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The Real Ex-Wives – mit Charlotte Würdig und Georgina Stumpf· Folge 61

#60 Powerfrau? Nein, Danke

Dienstag, 30. Juni 2026 · 35 min

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Shownotes

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Starke Frauen, was bedeutet das überhaupt? Diese Frage stellen sich Charlotte und Gia in der neuen Folge. Sie besprechen, welche dieser Eigenschaften sie vielleicht gern hätten, um dieser Beschreibung zu entsprechen. Und obwohl gerade die Beiden ja durch ihre Beziehung zueinander für women empowerment stehen, sind sie diesbezüglich eher verhalten und fragen sich, woran es liegen könnte, dass Frauen oft nicht so zusammen halten, wie Männer es tun.
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Wir sind wieder da. Wir sind wieder da. In einem neuen Monat. Ein neuer Wodcast für euch. Schön, dass ihr dabei seid und uns zuschaut. Wir haben gerade festgestellt, dass wir heute sehr, sehr müde aussehen. Aber das könnte auch daran liegen, dass wir gestern zu lange an der Küchentheke hingen. Richtig, genau. Und gequatscht haben. Das kann tatsächlich daran liegen.

Das könnte es sein. Und an das dritte Glas Kapern. Ich weiß nicht, ich habe so ein Tipp auf Kapern zur Zeit. Und es hat ja so viel Salz. Also alles schwimmt alles auf. Es schwimmt alles auf. Ja, Wahnsinn ist das. Vielleicht ist das auch bei mir. Es waren wirklich viele Kapern da drin, aber sehr lecker. Ja, es war gut, dass er leid.

Wir haben auch eine Tempo-Box hier schon mal. Hat das Team uns schon mal hingestellt, weil wir immer in den Vodcasts anfangen zu heulen, einer von uns. Jetzt ist alles da und jetzt wird es wahrscheinlich nicht passieren. So, hoffentlich heute nicht. Wir sind bereit für euch. Wir sind bereit für das Thema.

Ja, seid ihr bereit für euren Deep Dive mit uns heute? Hoffentlich. Ansonsten solltet ihr jetzt ausschalten, weil jetzt geht es nämlich los. Und das wäre ja schade, wenn ihr nicht mitkriegt, dass ihr über das Thema starke Frauen und klare Haltung. Das ist ja so ein ganz großes Thema heutzutage. Allein schon, dass man bei Frauen noch sagen muss, dass Frauen stark sind, finde ich ja schon wahnsinnig schrecklich.

Ich finde auch dieses Wort Powerfrau wahnsinnig erniedrigend, weil ich noch nie eine Nicht-Powerfrau erlebt habe. so, es gibt auch nicht den, Wortschatz, im Wortschatz gibt es auch nicht einen Power Man und jetzt, wo wir alle Gleichberechtigung laut schreien, Müssen wir entweder Powerman einführen oder Powerfrau einfach weglassen.

Ich glaube, der Gedanke dahinter war ganz nett gemeint. Absolut. Ich glaube aber, dass wir dieses Female Empowerment ist ein großes Thema, was man besprechen sollte. Sisterhood. Ja, gibt es das wirklich, gibt es das nicht? Wie ist es, wenn wir Frauen auf den Tisch hauen? Besonders beruflich. Was passiert dann? Hast du damit Erfahrungen schon gemacht?

Ich würde sagen eher weniger. Ich müsste aber jetzt doch tatsächlich gar nicht mal so lange her, dass ich, was heißt auf den Tisch gehauen? Nicht auf den Tisch gehauen, so weit glaube ich bin ich noch nicht beruflich, dass ich da schon meine Eier quasi richtig habe raushängen lassen, die ich noch in mir trage, auf jeden Fall. aber manchmal nicht so zeige.

Nee, ich bin da glaube ich noch im Prozess. Aber es gab natürlich schon Momente, wo ich es gemacht habe, ja. Aber ich könnte dir jetzt kein akutes, direktes Beispiel nennen. Aber vielleicht kommt das gleich, wenn wir im Flow sind. Ich weiß zum Beispiel von meinem Job, das habe ich vor ein paar Jahren gemerkt, da habe ich eine Sendung moderiert mit einem Mann zusammen.

Und wie lange ist das jetzt her? Das ist bestimmt zehn Jahre her oder sowas. Und dann ... Dann wollte er sich die Sendung anschauen und dann war irgendwie so das Feedback so, ja voll cool, der kümmert sich total und das ist ja mega, der hatte auch super Einwände und so und da habe ich gesagt, ich will die auch sehen.

Und dann hatte ich halt auch ein zwei, drei Einwände und da war es gleich zickig. Ach, ah ja. Ja, ja, also so, das weiß ich noch damals. Es ist jetzt aber auch schon, wie gesagt, über zehn Jahre her. Und jetzt erfahre ich das aber anders. Wenn ich jetzt zum Beispiel mir Sendungen anschauen darf, die noch nicht ausgestrahlt wurden, wo ich aber drin bin und so und dann irgendwie Feedback dazu gebe, dann wird das schon ernst genommen jetzt. Also anders ernst genommen als vor zehn Jahren.

Woran liegt das? Keine Ahnung. Könnte man jetzt philosophieren? Mehrere Faktoren wahrscheinlich. Aber es tut gut, finde ich, wenn man merkt, dass, ich finde es ist immer so grundsätzlich, ist es oft so, dass man redet immer von einer starken Frau. Man möchte auch immer eine starke Frau sehen, haben, spüren.

Aber wenn es unbequem wird, dann wird es doch ein bisschen zu laut, zu hektisch, zu zickig. Genau, was mischt die sich da ein? Solche Sachen. Also das finde ich irgendwie krass. Die ist krass dominant oder irgendwie sowas. Das hört man tatsächlich oft. Finde ich auch, das ist einfach ein altes Bild noch.

Und es wird dauern, Stück für Stück wird sich das vielleicht irgendwann auflösen, aber es ist wichtig, dass wir das durchziehen, lernen. Ja, Leben, Punkt. Dass wir uns das einfach trauen. Dass wir uns trauen, ja. Aber worin liegt das? Also ich meine, das ist ja so, im Endeffekt ist es ja niemand von außen, der uns was Böses möchte.

Liegt es vielleicht auch daran, dass wir Frauen wahnsinnig viele Wörter brauchen, um etwas zu erklären? Dass wir uns ständig entschuldigen dafür, dass wir eine andere Meinung vielleicht haben? Dass wir nicht, ich hatte mir so einen Kommunikationscoach mal angeschaut auf Insta. sie hat das eigentlich ganz treffend formuliert, fand ich, weil die meinte auch so, wir Frauen entschuldigen uns oft für unsere Meinung, und die Männer hauen sie einfach raus.

Kurz, knapp, wer es nicht versteht, hat Pech gehabt. Und wir Frauen sind oft so, ja, mir ist da was aufgefallen. Ich habe mir gedacht, vielleicht wäre es ja besser, wenn man das irgendwie so und so machen könnte, weil es würde dann eventuell so und so besser ankommen, wenn, und ein Mann würde einfach sagen, nee, blau ist nicht meins.

So, Ende. Wird nicht erklärt. Ja, ich glaube, also ein Punkt davon ist, kann ich mir gut vorstellen, dass wir harmonienbedürftiger sind. Dass es einfach auch in uns eher vielleicht liegt oder uns anerzogen wurde. Dass wir eher immer versuchen, um den Brei herumzureden und nicht anstatt sagen, nee, blau gefällt mir einfach nicht.

Sondern halt so, wie du es gerade vorgemacht hast. Finde ich sehr treffend. Und dazu passend, ich bin unterbrechend, weil du völlig recht hast, ich habe eine Studie nämlich mir herausgeschrieben, Forschung zeigt, dass Frauen in Konkurrenzsituationen emotionaler bewertet werden als Männer. Ach guck. Ja, also damit hat es definitiv was zu tun. Vielleicht ist es auch aufgrund unserer Stimmlage, wenn wir uns aufregen oder wenn wir uns freuen, werden wir automatisch etwas höher in der Stimmlage. Das ist für viele anstrengend.

Wenn wir wütend werden, viele Frauen tendieren dazu, mich mit eingeschlossen, wenn ich wütend werde, weine ich auch oft. Also es kann vorkommen, dass du vor Wut weinst. Ja, kenne ich. Ist glaube ich auch bei Männern vielleicht nicht ganz so häufig. Ich weiß noch, als ich vor... 20 Jahren oder 15 Jahre, ich weiß es gar nicht, Taf moderiert habe, war irgendwie Tag der Frau oder sowas und da habe ich vorgeschlagen, wahnsinnigerweise, in der Redaktion vorgeschlagen, ich könnte doch, wir könnten doch nur die Frauen moderieren an dem Tag. Wäre doch lustig.

Und da haben die Chefs damals eigentlich noch gesagt, um Gottes Willen, was wird denn das für ein Gegacker? Ach guck, ja. Ob sie recht hatten oder nicht, scheißegal, lasse ich jetzt dahingestellt, aber heutzutage könntest du dir so eine Aussage gar nicht erlauben. Nein. Im Gottes Willen, ja. Aber ich finde auch, mittlerweile kippt das auch etwas.

Also wir, naja, wir Frauen können uns jetzt mittlerweile mehr erlauben als die Männer. Und das ist auch nicht fair. Nee, fair nicht. Guck mal, Beispiel... Wir sind zwei Männer. Wir reden im Podcast über eine Frau, die wir kennengelernt haben. Und er sagt, ja, die kam dann so an, hatte so ein rotes Bikini-Oberteil und die Brüste so war richtig krass und so sah voll gut aus und so weiter.

Und da würde jeder denken, boah, Gelaber, Gelaber, Männer immer und immer aufs Äußere. Schnitt, wir beide sitzen hier als Frauen und ich sage, und dann war ich am Strand, da kam so ein Typ und der war gebaut wie Adonis. Und er so, echt, erzähl mal, und, und, hast du ihn? So, das ist auch nicht fair. Oder wenn ich sage, ich bin 47 und ich habe einen Freund, der ist 21.

Jawohl, schön auf dem Laken genießen und so. Und dann ist es so, wir Frauen. Wenn ein Mann mit 47 sagt und meine Freundin ist 21, dann wird aber mit den Augen gerollt mittlerweile. Weil ob das jetzt so jugendfrei ist, weiß man ja nicht. Also es kippt in einer Art und Weise. Verstehe, was du meinst. Und dann frage ich mich manchmal, kippt es, weil es früher einfach zu männlich alles war. wir sind jetzt wahnsinnig bedacht drauf, dass eben dieses Patriarchat nicht weitergeführt wird.

Oder kippt es, weil wir Frauen denken, wir können uns jetzt alles rausnehmen, weil wir wurden lange genug nicht unterdrückt, aber ja auch teilweise unterdrückt, aber wir konnten lange genug nicht sagen, was wir wollten, ohne schief angeschaut zu werden. Und ich, egal, so oder so, Fakt ist, das hat mit Gleichberechtigung im Moment, finde ich, ganz wenig zu tun, vieles.

Ich glaube, es funktioniert auch nicht, weil diese Gleichberechtigung ist sowieso so ein schwieriges Ding, Weil man sagt ja auch, dass selbst die Männer ja auch unterdrückt werden von dem Patriarchat. Und dass die den Druck weitergeben an uns Frauen sozusagen. Und solange die Strukturen sich generell nicht ändern, dass das quasi auch dann gar nicht bis zu uns, sag ich mal, weiter dringen kann. Und sich deswegen vielleicht nichts ändert.

Also ist eine Theorie, ne? Ja, ich meine, es ändert sich ja vieles. Aber ich finde, es ändert sich eben in die falsche Richtung. Und was ich nicht verstehe, ist so dieses, warum... Kann man nicht einfach ein starker Mensch sein? Warum muss man ein starker Mann oder eine starke Frau sein? Warum kann ich nicht einfach ein starker, also warum unterscheiden wir so sehr, gerade heutzutage, wo es ja wirklich irgendwie 76 verschiedene Geschlechter gibt, ob das jetzt Eule, Wolf oder was auch immer ist.

Also es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, sich selbst zu titulieren. Und warum unterscheiden wir überhaupt noch zwischen Mann und Frau? Und das fängt ja schon an, dass die Kinder in ein Geschäft reingehen und links ist rosa, Mädchenabteilung und Glitzer und rechts ist das für die Jungs und das ist blau und sind irgendwelche Bagger drauf.

Da geht es doch schon los, dass wir programmiert werden auf Mann und Frau. Und das finde ich krass. Ich würde gerne was sagen zur klare Haltung, worüber ich mich nämlich gefreut habe. Und zwar bei der Tagesmutter. Die hat mir das Kompliment gemacht. Es ging so ein bisschen um, ich habe quasi der Kleinen jetzt genau gesagt, was hier jetzt der Plan ist. Also ich gehe jetzt arbeiten, du bleibst jetzt hier.

Und der Punkt aber war am Trampolin. Und ich wollte nicht, dass die Trampolin springt. Und dann habe ich so ein bisschen gezögert, weil das war nass und sowas alles. Habe ein bisschen gezögert, habe so ein bisschen rumgedruckst. Und dann meinte sie halt zu mir, ach krass, das verstehe ich. ich jetzt nicht.

Du bist sonst so klar in deinen Aussagen, dass du hier jetzt so rumruckelst. Und dann dachte ich so, Oh, geil. Weißt du, ich habe echt nur das Gute gehört. Und ich so, krass, geil. Ich verstehe, ja. Ich bin sonst so klar in meinen Gesprächen mit der Kleinen quasi, wie ich ihr was erkläre und wie ich auch einen Standpunkt dann vertrete. Also in meiner Haltung. Ja.

Und das fand ich total geil. Ja. Weil ich das gar nicht dachte, dass ich da so klar bin. Dass sie das so gesehen hat. Ja, genau, richtig. Ja. Und das hat mich voll stolz gemacht. Ja, das glaube ich. Da dachte ich so, cool. Ja. Cool, irgendwie cool, ja. Und sie wollte einfach was erreichen, dass du dann einfach ganz klar saßt mit dem Trampolin. Ja, genau.

Ja, das ist recht. Geil. Und tschau, Leute. Nein, aber es ist ja schön, wenn du das so mitnimmst. Das finde ich mega. Das finde ich gut. Aber wie empfindest du dieses Female Empowerment? Ist das für dich echt? Nein, ich finde es anstrengend. Es ist tatsächlich ein Thema, mit dem ich mich gar nicht viel befasse, weil ich durch die Medien so überflutet worden bin eine Zeit lang. Oder wir alle, finde ich.

Dass ich da, nicht eine Abneigung wäre zu viel gesagt, weil das Thema ist wichtig, aber es wird so, ja, einfach über, also man wird so überschwemmt und dann kommen halt, entstehen so extrem viele diese, wie sagt man denn dazu, Ultras quasi. Ja, ja, ja. Und das ist mir alles zu doll. Ich kann damit nicht viel anfangen, das ist mir zu viel.

Ich verstehe, in welche Richtung wir uns bewegen sollen und ich bin da total für, aber mich nervt alles, was Ultra ist. das ist mir zu viel. Dann lese ich mir sowas nicht durch und habe schon gar keinen Bock mehr. Und ich glaube, es ist auch immer noch meine kleine, sag ich mal, mein Kopf, der immer sagt so, ja gut, ich glaube, ich als einzelne Person kann nicht viel bewegen.

Tatsächlich. Ne, so ein, Ja, mag man halten, von was man möchte, aber deswegen, ich bin ja auch nicht politisch sehr interessiert. Überhaupt nicht, ehrlicherweise, gar nicht. So, um das ganz ehrlich mal hier zu sagen, null. Du kannst mich Sachen fragen, wer irgendwer ist. Ich habe überhaupt keine Ahnung.

Und ja, so ist es halt. Andere Leute interessiert es, die können damit was anfangen. Nee, aber Female Empowerment, ich finde es ist wichtig, aber es ist zu, ich weiß nicht, was damit gemacht wurde. Es wurde damit gefühlt so richtig kommerzialisiert, falls es das Wort so gibt. Weißt du, es ist so ein bisschen, der Sinn davon ist manchmal schon vorbei, weil Leute das so als Marketing nehmen.

Und ich habe das Gefühl, dadurch geht der eigentliche Sinn davon irgendwie verloren. Weil der eigentliche Sinn liegt ja darin, dass wir uns gegenseitig unterstützen und auch aufbauen. Aber ich finde auch hier ist so dieses, warum muss es Female Empowerment heißen? Warum kann man das nicht einfach Human Empowerment nennen?

Also so, ich würde genauso einem Kollegen schreiben, Glückwunsch zu neuem Job, wie einer Kollegin auch, wenn ich es ernst meine. Und ich finde auch so, dieses Empowerment ist eigentlich im Leisen am stärksten. Dieses ständige auf Instagram, manchmal habe ich so das Gefühl, es gibt so viele, das hatte ich jetzt auch irgendwo gelesen, Queen Bees. Kennst du die, das Syndrom? Das finde ich ganz spannend.

Das sogenannte Queen Bee-Syndrom beschreibt Frauen in Machtpositionen, die anderen Frauen eher klein halten. Und kennst du dieses Toxische, wenn größere Frauen in Machtpositionen kleinere Frauen hochhypen, aber du weißt ganz genau, wenn es jetzt harter Fahrt käme, dann würdest du es nicht mehr machen.

Solange du kleiner bist als sie, ist alles easy und dann supporte ich dich auch, wo es nur geht. Sobald du überholst, ist der Support weg. Und das davor habe ich so ein bisschen Angst, vor diesem Female Empowerment. Das ist zu doll, in dieses Queen-B-Syndrom umkippt. Ja, krass, habe ich noch nie von gehört. Finde ich total...

Sehr wahr. Und ich finde auch so, warum können wir nicht einfach das Ganze im Allgemeinen betrachten? Was mir dabei auffällt und auch schon immer aufgefallen ist, ist auch ein richtig beschissenes Wort, Stutenbissigkeit. Und ich habe das ganz krass gemerkt in meiner Ausbildung damals zur Schifffahrtskauffrau.

Da waren wirklich zehn oder elf Männer vorne eine Sekretärin, aber innen also quasi gearbeitet haben nur diese elf Männer und ich als Auszubildende. Und das war beschissen. Ich habe da auch richtig ganz, ganz viel von zu spüren bekommen tatsächlich. Aber... Das ist krass, wie die untereinander zusammengehalten haben.

Die Männer. Ja, die Männer zusammengehalten haben, sich gegenseitig gepusht haben, aufgebaut haben. Und dann war ich ein paar Jahre später in einer PR-Agentur, habe da gearbeitet und da waren nur Frauen. Und da war es so, Ellbogen raus. Ellbogen raus, da war nichts mit gegenseitig pushen. Krass. Und das fand ich erschreckend. Da dachte ich so, hä?

Weil eigentlich, wir sind doch die emotionaleren Wesen, finde ich. Und warum ist das hier so? Warum können wir nicht so wie die coolen Jungs, sag ich mal, auch schon im Kindergarten oder in meiner Jugendzeit war ich gerne öfter auch mit Jungs, weil die irgendwie, ja, ich muss es so sagen, die waren irgendwie entspannter.

Das war irgendwie da alles nicht so, ja, nicht halt die Ellbogen raus und ich möchte schöner sein als du und ich. Und also das habe ich damals tatsächlich ganz doll gespürt als junges Mädchen. Aber woran liegt das? Wir Frauen werden ja gesellschaftlich oft gleichzeitig zur Perfektion und Bescheidenheit erzogen. Diese Generation sind wir ja auch.

Jetzt frage ich mich aber, wenn wir alle irgendwie im gleichen Boot mehr oder weniger sind, warum durchschauen wir das? Wovor haben wir Angst? Haben wir Angst, davor zu kurz zu kommen? Wobei wir doch eigentlich wissen, dass wir gemeinsam viel, viel mehr schaffen. Also woher kommt das frage ich mich dann und auch so dieses, bei den Männern, aus Männern bestehen ja oft die haben ja die Seilschaften, die haben ihr Networking und so weiter und so fort, natürlich ist es für uns Frauen das anders schwierig aufzubauen, gerade wenn das Thema Kind kommt und dann muss ja irgendjemand beim Kind sein das ist normalerweise die Care-Arbeiter-Frau dass die das in den meisten Fällen macht wenn auch nicht immer,

und so weiter aber es ist also. Die Frage ist immer, finde ich so, sind die Männer wirklich die Bösen oder sind wir die Schüchternen, die sich das nicht zutrauen? Also ich kenne keinen Mann, der jetzt sagen würde, nee, ich habe voll was dagegen, wenn du eine Karriere machst. Nee, kenne ich auch nicht.

Aber ich... Also kenne ich schon. Ja, verstehe ich schon. Aber ich meine jetzt von meinen Kollegen. Die Moderationskollegen, die ich habe, denen ist es doch rumpe, ob ich A oder B oder gar nichts moderiere. Ich glaube zum einen, ja, wir sind vielleicht schüchterner oder der Großteil, ja, glaube ich schon, dass das ein Ding ist.

Ich glaube aber, da spielt noch eine viel höhere Macht mit, von der wir alle keine Ahnung haben. Und ja, das mag jetzt richtig Thesengelaberei sein, ein bisschen Aluhut mäßig. Aber ja, ich glaube wirklich, dass die Mächtigsten der Mächtigsten, von denen wir alle keine Ahnung haben, glaube ich. Ich glaube tatsächlich, ja, das sind Männer. Und ich glaube, die lenken das System irgendwie.

Dass, ja, das, was ich vorhin schon gesagt habe, dass wir, dass die Männer auch das vielleicht nicht zulassen können. Frag mich jetzt nicht, aus welchen Gründen. Aber ich finde diese Theorie irgendwie einleuchtend. Und lass es noch nicht mal Männer sein, die da sind. Aber irgendwas, glaube ich, wird nochmal gelenkt.

Also unser System wird auch gelenkt von irgendwen, von Machthabern. Das mag alles sein, aber wir wollen doch gar nicht da hoch. Wir wollen doch einfach, also weißt du, was ich meine? Ja genau, wir wollen ja gleich sein, aber ich glaube, das will das System nicht. Kann ich mir vorstellen. Aber auch auf so kleinen Ebenen, wo wir uns befinden schon.

Nee, das ist vielleicht nur noch der Rest, den wir zu spüren bekommen. Ah, okay, verstehe. So Auswirkungen noch, weißt du, so. Meinst du, oder meinst du, dass Frauen auch ein Problem damit haben, zuzugeben, dass sie neidisch sind? Weil Neid ist ja ein, also Neid ist eine Emotion, finde ich persönlich, neben Hass, die wahnsinnig, also eine Emotion, die wahnsinnig gefährlich ist.

Also für dich selbst auch, zerstört dich ja selbst. Neid und Hass zerstört dich selbst, auch wenn es auf andere Personen bezogen ist. Haben wir Angst davor zu sagen ich bin neidisch auf Gia, weil sie jetzt die Einladung hat zu der und der Veranstaltung und ich nicht, ich bin neidisch auf bla bla bla weil sie diese Sendung hat und ich nicht weil wir dann als Stutenbissig gelten weil wir dann als jemand gelten, der das den anderen wegnimmt oder nicht gönnt, das weiß ich nicht, weil das kann ich nicht so nachempfinden, aber.

Ja Ja, ich finde, so Neid und so, diese Missgunst, ich finde, das ist eine Emotion, die eigentlich gar nicht richtig stattfinden könnte, weil ich finde, dafür muss man immer exakt die gleichen Voraussetzungen haben. Ich finde, dann ist das Recht, auf jeden Fall da neidisch zu sein. Aber du kannst dich doch nicht davon freisprechen, dass du nie gedacht hast, Mann, was soll denn das? Das würde ich doch ja auch gerne machen.

Was hat sie, was ich nicht habe? Doch, ich konnte es mir immer erklären, tatsächlich. Ja? Aber konntest du es auch verstehen und annehmen? Ja. Okay, das ist gut. Ich war noch nie so, dass ich gesagt habe, nee, das wäre eigentlich mir zugesprochen. Nee, das hatte ich noch nicht. Also vielleicht als junges Mädchen, aber nee, jetzt in meinem Erwachsenenalter nicht mehr. Das ist gut. Nee.

Das finde ich gut. Weil mir da immer ganz bewusst ist, ich weiß, was ich kann, wer ich bin, wo ich stehe und nee. Das ist ja schon mal eine super starke Eigenschaft. Ja. Und wo wir jetzt bei starken Menschen sind, was braucht ein starker Mensch noch? Also was ist stark für dich? Ob Frau oder Mann, was ist stark?

Verantwortung zu übernehmen. Mhm. Ja. Mutig zu sein, finde ich. Mutig, ja. Mut ist, finde ich, ganz stark. Mut ist ein krasser Punkt auf jeden Fall. Und nicht alles einfach zu tragen. Nee, auch abzugeben. Genau, abzugeben. Das finde ich auch mutig, Aufgaben abzugeben. Finde ich selbst wahnsinnig schwer.

Total. Ich kümmere mich lieber selbst drum, denke ich, weil dann ist es schneller erledigt und ich weiß, wo ich stehe, statt dass ich jemanden beauftrage, der sich drum kümmert. Naja, bis auf meine Steuersachen. Das mache ich nicht selbst. Aber solche Sachen. Und mich dann auf dem Laufenden halten muss, das finde ich immer viel, viel anstrengender.

Aber ich glaube, dass das, also Aufgaben abgeben und sich Sachen zu trauen, neue Wege zu gehen, den Mut zu haben. Ja, richtig. Ich finde, Mut ist tatsächlich ein krasser Punkt, weil man wird ja meistens von der Angst, also vom Kopf her gelenkt, von seinem Verstand her. Und die Angst, die im Verstand ist, die einen immer hemmt an irgendwas, die ist ja leider sehr präsent oder wir geben dir viel zu viel Raum.

Und vielleicht hat das wiederum was damit zu tun, das ist jetzt auch wieder nur eine Theorie, ich rede einfach mal, was mir so durch den Kopf kommt, vielleicht hat das auch was damit zu tun, dass wir emotionaler gestrickt sind, dass wir deswegen die Angst eher zulassen, weil wir schon weiter über mögliche Konsequenzen, nachdenken und das vielleicht eher alles schon im Kopf haben und uns deswegen beängstigen lassen, verängstigen lassen.

Als vielleicht ein Mann, der einfach aus dem Bauch heraus vielleicht einfach mal eine Entscheidung trifft und aber auch, wenn die Konsequenzen dann kommen. Ich meine, wir stehen auch immer dafür gerade, natürlich. Aber vielleicht sind die dadurch, dass die vielleicht nicht ganz so viel Overthinking betreiben.

Also das ist jetzt auch nur eine Theorie. Natürlich, jeder Mensch ist verschieden. Aber vielleicht ist das so eher deren Stärke. Also so ganz runtergebrochen. Vielleicht können die das besser, weil die... Ja, weil wir vielleicht wirklich emotionaler sind und es ist ja jetzt nichts Schlimmes. Nee, die Emotionalität führt ja darauf hin zurück auf ganz früher, dass wir am Brunnen saßen und wir für das soziale Gefüge in der Herde, im Rudel, in der Familie verantwortlich waren.

Also wir waren dafür verantwortlich, dass das alles intern irgendwie funktioniert und die Männer sind rausgegangen und haben im besten Fall eine Crew mit nach Hause gebracht, die wir dann irgendwie entbeuten durften und dann ging es los mit dem Essen. Und unser Gehirn ist ja, die Zeit hat sich super schnell entwickelt, die Wirtschaft, die Technik, alles entwickelt sich schnell, aber unser Gehirn entwickelt sich ja sehr langsam.

Das heißt, das ist natürlich bei uns noch verankert. Das heißt, wenn wir eine Entscheidung treffen, wo wir andere Personen vom Kopf stoßen könnten, dann wäre unsere Angst vielleicht nicht, ich würde jemanden irgendwie vom Kopf stoßen, sondern meine Angst ist eher, ich könnte daraufhin von der Gemeinschaft verstoßen werden.

Ablehnung. Genau. Und das hat ja der Mann nicht, dieses Ungefühl. Nee, genau. Weil der war ja eh draußen unterwegs und hat gejagt und Hauptsache er bringt eine Kuh nach Hause. Ja, das könnte vielleicht damit irgendwie zusammen... Eventuell. Aber eine Frau wird ja heutzutage auch viel zu schnell als zu viel betrachtet, finde ich.

Also die ist zu viel, die ist zu laut, die ist zu Dings, zu jenes. Habe ich ein gutes Beispiel gerade vor ein paar Wochen, immer mal wieder. Parshat, das ist eine Comedian, weibliche Comedian, die ist genial. Die hat gerade auch ein ganz krasses Buch geschrieben. Also ich sage krass, weil ich das so mitverfolgt habe über ihr Insta. Ich habe es jetzt noch nicht gelesen.

Sie ist, ich glaube, Deutsch-Iranerin und bei ihrer Mama groß geworden, alleinerziehend aufgewachsen. Auf jeden Fall ist die... Die ist krass, die ist witzig, die ist laut, die ist völlig, die traut sich alles. Geil. Ja, das ist eine Hammerfrau. Einfach nur eine Hammerfrau. Und genau die zeigt ganz oft an ihrem Insta die Nachrichten, die sie bekommt.

Weil die macht sich nicht fertig, wenn sie die Kamera anschmeißt, mal schmeißt sie die Kamera an. Die ist Mensch, die ist richtig doll Mensch, die scheißt auf alles. Kämmt sich nicht für Insta die Haare, kämmt sich nicht für ihre Story die Haare. Wenn sie halt mal müde aussieht, sieht sie müde aus. Die ist einfach da.

Die ist so pur. So wie sie ist und Ende. Und die kriegt Nachrichten, wo die Leute, da schreiben, und das sind fast immer Männer, die das schreiben, die schreiben dann, kannst du dich nicht mal wenigstens zurecht machen, dass du dich nicht mal schminkst, kannst du nicht mal ein bisschen weniger vulgär reden, kannst du nicht mal ein bisschen leiser sein, du bist immer so drüber, du bist immer...

Und die thematisiert das nämlich auch sehr oft dann in ihren Storys und in ihren Reels, dass sie die Schnauze voll hat von diesem ich sieh's zu laut, sieh's zu viel. Ich so, was? Ich bin einfach Mensch. Ich bin lustig. Ich bin richtig lustig. Das weiß ich selber. Wie heißt sie nochmal? Parshad. Parshad. P-A-R-S-H-A-D.

Parshad. Sehr zu empfehlen, wirklich. Ja, cool. Die Frau. Und da hab ich auch immer dran gemerkt, Alter, krass, wie eklig. Wie eklig. Wie schnell jemand zu viel sein kann, weil er diesem Bild entspricht, was irgendein Idiot sich wahrscheinlich mal vor Jahren ausgedacht hat. Ja, oder was gelebt wurde.

Tatsächlich auch durch Erziehung und durch gesellschaftliche Prägung. Das muss man ja auch wirklich noch dazu sagen. Selbstbewusste Frauen werden häufiger härter bewertet als selbstbewusste Männer. Stimmt das? Wahrscheinlich schon. Weil man sehr gewohnt ist von den Männern, dass die selbstbewusst sind, gefühlt. Für mich, aus meiner Erfahrung her, ja.

Weil ein Mann auch lauter sein darf, weil das ist eher sogar ein Zeichen von Sicherheit, lustigerweise. Und sobald wir Frauen lauter wären, ist es ja, oh, die hat die Kontrolle verloren. Oh, wow. Ja, und wenn eine Frau eine sehr starke Meinung vertritt oder auch sehr, sag ich mal, ich meine es positiv, raumeinnehmend und laut ist. Ja.

Mir fällt es auch immer auf und ich finde das toll, sehr bewundernswert, finde ich cool, aber ich merke auch, wie ich das dann in meinem Kopf auch sage, so, wow, die ist krass, die ist da, die hat richtig Eier sozusagen. Wärst du gerne stärker? Ja. Wenn wir das jetzt als stark sehen? Ja, auf jeden Fall.

Viel lieber, unbedachter, auf Befindlichkeiten würde ich am liebsten weniger achten. Im Sinne von ich möchte diese Angst vor Ablehnung das ist ja im Grunde das wenn das nicht da wäre ich würde mir wünschen, das wäre alles weniger, ja. Aber wenn du die Leute verlierst, die dich ablehnen, weil du du bist, dann gewinnst du ja eigentlich eher Freunde, die dich so sein lassen.

Oder dann findest du eher zu dir selbst als zu neuen Leuten, oder? Na klar, ja. Und genau, die, die mich nicht sein lassen oder das zu viel fänden, das sind ja auch gar nicht meine Leute dann. Ich weiß auch, ich habe mal mit einem Stylisten zusammengearbeitet und er sagte zu mir, Charlotte, bei dir machen wir lieber so erdige Töne und ruhige Töne, weil du bist wirklich laut genug. Oh wow.

Wie fandest du das? Damals dachte ich schon, der wird wohl recht haben. Heutzutage würde ich sagen, gut, alles klar, dann gucken wir mal zu, dass wir den Vertrag jetzt beenden und dann schauen wir mal nach einem neuen Stylisten. Wärst du gerne lauter? Mittlerweile nicht mehr. Also mittlerweile, glaube ich, habe ich so meine Lautstärke gefunden. Habe auch gemerkt, ich war eine Zeit lang auch viel zu laut.

Also da habe ich mir auch keinen Gefallen mit getan. Mittlerweile habe ich so für mich rausgefunden, wann ich den Regler auf sieben mache und wann auf fünf. Was da so, wann es darauf ankommt und wann nicht. Und mittlerweile durch die Erziehung auch habe ich gemerkt, manchmal je leiser ich bin, desto besser hören die Leute zu.

Aber das ist auch so ein Ding in Meetings. Je weniger du sagst, desto mehr hören sie zu, wenn du was sagst. Also versuche ich in meinen Meetings nicht so viel zu sabbeln. Was mir schwerfällt, weil ich so ein Sabbelmensch bin. Aber ich, da ist was dran. Ich hatte neulich das Beispiel, da habe ich meinen Sohn abgeholt von der Schule und ich habe im Flur gewartet und da kam, die unterrichtet Englisch, ganz unglaublich schöne Frau, ganz süß, super sympathisch, ganz lieb, ganz nett und sie hatte eine Klasse dabei und sollte diese Klasse runterführen zum Essen.

Und die waren ganz aufgeregt, die Kinder und laut und haben geschrien, aber es war halt mitten in der Unterrichtsstunde noch. Und sie ist ganz zierlich und klein und da hat sie sich hingestellt, und hat gemeint, er sagte dann auf Englisch zu der Klasse, ganz leise so If you can hear me, put your hands on your head.

Und die ersten machten schon so, Hände auf den Kopf und hat es jetzt nochmal gesagt, If you can hear me now, put your hands on your head. Und alle Kinder standen auf einmal so da, and now take your hands down and close your mouth and now we're going down slowly und ganz, ganz ruhig. Ey, die war innerhalb von 30 Sekunden ruhig.

Die hat nicht einmal die Stimme gehoben und dann ist sie an mir so vorbei. Und ich so, Alter, guckst du dir eigentlich so, kannst du vielleicht auch mal zu uns zu Hause kommen? Sag ich, ne? Gute Methode. Und ich dann abends natürlich dachte, hey, heute habe ich was gelernt. Eine starke Frau kann auch leise sein.

Jungs, ich möchte jetzt, dass wir hochgehen und Zähne putzen. Wir können dich nicht hören! Ja! Geht hoch, putzt sie in die Ende. Ja, schade. Funktioniert halt nicht immer. Bei mir jetzt nicht funktioniert das Ganze. Aber ich fand das so beeindruckend. Und da dachte ich so, das ist so richtig. Du musst nicht laut sein, um gehört zu werden. Und das sagt man ja auch immer so, wenn man diskutiert. Die Wahrheit ist immer leise.

Also wer in einer Diskussion, wenn es einen Streit gibt, am wenigsten sagt, dieser Mensch liegt meistens bei der Wahrheit. Weil er hat gar nicht das Bedürfnis. Er hat die Wahrheit einmal gesagt und muss sie gar nicht großartig erklären. Die Wahrheit ist da. Ende. Ich habe noch eine Frage, als du meintest, du warst eine Zeit lang zu laut, glaubst du, was war das für eine Lebensphase bei dir oder was glaubst du, woran lag das?

Das gab so eine Phase, wo ich so dachte, ich kann alles selbst machen. Also so irgendwie so, auch so beruflich und so, da hatte ich keinen Bock mehr auf Leute zu hören. Mich hat das alles genervt, mich hat sowieso keiner verstanden und habe dann einfach so mein Ding gemacht. Das war auch im Nachhinein immer gut. Also ich habe das Beste daraus gezogen, weil ich daraus viel gelernt habe auch.

Aber ich habe halt gemerkt, dass es wahnsinnig anstrengend ist. Und ich glaube gar nicht so, dass dieses Laut, ich habe nicht rumgeschrien und so, das jetzt nicht. Aber ich habe immer versucht, Leuten von mir zu überzeugen. Oder von Konzepten zu überzeugen. Oder von Ideen zu überzeugen. Und da habe ich einfach so gelernt, auch da ist es leise manchmal einfach besser, weil die werden es eh nicht checken.

Und vielleicht sitzen sie sich doch gar gegenüber gerade und sind einfach nicht ehrlich zu dir und tun, als würden sie es nicht verstehen. Die haben aber gar keinen Bock drauf. Und das habe ich für mich dann so gelernt. Versuch nicht immer dich zu beschreiben, dich zu erklären, weil die Leute, die dich verstehen wollen, die werden schon nachfragen.

Wenn sie eine Frage haben. Und damit fahre ich jetzt besser und ich finde, das ist auch weniger anstrengend. Ja, das verstehe ich. Und dann, wenn etwas beruflich nicht klappt, zum Beispiel, dann klappt es nicht. Haben wir probiert, hat nicht geklappt, weiter geht es. Aber dann habe ich, wie wenigstens nicht, meine ganze Energie dafür verwendet, diesen Menschen davon zu überzeugen, sondern kann die Energie für die Menschen verwenden, die Bock auf eine Idee haben, die Lust darauf haben.

Und das ist auch fein für mich. Das ist so das, was ich daraus als Learning hatte. Aber das war so eine Zeit lang, wo ich so dachte, krass. Ja, spannend. Aber sehr richtig mit der Energie. Ja, klar. Und manchmal, wenn du auch weniger sagst und weniger, finde ich, auch so, weniger dich zu einem Thema äußerst, desto mehr fragen die Leute dann.

Was sagst du denn dazu? Du hast noch gar nichts gesagt. Nee, ich hab für mich alles fein. Und wenn du sagst, für mich alles fein, Ich hatte schon längst was gesagt, dann ist es so, oh, okay, krass. Ja, sind wir aber auch wieder genau bei diesem Ding. Es gibt so viele Menschen, die reden einfach, um zu reden. Ja.

Oder die stellen eine Frage, um eigentlich selber was zu sagen. Die reden viel und sagen nichts. Genau, richtig. Ja, exakt. Ja. Genau. Deswegen. Und ich glaube, da findet jeder so seine Lautstärke. Und ich glaube, um zu dem Thema wieder zurückzukommen, eine starke Frau, ein starker Mensch, ist ein Mensch, der seine Lautstärke gefunden hat. Mhm.

Schönes Fazit. Oder? Ja, weil laut ist eigentlich eine gute Umschreibung dafür, finde ich auch. Das ist super. Ja. Na, dann gehen wir mal mit diesen Gedanken nach Hause. Mit diesen Gedanken raus, auf welcher Lautstärke seid ihr eigentlich? Ja, genau. Schreibt es uns. Was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

Vor allem auch im Berufsleben und auch privat. Natürlich. Wir sind sehr gespannt. So, meine Lieben. Wir freuen uns auf euch. Ja, ich stelle jetzt, meine Lautstärke ist auch irgendwie heute gerade schon wieder auf drei. Ich glaube, ich muss mal kurz gleich ein Wasser trinken. oder?

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