Leben ist mehr· Staffel 2026· Folge 289

Wendepunkte

Freitag, 16. Oktober 2026 · 5 min

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Shownotes

Stille in Boston: Das neue Zeitalter wurden durch atemlose Stille eingeläutet. Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem angekündigten Wunder zuzusehen: einer Operation unter Narkose. Schon oft hatte man bis dahin versucht, Patienten durch Alkohol, Kräutertrunks oder Suggestion in einen bewusstlosen Zustand zu versetzen. Doch sobald der Chirurg den ersten Schnitt tat, zeigte ein markerschütternder Schrei, dass alles beim Alten geblieben war. Ab diesem Moment musste ein Chirurg vor allem eines sein: schnell. Amputationen wurden in weniger als zwei Minuten durchgeführt, länger konnten selbst die stärksten Helfer den sich windenden Patienten nicht fixieren. Doch als an diesem Tag William Morton an dem mit Äther narkotisierten Patienten den ersten Schnitt setzte, herrschte absolute Stille im Saal. Der erwartete Schrei blieb aus. Die versammelten Ärzte sahen sich staunend an. Ihnen allen war klar, dass sie Zeuge eines Wendepunkts waren: Der Schmerz war besiegt. Ein neues Zeitalter hatte begonnen.
Ein Schrei auf Golgatha: Bevor der gequälte Mann am Kreuz sein Leben aushauchte, stieß er einen letzten, markerschütternden Schrei aus und sprach die Worte: »Es ist vollbracht!« Den betäubenden Trunk, der ohnehin nur wenig Wirkung gehabt hätte, hatte er abgelehnt. In vollem Bewusstsein hatte der Sohn Gottes die unsagbaren Schmerzen der letzten Stunden ertragen. Und auch das Gefühl der abgrundtiefen Verlassenheit, denn Gott musste sich in seiner Heiligkeit von seinem Sohn, der die Sünde der ganzen Welt trug, abwenden. Auch wenn es den meisten der Anwesenden nicht klar war: Dieser Schrei Jesu markierte eine Wende. Die Sünde, die Trennung von Gott war überwunden, ein neues Zeitalter hatte begonnen.
Elisabeth Weise

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Freitag, 16. Oktober Welternährungstag. Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli eli Lama Sabartani. Das heißt, Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Matthäus 27, Vers 46. Wendepunkte. Stille in Boston. Das neue Zeitalter wurde durch atemlose Stille eingeläutet.

Im Hörsaal der Universität Boston hatte sich am 16. Oktober 1846 eine große Anzahl ehrwürdiger Doktoren versammelt, um dem angekündigten Wunder zuzusehen, eine Operation unter Narkose. Schon oft hatte man bis dahin versucht, Patienten durch Alkohol, Kräuterdrunks oder Suggestion in einen bewusstlosen Zustand zu versetzen, doch sobald der Chirurg den ersten Schnitt tat, zeigte ein markerschütternder Schrei, dass alles beim Alten geblieben war.

Ab diesem Moment musste ein Chirurg vor allem eines sein: schnell. Amputationen wurden in weniger als zwei Minuten durchgeführt, länger konnten selbst die stärksten Helfer den sich windenden Patienten nicht fixieren. Doch als an diesem Tag William Morton an dem mit Äther narkotisierten Patienten den ersten Schnitt setzte, herrschte absolute Stille im Saal.

Der erwartete Schrei blieb aus. Die versammelten Ärzte sahen sich staunend an. Ihnen allen war klar, dass sie Zeuge eines Wendepunkts waren. Der Schmerz war besiegt. Ein neues Zeitalter hatte begonnen. Ein Schrei auf Golgatha. Bevor der gequälte Mann am Kreuz sein Leben aushauchte, stieß er einen letzten markerschütternden Schrei aus und sprach die Worte: Es ist vollbracht.

Den betäubenden Trunk, der ohnehin nur wenig Wirkung gehabt hätte, hatte er abgelehnt. In vollem Bewusstsein hatte der Sohn Gottes die unsagbaren Schmerzen der letzten Stunden ertragen. Und auch das Gefühl der abgrundtiefen Verlassenheit, denn Gott musste sich in seiner Heiligkeit von seinem Sohn, der die Sünde der ganzen Welt trug, abwenden.

Auch wenn es den meisten der Anwesenden nicht klar war, dieser Schrei Jesu markierte eine Wende. Die Sünde, die Trennung von Gott, war überwunden. Ein neues Zeitalter hatte begonnen. Die Frage zum Nachdenken. Was waren in ihrer persönlichen Geschichte große Wendepunkte? Der Tipp fürs Leben. Wer sich Jesus anvertraut, für den bricht ein neues Leben an.

Die tägliche Bibellese. Matthäus 27, Verse 45 bis 54. Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte Eli eli lama Sabachtani. Das heißt Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Als aber einige von den Umherstehenden es hörten, sagten sie: Der ruft den Elia. Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die übrigen aber sagten: Halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, ihn zu retten. Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf.

Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke von oben bis unten, und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Grüfte öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt, und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

Als aber der Hauptmann und die, die mit ihm Jesus bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn.

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