Leben ist mehr· Staffel 2026· Folge 247

Fenster ins frühe Christentum (9)

Freitag, 4. September 2026 · 15 min

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Shownotes

Missionsreisen. In kaum einem Land gehen so viele Bewohner auf Reisen wie in Deutschland. Dank moderner Transportmittel wie z. B. Flugzeugen kann man innerhalb kürzester Zeit an jeden beliebigen Punkt der Erde gelangen – mal abgesehen von so unwirtlichen Regionen wie die der Arktis oder Antarktis. Der Zweck solcher Reisen ist unterschiedlich: Es gibt Forschungsreisen, Urlaubsreisen, politisch motivierte Reisen und auch humanitäre Reisen zur medizinischen Hilfe oder bei Katastrophen. Aber Reisen bedeutet auch, die eigene vertraute Umgebung zu verlassen und unter Umständen gefährlichen Herausforderungen zu begegnen.
So war es bei den ersten Christen, von denen einige gezielt zur Verkündigung des Evangeliums in noch unerschlossene Gebiete und Länder der Erde ausgesandt wurden. Wie unser Tagesvers deutlich macht, gab es sogar einen göttlichen »Reiseleiter« für diese Unternehmungen, von dessen Befähigung und Führung die Reisenden abhängig waren.
Wie lief so eine »Missionsreise« ab? Es wurden weder Hotels gebucht, noch besuchte man historisch bedeutsame Orte, und schon gar nicht legte man sich mit Badetuch und Picknickkorb an einen einsamen Sandstrand. Das absolut Vorrangige war stattdessen die Begegnung mit Menschen, um ihnen von Jesus weiterzusagen. Was man durch diesen erlebt hatte und nun zum eigenen Heil und Leben glaubte, wollte man möglichst allen Menschen weitersagen. Und Gott gab Gelingen dazu: Neue Glaubensgemeinschaften entstanden, Gottesdienste bekamen ihren festen Platz im Wochenplan. Das Leben miteinander wurde unter völlig neuen Vorzeichen so gestaltet, dass es Gott gefiel, der es liebt, wenn seine Leute in der Liebe zueinander und nach seinem guten Willen leben.
Joachim Pletsch

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Freitag, 4. September. Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia und von dort segelten sie nach Zypern. Apostelgeschichte 13, Vers 4. Fenster ins frühe Christentum. 9. Missionsreisen. In kaum einem Land gehen so viele Bewohner auf Reisen wie in Deutschland. Dank moderner Transportmittel, wie zum Beispiel Flugzeugen, kann man innerhalb kürzester Zeit an jeden beliebigen Punkt der Erde gelangen, mal abgesehen von so unwirklichen Regionen wie die der Arktis oder Antarktis.

Der Zweck solcher Reisen ist unterschiedlich. Es gibt Forschungsreisen, Urlaubsreisen, politisch motivierte Reisen und auch humanitäre Reisen zur medizinischen Hilfe oder bei Katastrophen. Aber Reisen bedeutet auch, die eigene vertraute Umgebung zu verlassen und unter Umständen gefährlichen Herausforderungen zu begegnen.

So war es bei den ersten Christen, von denen einige gezielt zur Verkündigung des Evangeliums in noch unerschlossene Gebiete und Länder der Erde ausgesandt wurden. Wie unser Tagesvers deutlich macht, gab es sogar einen göttlichen Reiseleiter für diese Unternehmungen, von dessen Befähigung und Führung die Reisenden abhängig waren.

Wie lief so eine Missionsreise ab? Es wurden weder Hotels gebucht, noch besuchte man historisch bedeutsame Orte, und schon gar nicht legte man sich mit Badetuch und Picknickkorb an einen einsamen Sandstrand. Das absolut Vorrangige war stattdessen die Begegnung mit Menschen, um ihnen von Jesus weiterzusagen.

Was man durch diesen erlebt hatte und nun zum eigenen Heil und Leben glaubte, wollte man möglichst allen Menschen weitersagen. Und Gott gab Gelingen dazu. Neue Glaubensgemeinschaften entstanden, Gottesdienste bekamen ihren festen Platz im Wochenplan, das Leben miteinander wurde unter völlig neuen Vorzeichen so gestaltet, dass es Gott gefiel, der es liebt, wenn seine Leute in der Liebe zueinander und nach seinem guten Willen leben.

Die Frage zum Nachdenken. Zu welchem Zweck planen Sie Ihre nächste Reise? Der Tipp fürs Leben. Nutzen Sie doch einmal einen Teil davon, sich näher mit dem Erleben der frühen Christen zu beschäftigen. Die tägliche Bibellese. Apostelgeschichte 13 und 14 Es waren aber in Antiochia in der dortigen Gemeinde Propheten und Lehrer, Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manain, der mit Herodes dem Vierfürsten auferzogen worden war, und Saulus.

Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe. Da fasteten und beteten sie, und als sie ihnen die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleuzia, und von dort segelten sie nach Zypern.

Und als sie in Salamis waren, verkündigten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes zum Diener. Als sie aber die ganze Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen Mann, einen Magier, einen falschen Propheten, einen Juden mit Namen Barjesus, der bei dem Prokonsul Sergius Paulus war, einem verständigen Mann.

Dieser rief Barnabas und Saulus herbei und begehrte das Wort Gottes zu hören. Elimas aber, der Magier, denn so wird sein Name übersetzt, widerstand ihnen und suchte den Prokonsul vom Glauben abzubringen. Saulus aber, der auch Paulus hieß, blickte, mit Heiligem Geist erfüllt, fest auf ihn hin und sprach: Du, voll aller List und aller Bosheit, Sohn des Teufels, Feind aller Gerechtigkeit, willst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?

Und jetzt siehe, die Hand des Herrn ist auf dir, und du wirst blind sein und die Sonne eine Zeit lang nicht sehen. Und sogleich fiel Dunkelheit und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte solche, die ihn an der Hand leiteten. Dann, als der Prokonsul sah, was geschehen war, glaubte er, erstaunt über die Lehre des Herrn.

Als aber Paulus und seine Begleiter von Paphos abgefahren waren, kamen sie nach Perge in Pamphylien. Johannes aber sonderte sich von ihnen ab und kehrte nach Jerusalem zurück. Sie aber zogen von Perge aus hindurch und kamen nach Antiochia in Pisidien, und sie gingen am Tag des Sabbats in die Synagoge und setzten sich.

Aber nach dem Vorlesen des Gesetzes und der Propheten sanden die Vorsteher der Synagoge zu ihnen und sagten: Ihr Brüder, wenn ihr ein Wort der Ermahnung an das Volk habt, so redet. Paulus aber stand auf, winkte mit der Hand und sprach Männer von Israel, und ihr, die ihr Gott fürchtet, hört. Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk in der Fremdlingschaft im Land Ägypten, und mit erhobenem Arm führte er sie von dort heraus.

Und eine Zeit von etwa vierzig Jahren ertrug er sie in der Wüste, und nachdem er sieben Nationen im Land Kanaan vertilgt hatte, ließ er sie deren Land erben, für etwa vierundertfünfzig Jahre. Und danach gab er ihnen Richter bis zu Samuel, dem Propheten. Und von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, vierzig Jahre lang.

Und nachdem er ihn verworfen hatte, erweckte er ihnen David zum König, welchem er auch Zeugnis gab, und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird. Aus dessen Nachkommenschaft hat Gott nach Verheißung dem Israel als Retter Jesus gebracht, nachdem Johannes vor dessen Auftreten die Taufe der Buße dem ganzen Volk Israel verkündigt hatte.

Als aber Johannes seinen Lauf erfüllte, sprach er: Was ihr meint, dass ich sei, bin ich nicht, sondern siehe, es kommt einer nach mir, dem ich nicht würdig bin, die Sandale an den Füßen zu lösen. Ihr Brüder, Söhne des Geschlechts Abraham, und ihr, die ihr unter euch Gott fürchtet, uns ist das Wort dieser Rettung gesandt.

Denn die zu Jerusalem wohnen und ihre Obersten haben, da sie diesen nicht erkannten, auch die Stimmen der Propheten erfüllt, die jeden Sabbat gelesen werden, indem sie über ihn Gericht hielten. Und ob schon sie keine todeswürdige Schuld fanden, baten sie den Pilatus, dass er umgebracht werde. Und nachdem sie alles vollendet hatten, was über ihn geschrieben ist, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in eine Gruft.

Gott aber hat ihn aus den Toten auferweckt, und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm hinaufgezogen waren von Galiläa nach Jerusalem, die jetzt seine Zeugen an das Volk sind. Und wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung, dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte.

Wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Dass er ihn aber aus den Toten auferweckt hat, so dass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehrte, hat er so ausgesprochen, ich werde euch die zuverlässigen heiligen Güter Davids geben. Deshalb sagt er auch an einer anderen Stelle Du wirst nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sieht.

Denn Daw freilich entschlief, nachdem er seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes gedient hatte, und wurde zu seinen Vätern versammelt und sah die Verwesung. Der aber den Gott auferweckt hat, sah die Verwesung nicht. So sei es euch nun kund, ihr Brüder, daß durch diesen euch die Vergebung der Sünden verkündigt wird, und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt.

Seht nun zu, dass nicht eintrifft, was in den Propheten gesagt ist, seht, ihr Verächter, und wundert euch und verschwindet. Denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr nicht glauben werdet, wenn es euch jemand erzählt. Als sie aber hinausgingen, baten sie, dass am folgenden Sabbat diese Worte noch einmal zu ihnen geredet würden.

Als aber die Synagogenversammlung sich aufgelöst hatte, folgten viele der Juden und der anbetenden Prosalythen dem Paulus und Barnabas, die zu ihnen sprachen und ihnen zuredeten, beharrlich bei der Gnade Gottes zu bleiben. Am nächsten Sabbat aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort Gottes zu hören.

Als aber die Juden die Volksmengen sahen, wurden sie von Eifersucht erfüllt und widersprachen dem, was von Paulus geredet wurde, und lästerten. Paulus aber und Barnabas sprachen freimütig Zu euch mußte notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden, weil ihr es aber von euch stoßt und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen.

Denn so hat uns der Herr geboten Ich habe dich zum Licht der Nationen gesetzt, daß du zum Heil bist bis an das Ende der Erde. Als aber die aus den Nationen es hörten, freuten sie sich und verherrlichten das Wort des Herrn, und es glaubten, so viele zum ewigen Leben verordnet waren. Das Wort des Herrn aber wurde ausgebreitet durch die ganze Gegend.

Die Juden aber erregten die anbetenden, vornehmen Frauen und die Ersten der Stadt und erweckten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihren Grenzen. Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füßen gegen sie ab und kamen nach Ikonion. Die Jünger aber wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.

Es geschah aber zu Ikonion, dass sie zusammen in die Synagoge der Juden gingen und so redeten, daß eine große Menge, sowohl von Juden als auch von Griechen, glaubte. Die Juden aber, die nicht gehorchen wollten, reizten und erbitterten die Seelen derer aus den Nationen gegen die Brüder. Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände.

Die Menge der Stadt aber war entzweit, und die einen waren mit den Juden, die anderen mit den Aposteln. Als aber ein heftiges Bestreben entstand, sowohl von denen aus den Nationen als auch von den Juden samt ihren Obersten, sie zu misshandeln und zu steinigen, entflohen sie, als sie es bemerkten, in die Städte von Lykäonien, Lystra und Derbe und die Umgegend.

Und dort verkündigten sie das Evangelium. Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, nahm von seiner Mutter Leib an, der niemals umhergegangen war. Dieser hörte Paulus reden, als er ihn fest anblickte und sah, daß er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme Stelle dich geradehin auf deine Füße.

Und er sprang auf und ging umher. Als die Volksmengen aber sahen, was Paulus tat, erhoben sie ihre Stimme und sagten auf Lykäonisch Die Götter sind den Menschen gleich geworden und sind zu uns herabgekommen. Und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber Hermes, weil er es war, der das Wort führte.

Der Priester des Zeus-Tempels aber, der von der Stadt war, brachte Stiere und Grenze an die Tore und wollte mit den Volksmengen opfern. Als aber die Apostel Barnabas und Paulus es hörten, zerrissen sie ihre Kleider, sprangen hinaus unter die Volksmenge und riefen und sprachen: Männer, warum tut ihr dies?

Auch wir sind Menschen von gleichen Empfindungen wie ihr, und verkündigen euch, dass ihr euch von den nichtigen Götzen zu dem lebendigen Gott bekehren sollt, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist. Er ließ in den vergangenen Geschlechtern alle Nationen in ihren eigenen Wegen gehen, obwohl er sich doch nicht unbezeugt gelassen hat, indem er Gutes tat und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gab und eure Herzen mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte.

Und als sie dies sagten, beruhigten sie mit Mühe die Volksmenge, dass sie ihnen nicht opferten. Es kamen aber aus Antiochia und Ikonion Juden an, und nachdem sie die Volksmengen überredeten und Paulus gesteinigt hatten, schleiften sie ihn zur Stadt hinaus, da sie meinten, er sei gestorben. Als aber die Juden ihn umringten, stand er auf und ging in die Stadt hinein, und am folgenden Tag zog er mit Barnabas aus nach Derbe.

Und als sie jener Stadt das Evangelium verkündigt und viele zu Jüngern gemacht hatten, kehrten sie nach Lystra und Ikonion und Antiochia zurück. Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und sagten, dass wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes hineingehen müssen.

Als sie ihnen aber in jeder Gemeinde Älteste gewählt hatten, beteten sie mit Fasten und befahlen sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren. Und nachdem sie Pisidien durchzogen hatten, kamen sie nach Pamphylien. Und als sie in Perge das Wort geredet hatten, gingen sie hinab nach Atalja, und von da segelten sie ab nach Antiochia, von wo sie der Gnade Gottes befohlen worden waren zu dem Werk, das sie erfüllt hatten.

Als sie aber angekommen waren und die Gemeinde zusammengebracht hatten, erzählten sie alles, was Gott mit ihnen getan, und dass er den Nationen eine Tür des Glaubens geöffnet habe. Sie verweilten aber eine nicht geringe Zeit bei den Jüngern.

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