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Tanzen kann man auch auf Brause· Staffel 1· Folge 194

Folge 194 - Interview 148 - Annika

Freitag, 17. Januar 2025 · 1 h 37

MP3

Shownotes

Annika musste in ihrer Kindheit erleben, was Alkohol aus ihrer Mama gemacht hat. Nicht schön.

Sie selbst fing dann auch eines Tages an zu trinken, obwohl sie ein wahrlich ungutes Vorbild hatte.

Inzwischen lebt sie über drei Jahre nüchtern, hat 20 Kilo abgenommen und fühlt sich damit richtig wohl.

Es gibt allerdings noch eine ganze Menge mehr zu erzählen ;-)

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Lob, Kritik und Anregungen kannst Du natürlich auch jederzeit loswerden, ich freue mich über jede Nachricht.

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Hallo und herzlich Willkommen zu tanzen kann man auch auf Brause die 194 Folge und das 148 Interview habe ich dazu genutzt mit Annika zu sprechen und weil ich einen Teil aus dem Interview rausschneiden musste, relativ am Anfang habe ich da noch mal reingehört. Und höre die ganze Zeit die Katze miauen. Das ist übrigens Mila und ich habe dann kurz einen Cut gemacht und habe Mila rausgelassen und dann hört das Miauen auch so nach zweieinhalb bis 3 Minuten auf. Wir können uns dann also ganz auf Annika konzentrieren, was mir bis dahin ein bisschen schwer gefallen ist. Annika ist 40 und zum Zeitpunkt der Aufnahme war sie 3 Jahre 13 Tage und 5 Stunden nüchtern.

Annika musste den Alkohol kennenlernen durch ihre Mutter, die viel getrunken hat und die Mutter wurde dann zu einem für mich unerwarteten Zeitpunkt sehr komisch und das leider regelmäßig durch das Weglassen des Alkohols hat Annika krasse 20 Kilo abgenommen und Annika beschreibt ihre Geschichte, warum sie getrunken hat, wie sie getrunken hat und.

Was dann der Grund war, damit aufzuhören. Und natürlich sprechen wir auch darüber, wie es dir heute damit geht, zum Ende der Folge, also nach dem Interview, verrate ich noch ein kleines Easter Egg, da musst du möglicherweise durchhalten und vielleicht entdeckst du es, wenn du diese Folge aufmerksam hörst. Heute gibt es mal keine Werbung zu mir als Hypnose Coach und Emdr Coach, das spare ich mir fürs nächste Mal auf. Also lehn dich zurück.

Ruckel die Kopfhörer zurecht? Hier kommt Annika. Hallo, liebe Annika. Hallo Kai. Ich grüße dich, wenn im Hintergrund etwas jaut, dann ist das meine Katze, die schon wieder raus will. Bei 0 Grad ist das irgendwie, die geht rein, raus rein, raus und wir haben keine Katzenklappe, dann nervt sie hier. Das stört mich überhaupt nicht.

Ganz süß eigentlich, obwohl ich ja mehr der Hundetyp bin, muss ich ja sagen. Eigentlich OK. Ja, für Hund bin ich noch nicht so weit, mal sehen, irgendwann sage ich vielleicht im Podcast mal, jetzt haben wir ja auch noch einen Hund, das könnte auch passieren. Ja, bei uns rückt das Hundethema wird immer immer größer.

Mhm. Habe ich immer abgebügelt. Du erzähl mal was über dich, nicht über Hunde und Katzen wollen wir reden, sondern über dich, Annika. Also ich bin die Annika, ich bin 40 Jahre alt und wohne in Süddeutschland, ich bin verheiratet, ich habe 2 Kinder und ich trinke jetzt keinen Alkohol mehr. Seit Moment 3 Jahren und 13 Tagen und 5 Stunden.

Wow. Ja, Glückwunsch. Es gibt immer noch eine Ausnahme. Und zwar stoße ich Silvester immer noch mit einem naja, meistens ist es ja nur ein halbes Glas voll Champagner an. Ja, das ist die einzige Ausnahme, die ich mache und das kommt mit, das ist gut. Das ist okay für dich. Für mich ist das in Ordnung. Ja, das ist ja so lange okay, solange du nicht denkst. Ja, jetzt muss ich irgendwie mir die Flasche greifen und austrinken oder irgendwie, ich muss dann das regelmäßig machen oder so.

Das ist aber auch der Punkt, weshalb ich das mache, um mir wieder ins Gedächtnis zu rufen, wie fragil das Ganze ist. Ja. Ich, das kommt tatsächlich, nachdem ich dieses halbe Glas, ich meine, das schäumt ja alles noch und so im Grunde ist ja nur so ein halb so ein Schluck drin. Wenn ich das ausgetrunken habe, habe ich tatsächlich Lust.

Och, war jetzt ganz schön, ihr könnt es noch mehr trinken und dieses Gefühl bleibt tatsächlich noch 34 Tage haften also nicht so intensiv, dass ich jetzt feuchte Hände kriege oder sonst irgendwas, sondern einfach so dieser Gedanke och wäre jetzt ganz nett, sich aufs Sofa zu setzen, sich auf einen schönen Film zu gucken und dabei ein Glas weiter zu.

Bringen, ja. So dieses, was man so immer damit so ja. Wow. Du würdest also nicht empfehlen, das nachzumachen. Nein, ich würde ich nicht jedem empfehlen. Nein, das mache ich quasi, weil ich glaube, ich bin eine relativ starke Persönlichkeit und um mir das einfach wieder bewusst zu machen, irgendwie fragil. Das Ganze ist, obwohl ich jetzt nach dem dritten Jahr gesagt habe, eigentlich dieses Silvester, habe ich mir gedacht, nee, komm, kannst du auch bleiben lassen, du bist jetzt drüber.

Ja, also ich finde das auch eine schlechte Idee, weil warum tust du dir das an? Ja, also ja, ich verstehe wenn du sagst ich will mir das noch mal wieder vor Augen halten, es scheint mir aber ein bisschen merkwürdig, dass es genau Silvester ist, dass es ein Champagner ist. Ja, also irgendwas ist da noch, ja mach es nicht, also ich finde es irgendwie doof, klingt nicht gut, klingt auch nicht schlüssig. Aber ich halte es dann tatsächlich immer gut durch ne. Also es ist jetzt nicht so, dass ich dann eigentlich deswegen zählt, das für mich eigentlich auch. Verstehe ich.

Also ist alles gut. Ich würde dieses Experiment nicht wagen wollen, aber OK gut. Du, du kannst es und das ist schön, aber für die Hörerinnen und Hörer, sage ich mal, lass das bleiben. Nein, das würde ich auch nicht empfehlen. Also für die Hörerinnen und Hörer würde ich sagen, ist keine Empfehlung jetzt nur für mich persönlich, das ist einfach für mich persönlich.

Ja, ja, du so ist ja auch sowieso jeder anders. Ja, und aber die, ich sag mal so alle die ich kenne, die ein Thema mit Alkohol haben, für die ist es keine gute Idee so OK. Also 3 Jahre, 3 Jahre mit mit den. Dreimal quasi. Mit den dreimal wo du dir dann immer vor Augen hältst, wie fragil das Ganze ist.

Und jetzt sagst du, du bist eine starke Persönlichkeit. Ja, da muss ich natürlich gleich einhaken, aber du hast ein Thema mit Alkohol und da behaupte ich mal, ohne dass wir jetzt drüber gesprochen haben, dass das eine. Nicht wirklich was mit dem anderen zu tun hat, oder? Ja, ja, weiß ich nicht, keine.

Ahnung also eine starke Persönlichkeit bedeutet nicht, dass man keine übermäßigen Gelüste oder Süchte hat. Nee, also dann hat das nichts mit Miteinander zu tun. Aber der also das Thema Alkohol, das habe ich mir schon bewusst damals ausgesucht. Ich habe mir schon, also Alkohol spielt in meinem ganzen Leben immer schon eine sehr große Rolle und immer noch, das ist ja, was ich dir per e Mail geschrieben habe, das ja auch noch ein großes Thema bei mir ist. Vielleicht ist es auch deswegen so, dass ich Silvester einfach Alkohol trinke, weil alle Alkohol trinken in meinem Umfeld, es gibt niemanden, der keinen Alkohol trinkt. Und.

Und das ist dann, ich weiß es nicht, es ist halt einfach immer allgegenwärtig, ne, man wird ständig damit konfrontiert, ich werde. Aber da muss ich jetzt einhaken. Wenn du sagst, du bist eine starke Persönlichkeit, ja, was kratzt es dich denn, ob die anderen trinken oder sonst was machen? Ich habe ja auch als einziger aufgehört, ne, also ich stelle mich ja vor allen anderen hin und sage, ich trinke ja nicht. Ja.

Und das ist, ach, ich weiß es auch nicht. Ich weiß gar nicht, wie ich das. Benennen soll. Ich glaube, das ist auch vielleicht ein bisschen selbst geißelung, was ich dann da mit diesem einen Glas, ich habe da auch so einen Hang dazu, manchmal. Du ist ja auch okay. Ja, ich will dich da auch nicht irgendwie in die Ecke drängen, überhaupt gar nicht, also ganz und gar nicht. Ich wollte nur rausstellen, dass eben eine starke Persönlichkeit und auch ein starker Wille wirklich nichts damit zu tun hat, dass man es gibt auch starke Persönlichkeiten, die Rauchen, ja, oder die.

Andere komische. Irgendwas hat man ich. Möchte haben irgendwas ist immer genau. Ja genau. Also rauchen, rauchen mache ich ja auch. Also ich habe ein ein bis 2 Zigaretten am Tag, also nicht besonders viel. Ja, auch diese, diese eine Zigarette, wenn alle schlafen und ich mit meiner Tasse Tee auf dem Balkon stehe, das ist einfach dann irgendwie so mein Ritual geworden.

Ich weiß auch nicht, ist total bescheuert, ist genauso sinnlos wie saufen. Aber ich mach das noch. Ja. Ja. Bist ja groß, kannst das ja, ja. Ich denk mir immer so die Ach komm ey, die eine Zigarette, obwohl es eigentlich Blödsinn ist. Das weiß ich ja, aber ja, ja, ja. Sag mal, warum ist denn Alkohol?

Warum spielt denn Alkohol in deinem Leben so eine Rolle? Ja, weil es alle trinken um mich herum. Weil du sagst, ja, das war dein ganzes Leben schon so. Wie war es denn im Elternhaus? Meine Mutter hat halt Alkohol getrunken, aber sie war jetzt würde ich das eher formulieren als ja funktionierende Alkoholikerin.

Also sie war mit mir alleinerziehend, sie hat gearbeitet. Sie hat den Haushalt gemacht. Wir sind einmal im Jahr in Urlaub geflogen, weil sie sich das leisten konnte. Das hat sie alles gemacht oder war zur Entspannung brauchte sie halt ihren Bein. Ja. Und kann konnte ich natürlich nachhaltig erwachsen, war ein Stück weit eher noch nachvollziehen. Das Problem an der ganzen Geschichte ist nur, wenn sie was getrunken hat, war sie ein anderer Mensch. Und das ging noch einigermaßen.

Sie war nicht aggressiv oder so was, wenn sie was getrunken hat, ist genau das Gegenteil. Sie war Ultralieb, fürsorglich dann und so Überbehütet dann aber der nächste Tag, danke Gegenteil, raus, da wusste ich nicht, wenn ich meine Kinderzimmertür verlassen habe, was erwartet mich also habe ich versucht mich unauffällig zu verhalten, weil ich musste erstmal die Lage checken und. Ich wusste nicht, wie schlecht ist die Laune denn tatsächlich heute?

Man wurde wegen jedem Scheiß rumgeschrieben ich war zu laut, zu leise, zu groß, zu klein, also wirklich und immer war dann der gegenüber Part schuld, also entweder ich oder die Partnerin von meiner Mutter, deshalb auch meiner Meinung nach viele Beziehungen nicht gehalten haben, weil es einfach so.

Es war echt anstrengend, wieso eine zweite Persönlichkeit, die da einfach zum Vorschein kam. Immer am nächsten Tag. Immer der nächste Tag war eine Katastrophe. Dann bist du am besten am besten geflüchtet, weil dann kamen dann immer so Sprüche. Also ich hab dann immer also die Laune die sie hat, hat sie mir vorgeworfen.

Also dann kam dann immer. Hast du heute wieder schlechte Laune oder was schreist denn du so rum oder? Und ich stand da nur und dachte ich habe doch gar nichts gesagt. Ja, also. So also, dass man einfach nicht wusste, was ist. Was ist los? Das war als Kind sehr anstrengend, das war dann nicht so schön und auch ihre Partner. Mit denen ich aufgewachsen bin, wo ich auch manchmal als mein Vater quasi vaterersatz angesehen habe. Die haben sich dann anschließend von ihr getrennt und haben sich, als ich dann so 15 war oder 1415 haben die sich noch mal mit mir getroffen und mit mir darüber geredet, jeder aber 2 haben sich mit mir getroffen.

Und haben mir das erklärt, dass das für die auch ein Problem war. Aber meine Mutter wollte das nie hören, die wollte das nie hören, dass alle sind schuld, sie ist immer die Unschuldsperson und sie wollte das nicht hören. Ich habe auch als Kind den Wein weggeschüttet, ich habe sie beschimpft oder beleidigt, ich habe ihr gesagt, dass mich das stört, dass ich damit nicht zurechtkomme, aber es ist alles egal gewesen, weil sie ist ja nicht schuld.

Deine Mutter lebt nicht mehr, oder? Doch die ist da, die wohnt sogar jetzt bei mir im Haus. Ach, weil du, weil du immer in der Vergangenheitsform sprichst. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass sie gar nicht mehr da ist. Unser Verhältnis ist jetzt besser und der Alkoholkonsum bei ihr. Ich weiß nicht, also ich krieg das zumindest nicht mehr so mit, sagen wir mal, ich weiß nicht, inwieweit das noch zur Verfügung ist, aber ich denke, ganz sein lassen wird sie es nicht, aber es ist nicht mehr so exzessiv wie früher.

Es kam dann auch schon mal vor, dass sie dann nachts um 12 auf einmal die Musik laut gedreht hat und ich hab dann stand dann im Wohnzimmer, hab gesagt, Ey Mama, mach mal leiser, ich muss morgen früh wieder zur Schule oder so ne also das war natürlich sehr störend und da hatten wir auch ne Zeit lang kein gutes Verhältnis zueinander und das ich hatte dann auch dadurch auch Probleme mit meiner Psyche und es war alles nicht so einfach. Der Staat in meiner Kindheit war nicht so einfach. Und hab dann Depressionen entwickelt und du sie hatte auch Probleme mit ihrem damaligen Mann. Hat sie ein Kind verloren und so, da war sie auch depressiv und ich in der Zeit auch und hab da nicht den Halt von ihr erfahren, den ich hätte

vielleicht in der Zeit gebraucht ne so zwischen 12 und 18 ja mal Oh und ja. Das also in dem Punkt ist halt Alkohol immer allgegenwärtig gewesen, ne und natürlich meine Großeltern, mein Opa, mein Opa hat es immer immer Bier getrunken, aber nie dass er betrunken war, aber halt immer ne so und das ist halt immer allgegen wenn Familienfeiern waren ne dann stand der Schnaps auf dem Tisch und es war halt immer allgegenwärtig ne also das meine ich mit also von Anfang an ist der Alkohol immer da also. Ja.

So das meinte ich halt damit. Also ich wurde jetzt nicht geschlagen oder ich bin auch nicht misshandelt worden oder sonst irgendwas, es war mehr so psychisch alles. Ja, wobei ich muss ja sagen, Misshandlung beginnt ja nicht da, wo die, wo die Hand sich hebt, sondern da, wo, wo die der Körper oder die Psyche des Kindes eben verletzt wird.

Und wenn du eine Mutter hast, die dann rumschreit, weil du einfach nur da bist. Ist das natürlich irgendwie tragisch, ne? Wie gesagt, Wir haben das jetzt auch aufgearbeitet und das ist jetzt, wir sind da jetzt im Reinen und sie weiß es auch und hatte sich auch mal entschuldigt dafür und deswegen kann ich jetzt auch ganz gut damit reden.

Ich war auch in Therapie als Teenager. Aber da hatte sie nicht viel mit zu tun. Das habe ich nie gemacht, weil mein bester Freund damals gesagt hat, so geht es mit dir nicht weiter und hat mich dann zum Arzt geschleppt, der hat mich begleitet. Wow. Der hat mich dann an die Hand genommen und hat mit das dann mit mir gemacht.

Ja, deine Mutter wird ja wahrscheinlich, wenn sie sowieso an nie irgendwas schuld ist, wird sie auch gar nicht erkannt haben. Das Leid, das du dazu durchstehen hast, oder? Nein, nein, erst viel, viel später. Aber das weiß ich nicht, inwieweit sie das sie sagt dann immer, sie hat, sie weiß, sie hat damals große Fehler gemacht und sie kann es halt jetzt nicht mehr rückgängig machen. Ja, kannst die Zeit nicht zurückdrehen, ne? Nee.

Und deswegen wusste ich auch immer schon, dass Alkohol schädlich ist. Ja. Also es war mir immer schon bewusst, dass Alkohol schädlich ist und ich muss dazu sagen, ich habe mich auch schon sehr früh mit Drogen auseinandergesetzt, weil mein leiblicher Vater drogenabhängig ist oder war oder wie auch immer.

Ich habe keinen Kontakt mit ihm. Ja. Das hat mir meine Mutter auch ziemlich früh erzählt, worüber ich ihr aber auch sehr dankbar bin, weil sie hat mich wenigstens nie gelogen, was das alles angeht. Ja. Und weil ich wissen wollte, was ist das alles, was es überhaupt ist, habe ich mich sehr früh mit ja, Kokain, heroin und solche Sachen beschäftigt und deswegen wusste ich überall, dass das alles schon ziemlich schädlich ist. Kommt man auch, wenn man sich mit Drogen beschäftigt, auch automatisch auf Alkohol?

Und dann wird man auch darüber auch geklärt, wie schädlich das ist. Sobald ich lesen konnte, hatte ich mich damit auseinander gesetzt. Wow, quatel. Ja, es gab es, wenn man als ich so 12 war, habe ich mir immer vorgestellt, dass Kurt Cobain mein Vater wäre, das war immer so meine Fantasie, weil.

Ja, mein Vater ist auch blond und von der Drogengeschichte her wäre das ähnlich gewesen und da habe ich mir immer gedacht, es sieht vielleicht aus wie Kurt Cobain. Ja, wann ist Kurt Cobain gestorben? Weißt du das? Ja, 97. 97 okay. Ich fand die Musik auch gut, ne, also ich war schon früh auf dem musikalischen Trip. Ja.

Dass ich da so Nirvana, Metallica, Slayer und solche Sachen. Das war so mein. Und dann war natürlich, dann habe ich halt in diesem halb Teenager, halb kindlichen Gedanken geholt, ich habe immer viel Fantasie gehabt und konnte mich in meine Gedankenwelt sehr gut hineinversetzen, und da habe ich mir das halt immer so vorgestellt. Du bist ja auch, ist ja wahrscheinlich ja noch tröstlich, ne, wenn du denkst, dein Vater ist so ein cooler Typ, ja, aber das ist ja auch wieder so ein Punkt, ja. Curt Cobain da hat man immer gedacht, Ach guck mal, der sieht gut aus, der ist cool, der macht geile Musik. Ja, und in Wirklichkeit was Trümmer fällt, ne, das finde ich eben so tragisch und ich habe kürzlich hatte ich ein Mädchen hier, eine Entschuldigung, eine

Frau bildhübsch, ja, und die sagt mein großes Problem ist, niemand nimmt mich ernst, wenn ich sage, dass es mir nicht gut geht, ja alle sagen, Hey, du siehst doch gut aus, du hast doch alles, ja und? Ja, da fragt Halt die Seele nicht nach, wie es außen aussieht. Das ist völlig egal, ne. Aber das ist eininteressanter.in meiner im Laufe meiner Arbeit habe ich ja viele hübsche Frauen kennengelernt und das ist ein großes Problem für viele hübsche Frauen. Ja, ja, das ist ein Großes.

Problem, dass die nicht ernst genommen werden. Von den anderen Frauen werden sie spöttisch Miss Alc so nach dem Motto Hey, du bist doch groß, du bist schlankt, du bist hübsch, was willst denn du überhaupt so ungefähr und die Männer, ja, fällt es auch manchmal schwer, die waren ernst zu nehmen, ne? Oder sie geraten dann auch viel an so ja Arschlöcher, ne die die nicht so gut behandeln dann.

Auch, ja, das haben. Mir viele erzählt schon, ja. Das habe ich auch schon häufiger gehört. Ja, es ist tragisch, ja, dass eben dieses. Dass die Welt häufig, ja, ich will nicht, sogar nicht sagen, immer, aber häufig doch sehr oberflächlich ist und wir eben seelisches Glück an Äußerlichkeiten festmachen, ja oder materiellen, was natürlich auch total Quatsch ist.

Ja, das ist übrigens mit dem Alkohol ja genauso. Genau. Als ich angefangen habe, mich intensiv mit Alkohol aufhören, noch weiter zu bestimmen, bin ich natürlich auf Natalie Stüm gestoßen. Die wird ja oft auch erwähnt unter einem Podcast. Und die hat das meiner Meinung nach halt das erste Mal so auf den Punkt gebracht. Das wonach ich gesucht hatte, dieses Nein, du liegst nicht besoffen auf der Parkbank, sondern du gehst ganz normal deines Weges, aber kannst trotzdem alkoholabhängig sein und deine Alkoholsucht und Drogensucht entwickelt ist auch oft viel mit Drogen.

Es ist also unglaublich, wie viele Heroinabhängige es gibt, die einen guten Job haben. Ach ja. Man wird nicht, man ist nicht immer gleich hier wie im Bahnhof Zoo oder so, das ist mit Alkohol ist das genauso, mit Drogen auch Kokain auch allgegenwärtig. Also Kokain, das war mir klar. Mit Heroin geht das auch. Echt.

Oh Gott, ey. Gruselig ne. Ja, ich finde ja alles was mit Drogen zu tun hat, finde ich wirklich. Also das habe ich auch, das hat mich nie, nie getriggert, eben aufgrund meiner Vergangenheit, und ich wusste, was das wie gefährlich das ist. Die einzige Droge, die ich neben dem Alkohol noch zu mir genommen habe, war Marihuana, aber ansonsten die ganzen Pillen und das ganze chemische Zeug und nee.

Da habe ich so Angst vor gehabt, dass ich nachher drauf hängen bleibe. Und nee, so wie die wollte ich nicht werden. Also nee, da gab es auch in der Schule Schulzeit und so, da gibt es ja immer so Negativbeispiele, da bin ich auch dankbar drüber, dass ich in der Stadt groß geworden bin, weil da kriegt man doch optisch mehr Negativbeispiele wie auf dem Land, jetzt, wo ich, wo ich jetzt lebe, ja. Wenn du, wenn du mitbekommen hast, was Drogen aus Menschen macht, du hast ja auch mitbekommen, was Alkohol aus Menschen macht und wie kam es dann dazu, dass du trotzdem dem Alkohol anheim gefallen bist?

Wann ging das los, wann ging das los? Also mit 14 eigentlich. Dass ich mit 14 habe ich mit meiner Cousine habe ich. Ich hab das, ich hab mir gedacht, gut, wenn ihr euch sowieso alle einen Scheißdreck für mich interessiert, so hab ich mich damals zumindest das gefühlt, dann kann ich auch saufen. Ja. So, dann seid ihr halt daran schuld, dass ich jetzt saufe. Okay.

Also so hab ich halt gedacht ich. Ich hab gedacht, wenn mein Leben sowieso, ich kann aus meinem Leben sowieso nicht viel machen und ich hab mich, ich war halt depressiv auch schon und ich wollte auch nicht so lange leben, ich hatte nicht vor 40 zu werden und da hab ich mir gedacht, dann kannst du ja auch saufen und dann hab ich nur mit 14 meine Cousine war ein bisschen älter, die haben die haben dann Rotweinflaschen gekauft.

Und die habe ich dann auch immer leer gemacht. Und dann hat meine Mutter, die irgendwann mal und ich mochte dann das Gefühl, mich quasi wie, also ich habe nicht gefühlt, das würde ich nicht auflösen, ich lag dann halt eigentlich mit 14 besoffen in meinem Bett und habe depressive Musik gehört, und dann hat meine Mutter aber die Flaschen unterm Bett gefunden, weil ich dann natürlich noch zu doof war, die Flaschen ordentlich zu entzäumen und. Da hat sie dann schon mit mir geredet und gab auch einen Anschiss, dass ich das gemacht habe. Und dann habe ich es erstmal nicht mehr gemacht. Wie lange?

Ja, bis zu 1516. Und da habe ich dann meine Freunde kennengelernt und da würde ich jetzt erstmal sagen, da habe ich normal getrunken, also ein 2 Bier auf der Party. Ich habe immer zugesehen, dass ich mich aus den Partys oder wenn ich mit mehreren zusammen war, dass ich mich nicht so. Zu besaufe, weil ich diesen Kontrollverlust nicht haben wollte. Ja, das war für mich, wäre für mich nicht so schön gewesen, das wollte ich nicht.

Ja, jetzt muss ich mal fragen. Deine Mutter, hast du die denn als Ratgeberin ernst nehmen können damals da? Habe ich jetzt in die letzten Tage wo ich wusste, ich mache mit dir das Interview, auch drüber nachgedacht. Es hat scheint aber trotzdem funktioniert zu haben, dass sie nicht so ist. Also ich bin da auch sehr empfindlich. Also mich kriegt man schon, wenn man mich anschnauzt ne, also da werde ich dann schon ganz klein.

Also ich stell mir gerade vor, ja, wenn mein Vater mein Vater hat auch gerne getrunken und das wird mir auch irgendwie in der letzten Zeit immer klarer, auch häufig sehr zu viel. Wenn der mir damals gesagt hätte, Junge trink nichts, ja, weil das nicht gut ist für dich, das hätte ich, den hätte ich den nicht ernst genommen. Das Einzige, was er einmal gesagt hat, wenn er mir Geld zugesteckt hat, kauft davon kein Exportbier, das war das einzige ja, also ich hätte meinen Vater nicht ernst nehmen können mit so einer Ansage.

Ich kann es dir nicht hundertprozentig mehr sagen. Verstehe aber gut, du sagst ja, das hat ja zumindest mal so für anderthalb 2 Jahre verfangen, dann ne. Genau. Ich muss eben noch mal kurz, ja eben, und dann fing das eigentlich ganz normal, würde ich jetzt sagen, an so als Teenager halt ne, da haben wir schon halt so meine Kollegen kennengelernt, meine Freunde und ich muss sagen, ich hatte dieses große Glück, ich hatte sehr sehr guten Freundeskreis, wir sind alle eigentlich nicht mehr befreundet, außer mit meinen besten Freunden habe ich noch Kontakt. Mhm, das war, glaube ich.

Wir waren, glaube ich, wir waren alle so ein bisschen so eine loser Clique. Okay. Wir hatten alle Probleme mit dem Elternhaus, also Eltern waren nicht da oder der Vater war nicht da oder die Eltern haben sich gerade scheiden lassen oder was auch immer. Irgendwie hatten wir da alle unsere Defizite oder einfach immer Stress mit den Eltern und. Wir haben alle aufeinander aufgepasst. Also wenn einer Mal durchgedreht ist oder wenn einer mal Probleme hatte, dann haben die anderen den schon aufgefangen und gesagt, Hey, komm her und so, so schlimm ist es nicht und also es war mein Glück, ich hatte einen sehr guten Freundeskreis, der mich da aufgefangen hat.

Klasse. Also das war einfach super. Ja, und aus heutiger Sicht, wann wann sagst du wurde das mit dem Alkohol? Kritisch oder kritischer oder wie auch immer? Wann hat sich das verändert? Also es hat natürlich immer die ganze Zeit. Also ich habe noch viel getrunken und dann so mit 17 bis 20 eigentlich fast gar nicht, da habe ich aber mehr gekifft.

Ja, was soll ich sagen, ist halt nun mal so gewesen, hat mich aber nicht besonders. Runtergezogen oder so. Ich habe mal, ich habe da noch mein Abitur nachgeholt und solche Sachen, also ich hätte nie in der Schule gekifft, ich hatte nie in der Ausbildung gekifft, auch nicht getrunken oder sonst irgendwas, ich habe immer das schon alles geregelt, dann bin ich eben nach Süddeutschland, eigentlich vorher schon, also ich musste ja samstags immer arbeiten und.

Da habe ich auch angefangen, alleine zu trinken. Also ich habe gerne alleine getrunken auch, also ich habe gerne alleine eine Flasche Wein getrunken und dabei was gehört oder so, viele sind halt freitags abends immer feiern gegangen und ich konnte halt nie mit, weil ich halt am Samstagmorgen arbeiten musste und dann war ich halt auch frustriert, dann habe ich halt alle gesagt okay, wenn ihr eh feiern geht, dann kann ich auch zu Hause meinen Wein trinken, außerdem kannte ich das ja auch, meine Mutter hat das ja auch so gemacht, für mich war das ja völlig legitim.

Irgendwo ziemlich, also relativ normal also die Eltern von von meinen Freunden, die hatten auch alle Alkohol da stehen und sonst irgendwas, also es war irgendwo wie gesagt mein Opa, der hat sich auch sein Bier aufgemacht, also warum habe ich dann gedacht so mit 20 warum ich nicht auch also? Ja, weil du vielleicht. Also immer stand heute.

Ja, das ist natürlich leicht reden, weil du damals natürlich gewusst hast, was Alkohol aus Menschen macht, ja. Das war mir aber damals egal. Ne, ja, ich hatte ja all all das, was ich jetzt habe, Familie und so, das hätte ich ja nie, nie für möglich gehalten. Also es wäre ja, nee, ja, hatte ich ja überhaupt gar nicht vor, ne, ich hatte ja vor mein Leben.

Ich dachte, gut, du warst immer alleine. Ich bin auch Einzelkind und meine Mutter musste ja auch arbeiten und sie hat dann nachts gearbeitet, weil sie im Krankenhaus gearbeitet hat. Ich war mit 11 schon nachts alleine und da war ich immer alleine und ich kannte das, ich bin alleine und werde immer alleine sein und so habe ich gedacht, so wird mein zukünftiges Leben auch aussehen.

Irgendwo, dass ich dann alleine im Theaterkeller Hocke und dann meine Sachen mache und dann alleine wieder nach Hause gehe. Ne, so habe ich mir mein Leben vorgestellt mit 20. Ganz schön traurig, oder? Ja, eigentlich schon. Mit 20 denken ja viele Frauen dann über weiß ich nicht, einen netten Mann, ein paar Kinder. Ich hatte zwar einen Freund, ich hatte, ich war jetzt nie eine, die immer viele wechselnde Partner hat. Ich bin so eine treue Seele, aber ich wäre mit dem nicht zusammengezogen.

Nee, aber diese, also die Perspektive ja, wenn also ich bin jetzt keine Frau, aber wenn ich überlege mit 20 gut, da wusste ich gut, da habe ich gedacht, ich bleibe immer Rebell, ja, also okay, aber ich hätte jetzt nicht, also an Kinder habe ich jetzt nicht gedacht. Auch nie, dass ich über einen Podcast mache.

Die gab es damals noch nicht, aber dass ich mal was mache über ohne Alkohol, ich habe. Ja, gesagt. Manchmal ist das. Schon lustig, ne, ja, aber Erfolg also. Wie sich das Leben so ändert, oder? Ja, ich meine Dreh mal 7 Jahre zurück. Ja, da war mein Leben komplett anders. Ja also gut, da hatte ich schon die Kinder, aber na ja. Aber ich habe zumindest mit 20 gedacht, okay, irgendwann wirst du mal.

Wirst du mal erfolgreich sein in dem was du machst und irgendwie naja weiß ich nicht der saufende Rebell sein oder keine Ahnung, mit einer teuren Uhr am Handgelenk. Ich habe jetzt nicht gedacht okay der Status den ich jetzt habe, der bleibt für immer so, das wollte ich damit sagen, ja das finde ich irgendwie als Ausblick für einen für einen Heranwachsenden oder einen jungen Erwachsenen schon echt traurig. Ja, das stimmt.

Aber wie gesagt, ich war ja auch sehr depressiv. Ja zu der Zeit auch noch in den 2. Ja, also die. Im Grunde haben sich hat sich das durchgezogen, bis ich mit meinem ersten Kind schwanger war und da war ich 2829. Ja, das heißt, die Therapie, die du damals gemacht hast mit 1516, die hat jetzt nicht so angeschlagen. Doch.

Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht mehr hier. Ja, aber es kam halt mit 20 noch mal wieder mit Angstzuständen und ach, ich war total nervös, ich habe gezittert am ganzen Körper, ich ich hatte Prüfungsangst ohne Ende, also ich habe meine Fahrprüfung mit 18, da habe ich 40 fehlerpunkte reingehauen also. Die haben alles versucht.

Meine Mutter hat mich morgens geweckt und hat gesagt, komm, ich fahr dich zu deiner Ausbildung und dann haben die mich zur Fahrschule gebracht, hat alles nichts gebracht, ich war total nervös, ja weiß nicht, traurig, depressiv und damals habe ich halt 2 Selbstmordversuche hinter mich gebracht, obwohl vielleicht nicht ganz so.

Vielleicht schon auch mit so einem gewissen Hintergrund, dass naja, vielleicht hast ja Glück und überlebst doch noch, weil es klappt so, wenn ich es richtig gewollt hätte, wäre ich tatsächlich nicht mehr da gewesen. Ich habe damals Tabletten gesammelt, Oh Gott, alles was ich gefunden habe, habe ich in so eine Schachtel reingetan.

Und da war damals meine beste Freundin noch da. Da haben wir eine Flasche Korn da gehabt, die haben uns dann irgendwie reingewürgt, das hat wirklich nicht geschmeckt und aber ja, also da, wenn wir so zu zweit waren, dann habe ich halt auch schon mal mehr getrunken und dann habe ich halt eine Handvoll genommen von den Tabletten und habe die Halt runter gespült und ich weiß noch meine Freundin, die lag da und die war total. Am Boden zerstört, weil sie Angst hatte, dass ich sterbe. Im Großen und Ganzen habe ich alles noch rausgekotzt und mir ging es halt dann richtig elend und beim zweiten Mal habe ich das auch, ich habe es immer mit so einer Art Hintertürchen Option, naja vielleicht überlebt

sie ja doch noch offen gehalten, aber mit meistens mit Tabletten. Ist das nicht oder war das bei dir so wie du es beschreibst? War es ein Hilfeschrei oder? Ja, ich wollte wahrscheinlich, dass meine Mutter mir da hilft, aber da kam halt nichts. Aber mein bester Freund eben, der hat mir dann, der hat mich dann ja zu der Therapie begleitet und zu den Ärzten begleitet, weil der hat dann gesagt, das geht nicht.

Ah okay das war dann ach so, ja okay, jetzt sind wir wieder in der Zeit ein bisschen zurückgesprungen, wahrscheinlich ne oder? Nee, das war alles schon so mit 14 1516. Ja, ja genau, okay. Dann habe ich das richtig eingeordnet. Ja ja, furchtbar ne. Ja, es war nicht so schön war, war alles nicht so prickelnd. Also da fällt mir übrigens was ein. Ich erzähle dir jetzt mal was, das habe ich glaube ich noch nie jemandem erzählt.

Ich habe mal mit, ich glaube, ich war 13 oder 14, da habe ich eine Spange bekommen, da habe ich eine Brille bekommen, ich sah aus wie ein Zombie, ich fand mich so scheiße, ja, und dann habe ich gedacht, es hat alles keinen Sinn mehr. Ich meine, das sind so Gedanken von so einem. Wir haben ja vorher kurz drüber gesprochen, wie Kinder so sind.

Ja, ich war so verzweifelt wegen sowas. Ja, heute kann ich ja drüber lachen, aber für Kinder ist das halt die Welt in dem Moment ne wie sie aussehen und mein eines Ohr steht ab und so ich fand das alles ganz schlimm. Ja, das ist auch eine Katastrophe. Also ich habe immer die Blicke von den Jungs auf mich, weil ich schon früh große Brüste gekriegt habe und genau das wollte ich aber nicht, ja und ja. Naja ja, es war halt alles nicht so, nicht so, nicht so wie gesagt mein Start ins Leben war ziemlich holprig dann also ich hatte aber immer gute Freunde und meine Großeltern, bei denen war ich auch viel und mit denen hatte ich ein stabiles Leben auch.

Also. Dann war das so. Vater, Mutter, Kind. Sonntags Frühstück, danach in die Kirche gehen und so ne, das war so die Konstante. Gott sei Dank habe ich das alles gehabt. Ne, ich hab gesagt, wann bist du ausgezogen zu Hause? Spät, ich konnte es mir nicht leisten. Erst als ich dann für meine zweite Ausbildung weggezogen bin, habe ich mich komplett von allem gelöst, zu Hause, auch von meinen Großeltern, weil die waren zwar ganz nett, aber die haben mich. Ich bin so ein, auch so ein sehr gutmütiger Mensch, ich, ich mag, ich bin so harmoniebedürftig irgendwem, also das kann ich alles.

Im Nachhinein kommt einem das alles. Ich kann halt da nicht nein sagen und ich habe ja Friseurin gelernt und dann musste ich meiner Oma immer die Haare machen, einmal die Woche, und der Job ist eh schon anstrengend. Dann hatte ich keine 2 zusammenhängenden Tage frei und an dem einen freien Tag musste ich auch noch morgens immer zu meinen Großeltern und da helfen und putzen und machen und tun und ich wäre da nie rausgekommen, wenn ich nicht gesagt hätte, ja, ich gehe jetzt ganz weit weg. Und da ging es mir dann das erste Mal auch richtig gut. Dann war ich 22, da merkte ich, so wie nach so 34 Monaten mein innerer innerer Käfig sich so geöffnet hatte und wo ich dann gemerkt habe, ich kann meine

Flügel ausbreiten. Ja. Aber da habe ich schon Alkohol getrunken und da habe ich auch wieder alleine getrunken. Und dann? Ich weiß noch, da habe ich ja meinen Mann kennengelernt, wie der das erste Mal in mein WG Zimmer kam und dann sagte, Oh, da stehen noch ein paar Weinflaschen rum, die musst du mal wegbringen. Ja, also das hat sich ist geblieben, also das hatte sich dann durchgesetzt mit dem Alkohol. Ja, dann bist du schwanger geworden und ich unterstell mal. Zu der Zeit hast du da nichts getrunken, oder? Nee, aber es ist mir schwer gefallen. Aber nicht wegen.

Alkohol, sondern weil ich die einzige war. Erstens habe ich ja woanders gewohnt, nicht mehr da, wo ich groß geworden bin, ich habe da nie ein Zuhause gefunden, ja, es kam auch erst alles viel später, ich habe mich immer fremd gefühlt, ich habe mich gefühlt wie eine Ausländerin, also ich bin ja viel mit Ausländern zusammen gewesen, im Ruhrgebiet sind halt nun mal immer viele Ausländer.

Und wenn die so erzählt haben, die fühlten sich fremd oder so, dann kann man das. Als Biodeutscher kann man das schlecht nachvollziehen, aber jetzt, wenn man so aus dem Ruhrpott kommt und man zieht nach Süddeutschland, dann, ja dann ist man schon Ausländer, das ist schon ist schon eine andere Welt und wenn man 100% auch noch arbeitet, dann baut man sich eigentlich kein kein soziales Leben auf.

Und da war ich dann sehr frustriert, weil alle um mich herum haben noch Party gemacht und ich habe dann gedacht, toll, ich muss jetzt auf alles verzichten, ich muss auf alles aufhören, aber ich habe es natürlich gemacht, ne, also. Ich habe. Natürlich nicht getrunken oder geraucht. Biodeutsche ist übrigens gestern glaube ich, gerade zum Unwort des Jahres gewählt worden.

Ne weißt. Du aber ich weiß sonst nicht, wie man das ausdrückt. Ja. Die anderen aus meiner Klasse waren ja auch Deutsche in dem Sinne, weil das waren ja alles die Gastverwalterkinder, die sind ja zweite Generation schon hier geboren worden, ne, also war die haben sich ja trotzdem nie wirklich dazu.

Gefühlt heimisch gefühlt. Ja, das ist natürlich auch das, was du von deinem Elternhaus mitbekommst. Ja, wenn die Eltern sich nicht wohlfühlen. Ja, denn kann ich mir vorstellen, wenn das immer gesagt wird oder oder auch gelebt wird, dass die Kinder sich dann auch nicht wohlfühlen, ja, ob die jetzt in Deutschland geboren sind und und gar nicht die ursprüngliche Sprache der Eltern mehr sprechen oder so, ich glaub, das ist gar nicht so wichtig, ne. Nee, das ist also ich kann die da schon verstehen, das ist nicht so einfach.

Einerseits versuchen die, ihre Traditionen und Gebräuche beizubehalten, würden wir genauso machen, wenn wir wo Anrohen würden. Gibt ja dann keiner seine Sachen auf. Nee. Klar. Also, und andererseits musst du dich aber auch anpassen an den No s. Ich habe da schon Verständnis für, aber es war manchmal auch nicht so einfach. Naja, so fühle ich, da habe ich mich halt hier auch gefühlt, es war nicht einfach und mein Mann hat ja auch fröhlich fröhlich weiter getrunken und alles.

Aber ich glaube, dieses Thema, dass die anderen trinken und du nicht, das ist schon, das ist schon ein Thema für dich, ne, ja klar, also klar ist das nicht. Weil das hier unten, ich habe das also, wo mir das so klar geworden ist, gab es ein paar Anlässe. Einmal habe ich mich mal mit meiner Freundin wieder unterhalten, wo ich mal wieder auf Heimaturlaub war und. Da habe ich ihr so erzählt, wieviel die Leute hier so trinken und dann hat die mich total entsetzt angeguckt und hat gesagt, Nee, das ist aber nicht normal. Ah okay.

Mir das erst mal wieder bewusst. Da gibt es ja auch andere Menschen, die Trinken gar nicht so viel, weil das Umfeld einfach ist. Krass. Also die treffen sich hier grundsätzlich, seitdem sie Teenager sind in der Kneipe, weil die sonst keinen kaum einen Ort haben, wo sie hingehen können. Für mich war Ruhrgebiet Kneipe immer ein dunkler Ort.

Da sitzen die Hardcore Alkoholiker, da wollte ich auf gar keinen Fall rein und wenn ich morgens vor der Schule zum Kiosk bin, um mir noch schnell ein paar Süßigkeiten zu besorgen, da standen dann schon die ersten mit der Bierdose und auch so wollte ich ja nie werden. Also, aber das ist hier unten irgendwie die, die saufen, das ist kein Feierabendbier, trinken die saufen.

Okay. Also ich finde das schon krass. Aber das war damals für mich, als ich hier runter bin, man gewöhnt sich ja so dran. Ne nach Feierabend haben, wenn ich Feierabend hatte, dann haben wir uns in der Kneipe getroffen, da saßen dann alle, wenn ich vom Sport kam, haben wir uns in der Kneipe getroffen. Hier in Hamburg wüsste ich gar nicht, doch ich weiß, auf dem Weg in die Stadt, da gibt es eine Kneipe, ansonsten wüsste ich gar nicht, wo es hier normale Kneipen gibt, weil diese Kneipenkultur zumindest in Hamburg ist komplett ausgestorben.

Ja, es gibt noch so ein ganz paar Kneipen, aber die könnt mir vorstellen, so wie die so Verranzt wie die aussehen, leben die auch alle so am Existenzminimum, die wird es nicht mehr lange geben, glaube ich, weil das einfach nicht mehr so ist hier ne. Sag ich ja. Und bei uns im Ruhrgebiet auch nicht.

Gibt es ein paar Eckkneipen noch, die noch da sind? Manche machen auch aus den Eckkneipen was Schönes, dass man da ein Restaurant noch mit dabei hat, wo man Gesellschaften feiern kann, aber ansonsten ist das eben, wie ich es ja gerade sagte, so ein dunkler Ort, mein Hund ist früher in meine Kneipen reingerannt, weil der hat auch gerne Bier getrunken und da musste ich immer hinterher rennen und ihn da rausholen, das war immer peinlich, aber. Ja.

Und das ist aber hier ist das. In der Clique, wo mein Mann drin ist, völlig normal. Völlig völlig normal. Also ja, die fahren dann auch noch alle Auto. Ne, das ist ja auch noch so ein Ding hier unten auf den Dörfern. Ätzend. Das finde ich echt ganz schlimm. Also das ist also da. Ich war schockiert, also ich kommst du aus der Großstadt und bist schockiert, wenn du aufs Land kommst. Ne, auch die Frauen, also wie ich dir schon mal sagte, also wenn ich jetzt tanzen war oder ich war mit Kollegen in der Stadt oder sonst irgendwas, ich hab mich nie besoffen weil ich wollte diesen Kontrollverlust nicht haben, weil ich musste ja noch nach Hause.

Ja. Ne. Und wenn du jetzt in Hamburg sag ich mal, ich war früher auch öfters mal in Hamburg als Teenie. Wenn du da besoffen alleine als Frau, das wolltest du nicht machen. Auch in den Neunzigern nicht so, und da habe ich dann höchstens mal meinen Wodka Red Bull getrunken, um wach zu werden, und dann habe ich damals gab es in Diskotheken immer die Swater Joe Koffeinhaltiges Wasser, ich weiß nicht, ob du das noch kennst.

Nee, auf jeden Fall, das haben wir uns immer gekauft dann. Ist gar nicht wach geblieben. Gibt's das noch? Ich glaube schon. Es gibt's wieder. Ja, what Touch Bow hieß das. Und dann haben wir uns die Flaschen immer auf dem Klo aufgefüllt, war der ja auch nicht so viel. Ja, sehr gut so. Sag mal dein Sohn, dein Sohn ist ja wahrscheinlich dann irgendwann ein bisschen größer geworden und du hast hast ihn dann nicht mehr gestillt. Wann kam denn?

Will ich wieder schön angefangen. Das wurde dann auch richtig zelebriert, ne, also Oh Mutti darf jetzt wieder was trinken, dann kaufen wir der doch mal eine schöne Flasche Wein und so ne und ja. Und dann war ich dann viel alleine mit dem Kind und frustriert, weil ich dann alleine bin und nicht raus kann.

Und dann habe ich natürlich genau wie meine Mutter Wein getrunken, das hat natürlich funktioniert, wenn er wach geworden ist und so also. Klar, man funktioniert ja trotzdem und ich habe meistens immer so eine Flasche Wein getrunken, also eine Flasche Weißwein oder eine Flasche rosé. Das war so mein mit meinem Mann zusammen, manchmal 2 bis 3 Flaschen Wein, wenn wir beide zusammen was getrunken haben, war natürlich auch mal nett, ganz klar also, als ich mich, als ich aufgehört habe zu trinken.

Da war schon der Gedanke da, Mist, den du jetzt nichts mehr trinkst. Wie machst du das dann mit den Armen und mit deinem Mann zusammen? Ja. Und da gibt es auch unglaublich viele. Wenn ich das hier so Mitkriege, bei vielen Eltern auch so viele Paare, und mein Mann sagt das jetzt mittlerweile auch, wo ich da den Strich gezogen habe, fällt ihm das auch so auf und. Das sind auch viele von seinen Kollegen sagen, dass der gemeinsame Weinabend mit dem Partner eigentlich das einzige ist, was die noch verbindet.

Ja, und da wird ja wahrscheinlich sich nicht über hochtrabende Dinge unterhalten, sondern da wird dann getrunken und dazu Fernsehen geguckt. Ja, tolle tolle Beschäftigung, irgendwie ne. Genau, aber man ist ja dann so mega cool, weil man hat ja dann zusammen Wein getrunken. Genau. Naja, zu den gehörten wir halt natürlich dann auch mal klar. Ja.

Mhm ah, jetzt erzähl mal so, als als du dann wieder trinken konntest. Da hast du auch gleich wieder zugeschlagen. Ja und? Bist du fast wieder genau die gleiche Menge geworden. Also wieder die Flasche Wein, ich Vertrag halt einfach unglaublich. Ich trinke gerne, habe ich rausgefunden. Aber nicht.

Alkohol, sondern generell. Also ich habe früher immer gedacht, ich trinke besonders schnell den Alkohol, damit ich ziemlich schnell die Wirkung habe, aber ich trinke alles. Schnell habe ich in den letzten 3 Jahren recht, also ich kann auch eine Kanne Tee trinken auf Ex, das macht nichts. Ja, lustig, das geht mir auch so, das ist ja ganz erstaunlich.

Ich habe auch immer früher gedacht, ich trinke nur Alkohol so schnell, nee, wenn ich so Wasser habe, so dreiviertel Liter, den gurgele ich fast auf Ex weg. Deswegen sage ich, ich trinke halt gerne ne. Ja. Aber das ist fatal, wenn man das mit Alkohol macht. Ich sag mal, wenn ich eine Kanne Tee auf ex trinke, dann muss ich halt viel aufs Klo, aber mehr auch nicht, aber wenn ich halt Alkohol, ich mein ich hab damit angegeben, dass ich in der Kneipe ein 05 er bierglas Echsen konnte. Toll.

Toll. Ja so eine Leistung. Was können Sie denn so? Ja, einen halben Exen. Sie haben den Job. So ungefähr. Und dann habe ich auch oft freitags abends Wein getrunken und dann gab es natürlich, es gibt ja immer Gründe, weshalb man trinken kann, dann gab es mittwochs immer Serien, die gab ja noch kein Netflix und so, dann habe ich die immer geguckt und dazu musste man natürlich Wein trinken, ganz klar, und wenn die Flasche Wein schon alle war und die Serie aber noch lief, dann musste man sich halt noch ein Glas aufmachen, weil geht ja nicht anders. Wie bescheuert, ne.

Ja, es ist total bescheuert. Ich finde es auch heutzutage total so sinnlos, aber es ist halt so ne. Ja, jetzt muss ich mal sagen, in deiner Wahrnehmung war es so ne das. Genau, aber es war in meiner Welt ja völlig normal. Das meine ich. Mit also in meiner Welt war das ja völlig normal. Wenn ich dann per whatsapp mit meinen Freunden geschrieben habe und gesagt habe, ich gucke jetzt die und die Sendung, ah, ja, ich habe mir jetzt auch schon meine Chips und meinen Wein dahingestellt, so. Ah okay.

Weißt du was ich meine? Völlig normal. Nur haben die wahrscheinlich aus der Flasche Wein nur 2 Gläser getrunken und ich habe aber die ganze Flasche getrunken. Ja. So, das war meistens so der Unterschied, aber vom. Besoffenheitsgrad her waren wir dann ungefähr gleich auf. Ich möchte jetzt noch mal auf einen Aspekt zurückkommen und zwar du hast ja gesagt wie meine Mutter, ja, und das, was deine Mutter gemacht hat, fandst du ja nicht gut, das fandst du ja schlecht.

Und wie ist denn das, wenn du erkennst für dich, dass dein Verhalten dem deiner Mutter entspricht, was du so verabscheut hast? Ganz schrecklich. Das kam schon. Später, nach der Geburt des zweiten Kindes, ja, da wurde mir das bewusst. In der Zwischenzeit zwischen dem ersten und dem zweiten Kind liegen 5 Jahre, da war mir das gar nicht so bewusst.

Da hatte ich aber auch Probleme, sind hin und her gezogen, ich musste ständig wieder neu anfangen, mir was Neues aufbauen und so weiter und sofort, was ich auch ganz gut kann, ich rede ja gerne und so als Urkortler ist man ja offen für alles Mögliche. Und dann war ich froh, als ich mit dem zweiten schwanger war, dass ich einen Grund hatte, nicht mehr zu trinken. Also da kam das schon das erste Mal, dass ich so, oh Gott, sei dank, ich bin schwanger, jetzt brauche ich mich nicht entschuldigen, wenn ich nicht trinke, da war ich das erste Mal, habe ich so gemerkt, so richtig, och Gott sei Dank und dann.

Dann habe ich natürlich nach der Geburt und nach dem Stillen und so wieder angefangen mit Trinken und naja, wieder die gleiche Menge. Wieder eine Flasche Wein. Irgendwann kann man ungefähr sagen, ich habe in der Woche dreimal getrunken und viermal nicht getrunken, das war so der Durchschnitt, wenn noch irgendwas besonderes war wie Weihnachten, dann war es halt noch mehr, aber ansonsten, das war so, kann man so sagen, ja. Und dann habe ich irgendwann gemerkt, dass meine Nerven für 2 Kinder nicht mehr so stark waren, dass ich dann, ich war viel Dollar verkatert, ich hatte so starke Kopfschmerzen, ich hatte keine Nerven, und dann fing, das fing ich an, Rumzuschreien wie meine Mutter, Ach, lass mich jetzt in Ruhe, ich brauche jetzt eine halbe

Stunde Zeit und. Was? Nicht ganz so extrem, wie sie früher, aber. Aber oder dann haben die beiden gespielt, um gegen die einen Rumzuzicken. Darf ich kurz was sagen? Nicht so wie deine Mutter, aber damals, als sie so war, warst du Kind. Ja, und möglicherweise ist deine Wahrnehmung oder ganz sicher sogar heute eine andere, als sie es damals war. Ja, und die Wahrscheinlichkeit, dass du genauso warst, ja, und auch genauso laut und so wie deine Mutter damals sehr groß ja, also ich glaube kaum, es ist. Nüchtern zu sagen, du warst jetzt anders, scheiße wie deine Mutter damals, aber gut okay weiter, Entschuldigung. Glaube was ich nicht gemacht habe ist, ich bin nicht so unter die Gürtellinie.

Das hat der lange, lange lange gemacht. Ne also ich hatte nie, ich würde niemals zu meinem Sohn, egal wie kaputt oder so ich bin ich. Ich habe dann nur gesagt, lasst mich jetzt in Ruhe, ich brauche jetzt eine halbe Stunde oder sowas, aber ich würde niemals sagen, dass er schuld ist oder dass er schlechter Mensch ist oder ich würde ich das, das könnte ich nicht, das ging jetzt nicht, also da bin ich einfach ein zu gutmütigerer Mensch, ich habe nicht diese Aggression, meine Mutter hat so eine Grundaggression.

Wo? Die herkommt, weiß ich nicht, wahrscheinlich naja, beerbung von meinen Großeltern, Flüchtlingskinder, kriegskinder. Ach keine Ahnung, alles Mögliche. Was die da alles so mit sich rumschleppen. Die Leute. Ja, aber das weißt du so was. Aber so hat es zumindestens schon mal angefangen. Und dann gab es so einen Schlüssel, da habe ich mal so ein Spielzeug gegen die Wand geworfen, weil ich so unglaublich diese Wut in mir gespürt habe, und dann gucken mich dann diese 4 Augen an, diese großen Kulleraugen, die von den beiden, und dann war ich so erschrocken, auch über mich selber, dass ich für nichts, für nichts so. So aus der Haut gefahren bin, das war auf jeden Fall ein großer Schlüsselmoment für mich.

Und dann war es einmal ein Moment, wenn wir gerade bei den Kindern sind. Naja, also der große ist ja dann immer später ins Bett gegangen, früher war das ja einfach, wir sind um 07:30 Uhr ins Bett gegangen und dann hatte ich ja frei, so, jetzt geht der später ins Bett, gerade in den Ferien, dann saß ich einfach, dann wollte ich ja nicht noch warten, bis bis der pennt, dass ich dann meinen Wein trinken kann, weil vor den Kindern Wein trinken wollte ich nicht.

Also besoffen sein von meinen Kindern. Das war auch für mich so eine so eine Hürde, ja, aber dann habe ich mir gedacht, och naja, dann kann ich halt trotzdem ein Glas Wein trinken, ist ja nicht schlimm, machen ja alle anderen auch und als ich dann den Wein getrunken habe, hat mich mein Sohn mit deinem Blick angeguckt, wie ich meine Mutter früher angeguckt habe, wenn sie besoffen war, und das hat das.

Also ich glaube in den Filmen manchmal trifft einen ja so einen Blitz oder irgendwie sowas. Ja und das das war für mich so ein Moment, wo ich gesagt habe okay aufhören. Ja. Du wirst wie deine Mutter und das war für mich, das war für mich echt der der Blick von meinem Sohn. Und jetzt gab es letztens eine schöne Belohnung von ihm.

Wir haben Silvester gefeiert und ich habe ja nur dieses eine Glas da getrunken und sonst habe ich alkoholfreien Rotwein getrunken, die trinke ich dann Silvester und dann bringe ich meine Kinder morgens ins Bett, war ja auch schon 3, als wir dann zu Hause waren, wir haben hier immer so ein befreundetes Pärchen, mit denen feiern wir zusammen und dann haben.

Dann habe ich die so hoch und die haben zusammen in einem Zimmer geschlafen. Wenn Sie beide zeitgleich ins Bett gehen, dann schlafen Sie gerne zusammen. Also wir haben ein schönes Verhältnis zusammen, die beiden Geschwister und dann guckt mich mein großer an und sagt zu mir, ich könnte mir nicht vorstellen wie das ist, von einer betrunkenen Mutter ins Bett gebracht zu werden.

Puh. Und dann habe ich den angeguckt und dann habe ich. Innerlich, habe ich gedacht, ich. Ich habe alles richtig gemacht. Ich habe alles richtig gemacht. Du kannst immer für deine Kinder da sein und der große ist so. Letztens hat mir mein Mann alkoholfreies Bier mitgebracht, das haben wir zur Probe gekriegt und das hat ja so diese Flaschen und dann saß ich im Wohnzimmer, hab mit ihm Fortnite gezockt und trink dann aus dieser Bierflasche und mein Sohn guckt mich an mit großen Augen und sagt, Mama, trinkst du da Alkohol und ich so?

Nein, guck mal, da steht alkoholfrei drauf, ja, dann ist ja gut, also ich weiß nicht warum, aber ich glaube der ist so stolz drauf, dass er behaupten kann, seine Mutter trinkt keinen Alkohol, das findet der richtig gut. Toll. Und das macht, das ist für mich die größte Belohnung überhaupt. Ja, also.

Also nicht nur die gesundheitlichen Aspekte. Ich habe da abgenommen, ich habe 20 Kilo abgenommen, meine Haut ist schöner, ich fühle mich besser, ich fühle mich fitter, meine Nerven sind, ich bin immer gleich, weißt du, Kai, ich bin immer gleich, wenn mein Sohn morgens aufsteht, und ich mache ihn zur Schule fertig, weiß halt gut, Mama braucht Ihren Kaffee, sonst hat sie schlechte Laune, aber ansonsten bin ich dann aber immer gleich, ich meine, die haben nicht dieses auf und ab, was ich als Kind erlebt habe dieses.

Oh Gott, wie ist meine Mutter jetzt drauf, sondern die wissen, ich bin immer da und ich bin immer erreichbar, wenn sie abends kommen, wenn sie morgens kommen, ich kann Sie abholen, ich kann sie hinfahren, es ist egal, was ist, ich bin immer da und ich bin immer gleich ich hab oh das, da kriege ich gerade Gänsehaut, wenn ich das erzähle, aber für mich ist das ein sehr, sehr wichtiger Punkt, weil ich glaube, dass das den Kindern ein Sicherheit, das Gefühl von Sicherheit.

Gibt genau, ich glaube also. Wollte ich gerade sagen. Ja, dieses Gefühl von Verlässlichkeit, ich kann mich auf Mama oder ich kann mich auf Papa verlassen, ja, die sind für mich da und. Und eben nicht mit diesen. Also ich glaube, so Stimmungsschwankungen, das ist ja OK, ja, wenn man mal schlecht gelaunt ist, das können Kinder möglicherweise, wenn sie ein bisschen älter sind, einordnen, aber dieses. Ich erzähl s auch, ich erzähl s auch ja genau, wenn ich mal einen miesen Tag hab, dann sag ich auch du. Ich hatte heute so viel Stress auf der Arbeit und mir geht's nicht gut, sei mir nicht böse, aber ich hab heute nicht die Nerven dafür jetzt mit dir heute Abend noch Fortnite zu zocken oder so weißt du also man

kommuniziert das ja auch anders. Genau, ja genau. Also man überfällt die Kinder nicht mit mit einer Wut oder mit sonst irgendwas Ungerechtigkeit, das ist glaube ich wichtig, dass die das bringt ja so ein ganzes Lebensbild auseinander, ja kommt das, kommt das alles ins Schwanken, wenn die nicht verstehen, was habe ich jetzt wieder falsch gemacht, ach so, ach ich bin nur da und das ist schon falsch hm ja und das das macht halt dann irgendwann depressiv ja klar kennst du.

Ja, das kenne ich sehr. Gruselig also war war dieser Blick deines Sohnes. Damals war das der Moment, wo du für dich entschieden hast, aufzuhören mit dem Trinken? Ja, also ich hatte zwar schon vorher drüber nachgedacht, dass das, was ich mache, nicht gut ist. Ja. Ich war auch schon in so einer Facebook Gruppe damals, die heißt kenne dein Limit.

Ja, ja, schwierig die Gruppe finde. Ich ja schwierig, aber damals gab es ja nicht so viel Auswahl und ich fand sie eigentlich ganz interessant, weil es mir das erste Mal aufgezeigt hat, wie unterschiedlich die Leute trinken. Ja, sehr gut. Also ne aus dem Aspekt heraus fand ich das immer sehr interessant und da habe ich mich zumindest schon mal mit dem Thema Fasten und so weiter beschäftigt.

Dann habe ich mit der habe ich zugenommen, 20 Kilo mit der Geburt von meinem ersten Sohn. Damit war ich auch nicht besonders glücklich und habe natürlich nie abgenommen, weil du kannst jede Diät auf der Welt machen, wenn du Alkohol säufst, nimmst du nicht ab. Fakt. Oder du musst dich echt so krass nur eiweißshakes trinken und so was. Aber sobald du wieder irgendwie ein Brötchen isst, Buff. Naja genau, wieso ein Popcorn, ne Buff? Das hat alles keinen Sinn.

Ja, das. Waren so die 2 Aspekte wo ich sagte Okay Pass auf wenn du wirklich abnehmen willst. Du brauchst nicht 16 8. Fasten ja, wenn du dir abends den Wein reinhaust das macht keinen Sinn genau, hat aber alles ein bisschen gedauert und dann der Blick von meinem Sohn war dann tatsächlich, das war dann.

Eben der Blitzschlag noch zusätzlich zu dem Ganzen. Ich wusste, ich muss aufhören, aber wollte natürlich nicht, weil auch ein ganzes Lebensmodell dadurch hat dann weggebrochen wäre, habe ich natürlich so gedacht, es ist nicht so gekommen, aber man denkt es ja, mein Mann hat eine, mein Mann hat eine Kneipe. Ach.

Ist aber nicht hauptberuflich. Hauptberuflich macht er was anderes macht er nur hobbymäßig mit seiner Familie zusammen, mit seinen. Bruder und mit seinem Vater mein Schwiegervater ist Braumeister in der örtlichen Brauerei gewesen, ist jetzt im Rentner und deswegen meine ich das Thema hier unten für mich. Alkohol war noch immer sehr präsent. Verstehe ja.

Und ich habe damals gedacht, wenn ich aufhöre zu saufen, dann habe ich mit all dem keinen Kontakt, verliere den Kontakt zu meinem Mann. Erst recht. Ist natürlich nicht so gekommen, das ist. Und jetzt kann ich auch in die Kneipe. Aber ich bin kein Kneipentyp, ich finde einfach nichts langweiligeres in meinem Leben, als wie da zu hocken und über die Welt zu philosophieren und mir ein Bier nach dem anderen Reinzuzimmern also gehe ich lieber auf Konzerte oder ins Theater oder renn draußen oben im Wald alleine, aber ich finde das einfach todeslangweilig. Ja, verstehe ich.

Mir fällt gerade was ein. Warte mal, ich muss, ich muss ganz kurz was erzählen, ja das sonst. Wenn der Gedanke jetzt weg ist, dann vergesse ich es. Ich habe einen Freund der kommt im weitesten Sinne aus der Gastronomie und dem habe ich mal irgendwann gesagt, ah ich würde so gerne eine Kneipe aufmachen hier in der Innenstadt ja beste Lage so eine Kneipe und da hat er gesagt, nee mach das nicht, ich sage warum denn nicht ja sagt er erst mal.

Personal war damals schon schwierig, ja die Klauen alle. Dann hast du so gut wie nie frei. Aber, sagt er, du wärst dein bester Kunde und da habe ich damals, ich fand das immer 25 Jahre her, ja, es war weit, bevor ich darüber nachgedacht habe, mal nicht mehr zu trinken, aber da habe ich gedacht, ist so ja keine gute Idee, also das Hobby, das Hobby zum Beruf machen, wäre in dem Fall eine schlechte Idee gewesen und? Okay tschuldigung, also das musst du lieber kurz mal. Es ist ja auch tatsächlich eine schlechte Idee. Also gut, die müssen ja nicht davon leben, das ginge auch gar nicht, das ging ja gar nicht, aber warum haben die das gemacht?

Ich habe dir vorhin gesagt, dass sich die ganze Clique, hier die Clique von meinem Mann und so, die haben sich ja schon immer in Kneipen getroffen, die machen das, damit die anderen einen Anlaufpunkt haben, wo sie saufen können. Und für mich ist das im Grunde eigentlich ist es nichts anderes, wie die verdienen das Geld damit, den anderen die anderen Leute die Droge auch noch zur Verfügung zu stellen.

Klar also die verdienen alle ihr Geld, damit andere Leute umso alkoholabhängiger du bist, umso besser ist. Das ja, logisch klar, der Kneipier ist am Ende nur ein Dealer. Ja. Ich finde das so erschreckend, das kann mir dann, also es ist so, ich finde es eigentlich abartig, muss ich sagen, dass es das System eigentlich so gibt allgemein, so wie es in Deutschland läuft, finde ich das nicht so schön, ich will, wir brauchen strengeren Regen, es kann ja so nicht weitergehen, dass Alkohol dermaßen so verherrlicht wird und auch dieses kulturelle deutsche Land ist.

Was soll denn das für eine Kultur sein, sich zu besaufen? Ja. Also. Bescheuert, ja. Ich meine, jetzt habe ich viel über meine Mutter rumgehackt, aber sie hatte auch gute Aspekte und sie ist, sie weiß, was Alkohol alles Schlimmes kaputt macht, weil sie sie weiß ja nicht betroffen ist. Klar, das bleibt aber ja, ich muss da manchmal jetzt drüber lachen, mittlerweile aber selbst sie sagt, als sie damals mitgekriegt hat, dass ich kiffe. Dann hat sie zu mir gesagt, ist zwar nicht ganz in Ordnung, aber ich finde es besser, du küsst, als wenn du besoffen draußen rumrennst und sie ja sagt dann immer, weil sie hat es im Krankenhaus hat sie die Sache miterlebt, was was die schlimmsten Alkoholiker, was

dann auch aus denen passieren kann. Also es ist schon. Auch diese Alkoholindustrie, dieses Verherrlichen, wenn die da über ihren Alkohol sprechen, und wenn die über ihre Biere sprechen, und dann wollten die jetzt ihr eigenes Bier herstellen und ach Gott, wo ich denke, so, Nein bitte hör da auf.

Ja. Ich find's nicht gut, aber ja. Wie kommst du denn heute damit klar, dass dass du nichts trinkst und die anderen trinken? Das ist für dich nicht so gut, ne? Doch ich fühle mich manchmal wie wie der bessere Mensch. Ja. Klingt ein bisschen blöd, aber ich, ich sag mal als Beispiel, sage ich jetzt mal, wir hatten hier Weihnachtsmarkt im Dorf und dann haben die alle Glühwein getrunken und ich habe mich mit Kinderpunsch betrunken. Ich hatte da einen zuckerstock, glaube ich, ich war total drüber.

Echt so viel Kinderpunsch getrunken? Naja, wenn man mal überlegt wie schnell die anderen alle Glühwein trinken, wenn du dann jedes Mal wenn die Glühwein trinken einen Kinderpunsch bringst, dann merkst du erstmal wieviel die eigentlich trinken. Ich konnte nachts nicht schlafen weil ich so viel Zucker hatte und dann kam eine Freundin auf mich zu, die auch trotzt, dass sie Krebs hatte ja das musst du dir mal überlegen, die hatte die.

Die hatte Krebs und raucht und trinkt jetzt wieder. Aber ja, ich habe aufgehört zu versuchen, den Leuten klar zu machen, dass das schädlich ist, was die machen, weil die wollen das nicht hören, die kamen dann auf mich zu und hat dann gesagt, ich war ganz ungeschminkt, ich bin meistens ungeschminkt, kam sie auf mich zu und meinte, du hast so eine schöne Hautfarbe, du hast so ein Pointer. Ach ja, aber du trinkst ja auch nichts. Und dann habe ich mir gedacht, ja, hör doch auch auf mit saufen, dann siehst du auch hübscher aus, also. Naja, das ist so wie ja weiß ich nicht, wenn man sagt, Ah, du hast so dunkle Haut, naja du bist ja auch in Afrika geboren, ja das ist Fakt, ja, aber das ist ja ich meine Ah ja. Du trinkst ja auch keinen

Alkohol. Ja, dann hast du es ja besser als ich, ich muss ja trinken, es geht ja nicht anders. Aber so fühle ich mich dann oft. Also ich komme damit wirklich gut klar, womit ich nicht gut klarkomme ist, wenn es kippt, wenn die Angesäuselt sind, dann habe ich, kann ich mit denen Spaß haben und so, das macht mir nichts, aber wenn das kippt und dieser Silberblick kommt so dieses.

Betrübt. Diese betrübten Blicke kommen, dann kann ich mit denen nichts anfangen, mit niemandem, auch mit meinem eigenen Mann nicht. Was machst du dann? Ich geh. Ja. Ganz einfach. Ich geh dann auf schlafen oder so. Entschuldigung, wenn ich dich schon. Nee, war alles gut. Quatsch, immer so viel, aber wenn der betrunken nach Hause kommt, gucke ich dann mal, dass ich vorher schon im Bett bin.

Ich hab hier mein eigenes Zimmer. Weil er auch so viel schnarcht und so. Ich brauche meine Ruhe, wir schlafen getrennt und wenn es nicht wegen dem Alkohol, sondern schnarchen und dem ganzen Zeug und ich habe auch die Kinder ab und zu da und so und das ist für mich einfacher und ich gucke dann immer, dass ich ihm gar nicht erst begegne, weil ich dann weder Bock auf die Konversation habe, mich mit ihm zu unterhalten noch sonst irgendwas. Vor allen Dingen schon mal schon gar nicht auf Küssen oder Sex. Also das nee, weißt du.

Wie das mit dem Schnarchen deutlich besser wird. Ja, ohne Alkohol. Genau, also nicht nicht ganz, ja, aber mit mit ohne Alkohol ja, also sowieso schon mal. Ja, also dieses besoffene Rumgeschnarche bleibt weg und ohne Alkohol fängt man irgendwann mal an abzunehmen normalerweise. Und das Gewicht macht auch Wesentliches. Ja, also trägt auch zur Schnarcherei bei, ist so naja. Er trinkt halt.

Ihr macht ja jetzt gerade diesen Dread dreadorary. Jetzt hat er eine Woche nichts getrunken, heute ist er auf dem Weg nach München, das ist vielleicht ein bisschen fatal. Oh, das ist wunderbar, ich wünschte, es würde so bleiben, ne, ich wünschte es würde. In München ist. Nein, das hat. Die musste ich mir jetzt gönnen.

Also manchmal. Manchmal kann auch nach München ne und manchen Tagen kann auch ruhig länger bleiben. Nein Scherz, aber das gefällt mir gerade richtig gut und er sieht so frisch aus und ja das. Aber es wird nicht so bleiben. Er ist da so tief drin und egal wo er sich, wenn er aufhören würde würde für ihn alles Mögliche wegbrechen.

Das ist so schlimm, die Freunde in dieser Kneipe würden ihm wahrscheinlich die Rücken, weil im Grunde sind sie Natalie Stüben auch schon, man sucht sich ja sein Umfeld in dem es passt. Also du suchst dir ja deine Gruppen. Ah ja, der trinkt aber noch viel mehr wie ich. Genau. Der muss aber immer kotzen. Ich nicht.

Ja, genau. Und das würde alles. Ich weiß nicht, das würde wegfallen, das würde wegbrechen und es ist hier schon hier unten in Süddeutschland ein extremer sozialer Druck mit dem Trinken, das trinken wir alle immer, wenn man umzieht. 2. Kasten Bier wenn man jemanden die Steckdose repariert, einen Kasten Bier, wenn man weißt du was ich meine, es wird alles genommen um was zu trinken.

Ja, okay. Du holst dein Kind vom Kinder vom Kindergeburtstag ab. Als Mann kriegst du eine Flasche Bier in die Hand gedrückt, als Frau Kum Sektchen beim Kuchenverkauf für Fußball Kindergarten schleppen die ihre Flaschen Sekt alle mit. Das ist übrigens auch ein Punkt, die nicht akzeptieren. Wenn ich nichts trinke.

Wenn ich sage, ich trinke nichts, kommen die meisten, gucken dann ein bisschen verstört, manche erklären mir dann ihren eigenen Konsum, ich trinke mir eigentlich gar nicht so viel und so oft trinke ich ja eigentlich auch nicht, und ich denke mir immer so, Ach komm, lass sein, dich nicht bei mir. Verteidigen akzeptiere einfach nur, dass ich nichts trinke, aber erzähl mir nichts von meinem Konsum.

Ich blockiere das eh nicht. Genau. Also, aber es kommt jedes Mal irgendwas, versuchen die sich sofort zu verteidigen finde ich manchmal auch amüsant und bei diesem Kuchenverkauf, bei diesen Mutti Sachen aus dem Kindergarten oder so, das ist ja brutal was. Die. Sich da an weghauen. Und wenn du dann sagst, du trink doch, komm, trink doch noch ein Gläschen, trink doch noch ein Gläschen, das ist gar nicht.

Wenig. Ja ja, und dann sagen die, wir trinken wenig, aber oft und dann viel ne. In hier immer diesen Aperol ne. Ja, ja, das ist, weißt du, gerade so, diese Hugo Aperol, diese Shi Shi Getränke, ja, die kaschieren ja eigentlich nur, dass man sich ja auch. Horn reinziehen könnte, weil es geht da nicht um den Geschmack in der Regel, sondern es geht um die um den Effekt.

Und bei diesen schicken Getränken geht es darum, dass ja auch noch fancy aussieht, ne? Ja, ja klar, aber im Grunde geht es nur, dass dass er in. Der Zentrale landet ja. Ja, also das ist also. Natalie Stühm hat ja mal so ein Beispiel, man muss sich das Mal vorstellen, die würden alle Koks. Ich habe das mal gemacht, also nicht geguckt, aber mir das vorgestellt.

Es gibt hier so so Fasching, Fastnacht und so, dann gibt es Kinderball, es gab keinen Kaffee, aber Sekt, so fand ich scheiße, weil ich wollte einen Kaffee haben wir auch keinen gekriegt und da habe ich mir vorgestellt, was Bird eigentlich, wenn die ganzen Muttis da jetzt sitzen würden und sich alle in den Leim ziehen.

Ja, genau. Also müssen wir mal machen. Es macht Spaß oder auch wenn die in der Kneipe sitzen. Ich habe ja aber so eine bildliche Vorstellungskraft. Dann stell ich mir manchmal vor und Lach da über die. Annika, Ich möchte jetzt noch mal zu dem Punkt kommen, 3 Jahre. Was hat sich in der Zeit verändert für dich? Also körperlich einiges.

Ich hab über 20 Kilo abgenommen, ich fühle mich total gut, meine Haut ist super, die ersten. 4 Wochen waren schon sehr schwierig, muss ich sagen. Die erste Woche war relativ leicht, in der zweiten Woche ist es mir schwer gefallen und was natürlich auch noch der Punkt ist, du kannst dir dein Leben nicht mehr schön laufen, man trinkt schon, also ich vor allen Dingen wenn man so viel alleine bringt wie ich so ein Alleintrinker ist vor allen Dingen dann trinkt man schon auch ein paar Gedanken und Sachen Probleme weg.

Und damit muss man sich auch auseinandersetzen dann, da musst du eine neue Strategie finden, wie du damit umgehst. Und wie hast du die gefunden? Was machst du, wie gehst du damit um? Ich bearbeite das, ich sag mir okay hast du ein Problem, sag ich mal. Die Arbeit gefällt dir nicht, deine Arbeitskollegen sind Scheiße. Und dann sagst du dir okay was sind meine Möglichkeiten? Und dann gehe ich das durch.

Ich kann die Arbeit wechseln, ich kann das ansprechen, was ist jetzt der einfachere Weg, was ist der schwierigere Weg oder ich gehe schlafen, ziehe mir die Decke über den Kopf, denke mir, ihr könnt nicht alle mal am a Punkt Punkt lecken, geh um 09:00 Uhr ins Bett, mach das Licht aus, lese mein Buch und Schlaf.

Ja. Schlafen das Schlafen ist auch eine Sache geworden, die mache ich jetzt seitdem unglaublich gerne. Man schläft so viel schöner und man träumt wieder so schöne Sachen, wenn man nicht besoffen ins Bett geht, das ist ja auch erst kannst du ja voll gut einschlafen, wenn man besoffen ins Bett geht, aber dann bist du 23 Stunden wach und dann hast du so einen Kopf Brand und ach komm und jetzt schläfst du, schläfst du durch, wenn du halt mal nicht gut schläfst, dann schläfst du halt mal nicht gut, das ist aber. Nicht schlimm ist nicht so schlimm. Weil ich hab morgens nicht so im Kopf, dann trink ich halt 3 Tassen Kaffee.

Ist halt schon so. Sag mal 20 kilo das also bei 20 Kilo, das ist ja wirklich krass. Ja, was sagen denn die Leute dazu, als sie so festgestellt haben, du wirst immer dünn haben die gesagt, hast du Krebs oder was haben die gesagt? Du siehst aber gut aus und dann kommt noch mal die Frage, was hast du denn gemacht? Und dann sagt ich hab den Alkohol weggelassen. Ach echt.

Ja, ich habe aufgehört zu trinken. Ich habe als erstes also kommuniziert, habe ich das, dass ich ein Jahr mal ohne sein möchte innerlich, aber ich werde nie wieder was trinken, aber um mich nicht 1000 mal erklären zu müssen, habe ich gesagt, ich mache ein Experiment mit mir, ich möchte mal ein Jahr nichts trinken, auch um abzunehmen und.

So ja, voll gut. Und dann war es okay für alle. Und dann hat das auch funktioniert. Und ja, mal gucken echt alle immer blöd ne. Also wenn ich sage ja ich habe dann einfach aufgehört mit Alkohol trinken ne muss man sich aber erstmal erklären und sagen ich war jetzt nicht die Alkoholikerin die ihr euch darunter vorstellt, aber ich habe meine Flasche Wein halt schon getrunken am Abend ne ja so viel trinke ich auch nicht, ich konnte dann immer denke ich mir so klar soll ich mal entscheiden. Ja, genau.

Und ja, und da fühlen sich dann viele dann doch schon auf den Schlitz. Getreten, klar, und dann sagen die Ah 20 Kilo, Ach so, du trinkst nicht mehr. Ja nee, denn schade, ich würde die auch gerne abnehmen, aber den kann ich halt nicht abnehmen. Ja, das sagt jetzt so keiner. Nee, aber das denken die ja dann. Ne, das denken die.

Und ich sage dann auch immer, es war für mich dann doch. Es ist für mich im Endeffekt einfacher gewesen, aber. War mir immer Alkohol aufzuhören, als hätte ich, müsste ich mein Leben lang auf Kuchen verzichten zum Beispiel. Ich habe auch das erste Jahr, wo ich keinen Alkohol getrunken habe, ich habe Kuchen gegessen, Kalk, glaubst du nicht, ich hätte eine Konditorei aufmachen können, das war so meine Ersatzdroge, mittags erstmal nach einem Kaffee schön Torte, oh jetzt kann ich keinen Kuchen mehr sehen, mach das nicht an.

An uns auch vorbei mit Kuchen. Aber ich habe das. Abgenommen trotzdem. Und obwohl ich mir morgens einen schönen Nutellabrot eingezimmert habe, habe ich trotzdem abgenommen. Ja top, das reguliert sich ja auch irgendwann mal ein. Also dieses diese Gelüste die man da hat am Anfang irgendwann ist man gut damit.

Und ja, jetzt, jetzt habe ich da eigentlich gar nichts mehr. Interessant finde ich auch, dass ein paar Sachen, die ich früher auf den Alkohol geschoben habe, dann doch tatsächlich ich bin. Sag mal ein Beispiel. Sachen aufschieben, wichtige Sachen, Papiere, Aktenordner und so ein Kram. Das ändert sich nicht. Dann meine verplantheit ich lege Sachen irgendwo hin, renn irgendwo rum und finde sie dann nicht mehr, mein Chaos sozusagen mein organisiertes Chaos.

Das bin auch ich, dass ich gerne laut und viel Rede bin auch ich ja solche Sachen zum Beispiel, da habe ich früher immer gedacht, Ah ja, klar, das ist total klein, weil ja auch einen dicken Kopf hast vom Saufen, aber nee, das gehört zu meiner Persönlichkeit. Interessant, ne? Ja. Aber das ist du.

Ich finde, das sind ja alles Sachen, mit denen kann man ja irgendwie gut klarkommen, oder? Jedenfalls? Kein. Thema hast du denn? Hast du deine Ernährung auch umgestellt oder war es wirklich nur das Trinken weglassen? War nur das Trinken, das war nur das Trinken und dadurch hat sich automatisch die Ernährung umgestellt. Also gut der Kuchen halt am Mittag, aber ich habe festgestellt ich mag abends gar nichts essen, dann wird mir schlecht.

Interessant, Ja. Ich esse morgens Frühstück ist für mich das aller Allerwichtigste, nicht frühstücke zweimal, einmal um 6, mein Nutellabrot mit meinem Sohn und dann später noch mal Müsli. Dann mittags Mittagessen ist ganz ausschlaggebend. Wichtig für mich, da kann ich auch alles essen, Schnitzel, Pommes, Spaghetti, bolo egal was und dann nachmittags was Süßes und dann war's das.

Ok, ja. Ich könnte ein bisschen gesünder ernähren, habe ich mir jetzt vorgenommen für dieses Jahr. Mal wieder ein paar mehr Nüsse essen und per Vitamine mehr zu mir nehmen. Aber ansonsten habe ich das nicht umgestellt. Ich wollte ja auch wirklich als Experiment mal wissen, wie sich der Körper komplett umstellt, wenn man nichts mehr trinkt. Ja, schön krass, oder?

Das wollte ich dann wirklich als Experiment mal machen. Und dass es solche Auswirkungen hat, hätte ich nicht gedacht. Aber ist klar, der Heißhunger auf das fettige Süße Fast Food Essen ist weg. Ja. Die zusätzlichen Kalorien. Klar sind. Natürlich sowieso weg. Ja gut, ich bewusst da gar nicht. Und sag mal deine Mutter, was sagt die dazu, dass du nichts mehr trinkst?

Findet die das? Hat die das Mal kommentiert oder? Nö, die sagen nur so. Ja, das ist natürlich auch wenn man dann, wenn das dann kommentiert wird, dann bleibt ja eigentlich nur festzustellen, okay, sie hat es geschafft, ich nicht. Mein Mann genauso, mein Mann ja genauso. Also manchmal zieht er mich dann ein bisschen damit auf, wenn ich dann wieder gut gelaunt bin am Wochenende und unternehmungslustig bin und hier die Berge hoch und runter rennen kann mit meinen Kindern liegt er da und man.

Macht nichts und das ist halt dann schon ein großer Unterschied. Klar. Aber was für mich manchmal auch, also jetzt so nach den 3 Jahren auch sehr anstrengend wird. Ich habe eigentlich keine, ich will auch mal liegen bleiben, ich will auch mal nicht. Alleine draußen rumrennen und die Viertel sein.

Ich würde, ich würde das gerne zu zweit machen. Ich habe insgeheim auch gehofft, dass ich, ich habe gedacht, so eine Art Vorbildfunktion würde funktionieren, aber. Hat nicht geklappt. Hat nicht geklappt. Also ich habe es echt gehofft, ich habe echt gehofft, dass wenn ich einfach als Vorbild vorne bin und aufhöre.

Diese Struktur wirklich durchbreche, die hier so herrschen, dass ich dann als Vorbild dienen könnte, aber. Geht nicht. Bei niemandem. Meine Schwiegermutter beneidet nicht, da drum immer ein bisschen, die müsste sogar weil sie schlechte Leberwerte hat, aber es schafft es nicht länger wie 3 Monate und.

Finde ich schade. Schade finde ich alles im einen schade und ich habe auch Angst, dass mein Mann der ist groß und stark und der hat gute Gene und den Haut es nicht so um wie es einen normalen Menschen vielleicht umhauen würde, weil er einfach irgendwie Glück hat, dass er wirklich was Gutes mit auf den Weg gekriegt hat. Ich habe Angst.

Also ich habe Angst, dass ich. Ist auch noch mal ein Grund, weshalb ich nüchtern bleiben möchte oder allgemein geworden bin. Ich muss, ich muss für die Kinder da sein, einer muss der starke Pfad sein was ist wenn der andere wegnickt und ich habe da Angst. Also der wirbt demnächst 40 und es ist so schlimm, wenn er auf Geschäftsreisen ist, die Geschäftsleute.

Mittags müssen die schon Wein trinken, es geht ja nichts ohne Alkohol, die werden ja regelrecht alle abgefüllt beim Essen, beim auf Messen. Also alles hat mit Saufen, saufen, saufen zu tun. Ich find's so schlimm, dann wird man mal für 3 Tage nach Mala eingeladen zum Durchsaufen, da kriegt man noch die gleichen Anziehsachen, da rennen sie alle gleich durch die Gegend, da für mich die Hölle ich komme mehr aus dem Rock und Metalbereich Ballermann für mich Hölle auf Erden. Wie war da mal für einen Tag, das hat gereicht, nie wieder. Also diese ganz genau wie Karneval, Fastnacht, die ganze Mucke, alleine schon dieses Schlagerparty gedöns, also kannst du ne ne du kannst mich 3. Du kannst mich ne Woche bei Rock

am Ring einsperren, meinetwegen schaffe ich auch nüchtern aber nicht. Ne Slayer wird da nicht gespielt auf dem. Karneval leider nicht. Aber er ist da halt voll drin in diesen Kreisen, der ist voll drin in diesen Kreisen und das, das macht mir Angst. Wie lange geht das noch gut und vor allen Dingen denke ich mir manchmal, wenn ich ihn angucke, was könnte aus dem werden, wenn da nichts drin? Jetzt.

Gut würde der aussehen und wie fit wäre der, wäre ein super Sportler glaube ich. Aber jetzt muss ich mal eine Frage stellen oder ich stelle das mal in den Raum und muss da gar nicht drauf antworten. Aber ich frage mich, wenn ich das so höre, wie stabil muss eine Ehe sein, um das auszuhalten, langfristig. Also wir sind schon ziemlich dicke. Wir sind seit 16 Jahren zusammen, wir haben Fernbeziehungen hinter uns am Anfang, ich bin aber auch ich bin eine treudose Tomate.

Also ich kann dieses, also wir haben ja vorhin viel über meine Vergangenheit gesprochen und das Ding, dass ich jetzt in einem Haus lebe und dass ich eine Familie habe und dieses klassische Familienleben lebe ja, ich arbeite nur 50% und mache den Haushalt und mache alles alleine mit den Kindern und den Haushalt, ich mache alles komplett alleine.

Sehe ich als Geschenk. Für mich ist das ein Geschenk. Ich habe ein Zuhause und das ist oh dann, ich war schon wie oft, wir haben auch mal ein halbes Jahr quasi getrennt gewohnt in dem Haus, weil wir so einen Stress hatten. Aber Trennung kommt für uns beide, würde für uns beide nicht so in Frage kommen. Wir sind nicht die Typen dafür, die also ich schon mal gar nicht, ich bin gar nicht der Typ dafür, der Hinzmeißt bevor ich nicht alles versucht habe.

Ich kann ich bin sehr sehr geduldig, habe ich ja gelernt müssen auch als Kind schon immer mich zurückzustellen, immer auf die Bedürfnisse anderer einzugehen ich. Ich komme sehr gut alleine klar. Ich bin ja immer alleine gewesen, mein Leben lang und das bringt mich jetzt als Erwachsene nicht mehr in Verzweiflung, alleine zu sein.

Ich lese dann ein Buch, ich male, ich gucke mir eine Serie an, Langeweile kenne ich eigentlich gar nicht, auch ohne Alkohol nicht, also ich kann ganz prima mit mir selber klarkommen. Was ich als Stärke empfinde. Für mich ist das eine persönliche Stärke. Ich liebe dich. Du alles gut? Ja, das war jetzt nur so aus der Distanz mal in.

Den Raum gestellt ist es für Außenstehende bestimmt schwierig. Das, was ich da mache, schwierig nachzuvollziehen, sicherlich. Aber ja, ich möchte es nicht auftreten. Du ist doch gut, ist doch alles fein. Ja, das ist. Es wäre nur schön, aber mit reden komme ich da leider auch nicht viel weiter. Ne, er weiß, dass ich es gut finde, wenn es nicht so wäre, weil es bringt ja so viel mit sich, nicht nur das gesundheitliche, dann weiß ich manchmal nicht, ich kann es mir dann denken, dass er zwar da in seiner Kneipe ist, aber ich weiß ja nicht was er macht.

Was macht er auf Geschäftsreisen, wenn er total besoffen ist? Was macht er auf Malle, wenn er total besoffen ist? Weißt du was ich meine? Darüber darf ich mir bewusst keine Gedanken machen, ich glaube, sonst würde ich wirklich verrückt werden. Okay ja. Und die finden ja immer einen Weg. Als Corona war da haben sie sich auf einem leerstehenden Grundstück ein heimliches Badezimmer, damit die sich da treffen können, damit sie da saufen können. Weißt du was ich meine?

Das ist einfach so, es ist hier so zentral. Es ist so krass zentral und es ist nicht immer nur Weihnachten bei meinen Schwiegereltern Kai, die haben 8, nehmen 6 Flaschen Champagner getrunken, eine Kiste Bier und noch Sekt und es haben nur getrunken, Leute, 6 Leute haben. Getrunken. Crazy und. Das für die normal. Es ist für die normal.

Ja. Klar, ich habe meinen Weg gefunden. Wenn ich dann nach Hause fahre und ich weiß, er schläft dann halt ein, wenn ich die Kinder ins Bett gebracht habe, dann habe ich halt meine Ruhe, dann stört mich das nicht, dann gehe ich in mein Bett, dann lese ich mein Buch, dann gucke ich mein Fernsehen, ich bin es ja gewohnt, alleine meine Sachen zu machen.

Wünschen würde ich mir das auch anders, aber es wird auch irgendwann mal der Zeitpunkt kommen. Er geht zum Beispiel, er müsste unbedingt mal zum Arzt gehen, aber ich glaube, der geht nicht zum Arzt, weil der Ärztin sagen würde, er müsste dann weniger trinken. Irgendwann. Wird es kommen und dann bin ich da, hoffentlich, weil wenn ich weg bin, dann bin ich weg, dann komme ich nicht weg. Meistens ist das so gewesen, ob das jetzt nicht da so ist, weiß ich nicht.

Aber ich wünschte mir, ich. Ich wünschte mir, das hätte damals funktioniert mit der Vorbildfunktion, dass man dann sieht, ach guck mal, die lebt ja noch, die hat sich nicht in Luft aufgelöst, weil sie nicht mehr darin teilt, sieht besser aus, mein Leben ist Bereichernder geworden, ich gehe manchmal um 09:30 Uhr ins Bett, ja, und wer sagt mir denn, dass es uncool ist? Wer hat mir vorzuschreiben, dass es uncool ist, um 09:30 Uhr oder um 9 ins Bett zu gehen, sagt mir doch keiner ist. Doch.

Nicht wurscht. Genau. Das habe ich auch gelernt. Einfach nur das zu tun, was mir dann auch gut tut. Und ich habe mir neue Rituale eingebaut. Das mit dem Tee abends trinke ich meinen Tee, das ist nur mein neues Ritual. Aber ansonsten ich wünschte es wäre dann anders, dass die da alle mal ein bisschen weniger trinken würden, aber.

Ja, kommt ja vielleicht irgendwann noch mal. Ich weiß noch nicht, was man da machen soll. Aber klar, da gibt es immer schöne Tipps und so habe ich mir auch schon alles angehört. Ach was soll man da machen, wenn man da in so kreisen die so drinne sind in diesem Thema und für die das ja quasi so eine Art Lebensinhalt ist.

Ja. Was macht man denn dann? Ich kann es dir nicht sagen, ne das. Ist schwierig, ne. Ja, Annika. Entschuldigung. Nein, wir müssen was ich. Ich finde nee, sag du mal, ich finde. Ich finde das als Außenstehenden sowieso krass, weil mir immer mehr auffällt, wieviel Alkohol in der Gesellschaft getrunken wird. Also wenn ich mit meinen Kindern auf den Spielplatz gehe, gibt es noch 2 Mütter, die trinken Sekt, dann gehe ich mit den Kindern, weißt du was ich meine, also es ist immer und überall. Alkohol da und ich möchte gar nicht wissen. Ich glaube, dass das tatsächlich ich glaube, ich war keine Ausnahme, diese einsamen Frauen, die abends mit denen, wenn die Kinder schlafen, zu Hause sitzen

und sich einen Wein aufmachen. Ich glaube, davon gibt es eine Ganze. Ganze davon gibt es Millionen mit Sicherheit. Ja ja, komisch, also meine Wahrnehmung hier im Norden ist eine andere, muss ich tatsächlich sagen, aber gut, ich gehe nicht mehr auf den Spielplatz, ich gehe nicht in die Kneipe, ich.

Vielleicht. Also vielleicht ist auch meine Wahrnehmung verkehrt, aber naja, Annika, Wir müssen mal zum Ende kommen, sag mir doch mal, welchen Tipp hast du denn für deine Hörerinnen und Hörer? Ehrlich zu sich selber sein. Das ist gut. Glaube ich. Das ist das, was unterm Strich mir dabei geholfen hat.

Es war ein langer Prozess. Von dem ersten Gedanken, du solltest aufhören zu trinken, bis ich aufgehört habe zu trinken. Das ging, war natürlich, das ist wie mit dem Rauchen, du zündest dir eine Zigarette an und denkst dir dann in dem Moment Mist, eigentlich sollte ich aufhören, klar so und ehrlich mal ehrlich sein, das tut weh, am Anfang tut es weh, wenn man sich mal darüber bewusst macht, wie bescheuert das ist, dass man dann abends.

Wenn man dann ein Kind vom Sport abgeholt hat, noch bei Edeka anhält und in den Laden reinspringt, um sich doch noch die Flasche Wein zu kaufen, weil man es nicht geschafft hat, weil am Morgen hat man sich noch gesagt, heute Abend trinke ich nichts und am Abend springst du noch schnell kurz vor Ladenschluss bei Edeka rein, während deine Kinder im Auto sitzen, kaufst du die Flasche Wein und da muss man einfach mal ehrlich sein und das ist nicht immer schön, das ist sicherlich.

Kein Ja, verstehe ich okay. Also das wäre mein das. Ist dein Tipp ja sehr gut, wunderbar. Und sag mal, wen möchtest du denn grüßen, Annika? Eigentlich niemanden. Niemanden okay gut überspringen wir das, dann danke ich dir fürs Gespräch. Ja, Kai, ich danke dir auch weil ich kann nie über dieses Thema Alkohol so wirklich sprechen, weil das hier einfach keiner heim wird. Hm verstehe ich ja.

Und deswegen war mir das jetzt echt mal einfach am Anliegen, einfach mal zu sprechen. Ja, jetzt wirst du mehrere 1000 Ohren haben, Ohren, Paare, die das hören und vielleicht nachempfinden können, ja vielleicht auch nicht. Und ja, ich finde es gut und wichtig, dass die Geschichten erzählt werden, vielen Dank dafür.

Bitteschön, ich hoffe nur, dass ich nicht so viel im Thema hin und her gehüpft bin, weil. Ach, alles gut. Da so viele verschiedene Sachen immer waren. Alles gut. Alkoholverbindung. Mach dir keinen Kopf, alles ist gut. Alles Gute für dich und deine Folge wird schon Mittwoch, Donnerstag, Freitag in 3 Tagen zu hören sein.

Alles Gute für dich, Tschüss. Danke, Tschüss. Danke, liebe Annika, für diesen schönen Austausch und für die anderthalb Stunden, die du mir geschenkt hast. Ja, ich habe es ja eingangs gesagt, es gibt ein Easter Egg in dieser Folge. Ich habe nämlich irgendwann an einer Stelle mal gesagt, ich verrate jetzt etwas, das ich noch nie erzählt habe, und dazu ist es nicht gekommen, also kann ich mein Geheimnis für mich behalten und im Moment weiß ich gar nicht mehr, was ich da erzählen wollte, müsste ich noch mal reinhören, das wird sich hoffentlich auch für mich mal aus dem Kontext dann ergeben. Ja, aber so habe auch ich meine Geheimnisse. Kein Geheimnis ist, dass ich für die nächste Woche schon eine Folge aufnehmen konnte, da habe

ich nämlich mit dem Lieben Udo Gesprochen und Udo ist der Mann von Annette und wenn du mir eine gute Hörerin oder ein guter Hörer sein möchtest, dann bereite dich auf diese Folge vor, denn mit Annette habe ich in der Folge 171 gesprochen, das war im Juni 24 und der Udo erzählt so ein bisschen, wie er das damals wahrgenommen hat, zum Ende hin gibt es noch was irgendwie schönes und. Ist bin ich mal gespannt was draus wird und Udo erzählt auch seine Geschichte und das war mir vorher nicht klar, weil wir uns ja nicht kannten und ich auch gar nicht nachgefragt habe vorher, denn Udo hat eine ganz eigene Geschichte zu erzählen und die ist wirklich wirklich spannend. Also du musst noch ein bisschen

warten und bis es so weit ist, denk immer dran tanzen kann man auch auf Brause.

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