
#152: Von Gletscherbrillen zu Smart Glasses – Florian Riedel von Julbo über Produktentwicklung & Kilian Jornet
Sonntag, 16. August 2026 · 36 min
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Shownotes
Wie schafft es ein Traditionsunternehmen, das 1888 gegründet wurde und später die allererste Gletscherbrille erfunden hat, heute noch im High-Performance-Sport ganz vorne mitzumischen? Und was unterscheidet bei Markenbotschafter:innen reine Werbegesichter von echten Co-Entwicklern?
Genau darüber spreche ich diesmal mit Florian Riedel, Athlete Manager bei der französischen Marke Julbo. Er gibt uns spannende Einblicke hinter die Kulissen der Produktentwicklung, erklärt, warum Spitzenathleten wie Kilian Jornet oder das Radsport-Team Groupama-FDJ bis in kleinste Detail Feedback geben – und wie smart die Sportbrillen der Zukunft mit HUD-Displays wirklich werden.
Die Themen dieser Folge im Überblick:
• Vom Studium ins Athlete Management: Florians Weg zu Julbo und wie sein Sportwissenschafts-Hintergrund ihm im Berufsalltag hilft.
• Tradition vs. Wandel: Wie sich ein traditionsreiches Familienunternehmen im hart umkämpften Sport- und Eyewear-Markt behauptet.
• Co-Entwicklung mit den Profis: Wie Feedback-Schleifen mit dem ProTeam Groupama-FDJ (z. B. bei der neuen Radbrille Panora) oder Freeridern ablaufen.
• Die Kooperation mit Kilian Jornet: Die Hintergründe zur Partnerschaft mit der Trailrunning- und Bergsport-Legende, die Entstehung der Kilian Jornet Series und künftige Produktentwicklungen.
• Smart Glasses & Augmented Reality: Ein Blick in die Zukunft – wie Micro-LED-Displays (EVAD Series) und Datenprojektionen den Sport in den nächsten Jahren sicherer und effizienter machen.
Viel Spaß beim Hören!
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Egal ob Alpinismus, Trailrunning oder Radsport – was uns in diesem Podcast verbindet, ist ja genau diese Leidenschaft fürs Draußensein. Und dafür baut** Julbo** das perfekte Equipment: von High-End-Sonnenbrillen über Skibrillen bis hin zu hochfunktionellen Helmen – verlasst euch auf die jahrzehntelange Erfahrung der Expert:innen aus dem französischen Jura. Geht einfach auf julbo.com/de_de und findet euren optimalen Begleiter.
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Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Outside is Free, mein Name ist Daniel Lenz, Journalist aus Köln. Wie schafft es ein Traditionsunternehmen das, dass und später die allererste Gletscherbrille erfunden hat heute noch im High Performance Sport ganz vorne mitzumischen? Was unterscheidet bei Markenbotschafterinnen und Markenbootschaftern?
reine Werbegesicht davon echten Co-Entwicklern? Darüber spreche ich in dieser Folge mit Florian Riedl, Athletemanager bei der französischen Marke Gilles Baud. Er gibt uns spannende Einblicke hinter die Kulissen der Produktentwicklung erklärt warum Spitzenathleten wie Kilian Journay oder das Radsport-Team Europaama FDG bis ins kleinste Detail Feedback geben und wie Smartiesportbrillen der Zukunft mit HUD Displays wirklich werden.
Viel Spaß beim hören! Hallo, Servus. Freut mich. Dorein, der kennt uns schon seit ein paar Jahren. Du arbeitest für die französische Firma Gilles Boux. Der ist in Frankreich gegründet und pioniert der Gletscherbrillen zum Schutz der Augen im Hochgebirge. Wie bist du eigentlich zu Gilles-Boux gekommen?
Ich habe Sportwissenschaften studiert. Für mich war relativ bald klar, dass ich jetzt eher nicht aktiven Praxis-Sportbereich bleiben möchte, sprich im Trainer oder Sportwissenschaften Bereich und habe dann damals während dem Studium schon in der Sportartikelbranche gearbeitet. Ich bin danach unter anderem in einer PR und Marketing, eher PR Agentur gewesen und Jebo war Kunde dieser Agentur.
Ich durfte Juibo dann recht bald auch betreuen und als auf Seiten der Marke eine entsprechende Position geschaffen wurde, und da jemand für den deutschsprachigen Markt gesucht wurde. im Marketing habe ich das für sehr interessant erachtet. Zum Schluss ist es auch etwas geworden. seitdem bin ich bei Juibo.
Ich hab immer großes Interesse an Marken die eine gewisse Tradition mitbringen, eben schon gesagt, die auf Pioniere auch sind in ihrem Gebiet. Ich glaube das kann man tatsächlich bei Gilles Beaux eben aussagen und das bringt natürlich einen ganz anderen Reiz mit. Natürlich aber auch eine ganz besondere Aufgabe weil es gibt natürlich im Wettbewerb dann ganz viele Marken, die viel später dazu gekommen sind die vielleicht auch mit vermeintlich fänzigen Angeboten dann eben den Wettbewerb aufmischen.
und das spannende, und das finde ich immer sehr spannend, dass zu beobachten ist wie sich die Pioniere da sozusagen schlagen in dem Kontext. Was macht denn aus deiner Sicht so besonders gerade in diesem Wettbetwerb, indem ihr euch befindet? Ja, das ist mit Sicherheit zu einem ganz großen Teil, die von dir schon angesprochene Historie... fast schon generell im Sportbereich, aber insbesondere im Eyewear-Bereich doch ein Alleinstellungsmerkmal oder was sehr Besonderes.
Ich meine die Möglichkeit sagen zu können dass der Firmen Gründer am Ende die Gletscherbrille ist dieses Produkt in Prinzip entwickelt hat ist doch was hinter dem man stehen kann und es ist toll, was daraus über die Jahrzehnte, über mehr als ein Jahrhundert erwachsen ist. Und dann würde ich sagen dass sich da heraus kommend Jules Boe immer dadurch ausgezeichnet hat das es die klassischen Werte von Familienunternehmen vertritt und vertreten hat Auch wenn wir inzwischen nicht mehr zur Gründerfamilie oder der Gründervamilier gehören, aber halt einer anderen Familie.
Ja ist das mit Sicherheit ein sehr großer Punkt und am Ende ist es mit Sicherheit auch die technische Finesse, die Performance, die die Produkte mit sich bringen und die Gründlichkeit möchte ich sagen mit der See entwickelt werden. Du bist ja ganz speziell als Athletemanager, so deine Funktion bei Jübo aktiv.
Vielleicht kannst du mal beschreiben was zu deinem Beruf gehört konkret? Ja das ist ein großer Teil meiner Aufgaben und am Ende ist das wichtigste da wie in so vielen Positionen des Zwischenmenschliche. Am Ende sind die Sportler- und Athleten Menschen wie du und ich und es ist erforderlich da ein gutes Zusammenhang arbeiten zu erreichen, weil in einer Kooperation im besten Fall beide Parteien da ihre Vorteile und Möglichkeiten daraus ziehen.
Von daher ist es ein zwischenmenschliches Arbeiten eine Koordination und neben dem Aspekt der Produktentwicklung des Produktfeedbacks geht's ganz viel um die Koordination von Projekten, Contenterzeugung und Aktivierung. Am Ende haben auch in der Aktivierungen hat sowohl der Athlet als auch die Marke Möglichkeiten das Potenzial einer Kooperation auszunutzen und Öffentlichkeit zu generieren, die für beide Parteien einen großen Wert hat.
Wenn man sich die Rolle von euren Athletinnen und Athleten anschaut, dann vereinen sie ja sozusagen sehr verschiedene Funktionen. Die sind MarkenbotschafterInnen, Marken-Botschafte, die sind aber auch Testpilot und Kur-Entwickler oder? Absolut! Also da kann man das gar nicht zwingend genauer spezifizieren.
Das ist wirklich sehr abhängig von der Persönlichkeit eines Athleten und aber natürlich auch von dem Métier der Sportart, der Disziplin. Natürlich ist die Zusammenarbeit mit Athleten aus olympischen Sportarten im klassischen Race- und Wettkampfbereich wie beispielsweise unsere ganzen B-Atleten im Wintersport Eine ganz andere als jetzt die Zusammenarbeit mit einem Freerider oder einem Berg Sportler, einem Expeditionsbergsteiger.
Es gibt ja Marken, die wählen ihre Markenbotschafter primär danach aus was für eine Reichweite sie haben, fair enough. aber wenn diese eben nicht nur sozusagen Marken-Botschafte sind sondern eben auch wie gesagt Co-Entwickler also mit euch Produkte zusammen entwickeln dann müssen ja ganz andere Kriterien zugrunde gelegt werden.
Wie sucht ihr eurer Athletinnen-Athleten aus? Ja, man. im allerersten Schritt geht es natürlich darum wie ist die Strategie des Unternehmens? welche Sportarten sollen in der Kommunikation eine große Rolle spielen? das heißt dass sie die Basis und die Grundlage der erste Filter der stattfindet immer so gewesen und auch weiterhin so, dass das Idealformat einer Kooperation früh beginnt.
Also schon im jungen Alter eines Athleten und lange andauert. Das heißt man entwickelt sich gemeinsam und begleitet die Entwicklung eines Athletens. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass heutzutage auch die Reichweite in sozialen Medien eine Rolle spielt aber Natürlich genauso auch das sportliche Potenzial in Wettkampf-Sportarten schlicht und ergreifend Ergebnisse.
Und wenn es dann an freire Sportarten geht, ist das Ganze natürlich nicht so schwarz auf weiß zu beurteilen und man braucht durchaus selber eine gute Portion Wissen und Verständnis von den jeweiligen Sportarten um beurteilten zu können mit wem man es da zu tun hat. Was vielleicht auch nicht immer so einfach ist, wenn man in sehr unterschiedlichen Sportarten unterwegs ist wie eben Schilbo, ne?
Absolut! Ist allerdings auch – wenn ich gefragt werde – immer einer der größten... Punkte für mich, der größten Plus-Punkte für meinen Job. Ich bin sportbegeistert persönlich und ich habe aber anders als wenn ich jetzt für eine Radmarke oder Schiemarke arbeiten würde nicht ein so kleines Fenster sondern ich hab eben vom Expeditionsbergsteiger bis hin zum Straßenrenneradfahrer alles dabei abwechslungsreich über das ganze Jahr hinweg.
Genau, sie hat also immer Saison, irgendeine Saison ist immer für euch die Wichtigste und was natürlich dann auch spannend ist ihr könnt ja Erkenntnisse von der einen Sportart danach auf die anderen übertragen. bis zu einem gewissen Grad geht es natürlich allerdings sind dem sicher auch Grenzen gesetzt.
Wir haben nicht umsonst inzwischen seit unserem intensiveren Markteintritt in den Radsport, zum Beispiel einen separaten Kanal oder Kanäle auf den sozialen Medien zum Thema Radsports. Da ist es dann doch so, wenn man zu einem Radsportler kommunizieren möchte, den interessiert in den wenigsten Fällen jetzt das Ergebnis eines Bergsteigers an einem Achttausender.
Wohingegen die Outdoor-Sport Szene da sehr viel breiter interessiert ist? Interessant. Da mache ich tatsächlich eine bisschen andere Erfahrung mit meinem Podcast, tatsächlich auch hier vielleicht aber auch weil es kein reiner Radsport-Podcast ist sondern eben eigentlich alle Outdoor Sportarten und Abenteuer uns interessieren.
Das liegt zum einen daran dass was weiß ich die Ratsportler dann im Winter meistens dann auch ne andere Sportart verfolgen hat dann oft mit Ski zu tun das sie sich daher dann einfach auch dafür interessieren, auch schon während der Sommermonate. Und zum anderen ja wenn er der Abenteueraspekt die Rolle spielt dann hört man eben auch gerne Geschichten von anderen Sportlerinnen und Sportlern und ihr habt hier alle im Portfolio drin was besonders spannend ist.
Du hast gerade schon gesagt, du seid im Radsport sehr stark unterwegs. Ihr sponsert auch ein Radsports-Team Gruppama. Richtig! Vielleicht kannst du an dem Beispiel mal ein Schilder wie so einen Performance Feedback aussieht? Das ist tatsächlich recht unterschiedlich. Jetzt gerade im Radsport und in Bezug auf unser Team, auf Groupama FDG ist es so dass es da natürlich dann ein Prozess gibt.
wir haben jetzt grade zur Tour de France die neueste Radsportsbrille Panora heißt das Modell gelaunched, auf eine gewisse Weise in prelaunch. die Anzahl der Versionen dieses Produkts wird im nächsten Jahr noch größer sein. Für den Moment gibt es da zwei. Diese Entwicklung geht ja in vielfältigen Feedback und Approval Loops von Statten.
Das Ansinnen kommt von der Marke, wir wollen ein neues Produkt entwickeln. es ist nötig, wir haben den Bedarf sozusagen erkannt und dann werden Daten- und Feedbacks gesammelt tatsächlich auch einfach. gerade im Hinblick das war mit dem Helm genauso. auf Groupama FDG durften wir oder hatten wir das Glück auf beispielsweise die Kopf Maß, Datenbank des gesamten Teams auch das Nachwuchsteams zuzugreifen was natürlich sehr dankbar ist für das Fitting-Sizing also Größenfindungsthema.
Genau, und nach ersten relativ theoretischen Runden werden dann drei D-Drucker erste Modelle erzeugt. Die wiederum probiert werden auf die hin Feedback eingeholt wird bis hin zu erst wirklichen Prototypen aus dem entsprechenden Material, die dann auch nochmal durch Feedback Loops gehen bevor man in Finale Produktion gehen kann.
Das Feedback, das ihr dann einholt ist es Ist das sehr detailliert? Wahrscheinlich hängt auch vom Produkt ab, wie detailiert es ist oder? Hängt vom Produkt und sehr stark vom Athleten ab. Da ist die Spannweite wirklich sehr groß. wenn man einen guten Prozess vorgibt dann wie immer bekommt man meistens auch gutes Feedback Wenn man das Briefing entsprechend gestaltet.
allerdings hat man in den unterschiedlichen Sportarten auch immer wieder Athleten die ganz von selbst im sozusagen Prosa ohne Formular oder von uns vorgegebenem Layout sozusagen ungefragt, aber gerne gesehen ihr Feedback bis ins kleinste Detail geben. Teilweise Farbvorschläge machen das sind natürlich die Highlights.
Das sind dann Athleten, die sich wirklich voll und ganz mit der Marke identifizieren und sich im Endeffekt Produkte oder Eigenschaften einfach von uns wünschen. Und wenn man jetzt vielleicht mal zwei Produktgruppen rausnimmt, die bei euch wichtig sind. Die Sonnenbrillen, vielleicht auch die mit Sehstärke und die Fahrradthelme wo ist da eher mit Feedback oder mit detailliertem Feedback zu rechnen?
Oder anders gefragt Wo sind die Sportlerinnen und Sportler sensibler Für Details? Das lässt sich so fast gar nicht klassifizieren. Die Radfahrer sind im Helm sehr, sehr sensibel definitiv. allerdings sind für uns die Helme grundsätzlich einfach die jüngere frischere Produktgruppe, die wir noch nicht so lange haben und insgesamt auch verglichen mit anderen Marken noch verhältnismäßig wenig unterschiedliche Modelle.
von daher ist ja der Großteil des Feedbacks und der Arbeit aktuell nach wie vor Bereich. Wir verstehen uns auch gerade im Hinblick auf andere Marken, die du vorhin genannt hast wirklich als Eyewear-Experte in dem Bereich unter Anbetracht der Tatsache dass wir eben auch das RX Programm haben was Sportsonnenbrillen mit Seestärke angeht.
Das ist ein Feld, in dem wir uns auszeichnen können und das immer wichtiger wird. Sowohl für den Endverbraucher die Bevölkerung als auch für uns als Marke als Umsatzstandbein am Ende des Tages. Ja es ist für euch wichtig dass ihr wenn ihr da neues Produkt startet Und er noch Feedback von den Profis einholt, dass sie immer auch eine Produktkategorie hat die sich dann eher an die Armateure richtet.
Also weil die Anforderungen sind ja wahrscheinlich sehr unterschiedlich oder? Gar nicht unbedingt! Natürlich ist es wichtig sozusagen mal unterschiedliche Preisklassen anzubieten der Geldbeutel der Amateur-Sportler und Sportlerinnen unterschiedlich und das ist ganz normal und gerechtfertigt. Jeder hat unterschiedliche Maßstäbe an, was er für sein Equipment ausgeben möchte aber im Grundsatz ist es so dass die Anforderungen gar nicht so unterschiedlich sind.
natürlich sind sie immer für den Profi-Atleten in irgendeiner Form intensiver oder extremer und das führt im besten Fall dazu, Amateur-Sportler keine Probleme mehr auftauchen, aber ansonsten sollte das Nutzungserlebnis für alle gleich sein. Jetzt sind ja in den letzten Jahren eigentlich seit der Corona Zeit unheimlich viele Menschen aufs Rad gekommen.
Es wird wahrscheinlich in Frankreich genauso der Fall sein wie hier in Deutschland. also ich wohne hier in Köln und wenn ich so sehe wie viel an einem normalen Nachmittag in einer Woche auf der Straße unterwegs ist im Vergleich zu früher dann hat sich deutlich verändert, auch wie sich das zusammensetzt.
Also ich weiß nicht vor zehn Jahren trainiert habe bin ich fast momentan begegnet. inzwischen ist es teilweise komplett ausgeglichen. also es sind unheimlich viele Leute nachgekommen und was mir immer auffällt ist tatsächlich dass die sehr das Equipment sieht relativ teuer immer aus was sie so haben wenn man sich die Klamotten anschaut aber auch die Räder.
und das widerspricht ein bisschen im Bild was ich früher mal hatte im Radsport. Da war es tatsächlich, ich glaube lange Zeit so. die Leute haben viel Geld für ihr Rad vielleicht ausgegeben und dann in allen möglichen Wachen gespart. Das kannst du daran sehen dass die Trikots oft sehr alt waren usw. Hast Du diese Erfahrung von Eure Produktgruppen auch in den letzten Jahren gemacht?
Dass die Leute mehr Geld für Ihr Equipment ausgeben das ist nicht... ganz so pauschal zu sagen. Also man macht da tatsächlich sehr unterschiedliche Erfahrungen, gerade das Thema Eyewear – da geht die Schere recht weit auseinander. Man hat Nutzer, die das so sehen dass wenn sie sehr viel Geld für ihr restliches Equipment also sprich vor allen Dingen das Rad ausgeben und erst recht gerechtfertigt ist bei zum Beispiel der Brille viel Geld auszugeben, allerdings und auch das hat seine Rechtfertigung gibt es viele die sagen ich habe jetzt dort schon so viel Geld ausgegeben.
Ich möchte eigentlich gerne eine kostengünstigere Lösung finden und dann ist es auch, das verstehen wir so als unsere Aufgabe, eine Lösung anzubieten werthaltig ist und ein angenehmes Nutzererlebnis bietet, ohne zu tief in die Tasche greifen zu müssen. Bevor wir gleich auf eine ganz spezielle Kooperation von euch eingehen, die in diesem Jahr gestartet ist durch das du einen Beispiel bei dem ein Athletin tatsächlich sehr konkret und entscheidender dazu beigetragen hat ein Produkt zu entwickeln oder zu verbessern.
Ist das ein Beispiel? Natürlich, da gibt es einiges aus der Historie. Im Sonnenbrillenbereich ist da ein schönes Beispiel. vielleicht die Tatsache dass wir ja wie schon gesagt den Gletscherbrille, die Hochgebirgsbrille ist ja unser Herz mit je unsere Historie und Die, ja ich sag mal neue Generationen.
inzwischen sind die auch schon gar nicht mehr so jung. Aber die jetzige Generation an Höhen- und Expeditionsbergsteigern wie zum Beispiel im deutschsprachigen Raum ein David Göttler oder aus Frankreich der Matteo Jagmu machen extremste Dinge und wir haben aber festgestellt sie tragen nicht die Brillen, die wir bisher dafür zur Verfügung gestellt haben oder gebaut haben sondern eher Bei uns heißt das Fast and Light Bereich, also sprich eher aus dem Trailrunning-Laufsport-, Radsportbereich um an Gewicht zu sparen und ein größeres Sichtfeld zu haben.
Und unter anderem aus der Feststellung heraus und dann in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Athleten ist beispielsweise ein Modell wie die Edge Cover entstanden. Also super große Scheibe, eigentlich ein Modelle was wir ursprünglich für dem Mountainbike-Sport in erster Linie entwickelt hatten dass wir dann aber mit der Entwicklungsarbeit zu einem Produkt machen konnten was jetzt ein Bestseller tendenziell jüngeres Publikum im Bergsportbereich ist.
Ansonsten, im Skibrillen-Bereich was ja bei uns auch ein großes Thema ist haben wir einen technischen Patent. Wir haben mehrere Modelle wo das Superflow Pro System verbaut ist. Das bietet die Möglichkeit die Scheibe nach vorne hin zu öffnen Im Prinzip auszuklappen und bietet dadurch die Möglichkeit, die Schiebrille aufzulassen auch wenn die Bedingungen sehr feucht und warm sind.
Wenn man sich stark körperlich betätigt also sprich im Freeride-Bereich gerade nicht abfährt sondern Hikes hat kurze Gegenanstiege etc., das ist ein technisches Feature was einzig und allein aus der Zusammenarbeit mit Athleten wie dem Freerider Athleten, wie dem Konsti Ordner, dem Leo Sleimet in Frankreich entstanden ist.
Aus der Vergangenheit gibt es auch amüsante Beispiele, wenn man von heute drauf schaut. Wir hatten eine Kooperation mit den Soul Flyers in Frankreich. Einer von beiden ist leider vor ein paar Jahren ums Leben gekommen und dementsprechend war das eine Kombo aus Bassjumpern! Und damals gab es dann das Unternehmen, eine der Bergsportbrillen zur sogenannten Tensing Flight zu machen.
Die hatte dann so Straps mit der man die am Kopf befestigen konnte. Dann von heute betrachtet ein sehr nischiges Produkt aber es zeigt dass wir schon immer wirklich da in engem Austausch gestanden haben und gerne bereit sind auch Experimente durchzuführen. Ich habe gerade schon angeteasert, dass ihr seit diesem Jahr eine sehr bekannte Partnerschaft eingegangen seid mit dem sehr berühmten Sportler Kylian Jean-Né.
Spanischer Skibergsteiger Bergläufer Duat Lett der unglaubliche Leistung vollbracht hat. Allein diese Leistungen aufzuzählen, würde hier den Rahmen sprengen aber eine seiner letzten Leistung die Bemerkungswert war als zwanzig-vierundzwanzig da ist er per Fahrrad und zu Fuß unterwegs innerhalb von neunzehn Tagen zu den zweiundachtzig viertausendern in den Alpen unterwegs gewesen und hat die alle bestiegen.
Insgesamt waren es twelvehundert sieben Kilometer und über seventy tausend Höhenmeter also ein richtig krasser Athlet Der seit dem Frühjahr, glaube ich, zu eurem Athletenstamm gehört. Wie ist denn diese Kooperation zustande gekommen? Richtig ja! Das ist ein tolles sehr besonderes Beispiel für Jules Baud Kooperation.
der Kilian hat seit vielen Jahren Jules Boaud getragen. Viele Jahre davon war das aber auch einfach so, dass bei ihm die Sponsorenkonstellation es einfach nicht zugelassen hat. Dass er explizit beim Thema Eyewear oder Headwear eine weitere Kooperation hätte eingehen können. Im Verlauf des letzten Jahres oder der letzten zwei Jahre hat sich das ein bisschen geändert und wir hatten das große Glück, obwohl er so ein großer Star ist.
Sehr organisch gewachsene Kooperation irgendwie auch offiziell zu machen was für uns natürlich ein absoluter Dream come true ist. also dass es auch für uns als Marke sehr besonders war Kian Johnny einfach alles widerspiegelt, was Schübo ist. Multisport, Abenteuerlustig, extreme Leistungen und aber auch extrem akribisch, was seine Ausrüstung, sein Equipment angeht.".
Du hast gerade gestildert, warum das viele Jahre nicht funktioniert hat. Dass ihr sozusagen zusammengekommen seid. Andererseits hat er glaube ich seit zehntausend elf schon Brillen von euch getragen ne? Richtig! Genau ja. also da kann man gerne ein bisschen zurückgehen. Man wird zu meist eine Gybo-Brille auf der Nase oder im Gesicht von Kilian Joné finden aber wie gesagt so ganz offiziell war das über ein paar jahre leider nicht möglich.
Wir haben ihm schon gesagt, eure Partnerschaften zu den Athleten. Das ist eben mehr als Markenbotschafter sondern auch Testpiloten-Kuhentwickler. Wie sieht das bei ihm aus? Warum geht es über das klassische Sponsoring hinaus? Ja weil er wirklich wie ich gerade gesagt habe extrem akribisch ist. Ich meine mit normal die Marke bei der er ja auch beteiligt sich selbst ein Universum geschaffen, wo er extrem viel Einfluss auf seine direkte Ausrüstung ausüben kann.
Und das kann er aufgrund der Konstellation und der Kooperation auch bei uns tun und hat da große Möglichkeiten, Einfluß zu nehmen auf jetzt auch zukünftige Produktentwicklungen für eine Marke im Trail. und Berg Sport, Trail Running und Berg-Sport so aktiv ist wie wir. Es ist grundsätzlich Kilian Journier einfach die Ikone mit der man gerne zusammenarbeiten möchte.
das macht es schon sehr besonders. Wie lernt ihr konkret von ihm und seiner Erfahrung? Vielleicht hast du mal ein Beispiel dass es funktioniert durch wirklich langwierige und persönliche Treffen im Headquarter in Frankreich. Er hatte ja auch das große Projekt in den USA Ende letzten Jahres wo die Kooperation im Prinzip schon angebahnt wurde.
Da hatte er ausgiebigen Material von uns schon dabei und hat das wirklich dementsprechend nochmal auf Herz- und Nieren getestet, Einwenden, Verbesserungsvorschlägen und Feedback zu uns zurückgekommen. Und das geht bis ins kleinste Detail Krümung der Scheiben natürlich die Passform-Maß an der Seite. wo müssen Belüftungsschlitze hin oder wo müssen sie weg?
weil es sonst ans Auge zieht? Wenn man so viele Stunden draußen verbringt und intensiv Hochleistungen voll bringt, dann wird man auch an seinem Equipment jedes kleinste Detail bemerken was passt oder nicht passt. Dann ist er einfach auf einer regelmäßigen Basis entweder zu Gast oder unser Produktentwickler Team Reist, um ihn zu besuchen wo er immer gerade unterwegs ist.
Um da face-to-face zusammenarbeiten zu können. das ist dann wirklich extrem wichtig auch für diese Momente und ich kann mir vorstellen wenn dann konkrete Anregungen kommen von einem Kilian Journée Dann sagt man da nicht so schnell nein Weil das ein absolutes Superstar ist von euch, oder? Das ist absolut korrekt natürlich.
Die werden fürbare Münze genommen wie ich gerade gesagt habe. viel ausgiebiger kann man die Produkte nicht ausprobieren. Ihr habt sogar jetzt eine neue Produktlinie mit ihm auf den Weg gebracht. Die Kilian Johnny Series. was sind das für Produkte? Richtig ja! Im ersten Schritt Ob der Kürze der Zeit ist, die aktuelle Killian Journey Series besteht aus Produkten, die wir schon im Portfolio hatten.
Die aber seine absoluten Favoriten waren – das sind fünf Produkte, die sich zusammensetzen aus den schon angesprochenen Fast and Light-Produkten also... fürs Laufen, für die Geschwindigkeit am Ende des Tages und beispielsweise mit der Shield halt dann einer Hochgebirgsbrille. Die noch mal mehr Schutz bietet insgesamt etwas massiver und stabiler ist und zum Beispiel die Seiten abschließt um das Auge vor verstreulich zu schützen.
Das waren seine Favoriten, die er dann auch aber in seinem nach seinen Vorlieben mitdesignen konnte was die Farbdetails etc. anging. und ja aktuell und schon seit Beginn des Jahres läuft die angesprochene Entwicklung zu weiteren Produkten für die Kilian Jonet Series. Neue Produkte deine ich richtig neu entwickelte Produkte genau Dazu kannst du wahrscheinlich noch nicht so viel sagen, ne?
Das ist richtig. Da muss ich mich aktuell auch in Schweigen hüllen. Ja. Jubeau ist ja eine sehr, sehr starke französische Marke, eine sehr traditionsbewusste Marke. Möchte aber jetzt im nächsten Schritt oder ist mitten dabei eigentlich zu einer globalen Marke zu werden. was fehlt denn da noch? Da fehlt mit Sicherheit einfach eine stärkere Markenbekanntheit und Wiedererkennung außerhalb des französischen Sprachraums.
Da gibt es ganz viele Ansätze und Gründe, weshalb das bis jetzt noch nicht so ist. Traditionell ist es so... Gerade für französische Unternehmen ist es auf dem deutschsprachigen Markt nicht ganz so leicht. Das ist andersherum genauso, der Sportler ist gerne durchaus patriotisch. Sieht man ja schon allein an Adidas und Konsorten gar nicht nur im iBike-Bereich.
aber wir sind da denke ich auf einem guten Weg und durften über die letzten Monate hinweg auch an der Struktur gerade im Hinblick auf den deutschen Markt personell das ein oder andere verändern. Was uns positiv stimmt, dass wir da aber weiterhin auf eine Juleboart und Weise, d.h. tendenziell langsam aber gründlich mehr erreichen können.
Okay. Dann lass uns abschließend doch mal in die Zukunft schauen, ganz hypothetisch. Julebowen, sagen wir mal fünf Jahre stelle mir da so ne So ein Headset vor mit einem Augmented Reality Shield und da werden dann die Leistungsdaten reinprojiziert, die von einem Sensor der irgendwo am Körper steckt eingesammelt werden.
Ist das eine Richtung? Kannst du dir sowas vorstellen oder ist es Tomat? Nein, nein, also das kann ich mir sehr gut vorstellen. Es existieren auch schon Zwei Generationen eines Produkts bei uns im Portfolio, die in diese Richtung gehen. Die EVAT-I und aktuell die EVAT II mit einem MicroLED Display Daten von der Uhr oder vom Handy, von irgendwelchen Messgeräten projizieren können.
So dass der Sportler was gerade im Radsport oder beispielsweise im langen Laufen Cross Country auch attraktiv ist nicht auf sein Device Neudeutsch schauen muss also sprich auf den Radcomputer oder die Uhr sondern das Live vor Auge hat sozusagen dieses Display. das lässt sich auch steuern mit Handgesten.
Und ja, gerade unter Anbetracht der Tatsache was andere vor kurzem auf den Markt gebracht haben. Ich meine allen voran das ist auch kein Geheimnis kann man da Oakley nennen. mit der Meta Ist es so dass der Trend dahingeht und auch wir da weiterhin daran arbeiten Auch jetzt ganz aktuell diese Dinge weiter zu entwickeln um da auch Lösungen anbieten zu können.
Ja, ich bin sehr gespannt wie es da weitergeht. Weil wenn man jetzt mal vom sportlichen Bereich weg geht tun sich die anderen Hersteller von diesen smarten Brillen ja gerade sehr schwer ne? Ich denke an die Metabrilde und so weiter mit der du auch eben Videos aufnehmen kannst, Fotos aufnehmen kann. Und da gibt's glaube ich grad so ein Backlash weil die Leute einfach nicht wollen dass sie von irgendwelchen Menschen gefilmt werden vielleicht sogar ohne Nachfrage gefilmt werden und deshalb wird es wahrscheinlich im sportlichen Bereich dann viel eher in die Richtung gehen, dass die Brillen schlauer werden weil der Use Case einfach so vollkommen klar ist.
Wie du gerade schon gesagt hast du willst an deine Leistungsdaten eben idealerweise an deinem Sichtfeld schon sehen statt irgendwie auf den Radcomputer zu gucken und deswegen wird sich da wahrscheinlich ziemlich viel tun Richtig, also ich denke da gibt es wirklich ein großes Potenzial jetzt wirklich unabhängig von dem Thema Kamera was für uns nicht so im Fokus steht.
ist es so, dass das ein großes Potenzial gibt die sogenannte User Experience im Bereich der Wearables noch angenehmer und effizienter zu gestalten. Das hat am Ende des Tages auch ein Sicherheitsaspekt. einen Radfahrer, der so oft seltener auf seinen Radcomputer schaut, ist beispielsweise sicherer unterwegs als jemand der das nicht tun muss.
Von daher hat auch einige Aspekte die man im ersten Moment gar nicht so sehr bedenkt. Ja und ich finde es besonders toll wenn eben so eine Traditionsmarke dann eben bei solchen Technologien ganz vorne mitnischt. deshalb ja gut ab. Florian, tausend Dank für das Gespräch. alles Gute für die Zukunft! Sehr gerne, vielen Dank.
habe mich sehr gefreut war sehr interessant.