
Tanzen kann man auch auf Brause· Staffel 1· Folge 234
Folge 234 - Interview 181 - Julia
Freitag, 5. Dezember 2025 · 1 h 43
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Shownotes
Ich spreche heute mit Julia.
Julia lebt seit ca. 14 Jahren in Italien, trinkt seit fast einem Jahr keinen Alkohol mehr und hat dafür gute Gründe. Unter anderem hat ihr Vater sich dem Alkohol derart hingegeben, dass es ihn das Leben gekostet hat.
Das Leben ohne Alkohol gefällt ihr richtig gut und es gibt einige Parameter, an denen sich das auch festmachen lässt.
Ein intensives Gespräch über die Freuden des Lebens ohne Alkohol. Freu Dich drauf!
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Hallo und herzlich Willkommen zu tanzen kann man auch auf Brause. Heute hörst du die 234 Folge und das 181 Interview und heute spreche ich mit Julia und bevor ich auf Julia eingehe, möchte ich noch einen Gruß Gruß werden und zwar an Thorsten. Der mir einen Link geschickt hat von einer Sektwerbung. Die Vögel nennen sich Sekosoziale und die Sagen mit Sekthaltung zeigen hä naja ich habe das kommentiert und habe ihnen geschrieben wie bescheuert wir kämpfen für eine Kultur in der Trinken nicht mehr nötig ist.
Ihr macht das Gegenteil, da habt ihr ja eine tolle Legitimation fürs Saufen gefunden. Danke für gar nichts. Also ich find es ja schön, wenn man Haltung zeigt gegen rechts, gegen Links, gegen was auch immer, was einem gerade nicht passt. Dann aber die Sauferei vorzuschieben und zu sagen, wenn du unseren Stoff trinkst, dann zeigst du Haltung, ja, die mögen auch was Spenden für die gute Sache, das mag alles sein, aber das mit Alkohol zu begründen, zu sagen, Hey trink, dann tust du was Gutes, das finde ich völlig geisteskrank also. Danke, lieber Thorsten für den Hinweis und nicht danke dafür, dass du damit wirklich meinen Puls hochgeschickt hast. Ich finde das so bescheuert, aber gut, sowas gibt's in dieser Welt, es ist crazy und ich
finde, wenn die das schon machen, dann sollten sie wenigstens noch irgendwie eine alkoholfreie Variante bewerben, aber nur Alkohol, nein. So ja, sage ich zu Julia. Julia hat sich bei mir gemeldet, freundlicherweise, wir haben kurz telefoniert, haben dann sofort einen Termin ausgemacht, damit in dieser Woche eine neue Folge erscheinen kann.
Du weißt ja, ich bin immer knapp an Gesprächspartnern und Julia hat sich zur Verfügung gestellt, vielen, vielen Dank dafür, liebe Julia. Und ich kann dir versprechen, das Gespräch ist wirklich gut geworden. Die Julia lebt in Italien, seit zahlreichen Jahren, kommt ursprünglich aus dem Allgäu. Wir sprechen darüber, wie die Menschen im Allgäu so ticken und wie es bei ihr in Italien so aussieht. Ich sage dann auch, ich habe Italien immer in Erinnerung, mit Sonne, mit irgendwie einem Gläschen dazu, und ja, mein Eindruck hat sich wohl.
Bestätigt zumindest aus den Erzählungen von Julia eine der stärksten Veränderungen, die Julia beschreibt. Das finde ich ganz nett, ist Geduld, also sie ist geduldiger als früher, ich habe ja immer gesagt, wenn man den Alkohol weglässt, dann wird die Zuschnur länger, aber bei Julia, die hat das noch mal ein bisschen anders beschrieben, das finde ich sehr, sehr schön, und Julia sagt, man entwickelt sich weiter, wenn kein Gift mehr in den Körper kommt, dann ist Platz für Neues.
Finde ich wunderschön. Julia Danke und ich Spoiler noch mal ein bisschen was Julia sagt, wenn man nicht mehr trinkt, denn mag es sein, dass der eine oder die andere ein bisschen komisch reagiert, aber ihre Kernaussage lautet, wahre Freunde verliert man nicht, zumindest nicht, wenn man nüchtern wird.
Freu dich jetzt auf anderthalb Stunden tolles Gespräch mit der Lieben Julia Lehne ich zurück, ruckel die Kopfhörer zurecht. Hier kommt Julia, Hallo. Julia, Guten Morgen. Hallo Guten Morgen, Kai. Aber jetzt wollte ich nicht guten Morgen sagen. Ich bin mir doch rausgerutscht. Ah. Bei mir ist es ja rausgerutscht, nicht dir. Ja, Guten.
Tag Guten Morgen, guten Abend. Genau. Es hört ja nicht jeder morgens. Ja, das stimmt. Podcast und es hat auch nicht jeder morgens Zeit, Interview zu führen oder zu geben. Ja, ja, von daher ja wunderschön, dass du dich bei mir gemeldet hast. Liebe Julia, um meinen Podcast zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass ich glaub, wie du es geschrieben hast, das Projekt am Laufen zu halten. Genau.
Das finde ich ja auch wirklich wichtig. Ich hab da gestern gerade mit ein paar Leuten drüber gesprochen, die Sache läuft. Jede Woche, da sag ich ja, aber es wird halt immer schwieriger. Nicht dass die die Hörergemeinschaft kleiner wird, im Gegenteil, die wird immer größer. Aber die Bereitschaft nimmt irgendwie ab unter die, die schon wollten, die waren schon da. Ja, naja, du lebst in Italien.
Genau, seit 13 Jahren. Ja, und du kommst aus dem Allgäu, hast du mir geschrieben, denn wo wohnst du denn da in Italien, welche Ecke? In den Marken, das liegt zwischen also ich bin zwischen Rimini und Ancona. Ja, ich. Weiß nicht ob dir senegalia was sagt. Nö. Am Meer und ich wohne aber ein bisschen im Landesinneren.
Also ich habe quasi hinter mir die Berge vor mir, dann das Meer, jeweils halbe Stunde zum Fahren. Ist ein Traum, oder? Ja, wunderschön, hier, ja. Toll, wie bist du dahin gekommen oder warum? Die Liebe hat mich hierher geführt, mein Mann ist Italiener. Ja. Und als ich schwanger war. Sind wir dann als meine Tochter geboren wurde, sind wir dann, als sie ein halbes Jahr alt war, nach Italien gezogen. Ja.
Weil er hat hier Betrieb und ich konnte ja Elternzeit nehmen und dann haben wir entschieden, das Projekt Italien zu starten und dann hatte ich ja schon so die Idee, vielleicht könnte ich ja auch wieder zurück nach 3 Jahren und wieder meine Arbeit anfangen, also wieder aufnehmen und. Dann haben wir uns aber hier super eingelebt und dann sind wir hier geblieben. Ja.
Allgäu ist ja auch was Schönes, oder? Ja, eben. Also ich liebe es auf jeden Fall, war auch nicht leicht am Anfang, also die ersten 6 Jahre, 5 Jahre waren schon schwer, weil mit Kleinkind und Infrastruktur halt alles ganz anders hier, aber mittlerweile ist es eigentlich fühle ich mich genauso wohl wie.
Ich mich jetzt im Allgäu fühlen würde. Ist also ich. Ich war ein paar Mal im Allgäu, ich kenn da ich kenn da keine Leute. Ja also ich hab da nur Kontakt als Touri gehabt, ich hab immer den Eindruck. Dass die Leute da so ein bisschen, ich will nicht sagen Verspießt sind, aber ein bisschen zurückhaltend, ein bisschen konservativ ist das so?
Ja, also einerseits ist das Allgäu sehr konservativ und andererseits sind aber ganz viele so eine so eine große alternative Bewegung auch ich denke, die kommt so von den 70er Jahren, da sind viele ins Allgäu gezogen, auch viele Künstler und ja, auch so die Bio Branche und also WG s Kommunen und so.
Ich glaube, da gab es schon so diese Bewegung, hauptsächlich im Allgäu, weil man da halt einsame, verlassene Höfe auch noch gefunden hat und daher, und wenn man so in dieser Ecke eher verkehrt, dann ist das natürlich gar nicht so spießig. Aber grundsätzlich fällt mir das natürlich auch auf, wenn ich nach Hause fahre, wie krass perfekt das alles auch ist und wie die Leute so mit ihrem Vorgarten und ihren Superhäusern und. Man sieht eigentlich kaum jemanden im Dorf, wenn man da unterwegs ist.
Also das finde ich schon auch jetzt so mit dem Vergleich. Italien ist mir das schon, fällt mir das schon immer mehr auf so. Ja, und die Region wo du jetzt. Lebst, muss ich mal blöd fragen, das ist. Wahrscheinlich sonnig und warm. Jein. Im Sommer sehr heiß, ja grundsätzlich warm, im Winter jetzt nicht unbedingt warm.
Also wir haben wahrscheinlich schon mehr Sonne wie jetzt in Deutschland, vor allem mehr wie in Hamburg, denke ich jetzt mal. Aber wir haben es auch nebelig und es ist auch kalt und auch regnerisch, was ja auch gut so ist, weil uns fehlt eigentlich immer eher der Regen und von dem her haben wir auch einen Winter mit ganz normal okay ja. Wenn ich an Italien denke, da denke ich immer so an. Leichten Wein Antwort.
Die Italiener sind ja glaube ich auch ganz pfiffig im Erfinden von von netten Getränken, die auch internationalen Ruf erlangt haben. Ja. Wie hast du das denn erlebt? Ja, also in meiner noch trinkerzeit fand ich das natürlich super. Retivo und Aperol Spritz mit Freundinnen und. Wellness machen und danach dann was trinken gehen oder was auch ganz krass war. Eigentlich war mein mein wöchentliches Yoga, da habe ich das angefangen mit einer Freundin, danach dann auf nüchternen Magen natürlich dann noch ein Aperitifo haben wir das dann genannt, obwohl das für ein Aperitifo schon viel zu spät war, haben wir dann da.
Einen guten Rotwein noch getrunken und dann auch nur den von diesem gut da das wir auch kennen und also das wurde schon zelebriert, das wird auch zelebriert. Also jetzt fällt es mir natürlich auch immer noch oder noch mehr auf, dass viele auch so mittags zum Mittagessen oder zum Aperitifo halt draußen sitzen in der Sonne und ihren Prosecco oder ihren Aperolwein keine Ahnung was alles trinken.
Also es ist schon gehört, schon so dazu, zu den Italienern nicht bei allen natürlich, aber ich würde sagen, ich kenne jetzt eigentlich keinen hier, der das gar nicht macht, kenne ich nicht, also da bin ich wirklich die Ausnahme, ich bin ja eh schon die Ausnahme, weil ich Vegetarierin bin, Deutsch und.
Jetzt auch nicht mal mehr. Trinke also jetzt für einen Italiener eigentlich fast durch. Ja, das ist interessant. Vegetarier, kein Alkohol mehr, was gönnst du dir denn überhaupt? Noch genau, oder wie ist denn dein Leben? Das ist ja langweilig oder sehr Scheiße. Genau das ist so lustig, weil das Leben sich irgendwie nur ums Trinken und Essen dreht.
Ne, der ganze Kosmos besteht nur aus Essen und trinken. Genau, ja ja, also das ist hier schon ganz, ganz wichtig. Essen und Trinken tatsächlich ist ja in Italien, die definieren sich ja dadurch auch. Ja, und ich? Ich meine mich zu erinnern, dass die Italiener auch viel mehr Geld ausgeben für Essen als die Deutschen.
Ne, ist das so? Also. Die achten auch mehr auf. Also die Essen jetzt nicht mehr, aber die achten mehr auf Qualität. Ne das ist in Deutschland gibt es ja diese billig billig Mentalität häufig ja, aber so oder im Großen und ganzen möchte ich mal sagen Mhm und die die Südländer geben deutlich mehr Geld von ihrem Einkommen aus für gutes Essen, ne.
Ja genau, gehen auch häufiger Essen. Eben viel mehr die Bar. Die Bar ist ein ganz wichtiger gesellschaftlicher Punkt, kurz Rap Punkt. Ja. Also man geht ja auch zum Kaffeetrinken in eine Bar, man trinkt ja jetzt nicht zu Hause einen Kaffee, also nicht alle natürlich, aber so auch mein Mann, der da geht man in der Früh zum Cappuccino in die Bar und liest dabei die Zeitung, redet mit den anderen, was da alles jetzt los ist im Dorf oder Fußball, was war.
Und dann geht man zur Arbeit. Also die meisten Italiener oder nicht die meisten, viele Italiener frühstücken in der Bar, das wäre für mich ein No go in der Früh, nüchtern sozusagen, also aus dem Haus raus in eine Bar zu gehen und da mit anderen Menschen Kaffee trinken, kann ich mir jetzt nicht vorstellen, ich will zu Hause meine Routine, irgendwie habe ich da, aber da ist es so, ja, da trifft man sich.
Interessant. Ich denke ja dann immer, also ich arbeite ja jetzt nicht mehr in der Stadt, ich habe in einer Hamburger Innenstadt gearbeitet und da sind wir ganz auch so meine Arbeitskollegen und so, da sind mir häufig welche begegnet, die kamen dann mit einem Starbucks Kaffee oder so was für 95 oder 27 oder keine Ahnung und das jeden Tag und da denke ich, also da könnten wir das Geld aus den Ohren sprudeln, dafür wäre ich viel zu geizig. Dazu muss man ja sagen, in Italien kann man sich das. Tatsächlich leisten, wenn man jetzt normal verdienen würde, weil ein Kaffee kostet einen Euro oder 1,2 0,00€, also ein café, Espresso, Kaffee und ein Cappuccino kostet dann 1,3 0€ 1,5 0,00€.
Ah okay. Und wenn man dazu sogar noch einen Brioche nimmt, also das wäre typisch so ein Croissant dann noch dazu, dann wären wir vielleicht bei 2,50. Euro man. Kann dann auch den. Kumpel einladen oder die keine Ahnung vom vom Laden. Eine die man kennt, also man kann dann auch eine Runde schmeißen, Kaffee schmeißen, weil das ist nicht so teuer wie in Deutschland, also das okay. Ja.
Okay das finde ich aber schön. Das ist doch schön, dann, oder? Doch finde ich auch, also auch für Ältere. Auch Menschen finde ich das ganz nett, die dürfen dann da auch stundenlang sitzen, Karten spielen und. Haben dann halt einen Kaffee getrunken so das das wäre ja in Deutschland würden die ja ausflippen, wenn man dann da 3 Stunden an einem Kaffee sitzt, das.
Wahrscheinlich ja. Also kenne ich von der Gastro. Ich habe auch in der Gastro gearbeitet, dass es dann hieß, jetzt kann er sich dann mal wieder hier vergrößeln, weil der es wird uns langsam teuer der Tisch. Ja klar, also wenn ja, ich verstehe das aber auch ja, wenn die Tische alle belegt sind und da sitzt dann einer und.
Was weiß ich, guck nur aus dem Fenster oder sowas oder du. Ja, das ist hier nicht so. Also das wird tatsächlich. Also wäre mir jetzt noch nie aufgefallen, dass sich da jemand beschwert hätte, das finde ich eigentlich ganz schön. Ja, finde ich auch gut. Jetzt sag mal bitte Julia, wie lange trinkst du jetzt nichts? Seit fast einem Jahr, also an Weihnachten am 25., ist es ein Jahr.
Ist da was passiert? Nee, passiert ist nichts. Ich habe an dem 24 haben wir hier immer großes Essen bei Schwiegereltern mit alle Verwandtschaft und das war mir die letzten Jahre auch öfters eher so ein Kraus und dann habe ich immer, so sagt er, dann trinke ich eine Flasche Prosecco mit meinem Mann vorher und dann geht das schon und dann finde ich das vielleicht auch ganz lustig da, was da alles ist.
Also es ist auch nett, aber ist einfach nicht so meins. Und dann habe ich das auch das letzte Mal so gemacht. Also letztes Jahr war das ja und dann habe ich auch ziemlich viel gegessen. Also es war jetzt nicht viel Alkohol, aber gut, dass wir reden ja nicht über Mengen und nachts ging es mir dann tatsächlich natürlich nicht gut, das Essen und der Alkohol, das wissen wir ja, dass wir dann nicht so gut schlafen. Und dann bin ich in der Früh aufgewacht. Mir ging es nicht schlecht, aber dann dachte ich mir, so, so, das war jetzt das letzte Mal.
Jetzt lassen wir das mal. Und dann war das so. Hä? Aber warum also nur, weil es die, also ich sag jetzt mal nur. Also es gibt natürlich eine Vorgeschichte. Es gibt ja viele, viele räusche, Partys. Szenerien auch, die mir jetzt überhaupt nicht gefallen haben. Mit dem Alkohol. Und ich muss dazu sagen, also meine komplette Geschichte beginnt eigentlich mit meinem Vater, der war Alkoholiker und ist auch daran gestorben, also der hat sie zu Tode gesoffen und mit mir bei mir war eigentlich Alkohol immer mit einem schlechten Gewissen verbunden. Also ich konnte nie so richtig feiern, trinken und am nächsten Tag oder die Tage danach, abgesehen vom Kater und von von der Vergiftung einfach die ja da
stattfindet, hatte ich auch immer ein ganz ganz schlechtes Gefühl und schlechtes Gewissen, weil ich ja weiß, was Alkohol anrichten kann und dass ausgerechnet ich jetzt mich berausche an dieser Droge fand ich sowieso uncool. Also weil ich ja da geprägt war. Durch deinen Vater. Ja. Genau durch meinen Vater, durch meine Großeltern, also auch mein Opa väterlicherseits, mütterlicherseits, die sind im Grunde auch, würde ich jetzt mal sagen, an den Folgen zu früh gestorben, am Alkohol, also an den Folgen von Alkohol, meine mein Vater dann ja auch, dann war ich sehr viel bei meiner. Cousine auch als Kind und als Jugendliche der Papa, also der Bruder von meiner Schwester auch der hat auch gerne gut getrunken, also der war eher der
Partytrinker, deswegen war ich eigentlich von einem Alkoholhaushalt zu dem anderen Alkoholhaushalt und Alkohol war schon wurde nichts aufgeklärt in meiner Kindheit, also mir wurden da nicht wirklich aufgeklärt, das war schon. Wir wussten, das ist ein Problem, vor allem in unserer Familie, aber es wurde eigentlich nicht so wirklich drüber gesprochen beziehungsweise auch aufgeklärt und deswegen war wahrscheinlich bei mir einfach in meiner Prägung so, wenn man erwachsen ist und wenn man gut gelaunt ist und Party macht und am Wochenende, da trinkt man und.
Also bei uns zu Hause gab es am Freitag immer Spaghetti aglio, Orlio und Rotwein bei meinen Eltern, bei unseren Kindern natürlich nicht, aber da wussten wir dann am Freitag, da hat das Haus nach Knoblauch gerochen und da stand der Wein und dann war das fröhlich feuchte Freitagabend und so wurde das Wochenende eingeklungen, also ganz normal.
Ja. Und. Wie alt warst du, als dein Vater starb? Das war vor. 13 Jahren jetzt dann 14 Jahren, nee, moment, jetzt dann 13 Jahren. Ja, genau. Wie alt bist du, Julia? Bei 46. Ja. Da war meine Tochter ein halbes Jahr alt. Hat sie den Opi gar nicht mehr richtig kennenlernen können? Nee, gar nicht. Und? Dann hast du ja vermute ich mal, wenn wenn die ganze Familie so getrunken hat, auch viele.
Unschöne Dinge erlebt mit deinem Vater, oder? Ja, also mein Vater war so ein stiller Trinker, der hat erst, also es war ein super intelligenter, vielfältiger, toleranter Mensch, und er hat sehr viel Musik gemacht, war super musikalisch. War natürlich in jungen Jahren dann viel in Bands und mit Freunden und es waren immer auch große Partys bei uns zu Hause. Also es war auch super nett.
Als Kinder hat man das ja genossen, wenn man dann auch Sofa eingeschlafen ist und das noch mitbekommen hat, sodass diese Partylaune einfach und das hat sich dann aber der hatte eben einen strengen Job, also der hat in einer mehrfachen Körperbehindertenschule. Gearbeitet und war wahrscheinlich einfach zu sensibel, auch für den Job.
Tatsächlich denke ich, und der hat das dann als wahrscheinlich, als Selbstmedikation dann auch verwendet und war dann eher dieser Stille zu Hause, Trinker im Sessel, dass die Weinflasche eher versteckt und mir ist das dann schon so mit 1213 ist mir das dann aufgefallen oder mit 11 vielleicht. Dass er dann, der hat sehr viel gelesen und dass er dann das Buch tatsächlich mal falschrum hielt, also das war halt seine Flucht, sozusagen. Wir sind zu fünft 5 Kinder, da haben wir immer viel los, und dann hat er sich quasi der Papa im Sessel mit dem Buch, also er will jetzt seine Ruhe haben, und da war das Weinglas eben ein bisschen versteckt, und so hat er halt quasi gelesen, sich entspannt und.
Und genau, und so habe ich das dann eigentlich da wahrscheinlich eher realisiert. Also ich habe schon immer gemerkt, dass bei uns die Stimmung komisch war im Haus, also nicht immer natürlich, aber das war so ein auf und ab, das habe ich schon ganz früh gespürt und so mit 1213 war das dann mir bewusst. Und dann hat auch meine Mutter angefangen, mit mir darüber zu reden, also.
Auch schlecht über ihn, eher dann zu reden und zu sagen, ja, der also schau mal der Depp, der sitzt da und sauft schon wieder und hat eher so auf die Art was für mich natürlich schwierig war, weil ich ihn ja trotzdem geliebt und gemocht habe. Also das war natürlich dann so ein Zwiespalt, so ja jetzt auch nicht okay, aber er macht uns ja nichts, also er ist ja ein super Vater jetzt also der Vater im Sinn von er ist ja lieb und nett mit uns. Ja.
Klar, aber sie war natürlich dann alleine mit mit der ganzen Verantwortung und den Kindern, weil die Wochenenden liefen halt dann wahrscheinlich meistens so ab und später wurde es dann schlimmer, also eigentlich ab Rente wurde es dann richtig schlimm, da hat er dann einfach, da gab es ja keine Regeln mehr und da konnte er dann trinken so viel er wollte und das ist dann auch so geendet, dass er also totale Charakterveränderung natürlich durchgemacht hat und. Oh.
Auch körperlich. Der war also dumm, der wurde dumm, so der also von so einem intelligenten supertalentierten Typen wurde dann so ein ja gaga Mensch und irgendwann haben dann die Organe nicht mehr mitgemacht und dann ist er tatsächlich ganz friedlich nachts dann. Schlafen gegangen abends und dann friedlich eingeschlafen und halt nicht mehr aufgewacht.
Da war ich dann schon in Italien und ja, das war dann auch eine Erleichterung, muss ich sagen für alle. Es war traurig, klar, aber es war erstmal eine riesen Erleichterung, weil die letzten Jahre die waren, also Horror diesen Zerfall sich anzuschauen. Körperlicher und geistiger Zerfall also. Das ist die härteste Droge meiner Meinung nach, die es gibt, wenn es so weit kommt.
Ja, und dann hast du, wenn du getrunken hast, immer im Hinterkopf gehabt, wow, das habe ich in der eigenen Familie ja erlebt. Ja, nicht direkt bewusst, glaube ich. Also ich mich hat da schon. Ja, also ich habe erst relativ spät, wirklich dann eher regelmäßiger angefangen. Da war ich so Ende 20. Also ich war stark Marihuana abhängig, muss ich dazu sagen, ich habe meinen ersten Rausch, den kann ich vielleicht nur erzählen, das ist auch krass, den hatte ich mit 14 sowas 1314 mit meiner Cousine und das war auch da haben wir Silvester gefeiert und dann hat uns mein Onkel in.
Uns eine Flasche Eckes, das ist ja so ein Riesen. Edelkirsch. Genau. Und ich glaube zwar, die Schokoversion von dem Edelkirsch, also die Eckes Schoko. Ja. Das ist ja hochprozentiger Likör, der ist ja ziemlich stark. Hat er uns eine Flasche zu Silvestern geschenkt und dann durften wir im Jugendzimmer, da diese Flasche da trinken.
Also da hatten wir keine Alkoholerfahrung. Vielleicht hatten wir da mal was probiert und das hat dann tatsächlich so geändert. Die Eltern, also die Erwachsenen, die haben unten Party gemacht und haben das natürlich gar nicht mitgekriegt und groß, ich weiß nicht, ob sie vielleicht mal nach uns geguckt haben und das aber auch ganz lustig fanden und wir sind dann so geändert, dass wir beide im Schlafzimmer dann uns übergeben mussten, also jeder in seinem Bett. Das war dann ein, also ich und sie und ich und sie und die Mama, die also die Tante, die gute Tante, die ja eh alles immer aufrechterhalten hatte, hat, die hat sich dann um uns besorgt und gekümmert und hat uns dann gegenseitig dann gewaschen oder Bett gewechselt
oder Eimer hingestellt und das war das dieser 14 jährige Silvester. Oh Gott, was muss ich mal vorstellen. Also das waren Zeiten. Ich glaube so die 90er das waren, also weiß ich nicht, aber das ich fand das war echt krasse Zeiten, das war so früher normal lustig, das war lustig und dann war aber bei mir so, ich bin dann eher so in diese Reggae Alternative, keine Ahnung wie man das nennen soll Ecke dann eher, hatte dann auch dementsprechend andere Freunde und Freundschaften und bin dann eher in diese Kiffer. Ja, rein, und das fand ich natürlich mega cool, weil es ja viel besser wie saufen und so trotzdem eine Droge und trotzdem nicht gut und habe dann jahrelang eigentlich viel viel geraucht.
Also ich war richtig im Nachhinein, das weiß ich auch jetzt erst. Das war mir auch nicht so bewusst war ich natürlich richtig abhängig auch ja, also das war dann meine Feierabend oder mein. Ja, einfach so, meine mein Rauschmittel, ja. Das Schlimme bei diesen Kiffen ist ja, dass man da auch nach und nach verblödet. Ne, das wollen ja viele Kiffer immer gar nicht hören. Also erstmal macht das natürlich lethargisch, das war jetzt glaub ich jeder, selbst jeder amateurkiffer und das kann halt auch zu ganz ernsten irreparablen Hirnschäden führen. Also Psychosen und so weiter, die dann einfach nicht mehr weggehen.
Ja, absolut ja. Und wie bist du da raus gekommen? Ja, das ging eigentlich über Jahre. Also das war dann. Ich hab dann au Pair Mädchen gemacht, Italien auch in Florenz mit 18 und dann war er erstmal weg aus der ganzen Peer Group da von mir und. Dann habe ich da schon ab und zu mal auch mal was abbekommen. So, ich konnte mir das auch gar nicht leisten und das war dann auch irgendwie uninteressant.
Also das hat mich dann eher erst später dann auch wieder eingeholt, meistens mit meinen Freunden, also ich hatte auch einen ziemlichen, war meistens in einer Beziehung und meistens habe ich mich dem Konsum meiner Freunde angepasst und die waren tatsächlich meistens auch Raucher, also Kiffer. Und dann ging das quasi mit denen wieder los und weiter so.
Ich würde mal sagen, so mit Ende 20 an, also eigentlich so bis ich dann schwanger wurde, so mit ein und 32 habe ich das dann komplett aufgehört, genau. Von heute auf morgen. Ja, ja, also das hat mich jetzt auch zwischendurch, wenn ich dann mal so auch entweder so ah ich war da mal in Zürich. Eine Weile und also in der Schweiz beim Arbeiten.
Und dann gab es da nichts, und dann war das auch okay. Also das war dann nicht so, dass ich dann da sofort versucht habe, mir da gleich was aufzubauen, dass ich sofort wieder irgendwie an was rankomme, das das war dann tatsächlich nicht das Level, das ja, aber trotzdem war ich stark abhängig, also also psychisch natürlich auch, weil.
Auch wenn ich dann mal ein paar Monate oder mal ein Jahr nicht geraucht habe, dann war ja trotzdem ist man ja trotzdem abhängig irgendwann. Und dann hast du aber nie wieder angefangen. Doch ab und an habe ich dann mal wieder probiert, so weil ich das ja irgendwie so dachte. Dachte das ist ja doch ganz cool und das tut ja irgendwie gut.
Aber das war dann meistens so, dass es mir nicht gut tat. Und dann habe ich das auch gleich widerlassen. Also das war dann hat mich dann nicht mehr interessiert, tatsächlich. Interessant? Ja, weil es ist so bei bei so einer Sucht, also egal ob es jetzt pfiffen oder trinken ist oder andere Dinge.
Dass man das weiß, dass es nicht gut tut, aber da auch diese gar keine Recherche mal betreibt. So was macht das denn überhaupt, also wie, wie schlimm ist denn das oder was, was passiert denn da wird ignoriert oder oder. Ja, es wird ignoriert, aber ich glaube, da leisten halt einfach auch die Eltern tatsächlich einfach einen großen Beitrag, in dem sie ihre Kinder aufklären.
Und bei uns war das halt auch so. Das Thema Kissen. Meine Mutter fand das nicht gut. Die war aber auch ambivalent. Andererseits fand sie das dann auch wieder okay also ich, aber dann fand sie es ganz schlimm, also es war immer so ein Hin und her und es wurde aber nicht aufgeklärt, einfach drüber gesprochen, so ganz neutral jetzt, ohne dass man das jetzt verurteilt, oder?
Ja, so ganz schlimm redet das wollen ja Jugendliche eigentlich eh nicht. Dann hören, dann machen Sie es ja trotzdem, es ist ja radikal. Aber ich finde eine Aufklärung so, das versuche ich jetzt bei meiner Tochter, die ist jetzt, die wird jetzt 14 nächste Woche, wenn die sich dafür interessiert oder mich fragt, dann also ich mache jetzt nicht ungefragt, rede ich jetzt darüber ständig, also jetzt, wenn sie dann irgendwann mit in Berührung kommen sollte, dann schon was jetzt das Kiffen betrifft, Alkohol rede ich schon mit ihr drüber. Ja, dass er einfach aufklärt, so einfach neutral sehen, okay, das ist jetzt die Substanz und die kann das und das mit dir machen, und die kann man so und so
konsumieren und wo man die konsumiert, kommt natürlich darauf an, auch die Menge. Also wenn du jetzt eine Flasche Wein auf einmal trinkst, dann landest du wahrscheinlich im Krankenhaus, also. Oder musst dich dann übergeben. Es gibt eine Alkoholvergiftung und und und. Und also einfach mal neutral. Wenn du das natürlich probieren möchtest, dann rate ich dir ganz wenig.
Erstmal erstmal gucken was passiert dann, weil verbieten muss, kann man es nicht, also relativ neutral aufklären und natürlich schon dazu sagen. Also jetzt in meinem Fall. Mein Papa ist ja daran gestorben. Also das kann einfach dahin führen. Aber ich kann dich natürlich jetzt, ich kann sie ja nicht davon komplett schützen, sie wird Ihre Erfahrungen machen und aber ich hoffe dann, dass sie weiß, wie sie damit umgehen kann und dass es da natürlich auch selber sich daran tastet, mit dem Wissen, um was geht's da eigentlich, was ist denn die Substanz. Und das wurde bei uns jetzt also in meiner Generation, weiß ich nicht, kenne ich keinen, wurde das wurde, wo das aufgeklärt wurde, also bei mir speziell
jetzt gar nicht, obwohl das ja bei uns wirklich ein Thema in der Familie gewesen wäre, oder war ja auch so. Im Nachhinein denke ich mal, blöd eigentlich, dass wir da nie. Darüber gesprochen haben auch und dass das mir erklärt wurde um was handelt. Also ich weiß jetzt durch diese ganzen ja so seit 45 Jahren, seitdem die Podcasts auch von dir losgingen, seitdem das in den Medien präsent ist, seitdem es darüber Bücher gibt, seitdem weiß ich was Alkohol anrichten kann, ich wusste das vorher nicht normal, die Leber halt ja die Leber.
Genau. Genau, meine Leberwerte waren ja immer super, also. Was anderes geht mich ja nichts an. Ja, genau, das ist natürlich ein Großer, ein großer Irrtum. Die bei dir war es, die Leber, bei mir war es immer, dass die Gehirnzellen ja, von denen ich ja so viele hab und meine Leberwerte waren ja schon immer nicht so gut, gibt es ja auch, denn Gründe für Klammern, ja genau, aber den will man dann nicht wissen und dass bei dir zu Hause keine Aufklärung stattfand.
Das erscheint mir sehr nachvollziehbar, weil dein Vater wird ja mit dir dann nicht drüber sprechen können, wenn er selber dieses Thema hat. Also kann ja nicht sagen, Alkohol ist schlimm und setzt das Glas an, das funktioniert ja nicht. Ja, er hat es ja selber auch nicht. Also bis zum Schluss ja auch nicht eingesehen, dass er Alkoholiker ist und ein Problem damit hat. Und ich habe ihn mal mit, da war ich 16, da habe ich ihn mal angesprochen.
Ich weiß noch genau, wie das war und habe zu ihm eben gesagt, also ich wollte auch immer meine Mutter dann schützen, weil die ja auch sehr gestresst war dadurch oder einfach auch verletzt war und sich einfach sehr viel kümmern musste und ich habe ihr dabei natürlich immer geholfen, weil ich die älteste Tochter war, bin und dann hat er zu mir gesagt.
Ich habe gemeint, er so er sollte jetzt mal ein bisschen langsamer tun und das ist ja auch doof der Mama gegenüber und dann hat er gemeint, weißt du Julia, ich misch mich ja auch nicht in deine Kifferei rein, das sagt man als erwachsener Vater in einer Verantwortungsposition einer Tochter, die 16 ist, der hat das nicht, das wollte der nicht, das wollte der süchtig halt ja. Genau, extremst süchtig.
Ja ja ist tragisch, ne. Ja, es ist tragisch. Und was ich ganz tragisch, also was ich im Nachhinein jetzt so auch empfinde in der Zeit, wo er eigentlich so die schlimmste Phase begonnen hat mit seiner Trinkerei, habe ich eigentlich auch begonnen, mehr zu trinken, also auch außer Party. Trinken so zu Hause mit meinem Freund heutigen Mann, dass man so zu Hause sich dann auch mal die Flasche aufmacht und so was vorher nie stattgefunden hat. Also jetzt wusste ich jetzt nicht wann, weil es halt immer im Partykontext dann eher war und dann fand ich das schon, also jetzt im Nachhinein finde ich das ganz, ganz gruselig, dass ausgerechnet in der Zeit.
Ich das dann eher so ja normalisiert habe, dass man zu Hause so was trinkt, auch noch am Feierabend dann ein Bier aufmacht und Joint dazu raucht. Ja, also mittlerweile bin ich da ein bisschen gnädiger mit mir, weil ich mir denke, das war halt auch Selbstmedikation, weil ich das natürlich ganz, ganz schlimm fand, da habe ich in der Nähe, auch weil sie war, immer mal wieder weg vom Allgäu, aber da in der Zeit habe ich eben dann auch wieder in der Nähe von meinem Elternhaus gewohnt und habe. Wir Geschwister haben uns dann ein bisschen um ihn gekümmert, weil meine Mutter ist ausgezogen. Die hat es dann endlich geschafft, Abstand mal zu gewinnen, leider auch nicht so lang oder zum Glück nicht so lang, weil sie dann das Thema
wieder übernommen hat und wir Kinder dann wieder frei waren. Aber ausgerechnet in der Zeit, wo ich dann immer so quasi mich um ihn, wir uns alle um ihn gekümmert haben und geguckt haben, lebt er noch, steht das Haus noch, sonst ist irgendwie alles einigermaßen okay. Habe ich dann angefangen, so regelmäßig ungesund zu trinken, was ich ganz, sehr mittlerweile also ganz gruselig finde, aber dann ja, habe ich das dann wieder aufgehört, weil ich dann schwanger wurde?
Das erste Mal. Ich hatte dann nach 3 oder 4 Monaten einen Abgang, also im vierten Monat genau, ja, das war nicht schön, aber das war. Alles okay das passiert und dann im Anschluss quasi habe ich dann auch gar nicht mehr angefangen zu trinken, weil dann wurde ich dann auch wieder schwanger und dann waren es mal 3 Jahre bestimmt wo ich nichts getrunken habe und das war auch in der Zeit dann auch während der schlimmsten Alkoholphase meines Vaters und auch bis zum Tod und auch nach dem Tod noch wo ich. Mich das auch nicht mehr interessiert hat und ich auch nichts getrunken habe.
Hast du heute eine Erklärung dafür, warum du dann, also du hast eben gesagt Selbstmedikation, warum du da dann angefangen hast mir zu trinken oder ist auch so ein bisschen dieses Thema des zu Hauses, also dieses. Naja, mein Papa hat das gemacht und es gibt so ein bisschen heimeliges Gefühl. Nee, weil ich fand das ja ganz schlimm. Nee, also ich würde das als Selbstmedikation bezeichnen, weil ich dadurch natürlich abschalten konnte, entspannen konnte und nicht mehr drüber nachdenken musste, weil bei Alkohol, da wird man ja doof.
Klar. Da ist man ja dann so. Also ich fand den Rausch ja auch, also den Rausch an und für sich fand ich auch mal ganz nett, so dieses lustig sein so in Watte gebettet und so ein bisschen dumm. Ja, natürlich, ja klar. Und dann so, ja dann kann man auch drüber hinwegsehen oder? Beziehungsweise dann denkt man ja auch nicht mehr drüber nach, sondern dann kann man ins Bett gehen und schläft natürlich auch sofort ein und.
Da war ich auch noch ziemlich jung. Ja, das war also Ende 20 Anfang 30, da hatte ich das auch nicht, dass man nachts dann irgendwie mit Herzklopfen oder so, also gut ging es mir nicht, aber ging schon, ist nicht. So gelitten, ja. Genau da habe ich nicht so gelitten und in der Früh bin ich aufs Fahrrad wieder zur Arbeit gefahren. Und das.
Aber zu der Zeit hattest du noch nicht das schlechte Gefühl beim Trinken. Ja, komischerweise eben nicht. Also. Zu der Zeit, da das wie wenn ich das komplett ausgeblendet habe hat hatte habe, dass das ja genau das, was ich ja genau das mache, was ja ich an ihm nicht gut finde. Genau. Ja, das habe ich komplett ausgeblendet.
Das war nicht in meinem Bewusstsein so, das war, das kam ja ja auch erst Jahre später, also das kam ja auch nicht. Sofort danach dann, wo ich dann diese 3 Jahre wirklich auch richtig nüchtern war, weil durch das Kind und schwanger und so weiter da habe ich da auch nicht drüber nachgedacht. Also das war dann halt klar, jetzt bin ich Mutter, jetzt bin ich schwanger, jetzt habe ich Kind und so, jetzt interessiert mich das jetzt auch nicht mehr und hatte ja damit so persönlich jetzt kein Thema mit Alkohol vorher war ja eher das Rauchen und das war ja dann auch weg. Und das hat sich dann aber mit dem Alkoholtrinken wieder eingeschlichen.
So, da haben wir dann hier angefangen, ein Haus zu bauen und dann war ich sehr, sehr gestresst. Also ich kam mit der Infrastruktur hier nicht klar, mit dem Kindergarten, wie das alles hier so läuft und mit diesem Kleinkind und Einsamkeit, und meine Familie vermisst und. Wir haben hier in dem Haus sehr, sehr viel selber gebracht, weil wir auch kein Geld hatten und irgendwie geschuftert und auch kein richtig Geld und meine Arbeit dann ja auch gekündigt, weil wir ja dann in Italien geblieben sind und da habe ich wieder angefangen, so dieses am Abend ein 2 Gläser zum Runterkommen und das hat sich dann gesteigert.
Also das war ja dann. So, am Anfang trinkt man dieses ein oder 2, da reicht einem das und dann irgendwann macht man ein drittes und dann mein Mann natürlich auch, der trinkt auch gerne und dann macht man die Flasche auf am Abend und noch ein lecker essen dazu und ja und dann war das so regelmäßig also bestimmt 34 mal die Woche so, ich konnte mal einen Tag ja einen nein oder 2 nein einen ja so das war.
Von meinem körperlichen Empfinden her ging das eigentlich nicht. Also es wäre nicht jeden Tag gegangen, weil ich auch nichts vertrage. Tatsächlich genau, und da waren dann eigentlich schon ein paar Jahre, würde ich sagen, wo das dann so normal war. Habt ihr euch da oder hast du dir da so regeln aufgestellt oder hast du tatsächlich nur auf deinen Körper gehört und gemerkt, heute kann ich nicht. Auch ja.
Also ich würde schon sagen am Anfang eher so, heute kann ich nicht, heute möchte ich auch nichts und auch wenn wir weggegangen sind oder mit Bar oder esst mit Freunden, dann habe ich halt Cola oder Limo trunken und habe gesagt, nee, nee, heute geht nicht, ich habe gestern. So. Und irgendwann hat es dann schon angefangen, dass ich mir regeln auf also.
Unter der Woche nicht mehr oder dann nur noch am Samstag oder nur noch an dem Mittwoch nach dem Yoga. Und dann war ja irgendwann Corona, kam ja dann, also 2020 ging das ja los und dann dachte ich mir dann, so, jetzt gibt es ja keine Regeln mehr, also im Sinne von Schulzeiten und so, das war dann alles ein bisschen irre.
Und da dachte ich mir dann, ah, jetzt lasse ich das mal unter der Woche komplett bleiben, weil das ist nicht. Gut Ah okay ja schlau. Ja, das war echt schlau und das hat mir auch richtig gut getan. Dann gleich weil der Mittwoch ist ja dann weggefallen, also am Anfang haben wir ja, weil wir ja ganz schlau waren, ich und meine Freundin den Mittwoch trotzdem noch weitergeführt, indem ich quasi wie zu ihr heimlich gefahren bin. An dem Mittwoch, also es war auch der Mittwoch, und dann haben wir uns so eine Flasche Wein mit so ein bisschen aperetivo, also wir nannten das dann aperetivo und haben das dann noch ein paar Mal so weitergeführt und haben dann aber beide beschlossen, das machen wir jetzt nicht mehr, das ist gaga, was lassen wir jetzt,
und das war dann, wieso eine Erleichterung für mich. Zu sagen cool, dann kann ich ja jetzt unter der Woche wirklich gar nichts mehr trinken. Ist ja erstaunlich, dass das für dich eine Erleichterung dann war, oder? Ja, weil ich hab mich dann auch nicht so getraut, zu ihr zu sagen, du, eigentlich möchte ich jetzt unter der Woche gar nichts mehr trinken und jetzt lassen wir das mit dem Mittwoch so, das war dann, als das von ihr auch kam.
War das dann wieso? Ah cool, dann fällt das jetzt weg. Ja. So People bleasing ich will ja immer. Ja, ja, genau vor. Allem und immer die Alte sein und so also die, mit der man das machen kann. Und dann kann man das mit mir nicht mehr machen. Dann bin ich ja langweilig und dann war das wirklich so, dass ich dann einmal die Woche mir das also wirklich in Anführungszeichen gegönnt habe, meistens dann auch eben mit meinem Mann oder mit. Freunden Essen?
Keine Ahnung. Also wenn es auch einen Anlass gab, auch wenn es keinen Anlass gab, und dann ging das vielleicht so ein ja, würde ich jetzt mal schätzen, so, und dann habe ich angefangen mit meinem neuen Job, also ich arbeite im Außendienst hier, ich bin eine deutsche Firma und bin sehr viel unterwegs und war auch super stressig und da dachte ich mir dann, jetzt lasse ich das mal im Januar komplett.
Und das hat sich dann so eingeschlichen, dass ich dann immer weniger getrunken habe. Also das war dann nicht nur der Januar, sondern das war dann auch manchmal der Februar, März, ich habe das dann auch vergessen, tatsächlich, das war mir dann auch egal. Und wenn es einen Anlass gab, dann auch wieder gerne, aber einfach grundsätzlich viel, viel weniger von von den Häufigkeiten, dass es stattgefunden hat, nicht von den Mengen.
Weil wenn es eine coole Party gab, dann durfte das auch. Kann ich nicht mehr zählen, wieviel das dann war, aber mit Sicherheit viel Prosecco oder was auch immer und auch tagelange Kater danach, also das hat schon trotzdem noch stattgefunden, aber halt nur zu bestimmten Anlässen, dann und vielleicht dreimal im Jahr. Aber was ist denn passiert, dass du plötzlich so das Interesse verloren hast?
Ich habe schon gemerkt, in der Pause in diesem Januar ging es mir super gut und ich hatte dann ja keine Karte mehr und das wird fit. Ich konnte am Abend auch noch arbeiten, also am Computer, und merkte auf einmal so WOW das auch wenn ich es jetzt sehr reduziert hatte, ist es trotzdem ein Unterschied und. Ja, und dann bin ich ja immer auch mein Gesundheitstrip und nur Bio essen und nur dies und das und Sport und bla und dann kam das eben auch zu der Aufklärungsarbeit von euch, ja auch von dir ja auch Teil.
Also ich meine das war ja vorher nicht so und habe dann einfach auch immer mehr erfahren was den Alkohol anrichtet. Natürlich habe ich es gesehen, im extremsten Fall von meinem Vater. Ja. Aber nicht in diesem. Wie sagt man da in diesem Eingeschlichenen, also in diesem Fall, der die meisten Menschen leben, dass der Alkohol trotzdem sehr gesundheitsgefährdend ist, auch wenn man jetzt nicht. Totalsäufe ist ja aber wie, also ich meine die die Podcasts, die haben ja nicht bei dir angeklopft, die haben ja nicht gesagt, huh, jetzt hör uns mal, sondern du musst dich ja schon aktiv auf die Suche begeben haben danach, oder? Ja genau.
Also ich hatte einen Beitrag gesehen, wie ganz, ganz viele im Fernseher und wurde dann aufmerksam auf diesen Podcast von der Natalie Stüben. Und das war eben in meinem Try generary da in meiner off Phase und dann dachte ich mir, ach cool, da höre ich mal rein, also Podcast vorher hat mich auch nicht, ich habe schon ein bisschen Podcast gehört, aber jetzt nicht wirklich und dann bin ich mal spazieren gegangen und dachte ich, ziehen wir das jetzt mal rein und hören mal was die da so sagen und dann waren natürlich viele ja einfach ähnliche Geschichten oder auch. Diese Stigmatisierung war dann auch irgendwie dann weg. Also dass, dass es halt auch gesunden, normalen Menschen sozusagen passieren kann, dass
die einfach so trinken, dass es denen nicht gut tut. Ja. Und dass es nicht an der Menge, ja, weil das wurde mir ja auch so erzogen, dass es die Menge ja ist. Also. Du kannst ja jeden Freitag eine Flasche Wein mit deinem Mann und mit dem Spaghetti allio allio Essen. Das ist gar kein Thema, weil das soll man ja auch, das tut ja gut, das schneidet ja das Wochenende ein, aber dass das für jeden individuell ist und das mega viel zu viel sein kann, das war mir ja gar nicht klar, ich dachte ja immer, ich.
Stell dich nicht zur Ani, hab da kein Thema, ich trink ja gar nicht so viel. Also das steht. Ja, ja, das also das finde ich. Das ist ein guter, guter, guter Hinweis, dass nicht die Menge das ausmacht, weil das so individuell ist. Und also ich bin mir sicher, es gibt viele Menschen da draußen, die können eine Flasche Wein die Woche trinken oder alle 2 Wochen oder 8 Wochen und das da passiert bei denen nichts. Weil die nicht zwischendurch an diese Flasche denken oder an das, was sie da erleben.
Was sie dann also diesen an diesen, diesen Rausch nicht denken müssen, sondern vielleicht nur den Genuss, ja, gibt es Nein von meinen Hörerinnen und Hörern wird da keiner bei sein. Ja, und das finde ich ganz, das sagst du genau richtig, ganz, ganz wichtig. Und die Menge, das ist ja auch so individuell.
Ja, also wenn man sagt, Na ja, du trinkst ne Flasche, ja, aber wenn du noch ein Glas verträgst, ja dann bist du halt quasi im Koma nach einer Flasche und andere, die können 5 Flaschen trinken, das Macht denen gar nichts, da ist jeder Mensch, jeder Körper ist da anders und jeder Geist natürlich auch, wie der das aufnimmt und was der daraus macht, ja, das ist ganz, ganz, ganz wichtig, ganz entscheidender Punkt.
Beim Thema Alkoholkonsum ist es zu viel. Oder ist es nicht zu viel? Ja genau, weil so, als ob mir das nicht zustehen würde, nichts zu trinken. Ja. Genau, ja. Weil die ja kein Problem. Ist. Ja, weil ich ja. Ich hatte ja schon ein Problem, dann hätte ich ja nicht drüber nachgedacht. Ja, klar, aber. So bis ins Lächerliche gezogen und das wird ja von der Gesellschaft auch ins Lächerliche gezogen. Also ich erzähle jetzt mal eine kleine Episode von einer Freundin von mir, das ist wirklich meine, eines meiner besten Freundinnen, die ich schon seit sehr vielen Jahren habe, seitdem ich also Jugendliche bin, und das waren doch am Anfang meiner off Phasen, also wo ich wirklich dann auch gar nichts getrunken
habe oder dass mich einfach auch nicht mehr so interessiert hat. Und da habe ich, da war sie in der Toskana drüben, also quasi auf der anderen Seite, und ich habe gemeint, ich lebe mir meinen Außendienst so, dass ich in der Zeit in der Toskana bin, und dann treffen wir uns einen Abend und gehen was essen, was trinken, und ich war, also habe da nichts getrunken und auch schon länger nicht, waren auch schon, glaube ich, ein paar Monate und dann meint, und das hat sie auch mitbekommen, und dann meinte sie so zu mir, ja, wo sollen wir uns denn dann am Abend treffen und? Du trinkst ja keinen Wein, also so viel zur Gesellschaft, das war dann ganz hart für mich, weil ich dann Angst hatte, wenn ich jetzt nichts mehr trinke,
dann finden mich meine Freundinnen und Freunde ja gar nicht mehr cool und es wurde ja auch teilweise so widergespiegelt. Ja. Und dann bin ich ja so eine langweilige, spießige. Keine Ahnung was verbitterte drauf die jetzt auch gar nicht mehr lachen kann, kann man keinen Spaß mehr haben, weil die nicht mehr den Wein trinkt. Also das muss man sich mal reinziehen und also sie hat sich auch dafür entschuldigt, jetzt nicht so direkt, aber ich habe es verstanden.
Dass sie das auch sehr, sehr doof fand, diese Kommentare. Also es war nicht nur einmal diesen Kommentar, es gab auch nur andere Anlässe, wo das so war, wo sie so einen Kommentar eben abgegeben hat und ja klar, die hätte natürlich gerne, dass ich dann mit trinke, wenn sie trinkt, aber also mit mir kann man ja genauso lachen und, und das hat sie ja auch gemerkt, dass mit mir. Fast genauso lustig ist wie vorher. Da werde ich halt irgendwann müde und möchte ins Bett, was halt vorher haben wir noch mal eine Flasche auf und ist ja gerade so schön miteinander.
Ja. Also das hat sich natürlich schon verändert, dass mein präfrontaler Cortex mal funktioniert. Naja. Klar, nicht komplett ausschaltet und es mir dann total. Wurscht ist, ob ich jetzt noch eine Flasche aufmache oder nicht und wie der nächste Tag vor allem verläuft, weil das schaltet sehr aus. Ja ja klar, und jetzt bin ich halt sehr bewusst, wenn ich müde bin, dann möchte ich einen ins Bett und wenn die anderen so besoffen werden, dann kann ich damit nichts mehr anfangen. Und mit deiner Freundin bist du aber jetzt fein. Ja, doch, doch.
Also sie trinkt. Wenn ihr euch trefft oder wie? Geht das? Ja, doch, tatsächlich natürlich auch nicht immer. Wir haben uns ja vorher auch nicht nur getroffen, um zu trinken, sondern ja auch Sport oder keine Ahnung, alles Mögliche. Und aber jetzt im Sommer, ich bin immer im Sommer einen Monat lang im Allgäu, da treffen wir uns dann auch abends im Lagerfeuer oder so und dann trinkt sie schon ihren Wein.
Und für dich ist es okay, dass sie den trinkt und für sie ist es okay, dass du ihn nichts trinkst. Ja, also für mich ist es vollkommen in Ordnung. Interessiert mich nicht. Sie trinkt jetzt dann auch eine Flasche und ist dann betrunken, sondern sie trinkt natürlich dann auch weniger, weil ich ja auch nicht mehr mit Feuer und mit Saug so ja, also ich denke, da war ich schon auch jemand, also zusammen dann dieses da noch einen und ja ja klar und so. Ja.
Das, glaube ich, ist die Menge einfach auch weniger. Und deswegen ist es gut verträglich. Genau. Das kommt schon vor und ich habe auch andere Freundinnen, mit denen rede ich da auch ganz offen drüber. Die sind dann drastisch, wenn sie dann betrunken sind und wollen dann natürlich unbedingt, dass ich jetzt mittrinke und jetzt seid ihr auch nicht so und aber dann kann ich es auch nicht mehr so voll nehmen, weil sie halt voll sind. Ja, ja, ja, genau.
Das gibt es auch und ich meine, meine ganze Freizeitgestaltung hat sich einfach dadurch dann auch ein bisschen verändert, dass ich halt jetzt andere Dinge auch mit denen mache. Also man trifft sich jetzt halt auch anders, also zum Laufen, zum Spazieren, zum Kaffee, zum Schwimmen gehen. Ist doch schön, oder? Ja, total.
Ich. Find das super. Das ich find's auch schön, dass denn so Aktivitäten sich irgendwie auch ein bisschen verlagern können. Ne, dass eben, dass man sich nicht nur kennt oder mag, wenn man trinkt, sondern auch eben andere Sachen gemeinsam macht. Ja, genau, ja. Also es geht natürlich nur immer mit den Menschen, mit denen man halt auch andere Sachen gemacht hat. Glaube ich.
Ja. Ja, genau. Es gibt ja auch so Freunde, also das hatte ich jetzt Gott sei Dank keine, wo man nur trinkt, also wo man sich nur trifft, weil man am Freitag zur Bar an die bar geht oder weil man weiß nicht was macht zusammen, was immer mit Alkohol verbunden ist. Und wenn du natürlich Freundschaften seit Jahren hast mit denen halt. Einfach auch andere Dinge stattfinden oder auch Kinder sind oder einfach andere Themen auch existieren, dann kann man das gut verlagern, wieder auch nur das, also nur was ja viel mehr ist wie das Trinken, weil das Trinken da sitzt man halt zusammen, redet dann irgendwann mal nur noch Quatsch und immer das gleiche und ja.
Ja, also Unterhaltung, Freundschaften, Beziehung, das. Das ich behaupte auch das ist, wenn man nüchtern ist, viel viel tiefer oder kann viel tiefer sein, weil genau wie du sagst ja, wenn man denn bringt, so ist meine Wahrnehmung zumindest. Bewegt sich das? Immer nur in der Vergangenheit. Ja, entweder spinnt man irgendwelche Geschichten, die sowieso nie stattfinden werden, oder man.
Labert über die Vergangenheit, wie lustig das doch war. Und weißt du noch, hier weißt du noch da ja, aber man entwickelt sich da ja 0 weiter, auch gemeinsam, nicht mit Freunden, umso schöner, wenn wenn du da gute Kontakte hast, mit denen du es nicht machen musst. Mehr. Ja, genau, weil das war schon also ein Thema bei mir auch ganz groß und das hatte ich ja schon öfters auch erwähnt, diese Angst dann. Nicht mehr cool zum sein also dem Gegenüber. Da wollte ich jetzt gerade einhaken. Hast du das also, die, die Angst höre ich so raus, war völlig unbegründet, oder?
Jein. Also es gab ja schon so ein Paar so Kommentare, dann eben von dieser einen besten Freundin und auch hier im Freundeskreis, im italienischen Freundeskreis von meinem Mann. Ja, die finden mich jetzt wahrscheinlich nicht mehr ganz so cool. Lustig, weil ich halt jetzt einfach bei vielen Dingen auch gar nicht mehr mitmache oder dann eben nur mit Esse und dann auch gehe. Und vorher gab es da schon noch eine größere, festere Verbindung, weil man halt mit Party, wenn ich mit Party gemacht habe, dann irgendwann getanzt oder halt was man halt dann macht, wenn man dann betrunken ist. Blöd daherreden und so.
Und das mache ich jetzt halt gar nicht mehr und ich könnte mir schon vorstellen, dass für die bin ich jetzt ein bisschen ja, langweilig oder streng, vielleicht auch, weil so gut kennen sie mich ja dann auch nicht, also, aber da ist es mir jetzt tatsächlich auch egal. Also das war am Anfang schon noch so ein bisschen, wie finden die das dann oder mich dann auch. Dadurch, dass es auch ein schleichender Prozess war, konnten sich ja auch alle Menschen um mich herum daran gewöhnen.
Also es war ja nicht so Vollgas die ganze Zeit und auf einmal nicht mehr, sondern es war ja wirklich so, über 3 Jahre würde ich jetzt sagen, 34 Jahre war das ja immer weniger, bis es dann halt jetzt gar nicht mehr stattfindet. Okay verstehe, wie sieht denn das dein Mann? Also der findet das. Ich glaube am Anfang fand das ziemlich doof, weil er ja mit mir dann, weil er dann auch hemmungsloser war, also auch intim, hemmungsloser oder was ja auch in einer Partnerschaft dann stattfindet.
So und auch mit Weggehen. Und dann durfte konnte man dann auch bis 03:00 Uhr nachts oder so auch Party machen und das mache ich ja jetzt tatsächlich gar nicht mehr. Also es kann schon mal vorkommen, dass ich mal tanzen gehe und dann kann es auch bis 2 gehen, aber also vernünftig bleibt man ja dann trotzdem und ich glaube das fand er am Anfang schon ein bisschen so, er hat den Grund nicht gesehen, also er dachte so warum du und warum machst es also?
Wieso verzichtest du jetzt darauf? Das ist doch also gibt doch gar keinen Grund. Ja. Also ich habe ihm das dann schon erklärt und er weiß es ja. Von meinem Vater, hat den auch kennengelernt in der schlimmsten Phase, der kann das sehr gut nachvollziehen und findet das schon gut, aber er selber würde das jetzt nicht, also er würde jetzt nicht darauf verzichten wollen. Würdest du das von ihm gerne erwarten oder verlangen? Nee, verlangen tue ich es nicht, weil es ist ja trotzdem jeder sein eigener Chef.
So also muss ja jeder selber sein leben gestalten, solange es natürlich nicht mich jetzt negativ beeinflusst. Ja. Oder uns als Familie negativ beeinflusst. Ich wünsche mir das schon insgeheim. Also wenn ich ehrlich bin, fände ich das sehr cool, wenn er auch komplett darauf verzichten würde. Er sieht das aber nicht.
Er möchte das nicht. Er kommt auch aus gar keiner Suchtfamilie, also erkennt das auch gar nicht diese Ängste oder diese Dinge, die ich eben so erlebt habe. Er schießt schon zwischendurch noch übers Ziel, so, es kommt sehr selten vor, Gott sei dank, aber dann finde ich schon, dann dauert schon bei mir ein paar Tage bis sie dann da wieder auf dem. Friedenslevel bin also er trinkt auf jeden Fall viel, viel weniger auch im Haus nur noch alkoholfreies Bier oder mal ein Glas Wein.
Das ist auch gar kein Problem, ist mir auch egal, aber er hat schon so seine Eskapaten mit seinen Kumpels und so. Und da wäre es eigentlich meine Regel so, wenn dann dort auch bleiben und übernachten und ich ihn am besten gar nicht sehen. Ja, aber den verkaterten Menschen erlebt man trotzdem einen Tag danach, das Triggert mich dann schon ziemlich.
Also das nervt dich dann. Ja genau das genau. Also das nervt mich, weil ich dann so, ich kann es ja nachvollziehen, weiß ja, wie man sich da fühlt. Nein. Und dann dieses überdreht habe. Mir geht es aber super und das war ja auch gar nicht so schlimm und da da, da da halt, wie sich die schon alle verteidigen, die Trinker, ach genau ja genau denk mal so ja ja ich finde es halt so un also mittlerweile finde ich es halt so richtig unnötig, fand es ja vorher schon unnötig, aber mittlerweile finde ich es halt so richtig richtig unnötig. Ja.
Kann ich nachvollziehen. Vor allem also ich kann das jetzt nur nachempfinden, wenn man jetzt so Anfang, Ende 2030, dass man dann ab und zu so n Rausch hat und nen Kater hat. Vollkommen OK so unnötige in dem Alter denk ich mir so so mit ja keine Altersbeschränkung, aber ab einem gewissen Zeitpunkt wo man einfach auch viel schon Partys hatte und viel erlebt hat, dann irgendwann ist ja auch mal gut so.
Ja, weil man weiß es ja dann auch, wie es abläuft. Man kann es ja ganz genau schon festsetzen, was passiert. Wie läuft es ab, wie geht es mit dem Tag danach, wie geht es mir die Tage danach. Ja. Und für ich sage immer für 34 Stunden, lass es 6 Stunden sein, wo es ein, wo man das richtig witzig findet und dann danach aber zu leiden und auch zu wissen, dass.
Die Frau oder der Partner, das er jetzt auch nicht gerade so cool findet, ich sehe da keinen Grund mehr dafür. So also ich ja. Verstehe ich. Ich habe das kommt mir gerade in den Sinn. Ich habe mal auch noch zu der Zeit, als ich getrunken habe und dann manchmal losgezogen bin, um was zu trinken. Oder schon was getrunken habe und dann losgezogen bin.
Denn irgendwann habe ich mich mal gefragt, was was suche ich eigentlich, weil ich dann festgestellt habe, ich suche offenbar irgendetwas. Der Gedanke kam mir plötzlich und dann habe ich gemerkt, das was ich suche, das werde ich nicht finden, ich werde meine Jugend nicht wiederfinden, ja, ich werde nicht die Leute finden, mit denen ich unbeschwert Spaß haben kann, die früher vielleicht da waren.
Aber ich glaube, für mich war das Wesentliche dieses Ding, ich will noch mal jung sein und ich glaube, das ist so eine Sehnsucht, die ganz viele Leute umtreibt, die was trinken, die zu viel trinken, dieses Gefühl der Leichtigkeit, der Unbeschwertheit, der Jugend beim Rauchen ja auch so, ja, dass viele Leute rauchen, weil es damals cool war, ist es aber heute nicht mehr. So und dann, da war mir klar, hey, das kommt nicht wieder, das ist vorbei.
Finde deinen Frieden damit und dann im nächsten kam mir dann natürlich irgendwann der Gedanke, ja, dann kann ich es auch einfach sein lassen, wenn ich weiß, wenn ich mich auf die Suche, begebe ich nie das finden werde, dann brauche ich es auch verdammt noch mal nicht mehr machen. Ja, sehr gute. Erkenntnis oder beziehungsweise auch ja wahrscheinlich ist es halt das, weil das ist ja auch immer in dieser Konstellation, also jetzt bei ihm, bei meinem Mann ist es die Konstellation, ja auch diese Jugendkonstellation, diese Gruppe, die das schon immer so seit Studentenzeit oder vorher teilweise auch schon so gemacht haben und das auch so als Ritual, ein, zweimal im Jahr, oder lass es auch öfter sein. Sich in dieser Konstellation
treffen und genau das eigentlich machen, was sie ja früher in der Jugend oder in den jungen Jahren gemacht haben und genauso dumm daherreden. Und das Witze kam und sich totlachen an, ja Geschichten da. Gibt es so einen guten Film? Drüber? Gibt es einen Spielfilm? Ich glaube, da spielt sogar der blöde Til Schweiger mit.
Das sind so so alte Kumpels, die sich wieder treffen. Ich glaube zum Vatertag oder sowas und dann feststellen ja irgendwie die Zeit, die kommt nicht wieder, die Leute verändern sich einfach. Was war denn das noch mal für ein Film? Das muss ich mal recherchieren, das werde ich nachliefern. Ja, das das ist bei vielen Glaube ich so, ja dieses, die Sehnsucht nach der Vergangenheit, nach dem, was mal schön war, das kommt nicht wieder. Ja, genau, auch dieses Loslassen locker lassen, dieses, ja, diese alten.
Geschichten wieder aufleben lassen so, ja total. Wenn man sich das dann vorstellt, so also ja auch das Bild, was das ja auch abgibt, also wenn das, wenn man jetzt ein Bild sieht von 5 Kumpels oder eine Clique, die 22 ist und das witzig hat miteinander oder 25 ist auch wurscht dann. Findet man das ja auch noch witzig, aber wenn ich mir jetzt so eine Gruppe in unserem Alter vorstelle, also so zwischen Mitte 40 und Mitte 50, also finde ich dann nicht mehr so attraktiv und lustig, wenn ich dies irgendwo sehe.
Ich bin ja auch viel unterwegs, sehe ja auch oft so Szenen, also das passt dann irgendwie finde ich auch gar nicht mehr das Bild, weil es hat ja jeder so eine große Verantwortung, die meisten haben Kinder, die haben. Ja, auch Führerschein, Auto, sonst kann ja so viel Sachen auch passieren. Man blickt blöd hin, man bricht sich irgendwas, man also das ist ja auch oft nicht mal die Folgen vom Alkohol selber, an denen man ja erkrankt, sondern ja tatsächlich auch an den Dingen, die da währenddessen passieren. Da.
Sind wir da so verheerend? Und das ist ja in dieser Gruppe auch, also da sind ja auch schon mega viele Sachen passiert, da ist einer hingefallen, hat sich die Schulter braun, jetzt bricht er mit Mitte, Ende, 40 die Schulter, das ist nicht wie mit Anfang 20 wurde das alles relativ schnell wieder so und und und. Also ich sehe da halt, also ich finde das mittlerweile halt auch so lächerlich, ich sehe da keinen Grund mehr. Was ja noch dazu kommt, wenn man jetzt guck mal ich, ich werde in.
Bin nicht mal anderthalb Jahren werde ich 60. Ja, und wenn ich mir vorstelle, so Leute in meinem Alter, ja oder egal in welchem Alter auch immer, ja laufen rum, torkeln, erzähl ein dummes Zeug und da sieht dich mal jemand, mit dem du geschäftlich zu tun hast. Du Kunde von dir, dein Chef, die Frau vom Chef, wie auch immer sie sind zufällig geht da vorbei und du lalten rum, ey Hallo. Oder jemand macht ein blödes Video von dir, wie du da La Paloma singst oder keine Ahnung, das ist ja heute noch mal anders als damals.
Damals waren die Sachen denn vergessen am nächsten Tag heute siehst du dich plötzlich bei Tik tok wieder als blöder mim. Oder sowas. Ja, wobei so Peinlichkeitsgeschichten so bei so Partys räuschen und so, also da hat man da zwar am nächsten Tag drüber gelacht, aber das war trotzdem peinlich. Ja, ja, aber das.
Ist. Denn das hatte dann nicht so ein Bestand, ja. Ja, ja, wenn man jünger ist, ist dann eher dann auch egal wie später dann, wenn man in einem ganz anderen Lebensmoment auch ist. Also. Also ich denke vor allem jetzt, wer keine Kinder hat, ist wahrscheinlich noch mal was ganz anderes. Aber wenn man jetzt Kinder hat, also ich muss auch das wollte ich auch noch erzählen, mir überkam das auch so, das war dann eben zu meiner Ausschleichzeit so, wo das angefangen hat, da bin ich eines abends auf dem Sofa gesessen, auch mit meinem Mann, und wir hatten da eben Wein getrunken und gegessen, und schön war das Wochenende, und dann dachte ich mir so auf einmal auf dem Sofa.
Also da war meine Tochter noch kleiner. Ja, natürlich, vor 45 Jahren war die kleiner und da dachte ich noch einmal, so was wäre jetzt, wenn die jetzt heute Abend in der Disco wäre, mit Freundinnen genau und die würde jetzt anrufen, weil irgendein Elternteil die jetzt nicht abholen könnte, würde ich sagen, Mama, Mama irgendwie da, die können uns nicht abholen kannst du bitte kommen?
Ja, was würde ich denn dann machen? Ich könnte ja dann nicht ins Auto steigen, losfahren und die holen und das hat mich dann monatelang beschäftigt. Dieser Gedanke, was ist in 5 Jahren oder in 67 Jahren, wenn die dann mal ausgeht und ich muss die nachts irgendwo holen, also natürlich wenn man das ausgemacht hat wer jetzt wen holt, dann weiß man ja ach ich bin ja frei so, aber es könnte ja immer irgendwas sein. Na ja, es könnte dir auch zu Hause was passieren. Ja, das Kind könnte auch plötzlich zu Hause einen Krampfanfall kriegen oder deinen Mann oder so was und dann ja klar, dann kannst du, rufst du einen Notarzt oder so, aber das ist ja auch nicht die Idee, du willst ja deinen liebsten zur Seite stehen können.
Klar, das ist natürlich ein grundsätzliches generelles Thema. Da habe ich dann schon auch drüber nachgedacht, dass es ja auch vorher schon längst mal irgendwas hätte sein können. Aber gutes Leben hätte sein können. Kann viel, aber ich finde jetzt in dem Fall, dass man jemanden abholen müsste nachts, also das Kind wo oder abends, egal wann, um welche Uhrzeit und man getrunken hat, dann kann man das nicht mehr machen.
Stimmt das da? Kann man dann keinen Krankenwagen rufen und sagen, Du hol die mal von der Disco und bring die mal heim? Genau. Ja, also das geht dann einfach nicht. Und dann hat der Mann ja auch getrunken. Und was macht man dann? Ja, dann fährt man ja trotzdem, weil man muss das ja dann abholen, also ja keine Ahnung.
Also das war auf jeden Fall so ein Erlebnis, wo es mir dann ganz gruselig wurde und das hat natürlich dann noch mal so meinen Gedanken angefeuert, das jetzt dann irgendwann mal komplett bleiben zu lassen, was ja dann noch nicht der Fall war, aber. So, das war auf jeden Fall so ein Gedanke. Und da kann ich dir jetzt aus der Erfahrung sagen, meine Tochter, die wird jetzt in diesem Monat 17, die hat denn schon manchmal mir um 1 oder so geschrieben ab happi die Party ist so langweilig, kannst du mich hier abholen. Genau.
Und dann kann ich eben sagen, nee, habe ich keine Lust zu, ja, fahre mit den Öffis oder ich setze mich halt ins Auto und fahre eine Viertelstunde dahin, weil mit dem Bus und brauche sie halt eine Stunde mitten in der Nacht. So ja, und dann macht man das Halt. Ja und das und das ist einfach schön und allein dafür schon für ein 1. Dieses Mal abholen, dann haben sich diese 5 fast 5 Jahre schon gelohnt.
Ja, weil es ein tolles Gefühl ist, ein Gutes, ein guter Elternteil zu sein, der für sein Kind da ist. Ja, auf jeden Fall also. Sowieso das ganze Vorleben. Ja, was ich ja so extrem auch mitbekommen habe, also von verschiedensten Erwachsenenseiten dieses Vorleben, dass eben, dass es eben nicht so normal ist und dazugehört zu Hause. Ja, eben.
Also das ist ja so ein wichtiger Bestandteil für eine gesunde Bezug auch zu Rauschmitteln. Ja. Weil wenn ich, wenn sie das sieht und das Normalität so wie das, ich kann das ja an mir festsetzen, ich weiß ja, wie das für mich war, das erwachsen sein, also ich konnte es kaum erwarten, endlich zu trinken, weil das war für mich trinken ist gleich erwachsen sein und mit diesem Eckes an die Silvesternacht war das ja so jetzt Mädels, seit 14 also erwachsen jetzt könnt ihr das. Ja, jetzt endlich, endlich könnt ihr euren Silvester jetzt was trinken, also von Erwachsenen wieder rum. Also das haben wir nicht wir heimlich besorgt. Ja, genau, ja, das stimmt ja, Ach. Gott also, das ist ja so was
von. Ja, also wenn ich auch mit meiner Mutter da drüber rede, also wir reden jetzt noch nicht so viel drüber, aber die, ja, die sieht das wahrscheinlich, also die weiß das schon alles. Aber die sagt hat dann ja nein, das war halt so damals, das ja, heutzutage kann man ja noch nicht mal mehr ein Eierlikör auf den Kuchen haben und die Kinder können das nicht essen. Ja genau, also ich achte da auch drauf. Ja, finde ich auch gut.
Ich weiß, als ich als ich anfing, Bier zu trinken, ich kann mich noch genau an dieses Gefühl erinnern, wenn ich jetzt Bier trinke, dann bin ich wie mein. Pater erwachsen genau das gleiche Gefühl und dann trinke ich dieses erste Bier, so eine Dose, ich weiß noch, sogar auf welcher Wiese, und ich fand es so abstoßend und eklig, und ich habe es dann getrunken, weil ich gedacht habe, ey, ich will das jetzt, ich will jetzt erwachsen sein, genau das, dann konnte, ja, das hat wirklich ein paar Bier gedauert, aber ich meine, das ist, als wenn du dir mit dem Hammer immer auf den Finger haust, bis es nicht mehr weh tut, ja.
Dann habe ich gedacht, Boah, geil, jetzt bin ich, jetzt bin ich echt der Mann, jetzt kann ich mehr. Genau, ja genau, ja, auch das kultivierte war ja dann bei uns eher so, dass in den Mädels auch mit diesem Weinglas. Ja, ja, ja. Die Fingernägel lackieren und Weinglas und also meine Mutter war jetzt nicht so, aber.
So, das haben wir also mit Erwachsensein verbunden. Dieses Anstoßen mit Alkohol. Bei mir war es andersrum ja die Männergeschichte. So. Ja, das Thema ist. Das gleiche ja und witzigerweise, wenn ich jetzt mit meiner Tochter drüber rede, warum sie jetzt unbedingt schnell alt werden will, also alt im Sinne von erwachsen achtzehnjährig, da geht es darum, weil sie dann ja einen Führerschein haben kann und Auto fahren kann. Ja, ist ja auch okay.
So genau, aber das ist ja eine ganz andere Ziel, so erwachsen zu werden, wie man sich Erwachsensein vorstellt. Also ich habe mir Erwachsensein halt wirklich so vorgestellt, dass man dann Party nach trinkt und konsumiert. Ja. Ich weiß es auch. Bei mir war es auch. So ein bisschen so, ich weiß nicht, ob das zur Konfirmation war oder vorher schon.
Ich glaube sogar vorher schon. So nach dem Motto, Oh, jetzt bist du alt genug hier, jetzt kannst du ein Glas Sekt trinken zu Hause, oh, da gibt es sogar noch ein Foto von auf einem Geburtstag von mir, wie ich ein Glas Sekt in die Kamera. Halte. Mit so einem breiten Grinsen. Ja, und das möchte ich bei meinen Kindern echt nicht sehen und ich habe das beinahe. Bei einer Freundin gesehen, der Sohn wurde konfirmiert mit 15, da gab es große Runde.
Ja, und dann so, so, jetzt kannst du mit mir ein Glas Champagner trinken, sagt der Vater zum Sohn, und der hält dieses Glas und bei dem war es anders, der hat nämlich, so hab ich gar keinen Bock drauf, dann komm jetzt, lass es doch mal anstoßen, sagt der Vater ja. Toll. Statt zu sagen, Ey nee, hast du auch recht.
Ja, war jetzt. Nee, nee, da muss er dann noch mit diesem Glas anstoßen. Mich zum Fremdschämen. Ja, es ist zum fremdschämen, aber ich denke mir halt auch, es ist einfach so, es fehlt einfach tatsächlich noch die Aufklärung, also man will es ja auch nicht wissen, es gibt ja viel Aufklärung mittlerweile, aber dann schaltet man halt weiter im Fernsehen oder natürlich den Beitrag, weil man möchte es ja auch nicht hören, weil man möchte es ja auch nicht einsehen, das ist ja bei allen Dingen so, die man jetzt nicht so. Selber an sich selber ja auch nicht. Vielleicht so gut findet, ob das jetzt Süßigkeiten essen ist oder egal was ja, ich sucht mich ja immer so ein bisschen genau zum Beispiel, man versucht sich ja
immer ein bisschen so das besser zu reden, damit man das ja noch weitermachen kann. Dann kann ich dir sagen, der Sohn von Bekannten, der hat glaube ich mit 6 oder 7 ist der Vegetarier geworden. Die Eltern haben das erst nicht ernst genommen. Ja auf den und dann. Ja, aber was war denn da los? Ja, der hat ne Doku gesehen, im Fernsehen tagelang geweint und seitdem isst er kein Fleisch mehr und es gibt ja genügend Dokumentationen, auch bei Netflix und so weiter ja, wenn man sich die anguckt, will man nie wieder Fleisch essen und ja, ich gebe zu, ich, ich guck mir das nicht an und so so ist es mit dem Alkohol ja auch genau das was du sagst. Ja und vielleicht kommt irgendwann der Tag, da guck ich es mir dann doch mal an und
vielleicht werde ich dann auch Vegetarier, also. Ich esse schon weniger viel, viel, viel weniger Fleisch als noch vor ein paar Jahren. Und ich gucke jetzt drauf, dass zumindest ein Huhn denn bio ist und so. Also das ist mir schon wichtig, aber ja, natürlich, das ist dieses. Ja, also ich denke halt, als ob Fleisch oder auch sogar Zigaretten oder Süßigkeiten, egal was es ist. Das beeinflusst ja nicht dein Gehirn. Ja du wirst ja deswegen nicht.
Nein. Deswegen, also mir ist es hundertmal lieber, einen fleischfressenden Vater zu haben oder einen rauchenden Vater oder einen Süßigkeitenjunkie als ein Alkoholiker. Weil also in Elternsicht oder als Kindesicht gesehen, weil der Alkohol verändert ja deine Gehirnstruktur und du da könnte also vom Fleisch sagt man, vielleicht kriegt man einen hohen Cholesterinwert und wird dick oder so, aber. Es schadet ja jetzt nicht deinem gegenüber so und deswegen. Also ist mir wirklich alles, denke ich mir immer lieber, wie das tatsächlich.
Ja ja, hast du recht, das stimmt, aber mir ging es eben darum, dieses dieses bewusste Ausblenden der Gefahren und der der Dinge, die. Die man latent natürlich ahnt und weiß, aber dann einfach, ach nee, wenn ich da nicht hinguck, dann ist es, dann kann es auch nicht so schlimm sein. Ja, ja, so sind wir Menschen nun mal, ja.
Ja, und da bin ich auch tatsächlich nicht frei von. Das ist. Und beim Alkohol war es auch so, bis ich da mal hingeguckt hab und dann gemerkt hab, ja OK, das ist Thema, aber das war dann eben die zweite schnelle Erkenntnis, du kannst es auch ändern, du kannst es lösen, das muss nicht so bleiben. Was bei mir auch noch ein Ausschlaggeber war, also diese plötzliche Entscheidung, also diese Nacht da am 24 war schon auch noch vorher, dass meine Tante ist an Brustkrebs erkrankt, zum zweiten Mal.
Und also ist eine super gesunde Frau sonst keine Trinkerin, nichts, keine Raucherin, aber dadurch, dass ich ja dann wusste oder weiß jetzt, dass er bis zu 15% das Risiko erhöht. Wird zum Beispiel bei Brustkrebs und bei ganz vielen anderen Erkrankungen und Krebserkrankungen ja sowieso auch. Und dadurch, dass ich das ja mütterlicherseits ja passiert das schon, also meiner Tante mit dem Brustkrebs und tatsächlich auch väterlicherseits, meiner Tante, die ist an Brustkrebs erkrankt und auch daran gestorben, dachte ich mir dann, ui, also da bin ja ich prädestiniert, schon rein von meinen Genen und.
Könnte das bei mir ein Fall sein und das ja dann noch zu füttern mit mit dem Gift Alkohol ist wahrscheinlich in meinem Fall halt jetzt noch mal doppelt und dreifach schlecht und da geht es ja auch nicht um die Menge, da geht es ja tatsächlich auch um geringste Mengen. Ja. Und das war dann da auch ein ganz krasser Gedanke, den ich dann in dem Jahr auch so hatte. Wo die Erkrankung dann auch ausgebrochen oder Wahrheit bei meiner Tante, dass ich mir gedacht habe, ich muss das auch ganz bleiben lassen, weil das kann trotzdem passieren, aber zumindest versuche ich das jetzt nicht noch extra zu befördern. Ja, das ist wichtig.
Ja, und das geht um dich, es geht um dein Kind, es geht um deinen Mann, es gibt nur deine Freunde und wir haben eben nur dieses eine Leben und. Ja, ja, dieses eine Leben und nur wegen ein paar Stunden vermeintlichen Glückrausch. Ja. Also das in der Relation denke ich mir halt immer wieder, das handelt sich immer nur handelte sich immer nur um ein paar Stunden die cool waren.
Genau. Ja, genau. Da kommt wieder meine alte Formel ja für 5% Spaß 95% Ärger. Das ist. Und da stimme ich nach wie vor zu. Und vielleicht ist die Zahl sogar noch größer. Ja, wenn man bedenkt, welche gesundheitlichen langfristigen Implikationen das haben kann, du wirst nachher Brustkrebs oder so wirst du nicht darauf direkt zurück zurückführen können, ja dann sagt man ja, es war halt Pech, ja stimmt, aber wenn man den Pech auch noch ein bisschen Anschub gibt, dann, ja dann ist das einfach nicht keine gute Alternative. Was habe ich denn für dich?
Da haben wir jetzt noch gar nicht drüber gesprochen, seitdem du nicht mehr trinkst, hast du ja schon mal durchschimmern lassen, du bist klarer im Kopf. Was hat sich für dich noch so verändert? Also ganz krasse Veränderung finde ich. Geduld, Thema Geduld. Oh ja. Also ich bin viel geduldiger, aber nicht nur mit. Mit meinen Mitmenschen oder mit meiner Tochter? So in dem Sinne jetzt, sondern auch mit mir selber und auch bei ganz einfachen Sachen Brot backen. Das.
Mache ich jetzt bewusst mit Zeit, mit Geduld, mit, ja, Freude auch, und nicht nur, weil ich das jetzt schneller machen muss, bevor ich jetzt wieder los springe. Ja. Also, und das ist bei jeder. Muss ich fast sagen. Bei jeder einzelnen Tätigkeit, die ich mache, ob das Spülmaschine einräumen ist oder Parkplatz suchen in einer großen Stadt, bei jeder Kleinigkeit spüre ich, dass ich geduldiger bin.
Interessant. Und das führst du darauf zurück, dass du keinen Alkohol mehr trinkst. Ja, weil ich mein Leben lang, habe ich immer gesagt, ich bin so ein ungeduldiger Mensch und ich habe da keinen. So viele Krane Sachen, das mag ich sowieso nicht und das ist mir alles. So müssen wir schnell gehen und arbeiten und weg und das bin ich irgendwie gar nicht, habe ich jetzt festgestellt. Also ich kann jetzt auch einen Weihnachtsstern falten, ohne dass ich den dann zum Müll und zum Knüllen und ja kein Bock mehr drauf habe, sondern kann mir noch richtig schön jetzt falten auf einmal und.
Ist interessant, weil ich mir dann denke, als Kind war er ja auch sehr, sehr geduldig. Ah. Okay. Also kommt mir jetzt auch so. Das dauert also das hat so ein Prozess, also ich dieses 34 Monate mal aufhören und so, da hatte ich schon auch Fortschritte gespürt, aber ich denke, das ist ja auch in jedem Podcast, also fast in jedem Podcast hört man das ja auch bei Menschen, die auch jahrelang. Jetzt schon nichts mehr trinken, dass dass jede Stufe, also man erreicht quasi wie auch immer, wieder neue Stufen so, ja, der Prozess hört eigentlich gar nicht so auf, dass man sagt, jetzt trinke ich halt nichts, jetzt habe ich halt keinen Kater mehr und jetzt geht's mir gut, es geht einem ja trotzdem nicht immer gut, aber man entwickelt
sich weiter und das war halt, glaube ich vorher so. Ist man so gestanden, weil man ja immer wieder damit zu tun hatte, auch dieses Gift wieder weg zu verarbeiten? Und dann konnte man sich ja gar nicht so wirklich weiterentwickeln, weil man ja dann doch auch viel damit beschäftigt war. Ich beschäftige mich zwar mit dem Thema, weil das einfach bei mir ein Lebensthema sein wird durch meine Vergangenheit auch, aber.
Also nicht persönlich tangiert das halt jetzt nicht mehr. Also ich muss mir jetzt keine Gedanken mit wieder machen, dadurch habe ich auch viel mehr Zeit für mich und für alle anderen. Ja, das ist interessant. Das ist echt interessant und das hätte ich so. Ja, ich habe das denen allen schon geglaubt so, aber ich hätte das nicht so vermutet, doch tatsächlich so.
Also ich freue mich jetzt auch auf die nächsten Jahre, was da noch. Kommt. Ich glaube was, was auch also was ich für mich erlebe, was immer noch mal stärker wird, das ist das das Selbstvertrauen, also dieses, dieses, dieses gute Gefühl, ja, das sich ja schnell einstellt, wenn man nichts mehr trinkt, einstellen sollte.
Ja so, das ist nicht bei jedem so, aber das sollte sich relativ schnell einstellen. Und das ist einfach. In meinen Augen ist das so ne super Power dieses Hey ich hab ich trink jetzt nichts mehr und ich hab mein Leben lang getrunken, ich mach das jetzt einfach nicht mehr und bei Rauchern ist das ja auch so und da kann man einfach verdammt stolz drauf sein, das ist nicht was einem zugeflogen kommt, sondern da hat man aktiv selber was für getan und da kann man sehr sehr stolz drauf sein und das Macht einen größer und stärker finde ich. Mir ist es bewusster.
Oder? Ja, bewusster genau. Ja, und auch eingestehen, dass man halt manche Dinge, dass man da halt tatsächlich nicht so ist. Genau. Genau, also man ist vielleicht jetzt gar nicht diese Mega Party sausemaus, die dann da auf den Tischen tanzt, das ist man eigentlich vielleicht gar nicht, oder man mag das eigentlich vielleicht gar nicht, wenn man in einer großen Gesellschaft ist oder was auch immer.
Genau, und das habe ich, das kommt ja hier auch immer wieder, ja, dass die Leute plötzlich erkennen, oh, ich stricke ja gerne, oder ich lese gerne mal ein Buch oder ich gehe halt mal nicht auf die Party oder ich gehe dann halt um 11, wenn ich keine Lust mehr habe, weil ich mich da kein nicht mit den Leuten da rum ärgern will. Ja, und das kann einem vielleicht erst mal ein bisschen Angst machen, aber ich finde, da kann man sich sehr drauf freuen, weil das schön ist, weil man dann nämlich dann. Häutet man sich so ein bisschen, dann kommt der wahre Kern zum Vorschein.
Schön? Ja, total. Hast du körperlich irgendwas gemerkt, dass sich was verändert hat? Ja, also auf jeden Fall, wo es dann auch schon viel weniger wurde. Der ist aufgebläht, sein, aufgedunsen sein so. Rein von der Körperform, her vom körperlichen gesund fühlen extrem. Also merke ich einen Unterschied, weil ich war öfters erkältet.
Ich bin momentan gerade auch erkältet, deswegen haben meine Stimme ein bisschen so gelegt, aber das geht schneller vorbei und kommt weniger oft vor, dass ich erkältet bin. Und ich hatte lang so, so Gelenkprobleme. So ein bisschen habe ich das immer noch. Ich bin auch so ein bisschen perimenopause, da kommen ja einfach auch Beschwerden dazu, das ist auch okay, aber damals war ich noch nicht perimenopausisch unterwegs, wenn man das so sagen kann, da hatte ich so öfters so gelenkprobleme oder einfach meine Finger, die sich sowieso rheumatisch ein bisschen angefühlt haben. Oh, das kommt mir bekannt vor.
Und das fand ich dann oft krass so, gerade nach so einer Party oder so einem Rausch dann in der früh, dass mir so mein Ringfinger vor allem, oder ja, irgendwie so diese steifgelenke und auch Schmerzen, so Gelenkschmerzen hatte, und das habe ich so gut wie gar nicht mehr, also eigentlich gar nicht mehr. Ja, also das ist.
Eigentlich so, so diese depressiven Verstimmungen natürlich auch schlechte schlechte Laune habe ich trotzdem zwischendurch aber nicht mehr in diesem Ausmaß merkte ich extrem, also psychisch natürlich auch. Also man kann sich nichts verschlechtern, wenn man aufhört zu trinken, ich habe noch nie jemanden gehört, der gesagt hat, muss wieder anfangen, weiß mir geht es jetzt gar nicht gut.
Körperlich. Genau, körperlich. Und weißt du was? Ich kriege jetzt echt so eine fast eine Gänsehaut, so ein déja vu, das was du erzählst mit den Fingern, das hatte ich auch und da war ich auch tatsächlich mal beim Arzt, der mich dann untersucht hat und ich weiß noch, das war irgendwie auf dem Dienstag oder Mittwoch und am Wochenende war eine wilde Feier und ich habe also A sowieso natürlich keinen Zusammenhang gesehen und ich hätte auch keinen zeitlichen Zusammenhang gesehen.
Wollen in dem Moment, weil das ja schon ein paar Tage zurücklag, aber die Schmerzen. Das kann tatsächlich sein, dass sie am nächsten Tag losging, ja. Ja, ich bin auch ich, bin auch mal zum Arzt wegen dem, wenn du das jetzt gerade erzählst. Ich war auch beim Arzt und meinte, das war so Ende 30 ob das sein kann, dass ich so Rheuma habe?
Ja. Genau. Und dann dann habe ich dann, habe ich gesagt, Na ja, ich fahre ja auch viel Motorrad mit schalten und dies und das und da hat der Arzt mich so von der Seite angekündigt und sagt Nein ja, also das, das kann es nicht sein, weil sie haben ja kräftige Finger, das kann jetzt nicht sein, dass von einem Tag Motorrad fahren, die die Gelenke so wehtun, das ist ja krass, wow, Julia das. Ja klar, so Übersäuerung.
Das greift ja die Gelenke an. Das ist Arthrose, Arthritis, keine Ahnung, Entzündungen im Körper, also sehr gruselig. Habe ich. Seitdem habe ich nie wieder gehabt. Hast du recht crazy? Augen, was ich auch ganz krass finde, in Augen wie Klara die sind. Ja, das ja. Stimmt, das weiß ich von von einer Klientin, die echt mit schlimmen Augen kam und seitdem die nicht mehr trinkt, sieht die wirklich anders aus. Ne, Sie echt verändert.
Ja wow Liebe Julia, welchen Tipp hast du für deine Hörerinnen und Hörer? Welchen Tipp, Ja. Anfangen, anfangen. Also mein Weg war ja eben der, dass einfach weniger. Es kommt natürlich auf den auf den Grad an, wie stark man psychisch abhängig, körperlich sollte man ja sowieso zum Arzt, aber ja einfach schon mal mit einem Monat mal anfangen, mal gucken was passiert dann.
Ja. Und keine Angst haben. Also. Falls man jetzt dadurch Freunde oder Bekannte, also eher Freunde, verlieren sollte, weil man mit denen nicht mehr Partys machen kann, dann waren es halt auch keine wirklichen Freunde. Also muss man halt schon mutig sein und zu sagen, gut, dann brauchen die jetzt auch nicht mehr weiter mit mir den Lebensweg beschreiten, sondern man könnte auch gehen und. Wahre Freunde verliert man ja nicht. Also das bleibt ja und ja, und auch gar nicht so das, was war, also diese Stigmatisierung ja auch, dass man ja gar nicht niemandem das erzählen muss, dass man jetzt Alkoholiker ist oder todkrank oder süchtig oder so, sondern man kann ja einfach sagen, mir tut es nicht gut, und
deswegen hör ich jetzt auch, also das ist ja auch oft eine Angst, die viele haben dann. Wenn sie dann in gesellschaftlichen Situationen sind, wo sie dann auf einmal ja nichts mehr trinken. Also man muss da auch gar nichts dazu sagen, es geht ja auch gar niemanden was an und wenn, dann kann man auch sagen, du heute nicht, oder ja, und umso länger dann die Zeit vergeht, umso leichter wird das ja, umso weniger spielt das dann eine Rolle und irgendwann kann man da drüber stehen. Sehr gut.
Wen möchtest du grüßen, Julia? Grüßen Grüße ich meine Geschwister und meine Tochter. Schön. Und mein Mann sehr schön, der sich das hoffentlich auch anhört, der kann auch Deutsch. Ah ja, wollte ich jetzt Fragen, sprecht ihr gemeinsam zu Hause italienisch? Ja, mit. Ihm. Mit deiner Tochter sprichst du Deutsch, nehme ich an.
Genau, ja. Schön. Wir switchen. Ja, ja, Klassiker. Ich danke dir fürs Gespräch, liebe Julia. Gerne danke dir für deine Arbeit. Ich habe wieder was dazu gelernt, auch über mich und meine Vergangenheit. Das ist echt schräg über meinen. Körper ja, gut, gut. Passt ja alles Gute. Dankeschön, du. Brauchst, wenn ich was für dich tun kann, lass es mich wissen, ja.
Vielen, vielen Dank. Also Tschüss, Tschüss, vielen dank, liebe Julia, dass du mit mir gesprochen hast. Und ich bin mir ganz, ganz sicher, dass du stark genug bist, dass du reflektiert genug bist, um nüchtern zu bleiben. Und du weißt ja, das hast du in diesem Podcast mehrfach gesagt, dass es die richtige Entscheidung ist.
Ich gratuliere dir dazu. Ein Nachtrag fehlt noch, nämlich der Film, über den ich gesprochen habe, das ist Männertag und da spielt natürlich Til Schweiger nicht mit, hat mich meine Erinnerung getäuscht, da spielt Axel Stein mit Milan Peschel, dann spielt da noch Kristall, Tom Beck, Oliver Wnug und das ist ein sehr lustiger Film, da wird sehr viel getrunken, ich habe den damals gesehen, als ich selber noch gerne Bier getrunken habe, also ich würde mir jetzt.
Naja, mit anderen Augen anschauen und der Film, der auch so ein bisschen in der Vergangenheit schwelgt, das ist Klassentreffen, 10 und da spielt tatsächlich Til Schweiger mit. Aber müsst ihr beide nicht gesehen haben und wir sind jetzt gerade in der Winterzeit, also in der Weihnachtszeit sozusagen den ersten Advent hatten wir jetzt schon hinter uns, am Sonntag ist der zweite Advent, das ist so die Reihenfolge, offenbar, was rede ich und. Und jetzt ist auch wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte und ich hoffe du da draußen.
Wenn du diesen Podcast jetzt noch vor Weihnachten hörst, bleib stabil, überleg dir Glühwein, macht das Leben nicht besser, im Gegenteil, mit Glühwein verhagelst du dir die Birne erst am nächsten Tag, einen dicken Kopf, wirst viel zu viel Geld los für wirklich schlechten Stoff, also Alkohol ist ohnehin schlecht, aber. Glühwein ist glaube ich von der Qualität, also auch was man dem Kopf damit antut, noch mal eine ganze Stufe da drunter. Puh, also lass die Finger davon, bleib nüchtern, bleib klar und bis zur nächsten Folge ist es vielleicht noch ein bisschen, ich weiß es nicht und bis dahin denk immer dran, tanzen kann man auch auf Brause, auch auf dem Weihnachtsmarkt.