
Tierisch Menschlich· Folge 13
013: Meeresungeheuer, Horrorwölfe und blinde Dackel
Donnerstag, 21. Mai 2026 · 57 min
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Shownotes
Martin und Katharina sprechen über das traurige Ende von Timmy und über blinde Dackelwelpen, die vor dem Tierheim Bergheim ausgesetzt wurden – Opfer eines fragwürdigen „Schönheitstrends“. Außerdem geht’s um echte Meeresungeheuer, japanische Monsterwölfe im Kampf gegen Bären und die Frage, warum unkastrierte Rüden und Hündinnen besser getrennt bleiben sollten. Dazu: Deutschlands Krähengrenze, Neues von Trudis Ententraining und im Rasseportrait die FCI-Nr. 371.
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Und jetzt hat man sich dort den Monsterwolf ausgedacht. Es ist ein Roboter, der sieht erstmal aus wie von einer sehr, sehr schlechten Geisterbahn irgendwie so abgekauft. Bei meinen Erbsnieren hat natürlich jetzt die Fragen, wie breit ist diese Zone? Warum hat so eine Krähe nicht Lust zu sagen, ich fliege mal zu den anderen Krähen?
Herzlich Willkommen zu tierisch-menschlich, dem Podcast mit Wissenschaftsjournalistin Katharina Adig und Hundeprofi Martin Rüttern. Guten Abend. Guten Abend. So, es ist folgender Tag, Samstag, glaube ich, ne? Ja. Samstag. Und wir haben es erfahren. Also ich meine, es wird Donnerstag ausgestrahlt, aber wir haben es heute am Samstag erfahren.
Traurige Nachrichten. Der Wal, der da gefunden wurde vor der Küste der dänischen Insel Anhold, heißt sie, glaube ich, ist tatsächlich Timmy. Laut Tagesschau. Also da habe ich es gelesen, da habe ich es gelesen. Ja, ich glaube, ich habe auch noch so... Ich habe auch noch was gesehen, ein Interview mit einer der Tierärztinnen, die vor Ort gewesen sind, glaube ich.
Und ja, ich glaube, ich weiß gar nicht, meinst du, du sagst es so, als wärst du noch unsicher, ob es so ist. Also warum glaubst du, dass man das jetzt, meinst du, man müsste das noch hinterfragen? Ich war jetzt eigentlich davon ausgegangen, dass das Fakt ist, zumal ja auch dieser Sender jetzt offenbar gefunden wurde. Ja, nein, nein, ich wollte nur die Quelle nennen.
Ich habe es in der Tagesschau-App gesehen. Also von daher gehe ich auch davon aus, dass es wohl so sein wird. Genau, ich glaube, wir müssen davon ausgehen. Es ist ja auch klar, ich meine, viele Leute werden jetzt, und das sieht man jetzt ja auch schon in den Kommentaren unter den Posts, dass sich da jetzt eine gewisse Häme ausbreitet, was ja erstens sehr unpassend ist und zweitens auch die Leute, die jetzt gedacht haben, vielleicht ist da noch was zu machen, auch gar nicht gegen sich wirken lassen dürfen, weil es ja von Anfang an, alle Beteiligten haben ja gesagt, das ist wahrscheinlich, dass das nicht klappt.
Ich finde, bei der Geschichte dürfen einfach viele verschiedene Sachen gleichzeitig wahr sein. Und ich glaube, man kann auch sehr viele Dinge nicht ausschließen. Man kann nicht ausschließen, dass es geschafft hätte, wenn man vielleicht sogar schon in Niendorf irgendwie sowas gemacht hätte. Man kann aber, finde ich, auch genauso wenig ausschließen, dass vielleicht doch die ein oder andere Einschätzung, was den Zustand des Wahls betrifft, auch nicht ganz falsch war und das doch ein hoffnungsloser Fall gewesen ist und man...
Den vielleicht auch hätte sterben lassen können. Ich weiß es nicht. Ich sage es so, wie es ist. Ich weiß es nicht. Ich glaube, vielleicht ist jetzt auch die Zeit, um so diese ganzen Animositäten auch mal hinten anzustellen, zu bedauern, dass es nochmal so gelaufen ist, wie es gelaufen ist und zu hoffen, dass sich daraus vielleicht so ein bisschen mehr Sensibilität für das Thema ergibt und auch mehr Professionalität, wenn sowas nochmal passieren sollte.
Naja, ich bin ja auch sehr ambivalent. Also zu Anfang hatte ich ja so den Tendenz zu sagen, naja, also entweder so an Tag zwei dachte ich, also völliges Leinengeplapper, ey, dicke Schnur drum, ins Meer ziehen und ab die Fahrt. Dann war ich irgendwann in dem Zustand, wo ich dachte, jetzt lassen wir mal das Tier in Ruhe. Dann war ich in dem Zustand und erst recht, nachdem ich da den engen Kontakt zu Kirsten Tönnies hatte.
Naja, aber es kommt ja auf einen Versuch an und das ist eigentlich das, was ich so sagen will. Ich finde, es kommt immer auf einen Versuch an. Und ich meine, wie oft habe ich im Tierschutz erlebt, dass man um das Leben eines Tieres gekämpft hat und den Kampf im Prinzip verloren hat. Aber trotzdem ist es das irgendwie wert, finde ich.
Und ich finde, der Fall Timmy, und das hat gestern Turnies auch nochmal auf den Punkt gebracht, hat ja zumindest eine Sache bewirkt. Das jetzt der letzte Blöden mal mitgekriegt hat, dass geschätzte 300.000 Wale im Jahr sterben. Und dieses Tier hat ja jetzt eine Aufmerksamkeit erregt nochmal auf das Thema, wie ist der Zustand der Meere, wie sieht es eigentlich mit unserem Fischkonsum aus und so. Und dafür war es dann im Prinzip gut.
Was ich aber nochmal betonen möchte und was ich wirklich zynisch finde und ich weiß, dass das, was ich jetzt sagen werde, wieder zu Hunderten von Nachrichten führt, die ich alle nicht beantworten werde. Ich finde es zynischst im Quadrat, wenn ein paar Minuten nach dem klar ist, dieser Wahl, der da gefunden wurde, ist der Wahl, um den gekämpft wurde.
Robert Mark Lehmann, das Erste, was er in seiner Story postet, die Zahl 0,1 Prozent ist und damit zum Auszubringen, na Leute, wer hatte denn Recht, der liebe kleine Robert. Und das finde ich mal wieder sehr geschmacklos von dem Kollegen. Und ich sage euch gleich, ich beantworte eure Pöbeleien nicht. Und ich habe auch nichts persönlich gegen Robert Mark Lehmann.
Ich finde das aber eben genau eine Sache, die in der Tierschutzbubble allgemein unerträglich ist, dass es so häufig beim Tierschutz um die eigenen persönlichen Animositäten geht, um die persönlichen Eitelkeiten. Und da jetzt im Nachgang zu sagen, na, wer hat es denn von Anfang an gewusst, finde ich wirklich ekelhaft.
Also ich finde, das ist legitim, wenn man das so ins Feld führt, wenn, um jetzt auch die Leute in Schutz zu nehmen, die das jetzt versucht haben und vielleicht auch davon abzu, dass man Leute davon abhält, zu sagen, die haben das irgendwie vielleicht doch verkehrt gemacht Oder vielleicht war es auch falsch, die Hoffnung so hochzuschrauben und, und, und.
Aber wenn es nur darum geht, am Ende selber Recht gehabt zu haben, dann ist es natürlich doch wieder schwierig. Eine Sache, die sich ja doch auch über die ganze Timmy-Geschichte hindurchzieht, dass man dann doch die eigene Person zu sehr in den Mittelpunkt stellt. Genau und das ist ja, als wir unseren Tierschutzverein Adoptieren statt Produzieren gegründet haben, waren wir uns wirklich alle sehr, sehr einig.
Lass uns das bitte nicht so machen. Lass uns mit möglichst vielen Tierschutzvereinen kooperieren. Operieren, lass uns gucken, wer kann wo was dazu beitragen und auch ganz bewusst sagen, hey, da hat jemand eine andere Meinung, vielleicht ist es eine geile Idee. Und das hat jetzt schon ganz gut funktioniert. Inzwischen sind es ja, glaube ich, 70 oder 80 Vereine, die sich jetzt zu so einem Austausch zusammengefunden haben.
Johanna hat jetzt mehrmals in Kooperation mit anderen Tierschützern so ein Online-Meeting gemacht, wo man sich ausgetauscht hat und das muss die Idee im Tierschutz sein und nicht diese klugscheißereide aus der Distanz. Ich finde das echt furchtbar. Und das habe ich jetzt nicht nur bei Waltzimi, sondern das habe ich ja schon tausendmal im Tierschutz erlebt. Dass es nur um die eigenen Eitelkeiten ging.
Ich habe auch ein bisschen Angst vor den Verschwörungserzählungen, die ja zu aufkommen. Ob das wohl dann doch ein Gewaltverbrechen war oder ob ihm dann Leute aufgelockert haben, weißt du, was ich meine? Weil das ja so wild ist, was man jetzt auch schon wieder an Kommentaren lesen kann. Ich gucke lieber woanders hin, wo du gerade Johanna gesagt hast.
Die versucht ja gerade einen kleinen Kater durchzubringen. Hast du das gesehen? Sehr niedlich. Vor vielen, vielen Jahren, da war ich noch klein, da haben wir sowas auch mal gemacht. Du meinst, da warst du noch jung. Ich war auch noch kleiner und die Katze war noch kleiner. Also wir hatten früher ja so einen Rauherdackel und mein Vater war mit dem Rauherdackel zum Tierarzt.
Und der Tierarzt hatte, glaube ich, den Auftrag, dieses wenige Tage alte Katzenbaby einzuschläfern und hatte das aber auch noch ein bisschen vor sich her geschoben und auch überlegt, ob sich da nicht vielleicht doch noch eine andere Möglichkeit entwickeln könnte. Und ich weiß das nicht mehr genau. Ich habe das nicht in Erinnerung, als hätte mein Vater das damals irgendwie abgesprochen. Er hat jedenfalls dann einfach diese Katze mit nach Hause gebracht.
Und wir haben die dann jeden Tag ein paar Mal mit so einer Spritze und Katzenmilch gefüttert. Die musste dann immer in so ein Marmeladenglas getunkt werden mit lauwarmen Wasser, damit man die Verdauung so anregt. Und die hat es dann auch geschafft. Wir waren damals allerdings noch so hundeunerfahren, dass wir unseren Dackel falsch verstanden haben und die ganze Zeit dachten, die will die platt machen.
Und tatsächlich war das, glaube ich, was ganz anderes. Das waren irgendwie so Mutterinstinkte, die die kleine Katze geweckt hat. Und ja, dann haben wir uns jedenfalls schweren Herzens doch von der Katze getrennt. Und das war sehr, sehr, sehr traurig. Und deswegen hoffe ich jetzt sehr, dass dieser kleine Kater durchkommt.
Und dann gab es noch eine Geschichte aus dem Tierschutz, die uns beide letzte Woche umgetrieben hat. Im Tierheim Bergheim ist ein Wurf, man weiß gar nicht, ob der vollständig ist, aber es sind einige Dackelwelpen einfach vor der Tür abgesetzt worden. Dackel, die diesen Merle- oder Merle-Faktor haben. Wir haben im Podcast schon sehr häufig drüber geredet.
Bei dieser Merle-Geschichte gibt es je nach Allel und je nach genetischem Puzzle wohl auch die Möglichkeit. Gesunde Hunde zu züchten. Dafür muss man sich aber sehr, sehr gut auskennen. Man muss sehr, sehr gut testen. Und wir haben immer schon gesagt, das ist das Problem. Diese Modehunde, die diese Färbung haben, also das ist ja das, worum es geht, vielen Leuten gefällt diese Farbgebung, die sich durch diesen Merle-Faktor ergibt.
Das sind häufig so wässrig blaue Augen, das sind aufgehellte Farbschattierungen im Fell, die sehen auch so ein bisschen fleckig auseinandergerissen aus. Irgendwie ist das ein interessanter Look und offenbar etwas, was vielen Leuten so gut gefällt, dass daraus ein regelrechter Hype entstanden ist. Man kann Merle Dackel finden jetzt.
Es gibt die Kombination mit der französischen Bulldogge, was besonders krank ist. Wenn man sich das überlegt, was da alles an genetischen Schäden zusammenkommt. Und gerade wenn die Kreuzung sozusagen Doppelmerle oder Merle ist, das heißt, dass beide Elternteile dieses Gen teilen, kommt es eben häufig zu sehr starken Gendefekten, wie in diesem konkreten Fall.
Also die Dackel sind blind, haben offenbar auch Missbildungen der Augen. Es gibt auch mögliche andere genetische Schäden, die da mit einhergehen können. Was genau bei den Dackeln jetzt vielleicht noch über alles dranhängt, weiß man auch noch nicht ganz genau. Aber das Tierheim fragt sich jetzt... Ob die vielleicht noch irgendwie operativ helfen können. Die Dackel sind auch viel zu früh von der Mutter getrennt worden.
Die sind also noch sehr, sehr jung, sind noch unter der Rotlichtlampe, sodass man vieles auch noch gar nicht so richtig absehen kann. Und ich finde das so perfide. Also erstens finde ich interessant nochmal festzuhalten, diese Hunde kommen eben nicht alle aus dem Ausland, sondern das findet auch in Deutschland statt, wo ein Hype, da auch ein Markt und da auch Leute, die sich eben nicht so verantwortungsvoll damit beschäftigen, die Tiere dann vor ein Tierheim zu packen.
Wenn du damit kommerziell arbeitest und dann diese ganzen gesundheitlichen Schäden, die da dran hängen, die Kosten für die Operation dann dem Tierheim zu überlassen, das finde ich wirklich unterirdisch. Naja, und unterm Strich bleibe ich dabei, funktioniert der Mensch an der Stelle nur über drastische Strafen.
Also es ist ja im Prinzip ziemlich eindeutig, wenn du also einem Tier bewusst Leid zufügst, es ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Und deshalb ist aus meiner Sicht ja im Prinzip schon das Züchten einer französischen Bulldogger, eines Mobses, eines Mörlendackels, für mich ja schon ein Tierschutzverstoß oder ein Verstoß gegen das Gesetz.
Und deshalb muss man, wenn man solche Leute findet, da einfach mit einem ganz großen Knüppel reinhauen und gucken, dass alles Juristische ausgeschöpft wird, was da geht. Unterm Strich interessiert sich nur eben keiner von Staatsseite dafür. Und das erleben wir an vielen Stellen, dass die aktuelle Regierung Tierschutz sogar gravierend verhindert.
Und das ist ja Wahnsinn. Und ich gehe davon aus, dass jetzt auch wieder Leute schreiben werden, die sagen, ja, aber wenn man weiß, was man da tut und so weiter, dann kann man die auch so verpaaren, dass die gesund sind. Das interessiert mich einfach nicht. Das sind die Nachrichten, auf die ich nicht antworten werde.
Weil durch diesen Hype und all das, was damit zusammenhängt, ist ein Risiko geschaffen, das sich realisiert, wie wir es jetzt sehen, wie wir ganz oft sehen. Und wenn man sich dann noch vorstellt, wie viele Hunde eigentlich in Tierhypen rumlaufen, die auch süß sind. Und es gibt kein verdammtes, einziges Scheißargument dafür.
Es gibt kein Argument dafür. Es gibt ja nur einer und denkt, ich bin hier Frankenstein. Und macht da Experimente, die im Zweifel auf Kosten von Tieren negative Folgen haben. Und deshalb gibt es für mich kein Argument. Es gibt ja keinen Vorteil dadurch zu sagen, ich gucke mal irgendwie, dass ich einen Mörldackel züchte.
Das ist völlig bescheuert einfach. Ja, das war das. Dieser Posting-Text vom Tierheim Bergheim, der fing auch irgendwie an, bitte schreib nicht, oh wie süß. Denkt das noch nicht mal, weil diese beiden Hunde sind eben nicht niedlich, sondern bemitleidenswert und das traurige Ergebnis dieses aktuellen Modetrends.
Okay, genug davon. Was wir auf jeden Fall schon mal in die Shownotes packen, ist ein Paperlink für das Tierheim Bergheim, weil natürlich ist da jetzt nicht nur für diese Tiere, sondern für alle anderen auch jeder Euro gut aufgehoben. Absolut. Ich habe letzte Woche noch was Kurioses gelesen, aber ich würde fast sagen, was hast du denn so erlebt?
Ich will dich jetzt nicht so voll schwallen. Ich monologisiere auch zu stark. Ich schweile mich gerne voll. Ja, wieso? Ach, ich bin in so einem leichten Döse-Modus. Ah, dann kommt die Geschichte jetzt gerade richtig, glaube ich. Ich mache so ein kleines bisschen die Augen dabei zu. Ja. Nein, tatsächlich ist es so, dass ich jetzt, also das ist wirklich kein Witz jetzt, dass ich in den letzten Tagen...
Sehr, sehr wenig geschlafen habe und hatte so Freizeitstress quasi. Infolgedessen habe ich jetzt auch im ersten Schritt gar nichts Spannendes zu erzählen. Okay, also es kann sein, dass es jetzt eine sehr spitze Zielgruppe betrifft und nachdem ich in den letzten Folgen schon öfter mal über Kopffüßler gesprochen habe, habe ich mich irgendwie in so einem Rabbit Hole verloren, was diese Tiere betrifft.
Und jetzt gibt es aber auch noch eine sehr interessante neue Erkenntnis und zwar Ich weiß nicht, ob du solche Abbildungen schon mal gesehen hast, so Seeschiffe irgendwie aus dem 17. Und 18. Jahrhundert, als diese große Entdeckungsreisen losgingen, also im Grunde der Anfang des Kolonialismus, da waren so Seeungeheuer, die ganze Schiffe verschlungen haben, so Kraken.
Und da hat man sich damals schon gefragt, was haben die damals gesoffen? Oder war es irgendwie eine Quecksilbervergiftung, dass man von solchen Sachen erzählt hat? Oder wollte man einfach nur, wie man das auch von sich selbst kennt, die eigene Arbeit etwas interessanter darstellen, als sie wirklich ist?
Und jetzt hat man vor einigen Jahren schon entdeckt, dass es auch heute noch Riesenkalmare gibt, die in der Tiefsee leben. Wirklich gigantische Viecher. Wir sprechen da von zwölf Metern. Stell dir das mal bitte vor. Zwölf Meter. Die findet man immer mal wieder auch im Magen von Pottwalen, die dann auch tatsächlich so tief tauchen und die schnappen.
Aber die setzen sich auch durchaus zur Wehr. Das sieht man auch an den Pottwalen, dass man da so Abdrücke von denen auch findet. Und jetzt sind ja zwölf Meter schon gigantisch, aber nach aktuellen Forschungsarbeiten hat es vor rund 80 Millionen Jahren Tiere gegeben, die einfach 20 Meter groß waren. Das ist doch unvorstellbar, oder nicht? Unglaublich.
Also die haben sich natürlich trotzdem nicht mit diesen Seefahrern hier, Vasco da Gama und wie sie alle hießen, getroffen. Das war ja dann auch noch immer noch sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel später. Aber wer weiß, vielleicht haben die irgendwie mal ein Fossil gesehen oder so oder ich habe keine Ahnung.
Nein, vielleicht haben die einfach schon mal ein etwas größeres Tier gesehen und daraus sind dann die Geschichtchen entstanden. Ja, es ist wahrscheinlich wieder diese Sache, ich habe einen Fisch gefangen und der war so groß und dann kommt das eben dabei raus. Aber ich weiß nicht, vielleicht ist das auch ein Ding, was mich immer so flasht, aber 20 Meter.
Ja, grundsätzlich finde ich ja, und das ist ja jetzt auch genau die Faszination Timmy gewesen, es hat ja natürlich auch nicht nur mit der Tatsache zu tun, dass es ein Wal ist, sondern es ist einfach grundlegend ein sehr, sehr großes Tier. Und das hat ja immer eine Faszination, finde ich. Also wenn der Hai zwölf Zentimeter lang wäre, der weiße Hai, wo läge die Faszination?
Wenn er wie lang wäre? 12 Zentimeter. Ach so, ja, absolut. Oder kennst du denn den quadratischen Hai auch? Warte mal, ist ja nicht von Helge Schneider. Absolut, das lohnt sich sehr die Geschichte. Nein, aber weißt du, Größe und damit vielleicht so ein bisschen auch Bedrohungsszenarien sind ja immer was besonders Faszinierendes.
Und deshalb glaube ich das schon. Also auch für einen selber ja. Also ich war in Australien ja tauchen vor Hunderten von Jahren und da war das schon sehr beeindruckend, einen Fisch neben sich zu haben, der einfach größer und länger war als man selbst. Gut, das habe ich oft, aber Janni, für dich. Einige davon sind bei mir im Teich. Ja, wenn ich lieb bin, darf ich da ja manchmal drin tauchen. Ja, okay, gut. Dann Themawechsel.
Trudy. Ich habe dir ein Video geschickt und ich frage mich, hast du es eingesendet? Ich wusste es, dass du mir dieses Video nur geschickt hast, um jetzt hier prahlen zu können. Ja, komm. Wie beeindruckt auf einer Skala von 1 bis 10 warst du davon? Hast du sowas überhaupt jemals schon gesehen? Also wollen wir es so sagen.
Erzähl du doch mal die Geschichte aus deiner Perspektive. Und dann erzähle ich die Geschichte mal aus meiner. Pass auf, ich erzähle die Geschichte tatsächlich, und ich habe dir auch das Video geschickt, nicht um anzugeben. Doch. Ja, aber ich habe schon auch gedacht, also gerade so was die ersten Sekunden des Videos betrifft, da hätte ich doch wahrscheinlich schon so drei Sachen anders machen können.
Und insofern bin ich ja doch auch, ich gebe ja immer vor, kritikfähig zu sein. Und diesen Anschein würde ich jetzt auch gerne weiter aufrechterhalten. Das heißt, sollte dir was einfallen, wo du sagst, da ist aber noch Luft nach oben bei Frau Adig und Trudi, dann höre ich mir das auch gerne an. Also Situation wie folgt.
Es ist ja gerade Brut- und Setzzeit und generell ist es ja auch gut, wenn Hunde im Wald nicht komplett freidrehen. Aber das bedeutet für Trudi jetzt insbesondere, dass sie an der Schleppleine unterwegs ist. Und ich weiß nicht, was mit manchen Tieren um diese Jahreszeit los ist, aber bleiben wir erstmal bei den Enten.
Die können doch fliegen, aber warum landen sie dann drei Meter vor uns, um in so einer traurigen Pfütze zu dritt baden zu gehen, wenn doch nebenan auch so ein riesiges Gewässer ist? Ich weiß es nicht, vor allem der Hund zog dann natürlich erstmal massiv an der Schleppleine, der wollte den Enten ganz gerne mal guten Tag sagen.
Und dann habe ich das Tier angesprochen und ihm das Kommandositz gegeben und was soll ich sagen, einfach... Zack, Trudi sitzt. Trudi sitzt und hat auch kein Auge mehr für die Enten. Jein. Wollen wir Jein sagen? Wir können alles sagen. Ich schneide das ja hinterher zusammen. Also, erstmal muss ich wirklich sagen, dass ich es auch total schön fand.
Ich fand das wirklich schön, dass die ja, die hingen ja quasi im Geschirr. Also die war ja quasi sozusagen wie auf einer Fährtensuche mit Tendenz nach vorne und war dann aber wirklich schnell und gut ansprechbar. Das fand ich wirklich richtig gut, weil wir dürfen ja nicht vergessen, dass das Ziel jetzt noch nicht ewig bei dir ist.
Das fand ich wirklich, wirklich und ernsthaft richtig gut. Gut. Aber natürlich... Wollen wir hier einfach aufhören? Nee, Spaß. Alles, was jetzt noch kommt, wird ja sowieso rausgeschnitten. Nein, aber erst mal gar kein Aber. Hunderte Ausrufezeichen. Ich war total beeindruckt und habe gesagt, wow, das geht in die richtige Richtung gerade.
So, jetzt kommt das, was man aber auch noch an dem Video sieht, ist, dass sie, was ich aber völlig verständlich finde und auch überhaupt nicht in irgendeiner Art und Weise korrigierens- oder verbesserungswürdig finde, dass sie nach dem Sitz, also die hat sich, als du sie angesprochen hast, zu dir gedreht, hatte die Enten dann im Rücken, hat sich hingesetzt und hat aber dann natürlich logischerweise ihren Gugu-Gadgetto-Hals so gedreht, dass sie die Enten und dich im Auge hatte.
Und das finde ich zum Beispiel total legitim. Mein Gedanke ist nicht, dass der Hund jetzt alle Sinnesleistungen abschaltet, nur weil er ein Signal bekommt. Also von daher, bis dahin mache ich sofort einen Haken dahinter. Das, was davor ist, da hätte ich anders reagiert oder hätte man gesagt, okay, lass sie doch nicht schon, ich sage mal, einige Schritte und ich weiß nicht wie lang, mit Spannung nach vorne ziehen, wo sie die Enten vor der Nase hat.
Denn auch das ist ja schon etwas, was bei ihr einen gewissen Erregungszustand... Ja, vielleicht. Und wenn es sozusagen einen gewissen Erregungszustand nur fördert, hätte ich da vielleicht schon ein bisschen früher eingegriffen und gesagt, nee, nee, nee, das ist mir jetzt grundsätzlich erstmal ein bisschen zu viel gezerrt an der Schleppleine.
Und der Fokus ist mir zu stark darauf. Weil natürlich logischerweise, je häufiger oder sagen wir mal, je länger du sie hinlässt, je geringer wird ja die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann funktioniert. Und das hätte ich einfach ein bisschen früher unterbunden. Aber auch nicht sanktioniert, ein wichtiger Punkt.
Sondern wirklich so wie du es gemacht hast, die Locken und der was anderes anbieten. Und anderes anbieten ist noch ein wichtiges Thema, finde ich. Das Video endete an der Stelle, wo sie saß und du dann sozusagen näher kamst. Und jetzt hätte ich, weil sie ja ihr Körper und ihr Gehirn sagt, ja jetzt wäre es eigentlich logisch, hinterherzurennen.
Das heißt, eigentlich würde in ihrer Welt eine Dynamik entstehen. Und deshalb hätte ich die Dynamik in die entgegengesetzte Richtung gefördert. Das heißt, weg von der Ente, von mir aus dem Beutel, ins Spielzeug oder mit dir gemeinsam. Nachdem sie eine kurze Belohnung bekommen hat, geht es dynamisch in die andere Richtung, sodass sie ein bisschen Dampf ablassen kann.
Dass sie also merkt, mit dir passiert im Zweifel vielleicht so etwas ähnliches, ähnlich Spannendes, als wäre sie den Enten nachgerannt. Gut, also ich habe das von Nicole auch gelernt. Wir sind ja bei der Martin-Rücher-Schule Düsseldorf ja auch gewesen für ein paar Stunden, dass dann entweder ein Leckerchen fliegt oder...
Der Hirsch, den sie eine Zeit lang ziemlich gut fand, dass das dann eigentlich auch so ein jagliches Spiel ist, aber eben in die andere Richtung und von mir. Ich kann jetzt ehrlich gesagt nicht beschwören, ob ich in der Situation wirklich ein Leckerchen in die andere Richtung geworfen habe. Aber ich habe das zumindest schon in vergleichbaren Situationen getan.
Genau. Also es geht nur darum, dass man einmal irgendwie, finde ich, versteht, dass eine Futterbelohnung aus der Hand in einer Situation, wo der Hund eine gewisse Dynamik erwartet, für manche Hunde nicht reicht. Also es gibt auch Hunde, die sagen, ach ja, geil, dann nehme ich halt den Keks. Aber wenn die Wurst fliegt?
Hilft das in dem Moment. Erst recht bei einem Hund, der so ist wie Trudy. Weißt du, bei Mina hätte gereicht, ah okay, da ist Essbares. Es wäre mir eh zu anstrengend gewesen, hinterher zu laufen. Dann lass uns doch hier den Keks jetzt verschweißen. Aber eigentlich ist es so, wenn ich eine dynamische Handlung unterbreche, dass es klug sein kann, eine Dynamik in eine andere Richtung als Belohnung einzusetzen. Ja.
Ich habe jedenfalls auch mit dieser Schleppleine jetzt ganz gute Erfahrungen gemacht und auch bei Todi registriert, dass die nicht sofort losgeht, sondern dass die meistens erst anzeigt. Und man immer noch so eine Sekunde hat, wo man darauf reagieren kann. Und ich habe das, glaube ich, schon mal erzählt.
Irgendwas ist mit den Mäusen um diese Jahreszeit im Wald los. Ob die dann irgendwie angesoffen sind oder ob da irgendwelche keine Ahnung, irgendwelche vergorenen Wurzelsäfte oder so. Die verstecken sich nicht mehr. Man könnte die einfach so pflücken. und. Das ist natürlich schon was, was Trudi dann auch interessiert und da tut diese Schleppleine schon ihren Dienst.
Und generell finde ich jetzt auch in der Zeit, ich glaube das geht die Setzzeit, Boot und Setzzeit geht glaube ich noch bis Mitte Juli. Das hängt auch ein bisschen von der jeweiligen Region ab, kann man ja schon auch nochmal ein bisschen besser aufpassen. Das heißt die Hunde an der Leine halten, auf dem Weg bleiben und generell auch ein bisschen mehr Zurückhaltung im Wald an den Tag legen.
Und was leider ja auch immer wieder ein Thema ist, alles was irgendwie mit Wildtierrettung zu tun hat, da wird ja sehr oft gerettet, obwohl das Tier gar nicht gerettet werden muss. Und erst dadurch entstehen die Probleme. Also so ein Jungvogel, der zum Beispiel auf seinen eigenen Füßen steht, ist meistens kein Nestling mehr, sondern eben ein sogenannter Estling und wird dann doch von einem Elterntier irgendwie versorgt.
Und dann ist das Blödeste, was man für das Tier machen kann, den einfach einzustecken. Und es gibt von der Wildtierhilfe eine Internetseite, da kann man die eigene Postleitzahl eingeben, wenn man in so eine Situation gerätet und man weiß nicht, was man jetzt gerade tun soll. Und da kann man sich bei Leuten erkundigen und die fragen, ob das jetzt wirklich eine Situation ist, wo man das Tier einsacken muss oder nicht.
Ja, aber vielleicht können wir das auch noch mal in die Shownotes packen, denn diese Unsicherheit verstehe ich auch so ein bisschen. Das habe ich auch schon x-mal gehabt, so nach dem Motto, greife ich es ein oder nicht. Wenn du Brut- und Setzzeit lass, dann kommen natürlich sofort wieder die Jäger-Dinge in meinem Kopf hoch.
Und ich kriege ja immer wieder von allen möglichen Leuten Videos von Jägern geschickt, die entweder wahnsinnig dumme Sachen sagen oder wild um sich ballern oder, oder, oder. Und, Jetzt habe ich hier eins bekommen, wo du denkst, okay, gibt sich jemand als Hunde erfahren aus und redet aber ganz viel Dünnpfiff.
Grundsätzlich ist ja die Schwierigkeit, wenn du unkastriert Rüde und Hündin zu Hause hast. So, jetzt kommt die Läufigkeit, what now? Ich finde erstmal grundsätzlich diese Kombination eine echte Katastrophe für die Hunde, muss ich wirklich sagen. Weil es Stress ist. Ja, total. Und weil es ja total bescheuert ist. Weil die Hündin im Kopf hat, ja, er soll doch jetzt mal, kriegt es aber nie.
Und der Rüde wird ja absolut kirre in den Wochen. Und was der geneigte Jägerleihe unterschätzt, auch in den Wochen davor und danach. Also das heißt, es ist nicht nur diese Stehzeit, die dann in der Läufigkeit entsteht, sondern auch meistens wirklich viele Tage schon davor und viele Tage danach. Plus, es kommt ja noch was anderes hinzu. Es geht ja auch um die Verträglichkeit mit anderen Artgenossen.
Und wenn du einen Rüten zu Hause hast, der vielleicht sogar auch schon mal gedeckt hat und der hat eine läufige Hühne zu Hause, führt das nicht zu großer Freude im Kontakt mit anderen Hunden. Das ist erst mal Punkt eins. Ich finde das grundsätzlich schon mal total falsch, zwei intakte Hunde zu halten, die Rüte und Hühne sind. So.
Und jetzt kommt ja immer die Idee, wenn die Leute dann einfach absolut dagegen sind, die Hunde zu kastrieren, ja, was machen wir in der Zeit? Dann gibt es manche, die geben in der Zeit dann die Hündin vier Wochen woanders hin oder den Rüden woanders hin. Keine Ahnung, aber natürlich das mit Abstand Dümmste, was man tun kann, ist, den winselnden Rüden in einen Zwinger zu packen, und mit der läufigen Hündin vor dem Zwinger rumzutoben und zu spielen, um zu zeigen, guck mal, wie läufig die doch gerade ist.
Und das ist wirklich Quälerei und wahnsinnig blöd, dass man sagt, ja gut, der Zwinger führt dazu, dass sie sich zumindest nicht verpaaren. Aber was da im Kopf der Hunde los ist, verstehen dann die Leute einfach nicht. Ich habe dieses Video gesehen und habe gedacht, das darf doch einfach nicht wahr sein. Mit welchem Selbstverständnis die Leute einen der, fertigen Dünnpfiff verbreiten, mal unabhängig davon, dass immer noch Zwinger schon genug Trigger eigentlich ist für mich, aber dann noch mit der läufigen Hündin auf und abzuwatscheln, während der rüde Winsel in dem Zwinger hockt.
Das ist schon extra klasse, muss man wirklich sagen. Also Wahnsinn. Mal abgesehen davon, dass der, dann die Zwingersituation ja dann auch wie so eine zusätzliche Strafe ist, dann ist er irgendwie auch noch von seinen Sozialpartnern irgendwie getrennt, oder? Absolut. Absolut genau das. Ich habe noch was gesehen, weil wir beim letzten Mal ja über die Bären gesprochen haben und da hatte ich doch auch erzählt, dass es in Japan gerade vermehrt Schwierigkeiten gibt mit Bären, auch glaube ich, weil da einfach sehr viel Zivilisation in den ursprünglichen Bärenraum vordringt.
Und jetzt hat man sich dort den Monsterwolf ausgedacht. Hast du es zufällig auch gesehen? Nee. Es ist ein Roboter, der sieht erstmal aus wie von einer sehr, sehr schlechten Geisterbahn abgekauft. Also es ist ein zotteliges Vieh, das sehr mechanische Bewegungen hat. Und so leuchtend rote Augen. Es kann irgendwie verschiedene Lichtsignale von sich geben und ich glaube 60 verschiedene Geräusche.
Kennst du die Folge, wo Jim Knopf mit Lukas, dem Lokomotivführer, nach China fährt? Ah, ich habe doch irgendwie gedacht, dass mir das bekannt vorkommt. Erzähl mal weiter. Da verkleiden die die Lokomotive Emma als Drache. Und da sieht das einfach, die sind auch so Pappmaschiner drum und auch so rotende Augen. Stimmt.
Daran erinnert mich das jetzt gerade, die Bärenabschreck-Geschichte. Ehrlich gesagt, ich glaube, das kommt der Sache wirklich sehr, sehr nah. Ja, aber jetzt ist dieses Tier im Einsatz. Ich weiß nicht, wie viele davon produziert worden sind. Aber ich habe gesehen, Also Aufnahmen auch von so einem Nachtsichtgerät, wie ein Bär auf diesen Monsterwolf reagiert und es funktioniert.
Ich frage mich nur, wie lange sowas funktioniert. Bären sind doch nicht doof. Die kriegen das doch irgendwann mit. Das ist doch wie eine Vogelscheuche. Da sitzen die Vögel irgendwann doch auch drauf oder nicht? Ja, das ist sehr häufig. Genau ist das eben häufig so. Ich sehe ja zum Beispiel einige Golfplätze. Die haben sehr häufig, also worüber die Golfspieler sich aufregen, ist, dass sich bei vielen Golfplätzen sehr viele Wildvögelarten ansiedeln.
Und dann kommen Nilgänse und was nicht alles und die scheißen die Wiesen zu. Und das hat der Golfspieler nicht so gerne. Ich persönlich finde das immer super schön. Und ich war jetzt auf dem für mich wirklich mit Abstand schönsten Golfplatz in Deutschland, der von Michael Blesch in der Nähe von Hamburg gebaut wurde.
Green Eagle heißt er. Und was der sogar gemacht hat, der hat in Wasserhindernissen extra nochmal Inseln reingebaut, die so angelegt sind, dass da Schwäne brüten können. Dann hat der überall so Pfähle gemacht, wo Storchennester sich ansiedeln können oder Storchen sich ansiedeln können. Also mega verstanden, dass es auch darum geht. Aber was für die Golfer...
Tatsächlich immer ein Riesenproblem ist oder für die Golfplätze, das sind die Krähen. Und zwar gehen die auf die ganz feinen Grüns, wo du dann hinter patten musst und picken da alles Mögliche an Löchern rein und rupfen was raus und sonst was. Warum? Ja, die suchen dann da irgendwas. Die spielen da rum oder die suchen vielleicht, keine Ahnung, Wurm, ich weiß es nicht.
Oder einfach aus Protest vielleicht auch. Das könnte auch. Kapitalismus zum Beispiel. So, genau. Oder gegen Sport oder dass man da einen Kragen tragen soll. Und diese Schäden sind natürlich enorm. Und jetzt haben einige Golfplätze mit so Lichtschranken und Geräuschkulissen von Raubvögeln gearbeitet. Und das funktioniert dann immer einige Tage.
Und jetzt war ich auf einer Golfanlage, wo ich wirklich beurteilen konnte, dass ich zu Anfang gesehen habe, dass die Krähen darauf reagieren und bereits drei Wochen später, man sieht den förmlich das Grinsen im Gesicht an, wie die vor diesen Vergrämungsanlagen sitzen und sich einfach beömmeln. Also sie sind kurz davor zu sagen, komm, das ist so wie eine Art Disco, wir treffen uns da.
Obwohl diese Geräuschkulisse nach einem Zufallsprinzip kommt. Also die kommt nicht jedes Mal, die kommt mal und dann wieder doch nicht und so. Also relativ schnell kapieren die Tiere dann, ja okay, das ist nicht wirklich echt. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass so das Verhältnis Mensch-Krähe, dass das irgendwie gerade so kurz davor ist zu kippen.
Dabei sind das doch so schlaue Vögel. Aber wie kommst du darauf? Also alle Menschen, die ich kenne, die schwärmen immer von Krähen und Raben. Ja, aber es gibt gerade so aus der Landwirtschaft gibt es da schon einiges auch an Hass gegen Krähen. Weil? Was machen die denn Schlimmes? Ja, ich glaube, es gibt so Geschichten, dass die Lämmern die Augen aushacken, dann fressen die, glaube ich, auch irgendwie das Saatgut oder so.
Ist jetzt tatsächlich gefährliches Halbwissen, könnte ja auch sogar sein, dass das am Ende zum Teil ja auch berechtigt ist, beziehungsweise, dass es diese Schäden wirklich gibt. Aber es ist ja immer noch die andere Frage, wie geht man damit um und ist man nicht irgendwie auch Teil von einer Umwelt, die da eben auch ihren Preis fordert.
Aber hast du schon mal von der Krähengrenze gehört? Krähengrenze, so ähnlich wie der Dingo-Zaun in Australien? Nee, es gibt eine Krähengrenze, die sich auch durch Deutschland zieht. Und zwar sehen die Krähen in Ostdeutschland komplett anders aus als in Westdeutschland. Soll ich jetzt, weil es mir jetzt mein Comedy Tourette sagt, sind die braun oder was ist an denen anders? Warte mal.
Ja, also ungefähr entlang der Elbe. Westlich davon leben tiefschwarze Rabenkrähen, während östlich davon die grauschwarzen Nebelkrähen beheimatet sind. Es handelt sich um genetisch fast identische Vögel, deren unterschiedliches Aussehen auf die letzte Eiszeit zurückgeht. Achso, nicht mal auf die deutsche Teilung.
Warum sollte es auch? Die können ja fliegen. Ich habe das kürzlich erst gehört. Aber es gibt jetzt keinen Ansatz. Man weiß nicht, warum das so ist. Also gibt es da Theorie? Ich glaube, wahrscheinlich haben die sich einfach mehr so untereinander verstanden. Und dann weiß ich auch nicht genau. Warte mal, ich gehe der Sache mal kurz nach. Ach Gott.
Ah, die Frage, ob Raben und Nebelkrähen verschiedene Arten sind, beschäftigt Experten seit mehr als 250 Jahren. Raben und Nebelkrähen entwickelten sich aus einer Ursprungsart, vermutlich als Population dieser Art während der Eiszeiten der vergangenen zwei Millionen Jahre im Pleisto-Zen räumlich voneinander isoliert wurden. Ja gut.
Warum? Tja. Why? Ja, und es gibt eine Hybridisierungszone quer durch Deutschland von Norden nach Süden. Eine 15 bis 150 Kilometer breite Zone. Die ist seit mindestens 100 Jahren aber auch stabil. Das heißt, da hat offenbar auch die Wiedervereinigung nicht viel zu beigetragen. Und da kommen beide Arten vor und paaren sich auch untereinander.
Aber sonst eben nicht. Aber man weiß jetzt nicht warum. Man hat keine Theorie. Ja, also die sagen schon, dass es, also offenbar hat es irgendwie so geologische Zustände gegeben in der Eiszeit, die dazu geführt haben, dass die Vögel erstmal räumlich isoliert waren. Und dann haben sie sich natürlich auch unabhängig voneinander entwickelt.
Aber ja nicht so krass auseinander entwickelt genetisch, dass sie sich nicht mehr untereinander paaren können. Aber mein Erbsnieren hat natürlich jetzt die Fragen. Wie breit ist diese Zone? Warum hat so eine Krähe nicht Lust zu sagen, ich fliege mal zu den anderen Krähen oder ich wandere aus quasi? Ich denke, es ist der Dialekt, wenn du mich fragst. Okay. So.
Na dann. In beide Richtungen. Oh Mann, oh Mann. Ich habe übrigens nochmal eine Rückfrage. Ich hatte vorhin vergessen, dich zu unterbrechen. Warum nochmal taucht man Katzenbabys in Marmeladengläser mit Wasser? Das haben wir damals gemacht, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen, weil Katzenbabys in diesem Alter noch nicht dazu in der Lage sind.
Johanna hat eben erzählt, dass sie das jetzt mit einem warmen, in Wasser getauchten Mikrofasertuch macht, was auch so ein bisschen so eine Katzenzungenstruktur wahrscheinlich hat. Das erscheint mir aber ein bisschen logischer, als das Tier in Wasser zu tauchen. Ja, mein Gott, es waren die 80er. Aber ihr wisst schon, der Kopf hätte über Wasser bleiben sollen.
Wie gesagt, die Katze hat es ja... Total intakt bis ins Erwachsenenleben geschafft. Das war bestimmt, warum der Dack erkandaliert hat. Der hatte jedes Mal Angst, dass er die Katze ertränkt. Ja, die war auf jeden Fall schlau. Da kann man nichts anderes sagen. Katze... Der Dackel. Ach, die Dackel. Gut.
Pass auf, hast du noch was? Nee. Also doch, ich habe natürlich ein Rasseporträt. Das ist ja eh klar. Scheiße. Jetzt habe ich gedacht, wenn ich jetzt schnell mache und einen Deckel drauf mache, geht das unter. Es ist tatsächlich auch wieder eine Hörerfrage. Willst du zuerst was anderes erzählen oder soll ich? Nee, nee, nee, nee, nee, nee.
Das Rasseporträt. Schnellen. Okay, es ist die FCI-Standardnummer 371 und dieses Rasselporträt geht... Ich sag mal, werden die Zahlen immer mehr? Ich meine, früher gab es 300, jetzt sind wir schon bei 371, das ist doch doof. Ja, wir schneiden hier jetzt einfach die Antwort rein, nicht sonst immer auf diese Beschwerde gebe.
Also, dieses Rasselporträt geht mal wieder zurück auf einen Wunsch aus der Hörerschaft. Der Kopf, gut proportioniert im Verhältnis zum Körper. Das ist doch schon mal viel wert. Die Augen. Sehr dunkel, klein, etwas schräg und nicht vorstehend, mit einem scharfen, intelligenten Ausdruck. Gut pigmentierte Lider. Die Ohren.
Dreieckig, mit breitem, mittelhohem Ansatz in Höhe des Hinterkopfes. Warte, warte, nicht so schnell. Lass mich das eben mal einmal vorstellen. Also, okay, breit, die Ohren dreieckig und dann eher so nach vorne gefloppt oder stehen die, sind keine Stehohren? Bei Aufmerksamkeit nach vorne gekippt in der Ruhe können sie nach hinten gerichtet werden als Rosenohr.
Rosenohr ist doch sogar fast halb offen, oder? Ja, habe ich. Wie, du hast diese... Nein, nein, nein. Ich habe eine Vorstellung davon, wie das aussieht. Wie das Ohr aussieht. Okay, gut. Der Hals mittellang, stark bemuskelt und ohne Wamme. Der Körper kompakt, aber dennoch schlank und anmutig. Ich habe diese Rasse mal wieder, wenn man sie, also wenn man mir ein Foto gezeigt hätte, hätte ich es mal wieder für einen Mischling gehalten.
Für eine hochbeinige Variante von einem Tier, das ich kenne. So, das schon mal als kurzer... Von einem Tier, das du magst? Ja, weiß ich nicht. Also ich habe nichts dagegen, aber es würde mir jetzt bewusst nicht einfallen, so einen Hund anzuschaffen. Höchstens vielleicht durch unglückliche Umstände, denn dann kann man sich ja an vieles gewöhnen.
Können wir uns ein bisschen über das Verhalten unterhalten? Weil bisher habe ich natürlich überhaupt keine Idee, weil das ja auch schon, wie groß und wie schwer sind denn diese Hunde? Ach so, also erstmal zum Verhalten. Fröhlicher, neugieriger, anhänglicher und mutiger Charakter. In Bezug auf die Jagd nach Nagetieren zeichnet er sich durch seine Ausdauer und Bereitschaft aus.
Aber er ist auch ein treuer Begleiter. Okay, der treue Begleiter. Dann sag mal, Nagetiere, das wird ja wahrscheinlich kein wahnsinnig großer Hund sein. Und auch eher nicht so ganz schwer. Sag mal so sieben Kilo oder so weit wahrscheinlich. Warte, da muss ich doch mal kurz. Das ist ja wahrscheinlich irgendwas Klein-Terrier-artiges oder ein Terrier-artiger Gewicht. Also Gewicht der Rüde zwischen 10 und 12 Kilo. Oh doch.
Und die Widerrisshöhe 37 bis 43 Zentimeter. Okay. Ja, okay. Also, gut, weil es ist natürlich dann naheliegend sofort jetzt an irgendwas Zereoartiges. Also Mäusejäger oder Nagetiere zu jagen. Und du hättest es für einen Mischling gehalten. Habe ich das verstanden? Mhm. Okay. Also einen Hund, der nicht so ganz häufig in deiner Welt vorkommt. Nee.
Ich sage mal so, er kommt in deiner Welt wahrscheinlich häufiger vor. Ach, in meiner Welt, du meinst aber, ach so, ah, okay. Das war ein geografischer Hinweis auf Spanien? Ja. Ach, okay. Und du hältst ihn für ein Mischling und es ist ein, ach so, ist es ein Rotanero? Genau, der ist es. Ja, und da kann ich direkt schon mal sagen, hatte ich noch nie einen im Training.
Und ich wette, dass ich da wahrscheinlich schon einige im Tierheim gesehen habe und sie für einen Jack Russell, Parson Russell, Terrier Mix gehalten habe. Das hätte ich mir auch gedacht. Und ich würde auch 100 Prozent, wenn die mir begegnen. Wüsste ich jetzt nicht so genau, woran kann ich denn jetzt genau erkennen, was unterscheidet die denn jetzt wirklich verbindlich von einem Terrier Mischling.
Aber ich finde die ja ganz schön, ehrlicherweise. Aber ich habe ja eh so ein bisschen die kleinen kompakten Terrier-Rassen, finde ich ja eh ganz gut. Also jetzt, ich habe bislang auch nur so profilige Bilder gesehen. Das Gesicht finde ich eigentlich auch ganz schön. Ja, aber gerade das Gesicht, also ich finde beim Körper, da finde ich ist der erste Moment, wo ich stutzig werden kann.
Aber beim Gesicht, da könnte ich mal original gar nichts dazu beitragen. Also gut, klar, die sind höher als die Jake Russell natürlich. Ja. Ja, die sind deutlich höher. Aber offenbar auch relativ gesund. Ach krass. Recht hohe Lebenserwartung und ähm... Irgendwie. Also es gibt auch da natürlich wieder so leichte Auffälligkeiten.
Patella, HD kommen leicht gehäuft vor, aber nicht so wie bei anderen Rassen, so was man lesen kann. Aber er kommt ja aus irgendwo Andalusien. Wie heißen die denn insgesamt? Rotanero und was kommen noch? Er heißt auch Ratonero Bodeguero Andalus heißt er, glaube ich. Ach ja, Ratonero natürlich nicht. Rotanero. Ja, von Ratte kommt es. Ja, ja.
Und ich roter Nero, habe ich ja gesagt. Ach du die Gott. Ich habe das trotzdem durchgehen lassen. Ich habe das trotzdem als Erfolg eingeloggt. Das ist mein katalanischer Einschlag. Ja, klar. Du träumst ja schon auch auf Spanisch, ne? Absolut. Ja. Absolut. Ich kann Ihnen nur gratulieren. Du hast es schon wieder geschafft. You did it again.
Ja, wir spekulieren jetzt mal kurz, dass diese Hunde, Alter, das ist wirklich voll spekuliert. Ja natürlich eine gewisse Eigensinnigkeit haben. Ich meine, ich bin mir nicht ganz sicher, vielleicht guckst du mal, ob da irgendwo steht, ich meine, dass auch ein bisschen Foxterrier mit reingekreuzt wurde, bin ich mir aber auch nicht ganz sicher.
Aber man kann schon davon ausgehen, wenn das eher ein Solitärjäger ist, auf im Zweifel ja auch ein bisschen widerspenstige Beute attackiert, werden schon sehr robuste, eher eigenständige Hunde sein. Also wenn die an Mäuse und Ratten gehen und, Dann kann man schon davon ausgehen, dass die nicht so ganz zimperlich sind.
Ist da Foxterien mit reingewurschtelt? Der Name Ratonero und so weiter und so fort bedeutet sinngemäß andalusischer Weinkeller-Mäusejäger. Ist ja interessant. Es wird vermutet, dass die Hunde dieser Rasse Nachkommen von Foxterien sind, die englische Weinproduzenten und Bergbauunternehmen nach Südspanien brachten.
Ihre Aufgabe war es, Häfen und Weinkeller von Ratten und Mäusen freizuhalten und diese zu jagen. Aber man sieht hier auf Mallorca tatsächlich viele, also es ist ja eh hier, ganz, ganz, das finde ich hier wirklich ganz zauberhaft eigentlich. Es gibt hier unglaublich, also du siehst hier kaum jemand mit Rassehunden.
Also ein Einheimischer, der hier lebt und von hier kommt, der hat in aller Regel keinen Rassehund. Sondern das sind in aller Regel irgendwelche Zufallstreuner, Verbarungen. Oder also viele natürlich aus dem Tierschutz logischerweise und da wir sehen hier ganz ganz häufig so diese Hunde, die deutlich unter 10 Kilo sind, also kleine, viele kleine Hunde und da sind viele Hunde, die auch so ein bisschen wie diese Ratanero.
Mischlinge aussehen würden also du siehst von dieser Kategorie echt viele Hunde, aber übrigens häufig freilaufend und gar nicht so jagdpassioniert Also wirklich die Hunde, die ich hier treffe oder mit denen ich hier so zu tun habe, sehr, sehr verträglich insgesamt. Wahrscheinlich, weil da einfach kein Weinkeller drumherum ist.
Die machen das nur da wahrscheinlich. Ja, aber gut, das könnte ja zu einer Unverträglichkeit führen, dass die frustriert sind, wenn sie nicht mal eine Maus jagen dürfen. Ja, okay. Gut, also wir haben ja das gemacht, weil es ein Wunsch aus der Hörerschaft war. Es gibt also mindestens eine Person, die ein solches Tier hält.
Und ich würde mich mal interessieren, was man da so verhaltenstechnisch beobachten kann. Kann auch ruhig anekdotische Evidenz sein. Also auch der Einzelfallbericht ist spannend für uns. Ja, Rat und Ernährung. Das ist echt, also den Kopf finde ich einfach schön. Naja, das stimmt schon. Gut. Ich habe einen Vorschlag.
Und zwar, ich habe ja einen Kollegen, Dr. Jens Völl, der ist seines Zeichens Psychologe und Neurowissenschaftler und der schreibt auch immer mal wieder ein Buch. Und jetzt hat er ein Buch geschrieben, das nennt sich Mein Gehirn, das Denken und ich, wie wir unser komplexestes Organ besser verstehen und benutzen.
Und jetzt geht es ja bei uns häufig auch um solche Fragen, wie zum Beispiel so Wahrnehmungsverzerrung, Sachen, die uns davon abhalten für uns. Was ist denn? Ich dachte, du sagst ja, es geht ja häufig darum, so Wahrnehmungsverzerrung. Und ich hätte jetzt so gesagt, es geht ja häufig bei uns darum, wie kann jemand wie Friedrich Meert so blöd sein?
Sollte der das Buch lesen und dann vielleicht das selbst mal analysieren? Das wäre jetzt schon meine Gedankenkette gewesen. Hadert man ja so ein bisschen auch mit den Rückschlägen und man droht vielleicht auch so die Hoffnung zu verlieren. Und gerade dazu gibt es ganz interessante Forschung, die mit Hunden angefangen hat zum Thema erlernte Hilflosigkeit.
Und da habe ich gedacht, da kommen jetzt aber doch wirklich einige Punkte zusammen, die so im Kernthema-Bereich unseres Podcasts liegen. Schreit ja wohl nach einer Einladung. Wollen wir den mal einladen? Auf jeden Fall. Ja, schön. Schreit doch absolut danach. Ich bin auch gespannt, weil ich habe das Buch noch nicht komplett gelesen und dann könnte ich mir dieses Kapitel einfach auch sparen.
Kann er das einfach mal erzählen? Das ist auch eine Strategie. Wir laden uns jetzt mal Autoren ein, wo wir uns das Buch interessieren, aber wir hätten gerne live zusammen. Mein Lieblingssatz bei Interviews ist ja immer, wie würden Sie das einem Fünfjährigen erklären, wenn ich das selber auch noch nicht verstanden habe, weißt du?
Ja, finde ich gut. Finde ich richtig gut. Super, dann du hast doch auch noch einen Tipp, oder nicht? Genau, mein Tipp des Tages ist nochmal wirklich ernsthaft darüber nachzudenken, uns beim Live-Podcast besuchen zu kommen, der am 20. November ist. Wir werden dort ja unter anderem darüber abstimmen, ob der Dog-Song nicht wiederkehren soll.
Wir werden über Tierschutz reden, wir werden eine launige Runde machen, wir werden vor allen Dingen auch wieder viele Fragen beantworten. Ihr könnt also da mitmachen. Es werden wieder Bierdeckel rumgehen und ja, es ist ja im Prinzip die einzige Live-Veranstaltung, die wir gemeinsam in diesem Jahr machen. Vielleicht auch die letzte.
Das ist wohl doch durchaus möglich, würde ich sagen. So und dann zum Thema Musik. Ich war gestern auf einem Konzert und zwar in der Lenxis Arena. Da war ich bei Eric Klepp. Und jetzt mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht so einen guten Platz hatte und ich wirklich von diesem Oberrang 612 und der Reihe 8 abraten muss.
Aber wir gehen davon, er war wahrscheinlich die Champagnerloge, ne? Nee, eben nicht. Da wäre ich ganz gerne gewesen. Aber ich weiß nicht, wie diese Teile heißen. Vielleicht heißen die auch Monitore. Aber was hängt da immer so auf der Bühne, auf die Künstler gerichtet, auf die KünstlerInnen gerichtet?
Nicht nach vorne, sondern nicht so bananenförmig ins Publikum? Nee, das war auch da, aber das war nicht immer im Sichtfeld. Ja, Monitore. Ja, Monitore ist für mich als Fernsehkind. Aber Entschuldige, Monitore, die Boxen, die den Künstler selber abspielen, damit er sich hört, liegen aber meistens vor dem Künstler.
Ja, davon gab es auch welche, aber es hingen irgendwie so drei oder vier riesige Blöcke, die hingen genau da, wo dann auf der Rückpro ist das ja dann immer so, dass die Kamera dann in so einer großen Halle, ist ja bei deinen Shows auch so, fängt dann die handelnden Personen ein, projiziert das auf diese Leinwand, sodass auch Leute, die im Block 612 sitzen, in Reihe 8, auch was sehen können.
Es war dann nur so, dass das von der, nicht nur von der Kadrierung, sondern auch wie diese kleinen Sichtfenster dann da angeordnet waren auf der Rückpro, für mich völlig unmöglich war, Gesichter zu sehen. Und da finde ich, bei diesen Ticketpreisen, also für mich war es eigentlich gar nicht so schlimm und zum Glück war es auch für meine Mitgänger auch nicht schlimm. Wir hatten auch wirklich einen schönen Abend.
Und wie gesagt, ich kenne das ja von Konzerten eigentlich fast nur so, dass ich da nur in angemessener Lautstärke Musik hören kann, aber ich eigentlich nicht sehe. Aber schade finde ich das doch. Weil du in der zweiten Reihe stehst normalerweise. Ja, also ab der zweiten Reihe sehe ich natürlich nichts mehr, ist ja klar. Aber...
Da finde ich doch die Ticketpreise von um die 200 Euro, was man ja auch nicht alle Tage macht. Nein. Ja, finde ich ehrlicherweise auch am falschen Ende gespart. Will nur eine kurze Lanze brechen. Du wirst in der Köln Arena und in den großen Arenen nie vermeiden können, dass Technik in der Halle hängt, die an manchen Plätzen eine Sichtbehinderung darstellt.
Aber genau deshalb muss ein sauberes Bild auf Leinwände übertragen werden. Also dass du, wenn du dir jetzt sozusagen selber die Totale anguckst, die ganze Bühne und alles, oder auch durch die Leinwand mal jetzt eine Banane hängt, das wirst du nicht vermeiden können. Das ist unmöglich. Aber trotzdem, genau deshalb muss es eben anders aufgebaut sein.
Das ist tatsächlich etwas, was mich auch manchmal bei Konzerten ärgert, wo ich denke, ey, wie kann man das denn jetzt so dahin geknödelt haben, wo es doch eigentlich, also da kann ich dir wirklich sagen, wenn ein Ticket in der Kölner Arena 200 Euro kostet und Eric Clapton wird da ja nicht mit 80 Trucks und einer Pyro-Show angekommen sein.
Dann muss da Knete für eine vernünftige Anordnung sein. Ich glaube, es war irgendwie nicht durchdacht oder was. Aber keine Ahnung. Ja, aber trotzdem. Wahrscheinlich war es trotzdem ein tolles Musikerlebnis. War es, auf jeden Fall. Und es ist unglaublich. Der ist einfach 81 Jahre alt. Aber ich fand es richtig toll. Schön.
Ja, ich habe ein Lied mitgebracht. Aber es ist gerade spontan entstanden, weil wir darüber gesprochen haben, über die Emma von Jim Knopf. Und dann würde ich jetzt, also und Lukas, dann würde ich jetzt tatsächlich das Luma-Land-Lied, eine Insel mit zwei Bergen empfehlen. Aber nicht die Techno-Version von Dolce United, sondern das einzig wahre Original.
Und ich würde sagen, dass wir da einen Link reinstellen, sodass man das Video auch sehen kann. Weil es ja wirklich einfach immer noch zauberhaft schön ist, was die Oxford-Puppenkiste damals gemacht hat. Auf jeden Fall. Und dann würde ich sagen, dann wünsche ich mir von Cream, was ja die erste Band, glaube ich, von Eric Clapton gewesen ist, den Song Sunshine of Your Love.
Den hat er gestern auch gespielt. Ich glaube, das ist ein Lied, das dir sogar gefallen könnte. Ich wollte für eine Sekunde sagen, was passiert denn da jetzt? Kommt da jetzt doch so kleine Romantik-Anfälle in dir durch? Hör es dir mal an. Okay. Okay. Bevor ich jetzt sage, legt euch wieder hin und bevor du das sagst, möchte ich noch zwei Sätze loslassen, weil letzte Woche ein Trainer aus unserem Netzwerk verstorben ist, der Sven Kunkel.
Jemand, den ich außerordentlich geschätzt habe, der viele Jahre bei uns war und mit dem ich vor allen Dingen auch über WhatsApp viel Spaß hatte in meinem Leben. Und der immer wieder, wenn ich in Norddeutschland war, mit zu den Talkshows gekommen ist und ein Mensch mit einem, finde ich, außerordentlich guten Humor.
Der hat mich wirklich sehr oft zum Lachen gebracht und das war und ist sehr, sehr bedrückend und für unser gesamtes Netzwerk ein riesengroßer Verlust. Und da rede ich jetzt nicht nur von der fachlichen Seite, sondern vor allen Dingen auch von der menschlichen Seite, weil der jemand war, der das Netzwerk sehr gelebt hat, sehr im positiven Sinne kritisch war, sich eingebracht hat und ich war wirklich und bin sehr, sehr betroffen, dass das passiert ist und hoffe und wünsche, dass die Familie das irgendwie mit dem entsprechenden Zusammenhalt irgendwie gut übersteht.
Legt euch wieder hin. Legt euch wieder hin.