NZZ Akzent· Folge 1702

Kindesmissbrauch per Livestream: Europäische Täter, philippinische Opfer

Montag, 26. Oktober 2026 · 16 min

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Shownotes

Der 14-jährige André aus Manila wird zu Hause vor die Handykamera gezwungen. Fremde Männer in Europa oder den USA zahlten für pornografische Livestreams, gefilmt von der Lebenspartnerin seiner Mutter. Das ging so lange, bis die Polizei das Haus stürmte. Jetzt ist André in einem Heim für Missbrauchsopfer.

André ist kein Einzelfall: Laut einer Schätzung betrifft dieser Online-Missbrauch eines von 100 Kindern auf den Philippinen. Oft treiben Armut und Verzweiflung Bezugspersonen dazu, solche Taten für wenig Geld zu organisieren.
NZZ-Korrespondent Andreas Babst hat André in Manila besucht. Er schildert die Ermittlungen der Kinderschutzeinheit vor Ort und erklärt, warum die Strafverfolgung der Täter im Ausland so schwierig bleibt.

Gast: Andreas Babst, Südostasien-Korrespondent
Host: Nadine Landert
Redaktion: Lillybelle Eisele

Andreas Artikel findest du hier (nzz.ch/international/kindesmissbrauch-europaee…).

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Dieser Podcast wird präsentiert von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Fachwissen, Praxisorientierung und hochkarätige Dozierende für ihren nächsten Karrierschritt. André kennt den Mann nicht mit dem er per Videokontakt hat. Andrés XIV, der fremde Mann viel älter. Andres zu Hause in seiner Wohnung in der Philippinischen Hauptstadt Manila.

Der fremde Mann weitt weg, Europa oder den USA. So genau weiß er es nicht! Er weiß nur das er jetzt für den Mann in Mädchenkleidern posieren muss und die Partnerin seiner Mutter alles filmt. Andreas Andre der kleine Junge, der eigentlich anders heißt hat dir diese Geschichte ganz persönlich erzählt. Genau, ich habe andere getroffen und er hat mir von diesen Momenten in seiner Kindheit erzählt.

Wie die Partnerin seiner Mutter vor der Kammer gezählt hat für fremde Männer. Und sie hat in diesen Videocalls andere Anweisungen gegeben was sie jetzt vor der Kamera tun soll. Das ging so lange bis im letzten Juni Die Polizei das Haus stimmte Denn die Beabten hatten Hinweise, dass die Frau pornografische Videos von André und seinen Bruder erstellt hat.

Und sie eben an Fremden übers Internet verkauft. Und André & sein Bruder sind in den Philippinen längst kein Einzelfall. Ein großer Teil der Kinderpornographie im Netz stammt aus den Philippinnen. Der Missbrauch geschieht nicht im Darknet sondern zu Hause über das normale Handy. Wie bekämpft man diese Verbrechen wenn die Täter auf der anderen Seite der Welt sitzen?

Darüber sprechen wir im heutigen Akzent mit Südostasien-Korrespondent Andreas Papst. Ich bin auch in Landrat. Wir haben André in einem Heim für Opfer, für sexuelle Gewalt getroffen. Dort lebt er jetzt! Wir haben dieses In-Tür mit Sozialarbeit angeführt, die in Betreuten auch ein bisschen erklärt haben.

Es ist eine schwierige Situation weil... Die Kinder müssen über etwas sprechen, damit sie kaum begreifen können. Also André hat bis die Polizei gar nicht realisiert was da genau passiert und was der Partner eine Mutter macht oder was das für Videos sind. André versuchte auch seine Sozialarbeitung wieder in die Schule zu integrieren.

Das hat noch nicht geklappt also meistens ist er jetzt eigentlich in diesem Heim. Er hat auch eine Therapie. Während des Tages hat er mehrere Aktivitäten, wie Art Therapie und Art. Er ist Teil der Therapie von Freda. Neben den Sozialarbeiten waren meine Übersetzungen dabei. Sie hatte Kinder schon einmal getroffen und deshalb habe ich oft ihr ein bisschen das Sprechen überlassen.

Was sind die Sportkampagnen oder Lerunen? Badminton. Warum möchtest du Badminton? Also, sie versuchte ja wirklich so ein bisschen in den Dialog zu kommen mit anderen. Genau er hat erzählt, dass es irgendeine Befehlenden spielen und dass er Lehrer werden möchte. Das sieht sich wahnsinnig für das Welt an!

Und er sei glücklich, dass man ihn gerettet hat... ...und gleichzeitig traurig, weil er jetzt lebt ist von seiner Mutter. Wusste die Mutter denn gar nichts von dem, was ihre Partnerin mit ihren Kindern gemacht hat? Also laut den Polizeiaxten wussten sie tatsächlich von nicht. Sie hat den ganzen Tag gearbeitet.

Sie arbeitet in einer Kantine und die Lebenspartnerin der Muster sollte auch auf die Kinder aufpassen. Und dass die Polizei erlaubt, zeigt das die Mutter auch die Kinder im Heim besuchen nach. Ja... Dass es angedeutet andere ist Eben kein Einzelfall. Wie verbreitet ist denn das Problem auf den Philippinen?

Ja, also die philippinischen Behörden sind nach den vielen Fällen, die rauskamen in der Nation schon sehr alarmiert, sie sprechen von einem neuen Art des Kindesmissbrauchers. Die Kunden sitzen dabei in Europa und in den USA Und die Täter müssen eigentlich gar nicht mehr in die Philippine reisen wie es vielleicht früher war, dass Kinder schänder in die Philippines gingen die Tat dort beginnen.

Jetzt geschieht das alles über das Internet, sie nimmt Kontakt auf mit Personen im engsten Umfeld der Pfinder und bekommt dann eigentlich Kinderpornografie per Livestream. Das kostet auch sehr, sehr wenig. Die Polizei hat mir gesagt es ist neunundsiebzig Dollar pro Video und es gibt ein Studiast im Jahr zwarteinzehntzwanzig Und laut dieser Schätzung betrifft diese neue Art von Online-Missbrauch eines von hundert Kindern in den Philippinen.

Also in keinem anderen Land gibt es eigentlich an der Ernst so viele Fälle von Online Missbrauch wie in den Philippines. So ma'am can you tell me Andreas, wen hast du da getroffen? Wir haben hier Maria Sheila Portento gehört. Sie leitet die Kinderschutz-Einheit der Philippine Polizei in Manila und sie hat mir erzählt, dass die Einheit ... vor ein paar Jahren nur drei Personen hatten.

Jetzt fühlen sie sich an ganzes Gebäude bei der Philippinsche Preuzheise in Baum gerade aus.". Wir siehten die Arbeit von ihr und ihrem Team aus! Die Arbeit ist viel am Computer tatsächlich. Wir haben uns gezeigt, wie sie am Computer sitzen und sogenannte Cyber-Patrouillinen ausführen. Das heisst, sie scannen eigentlich bekannte Chaträume.

Sie schauen sich vor allem auch Online-Transaktionen an über das Internet. Eigentlich alles was sie irgendwie greifen können weil es ein Missbrauch ja nicht... Im Darknet statt finde ich den Verstecken, sondern wenn man danach sucht, dann findet man ihn auch. Wir kommen die Täter überhaupt in Kontakt mit diesen philippinischen Kindern?

Die Täter nehmen oft Kontakt über Social Media auf mit den Komplizen in der Philippine. Der Kontakt kann auch über Internetforen passieren, bei Polizei sagt es gab schon Fälle wo sich die Täter über Dating-Apps kennengelernt haben und der Mistrache selber als die Videos live streamt. das passiert tatsächlich oft an freizugänglichen Apps wie zum Beispiel Telegram.

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Ja, das habe ich die Polizei auch gefragt und verabotente da mehrere Gründe. Der erste ist ganz einfach – die Sprache. Fast alle in den Philippinen können Englisch sprechen oder mindestens sich auf Englische verständigen. Das macht die Organisation eines solchen Missbrauchs leichter. Der zweite Grund hat sie gesagt ist mobiles Internet, ist überall verfügbar.

sehr willigend im Philippien Trittens gibt es viele Möglichkeiten, Geld aus dem Ausland in die Philippine zu senden. Das hat damit zu tun, dass sehr viele Filipinos im Ausland arbeiten und selber Geld zurückschicken. Und der vierte und vielleicht der grösste Grund ist die Armut im Land. So vor letztem Jahr haben die Arrests von mehreren Mütten abgefahren.

Wow! Potento sagt hier, dass auffällig viele Täter in jungen Müttern sind. Das hat sie selber überrascht. Das sind die jungen Frauen, die früher Mutter geworden sind und eigentlich diesen Missbrauch aus Verzweiflung organisieren. Sie sind überfordert. Sie haben kein Geld oder Ausbildung. Postent hat auch gesagt, dass die Täter im vergangenen Jahr verhasst sind.

oft sehr viel Reue. Sie wissen, dass sie etwas Farsches tun. Manche beten mit ihren Kindern nachdem sie die Videos gemacht haben. Man vergibt ihnen ein bisschen Geld und für Potentus tatsächlich die Armut und ich verzweifle einen riesigen Grund, dass philippinische Frauen bei so einem Mist auch mitmachen.

Und es gibt mittlerweile in den Philippinen mehrere Heime, die Kinder aufnehmen, die natürlich nicht mehr bei der Mutter leben können. Weil dieser Missbrauch daheim passiert ist. Auch André ist jetzt in so einem Heim. In seinem Fall war die Mittäterin nicht die Mutter aber die Partnerin der Mutter – die Polizei hat sie verhaftet!

Jetzt kann man ja auch sagen dass diese Menschen eben Täter und Opfer sind, also Opfer in ihrer schwierigen Lebenssituation, dieser Armut. Ja es ist ein sehr komplizierter Fall. aus Sicht der Philippinen und das sagen mehrere Menschen mit denen ich gesprochen habe, sitzt die richtigen Täter in Europa oder den USA?

Also eigentlich die Männer oder Personen, die zum Missbrauch anstiften? Und es gibt schon auch Stimmen in den Philippien, die sich fragen ob Repression das richtige Mittel ist um hier diesen Problem Einheit zu gebieten. Ob Prävention ist besser wäre Hilfe für die Menschen, die sofort feiern, dass sie Videos ihrer eigenen Kinder verkaufen.

Portento sagt es auch, die Polizistin Aufklärung sei sehr, sehr wichtig. Ihre Beamten halten Vorträge an Schulen in Kirchen und wohnen so eigentlich die Bevölkerung aufzuklären. Und es kann auch die Kinder aufklären, dass sich Betrossene vielleicht auch selber melden. Was machen Portento und ihr Team denn gegen?

Die Warentäter, also die, die weit weg gemütlich zu Hause sitzen? Ja da fängt eigentlich die schwierige Arbeit an weil das der Menschen auf die die philippinische Polizei keinen Zugriff hat. Das heißt, was sie macht ist mit anderen Polizeibehörungen zusammenzuarbeiten. Sich international zu vernetzen und an Konferenzen zu gehen.

Dass man einfach eine Ansprechstelle hat, wo man wenn man etwas findet, wenn man einen Tat in den Philippinen aufdeckt und das Handy durchsucht hat der Komplizin in den Philippines dass man auch die Kontaktdaten der Täter an die richtige Stelle weiter leiden kann. in der Schweiz Kommen solche Fälle zum Beispiel über die Bundespolizeifettball, die sie dann an die Kantone weiterleiten.

Aber diese Kooperation mit anderen Ländern ist nicht immer einfach. Das sagt die filipinische Polizei selber weil auch Kinderpornografie. in den ganzen Cyberdelikten, die es gibt im Internet und viele Stark nach dem Westen beschäftigen hat die Kinderpontografie tatsächlich die oberste Priorität Die Philippinische Polizei hat.

in ihren Statistiken sind siebenzehnte Täter, die im Ausland festgenommen wurden. Danke Informationen aus den Philippinen und das klingt jetzt vielleicht noch wenig aber für die Philippinischen Polizei ist es ein großer Erfolg weil sie ihre Beweise weiter leiten konnte und die Beweise auch verarbeitet worden.

Also das Bewusstsein auf den Philippines scheint da zu sein? Die Polizei wird auch aufgestockt um Verbrechen dieser Art Zu bekämpfen. kann man jetzt also abschätzen, ist der Peak damit erreicht oder wird diese Art von Kindesmissbrauch ein immer noch größeres Thema in der Zukunft? Ja das ist eine schwierige Frage.

Also das Grundsatzproblem auf den Philippinen und auch andere Länder im sogenannten globalen Süden sind natürlich die Armut. In den Philippines hilft die Sprache, aber es gibt auch andere Länder in diesen Internets schnell verfügbar ist, in die man Geld schicken kann. Also die Niederschwelligkeit wie schnell Kinderpornografisch-Natural hergestellt und dann auch überall hin verschickt werden kann das ist ein großes Problem und es glaube ich auch schwer im Zahlen zu erfassen.

Ich weiss nicht ob wir den Peak bei diesem Problem schon erreicht haben. Generell ist durch Online-Kriminalität nur global zu lösen. Ein Land wie die Philippine allein ist chancenlos, die Technologie entwickelt sich wie immer viel schneller als die Gesetze sich anpassen und da hilft tatsächlich nur bewusst sein Schaffen und international Kooperation.

Und was geschieht mit André? Werder bald nach Hause können weil seine Mutter ja eben unschuldig zu sein scheint? Ja, ich glaube langfristig ist es schon die Idee dass er zurück kann. Dass auch seine Brüder würden auch gerne zurückgehen. Das ist alles noch sehr frisch. das ist ja erst im Juni passiert.

Es wird jetzt ein Prozess geben. Die Kinder werden als Zeugen aussagen. Das kann sich alles noch ein wenig ziehen. Ich glaube der Priorität für ihn oder für die Sozialarbeiter um Inherung ist einfach mal... zurück in seine Hauptnormalität kam und zum Beispiel die Schule besuchen kann. Andreas, vielen Dank!

Danke dir lieber Nadine. Und das war unser Akzent mit Südostasien-Korrespondent Andreas Papst und wir noch weitere Reportagen oder spannende Recherchen von ihm und unseren Korrespondentinnen lesen möchten, dem empfehlen wir ein sieben Tage gratis Enzitset Digital Abo. Alle Infos in den Show notes. Ich bin Nadine Landert bis bald.

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