Tierisch Menschlich· Folge 12

012: Was geschah mit Timmy? Exklusive Sonderfolge mit Dr. Kirsten Tönnies

Sonntag, 10. Mai 2026 · 2 h 07

MP3

Shownotes

Dr. Kirsten Tönnies war als Veterinärmedizinerin an der Rettung von „Timmy“ beteiligt. Sie schildert, wie sie den unmittelbaren Kontakt mit dem Wal erlebte, was in den letzten Stunden vor seiner Freilassung passierte, was dabei gut und was weniger gut lief, und sie teilt eine Vermutung, wie es Timmy danach erging.

Dr. Kirsten Tönnies auf Instagram: instagram.com/drtoennies
Ihr Buch: „Wie Tierärzte die Tiere verraten“: tierarzt-toennies.de/mein-buch
Luisa Charlotte Schulz: instagram.com/luisa_charlotte_schulz
Petition gegen den Entzug von Tieren im Tierversuch aus dem Tierschutzgesetz: change.org/p/stop-den-entzug-von-tieren-im-tie…
Petition Bundesgleichstellungsgesetz: innn.it/bgg

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Und dann fängt dieses Riesentier an den Kopf zu heben, so zu einem hin. Also das ist wirklich, boah, ich kriege wieder Gänsehaut. Das ist so beeindruckend und das nimmt einen mit. Und das ist anders als bei anderen Tieren. Und es war eben die Bewegung zu einem hin und nicht von einem weg. Und ich habe auch später wiederholt erlebt, dass der angefangen hat zu rufen, vor allen Dingen auch auf der Bartsch, wenn die Menschen von ihm weg sind und er wieder alleine war.

Und das fand ich, und damit will ich jetzt aufhören mit dem Monolog, Eigentlich bei dem Wald, Timmy, ganz schön, dass du an jeder Stelle versucht hast, das von dem Fall, Timmy, rauszulösen und zu sagen, lass mal über Tierschutz reden, lass mal über Tierversuche reden, lass mal über Pelzkragen und Fischbrötchen fressen reden.

Und das fand ich, ich finde, dass du damit sehr viel bewegt hast. Trotzdem bleibt ja die Frage, du bist ja weiterhin im Austausch mit dem Team, das ist doch das, was einen jetzt gerade interessiert. Was sind das für Signale, wo kommen die her? Und kannst du das mal beschreiben? Also es gibt ja weder Ortsdaten, noch gibt es Vitaldaten.

Herzlich willkommen zu Tierisch Menschlich, dem Podcast mit Hundeprofi Martin Rütter und Wissenschaftsjournalistin Katharina Ardig. Wir hatten in der letzten Folge ja schon angekündigt, dass Frau Dr. Kirsten Tönnies heute hier ist. Und wir haben damit die große Chance, das Thema Wal, Timmy oder Hope oder Lutz, wie man ihn auch genannt hat. Lutz?

Ja, ich habe ihn Lutz genannt. Also jeder kann ja das Tier nennen, wie er lustig ist. Also dass wir das Thema wirklich mal von Anfang an aufrollen können und mal auch eine Einschätzung kriegen, wie geht es denn in dem Tier. Also erstmal Kirsten, schön, dass du da bist. Vielen Dank. Danke, danke, dass ich hier sein darf und ich habe total Lust dazu, weil bei euch bin ich ja sicher, dass wir so ein bisschen vom Größeren her an das Thema rangehen und nicht total klein reduziert nur auf das einzelne Tierschicksal.

Genau. Das ist mir total wichtig. Ich glaube aber für die wenigen, vielleicht sind es drei Leute, die nicht mitbekommen haben, inwiefern du in diese ganze Wahlgeschichte involviert gewesen bist, wäre es nochmal ganz gut, das einmal zu erzählen. Bist du in das Team gekommen? Timmy, geraten. Ich habe so nach drei, vier Wochen, nachdem das ganze Prozedere schon lief und ich habe zwei, drei Kommentierungen mal dazu abgegeben, nachdem Robert Marc Lehmann ja vor Ort war und dann so geschasst wurde danach, was ich, ich kenne den nicht persönlich, aber was ich eigentlich unmöglich in der Darstellung fand, habe ich so zwei, drei Kommentierungen gemacht.

Dann wurde ich nach circa drei, vier Wochen angerufen von dem Rechtsanwaltsbüro, das Pro-Themi war und die hatten ja ein Team zusammengestellt, um ihn zu retten. Gefragt, ob ich kommen könnte, unterstützen, habe ich gesagt, null Ahnung von Wahlen, gar nicht. Aber ich kenne eine, die Janine Barfang-Gemmert, die die Robbenstation auf Föhr hat und dann habe ich Janine auch noch angerufen und dann ist Janine dahin gefahren und ist nach vier Tagen zusammengebrochen.

Unter anderem stressbedingt, hat dann um ihr Leben gekämpft im Krankenhaus, ist auf dem Weg der Besserung und dann kriegte ich eben wieder einen Anruf nach ihrem Zusammenbruch, ob ich nicht doch kommen könnte. Ich habe gesagt, an meiner Wahlkenntnis hat sich gar nichts geändert. Aber ihr müsst sehr verzweifelt sein, wenn ihr mich schon wieder fragt, okay, dann komme ich jetzt.

Weil ich glaube, dass ich ganz gut diese Strukturen mit Behörden, Tierärzte handeln und so weiter im Hintergrund kenne. Okay, aber auch das ist ja wieder spannend, dass ein Anwaltsbüro wahrscheinlich von den Geldgebern beauftragt oder sagt, okay, wir versuchen das jetzt im Hintergrund so ein bisschen zu organisieren, ein bisschen zu strukturieren, wir sprechen die einzelnen Leute an.

Und die kommen dann auf dich, weil du schon eine gewisse Öffentlichkeit hattest oder weil du dich positioniert hast zum Thema Tierschutz und weil du Sachen kommentiert hast oder warum? Habe ich die nie gefragt. Eigentlich haben wir darüber nie geredet. Wir waren immer nur direkt im Fall drin und haben immer überlegt, wie es weitergeht.

Aber als ich dann da war, also ich hatte Koffer für zwei bis drei Tage gepackt. Das heißt, ich habe eigentlich zwei Wochen lang immer umeinander gewechselt, meine Klamotten. Ich habe so gestunken am Ende. Auf jeden Fall habe ich dann dieses Konzept, was da schon stand und ja total zerrissen wurde. Diese Entwicklung habe ich mitgekriegt und habe gedacht, na gut, also wie man den da raushalt, das ist das Thema und können wir mal reden.

Und ich habe jetzt keine Angst vor Ministern oder irgendwelchen Veterinäremtern oder so. Da muss man mal gucken. Dafür bist du ja bekannt, dass du keine Angst vor denen hast. Und wie war das denn, als du das erste Mal bei der Wahl gewesen bist? Hast du vorher schon mal Kontakt zu so einem Tier gehabt und war das auch so beeindruckend, wie ich mir das vorstelle? Kannst du das noch beschreiben?

Also ich war ja als Kind tatsache auch viel in Zoos und ich bin überhaupt nicht gegen Zoos, weil ich schon immer meine echter Tierkontakt ist gut, aber ich war so richtig. Ich bin massiv gegen Zoos, wie du weißt. Und das finde ich total gut. Und jeder, der gegen Zoos ist, finde ich total sympathisch und total verständlich.

Ich sage immer, die Frage ist wie. Also ich finde zum Beispiel, dass man so Blattschneiderameisen oder so oder Igel oder Waschbären total gut in Zoos halten könnte, aber eben nicht alles. So, und ich habe als Kind auch noch erlebt, Delfinarien kann sein. Ich habe mal so Delfine oder so angefasst, aber ich habe im ganzen Leben noch nie einen Wal angefasst.

Und an dem Morgen, als ich dann dahin geführt wurde, das war insofern schon sehr beeindruckend, weil man kriegt es geistig nicht auf die Reihe, wie groß der ist. Dass ein Tier so wahnsinnig groß ist und ich habe auch am Anfang, weil man kann sich das nicht vorstellen, immer das Auge zu weit vorne gesucht.

Ach so? Ich kann nicht vorstellen, wie lang dieser Kopf schon ist. Wenn man das jetzt hier so in den Raum verortet, was würdest du sagen? Ja, ja, durch den ganzen Raum durch. Also wir reden, ich glaube, von zwölf Metern. Ja. Wurde gemessen. Ja. Und hattest du den Eindruck, also der Minister, der Umweltminister hat ja sehr ergreifend davon erzählt, wie intensiv, emotional seine erste Begegnung mit dem Wahl gewesen ist.

Hattest du auch das Gefühl, dass ihr direkt eine magische Verbindung aufgebaut habt? Der Minister und Sie oder der Wahl und Sie? Bleiben wir beim Wahl. Okay, nur der Wahl. Das andere müssen wir auch nochmal besprechen später. Also erstens, ich und der Wahl, Sergio hat mich damals herangeführt und ich kann nur sagen, Sergio war der erste Wahlexperte, der herangeholt wurde und ein bisschen älter schon.

Er war körperlich vielleicht am Ende auch ein bisschen eingeschränkt, aber er hat mir ein totales Gefühl für den Wal rübergebracht und hat mir gezeigt, wie ich ihn anfassen kann. Weil ich habe auch gewartet, Markus, wenn man ihn so reibt, hat er gesagt, ja, und ist erst an die Seite mit mir gegangen und dann vorne an den Kopf.

Und er hat das mit einem sehr großen Gefühl und mit Empathie fürs Tier mir vermittelt. Und das Auge erinnert mich an Pferdeaugen, aber es ist riesig. Also so ein riesiges Auge, total verrückt, wenn man davor steht. Und ich hatte schon so den Eindruck, das Tier hat keine Angst. Durch diese wochenlange Gewöhnung geht es, weicht es nicht von einem weg, sondern es wendet sich einem so ein bisschen zu. Ich war ja dann noch zweimal, glaube ich, da.

Ich habe mich später zurückgenommen, weil meine Kollegin viel länger da war und sie auch den Kontakt am intensivsten gehalten hat. Aber das war schon, das nahm mich auch gefangen. Jetzt bin ich aber anders als andere Menschen ja mit ganz vielen tollen Tieren immer zusammen. Und trotzdem habe ich so nach der zweiten Begegnung so gedacht, Kirsten, pass schön auf, halte dich geistig da zurück, weil nachher hast du wieder so ein gebrochenes Herz.

Wenn anderen das passiert, bin ich bestimmt auch gleich dabei und habe immer wieder versucht, mich da einfach zurückzunehmen. Es zu versuchlichen. So, genau, genau. So ein bisschen versuchen, Distanz zu wahren. Okay. Und der Herr Backhaus, die Frage wollen wir nicht vergessen, als er zurückkam... Das war echt. Also wenn er das gespielt hat, was er da empfunden hat, dann ist er der perfekte Schauspieler.

Ich glaube, das war wirklich echt seine Gefühle. Ich hatte seine Hand, hat er mir kurz gegeben, gedrückt, gehalten und so. Und er war in dem Moment echt mal anders. Der schien mir so richtig ehrlich beeindruckt zu sein, das hat er auch gesagt. Der war wirklich davon beeindruckt und der hat ja auch dauernd Umgang mit großen Tieren.

Aber ich glaube, das hat ihn schon gefangen genommen für den Moment. Und das glaube ich auch, ehrlicherweise. Ich würde es eher ungewöhnlich finden, wenn man so nah rankommt an etwas, was man ja wirklich selten zu sehen bekommt, dass einen das nicht emotionalisiert. Also ich habe ja auf Island ja so eine Railwatching-Tour gemacht, ganz anders als in den USA.

In den USA nah an die Wale ran und du hörst es, Carolyn, Coffee is ready und die Kinder haben da unten am iPad gespielt. Also nicht meine, sondern die amerikanischen Kinder. Und es war eigentlich ein Scheiß-Tour. In Island ist das aber ganz anders. Das wird sehr mit Rücksichtnahme. Da kleine Boote, zwei Boote.

Und wirklich nach 60 Sekunden, okay, wir waren jetzt nah genug, jetzt gehen wir wieder. Ganz toll. Aber wir hatten eine zufällige Begegnung, wo auch ein Buckelwal wirklich einen Meter neben dem Schiff auftauchte, wieder abtauchte und auf der anderen Seite rausging. Und es war wirklich magisch, das kann man nicht anders sagen.

Aber es ist ja trotzdem nochmal anders, wenn du auf einem Schiff sitzt und guckst dazu oder du stehst daneben. Also dann glaube ich Backhaus auch total, dass er in dem Moment emotional ist. Das glaube ich auch. Ich glaube nur, dass es vielleicht für den Wal nicht dieselbe Bedeutung hatte wie für ihn. Genau so ist es.

Ich denke, dass der Wal einen so gesehen hat. Gut, das sind Wesen. Er versteht sich so richtig. Nilpferde dulden auch, wenn Madenhacker auf ihn rumlaufen und so weiter. Hunde können Katzen mögen. Also ich glaube, wir waren so Wesen für ihn, die ihm am Anfang erstmal nicht geschadet haben. Und dann hat er gemerkt, die tun ihm gut. Und das war wirklich auch, ich habe es auch gemacht, vorne am Maul, wenn man so riebt, und das ist wirklich, was einen gefangen nimmt, wahrscheinlich auch beim Backhaus, man riebt den so am Maul lang und dann fängt dieses Riesentier an den Kopf zu heben, so zu einem hin.

Wow. Also das ist wirklich, boah, ich kriege schon wieder Gänsehaut, das ist so beeindruckend. Das nimmt einen mit und das ist anders als bei anderen Tieren. Und es war eben die Bewegung zu einem hin. Und nicht von einem weg. Und ich habe auch später wiederholt erlebt, dass der angefangen hat zu rufen, vor allen Dingen auch auf der Bartsch, wenn die Menschen von ihm weg sind und er wieder alleine war.

Dann hat er angefangen zu rufen. Und wenn sie da waren, hat er sich so hinbewegt und er hat wirklich seine Flipper gehoben dann. Die waren ja so angewinkelt. Und dann hat er angefangen sie zu heben, wenn man ihn da gerieben und gestreichelt hat, weil er es schön fand. Also du hast schon das Gefühl, das ist das, was ich ja von außen immer sehr, sehr schwierig finde, wenn wir anfangen, Verhalten von Wildtieren zu interpretieren.

Aber du hattest schon das Gefühl, jetzt nicht über einen rationalen Verstand und der denkt darüber nach und plant im Forst, sondern schon das Gefühl, dass der. Ich weiß nicht, ob man es verstehen nennen kann, aber schon so ein Gespür dafür hatte, dass es dann irgendwann keine Bedrohung mehr ist. Wir sind Umweltfaktoren für ihn. In einem reduzierten Umgebung sind wir ein Umweltfaktor und der tut ihm gut.

Und ich sage immer gerne ein Beispiel dazu, weil es ja völlig außer Betracht für viele steht, dass ein Wildtier dann, vor allem wenn es älter ist und nie mit Menschen zu tun hat, jetzt haben wir es. Igel. Nimmst du einen Igel, der frischgebracht ist, ein Wildtier und kratzt ihn an den richtigen Stellen.

Fängt er sofort an, wie ein Hund mit seinen Hinterbeinchen so mit zu kratzen im Reflex und genießt das. Ja, warum denn nicht? Solange wir dem nicht wehtun. Es gibt ja schon auch so Aufnahmen von Walen, die zu Booten schwimmen, um sich irgendwie so Seepocken auch entfernen zu lassen. Ja, genau. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass sowas passiert. Genau, und deshalb haben wir auch so ein bisschen fester gerieben.

Seine Haut hatte ja sehr gelitten durch den geringen Salzgehalt. Und da haben wir ihm so die Oberschichten mit abgerieben. Und das mochte der. Ja, ja, genau, so sehe ich es halt. Und dann ging es irgendwann darum, wie kann man ihm jetzt, also da ging es ja die ganze Zeit rum, wie kann man ihm helfen?

Und es wurde irgendwie ein Plan entwickelt. Und von außen hat man da irgendwie immer mit großem Erstaunen zugehört, was da alles so im Gespräch gewesen ist. Plötzlich hatte man aber dann den Eindruck, ja, da soll jetzt diese Barsch oder Barge, was auch immer, kommen und dann klang das alles sehr konkret und man war sich offenbar auch einig, wie hast du diesen Prozess miterlebt und war das das erste Mal, dass das so wirklich so gemacht worden ist?

Also das Ding heißt Tatsache, so habe ich es jetzt gelernt, für die Fachleute Batsch. Ich habe am Anfang wieder gestanden, wie spricht man das aus Batsch? So, dann war es so, es stand ein Konzept mit diesen Pontons und dass die die irgendwie dann auf diesen Netz dann raus transportieren wollen mit Katamaran und Sonstiges.

Und als ich da hinkam, hat Herr Backhaus dieses Konzept ja gerade schlecht gemacht. Und ich kam genau eben in den Augenblick und meine Aufgabe war dann, mit meiner Praxis und meinem Praxiskopf sozusagen in Hatterseim zu bescheinigen, dass das neue Konzept mit der Bartsch das Richtige unter Tierschutzaspekten ist, um dieses Tier zu transportieren.

Also es ist eigentlich alles für mich. Ich habe zwischendurch gedacht, wie früher bei Louis Defoné. Ich kam mir wie in so einer Comedy vor, weil nicht nur der Sachverhalt eigentlich völlig skurril absurd war, wo ich gesagt habe, warum diese Tierärzte, die da oben sind, die haben doch Ahnung von Meerestieren im Ministerium. Da müssen die doch mal, Und hingehen und sagen, jetzt unterschreiben wir das, wir zahlen nichts dafür, Tierschützer, macht euer Ding, aber okay, wir versuchen es, ist ein Pilotprojekt.

Die hatten Angst vor der Verantwortung, oder? Total, es geht immer um Verantwortung. Und mir ist wirklich mehrfach gesagt worden, Sie halten Ihren Kopf dafür hin, Sie stehen dafür gerade, wenn das schief geht. Ihre Approbation, mir ist dreimal gedroht worden, aber nicht nur mir, meiner Kollegin dann auch mal mit, die muss ich nämlich dann zwischendurch auch mal mit unterschreiben, dass uns die Approbation entzogen wird, wenn das schief geht.

Was völlig skurril schon ist. Ja, aber weißt du, was ich daran so spannend finde? Ich weiß nicht, ob das typisch deutsch ist oder ob das auch in anderen Ländern so wäre. Nein. Das wäre in anderen Ländern vielleicht weniger. Extrem, kann gut sein. Aber was ich so krass finde, ist, es gibt eine, Theresa Hoss heißt sie, die ist auch Tierärztin und macht aber auch Stand-up-Comedy.

Und sie ist Österreicherin. Und sie hat gesagt, hä, wie Wahl. Leute, seit Jahren übernehme ich hier in Österreich für alle Wale ganz alleine die Verantwortung. Also warum fragt mich denn eigentlich keiner? Und was sie eigentlich damit zum Ausdruck bringt ist, warum haben wir Deutschen denn die Erwartungshaltung, dass in so einem Szenario, was für uns ja nun wirklich die Ausnahme ist. Weltweit.

Weltweit haben ja alle Wahlforscher bestätigt. Weltweit gibt es keinen vergleichbaren Fall. Und bei uns gibt es auch noch nicht mal ähnliche Fälle. Und warum haben wir Deutschen denn die Gedankenkette, da muss jetzt jemand kommen, der sagt, das gab es zwar noch nie, ich habe das aber schon 700 Mal gemacht.

Und übrigens, wenn wir es so und so machen, geht es auf jeden Fall gut. Und das und das ist jetzt der Plan und so und so machen wir das. Das kostet aber auch nichts. Und ihr dürft alle mitfilmen und jeder Passant darf nochmal streicheln. Und das ist ja wirklich abstrus. Das hat ja ein bisschen, finde ich, insgesamt mit Fehlerkultur in Deutschland zu tun. Wir erwarten ja auch, dass Politiker, wenn sie einen Fehler machen, sofort gesteinigt werden.

Und das ist ja irgendwie krass. Und das fand ich an ganz, ganz vielen Stellen, Auch schon weit bevor du dazu kamst, fand ich so, worum geht es denn jetzt hier eigentlich? Also unternehmen wir jetzt einen aufrichtigen Versuch, ein Tier zu retten. Wenn es nicht funktioniert, ist es auch nicht geil, aber wir haben es versucht.

Und vielleicht lernen wir sogar daraus und sagen, okay, dieses Tier ist jetzt gestorben und es hat nicht funktioniert und wir haben beim Ziehen die Fluge abgerissen, so machen wir es in Zukunft nicht mehr. Haben wir jetzt gelernt, ist auch nicht schön fürs Tier. Und das finde ich so absurd. Aber ihr wisst gar nicht, wie absurd das war. Ihr habt das meiste gar nicht mitgekriegt.

Aber ist das nicht schon auch ein bisschen verständlich, wenn man sich anguckt, was da für ein medialer Hype gewesen ist und wie extrem emotionalisiert die Stimmung auch war? Und da kommen wir auch, finde ich, auch zu Robert Mark Lehmann. Ich habe das so erlebt, dass... Darf ich einmal kurz dazwischengrätschen? Ja.

Weil ich habe auch hier dick stehen. Lass uns mal zurückgehen später noch. Vor der Zeit, was mit Robert und so, was da für komische Szenarien entstanden sind. Ich will nur einmal ganz kurz einhacken, weil wir Kirsten jetzt beide, weil du gesagt hast, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie absurd das war, so zum Thema wer übernimmt die Verantwortung, was erwarten wir eigentlich?

Entschuldige. Ja, nee, das können wir ja auch machen. Das würde ich ja auch gerne wissen. Aber ich glaube, dass man sich schon klar sein muss, dass das alles ja nicht im Vakuum passiert ist. Und dass das alles in einer sehr, sehr aufgeheizten Stimmung stattgefunden hat mit, man kann ja sagen, Mobs, die sich da schon am Strand gebildet hatten.

Ja, Mops pro Tierschutz. Also die gesagt haben, wir können Experten, und da sage ich, das finde ich eine der wichtigsten Aufklärung, die wir hatten, dass endlich mal klar wird, in Deutschland gibt es ein Fehlerdenken, dass Experten, die Natur- und Artenschutz machen, Experten für das Einzeltier sind, ist völlig falsch.

Und ich kritisiere, dass seit Jahren völliger Fehler und ich weiß, wie lobbyistisch in dieser Hinsicht auch durch uns Tierärzte gearbeitet wird, weil bei uns immer die Jäger in der Tierärzteschaft sozusagen das Sagen haben, wie man mit Wildtieren umgehen soll, nämlich liegen lassen und sterben lassen.

Übrigens, das fand ich auch ganz interessant, als die Phase kam, weit vorher, ja, euthanasieren wir das Tier. Und da haben ja auch ganz viele gesagt, ja, aber wie denn? Wir haben noch gar keine Erfahrung. Sollen wir jetzt eine Kanone an den Kopf halten und den sprengen? Wie soll man das denn tun? Also da gab es ja viele, die gesagt haben, wir wissen eigentlich nicht, wie.

Ich habe es reingeschrieben in mein Konzept. Natürlich habe ich mich genau dazu geäußert. Auch all diese Abwägungen musste ich in meine Stellungnahme schreiben. Ja, aber weißt du, was ich so interessant daran finde? Da habe ich vor kurzem noch mit einem Jäger privat drüber gesprochen. Wenn man sagt, ja, du schießt immer auf die Hederschaft, aber...

Wer ist denn da, wenn so ein Reh angefahren wird? Da habe ich gesagt, hör mal, pass auf, nur einen kleinen Denkfehler haben wir. Wenn hier ein Reh angefahren wird, dann holen wir einen Jäger, der sollte erschießen. Wenn da ein Haushund angefahren wird, holen wir einen Tierarzt, der soll mal drauf gucken.

Also warum ist eigentlich nicht die Idee, wenn wir ein Wildtier anfahren, dass erstmal ein Tierarzt drauf guckt und eine Einschätzung gibt? Bitte, jetzt muss ich was dazu sagen. Ich habe vor einigen Jahren in der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz genau dazu eine Stellungnahme erarbeitet, dass im Zweifelsfall, wenn Tierärzte sagen, dass sie die Verantwortung übernehmen, sie die höhere Kompetenz gegenüber Jägern haben, um zu sagen, was mit einem Wildtier passiert. Wer hat diese Stellungnahme verhindert?

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz, also Tierärzte, die vorgeben für Tierschutz zu sein. Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz. Für Tierschutz, TVT. Wahnsinn. Die hat verhindert, dass das rauskommt, weil sie die Jäger schützt. Man kann so irre gar nicht glauben. Weil sie den eigenen Reihenjäger hat oder was ist die Möglichkeit? Natürlich, weil genau die das Sagen haben.

Und die kommen ganz viel aus der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Und die Tierärztliche Hochschule Hannover, Frau Dr. Groß, es sind gar nicht so viele im Hintergrund. Das sind all die Leute, die Tierschutz immer verhindern wollen, weil sie das Individuum sehr oft gar nicht interessiert. Es sei denn, es ist ein Schneeleopard. Aber ich finde, dass wir jetzt schon auch sehr abdriften. Genau.

Und das sind ja jetzt auch alles Sachen, die also schwer nachvollziehbar und so, da müsste man vielleicht auch dann ein bisschen gucken. Wieder gucken, was ist. Also nochmal wichtig, es gibt nichts, was ich sage, was ich nicht belegen kann. Weil das, was ich nicht belegen kann, halte ich mich schon zurück.

Das Ding kann ich belegen, kann euch die Stellungnahme schicken. Aber lasst uns vielleicht trotzdem noch bei der Wahlgeschichte bleiben, weil ich glaube, dass es unsere Hörerschaft schon sehr interessiert. Du hast eben gesagt, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie bizarr das alles. Und da sind wir so ein bisschen ausgestiegen.

Genau. Da können wir wieder einsteigen. Und jetzt fange ich an mit diesen Strippen oder Schläuchen, mit denen man ihn auf die Bart gezogen hat, um ihn zu retten. Ich glaube, es gab Vier Stellungnahmen und drei Zeichnungen in verschiedener Art und Weise, wie dieses weltweit angewendete System, mit dem diese Wahlexperten vor Ort, die aus Amerika, die drei da waren und auch die anderen haben alle bestätigt, immer damit arbeitet man. Das ist völlig normal, das wird weltweit gemacht.

Musste ich immer wieder neue Stellungnahmen schreiben, wir mussten neue Zeichnungen machen, das musste auf Deutsch und auf Englisch sein, bis die das genehmigt haben. Und das letzte Ding habe ich dazu nochmal geschrieben, weil ich gesagt habe, wenn ihr den oben nicht gedreht kriegt, ich gebe hiermit öffentlich die Erlaubnis als Tierarzt, ist mir völlig egal, dann nehmt das Schlauchboot und zieht ihn dort, weil der kam nicht rum erst.

Dann nehmt von mir aus das Boot, nur um ihn rumzukriegen. Musste ich wieder eine Stellungnahmen, Da habe ich die abgebrochen, kurz bevor ich reingesprungen bin. Stellungnahmen, Stellungnahmen, Stellungnahmen. Nur über dieses System. Da der Knoten, so die Schlaufe. Seitenlang. Wir haben bis nachts nach zwei Uhr da gesessen Stellungnahmen geschrieben.

Mussten aber morgens um sechs, sieben wieder raus. Beim Frühstück Stellungnahmen, beim Abendessen Stellungnahmen, dauernd Stellungnahmen. Mittags, wenn ich reinkam, Stellungnahmen. Das wäre praktisch schwer einfach. Völlig nur aus Angst, wenn was schief geht, dass die sich tausendfach abgesichert haben.

Und es waren ja drei Leute vor Ort, sagst du, die erfahren. Fünf sogar in Summe. Sechs, Entschuldigung, es waren sogar sechs. Also sechs Leute, die Erfahrung mit Strandungen hatten. Alles, alles, weltweit. Und auch dieses System schon selbst angewendet. Die jaten erfolgreich. Ja. Und die haben immer nur, also gerade die Amis, die waren dann so ein bisschen cooler noch, die haben immer nur da gestanden, die haben immer die Augen gerollt und immer gesagt, Germany, Germany.

Ich habe mir gefragt, kennt ihr das woanders? Die haben immer nur gesagt, noch nie, das gibt es gar nicht so was. Die konnten sich das nicht vorstellen und am Ende haben sie gesagt, sie wollen nie wieder nach Deutschland kommen, weil sie das so schlecht machen. Aber weil die Angst so ausgeprägt ist, ich als Minister, ich als Veterinär, was auch immer, ich will es nicht entscheiden, ich will nicht die Verantwortung tragen. Genau.

Ich will nicht das Risiko eingehen, dass hinterher jemand sagt, da war mir Scheiße gebaut. Genau das glaube ich so. Und jetzt hat er immerhin noch den Bogen gekriegt von Ablehnung der Rettung zur Hinwendung der Rettung. Und da sage ich wieder, auch für ihn glaube ich war es nicht so klar. Dass eben Experte nicht gleiche Experte ist und dass hier einfach die falschen Experten rangezogen wurden, die sich aber bis heute ja noch dauernd äußern und die leider von einem Großteil der Medien immer noch als die Experten rangezogen werden, um die jetzige Sachlage zu beurteilen.

Und ich verstehe nicht, warum die Journalisten das immer nur nicht kapieren. Wir sagen es ja dauernd. Aber es ist ein bisschen so, immer wenn irgendwo was mit dem Hund passiert in Deutschland, Hund frisst die Oma auf, Hund fällt wehen an, immer rufen alle bei mir an und sagen, Herr Rütter, was sagen Sie denn dann dazu?

Und meine Antwort ist immer, ich kann nichts dazu sagen. Ich war nicht vor Ort, ich kenne den Hund nicht. Ich kann in der Theorie rumspekulieren, warum, wieso, weshalb, aber ich weiß ja selber, wenn ich was spekuliere, dann wirkt das so, als wäre das in Stein gemeißelt und das tue ich einfach schlichtweg nicht.

Das heißt also, es ist also eine allgemeine Frage, wo wir jetzt vor kurzem wieder hatten, der Hund sitzt daneben, jemand hat den Menschen, den eigenen Menschen da irgendwie getötet. Ist das theoretisch möglich? Die Antwort lautet ja. Damit habe ich nicht gesagt, dieser Hund hat das getan. Und ich habe auch nicht gesagt, dieser Hund hat das nicht getan.

Und das finde ich halt immer so ein bisschen, wenn der Experte sich selber ein bisschen wichtiger nimmt als das Problem des Ganzen. Und natürlich ist es dann für jemanden, der ein Buch über Wale geschrieben hat, sehr schmeichelhaft, bei Stern TV sein Buch präsentieren zu können zu dem Thema. Das ist natürlich sehr verlockend, verstehe ich auch ein Stück weit.

Ist aber natürlich genau das, dass sich dann Leute immer äußern, die eigentlich gar nicht vor Ort waren. Und sich gar nicht, also sie können nur sehr theoretisch ein Bild zeichnen. Ich kann dir sehr theoretisch erzählen, wie man einem Hund die Leidenführigkeit beibringt. Aber wenn du mich dann anrufst und sagst, ja, mein Hund macht aber das und das und das, muss ich mir den angucken.

Und das ist natürlich da, finde ich, ein bisschen verpasst worden. Wobei ich glaube, die Frau, die Dr. Groß war da. Ich weiß aber nicht, ich glaube, der Herr Ritter war nicht da. Ja, so und da, ich finde das unfassbar, so eine starke Meinung gegen die Interessen eines Tieres zu vertreten, auch gegen die Gefühle einer großen Öffentlichkeit, die mal Anteil nimmt, die alle als doof darzustellen. Warum eigentlich?

Nur um selber wichtig zu sein. Jetzt muss man eins sagen, jeder, der Doktortitel ist schon schlimm, aber Professorentitel hat. Das müssen eigentlich alles Menschen sein, die sich selber ins Zentrum stellen. Ihre Wirkung nach außen und ihre Erfolge ganz wichtig. Ähnlich wie ein Hochleistungssportler, weil es unglaublich grausam ist, solche Titel zu erwerben und man sehr stumpf, sinnlos viel aushalten muss. Das künstliche Leute.

Hintergrund, Hintergrund. 15 Jahre promoviert. Allein da könnte man ein Thema zu machen. Ja, egal. Ich treffe die ja auch manchmal beruflich und manchmal steht da ja schon auch der, also manche Leute haben ja tatsächlich auch den Erkenntnisgewinn im Fokus. Das sind ja nicht nur alles narzisstische Persönlichkeitsstrukturen.

Nicht alle, aber man muss schon sehr auf sich fokussiert sein, sonst hält man das nicht durch, weil das sehr, sehr anstrengend ist. So, was ich nur sagen will ist, in dem Moment geht es sehr viel um Reputation, um Anerkennung, wenn diese Leute reden. Und die sind ja in einer Blase, wo sie sich immer gut aufgehoben fühlen.

Und ich kann das einfach nur so gut sagen, weil ich drei Jahre in Kiel für das Ministerium Schleswig-Holstein an dem Papier Meeressäuger gearbeitet habe und diese Leute ja hautnah erlebt habe. Was war das Thema dieser Papiere Meeressäuger? Da ging es um die Robbenrettung und die Janine, die ja vor Ort war und zusammengebrochen ist, die wird ja seit Jahren und Jahrzehnten dafür vor Gericht gezerrt, weil sie Robben rettet.

Dieser Satz hört sich schon so skiril an. Also eine Tierärztin, die auf ihrer eigenen Kosten Tiere rettet, die unter Naturschutz stehen, wird davon bis hin zum Ministerium fertig gemacht, vor Gericht gezerrt. Warum? Jägerschaft. Jägerschaft. Als wir an diesen drei Jahre an diesen Papieren gearbeitet haben, in denen, wenn man sie durchliest, drinsteht, dass man denen nur ein Vierteljahr lang helfen darf und dreivierteljahre lang sterben lassen soll.

Deshalb, ich kenne diesen Satz in Würde sterben lassen und Natur Natur sein lassen. Die beiden Unsätze überhaupt für mich in Bezug auf Wildtierschutz. Und ich habe das so hautnah erlebt, wie die angefeindet wurde, wenn es darum geht, irgendwo einen Seehund zu retten. Und im Hintergrund sind das die Jäger. Und ich darf jetzt mal zitieren, die Juristin, die diesen runden Tisch im Ministerium geleitet hat.

Frau Tönnies, es geht nicht um die Robben, es geht um die Jäger. Wir, Klammer auf, das Ministerium, Klammer zu, werden uns immer hinter unsere Jäger stellen. Also zurück, es geht nicht um die Tiere. Wenn man sowas macht, geht es eigentlich immer um die Interessen von irgendwelchen Tiernutzern und hier ist es vor allen Dingen die Jägerschaft.

Und die wird zum Teil von uns Tierärzten, zum Beispiel Professor Thomas Richter, TRC Hochschule Hannover, stark unterstützt in diesem Ansinnen. Eigentlich crazy. Und wenn wir nochmal einmal den Schlenker zu Timmy machen und Katharina hat es vorhin gesagt, die Stimmung war so öffentlich so aufgeheizt.

Jetzt geht das los und es ist ja sehr naheliegend, dass in der frühen Phase Robert Mark Lehmann dazu kommt. Und für mich ist das deshalb so naheliegend, weil ich weiß, wie Medien funktionieren. So wie ich bin ja nicht der Einzige in Deutschland, der sich mit Hunden auskennt. Es gibt wirklich wahnsinnig viele richtig gute Hundetrainer da draußen.

Aber es ist ja naheliegend zu sagen, wir rufen den Rütter an, der weiß auch, wie man in einem Interview vielleicht halbwegs fehlerfrei durchkommt und versteht auch die andere Seite der Medien. Also rufen wir den an und der scheißt sich auch nichts, der traut sich das. So würde ich Robert in eine ähnliche Position geben und sagen, okay, das ist ja nachweislich schon jemand, der durch die ganze Welt reist und sich erstmal einsetzt und das glaube ich ihm auch.

Ich kenne ihn aber auch persönlich und weiß natürlich auch, wie er in anderen Lebenssituationen tickt im Sinne von, also ihm ist schon sehr wichtig, wer da den Hut auf hat. Und auch das gehört ja ein bisschen zu Tierschutz dazu, zu sagen, komm, ich mache das jetzt und fertig. Jetzt möchten wir ja alle, dass der Held kommt und das löst das Problem.

Wir alle wollen ja nicht aushalten, weißt du was, es gibt gar keine Lösung am Arsch. Genau, vielleicht hat der auch derart einen an der Klatsche, der gar nicht so schlecht ist, wenn der da strandet. Das wollen wir ja nicht, das wollen wir nicht akzeptieren. Ich nicht, du nicht, keiner. Wir wollen im Grunde, dass der Robin Hood kommt und in dem Fall ja auch ein sehr smarter Typ, der, ich habe ja viele Vorträge von Robert gehört, der auch im positiven Sinne gemeint ein Menschenfinger ist.

Man hört dem wahnsinnig gerne zu, der ist sehr präsent und ich glaube ihm, ohne wenn und aber, dass er was bewegen will. Da stelle ich keine Sekunden in Frage. Ich weiß aber auch, wie schnell der auf Zündung gerät, wenn es mal nicht nach seinen Forderungen geht. Und dann gibt es so ein Wort das andere, dann ist das eine Stresssituation, alle haben nicht viel geschlafen, dann mault man sich mal an, da gehört alles dazu.

Und wenn ich dann im Nachhinein den Film sehe, den er gemacht hat, sehe ich anhand der Fragen, die er stellt, dass er darauf vorbereitet war, dass das Ding schief geht für ihn. Das heißt also, wenn er jemanden fragt, können wir das so machen? Und derjenige sagt, nee, so machen wir das nicht. Und er nochmal hingeht und sagt, ich wiederhole nochmal.

Sie sagen also, wir können das nicht so machen. Dann weiß ich, dass der mit zweierlei Ansinnen an den Film rangegangen ist. Einmal hat er den Film für sich im Kopf so gebaut. Das ist ein sehr guter Filmemacher. Was passiert, wenn wir das richtig gut ins Ziel kriegen? Was passiert, wenn wir es nicht gut ins Ziel kriegen? Das merkt man im Film an.

Und ich finde wirklich in dem Moment, wo jemand sagt, pass mal auf, Junge, wenn du hier nur der nächste YouTube-Star werden willst, dann musst du gehen. Da hat immer noch keiner gesagt, du gehst jetzt, sondern er hat für sich entschieden, den Umgang kann ich nicht gut ab und deshalb gehe ich jetzt. Und die Seiten muss man sehen und was ich daran so schwierig finde ist und worüber ich mich sehr aufrege und da ist Robert nur ein Beispiel.

Da könnte ich den Backhaus nehmen, da könnte ich alle anderen, die da involviert waren. Was mich wirklich genervt hat von Tag eins an, dass es sehr schnell nicht mehr um den Wal ging. Das ist doch immer so. Das ist doch zum Kotzen. Ja, so sind wir Menschen. Ja, aber das finde ich wirklich schrecklich und das finde ich unangermessend für die Situation.

Und das ist auch das, finde ich, was der Robert sich, finde ich, mit gefallen lassen muss, so wie alle anderen auch. Also das heißt, alle, die da vor Ort waren, waren nicht in der Lage, das sauber zu kommunizieren. Und wir haben vorhin, du hast gesagt, die Stimmung war aufgeheizt, was mich wirklich beeindruckt hat.

Wir haben ja zwischendurch auch mal gewhatsappt und als ich wusste, du gehst hin, haben wir Kontakt gehabt. Und was mich sehr beeindruckt hat, ist, dass in dem Moment, wo du dazukamst und vor das Mikro ging, hatte ich so das Gefühl, ach okay, Moment, die Stimmung kippt gerade im positiven Sinne. Man hat sehr schnell das Gefühl gehabt, ey, die Tönnies kommt dahin, die sagt, pass mal auf jetzt, Schnauze halten.

Wir machen das jetzt und lass uns mal nicht über Eitelkeiten reden. Du hast sehr schnell sehr klug Backhaus gelobt. Du hast als allererstes gesagt, ich möchte erstmal Danke sagen, dass der Herr Backhaus nochmal seine Meinung geändert hat, dass wir hier rangehen können. Du hast sehr schnell in der Anfangsphase für so eine Aufbruchstimmung gesorgt.

Und das fand ich insofern beeindruckend, weil du ja eigentlich eine Außenstehende warst. und dass plötzlich irgendwie so eine Stimmung kam von, du hast mit Presse offen geredet, hast gesagt, hä, wieso informieren wir denn Presse nicht? Die Leute haben doch ein Recht zu erfahren, was hier passiert und das zeigt aber doch einmal mehr, dass es durchaus möglich ist, auch so ein hochkomplexes Thema und egal wie die Kacke da am Dampfen ist, dass man doch es hinkriegen kann zu sagen, naja, komm, es muss jetzt um die Sache gehen und das ist das, was ich am meisten vorwerfe, allen Beteiligten, dass es ganz schnell nicht mehr um den Wahl ging und das finde ich widerlich, muss ich ehrlich sagen.

Okay, du hast mindestens zehn Punkte, auf die ich jetzt alle Einzelnen eingehen will. Aber vielleicht mir erst mal gerade den Wichtigsten, den ich gedacht habe. Da waren ja 40, 50 Menschen immer drumherum. Wir wissen aber nur ein paar, die so aufgefallen sind. Das heißt im Hintergrund, und jetzt sage ich einfach mal Veronika.

Veronika, du bist so ein Goldstück. Wer ist Veronika? Und Veronika war die Frau, deren Sohn das Konzept mit 22 Jahren stand er immer da. Den habe ich gesehen. Der Felix. Ich habe immer wieder zu ihm gesagt, du wirst total eitlich herausgehen. Ich kann dich immer nur loben. Es ist mir unfassbar, wie man mit 22 Jahren sich so beschimpfen lassen kann, so strange arbeiten kann.

Jeden Tag von diesem Minister gefühlt eine eingeschenkt kriegt. Mit 22 wäre der Rollen weggegangen. Den habe ich auch im Interview gesehen und war beeindruckt. Genau. Der hat geschluckt und geschluckt. Der Wahnsinn. Ich glaube, der hat irgendwie 15 Kilo abgenommen, so hat er mir gesagt. Und seine Mutter, die Veronika, die helfen Wildtieren. Die hat mir die Videos von den Keuzen, von den Füchsen und so weiter gezeigt.

Ich will jetzt nicht alle Namen aufzählen. Das heißt aber im Hintergrund ganz, ganz viele, denen es immer um den Wahl ging und permanent. Aber die fallen uns halt nicht auf. Ich bin ganz froh, dass du das sagst, weil genau das gehört nämlich auch dazu. Das ist so ein bisschen wie 60.000 Menschen sind im Fußballstadion und davon sind 69.900, die kommen da hin und wollen ein schönes Spiel sehen.

Und die Hunde Arschlöcher, die nimmt man dann wahr. Genau, genau das. Aber es ist klar, wenn man von außen ja nur das zugespielt bekommt, also nur das kann man ja beurteilen. So, und dann nimmt das anders wahr. Also es waren unglaublich tolle und die waren auch alle sehr unterschiedlich. Und ich muss wirklich sagen, ohne diese, auch zum Beispiel die Rechtsanwältin von Herrn Meden.

Eine irre Frau, irre, die war auch ein paar Mal bei den Pressekonferenzen zu sehen, die hat parallel ihre Fälle bearbeitet, die musste immer nach Hamburg zum Gericht und dann hat die da, die hat irgendwie mal drei Sachen gleichzeitig gemacht, auch kaum geschlafen. Also ganz tolle Leute im Hintergrund, abgesehen mal von den Geldgebern auch noch, die alle ja gar nicht so zu sehen waren.

Bei Robert Mark-Lehmer muss ich jetzt mal sagen, ich bin auch sein Fan, weil immer wenn ich meine Stelle, meine fette Stelle müsste, höre ich mir immer so gerne seine Videos an, weil ich das so lustig finde, die zu hören, wie er so redet, so völlig frei von der Leber. Aber ja, für mich, wenn ich sagen soll, was ich am schlimmsten fand, Dr.

Backhaus ist Politiker und hängt natürlich sein Mäntelchen ein bisschen nach dem Wind. Das muss man machen, wenn man ein guter Politiker sein will. Die Leute aus dem Ministerium, meine Kollegen und dieser Mensch mit der Kladde, da war einer mal, der hatte so einen Papierhalter, wo immer sich was mitschrieb die ganze Zeit.

Wie in so einem Witzfilm, das waren für mich die schlimmsten, weil die haben zu allen Absurditäten immer Ja gesagt und immer genickt und immer so getan, als wäre das alles hochintelligent, was da geredet wurde. Und ich stand immer nur da. Ich habe dann so gedacht, jetzt sage ich, ja, ich übernehme das.

Ich habe immer gedacht, ihr könnt mich alle mal, ihr könnt mich verklagen bis zum Tode. Ist mir völlig egal, das klappt eh nicht. Völlig irre alles, was hier gerade passiert. Aber wenn ihr es braucht, sage ich jetzt mal ja. Und im Hintergrund haben wir uns danach immer ausgetauscht. Wir haben abends an den Tischen gesessen und totgelacht.

Ich habe so gelacht, wie lange nicht mehr in meinem Leben. Völlig hysterisch, weil auch die ganzen vielen Abends immer zusammenkamen. Aber die fallen halt nicht auf. Aber das ist gut, dass du das sagst, weil das ist ja, finde ich, auch so für die Menschen da draußen ja auch nochmal ein wichtiges Thema zu sagen, da waren jetzt nicht nur eitle Leute, die, wo es um die eigene Beweihräucherung geht. Sag mal, ähm, Und wissen wir, wie es dem Wal gerade geht? Also es ist total spooky, weil es gab, glaube ich, vorgestern, jetzt mittlerweile, einen Filmausschnitt.

Der ist mir auch mehrfach zugeschickt worden von verschiedenen Seiten. Alle Fragen, ist der das? Da sage ich, die Finne sieht genau so aus. Ja, so sieht sie aus. Noch immer von der Zinksalbe, diese Reste, Zinksalbe, wenn die da mal an der Haut hängt, geht wahnsinnig schwer ab, wenn man sie sich nicht ableckt.

Also Hunde lecken die ab und Katzen, aber wenn man die dran lässt, die ist lange weiß. Und weiß man, wo das Video aufgezeichnet wurde? Nein, ich kam gar nicht dazu, mich so richtig damit zu beschäftigen. Aber wieso kriegt ihr denn nicht die Daten des Trackers? Also ich glaube, irgendwo in diesen 28.000 ungelesenen E-Mails, die ich da liegen habe, könnte sein, dass auch ein Zugang dazu ist.

Ich bin über, ich hasse Technik. Ja, ich kann mit dem Handy telefonieren. Alles andere übersteigt schon meine Kapazitäten. Aber stürzt du nicht selber von Neugierde? Wo ist der jetzt? Nein, weil ich frage die anderen Leute und dann verlasse ich mich einfach darauf, dass sie mir kein Müllinternet geben. Aber was sagen die denn jetzt?

Die haben ja dann die letzten PIN-Meldungen gesagt, das waren so und so viele. Und ich glaube, die letzte Meldung war von jetzt ab vor drei Tagen, kann das sein? Heute ist Samstag der, wie viel genommen heute? Aber danach war die Aufnahme. Und ich, 9. Mai. Heute ist der 9. Mai. Ich glaube, das war am 6. Der Gesicht hatte auf jeden Fall an dem Morgen, als Stralsund gesagt hat, der Wal ist wohl tot.

Ich war gerade in einem Interview. In dem Interview halten immer plötzlich das Handy hin, zeigen das und sagen, der Wal ist tot. Fand ich tatsächlich auch interessant, weil es alle abgeschrieben haben. Und weil die es ja so genau jetzt nicht wissen können. Also das fand ich auch interessant, dass da plötzlich alle so drauf abgefahren sind.

Aber trotzdem bleibt ja die Frage, du bist ja weiterhin im Austausch mit dem Team, das ist doch das, was einen jetzt gerade interessiert. Was sind das für Signale? Wo kommen die her? Und kannst du das mal beschreiben? Also es gibt ja weder Ortsdaten, noch gibt es Vitaldaten. Ist das dann einfach eine Meldung von dem Sender, die man dann ab und zu hört?

Eigentlich, ich verstehe nicht, warum. Das Ding war so teuer. Ich habe sogar Filmmaterial davon, wie wir es vorbereitet haben und so weiter. Hast du es eigentlich angebracht oder wer hat es angebracht? Das war ja schon der Tag der Anbringung. Ich war nicht bei der Anbringung dabei, weil das war ja der Tag vor der Freilassung, ist der nachmittags angebracht worden und an dem Tag durfte ich nicht mehr auf die Batsch. Und wer hat denn angebracht?

Die drei Wahlexperten aus Amerika zusammen mit der Kollegin. Die das ja sicher auch nicht zum ersten Mal gemacht haben. Genau, wir haben das also mehrfach durchgesprochen und die haben immer wieder gesagt, das wird so und so gemacht und die haben das vielfach gemacht. Wo wird der denn dann angebracht? An der Finne.

Oh, deshalb kann man den, wenn er rauskäme und mir ist dieses Video geschickt worden, wo das komische schwarze Ding zu sehen ist. Er ist aller, also, Nee, egal. Auf jeden Fall haben die das angebracht und ich habe abends ein Video gezeigt bekommen, als das Ding fest war. Ich habe das gesehen und die haben da kein Fake für mich produziert. Völlig klar.

Insofern, das Ding ist fest an der Finne, längst angebracht, schwarz, man kann es nicht so gut erkennen. Warum machen die ein Geheimnis daraus, was sie für Daten empfangen und so? Warum ist das jetzt so ein Geschisse? So, also ich verstehe es auch nicht. Mein Rudi, also mein Lebensgefährte, ist Beamter und erklärt es mir gleich wieder.

Der sagt ja, dann kommen die alle hin und wollen das alle sehen und dann stören die den. Ich sage ja, hat doch nicht jeder einen Hubschrauber, ja? Sagt er doch, aber heißt das auch so? Aber heißt das, die haben die Ortsdaten? Also gehst du davon aus, dass die Leute aus dem Team wissen, wo der gerade ist? Ganz ehrlich, ich weiß es wirklich nicht, weil ich seit zwei Tagen auf diese Meldung warte und ich habe sie wirklich selber nicht. Also ich lüge jetzt nicht, ich weiß es im Moment nicht.

Ich sage auch umgekehrt, wir werden mit Sicherheit die Meldung kriegen, wenn er irgendwo treibt, weil die Wale, wenn sie so sterben und nicht aufgefressen werden, treiben die wohl, ist ja logisch, weil die unglaubliche Gasmengen in den Gedärm bilden und treiben wohl kurz oben oder eine Zeit lang. Aber nochmal ganz kurz, es gibt ja zwei Ebenen. Das eine ist, das würde ich sofort unterschreiben, zu sagen, wir werden einen Teufel tun, sagen, wo der sich auffällt.

Zu sagen, also Leute, den Standort geben wir einfach nicht bekannt, finde ich erstmal richtig und nachvollziehbar. Weil da gibt es genug Freaks, die sagen, okay, dann auf dahin. Hatten wir ja auch zwischendurch Hubschrauber, Flugzeuge, Boote, die dann abgedrängt wurden. Alles gewesen. Aber deshalb. Das finde ich aber trotzdem, wir hatten vorhin so über, du hast, finde ich, immer mit der Presse sehr klar und sauber kommuniziert.

Ich hätte schon die Erwartungshaltung, dass man jetzt einfach auch da mit Ruhe ist, sagt, hey Leute, wir haben Daten, das und das sind die Vitaldaten, wir glauben, im Moment ist alles cool, wir informieren euch, wenn irgendwas nicht cool ist und ab und zu kriegt ihr ein Update. Damit wäre doch alles safe. Du hättest doch, alle hätten doch ihre Ruhe.

Das ist so ein bisschen wie Steffi Graf und Andrew Agassi, die einmal im Jahr eine Pressekonferenz machen und sagen so, pass auf Leute, zwei Stunden, alles können wir jetzt fragen und danach leckt uns aber bitte am Arsch. Und da halten die sich auch alle brav dran. Und ich finde jetzt in so einem konkreten Fall, wo das solche Wellen geschlagen hat, dann nicht zu sagen, übrigens, wir haben verlässliche Daten oder ehrlich auch zu sagen, fuck, wir haben sie nicht. Das war in Ordnung.

Ja, also ich kann, ich verstehe beide Seiten. Ich bin die, die immer für Aufklärung war und deshalb vor Ort. Immer wenn ich da war, also man wird wie in so einem, wie in so einem, in einer Diktatur, in so einem System. Man wurde Tatsache immer ängstlicher, was Falsches zu sagen, weil man das Gefühl hat, nur ein falscher Satz.

Ja, und du, du fliegst raus. Zumindest musst du dich vehement dagegen verteilen. Aber wer entscheidet das denn? Wer trifft denn vor Ort die Entscheidungen? Es ist dieses Gefühl von oben, vielleicht auch ein bisschen durch die Geldgeber, die ja auch überhaupt nicht das Interesse haben, da groß in der Öffentlichkeit mit zu stehen, sondern die wirklich einfach diesen Wahl helfen wollen.

Also das war jetzt ihr Projekt. Der Eindruck, den man haben kann, ist ja, Deutschland war ja jetzt strukturell auf diese Situation überhaupt nicht vorbereitet. Und wenn es richtig gut läuft, dann ist diese Sache mit Timmy jetzt vielleicht der Anschub, dass man für sowas mal einen vernünftigen Plan aufstellt.

Aber in diesem Vakuum sozusagen, in dieses Vakuum ist ja jetzt eine private Organisation getreten mit zum Teil, wie ich finde, auch sehr dubiosen Protagonisten. Die das jetzt so gemacht haben, wie sie das selbst eben machen würden. Das heißt aber eben auch ohne vernünftige Strukturen und ohne das bestimmte, ja klar, man musste sich einzelne Maßnahmen noch von der Behörde genehmigen lassen, aber intern war die Organisation ja so, wie die Leute, die drin waren, sie sich ausgedacht haben sozusagen.

Also es gibt ja, du hast jetzt zum Beispiel nicht den Anspruch zu erfahren, was da genau los gewesen ist und du hast jetzt eigentlich keine Möglichkeit, an diese Information zu gelangen. Das ist ja jetzt die Folge dessen, dass das einigermaßen unorganisiert jetzt so abgelaufen ist oder nicht? Also erstmal ist klar, da kamen lauter Leute zusammen, die hatten nie was miteinander zu tun.

So und entweder man geht dann hin, haut auf den Tisch und sagt, du, du, du machst das, das, das. Ich hätte mir halt die Zusammenarbeit mit meiner Kollegin, wenn wir da ein bisschen besser im Austausch gewesen wären, da hätte man bestimmt viel optimieren können, weil wir waren eigentlich die, die in der Verantwortung stehen.

Das hat nicht gut geklappt. Natürlich fehlt da die Struktur von oben. Ich sage, bei Mercedes-Benz würde das so nicht laufen, ist klar. Aber Mercedes-Benz macht auch nichts, was Geld kostet, sondern nur was Geld bringt. Das heißt, da ist sehr viel Emotion im Raum, da ist sehr viel Engagement, da sind vielleicht Leute, die sonst individuell ihr Ding machen und eben sich nicht anpassen und deshalb retten sie Füchse und deshalb retten sie und ziehen Eulen auf, wieder der Logik erstmal.

Trotzdem wäre es ja gut, man hätte eine gewisse Kritikkultur an so einer Stelle und als du Kritik geübt hast, ist das ja nicht so gut angekommen. Ich weiß gar nicht mehr, aber bestimmt habe ich auch Kritik geübt oder so. Klar, man wird dann einfach vorsichtiger, weil ich diese Menschen, jeden einzelnen von denen so toll finde.

Und ich möchte gar nicht, dass irgendeiner sich durch meine Äußerung irgendwie falsch angegriffen fühle. Das ist echt so mein Problem. Ich durfte dann nicht mehr auf die Bartsch, als es darum ging, den Wal einen Trecker anzubringen und den freizulassen. Da ist ja immer die Frage, warum, wer und warum? Das ist entscheidend.

Und das wird Gerichtsfragen werden. Weil das hat mir die Mannschaft verboten, die sozusagen als Einsatzmannschaft die Seeleute vor Ort waren. Und wir hatten drei Kapitäne und das war der mittlere. Ich sage, das war nämlich der Kapitän weder von der Fortuna noch von der Robin Hood. Robin Hood war unser Taxi, Fortuna war das Flapschiff, also was die Barge gezogen hat. Und dann gab es einen dazwischen.

Mich interessieren Menschen normal nicht. Das war schon mein erstes Problem. Ich muss ja so viele fremde Menschen merken. Ich kann überhaupt nicht mit. Klar. Und die haben mir dann Freitagmorgen, das war richtig schlimm, gehen diese Seemänner auf einmal hin, machen wichtig Pläne, Pläne, Pläne, was nicht alles unterschreiben und sagen zu mir, du bleibst da, du darfst nicht mit, ist zu gefährlich.

Guck mal daraus, zu gefährlich, so ein Wellengang. Ich habe das gefilmt. Das Wasser war nie so glatt wie an diesem Morgen. Es war völlig lächerlich und mir war in dem Moment klar, boah, lügen die. Die lügen einem ins Gesicht. Aber was ist deren Motivation? Und die Motivation, werde ich auch immer wieder gefragt, war, einmal ist Filmmaterial rausgekommen und die haben zweimal gedacht, das wäre von mir.

Das war aber von dem Jens, das war der Kaffee. Also ganz kurz, ganz kurz, es sind von Bord... Und jeder hat ja so sein Zeug da gefilmt und jeder wird da mal ein Video gemacht haben. Und die Unterstellung stand im Raum, dass du Videomaterial nach außen gegeben hast, mit dem die nicht einverstanden. Genau.

Das haben die mir zum Glück am nächsten Tag, weil das in der Bildwoll auf dem Titelblatt war. Und ich hätte das fotografiert. Das haben die mir am nächsten Abend dann das erste Mal gezeigt. Da habe ich immer gefragt, was ist euer Problem? Irgendwann hat es mir einer gezeigt. So, das ist nicht vor mir.

So, das war der andere Kameramann, der dabei war. Der durfte dann auch nicht mehr mit rüber. Was war denn eigentlich das Schwierige an dem Filmmaterial? warum das nicht hätte nach draußen gelangen dürfen? Ja, das können Menschen wie wir nicht nachvollziehen, weil ich immer sage, film doch, selbst wenn ich einen Fehler mache.

Ich gebe mir alle Mühe, keine Fehler zu machen. Wenn Fehler passieren. Ja, man kann immer noch entscheiden, was gebe ich später raus. Eine Panik vor Film, hat der ja völlig lächerlich aus meiner Sicht, im Nachhinein zeigt sich jetzt, am zweiten Tag durften die ja von uns fünf nur noch einer rüber. Am ersten Tag durften von uns fünf noch drei rüber.

Da ist nicht protestiert worden. hätten sie mal Filmmaterial gehabt von der Entladung. Jetzt macht man sich die wüstesten Horrorvorstellungen dumm, dumm gelaufen, dass sie es nicht zugelassen haben. Also da steht ja jetzt im Raum, dass der Wal rausgezogen wurde an der Fluke, dass man Seil festgemacht hat. Ja, erzähl. Genau.

Also an diesem Morgen, als sie den rausgezogen haben, war es so, dass ich zufällig schon unterwegs bin und sehe plötzlich entgegen der Verabredung, wir wollten uns morgens früh treffen Gucken, ist er noch da, weil der hätte über Nacht schon rausschwimmen können. Und das wäre auch okay gewesen. Völlig.

Hätten wir gut gefunden. Hätten wir uns gefreut. Hätten wir ihm das alles ersparen können. Und dann, Vor überhaupt der Frühstückszeit gehe ich raus. Konnte der sich in der Bart drehen? Nein, er war zu lang. Wir hatten zwei, dreimal gedacht. Aber wie hätte er rausschwimmen können? Kann so ein Wald schwimmen nicht, oder? Naja, also hinten war ja offen.

Und man hat so gedacht, wir hatten diese Hindernisse. Da waren extra so Sandsäcke drin gewesen, wo er sich auch ein bisschen abstützen konnte. Die sind leer gemacht worden. Und dann war so die Vorstellung, dass die vielleicht langsam, die Bartschwärte hinten ist offen, wie so eine offene Kiste, wenn ich da drin was treiben habe. Und ich gehe weg, dann kommt das Ding immer weiter. Also auf der Stelle steht durch ein paar Bewegungen und die Bart schwimmt weiter. Genau.

Und irgendwann ist so ein Tier dann da draußen. War so ein bisschen die Hoffnung. Aber hältst du es für möglich, dass der Wal irgendwie auch weiter den Schutz von dieser Bart gesucht hat? Nachdem der ja irgendwie vier, fünfmal oder ich glaube noch häufiger gestrandelt ist. Ja genau, weil es wäre ja auch denkbar. Der wollte raus. Der wollte unbedingt raus, aber nach vorne und nicht nach hinten.

Das ist das Problem. Aber ist das Pferd auf dem Pferderhänger? Es gibt ja schon auch die Theorie, dass er ja auch diese flachen Gewässer immer gezielt gesucht hat, um sich das Leben leichter zu machen, um sich zu entlasten, um sich auszuruhen. Und jetzt war der ja, ich weiß gar nicht, ist der auf der Reise zu Kräften gekommen?

Ging es dem besser? War der vitaler? Erst plötzlich ist er wieder in tiefen Gewässern. Da ist Seegang, da ist auch noch mehr Schiffsverkehr. Vielleicht hat er das ja auch, also hat er weiter diesen Schutzraum auch gesucht? Glaube ich nicht. Also der wollte einfach nur eben nicht nach hinten raus, sondern nach vorne weg.

In dem Moment, wenn wir vorne aufgemacht hätten, wäre der sofort vorne raus. Aber tausendprozentig. Das Interessante war die Entwicklung. Aber vorne raus ging technisch gar nicht. Geht nicht. Kannst du nicht öffnen? Ich habe jetzt gesagt, entweder wenn man sowas wieder macht, macht man etwas, was man vorne öffnen könnte.

Können Sie sich überlegen? Das hätte vielleicht schon gereicht. Seitlich auch, aber die Seitenwand ist ja viel länger als die Vorderwand. Aber gut, wie auch immer, die Alternative wäre, und das hatte ich gesagt, können wir das nicht am nächsten Morgen probieren. Wir hatten ja das große Netz, was einmal quer durchging, dass man da diese Segeltuchabspannung dagegen macht, dass für ihn wie eine geschlossene Wand ist, wie weit er jetzt mit seinen Schallorganen das dann wie empfindet, ob das dünn ist oder nicht.

Und wir ganz ruhig dieses Netz immer weiter nach hinten, sodass er automatisch langsam nach hinten geht. War meine Idee. Versuchen wir, ob das geht. Dazu kam es ja nicht, weil eben an dem Morgen diese Seeleute, ungefähr sechs Stück, es gab übrigens einen, der auch von der Hamburger Tierrettung war, die waren zwei von der Hamburger Tierrettung.

Einer war mit drüben, hat hinterher mit mir sofort gesprochen, als er zurückkam. Der andere wurde nicht mit drüber genommen, weil er anscheinend zu gutem Kontakt jetzt mit uns hatte schon. Ich fand ihn immer sehr tierzugewandt, sehr gut überlegen. Aber weiß, was ich nicht verstehe. Jetzt bin ich da Matrose-Kapitän.

Ich werde erstmal nur... Unterschied. Kapitän und Matrose. Völlig unterschiedlich. Whatever. Ich bin Seemann. Genau. Und jetzt bin ich da bei dem Projekt dabei und eigentlich werden wir als Dienstleister gebucht. Genau. Jemand kommt und bucht mich und sagt übrigens, das, egal ob das jetzt ist, ein großes Fass Kölsch oder ein Wal, eure Aufgabe ist es, bitte ins Meer fahren.

Und übrigens, da sind ein paar Experten dabei, die sagen euch, wann das Fass getrunken wird oder der Wal rausgelassen wird. So ist doch eigentlich der Deal, weil keiner von denen kennt sich mit Tieren aus. Also muss doch eigentlich im Grunde, haben die doch die leichteste Position zu sagen, pass mal auf, ich mache das, was die mir sagt und der Kessler überhaupt nicht.

Warum brennt denn da eine Sicherung durch und die sagen so, jetzt raus mit dem Tier und ab nach Hause? Gab es Zeitdruck, weil sich das Wetter verändert hat oder so? Also meine erste Diagnose immer die gleiche, Männer? Das ist dann so eine Gockelei. Also so habe ich es empfunden. Wie bitter, wenn das... Ja, aber das sind so, Männer sind so, ja, ich sage es immer wieder, es sind ja Männer, von denen wir sonst auch gerettet werden wollen, wieder besseren Wissens, ne, die in brennende Häuser reingehen, die uns aus dem Berg Schutt rausholen, aus einer Höhle rausziehen.

Also es müssen schon Typen sein, die auch so ein bisschen so, da gehe ich jetzt rein, ja, egal. So, so Typen brauchen wir einfach. Und ich weiß nicht, ob die dieses ganze Gewese um dieses eine Tier, was sie wahrscheinlich, also ihre Großväter noch selber gegessen haben. Aber das war trotzdem nicht deren Aufgabe.

Und jetzt auf eine Art, dass diese Strukturen gefehlt haben. Die brauchen jemanden, der sagt, ich sage jetzt nichts mehr. Naja, die hatten ihren Kapitän. Der Kapitän, der war lustig. Also das war nicht der Kapitän der Fortuna, sondern ein Zwischenkapitän mit seinen circa fünf, sechs Seeleuten. und der kam gleich an und den ersten Joke, den er gemacht hat, ich darf Totenscheine ausstellen. Ich darf Totenscheine ausstellen.

Das hat er ja die ersten drei Tage ihm erzählt und dann haben wir als Kapitän an hoher See dann... Jeder darf das dann, aber dann haben wir gleich am zweiten Tag als Gag überlegt, was ich dabei habe, damit er endlich mal dazu kommt, einen Totenschein auszustellen. Es sind halt harte Witze, die da laufen.

Und dann haben die die ganze Zeit uns da mit zugesehen, mit dem Wal und hin und her und einen so mal und wieder gepäbbelt und versorgt und sonstiges wird. Die fanden das mit Sicherheit auch einige von denen völlig übertrieben. Jetzt mal ernsthaft, du buchst da irgendwie einen Dienstleister und der sagt, ey, was mal auf, die Olle nervt mich. Das ist meine Interpretation.

Das ist nur meine Meinung. Aber wenn das so ist, dass dann irgendwie so ein Dienstleister sagt, die Olle nervt mich, komm, wir schubsen den Wald raus und dann ist gut. Das wäre ja Wahnsinn. Das ist, wenn der gesunde Menschenverstand überhand nimmt. Aber das würde mich jetzt doch interessieren. Jetzt nochmal die Szenerie an dem Morgen. Genau.

Also, Samstagmorgen. Ich laufe da lang und sehe, dass die alle angezogen, gerade zu dieser Robin Hood, also diesem Taxi, was zu Bartschetten immer hin und her gefahren ist, dass die gerade dabei sind, da aufzusteigen. Da sage ich, was macht ihr da? Da sagen die, wir fahren nur mal rüber und gucken, ob er noch da ist.

Ich sofort kann nicht mit? Nein. Durfte er am Vortag auch schon nicht mit. Gut. Eigentlich überraschend. Kommt mir aber Jeff entgegen, also der super amerikanische Wahlexperte, der auch am dichtesten dran war, alles gemacht hatte und die Führung hatte. Halb angezogen mit seinen Klamotten. Hinterher habe ich erfahren, den haben sie geweckt an dem Morgen und gesagt, Sonja, komm.

Und dann war aber trotzdem die Prämisse, sie fahren jetzt so früh darüber und gucken nur, was ist. Die anderen, ja, auch meine Kolleginnen, wir waren ja in einer Kajüte, Kabine. Wie weit ist die Bartsch von euch dann weg? 100 Meter. 100 Meter hinter uns. Und man konnte durch die Absperrung nach vorne, konnte man nicht reingucken, nur so drüber hinweg gucken.

Auf jeden Fall haben wir dann, alle kamen dann langsam an, kriegten das so mit, da sprach sich rum, es war Aufstehzeit und wir gucken und die kommen nicht und die kommen nicht und die kommen nicht. Und dann liegen die nebendran und ich weiß nicht, ich müsste auf mein Handy gucken, weil ich habe die Zeiten ungefähr, ich habe es immer noch nicht genau nachvollzogen, ungefähr dreiviertel Stunde später wechselt die von neben der Bartsch auf hinter die Bartsch, also dahinter und total dicht und dann haben wir alle da gestanden und gesagt, was machen die da?

Der kriegt Angst, der Timmy Hoop will da raus, Vielleicht das Schiff, wir wollten das auf 200 Meter Abstand versuchen, ihn mit der Fluke Seil mit Hand dann rauszuziehen und das Schiff war direkt dahinter, also der konnte ordentlich Angst gehabt haben. Und dann kamen die einfach nicht zurück und sind dahinter geblieben. Und irgendwann...

Kam dann die Meldung, dann sind wir teilweise hoch, haben von der Brücke aus mit Ferngläsern versucht zu sehen, was los ist. Und wir waren alle empört. Und irgendwann war ich unten, die waren zurückgekommen. Achso, und dann haben wir nur den, also ich habe nur den Blas gesehen, weil ich war genau in dem Moment auf der Toilette, als er rauskam, hat mir nur Bescheid gesagt, ich wieder hoch gesehen.

Wir standen natürlich alle grühe da, weil als er rauskam, hat er drei, vier Mal hintereinander so geblasen, das sah ich auch. Ich stand neben Pedro, das war der mexikanische Wahlexperte und dann war er weg und ich so, Pedro, wie war das? Und der sofort gut, gut geblasen, hat gut geatmet, der geht jetzt runter, der ist jetzt erstmal weg.

Genau so war es. Er meint, das wäre gut gewesen. Aber die haben tatsächlich den Wal mit dem Seil letztlich raus. Jetzt kommt die Erklärung, ich wieder runter, die kamen dann zurückgefahren, legen an. Und man sah hinten diese Seeleute, fünf oder so, die waren relativ happy, standen die hinten drauf. So nach dem Motto, wir haben es geschafft. Kommen da runter und...

Ich hatte so eine Wut. Einer der ersten, den ich sah, war der Jeff. Gelb, weiß im Gesicht. Der hat am ganzen Körper gebebt, wenn nicht, ich sagen muss, gezittert. Ich kann es deshalb sagen, weil ich ihn auch angefasst habe am Oberarm. Der hat richtig gebebt. Der war fertig mit der Welt. Der war wie ein Mensch im Schock nach einem Verkehrsunfall. Also der erfahrenste Experte von allen.

Der Einzige, der mit drüben war von uns. Der Einzige, der Ahnung hat. Der wurde von denen gar nicht zugelassen. Also im Prinzip muss ich im Nachhinein jetzt mal gerade sagen, eigentlich war es fast wie eine Geiselnahme schon. Die haben den mit darüber, haben den aber nicht zu dem Wal gelassen. Der musste alles mit ansehen. Dann ist er bedroht worden, sehr massiv.

Er war keinmal selber... Vorher immer, aber an dem... Nein, aber da jetzt bei dem, sag ich mal, den Wal rauslassen, hat er im Prinzip keinmal Hand angelegt oder irgendeine Expertise... Durfte er nicht. Durfte er nicht. Dann wollte er drehen, dann haben sie ihm das Handy weggenommen. Dann haben sie ihm gedroht, das Handy ins Wasser zu schmeißen.

Ich habe auch verstanden, dass sie auch ihn ins Wasser schmeißen wollten, bin da nicht ganz sicher, aber da werden mit Sicherheit noch Aussagen kommen. Der hat sich total bedroht gefühlt. Er hat wiederholt gesagt, die müssen seine Leute holen, damit die das in Ruhe machen. Er hat immer gesagt, hört auf damit. So habe ich es verstanden.

Und also mein Englisch ist wirklich not perfect. Und der hat gebebt und der war fix und fertig. Und dann habe ich diese Seeleute da echt laut angeblufft. Ich habe gesagt, was habt ihr gemacht? Das geht gar nicht. Das ist das allerletzte, was wir gemacht haben. Richtig geschimpft. Und was haben Sie gemacht? Sie haben ein Seil.

Und Sie haben mir dann erklärt, der eine hat meine Hand genommen, hat gesagt, guck mal, wir haben das doch so gemacht. Haben das Seil, jetzt meine Hand ist die Fluke, das Gelenk ist sozusagen vor, also das Ende des Rückens, haben mir gezeigt, wir haben so das Seil drum gelegt, haben das an der Robin Hood festgemacht und dann haben wir nicht den Wal rausgezogen, sondern wir haben die Batsch vorne weggezogen. Also festgehalten.

Festgehalten und sozusagen die Batsch, sein Gefängnis von ihm weggezogen. Das heißt, sie haben ihn nicht rausgezogen, sondern das Gefängnis in die Batsch weggezogen. Und deshalb haben sie ihn gar nicht gezogen. Ich habe sofort gesagt, komme ich physikalisch noch nicht ganz hinterher, ob ihr da recht habt oder nicht.

Ich weiß, was ihr meint. Das kann auch ein bisschen stimmen. Trotzdem hing der an dem Boot mit der Fluge. Und in dem Moment, wenn die das vorne wegziehen und er sieht, dass die Wand weg ist, dann will der natürlich nach vorne. Und dann konnte er nicht. So, das haben die mir so erklärt. Ich glaube, dass die den Gedanken hatten, den du hattest, wenn er das freiwillig macht.

Also man lässt die Bartsch nach vorne, hofft, dass er so ein paar Schläge macht, um auf der Stelle stehen zu bleiben und dann raus kann. Und so haben die gesagt, wir halten quasi hinten fest, ziehen dem quasi die Decke unterm Hintern weg und dann lassen wir ihn ins Wasser. Das war wahrscheinlich sogar die Theorie. Ja, so ein bisschen vereinfacht.

Natürlich wird dann irgendwie, einer war so ein bisschen Ingenieur, der wollte das dann auf die hohe Physik abheben. Da habe ich gesagt, da kann er sagen, was er will. Trotzdem, dem Moment, wo vorne der beschränkende Raum weggeht, will der nach vorne. Und wenn der hinten an der Fluke festgehalten wird, und da sind sich alle Wahlexperten einig, dass das heikel und schwierig und mit sehr viel Gefühl gemacht werden muss, und man das Tier nicht an einem Schiff festgebunden hat.

Wenn es noch dazu wahrscheinlich auch Angst vor dem Schiff hat hinter sich. Und das fand die okay. Und dann ließ die gute Stimmung aber relativ schnell von denen nach. Aber immer wieder frage ich mich, also ich verstehe das Männergegockel und ich kenne das, ich bin 1970 geboren, komme aus dem Ruhrpott, habe Fußball gespielt, ich weiß, was das heißt.

Aber trotzdem denke ich, in dem Moment musst du da erstmal Panne genug sein zu sagen, ich nehme ein tonnenschweres Tier, habe von Tun und Blasen, keine Ahnung, ich habe Leute um mich herum, die können das einschätzen und ich mache das jetzt. Was ja sehr verdächtig ist, ist das, wie die vorgegangen sind, dass ganz gezielt Leute nicht mitfahren sollten, dass sie dann einen sozusagen Proformer als Alibi so mitgenommen haben.

Da können die hinterher sagen, der hat das ja alles bewacht oder so. Das ist Wahnsinn. Ja, und das ist wirklich so, was diese Geschichte wirklich nochmal so in die Filmreife für mich gebracht hat. Aber im Grunde schließt die Geschichte an der Stelle, wie sie angefangen hat. Also mit Eitelkeiten, mit menschlichen Bedürfnissen und nicht gucken, was ist eigentlich jetzt fürs Tier das Logischste.

Also das ist ja irgendwie das Bittere daran. Ich darf nochmal so einen Satz aus der Mittagstisch, ich werde niemals sagen, wer es gebracht hat, es haben dich alle gesagt, es hat nur einer gesagt, aber später beim Mittagstisch, ich war ja dann alleine zurückgeblieben, weil die anderen vier von uns fünf wieder abgeholt worden sind, so jetzt war ich mit den Seeleuten, die ich vorher angeblufft hatte, richtig deutlich, war ich da so am Mittagstisch, die haben dann aber nochmal wieder mit mir geredet und dann kam von einem so der Spruch, Viech ist Viech und zum Essen da.

So, und das waren halt die, die den runtergezogen haben. Kann ich nur wieder sagen. Und das war alles so, was das so meine Meinung verfestigt hat, dass hier eben darum ging, das hat die genervt, dieses Getue darum. Und jetzt wollten die mal zeigen, sie können das auch. Ich muss immer daran denken, weil das für mich auch so ein nachhaltiges Erlebnis war, wir haben mal eine Ausbildung eines Braunbären in Armenien begleitet.

Und wir haben schon ein paar Mal hier darüber geredet, aber das Verrückte ist, dass die Braunbären dort eine Plage sein können, weil die die Granatapfelplantagen kaputt machen. Und es gab ein Projekt vom WWF, dass die also den Leuten vor Ort gesagt haben, pass auf, wenn ihr den Bären nicht tötet, sondern uns sagt, wo der ist, wir fangen den ein und bringen den in ein Gebirge.

Und du konntest merken, dass wirklich alle um uns herum, die da einheimisch waren, gedacht haben, wie sehr muss man Leuten ins Gehirn gekackt haben, dass die mit acht Leuten aus einem anderen Land kommen, um das Tier da wegzutransportieren. Und ich sage dir eins, ich verstehe die. Weil die nämlich natürlich eine ganz andere Sorgen haben. Die sagen, ey, das Tier bedroht meine Existenz.

Das kann ich mit Verlaub gesagt mal kreuzweise. Und was macht ihr für ein Geschisse? Für die ist das wirklich eine Störung, dass wir da hinfahren und sagen, wir wildern das Tier aus. Oder wir bringen es woanders hin. Und das respektiere ich total. Ich respektiere total, dass es deren Kultur ist, deren Denkweise.

Wir sind kein bisschen besser, haben wir tausendmal darüber geredet, Wir packen Schweine in Schweinentransporter. Aber trotzdem finde ich irgendwie total bedenklich, dass jemand, der eigentlich als Dienstleister gebucht ist. Eigenständig eine Entscheidung trifft und sagt, das machen wir jetzt hier mal einfach.

Und das finde ich schon nappig. Ich glaube auch nicht, dass die das normal machen würden. Ich glaube, die haben sich das völlig anders danach vorgestellt. Das ist das Problem. Sie haben jetzt gedacht, man klopft denen auf die Schulter und sagt, das ist ja gut gelaufen. Genau. Toll, dass ihr das so gemacht habt.

Und natürlich, ich sage wieder, was ich so mitbekommen hatte, auch da nur mein Empfinden. Ich sage das nicht als Fakt. Wenn die das Gegenteil belegen, alles gut, dann habe ich mich getäuscht. Aber es war schon das Gespräch in den Tagen davor, dass nicht das Schiff, aber die Bartsch gebraucht wird. Also vielleicht dann doch ein wirtschaftliches Thema. Weil davon gibt es keine sonst.

Aber auch das, sage ich dir auch mal ganz ehrlich, auch das, da würde ich mir auch da wünschen, dass kommuniziert wird und sagt, pass mal auf Leute, nur zur Info. Die Bart kostet am Tag, ich erfinde jetzt eine Zahl, 23.000 Euro. Wir haben hier noch andere Aufträge und da hängen Arbeitsplätze dran und, und, und, und.

Variante 1 ist, wir schieben alle Aufträge nach hinten, kostet Betrag X. Ist das da? Okay. Ist das nicht da? Dann tut mir das jetzt wirklich leid. Dann müssen wir hier eine unpopuläre Entscheidung treffen. Und das ist das, was mich so nervt. Guck mal, wenn wir nach Rumänien fahren, ich kann leider nicht alle 6.000 Bundesdesmeora mitnehmen.

Wir können vielleicht ein paar mitnehmen und dann muss ich mir natürlich auch anhören, ja warum habt ihr denn den und nicht den und das verstehe ich alles. Aber ich finde dieses, ach wir machen das jetzt einfach, das finde ich schon echt heftig. Die hatten halt mit sowas nie zu tun Und wie gesagt, ich glaube nicht, dass sie es nochmal so machen würden.

Und diese finanzielle Geschichte, die Frau Mommer, die war ja total bereit, die hat ja auch investiert. Ich habe ihr gesagt, bitte rechne doch mal aus, wie viel pro Meile, Kilometer oder Meter dieses Fahren außerhalb der erlaubten 15-Meilen-Zone noch extra gekostet hat, weil sie hat nochmal richtig Geld dafür hingelegt und für mich ist das wirklich auch eine große Geldgeschichte, die Mithitten reingespielt haben könnte und das muss geklärt werden und das kann man ja durch die Verträge dann sehen.

Aber es ist gemein gewesen eigentlich. Ja, genau. Und es ist so, ich finde es so unnötig. Ich meine, jetzt kann man sagen, hey, was habt ihr denn, der Tier schwimmt und im Idealfall geht es, ist auch gut. Aber trotzdem finde ich so dieses, und wir reden hier im Podcast immer wieder darüber, so dieses.

Und wenn das wirklich so ist, dieses männliche Gegockel und diese Eitelkeit und diese Egoscheiße, die da so dahinter steht, das kann ich ja wirklich so sagen, das erlebe ich bei Männern doch deutlich häufiger als bei Frauen, das kann ich wirklich so sagen. Aber ich finde es dann echt bitter, wenn es nur zu Lasten eines Tieres geht. Und trotzdem, bei all dem ist es für mich im Verhältnis nichts zu den schlechten Handlungen der Experten zu Beginn der ganzen Geschichte, die in Timi einfach da liegen und sterben lassen wollten.

Das finde ich, sagen wir mal rein, aus dem Anstand heraus betrachtet viel, viel schlimmer und vor allen Dingen, dass sie nicht aufgehört haben. Und dass sie immer noch meinen, die Super-Experten, immer noch, dass man das Tier da sterben lassen soll, finde ich moralisch viel verwerflicher als die Seemänner, die meinten, jetzt wollen sie mal cool sein und den da raus holen.

Aber das kommt ja nicht aus einer Ignoranz dem Tierleid gegenüber, sondern das kommt ja schon auch aus der Überlegung, dass das, was da im Raum stand, wie man vielleicht jetzt noch, was man noch tun könnte, um das Tier zu retten, dass das möglicherweise Stress verursacht. Unverhältnismäßig sein könnte.

Ja, aber das ist doch absurd. Warum? Also ich würde nicht sagen, dass ich das auch so sehe, weil ich das gar nicht beurteilen kann. Aber als ich das gelesen habe, hatte ich keine Sekunde das Gefühl, dass die Leute, die das äußern, das machen, weil ihnen das Tier egal ist. Möglicherweise haben sie es nicht richtig eingeschätzt, aber dass man eine Überlegung hat, dass man sagt, okay, wir sehen jetzt, irgendwas ist mit dem.

Der ist jetzt schon das sechste, siebte Mal, läuft der hier auf Grund. Bestimmt möglicherweise auch nicht, weil er sich da verschwommen hat, sondern weil er das jetzt vielleicht braucht, um sich sein Ende irgendwie zu erleichtern. Das kann ja eine Überlegung sein und die finde ich dann nicht unmoralisch.

Es kann ja eine Fehleinschätzung sein, die dem zugrunde liegt, aber ich finde den moralischen Vorwurf nicht ganz nachvollziehbar. Und ich bestärke ihn jetzt nochmal. Mein moralischer Vorwurf, da sind wir beide überhaupt nicht einer Meinung. Ich habe diese Menschen erlebt, drei Jahre. Als wir an den Papieren zur Rettung von Rom gearbeitet haben.

Wen denn eigentlich? Über wen reden wir denn jetzt eigentlich? Wir reden über ITAV, Tierstilhochschule Hannover, Strahl-Sund, Herrn Ritter. Alle, die als Arten- und Naturschützer gesagt haben, dass der Wal liegen und sterben gelassen werden soll. Ich habe sofort gesagt, für mich ist sterben lassen ein langsames Dahinsiechen bis zum Tode, wo wir ja gesehen haben, und alle haben gesagt, der braucht nochmal einen Monat. Das heißt, dass sich dieses Tier ein, zwei Monate dahin siechen lassen, vor sich hin.

Die Vorstellung ist unerträglich eigentlich für jeden fühlenden Menschen. Aber das wollen die, das machen die mit den Seehunden so da oben in Schleswig-Holstein. Aber die Alternative ist ja bei einem Seehund ja auch nochmal eine andere. Welche? Erschießen. Genau, erschießen. Aber auch da oben wird gesagt, liegen lassen, sterben lassen.

Das sind dieselben vom ITAF. Die Frau Professor Siebert vom ITAV, die die Oberste ist, hat bei uns damals am runden Tisch erzählt, dass es eigentlich zu viele Robbenartige gibt, weil die ja Fisch fressen. Und da war ich damals schon aufmerksam, wie gesagt, den Mist habe ich schon in den 80er Jahren kapiert.

Das denken nur Tiernutzer, aber nicht Leute, die objektiv die Zerstörung dieses Planeten beurteilen. So, und diese selben Leute, die meinen, es gibt so viele Robben, weil die uns den Fisch wegfressen, sind die, die sich im Interview in der Tagesschau hinstellen und erklären, warum man den Wal sterben lassen soll.

Diese Interviews gibt es und alle haben es immer wieder gesagt. Ich habe sofort gesagt, es ist unpopulär, aber wenn der wirklich so schlimm ist, dass er sterben will, dann erschieße ich den und dann nehme ich ein 50er Kaliber. Ja, 50er Kaliber. Man muss hinten hoch, hinter sein Atemloch. Dann stellt man sich dahinter und dann schießt man von oben runter rein.

Dafür brauche ich Spezielle. Ich kann es nicht. Ich habe seit 20 Jahren Jagdschein. Und jetzt gehen wir einen Schritt weiter. Der Backhaus. Ich habe vorgeschlagen, das soll Dr. Backhaus machen. Dann ist aber was los. Ja, genau. Aber pass auf. Und jetzt kommt es. Und jetzt wird es nämlich genau ungemütlich.

An der Stelle wird es ungemütlich, weil auch Katharina und ich haben viel darüber geredet und man redet, alle haben so untereinander mal geredet. Und ich habe auch immer gesagt, Leute, wenn jetzt wirklich Menschen, die eine Expertise haben, sagen, der ist um. Den können wir nicht mehr retten. Dann müssen wir den erlösen. Wir können nicht zugucken.

So, und jetzt geht es aber los. Der Grund? Ja, so mit dem Sprengstoff auf die Rübe wickeln. Ja, genau. Wir beide sagen ja, weil ich fest davon überzeugt bin. Und da mache ich direkt das Thema Sperrhilfe bei Menschen auf. Wunderbar, einer Meinung. Da sage ich auch, ganz ehrlich, ich habe immer flapsig gesagt, hör mal übrigens an meine Familie, wenn ich mich zum Sterben hinlege, zieht mich bitte nicht wieder zurück auf den Fußballplatz, lass mich da sterben.

Aber noch lieber hätte ich, und dementsprechend sieht auch meine Patientenverfügung so aus, dass es im Grunde auch teilweise aktiv beendet werden wird. Und jetzt geht die Scheiße nämlich los. Wenn das ein Igel wäre, hätte man den Smart eingeschläfert, jetzt wiegt der aber, was weiß ich, wie viele Tonnen, keine Ahnung, was wiegt so ein Tier?

Ja, der soll ja um die zwölf, dreizehn, vierzehn Tonnen laufen. So, und dann wird das unappetitlich, wenn man so ein Täter spricht. Das war ja vor allen Dingen ganz, ganz wichtig. Hört an dem Ding zwei Sachen. Abt eins, Sterbehilfe bei Menschen, nur weil sie alle wieder Schiss haben, wieder keine Verantwortung übernimmt.

Ich habe noch nie eigentlich erlebt nach einer Euthanasie, dass die Leute nicht sagen, immer das Gleiche. Ja, warum machen wir das für uns Menschen nicht? Es ist der einzige Vorteil, den wir für unsere Haustiere haben. Ansonsten ist es nur eine Ausrede, weil man nichts tun will. Ich habe gesagt, einschläfern geht gar nicht, weil wenn er stirbt, dann sollte man ihn nutzen.

Dann kann man zum Beispiel mit seinem Fleisch, hätte man Fische füttern können, Lachszuchten von mir aus, weil dafür andere Fische nicht sterben müssen. Ja, da muss es auch einen Sinn machen. Wenn ich den einschläfe, ist das giftig. Dann muss ich den teuer entsorgen, kostet Energie, wahrscheinlich verbrennen.

Aber diesen Pragmatismus, den du jetzt an den Tag legst. Total, sage ich immer. Genau, aber das ist das, was natürlich logischerweise sich die meisten eben nicht trauen. Überleg mal, wenn der Backhaus als Politiker sagt, ich habe eine gute Idee. Wir machen den jetzt hier platt und für einen guten Zweck machen wir da Fischbrötchen draus und die Spenden gehen an Kinderheim. Was meinst du, was da los wäre?

Allein, dass wir jetzt so darüber reden, wird schon wieder gleich was los sein. Absolut, das ist mir völlig klar. Also der Westen, Rütter will Wal essen. Genau. Genau, aber trotzdem ist es ja, weil... Was Katharina eigentlich, glaube ich, sagen wollte, ist, dass man nicht per se sagen kann, wenn jemand sagt, ey, lass das Tier sterben, dass das automatisch negativ motiviert ist.

Dass jemand auch sagen kann, ey, quälen wir den nicht viel, viel mehr, wenn wir noch hundertmal an ihm rumziehen, obwohl er vielleicht eigentlich keine realistische Chance mehr hat. Und die Überlegung muss man ja zumindest mal haben dürfen. Aber hat sich ja gezeigt, dass sie falsch waren. Das ist ja auch in Ordnung. Und dann rudern die aber nicht zurück.

Die Überlegung war völlig falsch, weil nach drei Wochen kommt man hin und sagt, der sieht gut aus. Nach fünf Wochen auf der Batsch, das war irre, nach anderthalb Tagen Fahrt. Wir haben alle das, wir stehen da oben. Wir haben gesagt, der sieht viel besser. Der sah noch besser aus, als er in dem besseren Wasser war.

Und der hat wieder so gerufen abends, was er ja zwei, drei Tage vorher schon aufgegeben hatte. Der wurde wieder besser, weil diese Tiere ein halbes Jahr nicht fressen. Sein Körper ist darauf ausgerichtet und er lag nicht fest. Und das haben die Experten. Die waren so oberflächlich in ihrer Beurteilung, dass sie unterscheiden, die Unterscheidung zwischen am Strand festliegen und sich selber zu drücken und im Wasser gefangen sein, aber zu floaten.

Dass sie nicht mal das hingekriegt haben. Also schlechte Experten. Ja, aber das ist ja das, was wir zu Anfang gesagt haben. Ich finde, dass ein Experte durchaus eine Fehlentschätzung geben darf. Und dann hat er einen Fehler gemacht. So ist es. Genau. Aber was ist das denn, die Motivation? Es war doch erstmal Tierhilfe ablehnen.

Das war doch der Hintergrund. Nein, also das kann ich gar nicht beurteilen. Jetzt gehe ich mal ganz positiv daran. Und jetzt also, Ist vielleicht ein sehr triviales Beispiel. Wir haben einen Hundeprofi gedreht und da war ein Hund, der immer, wenn die Haustür aufging, rannte der los und war weg. So, jetzt haben wir da gedreht und das ist ja kein Geheimnis, das ist meine Produktionsfirma. Wir haben da gedreht und haben mit dem Hund an der Schleppleine und Busgeschirr vor dem Haus trainiert und wir waren eigentlich fertig an dem Drehtag.

Wir hätten alles gehabt, wir wollten nach Hause, wir wollten, ja, wir drehen ja mal mehrere Tage über verschiedene Monate. Und ich gucke den Hund an und denke, no fucking way, haut der heute ab? Und sage zu der Halterin, machen Sie mal die Leine ab, wir machen das nochmal ohne Leine. Kameramann nimmt die Kamera wieder auf die Schütte und diese Halterin sagt fünfmal zu mir, bist du dir wirklich sicher?

Klar, der haut auf keinen Fall ab. Kannst du dir das trainieren? Wirklich? Ich traue mich nicht. Und ich immer, doch, doch, doch. Hör mal, ein, zwei, drei, die macht die Line-Up. Tschüss, auf Wiedersehen, der Hund weg. Ohren hoch, danke, das war's. Wir haben den eineinhalb Stunden, und das ist nicht nur witzig, wir haben den eineinhalb Stunden da im Dorf gesucht, und am Ende war es sogar ein kleiner Vorteil, wir haben nämlich da vor Ort erlebt, warum der immer abhaut.

Der ist nämlich Katzenjagen gegangen, die da gelebt haben. So, pass auf. Jetzt habe ich ja zwei Möglichkeiten. Ich muss das ja gar nicht reinschneiden. Das ist meine Sendung und meine Firma. Und wir haben es bewusst drin gelassen. Und ich hätte es auch drin gelassen, wenn es richtig schief gegangen wäre, weil es die fucking Realität ist. Ich bin nicht Jesus.

Und ich habe eine Fehleinschätzung gegeben. Und diese Fehleinschätzung ist in Ordnung. Und es ist bei den Unvermittelbaren, weil einer aus dem Team nicht aufgepasst hat, da war ein ängstlicher Hund, hat die Tür nicht zugemacht. Der Hund war, ich glaube, sieben oder acht Tage weg. Das ging sehr durch dich.

Und das haben wir dokumentiert und haben es nicht unter den Teppich gekehrt. Und wenn er gestorben wäre, hätte ich auch das dokumentiert, weil es eben die Realität ist. Nein, aus einem anderen Grund. Weil du gut bist. Und wenn man genug Gutes... Erzeugt hat und ehrlich ist, dann hat man irgendwann, glaube ich, so eine Bereitschaft, sowas auch zu kommunizieren.

Und das kannst du nicht am Anfang machen. Genau das. Das wollte ich nämlich gerade sagen. Wenn das in Staffel 1 meiner Fernsehlaufbahn, ich schwöre dir, ich hätte das Material vor Ort aufgegessen und runtergeschluckt. Natürlich. Jetzt kann ich sagen, Leute, ich habe jetzt lang genug bewiesen, ich weiß so ein bisschen, was ich tue.

Und da gehört auch mal irgendwie dazu, dass man einen Fehler macht. Und das ist das, was ich meine. Du musst natürlich auch in der Position sein, dir das leisten zu können. Und ich erwarte einfach, wenn ein Experte da vor Ort ist und sagt, meine Einschätzung, der ist um, dass der auch sagt, oh, der schwimmt, hey, cool, dass noch andere mit drauf geguckt haben.

Und aus den und den Gründen hätte es schief gehen können, aber mega, dass es nicht schief gegangen ist. Da brichst du dir ja keinen Zacken aus der Krone. Und deshalb finde ich, sollten die, die diese Expertise und die, die erfahren, nicht haben einfach ihre Schnauze halten. Das heißt, Das ist das, was ich an Backhaus immer lustig fand, wenn ich Minister gewesen wäre.

Ich hätte immer gesagt, so, Mensch, schön, liebe Presse, wer möchte, kann sich hier noch zwei Plätzchen nehmen. Und übrigens, wer Fragen hat, hier sind die Experten. Ende der Durchsage. Hat er auch teilweise gemacht. Genau, aber er wäre doch so fein raus gewesen. Und dann hätte er immer noch sagen, und ich finde auch, dass er An manchen Stellen sagen muss, pass mal auf Leute, ich verstehe den Wunsch, aber wir müssen hier ein paar Gesetze einhalten und das und das ist jetzt einfach auch mal zu beachten.

Ist auch in Ordnung, aber dieses Rumgeeier und Rumgeschwolle, das ist immer ein Fehler. Und jetzt kommt ein Ding. Warum bin ich so frech und sage als Tierärztin, kacke ich da Kollegen an? Weil auch ich so viel Erfahrung habe und diese drei Jahre um diese Robben-Geschichten, ich genau eins zu eins das im Kleinen hatte, immer wieder liegen lassen, sterben lassen, nicht weil die Tiere dem Tode geweiht sind.

Die Kollegin, die Janine, die rettet die in Massen. Ja, die ist die Einzige, die die rettet. Friedrichs Kog will die nicht retten. Sie rettet die, muss die dann abgeben. Diese Absurditäten, dass sie sterben lassen und das liegen lassen, nur eine Ausrede ist, weil sie nichts tun wollen, weil sie kein Geld investieren wollen.

Das habe ich hautnah drei Jahre miterlebt. Eins zu eins mit den Menschen vor Ort. Und nur deshalb bin ich überhaupt so frech und sage das so anklagend, eigentlich gegenüber den Personen. und ich bin auch ganz sicher, wenn ich zum Beispiel über die Tötung rede, dass ich glaube, dass die Leute mir glauben, dass ich das Beste immer fürs Tier will.

Immer das Beste fürs Tier, auch wenn es nicht schön aussieht. Und deshalb, wenn es nicht anders geht, erschießen von oben, aber nicht einschläfern. So, aber hier retten. Ja, ging. Aber ehrlicherweise muss ich jetzt mal wirklich sagen, ich glaube, wenn wir jemals über. Die Bilder des Jahres gesprochen haben, hätten wir die nächsten 100 Jahre den Moment aber in allen Filmen gesehen, wenn da jemand mit einer Wumme auf dem Wal steht und macht Puff.

Und dann hätten wir Sterbebegleitungsdiskussionen gehabt. Ich sage ja die ganze Zeit, für mich ist das Ding ja viel größer. Wir reden über Fischbrötchen. Jeder weiß, am Tag sterben 800 Wale. Das hätte kein Mensch gewusst, bevor es nicht Timmy gab. So, und diese Diskussion ist doch das Gute daran. Hoffentlich bleibt das davon.

Aber absolut fand ich es schon, dass es auch so offen ausgesprochen wurde, dass man das theoretisch machen könnte mit dem Sprengen. Aber diese Bilder will ja keiner sehen. Ja, ich hätte es trotzdem gemacht, wenn es gut ist. Das darf eigentlich nicht der Grund sein, es nicht zu tun, wenn feststeht, dass das die schnellste und alle wieder schlussend abwürdig sind.

Ich habe es in meine Stellungnahme reingeschrieben. Ich habe das Kaliber dazu geschrieben. Ich habe das da drin stehen gehabt und ich habe geschrieben, Euthanasie nicht mit den Medikamenten abzulehnen, weil bababab. Aber es ist schon wirklich eine Geschichte voller Widersprüche und auch voller Sachen, die so die Abgründe der Menschheit auch nochmal so aufreißen.

Und das muss ich schon sagen, die habe ich auch in der Pro-Tierschritts-Bubble gesehen. Mit welcher Vehemenz dagegen manche Leute zu Felde gezogen wurde. Diese emotionalisierte, zum Teil auch wirklich komplett verrückte Dynamik, die sich da entwickelt hat. Irgendwelche KI-Videos im Internet, wo man... Ich finde total schöne Videos.

Ich bewundere die Videos, die sie gemacht haben. Nee, nee, nee, Moment, Moment, Moment. Ich meine so Sachen wie, das sind dann so... Pseudolösungen, pseudotechnische Lösungen zur Rettung des Wales gewesen, die aber so gar nicht stattfinden können. Oder so mit Sandsäcken wie Ostseestaun. Es war viel Schwarzen dabei.

Rein technisch geht das. Ich weiß, ich habe ja einige Konzepte zugeschickt bekommen. Ich habe übrigens die Anweisung für ein bestimmtes Antibiotikum mindestens 15 Mal zugeschickt. Ich glaube, wir reden von unterschiedlichen Lösungen. Ich kann total verstehen, was du sagst, dass das ja im Grunde erstmal schön ist, dass das so viel Empathie bei den Leuten ausgelöst hat.

Und dass es da auch so eine Vehemenz gab und auch einen Wunsch, für die Sache einzutreten. Trotzdem, finde ich, wurden da, bei manchen Stellen Sachen wirklich überschritten und Grenzen eingerissen. Und wenn man sich überlegt, die Leute stehen da am Strand und protestieren, essen mit der anderen Hand ein Fischbrötchen und mit der, abends, wenn sie nach Hause kommen, schreiben sie noch einen Drohbrief und eine Morddrohung gegen Greenpeace, die sich seit den 80ern dafür einsetzen, dass weniger Wale krepieren, dann finde ich, dann stimmt da irgendwas nicht.

Und ich glaube, man muss total aufpassen, dass man da nicht zu stark pauschalisiert. Und was ich aber von dir jetzt auch noch mal mitgenommen habe. Wie wichtig das ist, dass man diese Differenziertheit beim Expertinntum hat. Dass du, wenn du da ein einzelnes Wildtier hast, dem es jetzt so oder so geht und gut, für den Artenerhalt spielt Timmy keine Rolle vielleicht, wobei er hätte sich vielleicht noch fortpflanzen können. Es geht da jetzt erstmal um das Einzelschicksal und um das Individuum.

Da sind einfach andere ExpertInnen gefragt an der Stelle. Aber trotzdem, finde ich, hat man auch gesehen bei dieser Wildwestmanier, die da jetzt auch stattgefunden hat, bei den ganzen Fehlern, bei den völlig indiskutablen Sachen, die dir da auch widerfahren sind, ist, dass so eine gewisse Struktur doch ganz gut wäre, wenn sie eingehalten werden würde und wenn das auch ruhig ein bisschen bürokratischer ablaufen würde.

Damit meine ich auch nicht, dass es geil ist, dass man jetzt jeden Handschlag sich fünfmal vom Ministerium abnicken lassen soll, nur weil die Angst haben, die Verantwortung zu übernehmen. Aber irgendwas dazwischen müsste man dafür haben, denke ich. Und an der Stelle hoffe ich einfach, dass das von dieser ganzen Geschichte bleibt.

Also ich kann ja sagen, Entschuldige. Ich muss eins sagen. Nein, meine Gefühle werden gerade da ein bisschen angestrengt. Ich habe so entzückende Kommentare. Jetzt habe ich es gut, weil anscheinend komme ich ja gut bei der Sache raus. So entzückende Kommentare, so entzückende Karten. Ja, aber das ist ja auch so.

Kinder, ein fünfjähriger Junge, die Mutter hat geschrieben, dass er so für den Wahl... War und dann im Kindergarten dafür angebracht wurde, weil ihm das so wichtig war. Tausend, nein, nicht tausend, ich will nicht übertreiben, unzählige dieser Geschichten sind mir geschickt worden, schöne Karten. Ich habe Kissenaufdruck bekommen mit Hobbilder, Tassen sind mir geschickt worden mit Aufdrucken, weil die Leute so positiv Anteil genommen haben und das ist ja die Mehrheit.

Ja, aber das ist doch schön, da haben wir gar keinen Widerspruch. Genau, gar keinen Widerspruch. Und diese Paar ist wieder das Gleiche, ne? 90 nette und 5 blöde, Aber wie zum Beispiel ist das denn auch mit dieser Geldgeberin zu sehen? Hat die ihr Geld nicht mit Pferderennen gemacht? Also mit Pferderennen verdient man sein Geld wie folgt.

Wenn man eine Million machen will, bringt man zwei Millionen mit. Damit macht man innerlich kein Geld. Ich weiß nichts darüber. Aber ganz kurz nur, ein Thema, und das müssen wir gar nicht ausufern lassen, ein Thema ist aber natürlich, oder anders, die Sachen, die du jetzt beschreibst, es kommt so viel positives Feedback, Kinder reden plötzlich im Kindergarten darüber.

Ich habe jetzt gelesen, noch nie so viele Bücher im Kindersegment verkauft worden, wo ein Wahl zu sehen ist. Und auch viele Wahlpatenschaften wurden abgeschrieben. Das ist alles super, alles cool. Freuen wir uns alle drüber. Und da gibt es überhaupt kein Aber. Zehn Ausrufezeichen dahinter. Und wenn nur fünf Kinder sagen, ich glaube, bei Nordsee gehen wir jetzt nicht morgen mehr ein Brötchen essen, ist das ja schon mal einfach cool.

Sind wir schon mal einen kleinen Schritt weiter. Okay. Trotzdem, was ich aber auch wahrgenommen habe, ist, dass bei diesem ganz starken Wunsch, es muss jetzt eine Lösung her, viele Leute sehr freigedreht haben. Und das nehme ich natürlich sehr wahr, weil alleine wenn mir gefühlt 1200 Menschen schreiben, du musst doch mal was machen.

Und ich sage, ja ganz ehrlich, ich trainiere hier schon, ich habe hier so einen Stoffverhalten, ich habe dem jetzt immer Sitz beigebracht, ich fahre bald auch mal hin. Das ist absurd. Also ich kann da nichts, gar nichts dazu beitragen. Nichts. Und dementsprechend habe ich mich auch verhalten und sei dir sicher, es wäre für mich medial leicht gewesen zu sagen, ich komme mal mit dem Ruderbötchen mit, Wir hätten alle Hippipura geschrien, kannst du dir sicher sein.

Aber ich kann ja gar nichts dazu beitragen. Was soll ich denn dazu beitragen? Aber alleine, dass das passiert, zeigt, wie irrational plötzlich so ein Wunsch wird. Und das ist ja genau das, was, Ja, auch der Wunsch Robert war, dass alle gesagt haben, der muss jetzt der Retter sein. Und deshalb verstehe ich das auch. Reden wir jetzt von Robert Habeck. Robert Mark Lehmann.

Aber vom anderen Robert Schüttler auch. Und das ist ja so ein Thema, deshalb verstehe ich diese Mechanismen. Aber es hat immer die Gefahr, dass freigekurbelt wird, dass plötzlich eine rechte Bubble das Thema Wahl für sich erobert und sagt, wir regeln das und es zeigt, wie kaputt dieser demokratische Staat ist.

Sondern es ist alles dünnpfiff und genauso muss man natürlich auch über die Frage reden. Und da kann ich gleich mal kurz sagen, wie ich das im internen Raum erlebt habe. Da kommt jetzt eine Frau Mommert, die aus dem Leistungssportbereich Pferd kommt. Und bei dir als Pferdeexpertin und Pferdeliebhaberin ist ja völlig klar, du weißt viel besser als ich, was im Dressur, im Reitsport und bei ihr im Trabrennen passiert, ist ganz weit weg von, Das haben die Pferde aber so gern.

So, und jetzt kommt sie und sie ist da eine hochdekorierte, erfolgreiche Züchterin, ist selber Rennen gefahren. Also mal ganz weit weg von jemandem, wo man sagt, also die hat die Tierschubskrone den ganzen Tag auf. So, das ist unstrittig und da gibt es keine zwei Meinungen. Also das heißt, auf eine Art turnt da einer mit rum, der im Gesicht tätowiert wurde, in einer rechtsradikalen Szene rumturnt und die andere, sag ich mal, mit Verlaub gesagt.

Produziert Tierleid im Rennsport. Die beiden werden jetzt nach vorne gelegt und dass dann andere sagen, Moment mal, jetzt vergaloppieren wir uns hier gerade ein Stück weit und auch ich habe dir ja damals geschrieben, denk nur daran, mit wem du das zu tun hast vor Ort. Und das Spannende ist aber, wie geht man jetzt damit um?

Und in meinem konkreten Fall, ich habe ein Beispiel, ich liebe ja das Quatschen an einer Kuchentheke oder an einer Brötetheke. Und da habe ich auch mit einer Verkäuferin dort geredet, der auch, der Timmy und so, und sie müssen auch mal dahin und so weiter. Und dann sage ich, ja, wäre ein bisschen komisch jetzt, die Trabbrennfrau dabei, der Rechtsradikale.

Ja, aber jetzt mal ehrlich, kurze Frage an Sie. Ihr Kind ist gerade in Gefahr. Das Haus brennt, es stürzt kurz ein und jetzt kommen so fünf mit dem AfD-Trikot. Und schreien Deutschland den Deutschen und rennen da rein und holen ihr Kind raus. Und da binden sie das, weil das Rechtsradikale sind. Und dann stehst du und sagst, hm, ist ein bisschen sehr polemisch gedacht und ist vielleicht kein passender Vergleich.

Aber im ersten Schritt, wir müssen es im Nachgang total differenziert betrachten. Wer hat welche Interessen und warum erobert eine rechte Bubble plötzlich ein Tierschutzproblem? Warum ist da überhaupt so ein Vakuum? Genau, absolut. Warum sind wir in so einem Vakuum, dass es überhaupt möglich ist, dass da jemand reingrätscht? Das muss man lösen. Aber ja.

In dem Moment ist es erst mal so. Da kannst du auch nicht viel dagegen machen. Also, ich habe genau das ähnliche Beispiel wie die Bäckerin. Ich habe gesagt, wenn ich im Straßengraben liege und da kommt ein Nazi und zieht mich aus meinem brennenden Fahrzeug, sage ich dem, lass mich los, ich will hier mal verbrennen. Nee.

So, also erst mal nehme ich den Menschen so, wie er gerade da ist. Wenn er dann aber ein Video macht und sagt, ja, hier sind aber zwei Schwarzafrikaner vorbeigerannt, die haben gar nicht geholfen, obwohl es die gar nicht gab, dann wird es ein echtes Problem. Und deshalb darf man die Tür für diese Leute nicht aufmachen.

Natürlich, natürlich. Natürlich, aber willst du deshalb in deinem Auto verbrennen? Nein. So, also, wir lassen uns retten. Dann gucken wir differenziert hin. Ich bin jemand immer, ich finde Menschen durchaus spannend. Wie sind die? Und ich kann nur eins sagen. Ich kann mich nicht entziehen, dass da irgendwann irgendwas Rechtsradikales gefallen ist. So waren wir ja ein paar Tage eng miteinander zusammen.

Und ich habe ihn erlebt, den Dani. Ich habe das hautnah erlebt. Den möchte ich nicht provozieren. Ist schon sicher. Aber ja, ich muss das jetzt, das muss man auch mal aushalten, lassen wir es sagen. Er war derjenige, der noch bei der Verladung los ist und dafür gesorgt hat, dass die Sandsäcke besorgt wurden, dass die Sandsäcke gefüllt wurden, zusammen mit Klaus von der Tierrettung.

Ich habe immer so gedacht, die vom DLRG, die sind ja den ganzen Tag da, die hat nochmal die Sandsäcke. So, lass mich kurz aufsehen. Er hat das gemacht. Ich habe von nichts gehört. Ich habe den 0,0 bislang gegoogelt. Mir ist das gesagt worden. Ich kann doch nur in der Situation, ich fokussiere mich sehr auf die Jetztlage immer.

Da bin ich vielleicht selber wie ein Tier. Ist auch deine Aufgabe, die ich jetzt da oft... Du musst den auch nicht verteidigen, finde ich. Der war... Jemand, der sich total eingebracht hat. Manchmal habe ich so gedacht, komm, jetzt kannst du ihn mal ein bisschen zurücknehmen. Und natürlich ist er für sich auch immer ganz wichtig, aber der macht was.

Und zwar vom, glaube ich, ersten bis zum letzten Tag. Also ich glaube, dass du gar nicht in der Position bist, wo du rechtfertigen musst, wer da vor Ort lieb und nett ist. Das erleichtert mich. Nee, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Das ist auch gar nicht, das ist überhaupt nicht Teil dieses Gesprächs und auch überhaupt gar nicht Teil, also da glaube ich, dass ich für Katharina mitspreche, das ist gar nicht der Gedanke, den wir haben.

Da denke ich eher tatsächlich mal kurz raus aus dieser Geschichte. Du hast eigentlich das Wort gesagt, warum ist da so ein Vakuum und warum hat man eigentlich nicht eine Struktur, dass das gar nicht möglich ist. Ja, und natürlich wurde es von rechts instrumentalisiert, aber damit hast du ja nichts zu tun.

Nein, aber auch das Vakuum. Also es gab eine Situation, die gab es nicht und Leute kommen zusammen. Also da war ja in dem Sinne kein Vakuum, wo jetzt rechts reindringt, sondern Leute kommen zusammen mit unterschiedlichen Hintergründen. Das wurde massiv rechtspopulistisch genutzt. Ja, und normalerweise, also es wäre doch schön, wenn es für solche Fälle irgendwie eine klare Struktur gäbe mit Leuten, die dann auch was machen. Ja, ist halt.

Ich meine, jetzt werden wir, jetzt muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen, wir werden, ich bin gar kein Experte, aber mir fehlt auch so ein bisschen die Fantasie, dass wir jetzt im nächsten Jahr, Diesen Fall so 36 Mal wiederholt. Timmy, Teil 2. Timmy's back in town. Ja, okay, aber du weißt, was ich meine.

Ich glaube nicht, dass wir ein Land sein werden, wo wir rund um die Uhr damit beschäftigt sein werden. Eher noch als Österreich, würde ich sagen. Ja, ein Stück weit. Stimmt. Ich glaube, auch Luxemburg hat dieses Problem nur sehr selten. Das A und O ist ja auch der Hintergrund dabei, warum es vielleicht auch ein bisschen groß ist, weil es so exemplarisch deutlich wurde, aber natürlich Strukturprobleme grundsätzlicher Art, damit mal hinterfragt werden können und funktioniert unser ganzes Wesen noch.

Und Entbürokratisierung ist ja im Moment ein total populäres Schlagwort. Und da muss ich sagen, das war jetzt so ein Ding, da hätte ich es gut gefunden. Weniger Bürokratie und weniger Verlagerungen auf absurde Strukturen, nämlich mich als Einzelpraxis aus dem Raum Frankfurt, um die Verantwortung für das Gelingen dieser kompletten Wahlberichtung zu überleben.

Ja, oder vielleicht dann Bürokratie, die Sinn macht an der Stelle. Ja. Sinn hätte gemacht, was? Ihr wollt das zahlen? Okay, versucht ihr das Tier daraus zu holen und versucht es so schonend wie möglich. Habt ihr eine Idee? Kommt da rein, habt ihr Fragen? Wir reden drüber. Fertig. Ja, aber ich bin da total skeptisch bei solchen Konstruktionen.

Wir können jetzt froh sein, dass du dabei gewesen bist. Aber man muss ja schon so ein bisschen sicherstellen, dass das jetzt nicht irgendwer ist. Was soll passieren? Was soll passieren? Außer, dass das Tier schneller stirbt. Ja, oder dass unnötiges Leid zugefügt wird. Was passiert, wenn Schweine Transporter umfällt? Du kannst ja das eine Elend nicht mit dem anderen rechtfertigen.

Wir wären ja schon daran interessiert, dass wir eine Lösung haben, die besser wäre. Also ich bin immer für Effizienz und Effektivität. Und deshalb sage ich, für gewisse Sachen, auch wenn sie neu sind, sich mal überlegen, können wir da die Intensität an Arbeit und Zeit reduzieren. Du hast einen Dingsfehler. Das kann gut sein.

Reduzieren, weil wir an anderen Stellen dauernd argumentieren, wir haben die Kapazität nicht. Wir haben nicht die Kapazitäten, um Tiertransporte richtig zu beurteilen und zu begleiten. Weißt du, was dein Denkfehler ist, meiner Meinung nach? Wir reden darüber, dass wir heute in Schlachthöfen Kameras anbringen.

Und zynischerweise, haben wir ja jetzt im Bundestag gelernt, als ich daneben saß, ist das Prinzip vier Augen. Der Betreiber des Schlachthofes und der Veterinär, der da vor Ort ist, die gucken sich das an. Und Wurstbrötchen essen. Und dabei essen die Wurstbrötchen. Und wir sagen ja jetzt, Moment, das ist ja scheiße. Das ist zwar sehr unbürokratisch, aber das ist ja nicht richtig.

Du willst entbürokratisieren in einem Fall, wo du sagst, da kommen Leute hin, die mit aufrichtigen und ehrlichen Absichten kommen und sagen, komm jetzt, lass uns nicht diskutieren, wir packen jetzt mal eben an. Und Katharina und ich, ich bin da auch... Ja, eher aus der Praxis, aber trotzdem denke ich auch, es braucht eine gewisse Bürokratie und Dokumentationspflicht, um daraus zu lernen, was da schief geht und auch Leuten auf die Finger gucken zu können.

Und deshalb hätte ich es mir ganz einfach gemacht als Herr Backhaus. Ich hätte gesagt, ist überhaupt kein Problem. Finde ich eine richtig geile Idee. Übrigens, das sind die Experten jetzt hier. Wir vertrauen denen. Und übrigens, wir dokumentieren das 24 Stunden am Tag und das Material ist da. Punkt. Und zwar aus zwei Gründen.

Wenn es richtig geil läuft, wissen wir, genau so machen wir das in Zukunft. Weil wenn nämlich die Frau Tönnies nicht mehr ist und der Herr sowieso, dann können wir das in Zukunft auch mal andere machen. Plus, wenn das schief läuft, wissen wir genau, wo haben wir einen Fehler gemacht. Und das wäre doch so einfach gewesen.

War aber der Plan, muss man aber jetzt mal eben zugutehalten, das war der Plan. Und ich verstehe bis heute nicht, warum diese blöde Kamera an der Batsch mit der Komplettüberwachung nicht funktioniert hat. Ach so, ah, come on. Das war, ja, ich habe auch gesagt, einmal bei Nina TV anrufen und sagen, übrigens wir kommen und da sitzen zwei Technik-Jungs und die machen im Schichtbetrieb, achten die darauf, dass diese scheiße lückenlos 24 Stunden läuft mit 5 Backups.

Also die Nummer glaube ich nicht und da glaube ich auch nicht dran. Nein, das hing an der Einzelperson. Nun aber ganz zusammengefasst, aber voran in allem gestellt, die Dosis macht das gut. Ein zu viel ist nicht gut und ein zu wenig ist gut. Und hier sage ich eben, Bei der einen Sache ist es zu viel.

Hier fand ich es für Timmy völlig zu viel. Und wir haben zu wenig bei unseren Schlachthäusern. Das ist für mich so. Bevor wir Timmy jetzt hier abschließen, Kann ich dir sagen, dass ich an ganz vielen Stellen vor Stolz auf dich geplatzt bin, weil ich das wirklich, ich fand zwei, drei Dinge richtige Highlights und das, was ich am allerschönsten fand, war dieses Kirsten Tönnies kommt dahin und man hat so, alle haben das Gefühl, gesunder Menschenverstand ist back in town.

Das fand ich sehr geil. Und man konnte auch merken, ach guck mal, Presse lässt auch, honoriert es auch, wenn gesprochen wird. Und dann eigentlich das eigentliche Highlight bei dem Ganzen ist, als du bei einer Pressekonferenz sagst, Moment, sieh da hinten mit dem Echtpelz. Was haben wir denn jetzt hier?

Das ist genau das, weil es nämlich die ganze Absurdität und Scheinheiligkeit dokumentiert hat. Die Leute schieben sich die Fischbrötchen rein und wollen aber den Wal retten. Und haben den Pelzkragen an. Und sagen, ich bin jetzt hier für den Tierschutz unterwegs. Und das waren wirklich sehr, sehr schöne Momente.

Und ich glaube, dass das auch die Momente waren, wo auch Leute, die dich vorher nicht kannten, sofort gespürt haben, die Alte meint das ernst. Ja, kein politisch motivierter Bullshit raus. Du sagst das, was du dämmst. Und das, was dir ja vorgeworfen wurde, fand ich auch gerade gut, dass du diese Sache auch nutzt, um auf solche Dinge auch aufmerksam zu machen.

Also ja, natürlich wurde das instrumentalisiert. Das ist ja das Beste, was man mit so einer Geschichte macht. Das sage ich dauernd. Den Schuh ziehe ich mir hundertprozentig an. Und das war wirklich ein Running Gag von den Journalisten. Mir tat das immer so leid, weil ich von hinten teilweise weggezogen wurde und so.

Und ich dann immer wieder so gesagt habe, wenn die keine Fragen haben, dann sage ich, sollen wir mal über das Tierversuchsgesetz reden? Und es war soweit, dass hinterher einige ankamen und ich denen das dann tatsächlich erkläre. Ich hatte auch den Eindruck, dass dadurch auch wirklich noch mal mehr Aufmerksamkeit auf diesen Themen war.

Also ich glaube, das ist aufgegangen. Wenn da diskutiert wird, darf der arme Wal jetzt da reinschwimmen? Ist der Transport vernünftig für das Tier? Und Kirsten sagt, ganz kurz nur, verstehe ich alles, aber wie transportieren wir Schweine, Rinder, was weiß ich? Hühner interessiert kein Schwein. Und jetzt diskutieren wir, ob wir den in so ein Wasserbecken schieben können.

Ich habe irgendwann mal gesagt, ja, ist schon klar, wir setzen keine Elektroschocker und keine Stachelhals. Bänder ein, weil ich dieses gar nicht mehr glauben konnte. Und das ist das, was ich glaube, weshalb ich auch sagen kann, Erschießen war eine Option. Ich habe die reingeschrieben, weil ich glaube, dass die Leute mir glauben, wenn ich sage, hier aus Tierschutzgründen wäre das das Beste für das Tier.

Aber natürlich ist das nicht meine Priorität. Meine Priorität ist, den Tieren helfen zu wollen und wenn sie sterben müssen, dann aber möglichst einen schönen Tod zu machen. Im Rahmen der Möglichkeiten. Einen kurzen Moment sozusagen. Ja, also auch wenn wir schon jetzt sehr lange unterwegs sind, will ich aber eigentlich ehrlicherweise, wenn es auch in deinem, Sinne ist, hätte ich gerne noch so zwei, drei Themen, zwei, drei Fragen.

Ja, bitte, bitte. Müssen wir nicht ausufern lassen, aber so ein bisschen aus Egoismus auch. Jetzt wurde ich da eingeladen zum Bundestag zum Thema, wir reden, das Tierschutz, also die Linke hat beantragt, wir wollen das Tierschutzgesetz doch nochmal irgendwie anpacken und die klugen Sachen, die eigentlich verhandelt waren und nicht reingekommen sind, doch nochmal aufgreifen.

Und dann hat ja jede Partei die Möglichkeit, einen Experten zu stellen. Ich wurde auch da eingeladen und habe das auch gerne angenommen. Und für mich war das natürlich ein unfassbar interessantes Gasperlet-Theater. Johanna, die auch mit hier im Raum ist und Julius und Reinhard waren mit. Die Schwierigkeit für mich war, dass ich unten saß und die oben auf einer Empore.

Und ich konnte natürlich zum einen deren Gegacker sehen, wenn da Leute wieder richtig dummes Zeug kriegen, aber auch deren Fassungslosigkeit. Und ich sitze dann da, dann sitzt da auch Tierschutzbeauftragte Silvia Breher. Und jetzt ist die Formulierung schon falsch. Weil sie sitzt an dem Tag nicht als Tierschutzbeauftragte da, sondern als Generalsekretärin.

Das heißt, sie sagt, ich komme da hin als Generalsekretärin, damit ich mich auch da gar nicht äußern muss und sogar gar nicht äußern kann. Und dann werden da Dinge besprochen, die Wahnsinn sind. Also da sitzt dann hier irgendwie Hesse neben mir. Heißt der Hesse oder Hess? Dr. Dirk Hesse Agraria. Gerne als Tierarzt verkauft von den Tierärzten.

Ja, ist aber kein Tierarzt und er wurde von der AfD beauftragt. Da frage ich mich schon. Was ist er denn, wenn er kein Tierarzt ist? Er ist Agraria? Und ich weiß deshalb so genau, wie es gelaufen ist. Also Agrarwissenschaftler. Ja, genau. Und hat dazu promoviert dann, ist in Gießen sehr aktiv, wo man schon denkt, ah, Gießen, Veterinär, Uni Gießen.

Das sind nämlich die Leute. Aber er ist kein Tierarzt. Er ist kein Tierarzt, aber ich wurde von solchen Leuten unterrichtet während meines Studiums, ohne zu kapieren, dass das überhaupt kein Tierarzt, sondern ein Agrarier ist. Also die werden da benutzt, um uns zu tun. Aber nicht er hat dich unterrichtet.

Er jetzt persönlich nicht, aber andere genau die gleiche Stilrichtung. Und er hat beim Bundesverband Praktizierender Tierärztes, das ist der größte Tierärzteverband in Deutschland, hat der oft sozusagen wie ein Tierarzt geredet, immer zum Thema Schwein. Der ist ja totaler Schweineexperte und ich war bei einem seiner Vorträge dabei, da habe ich erst kapiert, dass der gar kein Tierarzt ist.

Neben mir saß Niedersachsens Landestierschutzbeauftragte Michaela Demrich und der hat so schlimm diesen Vortrag gehalten. Und dann haben wir später Fragen gestellt und wir sind einige Zeit später rausgeschickt worden. Obwohl das unser Verband ist, wo wir Mitglied sind, wurde der geschützt und hat einen Nonsens erzählt, dass Schweine sich im Kastenstand wohlfühlen, dass Sauen draußen gar nicht gehalten werden sollen.

Das ist ein absoluter Verteidiger der intensiven tierquälerischen Massentierhaltung und tritt dann so auf, als wolle er neutral Tiere und Tierleid beurteilen. Völlig absurd. Also er saß ja neben mir und ich hatte ja vorher von ihm den Satz gelesen, dass er, wenn er es einschränken dürfte, würde er gesetzlich verbieten, dass Sauen in Freilandhaltung erinnern.

Und da denkst du schön, alles klar, da ist jemand, hat als Kind sehr nah an der Wand geschaukelt. Weil das ist ja wirklich etwas, wo du sagst, okay, das ist ja Wahnsinn. Und dann hat er dann erzählt und interessant war, dass er, also erst mal, wenn mich die AfD als, Experte lädt, frage ich mich schon mal sehr schnell, was ist bei mir schief gelaufen? Dass die glauben, dass ich da hinkomme.

Dann dahin zu gehen, bei einer faschistischen Partei dahin zu gehen, finde ich es auch schon mal eine Aussage. Würde ich nicht tun. Egal zu welchem guten Zweck. Ich wäre nicht an Bord gewesen. Und dann sitzt er da und erzählt ganz ernsthaft, er könnte aufgrund von Studien wissenschaftlich belegen, dass je höher ein Tierwohl zertifiziert ist bei der Schweinehaltung, je schlechter wäre das für die Tiere.

Und alle im Raum sitzen da und denken, Alter, was ist mit ihm? Jetzt war aber diese Anhörung ja so angelegt, dass jeder seinen Redepart hat und man fängt nicht diskutieren an. Ich habe mich auch brav daran gehalten, weil ich ja möchte, dass ich auch relativ regelmäßig dahin kann. Und da fange ich nicht direkt am ersten Mal an und randaliere, was das Zeug hält.

Aber es ist natürlich sehr zynisch, wenn so jemand von Tierwohl redet und wenn er mal erzählt. Also er würde mit den Tieren da auf Augenhöhe in den Stallungen sitzen. Ganz ehrlich, die Kasten, die ich gesehen habe, da hätte ich mit dem Schwein nicht reingepasst. Passt das Schwein ja schon selbst nicht reingepasst. Passt das Schwein schon kaum noch rein. Und dann sitzt aber hier ein Blöd daneben.

Und er behauptet einfach, und das ist dreist, und das ist wirklich dreist, dass er wissenschaftlich behaupten, belegen könnte, wie schlecht eine Freilandhaltung für ein Schwein wäre. Und das ist schon hart. Und ich finde, spätestens... Ich weiß, wie es geht. Ich habe das ja all die Jahre miterlebt immer und habe ja deshalb Magengeschwüre bald bekommen und habe das ja dann irgendwann noch niedergeschrieben.

Ich kenne diese ganze Argumentation seit Jahrzehnten. Aber das Wort Tierwohl, und das habe ich ja auch da gesagt, ich finde es hier sehr zynisch, wenn wir das Wort Tierwohl verwechseln mit Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Interessen. Das wird ja hier einfach verwechselt an der Stelle. Und die verwechseln es ja nicht zufällig. Und genau so ist das, und das finde ich immer so spannend, da sitzt eine junge Frau, ich glaube Frau Kemmer hieß die, weiß ich gar nicht mehr genau, Frau Kemmer.

Hammer. Hammer. Sie ist der Hammer. Und mit ihr habe ich vorher geplaudert. Kommt eine ganz kluge, sehr nette Frau um die Ecke. Du redest mit ihr völlig normal. Und dann, ich kannte die ja alle, die stellt sich raus, die spricht also für den Rinder und Schweineverband. Aber die spricht nicht für die Rinder und die Schweine, sondern für die, die da Geld mitverdienen.

Und du denkst die ganze Zeit, sag mal, wenn du nach Hause kommst, was erzählst du eigentlich deinen Kindern, was du heute gemacht hast? Also sagst zu deinen Kindern und ich habe heute aktiv dazu beigetragen, dass es Tieren schlecht geht. Und sie sagt ja dann wirklich so Sachen wie, ja, der Transport von Tieren ist eigentlich gar nicht das Problem und so und es wäre alles.

Und ich finde das wirklich krass. Und jetzt haben wir wieder das Wort Experte. Dass eigentlich eine Partei für sich selber entscheidet, wer ist hier der Experte und wo ist eigentlich diese. Expertise. Und dass aber der Hesse da sitzt und einfach Geld an Schweineproduktion verdient, wird ja im Grunde, interessiert ja da überhaupt keinen mehr.

Und das finde ich schon derb. Und wenn du so eine Anhörung siehst, und jetzt bist du ja eine Million Mal tiefer drin als ich und kannst die Dinge ja viel besser einschätzen als ich, wie hältst du das aus? Ich war da leider nicht dabei. Ich war bei der, davor das letzte Mal dabei, als noch die Ampel das, die große Novelle vorgestellt hat.

Und ich kenne das genau, wenn man oben sitzt und so da runter guckt und so weiter. Und du hast schon etwas getan, Wirklich, du hast dich sehr weit rausgelehnt. Ich fand das total gut, dass du mal selber was gesagt hast, weil eigentlich jedes Wort dort ist von vornherein schon abgeklärt. Klar. Ja, und das finde ich auch nicht in Ordnung bei solchen Anhörungen.

Eigentlich ist das alles nur so ein Schauspiel. Und wenn du da weiter dabei bist, das ist wahrscheinlich das Größte, was man für den Tierschutz überhaupt nicht machen kann, weil du vielleicht es schaffst, dass die Leute mal auf diesen Betrug gucken. Weil der nächste war ja von der CDU, CDU, CSU, das war der Dr. Palzer.

Der Dr. Palzer ist ein Tierarzt, der meint, dass es völlig in Ordnung ist, dass Schweine Hormone gespritzt kriegen aus Pferdeblut, weil Larkosen kriegen, wenn ihnen die Hoden abgeschnitten werden, dass ein ganz schlimmer Tierarzt, der eine Schweinepraxis hat, mega Geld damit verdient. Ich glaube, der macht zum Beispiel so Sachen, dass er selber dieses Zink nicht kauft, aber er kriegt dann Anteile dafür, wenn die Bauern das kaufen, weil sie Antibiotika sparen und so weiter.

Ganz schlimm, völlig gegen Tierschutz. Ich kann das auch nur deshalb sagen, weil ich ihn aus einer Vorstandssitzung vom BPT kenne. Ganz schlimm, persönlich schlimm, tierverachtend. Da geht es nur um sich selbst. In der EU unterwegs mittlerweile, in der EU weit. Und das sind die, die uns Tierärzte nach außen repräsentieren.

Und das ist skandalös. Und diese Leute müssen weg. Die können wir auch nicht ändern. Und das sage ich die ganze Zeit. Und man wird wahnsinnig. Und das ist gut, wenn Leute wie du anfangen, da reinzuschnuppern. Und diese fälligen Absurditäten, die weiterhin geduldet werden, dass wir die öffentlich machen. Aber weißt du, weil ich auf so kleinem Wege immer schon so lustig und absurd finde, dass der Palzer kommt vor dieser Anhörung zu mir und sagt, Herr Rütter, das ist ganz toll, was Sie machen. Ich habe auch einen Hund aus dem Tierschutz.

Das ist wirklich ganz, ganz toll, was Sie da machen. Ich kannte den natürlich nicht. Denke, der ist hier vom Tierherzverband, der will schon wissen, was er redet. Dann holt der Luft und erzählt und du sitzt daneben und dem fällt die Kinnahne runter und sagst, Moment mal eben, das ist der gleiche, der mir gerade erzählt hat, der hat einen Hund aus dem Tierschutz und toll, wie ich mich engagiere.

Nach dieser Anhörung, der AfD-Politiker auch Name verdrängt, sehr gut ist das, dass mein Gehirn das nicht so vollmüllt, kommt dann am Ende und sagt, sie machen aber wirklich eine ganz tolle Arbeit. Du denkst, das ist ja sehr gut. Ja, so funktionieren die. Das ist doch völlig absurd. Weil die wissen, dass normale Menschen so funktionieren und die Politiker funktionieren so.

Aber der Palzer muss doch wissen, dass ich in so einem Moment denke. Der ist nicht ganz knusper im Kopf. Der glaubt doch nicht im Ernst, weil er... Nee, das entspricht ja eigentlich dieser ganz normalisierten, spezifizistischen Weltsicht, dass du das eine Tier hast, was neben dir auf dem Sofa sitzt und das andere, was du nur von Edeka aus der Kühltheke kennst.

Ja, aber man verabschiedet sich aus so einem Gespräch, wo es, finde ich, um sehr harte und relevante Themen geht. Und danach tun die alle so, als wäre das Bautentheater jetzt vorbei. Jetzt können wir wieder normal reden. Genau so. Und das finde ich schon, also wo ich denke, wow. Ja, das ist wahrscheinlich, ja, weil der eine macht das natürlich aus Kalkül und der andere aus persönlicher Überzeugung. Total.

Silvia Breher kommt nach der Diskussion und will mir noch mal kurz erklären, was so die Thesen von Achim Gruber sind. Also die Breher, die vor drei Monaten, als ich die getroffen habe, oder ein paar Monaten, wo ich sie getroffen habe, sich noch mal von ihren Leuten zuflüstern lassen musste, wer der Achim Gruber ist, obwohl sie in der Woche vor getroffen hat.

Und dann glaubt sie, dass so eine gewisse Nähe entsteht, wenn sie mir erzählt, Alter, der Gruber, der macht unter, der, der, der und so. Und was faselt die denn da jetzt? Das ist schon krass. Übrigens auch Professor Gruber, dem wir ja auch mit seiner wissenschaftlichen Arbeit ja auch vieles zu verdanken haben, dass man heute viel besser nachvollziehen kann, was diese Qualzuchten beurteilen. Also ein Reichsprecher, da füllen nicht alle Professoren.

Genau, mir fiel eben noch eins ein, weil ich habe vor 20 Jahren, habe ich nämlich auch an der Uni Gießen gedreht mit einem Prof, zum Thema betäubungslose Ferkelkastrationen. Mit wem? Ja, hieß weiß ich nicht mehr. Professor Hoy. Es war 2005 und ich habe seinen Namen nicht mehr in Erinnerung. Ich weiß noch, wie er da stand, weil das war einer meiner ersten Fernsehbeiträge fürs Wissenschaftsfernsehen. Ich glaube, es war 3SatNano.

Und es war auch für ihn einer der ersten O-Töne, die er so gegeben hat, weil er nämlich zwischendurch hat er sich so an den Kopf gegriffen und hat gesagt, ich habe das doch studiert. Ich muss das doch besser auf den Punkt bringen. Weil diese ganze Absurdität zu sagen, so ein Tier hat in den ersten Tagen kein Schmerzempfinden, das wollte der so rüberbringen, dass es einerseits fachlich kompetent klingt, aber eben auch bei jedem ankommt.

Dass es nicht so ist. Genau, der hat das so massiv angeklagt, was da stattfindet und wie so einem Ferkel jede Empfindsamkeit aberkannt wird. Und hat das zum Glück eben auch mit Studien untermauern können und mit den Erfahrungen, die er selber gemacht hat. Nach dem, was du sagst und nach dem, was wir ja sowieso über die tiermedizinische Ausbildung wissen, hat er bestimmt auch da viel Gegenwind gehabt.

Aber ich habe diese Leute auch an den Unis immer wieder getroffen. Aber es ist im Grunde, ich glaube, man muss das so einmal sehen. Einmal, es ist ein strukturelles Problem, was Kirsten anspricht. Und das ist, glaube ich, völlig unstrittig. Und das haben wir auch mit Karim Montasser, als wir gesessen haben, auch ja, genau so wahrgenommen, dass sich auch da nichts Gravierendes geändert hat.

Das fängt ja an mit diesen Praktika an den Schlachthöfen. Genau. Wobei, da bin ich ja dafür. Da sage ich ja, ich bin ja froh, wenn die Leute reinkommen, wir müssen völlig anders damit umgehen. Für mich war das, ich bin wie eine Kriegsversehrte. Meine sechs Wochen Schlachthof-Praktikum in Bochum. Wie kriegsversehrt.

Hat mich aber... Also weil es einfach traumatisch ist. Völlig traumatisch. Ich habe jeden Nachmittagabend geheult. Ich habe so geheult, ich konnte mich überhaupt nicht mehr ankriegen. Ich habe so schlimme Szenen gesehen und es gab keine Möglichkeit, sie zu verarbeiten. Und ich sage immer, und die Kollegen saßen da und haben Wurstsemmeln gegessen.

Schrecklich, schrecklich, schrecklich. Machte mich aber dann irgendwann auch so hart, nicht für Tierleid, sondern im Gegenteil für Menschen, die absurd handeln. Genau, also es kennenzulernen, um es beurteilen zu können, finde ich immer erstmal gut. Aber eben, dass man da als junger Tierarzt oder angehende Tierärztin schon eingetrichtert hat, kriegt jetzt aber hier eine Schnauze.

Da soll man ja abgeschliffen werden. Das ist so desensibilisiert. Das ist der ganz große, wichtige Desensibilisierungsschritt für Leiden von Tieren. Nicht hinschauen, ignorieren. Aber eben, also die Wahrheit ist ja nun mal, es gibt ein strukturelles Problem. So jetzt so not all men, ja, nicht alle Männer, aber immer Männer.

Also wissen wir alle, dass wir ein riesen Männerproblem beim Thema Gewalt haben. Das kann man ja überhaupt nicht in Frage stellen. Ich fühle mich auch nicht getriggert, wenn das so in den Raum gehauen wird, weil ich... Das einfach nur unterschreiben möchte. Und genauso ist es ja, wir werden immer einen Professor und eine Professorin finden, die nicht nur eitelkeitsgetrieben ist, sondern die sehr profunde die Sachen herantreibt.

Aber was mich da im Bundestag kirre macht, ist, dass ich da auf Leute treffe, wo ich denke, sorry for that, keinen von denen hätte ich jemals eingestellt. Hätte überhaupt gar nicht mich eine Sekunde und auch gar nicht, weil sie... Auch Leute, mit denen ich sogar politisch mitgehen könnte, wo ich sagen würde, wir sind gar nicht eingestellt, weil sie unterschiedlicher Meinung sind.

Ich kann sehr wohl differenzieren, da tickt jemand anders als ich, aber wow. Meinst du jetzt die Politikerin? Ja, die Politikerin, die ich da treffe. Und auch da ist der rote Faden. Ich habe für mich erlebt in den letzten Jahren, ganz klassisch, je jünger und weiblicher sie sind, je klüger sie sind, je klüger sie sind, die ich auch treffe. Und je älter, je männlicher.

Es ist wirklich krass, dass die Politiker, die ich in meinem Alter und älter da treffe, wo ich denke, alter Schwede, was ist da los? Und teilweise richtig dumm. Der Ausschussvorsitzende ist von der CDU, der Hermann Färber. Mit dem kann man reden. Ist ein Mann, der kann mit allen reden. So, selber hält der, hat eine Initiative Strohschweine, propagiert, dass sie gut die Schweine halten und verteidigt die konventionelle Haltungsstufe 1 und 2.

Da sage ich ihm, warum machen sie sich selber das Leben schwer? Warum propagieren sie nicht das für gut, was sie ja selber leben und schützen die Bösen und verhindern damit, dass es denen, die es auch gut machen, besser geht? Völlig absurd. Die kapiert es nicht. Aber da war das, ich sehe hier Leute lachen.

Da kann man ja auch so eine Gäste geplaudern. Bitte? Und Johanna, die mit hier im Raum ist, bei uns adoptieren, produzieren macht und viele andere sehr schlaue Sachen macht, ist sozusagen diejenige, die so im Thema, wie funktionieren Strukturen in der Politik, am tiefsten drin steckt, aufgrund ihres Studiums und so weiter.

Und wenn wir also irgendwo hingehen und Termine machen, dann bereitet sie mich darauf vor und sagt, also du triffst heute Herrn Färber, das und das und das ist seine Vita und ich bin dann gebrieft und weiß zumindest mit wem habe ich zu tun und wofür steht er und wofür nicht. Und weil wir uns von Anfang an gesagt haben, außer mit der AfD, reden wir mit allen politischen Richtungen.

Und sehr bewusst trete ich in keine Partei ein, weil ich sagen möchte, ich möchte auch sagen dürfen, das, was der Grüne da jetzt erzählt hat, finde ich blöd. Und das, was der von der CDU gesagt hat, finde ich schlau, obwohl mein Herz vielleicht politisch ganz woanders schlägt. Ich möchte da wirklich frei bleiben und so. Und das ist schwierig genug für mich.

So, und in Folge dessen reden wir halt mit mehreren. Und wir haben mal mit Herrn Bottke gesprochen von der FDP. Ganz schlimm. Wir haben hinterher, habe ich gedacht, okay, es kann nur versteckte Kamera gewesen sein. War es aber nicht. Aber was das Interessante war bei Bottke und bei Färber, dass wir einen Termin gemacht haben und beide haben auf mich eingeschwallert mit ihren Themen und haben bis zuletzt gar nicht gefragt, warum sind sie eigentlich hier?

Also, wir machen noch ein Foto für die Oma und die Kinder, aber kein einziges Mal kam die Frage, Was wollten sie denn eigentlich? Also wo haben wir jetzt einen Termin gemacht? Und ich kann dann sehr schnell so einen Humor entwickeln, weil ich natürlich meistens sitzen dann Johanna, Julius und Reinhard hinter denen.

Und dann sehe ich, wie die sich da wirklich stark zusammennehmen müssen, da nicht in lautes Gegröle auszubrechen, weil du mit Leuten zu tun hast, die absolut gewöhnt sind, gar kein Interesse zu entwickeln, was der andere gerade hat. Und wir kamen zu einem völlig anderen Thema dahin. Und nach drei Minuten ist mir klar, alles klar, der schwallert mich jetzt zu mit irgendwas mit Schweinen.

Und warum das alles, ach, was die Grünen da wollen, ja, alles Quatsch. Und das ist doch Blödsinn, das ist Blödsinn. Und ich denke immer, das habe ich bei Bottger extrem gedacht. Sag mal, weiß der mir, also hat der eine Idee? Metzger, ne? Hat der eine Idee, wer ich bin? Und da denkst du, warte mal eben, der versteht das gar nicht.

Und dann lasse ich die auch schwallern. Dann lasse ich die auch schwallern. Dann kippe ich noch ein bisschen Öl ins Feuer. Lass den weiter schwallern. Ist für mich hinterher eine schöne Geschichte mit meinen Enkeln. Aber ich weiß, nach drei Minuten, das Gespräch ist tot. Du kannst mit solchen Leuten nichts verändern, weil das in deren Denkstruktur nicht möglich ist.

Und das ist für mich immer, da gehe ich auch wirklich gerne raus und klopfe ein kleines bisschen selber auf die Schulter und sage, Martin, das ist eigentlich ganz schön, dass du mit 55 das aushältst und eine gewisse Offenheit behältst, selber Dinge bei dir zu hinterfragen und die zu verändern. Und das ist da eben nicht mehr der Fall. Und das ist, warum ich finde, dass wir so politische Systeme auch grundlegend hinterfragen müssen.

Also ist das richtig, dass ein 70-jähriger Mensch Kanzler ist? Oder wie auch immer, dass wir in solche Strukturen auch rein müssen. Und das fand ich, und damit will ich jetzt aufhören mit dem Monolog, eigentlich bei dem Wald-Timmy ganz schön, dass du an jeder Stelle versucht hast, das von dem Fall-Timmy rauszulösen und zu sagen, lass mal über Tierschutz reden, lass mal über Tierversuche reden, lass mal über Pelzkragen und Fischbrötchen fressen reden.

Und ich finde, dass du damit sehr viel bewegt hast. Und ich freue mich, dass du, und das ist so einer meiner Tipps des Tages, dadurch natürlich eine signifikante Reichweite bekommen hast. Also viel mehr in die Öffentlichkeit gekommen bist und ich bin mir sicher, dass du noch zu anderen Themen in Zukunft gehört werden wirst.

Und ich finde auch schön, dass von ursprünglich 2000 Vollern du jetzt bei 70.000 bist. Ach, das wurde mir erzählt. Ich kann mit der Wertung nichts und mit dieser Währung nichts machen. Naja, aber der Zuwachs ist ja... Aber sie rafft das ja immer nicht. Wenn ich ihr bei Insta schreibe, antwortet mir glaube ich Tim, oder wie heißt er? Ja genau, der Tim macht das.

Ganz toll, der macht das alles nur so für lau und nur aus Überzeugung und der hat Spaß an so Zahlen. Ich denke nur, es gibt ja andere, die haben 7 Millionen, was sind da 70.000? Aber das sind dann Musiker oder so. Aber witzig, dass du dich direkt zu den 7 Millionen vergleichst, finde ich gut. Fink big.

Nein, also deshalb glaube ich, dass der Wald Timmy für keine Ahnung, wie stark das Tier gelitten hat, aber insgesamt war es glaube ich... Nichts gegen die Kuh, die in Libanon transportiert wird. Nichts. Nichts im Verhältnis. Also wirklich. Ich meine gar nicht auf den Transport bezogen, sondern insgesamt.

Ja, dass er da fest lag, bestimmt, da wurde er mal mutloser, das glaube ich schon. Aber auf der Bad schreit man wirklich von Tag zu Tag den Eindruck. Ich glaube, dass insgesamt für den Tierschutz und die Diskussion eher hilfreich war, so plötzlich es anhört. Ja, danke auch, dass ich jetzt natürlich mit dir darüber, mit euch darüber reden darf.

Auch wieder, weil natürlich du auch Leute erreichst, die man ja, wenn man, sagen wir mal, Tierschutz irgendwo draufstehen hat, eigentlich erst mal gar nicht erreicht. Ja, und bei dir ist das anders. Okay, Leute, dann. Ich habe Tipps dabei. Katharina, hast du auch einen Tipp dabei? Ich muss mir noch einen aus den Fingern sagen. Ist ja nicht schlimm, muss man auch nicht jedes Mal so machen.

Habe ich ja auch schon mal umgekehrt so gehabt. Also ich habe zwei, drei Tipps. Einmal möchte ich nochmal, werden wir das Buch von der Kirsten nochmal verlinken und auf das Buch hinweisen, was sehr lesenswert und sehr wichtig ist. Dann werden wir natürlich deinen Instagram-Account nochmal verlinken. Und dann hatte ich gestern ein total schönes Erlebnis. Und zwar war ich gestern in Duisburg.

Das fließt sich doch schon fast aus, aber okay. Nee, hey, hey, meine Heimat. Ja, ich komme da auch ursprünglich. Und ich hatte ein tolles Erlebnis und zwar gibt es da so eine Kleinkunstbühne Bora. Passen so, keine Ahnung, gefühlt 180, 200 Leute rein, vielleicht sind auch mehr oder weniger. Ist in so einem Keller, richtig, ich liebe ja kleine Bühne, Nähe.

Du hörst hier den Zuschauer atmen und so. Ich liebe das wirklich sehr. Und da ist aufgetreten Luisa Charlotte Schulz. Junge Comedian, den Instagram-Account werden wir auch verlinken, macht sehr lustige, Ruhrpott-angehauchte Videos, macht aus Adele-Liedern, wie wäre das in Ruhrpott. Ah, die habe ich schon gesehen.

Ein unglaublich talentierter Mensch, guter Gesang, sehr stark auf der Bühne, sehr präsent, traut sich was. Rotzt auch wirklich Dinge raus, wo du einmal so ganz kurz zuckst und danach wird es wieder charmant und lustig. Also eine Eins mit Sternchen und ich kann wirklich sagen, das habe ich ihr gestern auch persönlich gesagt, dass ich glaube, dass ich 20 Jahre lang und ich bin wirklich viel in Theatern und in den letzten 20 Jahren keine Frau auf der Bühne gesehen habe mit diesem Talent im Bereich Comedy und Unterhaltung über Worte.

Also ich habe wirklich da gesessen und gedacht, krass, die ist 35, glaube ich, so um den Dreh. Und habe wirklich gedacht, das ist kaum zu glauben, was die alles kann. Und mit welcher Präsenz sie da steht, obwohl die jetzt nicht seit 25 Jahren große Bühnen erobert, stand die da wie ein altes Zirkuspony und hat da einfach die Bühne gerockt.

Und ist auch, da sind wir bei Fehlerkultur, und da hatte sie mich spätestens da. Sie hat ein Lied gesungen und fängt an zu singen und ich merke, die Musik geht weiter, die Musik geht weiter und sie singt nicht. Ich finde, okay, ist vielleicht ein Teil des Konzepts. Und dann fängt sie an zu lachen und sagt, ey, wir fangen nochmal neu an. Wie ging das nochmal weiter da an der Stelle?

Und ich weiß, wenn man siehst, das war Show 5 ihrer Tournee und ich weiß, dass das am Anfang passieren darf. Und sie ist so charmant und klug und ehrlich damit umgegangen. Also total sehenswert. Ich möchte also den empfehlen, da auf die Tournee zu gehen, Luisa Charlotte Schulz und auf ein Instagram-Profil, weil das wirklich extrem sehenswert ist.

Also zwei richtig gute Stunden da gehabt. Super. Mir fällt jetzt doch ein kleines Update ein. Und zwar hatte ich letzte Woche eine Petition empfohlen gegen die Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes. In der Zwischenzeit hat es die zweite Lesung gegeben im Bundestag. Und da wurde diese Petition zum Thema gemacht. Der Mensch, der sie gestartet hat, saß auf der Tribüne, wurde auch nochmal angesprochen.

Und da konnte man sehen, dass sowas nicht verpufft. Und es ist allerdings immer noch nicht sinnlos, diese Petitionen zu unterschreiben, weil das Ding natürlich nicht gegessen ist. Also das geht jetzt weiter. Und wer verhindern möchte, dass es eben jetzt plötzlich keine Rampen mehr geben muss, dass Leute keine Assistenz mehr bekommen, die sie eigentlich bräuchten, dass Kinder am Schulbetrieb nicht mehr teilnehmen können, weil sie eine bestimmte Form von Unterstützung brauchen, dem sei nochmal diese Petition empfohlen.

Wir packen sie nochmal in die Shownotes. Und jetzt kommst du. Ich bin wieder voll in Panik, weil ich wieder nicht vorbereitet bin, aber ich greife das jetzt gerade auf. Das ist für mich eine Steilvorlage. Wir haben am 2. Februar eine Petition, die sehr gut und klar formuliert ist mit Deutschen Tierschutzbund, mit Kommentator des Deutschen Tierschutzgesetzes etc.

Reingereicht, dass es kein Tierversuchsgesetz geben darf. Seitdem wird diese Petition nicht bearbeitet. Mit Pseudofragen halten die uns auf. Also Zweiter Firma, man kann mal gucken nach dem zweiten Spielraum. Man muss einmal ganz kurz erklären, dass der Gedanke, wenn man ein Tierversuchsgesetz macht, dass man im Prinzip das Tierschutzgesetz aushebeln will und sagt, naja, für die Tiere, die in den Tierversuch gehen, das sind dann gefühlt Tiere zweiter Klasse. Da gilt das dann alles so nicht mehr. Genau.

Und das gilt es natürlich zu verhindern. Genau. Und deshalb, dafür haben wir eine Bundestagspetition gestartet und nach meinem Eindruck wird die verhindert. Die wird nämlich nicht freigegeben. Und deshalb ein Tipp, guckt mal, Bundestagspetitionen Tierversuchsgesetz, wenn die irgendwann kommen sollte, wir sind der Meinung, sie wird verhindert.

Einfach mal ausschalten. Und den zweiten Tipp, den ich jetzt einfach nochmal aufkaufe, kauft keine Klamotten, wo ihr denkt, da ist künstlicher Pelz an den Kapuzen. Weil heutzutage ist es eher so, dass man echten Pelz als künstlichen verkauft und behauptet, das sei gar nicht echt. Aber es kann echt sein.

Immer erst prüfen. Weil echt Pelz inzwischen preiswerter ist als ein guter Kunstpelz. Wahnsinn, ne? Ja, verrückt. Die Welt hat sich 180 Grad an der Stelle gedreht. Dann, ich gehe nicht davon aus, dass du liedermäßig vorbereitet bist. Warum nicht? Doch, doch. So, zack. Es gibt, jemand hat ein Lied, oh wie heißt das, Hope.

Wir nennen dich Hope oder so. Gibt es ganz neu ein Lied, wer nennt dich Hope? Ich habe es geprüft bei Alexa, ist sofort drauf angesprungen, wir nennen dich Hope. Man sieht so den Wal, also nicht Hope selber, andere ganz schön gesungen, melodisch bitte das reinstellen. Also im Grunde ist es ja ähnlich meiner Idee.

Ich wollte ja einen Ballermann-Song machen, wo der Refrain ist. Timi, der Wal will nach Arenal. Und er hätte dann in dem Lied dann behauptet, der wollte eigentlich nur mal in Urlaub schwimmen und hätte da irgendwie eine gute Party am Ballermann verpasst. Und ich warte ja darauf. Das wird jetzt wahrscheinlich irgendwie eine KI eingeben.

Und nächstes Mal können wir das Und mein Problem ist ja immer, bei Tierleid habe ich immer keinen Humor. Deshalb komme ich immer auf so lustige Ideen nicht und bin aber total schnell zum Schmelzen zu bringen, wenn es irgendwie lieb ist. Ich hätte das ganz interessant gefunden tatsächlich, wenn das jemand macht, weil ich glaube, dass es zum einen in jedem Fall Erfolg gehabt hätte, aber zum anderen hätte es natürlich wieder polarisiert im Quadrat, darf man darüber Humor machen.

Und man hätte sich aus meiner Sicht in dem Lied, wie ich es gemacht hätte, nicht über das Leid des Wales lustig gemacht, sondern über die ganze Absurdität drumherum. Okay, ich wie immer in den letzten Wochen und Monaten, lieber Wolfgang Petry, bitte, bitte melde dich bei mir. Und nochmal an die Community, ich höre nicht damit auf. Der arme Mann, der will seinen Ruhestand genießen.

Bitte, bitte schreibt weiter, Wolle Petry, dass ich das Konzert mit ihm veranstalten will und werde auch jetzt gleich ein Lied von Wolle Petry empfehlen. Ich habe eben im Auto gehört Fearless von Pink Floyd. Da habe ich gedacht, das ist für unsere heutige Gästin genau der richtige Soundtrack. Das kann gut sein, weil Pink Floyd hat natürlich ganz mega super tolle Lieder.

Ich muss nur hören und dann werde ich wahrscheinlich sofort sagen, genau, genau, ich weiß nur nie, wie es heißt. Das Lied von Wolle Petri wird heißen, einfach geil. Aus dem Opus, so und so, Werkverzeichnis. Katharina behauptet immer, dass die Lieder, die ich hier von Wolle Petri auf die Liste setze, dass es die gar nicht gibt.

Das lässt du dir immer von der KI ausspucken und das könnte zwar gut ein Wolle Petri Lied sein. Gut, Kirsten, vielen, vielen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast und du bist ja extra mit dem Zug hierher gekommen, weil wir gesagt haben, wir möchten dieses Gespräch nicht digital machen, sondern wir möchten hier bei uns in Hürth voreinandersetzen. Ich glaube, das hat sich gelohnt.

Und ja. Legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin. Ich bin heute die Erste. Ich danke euch sehr, sehr dafür, dass ihr das so zum Thema macht auch und ich weiß, ich sage es immer wieder, du bist aus meiner Sicht einer der überhaupt wichtigsten Tierschützer mindestens in Deutschland, und bitte lass dich nicht beirren und bitte mach das weiter. Ich finde das ganz toll.

Das gleiche wollte ich eigentlich zu dir sagen. Passt du aber auch gut auf, wollte ich auch noch sagen, weil ich habe mir vorgestellt, wie unfassbar anstrengend jetzt diese letzten Tage für dich gewesen sein müssen. Und das ist ja auch für jeden Menschen, sei er noch so furchtlos und stark, irgendwann noch mal zu viel sein kann.

Aber das ist tatsächlich, ich habe mir ein ähnliches Bauchgefühl. Das waren ja auch die WhatsAppen, die ich dir geschrieben habe, wo ich gesagt habe, ey, jetzt mal auch mal durchschnaufen und sollen wir den Podcast jetzt so zeitnah machen? Wir können auch warten und so weiter. Aber das ist etwas, was wirklich, ich meine, in deinem Beruf sowieso als Tierärztin ja ein Thema ist, dass man auch so auf die eigene Gesundheit ein bisschen aufpassen muss. Das stimmt, ja.

Aber wenn ich bei meinen Pferdchen bin, geht es mir schnell wieder gut. Ich muss nur im Moment mal ein bisschen schlafen. Also der Schlafmangel war schon krass. Aber der Rest, wie gesagt, ich mag ja Konfrontation. Ist ja durchaus mein Ding. Ach und ich glaube auch, wenn man die Möglichkeit hat, an so einem Projekt teilzunehmen, dann hat man doch auch Bock drauf.

Jeder, egal, vom Feuerwehrschlauchhalter bis zur Bedienung im Hotel, bis zum, ich glaube, obersten Feuerwehrmann DLRG. Alle haben eins gesagt, das ist das Intensivste, was wir je im Leben gemacht haben. Total crazy, irre und verrückt durch alles zusammengenommen und keiner wird das je vergessen. Nie.

Vielen Dank, dass du da warst. Dankeschön. Legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin. Ich lege mich wieder hin. Ich lege mich wieder hin. Das ist schon ein Schicksalwort.

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