
Recap: Wie ein Fisch im Wasser - oder was ist Berufung?
Montag, 11. Mai 2026 · 59 min
Kapitelklicken springt direkt hin
Shownotes
Moritz und Damian sind wieder zu zweit – und nehmen sich Zeit für ein Gespräch, das in alle Richtungen geht: von Kasualien und Lebenswenden über Dekonstruktion und John Wesley bis hin zu einem 16-Jährigen, der Damian schon mal fragt, ob er sein Nachfolger werden kann.
In dieser Folge:
Moritz trifft Sarah: Nach anderthalb Jahren gemeinsamer Podcastarbeit hat Moritz die wunderbare Sarah Staub endlich leibhaftig kennengelernt – bei ihrer Lesung in Zürich. Was digitale Freundschaften können und was sie nicht ersetzen.
Kasualien: Was ist das eigentlich – und warum werden sie wieder interessant? Moritz berichtet von einer viertägigen Fortbildung an der Theologischen Hochschule Reutlingen, bei der es um Taufe, Hochzeit und Beerdigung ging – aber vor allem um die Frage, was Kirche an den Knotenpunkten des Lebens zu sagen hat. Und: Welche neuen Kasualien könnten dazukommen?
Calgary und die Frage dahinter: Welche Kirche wollen wir sein – nicht heute, sondern morgen? Moritz und Damian reflektieren nochmal das Vorbereitungsmeeting, den US-Zentrismus der Umfrage und was ein afrikanischer Bischof in einer Breakout Session gesagt hat, das alle aufhorchen ließ.
Glauben durchschütteln – Dekonstruktion: Michelle, Damians Schweizer Gästin, war wohl die erste im Holy Club, die offen von ihrer Dekonstruktionserfahrung erzählt hat. Was bedeutet das eigentlich – und was hat John Wesley damit zu tun? Moritz und Damian spannen den Bogen von der Herrnhuter Bibelstunde bis zur Aldersgate-Erfahrung.
Berufung: Wie fühlt sich das an, gerufen zu sein? Damian beschreibt es als Fisch, der endlich wieder im Wasser ist. Moritz ist da etwas lutherischer geprägt. Und was ist mit Michelle, die vielleicht Pastorin wird?
Mason, 16, bald Theologe: Damians jüngster Interviewgast ist frisch getauft, sitzt im Gemeindeverstand und möchte irgendwann Pastor werden. Was er über Glaube, Football und die Frage weiß, wie man sich die ideale Ehefrau vorstellt – und warum Damian und zwei Kollegen im September eine eigene Jugendgruppe gründen.
Der Holy Club erscheint jeden Montag auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo's Podcasts gibt. Instagram: @holyclubpodcast
Transkriptvom Podcast bereitgestellt · Zeitmarken springen hin
Hallo zusammen, es ist wieder Montag und für treue Holy Club Hörende heißt das eine neue Folge Holy Club. Und wer jede Folge hört, weiß, eine Folge kommt mit Moritz, eine mit Damien, dann wieder eine mit Moritz und dann eine mit beiden zusammen. So ist es meistens, jetzt diesmal war es ein bisschen anders, weil Moritz keine Gäste hatte.
Hi, ich bin Moritz und Damien, schön, dass du da bist. Hi Moritz, schön euch auch wieder belabern zu dürfen, die ihr uns so fleißig zuhört. Und ja, dieses Mal war es Damien mit Gast, Moritz ohne und Damien mit Gast. Ja, aber es ist ja wahrscheinlich noch ein bisschen was anderes passiert. Wie geht es dir denn, Damien?
Was gibt es Neues aus dem pastoralen Alltag in Cheney, Washington State? Ja, mir geht's gut. Wir sind jetzt, wenn wir aufnehmen, was haben wir heute? Den 8. Mai? Ist das richtig? Ja, den 8. Mai. Ich habe so gedacht, wie es dir ging nach Ostern, ach meine Güte, das wird jetzt ein bisschen ruhiger, ein bisschen Pause machen.
Ja, ich sag mal, Popolecken, das ist genau das Gegenteil. Es wurde ja schlimmer. Und wir sind nämlich mitten in unserem Umbruch von Mitarbeitenden. Also meine Office-Managerin, wie das bei uns heißt, hat aufgehört. Und jetzt letzte Woche habe ich eine neue. Und da müssen wir ein bisschen einarbeiten. Und super begeistert, super viele Ideen. Und manchmal sitzen wir halt auch noch bis zum 10 da abends und machen noch Sachen.
Neue Flyer oder Ideen für die Website und so. Also das ist schon cool, aber auch ein bisschen anstrengend. Da hoffe ich, dass es ein bisschen weniger wird. Und wir haben jetzt auch eine neue Musikdirektorin, die wir anstellen wollen. Und da sind wir jetzt in den letzten Gesprächen. Das wird dann auch nochmal spannend. Und wir hatten jetzt gestern unser zweites Podcast.
Im Treffen mit den Architekten, ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt, wir haben so eine Wand, die wackelt und die muss erneuert werden. Und da haben wir gleich noch einen größeren Plan gemacht für mehr Projekte. Und da erlebt man jetzt mal, wie die Gemeinde wirklich tickt, wenn es ein bisschen kostet, wenn es schwieriger wird, wenn es um Designentscheidungen geht, unterschiedliche Meinungen.
Und da habe ich das erste Mal nach vier Jahren gemerkt, uh, jetzt weiß ich, wie so manche so ticken. Da kommen jetzt so ein paar Charaktereigenschaften zum Vorschein, deren ich nicht bewusst war, aber ist spannend und ich glaube, da wird auch ein cooles Projekt und hoffen wir, dass wir im Herbst starten können mit dem Bauen.
Also Bauen ist übertrieben, kleiner Umbau des Gebäudes. Da werden wir vielleicht auch ein bisschen was bei Instagram Post, wo ein paar Bilder da sind. Aber ja, von daher ist da richtig viel los bei uns. Ah ja, und ein letztes. Morgen haben wir, ich weiß gar nicht, macht hier sowas überhaupt? Wir haben Mayfest in Chini. Das ist so ein Straßenfest, wo ein paar Straßenblocks gesperrt werden und dann ist Entertainment für die ganze Familie.
Und da habe ich jetzt seit drei Jahren, das dritte Mal jetzt, haben wir einen Tisch als Gemeinde. Wir sind eine von zwei Gemeinden, nur die das machen, um einfach unsere Gemeinde zu bewerben, einzuladen. Und das geht morgen dann den ganzen Tag, Und das ist auch mal cool. Aber sowas habe ich in Deutschland nie gemacht.
Ich weiß gar nicht, ob sowas überhaupt. Ja, kommt drauf an. Also jetzt bei mir in der einen Gemeinde, da gibt es im Juli die Hasebühl-Hockeze. Und das ist auch so ein Straßenfest. Und da machen wir als Gemeinde auch mit. Und es ist noch so ökumenischer Gottesdienst und so weiter. Also da zeigt man sich auch und macht dann mit den Vereinen ein bisschen was von der Stadt, dass wir dabei. Habt ihr da so eine Art Standen verkauft, was? oder?
Boah, da überfragst du mich jetzt ein bisschen. Ich bin nicht ganz auf dem Stand. Also falls ihr aus Schöneich zuhört, ich arbeite mir nicht noch ein. Das ist ja mein erstes Jahr. Aber in der Gottesdienstplanung, da bin ich mit dabei. Ja gut, Hauptsache, da ist ein Gottesdienst. Das gibt es bei uns halt nicht so. Diese öffentliche Gottesdienst, das ist ja nicht so ein Ding.
Da wird dann schon mal mehr getrennt, witzigerweise. Ja, keine Ahnung. Das wäre auch nochmal ein anderes Thema an sich, nur so Getrennung von Kirchhoff-Grad, aber wie das auch in Deutschland eigentlich gar nicht so getrennt ist. Und in den USA getrennt. Ja. Es ist so, wir sind sehr seltsam eigentlich alles, ja.
Ne, aber wie geht's dir denn? Du hast deinen Laptop wieder, haben wir gehört. Halleluja, nach der Kampagne-Odisee, was du biegst, wenn es im Juli rauskommt. Ja, wie geht's dir? Ja, soweit. Also ich bin jetzt heute bei der Aufnahme ein bisschen müde. Das liegt daran, dass ich gestern in Zürich war und ich habe die wunderbare Sarah endlich mal persönlich kennengelernt.
Die hatte gestern ihre Lesung. Auf Hoffnung hoffen war das Thema und ich hatte echt einen richtig schönen Abend. Also es war natürlich ein bisschen ein Act von Tübingen nach Zürich zu kommen und dann auch wieder zurück, aber das habe ich auf mich genommen, unterwegs ein bisschen Podcast gehört, paar Telefonate abgearbeitet und dann sobald ich über der Schweizer Grenze war ohne mobile Daten und ohne Telefon, konnte ich dann einfach mal in Ruhe sein und dann nach Zürich fahren.
Und das war schon echt cool. Also ich weiß noch, ich habe früher, als so die Debatten aufgingen um digitale Freundschaften und sowas, dass irgendwelche Leute sich in irgendwelchen Games kennenlernen und dann da beste Freundschaften entstehen und dann nach Jahren sehen die sich mal oder so. Das habe ich immer ein bisschen belächelt, weil ich mir das nicht vorstellen konnte, dass man jemand digital so gut kennenlernt, dass es eine echte Freundschaft ist und dass man sich dann trifft und dass das dann auch matcht.
Und jetzt muss ich sagen, mit Sarah, also wir arbeiten ja jetzt seit anderthalb Jahren hier im Holy Club zusammen und haben dann dadurch auch den einen oder anderen Berührungspunkt und man kriegt natürlich ein bisschen was mit, so aus dem Privatleben auch. Und da ist schon mir das jetzt passiert, würde ich sagen, dass ich jetzt eine Freundin habe, die ich eigentlich nur digital kenne.
Und ich glaube, ihr zwei wart ja auch noch nicht in einem Raum. Also leibhaftig kennt ihr euch auch nicht. Nee. Und man kennt sich doch ganz gut jetzt durch diese Podcast-Arbeit und das Drumherum. Und das war schon irgendwie schön, da mal ein Gefühl, ein Gespür für die andere Person zu bekommen. Aber das war jetzt natürlich nicht die Hauptsache an dem Abend.
Also war ja kein Privattreffen mit Sarah, sondern die hat... Überraschung, also habt ihr da, wo du sagst, so, huch, es ist ja größer oder keiner hat sich gedacht oder irgendwie sowas. Sieht ja manchmal auch so, man sieht sich dann live und denkt so, oh wow, du bist ja riesig. Oder so. Äh, Ne, war glaube ich ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt habe.
Sie hatte einen größeren Bizeps, als ich dachte. Also so. Also war schön. Steht ganz gut da, die Sarah. Ne, und es war echt cool. Also es war im Hirschli in Zürich und da waren ein paar Leute dabei. MethodistInnen und andere. Und sie hat dann Texte vorgelesen, die alle irgendwie die also jetzt nicht hoffnungsstiftend im Sinne von optimistisch waren, aber so Geschichten aus dem Leben, die ehrlich waren, finde ich vor allem.
Ehrlich und verletzlich und dann gleichzeitig doch so schön feinfühlig beobachtend. Und das hat mir sehr, sehr gefallen. Und dann noch schöne Musik dazwischen. Von einem Pianisten. Und ein paar Leute waren auch da, die ich kannte, hier aus dem Podcast. Schöne Grüße, Jörg und Jürg und Lena und wie sie alle heißen.
Das war cool, da ein bisschen ins Gespräch zu kommen, Leute kennenzulernen. Habe schon das nächste Interview klar gemacht. Sehr gut. War gut. Also das war jetzt ein Highlight. Davor muss ich schon sagen, diese Geschichte mit dem Laptop und so, das hat bei mir echt dazu geführt, dass es stressig wurde einfach nach dem Urlaub.
Und die Woche dann danach hatte ich eine Fortbildung, da war ich an der Theologischen Hochschule in Reutlingen mit vielen KollegInnen, da waren welche aus Deutschland da, aus der Schweiz, und in Deutschland eben auch aus dem Osten und dem Norden und ein paar Ehrenamtliche waren auch dabei und wir haben uns Gedanken gemacht über Kasualien, also die klassischen Kasualien, wäre so Hochzeit, Taufe und Beerdigung.
Kannst du mal kurz sagen, wo der Begriff Kasualien herkommt? Also der Begriff Kasualien herkommt? Kasualien ist praktisch. Der Normalstern, kennst du ja nicht. Ich verstehe das nicht, ja genau. Also es ist von Kasus der Fall. Das heißt, wenn ein Vorfall oder irgendwie eine Verdichtung sozusagen stattfindet, also die Knotenpunkte im Leben, wo man so merkt, ah, hier ist was besonders, hier ist was wichtig, da passiert irgendwas.
Und das ist klassisch das, was dann kirchlich begleitet wird, meistens von einer Segenshandlung. Also bei einer Hochzeit zum Beispiel oder Taufe ist ja auch Taufe und Segen. Und bei einer Beerdigung dann eben das Ende eines Lebens und dann der Blick auch an die Hinterbliebenen. Und die Idee ist jetzt so ein bisschen, dass Kirche ja so die Position der Begleiterin im ganzen Leben verliert, mehr und mehr, so in westlichen Gesellschaften.
Aber punktuell dann doch irgendwie so eine Sinndeutung vielleicht gefragt wird oder eine Begleitung zumindest, also dass Menschen in ihrem Leben an dem Punkt sind, wo sie sagen, da wäre es mir jetzt wichtig, dass mir irgendjemand was zuspricht oder dem Ganzen einen Rahmen gibt, sodass ich das mit meinem Individuellen dann füllen kann.
Und wenn man von dem her Kirche sich überlegt, dann gehen da ganz viele Türen auf. Also welche besonderen Anlässe gibt es denn und was haben wir da kirchlich zu sagen und in welcher Form tun wir das? Und darüber haben wir gemeinsam nachgedacht für vier Tage und das war echt cool. Gab es da einen Vorschlag, schon so was neue Kasualien sein könnten?
Da gibt es alles Mögliche. Also man hat dann so Sachen wie Schuljahresanfang oder es gibt Kasualien zu Trennungen und Scheidungen oder irgendwie zum Umzug oder zum Übergang in den Ruhestand. Solche Sachen. Alles, was so, wenn du auf dein Leben guckst, wenn du sagst, da sind irgendwie besondere Punkte, dann könntest du mal überlegen, wie könnte Kirche denn da dienlich sein, sage ich mal.
Ja, wir machen, also da ist ja auch einiges schon in dem amerikanischen Book of Worship für solche Momente und wir haben jetzt zum Beispiel, was wir regelmäßig machen, was ich schön finde, ist wenn eine Familie die Gemeinde verlässt, umzieht in einen anderen Ort oder so oder Staat, weil sie Militär sind oder jetzt haben wir gerade wieder letzten Sonntag jemanden verabschiedet, die im Ruhestand gegangen ist und jetzt mit ihrer Familie in den Heimatstaat zieht, wo ihre Kinder sind, Und da gibt es auch eine Liturgie, die wir genommen haben, wo die Gemeinde, also da ist auch nochmal so eine Art Sündenbekenntnis mit drin, wo man auch so einen Moment hat zu sagen, auch tut mir leid, auch von der Gemeinde herkommen, wenn wir dir nicht gerecht
geworden sind oder wenn wir lieblos waren, sowas. Und dann aber auch, wir wünschen dir alles Gute, so ein Gottessegen und sowas. Und das finde ich total schön, das habe ich in Deutschland so nie gemacht. Und da solche Momente, so diese Abschnitte, Lebensabschnitte da mit reinzunehmen und zu begleiten, ist schon cool.
Auch ein tolles Zeichen, glaube ich, auch für die Gemeinde oder wenn jemand neu ist in der Gemeinde und das gar nicht kennt, dass wir sowas machen. Nee, total. Und das Interessante, finde ich, ist eben der Blick dahin, dass du in solchen Situationen hast du immer eine neue Kombination an Menschen, die wahrscheinlich nur für diesen Anlass zusammenkommen.
Also du hast eine Gemeinde, an einem Zeitpunkt ist die da, in dieser Situation. Und danach kommt die nicht mehr so zusammen. Und damit was zu machen, damit irgendwie produktiv umzugehen, ist ja was anderes als, sagen wir mal, dieselben 40 Nasen, die halt jeden Sonntag kommen. Das hat auch viel Schönes aber es ist natürlich eine andere Stoßrichtung, so im theologischen Arbeiten auch, Genau, das waren jetzt so die Sachen, die die letzten zwei Wochen oben auflagen.
Aber wenn wir schon bei dir sind, dann lass uns dann nochmal über dein Interview mit dir selber sprechen. Der Laptop ist da, super. Du hast ja auch schon nochmal ein bisschen über Calgary gesprochen, dass ihr euer erstes Meeting da hattet. Und da hast du, glaube ich, auch kritisch reflektiert über den Umgang mit KollegInnen, die eine andere Sprache sprechen und Übersetzung brauchten und dass sie überhaupt zu Wort kommen können und dass man da eigentlich, man denkt, man ist schon sehr vorne dran und versucht da irgendwie Rücksicht zu nehmen und dann ist es dann doch irgendwie in der Praxis ein bisschen gescheitert.
Erzähl doch nochmal ein bisschen von dem Meeting, was du da so erfahren hast und was uns da in Calgary erwartet oder dich oder euch. Oder müssen wir da mehr neue Gottesdienst-Sorten umsetzen? Was passiert denn da eigentlich? Ja, das finde ich das Interessante eigentlich. Also man kann schon sagen, die Generalkonferenz, die letzte, also nachdem dieses ganze Homosexualitätsthema endlich mal beendet war und man gesagt hat, okay, wir wollen jetzt eine inklusive Kirche sein als UMC, da war so der nächste größere Entscheidungsschritt zu sagen, wir brauchen eine Regionalisierung.
Also das heißt, dass nicht mehr alles von der Generalkonferenz aus geregelt wird, sondern dann auf die nächste Ebene runter, auf die Zentralkonferenzen, übertragen wird und die so ein bisschen mehr Gestaltungsspielraum haben. Damit eben auf kulturelle Gegebenheiten besser eingegangen werden kann und man nicht so sehr immer von den USA ausdenkt.
So würde ich es mal. Man muss ja auch sagen, das ist ein wichtiger Unterscheidungspunkt, dass die USA selber bis dato keine Zentralkonferenz, war. Und dass das halt natürlich die Problematik immer war bei Generalkonferenzen, da war die Chance für die Amis endlich mal ein paar Dinge zu verändern für sich selber.
Während die ganzen Europäer und Afrikaner und so, ja, dafür haben wir eine Zentralkonferenz, wir machen es eh ein bisschen anders. Wir adoptieren das ja und so. Also, ja. Genau, das ist so die Umstrukturierung. Und das ist so das eine und damit sind jetzt alle so mehr oder weniger beschäftigt. Also, dass man einfach guckt, wie wollen wir das denn machen auf Zentralkonferenz-Ebene?
Und jetzt ist die Idee, dass man sagt, wir haben uns einerseits von diesem Homosexualitätsthema befreit und andererseits haben wir ein bisschen Handlungsspielraum abgegeben. Lasst uns doch jetzt mal auf dieser globalen Ebene drüber nachdenken, wofür Methodismus stehen kann. Also welche Kirche wollen wir denn sein? Und zwar eine Kirche, die wir nicht jetzt schon sind.
Also wir wollen jetzt nicht beschreiben, was ist Methodismus heute, sondern was könnte er morgen bedeuten. Und das ist dann was, wo weltweit Stimmen gesammelt werden, wo auch junge Menschen mitsprechen dürfen und zusammen imaginieren sollen, was denn sein könnte. Also was könnte man denn machen aus diesem Potenzial, das der Methodismus hat, aus dieser Tradition, aus der wir kommen.
Und das soll deshalb ein theologisch inhaltlicher Raum sein, ein Raum, wo man sich begegnet, wo man kulturell sich austauscht. Und wo man eben überlegt, wo es hingehen könnte, aber nicht direkt eine Strukturdebatte anstößt. Also die Idee ist gerade nicht jetzt eine neue Gottesdienstordnung oder irgendwelche, keine Ahnung, hier Umgang mit X, Y und Z.
Und die sozialen Grundsätze knöpfen wir uns jetzt auch nicht direkt vor, sondern wir schauen einfach tatsächlich, wo könnte es hingehen. Und dann gibt es eben dieses Motto, love boldly, lead courageously. und surf joyfully. Also in diesem Dreischritt soll das dann passieren. Und das erarbeiten wir dann.
Oder dienen bereitwillig. Dienen bereitwillig, ja. Genau. Ich will es schon lachen. Fühlen, lieben, bereitwillig dienen und, Ja, bereit bin ich Entschlossen führen oder was. Das war ein Unterschied, oder? Aber ja. Wir sind mittendrin in dieser Predigtreihe, die es da gerade gibt. Also jetzt am Sonntag predige ich über Serve Joyfully.
Und wir haben es ein bisschen abgespeckt und ein bisschen anders gemacht, als ich das wollte. Es gibt dann kein Miracle Sunday, wo wir Geld für Education sammeln, weil wir haben erstens keine Kohle und zweitens das ist alles ein bisschen last minute. Aber die kommt gut an. Also so die Themen und Profilschärfung nochmal so. Na, was macht Methodismus aus? Wir haben so ein bisschen mehr mit Joe Wessi geredet.
Und das ist eigentlich ganz passend für uns als Gemeinde, gerade weil wir so viele neue Leute haben, die mit Methodismus nichts zu tun haben. Habe in zwei Wochen Gliederaufnahme, neun neue Leute lassen sich aufnehmen. Richtig cool wieder. Und da ist ganz gut, dass wir gerade sowas machen. Da kriegen die irgendwie so nochmal so ein, ah, was macht Methodismus?
Was, wir sind global und so. Also das ist, ja, finde ich gut. Aber freust du dich jetzt auf Calgary? Hast du Bock drauf? Da habe ich schon Bock drauf, ja. Also ich bin super gespannt. Ich war erstens noch nie in Kanada und zweitens noch nie bei so einer großen kirchlichen Veranstaltung. Aber alle, mit denen ich so geredet habe, die schon mal bei so irgendwas waren, haben eigentlich gesagt, das waren so die Sternstunden in ihrem kirchlichen Leben, irgendwie da mal international mit dabei zu sein, Leute kennenzulernen.
Und dann kommt man wieder zurück und muss dann irgendwie Übersetzungsarbeit leisten. Was bedeutet das jetzt für mich, für meine Gemeinde, für meine Konferenz? Aber ich glaube, das wird eine coole Sache. Und da werdet ihr im Holy Club auf jeden Fall auch noch viel von mitbekommen. Ich werde auf jeden Fall die deutsche Delegation hier als Gästinnen interviewen.
Also ich fliege noch mit drei Frauen und dem Bischof Werner Philipp mit denen zusammen dahin. Und genau, habe dann noch zwei Tage, glaube ich, nach der... Dort. Da kann ich mir noch irgendeinen Nationalpark oder sowas angucken. Habe ich mich noch nicht informiert. Und dann geht es wieder zurück. Und ich werde meinen Geburtstag dort feiern mit dann 200 Methodist in einem International League.
Ja, wenn du Glück hast, ist es noch Stampede in Calgary. Das ist so ein riesen, Rodeo-Festival. Da geht es richtig ab. Ist das Ende Oktober? Ich meine, ja. Okay. Ich meine, ja. Da bin ich gespannt. Ja, aber Damien, du hast es besser gemacht als ich. Du hast nicht deinen Laptop verloren und alles, was du zum Arbeiten und Podcast machen brauchst.
Und du hast eine Bekannte von Sarah getroffen, wenn ich das richtig zusammengezählt habe, die Michelle. Genau. Ja, mit Michelle haben wir uns einer zweiten Schweizerin in Folge, glaube ich, für mich war das. Haben wir uns ein bisschen erhalten über ihr Weg in die EMK und potenzielle Überlegungen, was sie sich erstmal öffentlich geäußert hat, vielleicht Pastorin zu werden.
Wir sind da am Beten, dass das passiert. Aber kein Druck, Michael, falls du gerade so hörst. Aber ja, war ein spannendes Gespräch, vor allem, weil ich sie halt gar nicht kannte. Wir haben halt geschrieben ein bisschen bei WhatsApp und Sarah hat uns sozusagen den Kontakt vermittelt. Und das fiel mir mal richtig cool, weil ich dann einfach mehr oder weniger völlig null Plan dann da reingehe auch und sage, wer bist du eigentlich?
Und ja, ich fand es echt spannend und schön. Also hat mir Spaß gemacht. Aber so soll ja der Holy Club auch sein für die, die zuhören und die Leute nicht kennen, dass man praktisch wie so in einem Gespräch dabei ist, wie man sich kennenlernt und natürlich mit der Betonung auf Methodismus, weil das eben die große Frage hinter dem Podcast ist.
Ich habe eigentlich zwei Themen so ausgemacht, über die ich mit dir reden will. Das eine ist dann tatsächlich dieses, kann man besser seinen Glauben leben oder seine Berufung finden, wenn es im Pastoralendienst ist. Oder ist das vielleicht nur eine Möglichkeit? Aber davor noch, ich fand es spannend, dass Michelle war so die erste Person, glaube ich, die wir so als Gästin hatten, die so ein bisschen erzählt hat, wie sie mit ihrem Glauben so richtig gerungen hat und dekonstruiert hat, hat sie das genannt.
Vielleicht kannst du da mal ein paar Sätze sagen, weil ich glaube, das haben wir in manchen Gesprächen immer so am Rande mal. Also egal, ob es jetzt mit Shane Claiborne war oder ob Sarah das mal erwähnt hat. Was ist denn dieses Dekonstruieren und welche Erfahrungen stehen da so dahinter und was hat das mit Methodismus vielleicht zu tun?
Ja, so große Fragen. Die kannst du jetzt gut beantworten, während Frodo dir die Hand abknabbert. Frodo hat sich hier gerade zugesellt, du bist ein bisschen aufmerksamkeitsbedürftig. Ja, ich muss sagen, kurz Hintergrund. Mein Mitbewohner, sein Bruder ist gerade hier, der ist über Nacht spontan gekommen und wir haben wirklich ein kleines Haus nur und deswegen ist alles occupied, alles anders als geplant war, ich bin hier ein bisschen unter Belagerung, auch der Hund belagert mich momentan.
Genau, also Dekonstruktion. Genau, ich fand, ich glaube, so ein spannender Moment, den ich immer wieder in Gesprächen auch hier erlebe mit Leuten, die anfangen zu dekonstruieren, ist, da gibt es so einen Moment, wo sie merken, also irgendwas stimmt hier nicht. Und ich würde sagen, den Moment hat Michelle so zusammengefasst, sie ging zu einer Veranstaltung, die war sozusagen Turn or Burn.
War schon auch extrem, extrem plakativ. Genau, aber so, ich verstehe, was sie damit meinte auch und hat sie auch gesagt, das ist jetzt überspitzt dargestellt, aber so Sachen gibt es und dieses wenn dann anfängt dein Glaube, Dass du Dinge, die du von gleich auf gelernt hast, auf einmal dann doch irgendwie nicht so ganz stimmig werden oder dein Gottesbild, was du eigentlich gelernt hast, nicht stimmig ist mit den Aussagen, die du jetzt glauben oder als Checkliste deines Glaubens abhaken sollst.
Und dann gibt es dann und dann oft auch, dass diese Glaubensaussagen und dieses Glaubenssystem dann mit deinem Realitätscheck, je älter du wirst, eigentlich überhaupt nicht mal in Stimmen oder da viele Fragezeichen kommen, dann fangen Leute an halt zu grübeln und sich auf den Weg zu begeben vielleicht und in dem Fall, Michelle hat es ja erzählt, dass mit ihrer Schwester zusammen das gemacht hat, dass sie beide irgendwie im gleichen Moment diese Fragen aufkamen, dieses was ist da los, was glaube ich eigentlich, was trägt am Ende des Lebens in meinem Leben.
Und dann gehen, wenn es gut läuft, würde ich sagen, bewegen sich Leute hin, fangen an Fragen zu stellen, lesen Bücher, treffen Menschen, hören vielleicht Podcasts, die da Antworten geben oder solche Geschichten auch erzählen. Und dekonstruieren in dem Sinne ist, man nimmt halt Dinge, die man immer für wahrgehalten hat oder feststehende Systeme, Glaubenssysteme auseinander.
Und sagt, ist das wirklich wahr? Hält das, was es verspricht? Steht das so in der Bibel? Ich meine, das ist ja auch so was, wir glauben viele Dinge, die gar nicht in der Bibel sind. Oder so angedeutet werden, aber eigentlich nicht biblisch sind. Und das ist so ein Dekonstruierungsprozess. Aber, und das ist glaube ich dann auch wichtig, was zu diesem Prozess dazugehört ist, man baut den Glauben dann wieder zusammen auf einer neuen Basis, auf einem neuen Fundament.
Und bleibt da nicht einfach stehen oder schmeißt ihn komplett weg. Das würde ich sagen, das nicht dekonstruieren. Das ist dann den Glauben, vielleicht aufgeben, wegwerfen oder sagen, das hält halt gar nichts mehr für mich, habe ich keinen Bock mehr. Und das passiert ja auch für viele Menschen, die an diese Krisenpunkte kommen und dann sagen, weißt du was, brauche ich nett. Und, ähm, ja.
Ja, und ich glaube, da ist es methodistisch gesehen, haben wir da, glaube ich, eine Stärke in der Theologie, weil wir eigentlich eine sehr große Offenheit haben, Zweifel auszuhalten, Leute zu begleiten auf diesem Weg und nicht eben diese Checkliste von dem Katechismus zu haben, so musst du glauben, das, das, das, das, das bist du kein Methodist.
Sondern wir haben ja wirklich auch dieses Verständnis dass wir eine Kirche der Suchenden und Glaubenden sind und man könnte vielleicht noch ergänzen der Zweifelnden ja weil wir nicht alles schon fertig. Ausgeplant und durchgeplant haben und wie sagt man denn durchforscht haben, durchdacht haben sondern dass da Dinge einfach sind die wir eben nicht wissen, und dass das okay ist und da muss ich dann immer wieder und es ist mir ja auch gefallen das Zitat von John Wesley denken Bei allem besseits Jesus denken und denken lassen.
Und da haben wir, glaube ich, eine Stärke, dass Menschen, die dekonstruieren, bei uns dann eine Heimat finden. Und das erlebe ich hier auch. Also ich habe ganz viele Menschen momentan, die sind jetzt keine Nichtchristen, die bei uns auftauchen, sondern die ganz oft aus konservativen oder evangelikalen Kreisen kommen und merken, das passt doch alles hier nicht mehr.
Dinge, die ich gelernt habe, die nicht gut sind, werden auf einmal als gut geheißen und solche Sachen. Und dann tauchen sie bei uns auf und merken, dass sie mit ihren Fragen und ihrem etwas anders sein, anderen Traditionen sein dürfen und willkommen sind. Ja, das ist richtig cool. Ich habe auch schon viel in den letzten Jahren über, Dekonstruktionen nachgedacht und ich glaube ein Stück weit machen, dass die allermeisten Leute, falls sie mal Theologie studieren, Und würde ich sagen, ist das eigentlich so ein Inhalt, also tatsächlich die Glaubenssätze und alles, was da so dazugehört, die Traditionen und auch die biblischen Schriften, mal richtig durchzuschütteln und zu gucken, was bedeuten denn eigentlich so
einzelne Begriffe und wie hängen die miteinander zusammen und wie kann man die verstehen und wie vielleicht auch nicht. Und was kommt dann dabei raus, wenn man die Gedanken konsequent zu Ende denkt. Das könnte man vielleicht auch so sagen. Also in letzter Konsequenz, was bedeutet das und kann ich das dann so denken, glauben?
Und ich glaube, dass... Ja, sag du? Ja, ich muss dann immer denken an so einzelne Aussagen, die einem dann auch im Gemeindeleben manchmal begegnen und in jede Idee zuhört. Das ist jetzt keine Verurteilung. Aber wenn ich dann so Sätze höre und da muss ich letztens halt drüber nachdenken, weil ich selber auch sage, ist, ah Gott, hat Oma Erna heimgerufen.
Das ist ja eigentlich ein sehr harmloser Satz. Aber wenn man den jetzt mal durchdenkt und den zu Ende durchspielt, dann wird es ein bisschen schwierig. Also, dass Gott quasi Leute heimruft. Also, wenn ich jetzt mit 15 Krebs habe und sterbe, habe Gott mich heimgerufen. Also da wird es dann schon so ein bisschen kompliziert und das sind so Dinge glaube ich die, wir unbewusst machen, die vielleicht auch uns tragen aber bei anderen eine Krise auslösen können und.
Das finde ich glaube ich das Spannende am Demonstruieren oder Hochschule oder dass man solche Dinge einfach durchdenkt und dann auch zu Ende denkt und wo kommt man denn da raus, Und ich glaube schon, dass wir in unserem religiösen Leben oft solche Mechanismen oder Sätze haben, die uns halt das Leben ein bisschen einfacher oder kontrollierbarer erscheinen lassen.
Also wenn jetzt meine Oma stirbt und da der Pastor bei der Beerdigung sagt, sie wurde heimgerufen, dann ist das ja ein beruhigender und schöner Gedanke. Aber es ist vielleicht nicht ehrlich weil ich weiß das nicht, also auch in letzter Konsequenz, ich weiß nicht was passiert wenn jemand stirbt, und das sich einzugestehen, zu sagen ich bin Pastor in der Kirche ich mache Bestattungen ich beerdige auch Menschen auf eine Hoffnung hin, aber ich kann mich nicht irgendwo hinstellen und sagen, ich weiß genau was passiert und das auszuhalten und da mal ins Gespräch zu kommen, das ist glaube ich das, was, Und so, ja, an sich das Schöne ist, wenn Menschen sich darauf einlassen und dann auch GesprächspartnerInnen finden zum drüber reden.
Und das ist aber auch das Gefährliche, wenn du alleine bist mit den Fragen und dann in einer Gruppe bist, wo du das Gefühl hast, da kannst du eigentlich nicht drüber reden, weil alle das selbstverständlich so sagen. und du denkst dann, die glauben das auch alle so. Das ist dann so ein bisschen das Tragische, finde ich, dass immer mehr oder viele Menschen in dieser Dekonstruktionserfahrung sich einsam fühlen.
Also ich fand es richtig schön, dass Michelle da mit ihrer Schwester unterwegs war. Und jetzt will ich kurz den Bogen spannen, nämlich zu John Wesley und seinem Bruder Charles, weil ich finde, man könnte die Aldersgate-Erfahrung auch durchaus als Dekonstruktionserfahrung deuten. Weil so der frühe John Wesley, Der war nämlich so einer, der hatte ganz viele Checklisten und Tagebücher und Ziele, die er erreichen wollte und Missionen, die er gestartet hat.
Und irgendwie hat er es nicht so richtig geschafft, so einen Frieden zu finden damit. Also mir zumindest kommt es beim Lesen recht verbissen vor. Und dann liest er da dieses Römerbrief-Vorwort von Martin Luther und hat die Erkenntnis, dass Gnade das ist, was ihn zu Gott führt. Dass er dann nichts tun kann, dass er keine Checkliste irgendwie abgeben muss, sondern dass wirklich Gnade und Liebe so die Schlüsselbegriffe sind, um das Verhältnis zu Gott zu verstehen.
Und Charles hat das ja ein paar Tage vorher und dann sind die da so ergriffen von und befreit, würde ich sagen. Also sie verstehen irgendwie ihren Glauben nochmal ganz anders. Der war vorher auch irgendwie da, aber nicht so nicht so befreit, nicht so liebevoll, nicht so ja und dann entsteht der Methodismus.
Aus diesem Ergriffensein, aus dieser dann, also Gnadenlehre ist ja dann was Zentrales, was John Wesley dann entwickelt. Das könnte man schon sagen, dass er so nochmal eine andere Perspektive auf sein Glaubensleben kriegt, dass er im Prinzip dekonstruiert und dann andere Schlüsselbegriffe einsetzt und somit befreit und voller Energie losreiten kann.
Was hältst du von der Deutung, mein lieber Kollege? Finde ich sehr gut, weil ich habe jetzt wieder eine Gliederaufnahme am Abend oder Nachmittag. Und da gibt es von den britischen Melodisten eine 50-minütige Zusammenfassung, das Spark of the Methodist Movement, also der Funke der melodistischen Bewegung.
Und da wird es auch wirklich schön nochmal so dargestellt, diese Krise, die John und Charles waren, nachdem sie in Amerika waren und das dann eben, Charles erst, wie er krank war, dann der Moravian, ich weiß gar nicht, wie heißen denn die nochmal im Deutschen, diese die Deutschen, die da waren das die Herrenhuter Brüder, oder mit welchen meinst du? Herrenhuter meine ich, ne?
Ja, die Herrenhuter Brüder. Im Englischen werden die Moravians genannt. Und da hat er die Erfahrung mit dem, also Deutsche waren involviert, wuhu und dann hat der John das dann selber bei diesem Bibelstunde mit den Herrenhutern in London. Und ich könnte schon sagen, dass das eine Art Dekonstrierung ist, weil er hatte ja auch diese Idee, wie Mission dann aussehen muss und was er predigt und die hatten ja gar keinen Bock ihm zuzuhören.
Also das war ja wirklich eine Katastrophe. Er schreibt es ja auch, dass die irgendwie so gedacht haben, was soll das eigentlich hier alles? Und dass diese Erfahrung dann wirklich dazu führte, dass er sich auf was komplett Neues eingelassen hat, draußen im Felde zu predigen. Aber wo die Kirche gesagt hat, nee, nee, nee, Glaube gehört ins Kirchengebäude und Predigen vor allem.
Und also, ja, ich finde es eine gute Deutung, dass das eine Art Dekonstruierung und dann wieder zusammenbauen, ja, warum nicht? Das Fundament Neugnade, was ja dann wirklich auch eine Rolle spielt, auch später, wenn es um die Sklaverei geht und solche Sachen, da merkt man, glaube ich, dass diese Erfahrung so zentral war für sehr viele, theologische Entwicklungen dann, ja.
Ja, cool. Also das fand ich auf jeden Fall schön, dass Michelle da auch das so offen geteilt hat und ich glaube, da können viele anknüpfen. Also ich hatte nämlich den Eindruck, wenn diese Ebene besprochen wird und wir haben es jetzt, glaube ich, noch nie so konkret Dekonstruktion genannt, aber diese Erfahrungen, diese Krisen, die haben ja die allermeisten Leute auf ihrem Glaubensleben, Lebensweg irgendwo.
Und da offen zu werden, drüber zu reden. Das ist, glaube ich, so, das wünsche ich mir eigentlich für meine Gemeinde oder für mein Umfeld, dass solche Gespräche stattfinden. Dass man ehrlich sein kann und sagen, hey, das ist für mich irgendwie schwierig oder nicht stimmig und damit nicht alleine gelassen werden.
Das ist so mein Wunsch. Und da hoffe ich, dass unsere Gespräche hier auch ein bisschen dazu beitragen, dass so eine Atmosphäre entsteht. Und dann kann ja noch viel mehr entstehen. Damien, du hast große Hoffnungen und hast aus Michelle rausgekitzelt, dass vielleicht eine pastorale Berufung auf sie warten könnte oder schon da ist.
Wie geht es dir denn, wie verstehst du das dann, berufend zu sein, so ein Predigtdienst? Das ist ja auf dem Weg hin. Also wenn man so Theologie studiert, Praktikum macht, in der Gemeinde ist, dann gibt es ja immer wieder solche Instanzen, die dann Empfehlungen aussprechen und da wird eigentlich gefragt, ist da...
Ein Ruf da, ist da eine Berufung da, sehen wir die Berufung von außen und siehst du die oder fühlst du die auch von innen und jetzt hast du schon so flapsig gesagt, das wird dann schon und hier, mach das mal und wir freuen uns ja immer und ich denke dann auf der anderen Seite, naja, wenn wir allen Leuten, die irgendwie gute Erfahrungen mit Gott machen, sagen, sie sollen jetzt Theologie studieren und Pastorin werden, das ist wahrscheinlich auch nicht die beste Lösung für die Kirche und die Welt.
Ja, natürlich, Also ich meine, ich habe ja nicht genug gesagt, oh, die können gut sprechen, meine Pastorin. Es war wirklich so dieses Gefühl, also dass da was ist, wie sie auch erzählt hat, über Gemeindearbeit und Leiten und ne. Also da waren so ein paar Sachen, wo ich dann so auf einmal einfach das Gefühl hatte, ist das vielleicht was und habe dann die Frage gestellt und dann kam das sozusagen auch so eine Art Bestätigung.
Und ich glaube, das ist... Und das fand ich krass, dass ihr euch nicht kanntet, dass es das erste Gespräch war und du hörst es so raus, ich finde, du hast sie wirklich gut interviewt, einfach, also war ein richtig gutes Gespräch und hattest ein gutes Gespür und dann da so akkurat drauf zu zeigen und sie dann auch noch mit so viel Vertrauen auszustatten, dass sie dann in ein Mikrofon das reinspricht, das fand ich schon, also Chapeau.
Und ich fand es mega schön, da teilzunehmen. Ja, also, ja, genau. Ich fand das, ähm, ja, ich finde sowas auch total schön. Also ich freue mich, wenn sowas, ist ja irgendwie auch, ja, wenn man das Gefühl hat, dass irgendwie auch der Heilige Geist wird im Gespräch dabei. Ja, und dann, ähm, hat man so eine Idee und man fragt einfach mal und es war ein vertrautes Gespräch, ja, wirklich.
Und ich denke, Ich bin da auch ein bisschen mutiger geworden, solche Gefühle sozusagen, also wenn so ein Gefühl kommt, dann mal auch anzusprechen, weil ich glaube, ich wäre nicht in diesen pastoralen Dienst gegangen, wenn ich von außen mehr auf mich gekommen wäre, dass Leute gesagt hätten, weißt du was, ich habe das Gefühl, das wäre was für dich oder ich höre da was oder so.
Und ich, für mich Berufung bedeutet dann auch also in dem Fall ist es ein Finden, ist das was für mich fühle ich mich da hineingerufen von Gott dass das ein Teil meines Lebens wird, das heißt ja auch nicht, dass man das ewig macht aber dass das vielleicht ein Teil meines Lebens ist, wo ich diesen Beruf ausübe, wie auch immer ich den dann verstehe oder die Kirche meint, ich habe ihn zu verstehen gibt es auch nochmal zwei Unterschiede.
Aber das dann ist das immer so für mich ein Weg, also ich gehe den einfach mal, und hoffe dann, dass das irgendwie, dass ich spüre, dass ich da richtig bin und dass da Türen aufgehen und dass diese Berufung von außen eine innere wird oder vielleicht die innere, die ich schon habe oder spüre, da von außen bestätigt wird und, ich fühle es, also für mich hat es sich so angefühlt, Wie ein Fisch, der endlich wieder im Wasser ist. Ich fühle mich, ich schwimme da drin, es passt.
Ich kann mal abtauchen, kann rausspringen und so. Und merke aber einfach, nee, ich gehöre nicht aufs Land, ich gehöre an dieses Wasser. Also da lebe ich viel besser, als in so einem Land oder ein Aquarium beim Zahnarzt, um Findet Nemo da zu zitieren. Und ich glaube, das ist so ein Ding, wie ich Berufung verstehe.
Ich fühle mich im richtigen Moment, im richtigen Wasser. Mit all den Ups und Downs, die jeder Beruf am Ende des Tages mit sich bringt. Wie verstehst du eine Berufung? Wie würdest du das für dich beschreiben? Ja, also jetzt mit dem Pastoren sein, das würde ich schon auch sagen, dass das was ist, was eher in der ersten Instanz von außen kam bei mir.
Also ich habe viel da bei Jugendfreizeiten mal ausprobiert, so Aufgaben, die ich jetzt beruflich mache, also meine Bibelarbeit vorbereiten oder mal predigen oder sowas oder auch Teams leiten. Und da war es schon zuerst mal ein Zuspruch, dann auch von meiner Gemeinde aus, dass das was sein könnte. Und damit habe ich mich ein bisschen schwer getan, weil ich dann irgendwann dachte, dass das jetzt die einfachste Lösung oder so ein vorgezeichneter Weg ist, den ich jetzt nur auch noch nachlaufen muss, wenn alle das in mir sehen.
Und meine Oma freut sich auch noch, wenn der Pastor wird und so. Da hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten. Deshalb wollte ich es zuerst nicht machen. Aber ich fand schon Theologie immer spannend. Also schon im Rallye-Unterricht oder im KU war ich schon einer derer, die das einfach mega interessant fanden, so die Sache mit Gott und wie verstehen Menschen dann das Leben oder den Sinn des Lebens.
Das waren schon Fragen, die mich früh beschäftigt haben. Und deshalb habe ich dann gesagt, ich fange einfach mal an mit Theologie studieren. Und ja, irgendwie ging es dann immer weiter, immer in so einem Prozess von, das sind Themen, die mich interessieren, wofür mein Herz brennt, wo ich auch merke, Kirche an sich ist so eine Sache, die finde ich prinzipiell eine richtig gute Idee.
In der Umsetzung nicht immer und ich habe schon viel Frust und Leid erfahren, würde ich sagen, an und in meiner Kirche, aber an sich so diese Idee von Menschen versammeln sich im Wissen davon, dass Gott sie zusammengerufen hat und versuchen die Welt so zu verändern, dass irgendwie von diesem Reich Gottes was spürbar ist.
Das ist schon eine Grundidee, die finde ich mega gut und zu sagen, ich will Leuten begegnen und ihnen eigentlich eine Würde und eine Liebe zusprechen, Wofür sie nichts machen müssen. Das finde ich ist eine mega gute Botschaft. Und da drumherum irgendwie so Menschen anzusammeln und dann zu schauen, hey, was sind denn unsere Ressourcen, wie verstehen wir das denn heute, wie wollen wir das dann umsetzen und das dann gemeinsam machen und nicht alleine.
Da wäre ich so oder so mit dabei keine Ahnung, ob ich jetzt die Rolle als Pastor da so entscheidend finde für mich, da bin ich vielleicht dann zu stark lutherisch geprägt, der ja auf alle Berufe den göttlichen Segen oder die Berufung gelegt hat, indem er das Priestertum aller Gläubigen. Hochgehängt hat und das finde ich theologisch eigentlich wichtig, also es braucht nicht, 100% TheologInnen in einer Gemeinde, sondern Ich glaube, die Kirche besteht aus ganz unterschiedlichen Menschen und ich kann Gottes Ruf und Berufung in ganz unterschiedlichen Arten und Weisen leben und deshalb, also ich verstehe meine Berufung so, dass ich versuche mit dem, was ich mitbringe und was ich kann und jetzt mittlerweile auch welche Qualifikationen ich habe,
dass ich das in den Dienst dieser Idee von Reich Gottes auf Erden stelle. Und das ist dann eben aktuell jetzt in der Form Kirche, evangelisch-methodistische Kirche und da bin ich jetzt mittlerweile Pastor. So würde ich sagen, aber ich könnte mir auch andere Lebenswege vorstellen, wo ich in anderer Position bin und trotzdem genauso ein inniges Gottesverhältnis wegen hier habe.
Ja, also zwei Sachen. Beim einen würde ich so kurz widersprechen oder korrigieren mich vielleicht. Als du gesagt hast, es braucht nicht unbedingt Theologen, Theologinnen in der Gemeinde. Nein, nein, nein. Ich habe gesagt, es braucht nicht nur. Also wenn alle Theologinnen wären, dann glaube ich... Das meine ich vielleicht, wo ich es nochmal kurz verdeutlichen.
Ich finde es gut, wenn Gemeinde qualifizierte Theologie in Anspruch nehmen. Und wenn man das hauptamtlich löst, völlig, also kann ich gut nachvollziehen. Also es ist ja auch die grundsätzliche Idee in methodistischen Gemeinden, dass du Leute findest, die die Begabung vielleicht haben und dann sagst, wir senden dich aus zum Studium und dann sollst du Theologe werden und dann koordinieren wir dich hier zum Ältesten, um dann diesen theologischen Dienst auch zu tun und die Kirchenleitung.
Das ist ja auch Erwachsenenbildung, das ist ja auch ein Teil unserer Ausbildung und Teil auch der Hochhaltung der Orten. Gut, dass du das nochmal betonest. Die Erfahrung, wie ich hier gemacht habe in den USA ist mit ungebildeten PastorInnen, das ist eine Katastrophe. Und dann, was da passieren kann auch.
Und wir sehen das ja, dann kriegt man Trump und denkt, das wäre ein Christ. Also, das sind solche Sachen. Nee, aber ich glaube, was ich witzig finde, also es fährt mir gerade so auf, ist, nach 500 Jahren Luther-Reformation haben wir immer noch nicht so ganz geschafft, vor allem nicht in Deutschland. Dass dieses Amt des Pfarrers der Pfarrerin oder der Pastor, der Pastorin, das war so hochgehalten, dass das immer noch so getan wird, als wäre das eine besondere Berufung und eine bessere Berufung als die Beruf zum, Diakon, was ja auch noch kirchlich ist, oder die Beruf zur Lehrerin in der Schule, wo ja auch der Glaube eine Rolle spielt.
Ich muss ihn ja nicht proklamieren, sondern Franz und Nassissi sagt ja auch, jetzt kriegst du Deutsch nicht ganz hin, Redige das Evangelium, wo du kannst, wenn nötig, benutze Worte dazu. Genau, ja. Und diese Art von Berufen können wir ja an möglichen Fällen erleben. Und ich glaube, wir müssen das wieder verstehen, dass der Pastor oder die Pastoren, dass wir jetzt nicht die Heiligen sind oder irgendwas, oder dass wir es genau verstehen, wie man am besten betet, oder dass unsere Gebete mehr wert sind oder so.
Aber selbst das war bei der immer noch in Gemeinden manchmal so unterbewusst rum. Und das finde ich halt faszinierend, dass wir es eigentlich nicht geschafft haben nach 500 Jahren dieses Brieffilm Allergläubigen wirklich mehr zu entwickeln oder besser oder größer oder ja ich glaube das ist irgendwie spannend, ja, toll ja cool, dann lass uns doch noch auf den lieben Mason zu sprechen kommen, dein, Gesprächspartner letzte Woche, mega cool, unser jüngster Holy Club Sprecher, oder? Wie alt war er? 16?
16 Jahre Ich glaube, wir hatten bisher niemanden, der so jung oder jünger war. Kann man bei mir in der KU-Gruppe fragen, ob jemand Bock hat. Ja, kann doch cool sein. Also ich fand es mega spannend, jemanden in dem Alter zu hören und auch so relativ frisch getauft. So diesen frischen, oder ich weiß gar nicht, wann die Taufe war, aber jetzt noch keine zehn Jahre her. Ja, letztes Jahr Juli.
Genau, genau. Und auch, also das fand ich spannend, so ein Gespräch zu lauschen, wo jemand ganz klar sagt, ich kenne mein Leben vor der Taufe oder vor dem Kontakt mit der Kirche, und ich kann da einen Punkt dran setzen und sagen, in diesem Ritual, in diesem Akt hat sich was verändert. Das fand ich schön. Wie ging es dir so als Pastor, das zu hören von deinem Teufling?
Also du warst schon, also bei manchen Sachen, ich habe schon nie gehört von ihm, wo ich dann so, oh interessant und es waren, ich kriege es jetzt gar nicht mehr hin, aber es gab so ein, zwei Aussagen, wo ich mal so kurz so, weiß ich jetzt nicht, ob ich das so sagen würde, aber, da war so ein klassischer Satz, der vielleicht irgendwann mal dekonstruiert wird dann, dieses Gott gibt seine schwersten Kämpfe, seinen stärksten Kriegern oder sowas, das ist ein typischer Satz, den Menschen so als Trost irgendwie sagen, wenn andere in Leitsituationen sind und der ist muss ich jetzt mal sagen, theologischer Bullshit Ja, total und ich meine, ich konnte jetzt auch nicht dann ein theologisches Gespräch da anfangen und
ihn dann auch verunsichern. Ich meine, er war nervös genug. Aber ich weiß auch, wo es herkommt. Er geht Donnerstags zu Amp, wie er das genannt hat, im Jugendkreis, was hier so eine kleine Mega-Church ist. Also Mega-Church heißt, die haben irgendwie vier, 500 Gottesdienstbesucher innen am Sonntag und zwei Gottesdienste voll.
Und haben dann halt Donnerstags bis zu 300, 200, 300 Jugendliche in einem 12.100 Dorf. Also schon eine Hausnummer. Ja. Und das ist auch die größte Jugendgruppe und wir sind ja gerade dabei, aber er kam zu mir vor einigen Wochen und hat gesagt, Damien können wir unseren eigenen Jugendkreis machen, weil ich kann meine schwulen Freunde von der Schule nicht dahin einladen.
Also er geht da hin weil seine Freunde reingehen sein halbes Football Team geht da hin, also alle sind da irgendwie und viele akzeptieren einfach zwar mal die Theologie und das Bibelkram und dann wird aber Spaß und Pizza oder so ungefähr aber du merkst schon auch ich merke das bei seinen Aussagen immer mal wieder dass das schon ihn prägt also was da passiert und was da gesagt wird, und mal noch so ein Einblick die sind seit Wochen dran, da ich mir auch schon drüber gesprochen, seit Wochen gibt es, also sie machen immer so Worship am Anfang und dann gehen sie in Kleingruppen, Männer und Weiblein getrennt und der momentanische Thema seit Wochen, ich sag nochmal Wochen, ist, wie stellst du dir deine zukünftige Frau vor?
Wirklich? Ja, das ist die Hauptfrage. Und da gibt es ein System, wie die Fragen herabhandeln und dann gibt es dann auch immer so eine Eisbreaker-Frage ist zum Beispiel, würdest du lieber eine Frau haben, die den ganzen Tag redet ohne Punkt und Komma oder lieber eine Frau haben, die gar keine Meinung hat und leise ist oder so.
Und dann sollen die die Entscheidung treffen und dann darüber reden, warum und so weiter. Und wenn du das machst seit Wochen und ich wette mit dir, ich habe ihn gefragt, was würde denn die Frauen da an dieser Sache machen, sagt er, weiß ich nicht, bin der ja nie, sag ich, frag doch mal, würde mich mal interessieren, weil ich glaube, dass die die Frage nicht bekommen, wie sie sich den zukünftigen Mann vorstellen.
Nee, sondern wie sie eine ruhige Frau werden können. Wie sie eine richtige Frau werden, genau. Und das schockiert mich. Und das ist auch so ein Ding, warum ich auch mit meinen zwei Kollegen von der Episcopal Church, also was die amerikanische, anglikanische Kirche ist, und von der konkretionalen Gemeinde, also einer Freikirche ohne Oberhut, aber jetzt liberal.
Und wir drei haben jetzt 20.000 Dollar Funding organisiert und starten im September eine Jugendgruppe und suchen gerade jemanden, einen Jugendpastor, der theologisch fundiert ist, der dieses, wir nennen das Progressive Youth Ministry ab September startet. Weil wir das brauchen und wir wollen einen Gegenpol schaffen zu dem, was da gerade existiert.
Aber ja, da kommen diese Aussagen und ich wette mit dir das, weil es ja als Footballer sind, die in diese Gruppe gehen, die dann solche Sachen gesagt bekommen, der Warrior, der Kämpfer kriegt nur so schwer, wie er tragen kann und so weiter. Und hab da ja versucht ein bisschen nachzuhaken wie ist denn das, wenn ihr betet vor dem Spiel und er dann trotz dieses Bein bricht, wie geht das, aber dann fand ich auch so süß eigentlich wiederum auch ein bisschen naive natürlich, aber dieses, na dann bete ich halt, dass es ihm gut geht, dass die Ärzte heilen dass er schnell heilt, und ich besuche ihn und solche Sachen ja, ich fand das völlig adäquat, also ich hab natürlich jetzt gerade den einen Satz als theologischen Bullshit bezeichnet, aber damit meine ich überhaupt nicht,
Mason irgendwie in seiner Ganzheit als Person oder mit den Glaubenserfahrungen, die er macht. Also ich glaube, das hätte ich mit 15, 16 auch so sagen können. Und das ist ganz normal. Also glaube ich, in dem Alter, in dieser Lebensphase, in der man ist. Und ich finde ja, also das Beste, was du machen kannst, wenn jemand verletzt ist, ist wahrscheinlich so Besuch vorbeigehen und dem das Beste wünschen und so. Also das ist ja mega.
Und diese Sätze so, Gott mutet dir nur so viel zu, wie du tragen kannst oder sowas. Wenn das eine bestimmte Person in einem bestimmten Kontext aus ihrem eigenen Leid so rausfindet und das für sich irgendwie nutzen kann, dann finde ich, das ist okay. Aber man kann halt nicht was generelles irgendwie draus ziehen oder das irgendwem anders sagen.
Also ich glaube, das ist so ein bisschen das Unsensible, aber das finde ich, muss man nicht bei einem 16-Jährigen erwarten. Nee Er ist bei uns mit Gemeindevorstand als jüngstes Mitglied bringt sich auch ein, der kommt auch verlässlich er war jetzt auch gestern bei dem Bauausschuss treffen als Gemeindevorstand hat seine Meinung gesagt zu manchen Sachen, Er sagt ja manchmal so Sätze wie wir lassen es einfach so machen wie Pastor Damien das will.
Also du hast den in den Vorstand reingewählt, ja Dann habe ich gesagt, Mason, das ist nicht wie es funktioniert Ja, Und ich kann auch sagen, dass ich falsch liege. Also das ist nicht so die richtige. Aber er hat auch so einen Witz gebracht, wo er dann sagt, also nicht Witz, er meinte zu mir, als er mir erzählt, dass er Pastor werden will wahrscheinlich, hat er gesagt, er will halt auch, weil wenn du dann gehst, hat er zu mir, dann braucht die Gemeinde ja einen Pastor. Ah, okay.
Und dann hat er gesagt, ja gut, wenn du jetzt dich auf den Weg begibst, hast du doch ungefähr neun Jahre vor dir, bevor du in der Gemeinde als Pastor anfangen kannst, also gut lag. Fand ich halt ganz cool. Kann dann deinen Nachfolger benachfolgen. Ja, wir haben jetzt zum Beispiel, hab ich das jetzt mal bei uns in dem Committee gesagt, in dem Ausschuss, im Distriktausschuss, wo wir Bewerbung annehmen, hab ich gesagt, hey, ich hab hier diesen 16-Legen, was müssen wir denn machen, weil der hat null Geld, also die sind sehr arm, wir helfen denen auch immer wieder, aber ich sag, was müssen wir denn machen, dass er das nachher auch finanzieren kann, wenn er wirklich diesen Weg zum Seminar gehen möchte.
Aber der Durchschnitt Seminarkosten, also Hochschulkosten für Ausbildung sind zwischen 40.000 und 60.000 Dollar. Und du musst vorher noch vier Jahre College machen. Und da war jetzt auch so die Idee, dass wir ihn nächstes Jahr einladen, ihn dann als, also irgendwie zertifizieren als ein Kandidat und dann können wir ihn nämlich mit Scholarships versorgen, wenn es dann soweit ist.
Und er kann schon mal gewisse Sachen machen, er kann sogar zertifizieren, wenn er es predigen darf und solche Sachen und da sind die echt offen, die Amis also das fand ich richtig cool da jetzt mal so drüber nachzudenken meine Kolleginnen vor allem, wie wir das jetzt machen mit ihm, dass wir ihn da gut begleiten und dann nächstes Jahr zur Exploration stecken und da muss er 18 für sein, in diesem Florida und dieses Jahr kann er da noch nicht hin, aber in zwei Jahren können wir dann hingehen, ja.
Ja, schön. Also ich kann mir gut vorstellen, da vielleicht nochmal so eine junge Stimme reinzuholen. Fand es spannend, so ein bisschen in dieses Highschool-Leben und Football und sowas einen Einblick zu kriegen. Und richtig schön, dass er mit seiner Familie da bei euch einen guten Platz gefunden hat und er dann direkt typisch methodistisch mitarbeiten kann jetzt als Vorstand und so. Sehr cool.
AV-Table. Da muss ich mir noch kurz erklärt haben, was das bedeutet. Audio-Video. Im Technikteam, wo die jungen Leute leben. Ja, er macht sich auch sehr lustig über mich. Aber was mich ja doch überrascht, was ich nicht wusste, jetzt kannst du dir vorstellen, was mein größtes Problem war in dem Gespräch.
Erinnerst du dich? Weil das er noch nie Herr der Ringe gesehen hat, obwohl er bei dir in die Gemeinde geht. Da habe ich gedacht so, warte mal, ich habe dich getauft, das hätte ich eigentlich nicht machen dürfen. Musst du in die Taufragen aufnehmen. Hast du auch Herr der Ringe bewusst ohne Handy, ohne Ablenkung geguckt, alle viereinhalb Stunden Extended Version.
Du bist dann so einer, dann zeigst du irgendwen deinen Lieblingsfilm und guckst die ganze Zeit nicht auf den Bildschirm, sondern nur auf die Reaktion, ob er oder sie an den richtigen Stellen lacht. Auch wenn ich mit Leuten, die es noch nie gesehen haben, Herr der Ringe gucke, das macht mich immer total nervös. Auch wenn ich mich richtig nervös.
Weil ich es einfach so liebe. Ich muss aber mal kurz mal zu heißen. eine Pause, um erklären Sachen. Weil ich dann auch so, also nicht erkläre die Story, erkläre eher so, wie haben die das gemacht, weil ich das auch faszinierend finde. Das hat die wirklich gebaut. Aber das fand ich sehr witzig. Und seine Mutter hat mir dann geschrieben, weil sie sich die Folge angehört hat, hat mir geschrieben, es tut mir so leid, dass ich versagt habe, ihm noch nicht her der Ringe zu zeigen.
Ja gut, dann weiß man ja, was bei Mason am nächsten Wochenende so geht. Ja, das ist jetzt auf jeden Fall Programm. Muss er jetzt schon angucken. Sehr gut. Er hat zum Beispiel jetzt auch die nächste Serie vorgeschlagen. Wir machen im Herbst Spider-Man und Batman. Das hat der Event im Interview. Hab ich jetzt genannt The Masks We Wear.
Also die Masken, die wir tragen. Wenn wir über Spider-Man und Batman und dann die Gegner, die auch Masken haben, ein bisschen sprechen. Und das war seine Idee mit Spider-Man und Batman. und so, das hat er gepusht. Also er sagte, das ist seine Idee. Ja, hat er das ja klar gesagt. Ja, cool. Nee, war schön. Dann würde ich sagen, wir...
Wir biegen mal in die Verabschiedung ein. Schön, dass ihr wieder zugehört habt bei unserem Ritt. Heute waren ein paar theologische Punkte drin, die wir besprochen haben. Das war schön, Damien. Vielen Dank dir. Ja, vielen Dank dir fürs Durchleiten. Und jetzt sind wir gespannt. Hast du was zu sagen über den neuen Gästen, die kommen werden?
Ich habe gestern, als ich in Zürich war, habe ich mir den Reto Nägelin geschnappt. Sehr gut. ein methodistischer Grenzgänger, würde ich mal sagen. Und ich bin sehr gespannt. War unser Erstkontakt, aber vielversprechend, würde ich sagen. Und den schnappe ich mir auf jeden Fall. Und dann habe ich noch zwei, drei an der Angel, wo ich noch nicht genau weiß, wer dann im Juni oder jetzt im Mai noch drankommt oder wer dann im nächsten Monat kommt.
Genau deshalb nenne ich keine Namen. Aber wer ist denn deine eine Person? Weißt du es schon? Ja, ich habe nochmal eine englische Folge für das nächste Mal. Das ist die Hannah aus Texas, eine Pastorin. Und die kenne ich auch noch nicht wirklich. Das werde ich uns in dem Podcast einmal ein bisschen erörtern.
Wie wir zwei da jetzt wieder über die miradischische Kirche zusammengefunden haben, wieder sehr faszinierend passiert. Und genau, sind wir uns gespannt drauf. Für die könnt ihr auch beten, sage ich jetzt mal ganz deutlich. Wir wollten eigentlich einen Donnerstag aufnehmen, aber in ihrem Pastorat ist ein riesiger Wasserschaden.
Die ganze Familie musste ausziehen. ist Chaos jetzt angesagt und sie ist ja noch krank und da war jetzt echt einiges los bei ihr. Also da hat sie auch gesagt, können wir für sie beten und da hoffe ich, dass wir in den nächsten zwei Wochen dann noch einen Termin kriegen, bevor wir aufnehmen, sonst muss ich jemand anderes finden für den Zeitraum, genau.
Okay, aber ja, das klingt schlimmer als ein vergessener Laptop. Macht es gut, ihr Lieben, kommt gut in die Woche und bis zum nächsten Montag. Ciao, ciao. Ja, better than metal, ciao.