
Situs Inversus – Der Vorklinik-Podcast
PBC Niere: Säure-Base-Haushalt
Montag, 11. November 2024 · 42 min
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Shownotes
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Moritz' BGA-Trauma
- Die perfekte Balance des pH-Werts ist oft genau so ein Kunststück wie das Gleichgewicht auf des Messers Schneide der Bestehensgrenze. In dieser Folge bieten wir euch dafür genug Wissen, um euch einen guten Puffer (Pun intended) aufzubauen, dass die nächste Nierenphysio-Klausur euch genau so leicht fällt, wie Leo einen Witz über Moritz letzten OSCE zu machen!
Euer Duy, Moritz und Leo
Hier findet ihr wie versprochen die passenden Folgen zur Ketoazidose (tinyurl.com/pbc-leber-4) und zum Blut bzw. Hämoglobin (tinyurl.com/pbc-blut-2) zum Wiederholen :)
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Kapitel:
() - Chemische Grundlagen() - Puffersysteme() - Störungen des SBH() - Praxistipps zur BGA
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was denn jetzt der Ursprung der Azidose oder Alkalose ist, damit hier nichts so ändert wie Moritz. Das ist wirklich.
Schauen wir mal, ob es geklappt hat, würde ich sagen. Mal ein Update geben.
Jut.
unknown So.
Wollen wir mal sie reinlassen.
Hallo und herzlich willkommen. Wollen wir sie reinlassen zu Siedes in Versus der Vorklinik-Podcast.
Morgenos dias, amigos.
Wir sind hier, um eure Vorklinik ein bisschen schöner zu gestalten. Mein Name ist Leo, neben mir sitzt Moritz und wir werden uns heute mit dem Säurebasehaushalt beschäftigen.
SBH auch, genau.
SBH, klar, der Klassiker. Weit verbreitet. SBH. Jeder, der über das Thema gestolpert ist, wird über diese BGA-Auszüge, wo irgendwelche Zahlen draufstehen, gestolpert sein und man kriegt es nämlich nie so. Also bei mir ist es immer ein Glücksspiel, ob ich treffe, was die richtige Ursache ist.
Direkt mal, kurz Einstieg. Wir hatten neulich, also vor zwei Tagen hatten wir alle so eine so eine innere Prüfung. Die Wunde ist noch frisch. Die Wunde ist noch frisch und eine Station war auch so eine BGA auszuwerten. Und bei mir hat der Prüfer, nachdem ich fertig war, es lief nicht so gut, hatte das Schlimmste gesagt, was so ein Prüfer in so einem OSG sagen kann.
Nämlich, er hat gesagt, keine Angst, das mittelt sich über die Station aus.
Okay.
Von einmal, ich bin der Mann hier für die Folge.
Also dafür, dass euch das nicht passiert, steigen wir ins Thema ein. Säurebase. Was sind eigentlich Säuren und Basen? Ganz kurze Werbung. Bevor es weitergeht, es gibt noch News. Seit kurzem arbeiten wir mit Meditrix zusammen. Wir wollen gemeinsam eure Vorklinik und das Lernen der Inhalte noch effizienter und spannender machen.
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Das war's schon. Das muss man sich ja erstmal fragen, wenn man. Das muss man nicht klar machen. Wichtig. Das muss man unklar machen. Wenn man in ein so hochkomplexes chemisches Thema einsteigen will, wie der Säure-Base-Haushalt. Also chemisch gibt es historisch bedingt viele verschiedene Definitionen von Säuren und Basen.
Aber die, die wir jetzt auch in dieser Folge benutzen wollen und die auch einfach am praktischsten ist für die Medizin, ist die nach Brünnstedt. Und der gute Prünnstedt hat gemeint, Säuren sind Teilchen, die Protonen, also H plus geschrieben, abgeben können und damit eben Protonendonatoren. Und analog dazu sind Basen Teilchen, die Protonen aufnehmen können und damit Protonakzeptoren.
In Säuren muss also der Definition nach immer ein Proton sein, das abgegeben werden kann und in einer Base auf molekularer Ebene betrachtet, muss immer ein freier Platz sein, um ein Proton aufzunehmen.
Und was hat das jetzt alles mit diesem pH-Wert zu tun? Da gibt es eine relativ umständlich, nicht so ganz leicht handzuhabende Definition aus der Literatur. Und zwar wird dort der pH-Wert definiert als negativer, dekadischer Logarithmus der Oxonium-Ionen-Konzentration in einer wässrigen Lösung. Genau.
Was ist dieses Oxonium-Ion? Das ist im Prinzip eben Wasser mit einem weiteren Wasserstoffion. Also Oxonium entspricht Hydronium H3O. Also im Prinzip das, was eben entsteht, wenn Protonen in Wasser gelöst werden. Und weil wir eben bei uns im Körper grundsätzlich überall immer ein wässriges Milieu fortfinden, kann man eben sagen, dass der pH-Wert bei uns im Körper direkt korreliert mit der Protonenkonzentration.
Und Achtung, Achtung, das hatte der Moritz ja gerade gesagt, das ist der negative deadische Logarithmus. Und das liegt daran, dass die Protonenkonzentrationen so unglaublich klein sind. Also für die ganzen Chemiekrägs unter euch, die wird ja in Mol pro Liter geschrieben und das sind ganz, ganz kleine Zahlen, also 0,000001.
Und man will einfach in der Praxis behandliche Zahlen haben. Unterm Strich ist das jetzt einfach so, um das Ganze mal so ein bisschen zu demystifizieren. Wir merken uns, wenn wir viele Protonen haben, dann ist dieser pH-Wert klein. Das Ganze können wir uns anhand eines Beispiels, das wir vor euch vorbereitet haben, ein bisschen klarer machen.
Wenn wir jetzt die Salzsäure nehmen und die im Wasser sozusagen auflösen, dann dissoziiert die Salzsäure, die schreiben wir ja HCL aus, zu einem Proton, H plus und einem Cl-Ion. Und euer Chemieprofessor steht jetzt vor euch und sagt, so in diesem kleinen Glas Salzsäure beträgt die Protonenkonzentration 0,1 Mol pro Liter.
Und wenn wir das jetzt so aufschreiben, können wir das wieder umschreiben in 10 hoch minus 1 Mol pro Liter und den negativen dekadischen Logarithmus draus ziehen. Das ist eben diese kleine minus 1 bzw. negativ, also beträgt der pH-Wert 1.
Man kann sich das im Prinzip, also alle, die da so ein bisschen mathematischer rangehen an das Ganze, wenn man sich an so eine Logarithmuskurve erinnert. Das ist ja im Prinzip so eine steigende Kurve, die dann so ein bisschen abflacht, aber es ist erstmal eine positive Beziehung. Also quasi wenn x steigt, steigt auch y.
Und hier ist es eben so, aber dass es eben negativiert wird, heißt es eine negative Beziehung. Und genau deswegen ist eben quasi eine steigende Konzentration an H-Plus-Ionen verbunden mit einem niedrigeren pH-Wert. Es ist eine negative Beziehung, die hier mathematisch ausgedrückt wird. Und deswegen, mehr H plus heißt ein kleinerer, geringerer pH-Wert.
So, jetzt haben wir nach zweieinhalb Minuten noch verstanden, was der pH-Wert ist.
Ich glaube wirklich, ich habe in der Folgenvorbereitung gecheckt, was der pH-Wert ist. Guck mal, so soll es doch sein. Aber jetzt schauen wir uns weiter die Physiologie an, die ziemlich, ziemlich interessant ist vom pH-Wert, auch sehr, sehr relevant. Aber für euch als geübte Situs Inversus-HörerInnen ist das natürlich absolut nichts Neues, dass im menschlichen Körper 24-7 die absolut wichtigsten biochemischen Reaktionen ab, die unseren Körper eben am Laufen halten.
Und wenn wir vom pH-Wert des Körpers sprechen, dann bezieht man sich grundsätzlich auf den pH-Wert des Blutes. Es gibt Orte im Körper, da ist der pH-Wert eben anders, da weicht der auch relativ stark davon ab. Zum Beispiel kann der pH-Wert vom Urin zum Beispiel alterieren, aber vor allem kann er zum Beispiel auch im Mageninneren ganz, ganz stark variieren, beziehungsweise kann stark abweichen von dem pH-Wert, wie wir ihn aus dem Blut eben kennen.
Dort ist nämlich der pH-Wert deutlich, deutlich niedriger. Er kann auf Werte bis zu einem pH-Wert von 1,5 eben abfallen. Und das wäre eben nicht wirklich vereinbar mit dem Leben, wenn so ein pH-Wert im Blut vorliegen würde. Im Magen hat er aber eben eine sehr protektive Funktion, weil dadurch die ganzen Mikroorganismen, die wir so durch die Nahrung aufnehmen, wenn wir mal nicht ganz so gründlich die Hände gewaschen haben vom Kochen, dass die dann da eben abgetötet werden.
Auch die Haut ist zum Beispiel ein bisschen saurer mit einem pH-Wert von 5,5 und auch das bietet eine natürliche Schutzfunktion.
Genau, aber der Normwert für den pH-Wert des Blutes liegt im neutralen Bereich, also zwischen 7,35 und 7,45. Wie man jetzt merkt, ist der Spielraum genauso groß wie der Abstand von Moritz-Punktzahl zur Bestehensgrenze in diesem Gegen ausgehen. Also auch da ist es ein hochsensibles Gleichgewicht. Man muss darauf achten, dass es nicht aus den Bahnen gerät.
Und damit sich das auch rausmittelt, gibt es eben im Blut sogenannte chemische Puffersysteme, die da, bevor das Ganze eskaliert, einigen Schaden abfangen können. Was war dein chemischer Puffer im OSCI? Welches Fach?
Ein freundlicher Prüfer. Achso, es gibt auch immer so Stationen, wo man einfach irgendwie so Feedback geben muss. Ja, genau, ja.
Das war dein Puffer.
Also wenn du da jetzt nicht irgendwie den Prüfer beleidigst, dann musst du volle Punktzahl bekommen. Mein Puffer. Okay, gut.
Was ist dein Puffer? Die meisten von euch kennen diese chemischen Puffer wahrscheinlich schon aus dem Chemieunterricht. Aber kurz als Refresher, Puffersysteme sind Stoffgemische aus unterschiedlich starken Säuren und Basen. Und diese Systeme haben eben die Fähigkeit, auf Änderungen eines pH-Wertes zu reagieren und diese Änderung eben, wie es im Name schon drinsteckt, abzupuffern.
Das heißt, weil wir uns ja schon die Definition von den Säuren und den Basen angeschaut haben, dass diese Puffersysteme die Fähigkeit haben müssen, Protonen entweder auf- oder abzugeben. Und um sicher zu gehen, dass auch wirklich keine allzu großen Abweichungen von den Normenwerten, also wir erinnern uns 7,35 bis 7,45 zustande kommen.
Da gibt es nicht nur ein Puffersystem in unserem menschlichen Körper, sondern mehrere, die sich um diesen pH-Wert kümmern. Aber allen ist sozusagen gleich, dass einem Puffersystem ein chemisches Gleichgewicht zugrunde liegt. Wir wissen ja schon, Säuren geben Protonen ab, aber Basen können Protonen aufnehmen.
Und diese Säuren und Basen sind eben Reaktionspartner. Also wir haben eine Protonübertragung. Das Proton von der Säure wird übertragen auf die Base. Und das Ganze läuft jetzt nicht nur in eine Richtung ab, sondern immer in zwei. Also die Säure schiebt ihr Proton der Base hin und dann schiebt die Base des Proton wieder zurück und immer so hin und her.
Und dieses Gleichgewicht ändert sich eben, sobald auf einer Seite mehr von dem Edukt der Reaktion, also einfach mehr Stoff vorliegt. Und die Reaktion wird dann eben auf die jeweils andere Richtung geschoben.
Genau, und quasi die Idee ist einfach, dass diese Systeme, wenn viel H ⁇ , warum auch immer, das kommen wir ja später noch zu, wieso das entstehen kann, wenn zu viel H ⁇ da sind, können die einfach abfangen und unschädlich machen, indem sie sie binden. Weil wenn sie nicht mehr frei gelöst sind, dann zählen sie nicht mehr in den pH-Wert rein, weil da sind sie ja im Molekül verbaut.
Genauso andersrum, wenn zu wenige da sind, können die einfach ihre H Plus abgeben und freigeben und uns ins System reingeben und so quasi so ein bisschen so eine Reserve zu haben.
Und besonders leistungsfähig wird das eben dann auch noch dadurch, dass wir teilweise offene Puffer bei uns haben, die dann nämlich auch noch die Konzentration auf einer von den beiden Seiten des Reaktionsgleichgewichts eben verändern können. Also zum Beispiel der Ammoniumpuffer über die Niere oder der Bicarbonatpuffer über die Lunge.
Die können eben beeinflusst werden, dadurch, dass eben die Lunge und die Niere eben Zugang zur Außenwelt haben und deswegen die Reaktionen hier manipulieren können. Und deswegen sind die eben besonders leistungsstark, besonders der Bicarbonatpuffer. Und geschlossene Systeme haben eben nicht diese Funktion.
Genau, weil Säuren und Basen können quasi von nach außen abgegeben werden und sind dann ganz aus dem System raus. Genau, genau. Das ist halt ganz nett. Genau. Und der wichtigste von diesen Puffern ist der von Moritz bereits angesprochene Bicarbonatpuffer.
Das ist der größte und bedeutendste Puffer im Körper und macht 50% der Pufferfunktion aus. Und da ist ein ganz wichtiger Player das CO2. Das entsteht ja in der Atmungskette als Endprodukt in fast allen Zellen. Und nach der Reaktion in den Zellen fällt eben dieses CO2 an und muss jetzt irgendwie weggetransportiert werden.
Physiologisch können wir das CO2 ja abatmen. Und damit aber auch wirklich das CO2 vom kleinen C bis nach oben in die Lunge kommt, haben wir das Blut als Transporter. Also das Blut hat eben nicht nur die Funktion, dass es die Peripherie mit Sauerstoff versorgt, sondern auch den Abtransport von Kohlenstoffdioxid.
Und im Blut, das ist ja eine wässrige Lösung, reagiert das CO2 mehr zu Bicarbonat, also H2CO3. Und weil das Bicarbonat dann in wässriger Lösung vorliegt, dissoziiert das zu einem Carbonat HCO3- und einem Hydronium-Ion H3O plus. Und das ist jetzt, haben wir jetzt so beschrieben, als wäre das so eine Kette, die abläuft, so eine Kettenreaktion, aber ist es gar nicht.
Das ist es dann nämlich so, dass diese Reaktionen die ganze Zeit vorliegen.
Das, was ich mich schon immer gefragt habe, vielleicht wisst ihr das, warum sagen da Mediziner Bicarbonat dazu? Also jedem Chemiker, dem ich das schon mal erzählt habe, dem stellen sich die Zehennägel hoch, weil das hat überhaupt nichts mit Bikarbon, also Bi, ich habe keine Ahnung, wo das Wort Bicarbonat herkommt.
Was ist der Hydrogen? Wo ist da Bi? Da ist nichts Bi, da ist H, oder?
Wenn wir zwei H haben, dann ist doch Bihydrogencarbonat. Dann einfach, weil wir Frauen sind Hydrogen. Aber wir meinen ja in der Regel dann, dass nicht das Bicarbonat, sondern schon das Du, aber ich bin ja der Letzte für Chemical Consulting.
Chemical Consulting. Oh Gott, oh Gott. Okay, naja, weiß ich Bescheid.
Genau. Wenn wir uns jetzt aber mal vorstellen würden, zum Beispiel, dass wir drastisch Protonen unserem Körper zuführen. Sag mal, Ego, wann führen wir unserem Körper drastisch Protonen zu? Wenn wir sauer werden? Mein Prüfer bei meinen BGA-Antworten ist sehr sauer geworden, glaube ich. Wenn ich mir jetzt morgens meinen Zitronenschot, ne, keine Ahnung.
Was? Zitronenschott? Also halt irgendwie Zitronensaft. Ist doch sauer.
Das machst du wirklich Fake News hier.
Wenn ich annehme, wir reden ja gleich noch ein bisschen über Mechanismen, wie das passieren kann, wie man in so einer Azidose rutscht. Aber wenn jetzt zum Beispiel wir ganz viele Protonen zuführen würden in unserem Körper oder irgendwie die metabolische Situation, es eben gerade hergibt, dass sie akkumulieren, dann könnte man ja annehmen, dass sich auch der pH-Wert bei uns im Körper eben ganz drastisch ändert und wir deswegen sehr stark sauer werden.
Mehr Protonen, niedrigerer pH-Wert ist gleich sauer. Jetzt haben wir aber eben diesen ganz leistungsstarken Bicarbonat-Puffer und der ermöglicht eben, also wir holen nochmal kurz dieses Reaktionsgleichgewicht, CO2 und H2O reagieren zu H2CO3, das reagiert zu Hydrogencarbonat und einem H Plus-Ion. Das kann jetzt in alle Richtungen eben ablaufen.
Und wenn jetzt das H plus akkumuliert, dann bewirkt das, weil wir hier ein Übergewicht haben, dass das reagiert zum Dhydrogencarbonat und das wiederum zum CO2 und zum H2O umgewandelt wird. Dann haben wir das CO2, das eben akkumuliert. Und das ist jetzt hier eben diese große Leistungsfähigkeit von diesem Bicarbonat-Puffer, weil genau dieses CO2, wenn das akkumuliert, beziehungsweise genauso auch ein niedriger pH-Wert, das ist für uns ein Anreiz, dass wir mehr atmen.
Primär nicht schneller atmen, sondern vor allem tiefer atmen. Dass wir mehr von dem CO2, was sich akkumuliert, dass das eben ausgeatmet wird, dass wir das in die Umwelt setzen. Deswegen reduzieren wir dann wieder die CO2-Konzentration und das zieht dieses ganze Reaktionsgleichgewicht wieder mehr in die Richtung, dass mehr CO2 und H2O gelöst wird, eben dass mehr Protonen gebunden werden.
Und genau so schafft es eben der Körper, dass diese H plus-Ionen nicht akkumulieren, sondern in diesen Puffer eben abgefangen werden und im Fall von dem Bicarbonat-Puffer eben sogar auch noch abgeatmet werden können.
Also ein unglaublich ausgeklügeltes System. Wow! Aber anscheinend reicht das dem Körper nicht. Deswegen gibt es noch ein paar weitere Puffersysteme. Das Größte, das danach kommt, ist der Hämoglobinpuffer. Das ist der zweitgrößte Blutpuffer mit 35% Anteil an der Gesamtpufferfunktion. Und da schaut man sich eher das Proteinhämoglobin an, was ja in den Erythrozyten drin ist.
Und da ist die Aminosäure Histidin verbaut. Und aufgrund ihrer Struktur ist sie in der Lage, ein Proton aufzunehmen oder abzugeben. Das hat mit ihrer Seitenkette zu tun. Und genau, dieses Histidin kann dann je nach Bedarf eben auch ein Proton an Basen abgeben oder im deprotonierten Zustand ein Proton von Säuren aufnehmen.
Der PKS-Wert von Histidin, 6, ist sehr nah am physiologischen pH-Wert. Und kurze Erinnerung, nochmal ein kleines Epidemie-Recap. Der PKS-Wert ist der Logarithmus der Säurestärke PK. Aber, die Definition hin und her, was wir uns merken ist, ein kleiner PKS-Wert ist starke Säure. Ist der pH der Umwelt jetzt kleiner als der PKS-Wert, dann liegt die Gruppe protoniert vor.
Und das haben wir.
Genau. Kannst du kurz nochmal dein Geräusch machen? Weil es ist der Recap ja vorbei. Andersrum. Genau. Also weil es nämlich hier zum Beispiel dieser PKS-Wert von Histidin ist eben da sehr nah dran. Und daher ist eben, also bei 6 ist der PKS-Wert von Histidin und unser normaler pH-Wert hatten wir schon, ist ja so um die 7 rum, also über 7, knapp über 7.
Und genau deswegen hat da eben Histidin auch die Möglichkeit, da ein bisschen in der Nähe abzupuffern, weil eben so dieses Protoniert-Deprotoniert vorliegen eben in der Area so ein bisschen möglich ist. Darüber hinaus haben wir eben auch noch andere Proteine, die da eingehen können in diesen Proteinpuffer.
Die haben nicht mehr allzu viel Bedeutung. Hier im Skript steht die mystische Zahl von 7%. Also scheint nicht so richtig zu sein. Ich glaube, der Bicarbonate-Puffer waren so 50%. Genau, Hämoglobin würde da auch mit reinzählen, wird aber in der Regel gesondert betrachtet. Zum Proteinpuffer, da zählt vor allem eben das Albumin und alle weiteren Proteine im Blut, die dann eben im Wesentlichen durch ihre Seitenketten verschiedene Möglichkeiten haben, Proteine, äh, Protonen aufzunehmen oder eben abzupuffern.
Besonders eben, wenn zum Beispiel so eine Kette wie Histidin vorliegt, die einen PKS-Wert hat, der da in der Nähe unseres physiologischen pH-Werts hat. Deswegen sind die meisten von denen eben sehr analog zu sehen zum Hämoglobin-Puffer. Und dann haben wir auch noch den Phosphatpuffer, der auch keinen wirklich fundamentalen Beitrag mehr im Körper leistet, eher intrazellulär wichtig ist.
Da könnt ihr euch vielleicht auch nochmal, wenn ihr wollt, die Gleichung anschauen. Aber im Prinzip ist das Ganze relativ ähnlich bei allen Puffern. Es gibt halt verschiedene Konfigurationen von diesen ganzen Stoffen. Entweder eben mit einem, im Fall von Phosphat sogar auch mit zwei oder drei sogar Protonen gebunden.
Genau, das könnt ihr euch anschauen, kann seiner Sinneprüfung abgefragt werden.
Und last und auch irgendwie halt least, wer jetzt zum Anteil drauf hinauskommt, haben wir noch den Ammoniumpuffer. Hier steht das Ganze auch über einem Gleichgewicht. Ammoniak NH3 kann mit einem Proton reagieren zu Ammonium, NH4 Plus.
Ist jetzt zwar ein offener Puffer, weil es auch über die Niere ausgeschieden werden kann, aber ist trotzdem genau nicht so leistungsfähig. Einfach weil man nicht so viel pinkelt, wie man atmet. Würde ich jetzt mal. Hoffen wir es mal, ja. In der Plumpheit.
Ansonsten würde ich vielleicht bei dem Arzt gehen. Okay, also was wir jetzt gelernt haben, ist, was es alles für Puffersysteme gibt, aber wenn jetzt Moritz ein Kalium in der BGA von 8 das physiologisch diagnostiziert in einem OSCI, dann wird der Prüfer so sauer, dass die Puffersysteme nicht mehr ausreichen.
Und es dann doch halt zur Abweichung kommt. Diese Abweichungen nach oben wie nach unten sind oder können sehr, sehr gefährlich sein. Und deswegen ist es halt wichtig, die in der BGA auch zu erkennen. Absolut. Unter anderem in der BGA, also BGA ist ja der Klassiker, um sowas festzustellen. Übrigens für Blutgasanalyse.
Blutgasanalyse. Haben wir das jetzt schon mal hier gesagt? Stimmt, ja. Also das ist eben die Möglichkeit, dass man da relativ schnell, weil da gibt es eben oft auch so Point-of-Care-Geräte, die dann irgendwie im OP oder auf der Intensivstationen oder auch in der Notaufnahme teilweise rumstehen. Und da hat man eben die Möglichkeit, dass man einen sehr schnellen Eindruck bekommt von der Situation im Blut.
Da sind eben vor allem der Partialdruck von Sauerstoff, vor allem der Partialdruck von CO2 und auch das Hämoglobin und eben der pH-Wert sind da entscheidende Werte, die man in der BGA ablesen kann. Und die wird eigentlich in der Regel aus arteriellem Blut gewonnen. Aber oft hat man da in der Notaufnahme auch nicht die Möglichkeit zu, dann nimmt man, glaube ich, Kapillarbut da raus.
Genau, aber halt eben, weil dadurch, dass die Kapillaren ja quasi noch relativ unverbraucht sind, kann man das quasi gleichsetzen mit arteriellem Blut. Und venöse BGA gibt es, glaube ich, nicht so oft. Nur gibt es so wenige Fragestellungen, die relevant sind. Aber oft macht man das halt eben aus dem Kapillarbut.
Gut aufgepasst, haben wir noch nicht erklärt. Sehr gut. Genau. Aber jetzt ist die Frage: Was passiert denn so, wenn der pH-Wert abweicht? Und wie heißt das dann?
Moritz. Ach, das ist blau. Das erkläre ich, genau. Also, das hatten wir ja vorhin schon mal erwähnt. Die Azidose, das ist eben eine saure Stoffwechselsituation. Das heißt, wenn der pH-Wert unter 7,35 ist und davon abzugrenzen, eben die Alkalose. wenn das über 7,45 ist. Ich habe gerade irgendwie während des Redens darüber nachgedacht, ob wir irgendwie eine Eselsbrücke dafür brauchen.
Aber ich finde irgendwie Azidose sauer, das ist lodig auf der Hand, oder?
Ja, außerdem Acid ist ja auch Engl ist ja auch Englisch für Säure und so.
Das ist auch sogar Englisch. Mr. International ist ja ein Ding. Genau, also Auslöser von diesen Ungleichgewichten sind meistens Prozesse in unserem Körper, die zu viel Säure- oder Basekomponenten produzieren, beziehungsweise eben die Ausscheidung davon betreffen. Produziere ich zum Beispiel zu viele Säurekomponenten, wie zum Beispiel CO2, reichert sich das eben im Blut an und das ist dann quasi das, was wir vorhin hatten beim Bicarbonatpuffer in die andere Richtung, dann würde eben CO2 mit Wasser zur Kohlensäure reagieren und dann würde Haplusion freigesetzt werden.
Das Blut würde also exemplarisch für den Fall hier saurer werden.
Genau, wenn es noch jemand interessiert, dass Azidosen sind eigentlich viel, viel häufiger als Alkalosen. Deswegen sind doch die Puffersysteme, das ist noch als kurzer Nachtrag, auch viel mehr darauf ausgelegt, Säuren abzupuffern, weil es einfach sehr, sehr viele Patomechanismen gibt, die zu einer erhöhten, zu einer erhöhen Säurekonzentration, sprich zu einem niedrigeren pH-Wert führen.
Deswegen ist da der Körper viel besser darauf gewappnet. Bei Alkalosen sind die Puffer oft schwächer aufgestellt, weil es einfach nicht so häufig vorkommt. Deswegen muss man bei Alkalosen doppelt aufpassen.
Da hat sich der Charles schon wieder Gedanken drüber gemacht. Ja. Charles? Charles Darwin.
Ach so.
Das macht evolutionär Sinn.
Ja, ja, genau. Und weil der auch Evolution gemacht hat. Der hat so gedacht so, oh, Dika, ja, mach mal Phosphat dahin, das ist gut für Säure. Ich habe es verstanden. Stark, okay. Ja, sorry. Kurz mal reingehackt.
Wir können neben Azidosen und Alkalosen nämlich auch die Ursache differenzieren. Also warum entstehen überhaupt diese Störungen? Dann haben wir einmal die respiratorischen Störungen und die metabolischen Störungen. Bei respiratorischen Störungen, das hat ja, wie es im Namen schon steckt, immer was mit der Atmung zu tun.
Und die Änderung geht primär, nicht immer, aber primär, vom CO2-Wert aus. Bei metabolischen Störungen hat es meistens was mit dem Stoffwechsel des Körpers zu tun. Wir haben Verlust über zum Beispiel über den Darm, über die Niere etc. pp. Und da geht das meistens mit einer Änderung des Carbonats einher.
Genau, wir fassen also zusammen. Und ganz ehrlich, das ist auch wirklich ein wichtiges Thema. Also ich erinnere mich jetzt an die Protokolle aus meinem mündlichen Physikum. Bei mir wurde es nicht abgefragt, aber ich glaube, das ist schon auch Thema. Gerade so in einem mündlichen Physikum, da kann es passieren, dass euch so eine BGA vorgelegt wird.
Also bei allem Spaß hier, das müsst ihr tatsächlich können. Und da habt ihr immer diese beiden ersten Schritte. Ist das Ganze nicht normal? Das ist in der Prüfung wahrscheinlich relativ häufig so, dann entscheidet euch, ist es eine Azidose oder ist es eine Alkalose. Wenn ihr diese Entscheidung getroffen habt, dann müsst ihr euch anschauen, ist die Ursache dafür respiratorisch oder metabolisch?
Okay. Das heißt, wir haben 2 hoch 2, insgesamt vier mögliche Kombinationen an Störungen und die gehen wir jetzt mal gemeinsam durch.
Bei der respiratorischen Azidose haben wir eben das nicht, was der Morit ja schon beschrieben hat. Wenn wir sehr viel CO2 angesammelt haben, dann atmen wir tiefer. Und als Ursache von der respiratorischen Azidose haben wir eine verlangsamte oder eine flache Atmung. Man spricht von einer Atemdepression.
Und da kann das ganze CO2, das sich dann ansammelt, nicht abgeatmet werden. Da verweisen wir nochmal ganz gerne an die Folgen der Atempphysiologie, wo das Ganze nochmal behandelt wird. Genau, das angesammelte CO2 sammelt sich dann an und reagiert mit dem wässrigen Milieu dem Blut zur Kohlensäure, die Kohlensäure dissoziiert, das kennt ihr jetzt alles, und das Blut wird saurer.
Zweite Form der Azidose ist die metabolische Azidose. Das kann entweder entstehen durch die Akkumulation von Säuren oder den mangelhaften Verlust oder die mangelhafte Ausscheidung von Basen. Wichtig und irgendwie in der Klausur besonders beliebt ist dabei die diabetische Keto-Azidose, die könnt ihr euch merken.
Dabei hat der Körper eben nicht die Fähigkeit, den Zucker aus dem Blut in die eigenen Zellen aufzunehmen und zu verwerten, also Diabetes. Der Körper denkt, es gäbe keinen Zucker und schaltet dementsprechend auf ein alternatives Energieprogramm um. Da haben wir das Ganze schon in der Leberfolge ein bisschen genauer angeschaut, dieser Ketostoffwechsel.
Kurzfassung davon, für die Energiegewinnung wird Fett verbrannt und es stehen in diesem Zuge die sogenannten Ketonkörper. Diese werden dann von der Leber aus zu den Zellen der Peripherie geschickt, die eben die auch benötigen. Problem dabei ist aber, dass der Transport dieser Ketonkörper eben immer nur im Symport mit Protonen funktioniert, die dann eben aus der Zelle ins Blut gelangen.
Und dann hat man eben eine Akkumulation von Protonen und das ist dann eben die diabetische Keto-Azidose. Andere Sache ist zum Beispiel auch noch die Lactatazidose, die mir gerade noch einfällt. Ja. Also zum Beispiel, wenn der Leo jetzt hier sich entscheiden würde, laufen zu gehen.
unknown So.
28.04. Haltmarathon. Oh Gott. Jetzt hier on eher die Zusage, Leo. Oh scheiße. Alles klar, perfekt, super. Da würdet ihr Leo bei einer Lactatazidose sehen können.
Dann ist Leo eine Lactatazidose.
Ja, ich freue mich drauf.
Dann geht's weiter mit den basischen Störungen. Da haben wir auf der einen Seite die respiratorische Alkalose. Das ist einfach das Gegenteil der respiratorischen Azidose, bei der wir ja flach und langsam atmen. Bei der respiratorischen Alkalose, da hyperventilieren wir. Also die Atmung ist schnell und sehr tief.
Das heißt, es wird zu viel CO2 abgeatmet und das bringt das ganze Säure-Basegleichgewicht durcheinander.
Genau, und dann haben wir zuletzt noch die metabolische Alkalose. Die entsteht in der Regel durch einen zu starken Verlust von Säuren und deswegen überwiegen dann die Basenkomponenten im Körper. Das passiert zum Beispiel durch ein Erbrechen oder durch Durchfall. Genau, und dann gibt es eben dazu auch noch Mischformen, die möglich sind.
Bei bestimmten Erkrankungen oder auch beim gleichzeitigen Auftreten von mehreren Erkrankungen können eben eine respiratorische und eine metabolische Azidose gleichzeitig auftreten und die addieren sich dann eben gegenseitig auf.
Kurzer Einschub, bevor es weitergeht. Hi, ich bin Simon, mein zartes Stimmchen kennt ihr noch nicht. Wir haben in den letzten Monaten an was Neuem gebaut, der SitusIn versus Web App. Damit du in unseren über 75 Folgen genau findest, was du gerade zum Lernen brauchst, haben wir dort eine Episodendatenbank angelegt, wo du zusätzlich zu jeder Folge die passende Mördhilfe findest.
Es lohnt sich also definitiv mal vorbeizuschauen auf derVorklinikpodcast.de.
Dort gibt es auch die neuen SitusIn versus Merch Shirts, dein Lieblingsorgan, auf Biobarmwolle gedruckt. dervorklinikpodcast.de. So, jetzt haben wir die Grundlagen besprochen, wissen was es für Poversysteme gibt und was wir überhaupt so bei einer Blutgasanalyse so sehen können. Wir wissen was es for stören gibt.
Aber natürlich will euch Cidos inversus perfekt auf das nächste Testat oder die Klausur oder das Physikum oder was auch immer vorbereiten und deswegen hier eine kurze Anleitung, wie wir mit einem ausgedruckten Blutgasanalyse, Zettelchen, auch sicher herausfinden können, was denn jetzt der Ursprung der Azidose oder Alkalose ist, damit ihr nicht so endet die Moritz.
Das ist Kriegsau. Wirklich.
Schauen wir mal, ob es geklappt hat, würde ich sagen. Dann können wir mal ein Update geben.
Diese, also kleine Eselsbrücke ist tatsächlich auch mein Favorite, weil ich mir dann vor unserem OSCI der inneren Medizin zwei Tage davor das nochmal reingeklatscht habe. Und dann ging das auch relativ gut. Und die Eselsbrücke wollen wir euch auch an die Hand geben.
Das ist nämlich die sogenannte ROM-Regel, also R-O-M-E. Und dieses Akronym steht hier für Respiratory Opposite Metabolic Equal. Also da könnt ihr euch quasi dann eben anschauen, ist das Ganze in seiner Ethiologie, also in der Ursache, respiratorisch bedingt oder metabolisch bedingt. Und dafür schaut ihr euch an den pH-Wert.
Wenn der zu niedrig ist, haben wir gesagt, es ist eine Acidose, wenn er zu hoch ist, ist es eine Alkalose. Dann haben wir für die Atmung, da schauen wir uns das PCO2 an, also den Partialdruck von CO2 im Blut, also die Menge an CO2 im Blut. Und dazu den dritten Parameter, den wir anschauen auf der metabolischen Ebene, wäre eben das Bicarbonat oder auch der sogenannte Base Access.
Das verhält sich da in der Richtung ähnlich. Jetzt ist es so, dass wenn wir eine Azidose haben und diese respiratorisch bedingt ist, dann haben wir einen Anstieg von CO2. Wenn sie metabolisch bedingt wäre, hätten wir gleichzeitig auch einen Abfall an Hydrogencarbonat, den wir eben im Blut messen können.
Das heißt, die respiratorische Ebene verhält sich gegensätzlich zu dem Verhalten des pH-Werts, wenn sie ursächlich dafür verantwortlich ist. Die metabolische Ebene verhält sich gleich. Respiratory opposite, metabolic equal. Das heißt, die bewegen sich in verschiedene Richtungen abhängig davon, ob sie schuld sind oder nicht.
Entsprechend wäre das Ganze bei einer alkalotischen Stoffwechsellage eben genau umgekehrt.
Diese Regel wird auch manchmal Error Rule genannt, weil man auch ganz einfach mit einem Stift in die BGA so kleine Pfeile nach oben und unten schreiben kann und dann kann man sich das einfach besser visualisieren. Dazu sei noch gesagt, dass das sozusagen ganz, ganz basic ist, aber eine super Methode, um euch erstmal primär zu orientieren.
Wenn das Ganze jetzt respiratorisch kompensiert, metabolisch kompensiert oder sogar kombiniert ist, dann könnte das dann mit dieser simplen Regel ein paar Praktikung.
Genau, und viel einfacher lässt sich das Ganze eben verstehen, wenn man es auch einfach mal anwendet. Und dass man so ein bisschen Gefühl dafür bekommt, weil am Ende es gibt nicht so viele Kombinationen. Es gibt nur Azidose, alkalose, metabolisch, respiratorisch und dann ist es halt ohne die Wand kompensiert.
Also es ist wirklich nur halb so wild. Deswegen ein kleiner Tipp am Rande. Im Optimalfall stehen sogar die Normwerte dabei. Das ist aber nicht immer der Fall. Also es schadet nicht, die auswendig zu lernen, weil tatsächlich sind da einige am ersten Tag vom OSCI da reingefallen. Ja, Jü zum Beispiel. Weil normalerweise denkt man sich, die muss man nicht auswendig lernen, dann waren die auf einmal weg.
Soll ich gerade jemand aus dem Griff? Ja, weil ich habe sie nämlich gelernt für gestern. Also PCO2 sind 65 bis 100 Millimeter Quecksilbersäule. PCO2 sind 32 bis 45. PH haben und pH kennen wir ja schon. Und Base Access sind Minus 2 bis 2. Minus 2 bis 2 oder minus 2 bis 3 kommt das Gerät an. HCO3 sind 22 bis 26 Millimolar.
So. Boom. Da sind wir doch. Was? So. Und eben genauso eine Beispielaufgabe wollen wir euch liefern. Das heißt, Moritz ergibt euch gleich quasi eine BGA einmal durch.
Beispielaufgabe für Moritz. Ja, oh, für Moritz. Jetzt klappt das mal zusammen, Moritz. Stimmt.
Stimmt.
Okay, wir klappt. Ich klappe hier das Notebook zu.
Okay.
Und ich versuche zu denken.
Okay, also, eine BGA. pH-Wert 7,0. PO2, 90 Millimeter Quecksilbersäule.
Warte stopp, was hatten wir gesagt? 90 mm Quecksilbersäule, das heißt, es ist so wenig. Was hat die Standardwerte? 70 bis 100 oder so. Und deswegen lernt sich bitte die Werte bitte. Genau, deswegen bitte die Werte lernen. Dann ist ja PCO2 normal.
Nee, PO2 war das. PO2, nein, das geht. PCO2 sind 23. Und das HCO3 sind minus 12 Millimolar.
CO3 minus sind 12 Millimar.
Ah, lol. Ja, okay. Da war der Doppelfunkel auf der anderen Seite vom. Also HCO3 minus sind 12 Millimolar.
Ja. Gut, also wir haben eine Acidose. Das ist schon mal korrekt. Es geht nach unten. Jetzt ist die Frage, haben wir eine respiratorische oder haben wir eine metabolische Acidose? Dafür schauen wir uns an den CO2-Wert und den HCO3-Wert. Die sind jetzt beide unter dem, was wir eigentlich erwarten würden.
So. So, und jetzt schauen wir uns die gute alte Roam-Regel an, nämlich respiratory opposite metabolic equal. Weil bei der Acidose das Ganze sich eben nach unten bewegt und hier auch die metabolische Ebene sich nach unten bewegt, muss es eine metabolische Azidose sein. Sehr gut. Die aber in dem Fall jetzt auch noch respiratorisch dann eben teilkompensiert ist.
Sie ist nicht komplett kompensiert, weil wenn sie komplett kompensiert wäre, wäre auch der pH-Wert schon wieder normalisiert. Das ist aber hier nicht der Fall, deswegen hat man nur eine Teilkompensation.
Sehr gut. Und jetzt als Sternchenfrage, was für Erkrankungen können das auslösen? Ja, zum Beispiel, wenn du rumrennst. Wenn ich rumrenne? Ja. Niereninsuffizienz zum Beispiel wäre auch, glaube ich, sowas. Ja. Ja, und kurz bevor wir jetzt aufhören, dachte ich mir, weil wir jetzt zeitlich relativ gut dran sind, ich suche ein Funfact raus, während die Jungs hier was erklären.
Kleiner Funfact, wenn man BGA googelt, kommt Biogasanlage.
Und nicht Blutgasanalyse. Falls es jemand interessiert. Ist das noch eine Chefsfrage oder so?
Ja, was ist echt eine schlechte? Weil irgendwie schlechte Sachen.
Das ist ja nicht so ein lustiges Thema, ne?
Und zwar, wie viel kann man abrechnen, wenn man eine BGA macht als Arzt? Oh, so Hausarztmäßig? Ja. Also was ist die Gebührenordnung für ein, also wie viel darf ein Arzt für eine gemachte Blutarztanalyse abrechnen?
In der Niederlassung oder in der Kität.
Ja, es ist ja, glaube ich, das Gleiche. Na, glaube ich nicht, aber egal, du hast irgendeinen Wert aus. Sie werden nicht so weit voneinander sein. Aber egal. Du hast jetzt da einen Wert stehen. Ich hab jetzt dann, ich hab da jetzt einen Euro-Betrag stehen. Die Frage ist, wie viel ist das Wert, das ihr eine BGA macht?
Wie viel dürft ihr abrechnen?
So ein Gerät musst du auch erstmal kaufen. Das ist, das sind Finanzen. Ich habe keine Ahnung, ich bin grauenhaft in sowas. Mache jetzt gerade.
18 Euro.
18 Euro 1. Also ich hätte ehrlicherweise getippt eher so 7 oder so. 3,50. Ein Zappa.
Jeden Tag. Mit dem einfachen Satz tatsächlich 3,50. So. Neben diesem unnötigen Fact haben wir heute noch einiges Wichtiges gelernt. Und deswegen hier kurz nochmal die Take-Home-Messages von den Dingen, die ihr vielleicht mitnehmen solltet. Der pH-Wert gibt an, wie viele Protonen, also Säuren sich im Blut befinden.
Der physiologische pH-Wert des Blutes sind 7,35 bis 7,45. Um diesen pH-Wert aufrechtzuerhalten, haben wir chemische Puffer, wobei der Bicarbonatpuffer der wichtigste ist. Neben dem Bicarbonatpuffer gibt es noch den Hämoglobin-Puffer und den Proteinpuffer als die beiden, als die drei wichtigsten. Störungen werden als Azidose und Alkalose bezeichnet, die entweder respiratorisch oder metabolisch bedingt sein können.
Und um das herauszufinden in der Blutgasanalyse, haben wir die Roam-Regel.
So, Freunde, war doch stark. Und die Abrechnung einer BGA bringt 3,50 Euro.
Früher waren das mal ein Döner.
Damals, ne?
Ja, ist echt so. Und wenn wir das halt mit 2,3-fachem Satz abbrechen, dann sind es halt zwölf, ne? Verrückt.
Würde ich sagen, wollen wir mal sie rausschicken.
Wollen wir mal sie rauslassen. Haben wir sie erst treu gelassen, jetzt lassen wir sie raus. Alle hopp. Wir bedanken fürs Zuhören. Das war Sie inversus der Vorklinik-Podcast, heute mit Moritz und Jü. Und wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns auf Insta folgt, weil wir können noch bestimmtes einfäden, dass wir noch vielleicht mal so zwei, drei BGAs da rein pasten und dann könnt ihr mal drunter kommentieren, was ihr denn denkt, was es ist.
Wollen wir ein Gewinnspiel raus, komm, dann verlosen wir eine Tasse.
Verlos eine BGA.
Da loopt es nicht, oder?
Genau. Und wir würden uns auch sehr darüber freuen, wenn ihr uns Lobkritikanregungen übersendet, weil nur dadurch können wir unseren Podcast auch ein bisschen besser machen. Und wenn es euch dann, wenn es euch aber so gut gefällt, dass ihr keine Anmerkungen habt, dann würden wir uns sehr auf Sternchen freuen auf Spotify und Apple Podcasts.
Damit könnt ihr uns sehr, sehr helfen. Und dann würde ich sagen, sehen wir uns zur Niere 4. Freunde, mal nett mit euch. Adios. Tschüss. Aber was er vielleicht noch dazu sagen kann, wir haben ja jetzt einen Podcaster schon. Das hört eh keiner mehr zu jetzt, Leo. Über die halbe Weltkrieg. Doch, das kommt, das müssen wir machen.
Über die halbe Weltkrieg. Ah doch, das stimmt. Okay, sau wichtig. Aber Fabian ist nämlich in Boston, wie ihr wisst. Und Jü macht sich morgen ab. Ja. Morgen und fliegt einfach noch Südkorea.
Warum auch nicht?
Ja, warum nicht? Es hat einfach schön. Deswegen, Jui, wir wünschen dir ganz viel Spaß in deinem Auslandssemester. Mal gucken, ob es kurz bei einem bleibt. Aber auf jeden Fall, wenn du wiederkommst, musst du wieder Folgen aufnehmen. Yes.
Aber keine Angst, es gibt auch hier die deutschen Kartoffeln, die Stellung halten. Leo und ich halten hier die Einladung im Wetter.
Ich bin nämlich was. Danke, dass ihr dabei wart. Und tschüss.
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