
NZZ Akzent· Folge 1707
Schicksalswahl für Trump: Korrespondentin Isabelle Jacobi zu den Midterms
Samstag, 31. Oktober 2026 · 22 min
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Shownotes
Entscheidungstag in den USA: Bei den anstehenden Midterms stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus, über ein Drittel des Senats und zahlreiche Gouverneursposten zur Wahl. Für Präsident Donald Trump und seine Republikaner steht viel auf dem Spiel, denn selbst in traditionell tiefroten Bundesstaaten wie Texas, Iowa oder Alaska drohen überraschend enge Kopf-an-Kopf-Rennen. Die NZZ-Korrespondentin Isabelle Jacobi ordnet im Gespräch mit Simon Schaffer die Ausgangslage ein und erzählt, wie sie sich auf den grossen Tag vorbereitet und auf welche Rennen sie ihr Augenmerk richtet. Während Umfragen einen Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus nahelegen, bleibt das Rennen um den Senat extrem eng umkämpft. Beide Lager bereiten sich hinter den Kulissen bereits mit Heerscharen von Anwälten auf juristische Auseinandersetzungen vor.
Dies ist die letzte Folge von «NZZ Akzent – der Samstag». Jeden Samstag haben hier die Hosts Alice Grosjean und Simon Schaffer einen der NZZ-Auslandskorrespondenten über ihre Arbeit und ihr Leben ausgefragt. Die regulären Folgen «NZZ Akzent» gibt es wie gewohnt montags bis freitags.
Gast: Isabelle Jacobi, politische USA-Korrespondentin in Washington DC
Host: Simon Schaffer
Die neusten Texte von Isabelle Jacobi gibt es hier bei der NZZ (nzz.ch/impressum/isabelle-jacobi-ld.1840955).
Hier zum Live-Ticker der NZZ zu den Midterms (nzz.ch/international/midterms-2026-der-kampf-u…) 2026.
Hier (live.nzz.ch/de/events/nzz-geopolitik-live/nach…) könnt Ihr Euch für die Live-Veranstaltung von NZZ Geopolitik zu den Midterms am 4.11.2026 im Zürcher Kaufleuten anmelden.
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Dieser Podcast wird präsentiert von der Hochschule für Wirtschaft FHNW. Fachwissen, Praxisorientierung und hochkarätige Dozierende – für ihren nächsten Karrierschritt! Die Republikaner befinden sich also in Orten, in der Defensive, wo sie eigentlich mühelos siegen sollten. Wie in Iowa, Kansas, Texas, Alaska – das sind tiefrote, tiefrepublikanische Staaten und doch sind das Kopf an Kopfrennen und das gab es so noch nie oder schon lange nicht mehr.".
Und mittendrin unsere Korrespondentin Isabel Jakobi. Diese Prognosen sind, wie wir wissen immer mit sehr viel Vorsicht zu genießen. Trump und die Republikaner wurden in Vergangenheit immer wieder unterschätzt – vor allem im mittleren Westen. Aber Isabelia Kubi macht das ja auch nicht zum ersten Mal! Von dem Jahr zwei Tausendundsebzehn bis zum Jahr zwanzig war sie für Radio SRF-Korrespondentin in Washington, betreute später bei der NCZ den Zürich das USA-Dosier Und seit September ist sie für die NZ zurück in Washington, D.C., rechtzeitig für einen Wahltag am dritten November, der es in sich haben wird.
Auch an den Gerichten steht die Alarmstufe auf rot. Man bereitet sich auf eine wilde Wahlnacht vor – fast wie auf einer Katastrophe! So wollen auch wir uns etwas vorbereiten... Wie geht unsere politische Korrespondentin in den USA vor, wenn in einem Rutsch alle fünfzig Gliedstaaten ihrer Abgeordneten einen Teil ihrer Senatoren und dazu noch viele Gouverneure neu wählen?
Das ist die letzte Samstagsfolge von NZ Akzent. Mehr dazu dann am Schluss. Mein Name ist Simon Schaffert. Willkommen! Ich möchte mal so anfangen. Fühlt sich eigentlich jede Midtermswahl an wie die wichtigste aller Zeiten? Ja, ich hatte das Vergnügen, die mit Termenwahl zu verfolgen in Washington. Und da war die Stimmung sehr ähnlich muss ich sagen weil da war Trump auch zwei Jahre Präsident und die Demokraten waren sehr motiviert ihm eine Wahl schlappe zu verabreichen.
Ich würde sagen, die Nervosität ist etwas höher. Also inzwischen haben die Demokraten ja eine zweite bittere Niederlage gegen Trump eingetragen vor zwei Jahren und sie sind sich nicht mehr so sicher ob Sie wirklich siegen auch wenn alles dafür spricht. Es steht tatsächlich viel auf dem Spiel für alle.
President Trump konnte bis hier einigermaßen durchregieren, beide Kongress kamen auf seiner Seite in republikanischer Hand mehr oder weniger trotz abweicheln. Jetzt werden dann im Repräsentantenhaus alle vierhundertfünfunddreißig Plätze neu gewählt. im Senat sind es fünfunddreißig von hundert und dann kommen da noch neunund dreißig Governorswahlen in den Bundesstaaten selber.
Wie entscheidest du eigentlich zwischen all diesen Rennen? Hier gebe ich meine Aufmerksamkeit rein. Ja es gibt Eine Anzahl von Rennen im Repräsentantenhaus, die entscheiden werden ob die Demokraten die Mehrheit wieder erlangen. Im Repräzentantenhaus da mache ich eine relativ strenge Auswahl weil das Schweizer Publikum ist ja nicht interessiert an diesen einzelnen Kandidaturen in diesen einzelne Bezirken.
Da versuche sich so eine Liste Bezirken aufzustellen, vielleicht fünf, sechs BezIRKE die für etwas stehen. Und da habe ich zum Beispiel den zweiten Distrikt von Virginia. jetzt wird es etwas nördiger herausgesucht weil das ist so ein Bezirk der sehr swingy ist also der oft wechselt Und wir haben dort viel Militär.
Das ist den Norfolk, wo sich der größte Navy-Stützpunkt befindet. Es gibt aber auch Landwirtschaft es gibt sehr viele Vorstädte es gibt einen breiten Mittelstand. Wenn die Demokraten dort nicht gewinnen und Trump hat ganz knapp gesiegt vor zwei Jahren wenn die Demokraten da nicht gewonnen dann haben sie ein Problem weil Virginia ist ja an der Ost küstet kann man relativ früh sagen wohin etwa der Wind bläst.
Das heißt, während die Ergebnisse ausgezählt werden wird das dein erster Blick sein wo man dann extrapolieren kann. Also die Wahl lokale schließen um sechs Uhr abends in Florida und Virginia Und da werden ja die ersten Resultate kommen. In Florida sind die Latinos interessant, ihr Wahlverhalten. halten sie den Republikanen die Treue vor allem die Latinos in Miami-Dade.
Sie haben ja dazu beigetragen dass Präsident Trump vor zwei Jahren gewählt wurde. oder gehen sie zurück zu dem Demokraten weil sie frustriert sind von der Inflation von den hohen Energiepreisen und der Immigrationspolitik? Tatsächlich kann man also aus bestimmten kleineren Wahlkreisen schon recht früh die Trends ablesen, wie der Rest des Landes abstimmen könnte.
Eben weil diese Wahlkreise sozusagen Miniversionen der USA sind. Isabel betont aber auch es sind dann ja doch hunderte Einzelnerinnen und Kandidaten im ganzen Land, die für die Sitze im Repräsentantenhaus kandidieren – und da spielen natürlich viele Faktoren rein. Trotzdem fast alles was wir wissen, wissen wir nur aus diesen Wählerbefragungen!
Diese Prognosen sind, wie wir wissen immer mehr sehr viel Vorsicht zu genießen. Trump und die Republikaner wurden in Vergangenheit immer wieder unterschätzt vor allem im mittleren Westen. Das hat verschiedene Gründe, die ich jetzt da nicht aufrollen will. Aber alles in allem kann man sagen dass die Demokraten das Repräsentantenhaus sehr wahrscheinlich zurückgewinnen werden weil die Post so deutlich sind.
also diese Prognosen befinden sich außerhalb der Fehlermarsche und dort sind die Umfragen eigentlich dann in diesem Bereich doch auch im Vergangenheit relativ präzise gewesen. Die Frage ist natürlich wie viele Sitzgewinne die Demokraten machen. ein anderer Hinweis ist dass die Republikaner ja ihr Geld vor allem in den Senatswahlen ausgeben und weniger, in den Wahlen für das Repräsentantenhaus.
Da sieht man auch, dass sie wahrscheinlich diese Mehrheit schon ein bisschen sich damit abgefunden haben, dass Sie die Mehrheit im Repräzentantenhaus verlieren. Beim Senat wird es sicher sehr knapp – die Demokraten sind eigentlich nicht in einer sehr günstigen Ausgangslage, da sie vier Sitze gewinnen müssen um die Mehrheiten zu erringern im Senat und gleichzeitig müssten sie ja auch mehrere verteidigen.
aber weil das generelle Klieb recht gut ist für sie, weil Präsident Trump tiefe Beliebtheitswerte hat. Sehr unbeliebt ist also... sehr unbeliebt, fast wie kein Präsident zuvor. Zu diesem Zeitpunkt der Amtszeit also vielleicht George W. Bush. deshalb scheint ein demokratischer Erdrutsch-Sieg möglich zu sein.
die Republikaner befinden sich in Orten in der Defensive wo sie eigentlich mühelos siegen sollten wie in Iowa, Kansas, Texas, Alaska. das sind tief rote, tief republikanische Staaten und doch sind das Kopf an Kopfrennen oder schon lange nicht mehr. Ich bin immer wieder auf diesen Begriff des Toss-Up gestoßen, also man werft die Münze eigentlich, fifty-fifty Chancen.
Genau beide liegen gleich auf, also innerhalb der Fehlermarsche auch. Im Moment habt man ja nur diese Polls und du hast es schon angedeutet sie sind mit Vorsicht zu genießen. was hältst Du eigentlich selber von diesem... Es ist ja auch eine Umfrage Politik manchmal ein Umfrage Journalismus fällt mir manchmal auch auf.
Also die haben Nachteil um Vorteile oder? Es ist unglaublich, wie viel Geld ausgegeben wird für diese Umfragen. Und dann sind sie trotzdem immer wieder unpräzise und man versucht sie präziser zu machen. aber es sind halt einfach Prognosen die von sehr vielen Faktoren abhängen. Es ist immer wieder schwierig die Leute zu erreichen vor allem die Leute im rechten Lager zu erreichen.
Die geben eigentlich viel weniger gerne Auskunft als die Demokraten und dann muss man das quasi mathematisch nachkorrigieren. Und das ist dann immer so ein Handgelenkmal Pi-Angelegenheit. Und trotzdem gibt es all diese Unfragen. Die Kandidaturen richten sich danach, das Geld wird dementsprechend ausgegeben.
also Parteistrategen entscheiden welche rennen sie finanzieren welcher nicht. Also die Puls haben einen großen Einfluss auf die Wahlen und am Ende ist man doch immer wieder überrascht je deutlicher Sie sind desto wahrscheinlicher treffen sie zu Und in der Wahlnacht muss man die auch gleich fortwerfen.
Also dann geht nur noch das harte Resultat und all diese Spekulationen zuvor sind eigentlich nicht dick. Ja, weil Statistik ist immer noch Statistick und wenn es in den Sehnen neunzig zu zehn ist gibt es halt immer noch die Möglichkeit dass es bei den Zehen landet? Ja also ich meine die Demokraten... Es kann gut möglich sein dass die Demokraten in allen Gliedstaaten in denen sie jetzt überraschend kompetitiv sind gerade knapp verlieren.
haben wir ein anderes Resultat, das jetzt vorhergesagt wird. Dass sie teilweise in diesen konservativen Staaten den Senatssitz holen. Lass uns mal noch mehr über die Demokraten sprechen und ihre Situation. Wo befinden sich die Demokraten gerade? Wie hast du sie wahrgenommen auch in den letzten Wochen wenn du zum Teil unterwegs warst?
Ich würde die Demokraten So beschreiben sie, befinden sich in einem Wechselbad der Gefühle. Sie können es kaum erwarten im Kongress wieder an die Macht zu kommen und sind deshalb fast euphorisch weil eben die Zeichen gut stehen für sie. aber gleichzeitig sind sie extrem nervös Denn die Niederlage vor zwei Jahren steckt noch sehr in den Knochen.
Trump-Seek war für die Demokraten traumatisch eine tiefe Angst, diese Enttäuschung wieder zu erleben. Also eine große Unsicherheit auch neben der Euphorie und das konnte ich zum Beispiel an einem Rally in Atlanta spüren. die Leute sind entsetzt wie Präsident Trump das Land regiert und sie sind extrem motiviert ihn zu bremsen und die Wahlbeteiligung der Demokraten wird deshalb sehr hoch sein.
Und die Frage ist dann, lässt sich diese Energie bei Demokraten, die ja sowieso schon wissen was sie wählen wollen überschwappen kann auf Nichtwählerinnen und die Unentschiedenen? Ja das ist sicher auch etwas dass Sie schaffen müssen oder primär die Basis herausholen und dann auch unabhängige Wähler und gemäßigte Republikaner vielleicht sogar an Bord holen.
Aber die Grundstimmung ist erstaunlich deprimiert der Demokraten. Das hat mich erstand! Wir sind gleich zurück. Heben Sie mit uns ab! Mit einer Weiterbildung an der Hochschule für Wirtschaft FHNW bringen sie ihre Karriere auf die nächste Stufe. Finden Sie jetzt Ihre passende Weiterbildung. Da macht sich auch eine gewisse Nervosität bemerkbar.
Die Republikaner sind aber aus Überzeugung fast immer siegesicher, Sie hoffen darauf dass am Ende die Republikana ihre Basis doch der Partei treu bleibt weil es einfach keine Option ist für einen Demokraten zu stimmen. und das ist auch so. die politische Landschaft in den USA ist alles andere als elastisch.
also es gibt immer weniger Wechselwähler Es gibt eigentlich immer weniger unabhängige Wähler, die wirklich unabhängig sind. Aber schließlich wird es bei den Republikanern darum gehen, ob sie ihre Basis herausklopfen können. Weil die Mithorms haben nicht traditionell eine hohe Stimmbeteiligung und deshalb ist auch Donald Trump unterwegs im ganzen Land um seine Fans herauszuklopfen, die an sich nicht extrem politisch interessiert sind sondern einfach Anhänger von ihm sind.
und deswegen ist er überall unterwegs im Land und versucht seine Basis zu mobilisieren. Trump selber steht ja nicht zur Wahl, aber für die einen – für den harten Kern, die Markerbewegung geht es eben doch um ihn! Aber was ist mit den anderen? Trump konnte vor zwei Jahren viele Latinos, Afroamerikaner und Jungewähler doch noch für sich gewinnen.
Es ist nun unsicher ob die nun alle für die republikanischen Kongress- und Senatskandidaten stimmen werden. kommenden Dienstag. Gehen wir mal zu diesem Dienstag im dritten November hin, jetzt für dich auch. Wie wird die heiße Phase dann für dich aussehen nächsten Dienstag? Also am Morgen werde ich zu einem Waldokal in der Nähe von Washington fahren Also entweder nach Virginia oder nach Maryland.
Und dort werde ich Wähler befragen und Wählerinnen, diese kleinen Schnipsel werden in unserem NCZ-Ticker zu sehen sein der im Newsroom in Zürich gesteuert wird. Werde ich verlinken? In der Folgenbeschreibung ja! Dann bereite ich am Nachmittag sicher Teile meiner Analyse in der Wallnacht vor. Ich muss dann sehr schnell schreiben innerhalb von ein paar Stunden und werde etwas in Szenarien denken, da werde ich auch vielleicht Teile vorbereiten.
Was bedeutet das wenn die Demokraten das Repräsentantenhaus zurückholen? Was ist dazu erwarten in der nächsten Zeit? Dass sich das einfach so wie ... herbeiziehen kann, dann wenn ich sehr schnell einen Artikel scheiden muss. Und dann um achtzehn Uhr also Mitternacht in der Schweiz schließen die ersten Mal lokale, dann fokussiere ich mich auf die Resultate, schreibe kurze Einschätzungen für den Ticker wiederum und ab zwanzig Uhr kümmere ich mich dann um die Analyse, die ich scheide werde für den Morgen in der Schweizer mit dem Ziel etwa um acht Uhr zu publizieren.".
Das heißt das wird eine lange Nacht für dich und alle anderen? die damit arbeiten. Das ist so, ja ich denke um zwei Uhr kann mich dann aufs Ohr legen. Denkst du eigentlich dass Trump die Ergebnisse akzeptieren wird? Das ist unberechenbar. wenn es ein knappes Ergebnis gibt oder der Senat auf der Kippe steht wird er wahrscheinlich klagen.
Also dann gibt es einen breiteren Rechtsstreit, das Justizministerium hat ja bereits zwei Beschwerden eingereicht gegen Alaska und Kalifornien und damit auch signalisiert dass sie planen aktiv zu sein. Es ist gut möglich, dass in der Wahlnacht oder schon vorher ein Rechtstreit ausbricht. an mehreren Schauplätzen Bei den Demokraten steht eine Heerschauer von Anwälten bereit, um auf Klagen der Trump-Regierung zu reagieren.
Und man muss sagen das ist außergewöhnlich denn eigentlich ist es klar in der amerikanischen Verfassung dass die Gliedstaaten für die Wahlen verantwortlich sind nicht die Regierung in Washington. aber ja das kann ein größeres Chaos ergeben. In Washington gibt es einen sogenannten War Room also ein Kriegszentrale der Demokratie wo die Verteidigung gegen solche Vorstöße koordiniert wird, im ganzen Land auch mit Anwälten in der Gliedstaaten oder demokratischen Regierungen einen gewissen Gliedstatem wie Michigan zum Beispiel.
Auch an den Gerichten steht die Alarmstufe auf rot. man bereitet sich ja auf eine wilde Wahrnecht vor fast wie auf einer Katastrophe und je nachdem was passiert können die Midterms sehr lange dauern, eventuell bis am dritten Januar wenn der neue Kongress tagt und tagen muss laut Verfassung. Und bis dahin müssen dann alle juristischen Fragen abgeschlossen sein oder die Enten werden dann einfach gekappt, wenn sie nicht fertig sind?
Also nach Verfassung müsste der Kongress tagen aber es könnte am drittem Januar selber auch noch Rechtsklagen geben über die Prozedur wie der Kongresse zusammengesetzt wird. Potenziell, also das sind jetzt die schwarzsten Prognosen. Könnte es zu einer Verfassungskrise kommen, die länger dauern würde?
Also sich noch bis in den Januar hinausziehen würde. Weil alles nach oben weitergezogen wäre bis zum Supreme Court? Ja, das würde dann der Supreme Court letztlich entscheiden müssen. Zum Schluss jetzt noch... Welches Rennen beschäftigt dich eigentlich am meisten? Du hast schon gesagt, worauf du achten wirst in dieser heißen Phase wo du hinschauen willst.
Du hast diese Liste erwähnt, wo du dann so schnell ablesen kannst ob es gewisse Trends gibt. Wo schaust du nebenbei noch hin? weil das sind ja wirklich eben sehr viele interessante Rennen. Ich schaue vor allem auf diesen Arzt-Rennen. Das ist wirklich das spannende. diesmal gelingt es den Demokraten republikanische Hochburgen wie Alaska, Iowa Ohio oder sogar Texas und Florida zu erobern, das würde die politische Dynamik in den USA ziemlich verändern.
Und wäre eine Sensation? Dann schaue ich auch darauf ob diese sehr linken Kandidaten, die linkspopulistischen Kandidatinnen in Michigan zum Beispiel und in Maine siegen können. da habe ich eher meine Zweifel. wenn Sie siegen wäre das ein Zeichen eines Ja, einen folgreichen Linksrucks der Demokraten. Wenn sie nicht ziegen, dann stärkt das die Zentrumsdemokraten.
Das ist auch sehr relevant für die Präsidentschaftswahlen. zwanzig, achtundzwanzig und dann gehen nach den Mitteln sofort die Präzidentschaftswahlen los. Die Demokraten planen schon Mitte November eine große Konferenz in Denver mit dem Titel What's Next? Eine Verschnaufpause wird es also kaum geben. Genau deshalb auch die Frage vorher wo schaust du hin wen beobachtest du?
Wer ist hier vielleicht auch besonders geblieben? von Reisen, Reportagen und so weiter? Also das war ein Rally vom Senatskandidaten Jonossoff. Ein bisheriger Senator, ein Demokrat der wahrscheinlich gewinnen wird. Jonosof ist ein sehr talentierter Politiker, ein talentierender Redner Und er konnte dann diese Hoffnung in den Demokraten wecken.
Am Ende waren alle sehr optimistisch und ja, wenn er stark gewinnt in Georgia, ist der sicher jemand, der auf dem Ticket der Demokraten stehen könnte – zwanzig, achtundzwanzig! Er sagt zwei Wolle nicht kandidieren aber ist einer, der das Talent hätte, denke ich. Hatte Barack Obama auch gesagt, dass er nicht kandidieren wolle zuerst?
Das stimmt, das sagen sie alle. Er ist noch sehr jung Es ist noch unterführt sich Ossoff. Aber ja, es gibt viele Leute die Ossoffen mit Obama vergleichen. Das ist aber auch immer mit Vorsicht zu genießen. Aber er wäre sicher jemand der auch das Charisma hätte, den amerikanischen Volk und einer Mehrheit des amerikanlichen Volks zu packen.
Nach der Wahl ist vor der Wahl? Genau! Danke schön, Isabelle. Ich wünsche dir dann viel Energie für kommenden Dienstag! Danke Simon, danke vielmals. Ich hoffe dass ich bis dann diese Erkältung losgeworden bin. Man hat es nicht gemerkt... ...die man etwas gehört hat? Nein. Vielleicht okay. Also am Dienstag geht es los und am Mittwoch wissen wir hoffentlich schon mehr.
Hoffentlich. Und wer dann nicht zu Hause stillsitzen kann, kann am MittWochabend nach Zürich kommen ins Kauf läuten. Mein Kollege David Vogel zeichnet da live den Podcast NZ Geopolitiker auf mit der Amerikanistin Claudia Franziska Brüwiler und dem Schriftsteller Jonas Löscher. Kommt vorbei, der Link zu den Tickets ist in der Folgenbeschreibung.
Mit dieser Samstagfolge von NZ Akzent endet dieses Format hier leider – nicht die Akzent aber die Samstagsfolgen! Insgesamt haben meine Kollegen Alice Grosjean und ich hier eine Korrespondentin oder einen Korrespondentin der NSZ zu ihrer Arbeit befragt. Mit fünfundzwanzig Folgen haben wir nicht einmal alle unsere Leute in aller Welt durchgeschafft, das ist vielleicht ein kleiner Trost nämlich dass die NSZ so ein großes Netz von Auslandskorrespondenten in aller welt hat und das in einer Zeit wo viele mit ihnen gerade sparen.
Wir werden die Gespräche fehlen. Das Ende hängt auch damit zusammen, dass ich selber mich weiterbewege und in den kommenden Monaten weiterziehe. Vielen Dank also für die Aufmerksamkeit im Samstag und für das Interesse an der Arbeit von engagierten Journalistinnen und Journalisten. Mein Name ist Simon Schaffel.
Danke schön!