
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Schreib uns einfach xD (buzzsprout.com/2625117/fan_mail/new)
BasalGANGlien
- Wir bewegen uns weiter im Feld der Neurologie. Das ist witzig, weil es in dieser Folge um Motorik und die Initiierung von Bewegungen geht. Wir laufen den gesamten Pfad von Großhirnrinde bis zum kleinen Zeh mit euch ab, damit euer Weg zur Neuro-Prüfung geebnet ist. Viel Spaß mit der Basic Gang und vielen weiteren spannenden Gästen.
Hört rein!
Euer Favian, Duy und Leo
Anzeige:
Hier der Link zu Meditricks: meditricks.de
Rabattcode: SitusInversus15
Instagram: instagram.com/der_vorklinikpodcast/ (instagram.com/der_vorklinikpodcast)
Website: Situs Inversus (dervorklinikpodcast.de) (dervorklinikpodcast.de)
() - Motorischer Kortex
() - Basalganglien
() - Kleinhirn
() - Central Pattern Generator
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewähr. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einschlägiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Support the show (buzzsprout.com/2625117/support)
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hängt also da an dieser Substanz der Nikra und dem Globus Pallisus, an dem Hals quasi so dran und ist so die ganze Zeit am Zudrücken und nichts anderes, bevor ihm einer sagt so, jetzt lass einfach mal los. Also die quasi, also ist denn das eine Mafia-Gang? Ja, kann man so sagen. Der kriegt einfach Hitzewallon.
Das ist auch die letzte Folge von unserem Normalrepertoire. Herzlich willkommen. Also normalerweise kriegt man ja in diesem Raum auch so Hitzewallungen, aber mittlerweile ist es draußen so kalt, dass es.
Ja, und damit hallo und herzlich willkommen zu Situs Inversus, der Vorkling-Podcast, zur letzten, vorletzten Neuroproduktionsfolge, weil wir haben jetzt die Neurofolge, muss man dazu sagen, Schande auf unser Haupt nicht in der Reihenfolge aufgenommen, in der ihr sie hört. Also wir sind ja heute bei Neuro 3, aber wir haben die anderen schon vorproduziert.
Sprich, wir sind fast am Ende dieser Physiobiochemie-Staffel. Das ist wirklich verrückt, ne? Wahnsinn. Und erstmal, hallo, herzlich willkommen hier im Studio, Fabian und Jü. Grüß euch. Hallo. Und wir haben heute eine Folge vorbereitet unter dem Motto Hashtag Citus wird breit. Weil wir haben uns überlegt, so passend zur Folge können wir ja mal irgendwie so können wir ja mal so eine so eine Sportchallenge starten oder so.
Ja, Muskelmänner. Genau. Und weil am Ende des Tages laufen wir ziemlich viel. Wir sind doch hier ins Studio reingelaufen und machen auch sonst irgendwie viel den ganzen Tag lang. Schreiben und kochen Kaffee und irgendwas Schmückes. Und man denkt nicht so wirklich viel drüber nach. Schon nett, weil wenn ich mir jetzt vorstellen würde, ich müsste mir bei jedem Schritt aufs Töpfchen überlegen, wie das nochmal funktioniert, dann wäre das, glaube ich, ziemlich anstrengend.
Und dafür verantwortlich sind sogenannte Central Pattern Generators. Und um die wird es später noch gehen. Außerdem in dieser Folge, wie funktioniert Bewegung? Welchen Patienten hilft eine sogenannte Deep Brain Stimulation? Und wieso können wir eigentlich sprechen? Also, ich meine, das ist schon das Letzte ist schon am wichtigsten gerade so für uns gerade hier.
So, Podcast ohne Sprechen ist schwierig. Wäre gut, da wäre. Ja, und deswegen, Freunde der Sonne, lehnt euch zurück. Nummer 3 Motorik. Viel Spaß bei den nächsten 45 Minuten. Fabian und Jüsse sollende Stimme in Eunjörchen.
Dam, dam, dam, dum, dum, dumm. Dim, dem, dem, dem, dem, dem. Also, gehen wir mal ganz locker rein. Und zwar starten wir heute aus der anderen Richtung. Wir haben ja bisher viele auch über Sensoren geredet und alles, was so aus der Peripherie hoch ins Gehirn kommt. Und heute starten wir im Gehirn. Und zwar im Kortex.
Denn dort entsteht so eine Bewegung letzten Endes. Eigentlich entscheidet der motorische Kortex zunächst mal, will ich eine Bewegung ausführen oder nicht. Grob kann man dabei, so in der Entstehung von einer Bewegung, zwei Schritte unterteilen. Die erste Station ist das Großhirn, unser großer, erst am Ende der Evolution entwickelter Teil des Gehirns, der sehr komplexe Sachen machen kann.
Und dieses Großhirn entscheidet sich mit Hilfe von sensorischem Input aus dem ganzen Körper dann für einen Bewegungsentwurf. Also wir planen erstmal, was haben wir denn überhaupt vor. So, und in Station 2 dann, da haben wir dann unsere Basalganglien und unser Kleinhirn, unser Cerebellum, und die modellieren jetzt sozusagen diesen Bewegungsentwurf und stellen auch sicher, dass dieses Bewegungsprogramm letzten Endes an die Muskeln in der Peripherie kommt und dass es dort richtig ankommt.
Also die Basalganglien und das Cerebellum stellen das jeweils passende Bewegungsprogramm bereit, was dann über den Thalamus wieder zurück in den Motorkortex gelangt und von dem aus werden dann die Impulse in das Rückenmark gesendet, wo sie dann in die Peripherie zu unseren Effektoren, nämlich unseren Muskeln, weitergeleitet werden.
Ganz kurze Werbung.
Im letzten Semester habe ich ähnlich gemacht, was ich mir schon sehr lange vorgenommen hatte. Ich habe mich bei der Klausurvorbereitung nicht mehr müde von Text zu Text gekämpft, um hier irgendwie die Fakten reinzuhämmern, sondern ich habe mit den intuitiven und einprägsamen Merkbildern von Meditricks gelernt.
Merkhilfen wie zum Beispiel der campende Bäcker für den Campylobacter haben mir nicht nur einen Schmunzel auf die Lippen gezaubert, mit solchen kreativen Bildern kann man sich gerade die ganzen vorklinischen Fakten einfach viel besser merken. Probiert es aus. Ihr werdet Spaß haben und viel seltener alles von vorne lernen müssen.
Wenn ihr Lust bekommen habt, Meditrix mal auszuprobieren, dann klickt euch jetzt mit dem exklusiven Code SIDUSINVES15. 15% Rabatt auf euer nächstes Meditricks-Abo. Sidus Inversus 15. Jetzt sichern. Das war's schon.
Gut, wir wollen uns jetzt also Schritt für Schritt so einen Handlungsablauf anschauen. Und bevor wir diese eigentliche Handlung ja durchführen, muss diese erstmal geplant werden. Das nennt man die intentionale Phase. Als Beispielshandlung haben wir jetzt gedacht, okay, wir haben einen Kuli vor uns auf dem Tisch liegen, den wollen wir aufheben.
Hat so ein bisschen was von Behörde, ne?
Wir wollen Gebäude bauen. Wir müssen erstmal vier Jahre planen. Erstmal Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt greifen mit diesem Stift. Aber erstmal Antrag stellen. Erstmal Antrag stellen. Mit diesen Stift überhaupt greifen.
Er ist genehmigt. Aber dieser Antrag wird jetzt gestellt im präfrontalen Kortex. Der präfrontale Kortex ist zuständig für Entscheidungsfindung und Handlungsplanung. Also er sagt einem sozusagen, okay, ich will nach diesem Stift greifen. Aber mehr auch nicht. Denn das, was jetzt kommt, ist auch ganz wichtig.
Der Parietallappen, der ist zuständig für die Verarbeitung und Integration von den sensorischen Informationen. Also das, was wir in der letzten Neurofolge kennengelernt hatten. Also was sehe ich, was fühle ich. Das alles wird zu einem Gesamteindruck integriert und der sagt einem dann, okay, ich sehe diesen Stift vor mir auf dem Tisch.
Und daran sieht man auch, dass so eine Handlung ein bisschen komplexer ist als einfach nur, ja, ich will jetzt diesen Stift da aufgreifen. Sondern wir sehen hier ein Beispiel dafür, wie solche zwei Kortices, nämlich der präfrontale Kortex und der Parietallappen, an der Stelle zusammenarbeiten, um so eine Handlung zu programmieren.
Weil wir einerseits eben quasi den Wunsch haben und die Entscheidung getroffen haben, ich will den Stift aufheben und auf der anderen Seite integrieren wir sensorische Informationen dazu. Und diese Informationen spielen zusammen für die Entscheidung, welche Muskeln müssen wir denn jetzt aktivieren, damit diese gewünschte Handlung am Ende auch ausgeführt werden kann.
Genau, die intentionale Phase haben wir jetzt abgefrühstückt. Jetzt kommt so das Handfeste, dieses Programmieren der Handlung. Da kommen wir jetzt endlich zum Großchen an, das sogenannte Telencephalon. Merke ich.
So ein Skripteinwurf jetzt, aber das merke ich mir halt immer so, dass das Telencephalon hat ja was von so einem Telemast vielleicht und der ist halt auch groß und weit oben und sehr weit sozusagen an der Schädeldecke oben dran. Ja, und ist nicht so tief drin.
Die 5G-bösen Funkmasken.
Ja, die treffen die noch den Telencephalon von oben. Das wussten die damals schon. Ganz genau, ja.
Ja, wenn ihr jetzt aber mit 5G und Fredebast nicht so viel anfangen könnt, da könnte ich auch ganz gerne auf unsere ZNS-Special Makroanatomie-Folge verweisen.
Ich denke, das war toll.
Mit der kleinen neue Maus. Das war schön.
Da wird das auch nochmal, ja, nicht mit 5G. Ja. Aber mit 5 Bläschen gemacht. Ja, DR. Wow, ich bin gerade wirklich stolz auf mich. Entschuldigung.
Okay.
Aber als kleiner Recap nochmal für alle. Das Großhirn besteht aus verschiedenen Großhirnlappen. Da haben wir einmal die Insular, also den Insellappen, Frontal-, Parietal, Temporal- und Okzipitallappen. In der Motorik ist jetzt vor allem der Frontallappen wichtig. Dort befinden sich nämlich ganz wichtige Bereiche, die wir für Bewegungen aller Art brauchen.
Da haben wir zuerst einmal den motorischen Kortex. Der befindet sich am Gyrus präzentralis vor dem Sulchus zentralis. Also wir erinnern uns wieder, der Sulkus, das sind diese Furchen und die Gyri, das sind diese Würste. Wie beschreibt man das am besten?
Geil? Ah ja. So ein Würmsche, gell? Ich glaube, es ist ein Wulch, um genau zu sein.
Ein Wulz. Ah, der Wulf. Kein Wurst, aber fast. Und der motorische Kortex ist eben dieser Wulz, der sich vor der großen Furche, wenn man sich das Hirn jetzt so von der Seite anschaut, da ist in der Mitte eine ziemlich eindrückliche große Furche. Der motorische Kortex ist genau dieser Wulz davor. Wenn man das jetzt nach Brodmann, das kennen wir auch aus der Anatomie betitelt, dann ist der motorische Kortex das Areal 4.
Dann gibt es noch neben dem motorischen Kortex noch den prämotorischen und supplementärmotorischen Kortex. Nach Brotmann ist das jetzt Areal 6 und befindet sich von der Lokalisation her direkt vor dem Gyrus präzentralis.
Wichtig für die Bewegungsinitiierung ist jetzt der primärmotorische Kortex. Das ist also das Areal 1 nach dieser somatotopischen Ordnung des Gehirns, dieser Landkarte sozusagen, ist das Areal halt mit M1 benannt. Und der ist zuständig für die Signale, die dann am Ende an die Muskeln weitergeleitet werden.
Das heißt, die Neurone unseres M1-primärmotorischen Kortex generieren jetzt elektrische Signale, die für eine bestimmte Muskelkontraktion kodieren. Das heißt, die geben schon quasi so das initiale Signal, hey, welche Richtung soll das Ganze grob haben, welche Kraft wollen wir so generieren und Geschwindigkeit und so weiter, alle diese Aspekte von einer Bewegung werden da letzten Endes schon in die Bahnen geleitet, im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn diese Signale werden über die motorischen Bahnen dann in den Körper geleitet. Und diese motorischen Bahnen liegen im Rückenmark. Also primär motorischer Kortex ist quasi die zentrale Schaltstelle und dann wird das Ganze über motorische Bahnen und das Rückenmark weitergeleitet. So, und diese Bahnen kann man einteilen in zwei Kategorien.
Einmal die Pyramidenbahnen und die extrapyramidalen Bahnen. Das macht ja irgendwie Sinn, okay, wenn es irgendwas mit Pyramiden gibt, dann muss noch was extra außer Pyramidales sein. Krank gewordet. Wenn man wirklich stolz auf. Nee, aber da kann man nochmal stolz auch ein bisschen sein auf die Neuroanatomen ihrer Zeit, dass sie da mal gedacht haben, komm, lass mal, lass mal an der Stelle ein bisschen reduzieren.
Wenn es gar nicht ist, dann muss es B sein.
Ach so. Als hätten sie, ja. Also fangen wir mal an mit der Pyramidenbahn und die besteht aus verschiedenen Traktus. Der wichtigste davon, um uns an der Stelle ein bisschen zu raffen sozusagen und euch nicht komplett hier irgendwie, weiß ich nicht, mit uns in den Abgrund der Neuroanatomie zu reißen, wäre hier zu nennen der Tractus cortico spinalis lateralis.
Krank. Okay. Und der ist eben zuständig für die Motorik der Extremitäten, also sozusagen die wichtigste Motorik, die wir haben, und um in unserem Leben irgendwie klarzukommen und Handlungen auszuführen. So, diese Fasern des Traktus entspringen in dem Cortex und dann kreuzen sie auch gleich in der Decusatio Pyramidum.
Pyramidum. Auf jeden Fall kreuzt der Traktus, beziehungsweise die Fasern des Traktus, Corticospinalis lateralis, auf Höhe der Medulla oblongata in unserem Hirn. Auf die Gegenseite. So, und dann werden diese Fasern erreichen dann unsere Motoneuren und die werden da quasi umgeschaltet und dann im Rückenmark in die Peripherie geleitet.
Und diese Motoneuren liegen jetzt im Vorderhorn des Rückenmark. Das heißt, an der Stelle merkt euch, der Tractus corticospinalis lateralis verschaltet auf die Motoneurone im Vorderhorn des Rückenmarks. So, und was sind jetzt diese Motoneuren eigentlich genau? Das sind spezialisierte Nervenzellen, die das elektrische Signal aus dem zentralen Nervensystem direkt bis in die Muskeln weiterleiten.
Das heißt also von unserem Rückenmark bis hin zu den Effektormuskeln. So, und jetzt haben wir ja noch das extrapyramidale System, die extrapyramidalen Bahnen. Und die sind vor allem wichtig für unbewusste und eher grobe Bewegungen des Rumpfes und der stammnahen Extremitäten. Also so ein bisschen so, sagen wir mal, für die nicht ganz feinen, nicht so ganz intentionalen, hochkomplexen Bewegungen, die dann der Mensch den ganzen Tag machen muss.
Kann man nicht so ganz klar trennen. Also die extra pyramidalen Bahnen spielen auch eine Rolle bei bewussten Bewegungen, aber so von der Einordnung eher so dem unbewussten Sphäre sozusagen zuzuordnen. Und diese Bahnen entspringen eben nicht aus dem Kortex, sondern aus dem Hirnstamm. Und deswegen auch der Name des Traktus hat sein, ist quasi der Ursprung dieser Fasern, wird da direkt mit reingenommen.
Der heißt nämlich Tractus rubrospinalis und entspringt also im Nucleus rubar als Teil des Hirnstammes. Und das ist wirklich auch da wieder, finde ich, sehr sinnvoll, ja, weil wenn diese Bahnen eher so ein bisschen grob unbewusste Bewegung vermitteln, dann werden sie natürlich auch nicht im präfrontalen Kortex ihren Ursprung nehmen, sondern eher im evolutionär älteren Teil des Gehirns, nämlich dem Hirnstamm.
Wahnsinn. Das heißt, das sind die Bahnen, die ich brauche für Situs wird breit. Um wieder ein Niveau anzupassen. Du brauchst jede Bahn. Einfach alle Waren nimmt. Okay, das heißt, wenn ich alle Waren mache, werde ich breit. Dann kriege ich eine starke Basis. Weil die Basis klingt so wie Basal und darum geht es jetzt.
Jungs. Und dann bist du total der Gang.
The Basal Ganglion. So ist es. Oh, weiter.
Basal Ganglion, sagen wir. Ja, die Basal Ganglion, okay, geil. Ich glaube, das ist der Vogentitel. Die Basal Ganglion, muss ich mir gleich aufschreiben. Also, das heißt, wir verlassen jetzt quasi unseren Supercomputer, weil viel denken ist gut, aber wie wir schon früher gelernt haben, Großhirn kann viel, aber ist langsam.
Und jetzt wollen wir mal ein bisschen anziehen. Jetzt gehen in ja etwas phylogenetisch jüngere, nee, ältere, so, ältere Teile, verlassen das Großhirn und gehen jetzt zu unserer Basisgang, der Basalganglion. Geh eine Stufe runter, geh auf die Basis, Junge. Tschüss. Vitus Rep Incoming.
Wow! Es fließt schon wieder über vor. Vor Testosteron.
Basalganglien sind zwar auch behemmend, aber wir sind gerade endhemmt, weil das machen die auch. Babam.
Micdrop hängt fest am Ständer. Ich will ja nur sagen, dass ich gerade dieses Mikro hier in der Hand halte. Das heißt, für die letzte Folge sollte ich dann den Mikedrop planen.
Babian ist Enthemmt, wir sind Gehemmd, beides Dinge, die dir Basalganglien tun können. Viel Spaß.
Diese Basalganglien oder die Basalganglien sind ganz wichtig für Hemmung und Enthemmung der Bewegung. Wir haben jetzt sozusagen im Großhirn gesagt, okay, ich will diese Bewegung ABC machen und die Basalganglien sind dafür zuständig, um dieses Programm, das wir gerade geschrieben haben, abzusegnen. Also die fragen sozusagen, welche Bewegungen werden angefangen, welche Bewegungen werden unterdrückt und welche angefangenen Bewegungen werden auch wirklich fortgesetzt.
Die Basalganglien bestehen an sich aus dem Striatum, das kann ich dann nochmal unterteilen, in den Nucleus caudatus und in das Putamen. Neben dem Striatum gibt es bei den Basalganglien dann nochmal das Pallidum oder auch Globus pallidus genannt, die Substanzia nicra und den Nucleus subtalamicus. Und das Wichtige hierbei ist jetzt bei den Basalganglien, dass die Hemmung und die Enthemmung der Bewegung nicht direkt funktioniert, indem die Basalganglien irgendwie mit dem Rückenmark verschaltet sind und dann geben die Ganglien dem Rückenmarkt direkt die Signale, sondern nein, das passiert indirekt, indem sie über den Thalamus eine Rückmeldung, also eine Art Feedback an die Großhirnrinde geben.
Und im Thalamus spielen dann vor allem der Nucleus ventralis anterolateralis hier die Hauptrolle, wenn es um die Weiterleitung und sozusagen auch Hemmung oder Enthemmung von solchen motorischen Signalen geht. Da gibt es jetzt so ein paar relativ komplexe Schleifen, in denen quasi diese Main Player, also der Cortex und die Basalganglien und auch das Kleinhirn miteinander kommunizieren und diese ganzen Hirnareale miteinander verschaltet sind.
Aber wir wollen uns jetzt hier mal auf die Hauptschleife konzentrieren. Und die läuft ab, damit eine Bewegung so schön zustande kommt, wie sie am Ende rauskommt. Und da ist zunächst mal die erste Stelle der Kortex. Der sendet also ein erregendes Signal an das Striatum. Das Striatum ist jetzt der große Modulator und ihr könnt euch den so vorstellen wie so einen großen Hämmer sozusagen, ja.
Und zwar hemmt das Triatum die Substantia nigra und den Glus pallidus als Teil unserer Basalgangien. Und wenn jetzt der Cortex stimulierende Signale an das Striatum entsendet, dann werden unter dem Strich also die Substantia nigra und das oder der Globus Pallidus am Ende gehemmt, weil eben das Triatum nur eine hemmende Wirkung hat.
Das hängt also da an dieser Substantia Nigra und dem Globus Pallius, so an dem Hals quasi so dran und ist so die ganze Zeit am Zudrücken. Es kann nichts anderes, bevor ihm einer sagt, so, jetzt lass einfach mal los. Also sind die quasi, also ist das eine Mafia-Gang? Ja, kann man nicht. Ja, kann man so sagen.
Der Ballert. Der kann nichts anderes, hat nie was anderes gelernt, aus die ganze Zeit zu hemmen. Deswegen brauchen wir hier auch einen sozusagen speziellen Trigger, um ihn da wieder rauszuholen. Und zwar eine doppelte Inhibition. Die Parsinterna des Globus pallidus ist sozusagen die aggressivste Stelle von diesem hemmenden Instrument innerhalb des Globus Pallidus und die wiederum hemmt ständig den Thalamus.
So, und wenn wir jetzt die Paars interner hemmen, ja, dann fällt diese hemmende Wirkung auf den Thalamus weg und der Thalamus kann die Signale, die er empfangen hat, weitergeben an den Kortex zurück und der schießt dann sozusagen die Bewegung in den Körper und lässt sie da wirken. Das heißt, zusammenfassend kann man sagen, der Kortex sendet an das Striatum.
Das Striatum ist der große Hämmer, hemmt den Globus pallidus. Der Globus pallidus hemmt die ganze Zeit den Thalamus. Das heißt, wenn der Globus pallidus enthemmt wird, dann kann der Thalamus feuern. Der Thalamus sendet wiederum zurück an den Kortex und sagt dem jetzt quasi, hey, alles gut, passt soweit, du kannst diese Bewegung ausführen.
Und dann letzten Endes nach dieser Kontrollschleife kann der Cortex das Signal dann Richtung Downstream senden.
Wahnsinn. War's eine Schleife?
Wartenschleife.
Das war jetzt die Hauptschleife, die der Fabian gerade erläutert hat. Und die ist wichtig, um sozusagen Bewegungen zu erlauben. Und am besten verdeutlicht ihr euch das Ganze nochmal grafisch, da finde ich, kann man das besser irgendwie verstehen. Das ist ein ziemliches Hin- und Her. In der Hauptschleife haben wir gerade die Parse interne vom Palydon kennengelernt.
Aber wenn es logischerweise eine interne gibt, gibt es auch eine Parse externe. Und diese Pars externer wird vom Striatum gehemmt. Das Problem hierbei ist, nur oder was heißt das Problem, das Physiologische hierbei wäre, dass die Parse externe auch gleichzeitig den Nucleus subtalamicus hemmen würde. Wir haben also wieder eine doppelte Inhibition, die Hemmung entfällt dadurch.
Kann der Nucleus subtalamicus die Pars, Achtung, interne des Palydums aktivieren? Also es geht einmal sozusagen als Schleife Palydum subtalamicus zurück zum Palydum. Und dann haben wir wieder dieselbe Schleife, wie der Fabian gerade beschrieben hat. Der Thalamus wird von der Parsinterner gehemmt und beim gehemmten Talamus wird dann die Bewegung blockiert.
Ja, also ihr merkt, zwei Schleifen immer hin und her, am besten einfach mal grafisch darstellen.
Genau, und ich also ich würde mich auch am Ende immer daran orientieren, sozusagen, was macht der letzte Player und was will ich eigentlich, also was will ich eigentlich erreichen, ja. Und wenn der letzte Player einen inhibierenden Einfluss hat und ich will am Ende, dass eine Bewegung nicht zustande kommt, dann muss ich den letzten Endes aktivieren, sozusagen.
Ja, also selbst wenn man mal in der Prüfung blank sitzt, sollte man nicht paniken, sondern man kann auch einfach mit ein bisschen Grundwissen und ein bisschen versuchen, Logik es auch auskniffeln, wie die Schleifen sein müssen, dass sie funktionieren. Nichtsdestotrotz, Ju meinte es gerade, nehmt euch gerne mal ein Schaubild, schaut euch das an, malt es vielleicht mal selbst auf.
Das hilft, um es einmal übersehen zu haben, aber keine Angst, es steckt Logik dahinter. Also man muss es nicht zwingen, komplett blank auswendig lernen, sondern man kann sich auch ein bisschen was mit Logik erschließen. Jetzt haben wir im Cortex angefangen. Mazaragängig haben ein grünes Licht gegeben, die Motoneurone aktivieren den Muskel, der dieser kontrahiert.
Wir haben eine Bewegung und somit vielen Dank fürs Zuhören. Das war sie des Werbestellt für den Folking-Podcast. Stopp, stopp, stopp, stopp! Schön wäre es gewesen. Ich kann jetzt trotzdem schon mal sagen, Sterne auf Spotify und Folgen würde uns sehr helfen, genauso wie Insta-like. Aber das sage ich nachher nochmal.
Weil nämlich, das war's noch nicht. Schön wäre es gewesen. Aber es geht weiter. Jetzt wird es aber ein bisschen kleiner. Warum? Als ins Kleinhören geht. Ach so. Du Rebelle, Leod. Wahnsinn, gell? Ich bin ein C-Rebell. Weißt du, das ist so geil, ne? Leo, den musst du nur so das Futter hinnehmen.
Er nimmt's.
Es gibt keinen Witz, der schlecht genug ist für mich. Keinen. Okay, also es war es noch nicht. Wir gehen weiter. Vom Großhirn jetzt ins Kleinhirnhöhen.
Auch da wieder ganz logisch, oder?
Wenn es ein Großhirn geht.
Ja, ist auch ein Zobergescht.
Ja, das ist auch super wichtig. Das Kleinhirn auch Cerebellum genannt. Ist ein ganz wichtiger Regulator der Motorik. Weil ohne Kleinhirn würde dieses ganze Bewegungsspiel ganz unkoordiniert ablaufen. Das Cerebellum vergleicht sozusagen, was im Kortex geplant wurde, also das, was wir am Anfang der Folge besprochen hatten, mit dem, was tatsächlich von den Muskeln umgesetzt wird.
Und die Muskeln melden das natürlich ja auch an das ZNS zurück. Und diese Differenz wird vom Kleinhirn korrigiert.
Genau, und das Kleinhirn kann man jetzt einteilen in drei funktionale Einheiten, also was das so macht. Und alle von diesen Einheiten sind an genau diesem Koordinationsprozess beteiligt. Ihr könnt euch so vorstellen, hier das Kleinhirn ist dann am Ende nochmal so ein Korrektiv, was wichtig ist, um so eine schiefe Bewegung sozusagen wieder ins Lot zu holen.
Und die erste Einheit wäre da das Vestibulocerebellum. Vom Namen her auch sehr eindrücklich eigentlich, weil damit die Funktion auch schon verbunden ist. Und zwar die Zuständigkeit für das Gleichgewicht und die Körperhaltung. Und zwar erhält das Vestibulocerebellum die Signale aus dem Vestibularorgan, also dem Gleichgewichtsorgan in euren Ohren und sendet wiederum als Efferenzen an die Vestibularkerne im Hirnstamm.
Also auch da wieder Gleichgewicht, so eine ganz basale Funktion, macht ja Sinn, dass da hier die Vestibulariskerne dann auch wieder im Hirnstamm verortet sind. Und diese Kerne senden jetzt ihre Signale über die absteigenden Fasern durch den Tractus vestibulo spinalis lateralis bis zu den Motoneuronen des Lumbosakralmarks und von dort dann in die Peripherie der unteren Extremität zum Beispiel, damit wir halt unser Gleichgewicht halten können.
Und das ist zum Beispiel auch eine Funktion des Kleinhirns, wo Alkohol einen gewissen Einfluss hat. Weil man sich ja so diese Bilder manchmal, wenn man da so durch die Straßen läuft, nachts, da hat ja manch einer oder eine nicht mehr so ganz den geradesten gehandelt.
Ich hatte zwei Zitate einmal von meinem Opa. Der hat gesagt, wer schwankt, hat viel vom Weg.
Der braucht auch länger.
Mein Deutschlehrer hat immer gesagt, der hätte für die ganze Straße Steuer bezahlt, deswegen nutzt er sie auch.
Was hattest du für ein Deutschlehrer? Ja, schon versucht. Der komplett krass. Ja, oder ihr kennt doch auch bestimmt diesen Test, so diesen Finger-Nase-Versuch, wo man quasi PatientInnen bittet oder halt auch mal Kumpel oder Kumpeline, wenn man testen will, wie weit es denn schon alkoholisiert ist, dass man dann halt Augen zu und mit ausgestrecktem Arm den Zeigefinger zur Nasenspitze.
Das ist zum Beispiel auch eine Funktion, die ihr dann später in der Neuro lernen werdet bezüglich Kleinhirnfunktionen. Wenn das Kleinhirn geschädigt ist, dann geht es nicht mehr so ganz gescheit und man trifft die Nasenspitze nicht mehr. Deswegen jetzt auch weiter zur nächsten Funktion, und zwar dem Spinocerebellum.
Das ist vor allem wichtig für die richtige Haltung des Körpers, genauso wie des Muskeltonus und der Muskelspannung und der Koordination der Muskeln. Also spielt alles letztlich zusammen. Wie soll ich eigentlich meine tausend Gelenke und Muskeln aktivieren, damit die richtig stehen? Dieser Teil des Kleinhirns erhält propriozeptive Signale aus dem Rückenmark.
Also letzten Endes damit auch aus der Peripherie. Also wie Muskelspindeln, so wie stark angespannt sind gerade meine Muskelfasern, wie stehen meine Gelenke im Raum. Das können wir alles wahrnehmen, auch mit zu den Augen. Das ist die coole Funktion des Kleinhirns an dieser Stelle. Das heißt, Leo, du wirst nicht nur breit, du kannst es auch mit Augen zu.
Krank. So, und nachher dunkeln. Ich mache Jim auch im Dunkeln. Ich weiß, ob mein Bizeps gespannt ist oder nicht. Also, nach Verarbeitung dieser Afferenzen sende dann das Spinocerebellum die Signale an die Nuklei, Fastigiei und Interpositus, die das Ganze dann weiter ins Gehirn senden und letztlich zurücksenden, auch wieder als Feedback, hey, was muss ich jetzt machen?
Gesteuert über meinen Cortex, um meine Propriozeptionen oder sagen wir mal, um die Muskelspannung und Stellung der Gelenke im Raum wieder unter Kontrolle zu kriegen. Und zu guter Letzt noch das Pontozerebellum. Das ist vor allem wichtig für komplexe feinmotorische Bewegungen. Wenn ihr jetzt also hier euer Geigenstück gerade am Einüben seid, wie ihr das natürlich alle seid als brave VorklinikerInnen, dann werden da Afferenzen aus dem Kortex über die Pons geleitet und dann ab ins Kleinhirn.
Und dann haben wir die Efferenzen, die gehen wiederum über den Thalamus als Steuerungseinheit zurück an den Motorkortex. Hier eigentlich so in eine Nutshell nochmal zusammengefasst die Koordinierung einer komplexen intentionalen Bewegung. Aber da sei euch auch nochmal ins Hirn gerufen, dass das Pontocerebellum eine wichtige Rolle spielt.
Genau, und somit kann man sich vorstellen, so relevant diese ganzen und vielseitigen Funktionen des Cerebellums sind. Wenn das kaputt geht, dann ist es in der Klinik ziemlich eindrücklich, was eben durch einen Wegfall dieser koordinativen Fähigkeiten zu sehen ist. Es gibt eben Nystagmen, das wäre eher was Richtung Vestibulocerebellum, weil eben das sind so spezielle Augenzuckungen, die was damit zu tun haben, dass halt eben das Gleichgewichtsorgan gestört ist.
Dann gibt es den sogenannten Intentionstremor, das bedeutet ein Zittern, wenn man zum Beispiel die Hand sich dem eigentlichen Ziel nähert, eben weil, wenn ich auf ein Ziel zuschiebe, das Cerebellum fein korrigiert, dass ich auch wirklich die Nasenspitze treffe. Und man merkt es bei Leuten dann zum Beispiel sehr intensiv, dass dann halt eben, je näher ich an die Nase komme, desto mehr jetzt wackelt es eben, weil das Kleinhirn nicht mehr die Chance hat oder nicht mehr da ist, um es gegenzukorrigieren.
Oder die Ataxie, das sind zittrige und unkoordinierte Bewegungen, weil da jetzt eben beispielsweise das Pronto Cerebellum nicht mehr mitmacht. Jetzt haben wir jetzt sehr viel über geplante und willkürliche Bewegungen gesprochen. Geöffnet haben wir die Folge, aber eigentlich mit Laufen und Dingen, die wir einfach so tun können, ohne drüber nachzudenken.
Und das bedeutet, jetzt sind wir euch quasi noch schuldig, wie das denn zustande kommt, dass wir laufen können und Richtung Töpfchen laufen können, ohne über jeden Schritt nachdenken zu müssen.
Ja, oder stellt euch vor, ihr müsstet nachdenken, dass ihr atmet, ja, oder kaunt oder so. Also das wäre schon stressig. Du vergisst so zu atmen, du stirbst. Also es wäre schon ein bisschen radikal einfach.
Aber ich gebe dir recht, es wäre auf jeden Fall unpraktisch. Gerade so wenn man schläft und dann nicht dran denkt, so alle vier Sekunden aufwachen, wäre ein bisschen unangenehm.
Ha, das wäre schon nix, ne? Aber deswegen haben wir auch praktischerweise die Central Pattern Generators. Wahnsinn. CPG. Und auf die wollen wir jetzt einmal näher eingehen, Jü.
Die CPG hieß, das sind neuronale Netzwerke. Und die können auch ohne Erferenzen aus dem Großhier eigenständig Bewegungen erzeugen. Also das sind autonome Einheit von Rhythmusgeneratoren. Alles, was wir gerade bei den willkürlichen Bewegungen besprochen hatten, also die Generierung des Befehls, die Koordination der Bewegung etc.
pp, das findet bei den CPGs, bei den Central Pattern Generators alles statt.
So, und diese neuronalen Netzwerke, auch ein heißes Thema gerade, man könnte jetzt denken, wir fangen gleich an über KI zu reden. Machen wir an der Stelle aber nicht direkt. Trotzdem wollen wir euch sagen, dass diese CPGs aus vielen Interneuronen bestehen. Das sind ja eben Netzwerke. Das heißt, weiß ich nicht, was da die Analogie wäre, aber zum Beispiel, wenn man sich sonst diese Bahnen und Neuronen im Gehirn wie so Autobahnen vorstellt, dann wären quasi Interneurone die, die so dazwischen verschalten und sich gegenseitig stimulieren und inhibieren.
Also zum Beispiel, ein Neuron A hemmt das Neuron B, und aber auch das Neuron B kann eine hemmmende Funktion auf das Neuron A haben. Das heißt, die aktivieren sich quasi abwechselnd. Und wenn ihr euch das jetzt mal hochskaliert und mal 100 oder mal tausend in der Potenz vorstellt, dann könnt ihr euch ja irgendwie verbildlichen, dass das dann so ein Netzwerk ist, von dem wir dann sprechen, was sich sehr komplex gegenseitig irgendwie steuert.
Und so kann es dann auch zu diesen automatisierten, quasi automatisch ablaufenden Bewegungen kommen. Und wenn man es jetzt so liest, könnte man sich denken, hä, what the fuck, wenn die sich beide gegenseitig hemmen, dann passiert einfach gar nichts. Nee, das ist auch nicht ganz der Fall, weil die zwar autonom arbeiten, diese Netzwerke, aber eben auch nicht immer gleichzeitig, immer gleichgeschaltet.
Deswegen ist schon eine gerichtete Aktion quasi möglich und die können eine Aktivität auslösen. Und dabei werden sie aber auch beeinflusst von sozusagen höher gelegenen Hirnregionen, wie dem Cortex oder auch dem Cerebellum und den Basalgangen. Das heißt, die sagen denen sozusagen, hey, macht mal schneller, macht mal langsamer, was sollt ihr überhaupt machen?
Genau, neben den, neben diesen, ich würde jetzt schon sagen, etwas komplexeren automatisierten Bewegungen, weil Laufen ist ja schon eine komplexe Bewegung, gibt es auch noch Stereotype, zwar nicht automatisierte, aber immer gleich ablaufende und nicht höhere Kognition benötigende Abläufe. Und die kennt eigentlich jeder, das sind Reflexe.
Genau. Und das Ding ist, ihr könnt die gar nicht bewusst beeinflussen. Die passieren einfach. Und es ist ja auch gut so, dass wenn ihr auf die heiße Herdplatte trefft, dass ihr dann nicht erstmal irgendwie ein Essay drüber schreiben müsst, ob es jetzt gut wäre, die zurückzuziehen oder nicht, kann halt manchmal auch scheiße laufen, wenn ihr irgendwie erschreckt werdet und halt aus Reflex dann so eurem WG-Mitbewohnerin einmal irgendwie eine Schule verpasst oder so.
Dann ist auch wieder auch wieder eine spannende Frage, was war da jetzt noch Reflex und was ist schon intentional? Aber gut, also wir haben einen immer gleichen Reiz, auf den immer dieselbe Reaktion folgt.
Und neurologisch haben wir einen sogenannten Reflexweg, der da immer wieder abgelaufen wird. Ganz am Anfang dieses Weges steht der Rezeptor, wenn wir jetzt an so einen pupsnormalen Muskelreflex denken, dann ist es die Muskelspindel im Muskel selber, die sagt, okay, mein Muskel ist jetzt in diesem oder jeden Spannungszustand.
Dieser Rezeptor sendet dann eine Afferenz in das zentrale Nervensystem und diese Afferenz wird dort verarbeitet, wie wir es schon kennen. Es wird dann wieder direkt eine Efferenz zurückgesendet an den Effektor. In dem Fall des Reflexes ist es hier der Muskel. Wir können jetzt Reflexe noch einmal einteilen in Eigen- und Fremdreflexe.
Bei den Eigenreflexen, da haben wir eine sehr, sehr schnelle monosynaptische Verschaltung von Afferenz auf Efferenz im Rückenmarkt. Also monosynaptisch, da haben wir nur eine Verschaltung. Als Merkhilfe, der Reiz im Muskel löst auch die Reaktion im selben Muskel aus. Das kennen wir alle. Patella-Senreflex, ja, wenn ich mir da so auf die Kniescheibe irgendwas hau, dann schnellt das Bein nach oben.
Oder auch der Arlis-Senreflex. Neben den Eigenreflexen gibt es dann auch nochmal die Fremdreflexe. Die sind polysynaptisch verschaltet. Und ein anderer Muskel, der dann eigentlich gereizt wird, kontrahiert. Das heißt, es ist in der Klinik, da gibt es einmal den Lietschlussreflex, der wird immer gern als Fremdreflex angeführt.
Oder auch den Krymaster-Reflex.
Genau, so und jetzt Reflexe, warum sind die überhaupt da? Sie dienen eigentlich größtenteils dem Schutz des eigenen Körpers. Wie jetzt Fabian beschrieben hat, da ist schwanger heiße Herdplatte, muss Spaß geben oder der Pathalasin-Reflex jetzt zum Beispiel, wenn man nach vorne fällt, dass das Bein eben ausfährt und man eben nicht mit dem Gesicht bremst.
Eine letzte, doch relativ auch automatisierte Form, die wir ganz kurz ansprechen wollen, haben wir ja schon am Anfang des Podcasts angekündigt, ist für dieses Format am relevantesten. Ich müsste weder laufen noch kauen, gut, atmen vielleicht auch, aber zumindest mal die ganzen Sachen nicht machen. Das, was für uns am relevantesten ist, ist mehr faseln können, gell?
Die Sprache befindet sich nämlich auch noch im Frontallappen und da direkt neben dem motorischen Kortices, praktischerweise. Nämlich das motorische Sprachzentrum liegt da. Und das wird auch dann genannt, nämlich Broka-Areal. Ja, wie ihr das bestimmt schon häufiger auch in der Anatomie gehört habt. Und das ist eben zuständig für die motorische Komponente der Sprache.
Also die richtige Ansteuerung von Zunge, von den Lippen. Ist geil, Stande vorher. Kippen. Auch dafür muss man letztlich die Lippen richtig ansteuern. Ebene Satz habe ich verändert. Nee, also alles, was fürs Sprechen notwendig ist, Kehlkopf und so weiter halt. So, und auch hier haben wir wieder einen Einfluss vom Kleinhirn und den Basalganglien zu einer besseren Koordination und einer flüssigen Sprache.
Kleiner klinischer Input, die Broka-Aphasie. Da kommt es dann zu einer verzögerten, abgehackten Sprache. Das heißt, die Menschen können an sich vom Verständnis her auf jeden Fall noch sprechen, aber sie haben Probleme mit der Sprachproduktion. Die Wernike-Aphasie dahingegen ist ein anderes Areal, was mehr mit Sprachverständnis zu tun hat.
Das ist bei der Wernicke-Aphasie kaputt. Und da ist es so, dass die PatientInnen total flüssig sprechen können. Nur was die sagen, ist kompletter Bullshit. Ja, weil sie einfach die Sprache selber nicht mehr richtig sozusagen verstehen und damit auch nicht mehr richtig bilden können.
Genau, und somit haben wir schon einen super, super smoothen Übergang zu unserem letzten Punkt heute, weil wenn Sie dus in Versus einem Thema eine ganze Folge widmet, ist es auch relevant. Und das zeigt sich eben darin, dass es auch eine sehr große Anzahl an motorischen Störungen, also neurologisch-motorischen Störungen gibt, die auch schon in der Vorklinik herangeführt werden, um eben klinisch die Grundlagen zu erklären, weil oft, wenn man Krankheiten verstanden hat, sind es ja physiologische oder biochemische Wege, die an einem bestimmten Punkt meistens gestört sind.
Und hier sind auch einige Krankheitsbilder jetzt noch angefügt für euch, um eben genau das, was wir jetzt gerade eben besprochen haben, physiologisch auch nochmal in Krankheiten wiederzusehen. Den Morbus Parkinson, Myrsthenia Gravis und das Lambert-Eaton-Syndrom. Und anfangen würden wir, glaube ich, mit dem Star von den dreien, den allseits bekannten Morbus Parkinson.
Genau, da ist die Ursache ja letztendlich ein Untergang von den dopaminären Neuronen in der Substanzia Nikra. Also wo befinden wir uns? In den Basalgangen. Ihr erinnert euch, diese komplexen Schleifen, die da die ganze Zeit ablaufen. Genau, da ist sozusagen eine Störung. Und die Substanzia Nikra würde eigentlich das Putamen hemmen und damit die Motorik fördern.
Wir erinnern uns wieder, in der Schleife gibt es Doppelinhibition. Und bei weniger dopaminären Neuronen der Substanzia Nikra fällt diese Inhibition aber weg. Also ich hemme im Krankheitsbild die Motorik. Und mit der Hemmung der Motorik lässt sich dann auch die Symptomatik der Parkinson-Patienten erklären.
Also Hypo oder Pradikinesie, also langsame Bewegungen, Rigor, also so ein bisschen verwachsen, aber ein bisschen steifer. Und Tremor zittern.
Genau. Und normalerweise würde man jetzt eben, dadurch, dass wir ein Dopaminproblem haben, erstmal mit Dopaminvorstufen oder Dopamin selbst irgendwie behandeln, medikamentös. Und wenn das eben nicht mehr wirkt, dann kann man auch invasiv die sogenannte tiefe Hirnstimulation anwenden. Und das heißt, es ist relativ straightforward.
Wir nehmen eine Elektrode, stecken die ins Hirn rein, also in die Nähe von den Substantia Nikra und geben dann Stromimpulse, elektrische Impulse ab, um eben diesen pathologischen Kreis zu unterbrechen. Das ist tatsächlich sehr beeindruckend zu sehen. Ich habe es einmal gesehen, wie so ein Patient wurde, also die haben quasi eine Spule am Kopf finden.
Und da war der Akku leer, das wurde abgenommen, der Patient hat sich verschlechtert, es wurde wieder angesetzt, hat sich wieder verbessert. Also es ist wirklich, es ist sehr, sehr spannend, natürlich sehr invasiv, deswegen wird es eher als Ultime Ratio verwendet. Aber sehr, sehr spannende Entwicklung, die sich da getan haben.
Eine weitere interessante Erkrankung, die auch was damit zu tun hat, dass die Neuromotorik gestört ist, ist Mystena Gravis.
Da befinden wir uns dann an der muskulären Endplatte, da auch nochmal der Verweis auf unsere Folge zum Aktionspotenzial, wo wir da nochmal näher drauf eingehen. Grundsätzlicher Pathomechanismus ist, dass sich Autoantikörper im Körper befinden, die gegen diese Acetycholin-Rezeptoren auf der Postsynapse gerichtet sind und diese abbauen.
Wenn wir weniger Rezeptoren haben, dann haben wir auch weniger Erregung der Postsynapse und unser Gehirn kann machen, was es will. Der Cortex kann ballern ohne Ende. Als Symptom haben wir trotzdem Muskelschwäche, weil die Signale nicht in Muskelkontraktion umgesetzt werden können.
Hast du es gerade gehört? So stelle ich mir vor, macht ein Aktionspotenzial. Schon mal gesehen? Ja, ja. Ach, schon. Naja, okay, stark. So, und jetzt das große Finale der Motorikfolgung. Motorikfolge Lampert-Eaton-Syndrom.
Das Syndrom ist ganz ähnlich zur Myasthenia gravis, tritt aber tatsächlich häufiger sogenannt paraneoplastisch, also bei Krebspatienten und Patientinnen, auf. Da gibt es auch Auto-Antikörper, die sind hier aber nicht gegen die postsynaptischen Acetylcholin-Rezeptoren gerichtet, sondern Achtung, gegen die präsynaptischen Calciumkanäle.
Calcium wird, da erinnern wir uns nochmal an die Folge zurück, zur Exozytose benötigt. Fehlt also Calcium, kann das Acetylcholin nicht mehr so effektiv aus der Präsynapse geschleust werden. Und damit erklären sich dann auch die Symptome. Auch hier gibt es eine Schwäche der Extremitäten.
Es war mal wieder faszinierend, liebe Freunde der Sonne. Motorik 3, wir sind breit. Ich hoffe, ihr seid bereit für die Prüfung. Was haben wir heute gelernt? Kein Lacher? Oh mein Gott. Der primäre motorische Kortex ist ein zentrales Organ im Ablauf von willkürlichen Bewegungen, dessen Signale werden über die Pyramidenbahnen an Motoneuren geleitet.
Cerebellum und die Basalganglien modulieren die Bewegung. Kleinhirn koordiniert Basalganglien, Hemmen oder Enthemmen. Für automatisierte Bewegungen sind Central Pattern Generator wichtig. Reflexe kann man im Eigen- und im Entschuldigung in Eigen- und Fremdreflexe unterteilen und am wichtigsten Aktionspotenziale machen.
Also gut. Und jetzt kann ich, das war Situs Inversus, der Folkini-Podcast. Wir haben uns gefreut, dass ihr mit uns breit geworden seid. Folgt uns gerne mal auf Insta, da könnt ihr mal gucken, wie breit wir sind. Ich meine, Fabian ist auch schon breit. Bin ich schon. Danke dir, Leo. Ich wollte sagen, du bist auch ganz schön breit geworden in letzter Zeit.
Und da findet ihr neben Fotos von breiten Fabians, auch sonstige Merksprüche, Bilder. Alles zentralisiert, gibt es dann auch auf der Vorklinge-Podcast.de. Schaut gerne mal vorbei. Und wenn euch der Podcast gefallen hat, das, was wir uns eigentlich wünschen von euch, sind einfach ein paar Sternchen und Abos und auch Lob auf Spotify und Apple Podcast.
Wir freuen uns natürlich auch auf Kritik und Anregungen, weil so können wir unser Produkt verbessern. Richtig. Und somit bleibt dir nichts anderes zu sagen, als freut euch auf einen kurzen Zwischenatmer des Neuroblogs, weil in der nächsten Folge haben wir einen sehr besonderen Gast. Der, dessen Nachname klingt wie Hustenbonks.
Das als kleine Teaser. Freut euch drauf. Freut euch drauf. Nächste Folge, Interview-Farbein. Ein spannenden Gast für euch und dann sehen wir uns danach wieder. Sehen wir uns danach wieder bei Neurofier. Leibana geht's um 10. Vielen Dank, ihr seht am Matt.
Für die Inhalte in diesem Podcast übernehmen wir keine Gewäre. Der Podcast kann den Besuch von Vorlesungen nicht ersetzen. Wir empfehlen das Studium von einstiegiger Fachliteratur über den Inhalt des Podcasts hinaus.