On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 6

Auf einen Kaffee mit Salaputia Brass - Braucht es noch eine Weihnachts-CD?

Montag, 1. Dezember 2025 · 46 min

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Shownotes

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Ich habe mich mit Felix Eckert (Posaune) und Peter Dörpinghaus (Trompete) von Salaputia Brass getroffen und über ihre neuste Weihnachts-CD gesprochen. Es gibt viel Musik und Einblicke in die Produktion. Und man kann es zusammenfassen, ja, diese CD braucht man unbedingt
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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge auf einen Kaffee mit dem Kurzformat hier beim Blasmusik-Podcast. Ich treffe mich hier mit meinen Gästen immer auf einen Kaffee lang, um mit ihnen über ein Thema zu sprechen. Und heute sind zwei Musiker von Salapuzia Brass bei mir. Der eine ist Felix Eckert, den kennen vielleicht einige Hörer schon, denn er war schon zu Gast und ist auch ein Studienkollege von mir?

Er selbst ist Soloposaunist in München beim BR Symphonieorchester und als zweites den musikalischen Leiter, Chef von Salapuzia Brass, Peter Dörbinghaus. Wir sprechen über ihre neueste CD-Produktion, das heißt, es gibt auch wieder viel Musik zu hören. Und wir gehen natürlich der Frage nach, braucht es noch eine Weihnachts-CD?

Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit Salapuzia-Bras. Wie trinkt ihr euren Kaffee? Felix.

Ich bin ein bisschen verrückt mit Kaffee. Also es gibt bestimmt verrücktere, aber so ein bisschen verrückt bin ich auch. Und ich bin schon bei den Puristen, also Schwarz, am liebsten doppelten Espresso.

Okay. Peter.

Ich trinke ihn trinke mit Milch. Schaum. Also ich bin sehr empfindlich geworden nach der letzten Lungenzündung, die ich im Januar hatte. Direkt vor der Aufnahme übrigens unserer CD. Und seitdem habe ich das Gefühl, wenn ich Kaffee trinke, dann fange ich viel schneller an zu zittern. Und dann beim Trompete-Spielen ist es manchmal eher so semi-gut.

Deswegen trinke ich nur noch ganz an ausgewählten Tagen Kaffee.

unknown Okay.

Kommt drauf an, was man spielen muss, finde ich. Wenn es Beerdigungen sind, ist es doch ganz gut.

Italienische Literatur geht sehr gut so.

Okay. Also, ich habe hier zwei Blechbläser von Salapuzia-Brass sitzen. Wollt ihr euch ganz kurz vorstellen?

Gerne. Also mein Name ist Felix Eckert, ich bin Rosalist, ich lebe in München, spiele dort im Orchester und bin von Anfang an dabei, seitdem ein zehnköpfiges Salapuja-Brass-Blechbläserensemble besteht. Ein zwölfköpfiges Salaputija-Brass-Blechbläserensemble besteht. Und freue mich jedes Mal, wenn ich meine alten Kumpels wieder treffe, weil es ist so eine ehemalige Jugendorchester Backrow, die sich da zusammengefunden hat und die das nach wie vor seit ungefähr 15 Jahren aufrechterhalten.

Ja, mein Name ist Peter Dörwinghaus, ich bin Trompeter, lebe in Berlin, ich bin hier im Konzertosorchester Trompeter. Aber nicht nur da, ich spiele auch noch auf diversen Festivals und anderen Kammermusikgelegenheiten unterrichte an verschiedenen Hochschulenkammermusik auch. Und genau, das ganz besondere Herz schlägt für Salaputja Brass, wo ich seit 2007 mit dabei bin, als wir uns als Quintett ganz ursprünglich mal für Jungmusiziert gegründet haben.

Felix, du warst ja schon mal zu Gast beim Podcast. Ja. Und von dir ging natürlich jetzt auch so ein bisschen die Initiative aus. Du hast gesagt, ihr habt da so ein ganz tolles Album aufgenommen. Und ob ich mir das nicht mal anhören möchte. Und da kann ich natürlich nicht Nein sagen. Bei Blechbläsermusik bin ich sowieso immer dabei.

Und also vorneweg, ich bin sehr begeistert von der Platte, muss ich echt sagen. Vielen Dank. Schöne Sachen. Und ich finde es so schön. Oder bevor wir in die CD gehen, sollten wir vielleicht eine Sache noch klären. Ich vergaß. Warum der Name?

Der Name der Platte. Achso, der Name der Platte. Also da haben wir jetzt den Erfinder des Namens direkt vor uns. Das kann der Peter vielleicht aus allererster Hand erzählen.

Wir waren alle schon immer sehr gute Schüler zu Schulzeiten. Und gerade ich war besonders gut in der Schule. Paradedisziplin. Latein. Latein. Da konnte ich wirklich gar nichts, null. Und da habe ich einfach nur hinten in der letzten Reihe gesessen und habe den Stohas, dieses Wörterbuch durchgeblättert.

Nach irgendwelchen lustigen Übersetzungen habe mir die markiert und irgendwann kam dann Salaputo um. Ich glaube, es ist U-Deklination, wenn ich mich nicht täusche. Das heißt, ja, das heißt, der Zwerg oder der geile Knips. Und da haben wir gedacht, als wir da 17, 18 waren, wäre doch eine lustige Idee, wenn wir uns die geilen Knipsen nennen und mit 60 immer noch auf der Bühne rocken.

Das ist auch bei Ursprungsgedanken.

Der geile Knips, auch schön. Okay, so kommt man zu einem Namen, der eloquenter klingt als die Übersetzung, auf jeden Fall. Das stimmt, ja. Okay, kommen wir zur Platte. Es heißt Christmas with Salapuzia Brass. Let it swing. Und ihr schreibt so schön in dem Booklet und das glaube ich, ist bei vielen tatsächlich der erste Gedanke.

Bei mir war das gar nicht so, weil ich vielleicht auch Blechbläser bin, aber die Frage, warum brauchst du nochmal eine Weihnachtsplatte? Also ich stehe jetzt sowieso auf Weihnachtsplatten. Also damit kann man mich sofort abholen. Weil ich finde ja, es gibt nichts, was mehr gecovert wird als Weihnachtslieder und gute Arrangements zu finden, die kreativ sind, dann muss man Weihnachtsplatten rausholen.

Deswegen stehe ich so ein bisschen auf Weihnachtsplatten. Warum habt ihr eine aufgenommen?

Also wir haben uns sehr lange, wir haben das sehr lange als für nicht wichtig erachtet, dass wir auch noch eine Weihnachtsplatte aufnehmen. Genau wie du gerade schon skizziert hast, weil es einfach schon sehr viele davon gibt. Und irgendwann haben wir uns da entschieden, dass wir doch jetzt unbedingt eine Weihnachtsplatte aufnehmen wollen.

Ja, man muss dazu sagen, Entschuldigung, ich wollte nur dazu sagen, also der Wunsch nach einer Platte war schon sehr lange da. Wir haben nur gedacht, der braucht es denn jetzt noch eine Platte. Das war auch die Frage.

Und was war dann jetzt, aber was war jetzt der ausschlaggebende Punkt, dass ihr gesagt habt, okay, jetzt dann doch.

Wir haben da sowas, noch was anderes in der Mache, das aber noch nicht dieses Weihnachten rauskommt. Weißt du, Weihnachten, das ist ja so ein wiederkehrenderkehrender Termin, das gibt es ja irgendwie ungefähr jedes Jahr.

Das ist ziemlich verlässlich auch, finde ich.

Relativ, ja. Also immer so um den 24. Dezember herum. Und also wir haben da sowas noch in der Pipeline, was aber nicht an diesem Weihnachten veröffentlicht werden wird. Und vielleicht werden dann manche Sachen auch noch ein bisschen klarer. Aber wir haben uns gedacht, wenn wir jetzt so eine Weihnachtsplatte aufnehmen, dann wollen wir jetzt nicht so einen Friedenfreude Eierkuchen, schönen Blechbläser, Gold, glänzend, wunderbar, nochmal den schönen Satz von Maria durch einen Dornwald ging, wie es schon hunderte Aufnahmen gibt.

Sondern wir haben uns gedacht, wir wollen den Fokus ein bisschen auf was anderes legen, wenn dann, nämlich tatsächlich viel auf die amerikanischen Christmas Songs und haben dann im Endeffekt, wie für uns eigentlich typisch, komplett neu alles geschrieben oder schreiben lassen.

Genau, also ergänzend kann ich mal sagen, was ich auch eben angeschnitten habe, schon, also wir haben schon lange natürlich Bock auf das Weihnachtsalbum. Also ich meine, welches Blechbläser-Ensemble sagt denn auch das Weihnachtsgeschäft, da wollen wir nichts mit zu tun haben. Uns war es aber wichtig, dass wir uns erstmal etablieren, wie wir uns als Profil darstellen.

Also wir haben in den anderen CDs immer Originalkompositionen dabei, wir haben auch zeitgenössische Musik dabei. Wir wollten uns wirklich positionieren als ein Blechbläser-Ensemble, was in der Kammermusik ernst genommen wird. Also nicht nur im Blechbläserkreisen, sondern vielleicht auch von anderen MusikinstrumentalistInnen.

Und deswegen wollten wir jetzt nicht mit der zweiten CD direkt so ein Best of Christmas machen, sondern haben das so ein bisschen auf die lange Bahn geschoben und dann haben wir irgendwann gesagt, okay, pass auf, jetzt haben wir ein paar richtig gute CDs gemacht, mit denen wir echt happy sind. Ich glaube, jetzt habt ihr das schon.

Ich habe aufgehört, ich meine, sechs.

Sechs CDs habt ihr schon.

Und da habe ich gedacht, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, dass wir mal uns selbst belohnen mit einem Weihnachtsalbum.

Okay. Wenn man, also Weihnachtsrepertoire ist ja super vielfältig. Von wir spielen nur die Klassiker bis wir spielen dann doch mal irgendwelche Songs, die kennt man, aber hört man gar nicht so oft. Und dann, wenn man sagt, okay, man will irgendwie so ein bisschen eher die Weihnachtsliteratur erschließen.

Wie habt ihr die Songs rausgesucht?

Ja, also es ist, was Felix schon sagte, es wird noch einen größer zugebenden Zusammenhang, der wird sich irgendwann offenbaren.

Okay, ihr wollt ja auch gar keinen Tipp mal geben.

Es gibt es gibt quasi eine Story, mit der die ganzen Stücke verbunden sind. Das war der ganz ursprüngliche, oder das ist die Idee dahinter. Und das wird sich irgendwann, diese Story kommt erst noch raus. Also wir haben jetzt eine reine Musik-CD und der Plan ist, dass wir noch eine richtige Geschichte dahinter veröffentlichen werden.

Die ist aber noch in der Schublade. Das heißt, da können wir noch nicht so viel. Vielleicht. Da gibt es noch ganz viele Optionen. Die ist noch in der Schublade. Das bleibt ja noch zum Beispiel. Wäre durchaus denkbar. Und genau, aber das ist natürlich der erste Fahrplan und dann muss man einfach schauen, wie kann man das Ganze zusammenbasteln.

Und das ging natürlich dann auch in Zusammenarbeit mit den Arrangeuren. Also dass wir natürlich auch da, wenn ich dann Stefan Stadtfeld, Igo Luis oder Manfred Hornenschläger angerufen habe, dann geht es natürlich auch da, worauf haben die Bock, was ist, was geht bei denen so auf? Was haben die denn Lust?

Also wenn ich jetzt sage, ich hätte gern genau das Stück oder genau das, wird das, glaube ich, schon auch gut bei denen, aber so, dass es so richtig zündet, ist natürlich auch so, dass die Arrangeure selber richtig Bock drauf haben sollten, damit es auf dem Niveau ist, wo sie ja schreiben können.

Ja, es ist natürlich auch geiler, wenn die Idee von einem selber kommt, von so einem Stück, wenn man sagt, ich würde gern das in dem Stil oder mit der Idee neu arrangieren.

Genau, also auch da vom Stil, da machen wir eigentlich nie Vorgaben oder äußern wir große Wünsche. Auch da ist es immer, wir öffnen die Tür für einen Arrangeur und sagen, wir brauchen das oder das, es soll aber ungefähr in die Richtung gehen und der Rest ist ja natürlich in der Hand desjenigen, der die Noten schreibt.

Okay, aber hättet ihr, also ihr habt jetzt 14 Stück euch rausgesucht. Und wie einigt man euch? Also klar, ihr wollt eine Geschichte drum bauen, aber es gibt trotzdem gibt es ja Weihnachtssongs, die kann man ja textlich vielleicht auch ein bisschen austauschen. Weil es geht ja immer nur um Weihnachten.

Es geht vor allem, wenn man keinen Text hat, geht es ja immer nur um, also wirklich nur um die Gefühle, es geht ja nur um das Klangerlebnis, da geht es ja wirklich null um den Text und solches erstmal.

Aber wie habt ihr euch jetzt festgelegt, was ihr da machen wollt? Oder hätte es mehr gegeben? Oder habt ihr euch relativ schnell auf die 14 da geeinigt?

Nein, also es geht meistens, also auch jetzt planen wir natürlich schon die nächste CD und wenn wir da erstmal schauen, was da drauf kommen kann, dann stehen da erstmal, weiß ich nicht, bei der Weihnachtsdinner stand bestimmt 80 Titel oder so nochmal auf der Liste. Und dann wird das ganz schnell runtergebrochen, dass was mit Blechbläsern praktikabel ist, was nicht praktikabel ist, dann guckt man natürlich auch, berücksichtigt man, also wenn es jetzt so absolute Hits gibt im Blechbläserbereich schon, dann versucht man da jetzt, glaube ich, nicht unbedingt erst noch den einen draufzusetzen.

Das lässt man dann einfach stehen von anderen Blechbläser-Essemble und sucht dann sich andere Werke.

Zum Beispiel? Also welches habt ihr nicht.

Also zum Beispiel, es gibt, äh, ich liebe die Platte von German Brass mit dem südamerikanischen Weihnachtsflair. Da kann man, also das, weiß nicht, das ist deren Ding gewesen und das ist unschlagbar, was in die Richtung geht. Und da gibt es auch von London Bros, ne, oder doch, London Bros ist es, gibt es auch eine super Weihnachts-CD.

Das sind so die Weihnachts-CDs, die ich auch sehr gerne privat höre. Und dann guckt man, okay, in welche Richtung könnte es denn gehen? Also versuchen wir irgendwo was draufzusetzen, was natürlich Quatsch ist bei den zwei großen Namen oder versuchen wir, einen dritten Weg zu gehen. Und dann geht es natürlich auch über die Arrangeure, also die Leute, die die Noten schreiben.

Das finde ich einer der absolut wichtigsten Punkte. Und vor allen Dingen, was sind das für Typen? Beschäftigen sie sich auch damit, wie wir als Ensemble klingen? Und das tun die Arrangeure, die wir gefragt haben, auf jeden Fall. Also ich gucken, was funktioniert bei denen, wie klingen die, wo liegen die ihren Stärken?

Vielleicht auch, wo liegen die Schwächen? Was darf ich mit denen nicht reinschreiben? Das kann natürlich sein.

Die CD hat ja den Untertitel Let it swing. Ihr schreibt so schön in das Booklet, und das ist mir auch gleich beim Hören aufgefallen, bevor ich es überhaupt gelesen habe, ihr wolltet nicht klingen wie klassisch ausgebildete Musiker, die steif Jazz spielen, sondern ihr habt euch schon auch damit beschäftigt, wie Frasierung im Jazz funktioniert.

Und das ist mir sofort aufgefallen, man hat nicht zwingend den Eindruck, dass da klassische Musiker steif Jazz spielen, sondern es klingt sehr authentisch.

Dann hat ja genau das geklappt, was wir uns vorgenommen haben.

Es ist sehr musikantisch und so. Also es macht Spaß zum Zuhören.

Ja, also wir haben ungefähr zwei Wochen oder drei Wochen vor der Aufnahme haben wir nochmal so einen Probenblock gemacht, mehrere Tage. Also wir kommen ja komplett verstreut aus allen Himmelsrichtungen wohnen, wir inzwischen in Deutschland und treffen uns dann meistens irgendwo im Block gezielt, so wie es eigentlich ja viele Ensembles, weil du vorhin Brassband erwähnt hast, auch tun.

Anders kriegen wir das gar nicht hin. Also wir können es nicht jeden Dienstag treffen. Das funktioniert leider nicht. Und da haben wir uns dann bei diesem letzten Probenblock vor der CD-Aufnahme einen Dozenten dazu geholt. Das war Christian Meyers aus Berlin, der Trompeter, der am Ende der Rias Big Band noch mit dabei war.

Und seitdem, seit der Auflösung, ist jetzt auch schon ein paar Jährchen her, aber als freischaffender Trompeter und auch als Lehrer, ich glaube, er war mal in Stuttgart eine Weile an der Musikhochschule. Und haben ihn da eingeladen und das ist nämlich ganz witzig, weil auch er ursprünglich mal klassisch ausgebildet wurde, ein klassisches Trompetenstudium absolviert hat.

Und erst währenddessen oder im Anschluss, weiß ich nicht genau, dann sich komplett dem Jazz zugewandt hat. Und das war für uns natürlich cool, weil wir sofort eine Sprache hatten, eine Ebene, auf der wir sprechen konnten, und er uns aber dann auch quasi in unseren Worten erklären konnte, was wir genau machen sollen.

Also da gibt es ja schon so ein paar Begriffe oder ein paar Redewendungen kann man es vielleicht nennen. Wenn einer sagt, spiele den mal Short, was heißt das jetzt? Ja, soll ich jetzt Staccato machen oder soll ich jetzt Portato machen oder was? Und also da, das war ganz aufschlussreich und hat uns da viel erklärt und viel gezeigt, auch was den Groove anging.

Das heißt, unser Tubistiol und unser Schlagzeuger Severin, die haben auch einzeln mit ihm einige Passagen gearbeitet, wo nochmal, also jetzt nicht ins Arrangement eingegriffen wurde, aber trotzdem beim Schlagzeug irgendwie ging es darum, okay, was für ein Groove spielt der da oder welche Becken verwendet er wie oder macht er da jetzt den Backbeat oder nimmt das als keine Ahnung.

Und das hat uns sehr viel weitergebracht, aber natürlich auch, weil jeder einzeln von uns und wir als Ensemble immer wieder damit in Berührung kommen, also mit einzelnen Stücken, die wir in unser Programm haben. Und da versuchen wir ja auch den Stil, diese Stiltreue zu behalten. Also genauso wie wir alte Musikwerke spielen, einzeln wie Holborn und Gervaise und was hatten wir noch alles in letzter Zeit, so wie wir dann versuchen, uns damit auseinanderzusetzen und möglichst mit unseren Instrumenten diese Stilistik umzusetzen.

Genauso haben wir es jetzt auch versucht, oder versuchen wir es schon lange, wenn Jazz-Titel auf dem Pult liegen, die eben möglichst authentisch rüberzubringen.

Genau, also es ist ja auch, wie Philipp schon angeschnitten hat, also wie in den letzten Programmen, die letzten Jahre, wenn ich die gemacht habe, da habe ich dann auch immer drauf geachtet, dass das immer mehr mit einfließt. Es ist jetzt nicht so, dass wir sagen, okay, kurz vor der CD beschäftigen wir uns mal damit, sondern es kommt dann peu à peu über Jahre.

Also man kann jetzt nicht sagen, wir machen das jetzt in zwei Wochen, sondern kamen immer wieder Stücke dazu aus der Gattung und auch immer wieder andere Dozenten. Ingo Luis war schon vor vielen Jahren mal zum Beispiel, da ging es, glaube ich, mit Los mal da, hat ein Stück mitgebracht, ein Arrangement und hat uns da angeleitet.

Der ist ja auch gelernter Jatzer. Und eben auch dieses, der ist ja auch bilingual aufgewachsen, wie Felix gesagt hat. Das ist ganz cool. Also aus der Klassik und im Jazz fühlt er sich ja zu Hause. Und das hilft uns sehr, wenn da jemand eben beide Sprachen spricht und das auch vermitteln kann. Und jetzt Selverin zum Beispiel, der hat auch individuell, er hat in Leipzig, wo er wohnt, auch nochmal Unterricht genommen am Drumset bei jemandem, der, ich glaube, der auch unterrichtet an der Hochschule, Jazzschlagzeug, um da auch nochmal gerade, weil er natürlich als Schlagzeuger eine so entscheidende Rolle spielt dabei.

Okay, cool. Also ich finde es richtig cool, dass auch, ja, ich nenne es mal fertige Musiker, die im Job schon sind, trotzdem sagen, okay, auch für so ein Projekt holen wir uns noch jemanden, der uns wirklich auch nochmal sagt, wie man es besser machen kann. Finde ich auch ein gutes Zeichen nach draußen, wenn Amateurmusiker zuhören, weil da ist ja manchmal oft so dieses Ding, ja, ich kann schon alles.

Deswegen.

Nein, unbedingt, also es geht immer weiter. Und wie sagte ein, ohne jetzt jemanden verunglimpfen zu wollen, aber wie sagte ein Senior-Prof, den ich in meinem Studium erlebt habe, selbst vom Dümmsten kannst was lernen. Soll jetzt den Christian Meyers nicht verunglimpfen, um Gottes Willen, aber einfach dieses offen bleiben und annehmen und mitnehmen und aufsaugen wie ein Schwamm, der irgendwie sich von überall seine Informationen herholt oder sein Wissen anreichert.

Lass uns mal noch ein bisschen konkreter jetzt über die CDs sprechen. Ihr habt schon verschiedene Arrangeure angesprochen, Stefan Stadtfeld, Ingo Luis, Manfred Hornetschläger. Peter, du hast auch was arrangiert. Und was ist so für euch vielleicht die Lieblingsnummer? Felix, was ist deine Lieblingsnummer auf der CD?

Also ich muss zugeben, ich bin da, ich finde mich sehr wieder in Driving Home for Christmas. Das ist so ein kleiner Bosser, so ein bisschen lockerflockig, gute Laune, ein bisschen dieses Gefühl von Heimkommen oder sich freuen auf zu Hause und das rutscht so vor sich hin, da ist kein Feiertagsstau in Sicht.

Das ist wirklich Driving Home und ganz gemächlich und gemütlich. Das gefällt mir saugut.

Das ist, glaube ich, auch von Manfred auch. Genau.

Von Manfred. Ja, der kennt sich aus, der Kerl, der hat schon so viel geschrieben, natürlich viel für Big Band, aber der hat, ich weiß nicht, ob du das wusstest, der hat ganz viele Kompositionen, Filmmusik fürs Traumschiff gemacht. Nee. Und da geht es ja auch irgendwie um Atmosphäre und Stimmung, also in Filmmusik generell und dann, und dass der weiß, wie er was einsetzen muss, damit er genau das auslöst.

Und das hat er in dem Arrangement, also generell, aber in dem finde ich es ganz besonders treffend.

Okay, sehr schön. Peter, was ist deine Lieblingsnummer erstmal auf der CD?

Also mir fällt es nicht ganz so leicht, direkt was zu sagen, aber während Felix erzählt hat, habe ich auch nochmal drüber nachgedacht und es ist dann eigentlich doch ziemlich eindeutig gewesen, dass es von Stefan Stadtfeld die Variation zu einem Thema von Hände, wenn man es mal ganz klassisch ausdrückt, Dance of Joy and Sorrow ist.

Also das ist wirklich, um diesen klassischen Handel zu nehmen, finde ich erstmal super mutig, dass man so ein unangefochten, super gutes Stück nimmt und das bearbeiten möchte. Da kann man natürlich ganz schnell irgendwie wegrutschen oder irgendwie verlacht werden, weil man eh schon so ein Meisterstück hat.

Was will man jetzt noch damit machen? Und da hat der eine unglaubliche Atmosphäre drumherum gezaubert und das erlebt man richtig was, wenn man dieses Stück, ich glaube, von neun Minuten, was es dauert, durchhört. Und ganz am Ende kommt dann nochmal der quasi Satz von Händel, aber dann mit einer ganz klaren Tonsprache von Stefan.

And this super reine according to this then zaubert. Da bin ich complet leer when I heard. Da bin ich ganz resetted, and that was wahnsinn. This effect, that I've other stuff so I left this sit, and I can't bewoke in a minute when that stuff forbid is. Ja, absolut, absolut. Aber ich finde, es sollte auch gewürdigt werden, wenn es vielleicht so spät auf der CD kommt.

Und vor Stille Nacht muss man sich bei so einer CD natürlich auch immer überlegen, wenn man schon stille Nacht mit draufnimmt auf eine CD, Blechbläser, Weihnachts-CD, Stille Nacht, okay, das ist ja schon plakativ hoch 1000. Was packt man jetzt davor? Also da kann man jetzt nicht zum Beispiel Driving Home for Christmas nehmen.

Also da muss schon irgendwas geben, was da reinführt, was den stille Nacht irgendwie an der Hand abholt.

Wir haben da auch sehr gerungen in dieser Trackliste. Also ich kann mich da auch sehr gut erinnern, weil ich war da gerade im Urlaub in Südfrankreich bei 40 Grad und habe Weihnachtstitel rauf und runter gehört. Aber das muss halt so. Und Peter, wir waren da viel im Austausch mit noch zwei, drei anderen Kollegen aus dem Ensemble und dann hat so jeder seine Trackliste entworfen und am Ende haben wir uns dann irgendwie geeinigt und da gibt es vielleicht jetzt, da gibt es vielleicht auch kein richtig und kein falsch.

Es gibt dann, es gab dann so die Überlegung, sortiert man so ein bisschen in das locker Flockige und das eher ruhigere, ernstere, wie auch immer, oder versucht man das irgendwie so zu bauen, dass man den Hörer irgendwie so mitnimmt und durch diese Gesamtspieldauer durchleitet und bei der Stange hält oder dann mal bewusst irgendeine ruhige Nummer reinbringt als Entspannung durchschnaufen und dann wieder hochpusht.

Und ja, dafür haben wir uns am Ende auch entschieden. Und das musst du dann beurteilen, ob das so rüberkommt beim Hörer, bei der Hörerin.

Also ich finde, dass das eine sehr runde Platte. Ich finde, es macht dann am meisten Sinn, glaube ich, wenn man sich am wenigsten darüber Gedanken macht, wie ist denn die Reihenfolge jetzt? Und wenn man hört und denkt sich, ja. Genau, deshalb, ähm, aber wer kam auf die Idee, zu sagen, okay, wir nehmen dieses Händelthema und schreiben darüber was?

War das Stefan Stadtfeld selbst oder war das irgendjemand von euch? Oder wie kam es dazu?

Also bei der Nummer war das so. Stefan Stadtfeld ist ein Kollege von mir im Konzerthaus, auch im Trompeter. Und das Stück hat er, sagen wir mal, 60% von dem Stück hat er schon fertig gehabt. Das haben wir mit Konzerthausblech quasi gespielt, mit Konzerthaus Brass, schon in einem Weihnachtskonzert letztes Jahr.

Da muss man doch auch dazu sagen, da habe ich ihn auch drum gebeten, das zu schreiben. In die Richtung. Aber genau, das heißt, es war schon da, und dann habe ich eben, das ist das Tolle, wenn man Kollegen und Freunde gleichzeitig ist, da habe ich gesagt, also das finde ich gut, aber guck doch mal. Ich glaube, wenn du, also ich finde es toll, wenn er da noch was mehr Zeit lässt.

Da kannst du, glaube ich, noch mehr reinpacken, Informationen mehr von dir. Und da ist er ja ganz offen bei sowas. Und dann ist er den Weg weitergegangen und dann kam dabei dieses Wunderwerk bei raus, ja.

Du hast ja auch ein Stück arrangiert. Eins, glaube ich. Nee, zwei sogar, wenn ich es richtig ziehe. Wie ist es bei dir, wenn du Sachen arrangierst? Wie gehst du davor? Also nehmen wir zum Beispiel mal leise Riesel der Schnee.

Also es gibt so zwei Arten, vielleicht sind das sogar die zwei richtigen Arrangements. Das eine ist, dass man sehr mit dem Konzept dran geht, sich vorher sehr viel Gedanken macht. Und das andere ist, wenn man, weiß nicht, Koks im Kopf hat, würde ich mal sagen. Also wenn das einfach so, es geht los, Ideen und dann schreibt man und dann, ja, also ich bin auch nicht mal so ein ganz ernster Typ.

Und das hört man dann zum Beispiel auch in dem anderen Arrangement, das ist dann ein bisschen spacey und dann nimmt das ganz andere Formen an und dann entwickelt sich das in eine ganz andere Richtung. Und das bei leise Riesel der Schnee, das ist vielleicht eine ganz lustige Geschichte. Also mir ging es schon darum, erstmal, okay, was will ich für eine Atmosphäre schaffen bei leise Riesel der Schnee?

Da ging es mir schon darum, dass man wirklich das Gefühl hat, man sitzt irgendwie in so einer Cabin irgendwo auf dem Berg im Wald und es gibt so ganz schwere, aber langsame Schneeflocken fallen runter, ganz dicke. Man sitzt aber drin vorm Kamin und diese Atmosphäre. Und das Problem war, dass ich drei Kinder habe und die sind in der Zeit um mich rumgerannt hier in der Wohnung.

Das war an Ruhe und war nicht zu denken. Und dann hatten die so eine Tangdrum. Die ganze Zeit haben da irgendwie die ganze Zeit drauf rumgekloppt. Und dann habe ich denen gesagt, jetzt reicht es, habe ich denen die weggenommen. Und dann lag die vor mir die Tangdrum, da habe ich ein bisschen drauf rumgespielt und dann kam diese Pentatonik quasi, die man am Anfang hört.

Das ist dann die Tangdrum meiner Kinder gewesen auch auf der CD, die quasi diese leichten Schneeflocken symbolisiert. Und darunter kommen dann so ganz weiche, tiefes Blechakkorde mit so Bucket-Mutes gespielt, die ja so ein Wohlbefinden auslösen. Und dann darüber, ich glaube, Felix, du hast glaube ich so das Solo auch gespielt, ne?

Angelöst.

Ach, deswegen war das so schön. Kommt dann quasi wie aus der Ferne dieses leise Riesel der Schnee, diese erste Strophe. Und dann entwickelt sich das auch und er atet dann natürlich in einem Weihnachtsfest aus.

Ich habe gerade eine kleine Anekdote dazu. Ich habe gerade vorhin nochmal so ein bisschen mein Handyspeicher nach Fotos durchsucht von unserer Aufnahmesession. Und genau bei leise Riesel der Schnee muss es gewesen sein, da hat die Tuba auch einen Bucket-Mute. Aber find mal einen Bucket Mute für Tuba.

Also, wenn es jemand kennt hier aus deinem Follower-Kreis, möge er sich oder sie sich melden. Joel hat im Endeffekt einen ganz normalen Tuba-Dämpfer reingesteckt und dann so eine Hülle von der Snare-Drum oben drüber. Dass es quasi so ein Dach drüber gibt. Und mit solchen Geschichten kann man halt dann im Studio zwei, dreimal probieren oder auch gegenhören oder auch den Tolmeister fragen und seinen Wolfram Nils und seinen hochgeschätzten Wolfram Nils fragen.

Sag mal, wie klingt denn das? Soll ich so machen? Soll ich es so machen? Und das ist eine kleine Anekdote zwischendurch, Tuba-Dämpfer mit Snare Drum-Hülle.

Jetzt, wo du sagst, ich habe noch nie einen Tuber-Bucket gesehen.

Wisst ihr?

Ich sage euch was. So wie ich die Tubisten kenne, oder auch die Tubistinnen, wobei Frank sie ein bisschen anders organisiert, aber selbst wenn es einen gäbe, die würden ihn noch nicht mit rumschleimmen, oder?

Nee, wahrscheinlich nicht. Viel zu unheimlich. Extra Anhänger am Auto.

Eben zwei Tube und dann noch so ein Bucket, klar.

Genau, es gibt noch einen weiteren Arrangeur, Ingo Louis, der ist schon ein paar Mal gefallen. Warum ihn? Also was macht er für euch aus, ihn zu fragen, dass er was arrangiert?

Aber wir haben tatsächlich ein bisschen eine Historie mit Ingo Luis, weil der für unsere allererste Platte, Sounds of Evolution, damals schon geschrieben hat. Als Posaunist kennt man ihn, kommt, ich würde behaupten, jeder, der Posaunisch studiert, kommt mal mit irgendwelchen Arrangements für Posaunquartett oder so von Ingo Lewis, zum Beispiel, David Concertino für vier Posaunen, in Kontakt.

Und deswegen war der eigentlich allseits bekannt und eben diese Crossover-Komponente gerade bei ihm, dass er eben auch im klassischen Orchester sitzt, dass er im Funkhausorchester vom WDR ganz generell schon viel Crossover Musik spielt und selber eben auch super arrangiert, ein gutes Ohr hat, coole harmonische Wendungen immer wieder hervorzaubert, wo man vielleicht auch mal ein bisschen verwundert ist, aber was immer wunderbar funktioniert.

Und er hat dann später mal für ein Weihnachtskonzertprogramm, haben wir auch mal von ihm so ein Madley gespielt. Da ging es auch zum Mitsingen, Peter. Da haben wir noch Zettel ausgeteilt zum Mitsingen. Und deswegen sind wir jetzt auch wieder auf ihn zugegangen, ob er sich nicht vorstellen könnte, entweder basierend auf diesem Weihnachtslieder-Madley, im Endeffekt wird es dann aber schon was Neues.

Es gibt ja dieses Middling-Metley, aber es gibt von ihm, ich glaube es heißt deutsche Weihnachtslieder-Metley für Quintett, was wir auch im Quintett von Salaput über das rauf und runter gespielt haben. Und da gab es ein paar Überschneidungen von unseren Liederwünschen. Und dann habe ich Ingo angerufen und habe gesagt, man könnte sich vorstellen, das auch quasi aufzublählen.

Und ich glaube, das liegt aber genau unter der Würde von Ingo, dass er sagt, ja, ich bläde das einfach nur auf, sondern er hat dann tatsächlich da quasi natürlich das nochmal neu harmonisiert, teilweise aufgebläht, aber wirklich einfach neu gestaltet, das ganze Ding.

Und das eignet sich übrigens sehr gut, also Andi auch für dich, das eignet sich übrigens sehr gut als Ratespiel für Kinder. Also meine Tochter, die kann da eins nach dem anderen erkennen und erraten. Das ist ganz lustig, obwohl kein Text dabei ist.

Ja, probiere ich gleich morgen mal aus mit meiner Grusen. Genau, und dann habt ihr ja noch so ein ganz schönes Stückchen drauf: Weihnachtszauber von Per Marcoson. Warum das?

Wir, wie ich auch schon gesagt habe, eben, wir haben auf jeder CT mindestens ein Stück, was in Auftragskomposition ist. Und da haben wir uns gedacht, ja komm, so schwer kann es auch nicht sein, Weihnachts-Hit zu schreiben. Es ist natürlich schwer mit Gleichbässern-Hit zu etablieren, aber wir haben gedacht, es muss doch auch möglich sein, ohne Text etwas hervorzubringen, was Weihnachten auf den Punkt bringt, auch wenn keiner über Weihnachten singt.

Und da haben wir Per Markus gefragt, der auch schon auf anderen CDs für uns was geschrieben hat, arrangiert, aber auch neu komponiert hat. Und er kennt uns also auch. Und da kann man auch sehr vertraut mit umgehen. Und ich finde, es ist ihm auch sehr gut gelungen. Extrem gut.

Super Stück.

Könnt ihr noch so ein bisschen beschreiben, also was das Stück für euch ausmacht, wenn ihr sagt, okay, das ist super gelungen, das ist ein Hit. Oder könnte ein Weihnachtshitz sein?

Ja, ich finde einfach für mich persönlich einfach, weil es so richtig Weihnachtsatmosphäre zaubert. Also nicht, es gibt ja verschiedene. Es gibt dieses Driving Home, was Felix sagte, dieses Vorfreudige ein bisschen, dann gibt es das ganz, ganz tiefer innere Frieden, was Stefan da, finde ich, sehr gut gemacht hat mit dem Hände.

Und dann gibt es eben dieses vielleicht auch ein bisschen kitschige Weihnachtsgefühl von dieses, schön, wir sind jetzt alle miteinander und zusammen.

Wir sind ganz damit aufs Herz, die Familie kommt zusammen. Was spannend ist, dass dieses Stück was spannend ist, ist, dass das Tempo des Stücks sehr variabel ist. Also ich weiß nicht, ob das beim Durchhören auffällt, aber wir haben beim Aufnehmen wirklich quasi für jeden, fast jedes Thema, für jeden Teil ein eigenes Tempo gewählt und das dann miteinander zu verbinden.

Also auch wieder ein Dank an unseren Tonmeister Wolfram Nils, der uns mitgenommen hat und immer wieder mal darauf hingewiesen hat, Jungs, ihr Zeit zu schnell, Jungs, ihr Zeit zu langsam, nein, nochmal. Hat ein bisschen gedauert, aber unterm Strich ist ein langes Stück entstanden, das einfach sich bewegt und das variabel ist und das macht vielleicht auch dieses heimelige, warme Gefühl aus.

Ich glaube es ist sogar tatsächlich, dass jeder Teil ein bisschen schneller wird. Also es hat so einen Sog bis zum Ende. Es wird immer noch ein bisschen flüssiger, noch ein bisschen flüssiger. Und ich glaube, auch so, dass es ja so eine Liedform quasi im Endeffekt mit Strophen. Und da ist auch, dass jeder mal das Thema irgendwann hat.

Das Euphodium hat es dann später, dann verschiedene Trompetenstimmen, Flügelon hat es mal. Also es wandert, also jeder darf irgendwie an Weihnachten auch teilhaben.

Die einzige Stelle auf der ganzen Platte, wo jemand mal das Eupodium auspacken musste. Tatsächlich. Wegen acht Takten oder so.

Welches Stück hättet ihr gern noch mit drauf genommen? Welcher hat es nicht drauf geschafft? Felix lacht schon. Welches Stück konntest du nicht durchsetzen?

Also, unter Basbusern ist der Jonas, der hat so ein Kostüm, das sich so selbst aufbläst von Frosty der Schneemann. Und da gibt es ja auch den Titel dazu. Also, das wäre mal noch eine Nummer gewesen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal. Basbusau und Solo? Als Basbauer.

Man kann das, glaube ich, auch kommunizieren. Also wir hat das tatsächlich aufgenommen. Es ist im Kasten. Und das ist dann vielleicht auch interessant für Leute, die das nicht so in dem Geschäft im Alltag drin sind, wenn man dann eben die Tracks zusammenfügt und den ganzen Sommer beim Joggen immer Weihnachtslieder hört und überlegt, was ist jetzt die richtige Reihenfolge und wie passt das harmonisch und das finde ich ganz toll, dass du auch gesagt hast.

Man denkt gar nicht über die Reihenfolge nach. Es passt immer so der nächste. Und das Frosty-Arangement, was ich da geschrieben habe, ist, glaube ich, auch ganz gut geworden. Es matcht aber nicht mit der CD. Das ist richtig geil. Jonas, unser Boss-Personist, ist da als Solist gefeatured. Auf der Contra sogar.

Auf der Contra, wir hätten ihn das gerne auf der CD auch ermöglicht, aber es hat einfach vom Arrangement her nicht zu dem Rest gepackt. Es war so ein bisschen so Dumm-Jazz, möchte ich das nennen. Was ja auch beabsichtigt war, so ein bisschen dummglücklich, so die Atmosphäre.

Wegen Basbosonne jetzt oder wieso?

Ich möchte mich da nicht zu äußern. Genauer. Aber das wird noch rauskommen. Also in der CD hat es einfach nicht gepasst und das ist genau eigentlich auf deine Frage die Antworten. Also das wäre das Stück, wo wir gedacht haben, Mensch, das wäre eigentlich cool gewesen, aber.

Also wenn es irgendwann wieder Weihnachten gibt, vielleicht bringen wir es dann noch raus. Mal gucken.

Okay, welches Stück für dich, Peter, gab es noch auf dieser riesen Liste von 80 Stücken, wo du gern durchgedrückt hättest, aber die Mehrheit gesagt hat, machen wir nicht.

Ja, das Coole ist, dass ich am längeren Hebel sitze und meistens sagen darf, das machen wir, von daher habe ich nichts vermischender, muss die anderen fragen.

Ja, wir sehen uns eigentlich schon relativ als sehr demokratisches Ensemble an. Also jeder hat das gleiche Recht, jeder hat die gleiche, wird gleich laut gehört oder wird gleich leise ignoriert. Und trotzdem haben wir aber innerhalb von uns zwölfen schon verteilt, wer wofür zuständig ist. Oder vielleicht nicht einzelne Personen, aber dann so Dreier-, Vierergrüppchen, die sich dann darum kümmern.

So war ich zum Beispiel mit dem Felix Bauer, mit dem Hornisten zusammen, jetzt für diese ganze CD-Veröffentlichung, inklusive Aufnahme, Label, Kontakt, PR-Maßnahmen und so weiter zuständig. Peter ist sehr in der künstlerischen Planung drin, zusammen mit Markus Tschieharz, mit dem anderen Trompeter noch.

Und deswegen sagt er, er sitzt am längeren Hebel. Weil ja, doch, manchmal ist es schon so, dass dann eben diese Gruppen so ein bisschen ausarbeiten oder vorschlagen, was man macht. Und wenn der Peter es halt nicht vorschlägt, dann und jetzt nicht ausgerechnet noch jemand dran denkt, dann kommt es natürlich nicht vor.

Deswegen sitzt du am längeren Hebel.

Okay. Habt ihr vor, auch mit dem Album dann Konzerte zu geben?

Oh ja. Und zwar kann ich sehr herzlich schon einladen. Wir werden zwei Release-Konzerte machen, diesen Dezember, und zwar am Wochenende des vierten Advents. Am 20. Dezember spielen wir in Ansbach im Onoldia-Saal. Und am 21. Dezember spielen wir im Kuba in Aalen, Kulturbahnhof Aalen.

Okay. Und wenn jetzt jemand hört und sagt, boah Mensch, das Programm hätte ich auch gerne mal im Konzert, könnte ich ja schon mal empfehlen, man könnte auch eine Geschichte dazu schreiben, quasi. Also eine Geschichte erzählen im Konzert, die dann quasi sich durch die Musik durchschlängelt.

Gut, gibt es irgendwas, was ihr noch über die CD erzählen wollt? Oder haben wir das Meister eigentlich jetzt erwähnt? Weil ich glaube, jetzt hat jeder Lust, reinzuhören. Ich glaube, wir haben genug geredet.

Also die Zeit ist reif. Die Zeit ist reif, der erste Advent naht dann passt zu einer Weihnachts-CD.

Genau. Ich werde das verlinken in den Shownotes, wo man die CD bestellen kann. Und weil die meistgestellte Frage, jetzt kommt bestimmt, gibt es das auch zum Streamen.

Ja, das gibt es zum Streamen. Das ist überall für viel klar, wo es wohl Musik zum Streamen gibt. Aber wie jeder weiß, unsere CD ist auch mit Aufwand verbunden und so ein Stream bringt halt irgendwie nichts. Also, wenn ihr uns was Gutes tun wollt, bestellt direkt bei uns auf unserer Homepage.

Also gibt es auch ein Exklusive Titel, die nur auf der CD sind, teilweise. Also nicht jeder Streaming-Partner hat auch die Möglichkeit, jedes Lied von der CD zu streamen. Also es lohnt sich schon auch, die CD zu hören. Und vor allen Dingen, weil es auch für die Reihenfolge mit allen Titeln finde ich, eben noch besser matcht.

Okay, also noch mehr Anreize und natürlich euch als Ensemble zu unterstützen. Das ist ja eigentlich, sollte der Hauptanreiz sein, diese CD zu erwerben. Dann bedanke ich mich, dass ihr Zeit hattet, heute ein bisschen über diese CD zu sprechen. Das ist ja in eurem Terminkalender ja gar nicht so einfach.

Und ich hoffe, dass ich euch irgendwann mal live jetzt mal hören kann.

Andi, vielen Dank. Vielen Dank für den schönen Kaffee, weil der jetzt schon ein bisschen kalt ist. Aber schön, dich wieder gesehen zu haben. Ebenfalls. Vielen Dank für die Möglichkeit, ja.

Das war die Folge mit Isala Puzia Brass. Wenn ihr aber auch mal zu Gast sein wollt hier bei Auf einen Kaffee mit, weil ihr ein Thema habt, eine CD vorstellen wollt, eine Veranstaltung besprechen wollt, was Kritisches mal diskutieren wollt, dann meldet euch gerne über blasmusikpodcast.gmx.de oder gerne auch über Instagram, da könnt ihr mir auch folgen.

Alle weiteren Links auch zur Folge findet ihr in den Shownotes und ich freue mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Macht's gut, euer Andi.

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