On Air - Der Blasmusik Podcast· Staffel 5

Ein Wiederhören mit Patrick Prammer (2022) - Was macht euch so einzigartig?

Donnerstag, 14. August 2025 · 1 h 44

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Shownotes

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Sie gehören mittlerweile zu den großen Namen der Blasmusikzene: Die Kaiser Musikanten. Sie haben durch ihre Besetzung nochmals einen anderen Standard gesetzt und sind Stammgäste der großen Blasmusikfestivals.
Ein Grund mehr das Gespräch mit Schlagzeuger und Chef Patrick Prammer für den Sommer nochmals zu hören.
Viel Spaß!
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Ich hoffe nicht zum Beispiel, man muss spielen wie E-Geländer-Partie, oder man muss spielen wie man muss mehr nicht spielen, oder man muss spielen wie die Partie. Aber was ich einfach geil finde, und da gibt es ja auch gute Beispiele wie die Kapelle so und so, wie die kleinen Engeländerbesetzung, das sind so komplette unterschiedliche Partien, aber es ist einfach so gut, weil einfach alles gleich gespielt wird.

Und das war unser Typ. Machen wir uns aus, wie kurz will man spielen, wie lang will man spielen, mit wie viel Votator will man spielen, wie wollen wir die langen Döner ablassen, wann lassen es wir weg, wie spielen wir Rhythmisch Küpfer oder gerade, mir ist alles gut, mit ihnen jeder kann da seine Wünsche sagen, aber wir müssen das dann gleich machen.

Weil alles was 8 Leute gleich machen, schauen wir eine Qualität, ob ich das dann mag oder nicht. Und das war uns einfach nicht.

Herzlich willkommen bei OnAir, dem Blasmusik-Podcast. Mein Name ist Andy Schreck und ich treffe mich mit Dirigenten, Komponisten, Musikern und Visionären aus der Welt der Blasmusik. Wir sprechen über Ansichten, neue Ideen, das Leben und natürlich Musik. Guten Tag und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von On Air.

Schön, dass du wieder dabei bist oder vielleicht sogar neu dazugekommen bist. Bevor ich meinen Gast und die Folge vorstelle, möchte ich wie immer meine Supporter vorstellen. Und das ist Buffet Gramport Europas größter Hersteller von Blasinstrumenten. Die einzelnen Marken von Buffet Gramport stehen für langjährige Tradition und Erfahrung im Instrumentenbau und sind seit jeher führend in der Weiterentwicklung von Blasinstrumenten aller Art.

Die Ausbildungen bei Buffet Gramport an den beiden Standorten in Markneukirchen und Geritz Rieth haben einen hervorragenden Ruf. Seit Jahrzehnten erlernen dort jedes Jahr viele Holz- und Blechblasinstrumentenmacher und Macherinnen erfolgreich ihr Handwerk. Wenn du auch am Instrumentenbau Interesse hast, dann freut sich Buffet Grampor jederzeit auf deine Bewerbung.

Viele weitere Informationen und aktuelle Stellenangebote findet ihr auf der Webseite www.buffet Grampor Group.com. Ein weiterer Supporter ist für die Folge auch Strettermusik. StretterMusic ist ein Online-Notenfachhandel. Dort findet ihr alles, was ihr braucht für euer Blasorchester, vom symphonischen Werk zur Unterhaltungsmusik, von der traditionellen Blasmusik bis hin zur Marschmusik, vom Jugendorchester bis zur Ensemblemusik gibt es alles, was ihr sucht.

Ihr werdet dort auch gerne und gut beraten. Einfach E-Mail schreiben oder anrufen und ein Experte hilft euch, das passende Stück zu finden. Beide Links findet ihr in den Shownotes. Mein heutiger Gast ist Patrick Prammer. Er ist wahrscheinlich bekannt für sein Schlagzeugspiel und der Chef der Kaisermusikanten.

Wir haben drüber gesprochen, wie ging das überhaupt los? Wie hat er es in seinen Orchester, nämlich das Radiosynfonieorchester Wien geschafft, also Probespiele, was hat das auch mit einem Unfall zu tun? Es geht doch um seine übe Mentalität. Es geht um unkonventionelle Probezeiten und Phrasierungen. Ein bisschen Nerd-Talk über Schlagzeug.

Wir philosophieren ein bisschen über einen Bass-Drum-Sound und wie sieht überhaupt der Alltag als Musiker mit Familie und Ensembles, Dienst und Arrangementsschreiben aus. Ich will nicht länger reden. Ich wünsche euch jetzt viel Spaß. Mein heutiger Gast hat 2004 begonnen, Schlagzeug an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz zu studieren.

Danach wechselt er zunächst an die Privatuniversität der Stadt Wien und später an die Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Seit 2011 ist er Solo-Schlagzeuger im ORF Radio Symphonieorchester und daneben selbstverständlich auch noch kammermusikalisch mit einigen Ensembles, wie zum Beispiel dem Klangforum Wien, tätig.

Er gründete nicht nur die Vienna Brass Connection, sondern ist vielen auch als musikalischer Leiter und Hauptarrangeur der Kaisermusikanten bekannt. Die Liste seines Schaffens wäre noch ziemlich lang und die Namen, mit denen er schon zusammengearbeitet hat, zahlreich. Ich freue mich sehr, dass er heute mein Gast ist und sage herzlich willkommen, Patrick Brammer.

Hallo, herzlich willkommen, Andi. Ich freue mich auch, dass ich hier dabei sein kann. Hab schon viele tolle Folgen von deinem Podcast gehört und freue mich, es für einer illustren Runde dabei sein zu dürfen. Danke.

Ich habe zu danken, dass du dabei bist. So viele Schlagzeuge hatte ich ja noch nicht, glaube ich. Stimmt, ja. Ja. Wird jetzt ein bisschen mehr tatsächlich. Also du bist jetzt für die dritte Staffel der zweite Schlagzeuger. Nächste Woche, also für die Hörer ist es schon rum, aber für dich, nächste Woche kommt Durst Nickel.

Ah, super. Bin ich ein großer Fan von ihm eigentlich. Ah, okay. Einer meiner Lieblingssättler, sagen wir mal so.

Okay. Zu deinen Vorbildern kommen wir später noch. Also ich habe eine lange Liste. Mal gucken, ob wir heute alles schon schaffen. Meine Standardfrage, wenn du Hörer bist, weißt du es ja, welches Stück hast du dir als letztes bewusst angehört, bevor wir jetzt dieses Interview machen?

Das war eigentlich heute. Ich habe mir von John Adams das Stück City Noir heißt das angehört, weil wir jetzt ab Mittwoch mit den Kaisermusikanten unterwegs sind bis Sonntag und am Montag geht bei uns im Orchester der Diensthüler los mit diesem Stück. Und wir haben eine E-Mail bekommen von unserer Chefdirigenten, dass das ziemlich schwierig ist.

Daraufhin haben wir uns alle sofort die Noten besorgt. Und jetzt wird geübt bis zum Umfallen und angehört, weil das wirklich ein extrem schweres Stück ist. Gerade für Bläser und Schlagwerk. Extrem viel Soli, schnelle Sachen. Es dauert ziemlich lang. Und ja, da habe ich mir gedacht, passt, da höre ich jetzt nochmal rein, um mein Gewissen ein bisschen zu beruhigen.

Es ist aber nett, dass euer Dirigent euch noch eine E-Mail schreibt und sagt, Achtung, schwer. Oder?

Das finde ich wirklich nett, weil wenn Monate sind mit viel Dienst, dann hat man tatsächlich nicht Zeit, dass man es jetzt einmal jeden Block vorbereitet, sondern dann wird so nach und nach abgearbeitet. Das wäre für das Stück jetzt definitiv zu wenig Zeit gewesen. Also wenn ich da erst vier, fünf Tage vor zu üben beginne, dann hätte ich das nicht geschafft.

Patrick, ich würde gerne so ein bisschen biografisch vorgehen. Wie kam Musik überhaupt in dein Leben?

Meine Eltern sind ganz unterschiedlich musikalisch, meine Mama nämlich gar nicht und mein Papa sehr. Er war selber Klarinettist bei einer Musikkapelle und war dann in einer volkstümlichen Band, Sänger und Gitarrist, also hat sehr viele Musikinstrumente gekriegt, aber er war kein Profimusiker. Aber er war wirklich ein sehr guter Musikant, sage ich mal.

Und ich glaube einfach so mein Neugier an der Musik und bestimmt auch das Talent, das man braucht, um so einen Weg zu machen, das habe ich sicher von ihm gekriegt. Und ich war einfach als kleiner Burscher immer bei den Bandauftritten dabei, bei den Proben dabei und habe dann immer auf die Instrumenten, Koffer und so mit den Sticks schon mal dummtrammelt.

Es war relativ schnell klar, dass mir das eigentlich ziemlich interessiert.

Und wann kam die Entscheidung, Schlagzeuger zu sein? Also es hätte ja auch kleine Tipps sein können.

Ja genau, aber eben, ich war dann bei den Bandproben und Auftritten, bin ich immer so hinter dem Schlagzeuger gesessen und habe es so ein bisschen mitgelopft und der Papa hat einfach sofort gemerkt, dass mich das jetzt nicht interessiert und wir waren dann bei einem Lehrer privat, um das einfach einmal auszuprobieren.

Und er hat gleich gesagt, er sieht da ein gutes Potenzial und er würde mich nehmen und ich habe es dann auch sofort lässig gefunden, wo sie als kleines Kind jetzt nicht unbedingt gleich von vornherein logisch ist, dass da dieser Unterricht dann dieser Rahmen, in dem das dann passiert, dass der gleich passt, aber mir hat das gleich nicht gedacht und genau, das war dann relativ klar, dass ich gern Schlagzeug lernen würde.

Wie alt warst du da? Vier. Oh, vier.

Es war wirklich eigentlich bald. Also es war ganz, ganz lang mein Problem. Ich habe mit Set, direkt mit Ramset begonnen, also nicht klassisch an der Musikschule. Und es war zum Beispiel einfach ganz lang mein Problem, nachdem ich über noch nicht Christie bin, aber ich bin einfach mit den Fürstern aufgekommen.

Gescheit. Also es hat einfach selber so zusammenbauen müssen, dass ich überhaupt mit den Füßen da dann das alles bedienen kann. Und ja, da hat dann so ein Kinderset hermessen. Und genau, also es war jetzt nicht optimal, aber ich wollte eigentlich nichts anderes machen.

Und du bist dann auch über die Blaskapelle gegangen?

Genau, also irgendwann haben natürlich meine Leute gesagt, am gescheitesten wäre sich in der Musikschule anzumühlen. Das habe ich dann da. Und da bin ich dann natürlich auch gleich einmal ins Jugendorchester von der Blaskapelle und dann zur Blaskapelle ziemlich bald mit zehn Jahren. Und da hat das dann irgendwie angefangen, dass das Genre einen großen Teil in meinem Leben einnimmt.

Die Musik natürlich auch durch die Kameradschaft und alles, was da dazugehört. Hat sich das dann irgendwie gegen Fußball und alles durchgesetzt, was in dem Altar noch interessant ist. Genau, und das war dann aber auch Zeit lang eigentlich einmal alles, was ich wollte. Also ich war nie so einer, der mit 12, 13 oder 14 oder irgendwie gesagt hat, soll ich das Profimusiker werden, sondern das hat sich dann eigentlich viel später ergeben.

Wann? Also wann war für dich klar, okay, das könnte ich vielleicht beruflich machen.

Es ist eigentlich gar nicht so aus meinem Impuls gekommen, sondern ich war dann bei Primaler Musiker, wie 17 glaube ich, war. Und da hat mich mein damaliger dann angehender Professor und mein jetziger Kollege mehr so der Josef Gumpinger angesprochen, der war da in der Jury bei Prima La Musiker und der hat gesagt, ob ich gern bei ihm studieren würde.

Und dann habe ich mir gedacht, okay, das wäre eigentlich ganz interessant. Und ich war in einer ziemlich schweren Jury und ich war nicht gut in der Jury und habe gedacht, passt, ich studiere jetzt Musik.

Wusstest du oder konntest du da schon abschätzen, was das wirklich heißt? Also dann auch als Profimusiker zu leben?

Nein, nicht wirklich. Ich habe es überhaupt nicht einschätzen können, weil ich mich mit dem auch überhaupt nicht bewusst habe und befasst habe, Entschuldigung. Und ich habe natürlich schon in dem Alter schon ein bisschen so angefangen, Orchester zum Herren, Truckner ist cool, wenn man vielleicht ein Fan ist, Maler ist cool, wenn man vielleicht.

Aber es war jetzt nie so, da möchte ich mitspielen oder ich möchte damit so die Wiener Philharmoniker oder das habe ich mir eigentlich alles nicht gedacht. Also für mich war das eigentlich mehr so ein Kameradschaftsding und es war einfach ein Spaß in der Kapöne. Und auf vorne war ich konfrontiert mit dieser Idee, hey, ich könnte ja Musik studieren und selbst da ist ja dann der Weg nur breit gefächert.

Man kann unterrichten, also dass ich wirklich jetzt Orchestermusiker wie, habe ich lang, also das habe ich nicht von Anfang an so intensiv verfolgt.

Wann hast du überhaupt dann begonnen, auch Mallets zu spielen, wenn du sagst, du kommst ja vom Set, als klassischer Schlagzeuger muss man ja auch noch ein anderes Zeug machen.

Ja, ich war da relativ spät dran, insofern war das ja immer eine Schwäche von mir. Rimba-Solo, Mibrafon-Solo, ist ja einfach unglaublich beeindruckend, wie jung die die jungen Schüler und Schülerinnen hätte schon sind und was die für Stücke spielen. Also das war in meiner Zeit überhaupt noch nicht so, und ich habe dann einfach ja, eben wie das angefangen hat, prima der Musik einmal zu spielen.

Das ist dann so irgendwie der nächste Schritt gewesen, okay, ich bin ein talentierter Schüler in der Musikschule, bin am Weg zum goldenen Leistungsabzeichen, prima La Musik ist dann so einmal der nächste Schritt vielleicht beim Wettbewerb mit tun. Ja, passt, immer das sind die Anforderungen eh schon.

Dann so, dass du da auf den Stabspielen ein gutes Solo-Programm abliefern solltest und da wieder das begonnen. Im Wochen gesehen schon viel zu spät, aber es ist hinousgegangen, damals für eine Stelle.

Genau. Hast du das gern gemacht? Also wenn man so vom Set kommt und ich sehe das manchmal so bei Jugendlichen bei uns, so im Musikverein, wenn es dann heißt, okay, wir brauchen auch Leute am Startspiel, wäre das nicht was für dich, dann gibt es viele, die das uncool finden, weil es halt von dem vom Set-Spielen halt, von dem Coolen, was man so kennt, natürlich erstmal weggeht und doch irgendwas anderes komplett anderes ist.

Im Verein hat es mir schon Spaß gemacht, weil das oft coole Stücke sind, das ist oft meistens nicht ganz schwierig, außer wir sind so einer Kunststufen-Kapelle, aber das waren wir nicht. Sondern das ist alles noch meistens spielbar und ja, die Leute waren froh, wenn das wer übernommen hat. Also das war für mich kein Problem, aber dann einfach diese Solo-Literatur, die dann einfach für einen Primaler Musiker eine Aufnahmeprüfung auf der Uni oder am Kons geschweige denn dann für ein Probesspiel gefordert war.

Das war dann schon hart, das in relativ kurzer Zeit eigentlich dann zu üben, weil natürlich der Lernfortschritt am Anfang sehr gering ist, das kann man sich, glaube ich, gut vorstellen und das ist natürlich schon oft frustrierend oder halt einfach überhaupt nicht motivierend, wenn da nichts weitergeht und du hörst die anderen in dem Alter, die da einfach schon viel weiter sind.

Insofern muss man sich da schon dann durchbeißen.

Wie sah so dein Studienalltag rückblickend aus? Also was für jemand, der sehr konzentriert geübt hat oder eher, der alles andere gemacht hat, nur nicht geübt hat?

Also ich war sehr faul, muss ich zugeben. Ich habe sehr gern gefeiert und sehr ungern geübt. Also ich habe ungern geübt, genau. Das ist mir aber irgendwann zum Vorteil gewann, weil die Stärke, die ich dann glaube ich, durchgehabt habe, war eben, was du jetzt gesagt hast, dass ich wirklich kurz und punktuell, aber sehr intensiv und konzentriert übe.

Und ich habe es irgendwie geschafft, ich will es wirklich überhaupt keinen zur Faulheit motivieren. Aber dadurch, dass ich einfach so schnell wie möglich da wieder raus wollte aus dem Übelköller, habe ich einfach das für mich geschafft, dass ich einfach schnell begreifen wollte, was braucht es, dass ich das jetzt kann, was muss ich jetzt an was hapert es noch, weil ich würde es jetzt schnell schaffen, weil draußen ist schön und ich will es freibad.

Oder später ich möchte auf eine Birge oder was weiß ich was. Also es ist mir dann irgendwann einmal zugute gekommen, dass ich einfach sehr schnell war im Lernen von Sachen. Das ist auch jetzt im Orchesteralltag zum Beispiel Goldwert, gerade in so einem Rundfunkorchester wie bei uns, wo man sehr viel moderne Literatur eben wie diesen John Adams zu bewältigen hat, dass ich dann einfach nicht fünf Wochen brauche, sondern nur zwei.

Das ist einfach, bin ich im Nachhinein sehr froh, aber da gehört natürlich auch einen Blick dazu, dass dieser Plan aufgeht.

Hast du dann spezielle Übertechniken oder bist du einfach grundetz jemand, der motorisch halt auch schnell lernt?

Ich glaube, das Motorische habe ich mir eingeübt. Da war ich in dem Alter, wo es um das geht, diese Technik zu festigen, also diese Basics, da war ich schon sehr fleißig. Aber auch da war es wieder so, zum Beispiel diese Basics auf der Trommel, die habe ich einfach nicht mehr im Fernsehen gemacht und da war es mir wurscht, wann das fünf Stunden gedauert hat.

Also ich sage einmal, es ist ja mich schon aus diesen Basics, habe ich wirklich konzentriert und sehr gewissenhaft gemacht. Das hat mein Lehrer auch eingefordert. Und im Nachhinein war ich dann einfach konzentrationstechnisch sehr gut und habe mir einfach Sachen sehr schnell in Werken gegangen. Und diese Kombi hat es dann irgendwie leicht gemacht, okay, was passt das bei der Hand nicht?

Wenn ich leise spielen will, muss ich so tun, passt das übrigens der Stunde. Und das ist dann so gegangen und jetzt lerne ich das noch geschwind auswendig, weil dann kann ich das besser spielen und irgendwie so hat sich das dann natürlich über Jahre gesagt, das da wie man das so geschwindig war, aber hat sich das zu so einer übel Methodik dann entwickelt, die bis jetzt ganz gut funktioniert.

Hast du Zweifel, dass es irgendwann nicht mehr funktioniert, wenn du das bis jetzt?

Ja, ich glaube, ich ödemner wird gerade auf einem Schlaginstrument, das schon sehr viel, genau, wie du schon gesagt hast, um motorische Sachen geht, wird irgendwann einmal natürlich diese Benefits, die von den Uzären von früher, die werden weniger und diese Basic-Übungen werden einfach wieder mehr werden müssen, dass man ungefähr das Level halten kann.

Dessen bin ich mir schon bewusst. Und auch da verfolge ich aber ganz genau im Dienstalltag, das ist ja ein gutes Tool, einfach wenn du viel Dienst hast, dass du einfach merkst, so wie fit bin ich, geht das nur, wie schwarz du immer bei dieser Probesspielstelle, bei dieser, man spielt ja oft eh Sachen mehrere Male.

Wie geht es jetzt mit dem Leisenbier? Sobald man da Anzeichen erkennt, kann man natürlich dann eh sofort gegensteuern.

Du hast jetzt öfter schon gesagt, dass du quasi Dienst hast. Ich habe ja auch gesagt, du bist Solo-Schlagzeuger im Radiosymphonieorchester. Wie hast du dich damals auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet?

Ich war grundsätzlich in der glücklichen Lage während meines Studiums und auch das gehört dazu, dass man eventuell ein Probespiel bringt, dass sehr viele Probespiele waren in meiner Zeit. Sprich, wir haben eigentlich relativ von Stress gehabt, das war das auch ein Probespiel, das ist vorbei, dann möchte ich mal fünf Tage natürlich kein Schlagwerkinstrument sehen.

Und dann ist es wieder auf das nächste Probespiel losgegangen zum Vorbereiten, weil die Programme sind ja meistens verschieden, bis auf die paar Probespielstellen, die gleich sind. Und dementsprechend hat man nicht alles so viel Zeit zum Vorbereiten, weil man würde gerne auch einmal für ein Probesspiel halber zu Jahr haben, aber es war damals nicht möglich.

Und für das RSO-Brobespiel war es so, da habe ich vorher schon sehr viel substituieren, also aushelfen dürfen und das war irgendwie schon so ein bisschen meine Traumstelle. Weil du dort, wenn ich das jetzt mit dem österreichischen oder europäischen Orchestervergleich, weil du dort am Schlagwerk am meisten gefordert bist.

Und ich wollte das unbedingt. Und ich habe da einen Freund von mir gehabt, den Leo Königseder, der ist mittlerweile Sohn-Schlagzeuger in der Grazer Oper, der hat mich da relativ motiviert und hat gesagt, komm, wir investieren da jetzt alles. Wir mieten sich da jetzt dann über Keller, das haben wir da.

Und wir stehen um 5 Uhr in der Fuhr auf, wir üben da den ganzen Tag, kommen um zwei in der Fuhr heim, schlafen geschwind ein paar Stunden und das damals der Monat und üben einfach wirklich volle Kanne. Ich hätte das aber nie geschafft, weil wie vorher schon gesagt, zwei Stunden üben habe ich mich eigentlich schon anzipft.

Aber ich habe das mit Ärm dann relativ durchgezogen und war relativ motiviert und habe da einen Monat einfach voll geübt. Dementsprechend war ich sehr gut vorbereitet. Mental habe ich nie wirklich große Probleme gehabt, Gott sei Dank, mit der Nervosität, weil ich einfach gut vorbereitet war und weil ich einfach gewusst habe, ich kann physische Sachen sehr gut spielen.

Und dann war es ganz witzig, eine Woche vor dem Probenspiel habe ich mir dann in einer Braunschutztür die Hand eingeklemmt. Mein Mittelfinger war dann ungefähr so wie ein Blutwurst. Das ist dann aufgestochen worden und ausgedrückt worden. Wurst man nicht mehr ins Detail gehen. Und da vorne war es relativ schnell fraglich, ob ich überhaupt mittun kann bei dem Probenspiel, weil es hat einfach unglaublich geschmerzt und ja, jeder kann sich das vorstellen, wenn man sich die Hand einzückt bei einer Tier und das war richtig so ein fette Braunschutztier.

Und alles das zusammen, glaube ich, war es, dass ich das gewonnen habe. Ich war eigentlich top vorbereitet. Ich habe mir aber die letzten Wochen dann nicht mehr Narrisch machen können mit ihm und es war überhaupt fraglich. Ich war froh, dass ich überhaupt an dem Tag dann vor Ort sein habe und spielen habe, habe mir dadurch selber eigentlich überhaupt keinen Druck gemacht.

Ich habe gesagt, wenn ich das jetzt dann und win, dann ist das eigentlich eine super Geschichte und bin da eigentlich relativ locker eingegangen und ja, süß, dann komm mal, dass das dann passt hat.

Das ist total spannend, weil irgendwie sind die Geschichten oft ähnlich. Das sind immer, ich habe mich gut vorbereitet und irgendwas passiert vorher, dass ich mir selber den Druck rausnehme und einfach hinter sage, okay. Und das kommt so oft vor. Das habe ich jetzt schon so oft gehört. Entweder sei es im Stau und eigentlich eine Stunde zu spät und denkt sich, okay, dann spiele ich halt noch schnell und bin dermaßen entspannt oder verletzt und dann doch noch irgendwie.

Das ist natürlich schon, es ist schon cool, weil selbst, also wie gesagt, ich habe nie Probleme gehabt, aber jeder, der Probeschi macht oder jeder, der mir eins gemacht hat, weiß, okay, im Vergleich jetzt zum Mübel kann man ungefähr 80% bringen. Genau. Und wenn dann einer kommt und der hat einen super Tag und der bringt 90%, dann kann man an einer Seite nichts vorwerfen, aber dann hat sich der das natürlich verdient.

Aber ich habe immer gewusst, 80% geht locker. Und an dem Tag war es halt dann eben so, dass einfach dann, genau, aufgrund dessen, dass ich mir mental einfach überhaupt nichts eingekriegt habe, wo irgendwas sind halt dann so jetzt in der Hausnummer über 90% kommen und dann wird es schwer für die anderen, wenn jemand einfach einen super Tag hat.

Aber ich glaube, ich meine, die mentale Komponente ist einfach mindestens 50% genauso wichtig wie die technische.

Definitiv. Habe ich jetzt selber gemerkt, ich habe ja vorhin gesagt, ich habe gestern ein Konzert gespielt, das erste Mal seit drei Jahren wieder. Und das erste Mal auch wieder überhaupt Solo-Stück vor dem Orchester und ich habe einfach gemerkt, ich bin die Routine nicht mehr gewohnt. Also das Stück war jetzt nicht schwer, aber allein einfach mal da wieder zu stehen und irgendwie, du weißt, das Publikum guckt dich an, das war für mich jetzt mal wieder irgendwas Neues, obwohl ich es kenne, aber die Routine fehlt halt.

Ja, das kann man vorstellen, weil das ist bei mir sogar im Kleinen so, also die unangenehmsten, also unangenehm jetzt im Sinn von, da spielt man jetzt nicht gleich mein Handy und dort nicht gleich schmecken, sondern man passt wirklich jetzt einmal auf und muss dann wieder mal reinkommen in die Routine.

Die sind einfach immer die, wo lang, wo einmal zwei, drei Wochen frei war vorher. Wenn du immer am Stück immer spürst, jetzt das, jetzt das, du kommst überhaupt nicht ins Nachdenken ein oder ins Gurbeln oder du bist nur beschäftigt, dass du das vorbereitest, dann das muss ich denken, Jackschaut, das lässt überhaupt keine Selbstzweifel oft gar nicht aufkommen.

Du vier Wochen Zeit hast, für fünfte Maler, ist am Wetter und dann kommt der Tag X, wo die erste Probe beginnt, bist dich ja nervöser, wie wenn du überhaupt gerade Zeit hast, eigentlich zum Vorbereiten gehabt hast, so jetzt das, so, los geht's. Und kann mir ich vorstellen, zumindest für mich, das ist vielleicht auch unterschiedlich, aber mir geht es das so auf jeden Fall.

Du hast ja vorhin gesagt, als du angefangen hast zu studieren, war dir gar nicht so klar, was da auf dich zukommt. Kannst du dich an den Zeitpunkt ungefähr erinnern, wo du dich das erste Mal als Profi-Schlagzeuger dann auch gefühlt hast?

Ja, also es war dann eigentlich, ich war dann zu studieren begonnen eben, und dann war ich eigentlich gleich einmal beim Bundesheer, also bei der Militärmusik in Oberösterreich. Und da während der Militärmusik habe ich mein erstes Probespiel gemacht bei den Wiener Symphonikern damals, wo ich eben 18 Jahre war.

Und ich bin gleich in die letzte Runde gekommen und habe es dann nicht geschafft, weil ich die Hälfte irgendwie nicht vorbereitet gehabt habe, weil ich einfach zum ersten Mal so ein Probespielprogramm gekriegt habe und Zeitmanagement und hinter und vorne einfach nicht zusammengekommen bin, dass ich das alles vorbereite.

Aber ab dem Zeitpunkt habe ich gedacht, okay, ich bin da vor, vorne dabei und das ist echt möglich. Und das ist auch so ein Grund, warum ich mir bei Probespielen immer relativ leicht ist, sage ich mal dann habe, weil ich einfach einen total coolen Start gehabt habe. Also ich bin da hingekommen und habe mit überhaupt nichts gerechnet.

Ich war ein blutiger Anfänger, Student und habe gewusst, es gibt ganz, ganz viele Schlagzeuger, die viel besser sind wie ich, und war da auf einmal dann im Finale und habe das dann halt nicht gekriegt, weil ich die Stücke irgendwie nicht vorbereitet gehabt habe. Und ich habe mir dann gedacht, hey, das geht sich aus und ich kann das echt schaffen.

Und da war das erste Mal dann, ich will das eigentlich, das ist cool. Und genau, da beginnt dann eh, da weißt du das, der das einmal geschafft hat, in einem Profispiel, in eine zweite Runde zu kommen oder weit zu kommen, da wären natürlich dann die Leute aufmerksam, die Orchester, und du beginnst in den Orchestern zu substituieren und da haben wir einfach das Gefühl gehabt, okay, cool, ich kann das professionell machen, ich bin gut genug, da mitzuspülen und ob da wie man eigentlich gedacht, nee, die bin Profimusiker, das ist vielleicht jetzt falsch zu behaupten, aber da haben wir gedacht, die könnte schauen, wann er werden.

Wenn man aus einem Musikverein kommt und Schlagzeuger ist und dann in ein klassisches Orchester geht, die Aufgabenbereiche sind ja deutlich unterschiedlich. Also in einem Glaskabelle, wenn ihr irgendwas zum Funschuss macht, hat man ja deutlich mehr zu tun unter Umständen als in einem klassischen Orchester.

Was reizt dich da dran?

Eben, wie ich es erst schon gesagt habe, war das für mich einfach unglaublicher Klick, dass ich genau in das Orchester gekommen bin. Das Song glaube ich wirklich viel Leute und ich glaube, viele meinen sehr ehrlich und vielleicht ein paar auch nicht. Aber ich kann das wirklich zu 100% unterschreiben, weil eben dieses RSO ein ganz cooles Profil hat.

Nämlich wir spielen nicht jedes Jahr, ohne das jetzt, das ist nicht wertend gemeint. Wir spielen jedes Jahr an Beethoven-Zyklus, jedes Jahr am Bramszyklus, wo da natürlich ein Schlagzeuger, ich sage mal, wenn ich 40 Jahre bin, dann crei ich mich über das, weil ich die ganze Zeit frei und bin bei meiner Familie.

Aber wenn ich jung bin, da will ich gefordert werden, da will ich was spielen, wo ich mich selber präsentieren kann. Wo die Leute merken, boah, der ist gut. Und dieses Profil hat, das er gesagt, wir spielen eben Stücke wie diesen Adams, wie wer das kennt, eine Turangalida-Symphonie, wo Hardcore-Stellen drin sind.

Und über dir sagen, so etwas wie die normalen Probisch bestellen, wie Poly und Bess oder so weiter und so weiter. Feuervogel und so weiter. Das ist dann eher der Normalbetrieb. Und das hält einfach einerseits geistig und schlagzeigerisch, motorisch, extrem fit, weil du jede Woche aufs Neue irgende moderne Flachsen dabei hast, die dabei tun kann, weil wir auch sehr viele Uraufführungen, Erstaufführungen spielen.

Und es wird dadurch einfach auch nicht fallen. Das ist eher umgekehrt. Das ist dann eher fast schon so, dass man denkt, wieso ich Ihnen das jetzt darauf schaffen, wenn viele moderne Blöcke hintereinander sind mit herausfordernden Programmen. Aber ich habe einfach gleich gemerkt, dass man das lieber ist, wie Anthesis wieder nicht wert und gemeint, wie im Opernorchester zu sein zum Beispiel und auf den Triangelschlag zu warten.

Weiß ich nicht, ob ich da dann bei dem Beruf geblieben wäre.

Weil das stelle ich mir ja schon schwer vor. Man studiert lang, man übt sich Instrumente und dann sitzt du da und hast, wie du schon sagst, zwei Triangelschläge in einer Stunde. Wenn du Pecher hast, hast du dann auch noch verschlafen. Und dann gehst du heim und morgen dann nochmal, wenn es gut läuft.

Früher, und wenn es ist, wenn ein Außenstehenden verzöger und der sagt, ja, aber du verdienst dafür genauso viel wie die anderen. Und so, dann hat er recht. Und dann das Ding, wenn man die ersten paar Jahre hätte, ist cool. Aber es ist zermübend, wenn du dann aus dem Traum rausgehst, nach dieser Vorstellung rausgehst, nach einer Wagnervorstellung, jeder Hornist, jeder Trompeter, jeder Busonist, jeder Geiger, jedes Instrument kommt da raus mit voll Adrenalin über das, was da ist, fünf Stunden lang los war auf seinem Instrument.

Und eben, wie du sagst, und wir kämpfen gegen das Einschlafen. Also das kann nicht das Ziel des Berufes sein. Dass ich da sitze und die Wagneropfer genieße, keine Frage. Aber wenn ich mich selber nicht profilieren kann, ist die Befriedigung nachher einfach nicht da. Und da schmeckt auch das Bier, glaube ich, dann einfach nicht so gut.

Ja, ich denke mir, dass das halt auch wie ein Fußballer, der nur auf der Ersatzbank sitzt. Egal, ob er im Top-Club spielt oder nicht, weil er nicht spielen darf, ist es nicht das, warum er den Job genommen hat.

Genau, also das ist ja her oft gleich so ein zweiter Turm bei den Bayern, das muss doch geil sein, du spürst nie, du hast keinen Druck und verdienst ja Geld, aber eben für denjenigen geht es, glaube ich, nicht um das. Genauso ist das bei uns und darum bin ich ganz froh, dass ich da in einem Orchester gelandet bin, wo wir als Schlagzeuger sehr gefordert werden, dadurch auch geschätzt werden und immer wieder einfach Sachen da sind, wo man sie profilieren kann und nicht immer nur die Geiger, die Trompeter, die hören und die großen Stars sind, wo sie auch bei uns sind natürlich.

Und dass man da auch ein bisschen mitschnuppen kann und einfach Arme wichtig ist und sie nicht irgendwie ein trostloses Stars einfristet und halt auch irgendwie irgendwo so mitspült.

Was reizt sich dann an so in modernen Werken, an neuer Musik? Ist es tatsächlich der technische Aspekt oder ist es tatsächlich oder auch der musikalische? Weil musikalisch finde ich es jetzt, obwohl ich auch Musik studiert habe, oft schwer zugänglich. Als Hörer. Spielerisch finde ich es dann immer gut, da kommt man mehr oder weniger manchmal rein.

Aber als Hörer finde ich es oft einfach schwer zugänglich. Was ist das bei dir?

Extrem, da muss ich da recht geben. Also man muss da wirklich ehrlich sagen, es gibt gute Sachen und es gibt Sachen, die sind einfach ein Schmoren. Also, das ist einfach so, es gibt Sachen, da greifen sie alle bei uns im Orchester aufs Herren und sagen, was ist denn das, das ist wieder für ein Schmoren.

Und vielleicht sogar dann nur die Kombi unnötig sauschwer und aber Chass. Also kann auch passieren. Also ich würde auf keinen Fall sagen, wir spielen nur lauter coole moderne Sachen. Aber die Spannung ist einfach immer klasse und es sind dann trotzdem viele coole Sachen dabei. Vor allem wenn man dann unterscheidet zwischen modern und zeitgenössisch.

Ich habe viele Super-Urauführungen gespielt, ich habe viele Chasse-Uraführungen gespielt. Die zeitgenössischen Sachen sind dann meistens super, sprich von 40 bis fast jetzt, 40er Jahren bis fast jetzt. Eben John Adams ist ja eigentlich auch schon, die sind nicht modern, ist einfach zeitgenössisch. Der Reiz sicher nicht musikalisch, weil ich brauche jetzt nicht zu Hoffen, dass die Sinfonie Nummer 5 von Mr.

XY, die jetzt da Uhr aufgeführt wird, die schönsten Mozart-Melodien operator hat, das wird es nicht sein. Sondern es wird einfach entweder was Atonales sein, was mit Mikrotönen, was vielleicht am ersten Blick nicht so verständlich ist. Und aus diesen Sachen gibt es dann immer wieder super Sachen, zum Beispiel Thomas Adess haben wir Oper gespielt, wie Exterminating Angel.

Das ist wirklich geilste Brassband-Musik. Und es ist sicher immer spannend, was daherkommt, aber es wird einfach nie fad. Und es sind dann manchmal technische Herausforderungen, dann sind es einfach wieder witzige Begebenheiten wie, dass ich mir die Stimmen durchschaue, muss ich mir immer die Instrumente rausschreiben, wie viele Spieler brauchen wir, was für Instrumente brauchen wir.

Okay, wir brauchen zwei Terrassentüren, also zwei Türen, eine Terrassentür und eine normale Wohnzimmertür zum Zuschmeißen. Okay, wo kommen wir denn jetzt her? Passt geht zu meinem Kollegen Peppi Grumpinger, sage ich, du, wir brauchen zwei Türen, sagt er, kein Problem, wir haben sieben. Okay, und dann haben wir heute Türen auf.

Also wir haben erstens einen vielfältigen Schatz an Instrumenten, im Resur, am Schlagwerkinstrumenten, die glaube ich europaweit unübertroffen ist. Und es ist einfach witzig, was da auf daherkommt und es kann dann einfach auch lustig sein. Manchmal ist moderne Musik gar nicht ernst.

Das wollte ich gerade fragen. Glaubst du, dass neue Musik oder moderne Musik teilweise auch zu ernst genommen wird?

Ich glaube schon. Weil ich glaube eben, also ich will es nicht behaupten, dass ich mich da drauf einlassen kann, weil wie gesagt, ich glaube, der Satz, der vielleicht am öftesten fällt, so ist schmäht zu irgendwelchen Kollegen, ist, also das ist uns einfach nur zu hoch wahrscheinlich, aber ich checke nicht, was da geil sein sollte.

Aber es gibt da wirklich erstens mehr Publikum dafür. Also ich kann mich an Aufführungen erinnern von Friedrich Cherhas Spiegel, da denkst du dir eineinhalb Stunden wahrscheinlich, das gibt es doch jetzt nicht, was da los ist. Und da war der Konzert das Konzerthaus in Wien, da sind die Leute gestanden.

Einfach, also denen hat das so taugt. Und ich glaube, wenn da ein normaler Klassik-Gast, ein Abo-Gast, hingeht, der nimmt das zu ernst. Bei der erwartet sich da eben, wo ist denn da die Melodie oder wo ist denn da ruhig? Oder was soll denn da schön sein? Aber der will gar nicht, dass das schön ist. Vielleicht will provozieren, der will das Leid rausgehen und sagen, was war denn das da und irgendwie verstören und da da da da.

Also das ist oft der Hintergrund, glaube ich, dass die ganz andere Aspekte an der Musik haben und wenn man die dann zu ernst nimmt, dann kann man sie natürlich überhaupt nicht drauf einlassen. Weil dann kann man nichts damit anfangen.

Was ich nur nicht so verstehe oder immer den Eindruck habe, ist, wie du schon sagst, die wollen oder oft will es ja nicht schön sein, es ist ja auch oft verpönt irgendwie, es darf ja nicht schön sein, aber irgendwie habe ich so das Gefühl, es ist jetzt nur noch provozierend und es ist irgendwie nur noch irgendwie in die Richtung.

Also warum darf das auch nicht mehr, also warum darf das nicht schön sein?

Ja, das frage ich mir auch, weil zum Beispiel, dass das einfach dann, dass ein modernes Stück einfach nur atonal ist oder nur noch mit Geräusche oder mit Obertönen zu tun hat, das finde ich ist einfach, ja, das ist das Schaut 20 war so. Ich würde halt das einfach jetzt auch hirnt, gern mit der Blastband-Szene Szene vergleichen, ich war auch kurz einmal Mitglied in der Blastband Ostreicher und war da bei den Europeans dabei und so.

Ich meine, wenn man sich da einmal die Stücke angucht, die sind auch modern, die gehen auch nicht immer gleich das erste Mal ins Ohr. Aber das sind mördergeile Scheiben, wo trotzdem ein System dahinter ist, wo trotzdem, wenn man es dann ein paar Mal gekehrt hat, Sachen dahinter sind, die wirklich cool sind, coole Quaräle, coole technische Passagen, die man vielleicht nicht beim ersten Mal nachsingen kann, aber trotzdem geil zu machen sind.

Und das wäre einfach dann zum Beispiel so ein Mittelweg, weil natürlich kann keiner mehr gucken mit einer Bram-Symphonie oder einer Beethoven-Symphonie. Das braucht da keiner mehr. Aber es muss es schon Mittelweg angehen, finde ich. Das ist nur noch Töne aneinander. Wir sagen dann auch gern, wann ist Finale Hidro und ich haue jetzt so ein Händfuß-Shoot darauf und schauen wir, was rauskommt bei der Tastatur.

Also so kann es ja auch nicht sein, finde ich.

Ja, ja. Ja, aber ich habe manchmal auch so das Gefühl, auch Inszenierungen von Opern gehen immer mehr in Richtung Hauptsache, es ist irgendwie skandaldrächtig, es provoziert irgendwie und ich frage mich, das haben wir alles schon durch. Also das kann man auch mal machen, aber kann man nicht einfach mal.

Also ich hatte jetzt Schüler, da waren wir in der Oper und sie haben mich auch gefragt, warum gibt es eigentlich keine klassischen Aufführungen mehr?

Da muss ich dazu sagen, da bin ich jetzt nicht wirklich unbedingt der Experte. Also wir spielen zwar auch, vier, fünf Opern im Jahr im Theater an der Wien, aber wir haben ja in Wien den Luxus der Wiener Staatsoper. Und da gibt es coole klassische Inszenierungen, weil die Rosenkavalier-Inszenierung von Otto Schenk, die gibt es schon ewig.

Oder weißt du, was ich meine? Also da ist auch und wenn wir dann zum Beispiel ein Rosenkavalier spielen, dann kommt sicher keine klassische Inszenierung, weil, sonst kommen keine Leute, weil wenn ich eine klassische Inszenierung, da gehe ich in die Stadtsuppe. So kann ich mir das in Wien zumindest erklären.

Wenn wir ein Ring des Nivea Lungen spielen, dann gibt es da irgendwas ganz was anderes, weil die Leute neigierig sein müssen, wie das jetzt gemacht ist. Weil wenn du die ganz normale XY-Iszenierung willst, dann kannst du in die Stadtsuper gehen, die da Gutzeit, muss man auch sagen, daran festhalten, weil ich bin da auch Fan.

Ein Rosenkavalier ist für mich nicht da rennen und drei Roboter über die Bühne und rinkt da irgendwas. Das ist für mich nicht Rosenkavalier und darum bin ich froh, dass die Stadt Super da zum Beispiel an solcher Tradition festhalten. Gleichzeitig sind dann andere Opernhäuser vielleicht genötigt extravaganter zu inszenieren, weil sie sich sonst quasi das Publikum teilen müssen.

Das wäre meine Erklärung für Wien. Generell muss ich, wie gerade gesagt, sagen, bin ich auch ein Fan von einer bei gewissen Stücken von Inszenierungen, die für mich für mich teilweise Märchen würden, das sind für mich teilweise, das spielt einfach im 18. Jahrhundert mit D und D-Kostümen und die Frisuren und nicht in der Zukunft und was auch sie was.

Ja, da bin ich bei dir. Ich habe in der Recherche gelesen, dass du auch schon mal in Cleveland ausgeholfen hast. Was ist der Unterschied zwischen einem amerikanischen und einem europäischen Orchester?

Erstens möchte ich dazu sagen, mit dem Liebling-Orchester auf dem Master-Dienst, in einem Hochorchester. Der war so, dass wir, dass der Franz Welsam West mit dem Cleveland Orchester nach Wien gekommen ist. Und die waren vorher in Köln mit der zweiten Mal und da gibt es Bühnenmusik, Schlagwerk. Und die dürften irgendwie ein bisschen indisponiert gewesen sein, warum auch immer.

Jetzt hat er Franz Welsh amösten, meinen jetzigen Kollegen in Herrn Kumpinger angerufen, die waren nämlich Schulkollegen, ob er Studenten hat, weil das war katastrophal. Er sagte, er hat den, den und den Studenten. Das funktioniert sicher passt. Wir haben uns alle aber so dermaßen in die Hosen gemacht, wie dann auf einmal mit der Solotrombette von Cleveland rausgekommen ist und mit uns die Bühnenmusik gespült, dass wir es auch komplett umgelegt haben.

Und dann nachher sind wir auf ein Bier gegangen und da haben wir eigentlich gesagt, das ist nichts für uns. Also es war irgendwie ganz witzig, weil es ist toll, dass ich es in Lebenslauf schreiben darf, aber eigentlich war das so ein Punkt, wo ich mir gedacht habe, boah, das ist eigentlich wo es ganz schön zach.

Und eigentlich haben wir es nicht so wirklich am Kosten, aber wir waren da einfach, wie gesagt, wir waren einfach da ganz nervös. Und ja, im Nachhinein finde ich das eine lustige Anekdote, jetzt da, wo ich die Musikorchester jetzt erkenne. Aber im Vergleich zum Wiener Orchester oder zum österreichischen Orchester muss ich einfach sagen, ist natürlich einfach klanglich ein großer Unterschied, weil mit den Pumptometten und trotzdem alle ein bisschen enger mensurierten oder schärferen Posaunen und Hörner ist die Saint-Box schon ein bisschen schmalerer, artikulierterer, klang und sie spielen auch natürlich viel akkurater und präziser und bei uns ist natürlich schon ein bisschen so der österreichische

Schlendrian drin, aber dafür muss man ihm einen Rosen-Kavalier-Robato nicht erklären, sondern das wird dann einfach gemeinsam gespielt. Und das sind einfach, finde ich, die Unterschiede. Es ist ein bisschen kommt aufs Programm drauf an. Wenn ich die Wahl habe zwischen Wiener Philharmoniker und Cleveland Orchester bei einer Bram-Symphonie, dann entscheide ich mich hundertprozentig für die Wiener Philharmoniker.

Und wenn ich aber vielleicht eine Turan-Galina-Symphonie oder eine Sacre oder was, dann habe ich mir das von Tiefland Orchester, aber da bin ich hundertprozentig sicher, das spickt alles auf die 16. genau. Also es sind einfach die Unterschiede, die sich dann im Programm für die ein bisschen manifestieren, je nach Geschmack, nicht falsch verschnellaktig lief, wenn er kann anspüren können.

Aber da fällt mir dann, der schmelzt der Wiener schmelzt, der österreichische Scham. Vielleicht auch diese Schlampigkeit, die aber oft zu solche geilen Übergängen führt, ja, da wird riskiert, wenn er zusammen ist, ist so, dass der Gänsehart aufzieht, wenn er nicht zusammen ist, ist es für der Chass. Aber mir bringt keinen Übergang, was der alle hundertprozentig zusammen ist und der Firma mich nicht wirklich fesselt.

Und das kriege ich bei den Wiener, das kriege ich bei den österreichischen Orchestern, besonders bei den Wiener Orchestern, kriege ich den Moment dann schauen, wo der Dirigent sagt, das machen wir dann schon im Konzert eine Stufe nach leiser. Ich vertraue ihnen. Wenn es klappt, dann reden wir nachher über die Stöh vielleicht oder über diese Stellen beim Bier.

Und wenn einfach alles über nur zusammen ist, dann ist vielleicht irgendein Animer gar so interessant. So würde ich das vor allem sehen, der in einem Minoorchester spielt. Aber es ist unglaublich beeindruckend, wie akkurat da der Streich der Bresar hat, wie gut das alles zusammen ist einfach. Das können wir dafür auch nie erreichen, muss man ganz ehrlich sagen.

Frage, ob man das auch will. Also, man gibt halt dann dafür andere Dinge auf wahrscheinlich.

Genau, also geil wäre beides, aber das geht wahrscheinlich nicht. Aber mir ist dann die Musik trotzdem lieber wie die Perfektion.

Wir machen eine kleine Werbepause, denn ich will euch noch mehr Kultur vorstellen. Denn am 3. bis zum 4.9. findet zum ersten Mal eine zweiteilige Leitmesse für alle Blasmusikbegeisterten statt. Nämlich volles Roher Blasmusik im Dorf Münsterland. Die Messe verbindet Hersteller, Branchenexperten, Fachbesucher sowie Musikinstrumente.

Ihr habt dort die Möglichkeit, eine Vielzahl an Holz- und Blechblasinstrumenten zu entdecken, auszuprobieren und zu vergleichen. Es wird Experten Vorträge geben, die zum Diskutieren einladen. Es wird Masterclasses geben, die zum Austausch dienen. Sichert euch jetzt schon die Tickets für den 3. und 4.

September bei Vollesrohr Blasmusik im Dorf Münsterlands. Die Tickets könnt ihr online auf www.vollesrohr-blasmusik.de erwerben. Den Link wird es auch in den Shownotes geben. Die Messe wird durchgeführt von Vollmehrinstrumenten Service, dem führenden Unternehmen im deutschsprachigen Raum für den Verleih und Verkauf von Musikinstrumenten.

Ich wünsche euch jetzt wieder viel Spaß mit der Folge. Du hast ja schon unter sehr, sehr vielen auch sehr bekannten Dirigenten gespielt. Was macht für dich einen guten Dirigent aus, beziehungsweise was brauchst du als Schlagzeuger vor dem Dirigent?

Ein guter Dirigent und das ist heutzutage gar nicht mehr so üblich oder erforderlich, haben wir zumindest das Gefühl. Also muss schon dirigieren können. Sprich, ich möchte einfach schon einen Takt erkennen, ich möchte ein Tempo erkennen, ich möchte mehr am Auftakt erkennen, wo ist dann definitiv die Eins.

Wird es jetzt bewusst schneller oder dirigierst du vor? Willst du da einen Rittertand oder willst du da jetzt gerade langsamer? Also wirklich die Basics, da werden sich einige Fragen, na, nein, was macht der Dirigent? Aber es ist einfach wirklich gar nicht mehr so selbstverständlich, dass einmal das Grundhandwerk passt.

Ja, dann musst du natürlich mit einer musikalischen Idee kommen. Ich bin einfach überbeeindruckt, wenn bei uns die Dirigenten, die wir schätzen, wie ein Jakob Ruscher, ein Dinoglu oder Kirill Petrenko kommen, die sind nicht streng, aber da gibt es kein Handyschau, da gibt es keine geblappere neben der Probe, da gibt es kein unvorbereitetes Kummer und da gibt es auch keine hierarchischen Experimente, wo wir Leute probieren, dass Samen mitmischen, sondern da gibt es einfach wirklich nur ein gemeinsames Werken, weil diese Dirigenten einfach von Hause aus einen gewissen Respekt und eine gewisse Ausstrahlung haben.

Die müssen nicht streng sein, die sind sogar einfach ganz nett, aber die sind handwerklich musikalisch für eine Idee her, wie sie die Musik jetzt umsetzen wollen, was sie da umsetzen wollen. Die Energie, die sie ins Orchester bringen, das ist wahrscheinlich das Allerwichtigste, dass sie Energie da einbringen in uns, weil wir sind die, die spülen.

Der kann nur so einmal drumrieren, das wird nichts bringen. Da muss eine gemeinsame Energie entstehen. Und wenn man das schafft, sind das meistens Konzerte, an die man sich gerne erinnert, die man sich gerne anhucht, wo man vielleicht beim Schlussapplaus eine kleine Träne im Auge hat oder komplett dreht, je nach Typ.

Habe ich alles schon gehabt. Also bei mir, es gibt Konzerte, die weiß ich noch ganz genau, wann das war, vor siebeninhalb Jahren mit dem und dem. Da bin ich aufgestanden und habe bei Musikfreund an die Decken geschaut und habe mir gedacht, genau wegen dem habe ich das gemacht. Genau wegen dem.

Welches Stück hast du da gerade im Kopf? Und welchen Dirigenten?

Zum Beispiel Azrael Symphonie mit Jakob Ruscher. Oder was haben wir dann nur gespielt? Ja, ein Götterdämmerumschluss. Mit Konstantin Drinks. Also das sind einfach Sachen, die sind dann energetisch so gepasst und natürlich dann auch von die Werke, aber gut, auch eine Reelsymfonie, würde ich jetzt vielleicht nichts sagen.

Ich habe es vorher gehängt, Josef Suk, der Komponist, aber das war zum Beispiel unser erstes Konzert nach dem großen, ersten Lockdown. Das war so dermaßen ergreifend für uns alle, dass wir da wieder spüren dürfen und dann mit diesem Jakob Bruscher, den wir einfach lieben im Orchester, das hat einfach alles so gepasst, dass wir uns einfach allein gedacht haben, danke, dass wir das wieder machen dürfen.

Und das ist für mich ein guter Dirigent, der das schafft, der mich einfach aufstellen lässt, der man selber als Musiker einfach ganz bereitet und der da einfach so ein Auftreten und so eine Energie hat, dass man einfach Shot findet, wann die Woche wieder vorbei ist.

Was macht ihr, wenn ihr einen habt, der, also bei dem nicht klar ist, wird er jetzt wirklich schneller, dirigiert er vor, also das, was du vorhin gesagt hast. Wie reagiert dann so ein Orchester drauf? Nehmt ihr das dann selber in die Hand? Müsst ihr dann wahrscheinlich.

Naja, da kommt dann wahrscheinlich bei den ersten Modern einfach ein riesen Kudelmudel raus, weil der eine glaubt das, der andere glaubt das. Wenn der Dirigent schlecht ist, ist das Problem immer, dann gibt es gerade klare Hierarchie. Wer ist dann der nächste? Die Konzertmeisterin, auf die schaut aber nicht jeder, weil ich glaube, ich habe recht und spiele da schneller.

Das heißt, es ist einfach ganz wichtig, dass da die Hierarchien eingehalten werden, finde ich. Sprich, wenn der Dirigent schlecht ist, muss meiner Meinung nach einfach dann der Konzertmeister mal sagen, so, Sie hören es eh, wir tun uns jetzt da gerade schwer. Wir können jetzt nicht genau alles und was Sie da wollen von uns.

Und ich bitte erklären Sie es kurz oder geben Sie es besser oder so. Aber zum Beispiel auch, ich habe gerade rhythmisch oder fühle ich mich so Schlagzeug auch absolut berechtigt, dass ich sage, Entschuldigung, wird es da langsamer? Oder Entschuldigung, soll es da schneller werden? Oder das kann man schon einmal fragen, finden, der macht da nur über den Ton, die Musik, wie heißt es?

Ja, stimmt schon.

Macht die Musik stimmt schon. Aber das ist absolut okay, dass man da den Dirigent vom Entschuldigung ist, du hast nicht gedacht aus, sie werden da schneller, sollst du da schneller werden? Das ist einfach eine ganz normale Frage, die man schon stellen kann.

Ich habe ja am Anfang gesagt, dass du ganz, ganz viel unterwegs bist, aber auch gerne Gruppen gründest, unter anderem die Kaisermusikanten, zu denen wir jetzt gleich kommen, aber auch die Jena Brass Connection. Was treibt dich an, dass du Gruppen gründest und vor allen Dingen meistens Blechbesetzungen?

Also ich merke schon, du hast jetzt schon öfters in der letzten Stunde gesagt, du bist so Blechfan, dann stellt sich die Frage, warum du nicht Blechbläser geworden bist. Also was treibt dich an, Gruppen zu gründen?

Also Blechbläser bin ich eh hobbymäßig. Ich spiele nämlich bei der Musikkapelle da haben Horn.

Ach so, okay.

Das war es, da verwirklicht Emi dann. Und zwar nur dort, weil alles andere wäre dann peinlich. Ich glaube, es war immer die Gelegenheit, die sie da gerade geboten hat, der Auslöser für die Gruppen und nicht, ich habe nie gesagt, wir gründen jetzt ein Blechbläser-Ensemble. Sondern bei der Vienna Plus Connection war es zum Beispiel so, das habe ich gemeinsam mit dem Manuel Hubert, Solovanist der Wiener Philharmonika, gemacht, ein guter Freund von mir und langjähriger Wohnungskollege.

Und es war einfach sowieso, der kommt vom Land aus St. Philippald in Oberösterreich und da hat es, da wo er bei der Musikaböhn ist, da hat es einen Musikball wiedergeben seit 20 Jahren, der hat gesagt, hey Buschen, ich mache da ein Ensemble, da spielen wir die Philharmonika-Fanfare, die auch sehr veranfahre und dann trinken wir ein Papier, habt ihr Lust.

Da sind dann relativ hochgerätige Leute gekommen, der und der Solo drametter, der und der engagierte und andere super talentierte Studenten. Ich war damals auch noch nicht engagiert, zum Beispiel wie wir die Minor Prize Connection gegründet haben. Und dann haben wir da gespielt und das hat uns irgendwie so einen Spaß gemacht, dass wir dann nachher irgendwie sogar gesagt haben, hey, das war doch einfach lässig, machen wir doch das fix.

Das hat doch gut gelungen. Und wir haben sie dann da vorne zusammengesetzt und haben dann gesagt, okay, welche Besetzung wird da gut passen, welche Repertoire sollen wir spülen, welche Leute haben wir. Und bei der Wiener Plus Connection bin ich eigentlich ganz besonders stolz, wie wir das gemacht haben, weil wir haben das nämlich wirklich ausgeführt, eigentlich nach dem, wie wir uns mit den Leuten verstehen.

Also wir haben jetzt nicht gesagt, da brauchen wir den und da brauchen wir den, du bist von dem Orchester, sondern hey, der mit dem was er gerade, der ist lustig. Und Glück schaut der Voraussetzung, dass er häufig sehr vielleicht bloß das Instrument beherrscht. Aber wir haben das dann gegründet und vor die 21 Leute, die wir waren, waren glaube ich fünf engagiert und mittlerweile ist einer nicht engagiert.

Sprich, wir haben da die Leute menschlich so ausgefüllt, die dann einfach nach der Rei alle ein Probesspül genommen haben und das war dann irgendwie witzig zum Singen, wie nach der Reihe quasi sich herausgestellt hat, hey super, wir haben da irgendwie die besten Leute in dem Ensemble. Und so hat sich die Wiener Brass Connection gegründet.

Ich wollte nie eine Brassband gründen. Aber es hat sich damals einfach so ergeben und es war dann einfach gleich eine super Sache. Ich habe Kaisermusikanten was schon gewollt. Da war es so, dass ich ja sowieso schon lange bei den Woody Blechbeckers zum Beispiel dabei war, sprich bei einer böhmisch-mährischen Partie sowieso schon lange mitgespielt habe.

Weil ich natürlich die Blasmusik sehr gern habe und auch dann, wie niemand so viel Zeit gehabt habe, in der Kaböhn mitzuspielen, trotzdem einfach Blasmusik machen wollte und auf Bezirksmusik Festal spielen wollte, weil es ja gerade ist und vielleicht auch einmal so Konzerte spielen würde, wo die Blasmusik einfach, wo sie immer populärer waren ist, dass man die Blasmusik eben auch wieder mal ernst nimmt und nicht nur als Bierzeitmusik, sondern es gibt auch Blasmusik-Konzerte irgendwie und das war dann irgendwie cool.

Ich war aber immer nur in große Partien, in böhmisch-mährische 15er Partien, wo es schwierig ist, hey Broma, der hat eine Zeit und der hat eine Zeit und bla bla. Und irgendwie ist dann eben bei mir und auch beim Hallensteiner Christian und bei alle, die halt jetzt so dabei sind, die in größere Partien dabei waren.

Der Wunsch auf, komm mal her, machen wir ein bisschen eine kleine Partie, weil du kannst dann vielleicht einfach ein bisschen mehr ins Detail gehen. Und genau, jetzt haben wir gesagt, passt, das machen wir. Und haben uns da dann die Leute zusammen gesucht, die irgendwie zu uns passt haben, die auch einfach Musikanten sind, die einfach die Bloßmusik schätzen und ernsthaft betreiben wollen.

Und genau, so ist dann das, was worden.

Warum habt ihr drei Zenauhörner?

Weil wir mir gesagt haben, magst du dabei sein, magst du dabei sein und magst du dabei sein? Ja scheiße, jetzt sind wir ja drei und nein, nein, dann entschuldige ich dir, zwar habe ich das erstes gefragt, aber drei ist doch auch cool, oder? Ja, stimmt, probieren wir es mit drei. Ja, nein, klingt eigentlich ganz cool.

Und du kannst Postbus haben, ah ja, nein, passt, das passt halt eh dann, aber was soll ich fetter mit Postbus haben? Es war eigentlich mehr erst eine Not heraus. Ich habe einfach ein Ziel gefragt und das hat aber dann so gut gelungen und das war dann einfach ein bisschen vielfältiger vom Sound her, dass wir gesagt haben, das könnte eigentlich ganz gut passen.

Was ist der Vorteil aus deiner Sicht, wenn der Schlagzeuger der Gruppe auch der musikalische Leiter ist?

Keiner. Also ein musikalischer Leiter sollte einfach einer sein, vor allem bei einer Partie, die sich nicht gegründet und alle am Niveau gespielt, sondern der hat bei einer märischen Partie gespielt, der kommt aus die Ruhe von der Blaske-Böhn, der hat bei einer böhmischen Partie gespielt, der ist ein Egerländer-Fan.

Da ist es einfach wichtig, glaube ich, dass einer die musikalische Leitung übernimmt, der sagt, ich tue mir das an, ich überlege mir, wie wir spülen wollen. Und wir arbeiten jetzt an einem gemeinsamen Weg, unsere musikalischen Facetten, die wir haben, unter den Hurz kriegen. Weil der eine will nachschirmen, der andere will wieder Ernst Mosch spielen, der andere will nur hochgenommen mit der Flado Kumpan spielen und der eine will nur Walzer spielen, wie die Hip-Her-Musikanten, oder nur wie die Hip-Hopper-Musikanten spielen.

Und sprich, da muss einfach eine gemeinsame Linie her, die müssen die Leute dann natürlich mittragen. Und da muss einfach der musikalische Leiter sich das dann auschecken, dass das vom Know-how, von der spieltechnischen Ausführung dann passt und dass die Leute da dann einfach mit denen glücklich sind, wie man dann als Partie auftritt.

Das habe ich, glaube ich, geschafft, dass die Leute dann gesagt haben, hey, das klingt cool und ja, machen wir mal so. In Österreich hat es das eh nicht so oft gemeint, einfach so eine im Eger-Länder-Stil spielende Partie. Das hat es bei uns eigentlich nicht oft gegeben und ist ja nicht populär gewesen lange Zeit.

Und darum haben wir gesagt, hey was das, das gibt es nicht so oft. Und irgendwie waren wir gerade so alle auf dem Ernst-Mosch-Dampfer und haben gesagt, legen wir es doch in die Richtung an. Und dann haben alle gesagt, passt. Das muss nicht der Schlagzeuger sein. Wenige Schlagzeuger sind dann ganz gute Musikanten.

Oder können dann haben vielleicht die Reputation einer engagierten Soloton Bett zum sagen, wir bitte Flügelhorn spielen sollen. Also das muss dann natürlich schon inner Kollegial passen.

Also bist du von deiner Persönlichkeit auch jemand, der das gut einfach auch führen kann?

Ich hoffe, ich kann es, ich gebe mir Mühe und bis jetzt glaube ich, dass die Kollegen ganz zufrieden sind mit mir. Oder mit dem, was wir jetzt die letzten mittlerweile vier Jahre musikalisch heute erarbeitet haben.

Ihr schreibt auf eurer Homepage, dass es unkonventionelle Probentermine gibt und dass ihr mehr Wert legt auf Rassierungen und so als bei den Besetzungen, wo ihr teilweise vorher schon dabei wart, die ja auch alle gut sind. Also erstens, was heißt unkonventionelle Probenzeiten?

Ja, das ist bei uns oft das Problem, dass wir zum Beispiel aus vier, fünf verschiedenen Orchestern sind und mindestens so einer hat über einen obendienst oder den Dienst oder da Dienst, dann es ist einfach mühsam, Probentermine zu finden. Und was natürlich ruhig geht, ist, dass wir zum Beispiel von Mitternacht bis drei in der Fuhrprobe, weil wir da gar keinen Dienst haben.

Und das haben wir am Anfang dann oft gemacht.

Okay.

Krass. Genau. Und uns war das einfach wichtig, eben stilistisch, artikulationstechnisch da einfach uns einig zu werden, weil ich finde immer, ich sage nicht zum Beispiel, man muss spielen wie Egel in der Partie, oder man muss spielen wie man muss Mere spielen, oder man muss spielen wie Departie. Aber was ich einfach geil finde, und da gibt es ja auch gute Beispiele, wie die Kapelle Son, so wie die kleinen Egel in der Besetzung, das sind so komplett unterschiedliche Partien, aber es ist einfach so gut, weil einfach alles gleich gespielt wird.

Und das war unser Ziel. Machen wir es aus, wie kurz will man spielen, wie lang will man spielen, mit wie viel Vibrato will man spielen, wie wollen wir die langen Döner ablassen, wann lassen sie mir weg, wie spielen wir rhythmisch, hüpfert oder gerade. Mir ist alles wurscht, jeder kann da seine Wünsche sagen, aber wir müssen das dann gleich machen.

Weil alles, was acht Leute gleich machen, hat schon mal eine Qualität, ob ich das dann mag oder nicht. Und das war uns einfach wichtig. In was für einen Stil das dann geht, da glaube ich, da wäre jetzt erst drauf gekommen, weil jetzt erst der Firma ein Stück 15, 20 Mal hinter anspülen. Wir haben bis jetzt gespielt, acht Monate Pause gespült, 6 Monate Pause und natürlich prob dazwischen, aber die Live-Auftritte, die brauchst du ja und ich glaube, dass sie da jetzt erst außerkristallisieren wird, was sind wir eigentlich für eine Partie?

Ich würde mal übergehen, weil wir gerade so schön dabei sind und da passen die gerade so schön dazu, zu den Zuschauerfragen. Ich habe ja heute Mittag nochmal auf Instagram so rumgefragt, da kam einiges zusammen. Der Frank fragt, warum spielen die Kaisermusikanten die Salatmeyer-Polker in einer anderen Tonart?

Wir spielen es, glaube ich, an Ton tiefer, wie die Aufnahme von den Woody Blechbackers. Und das war ursprünglich dazu gedacht, weil natürlich bei den Woody Blechbackers gibt es sechs Hoche Bläser gibt, die sich zum Beispiel dreistimige Signale an Nachschlag führender Melodie abwechseln können. Das gibt es natürlich bei den Kaisermusikanten nicht, die müssen die ganze Zeit durchspielen.

Also war meine Idee, das ein Ton tiefer zu spielen, das hat sich aber eh schon wieder erledigt, insofern bei der Holsteinartistin zum Beispiel gesagt hat, unser erster Trompeter, die ist zwar ein Ton tiefer, die ist aber trotzdem Zacher. Also spielen wir es eh nicht mehr in dieser Tonart. Wir spielen, wenn wir es live spielen, die Originaltonart, weil die zwar ein Ton Heche ist, aber einfach besser liegt.

Okay. Nächste Frage kommt von dem Instagram-Account der Landesmusikjugend Nordrhein-Westfalen. Die fragen: Folgst du einem Influencer in Sachen Blasmusik oder Musikverein?

Nein, also nicht bewusst deinem Influencer. Man folgt halt, man ist auf Facebook befreundet mit einem Thomas Gantz oder man verfolgt Beiträge vom Christoph Moschberger und filtert sich da raus, was für einen wichtig sein kann, was einem gefällt, aber jetzt bewusst da jemanden auszusuchen und zu sagen, das tauche ich mir das einmal an, weil das könnte mich weiterbringen oder so, das tue ich nicht.

Man kennt eh die Chinesen, die Chinesen oder die führenden Leiter in dem Genre, man kennt auch eh, wer was zu sagen hat. Das Einzige, was ich bewusst suche, sind alle die Muschaufnahmen und alle die Muschel oben oder so, weil den gibt es leider nur auf Instagram im ersten Muschel, aber sonst die Größen, von denen man jetzt was lernen kann oder die dann jetzt dauern in dem Bereich, die kennt man eh.

Max fragt, wie hast du es als musikalischer Leiter hinbekommen, diesen einzigartigen Sound zu etablieren? Hast du ja schon so ein bisschen beantwortet? Vielleicht willst du noch ein bisschen was ergänzen.

Genau, also zur Bodenarbeit habe ich eigentlich eh schon gesagt, dass wir einfach sehr an der Genauigkeit gearbeitet haben, sehr an die Details gearbeitet haben. Jeder, der selber bei einer Partie was ist, das muss man dann natürlich auch noch öfter live spielen, dass das dann auch wirklich, was man ausgebracht hat, rauskommt.

Da sind wir auch überhaupt noch nicht fertig oder zufrieden, wie das bei uns läuft, aber wir sind auf einem guten Weg. Aufnehmen, Aufnehmen, Aufnehmen, Anhören, Anhören, Anhören. Wie spüren wir schon? Jetzt haben wir gesagt, wir spülen die Phrasen dahin, aber es passiert eigentlich nur nicht oder zu wenig.

Ah ja, stimmt, alles was man selber hört, glaubt man natürlich mehr, wie wenn uns wer sagt. Also wir haben uns einfach immer wieder aufgenommen und das angemacht und gesagt, okay, das ist nur nicht das, was geil ist. Und gehen wir auf ein Bier auch im Keller und holen wir sie anrepartieren und eben wir schätzen, das ist geil.

Und einfach so eine Vorstellung haben, was will man erreichen und einfach sich kontrollieren, ob man es schon geschafft hat oder nicht.

Matze hat drei Fragen. Erste Frage, was ist die Philosophie hinter der Kaisermusikantenbesetzung?

Die Philosophie. Gute Frage. Wir wollen Sachen spielen, das war es jetzt lustiger, weil die Sandstrolli sehr bekannt waren, die vielleicht noch nicht so bekannt waren. In Österreich ist vielleicht in Deutschland was anderes, aber vor fünf Jahren hat in Österreich einen Struh etwa sehr wenig Leidkind.

Ehrlich?

Ja, glaube ich schon. Vielleicht eher die ältere Generation, aber also wie bei mir in meiner Jugend war Ernst Mosch nicht aktuell. Sondern eher so Flado Kumpern und so Sachen. Oder Obermüller Max, Obermüller-Musikanten. Oder ja gut, Verspätter sind jetzt super berühmt, aber wie wir das Leben, wie wir das ein Leben lang spielen wollten, war es auch schon super berühmt, aber natürlich noch nicht so im Grossmusikbereich gespielt.

Sprich, wir wollten halt einfach Sachen bieten, die es vielleicht jetzt noch nicht so oder nicht im diesem Sinne zum Hören gibt. Eine Kapelle hat gewonnen, kennt natürlich jeder, aber so arrangiert vielleicht nicht. Das kann einem gefallen, das kann ich vielleicht nicht gefällt. Das ist also ein bisschen die Philosophie und natürlich dann nach und nach, wenn das dann alles einmal so wie es jetzt ist, gereift ist und Ein Fundament hat, dann natürlich schon Eigenkompositionen dann dazu einfügen, natürlich, weil wir nicht nur über alles nachspielen, sondern weil halt auch eigene Sachen, vielleicht sogar Trendsetting-mäßig Sachen, die natürlich dann öfter kehrt werden.

Ein Schritt nach St. Peter ist natürlich nicht von uns, aber eigentlich ist es ein Quetschenstikel, das wir berühmt gemacht haben. Sprich, so ist ein bisschen die Philosophie. Was kommt Geise her, was gibt es noch nicht so oft, wie könnte man das aufpippen, dass wir das cool verkaufen können. Und dann natürlich müssen es einfach auch noch und noch eigene coole Stücke kommen von uns selber.

Zweite Frage von Matze. Passt so ein bisschen, weil du Max Obermüller erwähnt hast, warum ergänzt du kein Akkordeon in deinen Arrangements?

Ja, würde uns irgendwie danken, aber einfach bei uns im Umfeld, sowohl regional wie auch im Freundeskreis, wir kein wissen, wo wir wissen, der hat so oft Zeit, der zirkt da gemeinsam mit unserem Strom, der misst es nicht fährt, so viel Probenarbeit zum Verbringen, obwohl er die ganze Zeit nur Nachschlag spielt.

Sprich, ist füllt einfach der Mann. Ganz einfach. Und ich sehe es vielleicht nicht so notwendig wie andere Leute. Also muss ich auch sagen.

Okay. Okay. Weil du sagst, so viel Probenarbeit, wie oft probt ihr eigentlich?

Jetzt geht es ja nicht mehr so oft, weil, ja, jetzt zum Beispiel, wir fahren jetzt auf diese Tour da, Egelländer, Original Egeländer Festival, Rechtlerwine, Musikfest in Bayern und eine Neukirchen, da geht es dann, da fahren wir einen Monat gar nicht zum Proben, weil jeder hat Todins, Tod ins, Todins, das muss man auch akzeptieren, aber normalerweise wird es schon vor einem Auftritt immer mal probt und dazwischen wird einfach auch Aufnahmen vor einem Auftritt angehört, probt, neue Stücke werden natürlich geschrieben, die muss man auch proben.

Also wir schauen schon, dass wir nicht einmal am Stück gar nicht miteinander spielen, wenn es irgendwie möglich ist. Das geht natürlich gut, weil fast alle sind in Wien. Nur der Hier ist es in Klogenfurt, der hat aber da viel, viel frei, der kann es sich gut richten. Also das funktioniert natürlich. Da konkret Justy Röder weißt, der da jedes Mal herfahren muss.

Oder was weiß ich muss, also der ist nicht lange dabei, glaube ich.

Okay. Letzte Frage von Matze. Wie findest du große Besetzungen wie die Original-Woodstock-Musikanten oder die Kapelle der Kapellmeister? Du hast ja vorhin schon gesagt, okay, bei euch ging es ja auch darum, dass ihr viel Zeit, also das besser zum Organisieren habt, wenn ihr weniger seid, aber so rein musikalisch, was hältst du von großen Besetzungen?

Finde ich mehr geil. Ich habe jetzt beim Böhmischen Frühling vor kurzem das Klick gehabt, statt Hutter Stefan bei den Woodstock-Musikanten mitzuspielen, weil er einen E-Garde-Kick gehabt hat. Und ja, nein, ich meine, ist natürlich insofern nur mal in einer Komponente geiler wie die Kaisermusikanten, weil sie einfach viel mehr Leute sind und das einfach Tobi zu viel anschippt.

Es ist dann dreistimigen Nachschlag, zwei Duben, vier Flügelhörner. Und dann hast du natürlich auch die Leute dazu, wenn man sich in einer Kapelle spüßt, wie es da beim Böhmischen Frühling mit den Woodstock-Musikanten war, wo der Fliecherpeter, der Holsteiner Christian, der Erdelsimon, der Hützing Johannes, der Hügellau-Sebastian, hohes Blechspülen und der Holberne, der Kobla, Harald, der Kovler Andi und weiß es nicht, wer nur dabei war, weißt du und du solche Leute dabei hast, dann kommt das natürlich nur mehr doppelt so gewaltig daher.

Und das sind das wahnsinnig gute Leute und das war irrsinnig spannend, da mitzuspielen. Und also ich finde das musikalisch mehr cool und würde man das auch gerne, also und werde das auch tun, zum Beispiel bei den Wood-Musikanten, die jetzt dann in Linz spielen im Musiktheater, das hole ich mir natürlich auch gerne an, weil das ist geballte Power.

Wie kam es überhaupt dazu, dass du arrangierst?

Jetzt für die Kaisermusikanten oder generell?

Generell erstmal.

Ich war relativ, also mein erstes Arrangement, was ich jemals gemacht habe, war für die Wiener Plus-Casion für Stivo-Tür von Schostakovic. Wir wollten das einfach da mal spülen, das Stück. Wir haben geschaut, gibt es Arrangements? Nein. Ja gut, dann mache ich es. Ich probiere es jetzt. Und ich habe dann einfach einmal was gemacht und habe denen das dann hingegangen.

Dann habe ich gefragt, wie liegt das, wie ist das, wie ist das. Alle haben gesagt, das ist unspielbar, das ist scheiße, das ist in der Original Donat, das hat fünf Kreis, das ist uninteressant. Ich habe gesagt, ich will es aber in der Original Donat spielen, weil schön war es spielt, es sind dann dürfen.

Aber geil war doch, wenn man es einfach in der Original-Donat spielt. Und natürlich auch heute aufgehoben, aber irgendwann, wie es dann geprobt war, sind die Leute aufgekommen, als ein relativ kurz Arrangement ist, anscheinend, was mir gefallen hat, weil ich eben null Erfahrung gehabt habe. Und ja passt, da ich nur was machen will, dann habe ich heute diese Filmmusiksachen gemacht, hat ja noch Dragon und das ist immer sehr gut angekommen bei meinen D-Kollegen wie auch beim Publikum.

Und je mehr man, je öfter man das natürlich macht, desto mehr kann man sich dann im Finale auch vorstellen, wie das live klingt und desto einfacher wird es einmal. Also jeder, der euch fragt, was für Tipps hast du beim Arrangieren und so, den kann ich eigentlich nur sagen, fang einmal an und arrangiere mir was, drück es aus, leg es hin und hoch, bis du es im Kopf vorgestellt hast und ob es so klingt, und wenn es nicht so klingt, kannst du nur zwei Sachen haben.

Entweder die Leute können es nicht spüren, oder du hast das nicht, also es falsch arrangiert. Was ich zum Beispiel lang gecheckt habe, ist, wie setzt man eine Tuben-Posaunen-Sektion bei der Venabras Connection. Ich wollte es sehr tief haben. Dann hat man es natürlich nie gehört gegen Sixter und Betten, bis man dann die Kollegen gesagt haben, naja, das ist sehr tief, das ist dumpf.

Wenn du das hören müsst, dann musst du das hersetzen. Das sind alles so Erfahrungswerte, die musst du einfach machen. Vielleicht kannst du aus einem Buch lesen, aber es ist sehr fahrer, ein Arrangierbuch durchlesen, da habe ich vorher drei Stücke arrangiert und rein mal meine eigenen Sachen zusammen, wenn ich eh gut her und wenn ich weiß, eine Vorstellung habe von dem, wie das jetzt klingeln so.

Ja, und bei den Kaisermusikanten?

Da war ich dann natürlich schon ein bisschen erfahrener, nachdem ich für die Rudi Blechbecker schon ein paar Sachen arrangiert habe und komponiert habe. Da war es natürlich dann einfach und bei den Kaisermusikanten habe ich einfach auch alle Kollegen schon so gut gekennt, dass ich genau gewusst habe, das ist für den spürbar, das ist für den spürbar, also dass ich genau gewusst habe, da können wir den seine Qualitäten ausnutzen, da können wir den seine Qualitäten ausnutzen.

Und das macht es natürlich mit solchen Kollegen schon einfach her zum Arrangieren, sage ich mal, weil du natürlich ein bisschen extravaganter das machen kannst. Und du weißt, das kommt dann an. Aber wie die Sachen klingen, wie du die Sachen setzen musst, das hat man da natürlich dann schon ungefähr gewusst.

Wir hatten es ganz am Anfang so ein bisschen über Vorbilder. Was sind denn deine Schlagzeugvorbilder, vor allen Dingen jetzt mal in der böhmischen Szene?

Da gibt es einmal ein Vorbild aus der Kindheit, ist natürlich, und den kenne ich schon ziemlich gut, Gott sei Dank ist der Norbert Radanza, einfach weil der schon ziemlich lange auf einem unglaublichen Niveau spielt und weil der einfach, finde ich, einen coolen Groove hat und der technisch unglaublich gut ist.

Wer das kennt, was er so mit einer Hand aufführen kann und so. Außerdem ist er ein unglaublich guter Musikant, der super Nummern schreibt und er ist ein unglaublich netter Kerl. Also das ist einfach ein toller Mensch und der macht das Gen, weiß nicht, was 35 Jahre auf höchstem Niveau, so wie ich bei mir schwieg auch klassisch.

Also das ist mir auf jeden Fall einer, von dem man sich so junger früh anschauen kann. Und wer mein Lieblingsflugzeug ist, aber das weiß ich leider nicht, wie der heißt, ist der Radiuszeuger vom Ernst Mosch.

Ferry-Tagsherre.

Ich glaube, genau. Ich habe ein paar Videos gesehen und ich hoffe, dass das der ist. Auf jeden Fall, der gefällt mir von der Egelände her am besten. Der hat für mich die geistige Gruft und der kann auch gelanglich dann relativ viel variieren und das ist einfach für die Zeit, wo das damals war, unpackbar.

Also da haben Leute im Profiorchesterchester kaum wirbeln können, gescheit. Und wenn man sich dann anguckt, wie der spielt, weiß man, welches Standing der damals gehabt haben muss.

Was ist dir wichtig an einem Schlagzeug-Set in Böhmischenbesetzung? Also wie muss das für dich klingen?

Ich habe jetzt bei den Kaisermusikanten Wert draufklicken, die aber von Foult Tramps heißt es, ein Schlagwerk geschenkt bekommen, sprich, sie haben gesagt, sie wollen da durchstarten und sie bauen mir ein Schlagwerk. So wie ich das will, habe ich gesagt, passt, das finde ich eine coole Idee, weil erstens haben mich die jungen Studenten, die so etwas vorhaben, unterstützen, zweitens einmal, wer bitte an schauen, um ein Schlagzeug zu bauen, so wie man es will.

Was da dann rauskommt, weiß man nicht, aber ich war daraus relativ zuversichtlich, dass das geil wird. Ich bin ein Freund von einer kleinen Bestram. Also was ich überhaupt nicht mag, ist, wenn man bei einer kleinen Besetzung oder auch bei einer Bämchen die Bestram so laut ist, dass man schon fast die Tuba nicht mehr hört oder dass man die Tuber-Töne nicht mehr wahrnehmen kann.

Also ich bin da ein bisschen ein Fan und wer da dem Sound, wo ich mir das abgeschaut habe oder wo ich mir das erste Mal gehört habe, und gedacht habe, das klingt cool, ist der Hutter Stefan bei der kleinen Egel in der Besetzung. Also so in die Richtung, das finde ich relativ cool, das ist zwar eine Attacke, aber das hat trotzdem an so einem Sound und das ist nicht nur ein Attack, wie man es eigentlich befüllt, ein Böden, die vor allem dann auch natürlich modern spielen, die haben dann so ein Best dran und so ein Fellom, aber wenn das einfach nur pack, pack macht, das hat, finde ich, in der Bloßmusik, in der böhmischen oder in der E-Geländer nichts verloren.

Das ist viel zu konkret. Ich habe mir da jetzt dann einen eigenen Flanellkopf vom Ton an bestört, den ich auch so ein Ding montiert habe. Und ich habe mir da relativ immer dumtüftelt, dass ich da ein bisschen einen Wärkensound hinkriege, den der Tontechniker dann eh nur entweder aufblasen oder kerniger machen kann.

Wobei das, also ich fand, ich fand, ich hatte ja selber 15 Jahre lang eine eigene Besetzung und ich fand den Bassrum-Sound immer am schwersten. Da haben wir, glaube ich, jedes Jahr immer neu gesucht und verbessert.

Holzpistern gehabt am Anfang, die sieht man so bei den ersten Videos, die noch größer ist, die hat ihm das Problem gehabt. Die war erstens, wenn wir jetzt große Zeiten sind, das mit den Fällen nie passt und die haben wir nie so himmischen Kinder, dass mir das gefallen hat, da muss man eigentlich bauen lassen, das ist viel kleiner, bis der 18.2 Pest haben nur.

Aber wenn da Tontechniker weiß, wo die Bummen sind, dann ist das für den Gesamtklang einfach, das mischt sich einfach besser rein. Da braucht man einfach nicht so etwas Perkursives, finde ich. Pack, pack, pack, das interessiert deine eigenen in der Nummer geworden. Bei der Snare habe ich es schon gerne hart und knackig, aber weil eh trotzdem dann alle ein bisschen Hall reingemischt wird und so.

Also da bin ich schon auf einen von hoch und hart. Aber trotzdem gehört da auch ein Bauch her und Füllseiten dazu. Das darf natürlich nicht wie ein Pipegrun oder so tun. Und beim Becken, ja, das ist ja auch wieder so überschmiert. Es ist so einfach lang klingen, es soll dunkel sein, ist ja auch ein Deckung, das aufgeht.

Da haben wir natürlich 90% auf der ganzen Welt wahrscheinlich eh das Holger Müller-Becken, was super ist. Ich mir aber damals noch nicht leisten wollte zu Beginn und ich habe dann selber eins gefunden, einfach wo mir jetzt sehr viel Leute schreiben, was das für ein Becken ist, weil es unglaublich gut klingt und ich habe das jetzt da verglichen, eben mit den gängigen Becken von den großen Egeländerschlagzeugern oder in die Partien halt in die Bekannten.

Und bin damit eigentlich sehr zufrieden. Das ist ein Säbe in Artisanbecken und das klingt für mich wie wenn es 22 zu Becken war ich, aber nicht. Und mit dem kannst du relativ alles machen, klanglich du kannst gut variieren und irgendwie finde ich es cool, dass ich davon anfange und habe das irgendwie gehabt und bin super happy mit dem.

Okay. Du bist ja auch, wenn ich es jetzt richtig gelesen habe, die ist ja auch wieder bei der Wursttalk Academy dabei. Genau. Was ist dir wichtig, beziehungsweise was willst du weitergeben, wenn du Unterricht hast?

Kommt ganz davon, in welchem Bereich die Leibos wissen. Letztes Jahr war ich auch schon dabei bei der ersten Ausgabe. Und da war es ganz unterschiedlich, die arbeiten halt, wie spielst du EGLänder, wie spielst du Böhmisch, wie spielst den und den Marsch, die B. Dann wollte ich halt eben ihnen zu erklären, wie ich das anlegen habe und warum.

Aber denen euer mit am Weg gehen, dass das einfach ganz viel Geschmackssache ist und dass da ganz wenig Regeln gibt. Und weil die meisten fangen mich, was muss ich beobachten? Was gibt es für Regeln? Und ich sage, eigentlich kann ich. Ich kann jetzt nur sagen, auf was ich wert liege und warum. Aber ob die das taugt oder nicht, ich liege einfach wert, dass ich nicht viel Hupfe, dass ich keinen X-Achteltakt quasi spüle.

Aber ich bin nicht ganz so der Grad-Durchspieler wie der Holger Müller zum Beispiel. Das heißt aber nicht, dass ich das nicht mag oder dass ich das nicht mag, sondern es ist einfach nur mein, so viel ich mir wohl, das Provi zu machen. Und wenn dir das gefällt, wie ich spiele, dann kann ich da sagen, auf was ich wert liege.

Aber es gibt da keine Regeln, es gibt da kein Richtig und falsch, es gibt da kein gefällt mir wegen dem nicht oder das gefällt mir wegen dem Chance, sondern es ist einfach ein Knocksache. Und wenn ich mir denke, dass wer zu mir kommt wegen einem EGL-Inter-Set oder wegen einer Plusmusik, dann erkläre ich einem einfach meine Philosophie.

Bei der Klassik ist das schon ein bisschen anders natürlich, wenn es wäre eine klassische Stummwühe mit dem und dem Repertoire, richt hoch einer, Bauch nicht düden, oder Probespielstellen oder Probespielvorbereitung, da kann man natürlich schon viel detaillierter Song sagen. Würstest du den langfristigen Plan haben, wann ich das Probespie, müsstest du einfach einmal hören, wie es grundsätzlich anlegen ist.

Da kann ich natürlich von ein bisschen ins Detail gehen, da kann ich sagen, okay, grundsätzlich musst du auch diese Basic-Übungen spielen, dass du dann später diese Stelle die Probleme vielleicht noch nicht mehr hast. Wenn das einer ist, der sagt, er habe ich einen Monoprobe-Spiel, dann sowieso passt.

Jetzt zug man sie hin, jetzt spüren wir die Stirn, chuck, chuck, chuck, chuck, die gehen wir jetzt durch, was du und da hast, in einer Stunde sehen wir sie wieder mit dem Zoom-Gerät, dann nehmen wir das gleich mal auf und schauen, was du vor dem umsetzen kannst. Also es kommt einfach immer davon, was die Leute wollen.

Es kommen von Profis bis Amateure. Amateur will einfach nur, vielleicht einmal, dass ich mit dem mitspiele, dass der mal überhaupt merkt, wie ist das Feeling, wann ich so spüle. Und das muss man einfach ganz individuell an die Leute anpassen, was die vorhin wollen.

Wenn du es so erzählst, klingt das so, wie wenn du jeden Tag total ausgelastet bist mit Musikdienst, ihr probt Arrangements schreiben, Sachen vorbereiten. Wie sieht dein Alltag aus? Vor allen Dingen, du hast ganz am Anfang gesagt, du hast einen Sohn, der ja auch noch da ist. Wie kriegst du das alles unter einen Hut?

Grundsätzlich einmal muss man sagen, dass unser Leben ein bisschen anders aufdeut ist. Also ich bin eben engagiert in Wien, wohne mit meiner Familie, aber in Linz, weil meine Frau arbeitet im obersterischen Musikschulwerk. Sprich, wenn ich in Wien bin, dann habe ich einmal Dienst, aber keine Familie.

Und wenn ich in Linz bin, habe ich keinen Dienst, sondern 100% Familie. Und sprich, wenn ich in Wien bin, kann ich mich am Dienst konzentrieren. Plus nebenbei fällt natürlich jeden Tag schon eine Arbeit für die Kaisermusikanten an. Die habe ich natürlich, da haben wir auch ein, zwei Stunden am Tag natürlich da besser freien.

Also es kommt selten alles zusammen. Aber es stimmt, es ist jeden Tag was zum Überlegen, es ist jeden Tag was zum Checken, eben für sie was zum Anhören, zum Üben, für die Kaisermusikanten was zum Arschieren, Auftritte anfragen, bearbeiten. Wie schaut die Homepage aus? Ist das nur zeitgerecht? Wollen wir überhaupt eine CD aufnehmen?

Wenn ja, haben wir da schon genug eigenen Stickel dafür. Du hast schon recht, also es ist jeden Tag was zu tun und da muss man sich sicherlich dann, wenn einmal Familienzeit ist, auch zwingen, dass man sich einfach gesagt, so, jetzt ist das mal angeschränkt und ist dies einmal das Handy weg und jetzt ist einmal dahingehend nichts zu tun.

Weil sonst, wie du schon sagst, anfallen da hat einmal alle zwei Stunden was wahrscheinlich oder wenn du was einfällt oder wo du was tun könntest.

Kannst du das gut? Das Handy weglegen und dann da sein oder rauscht dann im Hinterkopf der Kopf trotzdem noch so mit?

Ich bin dann gut, wenn ich was erledigt habe. Wenn nur irgendwas offen ist oder wenn irgendwas noch nicht fertig ist, dann schwirrt es mir schon im Kopf herum, darum muss ich immer schauen, dass das, das und das und das und das, dass das einfach abkackt ist und ich meine, wenn das ist Feind von mir her, die werden sie wahrscheinlich die Finger über den, äh, die Hände über den Schädel zusammenhauen, weil ich eigentlich überhaupt kein strukturierter Typ bin, sondern eigentlich ein chaot, aber da muss es einfach sein, weil sonst kann ich selber nicht mehr schlafen.

Okay. Aber spannend, dass du das sagst, weil ich hätte jetzt aus dem, was du jetzt die letzten Stunden erzählt hast, nicht rausgeschlossen, dass du ein chaotischer Typ bist, sondern eher schon so ein strukturierter.

Nein, eigentlich nicht. Also ich bin schon strukturiert und zum Beispiel bin einfach ein sehr pünktlicher Typ, weil ich so ein Chaot bin, sprich, wenn ich mich nicht bemühen würde, das alles so zu timen, dann würde relativ viel in die Hosen gehen. Und ich sehe einfach gerade, zum Beispiel bei den Kaisermusikanten siehe ich einfach diese Verantwortung, die du dann hast.

Und wenn ich da einfach schlampig arbeite oder wenn das nicht passt, dann ziehe ich da sieben Kollegen mit im Abgrund. Und ich kann, also es passt für mich dann nicht zusammen, das ist ja dann auch vielleicht ein bisschen ein reifer Prozess, wenn ich es gehört ist, ein Typ Partie gönnt, dann ist das für mich die Chance, da einmal zu erproben und zu zeigen, dass ich es ja wohl was strukturiert organisieren kann.

Und genau, so ist das bei mir. Also wenn ich jetzt kein schlampiger Mensch oder so habe, ich bin halt, ich rufe halt dann beim fünften Mal einmal zurück oder ich schreibe halt dann, vergisse ich da wieder zum Zückschreiben oder das. Und das kannst du in dem Gebiet dann fast nicht leisten, weil das nicht passt.

Und insofern bin ich ganz froh, dass ich mir das so gut strukturiert habe und dann kann ich auch das Handywickeln und unter meinen Kopf freigrengen für familiäre Sachen.

Das klingt so ein bisschen, wie wenn du bei den Kaisermusikern für alles zuständig bist. Irgendwie Homepage, Anfragen, Arrangements, Schreiben, Probenarbeit oder täuscht das?

Nein, für alles bin ich sicher nicht zuständig, aber ich hoffe, du ist ein bisschen am Schirm. Also zum Beispiel am Schirnen hilft mir der Hasling Matthias extrem viel. Er hat sicher 20, 30 Arrangements gemacht für die Kaisermusikanten und auch selber komponiert. Der Migo Grimpelstedt, der macht die Hotelsachen, die Moderation macht, was macht der sonst nur genau?

Nein, das passt ja. Also es gibt einen Schauleiter, Sascha macht das mit den Noten, dass die Mappen passen. Also es geht ja fast gar nicht, dass einer alles allein macht, aber man sucht halt als Chef von Therapie einfach den Überblick zu behalten, passt das eh, passt das eh, ist das jetzt schon organisiert, auch wenn ich was auch geben habe, einfach, dass das läuft, weil ein Auftritt von den Kaisermusikanten ist musikalisch schon schwierig genug.

Einfach von dem Programm her und von dem, wie wir spielen wollen, muss einfach rundherum die Rahmenbedingungen alles passen, dass uns das anstrengen. Und es ist ja doch unser Hobby, nehmen wir einen Beruf und das Hobby nimmt es schon ziemliche Ausmaße an. Und wenn da die Rahmenbedingungen nicht passen, dann wird es schnell einmal so, dass man sagt, das ist mir einfach zu anstrengend.

Wenn du im Alltag so unterwegs bist, das habe ich mir nämlich vorhin gedacht, als du vom Dienst gesprochen hast und sagst, okay, in dem Stück steht drin, wir brauchen zwei Türen. Normale Tür, Terrassentür. Läufst du aufmerksam durch die Welt und nimmst die Welt als Klänge wahr oder kannst du das abschalten?

Nein, kann ich dann schon gut ausschütten. Also ich muss das erkennt, es dreht sich bei mir im Leben nicht alles nur um Musik. Also ich bin zum Beispiel auch sehr spar begeistert, die du gerne. Ich gehe alle zwei Tage ins Fitnessstudio. Ich hochgern Musik in meiner Freizeit, wenn wir nach der Papier zusammensitzen, da haben wir eine drei Stunden Spotify Prälist von Overkleiner bis was, was natürlich.

Aber wenn Dienst aus ist, ist dann der Dienstag einmal aus. Und dann habe ich mir auch gerne mal vom Fernseher. Oder eben, dann muss das sportlich einfach vielleicht der Energie noch raus oder einen Kopf freigrengen durch einen Sport. Also ich kenne viele Leute, die sich wirklich hohlig sind oder die einfach gar nicht mehr rauskommen.

Was richtig bewundernswert ist. Aber ich glaube, bei mir kann das nicht, weil ich da dann irgendwann die Freiheit verlieren kann. Es ist dann trotzdem was Besonderes für mich. Und wenn ich 24 Stunden am Tag was im Kopf habe, oder die Welt 24 Stunden, was tat, dann kann das irgendwie nichts Besonderes mehr sein.

Das kann man der Gäste Musik fan der Welt nicht verkaufen. Das glaube ich nicht. Zumindest sagen wir mir so zumindest was für mich nicht so.

Was bringt die Zukunft für dich? Also für dich als Schlagzeuger im RSO oder auch für dich als Leiter der Kaisermusikanten?

Im RSO kommt in den nächsten 31 Jahren, die ich noch habe, sicher nur viel daher. Insofern steht für mich für das RSO an erster Stelle, dass ich bis zur Pension einfach da Pitzen muss. Und meine Stelle als Socialzeiger, nachdem ich auch keine Möglichkeit habe zum Zuggehen, weil mein Kollege nur eine Öl-SW, da muss ich einfach sicherstellen, dass ich bis zum Schluss die Stühle halbwegs ausfüllen kann.

Und einfach mit einer gewissen gewissen Zufriedenheit und einer gewissen gewissen Vergangenheit, auf die man stolz kann, wo vielleicht, wo junge Leute einfach sagen, der hat bis zum Schluss einfach super gespielt, weil bei meinem Vorgänger war das auch so. Das da insofern mein Vorbild krasser hast, der vorige Soloflugzeuger von mir so, weil er bei 66 und die Sachen auslassen, dass du mir so geschaut hast.

Das ist auf jeden Fall mal ein Ziel für mich und auf das ist mir aber gefrei. Und ja, bei den Kaisermusikanten, da sage ich jetzt einmal, da weiß keiner, was ein 10 Jahren ist. Also ich sage einmal so, ich sage sicher nicht, wir starten da jetzt nur die nächsten 20 Jahre früher durch, sondern wie ich es erst schon gesagt habe, ist ein unglaublicher Aufwand, ein unglaublicher Aufwand für die Bläser, was die da betreiben, was die da üben müssen.

Man muss sich vorstellen, die Trompeter sind Solo-Trompeter in einem Orchester, sprich, wenn die da vier Tage durchschwarzen mit den Kaisermusikanten, kann man sich vorstellen, dass man jetzt nicht den schönsten Tompasquali der Würde spielen kann, Montag in der Fuhr. Sie ist eine riesige Aufgabe, das alles unter den Hurzgang.

Bei den Kursemusikanten erwarten sich die Leute, dass man allefert, dass man schwarzt, dass man das 3 AG-Feuer erwischt beim Eilschritt. Aber im Orchester muss man dann wieder andere Sachen total anliefern. Und wie lange das noch geht, wissen wir alle nicht, aber solange es uns Spaß macht, werden wir so vollfälle machen.

Und stand jetzt, wo ja unsere Auftrittskarriere eigentlich erst einmal beginnt, wo wir wirklich mal in eine Spielroutine kommen, macht es uns extrem Spaß. Und solange das nur davor ist und sich das mit einem Orchester, der einfach unser Bootberuf ist, und dann hört bringen lässt, werden wir sicher spielen für die Leute.

Okay. Patrick, du weißt ja dann wahrscheinlich, dass ich am Schluss immer eine kleine Schnellfragerunde mache. Da wären wir jetzt angekommen. Super. Die erste Frage ist, Kammermusik oder kleine böhmische Besetzung? Kleine böhmische Besetzung. Warum?

Weil Kammermusik vielleicht in einem Schlagzeugerleben nicht so grob vorhanden ist, wie zum Beispiel für einen Streicher oder für einen Bläser. Wir haben Schlagwerkquartette gehabt im Studium. Das ist recht und schön, aber so einfach von Grundgemüt her und einfach von der Grundeinstellung von dem, was mir Spaß macht, bin ich einfach mehr bei der Volksmusik daheim.

Okay. Welchen Ratschlag würdest du deinem jüngeren Ich geben?

Sei nicht so frech.

Was war sehr frech?

Ja, schon. Ich bin einfach einer, der sagt, was er sich denkt. Das ist oft gut und freien Schätzen das enorm. Aber ich habe mir da sicher die ein oder andere Chance oder Gelegenheit auf was. Nicht auf was Besseres, wie gesagt. Also nicht falsch verstehe ich nicht, dass ich jetzt für etwas nachdauere oder mein Leben jetzt besser war.

Aber ich habe da als Junger manche Sachen hätte ich besser für mich lösen können, wenn ich nicht so direkt gewesen wäre. Im Nachhinein sage ich jetzt, ist das mir egal. Aber damals habe ich mir da vielleicht einiger Chancen beraubt.

Die eine schlechteste Angewohnheit.

Faulheit.

Okay. Wie kommst du zur Ruhe?

Ja, ich tue gern Serien schon, ich tue gern Fernsehen. Ich habe mich gerne mal eine Stunde auf die Couch und schalte einfach ein bisschen an. Beziehungsweise ist eigentlich ein bisschen widersprüchlich, aber mir taugt einfach der Sport zum Oberkommen, zum Energie auszulassen. Also ich spiele einfach gern Tennis.

Das ist jetzt zwar nicht so das Superstein zur Ruhe kommen, aber einfach zum Ausbauen und nachher auf der Couch sitzen, wenn man vorhin im Kopf hat, wenn man vielleicht ein bisschen ausgelagt ist vor dem letzten Tag, da finde ich, da geht es mir dann einfach meistens besser.

Ja, ich finde Tennis ist ja okay. Also mit Ruhe geht es ja auch oft einfach in eine innerliche Ruhe. Deswegen muss man ja nicht im Außen ruhig sein. Genau.

Nein, also Sportland wirklich, das ist schon ein großer Ausgleich für mich.

Kannst du dich an einen großen musikalischen Fauxpas erinnern von dir?

Ja, mehrere. Und so wie ich an so wie du jetzt. Also grundsätzlich einmal natürlich jede Art von im Orchester ist die so wie gefallen, im Musikverein, der Ulis Neueskonzert ist, fällt mir da ein Beckenstein da und ein bisschen ins Publikum, wo ich Busch, Busch, Busch, die ist einmal mit Loren, aber was einfach auch früher bei der Bämischen, bei der Ulis eine blöde Sache war, war das am Anfang bei uns im Vertrag nicht drin gestanden ist, dass hinten ein Klander sein war und es war einfach so, ist schon sehr knapp und dann ist natürlich auch schon, da haben wir noch eine andere Topeliter vorbeikommen und irgendwann während dem modernen Medal war ich halt dann nicht mehr da.

Und war halt hinten unten leider, seitdem steht bei uns im Vertrag, es muss ein Klan da sein auf der Bühne.

Okay. Welchen Film, beziehungsweise welches Buch sollte man mal geschaut oder gelesen haben?

Bei Buch würde ich sagen, haben wir früher in der Schul oft die Klassiker gelesen und mir hat das komischerweise sehr takt, obwohl ich kein intellektueller Typ bin, also so würde ich mich nicht beschreiben, aber sowieso wie der Fänger im Rocken ist für mich ein super Roman.

Ehrlich? Ich habe den letztes Jahr angefangen und habe den leider abgebrochen, weil ich ihn ein bisschen langweilig fand.

Okay. Es ist bei mir schon zehn Jahre aus, dass ich ihn gelesen habe, aber ich habe mir das irgendwie gemerkt, dass man das dann takt hat in der Schule geht.

Vielleicht muss ich nochmal anfangen, vielleicht war es einfach gerade nicht meine Zeit dafür.

Ja, kann sein, ja. Oder es war gerade zu meiner Zeit. Keine Ahnung. Filmemäßig da nicht so der Schauer, also wenn ich mir eine Serie anschaue und da muss ich ein absoluter Breaking Bad Befürworter. Da gibt es ja glaube ich zwei Lager, aber habe ich jetzt schon drei Firmen gesehen, glaube ich, und sagt mir einfach vor der Art her, wie ich es gemacht habe, ist extrem.

Okay. Habe ich immer noch nicht geguckt.

Okay. Also ich habe in meinem Freund entweder, wow, ja, stimmt, das ist so geil, oder nein, haben wir sofort aufgehört.

Ich weiß gar nicht warum nicht, weil ich schon auch in Serien und auch Filmegucker bin. Also ich versuche mir gerade so ein kleines Heimkino daheim auch aufzubauen. Aber bei Breaking Bad ist, ich weiß noch nicht. Da habe ich mich noch nicht so. Keine Ahnung, ist bisher an mir vorbei. Aber gut.

Ja, irgendwann wird es schon mal passen.

Kommt noch.

Bei Büchern ist mir jetzt nur so ein Tüdige, weil es eben notlich ist. Und dann war die George Orwell-Bücher eigentlich gut. Also 1984 und Farm der Tiere, weil es halt schon relativ gesellschaftskritisch ist und weil es einfach nach wie vor sehr modern ist.

Also wenn du auf so Dystopien stehst, kennst du Fahrenheit 451?

Kenne ich vom Titel her, aber habe ich noch nicht gelesen. Vorher ist es noch mehr. Aber den Titel kenne ich auf jeden Fall.

Lies das mal. Also es ist ein bisschen in den 60ern entstanden und ich find's total erschreckend, wie viele Dinge doch passen. Zur heutigen Zeit. Also sehr krass, irgendwie.

Ja, cool, danke für den Tipp, das merke ich mir auf jeden Fall.

Abschließend, was sind deine privaten Wünsche und die Wünsche für die Blasmusik-Szene?

Privat wünsche ich mir, dass ich gesund bleibe, dass mir Familie gesund bleibt, dass wir miteinander alt werden und dass wir bis zum Schluss glücklich sind miteinander. Für die Blasmusikszene allgemein wünsche ich mir, dass dieser Hype, wenn es gerade um die Blasmusik schon gibt, dass der erholen bleibt und dass der nicht gekoppelt ist an Bands wie Kaisermusikanten oder was weiß ich was, sondern dass der einfach das Interesse dahingehend da ist, dass einfach selber kreativ für Sachen gemacht werden, dass ich her auf den Spruch war.

Es gibt schon so viele Partien, aber jetzt finde ich eigentlich überhaupt, also das finde ich überhaupt keine Nachteil. Weil wenn sie das früher gesagt hätten und Nutzelt war es jetzt in den Gründen oder was weiß ich was, wer weiß, was einem da entgeht. Und ich finde es überhaupt nicht nervig, zum Beispiel, dass es so viele Partien gibt, weil ich es einfach cool finde und weil die spielen dann Stücke nach und vielleicht machen wir selber mal was und was dazu haben wir auch angefangen.

Und das finde ich einfach wichtig, dass das so weitergehen wird, weil man kann nicht in 50 Jahren über nur die Kaisermusikanten hoch, weil da können wir nicht mehr spielen. Und irgendwann sind auch nicht mehr da und der Viererblech ist irgendwann nicht mehr da und die kleinen Negerländer sind. Also da muss einfach was nächste geben.

Und so wie wir jetzt den Ernst Maschnung gern herren, ist gut, dass der Ernst Tut übernommen hat und wird es auch gut sein, dass sie von dem was angespalten hat und inspirieren lassen hat. Und das wünsche ich der Blasmusik, dass sie einfach neue Wege entdeckt und nicht in 150 Gör dann oder der böhmische Traum, wenn es ein Gesamtspiel gespielt wird oder was weiß ich was.

Nichts gegen den böhmischen Traum, aber es soll sich immer wieder neu erfinden, sage ich mal.

Genau. Ja, Patrick, vielen Dank. Ich sage danke, hat es unglaublich Spaß gemacht. Das freut mich.

War ein sehr nettes Gespräch mit dir. Vielen Dank.

Das war Patrick Pramme. Vielen Dank nochmal, dass du dabei warst. Ich hoffe, euch hat die Folge gefallen und der Einblick in so ein Musikerleben war mal wieder spannend. Patrick hat sich schon bereit erklärt, mit mir noch eine Folge zu machen, über sein Üben mehr zu sprechen, denn das fand ich ja schon spannend, dass er gesagt hat, eigentlich mag er nicht üben.

Deswegen hat er für sich rausgefunden, wie er punktuell fokussiert sein kann, damit er so schnell wie möglich wieder aus dem Proberaum raus kann. Ich denke, das ist für viele da draußen auch interessant. Deswegen freue ich mich sehr, dass er für diese Folge zugesagt hat. Wenn euch diese Folge und der Podcast generell gefällt, dann würde ich mich freuen, wenn ihr meine Arbeit etwas unterstützen würdet.

Denn so ein Podcast lässt sich nicht alleine machen. Oder zumindest nicht ohne Aufwand, denn ich muss hier ganz, ganz viele Dinge alleine stellen. Ich habe mittlerweile auch ein bisschen Hilfe beim Schneiden. Auch diese Menschen möchten bezahlt werden. Und wenn ihr sagt, mir ist das 5 Euro wert, dann würde ich mich sehr freuen, euch auf Patreon begrüßen zu dürfen.

Dort gibt es als Dankeschön weitere Folgen. Folgen, die ein bisschen intimer sind, ein bisschen mehr noch in Musik reinhört. Zurzeit kommt immer wieder auch Matthias Jos vorbei, der redet mit mir über Leadership in Vereinen, in Gruppen. Also wie führe ich eigentlich Menschen auch ein total spannendes Thema.

Demnächst wird auch noch Peter Leib wieder vorbeischauen. Und ja, also auch da gibt es eine Menge. Wenn euch das das wert ist, würde ich mich sehr freuen, euch dort begrüßen zu dürfen. Ich möchte mich aber bei meinen jetzigen Patreonen bedanken. Das ist der Matthias, der Tobias, der Thomas, der Jo, der Frank, der Philipp, der Ralf und der Christian vom Blasmusikverband hochrein.

Bei Marc, Susanna, Markus, Saskia, Felix, Rainer, Andi, Andreas, Tobias, Bettina, Dennis und Jasmin. Die sind schon dabei. Wenn du auch dabei sein möchtest, komm auf www.patreon.com slash andi-schreck. Den Link gibt es auch in den Shownotes. Genauso möchte ich noch auf meinen Newsletter aufmerksam machen.

Der kommt ein bis zweimal im Monat. Da erfahrt ihr ein paar Hintergründe und was so ansteht im Podcast, aber auch Hörtipps, Lesetipps, Videotipps, genug Material, um sich quasi weiterzubilden. Das war wahrscheinlich die letzte Folge vor der Sommerpause. Ich bin ganz ehrlich zu euch, ich bin mir gerade noch nicht sicher, ob ich noch eine vorher schaffe oder nicht.

Ansonsten wünsche ich euch jetzt schon einen schönen Sommer. Ihr müsst aber in der Sommerpause nicht auf den Podcast verzichten, denn es wird einige kleinere Bonus geben. Da hoffe ich, dass ihr auch wieder dabei seid. Macht's gut, bleibt gesund, habt eine gute Zeit. Euer Andre.

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