtlichen Menschen oder so mit einbeziehen möchtest, ja ohne dein Kind jetzt mit total komplexen Erklärungen zu überfordern, dann hilft das Wort meistens. Es ist super simpel, das macht einen Unterschied. Also ihr müsst nicht von Anfang an total differenzieren, gerade in dem Alter ist das auch noch nicht nötig zu sagen, ja, aber manche werden auch so geboren, manche auch so, es gibt auch noch da, es gibt auch noch jenes und so weiter das müsst ihr jetzt noch nicht tun, so, das kommt meistens später eh selbst.
Und bis dahin geht es einfach darum, dass ihr das Wort meistens dazu packt und ich glaube, da mache ich jetzt auch noch mal ganz kurz noch mal den Umweg, weil jetzt hier in Kapitel 2 würde ich gerne noch mal mit euch darüber sprechen, dass ich weiß, dass einige von euch Ängste haben, euer Kind zu überfordern oder auch zu verwirren.
Ja, und da möchte ich noch mal sagen, also wir wissen wissenschaftlich, dass Kinder ziemlich flexibel sind im Denken, ja, und wenn wir ihnen von Anfang anzeigen, dass Vielfalt existiert, dann ist das für sie keine Verwirrung, also wirklich nicht, sondern einfach ein Fakt. Einfach ein Fakt über die Welt, so ganz neutral, ganz selbstverständlich, wie keine Ahnung.
Die Tatsache, dass es verschiedene Sprachen gibt oder so, das verwirrt die nicht, das ist für die einfach normal. Ja, und wenn wir jetzt insgesamt so darüber sprechen, von wegen Aufklärung, kann ja überfordern und so weiter da kann ich euch noch mal die Sorge auch nehmen, weil wir können eine Überforderung verhindern, indem wir einfach nur das beantworten, was auch gefragt wurde. Also ein kleiner Anekdote aus meinem Leben schon viele Jahre her.
Meine Tochter war, ich würde sagen 3 Jahre alt und ich war mit ihr in der S Bahn in der vollen Berliner S Bahn. Ja und wir sagten mal so gemeinsam, es war alles ganz schön und so und dann sagt meine Tochter laut weil Kinder ja auch in einer interessanten Lautstärke so sprechen, so in Bussen und S Bahn sagt sie Mama wo kommen denn die Babys her?
Wirklich so dieser Satz was ein Klischee ja und ich weiß doch. So um mich herum gefühlt Leute, ja, ihr müsst euch jetzt vorstellen, wie im Film gefühlt gingen alle Köpfe Köpfe hoch, die Handys sanken runter, die Ohrstöpsel wurden rausgenommen und alle haben sich so ein bisschen zu mir umgedreht im Sinne von na, da sind wir jetzt ja mal gespannt, was passiert so und wisst ihr was ich gesagt habe, also meine Tochter hat gesagt, Mama, wo kommen die Babys her und ich habe gesagt aus der Gebärmutter und das war's, mein Kind sagte einfach nur. Oder hat genickt oder so.
Und aus dem Fenster geguckt. Dann haben wir über was anderes gesprochen, das war es so, das meinte ich, ne Überforderung verhindern wir, indem wir nur beantworten was gefragt wurde, so und dann halt warten ob noch was kommt oder eben auch nicht, ja und wenn was kommt dann halt pö a pö erklären und übrigens nur von wegen zurück auf dieses Szenario.
Ne ihr dürft natürlich auch sagen mein Schatz das Thema finde ich zu intim für die S Bahn ja oder fürs Wartezimmer beim Kinderarzt oder was weiß ich ne lass uns zu Hause drüber sprechen. Ne ist auch legitim. Ja, wichtig ist nur, dass ihr eben nicht so und so oder das Thema verbietet oder den Mund verbietet zu dem Thema oder so.
Ja und wirklich ehrlich, egal wie unbeholfen du dich da bei der ganzen Sache fühlst, ja allein die Tatsache, dass du das Thema nicht tabuisierst ist ja schon super. Ja, also du musst auch nicht alles wissen, es ist auch völlig legitim und OK einfach zu sagen. Gute Frage, mein Schatz. Da schlagen wir zu Hause mal n Buch nach, ja oder da muss ich erst mal drüber nachdenken, wie ich dir das erklären könnte.
Also du darfst da Tempo rausnehmen, ja und dann einfach später wieder aufgreifen und. Klassischerweise ist es so, dass kleine Kinder eher an dieser Fortpflanzungsebene interessiert sind. Ne, also wie wird n Baby gemacht sozusagen und wie entstehen Kinder und so weiter und sofort ja und da können wir deswegen auch ne rein fortpflanzungsebene Antwort geben. Ja also dieser Klassiker man man braucht ne eizellung man braucht n Spermium und daraus kann n Baby entstehen Punkt so wir müssen da noch gar nicht anfangen mit penissen oder was weiß ich ja.
Und ja klar, ich weiß, kleine Kinder können natürlich mit diesen Begrifflichkeiten Spermium logischerweise noch gar nichts anfangen. Dieses Wort ist ja nicht gefüllt mit irgendwas. Ja, aber wenn sie nicht nachfragen, dann hat es einfach gereicht, so, sie wissen ja, dass sie nachfragen dürfen und das kommt dann teilweise auch irgendwie 3 Wochen später oder so was ja und wenn sie dann wieder nachfragen kommt wieder eine Antwort kurz und klar am besten und so können wir sie nicht überfordern und vor allem ist der Punkt, dass mein Kind das Tiefe, die Tiefe und das Tempo bestimmt. So, und das ist ja sozusagen der Clou, ne, und dadurch können wir nicht überfordern.
Und wenn sie dann älter werden, dann ist nicht mehr so der Punkt, wie das ist mit Fortpflanzung, sondern tatsächlich interessieren sie sich dann eher für Sexualität, also wirklich für Sex, ne, was ist das denn, scheint ja interessant zu sein, scheint ja irgendwie Thema zu sein, ja, das kriegen die ja mit. So, und dann sollten wir eben an diesem Punkt auch nicht über Fortpflanzung reden, weil ehrlich gesagt ist das ja auch so n bisschen verlogen von uns Erwachsenen. Ne, wenn wir über Sex reden, dass wir immer nur über Fortpflanzung reden, weil ganz ehrlich, das ist natürlich zum einen ne sehr heteronormative Sicht auf Sex, ja und zum anderen ist es eben auch Quatsch, weil die allermeisten haben Sex aus Spaß.
Erwachsene haben Sex, vor allem auch, weil es Freude ist und Verbindung und so ne Genuss, was weiß ich so und deswegen wäre da natürlich dann auch ne ne Antwort angemessen ne die genau auf diesen Punkt geht. Ja, also ich improvisiere jetzt mal was und ihr guckt mal wie sich das für euch anfühlt ja also ich habe sowas gesagt wie. Tower Matchers der Körper hat da, wo Vulver oder Penis ist, ne ganz viele kleine feine Nerven, so n bisschen wie an den Fingerspitzen, nur noch empfindlicher und wenn man sich da berührt, dann schickt der Körper so Glückssignale ans Gehirn.
Ja und es fühlt sich total schön an und deswegen berühren sich Erwachsene da auch einfach gerne selber, aber auch gegenseitig und. Sie spüren einfach, was sich so an ihrem eigenen Körper gut anfühlt. Und dann fragen Sie sich einander, magst du das auch? Und manche mögen es halt, an der Vulva gestreichelt zu werden und manche haben Penis oder so ne und manche am ganzen Körper und das Wichtigste ist, dass beide ja sagen und dass beide es genießen und dass beide es wollen.
So ungefähr habt ihr Mitgestoppt wie viele Sekunden waren das jetzt? So also das sind jetzt ja meine Worte, ne also die sich für mich gut anfühlen, die sich auch für mein Kind gut angefühlt haben. So, ich weiß natürlich nicht, ob die Worte zu euch passen, ne, ich wollte euch nur mal einfach um mal wirklich konkret zu werden, einfach mal n Vorschlag machen, was ich so gesagt hab ne und um es jetzt auch schon mal zu erwähnen, ich wette das wird nicht das letzte Mal sein, dass ich das in dieser Folge gesagt hab, es gibt so tolle Bücher rund um dieses Thema, ja die euch auch einfach beim Formulieren helfen und wo wirklich auch erklärt wird was Sex ist ohne so was zu sagen wie Sex ist.
Wenn Erwachsene sich ganz doll lieb haben. Oder keine Ahnung miteinander schlafen. Ja, weil dieses beieinander schlafen und auch lieb haben, das kennen eure Kinder so und das ist dann ja trotzdem kein Sex. Ja, vielleicht mache ich auch einfach noch mal einen Instagram Post dazu wo ich meine lieblings Aufklärungsbücher zeige oder so, das wäre doch vielleicht eine ganz kluge Idee okay ab ins nächste Kapitel, jetzt sind wir beim Alter ungefähr 4 bis 7 Jahre.
Und in diesem Alter steigt einfach schlichtweg die Neugier, die Neugierde auf andere und auch auf Körper. Erkunden, kennenlernen und so weiter ja, wo sind wir da beim Thema Doktorspiele? Na klar, so also Doktorspiele, das ist auch irgendwie ein wilder Begriff, vielleicht müssen wir da auch mal irgendwie eine Alternative zu finden, so, das sind Neugierspiele, es sind nachahmungsverhaltensspiele und so weiter ja, und um es wenigstens kurz Angriffen zu haben. Es gibt so 3 große Regeln beim Thema Doktorspiele. Das erste ist Gleichaltrigkeit oder zumindest sehr nah beieinander.
Ja, das zweite ist Freiwilligkeit ganz wichtig konsent Leute ja jederzeit Stopp sagen können und so weiter und das Dritte ist keine Verletzung und auch nichts einführen, gar nicht irgendwo irgendwas einführen so also ne Doktorspiele, nicht schimpfen, nicht beschämen, nicht verbieten, sondern den Rahmen vorgeben ne wieso oft in der Elternschaft begleiten, ihr wisst ne.
So, und ich hab es eben schon gesagt, da sind wir schon beim nächsten Aufklärungsbereich consent, also consent. Auch das geht von Anfang an los. Ja, auch wenn du noch ein so kleines Kind hast, frag es ob du es küssen darfst. Ja ob du es anziehen darfst oder ob es das alleine machen will. Ja führt die Stoppregel ein, ja also jedes Kind und jede Erwachsene hat das Recht ne Berührung jederzeit zu beenden, sobald es nicht mehr schön gefunden wird, sobald es nicht mehr gewollt ist wird Stopp gesagt, man wird aufgehört, ja.
Und das ist wahnsinnig wichtig für Selbstbestimmung und ist deswegen auch schlichtweg präventiv. Ja, und das zeigt sich auch in so ganz kleinen Dingen, also zum Beispiel jetzt gerade wieder auch an Ostern, erlebt, ja, mein Kind darf unbedingt diesen geilen, riesigen Schoko Osterhasen haben wollen, ja, und wenn es dann aber nach ein paar Bissen nicht mehr will, dann ist das okay oder wenn es das Eis, das wir gerade geholt haben, an der Eisdiele nicht mehr aufessen will, dann ist das okay, weil ein Anfangsjahr.
Ist kein jetzt musst du durchziehen. Ja, das ist eine Botschaft, die Kinder von Anfang an lernen dürfen und die sehr wichtig ist, so präventiv ne und in diesem Alltag kann man überhaupt auch so ganz tolle innere Sätze erlernen. Ja, mein Körper, meine Regeln zum Beispiel und ich weiß ne, wenn keine Ahnung man das Kind zum Beispiel ins Auto setzen will und es anschnallen will und mein Kind sagt dann ich will aber nicht angeschnallt sein, mein Körper, meine Regeln. So ne dann IRR so schachmatt ja schon klar, aber wir müssen da natürlich dann in die elterliche Führung gehen, weil es gibt natürlich eine Differenzierung, ne und die ist schwierig so und ich glaube die ist auch teilweise herausfordernd, gerade so wie wir jetzt Eltern sein
wollen, ne nicht einfach nur mit Dominanz und mit Macht und Adultismus und so, aber ich glaube ganz ehrlich das ist eine eigene Podcast Folge diese Differenzierung zwischen hier musst du und da musst du nicht und wo hast du Selbstbestimmung und wo nicht ich glaube das ist ein eigenes Thema für sich.
Das macht den Satz mein Körper, meine Regel aber nicht nicht weniger wichtig. Und übrigens in diesem Alter ist es auch sehr, sehr spannend, was eure familiären Regeln und Grenzen sind. Ja, also weil das habe ich ja auch in der Podcast Folge zum Thema Grenzen schon gesagt, Jeder Mensch hat ja einfach sehr individuelle Grenzen, also darf zum Beispiel mein Kind beim Tampon wechseln, zugucken, so oder darf das Kind mit dem Papa Baden und sagen, hihi, guck mal, den Penis kann man so lustig unter Wasser dippen, und dann fluppt er wieder hoch, ist es okay oder ist es nicht okay?
Küsse auf den Mund, okay oder nicht okay ja, das ist auch sehr kulturell unterschiedlich und so. Also ihr seht schon wieder, es ist Konsens, es geht um Grenzen, ja und das eben auch sehr individuell und ja okay also oh Leute, ich ahne, ich springe heute die die 30 Minuten, aber ich muss noch ein anderes Thema ansprechen, weil mir das einfach wirklich sehr am Herzen liegt und zwar das Thema Frühsexualisierung. Ja, ich glaube ich will das auf jeden Fall noch mit reinbringen, also dieser Begriff.
Der ist ja schon schlimm genug. Ja, ich hoffe immer, wenn ich den Sage, hört ihr, dass ich den in Anführungsstrichen sage, ja, weil der Begriff, der suggeriert ja, dass Kindern Verhaltensweisen oder wissen oder so aufgezwungen wird, die für ihr Alter unangebracht sind, ja wie sowas, wieso ne Erotisierung der Kindheit oder so, ja und dieser Begriff Frühsexualisierung, der wird ja politisch instrumentalisiert, um Ängste zu schüren und Überraschung, das klappt.
Und deswegen, um es hier wirklich ganz klar zu sagen, Sexualpädagogik macht das Gegenteil. Sexualpädagogik ist Entwicklungsorientiert ja, das heißt, einem dreijährigen Kind erklärt man natürlich nicht die Mechanik vom Geschlechtsverkehr ja, sondern bestärkt dieses Kind darin, dass sein Körper ihm gehört, dass es Nein sagen darf und so weiter und sofort ja, also Aufklärung im Kindesalter ist Prävention. So Aufklärung vermittelt Selbstbewusstsein, Sprachfähigkeit und so weiter ja, also noch mal der Unterschied.
Es gibt natürlich sexualisierte Inhalte, ja, Pornografie auch Werbung, die da teilweise wirklich grenzwertig ist und passende Medien und so weiter davor sollten wir unsere Kinder schützen und dann gibt es aber Sexualpädagogik, wissen über den Körper, Grenzen setzen, Konsens und so weiter das ist Schutz okay. Und ich weiß auch, dass manche Eltern Angst haben, durch das Sprechen über Sexualität irgendwie dem Kind so das Kindliche zu nehmen, die Unschuld zu rauben oder so was. Ja, aber wissen nimmt nicht Unschuld, sondern Hilflosigkeit, ja, also Kinder, die wissen, wie ihr Körper funktioniert und dass Gefühle wie Scham oder Unwohlsein oder was, was immer auch ernstzunehmende Signale sind, die können sich schlichtweg im Ernstfall besser
Hilfe suchen, und das ist gut, ja. Also du sexualisierst dein Kind nicht, wenn du vulva sagst oder Eichel oder was weiß ich ja, sondern du gibst dem Kind eher Werkzeuge in die Hand, um Sicherheit in dieser Welt aufzuwachsen, in der es ja leider ohnehin viel zu früh mit sexualisierten Bildern und so weiter konfrontiert wird.
Ja, also ich glaube, wir sollten wirklich da den Fokus nicht so haben, auf der Angst vor zu viel wissen, sondern verstehen. Dass es Sicherheit gibt durch passendes Wissen. Ich denke, das ist es vor allem ja, und um es auch noch mal zu sagen, also das Wissen, also die Worte oder so, die müssen gar nicht immer aus eurem Kopf kommen.
Okay ihr könnt Aufklärungsbücher dafür nutzen, so das ist total in Ordnung, weil wir das ja eben auch erlernen müssen, noch so ab ins letzte Kapitel, jetzt sind wir bei den Kindern nämlich zwischen 7 und 10 Jahren. Da wird Scham ein größeres Thema und die Neugierde, die natürlich auch noch mal mehr steigt.
Ja, also wir wissen, dass ungefähr so mit 8 bis 10 Jahren die Nebennieren anfangen, so die Vorstufen von unseren Geschlechtshormonen zu produzieren, ja, und das verändert natürlich, ist ja ganz klar, zum Beispiel werden Kinder in diesem Alter auch noch mal sensibler für Scham, wie ich eben schon gesagt hab, ne, also. Das heißt, wenn ihr bisher noch nie über Sexualität oder so was gesprochen habt, dann wird es ehrlich schwieriger in dem Alter damit anzufangen.
Ne, also auch deswegen lohnt es sich wirklich, früher damit anzufangen, wo noch nicht so viel Scham und Abgrenzung und so da ist ne so und das Ding ist nämlich, wenn Eltern in diesem Alter anfangen zu verstummen, ja dann wird diese Lücke gefüllt von KIS, von tik tok und anderen Social Media Plattformen, vom Schulhof und so weiter ja. Und das führt zu Verwirrung, auch zu. Das ängstigt Kinder teilweise auch sehr, was sie da sehen und hören, ja und es es führt natürlich auch zu Konsum von irgendwelchen Inhalten, die wirklich nicht altersgerecht sind, ja also auch da noch mal.
Wir wissen statistisch, dass Kinder ungefähr mit 12 Jahren ihre ersten pornografischen Inhalte sehen, ja, also unfreiwilligbar ist ne, weil zugeschickt, hingehalten und so weiter so und deswegen müssen wir natürlich über in diesem Alter darüber sprechen ja gerade auch wenn eure Kinder schon Smartphones haben, ne also? Wirklich erklären, dass im Internet Dinge gezeigt werden, die nicht der Realität entsprechen? Ja.
Filter, perfekte Körper, Pornografie und so weiter ne und sagt auch so was wie du mein Schatz, ich hab gehört in der Schule, da kursieren so manchmal Videos und so ne die komisch oder vielleicht auch so n bisschen erschreckend sind, aber vielleicht auch so manchmal so n bisschen spannend oder so was ne aber wenn du so was siehst ja du kriegst keinen Ärger OK komm einfach zu mir, wir reden darüber, wir schauen uns das auch zusammen an wenn du willst wir sortieren das ein ne.
Weil es ist in dem Alter schon auch so, dass manche Kinder anfangen, Gespräche mit uns zu verweigern. Ne, und das ist OK so und deswegen sollten wir dann auch nicht einfach alles ungefragt weiterhin erklären, wieso ein nerviger Erklärbär, sondern eher signalisieren die Leitung steht ne so und das merken unsere Kinder und auch da wieder, habt Bücher da ja also weil wenn ihr die einfach dort rumstehen habt so ganz selbstverständlich ja, dass euer Kind da alleine drauf zugreifen kann, dann. Ist das schön niedrigschwellig?
Ne, dann muss dein Kind nicht erst ein Gespräch mit dir suchen oder darum bitten oder was weiß ich oder eben anfangen, Fragen und Bilder zu googeln, sondern wenn ihr Bücher da habt mit Bilder, mit Erklärungen, mit klaren Worten, ja dann ist das natürlich auch einfach ein Schutz, weil euer Kind dann sich das nicht woanders suchen muss, ne und um es auch einfach noch mal ganz klar zu sagen, es ist nicht zu spät.
Also auch wenn dein Kind meinetwegen jetzt schon 10 Jahre alt ist. Ja, und ihr noch nie konkret über diese Begrifflichkeiten gesprochen habt, ja dann fang dann fang an, so am besten so bisschen nebenbei, dass dein Kind auch was zu tun hat, vielleicht irgendwie beim Auto fahren, weil da muss man sich nicht angucken oder während ihr gemeinsam keine Ahnung Gemüse schnibbelt oder was weiß ich ja, fang einfach an so und dann und du kannst auch so was sagen wie.
Du, ich weiß auch nicht, ich habe da irgendwie früher nie die richtigen Worte gefunden und so, aber ich möchte ab, dass wir ab jetzt da offen drüber sprechen können, also seid da ruhig transparent so es müssen nicht perfekte Worte sein, sonst fangt an so ha ja danke, dass ich mit euch sprechen kann, auch so offen drüber sprechen kann, das ist schön, aber wir müssen uns ja auch nicht angucken, ist auch schön, beim Thema Podcast müssen wir auch keinen Augenkontakt halten.
So, ich freu mich, dass ihr dabei wart und Leute, ich hab doch nicht die 30 Minuten gesprengt, zum Glück. Wie gut, dass ich noch den kleinen Schwank gemacht hab zum Thema Frühsexualisierung und hier habt ihr jetzt noch was Kleines über mich gelernt. Ich kann nicht gut schätzen, also wirklich ich bin sehr sehr schlecht im Schätzen, deswegen war das jetzt hier auch gar kein Problem mit den 30 Minuten lustig gut wir hören uns am Sonntag wieder in der Nachgehört Folge ich freu mich drauf.