
Sach Mal - Besser Leben durch Lesen· Staffel 1· Folge 135
Altersarmut beginnt mit Ignoranz, deswegen sind Versicherungen so wichtig | mit Hava Misimi
Mittwoch, 28. Mai 2025 · 55 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir über das Thema, das alle nervt – und doch jeden betrifft: Versicherungen. Gemeinsam mit Simi von Hava Misimi räumen wir mit Mythen auf, zeigen, welche Versicherungen du wirklich brauchst und warum Altersvorsorge kein späteres Problem ist, sondern heute beginnt. Ehrlich, praxisnah und ohne Bullshit. Wenn du dein Vermögen schützen willst, hör rein – denn der beste Finanzplan bringt nichts ohne Absicherung.
() - Versicherungen retten dir den Arsch
() - Warum Altersvorsorge heute beginnt
() - Finanzbildung: Was du nie gelernt hast
() - Welche Versicherungen wirklich wichtig sind
() - Wie Versicherungen Vermögen schützen
() - Der Verlag wollte ein Versicherungsbuch
() - Was (Finanz)Ratgeber verschweigen
() - Hava Misimi über ihr Aufräum-Buch und Finanzen
() - Was Mindset mit Geld zu tun hat
() - Finanzberatung vs. Versicherungsverkauf
() - Die Wahrheit über Finanzplanung
() - Fazit: Weniger Angst, mehr Schutz
Hier kannst du Havas neues Buch erwerben:
amzn.to/3GVPYOA
Und hier erfährst du mehr über sie:
femance-finanzen.de/ueber-uns
instagram.com/femance_finanzen
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Versicherungen sind meistens langweilig, unnötig und kompliziert. Nicht, wenn man mit Hawa Misimi spricht. In dieser Folge reden wir über das, worauf niemand Lust hat und was uns im Ernstfall den Arsch retten kann. Versicherungen Hawa erklärt, warum Altersvorsorge kein Thema für die Zukunft ist und welche Versicherungen du wirklich brauchst.
Klar, ehrlich und praxisnah. Herzlich Willkommen bei Sachmal. Ich habe 2021 mein erstes Buch geschrieben, Money Kondo zum Thema Finanzen aufräumen und da ist natürlich in Gesamtfinanzplanung auch ein Teil Versicherung gewesen, aber nicht nur, es ging auch um die Themen sparen, es geht aber auch um die Themen investieren und generell einfach in der Planung, in der Budgetierung et cetera, sich irgendwie gut aufzustellen.
Und das Buch ist sehr gut angekommen, weil viele diese aufräumen Prinzipien einfach sehr schön finden, weil ich sag mal, das Thema Finanzen ist ja generell nicht so leicht für alle oder für viele auch ein bisschen schwer verständlich, schwer erreichbar, weil man keine finanzielle Bildung in der Schule genießt, meistens, und wenn man Glück hat, kriegt man was von den Eltern mit und wenn nicht, dann nicht.
Und ja, ich bin aber auch Profi im Thema Versicherung, weil wir dann Versicherungsmakler sind. Wir machen aber auch Finanzberatung, also so ein bisschen all die Themen, die gehören ja auch zusammen, ohne Absicherung kann ich eigentlich keinen Vermögensaufbau machen, weil es bringt einfach nichts, es ist gefährlich in dem Sinne, weil man sein Vermögen ja auch nicht schützt. Und dann kam der Verlag auf mich zu. Schon länger.
Aber magst du nicht Thema Versicherungen, da gibt es fast keine Bücher dazu, niemand schreibt irgendwie in einfacher Form, es gibt so n paar Ratgeber von Finanztests, welche Versicherung man irgendwie nehmen sollte, aber nichts irgendwie so zum Thema Mindset und generell Praxistipps auch zu diesen einzelnen Themen, die irgendwie wichtig sind.
Und ja, dann habe ich mich überreden lassen, weil ich dachte, warum eigentlich nicht. Es ist so ein wichtiges Thema auch, und wir zahlen ja alle sehr viel in unser Sozialversicherungssystem, viele denken ja immer, wenn sie ihren Lohnbescheid bekommen, jeden Monat irgendwie, och, da geht so viel Weg vom Brutto und das meiste ist eigentlich gar nicht Lohnsteuer, sondern es sind wirklich die Sozialversicherungsbeiträge, die wir zahlen, und viele wissen aber gar nicht über dieses System Bescheid, wie funktioniert das, was ist genau abgesichert und was sollte ich mir vielleicht privat auch. Buch anschauen und wo gibt es vielleicht Hürden? Was macht in welcher Lebensphase Sinn? Und da habe ich gedacht, ja, das
ist ein Buch, was auf jeden Fall jeder lesen sollte, deshalb mache ich das jetzt, und so kam das dann zustande. Jetzt redest du mit mir, mit jemandem, der jahrelang Beamter war und nie Sozialversicherungsbeiträge gezahlt hat und über ein Jahr bin ich jetzt auch selbstständig und zahle auch weiterhin nicht drin ein, weil ich so ein bisschen der Meinung bin, das Rentensystem, so wie es jetzt besteht. Ich sehe es nicht in 40 Jahren noch existieren oder in 35 ich weiß nicht, ich bin jetzt 35, bis wann das Rentenalter erhoben wird.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, eh das so weit ist, ist es bei mir wahrscheinlich eher 72 oder so realistisch betrachtet und da auch mal gleich die erste Frage, was ist denn eigentlich deiner Meinung nach so eine E. Ideale Altersvorsorge jetzt vielleicht auch für Leute wie mich, die eben keine Sozialversicherungsbeiträge leisten, weil sie sagen, Rente und Rentenversicherung halte ich durch, von da bezahle ich wahrscheinlich für alle Leute, jetzt aber in 40 Jahren werde ich davon selbst nicht mehr partizipieren können.
Ja, du sagst das absolut richtig. Also ich glaube Thema Altersvorsorge ist 1 der wichtigsten Themen, die man auch zum Teil über Versicherungen abdecken kann. Nicht alles, aber vieles. Und darum geht es auch im Buch zum Teil und es kommt so ein bisschen drauf an. Also ich will jetzt gar nicht noch mal auf die Problematik eingehen, die hast du ja geschildert, ja, wir haben schon jetzt irgendwie querfinanzierungen über andere Haushälter, Steuereinnahmen, die Rente trägt sich nicht mehr so, wie sie aktuell läuft, und eigentlich können wir uns gar nicht so sicher sein, wie hoch die Rentenhöhe ist und wieviel wir tatsächlich rausbekommen, weil dieser Rentenbescheid immer nur was vorläufiges ist, zum
aktuellen Zeitpunkt aber die ganzen Werte eigentlich erst fertig. Feststehen, wenn wir in Rente gehen. Und ich glaube, es ist aber trotzdem solider Grundschutz, weil ich glaube, viele würden vielleicht auch gar nichts für die Rente machen, wenn sie nicht dazu gezwungen wären, dass man so ein bisschen was irgendwie zur Seite legt und einbezahlt. Nichtsdestotrotz sagst du das richtig, wenn man jetzt zum Beispiel selbstständig ist, hat man ja die Wahl zu sagen, ich. Zahl da nicht ein in die gesetzliche Rentenversicherung, sondern mach das privat.
Wenn ich fest angestellt bin, sollte ich sowieso, weil die Rentenlücke trotzdem hoch ist, auch was privat machen und dann habe ich verschiedene Möglichkeiten, die ich mir anschauen kann. Ich finde es immer generell super, wenn man investiert im Rahmen der Altersvorsorge. Also wenn ich mindestens irgendwie noch 10 Jahre Zeit habe, was bei dir ja der Fall ist.
Wenn du 35 bist, hast noch viel Zeit, dass man eben in breit gestreute Aktien investiert, weil die einfach im Schnitt eine super Rendite für uns bringt. Das heißt, ich setze mein Geld auch effizient ein, aber auch gleichzeitig diese breiten Streuung bewirkt, dass ich halt ein geringes Risiko habe und.
Und wenn ich jetzt an Rentenversicherungen denke, denken die wenigsten an et fs. Also das wäre ja eine Art der Vorsorge, die ich irgendwie machen könnte, wenn ich in breit gestreute Aktien investieren möchte. Das liegt so ein bisschen daran, dass man beim Thema Rentenversicherung halt immer so denkt, das sind so festverzinsliche Sachen, die lohnen sich irgendwie nicht oder so, aber tatsächlich gibt es auch die Möglichkeit, innerhalb von so einem Rentenversicherungsmantel in et fs zu investieren, das heißt, ich habe halt diese Vorteile, dass ich. In ETFS investiere von der Rendite, profitiere aber trotzdem diesen Versicherungsschutz drumherum. Was bedeutet das, wenn du jetzt mal überlegst, Tobi, du hast ja gesagt, gesetzliche Rente siehst
du keine Vorteile, es gibt einen Vorteil bei der gesetzten Rente, und zwar, dass sie lebenslang ausbezahlt, unabhängig davon, wie alt man wird, also sprich wenn ich jetzt vielleicht. Nur 10 Jahre eingezahlt habe und dieses Geld eigentlich vorne und hinten nicht reicht, weil ich 3040 Jahre rentenbezug habe und vielleicht 100 werde. Das ist bei uns in unserem Alter, in unserer sage ich mal. Gesellschaft hier gar nicht so abwegig, dass wir alle deutlich älter werden, als wir kalkuliert haben. Und da habe ich wirklich so eine Sicherheit, dass mir diese Rente lebenslang ausbezahlt wird, und das bewirkt eben auch dieser Rentenversicherungsmantel, den ich drum rum lege. Und jetzt kann ich verschiedene
Formen von so einem Rentenversicherungsmantel wählen, wenn ich für die halt, also für das Alter vorsorgen möchte, zum Beispiel für Selbstständige. Gibt es die Rürup Rente? Ich weiß nicht, hast du schon mal was davon gehört? Vielleicht. Für mich ist es eben so zu dem Zeitpunkt gewesen, so bis 2020 habe ich mich überhaupt nicht mit Finanzen auseinandergesetzt und war irgendwie froh was gemacht zu haben, wo ich weiß okay, da passiert irgendwie was und da wird was beiseite gelegt sein, ist es besser als gar nichts, aber ab dem Punkt wo ich mich sehr intensiv auseinandergesetzt habe, so auf allen Ebenen, stand für mich eigentlich relativ schnell fest, das ist nicht das was ich will und was ich brauche, weil ja
eben die Versicherung. Nicht gute Menschen sind, die es gut mit mir meinen, dass ich fürs Alter vorgesorgt habe, sondern die haben ja ein wirtschaftliches Interesse, mit meinem Geld zu arbeiten und daran zu verdienen, weswegen ich das sehr, sehr kritisch gesehen habe. Und ich kenne eigentlich auch niemanden, der von diesem Riester und Rürup Modell so richtig hoch begeistert ist und dafür dankt, dass das irgendwie cool ist.
Also ich glaube ich. Eher würde ich mir sowas vorstellen können, wie es Norwegen zum Beispiel hat, dass man einfach so eine Art Aktienrente in Deutschland einführt. Dann sollen sie das gerne fördern, aber das an so viele Kriterien zu halten wie mit Kinder und wie werden die Kinder angerechnet und wieviel verdient man und so, das finde ich super, super schwierig, gerade auch im Hinblick mit diesen ganzen Ausgabeaufschlägen und Kosten.
Jetzt wird es wahrscheinlich auch irgendwo anders andere Produkte geben, aber ich glaube. Ich glaube, meistens ist man besser beraten, wenn man es wirklich selbst in die Hand nimmt. Aber ich glaube, die Deutschen sind halt sehr, sehr sicherheitsbewusst. Ebenfalls ist es das, was ich immer mitbekomme, weil wo eine Versicherung vermeintlich erst mal mehr Sicherheit gibt.
Aber du kannst mich da auch gerne korrigieren, wenn ich das falsch sehe. Ja, ich glaube, dich korrigieren. Also jeder hat ja da irgendwie seine. Eine Perspektive drauf. Aber du hast gerade sehr, sehr viele Punkte gesagt, wo ich vielleicht noch mal einhaken kann und gar nicht sehr, sehr tief eingestiegen mit dem Thema Rentenversicherung, aber generell vielleicht so zum Start versicherungsmindset ich glaub das ist so ein Thema, wo wir alle lernen müssen.
Alle gemeinschaftlich, weil ich höre das halt immer wieder in der Praxis, in der Beratung, aber auch auf meinem Account et cetera, wo es ja auch um das Thema Finanzen geht, weil wie gesagt, für mich gehört beides auch zusammen. Es ist halt so viele wie du sagst, kalkulieren immer, wann lohnt sich eine Versicherung für mich, das ist eigentlich die Frage, die sich immer jeder stellt und dann macht man eine Zahnzusatzversicherung, weil da weiß man, OK, ich gehe auf jeden Fall mal zur Zahnreinigung und ich habe irgendwie ein Loch, was ich mal füllen muss oder so. Aber eigentlich ist es die falsche Frage. Dafür sind Versicherungen nicht konzipiert per se. Man muss sich eigentlich immer fragen, wie hoch ist mein finanzielles Risiko, wenn dieser
Schaden eintritt, also Beispiel wenn ich ein Loch hab oder wenn ich zur Zahnreinigung muss, das wäre der Schaden eintritt, wie hoch ist der finanzielle Schaden? Und ich würde mal sagen, der ist überschaubar. Ja, das wird einen nicht in finanziellen Ruin treiben, das heißt, da kann ich dann für mich entscheiden, möchte ich eine Versicherung dafür machen, aber unbedingt brauchen tue ich sie nicht, das ist eine nice to health versicherung.
Wenn ich allerdings die Frage beantworte mit, ist es ein immens hoher finanzieller Schaden für mich, den kann ich gar nicht selber tragen, weil er in Millionenhöhe dann stattfindet, dann ist es eigentlich eine Must have versicherung für mich, weil ich kann in keinem Universum kalkulieren, wann dieser Schaden eintritt.
Ich kann morgen vor die Tür gehen und dann kann ich irgendwie was ungeschicktes machen, jemand hat einen Fahrradunfall deswegen und es irgendwie für sein Leben lang lädiert, deshalb private Haftpflichtversicherung für die meisten von uns eine Must have versicherung, weil diese Schaden wirklich in. In Millionenhöhe reichen können und man auch später haftet, wenn man das Geld heute nicht hat.
Und das kann einem einen finanziellen Strich durch die Rechnung machen, weil dann kann ich so viel investieren wie ich möchte, ich kann so viel zur Seite legen wie ich möchte, ich habe dann einfach ein Problem, was ich nicht gelöst bekomme, so einfach was mich belastet, was meine Finanzen belastet, was aber auch vielleicht meine Familie belastet und da würde ich als allererstes ansetzen, mir Gedanken zu machen, was sind meine Must have Versicherungen, wo ist der finanzielle Schaden hoch. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit spielt da gar keine Rolle, weil die können wir nie alle absehen.
Diese Wahrscheinlichkeiten. Aber wenn es dann mal eintritt, ist es halt blöd, wenn man keine Versicherung dafür hat und dann zu differenzieren was sind nice to have Versicherungen, die man eigentlich nicht unbedingt braucht, aber halt machen möchte, weil man sich damit sicherer fühlt und ich glaube da sagst du ein Aspekt richtig. Wir Deutschen sind in der Regel eher überversichert, weil wir halt diese Sicherheit vielleicht brauchen und haben wollen und haben viele nice to have Versicherungen. Trotzdem mangelt es vielen an diesen Existenzversicherungen diese Must have Versicherungen sind eigentlich die, die wichtig sind, die ich unbedingt brauche, wenn ich finanziell gut aufgestellt sein möchte und wenn
ich keine Privathaftpflichtversicherung zum Beispiel habe, dann. Dann brauche ich mir keine Gedanken machen. Eigentlich, wie ich dieses Geld investiere, weil wenn ich vor die Straße gehe, wenn ich irgendwas tue und jemand anders dem Schaden zufüge, dann ja, wer weiß, wann das passiert ist das Halt weg und ich glaube, das ist wichtig so vom Mindset das zu verstehen und zu sagen, wann ist eine Versicherung sinnvoll und wann ist eine Versicherung nicht sinnvoll und dann um den zweiten Punkt auch noch mal mit abzugreifen hast du gesagt. Ja, Versicherungen, die wollen ja eh nur wirtschaften. Klar, jeder will irgendwie wirtschaften, sonst gäbe es dieses ganze Konstrukt nicht, aber Versicherungen haben per se einen sozialen Gedanken, denn
wir zahlen alle in einen gemeinsamen Topf ein. Und dort wird das Geld gesammelt, und wenn es zu einem Schaden kommt, dann wird aus diesem Topf gemeinsam quasi finanziert. Der oder die andere. Das hilft, dass unsere Beiträge gering bleiben für so eine Versicherung, das heißt klar, die Versicherung muss auch irgendwie gucken, dass sie sich selber finanziert, je nachdem, was für eine Struktur die Allianz ist.
Zum Beispiel eine Aktiengesellschaft, eine andere Struktur als zum Beispiel Versicherungen, die Vereine auf Gegenseitigkeit sind. Da gibt es auch wieder Unterschiede. Aber ich würde sagen, das ist so ein bisschen, glaube ich, auch ja durch die schwarzen Schafe bedingt, dass man sich da nicht so wohlfühlt oder auch durch die Berichterstattungen, die es irgendwie im Fernsehen gibt, die ich auch immer total verrückt finde, weil eigentlich, wenn du dir die Leistungsquoten der Versicherer mal schwarz auf weiß anschaust, dann sind die sehr, sehr hoch, die liegen bei über.
80% im Schnitt, das ist gar nicht so wenig. Und dass die Versicherung mal nicht leistet, ja, das kann vorkommen, dann ist es ein unglücklicher Fall, wo vielleicht Dinge falsch angegeben worden sind zu Beginn, wo man sich nicht richtig informiert hat, deshalb schreibe ich ja auch dieses Buch und Schaden vielleicht gar nicht abgesichert ist und per se schon ausgeschlossen worden ist.
Und ich glaube, das ist noch mal wichtig, so ein bisschen vom Mindset zu differenzieren. Welche Erfahrungen habe ich vielleicht damit gehabt oder ist das nur so Einhören und sagen, was ich dann aufnehme von extern, weil eigentlich haben Versicherungen einen sehr sozialen Gedanken, sonst gäbe es ja unser Sozialversicherungssystem per se nicht und ich glaube, es wäre auch schwierig, wenn wir dieses System gar nicht hätten in Deutschland, also die soziale Gerechtigkeit würde ja von Arm zwischen Arm und reich, gäbe es dann einfach nicht mehr so viel, wenn wir ein System wie.
Wie eine Krankenversicherung nicht hätten, wenn wir Systeme wie Arbeitslosenversicherung nicht hätten wie eine Unfallversicherung, wie eine Rentenversicherung auch, also im Alter auch, hatte ich ja vorher gesagt, ist es halt einfach so, dass die Menschen auch ein bisschen diszipliniert werden, dazu etwas beizutragen, dass es uns allen als Gemeinschaft.
Einigermaßen gut geht, sage ich mal genau vielleicht das so die 2 Punkte die ich mitgeben kann. So zum Thema Mindset einfach beim Thema Versicherung ohne dich bekehren zu wollen oder so, aber ich glaube wirklich nicht da anzusetzen. Jetzt hast du ja eben von Must have versicherung gesprochen, so dass eine Krankenversicherung, Haftpflicht und wahrscheinlich auch eine Hausrat, weil so im Verhältnis Preis Leistung ist.
Da glaube ich braucht man nicht viel diskutieren, dass die sinnvoll ist. Jetzt bist du wieder bei Preis Leistung. Ja, das ist. Es eigentlich ist es wieder andersrum, da müsste ich mir wieder die Frage stellen. Ich habe jetzt hier meinen ganzen Hausrat, was wäre wenn mein Haus abbrennen würde, was hat das für einen Schaden für mich und wenn ich jetzt zum Beispiel in einer BG wohne und nur Ikea Möbel drin habe, die ich bei Kleinanzeigen aufgegabelt habe und mein Hausrat kostet mich irgendwie 100€ oder so, dann würde ich sagen. Ist eigentlich die Versicherung keine Must have Versicherung, aber die meisten von uns sind super schön eingerichtet, haben vielleicht größere Wohnungen und das alles auf einmal ersetzen zu müssen, wird dann wieder
schwierig und dann wird die Hausratversicherung wieder zur Must have versicherung, das heißt ich muss da auch immer individuell ein bisschen gucken was ist must have für mich in meiner Lebenssituation. Und was ist vielleicht nice to have und muss nicht unbedingt sein, dass du hast 2 genannt private Haftpflicht und Krankenversicherung ist für jeden Must have, aber muss nicht unbedingt sein, dass in jeder Lebensphase auch eine Hausratversicherung für mich ein must have ist. Es kommt drauf an.
Gibt es noch andere Versicherungen in deinen Augen, die ein must have sein könnten? Ja, also für mich ist definitiv die Berufsunfähigkeitsversicherung oder irgendeine andere Art der Arbeitskraftabsicherung, weil ich einfach oder die meisten sind abhängig von ihrem, von ihrer Arbeitskraft, um ihr Einkommen zu erwirtschaften, um damit quasi ja sich ein Leben aufzubauen, so wie sie es leben möchten, einen. Frei bestimmtes Leben, sage ich mal. Deshalb finde ich das super wichtig, denn da sind die staatlichen Leistungen auch sehr begrenzt, das wissen viele nicht.
Vielleicht soll ich da mal tiefer rein, oder? Gerne. Wir können es auch gerne an einem Beispiel extra sozusagen ausführen, weil zum Beispiel ich habe keine, weil ich gesagt habe, so, weil ich ja ewig diesen Bürojob hatte und gesagt habe, ehe ich berufsunfähig bin in so einem Job, so habe ich, glaube ich, eh kein.
Großen Bock mehr auf dieser Welt zu sein, weil eh diese ganzen Cases eintreten. Ja muss da schon eine ganze Menge passieren und dann frage ich mich eh, ist mein Leben denn noch lebenswert und macht denn diese Bu irgendwie so einen großen Unterschied, dass ich das Leben besser finde? Also von mir aus können wir das auch gerne an diesem, ich glaube du hattest das auch auf deinem Blog, so macht eine Bu Sinn.
Mit einem Bürojob. Bürojob ja, ja, das ist auch eine der häufigsten Gestelltesten Fragen, die ich bekomme. Also es gibt viele Aspekte bei dem Thema mit Bürojob vielleicht da auch, also was soll mir schon passieren es. Das ist halt leider so. Berufsunfähigkeit hat jetzt nichts mehr, nur mit einem schweren Unfall zu tun, den man irgendwie hat und dann überhaupt nichts mehr kann, so wie du das geschildert hast, sondern Grund Nummer 1 für Berufsunfähigkeit laut der Daten vom letzten Jahr bei Statista und Co. Ist mit 36% mittlerweile die Psyche und ich glaube, wenn man psychisch krank ist, kann man auch sehr viele Dinge machen und vielleicht ist es auch nur eine Phase, das sieht man nämlich auch, wenn man sich die Studien
anschaut, man ist nicht ein Leben lang berufsunfähig, sondern es kann halt mal viel. 45 Jahre sein, wo ich wieder das Geld brauche, halt um mich neu zu orientieren und wo mir das auch das Leben erleichtert, in dem Moment, weil ich keine finanziellen Bürden habe. Was kann sonst noch passieren an Platz Nummer 2 sind schwere Krebsleiden, also sehr schwere Erkrankungen, MS Krebsleiden et cetera mit knapp über 20% auch nicht so wenig, auch das kann einem im Büro treffen, also ich glaube davon bleibt niemand verschont und so Themen wie zum Beispiel ein Herz in. Infarkt oder Unfälle machen sehr, sehr wenig aus. Von den Berufsunfähigkeitsfällen. Unfälle sind tatsächlich bei knapp 6% aktuell der Berufsunfähigkeitsfälle, also
sprich auch im Bürojob kann was passieren, was einen einschränkt und wo man nicht mehr arbeiten kann und dann wo wir ja wieder bei dem Punkt sind, ist das eine Must have Versicherung für mich ist halt die Frage wie hoch ist mein finanzieller Schaden und das Problem bei Berufsunfähigkeit ist ich weiß nicht. Wie lange ich berufsunfähig werde oder wann ich berufsunfähig werde oder ob ich überhaupt berufsunfähig werde. So, wenn man sich die Zahlen anschaut. Jeder Vierte in Deutschland wird einmal in seinem Erwerbsleben berufsunfähig, ist also gar nicht so wenig im gesamten. Wenn ich mir den finanziellen Schaden anschaue, dann ist der relativ hoch.
Weil wenn du jetzt mal ausgehst von deinem Gehalt, was du jeden Monat verdienst oder jedes Jahr und all dem, was du drumherum machst, dann sind das Schäden in Millionenhöhe, wenn ich irgendwie 1015 oder 20 Jahre ausfallen sollte und die staatlichen Leistungen sind eben sehr gering, vielleicht um da auch mal anzusetzen, was passiert, wenn ich nicht mehr arbeiten kann, wenn ich selbstständig bin, dann habe ich direkt eigentlich. Nichts außer ich habe ein privates Krankentagegeld, dann würde ich das Krankentagegeld bekommen, wenn ich angestellt bin.
Das ist ja so der klassische Fall, würde ich mal sagen, dann habe ich 6 Wochen lohnfortzahlung von meinem Arbeitgeber und nach diesen 6 Wochen setzt dann das Krankengeld ein, das sind maximal 72 Wochen die ich bekomme und nach den 72 Wochen habe ich ein bisschen ein Problem, weil entweder ich bekomme Erwerbsminderungsrente und Erwerbsminderungsrente in Deutschland ist.
Ist sehr gering, sieht man immer auf dem Rentenbescheid, da kann man gerne mal reingucken und tatsächlich werden 80% der Anträge abgelehnt, weil diese Definition von Erwerbsminderung ist sehr, sehr schwierig zu erreichen, bei Erwerbsminderung muss ich unter 3 Stunden am Tag in jedem Beruf, den es da draußen gibt arbeiten können und da sagst du was richtiges, wenn ich halt irgendwie. Ja, im Rollstuhl sitze oder so.
Selbst da wird man irgendeinen Job in Deutschland finden, den man noch machen könnte. Irgendwie 34 Stunden am Tag oder so, und deshalb ist es sehr, sehr schwierig, diese Rente zu bekommen. Wenn man sie bekommt, ist sie sehr gering und dann bleibt eigentlich nur noch das Bürgergeld. Und da habe ich die Problematik, wenn ich jetzt jemand bin, der finanziell affin ist, fürs Alter Vorsorgt oder so, dass ich, wenn ich Privatvermögen über 40000€ habe, was man recht schnell hat, wenn man zum Beispiel fürs Alter Vorsorgt, dann muss ich das komplett liquidieren und davon leben, bevor. Bevor ich halt quasi da Geld Bürgergeld überhaupt bekomme. Das heißt, ich habe hier auf jeden Fall finanziell ein Problem, weil ich nicht abwägen
kann, wie lange bin ich berufsunfähig tatsächlich und wieviel Geld brauche ich dann und wann passiert das, weil ich sage mal, wenn jemand jetzt anfängt zu investieren und morgen passiert irgendwas, man weiß es ja nie, es braucht nur eine blöde Diagnose, dann wird es halt schwierig, deshalb finde ich das schon wichtig, wenn man abhängig ist von seinem Einkommen und jetzt noch nicht. Passive Einkommensströme hat, wenn man das hat, dann kann das wieder anders aussehen.
Dann ist es eigentlich eine Must have Versicherung, weil der finanzielle Schaden sehr hoch ist, also der finanzielle Schaden ist eigentlich höher als bei so Gegenständen oder so, über die wir gerade gesprochen haben, Hausrat et cetera. Genau deshalb ja, um das zusammenzufassen. Im Bürojob kann leider auch was passieren und ich glaube, man muss so ein bisschen von Weg kommen, dass man gar nichts mehr machen kann, sondern auch so ein bisschen drüber nachdenken, wie geht es mir vielleicht in solchen Situationen, also selbst wenn ich zum Beispiel querschnittsgelähmt dann wäre, weil ich so eine schwere Krankheit habe und immer noch meinen Job ausüben könnte, dann brauche ich trotzdem eine Zeit.
Ein 2 Jahre wo ich in Therapie gehe, wo ich mich an die Situation vielleicht erst mal gewöhnen muss, wo ich gewisse Gegenstände brauche, in meinem zu Hause, um das alles irgendwie meinen Alltag bewältigen zu können. Ich glaube, da geht es nicht von. Quasi direkt auf den nächsten Tag wieder in den Job zurück und insbesondere bei Selbstständigen finde ich das auch sehr sehr wichtig, weil halt da, wenn man nicht in die gesetzliche Rente einbezahlt, kriege ich keine Erwerbsminderungsrente und ich habe keine Lohnfortzahlung von meinem Arbeitgeber, wenn ich da privat irgendwie nichts vorgesorgt habe.
Gut, jetzt muss man bei mir dazu sagen. Mittlerweile habe ich mit 2 Depots und auch mit Immobilien schon einiges vorgesorgt, wodurch es schon eigentlich. Passive Einkommensströme gibt also, selbst wenn alles außen vorbei wäre, hätte ich glaube ich schon mal naja, für eine gewisse Zeit vorgesorgt und darum sage ich ja, ich betrachte manchmal Versicherungen so ein bisschen auch als Wette, wenn ich jetzt so sage, die nächsten 10 Jahre wird mir nichts passieren und aber so arbeite, dass ich weiß, in 10 Jahren habe ich diesen Punkt erreicht, dass mir alles andere danach egal ist, weil ich das vorgesorgt habe, finanziell ist es halt so ein bisschen. Glaube ich.
Meine Einstellung dazu. Aber ich muss aber auch sagen, ich glaube was so diese Risikoaversität angeht, bin ich sehr, sehr, da kann ich schon einiges aushalten und ich kenne aber das auch aus meinem Umfeld, dass es da schon Leute gibt, die sind da super ängstlich und könnten sich das überhaupt gar nicht vorstellen, was wäre wenn oder wo es denen einfach vielleicht auch schwer fällt vorzusorgen, aber an sich.
Hab ich glaub ich für mich erkannt. Bei mir ist natürlich auch das Problem, was du eben auch gesagt hast. Ich bin familiär sehr vorbelastet durch meine Eltern und Großeltern, weswegen ich so krass da eingestuft worden bin, dass ich gesagt hab, Leute, nee, das macht überhaupt gar keinen Sinn hier diesen Risikozuschlag zu zahlen, da kann ich das Geld auch so bei Seite packen und hab da wahrscheinlich in 10 Jahren mehr davon, was natürlich.
Glaub ich auch. N Tipp auch dazu. Na klar. Wenn man jetzt zum Beispiel einen körperlichen Beruf hat oder so, dann ist die BU ja auch sehr teuer, oder wenn man gewisse Vorerkrankungen hat oder so. Es gibt aber Alternativen, die man sich anschauen kann, zum Beispiel gibt es eine Grundfähigkeitenversicherung, da sind gewisse Grundfähigkeiten abgesichert, wie sprechen, hören, gehen, die man als Mensch hat, und wenn man eine davon verliert, dann bekommt man dort eine monatliche Rente ausbezahlt, funktioniert ein bisschen anders, das heißt, selbst wenn ich immer noch arbeiten könnte, aber ich habe eine Grundfähigkeit verloren, dann würde ich. Ich diese Rente ausbezahlt bekommen und das kann zum Beispiel vorteilhaft sein für
jemanden, der Dachdecker ist oder so. Weil wenn jemand die Funktion der Hände verliert oder eine Hebamme oder so, dann sind die Recht schnell berufsunfähig und diese Unfähigkeitenversicherung ist zum Beispiel deutlich günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung, oder ich kann mir auch anschauen, ob ich eine Dread disease Versicherung mache. Das kommt so ein bisschen aus den USA, das ist schwere Krankheiten, übersetzt Versicherung, die dann quasi eine Einmalzahlung leistet, wenn ich Krebs bekomme, MS oder so was, wo ich dann mit dieser Einmalzahlung eben arbeiten kann, um.
Vielleicht rollstuhlgerecht was umzugestalten. Oder eben die Therapie für einen gewissen Zeitraum zu finanzieren. Wenn ich da eine Einmalzahlung festgelegt habe. Also es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten der Alternativen, die man sich anschauen kann und es hilft auch, sich viele verschiedene Versicherer anzuschauen, weil wenn man zu einem Versicherer geht, kann es sein, dass der vielleicht Dinge ausschließt, die ein anderer Versicherer nicht ausschließt, weil alle andere Risikostrukturen haben und zum Beispiel mit Vorerkrankungen anders auch umgehen. Gehen, weil sie andere Erfahrungswerte haben. Da hilft es, eine anonyme Voranfrage zu machen, das kann man einfach bei einem unabhängigen Berater machen, der Halt Zugriff auf alle
Versicherer hat oder alle anbieten kann. Das hilft auch noch mal, um abschätzen zu können, wie teuer wird es eigentlich, also wieviel zahle ich für diesen Schutz und macht das noch Sinn, ist das irgendwie verhältnismäßig so wie du gesagt hast und welcher Versicherer hat auch das beste Votum für mich, weil es muss nicht heißen, wenn einer einen ausschließt, dass der andere einen nicht annimmt oder Risikozuschläge mit dabei sind oder so das vielleicht mal als Tipps für alle die zuhören und eine ähnliche Erfahrung irgendwie wie du gemacht haben, weil klar, da kann ich auch verstehen, wenn man sehr viel bezahlt für so einen Schutz und.
Dann ist das auch wieder unverhältnismäßig zum Gehalt. Also da muss ich natürlich immer gucken, dass ich jetzt für diesen Schutz nicht exorbitant viel bezahle, weil ich muss ja über mein sonstiges Leben auch noch stemmen können und sollte, wie du sagst, auch fürs Alter vorsorgen, sollte noch Vermögensaufbau machen können, genau.
Eine Frage, die mich brennend interessiert, ist, wie kann man sich denn jetzt eigentlich als außen oder als Person, die sich mit dem Thema Versicherung befassen will, aber. Absichern, dass man gut beraten wird, also die Maßnahme, die glaube ich, die ich als sinnvoll erachten würde, ist, ich gehe zu einem Honorarberater, also für die, die nicht wissen, was dahinter steckt, wenn ich es falsch erkläre, korrigiere mich da gerne, ich bezahle halt einen gewissen Stundensatz für die Person und wenn die halt 20 Stunden braucht, mich dazu beraten, was heißt ich, nehmen wir jetzt mal fiktiv, die will 100,00€ die Stunde, ja dann bezahle ich der Person 2000,00€, damit die sozusagen. Die bestmögliche Versicherung
für mich raus, sich völlig unabhängig von der Versicherung und wieviel Provision es gibt. Und dann gibt es ja die Makler, die kein Geld haben wollen, die aber einen gewissen Provisionssatz bekommen und da kenne ich immer das Problem, dass die ja denn so eine Art Gewissenskonflikt haben, so einerseits wissen die, vielleicht ist das Produkt das bessere für den Kunden oder die Kundin, aber auf der anderen Seite gibt es ein anderes Produkt, was auch okay wäre.
Was aber für den Makler an sich besser wäre, weil es da mehr Provision gibt. Jetzt erste Frage, habe ich das richtig erklärt und zweite Frage warum greifen viele Menschen lieber zu einem Makler, wo eigentlich tendenziell das was man bekommt vermutlich nicht so passend ist? Und warum wollen so wenig Leute Geld in die Hand nehmen um sich da eigentlich für eine Entscheidung, die ja lebenswichtig ist für das weitere Leben, sich sträuben, da überhaupt Geld bezahlen zu wollen?
Und so betrachtet die bezahlen ja eigentlich das Geld, nur halt mit den Prozenten. Aber ich glaube, ganz viele Menschen haben ein Riesenproblem, exponentiell zu denken. Ja, ja, ja, also genau, ich habe dieses Thema auch sehr tief aufgegriffen im Buch, weil das glaube ich auch viele verunsichert.
Und ich glaube, da gibt es auch noch ganz viel aufzuräumen, weil vielen nicht so ganz klar ist, welche verschiedenen Formen es gibt. Du hast es im Prinzip richtig erklärt, ich würde aber noch mal differenzieren, weil vielen nicht bewusst ist, dass ein. Makler auch unabhängig arbeitet, weil du ja schon direkt das mit der Provision genannt hast.
Und weil ich immer wieder so Sachen höre wie zum Beispiel mein Versicherungsmakler von der Allianz. Aber das ist eigentlich falsch, schon allein dieser Ausdruck, weil der Makler ja verschiedene Versicherer anbietet, gleich da. Also es gibt einmal Einzelvertreter wie zum Beispiel die Allianz um die Ecke irgendwie bei uns, die man halt hat, dann gibt es Mehrfachagenten, die bieten.
Auch verschiedene Versicherer an und diese beiden sind eigentlich immer im Auftrag der Versicherung unterwegs. Also da geht es klar darum, dass man Dinge verkauft, dann gibt es den Makler und der ist per Definition nicht im Auftrag der Versicherung unterwegs, sondern in deinem Team. Also genauso wie der Honorarberater, den du gerade genannt hast. Er muss unabhängig arbeiten und ist dazu verpflichtet, dir das Best passende Angebot was zu.
Zu dir passt anzubieten, das heißt, er ist auch in der Haftung, wenn er jetzt nur was anbieten würde, weil dort die Provision höher ist. Deshalb ist das, glaube ich ein Trugschluss, das zu denken, ein Mehrfachagent würde das vielleicht eher machen, ich will es niemandem unterstellen oder so, um Gottes Willen, aber der Makler, eigentlich von der Arbeitsweise her eher nicht. Und ich glaube, vielen ist halt nicht bewusst diese Unterscheidung.
Und dann gibt es, wie du richtigerweise gesagt hast, noch den Honorarberater, auch der arbeitet unabhängig, aber wirklich nur auf Honorarbasis, das können Pakete sein, das kann ein Stundensatz sein, je nachdem, und ich würde mal sagen, wenn man sich für die Beratung entscheidet, finde ich sowohl Makler als auch Honorarberater.
Natürlich interessant, weil dort habe ich das größte Angebot, was mir angeboten werden kann. Und dann glaube ich, muss man halt für sich selber abwägen, ob man ab Front für seine Beratung bezahlen möchte oder nicht. Also so wie du es richtig gesagt hast. Normalerweise sind eben so in den Versicherungskosten die ich habe auch eine Provision mit drin und beim Honorarberater ist die Rausgerechnet, die zahle ich ab Front separat und zum Beispiel beim Thema Altersvorsorge ist sowas sehr sinnvoll, weil du hast gesagt das. Dann habe ich einen höheren Zinseszinseffekt und habe mehr raus.
Am Ende sozusagen, wenn ich einfach ab Front das bezahle. Das sehe ich auf jeden Fall auch beim Thema in der Praxis zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherung, ist das schier unmöglich, weil meistens, man soll ja die BU machen, wenn man noch jung und gesund ist. Wenn ich dann zum Beispiel als Student hingehe, und ich müsste jetzt dem Studenten 2000€ für meine Beratung abrechnen, was schnell mal zusammenkommt, wenn man halt wirklich alles im Detail bespricht, eine anonyme Voranfrage macht Gesundheitsdaten auf. Aufbereitet und Co.
Und zum anderen gibt es leider in diesem BU Bereich und auch im Sachversicherungsbereich kaum Honorartarife. Was bedeutet das also wirklich? Tarife wo die Provision rausgerechnet ist und wo man ab Front dann wirklich quasi bezahlen kann, den Makler und das überhaupt nicht mehr mit inkludiert ist. Das heißt bei diesen Themenbereichen ist es auch sehr sehr schwierig sich auf Honorarbasis beraten zu lassen. Ich glaube man wird keinen Honorarberater finden, der sagt ich vermittele Sachversicherungs. Auf Honorarbasis, weil es das einfach kaum gibt oder überhaupt nicht gibt.
Das heißt, da würde ich halt so ein bisschen differenzieren für mich selber, ob und wie ich das machen will, ob ich das machen kann und prinzipiell, ich finde es halt immer wichtig, dass man transparent ist. Man sollte den Makler auch fragen können, was kriegst du jetzt, wenn ich dieses Produkt mache und der sollte alles genau aufgliedern können und sagen können, auch wenn er sieht, dass zum Beispiel.
Über ein Honorar, das günstiger wäre für den Kunden, das auch anbieten, weil der Makler kann es auch prinzipiell anbieten, bei dem Thema Rentenversicherung und sagen, Hey, ich nehme hier quasi eine Nettovermittlungsgebühr für dich, dann ist es günstiger und du machst es so, aber in der Praxis hatten wir zum Beispiel auch, wir machen ja auch beides und wollen einfach transparent sein.
Hatten wir zum Beispiel auch Kunden, die gesagt haben, nee, ich kann mir, mir ist bewusst, dass es in diesem Versicherungsprodukt inkludiert ist, aber ich bin jetzt irgendwie 25, ich will gerne starten mit diesem Produkt, eben zum Beispiel ETR Rentenversicherung, und ich sehe auch, dass ihr dafür 1500€ Provision bekommt und dass ich mit. Mit dem Honorar irgendwie Paket viel günstiger wäre, aber ich kann es einfach nicht bezahlen zum aktuellen Zeitpunkt und mir sind die Auswirkungen bekannt und mache das dann trotzdem. Also in der Praxis ist es immer noch tatsächlich ein bisschen schwierig, alle davon zu überzeugen. Wichtig ist glaube ich halt diese Transparenz und wichtig ist auch zu unterscheiden die
Haftung, wenn ich zum Beispiel so einen Provisionstarif habe, das wissen viele auch nicht, wenn ich den innerhalb der ersten 5 Jahre kündige, dann muss der Makler auch seine Provision komplett zu. Zurückbezahlen, das heißt auch da würde ich niemanden eigentlich unterstellen, dass er das Interesse hat, nur das zu vertreiben, was die meiste Provision. Bekommt, weil er 5 Jahre dafür haftet, dass das gar nicht so wenig.
Wenn das dann jemand merkt und sich den Tarif irgendwie noch mal anschaut und den kündigt, habe ich gar nichts davon, als wenn ich transparent bin und das wirklich aufzeige und bei der Honorarberatung habe ich das Thema nicht, da zahle ich das Honorar und wenn ich dann merke, der hat mich vielleicht doch nicht so gut beraten, dann habe ich da keine Haftung in dem Sinne, das heißt, es gibt für beides, glaube ich vor und Nachteile. Ich finde es wichtig, dass man transparent ist, einfach also, dass man wirklich immer das aufzeigt und genau erklären kann, auch den Kunden.
Und im Buch gehe ich wirklich auf alle verschiedenste Provisionsarten ein, dass man das auch selber mal lesen kann. Also es gibt eine Abschlussprovision, es gibt eine Bestandsprovision etc. Was für Kosten da eigentlich auf einen zukommen und dann kann man selber für sich abwägen, glaube ich noch mal besser, ob man jetzt Honorarberatung macht oder zum Makler geht, oder? Oder doch zum Allianz um die Ecke, weil man irgendwie einen guten Draht mit denen hat?
Kann ja auch legitim sein, ich glaube ja, da ist, sollte das jeder so machen, dann wie er oder sie möchte. Wichtig ist, dass man aufgeklärt ist. Jetzt bist du ja mit deiner Firma oder Unternehmen sehr sehr stark auf Frauen fokussiert und jetzt würde mich interessieren, was ist denn beim Thema Versicherung und Finanzen anders als für Männer? Ja, ja.
Also ich glaube, Frauen haben halt einfach ja eine andere Lebensplanung, oftmals, weil man bekommt Kinder, man ist eher tendenziell, zum Beispiel in Elternzeit, hat mehr so Karriereeinbrüche und beim Thema Gesundheit, also wenn man so in Richtung Berufsunfähigkeit denkt, kranken Absicherung et cetera, sind die Frauenthemen ein bisschen vielfältiger, und oftmals gibt es chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Endometriose et cetera, wo die Versicherer die.
Ganz andere Unterlagen möchten und ganz anders bewerten als jetzt, beispielsweise wenn n Mann da ist, weil n Mann in der Regel halt nicht solche Vorerkrankungen irgendwie hat. Das sind so 2 Punkte, die glaube ich ganz, ganz wichtig sind und bei der Altersvorsorge dann durch diese karriereeinbrüche et cetera ist es halt oftmals so, dass Frauen weniger Rente im Alter erhalten, also Frauen sind deutlich häufiger von Altersarmut betroffen, als es Männer sind und Frauen verdienen gleichzeitig ja auch viel weniger im Erwerbsleben, was dadurch zustande kommt. Und das sind alles Themen, die wir versuchen, bei uns in der Beratung einfach zu beachten, dass wir auf so was eingehen, dass man sich wohlfühlt, dass
man auch darüber sprechen kann und dass wir auch gemeinsam flexible Lösungen suchen und auch ja einfach die Leute ermächtigen, auch selber was zu tun, weil ich sage es ja auch immer, also mit Versicherung ist nicht alles getan. Ich empfehle jedem auch selber ein Depot zu haben, da was zu machen, dafür haben wir auch unseren Onlinekurs, sich wirklich. Mit den Themen auseinanderzusetzen, nicht einfach alles über Versicherungen zu regeln, sondern sich gut abzusichern, aber auch zu gucken, wie kann ich irgendwie gut vermögen aufbauen, fürs Alter vorsorgen, sich vielleicht Immobilien anschauen etc. Dass man da einfach ja auch alle Themen ansprechen kann und keine Angst davor hat und auf
Augenhöhe wirklich mit jemandem spricht, weil ich weiß nicht, ob du das so kennst, aber. Ist tatsächlich eine Sache, die mir immer wieder auf Messen auch auffällt. Der durchschnittliche Versicherungsmensch zum Beispiel ist irgendwie 50, ein bisschen älter, nicht so digital affin, und er spricht auch eher dann immer den Mann an, als jetzt die Frau, weil er davon ausgeht, ja, dass Frauen irgendwie wenig oder kein Geld verdienen und dass sich das dann nicht lohnt, so ein Geschäft irgendwie zu machen, und das finde ich ein bisschen schade, und das wollen wir so ein bisschen umkehren und umdrehen. Wobei ich gar nicht diesen 50 jährigen Anzugtypen als Versicherungsmenschen vor Augen hab, sondern eher so diese Anfang 20 bis Ende 20 jährigen
Typen, die irgendwie bei Tekes oder DVAG unterwegs sind und jetzt einem erklären wollen, wie man das dicke Geschäft macht. Also daher das sehe ich gar nicht so kritisch. Ich hab das. Ja genau, also das seh ich gar nicht so. Was ich halt immer so mitbekommen habe, auch es gab ja auch mal ne Zeit lang so ne Reihe glaub ich bei der Welt wo eben so wie Madame Moneypenny und so die eben für NETF Kurs vierstellige Beiträge genommen hat, wo ich mir so denke OK du kannst halt irgendwie auch n Buch lesen für 18€ oder ich weiß nicht was Gerd Komma oder so kostet. Und danach weißt du ja eigentlich alles so. Also wenn man sich halt die Zeit nimmt und manchmal habe ich dann so ein bisschen das Gefühl, dass
bei diesem Thema Frauen extra so ein Stempel raufgedrückt wird, so ähnlich wie es so ist, wenn du zum Blumenladen gehst oder so irgendwie zum Caterer, wenn du sagst, ich will hier eine Hochzeit feiern, so, da hast du auch mal das Gefühl okay, wir drücken hier gleich mal irgendwie noch einen anderen Prozentpreis rauf und. Was ich natürlich definitiv so sehe mit Thema Elternzeit und so, dass es eine Sache ist, die vielleicht noch nicht so gleichberechtigt, glaube ich.
Jetzt ist es bei mir so, beim ersten Kind hatte ich selbst 30 Monate Elternzeit genommen, tatsächlich relativ viel, aber jetzt beim zweiten Kind nehme ich zum Beispiel gar keinen, weil sich einfach auch das ganze so rundherum so ein bisschen verschoben hat und. Manchmal habe ich dann auch immer so ein bisschen das Gefühl, dass eben das für Frauen so ein bisschen, was ich mitbekomme.
Ich weiß nicht, ob du das auch durch Social Media so Mitbekommst. Frauen sind halt auch irgendwie empfänglicher dafür, sich eher extern Hilfe zu holen und zu sagen, ja, hier, ich habe halt keine Ahnung, bitte helfen die mal, was glaube ich bei Männern auch von der Art und Weise der Beratung glaube ich schon ein bisschen anders abläuft, weil Männer wollen ja, glaube ich nicht dieses Gefühl haben, so ich. Ich gebe dir jetzt das Gefühl mit, so, du hast keinen Durchblick und weißt nicht wie es funktioniert so, sondern was ich mal mitbekomme, weil ich früher auch bei der Allianz so war.
Die Beratung an sich war halt keine Beratung, es war ein reines Verkaufen, so darum sehe ich das auch manchmal schwierig, das als Beratung zu bezeichnen, während Frauen, glaube ich, da muss nicht ganz so krass viel verkauft werden, weil die grundsätzlich erstmal genau. Gewillt sind, sich eher helfen zu lassen und das auch akzeptieren.
Dass es so ist. Aber manchmal habe ich von außen das Gefühl, dass die dann indirekt trotzdem irgendwie dafür ja einen anderen Preis zahlen müssen. Weißt du, wie ich meine? Ja, so dieses Pink Tax, dass man einfach dafür bezahlt. Zum Beispiel für die rosa Rasierer zahlt man mehr als für die anderen Rasierer.
Ja, genau so was. Genau das Gleiche ist ja voll. Ich verstehe den Gedanken und ich sehe so was auch kritisch. Also ich glaube man sollte da nicht einen Profit oder halt irgendwie eine Nische für sich sehen, die besonders viel Geld bringt oder so, das ist immer schwierig, ich glaube in jedem Lebensbereich lässt sich auch viel übertragen auf anderes.
Ja, aber ich glaube trotzdem, dass Frauen ja, wenn man so ein bisschen vergleicht. Also ich habe jetzt nicht die ganzen Jahreszahlen im Kopf, aber zum Beispiel durften Frauen ja nur mit Zustimmung des Mannes noch vor, ich glaube um die 1950. Nee, das war 1900 in den 70er Jahren durften die auch, glaube ich, erst ihren Job frei wählen und so. Genau, und das ist noch gar nicht so lange her, wenn man so drüber nachdenkt.
Und ich glaube, das ist halt so ein bisschen auch. Kulturell verankert und wird einem so ein bisschen mitgegeben, dass man als Frau das Thema vielleicht nicht so gut kann. Das heißt, es mangelt manchmal auch an Selbstbewusstsein, was ich total schade finde, weil die Zahlen zeigen ja eigentlich was anderes, wenn Frauen investieren, sind sie die besseren Investorinnen, ich glaube, es geht mehr um so Ansprachethemen, so wie du es gesagt hast, also dass es gar nicht um ein Angebot geht, weil das Angebot ist genau das gleiche, die ET fs sind keine verschiedenen und auch die Onlinekurse sollten nicht mehr kosten als im Durchschnitt. Der Onlinekurs irgendwie dafür kostet und wenn ich das mein lernen, meine Lernmethode ist so
ein Onlinekurs, dann ist es auch fair, wenn meine Lernmethode ist ein Buch, dann ist es auch fair, wenn ich jemanden irgendwie brauche, mit dem ich One on one reden kann, auch das ist fair und die Preise sollten aber natürlich nicht exorbitant höher sein als jetzt bei einer Frau als bei einem Mann oder so, das ist glaube ich nicht gut und auch schon mal da sollten die Alarmglocken glaube ich auch leuchten, wenn man da so ein bisschen vergleicht miteinander. Ja, aber ich glaube, das ist schon ein Grundthema, dass es da Frauen eher an Selbstbewusstsein auch mangelt und dass man vielleicht, wenn man solche Angebote nutzt, die von anderen Frauen sind, das Halt noch mal anders adressiert wird und man so auch eine Atmosphäre hat, in
der man sich selber wohlfühlt und nicht direkt. Ja zu macht, weil man so denkt. Ohje, ich Check gerade gar nicht über was der redet oder so oder was er von mir will. Ich, ich habe doch gar keine Ahnung und traue mich jetzt nicht diese Frage zu stellen oder so, sondern dass es halt die Atmosphäre einfach ein bisschen anders ist und die Ansprache ein bisschen anders, aber prinzipiell bin ich auch bei dir, also wenn man das mit einem Buch lösen kann voll, also dann auf jeden Fall, egal von wem das Buch ist.
Dass ich allerdings auch sehe, was auch ganz interessant ist, vielleicht um da anzuknüpfen, auch noch mal. Wir haben ja auch unseren Account vielmehr in sich Nanzen auf Instagram, und wir haben sehr viele Views, auch von nicht Followern regelmäßig auf alle möglichen Beiträge. Und ich weiß zum Beispiel, dass Männer uns dir nicht folgen, weil. Weil man Finanzrat von Frauen nicht annimmt oder weniger annimmt, weil man das auch wieder evolutionär anders einstuft, glaube ich in seinem Kopf, weil man so denkt, eine Frau kann doch keine Finanzexpertin sein und dann auch tendenziell nicht, folgt dieser Person. Das sieht man auch, dass zum Beispiel männliche Finanz Accounts in der Regel viel mehr
followerschaft haben, weil sowohl Frauen als auch Männer den Folgen, weil sowohl Frauen als auch Männer nehmen einen Mann als Finanzexperte eher an. Und dann diese weiblichen Accounts eher auch von Frauen gefolgt werden, weil Männer sich so denken. Hm nee, also von der Frau brauche ich mir nicht finanzratschläge annehmen.
Wobei ich da ja auch ganz andere Beobachtungen gerade im deutschsprachigen Grau mache. Ich glaube so die Größte im deutschsprachigen Grau würde ich sagen, ist ja Diana zu Löwen, auch wenn man jetzt sich da streiten kann, ob dieser im Finanzbereich so gut aufgestellt ist. Aber zum Beispiel. Eine Lisa von Aktien Gramm ist ja auch relativ groß und da weiß ich der Folgen auch zum Beispiel super viele Männer und die Vertrauen darauf, was sie sagt.
Also ja, ich kann genau nachvollziehen was du meinst und das wird es auch geben, aber ich glaube so extrem dargestellt ist es immer gar nicht. Ja, also es war einfach nur quasi eine Beobachtung von mir und es gibt dafür jetzt keine irgendwie Erklärungen oder so. Ich glaube trotzdem, dass in den Köpfen das manchmal so verankert ist, weil du ja das.
Glaube ich auch. Gesagt hast, warum Frauen dann lieber auch andere Frauen irgendwie als Sparringspartner sozusagen haben, kommt, rührt vielleicht auch so ein bisschen daher, dass man sich dann nicht traut, eine Frage zu stellen, weil man denkt, der ist eh der Obopro und bei einer Frau man eher denkt, ah ja, die wird mit mir vielleicht doch auf Augenhöhe sprechen oder so. Ja, jetzt hast du ja eben schon von deinem Social Media Account gesprochen und von außen betrachtet scheint der ja auch relativ viel in deinem Leben verändert zu haben. So, wenn ich das richtig gelesen habe, du hast ja eigentlich mal bei KPMG gestartet und dann hat sich das ja irgendwie alles nach und nach aufgebaut.
Wie schnell hat das alles eigentlich funktioniert und ab wann war klar okay ich brauche hier irgendwie nicht mehr das, was ich eigentlich ursprünglich geplant hatte, ein Studium zu machen und dann in eine Anstellung zu gehen zu machen, sondern ich mache jetzt mein eigenes Ding und. Ja, ja, ich hatte ja mal nach meinem Studium bei KPMG gestartet und den Finanzblog habe ich.
Ich habe mit einem Finanzblog gestartet, tatsächlich 2015 anfang 2018 auch schon wieder länger her, 7 Jahre. Und das habe ich dann gemacht und 2019 habe ich den ersten Platz bei den comdirect finanzblogorts gewonnen und dann hatte ich auch eben Instagram so hinzugenommen und ich habe das alles nebenberuflich gemacht. Also es war einfach ein Hobby von mir, da habe ich ganz normal in der Beratung irgendwie 50 Stunden die Woche gearbeitet und war viel auch unterwegs.
Und dann kam Corona, 2020 und es haben sich viel, viel mehr Leute irgendwie für dieses Thema interessiert, weil vorher war es eher ein bisschen nischiger und so sind viele Finanzaccounts und irgendwie auch meiner so ein bisschen gewachsen und es kamen immer mehr Anfragen zu verschiedensten Themen und ich hatte quasi auch schon vorher die Ausbildung gemacht, noch mal zu finanzfachfrau und Versicherungsfachfrau, das habe ich einfach nebenher gemacht, weil mein Studium hat eigentlich die Grundlagen schon hergegeben, aber ich hatte jetzt nicht die.
Dieses Zertifikat sage ich mal von dieser Ausbildung und habe die Inhalte auch immer so ein bisschen verarbeitet. Auf dem Blog, auf Instagram und 2021 oder 2020 war dann so das erste Mal das Jahr, wo ich fast so viel mit irgendwie Affiliate Werbeeinnahmen einzelnen Coachings verdient hatte wie in meinem Beraterjob und dann habe ich gedacht, hey, vielleicht kann man doch irgendwie was daraus machen und habe dieses Momentum genutzt und gedacht, ich habe nicht so Fixkosten ich.
Ich bin noch jung, ich habe keine Verantwortung, auch gegenüber Kindern oder so, weil ich keine Kinder habe und habe dann 2021 quasi damit gestartet und so ist das ganze gewachsen und genau 2025 jetzt auch ein größeres Team. Wir sind zu sechst und bieten eben zum einen die Beratung, aber eben auch den Onlinekurs zweimal im Jahr an.
Genau. Also klingt es so, als ob du mit dem Schritt sehr, sehr happy bist, dass du dich da getraut hast, den auch zu gehen. Ja, voll. Also es ist mein Traumjob, ich mache das super gerne jeden Tag und mir macht insbesondere halt das Thema Content Spaß, deshalb habe ich ja auch das Buch geschrieben, also ich schreibe sehr gerne ich. Mach gerne Videos und erklär Dinge einfach gerne und hab da so glaub ich meine eigene Art und Weise die Dinge auch mit ein bisschen Leichtigkeit anzupacken, die irgendwie schwer wirken, aber wo man einfach ja so an die Dinge rangeht, das macht mir Spaß und es macht mir auch richtig Spaß, anderen dabei zu helfen, weil ich einfach weiß, was für ein tolles Gefühl das ist, wenn man insbesondere
als Frau irgendwie weiß, ich bin finanziell unabhängig und kann auch finanziell unabhängig sein von. Jedem und allem, was so drumherum ist. Und das ist ein richtig tolles Gefühl. Das heißt gar nicht, dass ich jetzt irgendwie ausgesorgt habe bis an mein Lebensende, sondern sich allein mit dieser Thematik zu befassen, was zu tun gibt, einem ja ein ganz anderes Selbstbewusstsein, mit dem man durchs Leben geht, und das finde ich einfach immer total schön zu sehen, zu beobachten, egal ob es jetzt die Absicherung ist oder ob es die Investitionsthemen sind, beides einfach cool. Ja, deshalb mache ich das total gerne. Alles klar?
Bevor wir zum Ende kommen, habe ich immer noch so ein paar Abschlussfragen an meine Gäste und die erste Frage lautet, Was sind denn so 3 Bücher, die man deiner Meinung nachgelesen haben muss? Das kann jetzt auch völlig unabhängig vom Thema Versicherung und Finanzen sein. Also ich finde, ich fand dieses Buch von Stefanie Stahl sehr gut. Stefanie Stahl heißt, ich glaube das Kind in Dir muss Heimat finden, dass man sich so ein bisschen mit sich, seiner Kindheit und seiner Vergangenheit auseinandersetzt und dann irgendwie.
Besser nach vorne gucken zu können oder sich selber zu verstehen, das fand ich sehr, sehr gut. Kann ich jedem ans Herz legen und dann natürlich finanzbücher eh. Also mein Buch Money Condo ist zum Beispiel ein ganz toller Einstieg oder auch von Finanzplus das einzige Buch, das Du über Finanzen gelesen haben solltest. Es sind 2 glaube ich ganz tolle Einstiegsbücher in dieses Thema und natürlich dann versicherungsthema haben wir heute darüber gesprochen und das dritte Buch heute. Das ist schwierig zu sagen.
Ich habe eigentlich so 2, an die ich gerade denke, also es sind jetzt keine Finanzbücher, sondern ein Roman, den ich nach Corona gelesen habe, den ich auch ganz spannend fande, und zwar von Juli C über Menschen, das fand ich sehr gut, einfach um ja verschiedene Perspektiven auch mal zu durchleuchten und vielleicht so die. Die politische Lage, diese Gespaltenheit ein bisschen besser zu verstehen.
Vom Menschsein her, fand ich ganz cool. Ja, also das würde ich sagen, das sind so die 3 Bücher. Sehr schön. Wir alle haben ja im Leben Fehler begangen oder auch vielleicht mal so Rückschläge erlitten, die wir damals nicht so schön fanden, wo wir aber heutzutage drauf zurückblicken und sagen, eigentlich ist es ganz gut, dass es mir passiert ist.
Gab es da so was bei dir? Oh ja, viel glaube ich, ganz viele Dinge. Ich glaube also einmal, ich wollte unbedingt gerne, also das ist immer noch so in meinem Kopf, mit 17 habe ich mich beworben, bei ganz vielen Banken, weil ich unbedingt Bankwesen studieren wollte an der Dualen Hochschule, weil ich komme jetzt aus einer Familie, die nicht so viel Geld hat, und hat halt immer überlegt, wie finanziere ich so ein Studium, und dann war so die perfekte Lösung für mich. Duales Studium und Bank, das macht mir nämlich Spaß. Es ist irgendwie, ich war schon immer ein Zahlenmensch, das möchte ich machen und ich hatte ganz viele Bewerbungsgespräche und bin auch da bis zum Schluss irgendwie immer dabei gewesen und von 2 großen Banken habe ich
das Feedback bekommen, dass ich nicht geeignet dafür bin, hier zu arbeiten und dass ich mich wahrscheinlich nicht wohlfühlen würde, weil ich keine klassische Vertrieblerin bin. Und das ist mir so im Gedächtnis hängen geblieben. Und ich finde es aber trotzdem, wenn ich so zurückblickend schaue, bin ich froh, dass das nicht geklappt hat, weil ich dann andere Wege für mich gefunden habe, wie ich trotzdem das studiere, was mir Spaß macht oder was mich interessiert, wie ich mich selber finanzieren kann und auch da eigentlich alles so gelernt habe, so wie Haushaltig, richtig alles was dann so ein bisschen auch in den Block eingeflossen ist.
Und jetzt bin ich trotzdem in der Branche gelandet über Umwege und bin halt vielleicht nicht diese klassische Vertrieblerin, aber. Aber ich glaube, das ist genau das, was jetzt an der Zeit ist für die Branche, ja. Was ist denn das Wertvollste, was du für dich persönlich zuletzt gelernt hast? Ja, ich glaube, da gibt es auch viele Sachen. Aber ich glaube so, dass einfach die Zeit auf dieser Welt vergänglich ist.
Also. Dass man ja auch nicht die ganze Zeit sein Geld sparen sollte, sondern eine gute Mischung findet, aus dem Ich lebe im hier und jetzt und eben kümmere mich um Dinge, auch für die Zukunft. Aber ich bin auch quasi hier, also ich fokussiere mich nicht nur auf die Zukunft, sondern bin auch hier und genieße das, was hier passiert, weil es halt auch sehr schnell vorbei sein kann oder auch das Leben, wie man es heute kennt, wenn dann zum Beispiel.
Eine Person nicht mehr da ist, die man im engeren Kreis hatte bei sich, dann verändert sich auch ja dann alles mögliche im Alltag, sag ich mal. Abgesehen davon, dass du jetzt ein Buch über Versicherung geschrieben hast, was ist denn das, was du zuletzt zum allerersten Mal in dem Leben getan hast? Lass ich auch mal überlegen.
Was habe ich zuletzt zum allerersten Mal getan und. Ich habe ein Interview gegeben im albanischen Fernsehen, auf Albanisch. Das war tatsächlich das allererste Mal für mich. Ich kann zwar albanisch, aber es ist natürlich immer so ein bisschen eingerostet, wenn man so lange nicht spricht und in einem ganz anderen Land aufwächst. Es war eine riesige Challenge, aber es war cool. Es ist wirklich mal was Spannendes, das ist sehr cool dann.
Komme ich mal zu der letzten Frage und die da lautet, was war denn die beste Investition für unter 100€ für dich zuletzt persönlich? Dieses wie heißt denn dieses Baden? Württemberg Ticket, das gibt es glaube ich für ich glaube es kostet 30€ oder so. Das war zuletzt die beste Investition für mich, weil ich eine sehr enge Freundin besucht habe von mir und wir damit einfach den ganzen Tag rumfahren konnten und uns in Baden Württemberg quasi erkundet haben und Umgebung ja das würde ich sagen. Alles klar?
Dann hava, vielen lieben Dank für deine Zeit für alle, die sich jetzt mehr mit dem Thema Versicherung auseinandersetzen wollen, können gerne dein Buch Better safe than sorry lesen und ansonsten, wenn die Leute dir folgen wollen, auf Social Media oder dich kontaktieren wollen, wie und wo könnt ihr dich denn am besten finden? Also gerne auf Instagram.
Femens unterstrich Finanzen oder auch in unseren eigenen Podcast mal reinhören. Der heißt auch Femens findet man uns, da gibt es ganz viel jede Woche zum Thema Finanzen, Versicherungen, verschiedenste Inhalte. Alles klar. Hava, vielen lieben Dank für deine Zeit und alles Gute für dich. Vielen dank, Tobi.