Leben zwischen Arbeit und Rente· Folge 119

Beziehung zu sich selbst - mit Prof. Jana Nikitin 2/2

Donnerstag, 10. September 2026 · 28 min

MP3

Shownotes

Altern = den Moment genießen und vom Ende her denken
Wir sprechen u.a. darüber:

• welche "Sofortmaßnahme" hilft, das eigene Altersbild zu hinterfragen

• Warum z. B. „alt heißt krank, vergesslich und einsam sein" wissenschaftlich nicht haltbar ist und andere Mythen übers Altern.

• Warum sich Persönlichkeit und Fähigkeiten auch im Alter weiterentwickeln können und das Gehirn bis ins hohe Alter lernfähig bleibt.

• Warum die bewusste Wahrnehmung des Augenblicks mit zunehmendem Alter wichtiger werden und sogar zunehmen kann.

• was Prof. Nikitin leztens zum ersten mal und was wohl zum letzten mal gemacht hat

Mehr über Prof. Nikitin
🔗 altern-psy.univie.ac.at/ueber-uns/nikitin-jana
📘 Buch Jana Nikitin & Christina Ristl - Die sieben Mythen des Alterns (hogrefe.com/de/shop/die-sieben-mythen-des-alte…)
Mehr zu Becca Levy:
🔗 en.wikipedia.org/wiki/Becca_Levy

🔗 Altersbilder same same but different besprochen mit Prof. Ulrich Rothermund, Uni Jena (open.spotify.com/episode/3VTG85RMuahvpGwdl8Eec…)

Weiter geht's in der Staffel "Beziehungen" nächste Woche mit "Paar-Beziehungen"

Mehr über Stefan & Constanze hier:

• [Senior Expertise (senior-expertise.com)]

• Constanze LinkedIn (linkedin.com/in/constanze-abratzky-57463531)

• Stefan LinkedIn (linkedin.com/in/stefan-robin%C3%A9-a0b287a6)
Email: info@senior-expertise.com

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Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin

Das Paradoxe am Alten ist, dass die Zeit, die Lebenszeit eigentlich kürzer ist als wenn wir jung sind und diese verkürzte Lebenszeit also die verkürzten Jahre, die uns noch bevorstehen. Die führen ja auch dazu das jeden Moment eher genießen. Und wenn Sie jetzt noch spontan den Satz vervollständigen, mein Alter ist schuld daran das.

Dann sollten sie bitte doch nochmal den ersten Teil des Gesprächs mit Prof. Jana Nikitin hören, denn unser Alter als solches isst an nix Schuld – die Art wie wir darüber denken macht den Unterschied! In dieser Episode gibt es sehr praktische Beispiele um die Beziehung zu uns selbst zu verbessern. Beispiel eins, Schlüssel vergessen mit fünfundzwanzig?

Damals war das Alltag und mit fünfundsechzig vielleicht Demens. wie durchbericht man diesen Kurzschluss im Kopf? Wie können wir dass als das entlarven was es ist? ein schlichter Altersmythos. Das ist tatsächlich sehr schwierig. Also ich merke es auch bei mir und ich glaube alle Wissenschaftlerinnen in altes Bereich merken das auch bei sich, obwohl wir so viel wissen und obwohl wir wissen wie alte Bilder funktionieren und so weiter und sofort ist der erste automatische Gedanke der den wir als kinder und als Jugendliche und junge Erwachsene aufgenommen haben.

Das heißt, ich habe genau die gleichen Altesbilder im Kopf wie sie und alle anderen Und ich glaube der Unterschied ist dass ich eben immer eine Reflexionspause einlege. Ich lasse mich von dem altersbild nicht automatisch neigen und ich glaub das ist wirklich das was wir machen können mal kurz kurz eine Pause machen sagen Stimmt das wirklich?

Ist es wirklich so, ist das das Alte oder nicht? dieses gleichautomatische Handeln nach dem ersten Gedanken sondern den ersten Gedanken vielleicht auch zu hinterfragen. Und das können wir durch zwei Sachen erreichen A durchs Wissen also wenn die wissen dass eben das was wir jetzt gerade diskutieren wie altersbilder funktionieren Können wir das dann mehr reflektieren und B durch den Kontakt mit älteren Menschen intergenerationalen Kontakt insgesamt.

Von dem profitieren alle ältere Menschen, jüngere Menschen und Jüngeren indem sie die Altersbilder korrigieren oder beziehungsweise sehen wie heterogen älter der Menschen sind und natürlich die Älteren in dem Sie ja auch Ihre Bilder über jüngerer Menschen korrigiren weil wir haben ja gegenseitig negative Altenbilde.

Dazu passt vielleicht ganz gut Ihr Tipp Zeit mit alten Menschen verbringen. Da habe ich den Eindruck, das ist so eine Art Generalschlüssel oder der Top-Tipp die sofort Maßnahme, die jeder jede ergreifen kann um das eigene Altersbild nochmal zu überprüfen vielleicht zu revidieren. Also ich würde das in allen immer empfehlen.

Die Nachbarin ansprechen jemanden aus der Familie, den man schon lange nicht mehr gesehen hat oder was auch. Wir haben ja um uns herum wirklich viele ältere Personen die auch bereit sind für ein Gespräch und das muss ja jetzt eine Freundschaft sich daraus entwickeln. aber schon alltägliche Gespräche zeigen.

wir zeigen uns diese Heterogenität die im Alter haben und wir werden überrascht wenn wie älter der Menschen ansprechen, wie viel da kommt. Weil eben die Altersbilder nicht die ganze Realität sind. Meine persönliche Erfahrung mit alten Menschen, mit oder ohne Anführungszeichen ist ... Ich finde eine ganz eigene, es mir später bewusst geworden ich habe keinen meiner Großeltern erlebt.

also die haben entweder meine Geburt nicht erlebt weil sie vorher gestorben sind oder nicht lange überlebt Nicht kausal, sondern chronologisch. Und ... mir haben alte Menschen gefehlt. Ich hab immer den Kontakt zu ihnen gesucht und weil ich das spannend fand die Geschichten, die die zu erzählen hatten.

Für mich ist mein Schwiegervater zum Vorbild für gutes Alter geworden. der ist vor zwei Jahren mit zwei neunzig gestorben. Es ist so ein individuelles, also quasi fast persönliches Altersvorbild. Wie soll ich sagen? Eine gute Sache will mich jetzt nicht selber loben aber es ist mir sehr präsent. Also wenn ich an gutes Alter denke, denke ich... Ja wir brauchen Vorbilder auch fürs Alter für alles andere und wie Die heutigen alten Menschen, das sind die Pioniere der Langlebigkeit.

Weil die Langlebigkeit gibt es ja noch gar nicht so lang und deshalb ist es auch eine Phase, die wir erst als Gesellschaft lernen zu gestalten. Das heißt... ...die heutigen älteren Menschen sind in die Pioneere und daher auch Vorbilder oder Schreckbilde je nachdem wie man sie haben will. Und ich tatsächlich... Wir haben ja auch in einer Studie uns angeschaut welche bei Frauen welche Rolle spielen positive Vorbilder fürs Alte, für die eigene Körperwahrnehmung und Attraktivitätswahrnähmungen.

Und tatsächlich wenn man ein positives Bild einer älteren Frau hat dann nimmt man sich selber als junge Frau sehr positiver in der körperlichen äußeren Erscheinung viel mehr positive war, als er ihm dann keine positiven Bilder hat. Auch da können wir natürlich nicht sagen, wo ist die Kausalität. Aber ich glaube das zeigt ganz schön dass solche Vorbilder unser Leben schon in jungen Jahren positiv beeinflussen können.

und ja es wie brauchen sie? Und wie sollten Sie auch aktiv suchen? Ich habe wirklich viele in meiner Nachbarschaft. Dorf, wo es viele Ansässige gibt in meiner direkten Umgebung. Also ich habe... Ein Nachbarn, der ist neunzig. Der ist immer noch im Garten und geht immer noch spazieren und arbeitet dem Garten.

Ich habe über achtzeigjährige Nachbarin die immer noch wandern geht und Bilder schickt über WhatsApp. also ich hab ja gar keine negativen Bilder in meiner Umgebung. Und das sind Menschen, die sind ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aber die zeigen. man kann sehr wohl sehr positiv halten. Ich glaube man hört es ihrer Stimme an, was ich sehe.

Wir machen das als Videokonferenz. Sie lächeln haben Lachen im Gesicht wenn sie das erzählen und ich glaube dass passiert unweigerlich Wenn wir an diese guten Beispiele denken. Man fühlt sich anders, sieht auch anders aus. Ja, jetzt kommen wir mal. Ihr Buch heißt die sieben Mythen und wir haben über den einen großen Mythos in verschiedenen Richtungen gesprochen.

Sie sagen der erste Mythos ist mein Alter steht im Reisepass und wir lernen gleich zu Anfang wieder das Staunen weil sie schreiben so sinngemäß ein Satz dass das Alter ist sozusagen unfassbar. Genau! Also selbst in der Wissenschaft können wir nicht wirklich sagen wann das alte beginnt. aber das gibt ja Das chronologische Alte natürlich, da können die sagen ja auch da sind wir uns nicht einig.

Ja genau ich habe das. Schon wieder eine Stunde älter geworden? Ja die geht ja nichts mal richtig die Uhr aber sie schlägt ab und zu. Wir wissen ja wirklich nicht, wann das alte beginnt. Also chronologisch sagen wir manchmal ja so mit Sechzig und von Sechzig aber wir haben auch das soziale Alter. Das heißt definiert durch die sozialen Rollen, die wir haben.

Und da würden wir sagen vermutlich ist es ja so um die Bensionierung herum wenn sich eben ein neues Kapitel eröffnet. Wir haben einfach das biologische Alte. Das heisst gemessen an der Funktion unserer Organe, wie alt wir sind. Da können ja auch Jünger oder Älter sein als unser chronologisches Alte. Also es ist tatsächlich sehr schwierig zu sagen wann das alte beginnt und eigentlich ist es ja auch gut dass wir das nicht sagen können weil wir wollen sie auch, weil das ja so individuell ist und so heterogen ist.

Ja, ist es nicht wirklich vorteilhaft zu sagen So jetzt hat das alte begonnen. Würden Sie sagen Ist vielleicht klug, sich selbst zu keinem Zeitpunkt als alt zu beschreiben? Sondern nur zu sagen ich bin keine Ahnung. Ja das ist eine gute Frage weil wenn wir Menschen fragen niemand fühlt sich alt also auch die sechsten neunzigjährige frau oder man sagt all sind die anderen.

Ich finde es nicht und ich bin da immer so hin und her gerissen, weil einerseits sehen wir in der Forschung das jüngere subjektive Alter. Also das gefühlte Alter wenn ich mich jünger fühle als ich tatsächlich bin hat das positive Konsequenzen oder korreliert positiv mit Gesundheit Mit soziale Einwettungen also eigentlich mit allen positiven Faktoren die wir mit dem alt auch verbinden.

Andererseits wissen ja dass Das auch daher kommt dass wie uns eben von der als negativ gesehen altersgruppe distanzieren und dieser distanzierung ist der punkt wo ich sehr viel mühe habe damit weil weil wir eben das alte so negativ betrachten wollen, wir alle uns davon distanziert. Und ich glaube diese distanzierung wenn wir wissen dass das alte nicht so negativ ist könnte man ja auch dieser distanzierung sewo aufweben.

und dann könnte man sagen Ich bin drehen fünfzig und ich fühl mich wie drehen fünftig Und das ist gut so. Genau. So, Mythos eins. Mythos zwei. Alt sein heißt krank sein? Ja, es ist aber nicht. Also auch hier wir haben Studien die zeigen ja die körperliche Funktionalität die nimmt mit dem Alter ab. Aber wir unterscheiden sehr wohl zwischen den normalen Alten und dem dem den Krankheiten.

Das heißt, dass meine Muskelmasse mit der Zeit abbaut auch beim Training. das ist so. Ich kann es ja abschlechen indem ich eben die Muskeln trainiere. aber ob ich jetzt eine Krankheit habe, das ist keine Art des Erscheinungs. also da sollen wir auf jeden Fall unterscheiden und auch die Krankheiten entsprechend behandeln.

Manche fühlen sich trotz Diagnosen gesund, andere ohne Befund Elend. Ich finde es jedenfalls ein guter Satz, ich weiß nicht von wem von uns... Also wir haben ja auf jeden Fall Sinn gemessen im Buch auch. Mythos drei der alte Kriskram ist ein Sturkopf das Lachen in den Keller geht. Warum ist das ein Mythos?

Das ist dieser Vorstellung. Unsere Persönlichkeit verändert sich eigentlich eher zum Negativen, wenn wir älter werden. Wir werden eben stoköpfig, wir werden eher auch so negativ kriscremig. und ja das zeigt die Forschung einfach nicht. Die Forschung zeigt die Persönigkeit. A entwickelt sich vor allem in den Essen von zwanzig Jahren und zum Positiven.

also wir werden gewissenhafte wir werden emotional stabiler Und dieses, dieser Reife, so nennen wir das diese Reife Persönlichkeit. Die bleibt sehr lange stabil oder verbessert sich sogar noch mit einem Alter und deswegen ist es ein Mythos. also Wir werden nicht grießkremig. Wir waren ja schon mitten von zwanzig Grießkrämik wenn wir im alter Grießcreme sind.

Das ist Das ist als eine allgemeine Entwicklung einfach in der Forschung nicht nachzuweisen. Und das Gleiche gilt für das Wohlbefinden. übrigens, wir haben ja auch das Gefühl mit dem Alter werden die alle eher unglücklich und unzufrieden und auch dass sie überhaupt nicht in der Forschung leben. Zufriedenheit ist recht stabil über das gesamte Erwachsen alter.

Also das konkurriert ein bisschen natürlich mit der früheren Ansage, man kann sich auch noch im rohen Alter ändern. Aber Persönlichkeitszüge zeich die Forschung sinnvolle nicht viel? Ja wobei wenn Forschung sagt recht stabil heißt es natürlich wir haben eine moderate Korrelation zwischen zwei Persönlichkeit-Lessungen innerhalb einer bestimmten Zeit.

Diese sind nie perfekt. Das heißt, auch hier haben wir eine große Heterogenität und genau eine große Variante. Und auch hier werden wir trotzdem, wenn wir unsere Persönlichkeit ändern wollen, Möglichkeiten zu ändern und die beste in der Forschung bis jetzt gefundene Art und Weise wie man sie verändert ist, um die Umgebung zu verändern und das Verhalten zu verenden weil durch die Umgeben das veränderte... veränderte Umgebung beeinflusst uns und unsere Verhalten kumuliert dann quasi zu einer neuen Persönlichkeit.

Also eine bewusste Selbstteuerung, die da was verändern kann. So noch ein Mythos. ich habe die Reihenfolge vertritt aber es bleibt ein Mytho egal an welcher Stelle alt sein heißt vergesslich sein ist eigentlich genau oder was? übersehen und lernen lohnt sich nicht. Und da haben sie den wunderbaren Vergleich, das alternde Gehirn wird manchmal mit dem Regionalzug verglichen statt ich glaube Sie sagen der Schinkanzer.

Kann mir bei Japan bleiben? Der durch Japan fährt genau weil die EZ ist die fahren teilweise nicht mehr so schnell. Genau also aber was motiviert Boomer wirklich mit sixty-fünf noch etwas komplett neues zu lernen? Wir sagen dass man sich ja vorstellen soll, was man eigentlich noch im Leben möchte und wofür man kognitiv fit bleiben möchte.

Also es ist ja auch mit wie mit der körperlichen Gesundheit. Man sollte hier überlegen, woför möchte ich körperlich gesund bleiben? Wofür möchte ich Kognitif fit bleiben? Wir sind ja beide bei dem Wert Stelle oder Position in der Gesellschaft. Oder auch bei uns, für uns individuell in unserem Leben. und wenn ich einen Ziel habe oder einen Sinn habe oder ein Zweck habe, für den ich das mache dann ist es ja eigentlich einfacher.

und wir wissen, Plastizität des Gehirns besteht wirklich bis zum Lebensende. Und auch hier die gesunde... Das gesunde Alten ist nicht der Mensch der menschliche Erkrankungen sind Erkran- kungen. Das ist nicht eine notwendige Konsequenz des Alters. Mytos Nummer fünf, Mütus könnte man auch... Es klingt ja vornehmen also können wir halt mit Vorurteil auch übersetzen.

Alt heißt einsam und an dieser Stelle führen sie einen Begriff ein den ich sehr bemerkt wird finde das Savoring? Ich habe ja irgendwie keine Gutes. Was ist es? Das bewusste Wahrnehmen des Moments. Also die Aufmerksamkeit auf das, was gerade passiert. und wir haben im Buch ein Beispiel dass ich sehr schön finde, dass sich eigentlich von Laura Carstensen in einem Vortrag gehört habe.

man stelle sich vor die Mutter mit der Tochter, die dreijährige Tochter spielt dem Sandkasten und die Mutter checkt E-Mails bereitet die Einkaufsliste fort ließ ein Buch und ist froh, dass sie doch da einmal einfach in Ruhe spielt. Und die Großmutter genießt diesen Moment. Sie ist ja genau in dem Moment präsent wie die Enkelin in diesem Moment ist.

Das ist Savoring dieses bewusste Erleben von den Momenten. Wir sehen das es mit dem Alter zunimmt. Also wir sind mit dem Alte fähig dazu oder sind auch motivierter... bewusst wahrzunehmen, was in unserem Alltag basiert und sei das die kleinsten Dinge. Dann lasse ich jetzt extra eine Pause um das wirken zu lassen weil dieses bewusste Genießen des Momentes dann man spricht ja von der Rush Hour des Lebens und also Hektik kam reichlich und Genuss braucht Zeit, braucht Abstand, braucht offene Sinne und das ist wirklich finde ich ein Geschenk in der späten Jahre.

Das empfinde nicht nur ich so, und das lese und höre ich im bekannten Kreis und liest man in einer Literatur. Laura Carstensen die gerade zurückgetreten ist als Chefin des Stanford Center for Longevity da Mark Steine gesetzt hat also Psychologie und Longevitie. Ich habe nun noch zu der Zeit. dann kommt ihr auch von der Laura Carsten.

Sie haben gesagt es braucht Zeit. Das Paradoxe am Alten ist, dass die Zeit, die Lebenszeit eigentlich kürzer ist als wenn wir jung sind. und diese verkürzte Lebenszeit also die verkürzten Jahre, die uns noch bevorstehen. Die führen ja auch dazu das jeden Moment eher genießen weil wir haben ja nicht unendlich viel Zeit beziehungsweise Uns ist es bewusst, dass wir nicht mehr unendlich sein haben.

Das haben ja auch die Jungen nicht! Aber im Alter wird das uns erst bewusst und das wirkt auch darauf, dass sie eben den Moment bewusst können sind. Mythos Nummer sechs. Im Alter wird man noch nicht mehr gebraucht? Das ist eigentlich ein Mythos, wo ich immer sagen würde, das finde ich am diskriminierendsten, dann finde ich an Diskriminierensten weil wir messen, dass gebrauchten oder dem Wert eines Menschen an seine Leistung und meistens auch an der bezahlten Leistung.

Und es gibt zwei Antworten darauf, die eine Antwort ist praktisch in jedem Lebensjahr geben Menschen ältere Menschen der Gesellschaft der Familie mehr als sie bekommen. da sind die letzten zwei Jahre durchschnittlich die letzten Zwei Jahre vor dem Tod wo wir Kosten in Anführungszeiten als wir bekommen und das ist egal ob ich siebzig, fünfzig oder achtzig bin.

Das ist einfach das Ende des Lebens. Das kommt mit Funktionen Einschränkungen und da brauchen wir Unterstützung. aber davor Ist eigentlich der Beitrag von älteren Menschen immer größer als dass was Sie von der Gesellschaft zurückbekommen. Und abgesehen davon weil da sind wir ja immer noch auf der Schiene Leistung ist verbunden mit dem Wert des menschen.

Daneben ist ja der Wert des Menschen unabhängig von der Leistung. Es ist ja jeder Mensch, es ist ja ein absoluter Wert, das können wir einfach nicht an Leistungen finden weil dann kommen eben so. Sätze wie die Alten leben auf Kosten der Jungen oder die Alte tragen nichts mehr bei. Das ist eben so. diskriminieren und den Wert des menschen ist nicht verbunden mit seiner Leistung Das weiß auch das deutsche Grundgesetz beispielsweise, dass beginnt mit die Würde des Menschen ist unantastbar und sie gebrauchen in diesem Kapitel sechs im Mythos sechs.

Im Alltag wird man nicht mehr gebraucht. Die Worte Weisheit und Würde und ich sage mal alleine wegen dieses Mythos alleine, wegen dieses mythos lohnt sich ihr Buch. aber es gibt noch weitere nämlich den Letzten, mit dem Tod endet das Leben. Das soll ein Mythos sein? Also sagt ja auch die katholische Kirche aber dass sie das schreiben wundert mich schon... Ja es ist schon ein bisschen provokant gemeint natürlich.

Ach! Ach! Wir wollten damit zum Ausdruck bringen, dass wir das Ende des Lebens nicht nur negativ betrachten sollen und das ist das was der Mythos in unseren Augen ist. Das Lebensende, diese Endlichkeit des Lebens gibt uns natürlich auch die Chance das Leben so zu gestalten dass in der begrenzten Zeit, die uns zur Verfügung steht wir unser Lebensinn auch finden oder etwas leisten.

Oder ja einfach das Leben wie wir uns das vorstellen Endlich, also könnte mir unendlich leben so wie die leute wird die forschung das übrigens möchte würde eigentlich alles was wir tun überhaupt kein gewicht haben. Das ist so schön in kunderas Die unerträgliche leichtigkeit des seins beschrieben. man könnte jede entscheidung könnte man korrigieren alles könnte man Unendlich wiederholen.

das heißt nichts hätte ein gewicht und ich glaube Wir würden psychologisch damit überhaupt nicht umgehen können. und das heißt die Begrenzheit des Lebens gibt uns auch die Möglichkeit, das Leben sinnvoll zu leben. So eine Ahnung hatten ja schon die alten Klassiker also in der griechischen Mythologie Unsterblichkeit hat nicht nur Vorteile konnte man damals schon lesen.

was passiert Psychologisch wenn man ein Vermächtnis Protokoll macht wie sie das vorschlagen als konkrete Übung in ihrem Buch? Da wollen wir nicht mehr drauf eingehen, sie ahnen es oder die zuhörenden Ahnen ist. Was das alles auswirkt wenn man an sein eigenes Ende denkt vom Ende her denkt wie es mal eine Politikerin oder öfter Politiker sagen aber ans Ende des eigenen Liebens dinken die meisten vielleicht nicht ganz so gern obwohl es wohl interessant ist finde ich.

Ich praktiziere das auch und mache noch Hospiz begleiter Ausbildung. Ja, wir kommen zum Ende dieser Episode und da gucken wir immer in die Zukunft. Und Zukunft hat ja was mit Veränderung zu tun. Deswegen fragen wir unsere Gäste und auch Sie – Was haben sie in letzter Zeit zum ersten Mal gemacht? Das viel mich tatsächlich nicht so leicht aber ich habe etwas gefunden.

Ich hab' mich für ein Fitnessstudio angemeldet. das klingt jetzt total banal Aber auch ich bin in einem Alter weil ich denke ja, Business getränken muss jetzt einfach sein. Ich finde, das ist ein Einschnitt. habe ich auch so erlebt. Und haben Sie in letzter Zeit etwas zum letzten Mal gemacht? Weil Veränderung hat ja auch was mit den Dingen zu tun.

Ja da hätte ich große Schwierigkeiten was zu finden. Ich glaube Arbeit hat sich nicht. Ich war vor zwei Wochen an einer Geburtstagsparty von einem Freundin, die ist mir von sechzig geworden und dann haben wir gesagt ja in zehn Jahren treffen sie uns wieder. Ich bin ja Tschechien ursprünglich und wir haben so uralte tschechische Lieder gesungen.

Also wenn Tschechen sich treffen, dann wird immer gesungen! Einer hat immer die Gitarre dabei und dann wird es immer gesunken. Und das ist ja eine Kohorte, die diese Lieder noch kennt. Und ich habe mich tatsächlich gefragt, werde mir in zehn Jahren noch genug Leute sein, die dieser Lieder alle kennen und singen können?

Und war das vielleicht nicht das letzte Mal wo wir in diese Gruppe gesungen haben? Sehr sehr spannend. Ja, Kundera ein Landsmann. Und wird man in zehn Jahren? Wird man ihn noch lesen? Ich bin ziemlich sicher, man wird das tun. So und exklusiv für Sie habe ich aber noch eine letzte Frage. Haben sie sich schon mal verwasst so alt gefangen?

Also ich muss zugeben, ich gehe extrem gerne auf Achterbahnen. Ich bin sehr dankbar, dass ich einen kleinen Sohn jetzt mittlerweile elf habe der immer mitkommt. Das ist meine Entschuldigung, dass sich auf die Achterbahnen immer gehe. Ich glaube alleine würde ich mich tatsächlich zu alt fühlen obwohl ich das weiß, dass es eigentlich nicht sein sollte.

aber ja ich kann das nichts ablegen. Viel großartig! Ich danke Ihnen für diese wunderbare Episode jetzt ganz zum Schluss, die er erzählt haben aber eben auch für dieses ganze Gespräch. Anlass war ihr Buch Die Sieben Mythen des Alters und wir haben darauf geschaut aus der Perspektive wie viel kann ich in meinem Alter – und zwar gar in welchem Alter!

Aber gut, wir sind normal meistens Bruma ja also im fortgeschrittenen Stadium. was können wir noch reißen? Was können wir verändern? Und die simple Botschaft ist verdammt viel, wenn man sich das bewusst macht. Und sie haben unglaublich bildhafte Beispiele Formulierungen dafür gefunden. also ich kann das Buch wirklich wärmstens empfehlen.

es ist gar nicht so dick hundred-achtig Seiten. Ich habe's einen Wochenende gelesen. Man kann sich auch mehr Zeit nehmen. Es tut gut! Ich danke ihnen ganz herzlich und wünsche ihnen viel Erfolg mit dem Buch Mit ihrer Arbeit Und danke, dass Sie sich die Zeit haben. Vielen herzlichen Dank für die Einladung und ihr auf Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Podcast!

Ja wenn euch die Episode gefallen hat dann gerne einen Kommentar hinterlassen oder eine gute Bewertung auf den großen Podcast-Plattformen. Ansonsten wir hören uns wieder in einer Woche. Dann geht es weiter mit der Staffel Beziehungen diesmal um Paarebeziehungen Kanten, Zürcher, Psychologen. Professor G. Bodemann Bis dahin machts gut!

Tschüss.

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